Psychiatrie und Freiheit

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 15. Sep 2019, 14:31

Habatom, hier antwortest du rein theoretisch schriftgemäss. Aber eben so, dass nicht sein kann was nicht sein darf.

Ich sage ja: Wer das untersucht, schließt zumindest Beeinflussung nicht ganz aus.

Aber dazu muss man natürlich Berichte von Vorkommnissen untersuchen und analysieren.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 15. Sep 2019, 17:41

onThePath hat geschrieben:Habatom, hier antwortest du rein theoretisch schriftgemäss. Aber eben so, dass nicht sein kann was nicht sein darf.




Wir reden also gerade über das Thema, ob ein Kind Gottes, ein wiedergeborener Christ, der versiegelt worden ist mit dem heiligen Geist, verloren gehen kann.
Heilsgewißheit wäre dann nicht möglich. Ich müsste ja damit rechnen, das es am Ende nicht reicht. Der Teufel doch wieder den Sieg über mich erringt.



Erlöste Kinder Gottes, von denen geschrieben steht, dass der Satan zwar durch Zeichen und Wunder versucht, wenn es möglich wäre - was aber nicht möglich ist - auch die Auserwählten (die Kinder Gottes) zum Abfall zu verleiten.
Von denen Jesus sagt, das niemand sie aus seiner Hand reißen kann. Und diese Menschen sollen nun doch eventuell auch wieder vom Teufel in Besitz genommen werden. Dann hätte Jesus als guter Hirte versagt. Wenn der Teufel ihm auch nur eines seiner Schafe entreißen könnte.

Kennst du hier irgendwelche Beispiele - aber bitte dann aus der Bibel, die schon unsere gemeinsame Grundlage sein sollte - wo dies der Fall ist/war?

Ich kenne nur umgekehrte Fälle. Von Menschen, die frei wurden von der Macht des Satans. Und nur dann, wenn ihr "Haus" leer bleibt, nicht der heilige Geist einzieht, dann kann es passieren, das es mit diesem Menschen am Ende schlimmer wird, als am Anfang.


onThePath hat geschrieben:Ich sage ja: Wer das untersucht, schließt zumindest Beeinflussung nicht ganz aus.

Aber dazu muss man natürlich Berichte von Vorkommnissen untersuchen und analysieren.

Lg, otp



Und ein Exorxismus Experte wie Du sein?
Nichts gegen Experten und persönliche Erfahrungen. Sie sollten sich dann aber auch mit der heiligen Schrift decken und nicht mit den Aussagen der Bibel im Widerspruch stehen.

Und "Beeinflussung" - ist so ein schwammiger Begriff ... als Petrus Jesus davon abhalten wollte sein Kreuz aufzunehmen, da schalt Jesus ihn und sprach: Satan weiche hinter mich..

Mk 8,33 Er aber wandte sich um und sah seine Jünger und tadelte Petrus und sagte: Geh weg hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.

Über Hananias wird dann folgendes gesagt:

Apg 5,3 Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und von dem Kaufpreis des Feldes beiseite geschafft hast?

Hier bliebe natürlich die Frage, inwieweit Hananias denn vorher den heiligen Geist hatte. Aus ihm heraus diese Entscheidung getroffen, hat er dann bestimmt nicht.

Und bei den Jüngern gibt es dann auch noch eine Entwicklung - vor Pfingsten und nach Pfingsten. Zu Petrus, der zuerst ja Jesus dreimal verleugnete, sagt Jesus:

Lk 22,32 Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder!

Insofern geht der Satan schon wie ein brüllender Löwe herum und sucht wen er verschlingen kann. Das ihm das aber im Endeffekt an den Menschen, die Gott sich erwählt hat, nicht gelingen wird, davon bin ich - und kann man - überzeugt sein.


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 15. Sep 2019, 19:30

Es ist besser, wir lassen das Thema. Weil man viel recherchiert haben muss, um Beispiele prüfen zu können.
Zu sagen"in der Bibel finde ich nichts was darauf hinweist" ist natürlich der einfachere Weg. Ich kann das nicht so einfach abtun.

Aber wer kennt sich schon genauer mit der Materie aus von uns Christen ?

Es genügt nun mal nicht, die wenigen Infos zu haben, die üblich sind unter Christen. Ich kann es nicht ausschliessen, dass sogar ab und zu Christen arge Probleme dieser Art haben.

Wie du mein Forschen dahingegend beurteilst, kann mir egal sein.
Es ist ein Streitthema, bei dem jeder Christ, der eine Bibelstelle kennt dazu, schon Experte ist.
Aber Experten wie Kurt E. Koch ziehen es durchaus in Erwägung.

Aber das sind ja alles nur Menschen, die Erfahrungen über die Bibel stellen....

Übrigens ist hier das Thema ein Anderes. Deshalb beende ich dieses Thema hier.

Habatom, KoS hat mich beim Thema Befreiungsdienst auch angefahren, aufgrund seiner Meinung dazu durch Bibellesen. Probleme dazu in der Praxis interessieren dann nicht erst. Weil wohl praktische Probleme mit Dämonosierung nicht existieren....Für mich ist das, sich fern halten von Aufgabenstellungen als Christ. O K, muss ja auch nicht jedermanns Sache sein.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 15. Sep 2019, 23:45

onThePath hat geschrieben: Ich kann es nicht ausschliessen, dass sogar ab und zu Christen arge Probleme dieser Art haben.

Ich auch nicht; ich gehe aber noch weiter und sage: mehr als nur ab und zu...
Christen sind keine Spezies, die da in dieser Hinsicht (geistige Krankheiten) nun immun dagegen wären....
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 16. Sep 2019, 10:07

Habatom, ein Beispiel von vielen:

Mächte der Bosheit. Ab Seite 71.

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... J9IC5s0iTf

Vielleicht belassen wir es dabei, weil es eine Streitfrage ist. Oder wir weichen damit in den Thread Befreiungsdienst aus.

Auch wenn es durchaus Merkmale psychischer Störungen hat und Fragen der Freiheit und Gebundenheit betrifft.

Bei den meisten psychischen Krankheiten schließe ich sowieso dämonische Einwirkungen aus oder zumindest ist es ergebnislos danach zu forschen.

Habatom, ich finde es gut, dass du darauf hinweist, dass Heilwerden von psychischen Problemen ein langwieriger Prozess sein kann. Am besten begleitet von Mitchristen. Heilwerden mit der geistigen Nahrung der Bibel in Nachfolge Christie.



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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 16. Sep 2019, 14:06

Hallo otp, hallo Iionne,


das Thema: psychisch und geistig krank werden durch Betätigung im Bereich des Okkultismus, im Bereich der Esotherik, berührt natürlich unser Thema: Psychiatrie und Freiheit.

In den heutigen Psychiatrie befinden sich nicht wenige Menschen mit religiösen Wahnvorstellung.
Und Menschen, die vor ihrer Bekehrung/Wiedergeburt im Okkultismus verstrickt waren, haben es wohl nicht selten schwerer, hiervon eine Heilung (die halt ein langjähriger Prozess sein kann) zu erfahren.

Und auch wenn es zum Thema der Herangehensweise an Menschen mit okkulter Belastung verschiedene Standpunkte gibt, sollte dies uns nicht davon abhalten, diese Standpunkte dann auch kontrovers diskutieren zu dürfen.


In die PDF-Datei von Roland Antholzer "Mächte der Bosheit" - Seelsorge bei dämonischer Verstrickung habe ich schon ein wenig reingelesen und werde es wohl noch weiter tun.

Allerdings ist mir ziemlich schnell schon aufgefallen, das die Argumentation des Autors sich zeitweilig auf Bibelzitate beruft, die nicht 100% korrekt wiedergegeben worden sind. Und somit der Autor dann zu vorschnellen Schlüssen gelangt.

Ein Beispiel auf Seite 78:

": ›Wir wissen, dass wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, der bewahrt sich,
und der Arge wird ihn nicht antasten‹ (1Jo 5,18).

Wer sich also
nicht bewahrt
– auch vor okkulten Sünden, vor dämonischen
Einflüssen durch Irrlehren usw. – der kann durchaus vom Bösen
ange-tastet, be-lastet, be-lästigt, be-einflusst, be-sessen werden,
und wenn nicht gleich vollständig und nicht auf Dauer, so doch
zeitweilig (und sei es nur sekundenlang) oder teilweise, indem
Satan nur einen der Sinne be-sitzt, z. B. das Gehör: Audition; das
Auge: Vision; den Verstand: Verblendung, Ausschaltung, massive Zwangsgedanken


Nach der Luther 2017:
1. Johannes 5,
18 Wir wissen: Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.

Wobei es hier dann nur in manchen alten Handschriften heißt: der bewahrt sich selbst.

Aber es macht dann natürlich einen großen Unterschied, ob wir von Gott bewahrt werden - wie der Autor auch in den Stellen davor schreibt (Jesu Worte: niemand wird sie aus meiner Hand reißen) - oder ob es in unserer Verantwortung liegt, das wir uns bewahren. Worinn wir dann natürlich auch scheitern können.

Nach meiner Überzeugung werden hier wohl beide Übersetzungen ihre Berechtigung haben. Natürlich sind wir mit aufgefordert, auch uns zu bewahren. Das uns dies aber gelingt, dafür trägt dann Gott Sorge.


Das ein Christ von einem bösem Dämon bessessen sein kann, schließt der Autor dann ja selber aus. Zur gängigen Praxis des Austreibens von Dämonen scheint er dann auch nichts zu halten.

Dann schreibt er jedoch auf Seite 89:

Manche Seelsorger binden den Teufel
am Tag mehrmals, nämlich in jeder Seelsorge. Rund um die Erde
geschieht das wohl jede Sekunde.

Dieses Binden erinnert mich an die erfolglosen Versuche des
Philistermädchens Delila, ihren Freund, den starken Simson zu
binden.
Wir wissen, dass Simson alle Stricke abgeworfen hat wie
Flachsfäden. Welch eine Hybris, wenn wir meinen, wir könnten Satan, den Gott dieser Welt, binden.


Hier müsste der Autor aber eigentlich wissen, das Simson durch den heiligen Geist geleitet all die Stärke inne hatte, Fesseln zu zerreissen. Und Gott lässt sich hier sicherlich nicht binden - solange hier im Beispiel mit Simson - dieser sich dann auch in seinen Prinzipien bewahrt und rein hält.

Richter 13,
3 Und der Engel des HERRN erschien der Frau und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.
4 So hüte dich nun, dass du nicht Wein oder starkes Getränk trinkst und nichts Unreines isst;
5 denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem kein Schermesser aufs Haupt kommen soll. Denn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.


Als Delila Simson überredete, ihm das Geheimnis seiner Stärke (die langen Haare) zu verraten, war es dann um ihn geschehen.... - auch wenn Gott am Ende auch durch diese Niederlage dann noch größeres durch Simson tun konnte.


Ansonsten schreibt der Autor weiter:

Das Wort »Exorzismus« ist von dem griechischen Wort
exorkizo abgeleitet, das »beschwören« heißt. Die erwähnten Beschwörer sind im Griechischen exorkistes. Halten wir fest: Jesus
hat nie einen Exorzismus betrieben, er hat die Dämonen nicht
beschworen. Er hat sie vielmehr hinausgeworfen.


Und inwieweit wir als Christen nun auch "Dämonen" wann und wo "hinauswerfen" sollen/können, das ist sicherlich ein Thema, was man seperat an anderer Stelle diskutieren sollte.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 18. Sep 2019, 15:00

Aber wir waren zuvor stehen geblieben, bei psychiatrischen Erkrankungen und ihren Folgen.

Und das interessante ist, vieles an Symptomen und Ursachen bei Menschen die an geistigen und seelischen Störungen leiden, ist körperlich und medizinisch herleitbar.

Aber halt nicht unbedingt alles - wie wir an den Erfahrungen von otp sehen.


Über Medikamente sind wir uns glaube ich einig, das dies immer nur eine Notlösung ist. Wenn der Betreffende anderswo (also in erster Linie bei Gott dann) keine Hilfe/Heilung erfährt.

Aber auch Notlösungen sind dann ja besser, als gar keine Lösungen.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 23. Sep 2019, 18:20

Habatom, du schreibst:

Und das interessante ist, vieles an Symptomen und Ursachen bei Menschen die an geistigen und seelischen Störungen leiden, ist körperlich und medizinisch herleitbar.


Was ist körperlich und medizinisch herleitbar an psychischen Störungen ?

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 23. Sep 2019, 21:11

onThePath hat geschrieben:
Was ist körperlich und medizinisch herleitbar an psychischen Störungen ?

Lg, otp



Bevor ich hier ins Detail gehe -
Was in denn die Psyche? Das, was wir Seele nennen? Doch nur das Zusammenspiel von Körper und Geist, aus dem heraus wir dann als Seele - als lebendiges menschliches Wesen alle Empfindungsäußerungen und Eindrücke ableiten und empfangen...

Von daher bedingt eine Schieflage im geistigen Bereich dann auch Auswirkungen auf körperliche (messbare) Vorgänge - und umgekehrt ist es ähnlich.

Früher sagte man deswegen treffend, in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 24. Sep 2019, 11:19

Bevor ich hier ins Detail gehe -

Betrachte mal die Möglichkeit der Inbesitznahme des Gehirns. Ich verzichte jetzt auf Beispiele.
Dabei kann der betroffene Mensch völlig das Ich-Bewusstsein verlieren. Der Geist, der den Körper in Besitz genommen hat, kann über das Hirn seine Gedanken und Gefühle sogar in fremder Mimik und mit anderer Stimme ausdrücken. Und das Hirn und den Körper steuern.
Und solche dämonischen Geister haben eine geradezu krankhafte Psyche, auch ohne chemische Fehlfunktionen des Hirns.

Ist die Persönlichkeit des Menschen also nur das Gehirn ? Das wird eigentlich unwahrscheinlich.
Oder ist das Hirn nur die materielle Basis, damit der unstoffliche Geist sich stofflich betätigen kann ?

Hirn und Geist richtig zu verstehen dürfte nicht einfach sein.
Besonders weil die Wissenschaft annimmt, der Mensch wäre psychisch nur reine Gehirnfunktion. Materie hätte eben chemisch ein Bewusstsein konstruiert.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 24. Sep 2019, 19:29

onThePath hat geschrieben:Oder ist das Hirn nur die materielle Basis, damit der unstoffliche Geist sich stofflich betätigen kann ?

Hirn und Geist richtig zu verstehen dürfte nicht einfach sein.
Besonders weil die Wissenschaft annimmt, der Mensch wäre psychisch nur reine Gehirnfunktion. Materie hätte eben chemisch ein Bewusstsein konstruiert.



So wie ich das sehe bislang:

Im menschlichen Gehirn werden in erster Linie Sinneseindrücke (Reizwahrnehmungen) registriert und in der Reflektion/Wiederholung ( was ein Bewußtsein - ein Bewußtwerden ausmacht) dann verfestigt und vertieft, was zu bestimmten Denkmustern/Denkbahnen führt, aus deren Gesamtpräsenz sich dann erst im Gegenüber (durch eine Bezugsperson --- siehe der Mensch: nach Gottes Bild geschaffen...in Bezug auf ihn hin) - eine Denkrichtung, eine Denkabsicht und eine Denkprägung - sprich eine Persönlichkeit formt.

Persönlichkeit und Bewußtsein sind also abhängig und entstehen von/durch Bezugspunkte(n) und Denkrichtungen, die eine eigene Bewertung seiner selbst dann erst ermöglichen und in der Abgrenzung zu einer anderen Person eine Selbstbewußtheit erfahren.

Ich kann mich also nicht selbst bewußt sein, wenn ich nie im Leben einen Bezugspunkt - eine Bezugsperson kennen gelernt habe, von der ich mich unterscheide. Bzw. mit der ich mich identifiziere. Mit der ich (Eins) werde. Die die Quelle meine Eindrücke ist und von der ich gespeist werde/begeistert bin - mit Informationen, die mich als Pesönlichkeit und Idividuum dann ausmachen und begreifen lassen.


onThePath hat geschrieben:Betrachte mal die Möglichkeit der Inbesitznahme des Gehirns. Ich verzichte jetzt auf Beispiele.
Dabei kann der betroffene Mensch völlig das Ich-Bewusstsein verlieren. Der Geist, der den Körper in Besitz genommen hat, kann über das Hirn seine Gedanken und Gefühle sogar in fremder Mimik und mit anderer Stimme ausdrücken. Und das Hirn und den Körper steuern.
Und solche dämonischen Geister haben eine geradezu krankhafte Psyche, auch ohne chemische Fehlfunktionen des Hirns.



Ich würde hier sagen, das der "negative geistige Einfluss" (inwieweit hier auch immer ein Engelwesen oder ein Dämon stecken mag... -) das Gleichgewicht zwischen dem natürlichen körperlichem Bestreben und den daraus resultierenden positiven Erfahrungen (was eine gesunde Psyche und Seele ausmacht) erstmal empfindlich stören tut.

Und das könnte sicherlich auch zu einem Verlust eine eigenen Identität führen.
Aber das ist alles in letzter Tiefe für mich noch Neuland. Und ich sehe eher die Biographie und die körperlich/seelischen Aspekte eines Menschens. Warum er so und nicht anders geworden ist. Was ihn an geistigen Einflüssen vielleicht noch geprägt hat.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » Di 24. Sep 2019, 20:08

Die Bibel enthielt früher Schriften, welche genau erklären, wie Dämonen entstanden sind. Diese wurden im Verlauf der Kirchengeschichte entfernt. Es ist viel zu gefährlich für die da oben, wenn die da unten mehr wissen als ihre Obrigkeit.

Falls gewünscht, kann ich mehr Details liefern, jedoch werden diese erfahrungsgemäss nie lange stehen gelassen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 25. Sep 2019, 01:42

Was für Quellen sollen das sein ?
Eigentlich gibt es nichts Neues, was man nicht schon anders erfahren kann.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 25. Sep 2019, 08:15

Habatom, ein paar Gedanken zu psychischen Störungen ?

Störungen die mir gerade einfallen und mit Angst zu tun haben:
Paranoide Schizophrenie, Verfolgungswahn.
Phobien
Zwangsgedanken
Panikattacken.

Traumata. Da weiss man wenigstens, dass bestimmte Erlebnisse dies verursacht haben.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 25. Sep 2019, 16:23

Hallo otp,


ich bin heute ein wenig frischer als gestern Abend, mit mehr Luft nach oben, um unser Thema genauer und verständlicher beleuchten zu können.
Als Gutachter (für Pflegestufen) und derzeit in einem Dienst als Altenpfleger habe ich es oft mit Personen zu tun, die psychiatrische Krankheitsbilder (Diagnosen) haben, wodurch mir heute wieder einiges tiefer deutlich wurde am Beispiel eines noch recht jungen Mannes mit der Diagnose Schizophrenie (nach traumatischem Ereignis...).

Als junger Christ in der Altenpflege habe ich anfangs noch häufiger überlegt, ob bei einem Menschen den ich betreue, hier ein Dämon (Engelwesen) präsent sei, den es nun "auszutreiben" gilt.
Als mittlerweile gereifter Christ (bekehrt im April 1989 und seit 1990 im Gesundheitswesen tätig) kann ich nun feststellen, das ich in keinem psychiatrischen Krankheitsbild auf eine Dämonische Beeinflussung schließen MUSS - weil ich gelernt habe, diese auch auf andere Art und Weise herzuleiten und zu erklären.

Du erwähntest Fälle von "Bessenen" - Menschen, die mit verwirrtem gestörtem Geist(esleben) auch in anderen Sprachen und mit anderer Stimme sprechen könnten und übernatürliche hohe Kräfte entwickeln können.

Auch dies kann (von vielen Wissenschaftlern) auch rein medizinisch/menschlich erklärt werden.
Die übernatürlich hohen Kräfte ergeben sich allein aus einer vollkommenem, sich im Einklang von Körper und Geist befindenem Bewegungsmuster, was hier (gewissenlos) aktiv nach vorne angreift und hier keine Hemmschwellen oder Eigensicherung zeigt, was in der Konsequenz keinem Angegriffenen - der sich hier überrascht fühlt und zeigt, eine Chance auf Gegenwehr ermöglicht. Weil auf jede Regung von Gegenwehreaktion beim "Opfer/Herausforderer) folgt hier schon die entsprechende gesteigerte Angriffsaktion (ohne Rücksicht auf Verluste).

Die sieben verprügelten und verletzten Männer, die hier einen Menschen mit gestörter Geisteshaltung nun mit einem Formalismus begegneten wollten (es Paulus nun nachtun wollten in seiner Begegnung mit "Geistesgestörten Menschen" erlitten hier selbst arge Schäden. Weil sie schon mit falscher Haltung und Absicht kamen. Sie verkörperten keinen Paulus/Petrus und waren auch nicht in Christus. Zeigten sich also machtlos gegenüber dem "Gestörten".

In anderen Sprachen reden funktioniert auch bei einem (freigeschaltetem Gehirn --- vielleicht hast du mal davon gehört, das wir nur 10 Prozent unseres geistigen Potentials - was dem menschlichen Gehirn möglich wäre, akitv nutzen... - nun stell dir mal vor, ein Gehirn bekommt auf alle Informationen, die es je im Leben aufgenommen hat, umgehend sofortigen Zugang .... da reicht ein Wortfetzen in einer anderer Sprache und du kannst in Verknüpfungen mit diesem Gedanken und mit anderen Erlebnissen hier dann sehr schnell aus einigen wenigen Fremdwörtern auch in dieser Sprache sprechen... - Klanghöhe und Tiefe der Stimme kann jeder halbwegs talentierte Schauspieler/Komödiant verändern...)

Also - alles nix übernatürliches.

onThePath hat geschrieben:Habatom, ein paar Gedanken zu psychischen Störungen ?

Störungen die mir gerade einfallen und mit Angst zu tun haben:
Paranoide Schizophrenie, Verfolgungswahn.
Phobien
Zwangsgedanken
Panikattacken.

Traumata. Da weiss man wenigstens, dass bestimmte Erlebnisse dies verursacht haben.

Lg, otp



Erlebnisse, die hier dann hier in der Bewältigung - bzw. Nichtbewältigung - dieser Erfahrungen in Bezug auf dem Umgang von dann neuen, ähnlich erscheinenden Erfahrungen nun Blockaden, Zwangsgedanken oder Wahnvorstellungen ergeben können.

Das Gehirn, bei Menschen, die Stimmen hören, denkt sich auf ängstliche Erwartungen bezüglich zukünftigen Konfrontationen - die in der Vergangenheit nicht zu einem zufrieden stellendem Ergebnis geführt haben, nun selbst schon die rechtfertigenden oder verdammenden Antworten aus, die Erlebtes - was aufwühlte - dann fixieren und ab/wegspeichern soll.
Die - am Beispiel des Stimmenhörens - diesem Kranken dann als Fremdstimmen erscheinen - wobei sie nur ein eigenes Echo von Gedanken darstellen - ein Kommentieren seiner eigenen Gedanken.

Normalerweise behält das Gehirn nur alltagswichtige Informationen im Bewußtsein. Ins Unterbewußtsein wird all das verschoben, was aktuell entweder nicht von Relevanz ist - oder zu dem noch keine aktuellen Bezüge hergestellt werden konnten.

Und allein das Auge kann pro Sekunde bis zu einer Million Informations(pakete) aufnehmen. Hier speichern wir dann in Routinen und Schablonen ab, um anderen neuen Information Platz im Arbeitsspeicher des Gedächtnisses/ Bewußtseins zu geben.


soweit erstmal für heute,
bin im Augenblick selbst um für nötige Regenerationsphasen zu sorgen, an einen Grenzbereich angelangt.... wo ich runterkommen muss - und dann auch nicht zu viel tun und schreiben sollte. Zumindest was die hochkomplexen Themen anbelangt.

mfg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 25. Sep 2019, 17:03

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das es tatsächlich auch Phänomen gibt, wie z. B. Telepathie (das Wahrnehmen (Empfangen) eines Gedanken .. oder auch bestimmter einfachen Gedankenmuster --- Jesus wusste hier, was in den Köpfen anderer vorging -- obwohl es dazu nicht unbedingt der Telepathie bedarf - da reicht auch eine genaue Beobachtungsgabe bezüglich der Körpersprache des anderen oft aus...)

Telepathie dann zu erklären wäre schwer - da es etwas mit Achtsamkeit des Empfängers zu tun hat, der hier - wie Jesus wohl auch - ganz von sich selbst gelöst/frei nur Augen/Ohren für den anderen hatte.

Rein physikalisch stelle ich mir das so vor, das Gedanken auch nur Ströme/Elektrizität sind, die dann auch in elktromagnetischen Feldern sich äußern. Teils können moderne technische Geräte ja schon auf die einfachen Gedankenimpulse eines Menschens (Ja/Nein) reagieren. Also die Technik hier diese "Ströme/Felder" abzubilden, gibt es schon.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 25. Sep 2019, 20:54

Alles nix Übernatürliches ?

Du musst dich schon entscheiden, ob du einen Erklärungsbrei der Psychiater benutzt, oder differenzierst.
Das Problem sind schon Ungewissheiten, wie etwas verursacht wird.

Aber interessant, hab nur gerade keine Zeit.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 26. Sep 2019, 10:05

Soweit ich in Erinnerung habe, hat man sogar herausgefunden, dass Thelepathie nichts mit normalen Schwingungen zu tun hat.


Wie gesagt, du benutzt die gängigen Erklärungsmuster. Eins davon ist die Behauptung, das menschliche Hirn nutze nur 10% seines Potentials. Das zweite ist, es gäbe ein "Äther", wo alles gespeichert ist und der Mensch universelles Wissen anzapfen könne. Eine Art Überbewusstsein. Kenne ich alles und berücksichtige ich. Aber mit diesen Erklärungsmustern kann man bequem Atheist bleiben und auch die lästige Existenz körperloser Geister leugnen.

Was psychische Störungen angeht, natürlich findet man da meist keine Verdachtsmomente auf Besessenheit.

Aber du hast noch nie einen Besessenen gesehen, dessen Persönlichkeit völlig ausgeschaltet war. Er ist im Gesammtverhalten und im Gesammterscheinungsbild wirklich anders. So wie Schamanen, die von einem Geist besessen sind auch sehr anders sind.
Kleines Beispiel: Eine Weihwasserprobe, wo ein Mensch unwissend damit in Kontakt gebracht wird. Und die Person dann angewidert den Gegenstand von sich weg tut. Warum unbewusst eine solch allergische, abwehrende Reaktion auf einen geweihten Gegenstand ?
Die Psychiater können das natürlich nicht unterscheiden.
Ein deutliches Beispiel ihrer Denkweise: Wenn die deutschen Parapsychologen sehen, wie sich Gegenstände bewegen, dann konstruieren sie die völlig ungewollte, unbewusste Psychokinese eines Menschen in der Nähe, der psychische Probleme hat. (Na, immerhin krankhafte Psychokinese weil eine Psyche aus dem Gleichgewicht geriet) Für mich ist diese Erklärung selber schon krank.
Intelligente Psychiater merken sogar manchmal, dass Besessenheit doch etwas Anders ist, als was sie kennen. Dazu müssen sie erst mal einen entsprechend eindeutigen Besessenheitsfall beobachten können. Die Anderen können noch so brillant sein, sie würden Unterschiede nicht beachten und sagen, ein Mensch könne sich nun mal völlig wie ein anderer Mensch verhalten, und es sei eben krankhaft.

Ähnliches gibt es auch als psychiatrische Vorkommnisse, klar. Aber es gibt andererseits ja auch zb die Hypnose, die auch eine Art psychische Übernahme eines Gehirns ist. Zumindest ein Hinweis. Wer sich mit ihr beschäftigt, merkt auch, wie der Hypnotisierte in Umgehung seines Bewusstseins durch posthypnotische Befehle "fremdmanipuliert" werden kann. Er weiss dann nicht, dass er aufgrund eines hypnotischen Befehls handelt.

Würdest du auch sagen, es sei rein psychologisch und hysterisch bedingt, wenn eine Person nachts Geistererscheinungen hat und auf einmal einen heftigen Schmerz spürt und plötzlich drei heftige Kratzspuren bekommt, die sogar bluten ? Eine wirklich recht spontane Einwirkung der eigenen kranken Psyche auf den eigenen Körper.....( Wieder etwas Übernatürliches durch eine kranke Psyche. Wo sind denn andereseits die spontanen Organerneuerungen, die ja durch PSI möglich sein müssen ? )

Als Christ, lieber Habatom, darfst du nicht auf die psychiatrischen Erklärungsmuster hereinfallen, die ein Jenseits und Geister leugnen. Aber man muss auch nicht bei psychischen Auffälligkeiten dauernd nach Dämonen suchen. Eigentlich gar nicht. Nur wachsam sein und den einen Fall erkennen, der sich vielleicht mal vor dir ereignet.

Ich nehme ja auch Abstand von Christen die behaupten, man könne ganze psychiatrische Abteilungen gesund beten...




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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 26. Sep 2019, 12:29

Habatom, du schreibst:
Soweit erstmal für heute,
bin im Augenblick selbst um für nötige Regenerationsphasen zu sorgen, an einen Grenzbereich angelangt.... wo ich runterkommen muss - und dann auch nicht zu viel tun und schreiben sollte. Zumindest was die hochkomplexen Themen anbelangt.


Das geht mir auch schon mal so. Und deshalb musst du auch nicht die vielen Aspekte-Infos von mir gerade konfrontieren.
War in der letzten Zeit auch zu voll mit anderen Dingen, als mich immer im Forum konzentrieren zu können.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 26. Sep 2019, 13:45

onThePath hat geschrieben:Alles nix Übernatürliches ?

Du musst dich schon entscheiden, ob du einen Erklärungsbrei der Psychiater benutzt, oder differenzierst.
Das Problem sind schon Ungewissheiten, wie etwas verursacht wird.

Aber interessant, hab nur gerade keine Zeit.

lg, oTp



Im Thread "Befreiungsdienst" habe ich gegenüber Lazar deutlich gemacht, das es den Einfluss bereit der Geister dieser Welt (Satans) gibt.

Der nun auf den Geist des Menschens in bestimmter Art und Weise Einfluss nehmen - kann.

Wie er dies nun tut, wäre im Thread "Befreiungsdienst" näher zu untersuchen.
Auch wenn diese Einflussnahme untrennbar verbunden ist, mit "biochemischen" Schieflagen im Gehirn, die den Menschen dann beeinträchtigen/binden können, sodass hier psychiatrische Krankheitsbilder beschrieben werden (können).


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 26. Sep 2019, 13:54

Natürlich, ist reichlich kompliziert. Da fällt mir ein, dass Jemand gemessen haben will, dass ein bestimmter Besessener sehr weitgehend andere körperliche und chemische Werte hatte als normal.

Naja. Aber man kann wohl zumindest sagen, dass Besessenheit auch die Gehirnchemie verändert.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 26. Sep 2019, 14:06

onThePath hat geschrieben:Soweit ich in Erinnerung habe, hat man sogar herausgefunden, dass Thelepathie nichts mit normalen Schwingungen zu tun hat.





Sondern -?

Ich habe es "gehört" - gelesen... im Bereich von Naturvölkern Australiens, die sich hier - angeblich... - auch mit Telepathie verständigen können.

Naturvölker, wo sich teils Schamanen in Trance versetzen und dann "ausserkörperliche" Erfahrungen/Visionen haben können - gibt es.

Ich habe mich auch mal mit den Rosenkreuzern auseinander gesetzt (Eine Art Freimaurerloge...) - die sich ---angeblich - auch des Mittels der Telepathie bedienen können.
Das wir dann nur 10 Prozent unseres menschlichen Gehirns nutzen, ist übrigens auch eine Idee der Scientologen - die mich für kurze Zeit mal in ihren Fängen hatten... im Alter von 22 Jahren..... --- sollte da Mitarbeiter werden... - da war ich noch kein Christ.... aber hab damals dann schon kein gutes Gefühl gehabt bei deren Weltbild (2-5 Prozent der Menschen sind hier grundsätzlich sehr böse.... ansonsten gilt es sich durch Mind Cleaning hier über andere hinwegzusetzen.... - über teure Kurse ...für mich wären sie kostenlos gewesen... --- )


onThePath hat geschrieben:Wie gesagt, du benutzt die gängigen Erklärungsmuster. Eins davon ist die Behauptung, das menschliche Hirn nutze nur 10% seines Potentials. Das zweite ist, es gäbe ein "Äther", wo alles gespeichert ist und der Mensch universelles Wissen anzapfen könne. Eine Art Überbewusstsein. Kenne ich alles und berücksichtige ich. Aber mit diesen Erklärungsmustern kann man bequem Atheist bleiben und auch die lästige Existenz körperloser Geister leugnen.




Über einen anzuzapfenden "Äther" habe ich noch nichts gehört. Geschrieben habe ich nur etwas über das Vermögen und den Inhalt unseres Unterbewusstseins und Unbewusstseins...


onThePath hat geschrieben:Aber du hast noch nie einen Besessenen gesehen, dessen Persönlichkeit völlig ausgeschaltet war. Er ist im Gesammtverhalten und im Gesammterscheinungsbild wirklich anders. So wie Schamanen, die von einem Geist besessen sind auch sehr anders sind.



Mir ist heute dazu ein Beispiel aus meiner Vergangenheit eingefallen. Ca. 14 Jahre her. Und ich musste daran denken, wie David - als er auf seiner Harfe spielte -- der "böse" Geist Sauls (den übrigens Gott geschickt hatte" beruhigt wurde...


Bei mir war es damals jedoch anders ... --- ich war selbst noch nicht so klar wie heute...

Ich war mit einem anderen Mann gut befreundet, zu dem ich mich - komischerweise ... was ich jetzt überhaupt nicht mehr kenne ... - erotisch hingezogen - angemacht - fühlte...

Als ich eines Abends in seiner Wohnung anfing auf der Gitarre zu spielen (das Lied von Bonhoefer ..von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir....)
stieß dieser Mann, der sich gerade in der Küche aufhielt - einen gellend lauten ca. 2 sekunden lang anhaltenden Schrei aus..... - öffnete das Fenster dann und schlug es wieder zu...)
Ich hörte auf zu spielen, er kam dann wieder und es war so, als ob bei ihm nichts geschehen war... er hatte nicht gewusst, das er eben laut geschrien hatte...

für mich sehr seltsam...

Ein anderer Fall von dem ich meine schon erzählt zu haben.
Ich nahm einen jungen Mann, den ich 3 Wochen zuvor in der Fußgängerzone am Jongilieren sah (mit einem Schild vor sich, habe Hunger und kein Obdach) , in meiner Wohnung als Untermieter auf, nachdem er im Gottesdienst zu Gast war und er mir erzählte, wie bei ihm (andere bestätigten mir dies und ich kannte diese Praxis von jenen) ein böser Geist unter lautem Schreien ausgefahren war. Er (als Vagabund in ganz Europa unterwegs ..von seinen älteren Geschwistern als Kind sexuell missbraucht worden, HIV positiv und Stricher) sei nun Christ, nicht mehr homosexuell und war tatsächlich verändert. Allerdings hatte er nun einen stark schwärmerischen charismatischen Einschlag - aus meiner Sicht....


Ich erzähle diese Fälle um darauf aufmerksam zu machen, auf welche Art und Weise teils Geister/Dämonen bei Menschen gesehen werden. Wo es ganz andere natürliche Entwicklungsbedingte Erklärungen gibt. Und ich mich von daher stark distanziere von Praktiken, wo Menschen umkippen, unter dem angeblichen Einfluss des heiligen Geistes dann anfangen wie Tiere zu kackern oder haltlos zu lachen... - oder hier auch von Homosexualität befreit werden.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 26. Sep 2019, 14:09

onThePath hat geschrieben:
Ich nehme ja auch Abstand von Christen die behaupten, man könne ganze psychiatrische Abteilungen gesund beten...




Lg, otp



Darin sind wir uns scheinbar einig.

Bei der Übernahme eines Menschens, der sein Ego/Willen komplett verloren hat und fremdgesteuert wird/wurde müssen wir dann schauen, welches Geistes Kind dieser Mensch ist.
Und das ist sicherlich nicht immer für jeden so einfach zu erkennen und zu unterscheiden.


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 26. Sep 2019, 14:46

Was wäre wohl noch mehr passiert, als nur das Schreien, wenn du diesen Mann damals an Jesus erinnert hättest und an dessen Macht über alle bösen Mächte. Richtig dosiert und angewandt hätte sich dann ein böser Geist vielleicht sehr deutlich gezeigt. Und du hättest keine Zweifel mehr daran gehabt.

Gott ist für die eine Provokation und ein Angriff. Auch ohne geistigen Kampf. Das Licht vertreibt die Finsternis.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 26. Sep 2019, 15:36

onThePath hat geschrieben:Was wäre wohl noch mehr passiert, als nur das Schreien, wenn du diesen Mann damals an Jesus erinnert hättest und an dessen Macht über alle bösen Mächte. Richtig dosiert und angewandt hätte sich dann ein böser Geist vielleicht sehr deutlich gezeigt. Und du hättest keine Zweifel mehr daran gehabt.



Dieser Mann war durchaus bekannt in einer Baptistengemeinde - auch wenn er nur selten Gottesdienstbesucher wohl war (soweit ich mich erinnere...) -
Das Problem damals war für mich, das ich in meiner Sexualität noch eher suchend und vielleicht eher haltlos geneigt war -- gegenüber allen diesbezüglichen Reizen (meine beste "Freundin" war eine Frau, die sich zu Frauen hingezogen fühlte..).

Heute sieht das bei mir ganz anders aus. Mehr als 100 Prozent Männlich - was immer das dann auch sein mag - geht wohl nicht. Insofern das sich hier der Blick von und auf homosexuelle Männer völlig verloren hat... wenn du verstehst was ich meine....

Und was jetzt noch dazu zu sagen wäre:

Es wäre heute in meinen Augen kein böser Geist/Dämon - den es jetzt mit Mitteln auszutreiben gälte, wie ich es von meinem Untermieter erzählt bekam.

Homosexualität ist nach meiner heutigen Erkenntnis eine "schief"gelaufene Persönlichkeitsentwicklung in Hinsicht der Wünsche und Bedürfnisse nach der sexueller Erfüllung, die ich in einem Zustand der Nichterfüllung von Ausdrucksformen meiner natürlichen Sexualität dann dort suche, wo sie mir einen verheißungsvollen Zustand der Befriedigung und des Haltes zu versprechen scheinen. Dabei geht es, denke ich, auch über Geber-Nehmer Rollen und die Suche nach größtmöglichem Unterschied in Bezug auf das was ich vom Partner mir zu empfangen wünsche und selbst zu geben vermag/möchte.

Es geht also um die Suche nach Lustbefriedigung in einer größtmöglichen Polarität von Sexualität, die ich im Erleben und Wachsen meiner "gebürtigen" Sexualität so nicht gefunden/erfahren habe.


Aber ich will jetzt nicht dieses Thema zu breit reden (die Bibel schreibt hier nur weniges über Homosexualität).

Ich habe ja eine Zeitlang selbst hier so "gearbeitet" wie manche "Geistaustreiber" - indem ich eine - im Nachhin muss ich sagen - SCHEINheilige Kulisse aufgerichtet habe, die für den anderen zur Drohkulisse wurde...

Allerdings kam dieser Mensch, der hier - ruhig wurde...vorher tobte er... --- eher unter eine kurzweilige Glocke - sozusagen ins Auge des Hurrikans... der ihn zuvor umtrieb...

was aus ihm geworden ist..weiß ich nicht... - egal...

Wichtig ist für mich, das man Homosexualität nicht verteufeln kann. Die Bibel zeigt uns auf, das es hier eine "Schieflage" gibt, die nicht sein muss - bei Menschen die ganz von Gott, ganz vom heiligen Geist erfüllt sind.

Aber nicht jeder Mensch befindet sich in dieser Verfassung. Und dann hat halt auch sexuelle Identität in einer Gesellschaft, die diese nicht vorleben kann und tut, keinen Maßstab und keine Bedeutung im Sinne einer klaren Trennung mehr (Gender..).
Wichtig ist hier, sich wie ein Lot dann zu bewahren um seine eigene Sexualität dann dort auszuleben, wo es ihm möglich ist. Bei Lot (seine Frau konnte sich von der Welt nicht trennen - erstarrte) war es dann ein sehr "unrühmliches" Ende hier seinen zwei Töchtern zu erlegen... Aus denen dann zwei Völker hervorgangen, die dem Volk Israel einige Probleme machten....

1. Mose 19,
37 Und die ältere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag.
38 Und die jüngere gebar auch einen Sohn, den nannte sie Ben-Ammi. Von dem kommen her die Ammoniter bis auf den heutigen Tag.


onThePath hat geschrieben:Gott ist für die eine Provokation und ein Angriff. Auch ohne geistigen Kampf. Das Licht vertreibt die Finsternis.

Lg, otp



Das dachte ich auch mal - aber so einfach ist es vielleicht noch im Kino (König der Löwen) - aber das ist Esotherik pur (weiße Magie gegen schwarzer Magie) Licht gegen Finsternis...

Gott und Jesus sind ganz anders...
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 26. Sep 2019, 15:58

Man kann die Macht des Guten, die von Gott ausgeht, nicht esoterisch nennen. Erst wenn man sie esoterisch benutzt, wird daraus Esotherik.

Es ist einfach so, dass Gott Herrscher über alles ist.
Die Esoterik konstruiert daraus das Vorhandensein einer guter und eine böse Macht, zwei Seiten einer Macht, die man beherrschen kann.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 27. Sep 2019, 06:27

onThePath hat geschrieben:Man kann die Macht des Guten, die von Gott ausgeht, nicht esoterisch nennen. Erst wenn man sie esoterisch benutzt, wird daraus Esotherik.

Es ist einfach so, dass Gott Herrscher über alles ist.
Die Esoterik konstruiert daraus das Vorhandensein einer guter und eine böse Macht, zwei Seiten einer Macht, die man beherrschen kann.

Lg, otp



was wäre für dich "eine Macht des Guten" -- die von Gott ausgeht...-?
Das klingt mir alles sehr diffus. Gutes zu was? Im Vergleich zu wem?
Meinst du, das Gott und Satan hier Gegenspieler sind?

Aber zurück zur Freiheit in Bezug auf psychiatrische Krankheitsbilder.


Wir haben erkennen können, das eine bestimmte Geisteshaltung - die als krankhaft eingestuft wird, zu Stoffwechselstörungen führen - bzw. damit einher gehen kann. (nicht muss... - und das berührt dann schon eher die Fälle von Menschen, die Besessen sind und darin eher aufgehen wollen.... - mit Medikamenten dann kaum oder gar nicht zu stoppen sind....).

Bliebe die Frage nach Heilung, dort wo eine gestörte Körperchemie dann positiv beeinflussbar ist.
....Wenn wir Einflussnehmen auf einen gestörten Stoffwechsel - hier dann (bei Psychosen/Manien/Wahnvorstellungen) zumindest eine Schadensbegrenzung im Sinne von Prioritäten schaffen --- durch Psychopharmaka...


Was müsste darüber hinaus getan werden, dass Menschen hier zu einer Gesundung gelangen?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 27. Sep 2019, 10:38

Gott ist die Macht des Guten, klingt diffus ? :
Dieses Thema gehört ins Thema Befreiungsdienst.

Einfach wäre es ja, wenn psychische Störungen ein reiner Kontrollverlust des Bewusstseins über chemische Vorgänge beim Denken wäre. Man hätte sein Gehirn nicht mehr unter Kontrolle.

Bei schweren Psychosen ist die Störung sehr ausgeprägt und chronisch, und wie du sagst können Medikamente nur eine Linderung bringen. Und müssen dauernd genommen werden. Andererseits beeinträchtigen die Medikamente auch die Psyche und der Betroffene erlangt nicht mehr das Vermögen, voll integriert zu sein und ein normales Leben zu führen.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 28. Sep 2019, 21:25

onThePath hat geschrieben:Einfach wäre es ja, wenn psychische Störungen ein reiner Kontrollverlust des Bewusstseins über chemische Vorgänge beim Denken wäre. Man hätte sein Gehirn nicht mehr unter Kontrolle.



Was spräche dagegen?


onThePath hat geschrieben:Bei schweren Psychosen ist die Störung sehr ausgeprägt und chronisch, und wie du sagst können Medikamente nur eine Linderung bringen. Und müssen dauernd genommen werden. Andererseits beeinträchtigen die Medikamente auch die Psyche und der Betroffene erlangt nicht mehr das Vermögen, voll integriert zu sein und ein normales Leben zu führen.

Lg, otp


Können Medikamente dazu beitragen, ein verloren gegangenes Gleichgewicht von Vorgängen im Gehirn - im Körper - wieder herzustellen.

Dadurch das sie dann ein Gleichgewicht "künstlich" herstellen, kann es dem Körper bei anhaltender längerer Einnahme dann zunehmend schwerer fallen, ein Fehlen oder ein plötzliches Absetzen von Medikamenten dann ohne folgenschwere Ausfälle auszugleichen. Was dadurch eine Abhängigkeit und Bindung (oder auch Sucht) an ein Medikament hervorrufen kann.

Die Psyche - sprich der insgesamt mehr positiv oder mehr negativ empfundene Gesamtzustand des Erlebens eine Menschen, bezüglich seiner Eigenwahrnehmung des geistigen Denkvermögens und der körperlichen Erfahrungen, kann durch Medikamente in eine Schieflage gebracht werden. Bezüglich der Einflussnahme auf die Biochemie des Körpers. Muss aber nicht, insofern ein seelisches Wohlbefinden auch unabhängig von der körperlichen Gesamtsituation möglich ist.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 28. Sep 2019, 22:39

Nützliche Überlegungen, Habatom.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 1. Okt 2019, 08:44

Habatom,
Wenn ich mal einen Aspekt betrachte:
Die Verselbstständigung von Gedanken, Gefühlen und Empfindungen. Besonders geht es um Angst und Bedrohung.

Solange das bei einem Mensch normal abläuft, kann er ja solche Gedanken und Gefühle bewältigen "verarbeiten". So, dass er sie unter Kontrolle bekommt.

Beispiel: Ein Berichterstatter hatte durch Kriegsgebiete viele traumatisierende Erlebnisse. Sie lösten nicht nur Panik-Attaken aus, sondern sogar epilepsieartige Anfälle.

Die Psychotherapie wird versuchen, die Erlebnisse "nachzuverarbeiten". Dadurch zu bewältigen, kanalisieren und einzubauen in Form einer Erinnerungs-Struktur.

Darauf kommt es ja letztlich an, Erlebnisse, die verletzt haben, so "EINZUBAUEN", dass sie unter Kontrolle sind.

Bedrohungen, Belastungen können eben unverarbeitet bleiben. Und die Psyche dauerhaft belasten und krank machen.

Mit psychischer Folter und Stalking, Mobbing, haben wir bewusste, bösartige Einwirkungen auf einen Mensch. Die ihn psychisch zerstören können.



Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 2. Okt 2019, 08:43

onThePath hat geschrieben:
Die Psychotherapie wird versuchen, die Erlebnisse "nachzuverarbeiten". Dadurch zu bewältigen, kanalisieren und einzubauen in Form einer Erinnerungs-Struktur.

Darauf kommt es ja letztlich an, Erlebnisse, die verletzt haben, so "EINZUBAUEN", dass sie unter Kontrolle sind.

Lg, otp



Das mag - ein - Weg der Psychotherapie sein.

Für uns Christen gibt es nun einen viel besseren Weg, wenn es um das Thema Verletzungen, Ängste, Traumatas geht.
Die Liebe - die Liebe, die Gott zu uns hat und die Liebe, die bei uns als Frucht des heiligen Geistes dann wachsen tut, von der Liebe zu Glaubensgeschwistern bis hin zur Liebe für alle Menschen (auch für die Feinde...).

Denn - diese Liebe treibt sämtliche Frucht und Angst aus. Das ist das was Jesus gerade seinen Jüngern immer als Erstes sagte: Fürchtet euch nicht!
Ihr braucht keine Angst haben. Ich bin für euch. Nichts kann euch schaden.
Begreifen und erfahren wir dies, brauchen wir keinen Psychiater mehr. Sind und werden wir mehr und mehr geheilt und heilig sein.

Alles andere -- Erinnerungsstrukturen aufbauen um Ängste und Gefahrensituationen einordnen und wegstecken zu können, hindert den Menschen daran, unbefangen auf etwas hin zu zugehen.

Wir sollen aber wie die Kinder hier werden. Nicht dumm - sondern schon schlau (klug) wie die Schlange (der Teufel - ehemals Luzifer als klügster Engel Gottes -als Sinnbild für die Schlange, die Adam und Eva verführte) - aber in dieser Schlauheit dann gradlinig. Ohne Falschheit. Wahrhaftig.

Sind und werden wir so, erleben wir auch, das uns alle anderen Geister untertan sind. Was uns dann auch unangreifbar für alles was uns schaden möchte.
UND - uns in die Freiheit bringen tut, von der dieser Thread hier redet (Psychiatrie/Psyche und Freiheit).

Lk 10,20 Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind!


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 2. Okt 2019, 10:15

Hallo, Habatom

Was Jesus über die Liebe sagt, und wir sollen keine Angst haben, ist auch für mich Maßstab.
Reicht es zur Umsetzung ?
Ich weiß zwar von mir selber, dass ich Vieles weggesteckt habe in meinem Leben, was mich ohne den Rückhalt Glauben zerstört haben konnte, aber wir reden von dem zunächst theoretisch gangbaren Weg heraus aus psychischen Problemen, die mit Angst zu tun haben.

Die Angst, selbst vor unserer völligen Vernichtung, selbst vor großem Leiden, hat durch Christi Botschaft einen Gegenpol von Hoffnung und Trost bekommen. Um nicht durch Ängste einen erheblichen psychischen Schaden zu erleiden, braucht man einen verlässlichen Halt, nicht sich in Ängsten zu verlieren.

Aber in der Praxis gibt es gewiss Schwierigkeiten auch für Christen, das in ihrer Psyche wirksam werden zu lassen gegen eigene zerstörerische Komplexe in ihrer Psyche. Die aus der Vergangenheit innere Last darstellen.

Dann wären wir wieder bei der Notwendigkeit von Seelsorge. Und der Geborgenheit und Fürsorge tragfähiger Beziehungen unter Christen. Was mir der Zeit die inneren Wunden heilt.

Es wurde uns Christen auch "innere Heilung" gelehrt, die aber auch ein falscher Weg sein kann. Mitunter auch magische Elemente benutzt, zb Imagination.

Wenn es sehr hart kommt, dazu ist ein Indienmissonar ein Beispiel. Ich glaube, sein Sohn starb. Er kam darüber hinweg, aber seine Frau vernichtete es. Mir fällt gerade sein Name nicht ein, sonst hätte ich seine Geschichte noch mal schnell nachgelesen.

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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 3. Okt 2019, 10:46

onThePath hat geschrieben:Hallo, Habatom

Was Jesus über die Liebe sagt, und wir sollen keine Angst haben, ist auch für mich Maßstab.
Reicht es zur Umsetzung ?



Wenn dies nur ein Anspruch ist: Habe keine Angst.... und ich nun krampfhaft mich bemühe jetzt Ängste zu überwinden.... dann kann ich nur scheitern.

Keine Angst/Furcht haben zu müssen, lernen wir nur aus der Erfahrung heraus. Im Leben und in der Begegnung mit Gott. Der uns behütet, stärkt, unbekümmert voranschreiten lässt. Dort wo wir ihm etwas zutrauen. Uns auf ihn verlassen.

1Joh 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Am Anfang steht die wachsende Erfahrung, das Gott uns liebt. Dann wächst durch das Wirken des heiligen Geistes, durch das Wandeln/Leben im/durch den heiligen Geist die Liebe. Wird "vollkommener". Bis hin zur Liebe zu allen Menschen. Und dann drehen wir uns nicht mehr um uns selbst. Wir sehen und erfahren uns von Gott versorgt und geliebt und sind ganz frei für die Nöte unseres Nächsten. Ihm hier zu begegnen. In seinem Leid, wie auch in dem worin er sich freut.


onThePath hat geschrieben:Ich weiß zwar von mir selber, dass ich Vieles weggesteckt habe in meinem Leben, was mich ohne den Rückhalt Glauben zerstört haben konnte, aber wir reden von dem zunächst theoretisch gangbaren Weg heraus aus psychischen Problemen, die mit Angst zu tun haben.



Das klingt nach einer Art von Glauben, das Gott es schon am Ende alles gut machen wird. Und ich hier nur geduldig auszuhalten habe, einzustecken habe. Wie ein Boxer, der im Einstecken von vielen Schlägen des Gegners dann an seine Chance glaubt, den Gegner am Ende dann doch noch irgendwie besiegen zu können.

So muss es als Christ jedoch nicht sein. Hier können wir von (Teil)Sieg zu (Teil)Sieg schreiten. Können und sollen wir das Feld behalten, im Glaubenskampf. In der Begegnung mit den Problemen und Nöten die uns anfechten. Ein Hiob ist hier ein schönes Beispiel, wenn es über ihn heißt, "in all dem versündigte sich Hiob nicht".
Und von Christen heißt es:

Eph 6,13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.

Und das Feld behalten bedeutet hier nicht, als ein schon schwer angeschlagener Boxer auf den siegreichen Hieb zu hoffen.


Ist nun aber jemand noch nicht soweit, das er hier sagen kann, den Bösen überwunden zu haben (1. Johannes 2,14), dürfen wir als Christen dann trotzdem hoffen, das Gott uns hierhin führen möchte. Das er es am Ende gut ausgehen lassen wird.

onThePath hat geschrieben:
Die Angst, selbst vor unserer völligen Vernichtung, selbst vor großem Leiden, hat durch Christi Botschaft einen Gegenpol von Hoffnung und Trost bekommen. Um nicht durch Ängste einen erheblichen psychischen Schaden zu erleiden, braucht man einen verlässlichen Halt, nicht sich in Ängsten zu verlieren.

Aber in der Praxis gibt es gewiss Schwierigkeiten auch für Christen, das in ihrer Psyche wirksam werden zu lassen gegen eigene zerstörerische Komplexe in ihrer Psyche. Die aus der Vergangenheit innere Last darstellen.

Dann wären wir wieder bei der Notwendigkeit von Seelsorge. Und der Geborgenheit und Fürsorge tragfähiger Beziehungen unter Christen. Was mir der Zeit die inneren Wunden heilt.

Es wurde uns Christen auch "innere Heilung" gelehrt, die aber auch ein falscher Weg sein kann. Mitunter auch magische Elemente benutzt, zb Imagination.

Wenn es sehr hart kommt, dazu ist ein Indienmissonar ein Beispiel. Ich glaube, sein Sohn starb. Er kam darüber hinweg, aber seine Frau vernichtete es. Mir fällt gerade sein Name nicht ein, sonst hätte ich seine Geschichte noch mal schnell nachgelesen.

Lg, otp



Seelsorge ist dann natürlich immer wichtig, wo Nöte und Probleme noch belasten tun.
Und das es hier falsche Wege gibt (du sprichst das positive Denken/Imagination an) ist uns beiden klar.
Nicht am Leid zu zerbrechen ist dann sicherlich das Ziel Gottes, was er mit uns erreichen möchte.
Aber wir dürfen hier auch wissen, das selbst wenn Leid anfängt uns zu bekümmern und belasten, wir deswegen trotzdem weiterhin Gottes Kinder bleiben und wir dann (schlimmstenfalls) zumindest im Himmel dann getröstet werden. Das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus zeugt davon. Diesem Lazarus war Zeit seines Lebens kein Glück vergönnt. Er starb in Armut und im Darben/Hungern. Ihm wurde dann am Ende ein besonderer Trost zuteil. Nicht das dieses jetzt uns darüber immer hinweghelfen soll, wenn wir im Leben Leid ertragen. Aber es kann uns auch eine Verheißung werden.

Ansonsten heißt es:

Markus 10,
28 Da fing Petrus an und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen,
30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 3. Okt 2019, 22:32

Habatom, manchmal verstehe ich mehr, wie einmalig Jesu Geburt in unserer finsteren Welt war. Und wie frei wir sein können auch wenn wir durch Leid hindurch müssen. Am Ende wartet das pure Leben auf uns, und der Tod braucht uns nicht zu schrecken.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 4. Okt 2019, 18:42

onThePath hat geschrieben:Habatom, manchmal verstehe ich mehr, wie einmalig Jesu Geburt in unserer finsteren Welt war. Und wie frei wir sein können auch wenn wir durch Leid hindurch müssen. Am Ende wartet das pure Leben auf uns, und der Tod braucht uns nicht zu schrecken.

….aber bis es soweit ist, müssen wir als Christen versuchen, Salz und Licht in dieser finsteren Welt zu sein. Ein nicht leichtes Unterfangen schon an und für sich, im Umfeld von Psychiatrie und psychischer Krankheit noch um einiges schwieriger! :(
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Okt 2019, 23:44

Na ja. Ein junger Mann aus unserem Hauskreis vor 10 Jahren hat im Kopf, sich später um Obdachlose zu kümmern. Er kennt auch aus der Familie seiner Frau die Zerstörungen durch psychische Probleme und Drogen. Zwei unserer Hauskreis-Familien hatten solche Bürden. Deshalb bin ich froh, dass einige Miglieder dieser Familien Halt in Jesus fanden. Das mildert auch die Lasten innerhalb dieser Familien.

Drogen schaffen ähnliche Probleme für ganze Familien wie Psychosen oder erzeugen sogar zusätzlich Psychosen.

Es sind die ganz normalen schlimmen Probleme ziemlich vieler Familien heutzutage. Ich wäre froh, wenn mehr Christen freundschaftlich mit solchen Familien verbunden wären.

Aber wir als Familie haben auch selber viel gelitten und deshalb kennen wir dieses Elend und konnten Anderen eine Stütze sein.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 5. Okt 2019, 08:58

Psychiatrie und Freiheit!
Die Schweiz zählt bei den Zwangseinweisungen zu den europäischen Spitzenreitern.
Nur Oesterreich und Finnland weisen höhere Quoten auf.
In der Schweiz wird im Durchschnitt jeder vierte Patient gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Das gibt echt zu denken! :shock:
Einwenden möchte ich noch: Wer keine Erfahrung mit Leuten oder Verwandten hat, die unter Wahnvorstellungen leiden, kann sich nicht im entferntesten vorstellen, wie das abläuft. :shock:
Alles ganz schlimm!
LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 5. Okt 2019, 09:56

Alles hat zwei Seiten. Trotz Zwangseinweisungen von psychisch Kranken habe ich gravierende Mängel bei der Unterstützung der Angehörigen erlebt.Sie leiden ja besonders.

Man muss auch abwägen, ob mildere Möglichkeiten anstelle von Zwangseinweisung greifen können. Ein psychisch Kranker kann sowohl sich selber gefährden, als auch eine ungeheure Last für die Angehörigen sein. Ich weiss selber, dass oft geradezu dumm und verantwortungslos gehandelt wurde. Nicht umsonst gibt mir der Zorn darüber Kraft und Motivation, meine Augen nicht zu verschließen vor diesem Elend.

Die zwei Familien, die zu unserem Hauskreis fanden, das war deshalb, weil sie darauf vorbereitet waren. Und dadurch plötzlich gegenüber dem Glauben aufgeschlossen waren. Also eher so was wie eine glückliche Fügung. Wir hatten sie uns nicht ausgesucht. Und es war segensreich für sie. Wenn auch die drei Sorgenkinder dieser beiden Familien immer noch viele Sorgen machen.

Aber wir haben unsere Kraftgrenzen, die zwei intensiven Jahre waren genug.

Auch wenn ein Ohnmachtsgefühl entsteht, das einen zerstören kann als Angehöriger: Wenn man " sich wehren kann" , Nützliches tun kann, bekommt man Kraft.
In zwei Betroffenengruppen habe ich leider nur Hinnahme der Situation erlebt. Soll man sich etwa mit der erfahrenen Ohnmacht abfinden ? Das ist doch auch nur eine Form der Resignation. Einer besorgten Mutter, deren Sohn Canbabis konsumierte, wurde gesagt, man könne gar nichts tun. So kann er dann auch ungestört Sucht und Psychose entwickeln...

So etwas macht mir zornig. Aber nicht in der Form ohnmächtiger Wut, sondern drängt mich dazu, mein Wissen dagegen anzuwenden. Ich wehre mich. So zerstört es nicht, sondern macht aufmerksam und handlungsfähiger. Man kann entweder sich selbst zerstören oder aber kämpfen. Um was tun zu können muss man sich auskennen in diesem Dickicht.

Unser Sohn Andreas darf inzwischen nach einigen Jahren wieder zu uns. Auch durch die Depotspritze hat sich sein Zustand sehr gebessert. Nach etwa 15 Jahren Horror ist es erst mal ruhig und erträglich geworden für uns. Aber vor nicht langer Zeit war schon eine Gerichtsverhandlung zur Sicherheitsverwahrung. Und musste das vor Gericht abwehren. Das Ganze scheint sogar eine Wendung bei ihm mitverursacht zu haben. Denen fällt jedenfalls wenig Vernünftiges ein. Eine eigene Wohnung wird er auch nie bekommen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit für die. Dafür bezahlen sie ein teures Hotelzimmer.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Lazar » So 6. Okt 2019, 13:37

Hi, oTP!
Meiner Erfahrung nach greift Gott/Jesus nur dann ein, wenn ein Betroffener dies selbst wirklich will. Tut er es nämlich nicht, müsste Gott dessen eigenen Willen brechen, doch dies macht Er normalerweise nur nach dessen "Erlaubnis".
Sprich durch seinen eigenen Ruf nach Gott und dessen Hilfe, seiner echten Bereitschaft zur Umkehr und damit seiner eigenen Änderung - als damit zur "Buße".

Solange Andreas für sich selbst also keine große Veränderung oder eigene Verantwortung in seinem Leben übernehmen will, bleibt die Situation angespannt - oder müsste in der letzten Konsequenz irgendwann für Deinen Sohn so unerträglich werden, dass er von sich aus umschwenken will.
Aber für diese möglichst baldige Einsicht von ihm kannst Du beten.

Herzliche Grüße
Eleazar
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