Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon erbreich » Di 11. Jan 2011, 12:18

Scardanelli hat geschrieben:Die Heiligkeit Jesu ist aufgrund seiner Person, nicht aufgrund seiner Tätigkeit.
Jesus wird nicht durch seinen Lebenswandel als heilig eingeschätzt, sondern aufgrund seiner Abstammung,

Das ist ein bedenkenswerter Aspekt. Und dies obwohl es in der Bibel von Gott heisst, bei ihm gelte kein Ansehen der Person (NT, z.B.: Apg 10,34; Röm 2,11: Gal 2,6; Eph 6,9). Und wie der Vater, so der Sohn, denn auch von ihm wird das gesagt (Mt 22,16; Mk 12,14; Lk 20,21).

Wenn nun aber als erster Christus und im weiteren die Christen aufgrund ihrer Abstammung von Gott (der Geburt aus dem Geist) heilig gesprochen sind, und dies ohne Berücksichtigung ihres Wirkens, dann würde dies allerdings der Aussage widersprechen, bei Gott und beim Christus gelte kein Ansehen der Person. Wenn die Abstammung der springende Punkt wäre, dann bedürfte der derart Geheiligte allerdings keiner heiligen Werke, die seine Heiligkeit bezeugen würden. Dem wiederum widerspricht allerdings Jakobus:

Jak 2,9
...wenn ihr aber die Person ansehet, so tut ihr Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt.

Dahin der Schutz der Berufung auf Namen und Abstammung... desgleichen bei Paulus:

Kol 3,25
...denn wer Unrecht tut, wird wiederbekommen, was er Unrechtes getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.

Daher finde ich deine Bemerkung im Zusammenhang mit dem Threadthema überaus trefflich, Scardanelli:

Scardanelli hat geschrieben:Ich kenne keinen Menschen, der von einem heiligen Lebenswandel abraten würde.

Weder Jesus, noch die Apostel raten davon ab, ja die ganze Bibel rät nicht davon ab.

Scardanelli hat geschrieben:lebe einen heiligen Lebenswandel! und wenn es nichts genützt hat, wird es auf alle Fälle nichts geschadet haben.

...und lasse Gnade walten gegenüber dir selber und anderen, wenn es mit dem heiligen Lebenswandel mal wieder nicht so geklappt hat... vermeide dabei aber die Falle, die Gnade billig werden zu lassen und heilige dich weiter:

Jak 2,20
Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke fruchtlos ist?
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 11. Jan 2011, 14:35

Remo hat geschrieben:Ist es nicht so, dass Rettung durch Gnade einen frei macht, irgendetwas tun zu müssen. Das heisst: der Zwang gut zu sein endet. Von nun an geht alles leichter, weil Gott überall seine Hand und seine Kraft im Spiel hat. Das ist die Freiheit im Handeln und Wirken. Sich dem zu widersetzen, also passiv zu bleiben, führt direkt in die Falle der Sünde.
Passivität ist eigentlich ein "Sich gegen das Leben, gegen Gott wehren" und hat darum mut Gnade nix zu tun.


Wer Jesus nachfolgt, kann nicht mehr anders, als nur noch Gutes tun. Das ist weder Zwang noch Bemühen, sondern glaubwürdiges Bekenntnis zu ihm.

Die Bekehrung sollte ein Ja zum Umdenken in Jesus Sinn sein, ein Dranbleiben an Jesus Worten in der Bibel, statt nur ein Lippenbekenntnis und dann hat Gott gefällig über alle weiteren Boshaftigkeiten, Ungerechtigkeiten hinwegzusehen.

Zu jener Zeit herrschte ja noch die Vorstellung, durch das Steinigen von Ehebrecherinnen z.B. Gott zu gefallen, obwohl man dadurch das Gebot: Du sollst nicht töten von mal zu Mal verletzte.

Dann kam Jesus und mit ihm die Gnade des wahren Gottes, die es ermöglichte, sozusagen Schwerverbrechern die Möglichkeit zu geben, einzusehen, dass sie damals genaugenommen Sünder waren, doch Gott ihnen durch Jesus Christus die Möglichkeit gibt, ein ehrliches, wahrhaftig gottgefälliges Leben zu beginnen.

Sich der Gnade Gottes als würdig erwiesen haben sich alle, die sich an Christi wahrer Gotteslehre orientierten und sich vom Knecht der Sünde zum Knecht Gottes entwickelten indem sie von aller Ungerechtigkeit und Boshaftigkeit nun wussten und davon abliessen, aufhörten Dinge zu tun die Gott missfallen.

Gruss magdala
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 11. Jan 2011, 14:46

Gnu hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben: Eigentlich soll der wiedergeborene Christ Gott gegenüber dankbar sein für die Errettung und damit die Verpflichtung fühlen, auch andere Mitmenschen zum Glauben zu bringen. Die Nächstenliebe strebt danach andere zum Glauben zu bringen, und nicht sein eigenes Leben zu nehmen.

Was muss ich aber tun, damit ich ein wiedergeborener Christ werde? Wenn dazu die Bekehrung ausreichend wäre, so gäbe es viel mehr wiedergeborene Christen, denn bekehrt hat man sich schnell mal und es kostet ja nichts.



Doch genau das wird doch vielen Gottsuchenden so angepriesen. Du brauchst überhaupt nichts zu tun, Jesus hat schon alles für dich getan. Wenn du dich zum Glauben an Jesus bekehrst, dann sind dir alle bisherigen Sünden vergeben und auch die künftigen. Gott wird in dein Leben kommen und dich verändern. Lies nur täglich in der Bibel, damit du mit Gott in Kontakt kommst.

Ebenso gibt es ja einen Kurzfilm über die 6000 Punkte für den Himmel. Da ist das Bekehrungsritual allein schon 6000 Punkte wert. Da hätten sich Jesus, Jakobus und Paulus, Johannes ersparen können zu ermahnen, abzukehren von aller Boshaftigkeit und sich zu einem gottgefälligen Menschen zu entwickeln, also selber verändern, statt zuhause darauf zu warten und es hinnehmen, wenn nichts geschieht.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » Di 11. Jan 2011, 15:28

Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben: Noch nicht mal aus dem Leben Jesu kann eine Anleitung für das wahre Leben abgeleitet werden.
Die Heiligkeit Jesu ist aufgrund seiner Person, nicht aufgrund seiner Tätigkeit.

Jesu Tätigkeit war ohne Fehl. Das heisst er führte einen reinen, heiligen Lebenswandel. Darum ja ist ER unser Vorbild in allem und gleichzeitig die Erlösung, durch SEIN Opfer am Kreuz für unsere eigene Schuld.

Jesus widerstand den Versuchungen. ER gehorchte dem Willen Gottes bis in den Tod. Wenn das nicht heilig ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter ;)

Jesu Tätigkeit mag solange ohne Fehl sein, solange das nur geglaubt werden muss. Glauben kann man das, aber nicht zeigen.
Bei Tätigkeiten kann gezeigt werden, was getan wurde. Jesus hat viel getan und er hat ganz viel nicht getan.
Jesus ist nicht verheiratet gewesen. Das Verhalten Jesu zu Frauen ist für die wenigsten Menschen vorbildlich.
Du kannst viel eher zeigen, dass Christen Jesu Tätigkeit eben nicht zum Vorbild haben.
Wenn ein Mann heiratet, dann stand ihm Jesus darin nicht als Vorbild.

Wenn Jesus einen heiligen Lebenswandel geführt haben soll, dann müsstest du anhand dieses Lebens die heiligen Tätigkeiten zeigen können - eine nach der anderen.

Ja, Jesus hat ein heiliges Leben geführt, das lässt sich zeigen. Es lässt sich dagegen schwer zeigen, dass dieselbe Bedingungen zu unserem Versagen geführt haben sollen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 11. Jan 2011, 15:49

Scardanelli hat geschrieben:
Robby hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben: Noch nicht mal aus dem Leben Jesu kann eine Anleitung für das wahre Leben abgeleitet werden.
Die Heiligkeit Jesu ist aufgrund seiner Person, nicht aufgrund seiner Tätigkeit.

Jesu Tätigkeit war ohne Fehl. Das heisst er führte einen reinen, heiligen Lebenswandel. Darum ja ist ER unser Vorbild in allem und gleichzeitig die Erlösung, durch SEIN Opfer am Kreuz für unsere eigene Schuld.

Jesus widerstand den Versuchungen. ER gehorchte dem Willen Gottes bis in den Tod. Wenn das nicht heilig ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter ;)

Jesu Tätigkeit mag solange ohne Fehl sein, solange das nur geglaubt werden muss. Glauben kann man das, aber nicht zeigen.
Bei Tätigkeiten kann gezeigt werden, was getan wurde. Jesus hat viel getan und er hat ganz viel nicht getan.
Jesus ist nicht verheiratet gewesen. Das Verhalten Jesu zu Frauen ist für die wenigsten Menschen vorbildlich.
Du kannst viel eher zeigen, dass Christen Jesu Tätigkeit eben nicht zum Vorbild haben.
Wenn ein Mann heiratet, dann stand ihm Jesus darin nicht als Vorbild.

Wenn Jesus einen heiligen Lebenswandel geführt haben soll, dann müsstest du anhand dieses Lebens die heiligen Tätigkeiten zeigen können - eine nach der anderen.

Es lässt sich dagegen schwer zeigen, dass dieselbe Bedingungen zu unserem Versagen geführt haben sollen.



Jesus hat uns doch vorgelebt und gelehrt, wie wir auch ein gottgefälliges Leben führen können, welche Gesinnung dazu führt und was davon abhält. Gott sagte ja vom Himmel unmissverständlich: Auf ihn sollt ihr hören. (aber nebst Hörer auch Täter Jesus Lehren sein und bleiben)


So ermahnen ja auch Jesus Jünger und Apostel jeweils die Menschen, in der Lehre Christi zu bleiben, keine andere Lehre mehr anzunehmen (die zurück in Sündenknechtschaft führen könnte) um eben ein wahrhaftig gottgefälliges Leben zu führen.

Und die Erfolge blieben ja auch nicht aus. Menschen hörten darauf auf der Sündenknechtschaft zu unterliegen, veränderten sich von Knechten Satans zu Knechten Gottes, zogen den sündigen Menschen aus, distanzierten sich von fleischlichen Früchten, die wahrem Leben ja im Wege stehen.

Also Jesus ist schon Masstab für ein Leben unter Führung durch den Heiligen Geist.Man sieht ja in den Briefen seiner Jünger und Apostel zu was für Erkenntnissen die Orientierung an IHM geführt haben.

Gruss magdala
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon sugi » Di 11. Jan 2011, 16:57

magdala hat geschrieben:Also Jesus ist schon Masstab

..der beste den es gibt :praisegod:

Genau darum lohnt es sich auch, für Jesus!!!
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » Di 11. Jan 2011, 19:35

erbreich hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Ich kenne keinen Menschen, der von einem heiligen Lebenswandel abraten würde.

Weder Jesus, noch die Apostel raten davon ab, ja die ganze Bibel rät nicht davon ab.

Es wird keiner im Guten vom Guten abraten können. Es kann aber auch keiner das Gute befehlen, weil der Befehl nicht gut wäre.
Einen heiligen Lebenswandel kannst du nur führen, wenn du das in Freiheit tust.
Wenn dir Jesus nun durch seine Vergebung und Gnade den Rücken frei macht, dann könntest du ohne Konsequenzen des Erfolges ein heiliges Leben versuchen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 11. Jan 2011, 19:45

sugi hat geschrieben:
magdala hat geschrieben:Also Jesus ist schon Masstab

..der beste den es gibt :praisegod:

Genau darum lohnt es sich auch, für Jesus!!!

Stephanus liess sich lieber für Jesus steinigen, als sich einen Maulkorb von der religiösen Obrigkeit anziehen zu lassen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Di 11. Jan 2011, 19:52

Gnu hat geschrieben:Stephanus liess sich lieber für Jesus steinigen, als sich einen Maulkorb von der religiösen Obrigkeit anziehen zu lassen.

Und solche Beispiele machen mich traurig, wenn ich mir überlege, ob ich mich lieber steinigen lassen würde ....
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » Di 11. Jan 2011, 19:58

magdala hat geschrieben:Jesus hat uns doch vorgelebt und gelehrt, wie wir auch ein gottgefälliges Leben führen können,
...
So ermahnen ja auch Jesus Jünger und Apostel jeweils die Menschen, in der Lehre Christi zu bleiben, ...

Was du als Christ zu tun hast, hat Jesus nicht getan. Schau doch mal, was Christen tun und dann versuch das auf Jesus zu übertragen.

Ein Christ lässt sich von Jesus die Sünden vergeben. Jesus hat sich niemals Sünden vergeben lassen. Alles, was Christen tun um mit Gott eins zu werden, hat Jesus selbst nie getan.
Ein Christ macht andere Dinge als Jesus.

Die entscheidenden Schritte eines Christen hat Jesus nicht vorgelebt.

Jesus hat die Christen kraft seiner Andersartigkeit gerettet. Die Andersartigkeit Jesu ist für dich nicht zum Nachmachen.

Dass Jesus Mensch wurde, tut nichts zur Sache deiner Rettung. Es ist bis auf das erforderliche Blut eigentlich nebensächlich, weil es mehr ein Beweis seiner Wahrhaftigkeit ist. Jesus hat dich nicht kraft seiner Menschlichkeit gerettet, sondern kraft seiner Gottheit.

Du sollst in der Lehre bleiben, nicht in der Tätigkeit.

Das Menschsein Jesu dient nicht zur Gleichartigkeit mit dir, sondern dem Beweis, dass Jesus real sei. Die Götter der anderen Menschen sind nur ausgedacht, Jesus dagegen real, weil das Sinnliche als Beweis gilt.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Di 11. Jan 2011, 20:24

Scardanelli hat geschrieben:Jesus hat sich niemals Sünden vergeben lassen.

Da in Jesus Gott selbst auf die Erde im Fleisch kam, gab es auch keine Sünden zu vergeben, da Gott unfehlbar ist, sonst wäre Er nicht Gott!
Alles, was Christen tun um mit Gott eins zu werden, hat Jesus selbst nie getan.

Wie hätte Er das auch tun müssen, war Jesus doch Gott selbst, der auf die Erde kam um den Menschen den Weg zu sich wieder zu öffnen und ihnen zu zeigen was es braucht um wieder mit Ihm vereint zu sein.
Die entscheidenden Schritte eines Christen hat Jesus nicht vorgelebt.

Nein, aber Er hat gezeigt und gesagt was sie tun müssen.
Dass Jesus Mensch wurde, tut nichts zur Sache deiner Rettung. Es ist bis auf das erforderliche Blut eigentlich nebensächlich, weil es mehr ein Beweis seiner Wahrhaftigkeit ist.

Wäre Jesus nicht als Mensch, also im Fleisch auf die Erde gekommen, gäbe es auch kein Blut das Er vergiessen konnte, folge dessen auch keine Vergebung durch das Blut des Lammes, Jesus Christus.

liebe Grüsse
alegna
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon sugi » Di 11. Jan 2011, 21:50

alegna hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Stephanus liess sich lieber für Jesus steinigen, als sich einen Maulkorb von der religiösen Obrigkeit anziehen zu lassen.

Und solche Beispiele machen mich traurig, wenn ich mir überlege, ob ich mich lieber steinigen lassen würde ....

Gnu stichelt gerne bei mir, warum weiss ich auch nicht..
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Mi 12. Jan 2011, 03:21

sugi hat geschrieben: Gnu stichelt gerne bei mir, warum weiss ich auch nicht..
Vllt mag er mich :D

Du magst es als Stichelei betrachten, für mich war es nur eine Weiterführung deines Gedankens. Du gibst die Vorlage und ich schiesse das Tor.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » Mi 12. Jan 2011, 09:05

alegna hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Alles, was Christen tun um mit Gott eins zu werden, hat Jesus selbst nie getan.

Wie hätte Er das auch tun müssen, war Jesus doch Gott selbst, der auf die Erde kam um den Menschen den Weg zu sich wieder zu öffnen und ihnen zu zeigen was es braucht um wieder mit Ihm vereint zu sein.

Innerhalb der Existenz bestimmen sich die Dinge durcheinander. Was das eine ist, wirkt sich auf das andere aus. In der Existenz hängen die Dinge zusammen.

Wie Jesus aufgefasst wird, wie er erklärt, interpretiert wird, das hat dann Bedeutung für uns, weil Jesus wirklich existiert.

So wie Jesus im Christentum bestimmt ist, sind wir weder Mensch noch Gott.
Jesus ist im christlichen Verständnis so wenig mit uns verwandt, dass wir eigentlich völlig rätselhafte, unbekannte Wesen wären.

Das wird deshalb nicht so drängend wahrgenommen, weil dieser Schritt des Seins innerhalb der Existenz nicht unmittelbar, also sofort ersichtlich ist, sondern mittelbar.

Jesus und Wir, diese „beiden“ können im Christentum nicht innerhalb der Existenz erklärt werden.

Ich kann es jetzt leider nicht einfacher sagen.

Ich kann daraus aber sagen, was fehlt. Wir sind innerhalb der christlichen Erklärung zu wenig Mensch und viel zu wenig Gott. Die Erklärung, wir seien Sünder, die ist zu dünn.
Mensch und Jesus sind im Christentum viel zu weit auseinander.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » Mi 12. Jan 2011, 10:59

alegna hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:Jesus hat sich niemals Sünden vergeben lassen.

Da in Jesus Gott selbst auf die Erde im Fleisch kam, gab es auch keine Sünden zu vergeben, da Gott unfehlbar ist, sonst wäre Er nicht Gott!

Das Wunder der Existenz besteht darin, dass alles, was existiert, auch zusammen passen muss. Jedes Einzelne das existiert muss Rücksicht auf alles andere nehmen, was daneben existiert.

Und weil das so ist, ist das Ganze ein Kunstwerk, weil alles dadurch stimmig ist.

Und weil das so ist, lässt sich alles auf seine Existenzmöglichkeit hin überprüfen.

Sobald Gott Mensch wird, also in die Existenz tritt, dann muss Jesus auch zu allem anderen so passen, dass es bestehen bleiben kann.
Die geringste Ungenauigkeit in nur einem, das existiert, würde den gesamten Rest zunichte machen.

Wenn Gott in die Existenz tritt, dann ist das durch alles andere, was daneben existiert, bestimmt.
So aber, wie Jesus beschrieben wird, kann er nicht sein, denn vor allem wir, wir Menschen würden dann aus der Existenz verschwinden. Jesus Christus, so wie er beschrieben ist, passt nicht zu uns. Wenn Jesus so wie ihn die Bibel beschreibt, in der Existenz gewesen wäre, dann wären wir unmöglich.

Wenn Jesus wahrer Mensch gewesen sein soll, dann wären wir keine Menschen. Dann wären wir etwas, was nicht von dieser Welt sein könnte.

Entweder existiert Jesus oder wir, aber beides zusammen, das funktioniert nicht.

Wenn verschiedene in der Existenz nicht nebeneinander bestehen können, dann muss eines davon nur ausgedacht sein. Was existiert, hat nichts mit Glauben zu tun, sondern damit, ob es in den Rest eingebaut werden kann.
Alles, was neben dem Rest existieren könnte, das ist der Möglichkeit nach auch real.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon erbreich » Mi 12. Jan 2011, 12:27

Scardanelli hat geschrieben:Es wird keiner im Guten vom Guten abraten können. Es kann aber auch keiner das Gute befehlen, weil der Befehl nicht gut wäre.
Einen heiligen Lebenswandel kannst du nur führen, wenn du das in Freiheit tust.
Wenn dir Jesus nun durch seine Vergebung und Gnade den Rücken frei macht, dann könntest du ohne Konsequenzen des Erfolges ein heiliges Leben versuchen.

Amen.
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon sugi » Mi 12. Jan 2011, 14:51

Gnu hat geschrieben:
sugi hat geschrieben: Gnu stichelt gerne bei mir, warum weiss ich auch nicht..
Vllt mag er mich :D

Du magst es als Stichelei betrachten, für mich war es nur eine Weiterführung deines Gedankens. Du gibst die Vorlage und ich schiesse das Tor.

Ist schon oke Gnu..nimm es nicht gleich wörtlich und verwende es nur für dieses Zitat..
Allgemein betrachtet.. ;)

Vorallem habe ich gar nicht deine Position auf dem Spielfeld bemerkt, gibt
leider kein Tor.. :D
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Sa 15. Jan 2011, 21:50

Scardanelli hat geschrieben:[Mensch und Jesus sind im Christentum viel zu weit auseinander.



Dies doch offensichtlich deshalb, weil Jesus die ihm von Gott eingegebenen Wegweisungen, Lehren zu einer fruchtbringenden innigen Gottgemeinschaft von allzuvielen menschseits erfundenen Glaubensdogmen überschattet wurden und werden, welche man wohl als Grundlagen DES CHRISTENTUMS lehrt, die aber oftmals eher von Jesus weg, statt zu ihm führen.

Christsein ist doch eine innere Religion, eine Religion des Herzens, der vollkommenen Barmherzigkeit und ebensolchen Versöhnungsbereitschaft und daraus resultierender wahrer Menschlichkeit, wie sie Gott eigentlich gedacht hat.

Jesus sagte ja: Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder oder Schwester.

Und in der Bibel können wir ja in den Evangelien nachlesen, was Jesus als Willen des Vaters im Himmel lehrte und sogar auch vorlebte.

In den nachfolgenden Briefen kann man ja auch klar erkennen, was für weitreichende Besserungen, Veränderungen wachsende Gottesnähe, bis hin zur geistlichen Wiedergeburt es führen kann, wenn man sich wirklich "anstrengt" sich ebenfalls auf ein Leben nach Christi Gotteslehre einzulassen.

Gruss magdala
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Scardanelli » So 16. Jan 2011, 20:51

magdala hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:[Mensch und Jesus sind im Christentum viel zu weit auseinander.

Dies doch offensichtlich deshalb, weil Jesus die ihm von Gott eingegebenen Wegweisungen, Lehren zu einer fruchtbringenden innigen Gottgemeinschaft von allzuvielen menschseits erfundenen Glaubensdogmen überschattet wurden und werden, welche man wohl als Grundlagen DES CHRISTENTUMS lehrt, die aber oftmals eher von Jesus weg, statt zu ihm führen.
Christsein ist doch eine innere Religion, eine Religion des Herzens, der vollkommenen Barmherzigkeit und ebensolchen Versöhnungsbereitschaft und daraus resultierender wahrer Menschlichkeit, wie sie Gott eigentlich gedacht hat.

Du musst immer zeigen können, wie etwas erscheint und aus der Erscheinung muss es möglich sein, wortlos zu erkennen was es ist.

Du sagst, Gott würde in Jesus etwas eingeben. Was soll denn das für eine Prozedur sein? Der Mensch ist kein Wesen, in das etwas eingegeben wird. Der Mensch ist kein Automat oder ein Computer.
Wenn in einen Menschen etwas eingegeben wird, dann wird das „Gehirnwäsche“ genannt.
Warum soll Gott Jesus eine Gehirnwäsche verpassen?

Der Mensch erkennt aus sich selbst, was das Rechte und was das Unrechte ist. Da wird nichts eingegeben. Wenn in den Menschen etwas eingegeben würde, dann wäre der Mensch nicht frei.

Niemand hat in Jesus etwas eingegeben.

Und was soll diese „fruchtbringende Gottgemeinschaft“ sein? Wo kann das betrachtet werden? Wenn du es nicht zeigen kannst, dann handelt sich dabei nur um heiße Luft. Heiße Luft, weil es nicht erscheint.
Ich sage nicht „Heiße Luft“ um dich nieder zu machen, sondern weil du es zeigen müsstest.
Auch nette Menschen produzieren mitunter nur heiße Luft. Du magst also trotzdem ein netter Mensch sein.

Nicht nur Christentum ist eine innere Religion, weil alles ein Inneres hat, sonst könnte es nicht erscheinen.
Alles was du um dich herum wahr nehmen kannst, hat ein Inneres. Es gibt keine Erscheinung, ohne ein Inneres.

Und es ist alles, wie es gedacht ist, sonst hätte Gott einen Fehler gemacht.
Die Meinung, es wäre nicht alles so, wie es sich Gott gedacht habe, ist Kritik an Gott und stammt aus der Gnosis.
Es ist aber schon alles so, wie Gott es möchte.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 25. Jan 2011, 16:08

sugi hat geschrieben:
magdala hat geschrieben:Also Jesus ist schon Masstab

..der beste den es gibt :praisegod:

Genau darum lohnt es sich auch, für Jesus!!!



Da kann ich dir aus ganzem Herzen zustimmen, sugi. :praisegod:
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 25. Jan 2011, 16:31

Scardanelli hat geschrieben:
magdala hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:[Mensch und Jesus sind im Christentum viel zu weit auseinander.

Dies doch offensichtlich deshalb, weil Jesus die ihm von Gott eingegebenen Wegweisungen, Lehren zu einer fruchtbringenden innigen Gottgemeinschaft von allzuvielen menschseits erfundenen Glaubensdogmen überschattet wurden und werden, welche man wohl als Grundlagen DES CHRISTENTUMS lehrt, die aber oftmals eher von Jesus weg, statt zu ihm führen.
Christsein ist doch eine innere Religion, eine Religion des Herzens, der vollkommenen Barmherzigkeit und ebensolchen Versöhnungsbereitschaft und daraus resultierender wahrer Menschlichkeit, wie sie Gott eigentlich gedacht hat.

Du musst immer zeigen können, wie etwas erscheint und aus der Erscheinung muss es möglich sein, wortlos zu erkennen was es ist.

Du sagst, Gott würde in Jesus etwas eingeben. Was soll denn das für eine Prozedur sein? Der Mensch ist kein Wesen, in das etwas eingegeben wird. Der Mensch ist kein Automat oder ein Computer.
Wenn in einen Menschen etwas eingegeben wird, dann wird das „Gehirnwäsche“ genannt.
Warum soll Gott Jesus eine Gehirnwäsche verpassen?

Der Mensch erkennt aus sich selbst, was das Rechte und was das Unrechte ist. Da wird nichts eingegeben. Wenn in den Menschen etwas eingegeben würde, dann wäre der Mensch nicht frei.

Niemand hat in Jesus etwas eingegeben.

.


Lieber scardanelli

Gott unterzog Jesus sicher keiner Gehirnwäsche. Jesus begann am Jordan aus innerer Überzeugung mit der Verbreitung des Evangeliums vom Reich Gottes.

Jesus sagte aber selber, dass seine Lehren von dem stammen, der ihn gesandt hat. Hast du noch nie was von Eingebung gehört?

Beispiel: Johannes 12.49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet , sondern der Vater der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebote gegeben, was ich tun und reden soll50 Und ich weiss, sein Gebot id das ewige leben. Daum: was ich rede das rede ichso, wie es mir der Vater gesagt hat.

Jesus sagte auch mehrmals, dass wer ihm glaube, auch Gott glaube, der ihn gesandt hat.

Ebenso sagt Jesus zu seinen Feinden, dass wer ihn hasse auch den hasse der ihn gesandt hat. Dies doch weil er geistlich in einer serh intensiven innigen Gottgemeinschaft lebte, er nur noch der Stimme Gottes folgte und die Stimme Satans in ihm keine Chance hatte, ihn zu Bösem zu verführen.

Was wir denken sind doch Eingebungen. Und wem wir in uns gehorchen, dessen Knechte sind wir ja, dessen Werke tun wir. Will uns Satan zu Boshaftigkeit verführen, gibt uns Gottes Geist die Ermahnung es zu unterlassen. Dann können wir entscheiden, ob wir sündigen oder Gott gehorchen wollen.

Sind denn Gedanken für dich keine Eingebungen?

Gehirnwäsche erfolgt eigentlich ja durch Menschen, die einem etwas indoktrinieren wollen, was ihnen einst selber so eingetrichtert wurde, dass sie glauben, es sei die Wahrheit. Also bei mir hat es nicht funktioniert, weil Jesus auf mich überzeugender wirkte als gewisse Neopharisäer mit ihrer Drohbotschaft.

gruss magdala
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