Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Thelonious » So 16. Feb 2014, 21:49

@ Meta
@ SunFox

Eure letzten Entgleisungen hier habe ich gelöscht! Bitte unterlasst derartige "Tiefschläge"!

Alles weitere folgt ggf. per PN.

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » So 16. Feb 2014, 23:48

Meta's "Tiefschlag" habe ich noch mitbekommen und wollte noch was dazu sagen:

Bloß eine vorsichtige Frage, Meta... hast Du Dir den Film angesehen, auf den sich "Sunfox' Ansicht" bezieht? Denn nur so kannst Du seine Antwort oben verstehen.
In dem Film geht es ganz offen darum inwieweit zunehmender jetziger Antisemitismus von Juden nur "eingebildet" ist oder echt; das Gefühl verfolgt zu werden durch zusätzliches Angstmachen innerhalb der eigenen Reihen noch "unnötig" verstärkt wird, bzw. inwieweit wird die "Opferrolle" in der heutigen Zeit von bestimmten Organisationen (nicht Juden allgemein) eventuell auch genutzt.
Der Film hat das eben so rüber gebracht!

Im Prinzip ist es letztendlich fraglich, ob heutige - vor allem auch viele junge Juden - mit dem Holocaust als absolute Trauma-Vergangenheit im Rücken, heute richtig damit umgehen oder nicht etwa mit falscher Umgangsweise sich selbst noch mehr Schaden zufügen als eh schon für sie entstanden ist. Also diese innere Panik, dass es viele Menschen auf sie abgesehen haben, noch sinnlos und unbegründet verstärkt wird und damit der Glaube daran, dass eine Verfolgung wiederholt geschehen könnte.
In solchen Gedanken oder Erwartung zu leben, ist doch entsetzlich.

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Mo 17. Feb 2014, 10:49

Jeshu hat geschrieben:Im Prinzip ist es letztendlich fraglich, ob heutige - vor allem auch viele junge Juden - mit dem Holocaust als absolute Trauma-Vergangenheit im Rücken, heute richtig damit umgehen oder nicht etwa mit falscher Umgangsweise sich selbst noch mehr Schaden zufügen als eh schon für sie entstanden ist. Also diese innere Panik, dass es viele Menschen auf sie abgesehen haben, noch sinnlos und unbegründet verstärkt wird und damit der Glaube daran, dass eine Verfolgung wiederholt geschehen könnte.
In solchen Gedanken oder Erwartung zu leben, ist doch entsetzlich.

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Schwierig, wenn man versucht vorzuschreiben, wie Traumaverarbeitung zu geschehen hat. Vor allem wenn es nicht nur ein individuelles Trauma ist sondern auch ein "Volkstrauma". Noch schwieriger, wenn man das Trauma nur beim anderen sieht, wie Du hier bei den Juden!

Aber stell Dir einfach mal vor, Du wächst in einer Familie auf, einer jüdischen Familie oder einer Roma-Familie. Dein Vater hat all seine Geschwister und Eltern im Holocaust verloren. Wie ist es wohl dem Vater zu Mute all die Jahre hier in Europa, in Deutschland oder der Schweiz. Wie würdest Du es verarbeiten, im Wissen dass Deine Onkels und Tanten ermordet wurden. Vor allem auch heute, wo es wieder vermehrt rassistische Angriffe gegen alle auch damals verfolgten Gruppen gibt.

Das soll sich jeder mal selber vorstellen, ganz konkret sich in ein solches Familienumfeld eindenken, was das mit einem macht.


Dazu kommt noch ein weiteres Drama. Nicht nur Juden sind vom Holocaust betroffen, auch die Europäer, insbesondere die Deutschen. Im christlichen Europa fand der ungeheuerlichste, bewusst geplante Massenmord statt: In Europa haben wenige dagegen gekämpft, sondern nur mitgemacht oder weggeschaut. In der Schweiz zB wusste man genug davon, aber man machte nichts. Diejenigen die konkret helfen wollten, wurden teilweise selber dann geknebelt, wie der Fall Grüninger hier zeigte. In allen Ländern wusste man es, aber gerne wird es noch verdrängt, dass man es gewusst hat. In der Schweiz wurde die Historikerkommission um Bergier als links und als Netzbeschmutzer verschrieen, als sie die auch nicht rühmliche Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg erforschte. Auch hier wollte und will man sich nicht der eigenen Schuld in der Vergangenheit und Gegenwart bewusst werden.
Ich weiss auch, wie sich auch heute noch Kinder und Erwachsene in Deutschland mit der Kollektivschuld ihrer Eltern und Grosseltern nicht zurechtkommen. Das Thema Holocaust im Schulunterricht sein immer etwas "Komisches" gewesen, voll Scham der Lehrer vor dem vielen nicht Aussprechlichem. Auch das wird den Kindern übertragen.

Da wäre es besser, wenn sich das nichtjüdische Europa selbst mal an die Aufarbeitung machen würde als zu kontrollieren, ob jüdische Kreise es richtig machen. Sonst wird die Verfolgung schnell wieder da sein!


Auch viele christliche Theologen haben erkannt, dass man nach Holocaust nicht mehr gleich von Gott reden kann wie vorher. Zu viel Antisemitisches Denken lag in den Worten von Luther und Co. oder in den Liturgien der katholischen Kirche. Zu einfach machten es diejenigen konservativen Kräfte, die einfach behaupten, die Mittäter seien keine wirklichen Christen gewesen. Das ist so ein Persilschein, der fatal wirkt, Rückzug ins Innere, Abkehr in die Politik. Handkehrum sind es die gleichen konservativen christlichen Kreise, die die Obrigkeit als von Gott eingesetzt sehen und apolitisch bleiben, und legitimieren die nächsten Verfolgungen. Gerade dieser Obrigkeitswahn der Christen in der reformatorischen Tradition ist ein Grund für das Hochkommen der Hitlerbewegung.

Also auch die christliche Bewegung täte gut daran, zuerst nochmals gut die eigene Schuld anzuschauen und nicht den Juden, die Traumaverarbeitung vorzuschreiben. Dazu gehört auch die christliche Fetischismus mit Israel, wo das heutige Israel und die Juden wiederum für eigene Erlösungszwecke instrumentalisiert werden. Da haben wir ja genügend Threads im Forum. Aus Schuld vor den Juden sollen die nun auch Steibgbügelhalter für die christliche Erlösung werden, - das ist auch ein eigener Antisemitismus - auf dem Rücken der Juden zur Erlösung aufsteigen.


Grüsse Columba
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Di 18. Feb 2014, 11:59

Columba hat geschrieben:
Schwierig, wenn man versucht vorzuschreiben, wie Traumaverarbeitung zu geschehen hat. Vor allem wenn es nicht nur ein individuelles Trauma ist sondern auch ein "Volkstrauma". Noch schwieriger, wenn man das Trauma nur beim anderen sieht, wie Du hier bei den Juden!

Aber stell Dir einfach mal vor, Du wächst in einer Familie auf, einer jüdischen Familie oder einer Roma-Familie. Dein Vater hat all seine Geschwister und Eltern im Holocaust verloren. Wie ist es wohl dem Vater zu Mute all die Jahre hier in Europa, in Deutschland oder der Schweiz. Wie würdest Du es verarbeiten, im Wissen dass Deine Onkels und Tanten ermordet wurden. Vor allem auch heute, wo es wieder vermehrt rassistische Angriffe gegen alle auch damals verfolgten Gruppen gibt.

Das soll sich jeder mal selber vorstellen, ganz konkret sich in ein solches Familienumfeld eindenken, was das mit einem macht.

Dazu kommt noch ein weiteres Drama. Nicht nur Juden sind vom Holocaust betroffen, auch die Europäer, insbesondere die Deutschen. Im christlichen Europa fand der ungeheuerlichste, bewusst geplante Massenmord statt.
..........

Ich weiss auch, wie sich auch heute noch Kinder und Erwachsene in Deutschland mit der Kollektivschuld ihrer Eltern und Grosseltern nicht zurechtkommen. Das Thema Holocaust im Schulunterricht sein immer etwas "Komisches" gewesen, voll Scham der Lehrer vor dem vielen nicht Aussprechlichem. Auch das wird den Kindern übertragen.

Da wäre es besser, wenn sich das nichtjüdische Europa selbst mal an die Aufarbeitung machen würde als zu kontrollieren, ob jüdische Kreise es richtig machen. Sonst wird die Verfolgung schnell wieder da sein!


Hi, Columba!
Gut, dass Du so viele verschiedenste Aspekte einbeziehst, bzw. auch kannst.

Du musst als erstes wissen, mein „in Frage stellen“ der jüdischen Trauma-Verarbeitung ist ebenfalls hauptsächlich ein gedankliches Résumé bezüglich des Films. Vor allem in der Hinsicht, dass scheinbar viele Juden selbst sehr kritisch innerhalb ihrer eigenen Reihen sind.
Sowohl in Bezug auf "in sich selbst Angst vor Verfolgung unnötig forcieren" als auch, dass manch Versuch stattfand und -findet alle Vorkommnisse, die sich gegen Juden richten, nur dem Judenhass zuzuordnen, was aber objektiv gesehen falsch ist. Also eine Vorgehensweise an den Tag legen, die den Eindruck erwecken könnte, Juden wollten „PROFIT“ aus ihrer Vergangenheit schlagen, also damit wieder einen Angriffspunkt erzeugen. Sie gehen deshalb sehr vehement und unmissverständlich dagegen vor, weil sie diese „Gefahr“ erkennen.

Zweitens, ich bin Deutscher. Trage also seit meiner Geburt genau das Komplementär-Trauma der Schuld gegenüber Juden in mir, obwohl ich in meinem Alter bezüglich Holocaust gar nicht Schuld haben kann. Trotzdem werde ich deswegen oft ebenso gehasst, nur aus dem Grund, weil ich Deutscher bin.

Mein Opa hat damals gesagt, es wäre ihm völlig unmöglich einen Menschen zu töten. Sein „Einsatz“ wäre also komplett sinnlos, denn er würde ihn ohnehin verweigern. Also hat er sich solange „herunter“gehungert, bis er als „kriegsuntauglich“ galt.

Mein anderer Opa hat den Krieg nur mit viel Zufall überlebt und hat danach Haus und Hof verloren. Seine eigene Familie hat meinen Opa zuerst nicht erkannt, als er heimgekommen ist, so gezeichnet war er vom Krieg. Meine Familie hat Glück gehabt, dass seine Frau "nur" Mädchen (5) auf die Welt gebracht hat, denn seinerseits erzeugte Söhne wären vielleicht im Krieg gefallen (am Schluss waren teilweise nur noch deutsche halbe Kinder mit 14 Jahren in der „Schlacht“).

Wenn man solche „Geschichten“ auf sämtliche Einzelschicksale in Zeiten des Krieges überträgt und „hochrechnet“, wird es wirklich unbegreiflich.
Nicht nur für die Juden war alles entsetzlich, auch für die Deutschen selbst, der ganze Kriegszustand für die vielen anderen Länder, die Hitler angreifen ließ -
Er hat einfach in seinem völligen Wahnsinn alles zerstört.

Ich selber kann natürlich nichts ungeschehen machen, aber ich weiß, ich darf wenigstens in unserer Zeit nicht auch nur in geringster Weise Vorschub für eine Verfolgung einer Menschengruppe leisten, die nirgends Schaden anrichtet.
Man selbst kann vielleicht keinen Krieg in einem anderen Land verhindern, aber in der direkten Umgebung eventuell schon.

Eines der zehn Gebote heißt:
Das 9. Gebot -
"Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten"

und jeder weiß, was passiert ist:

"Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten nach falschem Zeugnis gegen Jesus, auf daß sie ihn töten könnten".

Jesus hängt für mich als „Mahnmal“ für uns Menschen am Kreuz.
Auch im Sinne der Judenverfolgung.

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Di 18. Feb 2014, 14:38

Jeshu hat geschrieben:Meta's "Tiefschlag" habe ich noch mitbekommen und wollte noch was dazu sagen:

Bloß eine vorsichtige Frage, Meta... hast Du Dir den Film angesehen, auf den sich "Sunfox' Ansicht" bezieht? Denn nur so kannst Du seine Antwort oben verstehen.
In dem Film geht es ganz offen darum inwieweit zunehmender jetziger Antisemitismus von Juden nur "eingebildet" ist oder echt; das Gefühl verfolgt zu werden durch zusätzliches Angstmachen innerhalb der eigenen Reihen noch "unnötig" verstärkt wird, bzw. inwieweit wird die "Opferrolle" in der heutigen Zeit von bestimmten Organisationen (nicht Juden allgemein) eventuell auch genutzt.
Der Film hat das eben so rüber gebracht!

Im Prinzip ist es letztendlich fraglich, ob heutige - vor allem auch viele junge Juden - mit dem Holocaust als absolute Trauma-Vergangenheit im Rücken, heute richtig damit umgehen oder nicht etwa mit falscher Umgangsweise sich selbst noch mehr Schaden zufügen als eh schon für sie entstanden ist. Also diese innere Panik, dass es viele Menschen auf sie abgesehen haben, noch sinnlos und unbegründet verstärkt wird und damit der Glaube daran, dass eine Verfolgung wiederholt geschehen könnte.
In solchen Gedanken oder Erwartung zu leben, ist doch entsetzlich.

LG
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ich habe Informationen gesammelt:
http://www.mena-watch.com/showentry/913 ... 9-November
http://www.gegendenantisemitismus.at/25012010.php
http://www.gegendenantisemitismus.at/ebbrecht.php
Zitat:
Islamismus oder das Regime im Iran und dessen Drohungen gegen Israel kommen darum gar nicht erst vor, genauso wenig wie der fortgesetzte Hass gegen Israel unter palästinensischen und arabischen ExtremistInnen. Der europäische Antisemitismus, der sich heute wesentlich als "Kritik" gegen Israel äußert, wird ebenfalls als israelische Einbildung vorgestellt. So wird die real existierende Bedrohung von jüdischen Menschen auf deutschen und österreichischen Straßen verleugnet und das gesellschaftsübergreifende Ressentiment gegen Israel verharmlost.

ich finde die Erinnerungen an die Shoa (Holocaust sollte man nicht verwenden, weil es Feueropfer heissen soll) sehr wichtig ! Egal wo auf dieser Erde, und in welchem Land, muss man alles Mögliche tun, um sowas zu verhindern !!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Di 18. Feb 2014, 15:17

Columba hat geschrieben:Schwierig, wenn man versucht vorzuschreiben, wie Traumaverarbeitung zu geschehen hat. Vor allem wenn es nicht nur ein individuelles Trauma ist sondern auch ein "Volkstrauma". Noch schwieriger, wenn man das Trauma nur beim anderen sieht, wie Du hier bei den Juden!

Aber stell Dir einfach mal vor, Du wächst in einer Familie auf, einer jüdischen Familie oder einer Roma-Familie. Dein Vater hat all seine Geschwister und Eltern im Holocaust verloren. Wie ist es wohl dem Vater zu Mute all die Jahre hier in Europa, in Deutschland oder der Schweiz. Wie würdest Du es verarbeiten, im Wissen dass Deine Onkels und Tanten ermordet wurden. Vor allem auch heute, wo es wieder vermehrt rassistische Angriffe gegen alle auch damals verfolgten Gruppen gibt.

Das soll sich jeder mal selber vorstellen, ganz konkret sich in ein solches Familienumfeld eindenken, was das mit einem macht.


Dazu kommt noch ein weiteres Drama. Nicht nur Juden sind vom Holocaust betroffen, auch die Europäer, insbesondere die Deutschen. Im christlichen Europa fand der ungeheuerlichste, bewusst geplante Massenmord statt: In Europa haben wenige dagegen gekämpft, sondern nur mitgemacht oder weggeschaut. In der Schweiz zB wusste man genug davon, aber man machte nichts. Diejenigen die konkret helfen wollten, wurden teilweise selber dann geknebelt, wie der Fall Grüninger hier zeigte. In allen Ländern wusste man es, aber gerne wird es noch verdrängt, dass man es gewusst hat. In der Schweiz wurde die Historikerkommission um Bergier als links und als Netzbeschmutzer verschrieen, als sie die auch nicht rühmliche Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg erforschte. Auch hier wollte und will man sich nicht der eigenen Schuld in der Vergangenheit und Gegenwart bewusst werden.
Ich weiss auch, wie sich auch heute noch Kinder und Erwachsene in Deutschland mit der Kollektivschuld ihrer Eltern und Grosseltern nicht zurechtkommen. Das Thema Holocaust im Schulunterricht sein immer etwas "Komisches" gewesen, voll Scham der Lehrer vor dem vielen nicht Aussprechlichem. Auch das wird den Kindern übertragen.

Da wäre es besser, wenn sich das nichtjüdische Europa selbst mal an die Aufarbeitung machen würde als zu kontrollieren, ob jüdische Kreise es richtig machen. Sonst wird die Verfolgung schnell wieder da sein!


Auch viele christliche Theologen haben erkannt, dass man nach Holocaust nicht mehr gleich von Gott reden kann wie vorher. Zu viel Antisemitisches Denken lag in den Worten von Luther und Co. oder in den Liturgien der katholischen Kirche. Zu einfach machten es diejenigen konservativen Kräfte, die einfach behaupten, die Mittäter seien keine wirklichen Christen gewesen. Das ist so ein Persilschein, der fatal wirkt, Rückzug ins Innere, Abkehr in die Politik. Handkehrum sind es die gleichen konservativen christlichen Kreise, die die Obrigkeit als von Gott eingesetzt sehen und apolitisch bleiben, und legitimieren die nächsten Verfolgungen. Gerade dieser Obrigkeitswahn der Christen in der reformatorischen Tradition ist ein Grund für das Hochkommen der Hitlerbewegung.

Also auch die christliche Bewegung täte gut daran, zuerst nochmals gut die eigene Schuld anzuschauen und nicht den Juden, die Traumaverarbeitung vorzuschreiben. Dazu gehört auch die christliche Fetischismus mit Israel, wo das heutige Israel und die Juden wiederum für eigene Erlösungszwecke instrumentalisiert werden. Da haben wir ja genügend Threads im Forum. Aus Schuld vor den Juden sollen die nun auch Steibgbügelhalter für die christliche Erlösung werden, - das ist auch ein eigener Antisemitismus - auf dem Rücken der Juden zur Erlösung aufsteigen.


Grüsse Columba


Danke !!
http://www.jcrelations.net/Ist+in+Ausch ... 0.html?L=2
Zitat:
Wir haben Israel zur Nichtexistenz verurteilt, indem wir uns alles angeeignet haben, was Israel gehörte — und, wie wir heute zu erkennen begonnen haben, auch weiterhin gehört. Und weil das Christentum und die Kirche über viele Jahrhunderte hinweg die Juden für nichtexistent erklärt haben, gab es auch von seiten der Christen und der Kirchen keinen Widerstand, wenn die Juden auch physisch vertrieben und ermordet wurden. Im Gegenteil: es gibt allzu viele Beispiele in der Kirchengeschichte, wo die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Juden gerade im christlichen Namen und Auftrag geschah.

Zitat:Aber dies ist ein ganz spezifisch christliches Thema. Und vor allem bedeutet es den Versuch, auf Elie Wiesels Anfrage zu reagieren.Warum haben Christen die Juden für nichtexistent erklärt? Ich glaube, die Antwort ist sehr deutlich: Weil die Christen glaubten (und vielfach noch glauben), selber dort zu stehen, wo die Juden stehen müssten, wenn sie existent wären. Die Christen glaubten, das "neue Israel" zu sein, das "wahre Israel"; dann musste aber das "alte Israel" vergangen sein, untergegangen in den Trümmern des von den Römern zerstörten Jerusalem. Die Christen glaubten, dass Gott sie in einen "neuen Bund" hineingestellt habe, durch den der "alte Bund" abgelöst und erledigt sei. Kurz gesagt: die Christen haben ein Selbstverständnis entwickelt, in dem für die Existenz des jüdischen Volkes kein Raum mehr war.


diesen ganzen Text sollten alle Christen lesen, damit sie erkennen, was sie tun !!!

Ich habe mich mit dem christlichen Antisemitismus intensiv beschäftigt, und war unglaublich geschockt.
Dann habe ich mir Informationen über das Judentum, dem Glauben von Jesus, gesammelt (Z.B. hier: http://www.hagalil.de ).
Was ich gefunden habe, war nochmals schrecklich. Das meiste, das Christen über das Judentum und Juden wissen, ist falsch und voller Vourteile. Das haben sie dann aber trotzdem überall verbreitet, bis heute, und das hat dann zur Shoa geführt!
Zitat von Jeshu:
Eines der zehn Gebote heißt:
Das 9. Gebot -
"Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten"
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Di 18. Feb 2014, 17:52

@ META

Hi Meta.
Also entweder Du nimmst Texte hier im Forum vorwiegend „subjektiv“ oder oberflächlich oder auch gar nicht auf. Tut mir leid, dass ich das so feststellen muss.

Die einzige Begründung, die mir zu Deiner aggressiven Antwort mir gegenüber einfällt ist, dass Du denkst, ich gehörte zu Christen, die den Juden die Schuld an Jeshuas Tod geben oder an irgendetwas anderem.
Das ist nicht so.

Ich habe lediglich menschliches Verhalten und vor allem welches dahin führt, wo Jeshua es nicht haben will, beurteilt.
Unbesonnenheit gehört für mich auch dazu. Denn sie führt zu unüberlegtem Handeln und fordert auf diese Weise der Unlogik wieder unüberlegtes Handeln und Aggression heraus.

Übrigens Zitat aus Deinen gesammelten Informationen:
„Anstatt u. a. ausgerechnet in New York, dieser kosmopolitischen Hauptstadt der Welt, nach Antisemitismus zu suchen, hätte Regisseur Shamir sich von Israel aus nur wenige Kilometer in die Westbank, nach Ägypten, Syrien oder in den Libanon begeben, einen Blick nach Saudi-Arabien oder auf die Propaganda des iranischen Regimes werfen müssen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie alltäglich und virulent hier Judenhass von einer Sorte zelebriert wird, wie er im Westen tatsächlich nur relativ selten zum Vorschein kommt.“


Meta, ich befinde mich oben gedanklich und auch gefühlsmäßig nicht in Israel, Ägypten, Syrien oder im Libanon, sondern mit der aktuellen Diskussion innerhalb von Europa, vergiss das bitte nicht.
Dass in anderen Regionen ein absolut eindeutiger, unverklärter Antisemitismus existiert, will ich in keinster Weise abstreiten.

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Di 18. Feb 2014, 18:27

Jeshu hat geschrieben:@ META

Hi Meta.
Also entweder Du nimmst Texte hier im Forum vorwiegend „subjektiv“ oder oberflächlich oder auch gar nicht auf. Tut mir leid, dass ich das so feststellen muss.

Die einzige Begründung, die mir zu Deiner aggressiven Antwort mir gegenüber einfällt ist, dass Du denkst, ich gehörte zu Christen, die den Juden die Schuld an Jeshuas Tod geben oder an irgendetwas anderem.
Das ist nicht so.

Ich habe lediglich menschliches Verhalten und vor allem welches dahin führt, wo Jeshua es nicht haben will, beurteilt.
Unbesonnenheit gehört für mich auch dazu. Denn sie führt zu unüberlegtem Handeln und fordert auf diese Weise der Unlogik wieder unüberlegtes Handeln und Aggression heraus.

Übrigens Zitat aus Deinen gesammelten Informationen:
„Anstatt u. a. ausgerechnet in New York, dieser kosmopolitischen Hauptstadt der Welt, nach Antisemitismus zu suchen, hätte Regisseur Shamir sich von Israel aus nur wenige Kilometer in die Westbank, nach Ägypten, Syrien oder in den Libanon begeben, einen Blick nach Saudi-Arabien oder auf die Propaganda des iranischen Regimes werfen müssen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie alltäglich und virulent hier Judenhass von einer Sorte zelebriert wird, wie er im Westen tatsächlich nur relativ selten zum Vorschein kommt.“


Meta, ich befinde mich oben gedanklich und auch gefühlsmäßig nicht in Israel, Ägypten, Syrien oder im Libanon, sondern mit der aktuellen Diskussion innerhalb von Europa, vergiss das bitte nicht.
Dass in anderen Regionen ein absolut eindeutiger, unverklärter Antisemitismus existiert, will ich in keinster Weise abstreiten.

LG
http://wJeshu


was ist das denn: http://www.hagalil.com/archiv/2014/02/10/redewendungen/
das geht bis 2014

und das: http://www.hagalil.com/archiv/2009/04/30/brauchtum/
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Di 18. Feb 2014, 19:21

Hi Meta!
Denk bitte einfach erst mal in Ruhe darüber nach, was ich Dir geschrieben habe, bevor Du nur "dagegenschießt".

Sei Dir bewusst, bei allem, was Du tust, schaut
nicht nur Gott Dir dabei zu, sondern auch der menschliche Satan.

D.h., zum Beispiel im Fernsehen aktiv und in aller Detailliertheit vor Verbrechen zu warnen, kann bei falschen "Zuschauern" (gerade den NICHT-Opfern") auch genau das Gegenteil auslösen:
Ui, toll, an diese Verbrechens-Variante habe ich selbst noch gar nicht gedacht, muss ich gleich mal ausprobieren, wenn so viele drauf reinfallen!

Dein Hinweis auf etablierte "Juden-Redewendungen" kann somit bei den falschen Menschen auch zu dem Schluss kommen "wird schon stimmen, wenn solche Redewendungen sogar "alltäglich" integriert sind".

Ich weiß, dass Du es nur gut meinst. Aber oft geht mit bestimmtem Verhalten auch der Schuss nach hinten los...

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Thelonious » Mi 19. Feb 2014, 22:18



Hallo Meta,

dieses ist bekanntermaßen ein Diskussionsforum. Und hier nur unkommentiert mit externen Beiträge verlinken ist eindeutig nicht die hier praktizierte Diskussionsweis. Bitte halte dich daran, danke.

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Mi 19. Feb 2014, 23:52

Thelonious hat geschrieben:


Hallo Meta,

dieses ist bekanntermaßen ein Diskussionsforum. Und hier nur unkommentiert mit externen Beiträge verlinken ist eindeutig nicht die hier praktizierte Diskussionsweis. Bitte halte dich daran, danke.

Thelonious - Senior-Mod.

ich finde es sehr wichtig, den eigenen geistigen Horizont zu erweitern, und das ist halt auch mit Links möglich. Beide Links ergänzen das Thema sehr gut. Ich finde es wichtig, dass sich jeder selber überzeugen kann, woher diese Informationen kommen.

Herr Rendtorff auf jcrelations bestätigt nur das, was ich auch selber über das Christentum herausgefunden habe.
Hagalil zeigt auf, wie der Antisemitismus leider im wirklichen Leben immer noch funktioniert.

So kann niemand behaupten, ich würde das alles nur zusammenfantasieren.
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon SunFox » Do 20. Feb 2014, 01:20

Liebe Meta, wir brauchen doch nur mal bisschen überlegen, wie denn unbewußt Antisemitismus gefördert wird!

Mal ganz aktuell hat sich doch folgendes zugetragen:

Da spricht der Präsident des EU-Parlaments, welches Amt im Moment der Deutsche Martin Schulz inne hat und was hat sich zugetragen?

In seiner Rede in der Knesset äußerte er folgendes:

"Ein junger Palästinenser habe ihm erzählt, das Israelis 4x mehr Wasser im Westjordanland zugeteilt bekommen wie Palästinenser." Und dann stellte er die Frage, ob dieses zutrifft! Er hat also lediglich nachgefragt!

Und was passiert darauf?

Einige Parlamentarierer verlassen die Knesset unter Protest und bezichtigen den EU-Präsidenten der Lüge! Für was denn bitte? Für eine Frage?

Der Wirtschaftsminister Naftali Bennett schreibt auf seiner Facebook-Seite dazu: "Ich fordere den Präsidenten des Europäischen Parlaments auf, sich von seinen beiden lügnerischen Äußerungen zu distanzieren.", und er wird auch wie folgt zitiert: "Ich akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen."

Tumulte und “Schande”-Rufe bei Rede von Martin Schulz in Israel

Man muß dabei immer bedenken, das Martin Schulz ja garnicht eine Behauptung aufgestellt hat, sondern er hat nachgefragt! Somit ist der Vorwurf von lügnerischen Außerungen ja garnicht gegeben!

Doch nun tut sich doch erst recht diese Frage auf, welche unbeantwortet blieb!

Dazu habe ich die Tage auf WDR2 eine Reportage zum Thema gehört, denn man wollte wissen was dran ist an dieser Frage die unbeantwortet blieb!

Ein Reporterteam hat Palästinenser im Westjordanland besucht und diese befragt! Man führte die Reporter zu einer Wasserleitung, welche die Häuser von Israelis im Westjordanland mit Wasser versorgt! Den Palästinenser wird ein Wasseranschluss an diese Leitung versagt, selbst wenn sie die Anschlusskosten selbst tragen würden!

Wie kommen die Palästinenser an Wasser? Es wird ihnen in Tankwagen geliefert und sie müßen dafür bezahlen und zwar umgerechnet 8 bis 9 Euro für eine gewisse Menge (habe vergessen wieviel es genau war)! Was würde das Wasser aus der Leitung für die gleiche Menge kosten? In etwa 1 Euro!

Viele Palästinenser können das kaum bezahlen und so ist ihr Wasser sehr knapp bemessen, am meisten leiden darunter Kinder und alte Menschen! Der befragte Palästinenser sagte, das die Israelis Gewächshäuser unterhalten, die gut bewässert werden können und sich sogar Schwimmbäder leisten können, aber man selbst kaum das eigene Vieh tränken kann! Dazu kommt, das es den Palästinensern auch verwehrt wird, das sie sich zu den bestehenden Zisternen zusätzliche bauen dürfen, um darin Regenwasser auffangen zu können!

So und nun meine Frage:

Nimmt man das Geschehen der Knessetrede und die Recherche von WDR2 zusammen, was wird dann automatisch damit gefördert?

Sympathie oder Antisympathie für Israel?

Also mich wundert es nicht, wenn viele eine gewisse Antisympathie für Israel haben, welche dann auch schnell zu einem Antisemitismus führen kann!

Auf der einen Seite beklagt man sich also über den zunehmenden Antisemitismus in Europa, man tut aber selbst nicht viel dafür, das es nicht dazu kommt, ja vielmehr arbeitet man in die falsche Richtung!

Ursache und Wirkung ist das Prinzip!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Do 20. Feb 2014, 15:15

...ein Beispiel wie in Ungarn unter Orban wieder Strassen nach Rechtsextremen und insbesondere einem Antisemiten Strassen benannt werden:

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/ue ... 1.18244672



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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Do 20. Feb 2014, 16:30

Meta hat geschrieben:
ich finde es sehr wichtig, den eigenen geistigen Horizont zu erweitern, und das ist halt auch mit Links möglich. Beide Links ergänzen das Thema sehr gut.
Ich finde es wichtig, dass sich jeder selber überzeugen kann, woher diese Informationen kommen.

Herr Rendtorff auf jcrelations bestätigt nur das, was ich auch selber über das Christentum herausgefunden habe.
Hagalil zeigt auf, wie der Antisemitismus leider im wirklichen Leben immer noch funktioniert.

So kann niemand behaupten, ich würde das alles nur zusammenfantasieren.


Meta, ich finde es auch wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern, aber so objektiv gesehen wie möglich eben!
Wenn eine Webseite schon den Untertitel "Jüdisches Leben online" hat, dann muss ich mich darauf vorbereiten, dass ich da eventuell eine recht subjektive "Auswahl" von Artikeln zu lesen bekomme. Die muss ja deshalb nicht falsch sein, aber deswegen trifft vieles von dem Inhalt, was den Deutschen da vorgeworfen wird auf mich und den Großteil der heutigen Deutschen trotzdem nicht zu.
Und zwar NULL.
Dass heißt, ich fühle mich als Deutscher von solchen Artikeln persönlich angegriffen und auch ständig für etwas angeklagt, für das ich definitiv nichts kann; bekomme darin den Eindruck, ich als Deutscher wäre förmlich dafür geboren Juden zu verfolgen und dass diese Einschätzung auch weiterhin "frisch" und möglichst so aufrecht erhalten bleiben soll. Selbst wenn sie nicht stimmt.

Sunfox Beispiel oben belegt mein eigenes Empfinden auch recht realistisch, denn das ist keine Szene aus dem Mittelalter, sondern aktuell. Uns Deutschen wird nach wie vor, selbst wenn wir das wirklich tunlichst zu vermeiden suchen, einfach eine gewisse antisemitische "Grundhaltung" weiterhin unterstellt und darauf völlig hysterisch reagiert. Und was kommt dabei raus? Mist - sonst nichts.
So kommen wir alle doch nicht vorwärts!

Jede Form von Verharmlosung von Antisemitismus darf nicht passieren, keine Frage, aber alles ungerechtfertig oder künstlich in die andere Richtung "aufzubauschen" sollte genausowenig geschehen, wenn man wirklich zueinander finden will.
Ein "Du bist Schuld", wenn es einfach nicht mehr wahr ist, ist irgendwann auch kein Friedensangebot mehr.
Oder, was meinst Du, aus welchem Grund Jesus so viel vergeben hat?
Damit irgendwann Friede herrschen kann.

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Do 20. Feb 2014, 17:24

...nochmals eine ganz aktuelle Sicht auf den Antisemitismus:

Stereotype, Diffamierungen, Schuldzuweisungen und Übergeneralisierungen: »Antisemitismus ist ein Glaubenssystem«

http://www.juedische-allgemeine.de/arti ... w/id/18418

Das Zitat aus dem Artikel fasst es, glaube ich, ganz gut zusammen:
Der Judenhass ist Teil des kulturellen Codes vieler Menschen und gehört seit Jahrhunderten ungebrochen zum kommunikativen Gedächtnis der abendländischen Gesellschaft. Dagegen helfen oft weder Bildung noch Intelligenz.



Grüsse Columba
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Do 20. Feb 2014, 17:49

Hier noch der Offene Brief des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes an den neuen Präsidenten Liebrand, des Präsidenten der JSVP (der Jungen SVP).

http://www.swissjews.ch/pdf/de/praevent ... ebrand.pdf

Darin ist vor allem interessant die Zusammenhänge zwischen Verschwörungstheorien und Antisemitismus. Wir kennen es auch hier aus dem Forum, wie schnell Verschwörungstheorien verbunden werden mit Freimaurererei, Bilderberger und Hochfinanz und dann ist man schnell auch bei den Juden als Bankers und Weltregierung.

Verschwörungstheorien haben in der Vergangenheit oft die Juden an allem Ungeist gesehen. Das ist so, und es ist immer noch oft so. Es ist einfach wichtig, dass man die Augen offenhält.


Grüße Columba



PS
Interessant ist auch, dass Verschwörungstheorien oft auch vermischt ist mit viel Esoterik (siehe vor allem im hier genannten und zum Glück meist wegmoderierten Kopp-Verlag). Esoterik selbst, auch das haben wir hier kürzlich gesehen ist oft auch durchdränkt von Antisemitismus. Als Grundlage hier ein guter Artikel darüber:
http://soziologie.ch/sozmag/sozmag-3/es ... semitismus
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Thelonious » Do 20. Feb 2014, 21:29

SunFox hat geschrieben:Mal ganz aktuell hat sich doch folgendes zugetragen:

Da spricht der Präsident des EU-Parlaments, welches Amt im Moment der Deutsche Martin Schulz inne hat und was hat sich zugetragen?

In seiner Rede in der Knesset äußerte er folgendes:

"Ein junger Palästinenser habe ihm erzählt, das Israelis 4x mehr Wasser im Westjordanland zugeteilt bekommen wie Palästinenser." Und dann stellte er die Frage, ob dieses zutrifft! Er hat also lediglich nachgefragt!

Und was passiert darauf?

Einige Parlamentarierer verlassen die Knesset unter Protest und bezichtigen den EU-Präsidenten der Lüge! Für was denn bitte? Für eine Frage?


Für eine Lüge, SunFox - für eine Lüge!!

Ich habe mich - deutscher so wie du, so wie Martin Schulz - maximal für Teile dieser Rede geschämt!

Ein deutscher Politiker - Martin Schulz - hält in deutscher Sprache eine Rede in der Knesset. So weit so gut - dass dieses eine besondere Beachtung findet, ist selbsterläuternd.

Was macht dieser unsägliche Martin Schulz? Er bringt diese Geschichte eines palästinensischen Jugendlichen, der gesagt hätte, ein Israeli könne am Tag 70 Liter Wasser verbrauchen, ein Palästinenser lediglich 17 Liter.

Dann gab Schulz tatsächlich zu, diese Zahlen nicht geprüft, also überhaupt nicht hinterfragt zu haben!

Was soll man davon halten? Handelt es sich "nur" um Dummheit.

Noch einmal: die Grundkonstellation lautet "Deutscher / Rede in deutsch (also die Sprache des Tätervolks) / Knesset".
Da würde jeder Redner jede Aussage, jedes Wort zuvor maximal prüfen. Und so ein Politprofi wie M. Schulz als Präsident des EU-Parlaments kolportiert ungeprüfte Aussagen, die er (angeblich) irgendwo aufgeschnappt hat?

Wie (zumindest) peinlich ist das denn?

Da schüttelt es mich wirklich!!! Dich etwa nicht???

Und du bringt so etwas wirklich als Argumentationshilfe für
SunFox hat geschrieben:...wir brauchen doch nur mal bisschen überlegen, wie denn unbewußt Antisemitismus gefördert wird!
???
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Do 20. Feb 2014, 22:44

Thelonious hat geschrieben:Für eine Lüge, SunFox - für eine Lüge!!

Ich habe mich - deutscher so wie du, so wie Martin Schulz - maximal für Teile dieser Rede geschämt!

Ein deutscher Politiker - Martin Schulz - hält in deutscher Sprache eine Rede in der Knesset. So weit so gut - dass dieses eine besondere Beachtung findet, ist selbsterläuternd.

Was macht dieser unsägliche Martin Schulz? Er bringt diese Geschichte eines palästinensischen Jugendlichen, der gesagt hätte, ein Israeli könne am Tag 70 Liter Wasser verbrauchen, ein Palästinenser lediglich 17 Liter.

Dann gab Schulz tatsächlich zu, diese Zahlen nicht geprüft, also überhaupt nicht hinterfragt zu haben!

Was soll man davon halten? Handelt es sich "nur" um Dummheit.

Noch einmal: die Grundkonstellation lautet "Deutscher / Rede in deutsch (also die Sprache des Tätervolks) / Knesset".
Da würde jeder Redner jede Aussage, jedes Wort zuvor maximal prüfen. Und so ein Politprofi wie M. Schulz als Präsident des EU-Parlaments kolportiert ungeprüfte Aussagen, die er (angeblich) irgendwo aufgeschnappt hat?

Wie (zumindest) peinlich ist das denn?

Da schüttelt es mich wirklich!!! Dich etwa nicht???

Und du bringt so etwas wirklich als Argumentationshilfe für
SunFox hat geschrieben:...wir brauchen doch nur mal bisschen überlegen, wie denn unbewußt Antisemitismus gefördert wird!
???


Bitte fair bleiben!

1. Dass deutsch gesprochen wurde, ist garantiert vom Protokoll abgesprochen und abgesegnet worden. Es braucht ja auch Vorbereitung und Übersetzungen. In der Regel ist jedes Detail bei Staatsbesuchen und ähnlichen Besuchen bis ins kleinste Detail geregelt. Wenn es hier Verwirrung gegeben hat, dann ist das ein Punkt, der von den Protokollleuten auf der Seite von Israel übernommen werden muss.

2. Dass fragwürdige Zahlen verwendet wurden, ist so. Aber dass sie einfach igendwo aufgeschnappt wurden ist auch nicht wahr. Die Wasserfrage ist schon seit Jahrzehnten umstritten, verschiedenste Zahlen existieren auch von unabhängigen Seiten. Aber die Zahlen von Schulz einfach mit einer Lüge abzutun, ist unfair, denn es sind sehr komplexe Verhältnisse, wo es auch viele Ungerechtigkeiten hat. Darüber ist unterdessen viel geschrieben worden. Der folgende Artikel zeichnet die Pobleme gut auf, kann aber auch nicht alles genau beantworten: http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... /seite-all

Es muss auch erlaubt sein, die Politik Israels, z.B die Siedlungspolitik oder auch die Wasserpolitik, zu kritisieren. Nicht zielführend für einen Frieden ist es, nur einseitig die Problematik anzuschauen. Das ist unfair. Da schüren leider auch verschiedene polemische christlich-jüdischen Infodienste, wie z.B. Israel heute, den Streit.


Grüße Columba
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Do 20. Feb 2014, 23:06

Heute nachmittag habe ich aus einer jüdischen Zeitung zitiert vom Judenhass als "kultureller Code von vielen Menschen". In diesem Thread wollte ich aufzeigen, wie vielfältig der Antisemitismus auftritt.

Hier noch ein letzter Teil. Nicht nur politisch rechts ist Antisemitismus vor handen, sondern auch auf der linken Seite ist Judentum oft ein kritisches Thema

Viel Material für einen Rückblick ist hier zu finden: http://www.cicero.de/dossier/antisemitismus-der-linken

Es zeigt auf, dass Antisemitismus nicht auf einelne fest definierte Menschengruppen beschränkt ist, es geht durch alle Menschengruppen durch. ...und das ist das Gefährliche, wenn Antismitismus wieder stärker wird, kann es meines Erachtens wieder geschehen, dass er sich plötzlich ausweitet, weil es keine sicheren gesellschaftlichen Gruppe gibt, die gefeit sind von allem Antisemitismus. Das heisst also, es gibt wenig Kontrollmechanismen, die dem Antisemitismus sicher entgegenwirkt. Selbst Rassismusgesetze sind oft umstritten, in der Schweiz würden dieses Gesetz gerne einige abschaffen.


Grüße Columba
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Thelonious » Do 20. Feb 2014, 23:29

Das diese "Wasserfrage" in der Region ein brisantes Thema ist, würde ich auch nie in Abrede stellen. Wenn Du, Columba, bei einer so exponierten Gelegenheit - ein deutscher EU-Politer spricht in der Knesset - dieses thematisieren würdest, würdest du dann falsche und (wie dann ja auch von M. Schulz) zugegeben ungeprüften Zahlen kolportieren??? Dass das eindeutigen und dann ja auch berechtigten Protest (zumindest die Zahlen stimmen nicht!) hervorruft, liegt auf der Hand.

Da kann ich nur schlußfolgern, dass Schulz der Situation - wenn schon ein kontroverser Redeansatz, dann auch doch bitte mit seriös recherchierten Zahlen!!! - nicht gewachsen war. Das finde ich peinlich, das finde ich ärgerlich!

Gruß
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Tulbi » Do 20. Feb 2014, 23:53

Dass die Kulturministerin Schultze angreifft aufgrund seiner Sprache sollte eigentlich der grösste Skandal dieser Geschichte darstellen.

Dass Schultze die Frage im Wortlaut weitergegeben hat war dumm, die grundsätzliche Problematik der Wasserpolitik sollte aber ansprechbar sein.
Auch hier wurde ihm aber unterstellt, dass er den Israelis bösartigkeit in der Wasserverteilung unterstelle.
Ich seh, dass nicht so. Es ist ja zBSp. auch möglich, dass die ungleiche Wasserverteilung nicht aufgrund von Diskriminierung sondern politischer Fehlbarkeit beruht.
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Fr 21. Feb 2014, 00:10

Also ich habe jetzt mal alle Artikel durchgewälzt, die ich so über
Martin Schulz umstrittener Rede in der Knesset
gefunden habe und der hier fasst eigentlich ziemlich gut zusammen, was ich in etwa vermute und ähnlich beurteile:

http://www.rp-online.de/politik/ausland/martin-schulz-bekommt-auch-zuspruch-in-israel-aid-1.4033256

Ich denke, es stimmt vom Inhalt auch, dann wäre das Resultat doch nicht ganz so dramatisch...
Aber man hätte das Ganze in der Eigenschaft als Parlamentsabgeordnete! vielleicht insgesamt etwas weniger peinlich gestalten können.

Da kann man nur hoffen, dass der Aufruhr in den Medien auch positives bewirkt hat: nämlich hinschauen, nicht weg!

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon SunFox » Fr 21. Feb 2014, 02:47

Tulbi hat geschrieben:Dass Schultze die Frage im Wortlaut weitergegeben hat war dumm, die grundsätzliche Problematik der Wasserpolitik sollte aber ansprechbar sein.

Auch hier wurde ihm aber unterstellt, dass er den Israelis bösartigkeit in der Wasserverteilung unterstelle.
Ich seh, dass nicht so. Es ist ja zBSp. auch möglich, dass die ungleiche Wasserverteilung nicht aufgrund von Diskriminierung sondern politischer Fehlbarkeit beruht.


Lieber Tulbi, für die meisten Israelis sind die Palästinenser einfach keine Menschen, oder wenn doch, dann zumindest Angehörige einer niederen Menschenart! Quelle

Das den Juden über die Jahrhunderte in Europa und besonders im letzten Jahrhundert vornehmlich in Deutschland unsäglich viel Leid zugefügt wurde, das darf niemand übersehen, oder gar in Abrede stellen! Wieder gutmachen kann man das nicht, denn auch mit allem Einsatz kann man nichts Ungeschehen machen!

Aber darf man aus dem daraus entstandenen Schuldgefühl gegenüber Israel nun die Augen zumachen, wenn der Staat Israel nun in ähnlicher Weise gegen die Palästinenser agiert?

Palästinenser sind auch Menschen!

Erfahrenes Unrecht berechtigt in der Folge nicht dazu, das man Unrecht weitergibt!

Jakobus 3,13-18: "Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften."

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Tulbi » Fr 21. Feb 2014, 10:07

SunFox hat geschrieben:
Tulbi hat geschrieben:Dass Schultze die Frage im Wortlaut weitergegeben hat war dumm, die grundsätzliche Problematik der Wasserpolitik sollte aber ansprechbar sein.

Auch hier wurde ihm aber unterstellt, dass er den Israelis bösartigkeit in der Wasserverteilung unterstelle.
Ich seh, dass nicht so. Es ist ja zBSp. auch möglich, dass die ungleiche Wasserverteilung nicht aufgrund von Diskriminierung sondern politischer Fehlbarkeit beruht.


Lieber Tulbi, für die meisten Israelis sind die Palästinenser einfach keine Menschen, oder wenn doch, dann zumindest Angehörige einer niederen Menschenart! Quelle

Das den Juden über die Jahrhunderte in Europa und besonders im letzten Jahrhundert vornehmlich in Deutschland unsäglich viel Leid zugefügt wurde, das darf niemand übersehen, oder gar in Abrede stellen! Wieder gutmachen kann man das nicht, denn auch mit allem Einsatz kann man nichts Ungeschehen machen!

Aber darf man aus dem daraus entstandenen Schuldgefühl gegenüber Israel nun die Augen zumachen, wenn der Staat Israel nun in ähnlicher Weise gegen die Palästinenser agiert?

Palästinenser sind auch Menschen!

Erfahrenes Unrecht berechtigt in der Folge nicht dazu, das man Unrecht weitergibt!

Jakobus 3,13-18: "Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften."


Das einzige, was ich mit meinem Sätzen eigentlich sagen wollte:
Es ist komisch, dass manche Israelis in den Aussagen unbedingt eine israelfeindliche Absicht sehen, da man es auch als ganz normale politische Kritik werten könnte.

Ich glaube ausserdem nicht, dass Israelis Palästinenser nicht als Menschen anschauen. Deine Quelle ist sehr diffus, es wird nicht klar woher sie diese Schlüsse ziehen, und damit wertlos.
Bei unzähligen Umfragen von Juden in Israel kam aber nie etwas heraus, was diese Aussage unterstützen würde.
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon SunFox » Fr 21. Feb 2014, 11:31

Es ist immer so lieber Tulbi, das die eine Seite eine Sache aufbauscht und die Gegenseite die gleiche Sache in Abrede stellt und umgekehrt! Im Kern liegt aber die Wahrheit dann immer irgendwo in der Mitte!

Ich hatte an anderer Stelle gelesen, wo jemand eine jüdische Bekannte hatte und jene hatte als Unteroffizier in der israelischen Armee gedient! Sie fragte ihn, was er von Israel hält und er sagte ihr, das er den an den Tag gelegten Umgang mit den Palästinensern für ziemlich unmenschlich hält! Ihre Antwort darauf war: "Wissen Sie nicht, daß die Palästinenser keine Menschen sind?" - Das hatte ich gelesen, bevor ich auf dieses Buch gestossen bin!

Ich denke das die normale israelische Bevölkerung wohl dieses nicht so sieht (ich hoffe es zumindestens), aber die israelische Armee darauf eingeschossen wird, das sie sich hinsichtlich ihres Tun's keine Gedanken machen braucht! Gewissensberuhigung!

Wir können hinschauen auf dieser Welt wo wir wollen, überall gibt es Minderheiten die geächtet und unterdrückt werden! Und selbst die arabischen Staaten, die sich für die Palästinenser einsetzen, wollen doch eigentlich diese garnicht haben! Unterstützung erhalten sie doch nur deshalb, weil sie widerum damit Israel schaden können! Im Grunde werden also die Palästinenser nur als Vorwand für die eigene Gesinnung missbraucht!

Das Leben könnte eigentlich so einfach sein, könnte!

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Thelonious » Fr 21. Feb 2014, 20:56

SunFox hat geschrieben:Ich denke ..., aber die israelische Armee darauf eingeschossen wird, das sie sich hinsichtlich ihres Tun's keine Gedanken machen braucht! Gewissensberuhigung!


Wie kommst man auf solche Gedanken, SunFox?
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon SunFox » Fr 21. Feb 2014, 21:48

Thelonious hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Ich denke ..., aber die israelische Armee darauf eingeschossen wird, das sie sich hinsichtlich ihres Tun's keine Gedanken machen braucht! Gewissensberuhigung!


Wie kommst man auf solche Gedanken, SunFox?


Ja wie kommt man auf irgendwelche Gedanken lieber Thelo?

Deutschlandfunk: Das Schweigen brechen

Kannst aber auch selbst mal etwas schauen gehen, gib bei google einfach mal folgendes ein:

israelische soldaten brechen ihr schweigen

Und die dort benannten Quellen sind wohl doch recht vertrauenswürdig, und nicht irgendwelche Seiten von wo weiß ich her!

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Fr 21. Feb 2014, 22:39

Columba hat geschrieben:
...nochmals eine ganz aktuelle Sicht auf den Antisemitismus:
Stereotype, Diffamierungen, Schuldzuweisungen und Übergeneralisierungen: »Antisemitismus ist ein Glaubenssystem«

http://www.juedische-allgemeine.de/arti%20...%20w/id/18418

Das Zitat aus dem Artikel fasst es, glaube ich, ganz gut zusammen:

"Der Judenhass ist Teil des kulturellen Codes vieler Menschen und gehört seit Jahrhunderten ungebrochen zum kommunikativen Gedächtnis der abendländischen Gesellschaft. Dagegen helfen oft weder Bildung noch Intelligenz".


Genau, Columba.
Antisemitismus ist ein Glaubenssystem... bloß für wen.
Diese "Zusammenfassung" ist kein repräsentatives, objektiv gesehendes, aktuelles "Ergebnis", sondern eine völlig zeitlos-pauschale, global-schuldzuweisende Äußerung, bei der niemand weiß: Erstens wann exakt, aus welchem Grund genau und wer von welchen Menschen denn nun Juden eigentlich hasst, und warum.
Also NOCH übergeneralisierter kann doch eine Anschuldigung in die Welt posaunt nicht mehr sein!
Am Besten jeder fühlt sich diffus angesprochen und mit "schuldig", genauso wie jeder Jude weiterhin sich verinnerlichen soll, er würde einfach überall und immer gehasst und verfolgt werden, weil es "immer" schon so war?

Fazit: Mehr oder weniger ohne Ausweg.

Kann so ein Vorgehen von Webseiten wirklich insgesamt "positiv" wirken?

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Sa 22. Feb 2014, 20:03

Dieses Ergebnis fiel für mich selbst nun sehr aufschlussreich aus:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18418

Zizat: Sie werten auch Briefe an Israels Botschaften im europäischen Ausland aus. Worin unterscheiden diese sich von den Zuschriften an die israelische Botschaft in Berlin?

"Die Stereotype, Diffamierungen, Schuldzuweisungen und Übergeneralisierungen gleichen fast haargenau den Briefen an die Botschaft in Berlin.
Den Entlastungs-Antisemitismus mit seiner Täter-Opfer-Umkehr findet man jedoch nicht im Ausland, sondern nur in Deutschland.

Gefühle von Scham und Schuld werden nicht aufgearbeitet, sondern den Opfern angekreidet. In Briefen an den Zentralrat der Juden in Deutschland steht meist, dass das, was »die Juden den Palästinensern antun, genau dasselbe ist, was die Nazis den Juden angetan haben.
Das ist die klassische deutsche Täter-Opfer-Umkehr."


Nein, das ist für mich nicht "klassische" deutsche Täter-Opfer-Umkehr, es heißt für mich vielmehr, die Juden und die Deutschen sind eigentlich miteinander "verwoben". Nur, dass die Deutschen die ersten waren, die mit dem damals absolut brachialen Hitler-System definitiv "Schuld" haben/hatten an etwas, das für die ganze Welt weitreichenste Folgen hatte.
Nur: gleich danach findet ein ähnliches Szenario in Israel in Bezug auf die Palästinenser statt, und das nun seit - und in vielen, vielen Jahren nach der Shoa selbst.

D.h. "Juden" sind nun international gesehen plötzlich auch "Schuld".
Sind auch "Nazi".
Gefährden angeblich genauso den Weltfrieden in der Meinung von vielen.

Die Deutschen als auch "Abendland-Andere" können allein vom Alter her gesehen immer weniger "direkt" Schuld an der "Exikutive" von damals sein, doch die paar relativ wenigen Israeli-(Juden) teilweise nach wie vor, denn sie agieren aktuell für die ganze Welt sichtbar NEGATIV, doch ebenfalls oft nur aus Zwang.
In den heutigen "mehr als flexiblen" Medien auch mehr als jemals zuvor.
Ist es wahr als auch nicht. Wie es jedoch damals auch war.
Was ist denn wahr, was war denn wahr?

Die wahre Einstellung und Gefühle der großen Mehrheit der Isaelis/Juden wäre aber aktuell nun die eigentliche "Erhebungsgrundlage", genau wie die der Mehrheit der Deutschen und aller anderen Europäer damals auch
- und nicht die von den meisten "Beteiligten" gar nicht gewollten, grausamen Kriegszustände, die jeder als Endergebnis sieht!


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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Di 25. Feb 2014, 13:51

Antisemitismus in Europa darf man einfach nicht aus den Augen lassen, vor allem in Zeiten der Unsicherheit! Da nun auch mitten in Europa:

http://israswiss.wordpress.com/2014/02/ ... -synagoge/

Grüsse

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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Di 25. Feb 2014, 22:13

Columba hat geschrieben:
Antisemitismus in Europa darf man einfach nicht aus den Augen lassen, vor allem in Zeiten der Unsicherheit!


Antisemitismus darf man auch nicht aus den Augen lassen, da hat Du natürlich Recht Columba. Nicht, dass irgendwer etwas von mir missversteht...
Aber ich bin ganz massiv gegen eine zusätzliche, unnötige Verunsicherung von Menschen, die bereits ein schlimmes Schicksal hinter sich haben.

Es hilft auch zum Beispiel einem Kind nicht, das einmal schwer von einem gestörten Hund gebissen wurde, wenn man es in Zukunft auf jeden Hund in der Umgebung aufmerksam macht und zusätzlich jedes Mal betont, wie gefährlich ihm theoretisch auch dieser Hund werden könnte.
Außer, dass das Kind noch unsicherer im Umgang mit Hunden wird und dann damit genau die größte Chance hat: nämlich wieder gebissen zu werden.

Mir geht es darum, dass die Menschheit allgemein begreift, wieviel unnötigen, wahrlich zerstörerischen Hass es in der kompletten "Gesellschaft" gibt und nicht mehr alles allzu "persönlich" zu nehmen.
Wie Du selbst, Columba, schon festgestellt hast, entsteht meistens eine plötzliche "wiederbelebte" Verfolgung von mehreren "Minderheiten" gleichzeitig.
Ich denke, auch Antisemitismus ist somit erstmal nicht so stark gerichtet wie es aussieht.
Wer sich einmal "Shitstorm"-Seiten im Internet angeschaut hat, dem läuft es kalt den Rücken hinunter. Denn dort ist schonungslos zu sehen, wieviel unsinniger Hass scheinbar in Menschen lebt und im Internet "unerkannt" auch zu Tage kommt und verbal grausamst ausgelebt wird.

Für mich ist die einzige Lösung für Juden in der Zukunft zu begreifen, dass es diese abartige "Sorte" abfälliger Menschen einfach gibt. Und zwar überall. Und sie richten sich teilweise nach irgendetwas, einfach um ihren kontinuierlich, innerlich schwelenden selber unerträglichen Hass loszuwerden - natürlich in Richtung "bewährter Systeme".
Denn diesen Menschen gemein ist eine unglaubliche Feigheit. Was sie leider nicht ungefährlicher macht. Der souveräne Umgang mit diesen Menschen ist für mich sehr wichtig - dies sollte man zu lernen zu forcieren, nicht einfach vor ihnen zu warnen und vorerst nur Unsicherheit zu produzieren!

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Di 25. Feb 2014, 23:05

Jeshu hat geschrieben:Ich denke, auch Antisemitismus ist somit erstmal nicht so stark gerichtet wie es aussieht.
...
Für mich ist die einzige Lösung für Juden in der Zukunft zu begreifen, dass es diese abartige "Sorte" abfälliger Menschen einfach gibt. Und zwar überall. Und sie richten sich teilweise nach irgendetwas, einfach um ihren kontinuierlich, innerlich schwelenden selber unerträglichen Hass loszuwerden - natürlich in Richtung "bewährter Systeme".


...und da werden wieder Kirchen angezündet: das soll also nicht so schlimm sein, wie es aussieht? Nur um den einzelnem Menschen psychisch zu schützen, soll man das nicht mehr deutlich erwähnen und davor warnen? Hier kommst Du an eine sehr gefährliche Grenze: Du setzt nämlich Antisemitismus und den Holocaust mit einem Shitstorm im Internet in Verbindung? Die Juden sollen also jetzt bereit sein, sich Synagogen anzünden zu lassen und begreifen, dass es solche Menschen gibt, die es einfach auf Synagogen abgesehen haben. ...so dass, die anderen Menschen, die Nichtjuden, einen ruhigen Abend haben?

Das ist unsere Geschichte in Europa - erst 70 Jahre vorbei und schon will man sich wieder schützen davor. Genau das geschah vor 90 Jahren nach der Katastrophe des 1. Weltkrieges, man wollte sich schützen in der wohltemperierten Bürgerstube und schlitterte noch tiefer in Massenmord und Totschlag.

...oder verstehe ich Dich ganz falsch? Die Juden müssen lernen, zu verstehen, dass der Hass allgemein ist, sie einfach das Pech haben, dass sie Juden sind und diese Hasser einfach jetzt mal zufällig Judenhasser sind? Bitte erkläre das noch ein wenig, zu vieles kommt mir hier als eine Verharmlosung daher.


Grüße Columba
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon lionne » Mi 26. Feb 2014, 00:16

Antisemitismus heute
Wie judenfeindlich ist Deutschland?
Sehenswerte Dokumentation zum Thema: http://www.daserste.de/information/repo ... e-100.html
Der Antisemitismus ist eine Realität, keine Fiktion!
Der (alltägliche) Antisemitismus ist mitten unter uns....
LG lionne
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Mi 26. Feb 2014, 00:18

Ja, Columba, Du verstehst mich außerordentlich falsch!
GAR NICHTS soll von mir verharmlost werden!
Aber sowohl richtig einzuordnen! Um sich dagegen auch wirklich konstruktiv wehren zu können!
Auch "Nichtjuden" haben keinen "ruhigen Abend" - weder Christen noch Moslems, noch "Schwarze", noch Drogensüchtige, noch andere in gewisse "Lebensschienen" gedrängte Menschen ... Menschen irgendwo, überall...

Meine "Verallgemeinerung" von Verfolgten soll nicht einer Verharmlosung dienen, sondern ganz im Gegenteil, mehr einer gewissen Toleranz ALLER untereinander, ohne die es in unserer Welt einfach nicht funktioniert!

Es gibt KEIN SCHLECHTES VOLK, es gibt KEINE SCHLECHTE RELIGION, es gibt KEINE SCHLECHTE HAUTFARBE, die auch nur irgendwie Allerseits gerechtfertigten Hass erzeugen könnte!

Aber es gibt sehr wohl SCHLECHTE MENSCHEN
Und zwar ÜBERALL - EGAL WO...



Und genau diese gilt es zu erkennen und rechtzeitig einzubemsen...

Aber möglichst so, dass es derIhren allen Hass widersinnig macht, nicht noch mehr!
Das ist eine sehr große Kunst. Wie sie uns Jeshua beizubringen sucht.

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon SunRise » Mi 26. Feb 2014, 00:37

Galater 5:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.

Vielleicht würde das ja gegen den Antisemitismus etwas helfen.


Liebe Grüsse von

SunRise
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Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Jeshu » Mi 26. Feb 2014, 00:53

Lionne hat geschrieben:
Antisemitismus heute
Wie judenfeindlich ist Deutschland?
Sehenswerte Dokumentation zum Thema:
http://www.daserste.de/information/repo ... e-100.html
Der Antisemitismus ist eine Realität, keine Fiktion!
Der (alltägliche) Antisemitismus ist mitten unter uns....
LG lionne


Für mich leider keine wirklich aussagekräftige Dokumentation auf ganz Deutschland übergreifend gesehen. Deutschland ist nach wie vor eine Nation, die nur guten Gewissens ihre Fahnen bei Fussballspielen schwenkt ...
Deutschland sucht für mich speziell in Berlin Juden hier vor "Arabern und Türken" zu schützen (wobei ich viele ganz wundervolle Türken in der Türkei kenne; das Thema sagt also wieder mal nichts genaues),
das andere ist für mich "partiell" aus Deutschlands "Hinterland" herausgegriffen (obwohl existent) - doch alles hat zu tun mit:
"MENSCHLICHEM NIVEAU" - und sonst nichts.
Egal wo. Egal welche Nation.

LG
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Columba » Mi 26. Feb 2014, 07:54

Jeshu hat geschrieben:Es gibt KEIN SCHLECHTES VOLK, es gibt KEINE SCHLECHTE RELIGION, es gibt KEINE SCHLECHTE HAUTFARBE, die auch nur irgendwie Allerseits gerechtfertigten Hass erzeugen könnte!

Aber es gibt sehr wohl SCHLECHTE MENSCHEN
Und zwar ÜBERALL - EGAL WO...



Und genau diese gilt es zu erkennen und rechtzeitig einzubemsen...


Du vergisst vollkommen, dass es nicht nur individuelles Handeln gibt, sondern auch kollektives: es gibt auch Gruppen- und Gesellschaftsphänomene. Diese schliesst Du mit Deinem Denken aus. Die Gefahr dabei ist, dass Du damit z.B gerade den Rassismus relativierst und nicht zur Kenntnis nehmen kannst. Rassismus z.B ist nicht nur Summe von "schlechten Menschen" wie Du sagst, sondern es hat zusätzlich noch ganz eigene Strukturen.

Wir sind nicht nur Individuen sondern gehören auch zu Gruppen (Familien, Schulklassen, etc.) und Gemeinschaften (Staatangehörige, Parteimitglieder, Moslem, etc.) - Deshalb kann nicht alles, wie Du es machst, auf Psychologie zurückgeführt werden, die Sozialpsychologie und die Soziologie gehören auch dazu und erklären menschliches Handeln. Dein rein psychologischer Ansatz führt zu leicht zu einem reinen "Du-aber-auch"-Argument.

Grüße Columba



PS
Ich würde Dir mal eine gute Einführung in die Soziologie empfehlen oder je nach Interesse eine Saisonkarte für einen guten Bundesligaclub! Beides könnte einem die Augen öffnen für das Verstehen von Menschen in Gruppen
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Mi 26. Feb 2014, 19:31

SunFox hat geschrieben:Liebe Meta, wir brauchen doch nur mal bisschen überlegen, wie denn unbewußt Antisemitismus gefördert wird!Mal ganz aktuell hat sich doch folgendes zugetragen:

Da spricht der Präsident des EU-Parlaments, welches Amt im Moment der Deutsche Martin Schulz inne hat und was hat sich zugetragen?

In seiner Rede in der Knesset äußerte er folgendes:

"Ein junger Palästinenser habe ihm erzählt, das Israelis 4x mehr Wasser im Westjordanland zugeteilt bekommen wie Palästinenser." Und dann stellte er die Frage, ob dieses zutrifft! Er hat also lediglich nachgefragt!

Und was passiert darauf?

Einige Parlamentarierer verlassen die Knesset unter Protest und bezichtigen den EU-Präsidenten der Lüge! Für was denn bitte? Für eine Frage?

Der Wirtschaftsminister Naftali Bennett schreibt auf seiner Facebook-Seite dazu: "Ich fordere den Präsidenten des Europäischen Parlaments auf, sich von seinen beiden lügnerischen Äußerungen zu distanzieren.", und er wird auch wie folgt zitiert: "Ich akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen."

Tumulte und “Schande”-Rufe bei Rede von Martin Schulz in Israel

Man muß dabei immer bedenken, das Martin Schulz ja garnicht eine Behauptung aufgestellt hat, sondern er hat nachgefragt! Somit ist der Vorwurf von lügnerischen Außerungen ja garnicht gegeben!

Doch nun tut sich doch erst recht diese Frage auf, welche unbeantwortet blieb!

Dazu habe ich die Tage auf WDR2 eine Reportage zum Thema gehört, denn man wollte wissen was dran ist an dieser Frage die unbeantwortet blieb!

Ein Reporterteam hat Palästinenser im Westjordanland besucht und diese befragt! Man führte die Reporter zu einer Wasserleitung, welche die Häuser von Israelis im Westjordanland mit Wasser versorgt! Den Palästinenser wird ein Wasseranschluss an diese Leitung versagt, selbst wenn sie die Anschlusskosten selbst tragen würden!

Wie kommen die Palästinenser an Wasser? Es wird ihnen in Tankwagen geliefert und sie müßen dafür bezahlen und zwar umgerechnet 8 bis 9 Euro für eine gewisse Menge (habe vergessen wieviel es genau war)! Was würde das Wasser aus der Leitung für die gleiche Menge kosten? In etwa 1 Euro!

Viele Palästinenser können das kaum bezahlen und so ist ihr Wasser sehr knapp bemessen, am meisten leiden darunter Kinder und alte Menschen! Der befragte Palästinenser sagte, das die Israelis Gewächshäuser unterhalten, die gut bewässert werden können und sich sogar Schwimmbäder leisten können, aber man selbst kaum das eigene Vieh tränken kann! Dazu kommt, das es den Palästinensern auch verwehrt wird, das sie sich zu den bestehenden Zisternen zusätzliche bauen dürfen, um darin Regenwasser auffangen zu können!

So und nun meine Frage:

Nimmt man das Geschehen der Knessetrede und die Recherche von WDR2 zusammen, was wird dann automatisch damit gefördert?

Sympathie oder Antisympathie für Israel?

Also mich wundert es nicht, wenn viele eine gewisse Antisympathie für Israel haben, welche dann auch schnell zu einem Antisemitismus führen kann!

Auf der einen Seite beklagt man sich also über den zunehmenden Antisemitismus in Europa, man tut aber selbst nicht viel dafür, das es nicht dazu kommt, ja vielmehr arbeitet man in die falsche Richtung!

Ursache und Wirkung ist das Prinzip!
Liebe Grüße von SunFox


hier die Antwort:
http://input.blogsport.de/images/input_reader.pdf
Auszüge:
Der Antisemitismus sagt uns nichts über Jüdinnen und Juden, sondern nur über den Zustand der Gesellschaft und die Gefühlslage der AntisemitInnen.

Nach dem Nationalsozialismus und der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden waren offen antisemitische Äußerungen in Deutschland weitgehend tabuisiert. Das bedeutet, dass es gesellschaftlich als nicht akzeptabel galt, sich öffentlich schlecht über Jüdinnen und Juden zu äußern, so wie dies nicht nur im Nationalsozialismus, sondern auch in der Weimarer Republik und Jahrhunderte zuvor vollkommen üblich war. Dieses gesellschaftliche Tabu bewirkte zwar
tatsächlich, dass öffentliche antisemitische Äußerungen selten waren und bis heute sind, aber das heißt noch lange nicht, dass sich das Denken der Menschen grundlegend verändert hätte. Gerade weil es sich um sehr alte und tief sitzende Denkmuster und Vorurteile handelt, ist der Antisemitismus nach 1945 nicht einfach verschwunden.

damit habe ich Dich voll erwischt:
– Die Israelis verfolgen die Palästinenser so, wie sie selbst früher verfolgt wurden.
Diese Behauptung ist sachlich falsch und trägt antisemitische Züge. Es geht nicht darum, das absolute Elend und die Hoffnungslosigkeit vieler PalästinenserInnen zu leugen. Aber ihre Situation ist in keiner Weise vergleichbar mit der industriellen Vernichtung aller, die einem Volk zugerechnet werden. Israel – der einzige demokratische Staat im Nahen Osten – tut das, was jeder westliche Staat tun würde, wenn er auf seinem eigenen Territorium permanenten Terrorakten ausgesetzt wäre. Stellen wir uns doch einmal vor, was in Deutschland los wäre,
wenn es permanent von Luxemburg aus mit Raketen beschossen würde und luxemburgische TerroristInnen auf deutschem Gebiet Attentate verüben würden. Die Behauptung, die Israelis seien die Nazis von heute dem Entlastungsbedürfnis der Deutschen und der Denunziation von Jüdinnen und Juden. Zum einen verharmlost sie den Holocaust und zum anderen unterstellt sie, die Israelis seien schlechte Menschen, die nichts aus ihrer Geschichte gelernt hätten. Im Gegensatz zu den Deutschen, die ganz viel aus der Geschichte gelernt hätten und deswegen
besonders berufen wären, Demokratie und Menschenrechte ausgerechnet von Israel
einzufordern. (Im Bezug auf Israel ist diese Forderung jedenfalls deutlich häufiger zu hören, als bezogen auf China, Nordkorea, Irak oder Syrien). Die Maßstäbe von Demokratie und Menschenrechten werden auch selten an die arabischen Nachbarländer Israels gerichtet, die mit ihrer Flüchtlingspolitik einen großen Anteil am Elend der PalästinenserInnen haben. Es gab nie Versuche, die PalästinenserInnen in die Gesellschaften zu integrieren und ihnen ein
menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Vielmehr leben sie teilweise seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern und sind politisches Druckmittel in der Auseinandersetzung mit Israel.

Oft wird gesagt, dass das Verhalten Israels neuen Antisemitismus hervorrufen würde (das ist übrigens nur eine Neuauflage der antisemitischen Behauptung, die Juden seien selbst Schuld am
Antisemitismus). Es ist jedoch nicht das Geschehen im Nahen Osten, das neuen Antisemitismus schürt, sondern es ist der Antisemitismus, der bestimmte Interpretationen des Nahost-Konflikts nahe legt.

Es ist leider auch heute noch so, dass man Christ und Antisemit ist !! Einfach übel !!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Mi 26. Feb 2014, 19:43

SunFox hat geschrieben:
Tulbi hat geschrieben:Dass Schultze die Frage im Wortlaut weitergegeben hat war dumm, die grundsätzliche Problematik der Wasserpolitik sollte aber ansprechbar sein.

Auch hier wurde ihm aber unterstellt, dass er den Israelis bösartigkeit in der Wasserverteilung unterstelle.
Ich seh, dass nicht so. Es ist ja zBSp. auch möglich, dass die ungleiche Wasserverteilung nicht aufgrund von Diskriminierung sondern politischer Fehlbarkeit beruht.


Lieber Tulbi, für die meisten Israelis sind die Palästinenser einfach keine Menschen, oder wenn doch, dann zumindest Angehörige einer niederen Menschenart! Quelle

Das den Juden über die Jahrhunderte in Europa und besonders im letzten Jahrhundert vornehmlich in Deutschland unsäglich viel Leid zugefügt wurde, das darf niemand übersehen, oder gar in Abrede stellen! Wieder gutmachen kann man das nicht, denn auch mit allem Einsatz kann man nichts Ungeschehen machen!

Aber darf man aus dem daraus entstandenen Schuldgefühl gegenüber Israel nun die Augen zumachen, wenn der Staat Israel nun in ähnlicher Weise gegen die Palästinenser agiert?
Palästinenser sind auch Menschen!

Erfahrenes Unrecht berechtigt in der Folge nicht dazu, das man Unrecht weitergibt!

Jakobus 3,13-18: "Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften."

Liebe Grüße von SunFox


auch das wird hier als Antisemitismus aufgelistet:
http://input.blogsport.de/images/input_reader.pdf
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Zunehmender Antisemitismus in Europa!

Beitragvon Meta » Mi 26. Feb 2014, 20:01

Jeshu hat geschrieben:Dieses Ergebnis fiel für mich selbst nun sehr aufschlussreich aus:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18418

Zizat: Sie werten auch Briefe an Israels Botschaften im europäischen Ausland aus. Worin unterscheiden diese sich von den Zuschriften an die israelische Botschaft in Berlin?

"Die Stereotype, Diffamierungen, Schuldzuweisungen und Übergeneralisierungen gleichen fast haargenau den Briefen an die Botschaft in Berlin.
Den Entlastungs-Antisemitismus mit seiner Täter-Opfer-Umkehr findet man jedoch nicht im Ausland, sondern nur in Deutschland.

Gefühle von Scham und Schuld werden nicht aufgearbeitet, sondern den Opfern angekreidet. In Briefen an den Zentralrat der Juden in Deutschland steht meist, dass das, was »die Juden den Palästinensern antun, genau dasselbe ist, was die Nazis den Juden angetan haben.
Das ist die klassische deutsche Täter-Opfer-Umkehr."


Nein, das ist für mich nicht "klassische" deutsche Täter-Opfer-Umkehr, es heißt für mich vielmehr, die Juden und die Deutschen sind eigentlich miteinander "verwoben". Nur, dass die Deutschen die ersten waren, die mit dem damals absolut brachialen Hitler-System definitiv "Schuld" haben/hatten an etwas, das für die ganze Welt weitreichenste Folgen hatte.
Nur: gleich danach findet ein ähnliches Szenario in Israel in Bezug auf die Palästinenser statt, und das nun seit - und in vielen, vielen Jahren nach der Shoa selbst.

D.h. "Juden" sind nun international gesehen plötzlich auch "Schuld".
Sind auch "Nazi".
Gefährden angeblich genauso den Weltfrieden in der Meinung von vielen.

Die Deutschen als auch "Abendland-Andere" können allein vom Alter her gesehen immer weniger "direkt" Schuld an der "Exikutive" von damals sein, doch die paar relativ wenigen Israeli-(Juden) teilweise nach wie vor, denn sie agieren aktuell für die ganze Welt sichtbar NEGATIV, doch ebenfalls oft nur aus Zwang.
In den heutigen "mehr als flexiblen" Medien auch mehr als jemals zuvor.
Ist es wahr als auch nicht. Wie es jedoch damals auch war.
Was ist denn wahr, was war denn wahr?

Die wahre Einstellung und Gefühle der großen Mehrheit der Isaelis/Juden wäre aber aktuell nun die eigentliche "Erhebungsgrundlage", genau wie die der Mehrheit der Deutschen und aller anderen Europäer damals auch
- und nicht die von den meisten "Beteiligten" gar nicht gewollten, grausamen Kriegszustände, die jeder als Endergebnis sieht!


LG
Jeshu


Deine Aussagen hier sind übelst Antisemitisch, das kannst Du hier lesen:
http://input.blogsport.de/images/input_reader.pdf

Auszüge:
Der Antisemitismus sagt uns nichts über Jüdinnen und Juden, sondern nur über den Zustand der
Gesellschaft und die Gefühlslage der AntisemitInnen.

– Die Israelis verfolgen die Palästinenser so, wie sie selbst früher verfolgt wurden.
Diese Behauptung ist sachlich falsch und trägt antisemitische Züge. Es geht nicht darum, das absolute Elend und die Hoffnungslosigkeit vieler PalästinenserInnen zu leugen. Aber ihre Situation ist in keiner Weise vergleichbar mit der industriellen Vernichtung aller, die einem Volk zugerechnet werden. Israel – der einzige demokratische Staat im Nahen Osten – tut das, was jeder westliche Staat tun würde, wenn er auf seinem eigenen Territorium permanenten Terrorakten ausgesetzt wäre. Stellen wir uns doch einmal vor, was in Deutschland los wäre,
wenn es permanent von Luxemburg aus mit Raketen beschossen würde und luxemburgische TerroristInnen auf deutschem Gebiet Attentate verüben würden. Die Behauptung, die Israelis seien die Nazis von heute dem Entlastungsbedürfnis der Deutschen und der Denunziation von Jüdinnen und Juden. Zum einen verharmlost sie den Holocaust und zum anderen unterstellt sie, die Israelis seien schlechte Menschen, die nichts aus ihrer Geschichte gelernt hätten. Im Gegensatz zu den Deutschen, die ganz viel aus der Geschichte gelernt hätten und deswegen
besonders berufen wären, Demokratie und Menschenrechte ausgerechnet von Israel
einzufordern. (Im Bezug auf Israel ist diese Forderung jedenfalls deutlich häufiger zu hören, als bezogen auf China, Nordkorea, Irak oder Syrien). Die Maßstäbe von Demokratie und Menschenrechten werden auch selten an die arabischen Nachbarländer Israels gerichtet, die mit ihrer Flüchtlingspolitik einen großen Anteil am Elend der PalästinenserInnen haben. Es gab nie Versuche, die PalästinenserInnen in die Gesellschaften zu integrieren und ihnen ein
menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Vielmehr leben sie teilweise seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern und sind politisches Druckmittel in der Auseinandersetzung mit Israel.

Auch Du bist Christ und Antisemit.
Ich, an Deiner Stelle würde vor Scham den Nick ändern!!
Du beleidigst den Juden Jesus und das jüdische Volk bis heute !!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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