Retterbabys

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

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Retterbabys

Beitragvon Tulbi » So 8. Jun 2014, 21:30

http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/vid ... b76c6fd0f2

Es ist schon ein bisschen beschämend, dass aus dem Grund der Instrumentalisierung so ein medizinischer Fortschritt verhindert wird. Was denkt ihr daräuber? Habt ihr bessere Argumente gegen solche `Retterbabys` als die Politiker?

[Komischerweise einer der wenigen Punkte wo ich all die linken Politiker noch weniger als die Rechten verstehen kann ;)]
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Columba » Mo 9. Jun 2014, 08:55

Wie würdest es dir ergehen, wenn du das ganze Leben immer bewusst sein musst, dass Du nur und nur deshalb geboren wurdest, um deine ältere Schwester oder dein älterer Bruder zu retten? - Ok, gut, Du wirst zudem auch einem Psychiater oder Psychotherapeuten helfen, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.


Grüße Columba
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Johelia » Mo 9. Jun 2014, 15:41

Tulbi, da Du nun klar bewiesen hast, dass Du uns Christen hier im Forum absichtlich provozieren willst, (dritter Thread mit Provokation / Angriff zum Auftakt) gebe ich Dir hier nur eine Antwort.

Antwort:
Es ist schon extrem beschämend, dass auf Grund des medizinischen Fortschritts nun eine Instrumentalisierung der Medien stattfindet um die Profitgier der Medizin in der Frage des "legalen" Mordes (Abtreibung, Fristenlösung, Retterbabys,...) zu verschleiern. Unbedarfte werden mit Angst in die Mordfalle gelockt. Richtig Satanische Vorgänge :shock:

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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Remo » Mo 9. Jun 2014, 19:39

Ich bin irgendwie traurig, dass ich mich als Schweizer Bürger mit dieser Frage auseinandersetzen soll. Im Grunde kann ich einfach sagen: Gott ist der Herr über das Leben. Die ganze Pränataldiagnostik gehört verboten. Doch genau dann geht die Diskussion los und man muss aufpassen, dass man sich nicht den klaren Blick trüben lässt. Traurig, traurig.
Dennoch: Wüsste ich, dass mein Kind behindert auf die Welt kommt, auf welche Seite würde ich mich schlagen? - - - Ob es mir passen würde oder nicht: Gott hätte bereits entschieden, dass er das Kind auf dieser Erde haben will und ich es mit meiner Frau gross ziehen soll. Also: das Kind soll leben.
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Thelonious » Mo 9. Jun 2014, 19:50

Ich bin sehr froh, dass Gott uns mit 4 gesunden Kindern beschenkte.

Hinsichtlich der Fragestellung "was wäre wenn..." kann und möchte ich mich eindeutig Deiner, lieber Remo, Aussage

Remo hat geschrieben:...Dennoch: Wüsste ich, dass mein Kind behindert auf die Welt kommt, auf welche Seite würde ich mich schlagen? - - - Ob es mir passen würde oder nicht: Gott hätte bereits entschieden, dass er das Kind auf dieser Erde haben will und ich es mit meiner Frau gross ziehen soll. Also: das Kind soll leben.


anschliessen.

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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Mo 9. Jun 2014, 20:05

Columba hat geschrieben:Wie würdest es dir ergehen, wenn du das ganze Leben immer bewusst sein musst, dass Du nur und nur deshalb geboren wurdest, um deine ältere Schwester oder dein älterer Bruder zu retten?


(auch an Johelia!):

Ich würde viel lieber im Wissen dieser instrumentalisiertheit leben, als in der instrumentalisiertheit zu leben, in der fast jeder Mensch lebt; Eltern haben gerne ein Baby, weil sie denken, dass es sie glücklich macht.

Die `Retterbaby`-instrumentalisierung scheint mir zu einem hohen Grade sinnvoll, die `Die-Eltern-glücklich-machen`-instrumentalisierung ist da schon fragwürdiger...

Übrigens würden bei den allermeisten `Retterbabies` diese zwei Arten der Instrumentalisierung einhergehen.
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Mo 9. Jun 2014, 20:10

Remo hat geschrieben:Ich bin irgendwie traurig, dass ich mich als Schweizer Bürger mit dieser Frage auseinandersetzen soll. Im Grunde kann ich einfach sagen: Gott ist der Herr über das Leben. Die ganze Pränataldiagnostik gehört verboten.


Hallo Remo,

Nehme ich richtig an, dass für dich die Aussage `Gott ist der Herr über das Leben.` nur für das Leben vor der Geburt wirklich eine Rolle spielt? Oder würdest du beispielsweise auch eine simple Operation verdammen, welche ein kleines Kind das Leben rettet?
Wenn Nein, was ist genau der Unterschied?

Doch genau dann geht die Diskussion los und man muss aufpassen, dass man sich nicht den klaren Blick trüben lässt. Traurig, traurig.
Dennoch: Wüsste ich, dass mein Kind behindert auf die Welt kommt, auf welche Seite würde ich mich schlagen? - - - Ob es mir passen würde oder nicht: Gott hätte bereits entschieden, dass er das Kind auf dieser Erde haben will und ich es mit meiner Frau gross ziehen soll. Also: das Kind soll leben.

Wiederum: Würdest du auch einfache akzeptieren, wenn es eine einfache Operation/Eingriff geben würde, der dein Kind vor der Behinderung bewahren würde?
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Di 10. Jun 2014, 20:45

Ich glaube es habe sich hier zwei Themenfelder aufgetan:
1. Präimplantationsdiagostik
2. Die Instrumentalisierung eines Babys zur Rettung eines Kindes.

Es gibt da je eine Frage welche mich interessieren:

1. Was gibt es für Argumente (ausser dem schon angebrachten `Gott ist Herr über das Leben`) gegen die Implantationsdiagnostik?

2. Warum ist eine Instrumentalisierung zum Zwecke der Rettung eines Kindes bestürzend aber trivialere Instrumentalisierungen werden generell akzeptiert?
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Johelia » Mi 11. Jun 2014, 20:29

Tulbi hat geschrieben:Es gibt da je eine Frage welche mich interessieren:

1. Was gibt es für Argumente (ausser dem schon angebrachten `Gott ist Herr über das Leben`) gegen die Implantationsdiagnostik?

2. Warum ist eine Instrumentalisierung zum Zwecke der Rettung eines Kindes bestürzend aber trivialere Instrumentalisierungen werden generell akzeptiert?


1.) Das schon angebrachte `Gott ist Herr über das Leben`ist der einzige Grund der zählt und der Deine Frage abschliessend klärt. Weiteres ist nicht mit dem Christlichen Glauben vereinbar.

2:) Hier bist Du unklar was Du einander gegenüberstellst. Welche Instrumentalisierungen, konkret auf den Thread bezogen, Du als "generell akzeptiert" bezeichnest ist mir unklar. Bitte detailliere.

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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Mi 11. Jun 2014, 23:20

Johelia hat geschrieben:1.) Das schon angebrachte `Gott ist Herr über das Leben`ist der einzige Grund der zählt und der Deine Frage abschliessend klärt. Weiteres ist nicht mit dem Christlichen Glauben vereinbar.

Du hast den Diskussionsfaden bei dieser Besprechung abgebrochen, die Frage ist also sicherlich nicht abschliessend geklärt.

2:) Hier bist Du unklar was Du einander gegenüberstellst. Welche Instrumentalisierungen, konkret auf den Thread bezogen, Du als "generell akzeptiert" bezeichnest ist mir unklar. Bitte detailliere.


siehe HIER:

(auch an Johelia!):

Ich würde viel lieber im Wissen dieser instrumentalisiertheit leben, als in der instrumentalisiertheit zu leben, in der fast jeder Mensch lebt; Eltern haben gerne ein Baby, weil sie denken, dass es sie glücklich macht.

Die `Retterbaby`-instrumentalisierung scheint mir zu einem hohen Grade sinnvoll, die `Die-Eltern-glücklich-machen`-instrumentalisierung ist da schon fragwürdiger...

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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Meisterigel » Fr 13. Jun 2014, 14:17

Das Retterbaby Jesus ist doch super. Er kann jeden retten, der es will!

Jeder ist frei für solche Dienstleistungen das Land zu verlassen und sie dort in Anspruch zu nehmen. Solange es nicht die Krankenkassen zahlen müssen ist es mir egal. Man geht immer dahin wo das Gesetz am liberalsten ist.
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon lionne » Fr 13. Jun 2014, 15:43

Zum angesprochenen Thema habe ich erst kürzlich einen Film gesehen, der mich tief berührt hat: Beim Leben meiner Schwester
http://www.youtube.com/watch?v=j44_Y0OBnUw&feature=kp
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Meisterigel » Fr 13. Jun 2014, 22:44

Du hast nur einen Trailer verlinkt. Den Film gibt es hier
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Fr 13. Jun 2014, 22:44

Hallo Lionne,

Danke für den Link, was hast du aus dem Film mitgenommen? Und wie stehst du zu `Retterbabys`?
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon lionne » Sa 14. Jun 2014, 22:46

Der Film stellt wichtige (ethische) Fragen, insbesondere ob und inwiefern wir über fremdes Leben verfügen dürfen. Oder auch: inwiefern darf ein Mensch (nur) quasi als Ersatzteillager 'benutzt' werden.
Der Film ist sehr stark auf Emotionen, bzw. die 'Ueberwältigung' des Zuschauers ausgerichtet, Hollywood eben. Tolle schauspielerische Leistung von Cameron Diaz (nebst den beiden Schwestern!).
Der Zwiespalt der (einer) Mutter zwischen zwei Töchtern kam für mich zu wenig zur Geltung; dafür zeigt der Film eine (extreme) Verbissenheit der Mutter in Bezug auf die kranke Tochter.
Auf jeden Fall ein Film, der zum Nachdenken anregt, weil er tatsächliche Themen aufgreift. Ich war beim Sehen des Filmes froh, dass ich in meinem Leben nie mit der Grundthematik des Filmes konfrontiert wurde!
Einer der emotionalsten Filme, die ich je gesehen habe und welcher - davon bin ich überzeugt - auch hartgesottenen Zuschauer/-innen ab und an Tränen in die Augen trieb.
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Tulbi » Sa 14. Jun 2014, 22:56

Hallo Lionne,

Ich habe mich ein bisschen informiert und ich glaube, dass der Film wahrscheinlich zum Teil mit thematisch irrelevanten Argumenten gegen eine solche `Benutzung/Instrumentalisierung` vorgeht.
Natürlich ist es tragisch, dass sich die Mutter eine ihrer Tochter stärker zuwendet [aufgrund einer Krankheit] und die anderen vernachlässigt. Ich sehe aber nicht, wie dies im Zusammenhang mit dem `Retterbaby-tum` steht, hätte die Mutter die kranke Tochter nicht auch sonst bevorzugt behandelt [auch wenn die anderen Geschwister keinen Retterbaby-Status gehabt hätten]?

Ausserdem ist/wäre ein Retterbaby nicht gleich ein Retterbaby.
Wenn man einem Baby `nur` Stammzellen aus der Nabelschnur entfernt, dann wird das Baby höchst wahrscheinlich gar nicht von dem beeinflusst. Wenn man vom Kind dann aber erwartet eine Niere zu spenden, dann ist dies natürlich ethisch viel problematischer.
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon lionne » Di 15. Mär 2016, 07:07

Wieder mal im Programm:

Beim Leben meiner Schwester
>>> Mittwoch, 16. März, 20:15 - 22:25

http://www.teleboy.ch/programm/Sat.1chH ... -schwester

Wie gesagt, ein m.E. sehenswerter Film über die Thematik der 'Retterbabies' mit einer schauspielerischen Glanzleistung von Cameron Diaz!
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon Emily » Do 17. Mär 2016, 20:46

Habe den Film gestern gesehen und vor einiger Zeit auch das Buch gelesen,wobei das Ende im Film etwas anders war..aber sehr interessant...!!!
Bin irgendwie froh, dass es zur Zeit meiner Geburt so was noch nicht gab...
LG Emily
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch daselbst deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten!
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Re: `Retterbabys`

Beitragvon lionne » Do 17. Mär 2016, 21:37

Emily hat geschrieben:Habe den Film gestern gesehen und vor einiger Zeit auch das Buch gelesen,wobei das Ende im Film etwas anders war..aber sehr interessant...!!!
Bin irgendwie froh, dass es zur Zeit meiner Geburt so was noch nicht gab...
LG Emily

Ich habe mir den Film auch (nochmals) angesehen.... :shock:
Ich bin auch froh darüber, dass diese Sache zur Zeit meiner Geburt kein Thema war und dass ich und meine Familie nie mit solcher Thematik direkt konfrontiert worden sind.
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