Migration nach Europa, wie weiter?

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » Mi 19. Jun 2019, 17:19

Hallo,

in das heute hineinverschobene "Migration nach Europa, wie weiter" passt dieses vermutete Neonazi-Mordgeschehen leider auch nicht hinein. Das würde - so sehe ich das - die Diskussion über diese tatsächliche Tragödie in gewisser Weise konterkarieren.

Die staatsanwaltliche Vermutung ist ja, dass ein wesentliches Mordmotiv des in Nazikreisen bekannten (vermutlichen) Täters die betont christliche Haltung des Opfers Walter Lübcke zu Migrationsfragen gewesen ist. Wie maximal verwerflich ist das denn!!!

Wenn diese Diskussion in den "Migrationsthread" untergeht, ist zumindest mir das ein klein wenig zu Nahe an der "Denke" des Täters. Das ist von mir sicherlich betont akzentuiert und selbstverständlich in keinster Weise ein Vorwurf oder so. Ich finde nur, dass wir in diesem Zusammenhang eben ganz besonders aufpassen müssen.

Deshalb habe ich hier hin hineinverschoben.

Vielen Dank auch für Dein weiteres Verständnis, lieber Firebird!

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Sa 22. Jun 2019, 09:20

Think about:
Es steht uns nicht zu (Wir haben keinerlei Recht), den 3.Welt Staaten ihre jungen fleissigen Männer zu nehmen!
Denn wer anders als die jungen und kräftigen Männer kann das eigene Land aufbauen und Frauen, Kinder, Eltern/Alte und Kranke versorgen und beschützen?
Gruss lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 21:16

lionne hat geschrieben:Think about:
Es steht uns nicht zu (Wir haben keinerlei Recht), den 3.Welt Staaten ihre jungen fleissigen Männer zu nehmen!
Denn wer anders als die jungen und kräftigen Männer kann das eigene Land aufbauen und Frauen, Kinder, Eltern/Alte und Kranke versorgen und beschützen?
Gruss lionne


Was willst du denn demnach mit all den jungen fleissigen Männern machen? Bzw. was hast Du alternativ -explizit dich gefragt- mit denen vor, lionne?

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 21:31

Warum, WARUM, lassen es hier im thread so viele an tatsächlichen christlichen Wertmaßstäben fehlen?

Leute, ich verstehe das nicht!!! Warum vergessen hier so viele christliche - viel wichtige jesuanischen Wertmaßstäbe und verteidigen nur so verzweifelt (meine Wahrnehmung) seine/ihr schweizerischen (genau so "gut" man man sagen "deutschen") Pfründe???

Wer hat es verdienst ein Schweizer (z.B. du Johelia") / eine Schweizerin (z.B. du lionne) zu sein?
(alternativ, wer hat es verdienst ein Deutscher (z.B. ich Thelonoious)zu sein?

Wer hat es verdienst ein Afghane, Syrer, Iraker, Kongolese, Marokkaner und und und so sein?

Leute, Antworten bitte.

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 22:32

Leute,

wer den (bildlich besprochen) sich an die Bordwand klammernden Hände auf die Hände tritt und sagt "ähm, dieses ist aber meine Schweiz (alternativ: mein D, AT oder was auch immer) soll sich bitte mal überlegen, wem er/sie was verdient. So verflüchtigen sich diese (unverdienten) Besitzstandwahrungen in null Komma nix, Oder?

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » So 23. Jun 2019, 22:57

Ich hab's ja schon weiter oben geschrieben:

(Zitat) Think about:
Es steht uns nicht zu (Wir haben keinerlei Recht), den 3.Welt Staaten ihre jungen fleissigen Männer zu nehmen!
Denn wer anders als die jungen und kräftigen Männer können das eigene Land aufbauen und Frauen, Kinder, Eltern/Alte und Kranke versorgen und beschützen? (Zitat Ende)
Schon mal darüber nachgedacht?
Gruss lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 23:02

lionne hat geschrieben:Ich hab's ja schon weiter oben geschrieben:

(Zitat) Think about:
Es steht uns nicht zu (Wir haben keinerlei Recht), den 3.Welt Staaten ihre jungen fleissigen Männer zu nehmen!
Denn wer anders als die jungen und kräftigen Männer können das eigene Land aufbauen und Frauen, Kinder, Eltern/Alte und Kranke versorgen und beschützen? (Zitat Ende)
Schon mal darüber nachgedacht?
Gruss lionne


Warum antwortest du nicht auf meine Fragestellung, lionne?
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » So 23. Jun 2019, 23:10

Soll ich mich etwa noch entschuldigen, dass ich in der Schweiz (und in eine rechtschaffene Familie) geboren wurde und eine (gute) Ausbildung geniessen durfte, dank der "Opfer" meines Vaters (und vorher der Opfer meiner Grossmutter und meines Grossvaters!) für seine Familie?

P.S. Nur so zur Orientierung: Meine Grosseltern waren Einwanderer (Ausländer damals), aus dem Tessin zugezogen in die Deutschschweiz! Soll ich da mal ein paar Müsterli schreiben, was damals so hier (in der CH) so abgegangen ist ???
Gruss lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 23:15

lionne hat geschrieben:Ich hab's ja schon weiter oben geschrieben:

(Zitat) Think about:
Es steht uns nicht zu (Wir haben keinerlei Recht), den 3.Welt Staaten ihre jungen fleissigen Männer zu nehmen!
Denn wer anders als die jungen und kräftigen Männer können das eigene Land aufbauen und Frauen, Kinder, Eltern/Alte und Kranke versorgen und beschützen? (Zitat Ende)
Schon mal darüber nachgedacht?
Gruss lionne


Lionne, um auch dir auch hierzu weiterzuhelfen. Christlichen Wertevorstellungen entspräche junge Menschen hier auszubilden / zu legitimieren, um diese zu befähigen, dann später in ihren Heimatländern entsprechende Strukturen aufzubauen.

Ich frage: was behagt die jetzt an dem "hier" wieder mal nicht?
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » So 23. Jun 2019, 23:16

Gott hat es gefallen, dass ich hier in der Schweiz geboren wurde. Ihm allein danke ich für seine Gnade; Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!
Gute Nacht,
lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 23:29

lionne hat geschrieben:Soll ich mich etwa noch entschuldigen, dass ich in der Schweiz (und in eine rechtschaffene Familie) geboren wurde und eine (gute) Ausbildung geniessen durfte, dank der "Opfer" meines Vaters (und vorher der Opfer meiner Grossmutter und meines Grossvaters!) für seine Familie?

P.S. Nur so zur Orientierung: Meine Grosseltern waren Einwanderer (Ausländer damals), aus dem Tessin zugezogen in die Deutschschweiz! Soll ich da mal ein paar Müsterli schreiben, was damals so hier (in der CH) so abgegangen ist ???
Gruss lionne


Endich, E N D L I C H sind wir an diesem Punkt. Es ist Gnade, dass du dort (mit all deiner Geschichte) leben darfst, wo du lebst (und ich gönne es dir).

(Und es ist Gnade, dass ich dort leben darf, wo ich lebe).

Wie UNCHRISTLICH, UNBARMHERZIG ist es aber - so wie du händeringend versuchst - jeden / jede anderen/andern davon zumindest argumentativ fernzuhalten.

Schäme dich oder kehre um.

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 23:31

lionne hat geschrieben:Gott hat es gefallen, dass ich hier in der Schweiz geboren wurde. Ihm allein danke ich für seine Gnade; Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!
Gute Nacht,
lionne


So viel christliche Impertinenz ist schwer zu ertragen
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » So 23. Jun 2019, 23:33

lionne hat geschrieben:Gott hat es gefallen, dass ich hier in der Schweiz geboren wurde. Ihm allein danke ich für seine Gnade; Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!
Gute Nacht,
lionne


Du dankst für eine Gnadengabe und verwehrst anderen Gnade?

Sorry, mein Magen!
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Mo 24. Jun 2019, 00:00

….wir sprechen offenbar nicht die gleiche Sprache! :D
Sei es wie es sei - ob christiliche Anmassung oder nicht: Alles was ich bin, bin ich aus Gnade und ohne Ihn kann ich nichts machen. Ich danke Gott jeden Tag (und jede Nacht) für alles! Alles: Meine Behinderungen, meine Krankheiten, meine Familie, meine Talente usw. usf...

lionne :praisegod:
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » Mo 24. Jun 2019, 00:10

lionne hat geschrieben:….wir sprechen offenbar nicht die gleiche Sprache! :D
Sei es wie es sei - ob christiliche Anmassung oder nicht: Alles was ich bin, bin ich aus Gnade und ohne Ihn kann ich nichts machen. Ich danke Gott jeden Tag (und jede Nacht) für alles! Alles: Meine Behinderungen, meine Krankheiten, meine Familie, meine Talente usw. usf...

lionne :praisegod:


Natürlich sind das Gründe für eine tiefgehende Dankbarkeit, lionne.

Meine Frage wäre, warum das nicht ebenso in eine Unterstützung für Hilfesuchende - hier konkret: Migranten - münde?. Oft ist es doch eben diese Dankbarkeit für erfahrene Gnade, die Menschen motiviert sich z.B. für Flüchtlingsprojekte einzusetzen..

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Mo 24. Jun 2019, 11:07

Thelonious hat geschrieben:Meine Frage wäre, warum das nicht ebenso in eine Unterstützung für Hilfesuchende - hier konkret: Migranten - münde?. Oft ist es doch eben diese Dankbarkeit für erfahrene Gnade, die Menschen motiviert sich z.B. für Flüchtlingsprojekte einzusetzen..


Du bist mir aber auch einer! :roll: Deiner Logik kann (und will) ich nicht folgen! Da steht mir wirklich nun der (mein) Verstand still, ab solcher Schlussfolgerung! :roll:

Willst du den Menschen noch vorschreiben, wie sie ihre Dankbarkeit (als Christen) zu manifestieren haben?
lionne (Ich machen hier einen Punkt! Mach du nicht ein Komma draus! :mrgreen: )
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » Mo 24. Jun 2019, 20:16

lionne hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Meine Frage wäre, warum das nicht ebenso in eine Unterstützung für Hilfesuchende - hier konkret: Migranten - münde?. Oft ist es doch eben diese Dankbarkeit für erfahrene Gnade, die Menschen motiviert sich z.B. für Flüchtlingsprojekte einzusetzen..


Du bist mir aber auch einer! :roll: Deiner Logik kann (und will) ich nicht folgen! Da steht mir wirklich nun der (mein) Verstand still, ab solcher Schlussfolgerung! :roll:

Willst du den Menschen noch vorschreiben, wie sie ihre Dankbarkeit (als Christen) zu manifestieren haben?
lionne (Ich machen hier einen Punkt! Mach du nicht ein Komma draus! :mrgreen: )


Du freust Dich ob der Gnade, die Du (und ich freue mich mit) erfahren darfst, lionne. Verweigerst aber - so verstehe ich zumindest bislang deine immer sehr ausgrenzenden Äußerungen - Menschen mit Migrationshintergrund die helfende Hand zu reichen. Echte Dankbarkeit geht anders, sorry - aber ist so.

Christlich wäre erfahrene Gnade weiterzugeben.

Gruß
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Mo 24. Jun 2019, 20:31

Hallo Lionne

Wer aus Gnade zwei Hemden und genug Speisen hat, für den gilt halt trotzdem noch das Wort Jesus an das Volk in Lukas 3.11

11 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso.


Gnade Gottes zu geschenkt bekommen, darf nicht Trennung bedeuten sondern soll verbindend werden, Früchte der Gnade dürfen verschenkt werden.


Grüsse Columba
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Di 25. Jun 2019, 18:29

Mal einen aktuellen Blick zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten - das christliche Abendland mit Bible-Belt und vielen Kirchen und wohltätige Christen:

USA lassen Hunderte Kinder wochenlang in Grenzlagern alleine


Die Kinder waren auf sich allein gestellt, und das seit Wochen. Das Grenzlager in Clint, Texas, war mit mehr als 300 Buben und Mädchen heillos überfüllt, und es fehlte an allem, an Essen, an Windeln, an Seife, an sauberen Kleidern, Zahnbürsten und Zahnpasta. Vor allem aber an Betreuungspersonal: Achtjährige Knirpse kümmerten sich um Babys und Kleinkinder. Dazwischen versuchten sie, einander gegenseitig zu beruhigen.



Man kann Merkel kritisieren, wie sie die Asylproblematik angegangen ist. Aber mir ist Frau Merkel immer noch lieber, als diese humanitäte Krise in Texas. Dort werden die Terroristen der Zukunft heranwachsen, wenn nicht sofort den Kindern geholfen wird. Wenn der Vizipräsident von Trump die Schuld einfach weitergibt, bessert sich nichts. Bevor die Verantwortlichkeit gerklärt ist, sollte erst mal geholfen werden.

Es gibt auch in Europa Problem mit der Betreuung von Kindern. Ich hoffe aber, dass nie solche extremen Sachen passieren wie in den USA und Australien. Letztes Jahr berichtete die NZZ z.B. über Nauru:

Flüchtlingskinder auf Nauru verlieren die Hoffnung und versuchen sich umzubringen

Verstörend ist, dass z.B. auch hier im Forum vor einigen Jahren eine Userin die Asylpolitik von Australien als gut befunden hat. ...und das als man schon wusste, wie schlimm die Auffanglager von Australien geführt werden.


Grüsse Columba
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Di 25. Jun 2019, 19:53

Thelonious hat geschrieben:Du freust Dich ob der Gnade, die Du (und ich freue mich mit) erfahren darfst, lionne. Verweigerst aber - so verstehe ich zumindest bislang deine immer sehr ausgrenzenden Äußerungen - Menschen mit Migrationshintergrund die helfende Hand zu reichen. Echte Dankbarkeit geht anders, sorry - aber ist so.

Christlich wäre erfahrene Gnade weiterzugeben.

:roll: :roll: :roll:
>>> s. weiter oben: Erhaltene Gnade so weitergeben, wie du es dir vorstellst/es meinst/es interpretierst!!!! :mrgreen: :roll: :roll:
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Di 25. Jun 2019, 19:55

Columba hat geschrieben:Hallo Lionne

Wer aus Gnade zwei Hemden und genug Speisen hat, für den gilt halt trotzdem noch das Wort Jesus an das Volk in Lukas 3.11

11 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso.


Und was macht der, der keine zwei Hemden hat, ja nicht mal eines? :shock: :roll:
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Di 25. Jun 2019, 20:42

Lionne,

ich glaube der Sinn von Lukas Zitat ist klar. Derjenige, der kein Hemd hat, muss auch keines der Schwester oder dem Bruder geben.

Grüsse Columba
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Mi 26. Jun 2019, 21:34

Anhand der aktuellen Geschehnisse i.S. Migration (>>> Mittelmeer!) stelle ich fest, dass da gewisse Kräfte sich einfach und wissentlich über Gesetzesvorschriften, -Behördenanweisungen u.ä. hinwegsetzen - und noch der Meinung sind, sie seinen im Recht! :shock:
Es wird immer dreister!
Gruss lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Fr 28. Jun 2019, 18:16

Theologieprofessor Körtner gegen Seenotrettung durch die EKD
Wien/Palermo (idea) – Der Wiener Theologieprofessor Ulrich H. J. Körtner hat Kritik an Forderungen geübt, die EKD solle ein eigenes Schiff zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge ins Mittelmeer entsenden. Dazu hatten Teilnehmer des (unsäglichen) Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund in einer Resolution aufgerufen. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), begrüsste die Entschließung. Wie er auf Facebook schreibt, hat auch der Rat der EKD die Resolution positiv aufgenommen. Ein Konzept, in welcher Weise die EKD sich in einem von einem breiten Bündnis getragenen Verein an einem solchen Schiff beteiligen kann, solle dem Gremium in seiner nächsten Sitzung im September vorgelegt werden. Laut Bedford-Strohm sollen sich dem Bündnis Kirchen, Organisationen, Kommunen und Einzelpersonen anschließen können. Auch die Einbindung „der in der Tradition ‚christlicher Seefahrt‘ stehender deutscher Reeder“ werde angestrebt. Körtner schrieb in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea, die Forderung nach einem kirchlichen Rettungsschiff entspringe ehrbaren christlichen Motiven: „Sie ist aber problematisch, weil sie die EKD zu einer Symbolpolitik mit fragwürdigen migrationspolitischen Folgen drängt.“ Menschen aus Seenot zu retten sei vornehmlich die Aufgabe staatlicher Küstenwachen, aber auch der EU. Diese komme ihren Verpflichtungen derzeit nur ungenügend nach. Der Einsatz privater Rettungsschiffe verdiene daher Respekt und Anerkennung.
Gelesen (Quelle) bei: idea.de online
Auch eine Meinung! Wir leben (noch) in einer Demokratie und da darf jede/r seine/ihre Meinung haben und auch kundtun, obwohl Teile der Gesellschaft ein fragwürdiges Demokratieverständnis haben!
LG lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Hanspeter » Mo 1. Jul 2019, 15:56

Menschen in Not MUSS geholfen werden! Ob die Menschen selbstverschuldet in Not geraten sind, ob sie politische Flüchtlinge gemäss Genfer Konvention oder sog. Wirtschaftsflüchtlinge sind, ob es Gesetze gibt, die dies verbieten, ob da jemand etwas dagegen hat, all dies ist absolut irrelevant! Die Rettung von Menschen in Not ist ein Gebot der Barmherzigkeit und eine christliche Pflicht! Wer das anders sieht, hat vom Evangelium nichts begriffen!

Dass Menschen, welche am Ertrinken, Verhungern, Verdursten sind, welche gefoltert und missbraucht werden, einfach ihrem Schicksal überlassen werden oder es sogar verboten wird, ihnen zu helfen, ist unmenschlich, unchristlich, und der europäischen christlichen Tradition absolut unwürdig!

Alle politischen und rechtlichen Fragen können nach der Rettung der Menschen angegangen werden! Zuerst aber müssen diese Menschen gerettet werden!

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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Hanspeter » Mo 1. Jul 2019, 16:14

lionne hat geschrieben:Anhand der aktuellen Geschehnisse i.S. Migration (>>> Mittelmeer!) stelle ich fest, dass da gewisse Kräfte sich einfach und wissentlich über Gesetzesvorschriften, -Behördenanweisungen u.ä. hinwegsetzen - und noch der Meinung sind, sie seinen im Recht! :shock:
Es wird immer dreister!
Gruss lionne



Klaus Bonhoeffer hat sich wissentlich über Gesetzesvorschriften und Behördenanweisungen hinweggesetzt. Er war damit zwar nicht im damals geltenden Recht und hat seinen Widerstand mit dem Leben bezahlt, aber die Geschichte gab ihm Recht! Es gibt Wichtigeres und Höheres als Gesetzesvorschriften und Behördenanweisungen!


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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » Mo 1. Jul 2019, 18:10

Hallo,

Carola Rackete - die Kapitänin der Sea-Watch 3 : eine mutige Frau bietet Salvini und den ganzen EU-Abschottungsfetischisten die Stirn. So was MUSS man unterstützen!

Ein beispielhafter Artikel findet Ihr hier.

VG
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon POW » Mo 1. Jul 2019, 19:54

Thelonious hat geschrieben:Hallo,

Carola Rackete - die Kapitänin der Sea-Watch 3 : eine mutige Frau bietet Salvini und den ganzen EU-Abschottungsfetischisten die Stirn. So was MUSS man unterstützen!

Ein beispielhafter Artikel findet Ihr hier.

VG
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Und auch diese Dame steht nicht über dem (italiensichen) Gesetz, dazu ein ausgezeichneter Artikel aus der NZZ, der alles auf den Punkt bringt.

Daraus zitiert:

Rackete ist mit ihrem Boot ohne Erlaubnis in italienische Hoheitsgewässer und anschliessend gar entgegen einem expliziten Verbot in einen italienischen Hafen eingedrungen. Dabei hat sie ein italienisches Patrouillenboot gerammt und dessen Besatzung gefährdet. Das ist ein unerhörter Rechtsverstoss und eine Missachtung, ja geradezu die Verhöhnung der italienischen Staatsautorität.

Und weiter:

Es ist erstaunlich, wie leichtfertig deutsche Prominente, Politiker und selbst der Bundespräsident übersehen, dass auch Italien ein Rechtsstaat ist, der legitimerweise seine Migrationspolitik selbst definiert, seine Grenze schützt und seine Gesetze durchzusetzen versucht.

Hier der Link zum Artikel:

https://www.nzz.ch/meinung/sea-watch-3-kapitaenin-rackete-steht-nicht-ueber-dem-gesetz-ld.1492805

Auch der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, hat dazu eine recht vernünftige Meinung:

Wenn die Kapitänin der `Sea Watch` gegen italienische Gesetze verstoßen haben sollte, wäre gegen ein Gerichtsverfahren im Prinzip nichts einzuwenden." Italien sei ein Rechtsstaat.

https://business-panorama.de/news.php?newsid=580593

Wer gegen die demokratische Gesetze eines Rechtsstaates verstößt und auch noch Menschenleben gefährdet, der ist kriminell und sollte auch als Krimineller verurteilt und bestraft werden.
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon POW » Mo 1. Jul 2019, 20:07

Hanspeter hat geschrieben:Menschen in Not MUSS geholfen werden! Ob die Menschen selbstverschuldet in Not geraten sind, ob sie politische Flüchtlinge gemäss Genfer Konvention oder sog. Wirtschaftsflüchtlinge sind, ob es Gesetze gibt, die dies verbieten, ob da jemand etwas dagegen hat, all dies ist absolut irrelevant! Die Rettung von Menschen in Not ist ein Gebot der Barmherzigkeit und eine christliche Pflicht! Wer das anders sieht, hat vom Evangelium nichts begriffen!

Dass Menschen, welche am Ertrinken, Verhungern, Verdursten sind, welche gefoltert und missbraucht werden, einfach ihrem Schicksal überlassen werden oder es sogar verboten wird, ihnen zu helfen, ist unmenschlich, unchristlich, und der europäischen christlichen Tradition absolut unwürdig!

Alle politischen und rechtlichen Fragen können nach der Rettung der Menschen angegangen werden! Zuerst aber müssen diese Menschen gerettet werden!

Hanspeter


Uno-Bericht - Mehr als 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht

https://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-weltfluechtlingsbericht-2018-70-millionen-menschen-auf-der-flucht-a-1273005.html

Und wenn die Flüchtlings-Problematik nicht an ihren Wurzeln angepackt wird, dann werden es Jahr um Jahr mehr Flüchtlinge werden. Hast du eine Lösung, für das, wofür es wohl keine Lösung geben wird, nur weitere humanitäre Katastrophen. Also weiter für diese Menschen nur Elend, Hunger, Leid und Hoffnungslosigkeit.

Und der Goldpreis steigt und steigt
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Hanspeter » Di 2. Jul 2019, 07:04

Lieber POW

Nein, ich habe keine Lösung. Ich sage nur, man kann die Leute nicht ver.recken lassen!

Man kann sie zurückschicken, woher sie gekommen sind, aber erst nach der Rettung! Nach Libyen kann man sie nicht zurückschicken, dort werden sie gefoltert, missbraucht oder umgebracht.

Ich pflichte dir bei, die Problematik muss an ihrer Wurzel angepackt werden.

Hanspeter
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon POW » Di 2. Jul 2019, 07:50

Hanspeter hat geschrieben:Lieber POW

Nein, ich habe keine Lösung. Ich sage nur, man kann die Leute nicht ver.recken lassen!

Man kann sie zurückschicken, woher sie gekommen sind, aber erst nach der Rettung! Nach Libyen kann man sie nicht zurückschicken, dort werden sie gefoltert, missbraucht oder umgebracht.

Ich pflichte dir bei, die Problematik muss an ihrer Wurzel angepackt werden.

Hanspeter


Das Evangelium, das ist ja nun kein Buch mit sieben Siegeln und Jesus Christus Worte und Reden an die Menschheit, sind diese, in ihren universellen Aussagen, nicht für jeden Menschen verständlich und glasklar formuliert?

Ich meine, bei über 2 (zwei) Milliarden Christen in dieser Welt, da müsste das Problem mit den Millionen von Flüchtligen doch relativ einfach zu lösen sein?

Und ich meine jetzt nicht nur die Christen, die ein Haus mit vielleicht noch beheizter Garage ihr eigen nennen...
(Ansonsten bliebe nur noch eine fundamentale Kapitalismus-Kritik, aber auch da wären wir, am ende, wieder bei Jesus und dem reichen Jüngling angekommen, siehe Markus 10.17, Matthäus 19.16, Lukas 18.18)

Hat der Tanz, auch vieler, zu vieler Christen, um das goldene Kalb jemals aufgehört?
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Di 2. Jul 2019, 09:22

Hanspeter hat geschrieben:Ich pflichte dir bei, die Problematik muss an ihrer Wurzel angepackt werden.

...soweit waren wir schon (vor Jahren) mal hier bei diesem Thema.... :mrgreen:
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Di 2. Jul 2019, 09:27

POW hat geschrieben:Und auch diese Dame steht nicht über dem (italienischen) Gesetz, dazu ein ausgezeichneter Artikel aus der NZZ, der alles auf den Punkt bringt.

Ganz genau! Für was sind Gesetze (Vorschriften, 'Internationales Recht, Verträge, etc....) da? :?:
Sellt euch doch mal das gleiche Szenario im Flugverkehr vor! Mal nur so als Kopfkino! :cry:
Aber eben:>>>> Alle Menschen sind gleich! Manche sind gleicher!
LG lionne
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon lionne » Di 2. Jul 2019, 09:55

Kapitänin Rackete steht nicht über dem italienischen Gesetz
In Deutschland (aber nicht nur in Deutschland! ;) ) ist die Empörung über die harte italienische Migrationspolitik gross. Doch diese hat dazu geführt, dass viel weniger Menschen im Mittelmeer ertrinken.
Und dass ist doch nun der springende Punkt.
Quelle/ganzer Artikel kann hier gelesen werden:
>>> https://www.nzz.ch/meinung/sea-watch-3- ... ld.1492805
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Hanspeter » Di 2. Jul 2019, 11:38

Was ist mit dem internationalen Seerecht? Steht das nicht über den italienischen Gesetzen?


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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon KoS » Di 2. Jul 2019, 13:54

Hanspeter hat geschrieben:Was ist mit dem internationalen Seerecht? Steht das nicht über den italienischen Gesetzen?


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Nicht an der Küste
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Di 2. Jul 2019, 14:11

Hanspeter hat geschrieben:Was ist mit dem internationalen Seerecht? Steht das nicht über den italienischen Gesetzen?

Hanspeter


Bei solchen Fällen gilt in erster Linie das internationale Seerecht. Sea-Watch 3 fährt unter NL-Flagge. Die Regelungen des int. Seerechts wurden von den Niederlanden angenommen. Des weiteren kommt noch die Flüchtlingskonvention dazu. Die Flüchtlinge haben das Recht auf einen sicheren Ort.

Unbestritten ist, dass die Rettungen in internationalen Gewässern stattfand. Von den 3 möglichen Ländern, die das Schiff hätte wählen können (Libyen, Tunesien, Italien), ist Libyen auzuscheiden. Unbestritten ist es kein sicherer Zielort bei Rettungen. Tunesien ist zwar etwas besser dran. Doch auch dort gibt es von verschiedenen Länder Warnungen betreffend Sicherheit. Die europäische Organisation Frontex z.B. ist deshalb auch nie mit geretteten Personen Tunesien angelaufen.

Bleibt also noch Italien. Sie müsste nach internationalem Rechtswesen das Flüchlingsschiff anlaufen lassen. Für den Kapitän des Schiffes muss es auch einen Ermessensspielraum geben, welchen Hafen er anläuft. Es kann nicht sein, dass diese rechtlichen Streitigkeiten der Kapitän oder hier die Kapitänin betroffen ist.

Die rhetorische Frage also, ob die Kapitänin Rackete über italienischem Recht stehe, ist daneben, denn zuerst geht es in erster Linie um int. Seerecht und Flüchtlingskonvention, die ausschlaggebebend sind.


Grüsse Columba
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Thelonious » Di 2. Jul 2019, 14:16

Wichtige Stimmen zu diesem diesbezüglich absolut inhumanen Geschehen der ital. Behörden (speziell wenn es um Humanität geht, sollte man über seinen kleinstaatlichen Tellerrand schauen können) :

Der dt. Bundespräsident Steinmeier in einem gestrigen ZDF-Interview

Es könne ja sein, dass es italienische Rechtsvorschriften gebe, wann ein Schiff einen Hafen anlaufen dürfe. „Nur: Italien ist nicht irgendein Staat. Italien ist inmitten der Europäischen Union, ist Gründungsstaat der Europäischen Union. Und deshalb dürfen wir von einem Land wie Italien erwarten, dass man mit einem solchen Fall anders umgeht“, sagte Steinmeier laut einem Bericht von zdf.de im Sommerinterview des Senders.
.

Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer„

Die Lebensretter auf See dürfen nicht kriminalisiert werden“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Seenotrettung sei eine humanitäre Verpflichtung und kein Verbrechen. „Das menschliche Drama im Mittelmeer verhindern wir, indem wir die Fluchtursachen bekämpfen und nicht wegsehen, wenn sich Menschen auf den lebensgefährlichen Weg in einen sicheren Hafen machen.“


Die Quelle.

Sorry für diese deutlichen Worte: Aber an alle, die hier so kleinkariert um ein "ähm, durfte die das? diskutieren: es ging auch hierbei ganz, ganz dringend um L e b e n s r e t t u n g. Das sollte bitte tatsächlich bedacht werden, bevor wieder vorschnell so wie "das Gesetz, das Gesetz!" zurückgeschrieben wird.

Denkt dabei auch ruhig an das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter.

Gruß
Thelonious
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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Di 2. Jul 2019, 14:17

KoS hat geschrieben:
Hanspeter hat geschrieben:Was ist mit dem internationalen Seerecht? Steht das nicht über den italienischen Gesetzen?


Hanspeter

Nicht an der Küste


Falsch, die Rettung fand in internationalen Gewässen statt. Da galt das int. Seerecht, bis die Geretteten in einem sicheren Hafen sind. Falls die Rettung in nationalen Gewässern stattgefunden hätte, wäre wahrscheinlich die Lage nicht viel anders. Wer in Not gerät, dem muss Hilfe geleistet werden. Falls in diesem Fall das int. Seerecht nicht anwendbar wäre, hat Italien sicher auch Gesetzesartikel "auf Lager", dass unterlassene Hilfeleistung bestraft würde.


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Re: Migration nach Europa, wie weiter?

Beitragvon Columba » Di 2. Jul 2019, 14:29

Ich finde es hier im Forum überraschen, wie inhuman einige Christen argumentieren. Recht, Recht, Recht und nochmals Recht. Aber nichts von der christlichen Pflicht, zu retten und Hilfe zu leisten. Das kann es ja nicht sein, dass der italienische Staat hier so verteidigt wird, mit diesem unethischen Verhalten.

Speziell für Christen gibt es halt immer ein Dilemma. Auch wenn man sagt, dass Hilfe die Menschenschmuggler animiert weiter zu machen, ist es unethisch, Hilfe zu verweigern. Wir dürfen doch nicht in einem verrückten unmenschlichen Game uns hinreissen lassen, die Schwächsten mit Entzug der Hilfe zu bestrafen. Das ist nicht christlich.

Lieber einige retten, die bei nachträglichen Untersuchungen als Nichtflüchtlinge betrachtet werden, als Unschuldige und Hilfsbedürftige ertrinken zu lassen.

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