Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 6. Okt 2019, 14:48

Hallo, Lazar

Müsste mal wieder mit ihm darüber reden. Falls Gott ihn schon lenkt, kann das sich möglicherweise auch lange hinziehen. Eine solche Psychose verschwindet selten in Kürze. Ich meine vor allem muss man Geduld haben.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Lazar » So 6. Okt 2019, 17:48

Hi oTP!
Bei einer ausgewachsenen Psychose ist es natürlich die Frage, inwieweit ein Betroffener überhaupt noch die Chance auf einen wirklich eigenen Willen hat - oder ob er nicht grundsätzlich ein im Irrsinn Gefangener bleibt. In so einem Fall können mehr die Angehörigen selbst Gott um Hilfe bitten, um mit der belastenden Situation so gut als möglich fertig zu werden.
Ich denke, größtmögliches Verständnis anstatt Ärger und Verurteilung macht das Leben mit psychisch gestörten Menschen erträglicher. Hart bleibt es dennoch.

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 7. Okt 2019, 11:01

Stimmt, man muss damit umgehen. Zum Glück können meine Frau und ich sehr lange solcherart Dauerbelastungen tragen, ohne völlig kaputt zu gehen.

Und es besteht ja auch die Möglichkeit, dass Gott eingreift. Ich würde aber nicht ständig dafür beten, Gott ist ja nicht schwerhörig.

Vorwürfe bringen gar nichts. Aber man muss sich schützen, war agressiv und durfte er sehr lange unser Haus nicht mehr betreten. Aber so chaotisch es auch sein mochte, wir haben ihn dennoch immer unterstützt da wo es nötig war.

Nach jahrelangen agressiven Vorkommnissen wollten sie ihn sogar in die Forensik schicken. Was Positives fällt ihnen kaum ein. Warum uns nicht mal endlich in ein Erholungsheim ? Sie verursachen ja selber durch ihr Nichthandeln viele Schädigungen. Das verbessert sich auch kaum durch einen Betreuer. Weil die kaum Spielraum durch die gesetzlichen Regelungen (Verhinderungen) haben.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 9. Okt 2019, 16:35

Meldung:
Eine Geschworenenjury sprach einem Kläger am Dienstag in Philadelphia Schadenersatz von acht Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) zu, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Nebenwirkungen des Antidepressiva Risperdal verschwiegen zu haben, die angeblich zu unerwünschten Brustvergrößerungen bei männlichen Patienten führen.


Die Nebenwirkungsliste ist wohl "kilometerlang". Zeigt aber, was man dem psychisch Kranken so zumutet:
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 16086.html

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Schlaflosigkeit
- Sedierung
- Schläfrigkeit
- Symptome der Parkinsonschen Krankeit
- Kopfschmerzen
- Lungenentzündung
- Bronchitis
- Infektionen der oberen Atemwege
- Nebenhöhlenentzündung
- Harnwegsinfektionen
- Ohreninfektionen
- Grippe
- Erhöhung des Prolaktinspiegels
- Gewichtszunahme
- gesteigerter Appetit
- verminderter Appetit
- Schlafstörungen
- Unruhe
- Depressionen
- Angst
- motorische Unruhe
- Bewegungsstörungen
- Schwindel
- Zittern
- verschwommenes Sehen
- Bindehautentzündung
- Pulsbeschleunigung
- Bluthochdruck
- Anfälle von Atemnot
- Halsschmerzen
- Husten
- Nasenbluten
- verstopfte Nase
- Bauchschmerzen
- Oberbauchbeschwerden
- Erbrechen
- Übelkeit
- Verstopfung
- Durchfall
- Magen-Darm-Beschwerden
- Mundtrockenheit
- Zahnschmerzen
- Hautausschlag
- Hautrötung
- Muskelkrämpfe
- Knochenschmerzen
- Rückenschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Blasenschwäche
- Wassereinlagerungen
- Fieber
- Brustschmerzen
- allgemeine Schwäche
- Müdigkeit
- Schmerzen
- Sturz
- Atemwegsinfektionen
- Harnblasenentzündung
- Augeninfektionen
- Mandelentzündung
- Nagelpilz
- Entzündung des Unterhautzellgewebes
- lokale Infektionen
- Virusinfektionen
- Krätze
- Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen
- Verminderung der Anzahl weißer Blutkörperchen
- Blutarmut
- Veränderung der roten Blutkörperchen
- erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen
- immunologische Überempfindlichkeit
- Zuckerkrankheit
- Anstieg des Blutzuckers
- Durstgefühl
- Gewichtsabnahme
- Appetitlosigkeit
- erhöhter Cholesterinspiegel
- Manie
- Verwirrtheit
- Libidoabnahme
- Nervosität
- Albträume
- Durchblutungsstörungen der Hirngefäße
- fehlende Reaktion auf Stimulation
- Bewusstlosigkeit
- verminderter Bewusstseinsgrad
- Krampfanfälle
- Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
- psychomotorische Hyperaktivität
- Gleichgewichtsstörungen
- anomale Koordination
- Haltungsschwindel
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Sprachstörungen
- Geschmacksstörungen
- verminderte Berührungsempfindlichkeit
- Missempfindungen
- erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- trockene Augen


Übler geht's wohl kaum. Und mit Angabe von Nebenwirkungen verhindert der Konzern Klagen. Da könnte man auch einfach schreiben: Jegliche Art von extrem schädigenden Nebenwirkungen möglich. Wir übernehmen keinerlei Haftung.
Es zeigt sich: Die psychische Situation des psychisch Kranken kann ganz außer Kontrolle geraten durch das Medikament. Körperliche Schädigungen kommen noch hinzu.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 9. Okt 2019, 20:30

Auch hier kann man sich fragen:
Wer/was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 9. Okt 2019, 20:40

Morgen Donnerstag, 10.10.: Internationaler Tag der psychischen Gesundheit
Der 10. Oktober gilt weltweit als internationaler Tag der psychischen Gesundheit (Mental Health Day). Jedes Jahr am 10. Oktober machen Organisationen mit Informationsständen, Vorträgen und Kampagnen auf die Förderung der psychischen Gesundheit von Erwachsenen, älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen aufmerksam.
Weiter bietet sich der Tag der psychischen Gesundheit an, über psychische Krankheiten zu informieren und die Solidarität mit psychisch Kranken und ihren Angehörigen zum Ausdruck zu bringen.
Der Tag der psychischen Gesundheit wurde 1992 vom Weltverband für psychische Gesundheit (WFMH) gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Jedes Jahr bestimmt die WHO ein Schwerpunktthema für den Tag der psychischen Gesundheit.
Ich bin ja mal gespannt..... :(
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 13. Okt 2019, 16:38

Hier ein Artikel über psychiatrische Drogen.

https://horst-koch.de/drogen-und-okkultismus-dave-hunt/

Wenn ein Arzt Fluctin (oder Ritalin oder andere vergleichbare Psycho­pharmaka) verschreibt, kann man das nicht mit einem Mechaniker ver­gleichen, der einen Motor genau einstellt. Die Verschreibung basiert nicht auf einer Diagnose des Gehirns, sondern auf einem Verhaltensprofil. Fluc­tin wird nicht verabreicht, um das Gehirn ins »Gleichgewicht« zu brin­gen, sondern vielmehr zur künstlichen Verbesserung des Befindens des Patienten.


In soweit sind die Werkzeuge [Drogen], die zur Manipulation von Serotonin-Ausschüttung im Gehirn verwendet werden, eher mit phar­makologischen Keulen vergleichbar als mit Skalpellen – im Groben wirksam, aber imstande, eine Menge zusätzlichen Schaden anzurich­ten. Barry Jacobs, ein Neurochirurg an der Princeton Universität, sagt: »Wir wissen einfach nicht genug über die Funktionsweise des Gehirns.«
Dr. Breggin erinnert uns: »Ob Depression … auf einer biologischen oder genetischen Grundlage beruht, konnte wissenschaftlich noch nicht ge­zeigt werden … Biopsychologische Theorien bleiben reine Spekulation und laufen einer beträchtlichen Menge an Forschungsergebnissen und klinischen Erfahrungen zuwider, sowie dem gesunden Menschenverstand.«




Ich finde seine Argumente sollte man beachten.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 18. Nov 2019, 09:41

Ein Bericht über ein Leben mit Schizophrenie
>>> https://www.youtube.com/watch?v=Cm1XuP8dhfs (29:23 Minuten)
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Mo 18. Nov 2019, 11:18

Grüezi mitenand,

@lionne
ich habe nicht so Zeit um den 29 minütigen Film anzuschauen.

@alle
doch ich kann mir vorstellen, dass im Video alles Andere als ein schönes Leben gezeigt wird. Schon nur als so weit gesunder Mensch haut es einem aufs Gemüt, wenn man an solch ein Leben von aussen heransieht. Wie schlimm ist es, wenn man selbst davon betroffen ist? Dasselbe gilt auch für andere stark ausgeprägten psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise schwere Depressionen und noch schlimmer bei einer bipolaren Erkrankung (Depression und Manie)

Da betrachte ich eine gut angepasste Medikation als grosse Hilfe für Betroffene. Ganz sicher dann, wenn es solchen Betroffenen ermöglicht am normalen Leben teilzunehmen. Dann wenn sie auch erwerbstätig sein können, auch wenn sie nur Teilzeit arbeiten können. Auch gilt es im Auge zu behalten, dass wenn eine psychische Erkrankung keine adäquate Behandlung bekommt, dass sich die Krankheit mehr und mehr verschlimmert. So kann sich aus einer simplen depressiven Episode eine chronische Depression entwickeln, allmählich verstärken sich die aufeinanderfolgenden Episoden zu einer schweren Depression, allmählich kann sich bei schweren Depressionen eine Manie einschleichen so gibt es am Ende eine bipolare Erkrankung. Ich war auch im Gespräch mit mehreren Menschen die solch ein Schicksal erlitten haben.

Eine grosse Gefahr für Christen die in eine psychische Erkrankung hineinschlittern sind Prediger, Gemeindeleiter oder Seelsorger die nicht bei ihren Leisten bleiben. Bei solchen Verantwortlichen gehört es auch zu ihrer Verantwortung, dass sie die Grenzen ihres Kompetenzbereiches sehen und respektieren.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 19. Nov 2019, 01:50

Tja, die Behandlung wird nur aus Tabletten bestehen. Damit die inneren Stimmen schweigen.

Aber das ist bestimmt dann keine Heilung. Weil die Psychopharmaka keinen guten psychischen Zustand erzeugen können.

Man weiss es nicht besser.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 20. Nov 2019, 14:45

Hinzu kommt, dass man nicht ermessen kann, wie sehr die Anti-Psychotika und Psychopharmaka eine Einbandstrasse sind und wie stark sie die Chemie des Gehirns schädigen. Eine Einbahnstraße sind diese Medikamente, wenn man ohne sie nicht mehr leben kann, wenn die Psychose nur dauernd eingedämmt werden kann.

Lg, Otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Thelonious » Mi 20. Nov 2019, 17:08

Boa, ich wäre mit diesen Formulierungen wirklich vorsichtiger., lieber oTP. Klar gibt es sicherlich einen Missbrauch bzw. überhaupt Fehlentwicklungen auch auf diesem Sektor. Aber nichtsdestrotz sollte man sehr, sehr vorsichtig sein mit jeder Art von Pauschalisierungsansätzen.

Gruß
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 20. Nov 2019, 18:00

Finde ich nicht. Und bei leichteren Fällen mag völlige Wiederherstellung vorkommen. Aber nicht, weil die Psychopharmaka so gut wäre.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Thelonious » Mi 20. Nov 2019, 18:22

Ich denke jedenfalls, auch Pharmakologen bzw. auch pharmazeutisches Wissen kommt von Gott. Ebenso wie ich Ärzte und ihre "Errungenschaften" als von Gott geschenkt bzw. bewirkt ansehe. Warum sollte das bei dem Gebiet der Psychopharmaka verabreichenden Mediziner anders sein?

VG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 20. Nov 2019, 19:03

Wenn wir nur das simple Wasser denken:
H2O : Gott hat ihm einige besondere Eigenschaften gegeben, die für uns und unsere Erde lebenswichtig sind.

Und die Natur hält viele Heilmittel bereit.

Die Pharmaindustrie hat sich oft genug als Giftmischer geoutet. Und Niemand der sich etwas auskennt, ignoriert die vielen Nebenwirkungen der Psychopharmaka.

Risperdal ist die Spitze des Eisbergs. Und der Leichtsinn fing mit Valium an. Ich bin mir nicht sicher, ob man heutzutage fähig ist, bessere Mittel in der Chemieküche zu kreieren, mit weniger schlimmen Nebenwirkungen.

Man bastelt jetzt schon so lange an psychowirksamen Medikamenten, dass der Wahrscheinlichkeit nach zumindest einige positive Erfahrungswerte sich ergeben haben.

Aber ebenso wird auch viel Mißbrauch getrieben. Wer zb Risperdal gegen Zwangsgedanken verschreibt, sollte zur Kenntnis nehmen dass eine Studie darauf hinweist, dass Verhaltenstherapie bei Zwangsgedanken hilft, Risperdal nicht hilft.

Nochmal die Nebenwirkungen mit dem Hinweis, noch nicht alle zu erkennen

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen bei Risperdal: Zu Begin: orthostatische Hypotension.

Häufig auftretende unerwünschte Arzneiwirkungen sind

Kopfschmerzen,Zunahme des Gewichts,Zustände, in denen verstärkte Angst empfunden wird,Zustände, in denen verstärkte Unruhe empfunden wird,Schlafprobleme (Insomnie).

Seltener auftretende NW bei Risperdal sind:

Übelkeit und Erbrechen,Müdigkeitsgefühle,Benommenheitsgefühle,Schmerzen im Abdomen,Störungen der sexuellen Funktionen,Menstruationszyklusstörung,Wachstum der Brüste; kann auch bei Männern auftreten,es kann ein Ausfluss aus den Brustdrüsen auftreten,möglicher Ausschlag auf der Haut,weitere Allergien,es kann zu einem nicht kontrollierbaren Abgang des Urins (Inkontinenz) kommen.

Gelegentlich bei Risperdal:

Herzrasen kann auftreten,ebenso Schwindelgefühle,ein zu geringer Blutdruck (Hypotonie),und Zittern,auch kann es zu einem verstärkten Speichelfluss,Störungen bei dem Bewegungsablauf,nicht willentliches Ziehen von Grimmassen,der Bildung von Ödemen undzu einer Leberwerterhöhung kommen.

https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... dal.html#2





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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Thelonious » Mi 20. Nov 2019, 21:04

Okay, ein Pharmakologe werde ich mit Sicherheit nicht mehr, oTP. Aber quasi alle Pharmaprodukte können absolut kontraproduktiv (bis hin zu tödlich) wirken. Es gibt (leider) für jedes ggf. noch so eigentlich produktive Med.-Produkt Menschen, die genau das nicht vertragen (allein (so las ich) 3000 ASS-Todesopfer pro Jahr in GB). Aber heisst das für Dich, als ggf. Betroffener kein Aspirin mehr zu nehmen?

Gruß
Thelo
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 20. Nov 2019, 21:36

Das Gehirn ist zuständig für das komplexe Sytem der Psyche, der Persönlichkeit. Und die Psycho- Tabletten haben eher allgemeinen Einfluss auf die Gehirnchemie. Ängste kann man damit nicht einfach gezielt ausschalten. So ist es auch mit schweren Depressionen und mit Psychosen. Die Gehirnchemie wird durch Psychopharmaka eher in einen unnatürlichen Zustand versetzt. Kein Wunder, dass sie viele störende psychische Nebenwirkungen haben. Und körperliche sogar auch. Drastische Gewichtszunahme wird oft beobachtet. Ticks und vieles mehr.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 30. Dez 2019, 21:50

In der Stern vom 23.12. steht ein guter Artikel über Schizophrenie. Wer als Eltern keine Hilfe bekommt, sollte das Verantwortlichen mal an die Nase halten. Wer schon viele negative Erfahrungen gemacht hat und am verzweifeln ist, hätte bestimmt verständlicher Weise sogar Lust, es Verantwortlichen um die Ohren zu hauen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 30. Dez 2019, 22:51

Das hätte man wirklich, aber wie! :x
Aber was würde es nützen? Nichts, nein, gar nichts!
Besser vertrauen wir auf den Herrn >>> Jes. 50,7 "Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden."

Die französische Version, die mir persönlich hier mehr gefällt: "Le Seigneur l'Eternel m'aidera: c'est pourquoi je ne serai pas confondu(e)."
:praisegod: LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 30. Dez 2019, 22:56

Erinnert mich etwas an Taize. Besonders gefielen mir die Gesänge. Französisch klingt nun mal besser als deutsch. Aber habe nur ein Jahr Französisch gehabt.

lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 30. Dez 2019, 23:03

Nicht nur klingt es (oftmals) besser, hier ist der Sinn auch in französisch mMn treffender! (Kann natürlich nur verstanden werden, wer französisch kann (und auch "fühlt" ;) ).
LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 30. Dez 2019, 23:09

Ich fühls mehr als es zu verstehen.

lg, otg
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Di 31. Dez 2019, 12:43

onThePath hat geschrieben:In der Stern vom 23.12. steht ein guter Artikel über Schizophrenie. Wer als Eltern keine Hilfe bekommt, sollte das Verantwortlichen mal an die Nase halten. Wer schon viele negative Erfahrungen gemacht hat und am verzweifeln ist, hätte bestimmt verständlicher Weise sogar Lust, es Verantwortlichen um die Ohren zu hauen.

lg, otp



Hallo onThePath,

wen siehst du, bzw. der Stern vom 23.12. als die Verantwortlichen?

Wenn ich dich richtig verstehe, siehst du die Hilfsbedürftigen als die Eltern/Angehörige von Menschen die an Schizophrenie erkrankt sind.

Wir haben eine mehrfach behinderte Tochter, welche auch psychisch an Zwangsstörungen leidet. Dies zehrt ganz ordentlich an den Kräften. Doch zumindest bei uns in der Schweiz müssen Angehörige selbst aktiv werden und um Hilfe nachsuchen. Dies tue ich und ich habe Hilfe bekommen. Die Hilfe die ich bekomme deckt zwar nicht jede Situation ab, aber ohne diese Hilfe weiss ich nicht, ob ich noch leben würde.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 31. Dez 2019, 13:43

Oh, da gibt es viel zu beachten.

Vielleicht schreibe ich noch mal bald über einige Punkte.

Das Übel fängt ja schon damit an, dass man sich nicht in Behandlung begeben muss. Und so wird es schlimmer und schlimmer, auch die Situation der Eltern.

lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 8. Mär 2020, 14:18

„In Mülheim gab es in diesem Jahr bereits zwei Tötungsdelikte, die von psychisch kranken Personen begangen wurden“, weiß Dr. Matthias Albers (60). Der Leiter des Kölner SpD warnt: „Die Hausbesuche unserer Mitarbeiter haben etwas von einer Minenräumung.“ Einige Klienten, auf die die Stadtärzte während ihrer Einsätze treffen, könnten plötzlich „hochgehen“. Albers:
„Bei einem Prozent der psychisch kranken Kölner, also in der Grö-ßenordnung von 20 Personen, gehen wir nur mit dem SEK hin.“
.

BamS

Könnte auch mal ein Amok Läufer drunter sein...

Dabei leiden immer mehr Menschen in Deutschland unter einer psychischen Erkrankung (2019: knapp 28 Prozent). Das geht von einfachen Angststörungen über Depressionen bis hin zur tiefgreifen-den Psychose. Auch die Zahl von Aufenthalten in psychiatrischen Krankenhäusern ist so hoch wie nie.
2018 wurden dort rund 890000 Menschen behandelt.Allein in Köln mussten im vergangenen Jahr insgesamt 2042 Personen zwangswei-se in einem Krankenhaus versorgt werden. Das heißt: Von ihnen ging zu diesem Zeitpunkt eine Bedrohung aus. Zusätzlich fallen immer mehr Personen durchs Raster.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon jes_25913 » So 8. Mär 2020, 15:25

onThePath hat geschrieben:
Dabei leiden immer mehr Menschen in Deutschland unter einer psychischen Erkrankung (2019: knapp 28 Prozent). Das geht von einfachen Angststörungen über Depressionen bis hin zur tiefgreifen-den Psychose. Auch die Zahl von Aufenthalten in psychiatrischen Krankenhäusern ist so hoch wie nie.
2018 wurden dort rund 890000 Menschen behandelt.Allein in Köln mussten im vergangenen Jahr insgesamt 2042 Personen zwangswei-se in einem Krankenhaus versorgt werden. Das heißt: Von ihnen ging zu diesem Zeitpunkt eine Bedrohung aus. Zusätzlich fallen immer mehr Personen durchs Raster.


Lg, otp


Tja, und der christliche Glaube, als die Hoffnung angepriesen, hat in seinen Vertretern nichts zu bieten. es ist zum K...

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 8. Mär 2020, 16:44

Jes, für dich sicher nicht.
Du scheinst ja den christlichen Glauben gar nicht zu mögen, du magst nur die göttliche Schocktherapie über tausende Inkarnationen hinweg. Wenn das nicht hoffnungslos ist.

Lästete du nur, das ist so üblich bei Esoterikern. Sie meinen eben, mehr zu besitzen.
Übrigens gehen die geistigen Schäden von Esoterik von Angstzuständen bis zu Psychosen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 3. Apr 2020, 14:35

10 Schritte für psychische Gesundheit:
sich selber annehmen
aktiv bleiben
darüber reden
Neues lernen
mit Freunden in Kontakt bleiben
um Hilfe fragen
sich beteiligen/kommunizieren
etwas Kreatives tun
sich entspannen
sich nicht aufgeben

LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Johncom » Sa 11. Apr 2020, 04:47

onThePath hat geschrieben:ästete du nur, das ist so üblich bei Esoterikern. Sie meinen eben, mehr zu besitzen.
Übrigens gehen die geistigen Schäden von Esoterik von Angstzuständen bis zu Psychosen.


Geistig Kranke gibt es überall, bei selbsternannten Christen wie bei sogenannten Esoterikern. Schon in der Unterscheidung "ich bin mehr, ich habe den besseren Glauben" liegt Selbstüberhöhung. Und da beginnt die Krankheit.

Gesund wäre wahrscheinlich, jeden gleich anzusehen. Gleich wertvoll.

Mein Problem habe ich eher mit den Machtgruppen in dieser Welt, die kennen nur sich und sind es gewohnt, uns das Volk wie ihr Vieh zu bewerten.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 1. Jun 2020, 17:01

jes_25913 hat geschrieben:Tja, und der christliche Glaube, als die Hoffnung angepriesen, hat in seinen Vertretern nichts zu bieten. es ist zum K...

Deinen Unterton kannst du ruhig weglassen... 8-)
Wenn es sich um schwere Erkrankungen, wie z.B. Krankheiten aus dem schizophrenen Formenkreis handelt, reicht ein "Gott liebt dich" nicht aus, das sollte jedem und jeder klar sein.
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon jes_25913 » Mo 1. Jun 2020, 18:30

lionne hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Tja, und der christliche Glaube, als die Hoffnung angepriesen, hat in seinen Vertretern nichts zu bieten. es ist zum K...

Deinen Unterton kannst du ruhig weglassen... 8-)
Wenn es sich um schwere Erkrankungen, wie z.B. Krankheiten aus dem schizophrenen Formenkreis handelt, reicht ein "Gott liebt dich" nicht aus, das sollte jedem und jeder klar sein.
Gruss lionne


Das ist selbstverständlich. Das Christentum war ja auch nicht dazu gedacht, dass die Christen nichts mehr dazulernen und nicht viel mehr als "Jesus liebt dich" sagen zu können. Sie sollten in die komplexen unsichtbaren Zusammenhänge eindringen - die Wahrheit erkennen, die frei macht, wie es Jesus sagte - und so eine alternative Wissenschaft zur materiellen haben. Stattdessen haben sie häufig nichts anderes, wie kuriose Vorstellungen, wie man jetzt z.B. auch bei Corona sieht.
Und ja, es ist zum K...

LG,
jes
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 1. Jun 2020, 21:38

Jes, worauf bezieht sich deine Kritik ? Das ist nicht ganz klar.
Oder meinst du es gibt Durchblicker, die Menschen mit schlimmen psychischen Krankheiten locker heilen können ?
(Rudolf Steiner wäre ein solcher Wunschkandidat, er redet ja von nichts Anderem als vom absoluten geistigen Durchblick hinter die Dinge).
Ich hoffe, du gehst nicht von solchen Illusionen aus.
Und du selber wirst es mit schlimmen psychischen Krankheiten auch nicht viel besser machen als die Christen, die du gerade kritisierst.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 21. Jun 2020, 06:05

lionne hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Tja, und der christliche Glaube, als die Hoffnung angepriesen, hat in seinen Vertretern nichts zu bieten. es ist zum K...

Deinen Unterton kannst du ruhig weglassen... 8-)
Wenn es sich um schwere Erkrankungen, wie z.B. Krankheiten aus dem schizophrenen Formenkreis handelt, reicht ein "Gott liebt dich" nicht aus, das sollte jedem und jeder klar sein.
Gruss lionne


Um Mal hier kurz einzusteigen...

Schizophrenie - die nicht zur Ruhe kommende Frage, wer bin ich, die dort zu einer Identitätskrise führt, wo ich mir selbst Zuspruch suche, den ich woanders nicht gefunden habe um zu der Person heran zureifen, in der ich mich verwirklichen kann und Erfüllung, ,Halt und Lebenssinn erfahre.

Wie helfe ich solchen Menschen?

Und ich spreche hier als Betroffener, der seine Identität erst im Rückblick dann zunehmend fand und einnehmen konnte.

...ich selbst habe durch viele Umstände die Gott gewirkt hat dann über Jahrzehnte erst meine Identität in Christus gefunden nachdem mir zuvor Gott de Augen geöffnet hat durch ein mir beim Lesen der Bibel lebendig gewordenes Wort Gottes..den ich darin als den Herrn erkannte - Psalm 32,8 - und nun suchte... bis ich irgendwann zudem wurde was ich heute bin.

Aber ich wüsste nicht das mir hier jemand anderes als nur Gott selbst hätte helfen können.
Habatom
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 21. Jun 2020, 07:28

Hallo, Habatom

Mir stand die Schizophrenie immer gegenüber als Menschen, die Realitätsverluste sichtbar machten.

Hier wird sie versucht, zu erklären.
https://www.neurologen-und-psychiater-i ... zophrenie/

Dazu kenne ich noch zwei Menschen, die unter Verfolgungswahn leiden, die sich ständig bedroht fühlen von Menschen und die dazu Zusammenhänge produzieren. In einem Maße, daß sie kein richtiges Leben mehr gestalten können. Sie können auch gefährlich agressiv werden

Bei Corona bemerke ich bei VT auch Realitätsverluste, sie konstruieren sich realitätsfremde Zusamnenhänge und fühlen sich auch bedroht. Wenn sie dennoch ein ziemlich normales Leben hinbekommen, ist es aber noch erträglich. .

Schizophrene sind auch eine enorme Belastung für ihre Angehörigen.
VTs zum Teil als Querulanten auch, nehme ich an. Persönlich sich bedroht fühlen hat ja als Gegenseite auch Agressivität und innere Konflikte.

Halluzinationen können auch zum Krankheisbild gehören. Sie können auch durch Drogen entstehen, die die Psyche eben krank machen. Sogar Cannabis kann besonders im Jugendalter Psychosen bewirken.

Was du durchgemacht hast, verstehe ich noch nicht so richtig. Aber wie du es in den Griff bekommen hast, hört sich gut an.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon jes_25913 » So 21. Jun 2020, 08:44

Habatom hat geschrieben:Um Mal hier kurz einzusteigen...

Schizophrenie - die nicht zur Ruhe kommende Frage, wer bin ich, die dort zu einer Identitätskrise führt, wo ich mir selbst Zuspruch suche, den ich woanders nicht gefunden habe um zu der Person heran zureifen, in der ich mich verwirklichen kann und Erfüllung, ,Halt und Lebenssinn erfahre.

Wie helfe ich solchen Menschen?

Und ich spreche hier als Betroffener, der seine Identität erst im Rückblick dann zunehmend fand und einnehmen konnte.

...ich selbst habe durch viele Umstände die Gott gewirkt hat dann über Jahrzehnte erst meine Identität in Christus gefunden nachdem mir zuvor Gott de Augen geöffnet hat durch ein mir beim Lesen der Bibel lebendig gewordenes Wort Gottes..den ich darin als den Herrn erkannte - Psalm 32,8 - und nun suchte... bis ich irgendwann zudem wurde was ich heute bin.

Aber ich wüsste nicht das mir hier jemand anderes als nur Gott selbst hätte helfen können.


Zunächst, lieber Habatom, freue ich mich, dass Du einen Fortschritt in Deinem Leben hin zur Gesundung bezeugen kannst.
Natürlich geben die Worte der Bibel vielen Menschen Hoffnung und einen gewissen Halt.

Aber es ist doch auch gut ein gesundes Menschenbild zu haben und zu erkennen, was die seelischen Ursachen einer solchen Erkrankung sein könnten.

Bei einer Schizophrenie ist ja der Befund erst einmal der, dass man mindestens zwei Tendenzen in seiner Seele hat, die sich einander ausschließen.
Hier gilt es also wieder in Harmonie mit sich selbst zu kommen.

Alle Menschen nehmen ja die sie umgebende Welt wahr und entwickeln den Wahrnehmungen gegenüber durch das Urteil ihrer Gedanken eine ablehnende oder begehrende Haltung. Und so entwickeln sich eben bestimmte Bestrebungen/Tendenzen.

Zu einer Schizophrenie kommt es im Allgemeinen, wenn ein Urteil ausfällt: Vernünftig oder nach Gottes Willen zu leben, wäre so. Das möchte ich gern. Aber am liebsten - und das wagt man sich nicht einzugestehen - möchte ich lieber anders leben, weil mir das mehr Spaß macht.
Wie ich leben soll empfinde ich nicht so attraktiv...

So gehen eben die meisten Probleme los.

LG,
jes
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 21. Jun 2020, 08:50

Also:
Schizophrenie wird eher nicht als solches Gespaltensein definiert.

Eher durch Realitätsverluste.

Konflikte mit sich selber, Identitätskonflikte, bezeichnet man so noch nicht als Schizophrenie.

Natürlich sind Menschen, die einen heftigen Konflikt damit haben, was sie nicht sind, aber sein wollen, mitunter psychisch bedroht. Aber nicht unbedingt zur Schizophrenie hin.

Eine ausgewachsene Schizophrenie wird man nicht so leicht durch den richtigen Glauben los.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Mo 22. Jun 2020, 09:56

Hallo oTP,

Du schriebst:

oTP hat geschrieben:Eine ausgewachsene Schizophrenie wird man nicht so leicht durch den richtigen Glauben los.


Diese Aussage bedarf der Verbesserung. Ich glaube, man wird durch den richtigen Glauben überhaupt keine Erkrankung oder sonst ein Problem los. Es ist Gott der Wunder tut. Ihm traue ich es zu, dass er durchaus in der Lage ist, die heftigste Schizophrenie in einem Augenblick zu heilen. Doch in den allermeisten Fällen benutzt Jesus Christus Menschen als Werkzeuge durch die er Heilung schenkt. Nicht selten sind das Ärzte, Therapeuten oder Medikamente.

Ärzte sagen, dass Vorsorge besser ist als heilen. Ich glaube, dass Gott das genau so sieht. Ich glaube daran und habe das an mir ein Stück weit erlebt, dass ein beständiges und somit kontinuierliches Glaubensleben vor psychischen Erkrankungen bewahrt, oder auch Schritt für Schritt dazu führt, um aus der psychischen Erkrankung heraus zu kommen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 22. Jun 2020, 12:18

Ja, echter Glaube soll ja hinführen zur Ent- Täuschung. Auch das Denken muss ich dabei ändern.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Urmilsch » Di 23. Jun 2020, 10:23

firebird hat geschrieben:Hallo oTP,

Du schriebst:

oTP hat geschrieben:Eine ausgewachsene Schizophrenie wird man nicht so leicht durch den richtigen Glauben los.


Diese Aussage bedarf der Verbesserung. Ich glaube, man wird durch den richtigen Glauben überhaupt keine Erkrankung oder sonst ein Problem los. Es ist Gott der Wunder tut. Ihm traue ich es zu, dass er durchaus in der Lage ist, die heftigste Schizophrenie in einem Augenblick zu heilen. Doch in den allermeisten Fällen benutzt Jesus Christus Menschen als Werkzeuge durch die er Heilung schenkt. Nicht selten sind das Ärzte, Therapeuten oder Medikamente.

Ärzte sagen, dass Vorsorge besser ist als heilen. Ich glaube, dass Gott das genau so sieht. Ich glaube daran und habe das an mir ein Stück weit erlebt, dass ein beständiges und somit kontinuierliches Glaubensleben vor psychischen Erkrankungen bewahrt, oder auch Schritt für Schritt dazu führt, um aus der psychischen Erkrankung heraus zu kommen.

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Warum werden wir überhaupt krank? Weil das Immunsystem einen Krankheitserreger nicht bekämpfen kann, aber was genau ist das Immunsystem, wieso wird der Eine krank und der Andere nicht und kann es nicht auch sein, dass da ein Ungleichgewicht zwischen Körper und Geist in unserem Körper anzutreffen ist.

Im Evangelium nach Maria (Ja ich weiß eine Apogryphe :roll: ) kann man gleich am Anfang lesen, dass es unsere Taten sind die Krankheiten hervorbringen. Ehrlich gesagt leuchtet mir das immer mehr ein, weil:

Esse ich heute ein Stück Fleisch, obwohl ich genügend andere Dinge wie Gemüse, Getreide, Brot usw. zum essen hätte, dann habe ich ein intelligentes Lebewesen mit Gefühlen (Schweine sind sehr intelligent) getötet, wenn auch indirekt. Würde niemand ein Schwein bspw. essen, dann müsste man diese Tiere die in ihrer Intelligenz einem 4 Jährigen Kind gleichen und sehr soziale Tiere in der Famile sind auch nicht elendig halten und schlachten. Wir haben dieses Verhalten zwar von unseren Vorfahren übernommen, aber es ist und bleibt ein Stück weit primitiv. Kein Kind dieser Erde würde ein Tier schlachten um es zu verspeisen, würde man ihm ein lebendiges Schaf, Schwein und Müsli vorsetzen. Ich tippe mal es würde Müsli bevorzugen.

Desweiteren ist ein Großteil unseres Lebens darauf ausgelegt andere Menschen zum eigenen Vorteil auszunutzen, alles Dinge die entgegen der geistlichen Natur und dem Gebot der Liebe sind.

Ich weiß nicht so recht, aber könnte es nicht auch sein, dass die kleinen Sünden der Herr sofort bestraft? Du sollst nicht töten heißt es in der Thora und doch töten wir la mass die Meng und das obwohl es nicht notwendig wäre, ganz im Gegenteil hätte eine vegetarische Ernährung z.Bsp. viele Vorteile auch für die Umwelt. Nur weil man es so übernommen hat und weil es immer so gemacht wurde, heißt es doch nicht auch automatisch das es gut ist.

Du sollst nicht die Ehe brechen, wobei Christus uns erklärt, dass dieser Ehebruch bereits im Kopf stattfindet. Nun können wir ja nichts zu wenn uns das Testosteron mal wieder beherrscht, nur angesprochen gehört es.

Mehr probieren und forschen sollte man in diesen Bereichen meines Erachtens, denn wenn jemand diese Welt programmiert hat und dieses Etwas die Liebe in Person ist, dann hat sie sehr wahrscheinlich ein Problem damit, wenn wir all diese primitiven Dinge machen und da verwundert es auch nicht weiter, dass wir mit unserem gesamten Lebenswandel krank werden.

Warum sollte es also nicht einen uns unbekannten Mechanismus geben, welcher einen auch wieder heilen kann, wenn man sich in Zukunft besser verhält?

Zumindest aber sollte wir uns sozial weiterentwickeln und nicht auf einer doch zugegebenermaßen primitiven sozialen Stufe stehen bleiben.
Urmilsch
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 23. Jun 2020, 10:34

Du sollst nicht die Ehe brechen, wobei Christus uns erklärt, dass dieser Ehebruch bereits im Kopf stattfindet. Nun können wir ja nichts zu wenn uns das Testosteron mal wieder beherrscht, nur angesprochen gehört es. 


Wir können um so weniger dafür, Urmilsch, um so mehr wir uns einreden, die Triebe sind stärker als unsere Vernunft und freier Sex sowieso erstrebenswert.
Ebenso wie der Wille zum Fortbestehen einer guten Ehegemeinschaft nötig ist, so auch zum Zügeln ungehemmter Triebhaftigkeit.

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 23. Jun 2020, 11:36, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

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