Gespräch mit einer Wicca

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

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Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Giftzwerg » Sa 2. Feb 2019, 07:02

Gestern war ich beim HNO-Arzt (schlecht hören konnte ich schon immer gut), wo eine junge Frau mir gegenüber saß, die eine Kette trug, deren Anhänger, wie ich glaubte, ein Stern war. Ich hielt es für einen Davidstern und fragte sie, ob sie Jüdin sei? Sie war es nicht, sondern eine Wicca (https://de.wikipedia.org/wiki/Wicca). Wir unterhielten uns, bis ich aufgerufen wurde. Als ich aus dem Sprechzimmer kam, war sie weg.
Irgendwie hat sie mich beeindruckt, sodass ich mir jetzt einige Fragen stelle:

1. Gab es vor dem Gott Jahwe noch andere Götter, vielleicht zur selben Zeit?
2. Ist die Art, wie sie ihren Glauben praktiziert (ohne Kirche, nur nach dem gehend, was einem guttut), vielleicht auch etwas für mich? Brauchen wir überhaupt die "Institution Kirche"?
3. Wie viel vom christlichem Glauben hält einer sachlichen Überprüfung stand? Kann man Gott "beweisen"?
4. Brauchen wir überhaupt einen "Mittler" zwischen Gott und uns?

Fragen wie diese schießen mir seit gestern durch den Kopf. Was denkt Ihr darüber?
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Columba » Sa 2. Feb 2019, 09:56

Giftzwerg hat geschrieben:3. Wie viel vom christlichem Glauben hält einer sachlichen Überprüfung stand? Kann man Gott "beweisen"?


Ganz einfach: Ein Gott, der sich beweisen lässt, ist kein Gott. Gott kann nicht vereinnahmt werden, ein Geschöpf kann nicht den Schöpfer beweisen, nur der Schöpfer kann das Geschöpf beweisen. Dies macht Gott im 2. Mose ganz klar:
Exodus 3
13 Mose aber sagte zu Gott: Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage: Der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch gesandt, und sie sagen zu mir: Was ist sein Name?, was soll ich ihnen dann sagen?
14 Da sprach Gott zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und er sprach: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Ich-werde-sein hat mich zu euch gesandt.
15 Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Der HERR, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so soll man mich anrufen von Generation zu Generation.


und nochmals viel bildhafter:
Exodus 33

17 Und der HERR sprach zu Mose: Auch was du jetzt gesagt hast, will ich tun, denn du hast Gnade gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.
18 Da sprach er: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!
19 Er aber sprach: Ich selbst werde meine ganze Güte an dir vorüberziehen lassen und den Namen des HERRN vor dir ausrufen: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
20 Und er sprach: Du kannst mein Angesicht nicht sehen, denn ein Mensch kann mich nicht sehen und am Leben bleiben.
21 Dann sprach der HERR: Sieh, da ist ein Platz bei mir, stelle dich da auf den Felsen.
22 Wenn nun meine Herrlichkeit vorüberzieht, will ich dich in den Felsspalt stellen und meine Hand über dich halten, solange ich vorüberziehe.
23 Dann werde ich meine Hand wegziehen, und du wirst hinter mir her sehen. Mein Angesicht aber wird nicht zu sehen sein.


Einzig Gottes Sohn hatte man gesehen und war dieser nahe an der "Beweisbarkit". Doch gerade er ist auch nicht mehr beweisbar und damit vereinnahmbar: In Auffahrt und Pfingsten hat sich der Beweisbarkeit entzogen. Aber Gott bleibt nicht im Verborgenen, Mose spürt und weiss um Gottes Nähe, er spürt Gottes Güte und Gottes Herrlichkeit. ...und auch wir können Gottes Nähe, Güte, Liebe spüren, bezeugen - und weitergeben. Jesus Christus hat zu unserer Hilfe dies aber nicht nur spüren lassen sondern auch sehen lassen. Davon zeugen die Evangelien.

Der Versuch Gott zu beweisen, zeugt nur von Zweifel und Unglauben. Viele Religionen versuchten ihre Götter zu beweisen und brachten auch nur steinerne und metallene Statuen hervor.


Grüsse Columba
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » Sa 2. Feb 2019, 10:08

Hallo, Giftzwerg

Auch die modernen Hexen arbeiten mit der "Weisheit" der Magie. Und die Magie bringt ihnen Macht die sie anders nicht haben würden. Okkulte Kräfte stehen unter der Herrschaft von Mächten, die sehr bedenklich sind. Du hättest sie nach Jesus fragen sollen und ihre Reaktion darauf beobachten sollen.

Ob Weiße oder ob Schwarze Magie, sie haben dieselbe Quelle und die ist nicht Gott. Sondern sie führt von Gott weg.

Solche Magie ist genauso gefährlich wie Spiritismus. Weil man sich den Mächten öffnet, die höhere Kräfte bewirken können. Die man als erdgebunden bezeichnen könnte, von denen Jesus nichts Gutes aussagt. Diese Mächte werden durch die Magie angezogen. Ohne sie wäre alles wirkungslos.

Und wenn man voll da drin steckt, ist man einer gewissen Faszination unterlegen und kommt da schwer wieder raus. Und merkt die eigene Kluft zu Jesus und dem alleinigen Gott gar nicht mehr.

https://www.google.com/url?sa=i&source= ... 5786162117

Ein Erlebnisbericht bei ERF

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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon POW » Sa 2. Feb 2019, 10:24

Giftzwerg hat geschrieben:2. Ist die Art, wie sie ihren Glauben praktiziert (ohne Kirche, nur nach dem gehend, was einem guttut), vielleicht auch etwas für mich? Brauchen wir überhaupt die "Institution Kirche"?


Jeder darf und soll an das glauben, was immer er da will und möchte.
Aber ich würde diesen Wicca-Glauben im Pro und auch im Contra gründlichst überprüfen, ob sich das mit deiner Moral und Ethik, wie du dem Leben und auch immer den Menschen gegenüber stehst, wirklich vereinbaren lässt.
Vielleicht hierzu ein Zitat:

„Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sie glauben allen möglichen Unsinn.“
(Gilbert Keith Chesterton)

Mit ist dieser Wicca-Glauben neben dem ganzen Neo-Germanentum Gedöhns zu nahe am Nationalismus, zu nahe am Okkultismus und dem Glauben an eine Symbolik, die schon lange im Dämmer der Geschichte versunken ist.
Das ist kein drohend erhobener Zeigefinger gutmenschlicher Lebenshilfe, sondern stelle dir doch selbst einfach die uralte Frage:

Cui bono

Was du suchst, wirklich im Leben suchst aus deiner, falls vorhanden, Ethik heraus, das wird dich finden.
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » Sa 2. Feb 2019, 10:34

Hallo POW.
Ich finde darin hast du ein gesundes Empfinden.

Die geheimen Künste mit ihren Ritualen, das mag sogar lächerlich erscheinen, aber es zieht dunkle Mächte an, an denen du zweifelst.
Dunkle Mächte die wiederum vor Jesus weichen müssen, lässt man sie nicht in sein Leben herein. Diese Polarität, dieser Gegensatz zu Christus sagt schon alles.

Die Frau die in ERF berichtet, von ihren Erfahrungen, spricht von dunklen, bedrohlichen Schatten. Das Spektrum reicht je nach Mensch von nichts merken bis zu Bedrohungen mit massiven Ängsten.
Auch vom Mensch hängt es ab, ob er ein Medium für die höchste Stufe des Wicca werden kann. Was eine Art Begabung ist, aber keine positive.

Lg, otp
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon POW » Sa 2. Feb 2019, 10:40

onThePath hat geschrieben:Hallo POW.
Ich finde darin hast du ein gesundes Empfinden.

Die geheimen Künste mit ihren Ritualen mag sogar lächerlich erscheinen, aber es zieht dunkle Mächte an, an denen du zweifelst.

Lg, otp


Natürlich ist dieser Wicca-Kult völlig lächerlich, für mich jedenfalls. Magie und Okkultismus in einer nun wirklich unheilvollen Mischung, aber wenn man dem User Giftzwerg wenigstens ein wenig zum Nachdenken bewegen kann, dann ist doch schon viel getan.

Der Rest liegt in seiner Verantwortung als zur Vernunft begabter Mensch.
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » Sa 2. Feb 2019, 10:45

Da bin ich völlig deiner Meinung. Man muß wissen wo es lang geht und was man vermeiden muß um sich nicht selbst zu schaden.

Liebe Giftzwerg, überlege sorgfältig das Richtige und Heilbringende.
Lg, otp
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Giftzwerg » Sa 2. Feb 2019, 15:11

Columba hat geschrieben:Der Versuch Gott zu beweisen, zeugt nur von Zweifel und Unglauben. Viele Religionen versuchten ihre Götter zu beweisen und brachten auch nur steinerne und metallene Statuen hervor.


Seit meinen Erfahrungen mit den Mormonen bin ich, was Institutionen und Glauben angeht, eher etwas vorsichtig.
Zweifel kann auch etwas Gesundes sein, weil man dadurch nicht leichtgläubig wird.
Übrigens hatten wir uns eher philosophisch unterhalten. Sie wollte, obwohl ich gefragt hatte, nichts über ihren Glauben sagen, vielleicht, Aus Angst vor meiner möglichen Reaktion?

onThePath hat geschrieben:Hallo, Giftzwerg

Auch die modernen Hexen arbeiten mit der "Weisheit" der Magie. Und die Magie bringt ihnen Macht die sie anders nicht haben würden. Okkulte Kräfte stehen unter der Herrschaft von Mächten, die sehr bedenklich sind. Du hättest sie nach Jesus fragen sollen und ihre Reaktion darauf beobachten sollen.


Ich denke, magische Vorstellungen, die Vorstellungen an Wunder und "Übernatürliches", ist mehr oder weniger in allen Religionen, auch dem Christentum, zu finden. Man erzählt beispielsweise von den Wundern Jesu oder einiger Propheten. Belege, dass dieses wirklich geschehen ist, ich meine außerhalb der Bibel, gibt es nicht. Man muss also glauben. Und da liegt meiner Meinung das Problem darin, dass man auch versucht sein kann, etwas zu glauben, was Legende oder Märchen ist, man aber als absolute Wahrheit hält.
So war es zum Beispiel bei mir und der "göttlichen Berufung von Joseph Smith".

onThePath hat geschrieben:Ob Weiße oder ob Schwarze Magie, sie haben dieselbe Quelle und die ist nicht Gott. Sondern sie führt von Gott weg.


Als Mose seinen Stab zu einer Schlange werden ließ, war das keine Magie? Als Jesus über das Wasser ging, war das keine Magie?
Ich denke, wir sind von Magie und Wundern umgeben. Das "Wunder der Geburt", die "Magie der Musik", sind nur Beispiele dafür.

onThePath hat geschrieben:Solche Magie ist genauso gefährlich wie Spiritismus. Weil man sich den Mächten öffnet, die höhere Kräfte bewirken können. Die man als erdgebunden bezeichnen könnte, von denen Jesus nichts Gutes aussagt. Diese Mächte werden durch die Magie angezogen. Ohne sie wäre alles wirkungslos.


Du setzt Dein Vertrauen in Jesus, ich zudem noch in meinen gesunden Menschenverstand und meine Neugier. Ich will wissen, weil Wissen einem ein tieferes Verständnis gibt.

onThePath hat geschrieben:Und wenn man voll da drin steckt, ist man einer gewissen Faszination unterlegen und kommt da schwer wieder raus. Und merkt die eigene Kluft zu Jesus und dem alleinigen Gott gar nicht mehr.


Ich habe im Internet etwas Interessantes gefunden über Wicca und Christen:

https://www.allabouttheoccult.org/chris ... ca-faq.htm

Ich zitiere daraus einen Abschnitt in Deutsch:

Christian Wicca ist eine Kombination aus Wicca und einer Form des Christentums. Sie stützen ihre Praktiken auf die Bibel, Wicca, Kabbala und die gnostischen Evangelien. Die meisten Praktizierenden von Christian Wicca glauben, dass Gott uns durch den Vater, den Sohn und die Mutter offenbart wird. Sie glauben, dass der Heilige Geist weiblich ist und von vielen als spirituelle Mutter bezeichnet wird.


Das Interessante daran ist, dass der Heilige Geist, linguistisch betrachtet, wirklich weiblich ist, denn das Stammwort "Ruach" ist weiblich.

POW hat geschrieben:Jeder darf und soll an das glauben, was immer er da will und möchte.
Aber ich würde diesen Wicca-Glauben im Pro und auch im Contra gründlichst überprüfen, ob sich das mit deiner Moral und Ethik, wie du dem Leben und auch immer den Menschen gegenüber stehst, wirklich vereinbaren lässt.


Ich bin nicht an diesem Glauben interessiert, sondern betrachte diesen Glauben nur als Forschungsobjekt

POW hat geschrieben:Mit ist dieser Wicca-Glauben neben dem ganzen Neo-Germanentum Gedöhns zu nahe am Nationalismus, zu nahe am Okkultismus und dem Glauben an eine Symbolik, die schon lange im Dämmer der Geschichte versunken ist.
Das ist kein drohend erhobener Zeigefinger gutmenschlicher Lebenshilfe, sondern stelle dir doch selbst einfach die uralte Frage:

Cui bono


Wem es nützt? Vielleicht einigen, die damit viel Geld verdienen? Vielleicht einigen, die jenseits der monotheistischen Religionen etwas suchen, wo sie sich wiederfinden können? Oder vielleicht denen, die von den etablierten Kirchen enttäuscht sind. Gründe mag es viele geben.

POW hat geschrieben:Natürlich ist dieser Wicca-Kult völlig lächerlich, für mich jedenfalls. Magie und Okkultismus in einer nun wirklich unheilvollen Mischung, aber wenn man dem User Giftzwerg wenigstens ein wenig zum Nachdenken bewegen kann, dann ist doch schon viel getan.

Der Rest liegt in seiner Verantwortung als zur Vernunft begabter Mensch.


Auch in meinen Augen, andererseits frage ich mich, was Menschen dort suchen, und glauben gefunden zu haben? Serien wie "Charmed" oder "Sabrina, the Teenage witch" mögen zum kurzzeitigen Erfolg dieser Religion geführt haben, doch andererseits existieren diese Gruppen lange vor den Serien, waren erfolgreich.

onThePath hat geschrieben:Da bin ich völlig deiner Meinung. Man muß wissen wo es lang geht und was man vermeiden muß um sich nicht selbst zu schaden.

Liebe Giftzwerg, überlege sorgfältig das Richtige und Heilbringende.
Lg, otp


Ich habe nicht vor, zu denen zu gehen.
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » Sa 2. Feb 2019, 15:51

Es steht an dir, alles gemischt in einen Topf zu tun nach deinem Belieben. Aber es ist sicher Gift darunter.

Mag interessant sein aber führt irgendwohin wenn man es in seine Gedanken lässt.
Habe ja schon meine lange Informationsphase abgeschlossen.

Lg, otp
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Columba » Sa 2. Feb 2019, 17:45

Die Wicca-Bewegung ist eine Neuschöpfung von Gerald Gardner in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, zusammengestellt aus verschiedenen Philosophien, wie Taoismus, Zen, Holismus, Sufismus u. a. gepaart mit Okkultismus und Magie. Eine typische Bewegung des Neuheidentums, eher eine Philosophie als eine alte auferstandenen Religion.

Zeitlich kam die Wicca-Philosophie gerade richtig in die New-Age-Zeit, der esoterischen Wohlfühlbewegung.

Grüsse Columba


PS
Gerade bei diesen neuheidnischen Bewegungen bin ich vorsichtig, denn viele geraten leider oft nahe an faschistisches Gedankengut: Wir, die Erleuchteten - ihr Zurückgeblieben, die noch nicht so weit seid.
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon KoS » Sa 2. Feb 2019, 22:12

Columba hat geschrieben:
Giftzwerg hat geschrieben:3. Wie viel vom christlichem Glauben hält einer sachlichen Überprüfung stand? Kann man Gott "beweisen"?


Ganz einfach: Ein Gott, der sich beweisen lässt, ist kein Gott. Gott kann nicht vereinnahmt werden, ein Geschöpf kann nicht den Schöpfer beweisen, nur der Schöpfer kann das Geschöpf beweisen. Dies macht Gott im 2. Mose ganz klar:
Exodus 3
13 Mose aber sagte zu Gott: Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage: Der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch gesandt, und sie sagen zu mir: Was ist sein Name?, was soll ich ihnen dann sagen?
14 Da sprach Gott zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und er sprach: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Ich-werde-sein hat mich zu euch gesandt.
15 Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sprechen: Der HERR, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so soll man mich anrufen von Generation zu Generation.


und nochmals viel bildhafter:
Exodus 33

17 Und der HERR sprach zu Mose: Auch was du jetzt gesagt hast, will ich tun, denn du hast Gnade gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.
18 Da sprach er: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!
19 Er aber sprach: Ich selbst werde meine ganze Güte an dir vorüberziehen lassen und den Namen des HERRN vor dir ausrufen: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
20 Und er sprach: Du kannst mein Angesicht nicht sehen, denn ein Mensch kann mich nicht sehen und am Leben bleiben.
21 Dann sprach der HERR: Sieh, da ist ein Platz bei mir, stelle dich da auf den Felsen.
22 Wenn nun meine Herrlichkeit vorüberzieht, will ich dich in den Felsspalt stellen und meine Hand über dich halten, solange ich vorüberziehe.
23 Dann werde ich meine Hand wegziehen, und du wirst hinter mir her sehen. Mein Angesicht aber wird nicht zu sehen sein.


Einzig Gottes Sohn hatte man gesehen und war dieser nahe an der "Beweisbarkit". Doch gerade er ist auch nicht mehr beweisbar und damit vereinnahmbar: In Auffahrt und Pfingsten hat sich der Beweisbarkeit entzogen. Aber Gott bleibt nicht im Verborgenen, Mose spürt und weiss um Gottes Nähe, er spürt Gottes Güte und Gottes Herrlichkeit. ...und auch wir können Gottes Nähe, Güte, Liebe spüren, bezeugen - und weitergeben. Jesus Christus hat zu unserer Hilfe dies aber nicht nur spüren lassen sondern auch sehen lassen. Davon zeugen die Evangelien.

Der Versuch Gott zu beweisen, zeugt nur von Zweifel und Unglauben. Viele Religionen versuchten ihre Götter zu beweisen und brachten auch nur steinerne und metallene Statuen hervor.

Grüsse Columba
Danke Columba. Tiefgehender Beitrag.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » Sa 2. Feb 2019, 23:07

Leider kann es aber vorkommen, daß sich Götter durch Übernatürliches beweisen. Gerade das gehört doch zu okkulten Bewegungen.

Wenn allerdings diese Mächte dem Christen entgegenstehen, dann erweist sich die Macht des einzigen Gottes, der über allen Mächten steht.

Dann kann man bezeugen, daß Jesus diese Mächte besiegt hat, weil das eine eindrückliche Erfahrung ist. Es ist die Erfahrung der Apostel, die erleben, daß Jesus ihnen diese Macht gegeben hat. Diese Macht Gottes ist im schwachen Christen stark wenn er sie in Anspruch nimmt und innerlich gereinigt ist. Der durch Sünde geschwächte Christ kann nicht bestehen. Aber um nicht zu unterliegen: Seid wachsam.


Da ist es nicht verwunderlich, daß ausgerechnet ehemalige Okkultisten am eindrücklichsten Gottes rettende Macht erlebt haben.

Wohlgemerkt, es handelt sich um Machtkämpfe außerhalb unserer physischen Wirklichkeit, um Konfrontation der Macht Gottes mit der satanischen Macht, die man dann hautnah erlebt.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil verschiedene Gruppen von Okkultisten Christus, die christliche Lehre und die Christen als Schwächlinge bezeichnen.

Wer diese Machtkonfrontation noch nicht erlebt hat mag sie im Raum der Mythen ansiedeln und als Einbildung einstufen. Das traditionelle Weltbild ist aber so löchrig, löchrig genug um einen tiefen Eindruck von der überlegenen guten Macht Gottes zu bekommen, der sämtliche okkulte Mächte völlig unterlegen sind.

Was juckt mich also Wicca oder Satanismus ? Nein, das beeindruckt mich gar nicht . Aber um nicht zu unterliegen: Seid wachsam. Denn diese Mächte sind agressiv und eine Bedrohung.


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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Giftzwerg » So 3. Feb 2019, 07:59

onThePath hat geschrieben:Es steht an dir, alles gemischt in einen Topf zu tun nach deinem Belieben. Aber es ist sicher Gift darunter.


Man sollte in Religionen nur das auswählen, was einem guttut. Ein Beispiel:

Ich besuchte hier in Berlin einmal eine Baptistengemeinde, die von einem Amerikaner geleitet wird (Internationale Baptistengemeinde war das). In der Predigt sprach er von der Rolle von Frauen und Männern im Allgemeinen und der Ehe im Besonderen. Nach dem Gottesdienst fragte ich ihn, ob er das wirklich glauben würde, im Jahr 2010? Er bejahte es. Vorstellungen aus den Fünfzigern über Frauenrolle sind als Feministin nicht mein Ding, und so ging ich nie wieder hin.


Ein anderes Mal, ich glaube, es war 2015, besuchte ich eine moslemische Gemeinde der Ahmadiyya-Gemeinde. Trotz einiger Einschränkungen waren Frauen dort, wenn ich sie mit anderen Strömungen des Islams vergleiche, relativ gleichberechtigt. Ich fragte den Imam nach der Einstellung seines Glaubens zu Homosexualität und Transsexualität, und bekam denselben Mist zu hören, wie bei orthodoxen Juden, orthodoxen Moslems, und orthodoxen Christen. Auch dort sahen sie mich nie wieder.
Ich muss keiner Religion angehören, die Frauen in die Fünfziger verfrachten will, oder die mich ablehnt, weil ich so bin, wie ich bin!
Das ist einer der Gründe, warum ich keine Gemeinde, keine organisierte Religion will, sondern mir das raussuche, was gut für mich ist.
Und bis jetzt war noch nie Gift dabei!
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » So 3. Feb 2019, 10:35

Ich kann verstehen, daß du Kulte gut findest, die mächtige weise Frauen und weibliche Götter haben. Was wirklich bedenklich ist, ist tatsächlich diese Mischung mit Okkultismus und Magie. Ich meine nicht, man kann sich damit was Gutes tun. Verstehe aber auch deinen Konflikt mit orthodoxen Regeln, die dich betreffen.

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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Giftzwerg » So 3. Feb 2019, 11:07

onThePath hat geschrieben:Ich kann verstehen, daß du Kulte gut findest, die mächtige weise Frauen und weibliche Götter haben. Was wirklich bedenklich ist, ist tatsächlich diese Mischung mit Okkultismus und Magie. Ich meine nicht, man kann sich damit was Gutes tun. Verstehe aber auch deinen Konflikt mit orthodoxen Regeln, die dich betreffen.

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Ich finde KEINE Form von Kulten gut, ich studiere sie nur, um daraus zu lernen.
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » So 3. Feb 2019, 11:22

Als ich auf der Suche war, was ich glauben kann, beschäftigte ich mich gerne mit unterschiedlichen Lehren und dachte darüber nach. Aber Hexenkulte und Schamanismus betrachtete ich immer mit Vorsicht und Abstand. Auch weiße Magie ist nicht weiß und harmlos.

Du sagst ja selber, in der Esoterik herumprobiert zu haben. Ich habe den nötigen Abstand davor bewahrt wo ich Gefahren vermutete. Wenn man sich persönlich darauf einläßt wird es gefährlich. Ähnlich gefährlich wie aktiver Spiritismus. Auch Hexenkulte enthalten davon Elemente. Sogar die Lehren der Rosenkreuzer. Das kann nicht ungefährlich sein.

Lg otp
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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon Columba » So 3. Feb 2019, 12:27

Giftzwerg hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Es steht an dir, alles gemischt in einen Topf zu tun nach deinem Belieben. Aber es ist sicher Gift darunter.


Man sollte in Religionen nur das auswählen, was einem guttut. Ein Beispiel:



Ich weiss nicht genau, was Du da meinst. Ist es einfach ein Zusammenpicken von allem, was einem guttut?

Ich denke eher, es sollte ein Tieferschauen sein, durch die Strukturen der Kirchen und Gemeinden hindurch. Dort suchen, wo der Ursprung liegt. Darum habe ich die Mosetexte oben erwähnt: Erkennen, dass Gott sich den Strukturer immer wieder entzieht. Die baptistischen, katholischen, lutherischen, mormonischen Meinungen kritisch zu durchschauen und die menschlichen Lehren darin im Gespräch zu durchdringen und zum Grund des Glaubens vorzudringen. Wir alles suchen das "Eigentliche" und verstricken uns im "Uneigentlichen".

Nur im Glaubensgesprächen mit Gott und Mensch finden wir auch die Tiefe, denn zur Zeit "wandeln wir noch im Glauben und nicht im Schauen" (2. Korinter 5,7). Wir müssen und sollen nicht alles den Kirchen und Gemeinden glauben. Aber selbstbewusste auch in den Gemeinde eigene Glaubenszeugnisse geben ist wichtig. Auch wenn es manchmal abgelehnt wird.


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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon onThePath » So 3. Feb 2019, 21:10

Ich glaube nicht, daß man bei den Wicca gute Perspektiven finden kann um einen gesunden Glauben aufzubauen. Eher findet man längst Überwundenes. Es ist eine Neuauflage von längst überwunden Geglautem. Etwas, was seit Jahrtausenden den Glauben der Menschen beeinflusste.

Ich finde, bei Jesus finden wir die richtigen Perspektiven für unser Leben. Nicht das Okkulte und Esoterische hat Antworten.

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Re: Gespräch mit einer Wicca

Beitragvon bigbird » Mo 4. Feb 2019, 08:35

Der Giftzwerg/die Giftzwergin war eine alte Bekannte, ihr Ziel: irreführen, durcheinanderbringen und subtil ihr Gift zu versprühen! Sie war zwar sofort erkannt worden, hat aber noch eine Chance bekommen. Jetzt ist sie dauerhaft gesperrt. Darum schliesse ich hier diesen Thread.
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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