In der Welt, aber nicht von der Welt

Alles Chaos oder was? Für Beiträge, die sonst nirgends hineinpassen.

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Re: Was macht Euch gerade maximal traurig und ratlos!

Beitragvon KoS » Mi 31. Jul 2019, 01:20

Hallo Thelonious

Diese Tat ist unwidersprochen fürchterlich, unverständlich, und macht sehr betroffen. So wie jeder andere, sinnlose und uns unverständlichen Gründen erfolgter Gewalttod von Menschen durch Menschen, ganz speziell von Kindern. Es macht immer wieder betroffen und erschreckt. Klar


Jedoch jetzt weitergehend, ganz unabhängig von dieser scheusslichen Tat:
Was mich doch extrem verwundert ist, dass du dich in einer heftigen Weise in diesem und in anderen Threads immer wieder ab der Welt und dem, was die Welt aus sich heraus hervorbringt, aufs Neue so stark aufregst und Thread's über politische Meinungen, Verhalten etc. eröffnest?

Ich sage es unverblümt und direkt: Wenn du ja wiedergeborener Christ bist und dem Wort Gottes Glauben geschenkt hast für deine Rettung aus der Welt, was erwartest du denn - nun sicherlich weiterhin dem ganzen Wort Glauben schenkend - von und aus dieser Welt zu empfangen, zu sehen oder in ihr zu finden?
Was meinst du kommt aus dieser gefallenen, verdorbenen, von Satan regierten Welt die unter dem Fluch ist ausser Mord, Totschlag, Gier, böse Lüste usw. usf. ?? Aus einer Welt von Menschen, die ob bewusst oder unbewusst, den Menschenmörder von Anfang an als ihren Vater und Fürsten hat, allesamt Söhne des Ungehorsams sind (die 'Guten, die 'Bösen' und die 'Schlechten' - alle)!?

Hast du (und @alle ebenso echauffierten - egal welcher pol. Rtg.!) erkannt was Römer 8,33-39 ganz praktisch und real erlebbar an Gläubige gerichtet meint?
Glaubst du diese Liebe die uns 'durch alle Böden hindurch' zum Besten dienen will, wirke das schmerzlos, einfach so ohne weiteres, auch quer durch unsere dem Wort widersprechenden Verhalten mit hindurch??
Meinst du nicht auch, dass ein sich offenes echauffieren ab politischen Strömungen und menschlichen Verhalten einem letztlich seelisch mehr schaden als nützen und vielleicht, dass es gerade Gottes Liebe ist die einem darin durch diesen Schmerz vielleicht die Herzensaugen öffnen möchte?
Denn es gibt zu Römer 8,33ff halt auch unzählige, ganz allgemeine und ganz konkrete Verhaltens-Bedingungen, Einhalte die zu beachten sind, Leitplanken zu unserem Besten, welche Gott uns als Mittel und Aufträge zu unserer persönlichen Heiligung mitgibt, wie z.bsp. Kolosser 2,8, Römer 13,1-7;13+14, Titus 3,1; Jakobus 4,1-10 uvam., welche ja genau das Gegenteil gebieten, als sich in Weltpolitik und die Dinge der Obrigkeiten einzumischen sondern für sie zu beten.

Im Gehorsam zum Wort, Zeit mit Beten und Flehen für alle Menschen und für Obrigkeiten zu verbringen, anstatt das anzuklagen, was einmal vom Herrn Jesus alles endgültig gerecht gerichtet wird, dient allen Mitmenschen und dabei auch unserer persönlichen Heiligung - wenn wir es denn auch tun.

Blicken wir alle immer und immer wieder auf Jesus Christus den Anfänger und Vollender des Glaubens und das was ER für alle Menschen getan hat und uns zu sagen hat, anstatt auf das was das Irdische hervorbringt; nur ER ist heilsam.

Johannes 17,
13 Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, auf daß sie meine Freude völlig in sich haben.
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, gleichwie ich nicht von der Welt bin.
15 Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt wegnehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Bösen.
16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.
17 Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.
18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt;
19 und ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.
Liebe Grüsse, KoS
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In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Mi 31. Jul 2019, 06:27

Hallo zusammen,

zur Zeit gibt es heftige politische Diskussionen über das kriminelle Potential von einer Anzahl von Einwanderern. KoS hat in einem anderen Thread einen wertvollen Denkanstoss an uns Christen geliefert. So gut wie ich diesen Denkanstoss betrachte, passt er eben eher weniger in jenen Thread. Deshalb eröffne ich diesen Thread und verschiebe dieses Posting hierher.

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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon KoS » Mi 31. Jul 2019, 10:49

Danke Firebird!
Gute Idee, ich möchte keineswegs die Diskussion im politischen Bereich auch nur irgendwie mitköcheln.
Wenn auch persönlich adressiert, ist es selbstverständlich an alle Wiedergeborenen gerichtet.
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Columba » Mi 31. Jul 2019, 11:55

KoS hat geschrieben:Danke Firebird!
Gute Idee, ich möchte keineswegs die Diskussion im politischen Bereich auch nur irgendwie mitköcheln.
Wenn auch persönlich adressiert, ist es selbstverständlich an alle Wiedergeborenen gerichtet.


Du kannst dieses "In der Welt, aber nicht von der Welt" nicht abkoppeln von gesellschaftlichen (also auch vom politischen) Bereich. Das wäre ganz entgegen diesem Bibelvers.

1. Der Begriff Welt wird nämlich in der Bibel im positiven und im negativen Sinne gebraucht:

positiv:
Psalm 90.2: Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Johannes 3.16: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben


negativ:
Johannes 7.7: Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.
Johannes 14.30: Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt. Er hat keine Macht über mich.


2. Die Gemeinde Christi hat im Sendungsauftrag die Richtung vorgelegt bekommen. Die Gemeinde ist also nicht nur ein Hort oder Sammlungsplatz für Gläubige in dieser Welt, sondern die Jünger sind in die Welt geschickt worden.
Johannes 20.21: Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.


3. Der entscheidende Punkt ist nun, dass wir dankbar sein sollen für jeden Tag, an dem Jesus Christus noch nicht gekommen ist:
2. Petrus 1.9: Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

Die ersten Christen werden Petrus gefragt haben, warum ist denn Jesus noch nicht wiedergekommen, obwohl gesagt wurde, dass einige den Tod nicht schmecken werden. Petrus motiviert nun die Gläubigen, diese "Verspätung" zu nutzen für die Rettung anderer. Den genauen Wiederkunftstag wird uns aber nicht gegeben:
2. Petrus 1.10: Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen...


Unsere Aufgabe ist es also positiv zu handeln im Sinne, dass es für alle noch eine Chance gibt zur Rettung. In der Welt sein, aber nicht von der Welt heisst darum auch christlich zu handeln in der Gesellschaft (das schliesst das politischen Handeln ein) und christlich die Welt (auch das Klima, lieber KoS) zu bewahren.

Fatal wäre es, zu sagen, dass die Welt sowieso zu Grunde geht, dass die heutigen Zeichen eh Zeichen sind der Wiederkunft Christi, dass wir also uns gar nicht mehr bemühen müssen für diese Welt. Im Gegenteil, weil Jesus selbst bestimmt, wann er kommt, sollen wir seinen Tag durch Nichtstun nicht selber "herbeiwünschen". Auch die andere Haltung ist falsch, nämlich zu sagen, lassen wirs Schlittern, Jesus kommt eh bald. Die fatalistische Haltung wird sonst meist dem Islam zugeschrieben, ist aber oft bei Christen auch vorhanden.

"In der Welt, aber nicht von der Welt" zu sein, heisst m.E., dass dieses "In der Welt sein" als Chance für alle Menschen gedacht ist. Als Reformierter mit zwinglianischer Prägung verstehe ich, wenn Zwingli meint, dass sich der Christ in Alltag und Politik einmischen soll - weil der Christ eben gerade "in der Welt ist, und nicht von der Welt".


Grüsse Columba


PS
Ich finde es darum auch gut, dass der Ministerpräsident von Thüringen Bodo Romelaw bekennender Christ ist, dabei in der Partei "Die Linke" ist - gerade in einer Partei, die sehr areligiös ist.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Thelonious » Mi 31. Jul 2019, 20:49

Hallo KoS,

gern erläutere ich dir meine diesbezüglichen Motivationen.

Vorweg: wir leben in einer gefallenen Welt. Selbstverständlich ist auch mir das absolut bewusst.

Die Welt läuft dem nach, der bereits Adam und Eva verführte, da haben wir keinerlei divergierende Einschätzungen.

Jesus gibt uns vor, das Salz der Erde und das Licht der Welt zu sein. Wie können wir das sein? Ein gottesfürchtiges Leben nach der entsprechenden Überzeugung ist ist ein eindeutiges Zeugnis von der rettenden Macht Gottes. Das verschafft Gott Ehre.

Und das versuche ich - bemühe mich also nach Kräften - so zu leben. Das betrifft mein tägliches Leben, selbstverständlich insbesondere in Bezug auf die Familie, also das direkte Umfeld.

Das MUSS aber auch darüber hinausgehen, denn das ich nichts, was nur im stillen Kämmerlein passieren darf. Das muss ebenso ins Arbeitsumfeld etc etc hineingehen.

Aber ebenso prägt mich das auch als politischer Mensch. Wenn mir z.B. Antisemitismus, Rassismus und dergleichen begegnen - "theoretisch" in medialen Berichten, aber ebenso "praktisch" also hautnah in meinem sozialen Umfeld, dann MUSS ich (hoffentlich tue ich es auch immer - meine wirklich größte Befürchtung ist, in solchen Situationen vielleicht mal nicht so zu aggieren, wie man es eigentlich müsste) handeln. Man darf sich nicht mit Worten brüsten, aber ich habe mich in solchen Situationen wirklich auch schon größeren Gruppen entgegengestellt.

Beantwortet das Deine Fragen zumindest einigermassen, Kos?

Gruß
Thelonious
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Helmuth » Do 1. Aug 2019, 05:51

Thelonious hat geschrieben:Man darf sich nicht mit Worten brüsten, aber ich habe mich in solchen Situationen wirklich auch schon größeren Gruppen entgegengestellt.

Das finde ich schon gut so. :applause:

Ein sehr klares Kennzeichen nicht mehr Teil dieser Welt zu sein ist, wenn dir andauernd widersprochen wird und man dich für deine andere Auffassung beleidigt und auch meidet. Es ist die Vorstufe der Verfolgung.

Und es beginnt schon in so etwas Harmlosem wie dem Forum. Man kann sich dabei aber gut zurüsten lassen. Wäre alles nur eitle Wonne, würden wir geistlich aber nicht wachsen.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Fr 2. Aug 2019, 16:34

Grüezi mitenand,

dass wir in der Welt sind, das ist eine tagtägliche Realität. Dass wir Christen dabei eine Verantwortung haben, dies ist einmal ein Aspekt. Doch was heisst "nicht von der Welt"? Das wird wohl nicht heissen, dass wir auf einer Wolke sitzen und Harfe spielen 8-)

Es Grüessli
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon onThePath » Fr 2. Aug 2019, 19:01

Das tut nur der Bayer: luja sag i.
( Ein Münchner im Himmel, youtube ) :)

Lg, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon KoS » Sa 3. Aug 2019, 15:44

Liebe Schreiber

Meine Intention ist überhaupt nicht fatalistischer Art als schwarz-weiss / alles oder nichts-Denken und nur biblisch begründet. dass ich selber politische Gedanken und Ansichten habe ist klar. Ich gehe damit aber nicht in die Welt hinaus und auch unter Brüdern lass ich sie, es gibt sonst garantiert NUR STREIT; das beweisen und überführen euch die aktuell laufenden Threads ja selber. Die geeinte Gesinnung hat nichts mit der weltlichen Gesinnung zu tun. Den Segen aus dieser Gesinnung ist unmittelbar verheissen, macht ihn euch zu Nutze.
2. Kor 13,11 Übrigens, Brüder, freuet euch, werdet vollkommen, seid getrost, seid eines Sinnes, seid in Frieden, und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein.


Ich habe in meinem Beitrag bewusst einige klare Schriftstellen eingesetzt, man muss sie halt nachschlagen, lesen, glauben und tun. Und in diesen Geboten (und noch vielen anderen mehr) steht klar und deutlich, dass wir der Welt das Evangelium bringen sollen, dass heisst der Welt ihre Verlorenheit vor dem Heiligen Gott klar machen und gleichzeitig die Rettung durch diesen Heiligen Gott aufzeigen. Es steht auch weshalb wir Dinge nicht zustande bringen.. Dass jeder Mensch Sünder ist muss man eigentlich niemandem in der Welt wirklich aufzeigen (ausser meiner Schwägerin...), deren Verlorenheit unter dem Zorn Gottes stehend, muss man ihnen aber schon klar machen.

Nirgends aber sollen dem Worte Gottes Glaubende die verlorene Welt verbessern oder insofern verändern, indem man sie dazu aufruft, sich im moralische-sittlichen Verhalten zu ändern, also sich zu bessern bzw. zu verbessern, sondern sich zu Erkennen und den zu Erkennen der ALLES für sie getan hat und sie durch uns zur Versöhnung mit Gott durch Christo Jesu ruft.

Für mich ist es einfach schlichter Wort-Ungehorsam, also Unglaube, politische Diskussionen und Partei- und Regierungs-Diskussionen zu führen und dabei die oder jene, diese oder solche usw. zu kritisieren, zu zeigen wie man es machen müsste, was richtig wäre usw. Das beginnt ganz klein und wächst und ist von aussen sichtbar. Glaubt mir, wer sich Christ nennt der wird extrem genau von der Welt beobachtet und auch wenn wir nie perfekt sein werden auf dieser Erde, wir können mit unserem öffentlich sichtbaren Tun und unseren Worten (oder Facebook-Einträgen, oder Forums-Threads oder oder oder...) unser Zeugnis in der Welt voll verlästern. Sie, die uns beobachten werden solche zu Recht verlästern. Temporär sicher einen weniger gewonnen, sprich verheizt...!
Persönliche Heiligung und sichtbar machen des Evangeliums durch unser Leben geht eben anders, nur dem Wort nach. Ich zitiere deshalb nochmals meine ursprünglichen Intention, allgemein gehalten:

KoS hat geschrieben:Ich sage es unverblümt und direkt: Wer wiedergeborener Christ ist und dem Wort Gottes Glauben geschenkt hat für seine Rettung aus der Welt, was erwartet dieser denn - nun sicherlich weiterhin dem ganzen Wort Glauben schenkend - von und aus dieser Welt zu empfangen, zu sehen oder in ihr zu finden?

Was meinst man kommt aus dieser gefallenen, verdorbenen, von Satan regierten Welt die unter dem Fluch ist ausser Mord, Totschlag, Gier, böse Lüste usw. usf. ?? Aus einer Welt von Menschen, die ob bewusst oder unbewusst, den Menschenmörder von Anfang an als ihren Vater und Fürsten hat, allesamt Söhne des Ungehorsams sind (die 'Guten, die 'Bösen' und die 'Schlechten' - alle)!?

Hat jede/r erkannt was Römer 8,33-39 ganz praktisch und real erlebbar an Gläubige gerichtet meint und gebietet?
Glaubt ihr dieser Liebe, welche uns 'durch alle Böden hindurch' zum Besten dienen will, sie wirke das alles immer nur schmerzlos, einfach so ohne weiteres, sogar quer durch unser dem Wort voll entgegenlaufend und widersprechendem Verhalten mit hindurch???
Es gibt zu Römer 8,33ff halt auch unzählige, ganz allgemeine und ganz konkrete Verhaltens-Bedingungen, Einhalte die zu beachten sind, Leitplanken zu unserem Besten, welche Gott uns als Mittel und Aufträge zu unserer persönlichen Heiligung mitgibt, wie z.bsp. Kolosser 2,8, Römer 13,1-7;13+14, Titus 3,1; Jakobus 4,1-10; 2. Kor 6,14; oder solche die weltlichen Herren dienen 1. Tim 6,1 ohne diese dabei zu brandmarken, uvam., welche Stellen alle ja genau das Gegenteil gebieten, als sich in Weltpolitik und die Dinge der Obrigkeiten oder der eigenen Herren (Chefs) einzumischen sondern für sie zu beten und ihnen das Evangelium vorzuleben und bei passender Gelegenheit auch mündlich nahe zu bringen.

Im Gehorsam zum Wort, Zeit mit Beten und Flehen für alle Menschen und für Obrigkeiten zu verbringen, anstatt das anzuklagen, was einmal vom Herrn Jesus alles endgültig gerecht gerichtet wird, dient allen Mitmenschen und dabei auch unserer persönlichen Heiligung - wenn wir es denn auch tun.


Nein, niemand der nicht von dieser Welt ist und noch in dieser Welt steht der bleibt still und unsichtbar, sondern er lebt sein Leben lebendig und nach den Geboten des Gesetzes des Christus, wo er gerade ist und steht und nie nach den Mitteln und Wegen der Welt und/oder offen gegen die Systeme und Hoheiten der Welt.
Die gelebte Unterscheidung des Wortes tut grosse Not, ich vermisse das in der Christenheit sehr.

Den Thread Titel könnte man auch nennen: Weltverbesserung oder das Heil verkünden.
Erst wenn wir uns durch das Wort Heiligen (absondern) lassen, dann können wir auch in der Welt stehend vorwärts gehen und authentisch Christus wirken lassen.
Johannes 17,17 Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.


Die Probleme der Gläubigen in der Welt (und in der religiösen Welt besonders) war nie anders, deshalb wurden ja alle Briefe geschrieben und die Anwendungen für uns heute sind vielfältigst und zur glaubenden Umsetzung gegeben.

Beschäftigung im Kampf des Glaubens oder in den Beschäftigung des Lebens?
2. Tim 2,1: Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christo Jesu ist;
2. Tim 2,2: und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Leuten an, welche tüchtig sein werden, auch andere zu lehren.
2. Tim 2,3: Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Kriegsmann Jesu Christi.
2. Tim 2,4: Niemand, der Kriegsdienste tut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, auf daß er dem gefalle, der ihn angeworben hat.
2. Tim 2,5: Wenn aber auch jemand kämpft, so wird er nicht gekrönt, er habe denn gesetzmäßig gekämpft.
2. Tim 2,6: Der Ackerbauer muß, um die Früchte zu genießen, zuerst arbeiten.
2. Tim 2,7: Bedenke, was ich sage; denn der Herr wird dir Verständnis geben in allen Dingen.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Sa 3. Aug 2019, 19:17

Lieber KoS,

vielen Dank für deine ausführlichen Zeilen. Du schreibst:

KoS hat geschrieben:dass ich selber politische Gedanken und Ansichten habe ist klar. Ich gehe damit aber nicht in die Welt hinaus und auch unter Brüdern lass ich sie, es gibt sonst garantiert NUR STREIT; das beweisen und überführen euch die aktuell laufenden Threads ja selber.


Sicher können politische Meinungen zu Streit führen. Doch unter Christen kann auch Dogmatik oder Meinungen, wie bestimmte Passagen der Bibel auszulegen sind, zu Streitigkeiten führen. Es ist eigentlich weniger die Sache an sich, die zu Streit führt, sondern es ist die Haltung mit der diskutiert wird, die eine Rolle spielt. So gilt es sich immer wieder zu fragen, bin ich mir soo sicher, dass die meine Ansicht zu 100% die Richtige ist. Bei einer solchen krassen Fehleinschätzung kommt es so weit, dass ich Anderen zwanghaft meine Meinung überstülpen muss. Es kann "die richtige" biblische Lehre sein, es kann genau so "die richtige" politische Meinung sein. Bei einer solchen Zwanghaftigkeit, ist Streit vorprogrammiert. Gefragt ist einfach die nötige Bescheidenheit um sich einzugestehen, dass wir alle fehlbare Menschen sind.

So wünsche ich dir einen gesegneten Sonntag

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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon KoS » So 4. Aug 2019, 13:18

firebird hat geschrieben:Lieber KoS,

vielen Dank für deine ausführlichen Zeilen. Du schreibst:

KoS hat geschrieben:dass ich selber politische Gedanken und Ansichten habe ist klar. Ich gehe damit aber nicht in die Welt hinaus und auch unter Brüdern lass ich sie, es gibt sonst garantiert NUR STREIT; das beweisen und überführen euch die aktuell laufenden Threads ja selber.


Sicher können politische Meinungen zu Streit führen. Doch unter Christen kann auch Dogmatik oder Meinungen, wie bestimmte Passagen der Bibel auszulegen sind, zu Streitigkeiten führen. Es ist eigentlich weniger die Sache an sich, die zu Streit führt, sondern es ist die Haltung mit der diskutiert wird, die eine Rolle spielt. So gilt es sich immer wieder zu fragen, bin ich mir soo sicher, dass die meine Ansicht zu 100% die Richtige ist. Bei einer solchen krassen Fehleinschätzung kommt es so weit, dass ich Anderen zwanghaft meine Meinung überstülpen muss. Es kann "die richtige" biblische Lehre sein, es kann genau so "die richtige" politische Meinung sein. Bei einer solchen Zwanghaftigkeit, ist Streit vorprogrammiert. Gefragt ist einfach die nötige Bescheidenheit um sich einzugestehen, dass wir alle fehlbare Menschen sind.

So wünsche ich dir einen gesegneten Sonntag

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Vielen Dank lieber Firebird! Ich geniesse die Segnungen beim Zusammenkommen zum Herrn, zusammen mit Geschwistern die ebenso durch Glauben Ewig errettet sind, Ihn lieben und daraus und aus tiefer Dankbarkeit ab dieser Errettung auch nach Seinem Wort zu leben sich täglich aufs Neue bemühen.

Ja, Streit ist leider schnell da, egal wo, immer das Fleisch nicht im Tode gehalten wird, wobei ich den Kampf für den Glauben nicht als Streit sehe. Die Motive des Gegenübers sind uns meistens sowieso nicht klar.

Nicht um Streit zu vermeiden politisiere ich nicht, sondern weil es mir das Wort sagt.
Zudem leuchtet es mir absolut ein, mich nicht mit der Welt und ihren gottlosen Ideen auseinander zu setzen, wie man denn diese gefallene, unter dem Fluch stehende Welt (Staat) regieren soll; eine Welt die meinen Herrn aufs tiefste hasst und IHN ans Kreuz brachte und es wohl sofort heute noch wieder tun würde.

Diesen verlorenen Menschen aus der verdorbenen Welt kann und soll ich die Liebe Gottes, in der Barmherzigkeit Jesus Christus, als Antwort auf ihren Hass gegenhalten, aber auch unbedingt, dass sie unter dem Zorn des Heiligen Gottes sind und wenn sie nicht glauben ER sie einmal auf Ewig richten wird.
Also sollen diese aus der Welt sich nun heute selber richten, indem sie einsehen und Jesus Christus ihre Schuld bekennen und an Sein einmaliges Opfer am Kreuz glauben.

Ich wünsche dir auch den Genuss aller, den Kindern Gottes verheissenen, geistlichen Segnungen in den Himmlischen Örtern und einen guten Wochenstart.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Thelonious » Mo 5. Aug 2019, 19:13

Hallo KoS,

dann hast Du evtl. wesentliche Aspekte des Christseins in dieser gefallenen Welt vielleicht doch noch nicht so verstanden?

Du BIST Teil dieser Welt. Christen sind (zumindest noch) IMMER Teil dieser Welt. Ob Du gern mal davor die Augen verschliesst, kann ich nicht beurteilen.

Wir alle stehen in eindeutig in einem Unterordnungsverhältnis gegenüber den Trägern der weltlichen Macht mit all ihren auch politischen Komponenten, denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre. Also so, wie es Paulus in Röm. 13, 1-7 sagt

Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.
2 Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!
4 Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.
5 Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen.
6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind.
7 So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.
.

Dazu gehört auch, das man sich als guter Christ in seinem Umfeld u.a. politisch engagiert. Ich will das doch nicht etwa alles kampflos den Nicht-Christen überlassen! Du etwa? Das dann auch mal Streitigkeiten angesagt sein können, versteht sich von selbst. Ich stehe sogar auf eine gute Streitkultur.

Unter Gottes Wort kannst du dein

KoS hat geschrieben:...Nicht um Streit zu vermeiden politisiere ich nicht, sondern weil es mir das Wort sagt.
Zudem leuchtet es mir absolut ein, mich nicht mit der Welt und ihren gottlosen Ideen auseinander zu setzen, wie man denn diese gefallene, unter dem Fluch stehende Welt (Staat) regieren soll; eine Welt die meinen Herrn aufs tiefste hasst und IHN ans Kreuz brachte und es wohl sofort heute noch wieder tun würde...


also noch nicht einmal ansatzweise stehen lassen. Das Einbringen nach bestem Wissen und Gewissen in die diesbezüglichen Gremien ist also quasi Christenpflicht!

Einfach zum besseren Anschaulichmachen: selbstverständlich ist die Flüchtlingsrettung quasi ein christliches Gebot. Sich dazu nicht eingeben und sagen "nö, ich bin nicht von dieser Welt". Hey, das geht ja garnicht!

Gruß
Thelonious
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon KoS » Di 6. Aug 2019, 11:23

Thelonious hat geschrieben:Du BIST Teil dieser Welt. Christen sind (zumindest noch) IMMER Teil dieser Welt. Ob Du gern mal davor die Augen verschliesst, kann ich nicht beurteilen.

Ich bin nicht von dieser Welt und stehe in dieser Welt und gehe kein Joch ein mit dieser gefallenen, verdorbenen, bösen Welt und helfe dort wo Not ist und ich wirken kann und weise dort auf den Retter der Welt hin.
Ist das so schwer zu verstehen und zu unterscheiden?

Thelonious hat geschrieben:Wir alle stehen in eindeutig in einem Unterordnungsverhältnis gegenüber den Trägern der weltlichen Macht mit all ihren auch politischen Komponenten, denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre. Also so, wie es Paulus in Röm. 13, 1-7 sagt
Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.
2 Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!
4 Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.
5 Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen.
6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind.
7 So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.
.

Dazu gehört auch, das man sich als guter Christ in seinem Umfeld u.a. politisch engagiert.

Du sprichst von Unterordnung, zitierst einige Gebote des über dem Christen stehenden Gesetz Christi und rebellierst sogleich und voller Kraft wiederum voll dagegen an????
Erinnert mich an das Evaprinzip in Eden. Deine Entscheidung. Nenne das bitte nur nicht ein Gebot an Christen.

Zur Klarstellung:
Wikipedia hat geschrieben:Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen.[1] Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als Politik bezeichnet werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Politik


Thelonious hat geschrieben:Ich will das doch nicht etwa alles kampflos den Nicht-Christen überlassen! Du etwa? Das dann auch mal Streitigkeiten angesagt sein können, versteht sich von selbst. Ich stehe sogar auf eine gute Streitkultur.

DU willst das offenbarlich nicht ...

Ich für mich kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ich ergreife das ewige Leben, zu welchem ich berufen worden bin und bekannt habe das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.
Ich überlasse die bösen Weltsysteme (kosmos) dem Herrn, der den Sieg bereits erlangt hat und Sühne vollbracht ist.

Kämpfe du in der Welt gegen die Welt mit den Mitteln der Welt und du bist schneller nicht mehr unterscheidbar von der Welt als dass du meinst.

Ich weiss an was ich glaube und wem ich wie nachfolge:
2. Timotheus 4. Kapitel
1 Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christo Jesu, der da richten wird Lebendige und Tote, und bei seiner Erscheinung und seinem Reiche: 2 Predige das Wort, halte darauf in gelegener und ungelegener Zeit; überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre. 3 Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt; 4 und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und zu den Fabeln sich hinwenden. 5 Du aber sei nüchtern in allem, leide Trübsal, tue das Werk eines Evangelisten, vollführe deinen Dienst. 6 Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; 8 fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, welche der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tage; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieben.



Thelonious hat geschrieben:]selbstverständlich ist die Flüchtlingsrettung quasi ein christliches Gebot.
Und damit zeigst du einmal mehr, dass du immer noch nicht verstanden hast wo dein Wurm im thematischen Denken hier in diesem Thread ist.
Ich helfe, ja ich helfe IMMER! und JEDERZEIT! genau da wo ich stehe, die Not von Menschen sehe, ihnen direkt helfen kann.
>> Nie aber mit den Mitteln der Welt! <<
Politik ist ein Mittel aus, von und für 'unten'.
Wie Israel schon keinen Gott über sich haben wollte sondern die Mittel der Welt dem ihnen Gegebenen vorzogen:
>> Richter, Könige, Fürsten... usw. Fleisch bleibt Fleisch, es ändert sich durch noch so helfende Christianisierung nie. Heute will es Politiker, Regierungen, Räte, Gremien, Komissionen, Experten usw.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Di 6. Aug 2019, 14:34

Leider muss ich lesen, dass hier ordentlich auf den Mann gespielt wird. Es muss hier wieder sachlicher zu und her gehen, sonst fühle ich mich gezwungen hier zu schliessen.

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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Thelonious » Di 6. Aug 2019, 14:38

Du bekommst da was durcheinander., KoS. Einfach nur die Augen vor allem simpel verschliessen zu wollen, ist keine überhaupt empfehlenswerte, geschweige denn christliche Verhaltensweise.

Zur Klarstellung: Ich durfte mein Leben schon vor langer Zeit Jesus übergeben.
Das wir in einer gefallenen Welt leben, habe ich dir schon mehrfach geschrieben.
Irgendwo sind wir alle auch politische Menschen.

Trotzdem ist es quasi Christenpflicht sich - wie schon gesagt: nach bestem Wissen und Gewissen - im direkten oder auch weiter gefassten Umfeld mit eben all seinem Christsein einzusetzen. Das geht selbstverständlich nicht nur, aber eben auch besonders in politischen Gremien, in Verbänden usw. usw.

Die Augen zuzumachen und zu denken "ach, lass' die anderen man mal machen" wäre zumindest nicht mein Weg. Den all dass, was du sinngemäß mit "Pfui, Politik! ablehnst" bestimmt auch dein tägliches Leben. Und: ich bin froh über jeden Christen, der sich auch dazu eingibt und nach Kräften versucht jesuanische Massstäbe bei den entsprechenden Entscheidungen usw. einzubringen. Da ist nichts verwerfliches dran. Im Gegenteil!

Selbstverständlich weiß ich, wie weit dieser Weg gangbar ist, da brauche ich keinerlei Belehrungen von dir. In Allem gibt es den Punkt, wo man als Christ nicht mehr mitgehen kann.

Erst einmal sehe ich nur, dass du dich scheinbar sehr gern selbst mit frommen Worten schmückst. Was ist übrigens dein nächster Schritt? Monastische Weltflucht? ;)

Gruß
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Di 6. Aug 2019, 15:11

Lieber Thelonious,

so im Laufe der Jahrzehnte des Lebens hat sich bei mir und bei vielen Anderen auch, das bewahrheitet, was in Prediger 3 Verse 1 bis 8 steht.

1 Alles hat seine bestimmte Stunde,und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit: 2 Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte ausreißen hat seine Zeit; 3 Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Zerstören hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit; 4 Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; 5 Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; 6 Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; 7 Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit; 8 Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.

So frisch nachdem ich ein Kind Gottes geworden bin und mich des Heils in Jesus Christus gefreut habe, da habe ich viel Zeit im Gebet und mit Bibel Lesen verbracht. So um 20 herum war ich bezüglich Politik ein richtiger Grünschnabel und das war keineswegs ein Problem. Warum? Weil jetzt die Zeit da war für die intensive Gemeinschaft mit Gott.

Anhand dieser Gemeinschaft mit Gott habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, dass ich Gemeinschaft mit anderen Christen habe. Der in der Bibel vorgesehene Ort für Gemeinschaft mit Christen ist die Gemeinde. So gab es dann eine Zeit in der es darum ging, mich in einer Gemeinde zu integrieren.

In einer anderen Zeit war die berufliche Entwicklung an der Reihe.

Später gab es eine Zeit in der meine Familie wichtig war.

Und jetzt ist es Zeit für mich um mich für den 3. Lebensabschnitt vorzubereiten.

Wohl kaum gibt es in einem Menschenleben eine Zeit in der alles an der Zeit ist. Gott würde uns völlig überfordern, doch dies tut er nicht.

So freue ich mich einfach für KoS der die gemeinsame Zeit mit Gott so richtig entdeckt hat und darin aufgeht. Gott hat mit jedem Mensch seine Vorgehensweise wenn es darum geht, dass er wieder geerdet wird. Da dürfen wir Gott nicht dreinfunken.

Freundlicher Gruss
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon Thelonious » Di 6. Aug 2019, 15:49

Lieber Firebird,

soll dein vorstehend genannter post jetzt eine Argumentation dafür sein, dass Christen sich nicht politisch betätigen sollen. Eben weil Du Deinen Fokus jeweils in deinem Leben anders gelegt hast? Ist das die Kernaussage bezogen auf das Threadthema.

Selbstverständlich muss nicht jeder Christ z.B. in die Politik gehen. So habe ich das nicht gemeint. Aber die komplette Negierung (bei Dir waren es demnach ja wohl eher Zeitgründe) sich als Christ eben auch selbstverständlich ganz bewusst und wirkmächtig mit all seinem Christsein politisch zu betätigen, die verstehe ich nicht.

Das ist mir dann doch zu wirklichkeitsfern.

@ KoS und
@ Firebird

Was ist denn eurer Meinung nach mit den Christen die eben als Christen ganz bewusst politisch tätig sind. Ich meine jetzt selbstverständlich nicht nur so herausgehobene Personen wie die,. die auf Bundes- oder Kantonsbene tätig sind. Sondern aben auch die, die ganz brav und toll auf kommunaler Ebene ihre Dienste verstehen.

Gehen die eurer Meinung nach im
KoS hat geschrieben:...Joch ein mit dieser gefallenen, verdorbenen, bösen Welt...
?

Ich wünsche Dir, KoS, Gottes Segen für Deinen Weg. Sei aber froh, dass es Christen gibt, die wie vorstehend genannt unermüdlich tätig sind.

Gruß
Thelonious
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon firebird » Di 6. Aug 2019, 16:07

Thelonious hat geschrieben:Was ist denn eurer Meinung nach mit den Christen die eben als Christen ganz bewusst politisch tätig sind. Ich meine jetzt selbstverständlich nicht nur so herausgehobene Personen wie die,. die auf Bundes- oder Kantonsbene tätig sind. Sondern aben auch die, die ganz brav und toll auf kommunaler Ebene ihre Dienste verstehen.


Diejenigen die Gott in die Politik beruft, sollen unbedingt ihre Berufung wahrnehmen. Es braucht auch in der Politik Christen. Auch ein politisches Amt hat seine Zeit.

Grundsätzlich: Wenn ich etwas nicht erwähne, heisst es noch längstens nicht, dass ich dasjenige negiere.

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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon KoS » Di 6. Aug 2019, 17:08

Thelonious hat geschrieben:Erst einmal sehe ich nur, dass du dich scheinbar sehr gern selbst mit frommen Worten schmückst.

Wo?
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Frankfurt am Main 29.07.2019 und danach

Beitragvon KoS » Mi 7. Aug 2019, 06:13

Die Kolosser hatten schon grosse Probleme, sie liessen sich nur zu zu gerne von der gefallenen Welt instrumentalisieren und als Beute der gefallenen Welt wegführen, bis heute:
Kolosser 2. Kapitel
8 Sehet zu, daß nicht jemand sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und durch eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo.


Die vorgehenden 3 Verse zeigen auf was sie hatten und worin sie nicht lebten.

Was sie hatten:
Kolosser 2,5 Denn wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich doch im Geiste bei euch, mich freuend und sehend eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christum.


Was sie nicht taten:
Kol. 2,6 Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, 7 gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt in dem Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend in demselben mit Danksagung.


Die grosse Gefahr in welcher sie standen:
Kol. 2,8 Sehet zu, daß nicht jemand sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und durch eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo.




Man beachte in allen Briefen, dass sie als eigentliche Ursache zur Korrektur des den Empfängern bereits mündlich Gelehrten, dienten, d.h. die angeschriebenen Leser taten nicht das, was sie gehört und erkannt haben sollten, sondern taten nach ihren eigenen Gedanken und Lüsten.

Sollten wir die Briefe und ihre enthaltene Lehre nicht auch rigoros und ohne Kompromisse zu machen auf unser Leben anwenden und das tun was zu tun ist und das lassen, was zu lassen ist und die Freiheit zu nutzen?
Liebe Grüsse, KoS
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Re: In der Welt, aber nicht von der Welt

Beitragvon lionne » Mo 12. Aug 2019, 09:24

Diese Lehrerin war vielleicht auch nicht "von dieser Welt" (= gläubig), musste aber die volle Konsequenz dieser Welt (= in der Welt) über sich ergehen lassen!
>>> Neue Details zum syrischen Schüler (14) von Möriken AG, der seine Lehrerin verprügelte https://www.blick.ch/news/schweiz/mitte ... 16396.html
Man sieht: Nicht nur in Deutschland geht es drunter und drüber an der 'Flüchtlingsfront'.
editiert
LG lionne
Zuletzt geändert von firebird am Di 13. Aug 2019, 07:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: editiert wegen übermässig zynisch FAQ Pkt. 2
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