freikirche der 7tags adventisten

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Oli4 » Mi 1. Sep 2010, 09:48

Reginald: Bitte komm zur Sache und biete den Mitlesern wenigstens eine kleine Richtung an, woher die Lehre stammt, dass Jesus 1844 erst ins Allerheiligste eingetreten sein müsste.
Deine querstehenden Exkurse über unverstandene Dispensationen sind uns nun wirklich bekannt und sind etwa so hilfreich in der konkreten Sache wie ein fiktives, andauerndes mit spitzem Finger auf milleritische Lehren oder whitistische Buchstaben-Leucht-Visionen zu zeigen.

Beherzige bitte Gal 6,2 und lass uns nicht mit inhaltsleeren Grundlagen-Hinweisen abblitzen.
Es reichte z.Bsp. auch schon ein guter Link. Man muss nicht alles neu erfinden.
Danke
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Mi 1. Sep 2010, 10:10

Lieber Oli.

Danke für den Hinweis. Aber leider sind mir die Hände gebunden. Mitten in eine Sache hinein springen, ohne den Anfang zu kennen - das mache ich nicht. Die Leute, die am Anfang der Adventbewegung in den USA standen und nicht wussten, wo der Fehler bei ihrer doch scheinbar so 100%ig sicheren Auslegung war, gingen auch auf den Anfang zurück und betrachteten alles noch einmal von vorne. Und dabei stießen sie auf gewisse symbolische Bedeutungen des Opferdienstes, die sie anfänglich wie die meisten Protestanten damals übersehen hatten.
Wenn Lambert (und Du ) bereit sind, an die Anfänge zurück zu gehen, dann diskutiere ich gerne weiter. Solange aber Lambert nur einige falsch gedeutete Stellen aus der Mitt heraus reißt, ist eine Diskussion nicht möglich.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Oli4 » Mi 1. Sep 2010, 10:25

Reginald 32 hat geschrieben: Mitten in eine Sache hinein springen, ohne den Anfang zu kennen - das mache ich nicht.

Dann hol doch einfach etwas weiter aus. Es täte der Sache besser, als mutzumassen wo andere bereits stehen und wo nicht, ich denke die können das ganz gut selber.
Also erzähl mal frei von der Leber weg, zum mitlesen, wie wenn ein adventistischer Schüler in eurer Versammlungsstunde fragen und danach zuhören würde.
Darüber diskutieren kann man ja immer noch, wer will. Mich und sicher einige stille Mitleser, nähme bloss die biblische Begründung 'wunder' wie Lambert ganz zu beginn danach fragte. Diese Lehre öffentlich beurteilen muss ich ja erstmals gar nicht. Nur lesen und selber prüfen.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Cool » Mi 1. Sep 2010, 12:06

Oli4 hat geschrieben:Mich und sicher einige stille Mitleser, nähme bloss die biblische Begründung 'wunder' wie Lambert ganz zu beginn danach fragte. Diese Lehre öffentlich beurteilen muss ich ja erstmals gar nicht. Nur lesen und selber prüfen.


Nun, wen es denn wirklich dringlich interessiert, der kann sich auch einfach ein Buch von Clifford Goldstein (ein vom jüdischen Glauben zum adventistischen Glauben übergetretener Christ) zum Preis von 9,90 € bestellen. ;)

Es heißt '1844 leicht gemacht' und ist bei adventist media zu bekommen.

Man kann es natürlich auch mit Angabe des Buchtitels, Autors und der ISBN-Nummer in jeder Buchhandlung bestellen!

Mit Sicherheit werden in diesem Buch alle Aspekte bedacht, die es zu dem Thema zu bedenken gibt!

Wer nun aber eine Adventistenallergie hat, der bestelle das Buch aus gesundheitlichen Gründen besser nicht! :baby:

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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon Lambert » Mi 1. Sep 2010, 12:59

SunFox hat geschrieben:Lieber Andreas, willst du dich nur fortlaufend beschweren und herumjammern?

Ich versuche seit Anbeginn deiner Fragestellung eine halbwegs vernünftige Diskussion zu führen, aber jegliche Versuche erstickst du sogleich wieder im Keim und spielst dann auch noch das Unschuldlamm! So geht das nicht!

Liebe Grüße von SunFox



Also das ich rumjammere, würde ich doch als übertrieben halten, beschweren? Nun es ist doch gestattet, eine Lehre für merkwürdig zu halten, denn ich finde nirgens in den Briefe solch eine Lehre.

"Wir dürfen eines nicht vergessen oder außeracht lassen, die Zeit, als Jesus Christus am Kreuze hing, war noch die Zeit des Gesetzes. Das Gesetz, welches Gott durch Mose den Juden gab, war bis zum Moment seines Todes gültig. Deshalb rief Jesus, bevor er starb: „Es ist vollbracht" Er kam, um das Gesetz zu erfüllen und einen Neuen Bund zu schaffen." (Ich zitierte aus http://www.v-p-m.de/frameset.htm?http:/ ... /kreuz.htm)

Wenn ich Jesaja 53, 4-5 lese:

4 Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt;
5 doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.


Was bedeutet das, „Es ist vollbracht!“? Es bedeutet, dass Jesus seine Aufgabe, die Menschen von ihren Sünden und vor der Hölle zu retten, erfolgreich erfüllt hatte. Das kann ich die Lehre von Ellen White nicht nachvollziehen, wenn Jesus erst 1844 in das Allerheiligste um dort zu reinigen hinein geht. Von was denn eigendlich, ist der Himmel schmutzig geworden? Kann ich mir nicht vorstellen, wurde die Bundeslade von den Priester von jeher gereinigt?

Wie kann dann Hebräer 9, 11-12 mit der Lehre von Ellen White stimmig sein, wenn doch geschrieben steht:

11 Christus aber, gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter, in Verbindung mit der größeren und vollkommneren Hütte, die nicht mit Händen gemacht (das heißt nicht von dieser Schöpfung ist),
12 auch nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blute, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.


Wenn ich auch Hebräer 8, 1-2

1 Die Summe dessen aber, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln,
2 ein Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Hütte, welche der Herr errichtet hat, nicht der Mensch.


Da ist doch ersichtlich, das Ellen White was lehrt, wie die Himmelslehre lehrt, nicht stimmen kann. So sagt Jesus selbst in Johannes 14,16: "Ich will den Vater bitten, der wird euch einen anderen Beistand geben." Damit ist doch klar, drückt Er aus, daß nicht nur der Heilige Geist ein Paraklet ist, sondern Er selbst ja auch. Und Er sagt: "Ich gebe euch aber für eurer Leben auf dieser Erde einen anderen Fürsprecher, einen anderen Tröster. Ich selbst bin der Paraklet, der Fürsprecher, der zum Vater geht."

Eines ist schonmal festzustellen: Jesus vertritt unsere Sache im Himmel. Er tritt vor dem Thron Gottes für uns ein. Aber Er betet nicht einfach für uns, sondern Er macht geltend, was Er für uns erworben hat. Anders gesagt, Jesus macht sozusagen Sein Erlösungswerk amtlich. So präsentiert Er dem ewigen Gott Sein heiliges Blut und Seinen durchbohrten Leib. Der Hohepriester des Alten Testamentes ging ja auch nicht in das Allerheiligste, um einfach nur für das Volk zu beten, sondern Er präsentierte auch Blut, das Blut von Tieren, mit dem er alles besprengte.

Da erscheint doch für einen Christen der Jesus liebt, diese Himmelslehre durchaus merkwürdig, und betrachtet diese Lehre als eine Sonderlehre, ist das bei solch einen Wiederspruch, gleich lieblos, oder gar unchristlich? Wohl kaum, denn ein Christ liebt eines, die Wahrheit, und hasst die Lüge, hat das mit leiblosigkeit zu tun? Wenn doch Gott die Lüge hasst, da kann man schlecht sagen, Er sei aber lieblos. Wenn doch der Teufel der Vater der Lüge ist.


Herzliche Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Oli4 » Mi 1. Sep 2010, 14:07

Cool hat geschrieben:Nun, wen es denn wirklich dringlich interessiert, der kann sich auch einfach ein Buch von Clifford Goldstein (ein vom jüdischen Glauben zum adventistischen Glauben übergetretener Christ) zum Preis von 9,90 € bestellen. ;)

Es heißt '1844 leicht gemacht' und ist bei adventist media zu bekommen.

Man kann es natürlich auch mit Angabe des Buchtitels, Autors und der ISBN-Nummer in jeder Buchhandlung bestellen!

Bravo Cool! Endlich mal ein konkreter Vorschlag.
Gibts zur obigen Thread-spezifischen Frage von Lambert auch spezifische Links ?


Mit Sicherheit werden in diesem Buch alle Aspekte bedacht, die es zu dem Thema zu bedenken gibt!
Davon gehe ich aus.

Wer nun aber eine Adventistenallergie hat, der bestelle das Buch aus gesundheitlichen Gründen besser nicht! :baby:
Und weshalb nun gleich wieder zynisch ?

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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon Cool » Mi 1. Sep 2010, 15:04

Lambert hat geschrieben:"Wir dürfen eines nicht vergessen oder außeracht lassen, die Zeit, als Jesus Christus am Kreuze hing, war noch die Zeit des Gesetzes. Das Gesetz, welches Gott durch Mose den Juden gab, war bis zum Moment seines Todes gültig. Deshalb rief Jesus, bevor er starb: „Es ist vollbracht" Er kam, um das Gesetz zu erfüllen und einen Neuen Bund zu schaffen."


Wer behauptet, das allein mit dem Tod Jesu das Erlösungswerk abgeschlossen (vollbracht) war, der sagt schlicht weg die Unwahrheit und steht nicht auf biblischen Grund.

Und Jesus hat nicht das Gesetz erfüllt, sondern dem Gesetz genüge getan.

Erfüllt läßt den Gedanken der Abschaffung aufkommen, aber Jesus hat das getan, was das Gesetz forderte.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Cool » Mi 1. Sep 2010, 15:07

Oli4 hat geschrieben:
Cool hat geschrieben:Wer nun aber eine Adventistenallergie hat, der bestelle das Buch aus gesundheitlichen Gründen besser nicht! :baby:
Und weshalb nun gleich wieder zynisch ?


Ist es nicht so, das einige eine panische Angst einer eventuellen Infizierung an den Tag legen? ;)

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Lambert » Mi 1. Sep 2010, 15:22

Cool hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:
Cool hat geschrieben:Wer nun aber eine Adventistenallergie hat, der bestelle das Buch aus gesundheitlichen Gründen besser nicht! :baby:
Und weshalb nun gleich wieder zynisch ?


Ist es nicht so, das einige eine panische Angst einer eventuellen Infizierung an den Tag legen? ;)

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Warum denn eine panische Angst, ich vertraue Gott, der mich sicher zum Ziele bringt, darum brauch ich in keiner Weise zu fürchten. Eine furcht vor eine Inifezierung, wenn ich mich an die Worte Jesus und an die Lehre der Aposten halte, so habe ich die nötige Impfung. Nur wenn ich in Schmutz und Unrat befinde, so ist es doch normal, die Folge mich auch mit den Erregern auszusetzen. Da muß man sich halt ja waschen und die nötige Schutzimpfung in Anspruch nehmen, und überlegen, ob ich mich wieder diese Unrat aussetze.


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Cool » Mi 1. Sep 2010, 16:04

Oli4 hat geschrieben:Gibts zur obigen Thread-spezifischen Frage von Lambert auch spezifische Links ?


Gibt es, z.B. hier: http://sabbat.biz/html/das_heiligtum_un ... pheze.html

Es muß dazu angemerkt werden, das dieser Link kein Link der STA ist, sondern von einer adventistischen Bewegung, die die Trinität ablehnt. Dennoch wird hier die Heiligtumslehre sehr ausführlich abgehandelt.

Eine weitere Seite zum Thema hier: http://www.dasgeheimnis.de/web/heiligtum.htm

Es handelt sich dabei um eine private adventistische (STA) Seite.

Hier noch eine Seite der STA-Gemeinde Frankenthal: http://www.sta-frankenthal.de/scripte/P ... 0Bibel.pdf

Anfangen mit dem Kapitel 7 (Das Geheimnis der 2300 Tage) und lesen bis zum Kapitel 13 (Die Gnadenzeit)

Wenn man sich wirklich ausgiebig damit beschäfftigen will, dann gehen dafür schon einige Stunden drauf. Wer aber wirklich wissen will, warum Adventisten dieses so glauben, der wird sich auch die Mühe machen verstehen zu wollen, ohne gleich alles ungeprüft zu verurteilen und das nur weil es einem fremd ist.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Lambert » Mi 1. Sep 2010, 16:43

Ich zitiere mal aus http://www.hauszellengemeinde.de/portal ... t;start=30

Die "Heiligtumslehre"

Diese Lehre hat in den vergangenen Jahren am meisten die Gemüter der STA bewegt und zu Zerreißproben und Austritten in der Vergangenheit und Gegenwart geführt.

Nach Auffassung der STA spielt die Lehre von dem "himmlischen Heiligtum" eine besondere Rolle. Im Mittelpunkt dafür steht das Jahr 1844. Erst zu diesem Zeitpunkt sei Christus in das Allerheiligste getreten. Ein Untersuchungsgericht aller Lebenden sei dort dann eingeleitet worden.

Das heißt praktisch eine Erlösung in zwei Phasen. In dem Buch "Grundbegriffe von A‑Z ‑ Lehre und Leben der Siebenten‑Tags‑Adventisten", herausgegeben von der Gemeinschaft, heißt es auf Seite 305 wörtlich:

"Subjektiv kann jeder Mensch im Augenblick seiner Hinwendung zu Christus durch den Glauben seiner Sündenvergebung gewiß sein. Objektiv erfolgt Vergebung und Tilgung durch die hohepriesterliche Reinigung zum prophetisch festgesetzten Zeitpunkt (von 1844 bis zum Ende der Gnadenzeit)."

Durch diese Auffassung wird die Einmaligkeit des Opfers Jesu geschmälert, die Prophetie verdreht und die Heilsgewissheit in Frage gestellt.


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Mi 1. Sep 2010, 20:39

Hallo, Oli.

Nachdem Cool eine große Menge an Lesestoff angegeben hat, werde ich nun erst mal abwarten, ob denn Lambert auch alles liest und versteht. Bisher war es ja so, dass er eigentlich kaum einen etwas längeren Beitrag hier im Forum las, wenn dieser nicht seiner Meinung entsprach.
Auch Dir möchte ich erst mal Zeit zum Lesen lassen.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 1. Sep 2010, 21:03

Lambert hat geschrieben:Ich zitiere mal aus http://www.hauszellengemeinde.de/portal ... t;start=30

Die "Heiligtumslehre"


Lieber Andreas, Außenstehnde können das wohl kaum beurteilen, denn wie das folgende von deiner Seite aufzeigt, sind grundlegende Dinge garnicht verstanden worden und man kommt zu einem Fehlurteil!

Lambert hat geschrieben:Diese Lehre hat in den vergangenen Jahren am meisten die Gemüter der STA bewegt und zu Zerreißproben und Austritten in der Vergangenheit und Gegenwart geführt.


Mit Sicherheit nicht, denn diese Ansicht vertreten praktisch alle adventistischen Richtungen im großen und ganzen einheitlich! Wenn nun Einzelpersonen sich mit dieser Meinung uneins sind und nur deswegen die Gemeinde verlassen, dann hat man das Wichtigste nicht verstanden, nämlich die Erlösung durch sein Blut!

Lambert hat geschrieben:Nach Auffassung der STA spielt die Lehre von dem "himmlischen Heiligtum" eine besondere Rolle. Im Mittelpunkt dafür steht das Jahr 1844. Erst zu diesem Zeitpunkt sei Christus in das Allerheiligste getreten. Ein Untersuchungsgericht aller Lebenden sei dort dann eingeleitet worden.


Hebräer 9,19-23: "Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte, nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volk und sprach (2.Mose 24,8): »Das ist das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat.« Und die Stiftshütte und alle Geräte für den Gottesdienst besprengte er desgleichen mit Blut. Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. So also mussten die Abbilder (im alten Bund) der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene."

Lambert hat geschrieben:Das heißt praktisch eine Erlösung in zwei Phasen. In dem Buch "Grundbegriffe von A‑Z ‑ Lehre und Leben der Siebenten‑Tags‑Adventisten", herausgegeben von der Gemeinschaft, heißt es auf Seite 305 wörtlich:


Keine Erlösung in zwei Phasen, sondern wie beim großen Versöhnungssabbat im alten Bund die gleiche Zeremonie im Neuen Bund!

Lambert hat geschrieben:"Subjektiv kann jeder Mensch im Augenblick seiner Hinwendung zu Christus durch den Glauben seiner Sündenvergebung gewiß sein. Objektiv erfolgt Vergebung und Tilgung durch die hohepriesterliche Reinigung zum prophetisch festgesetzten Zeitpunkt (von 1844 bis zum Ende der Gnadenzeit)."


Subjektiv bedeutet ja nichts anderes, das dessen was wir als Sünder uns hier im Dieseits bei den bedingungslosen Annahme Jesu gewiß sein können, das dieses uns objektiv bei SEINER Wiederkunft zuteil wird!

Wir sind uns also von etwas sicher, was wir noch garnicht haben! Es ist uns zugesichert durch das Wort Gottes und da Gott nicht lügt, ist selbst diese Subjektivität eigentlich eine objektive Angelegenheit, vorausgesetzt das man SEIN Kreuz auf sich genommen hat!

Subjektiv urteilen einige auch von sich selbst aus: "HERR, haben wir nicht in deinem Namen ...?"

Jesus der das Herz rein objektiv ansieht antwortet ihnen: "Ich kenne euch nicht!"

Es wird also an unserer eigenen Ehrlichkeit liegen ("Was der Mensch sät, das wird er ernten!"), wie die objektive Beurteilung durch Jesus aussieht!

Lambert hat geschrieben:Durch diese Auffassung wird die Einmaligkeit des Opfers Jesu geschmälert, die Prophetie verdreht und die Heilsgewissheit in Frage gestellt.


Nein, es wird in keinster Weise geschmälert, sondern nach dem Willen Gottes wird das Opfer Jesu im Allerheiligsten für uns zur Vergebung vor den Thron SEINER Gnade gebracht!

Alles was im Alten Bund seinen Vollzug fand war nur ein Schatten der zukünftigen Dinge, der Opferdienst Jesu ist die Vollendung, ist der bessere Bund, der Bund seiner Gnade!

Offenbarung 11,19: "Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel sichtbar"

Alles was bei dem Volk Israel beim Tempeldienst Sinn und Zweck hatte, das erfüllt im Himmel den gleichen Sinn und Zweck, denn Gott hat dem Moses alles vorher gezeigt und so wurde alles nach einem himmlischen Vorbild und göttlichen Anweisungen gebaut!

Was glaubst du wohl, warum diese ganzen Gegenstände im Himmel vorhanden sind? Die Bundeslade die Johannes z.B. sehen durfte im himmlischen Heiligtum, das ist die Lade des Neuen Bundes! Jesus tritt hier im Allerheiligsten vor den Gnadenthron und tritt für unsere Sünden ein!

Hebräer 9.24: "Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, das mit Händen gemacht wurde, welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen Heiligtums, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns."

Jene Adventgläubigen nach der ersten großen Enttäuschung von 1844 nun, welche dem fortschreitendem Licht des prophetischen Wortes folgten, sahen, dass anstatt zur Erde zu kommen am Ende der 2300 Tage im Jahre 1844, Christus in das Allerheiligste im himmlischen Heiligtum vor dem Angesicht Gottes trat, um das abschließende Werk der Versöhnung zu vollbringen, vorbereitend für sein Kommen.

Daniel 8,14-17: "Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden. Und als ich, Daniel, dies Gesicht sah und es gerne verstanden hätte, siehe, da stand einer vor mir, der aussah wie ein Mann, und ich hörte eine Menschenstimme mitten über dem Ulai rufen und sprechen: Gabriel, lege diesem das Gesicht aus, damit er's versteht. Und Gabriel trat nahe zu mir. Ich erschrak aber, als er kam, und fiel auf mein Angesicht. Er aber sprach zu mir: Merk auf, du Menschenkind! Denn dies Gesicht geht auf die Zeit des Endes."

Miller hatte für 1844 errechnet, das Jesus wiederkommen sollte, dieses verstand er unter die Weihung des Heiligtums, sprich die Heimholung ins Himmelreich der Gläubigen (Wiederkunft Jesu)! Das Datum stimmt, bloß die Schlußfolgerung war falsch! Die Weihe geschieht im himmlischen Heiligtum durch sein Blut, denn die himmlischen Dinge selbst aber müssen ein besseres Opfer haben!

Es ist also in keinster Weise ein Schmälerung des Opfers Jesu, sondern ein hochpriesterlicher Dienst den Jesus für seine Volk vollendet, Hebräer 7,17-19: "Denn es wird bezeugt (Psalm 110,4): »Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« Denn damit wird das frühere Gebot (Alte Bund) aufgehoben - weil es zu schwach und nutzlos war; denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen."

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 1. Sep 2010, 21:40

Was hätte wohl das Opfer der Tiere im AB bewirkt, wenn das auserwählte Opfertier nur draußen vor dem Heiligtum geschlachtet worden wäre und man dann die ganze weitere Zeremonie nicht vollzogen hätte?

Wäre das Opfer von Gott anerkannt worden, ohne das das Blut ins Heiligtum gebracht wurde?

Kein Israelt hätte damals im Alten Bund gesagt, das man das Opfer dadurch schmälert, das man in der Folge dann den dazugehörigen Tempeldienst ableistet!

Aber genau das wird hier im Neuen Bund von Christen getan, wenn sie sagen, das der himmlische Tempeldienst das Opfer schmälert!

Liebe Grüße von SunFox

PS: Selbst wenn man diese Erkenntnis des Heiligtumsdienstes aus eigenem Unverständnis nicht akzeptiert, so ist es dennoch so, das Jesus es auch für die Gläubigen tut, die eben aus Ermangelung der Erkenntnis es so nicht verstehen können!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Lambert » Do 2. Sep 2010, 04:35

Nun Lieber SunFox, es ist doch interesant zu wissen, wie es eigendlich zu dieser Himmelslehre gekommen ist, und auch erwähnenswert ist ja, das die Zeugen Jehovas aus den gleichen Haus kommen. Was ich auch sehr mekwürdig ist, nähmlich, keine andere religiöse Gruppe egal welche auch es ist, andere haben diese Erkenntnis nicht, von dieser Lehre die ich erwähnt habe, obwohl sie ja auch einen Zugang haben zum Daniel, worauf sich dies Himmelslehre sich bezieht.

Ich zitiere aus http://www.heilungundbefreiung.de/html/adventisten.html

Entstehung

Immer wieder und zu allen Zeiten in der menschlichen Geschichte kommt es zu stark endzeitlich ausgerichteten Bewegungen. So auch Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA. Der Farmer William Miller (1782-1849) kommt nach einer intensiven Beschäftigung mit der Bibel zur Überzeugung, dass Christus wiederkehren werde. Er interpretiert die Bibelstelle bei Daniel 8, 14 "Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind, wird das Heiligtum gereinigt werden" so, dass er die Tage mit Jahren gleichsetzt und als Beginn seiner Berechnungen das Datum der Wiederherstellung des Tempels im Jahr 457 v. Chr. setzt. So kommt er auf einen Zeitrahmen von 1843/44 für die Wiederkunft Christi.
Ab 1831 ist Miller sehr aktiv mit der Verkündigung dieser Botschaft beschäftigt und löst damit eine Bußbewegung in den Vereinigten Staaten aus. Als der März 1844 verstreicht, ohne dass Christus erschienen ist, legt Miller als neues Datum für die Wiederkunft den 22. Oktober 1844 fest. Als abermals nichts geschieht, zieht sich Miller zurück. Auch die inzwischen zu beachtlicher Größe angewachsene "Adventbewegung" zeigt sich enttäuscht. In der Folge kommt es zu einer Aufsplitterung in mehrere Teile. (Aus einem Teil entstehen später die Zeugen Jehovas.) Nun tritt Ellen Gould White, geborene Harmon (1827-1915), auf die Bühne. Durch ihre zweitausend "Visionen" ist sie so etwas wie eine Prophetin der Erweckungsbewegung geworden. Ihre Schriften werden für inspiriert gehalten. Ihr Mann, James White, erweist sich als erfolgreicher Organisator, der für die Verbreitung ihrer Lehren und Grundsätze sorgt. Im April 1848 wird die erste "Sabbatkonferenz" abgehalten. Drei Jahre lang ringen die vielen kleinen Gruppen um eine gemeinsame Glaubenslehre und legen so die Fundamente für die neue Bewegung. Eine wichtige Rolle spielt dabei Josef Bates als Hauptvertreter der Sabbatlehre. Man kommt nun überein, dass Christus am 22. Oktober 1844 mit der Reinigung des Heiligtums im Himmel begonnen habe. Erst zu diesem Zeitpunkt habe er "das himmlische Heiligtum betreten, um den Versöhnungsdienst für die Menschheit zu beginnen". Seine Wiederkunft erfolge erst, wenn der Versöhnungsdienst abgeschlossen sei. 1861 bezeichnet sich die Gruppe als "Siebenten-Tags-Adventisten" (STA). Zwei Jahre später, 1863, kommt es zur ersten "Generalkonferenz" in Battle Creek in Nebraska. 125 Gemeinden aus der Adventbewegung mit 3.500 Mitgliedern schließen sich zusammen. Ellen White gilt als die endzeitliche Trägerin des "Geistes der Weissagung". In den folgenden Jahren kommt es zu einer intensiven Missionierung, zum Aufbau eines eigenen Schul- und Bildungswerkes, zu Bemühungen um eine Gesundheitsreform und zum Ausbau eines Verlagswerkes zur Verbreitung des Schrifttums von Ellen White.


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Gnu » Do 2. Sep 2010, 05:50

Lambert hat geschrieben: Was ich auch sehr mekwürdig ist, nähmlich, keine andere religiöse Gruppe egal welche auch es ist, andere haben diese Erkenntnis nicht, von dieser Lehre die ich erwähnt habe, obwohl sie ja auch einen Zugang haben zum Daniel, worauf sich dies Himmelslehre sich bezieht.

Mich würde in dem Zusammenhang dann wunder nehmen, wie deine Favoriten-Ausleger diese Daniel-Stelle deuten. Andere kritisieren ist leichter als es besser zu machen.
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » Do 2. Sep 2010, 05:55

Lambert hat geschrieben:Nun Lieber SunFox, es ist doch interesant zu wissen, wie es eigendlich zu dieser Himmelslehre gekommen ist, und auch erwähnenswert ist ja, das die Zeugen Jehovas aus den gleichen Haus kommen.


Was hat das mit dem Thema zu tun lieber Andreas? Die Erwähnung der ZJ zeigt doch wieder nur einmal mehr dein eigentliches Bestreben auf, aber wie auch du bemerkt haben solltest, hat der gute Thelo deinen Eingangspost aus der Sektenecke heraus geholt!

Und außerdem kommen die ZJ nicht aus der gleichen Ecke, denn mit dem Ereignis von 1844 haben sie nicht das Allergeringste zu tun!

Lambert hat geschrieben:Was ich auch sehr mekwürdig ist, nähmlich, keine andere religiöse Gruppe egal welche auch es ist, andere haben diese Erkenntnis nicht, von dieser Lehre die ich erwähnt habe, obwohl sie ja auch einen Zugang haben zum Daniel, worauf sich dies Himmelslehre sich bezieht.


Siehst du lieber Andreas und das finde ich überhaupt nicht komisch, sondern genau im Gegenteil soetwas von logisch in seiner Einfachheit der Beantwortung!

Der HERR hat ganz bewußt den Adventgläubigen diese Erkenntnis geschenkt und nicht den anderen religösen Gruppen! ;)

Der berechnete Termin der Wiederkunft war der 22. Oktober 1844 und als nichts geschah, geschah einen Tag später dennoch etwas! Am Morgen des 23. Oktober 1844 schon hat der HERR Einem der im tiefsten Gebet Gott um Rat ersuchte (wegen des Ausbleibens seines Kommens), in einer Vision einen Einblick darüber gegeben, was wirklich mit dem Datum des 22. Oktober seinen Anfang nahm! Und das ist nicht merkwürdig, sondern äußerst bemerkenswert, denn es zeigt auf, das Gott genau wie damals zu Zeiten der Propheten im AT umgehend antwortet, zumal der HERR es im NT vorhersagte, das es so kommen wird!

Nicht die Adventisten sind verantwortlich für diese Lehre, sondern der HERR selbst! Er schenkte dem Überrest aus den Gläubigen der Millerbewegung diese Erkenntnis, weil sie trotz der Enttäuschung IHM die Treue hielten! Der HERR läßt seine Getreuen nicht in Unkenntnis, sondern erzeigt sich ihnen in aller Wahrheit!

Lambert hat geschrieben:Ich zitiere aus http://www.heilungundbefreiung.de/html/adventisten.html

Entstehung

Immer wieder und zu allen Zeiten in der menschlichen Geschichte kommt es zu stark endzeitlich ausgerichteten Bewegungen. So auch Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA. Der Farmer William Miller (1782-1849) kommt nach einer intensiven Beschäftigung mit der Bibel zur Überzeugung, dass Christus wiederkehren werde. Er interpretiert die Bibelstelle bei Daniel 8, 14 "Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind, wird das Heiligtum gereinigt werden" so, dass er die Tage mit Jahren gleichsetzt und als Beginn seiner Berechnungen das Datum der Wiederherstellung des Tempels im Jahr 457 v. Chr. setzt. So kommt er auf einen Zeitrahmen von 1843/44 für die Wiederkunft Christi.
Ab 1831 ist Miller sehr aktiv mit der Verkündigung dieser Botschaft beschäftigt und löst damit eine Bußbewegung in den Vereinigten Staaten aus. Als der März 1844 verstreicht, ohne dass Christus erschienen ist, legt Miller als neues Datum für die Wiederkunft den 22. Oktober 1844 fest. Als abermals nichts geschieht, zieht sich Miller zurück. Auch die inzwischen zu beachtlicher Größe angewachsene "Adventbewegung" zeigt sich enttäuscht. In der Folge kommt es zu einer Aufsplitterung in mehrere Teile. (Aus einem Teil entstehen später die Zeugen Jehovas.) Nun tritt Ellen Gould White, geborene Harmon (1827-1915), auf die Bühne. Durch ihre zweitausend "Visionen" ist sie so etwas wie eine Prophetin der Erweckungsbewegung geworden. Ihre Schriften werden für inspiriert gehalten. Ihr Mann, James White, erweist sich als erfolgreicher Organisator, der für die Verbreitung ihrer Lehren und Grundsätze sorgt. Im April 1848 wird die erste "Sabbatkonferenz" abgehalten. Drei Jahre lang ringen die vielen kleinen Gruppen um eine gemeinsame Glaubenslehre und legen so die Fundamente für die neue Bewegung. Eine wichtige Rolle spielt dabei Josef Bates als Hauptvertreter der Sabbatlehre. Man kommt nun überein, dass Christus am 22. Oktober 1844 mit der Reinigung des Heiligtums im Himmel begonnen habe. Erst zu diesem Zeitpunkt habe er "das himmlische Heiligtum betreten, um den Versöhnungsdienst für die Menschheit zu beginnen". Seine Wiederkunft erfolge erst, wenn der Versöhnungsdienst abgeschlossen sei. 1861 bezeichnet sich die Gruppe als "Siebenten-Tags-Adventisten" (STA). Zwei Jahre später, 1863, kommt es zur ersten "Generalkonferenz" in Battle Creek in Nebraska. 125 Gemeinden aus der Adventbewegung mit 3.500 Mitgliedern schließen sich zusammen. Ellen White gilt als die endzeitliche Trägerin des "Geistes der Weissagung". In den folgenden Jahren kommt es zu einer intensiven Missionierung, zum Aufbau eines eigenen Schul- und Bildungswerkes, zu Bemühungen um eine Gesundheitsreform und zum Ausbau eines Verlagswerkes zur Verbreitung des Schrifttums von Ellen White.


Im großen und ganzen stimmen diese Ausführungen, wenn auch einige Details (zum Teil nicht ganz unwichtige) nicht der Wahrheit entsprechen, ohne das ich aber jetzt darauf im Detail eingehen will!

Bloß eines möchte ich anmerken, was viele garnicht wissen! Nicht nur Ellen White hatte die Gabe der Weissagung (das mittels Visionen und Gesichten in Verbindung treten mit Gott), da waren auch einige andere, denen sich Gott in gleicher Art und Weise mitteilte!

Und viele Christen nehmen sich die Adventisten als Vorbild hinsichtlich ihrer Missionsbemühungen und Werke! Adventisten waren in vielen Dingen für andere Glaubensrichtungen Vorreiter in der Art der Verkündigung!

Und wenn wir mal alle Adventgläubigen zusammenrechnen, dann kommen wir heute auf rund 25 Millionen Gläubige, aus den Anfangs rund 3.500 Gläubigen, aus dem Überrest von ehemals rund 100.000 Gläubigen der Millerbewgung! Je näher die Wiederkunft Jesu ist, desto steiler wird die Kurve der Gläubigen nach oben gehen und es ist ein Zeichen dafür, das die Wiederkunft des HERRN bald ist!

Der HERR steht zu seinem von IHM ins Leben gerufenen Werk, es ist das Werk SEINER Hände! :praisegod:

Matthäus 22,14: "Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt."

Du siehst nichts ist merkwürdig, alles geschieht wie vorhergesagt!

Aber wie sieht es eigentlich mit dir aus? Willst du nicht in biblischer Art und Weise auf das bisher dagelegtes eingehen? Hast du dir angebotenen Links durchgelesen und auf ihren Inhalt hin überprüft? Oder willst du nur Links anderer bringen, die aus einer Unkenntnis heraus gegen die Wahrheit sind? Hast du überhaupt eine eigene Meinung? Die biblische Aufforderung: "Prüfet aber alles und das Gute behaltet!" scheint dir nicht geläufig, denn du übergehst ohne Prüfung und verurteilst! Du haste eine vorgefertigte Meinung, die dir von anderen auf einem silbernen Tablett serviert wird und diese übernimmst du unbesehen, ganz egal welche Gruppierung nun dahinter steht! Findest du das in Ordnung?

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Lambert » Do 2. Sep 2010, 06:16

Nun Lieber SunFox, hat doch die Adventisten eine Exklusivstellung, und ein wie ein Paulus aus Tarus durch die Röhre schauen, und sich gerirrt haben, denn diese Lehre daß die Advenisten vertreten, ist gegenüber den Evangelien und den Briefen gänzlich fremd. Dabei stehen die Adventisten nicht ein mal alleine, auch wenn andere Religiösen anderes predigen, aber eine Sonderstellung beziehen, den Anspruch erheben, die einzigste Wahrheit zu haben, und bei ihnen alleine die Rettung zu finden ist. Was ich ich persönlich sehr sonderlich finde, denn das irre führend, und gehört in den Mülleimer ohne Bedenken zu haben.

Herzliche Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Do 2. Sep 2010, 11:38

Hallo, lieber Lambert.

Aus den Links, die Du in letzter Zeit postest, geht hervor, dass sie alle im weiteren Sinne zum Kreis der Pfingstgemeinden oder Charismatischen Gemeinden gehören. Ich habe auch mal nach Deiner Gemeinde in Ahaus gesucht, sie aber im Internet nicht gefunden. Auch zu der FeG gehört sie scheinbar nicht. So vermute ich sehr stark, dass es sich auch um eine charismatische oder pfingstlerische Gemeinde handelt. Ich werde aber nochmal meine Bekannten in Ahaus fragen, wenn ich sie sehe, oder vielleicht auch selbst dort fragen, denn demnächst muss ich mal dort hin (Augenklinik).

Da in solchen Gemeinden andere Schwerpunkte gelegt werden als in normalen evangelikalen Gemeinden, kann ich nun etwas besser verstehen, warum Du einmal so viele unbegründete Vorurteile gegen die "irrgläubigen" Adventisten hast, und zum anderen, warum Du viele biblischen Dinge überhaupt nicht verstehst bzw. sie nicht verstehen willst und stattdessen mit unsinnigen Behauptungen und Halbwahrheiten um Dich wirfst.

Ich bitte Dich herzlich, doch lieber mal sachlich auf Fakten ein zu gehen, statt immer nur zu polemisieren und auf andere herum zu hacken. Du selbst stehst dadurch nämlich keineswegs gerechtfertigter da.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » Do 2. Sep 2010, 12:16

Lambert hat geschrieben:Nun Lieber SunFox, hat doch die Adventisten eine Exklusivstellung, und ein wie ein Paulus aus Tarus durch die Röhre schauen, und sich gerirrt haben, denn diese Lehre daß die Advenisten vertreten, ist gegenüber den Evangelien und den Briefen gänzlich fremd.


Als meine Antwort zu deiner erkannten Exklusivstellung kannst du dir dieses durchlesen! ;)

Lambert hat geschrieben:Dabei stehen die Adventisten nicht ein mal alleine, auch wenn andere Religiösen anderes predigen, aber eine Sonderstellung beziehen, ...


Es ist mir gänzlich egal was andere lehren! Ist es die Wahrheit, dann ist es ok; ist es die Unwahrheit, dann ist es eben nicht ok! Auch dazu gibt obiger Link dir Antwort!

Lambert hat geschrieben:... den Anspruch erheben, die einzigste Wahrheit zu haben, und bei ihnen alleine die Rettung zu finden ist.


Adventisten erheben den Anspruch, im Besitz der erkennbaren Wahrheit zu sein, aber sie erheben nicht den Anspruch wie du hier einfach behauptest, das nur bei ihnen Rettung zu finden ist, denn sie sind keine katholische Richtung und auch keine sektiererische Richtung, die auf verbindliche Exclusivität der Errettung besteht!

Die biblische Grundbotschaft ist: "Liebet Gott und haltet seine Gebote, denn dieses kommt allen Menschen zu!"

Wer sich an dieses Prinzip hält, der kann Jesus seinen Freund nennen! Es gibt genügend, die dieses Prinzip verwerfen und genau zu denen wird Jesus bezüglich der Freundschaft sagen: "Ich kenne euch nicht!"

Was dann in der Freundschaft mit Jesus an weiterer Erkenntnis hinzu kommt, das liegt an dem Eifer des Einzelnen, in wie weit er in aller Wahrheit wachsen will: "Suchet, so werdet ihr finden!"

Wer zu faul zum suchen ist, oder sich mit bisheriger Erkenntnis zufrieden gibt, der steht nah am Abgrund! Dieses ist besonders dann ein tragischer Fall, wenn sich die scheinbare Erkenntnis als Irrtum erweist, dann gibt es sehr schnell Abstürze (Besessen von einem Irrtum führt zu Herzensverschluss), man ist kaum wieder in der Lage den Berg erneut zu erklimmen! Erst eine Neubesinnung ist der rettende Weg nach oben und darum heißt es auch: "Seht zu das ihr nicht fallet!"

Lambert hat geschrieben:Was ich ich persönlich sehr sonderlich finde, denn das irre führend, und gehört in den Mülleimer ohne Bedenken zu haben.


Auch was du gerne persönlich in den Mülleimer verfrachten möchtest, das ist mir ebenfalls soetwas von egal, denn deine Verfrachtung hält die Botschaft Gottes :praisegod: nicht im geringsten auf: "Bleibt ihr in mir, so bleibe ich in euch!" ;)

Liebe Grüße von SunFox
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Do 2. Sep 2010, 13:30

Hallo zusammen.

Nach meiner Meinung muss man, wenn man die von Andreas angeschnittenen und nicht verstandenen Fragen verstehen will, mit den Sündopfervorschriften im alten Bund beginnen.

Die Juden verstanden sie damals und verstehen sie bis heute als eine Art von Wiedergutmachung gegenüber einem vom Sünder beleidigten Gott, der über den Sünder zornig war. Wer also eine Sünde begangen hatte, musste diese Beleidigung Gottes durch ein entsprechendes Opfer wieder gut machen und den zornigen Gott damit wieder besänftigen. Einen Messias, der die Sünden vergibt, so sagte mir ein Rabbi in Israel, benötigen die Juden nicht, weil sie ja ihre Opfervorschriften bzw. seit dem Untergang des Tempels ihre Ersatzvorschriften haben.

Im Christentum wird dies aber anders verstanden. Der Opferdienst ist laut Hebräerbrief ein "Schatten" auf Christus. Er ist also ein praktisches Lehrbeispiel. Am Opferdienst kann der Gläubige lernen, wie Gott ist und wie er mit der Sünde des Geschöpfes umgeht.( wenn er denn will).

Es ist fest zu halten, dass Gott zwar die Sünde selbst hasst, aber den einzelnen Sünder liebt. Der Sünder braucht also seinen Gott nicht zu fürchten oder zu besänftigen, sondern dieser ist doch sein liebender Vater, der ihm helfen möchte. Diesen braucht er nicht zu besänftigen, wie das die Heiden mit ihren Opfern für ihre Götter tun.
Das kann man aber mit dem jüdischen Opferverständnis nicht erkennen, sondern nur mit dem christlichen.

Zum israelitischen Opfer gehörte natürlich der von Gott dafür bestimmte Ort. Dies war zunächst in der Wüste die Stiftshütte und später der Tempel in Jerusalem. Doch der Tempel wurde nicht von Gott gezeigt.
Die Stiftshütte wurde nach dem "Vorbild" gebaut, das Gott dem Mose "auf dem Berg" gezeigt hatte: 2. Mose 25:8+40, 26:30, Hebr. 8:5.

Was genau Gott dem Mose gezeigt hatte, geht aus dem Text nicht eindeutig hervor. War es nun eine konkrete Stiftshütte, wie sie dann anschließend errichtet wurde, oder war es ein Bauplan (Blaupause), wie ihn die Handwerker benutzen. Beide Auslegungen sind möglich.

Der Tempel wurde später in Anlehnung an die Stiftshütte errichtet und eingeteilt. Beide bestanden aus:
a) Vorhof mit Brandopferaltar,
b) der ersten Abteilung, dem Heiligen, und
c) der kleineren 2. Abteilung, dem Allerheiligsten.
Diese drei Unterscheidungen und die darin enthaltenen Gerätschaften sind ein praktisches Lehrbeispiel für den Weg, den Gott vorgeschrieben hatte, wie man mit der Sündenschuld umgehen sollte..
Des Weiteren sind die verschiedenen Opfer und Dienste wichtig. Es gab unterschiedliche Opfer und unterschiedliche Dienste. Auch diese sind wichtig für den Umgang mit der Sündenschuld.

Im 3. Mosesbuch werden die unterschiedlichen Opfer für unterschiedliche Personen und unterschiedliche Anlässe aufgeführt.

In Kap. 4:27-35 wird z.B. das Sündopfer des "kleinen Mannes" beschrieben. Der Sünder musste ein fehlerloses Tier (V.28) (Ziege oder Schaf) bringen (Sinnbild für den fehlerlosen Christus), er musste (V.29) seine Hände auf das Haupt des Tieres legen und seine Sünde deutlich aussprechen und sie symbolisch in dieser Weise auf das Tier übertragen. Dann musste er das unschuldige Tier eigenhändig schlachten und (V.30.34) dem Priester übergeben. Der tauchte seinen Finger in das Blut des Opfers und übertrug dieses auf die Hörner des Brandopferaltars. Der Rest des Blutes wurde unter dem Altar ausgegossen..Das Fett wurde auf dem Altar verbrannt.

Durch die Übertragung des Blutes auf die Hörner des Altars wurde symbolisch die Schuld des Sünders auf den Altar und damit auf das Heiligum übertragen. Der Sünder war nun subjektiv seine Sünde los (V.35. Er war versöhnt.

Wo aber war nun die gerade vergebene Sünde des Sünders gelandet? War sie total ausgetilgt? Nein. Sie existierte objektiv noch (symbolisch) und lag nun auf dem Heiligtum und verunreinigte dieses.

Übrigens: In den Ausnahmefällen, in denen es um die Sünde eines Priesters oder des gesamten Volkes ging, wurde das Blut nicht auf die Hörner des Altars gestrichen, sondern unmittelbar ins Heiligtum getragen und sieben mal vor dem Vorhang zum Allerheiligsten auf den Fußboden gespritzt (Kap. 4:5.7.16.17) Aber in allen Fällen wurde die Schuldenlast objektiv auf das Heiligtum übertragen und "verunreinigte" dieses.

Diese Sündopfer ist ein "Schatten" auf das Opfer Christi, das er für jeden Sünder stellvertretend brachte. So wie das Tier stellvertretend für den Sünder starb, damit dieser leben konnte, so starb auch Jesus stellvertretend für den Sünder, damit dieser ewiges Leben haben darf (Joh. 1:29+36) , so er denn dieses Opfer Christi akzeptiert. Wir Menschen haben nur diese zwei Möglichkeiten: Entweder sterben wir selbst, oder das Opfer (Lamm oder Christus) stirbt für uns. Einen anderen Weg hat Gott nicht vorgesehen.

Neben diesen persönlichen Opfern gab es noch das immerwährend Sündopfer, das morgens und abends geopfert wurde (3.Mose 6:1-6) Diese Opfer deutete die immerwährende Vergebungsbereitschaft Gottes an. Wenn ein Israelit nicht selbst zum Tempel kommen konnte, so konnte er, egal, wo er sich befand, sich zur Zeit des Opfers in Richtung Jerusalem im Gebt an Gott wenden und um Vergebung bitten. Dann war seine Schuld auch vergeben. (Dies war übrigens das Problem der Judenchristen im neuen Testament. Sie hofften auf die Vergebung durch eben dieses Opfer, das aber nur für beschnittene Juden wirksam war. Dieses Opfersystem wollten sie unbedingt den noch unbeschnittenen Galatern aufschwatzen, wogegen sich Paulus in seinem Brief so entschieden wehrt.)
Auch durch dieses Opfer wurden die Sünden der bußfertigen Gläubigen auf das Heiligtum übertragen.

Diese Opfer sind eine Art Lehrbeispiel auf das Opfer Christi hin. Er ist das wahre Opferlamm Gottes. Er nimmt dem reumütigen Sünder die Last der Schuld ab und trägt sie stellvertretend für ihn. Und er stirbt den Tod, den der Sünder verdient hätte, damit dieser das Leben erhält, das nur Jesus hat.

Die Frage ist nun: Wo bleibt denn, analog zum Versöhnungsdienst im alten Testament, die Sündenschuld im neuen Testament? Wo ist denn ein Heiligtum/Tempel, wo die vergebene Sündenlast zusammengetragen wird?

Liebe grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Fr 3. Sep 2010, 13:35

Hallo zusammen.

Will man jetzt die Frage:
Wie geht Gott mit der Sündenschuld des Menschen um?
Wie wird sie endgültig ausgetilgt/gelöscht?
gründlich verstehen, müssen wir zunächst einen kurzen Blick auf die Ausstattung des Heiligtums werden. Es gibt darüber übrigens ein Buch von Paul F. Kiene: „Das Heiligtum in der Wüste Sinai“. Keine ist zwar ein Dispensationalist und Darbyst und betrachtet das Heiligtum unendlich ausführlich, aber es ist dennoch lesenswert. Aber ich meine, man muss nicht die Bedeutung jedes Nagels und jedes Hakens wissen, die Kenntnisse der Haupteinrichtung genügt eigentlich vollständig für unser Thema. Und ins Mystische braucht man auch nicht ab zu gleiten.

Der wichtigste Gegenstand bei der Sündenvergebung und des endgültigen Auslöschens der Sünde war der Brandopferaltar. Er stand draußen unter freiem Himmel unmittelbar am Eingang des Heiligtums und auch des späteren Tempels. Er war der Mittelpunkt jeglichen Opfers und jeglicher Versöhnung. Jesus bezeichnet ihn in Matth. 23:19 sogar als wichtiger als das Opfer selbst.
Gott nennt ihn selbst nicht nur „heilig“ sondern sogar ein „Hochheiliges“. Niemand durfte ihn berühren. Tat er es dennoch, so war er dem Heiligtum für immer verfallen: 2. Mose 29:37.
Er wird uns in 2. Mose 27:1-8 genau beschrieben, doch will ich mir die Bauart und die Materialien ersparen, da sie zum Thema nur wenig beitragen können. Doch ein Hinweis scheint mir wichtig: In Vers 8 weist Gott darauf hin, dass Mose ihn genau so gestalten soll, wie er es ihm auf dem Berg gezeigt hat. Bei Gott existiert also ein wie auch immer geartetes Urbild dieses wichtigsten Gegenstandes des Tempels.

Der Altar stand auf einer kleinen Erhöhung, so wie auch das Kreuz Christi auf einem Hügel stand. Der spätere Altar im Tempel Salomos war etwa vier mal größer, aber ebenso wie dieser Altar aus Kupfer (Erz) getrieben. Auch er stand auf einem erhöhten Platz.

Jeder Gläubige der sich Gott nahen wollte, musste zuerst am Altar vorbei. Das bedeutet nach meiner Meinung, kein mit Schuld beladener Mensch durfte sich dem gedachten Wohnsitz Gottes im Tempel nahen. Zuerst musste er versöhnt sein. Dementsprechend betont Hebr. 9:13+14, dass jeder Mensch erst einmal durch das Blut Christi gereinigt werden muss, bevor er dem lebendigen Gott dienen darf und kann.
Dieser Brandopferaltar wird insgesamt 77 mal in der Bibel erwähnt. Bei der Bedeutung der heiligen Zahl „7“ ist das schon eigenartig.
Das Waschbecken übergehe ich hier. Es hat nichts mit der Sündenvergebung, sondern eher mit der Heiligung zu tun (das Wasserbad im Wort).

Das eigentliche Heiligtum war ursprünglich ein Zelt, später im Tempel ein ansehnliches Gebäude. Es bestand aus zwei Abteilungen, dem Heiligen und dem Allerheiligsten. Betreten durften es die Priester nur barfuß. Die Achse des Heiligtums verlief west-östlich, Eingang vom Osten. Wenn der Priester das Heilige betrat, stand zu seiner Rechten der Schaubrottisch und zu seiner Linken der 7-armige Leuchter, der bis heute das Symbol Israels ist. Gerade aus stand vor dem Trennvorhang zum, Allerheiligsten der Räuchopferaltar. Und hinter dem Vorhang befand sich die Bundeslade und über dieser der gedachte Wohnsitz Gottes, der Gnadenstuhl.

Es gab 12 Schaubrote, für jeden Stamm Israels eines. Der Tisch selbst war aus Akazienholz, mit Gold überzogen. Nach 3. Mose 24:5-9 sollten sie ein Sinnbild dafür sein, dass Gott sein Volk ständig vor Augen hatte (der auf den Broten liegende Weihrauch wurde verbrannt zum Gedächtnis). Man kann es auch so auslegen: Der Tisch aus zweierlei Material (Holz und Gold) ist ein Sinnbild für Christus (Mensch und Gott). Er trägt seine Kinder ständig vor Gott. Der Tisch hatte die gleiche Höhe wie der Altar. Auch dieser Umstand gibt zu denken.
Auch über den goldenen Leuchter und seinen Symbolcharakter ließe sich lange reden. Auch er ist ein Symbol für Christus, dem Licht der Welt. Doch hier geht es um die Vergebung und die Beseitigung des Schuld. Dafür ist dann das Allerheiligste von besonderer Bedeutung.

In der Bundeslade lag das Gesetz, die 2 Steintafeln mit den 10 Geboten, und darüber thronte Gott. Für mich bedeutet das, dass Gottes Herrschaft, wo auch immer, auf diesem einfachen Grundgesetz beruht. Zusätzlich hat es Jesus ja dann noch in der Bergpredigt erläutert. Und es bedeutet für mich auch, dass über diesem Grundgesetz Gottes der Gott der Gnade thront, der sein Volk liebt, Gnade vor Recht dem reuigen Sünder gegenüber ergehen lässt und den Sünder liebt, aber die Sünde selbst zutiefst hasst und verabscheut..

Nach der Schilderung der für die endgültige Auslöschung der Sündenschuld maßgeblichen Gegenstände kann ich nun mit der Lösung der obigen Frage fortfahren: Wo bleibt denn, analog zum Versöhnungsdienst im alten Testament, die Sündenschuld im neuen Testament? Wo ist denn ein Heiligtum/Tempel, wo die vergebene Sündenlast zusammengetragen wird?

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Sa 4. Sep 2010, 18:32

Hallo zusammen.

Nachdem wir die Aufteilung und die für die Sündenvergebung wesentlichen Teile der Stiftshütte und des Tempels kennen, können wir nun mit dem Thema der Sündenbehandlung fortfahren. Die Stiftshütte/der Tempel waren ja ein praktisches Lehr- und Schulbeispiel für den Menschen, damit er den Umgang Gottes mit der Sündenschuld des Menschen verstehen konnte. Gleichzeitig sind die zeremoniellen Handlungen im Tempel auch ein Hinweis auf das Handeln Christi. Das Praktische veranschaulicht also das Wesentliche, das Geistliche.
Wir haben gesehen, dass der Gnadenstuhl im Allerheiligsten als der Wohnort Gottes unter seinem Volk angesehen wurde. Dort erschien die Gottheit dem Hohenpriester in der Schechina, wie es mehrfach in der Schrift bezeugt wird. Die Herrlichkeit des Herrn wird in 2. Mose 40:34 und in 1. Kön.8:11 erwähnt, und Johannes schaut sie in Offb.15:8 im himmlischen Tempel. Gleichzeitig war dieser Wohnort Gottes der große Müllbehälter oder Aufbewahrungsort für alle im Laufe eines Jahres vergebenen Sünden der Kinder Gottes. In der Computersprache würde das heute bedeuten: Er war der Papierkorb, der einmal im Jahr geleert werden musste. Erst dann war die Sündenschuld endgültig beseitigt/gelöscht.

Die biblische Beschreibung dazu finden wir in 3. Mose 16 und 23:26-32. In 16:31 und 23:32 wird dieser Tag übrigens unter die „großen“ oder Festsabbate gezählt, die auf irgend einen Wochentag fallen konnten, aber trotzdem Sabbat genannt wurden. Paulus erwähnt diese Festsabbate in Kol.2:16. In Unkenntnis der zeremoniellen Festordnungen Gottes verwechseln manche diese Fest-Sabbate gerne mal mit dem wöchentlichen Sabbat, was aber m.E.ein krasses Fehlverständnis der Bibel bedeutet.

Aber zurück zu 3.Mose 16.
In V, 2 wird Aaron in seiner Eigenschaft als Hoherpriester nur ein einziges Mal pro Jahr erlaubt, das Allerheiligste (das inwendige Heiligtum) zu betreten.. Ansonsten droht die Todesstrafe. Gott will dann in der Schechina (in einer Wolke) ihm auf dem Gnadenstuhl erscheinen.

Er darf aber nicht so einfach mal hineingehen, denn in V.3 werden die Opfer vorgeschrieben, die er für sich selbst dar zu bringen hat.

Dann muss er die heiligen Kleider des Hohenpriesters, die er nur an diesem Tage trug, (V.4) anziehen und sich vorher ganz baden.

Diese Vorschriften zeigen sämtlich, dass es sich um einen ganz besonderen Tag im Jahreslauf des Volkes Gottes handelte. Als wir in Israel waren, erzählte mir unser Taxifahrer, dass er zwar ein „weltlicher“ Jude sei. Aber weil er Angst um sein Leben habe, würde er am Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, absolut fasten und den ganzen Tag die vorgeschriebenen Gebete sprechen und auch in die Synagogen gehen. Fernsehen, Radio, Zeitung, Kino, Nachbarn, „Frau“ - alles streng tabu. Es ist eben Jom Kippur, der große Versöhnungstag. Er wird heute noch in Israel von allen Juden, gläubigen wie weltlichen, so gehalten, wie es in Kap. 23:26-31 beschrieben wird, und zwar nach biblischer Tageszählung von Abend zu Abend ( V.31), so wie im Schöpfungsbericht gezählt wird: Aus Abend (Nacht) und Morgen (Tag) wurden die einzelnen Tage.

Für die Gemeinde Israel musste Aaron zwei fehlerlose Ziegenböcke (keine Lämmer) auswählen. (16:5). Per Los wurde einer als Opfer ausgewählt (V. 7+8), der andere war für einen „Asasel“ bestimmt und blieb am Leben.

Nach V.11 wurde nun zuerst der Stier als persönliches Versöhnungsopfer des Hohenpriesters geschlachtet. Das Blut gelangte aber zunächst nicht auf den Brandopferaltar, sondern Aaron/der Hohepriester musste es mit ins Allerheiligste nehmen. Zugleich nahm er Glut vom Altar und eine Hand voll Räuchwerk mit (V. 12+13) . Das Räuchwerk dient allgemein als Symbol für die Gebete der Gläubigen, hier der Gläubigen, die der Zeremonie beiwohnten und des ganzen Volkes, das ja versöhnt wurde. Der Rauch verhüllte den Gnadenthron, und der Hohepriester sprengt nun zu seiner eigenen Versöhnung das Opferblut ein mal auf den Gnadenstuhl und 7 mal (wieder die heilige Zahl 7 !) vor dem Gnadenstuhl auf die Erde (V. 14). Damit war seine eigene Versöhnung vor Gott vollzogen. Er stand nun als sündloser, reiner Mittler des Volkes vor Gott.

Im zweiten Schritt wurde nun von ihm die Versöhnung des Volkes und die Reinigung des Tempels vollzogen. Dazu diente das Blut des einen Ziegenbockes, die Zeremonie war aber die Gleiche wie bei seinem persönlichen Opfer. Erwähnt wird noch in V. 17, dass niemand das Heiligtum betreten durfte. Der Hohepriester stand ganz allein vor Gott.. Unter Juden wird erzählt, man habe dem Hohenpriester einen Strick umgebunden, damit man , im Falle er nicht rein vor Gott gestanden und dieser ihn getötet hätte, ihn wieder hätte heraus ziehen können. Ob es stimmt, weiß ich nicht, aber gut möglich ist das schon. Das Herausziehen sei aber niemals nötig gewesen.

Im nächsten Schritt in V. 18+19 nimmt nun der Hohepriester das Blut des Stieres und des Bockes und streicht es auf die Hörner des Brandopferaltares. des Zentrums der täglichen Versöhnung, Darnach wird der Altar noch 7 mal damit besprengt und von der gesammelten Sündenlast des vergangenen Jahres gereinigt und befreit. Damit übernimmt der Hohepriester nun diese geballte Schuld auf seine eigene Person und überträgt sie in V. 20+21 auf den Bock für Asasel, der dann in V. 22 von einem bereit stehenden Mann in die Wüste geführt wird, die man sich als Wohnort unreiner und teuflischer Geister vorstellte (Asasel ?). Dort kam der Bock um und mit seinem Tod verschwand die Sündenlast eines ganzen Jahres. Der „Papierkorb“ wurde also geleert und war bereit zur Aufnahme neuer Lasten.

In V. 23+24 geht nun der Hohepriester zurück ins Heiligtum, zieht seine Kleider aus und badet erneut an heiliger Stätte, um sich symbolisch von aller Verunreinigung frei zu machen. In seinen normalen Priesterkleidern verbrennt er nun das Fett der beiden Opfertiere wie gewohnt auf dem Altar, (V25).

Die Reste der beiden Opfertiere aber dürfen entgegen der Gewohnheit nicht gegessen werden, sie müssen draußen vor dem Lager restlos verbrannt werden (V.27)

Die ganze Zeremonie geschah am 10. Tag des 7. Monats. Es handelt sich also um einen sog. fest stehenden Feiertag. Trotzdem wird er aber „Sabbat“ genannt.
Mit dieser Zeremonie wurde das ganze Volk, alle Priester, das Heiligtum und das Allerheiligste und, besonders genannt, der Brandopferaltar von alles Sündenschuld eines Jahres gereinigt (V.33).

Es ist natürlich völlig ersichtlich, dass diese einmalige, jährliche Zeremonie nicht im Gegenstück des Opfers Christi am Kreuz auf Golgatha zu finden ist. Diese Opfer Christi wird ja durch das tägliche Opfer morgens und abends oder für den Einzelnen versinnbildet.
Dieses Opfer überträgt ja sinnbildlich die Schuld auf den Wohnsitz Gottes und den dortigen „Papierkorb“, löscht sie aber noch nicht endgültig aus.. Die endgültige Auslöschung der Sünde erfolgt erst am großen Versöhnungstag. Der Gläubige war sein Schuld subjektiv in dem Moment los, als er sie vor Gott bekannte. Doch wurde sie im Heiligtum aufbewahrt und objektiv erst am großen Versöhnungstag endgültig aus gelöscht.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Sa 4. Sep 2010, 18:32

Hallo zusammen.

Nachdem wir die Aufteilung und die für die Sündenvergebung wesentlichen Teile der Stiftshütte und des Tempels kennen, können wir nun mit dem Thema der Sündenbehandlung fortfahren. Die Stiftshütte/der Tempel waren ja ein praktisches Lehr- und Schulbeispiel für den Menschen, damit er den Umgang Gottes mit der Sündenschuld des Menschen verstehen konnte. Gleichzeitig sind die zeremoniellen Handlungen im Tempel auch ein Hinweis auf das Handeln Christi. Das Praktische veranschaulicht also das Wesentliche, das Geistliche.
Wir haben gesehen, dass der Gnadenstuhl im Allerheiligsten als der Wohnort Gottes unter seinem Volk angesehen wurde. Dort erschien die Gottheit dem Hohenpriester in der Schechina, wie es mehrfach in der Schrift bezeugt wird. Die Herrlichkeit des Herrn wird in 2. Mose 40:34 und in 1. Kön.8:11 erwähnt, und Johannes schaut sie in Offb.15:8 im himmlischen Tempel. Gleichzeitig war dieser Wohnort Gottes der große Müllbehälter oder Aufbewahrungsort für alle im Laufe eines Jahres vergebenen Sünden der Kinder Gottes. In der Computersprache würde das heute bedeuten: Er war der Papierkorb, der einmal im Jahr geleert werden musste. Erst dann war die Sündenschuld endgültig beseitigt/gelöscht.

Die biblische Beschreibung dazu finden wir in 3. Mose 16 und 23:26-32. In 16:31 und 23:32 wird dieser Tag übrigens unter die „großen“ oder Festsabbate gezählt, die auf irgend einen Wochentag fallen konnten, aber trotzdem Sabbat genannt wurden. Paulus erwähnt diese Festsabbate in Kol.2:16. In Unkenntnis der zeremoniellen Festordnungen Gottes verwechseln manche diese Fest-Sabbate gerne mal mit dem wöchentlichen Sabbat, was aber m.E.ein krasses Fehlverständnis der Bibel bedeutet.

Aber zurück zu 3.Mose 16.
In V, 2 wird Aaron in seiner Eigenschaft als Hoherpriester nur ein einziges Mal pro Jahr erlaubt, das Allerheiligste (das inwendige Heiligtum) zu betreten.. Ansonsten droht die Todesstrafe. Gott will dann in der Schechina (in einer Wolke) ihm auf dem Gnadenstuhl erscheinen.

Er darf aber nicht so einfach mal hineingehen, denn in V.3 werden die Opfer vorgeschrieben, die er für sich selbst dar zu bringen hat.

Dann muss er die heiligen Kleider des Hohenpriesters, die er nur an diesem Tage trug, (V.4) anziehen und sich vorher ganz baden.

Diese Vorschriften zeigen sämtlich, dass es sich um einen ganz besonderen Tag im Jahreslauf des Volkes Gottes handelte. Als wir in Israel waren, erzählte mir unser Taxifahrer, dass er zwar ein „weltlicher“ Jude sei. Aber weil er Angst um sein Leben habe, würde er am Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, absolut fasten und den ganzen Tag die vorgeschriebenen Gebete sprechen und auch in die Synagogen gehen. Fernsehen, Radio, Zeitung, Kino, Nachbarn, „Frau“ - alles streng tabu. Es ist eben Jom Kippur, der große Versöhnungstag. Er wird heute noch in Israel von allen Juden, gläubigen wie weltlichen, so gehalten, wie es in Kap. 23:26-31 beschrieben wird, und zwar nach biblischer Tageszählung von Abend zu Abend ( V.31), so wie im Schöpfungsbericht gezählt wird: Aus Abend (Nacht) und Morgen (Tag) wurden die einzelnen Tage.

Für die Gemeinde Israel musste Aaron zwei fehlerlose Ziegenböcke (keine Lämmer) auswählen. (16:5). Per Los wurde einer als Opfer ausgewählt (V. 7+8), der andere war für einen „Asasel“ bestimmt und blieb am Leben.

Nach V.11 wurde nun zuerst der Stier als persönliches Versöhnungsopfer des Hohenpriesters geschlachtet. Das Blut gelangte aber zunächst nicht auf den Brandopferaltar, sondern Aaron/der Hohepriester musste es mit ins Allerheiligste nehmen. Zugleich nahm er Glut vom Altar und eine Hand voll Räuchwerk mit (V. 12+13) . Das Räuchwerk dient allgemein als Symbol für die Gebete der Gläubigen, hier der Gläubigen, die der Zeremonie beiwohnten und des ganzen Volkes, das ja versöhnt wurde. Der Rauch verhüllte den Gnadenthron, und der Hohepriester sprengt nun zu seiner eigenen Versöhnung das Opferblut ein mal auf den Gnadenstuhl und 7 mal (wieder die heilige Zahl 7 !) vor dem Gnadenstuhl auf die Erde (V. 14). Damit war seine eigene Versöhnung vor Gott vollzogen. Er stand nun als sündloser, reiner Mittler des Volkes vor Gott.

Im zweiten Schritt wurde nun von ihm die Versöhnung des Volkes und die Reinigung des Tempels vollzogen. Dazu diente das Blut des einen Ziegenbockes, die Zeremonie war aber die Gleiche wie bei seinem persönlichen Opfer. Erwähnt wird noch in V. 17, dass niemand das Heiligtum betreten durfte. Der Hohepriester stand ganz allein vor Gott.. Unter Juden wird erzählt, man habe dem Hohenpriester einen Strick umgebunden, damit man , im Falle er nicht rein vor Gott gestanden und dieser ihn getötet hätte, ihn wieder hätte heraus ziehen können. Ob es stimmt, weiß ich nicht, aber gut möglich ist das schon. Das Herausziehen sei aber niemals nötig gewesen.

Im nächsten Schritt in V. 18+19 nimmt nun der Hohepriester das Blut des Stieres und des Bockes und streicht es auf die Hörner des Brandopferaltares. des Zentrums der täglichen Versöhnung, Darnach wird der Altar noch 7 mal damit besprengt und von der gesammelten Sündenlast des vergangenen Jahres gereinigt und befreit. Damit übernimmt der Hohepriester nun diese geballte Schuld auf seine eigene Person und überträgt sie in V. 20+21 auf den Bock für Asasel, der dann in V. 22 von einem bereit stehenden Mann in die Wüste geführt wird, die man sich als Wohnort unreiner und teuflischer Geister vorstellte (Asasel ?). Dort kam der Bock um und mit seinem Tod verschwand die Sündenlast eines ganzen Jahres. Der „Papierkorb“ wurde also geleert und war bereit zur Aufnahme neuer Lasten.

In V. 23+24 geht nun der Hohepriester zurück ins Heiligtum, zieht seine Kleider aus und badet erneut an heiliger Stätte, um sich symbolisch von aller Verunreinigung frei zu machen. In seinen normalen Priesterkleidern verbrennt er nun das Fett der beiden Opfertiere wie gewohnt auf dem Altar, (V25).

Die Reste der beiden Opfertiere aber dürfen entgegen der Gewohnheit nicht gegessen werden, sie müssen draußen vor dem Lager restlos verbrannt werden (V.27)

Die ganze Zeremonie geschah am 10. Tag des 7. Monats. Es handelt sich also um einen sog. fest stehenden Feiertag. Trotzdem wird er aber „Sabbat“ genannt.
Mit dieser Zeremonie wurde das ganze Volk, alle Priester, das Heiligtum und das Allerheiligste und, besonders genannt, der Brandopferaltar von alles Sündenschuld eines Jahres gereinigt (V.33).

Es ist natürlich völlig ersichtlich, dass diese einmalige, jährliche Zeremonie nicht im Gegenstück des Opfers Christi am Kreuz auf Golgatha zu finden ist. Diese Opfer Christi wird ja durch das tägliche Opfer morgens und abends oder für den Einzelnen versinnbildet.
Dieses Opfer überträgt ja sinnbildlich die Schuld auf den Wohnsitz Gottes und den dortigen „Papierkorb“, löscht sie aber noch nicht endgültig aus.. Die endgültige Auslöschung der Sünde erfolgt erst am großen Versöhnungstag. Der Gläubige war sein Schuld subjektiv in dem Moment los, als er sie vor Gott bekannte. Doch wurde sie im Heiligtum aufbewahrt und objektiv erst am großen Versöhnungstag endgültig aus gelöscht.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Sa 4. Sep 2010, 18:32

Hallo zusammen.

Nachdem wir die Aufteilung und die für die Sündenvergebung wesentlichen Teile der Stiftshütte und des Tempels kennen, können wir nun mit dem Thema der Sündenbehandlung fortfahren. Die Stiftshütte/der Tempel waren ja ein praktisches Lehr- und Schulbeispiel für den Menschen, damit er den Umgang Gottes mit der Sündenschuld des Menschen verstehen konnte. Gleichzeitig sind die zeremoniellen Handlungen im Tempel auch ein Hinweis auf das Handeln Christi. Das Praktische veranschaulicht also das Wesentliche, das Geistliche.
Wir haben gesehen, dass der Gnadenstuhl im Allerheiligsten als der Wohnort Gottes unter seinem Volk angesehen wurde. Dort erschien die Gottheit dem Hohenpriester in der Schechina, wie es mehrfach in der Schrift bezeugt wird. Die Herrlichkeit des Herrn wird in 2. Mose 40:34 und in 1. Kön.8:11 erwähnt, und Johannes schaut sie in Offb.15:8 im himmlischen Tempel. Gleichzeitig war dieser Wohnort Gottes der große Müllbehälter oder Aufbewahrungsort für alle im Laufe eines Jahres vergebenen Sünden der Kinder Gottes. In der Computersprache würde das heute bedeuten: Er war der Papierkorb, der einmal im Jahr geleert werden musste. Erst dann war die Sündenschuld endgültig beseitigt/gelöscht.

Die biblische Beschreibung dazu finden wir in 3. Mose 16 und 23:26-32. In 16:31 und 23:32 wird dieser Tag übrigens unter die „großen“ oder Festsabbate gezählt, die auf irgend einen Wochentag fallen konnten, aber trotzdem Sabbat genannt wurden. Paulus erwähnt diese Festsabbate in Kol.2:16. In Unkenntnis der zeremoniellen Festordnungen Gottes verwechseln manche diese Fest-Sabbate gerne mal mit dem wöchentlichen Sabbat, was aber m.E.ein krasses Fehlverständnis der Bibel bedeutet.

Aber zurück zu 3.Mose 16.
In V, 2 wird Aaron in seiner Eigenschaft als Hoherpriester nur ein einziges Mal pro Jahr erlaubt, das Allerheiligste (das inwendige Heiligtum) zu betreten.. Ansonsten droht die Todesstrafe. Gott will dann in der Schechina (in einer Wolke) ihm auf dem Gnadenstuhl erscheinen.

Er darf aber nicht so einfach mal hineingehen, denn in V.3 werden die Opfer vorgeschrieben, die er für sich selbst dar zu bringen hat.

Dann muss er die heiligen Kleider des Hohenpriesters, die er nur an diesem Tage trug, (V.4) anziehen und sich vorher ganz baden.

Diese Vorschriften zeigen sämtlich, dass es sich um einen ganz besonderen Tag im Jahreslauf des Volkes Gottes handelte. Als wir in Israel waren, erzählte mir unser Taxifahrer, dass er zwar ein „weltlicher“ Jude sei. Aber weil er Angst um sein Leben habe, würde er am Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, absolut fasten und den ganzen Tag die vorgeschriebenen Gebete sprechen und auch in die Synagogen gehen. Fernsehen, Radio, Zeitung, Kino, Nachbarn, „Frau“ - alles streng tabu. Es ist eben Jom Kippur, der große Versöhnungstag. Er wird heute noch in Israel von allen Juden, gläubigen wie weltlichen, so gehalten, wie es in Kap. 23:26-31 beschrieben wird, und zwar nach biblischer Tageszählung von Abend zu Abend ( V.31), so wie im Schöpfungsbericht gezählt wird: Aus Abend (Nacht) und Morgen (Tag) wurden die einzelnen Tage.

Für die Gemeinde Israel musste Aaron zwei fehlerlose Ziegenböcke (keine Lämmer) auswählen. (16:5). Per Los wurde einer als Opfer ausgewählt (V. 7+8), der andere war für einen „Asasel“ bestimmt und blieb am Leben.

Nach V.11 wurde nun zuerst der Stier als persönliches Versöhnungsopfer des Hohenpriesters geschlachtet. Das Blut gelangte aber zunächst nicht auf den Brandopferaltar, sondern Aaron/der Hohepriester musste es mit ins Allerheiligste nehmen. Zugleich nahm er Glut vom Altar und eine Hand voll Räuchwerk mit (V. 12+13) . Das Räuchwerk dient allgemein als Symbol für die Gebete der Gläubigen, hier der Gläubigen, die der Zeremonie beiwohnten und des ganzen Volkes, das ja versöhnt wurde. Der Rauch verhüllte den Gnadenthron, und der Hohepriester sprengt nun zu seiner eigenen Versöhnung das Opferblut ein mal auf den Gnadenstuhl und 7 mal (wieder die heilige Zahl 7 !) vor dem Gnadenstuhl auf die Erde (V. 14). Damit war seine eigene Versöhnung vor Gott vollzogen. Er stand nun als sündloser, reiner Mittler des Volkes vor Gott.

Im zweiten Schritt wurde nun von ihm die Versöhnung des Volkes und die Reinigung des Tempels vollzogen. Dazu diente das Blut des einen Ziegenbockes, die Zeremonie war aber die Gleiche wie bei seinem persönlichen Opfer. Erwähnt wird noch in V. 17, dass niemand das Heiligtum betreten durfte. Der Hohepriester stand ganz allein vor Gott.. Unter Juden wird erzählt, man habe dem Hohenpriester einen Strick umgebunden, damit man , im Falle er nicht rein vor Gott gestanden und dieser ihn getötet hätte, ihn wieder hätte heraus ziehen können. Ob es stimmt, weiß ich nicht, aber gut möglich ist das schon. Das Herausziehen sei aber niemals nötig gewesen.

Im nächsten Schritt in V. 18+19 nimmt nun der Hohepriester das Blut des Stieres und des Bockes und streicht es auf die Hörner des Brandopferaltares. des Zentrums der täglichen Versöhnung, Darnach wird der Altar noch 7 mal damit besprengt und von der gesammelten Sündenlast des vergangenen Jahres gereinigt und befreit. Damit übernimmt der Hohepriester nun diese geballte Schuld auf seine eigene Person und überträgt sie in V. 20+21 auf den Bock für Asasel, der dann in V. 22 von einem bereit stehenden Mann in die Wüste geführt wird, die man sich als Wohnort unreiner und teuflischer Geister vorstellte (Asasel ?). Dort kam der Bock um und mit seinem Tod verschwand die Sündenlast eines ganzen Jahres. Der „Papierkorb“ wurde also geleert und war bereit zur Aufnahme neuer Lasten.

In V. 23+24 geht nun der Hohepriester zurück ins Heiligtum, zieht seine Kleider aus und badet erneut an heiliger Stätte, um sich symbolisch von aller Verunreinigung frei zu machen. In seinen normalen Priesterkleidern verbrennt er nun das Fett der beiden Opfertiere wie gewohnt auf dem Altar, (V25).

Die Reste der beiden Opfertiere aber dürfen entgegen der Gewohnheit nicht gegessen werden, sie müssen draußen vor dem Lager restlos verbrannt werden (V.27)

Die ganze Zeremonie geschah am 10. Tag des 7. Monats. Es handelt sich also um einen sog. fest stehenden Feiertag. Trotzdem wird er aber „Sabbat“ genannt.
Mit dieser Zeremonie wurde das ganze Volk, alle Priester, das Heiligtum und das Allerheiligste und, besonders genannt, der Brandopferaltar von alles Sündenschuld eines Jahres gereinigt (V.33).

Es ist natürlich völlig ersichtlich, dass diese einmalige, jährliche Zeremonie nicht im Gegenstück des Opfers Christi am Kreuz auf Golgatha zu finden ist. Diese Opfer Christi wird ja durch das tägliche Opfer morgens und abends oder für den Einzelnen versinnbildet.
Dieses Opfer überträgt ja sinnbildlich die Schuld auf den Wohnsitz Gottes und den dortigen „Papierkorb“, löscht sie aber noch nicht endgültig aus.. Die endgültige Auslöschung der Sünde erfolgt erst am großen Versöhnungstag. Der Gläubige war sein Schuld subjektiv in dem Moment los, als er sie vor Gott bekannte. Doch wurde sie im Heiligtum aufbewahrt und objektiv erst am großen Versöhnungstag endgültig aus gelöscht.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Sa 4. Sep 2010, 18:41

Diesen thread schließe ich und dieses mit der Begründung, die Bigbird hier schon einmal anbrachte:

Bigbird hat geschrieben:...Seitenweise (!!!) Abhandlungen? Nein, das ist nicht Sinn und Zweck unseres Forums...


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Re: Judischer und christlicher Jesus

Beitragvon Leuchte » Sa 22. Jan 2011, 00:37

Ihr hat geschrieben:Und bei den Adventisten würde ich nicht unbedingt anfangen, wenn es um das Verstehen christlicher Dogmatik geht. Sie sind weder historisch noch zahlenmässig von Bedeutung und gelinde gesagt am Rande dessen, was Christen traditionell glauben und praktizieren.

Wo man anfängt, ist eigentlich egal. Wichtig ist, wo man endet! ;) Ansonsten sind die genannten Argumente eigentlich keine.
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Re: Judischer und christlicher Jesus

Beitragvon SunFox » Sa 22. Jan 2011, 06:30

Ihr hat geschrieben:Und bei den Adventisten würde ich nicht unbedingt anfangen, wenn es um das Verstehen christlicher Dogmatik geht. Sie sind weder historisch noch zahlenmässig von Bedeutung und gelinde gesagt am Rande dessen, was Christen traditionell glauben und praktizieren.


Gelinde gesagt liebe/r Ihr unterliegst du einem gewaltigen Irrtum und du würdest zugeben müßen, das du das nicht gewußt hast, was ich dir sagen könnte!

Ich laße es hier aber, denn:

Thelonious hat geschrieben:
Bitte macht diesen thread jedoch (weder pro noch kontra) nicht zu einem Adventistenthread. Das würde ich keinesfalls zulassen.

VG
Thelo


Also halte auch du dich daran und stelle keine unbewiesenen Vermutungen an, wovon du überhaupt keine Ahnung hast! Was für die einen gilt, gilt auch für die anderen! ;)

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Sa 22. Jan 2011, 10:40

Hallo,

diesen Beitragsteil und die explizit darauf folgenden Antworten habe ich aus Jüdischer und christlicher Jesus hierhier verschoben:

Ihr hat geschrieben:...
Und bei den Adventisten würde ich nicht unbedingt anfangen, wenn es um das Verstehen christlicher Dogmatik geht. Sie sind weder historisch noch zahlenmässig von Bedeutung und gelinde gesagt am Rande dessen, was Christen traditionell glauben und praktizieren....


B i t t e bleibt sachlich!

Gruß
Thelo
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Sa 22. Jan 2011, 10:52

Ups, weil ich aus "Ihr"s Beitrag nur einen Teil herauskopierte, die nachfolgenden Bezugnahmen darauf von Leuchte und SunFox aber ganz, kam in der Wiedergabe in diesem thread die zeitliche Reihenfolge durcheinander. Sorry!

Also zuerst kam der Beitrag von Ihr, dann der von Leuchte, dann der von SunFox.

Viele Grüße
Thelo
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Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon NEM » Fr 8. Apr 2011, 00:29

Hallo zusammen

Im Thread "Warum eine Vor-Trübsal Entrückung?" habe ich geschrieben:

NEM hat geschrieben:Ich finde es wichtig, dass jeder innerhalb und ausserhalb einer Lehre prüft was er vorgesetzt bekommt. Viele Lehren wollen den Gläubigen wieder unter das Joch der Sklaverei stellen und erlassen Speisegesetze, Getränkevorschriften, Verhaltensvorschriften, usw. Dies bedeutet nichts anderes als dass diese Gruppen die Beschneidung predigen.

Aber Vorsicht! Prüft alles anhand des Galatterbriefs und Apostelgeschichte 15, 1-21. Jeder der mehr verlangt beseitigt das Kreuz Jesu und ist schuldig das GANZE Gesetz zu erfüllen!

Galatter 5, 1-5:
1 Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!
2 Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden lasst.
3 Ich bezeuge aber noch einmal jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
4 Ihr seid von Christus abgetrennt1, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.



Und Reginald hat darauf geantwortet:


reginald32 hat geschrieben:Dass es Gemeinden gibt, wo Speise- und Getränkevorschriften gelten, kann natürlich auch daran liegen, dass Gott ihnen diese Erkenntnis geschenkt hat, weil sie willig waren, sein Wort zu befolgen.

NEM hat geschrieben:Aber Vorsicht! Prüft alles anhand des Galatterbriefs und Apostelgeschichte 15, 1-21. Jeder der mehr verlangt beseitigt das Kreuz Jesu und ist schuldig das GANZE Gesetz zu erfüllen!


Die Frage, die in Apg. 15 besprochen wurde, lautete eindeutig: Müssen sich Christen beschneiden lassen? Wer anderes hinein liest, tut m.E. der Bibel Gewealt an und will nur im Trüben fischen.
Im gesamten Galaterbrief geht es um die gleiche Grundfrage: Müssen Christen sich zuerst (oder wenigstens darnach) beschneiden lassen, um zu Gottes Volk zu gehören. Die pharisäischen Missionare, die hinter Paulus her arbeiteten, sagten JA und Paulus sagte NEIN.
Auch hier gilt: Wer den Galaterbrief für andere Zwecke missbrauchen möchte, tut ihm Gewalt an.


Ich kann der Antwort von Reginalds nicht zustimmen. Die Worte Paulus im obigen Vers 4. bezieht sich meiner Meinung nach eindeutig auf jene die durch Gesetzes Werke gerechtfertigt werden wollen. Gesetzes Werke sind sowohl die Beschneidung als auch die jüdischen Speisevorschriften und das gesamte jüdische Gesetz.

Apostelgeschichte 15, 19 Darum meine ich, dass man denen von den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht Unruhe mache, 20 sondern ihnen vorschreibe, dass sie sich enthalten sollen von Befleckung durch Götzen und von Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.


Apostelgeschichte 15, 28 Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge: 29 dass ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von Unzucht.[/color] Wenn ihr euch davor bewahrt, tut ihr recht. Lebt wohl!


Wenn Reginald meint, dass der Galatterbrief NUR betreffen der Beschneidung (physisch) spricht, meine ich irrt er gewaltig. Denn wie eindeutig kann das hier sein?

Gal 2,16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; [color=red]denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.[/color]

Nun ist es hinlänglich bekannt, dass Reginald ein Angehöriger der STA ist. Es ist auch bekannt, dass diese Kirche ein Schweinefleichverbot, Alkohol-, Kafee- und Tabackverbot verlangt.

Wie ist nun eure Meinung zur Rechtfertigung durch das Gesetz. Sind die Erlasse der Apostelversammlung und die Aussagen durch Paulus im Galatter- und Römerbrief unklar?

lg NEM
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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 07:20

NEM hat geschrieben:Nun ist es hinlänglich bekannt, dass Reginald ein Angehöriger der STA ist.


Ja lieber NEM, es ist auch mir bekannt! :mrgreen:

Aber vorab mal eine Frage, warum lautet das Thema:

Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit !

und nicht:

Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit ?

NEM hat geschrieben:Es ist auch bekannt, dass diese Kirche ein Schweinefleichverbot, Alkohol-, Kaffee- und Tabackverbot verlangt.


Es ist hoffentlich auch bekannt, das jedes Mitglied der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vor der Taufe des Glaubens einen ausgiebigen Bibelunterricht erhält und erst nach der Eigenerkenntnis über den Wahrheitsgehalt adventistischer Lehre auch eine eigene Entscheidung trifft, nämlich ob er es in gleicher Art und Weise einhalten möchte, oder nicht! Es besteht also kein Zwang, es ist eigener Wunsch, dem HERRN so die Ehre zu geben, wie man es gelernt hat! Und dieser Wunsch wird seid Jahren jedes Jahr rund 1 Million mal ausgesprochen!

1.Korinther 6,12: "Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen. Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! Oder wisst ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist "ein" Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden "ein" Fleisch sein« (1.Mose 2,24). Wer aber dem Herrn anhängt, der ist "ein" Geist mit ihm. Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe."

Müßte man vorab einmal klären, was in den Augen Gottes alles Hurerei ist, ob es da wirklich nur um das rein Sexuelle geht, oder ob hinter dem Begriff auch im geistigen Sinn mehr steckt!

Jesaja 23,17: "Denn nach siebzig Jahren wird der HERR die Stadt Tyrus heimsuchen, dass sie wieder zu ihrem Hurenlohn komme und Hurerei treibe mit allen Königreichen auf Erden."

Also steht der Begriff Hurerei übergeordnet auch für anderes Fehlverhalten!

Jeremia 3,6-12: "Und der HERR sprach zu mir zur Zeit des Königs Josia: Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, tat? Israel ging hin auf alle hohen Berge und unter alle grünen Bäume und trieb dort Hurerei. Und ich dachte, nachdem sie das alles getan, würde sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Treulose, gesehen hat, wie ich Israel, die Abtrünnige, wegen ihres Ehebruchs gestraft und sie entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, scheut sich dennoch ihre Schwester, das treulose Juda, nicht, sondern geht hin und treibt auch Hurerei. Und ihre leichtfertige Hurerei hat das Land unrein gemacht; denn sie treibt Ehebruch mit Stein und Holz. Und auch in diesem allen bekehrt sich das treulose Juda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern nur mit Heuchelei, spricht der HERR. Und der HERR sprach zu mir: Das abtrünnige Israel steht gerechter da als das treulose Juda. Geh hin und rufe diese Worte nach Norden und sprich: Kehre zurück, du abtrünniges Israel, spricht der HERR, so will ich nicht zornig auf euch blicken. Denn ich bin gnädig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zürnen."

1. Israel trieb Hurerei

2. Gott gab Israel wegen dieses Ehebruchs einen Scheidebrief

3. Juda tat Israel gleich und trieb ebenfalls Hurerei

4. Besagte Hurerei hat das Land unrein gemacht

5. Der Ehebruch wurde betrieben mit Stock und Stein = Götzendienst

6. Bekehrung von dieser Hurerei erfolgt nur mit halben Herzen

7. Bei Umkehr von der Hurerei von ganzem Herzen ist HERR zur Gnade bereit, er will nicht ewig zürnen

In Jeremia 3 geht es um Hurerei, den praktische die ganze Gemeinde betrieben hat durch ihr tun!

Und was stand noch gleich in 1.Korinther 6: "Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind?"

Jeremia 13,25-27: "Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, spricht der HERR: Weil du mich vergessen hast und dich auf Lügen verlässt, will auch ich dein Gewand hochheben, dass deine Schande sichtbar werde. Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, deine Geilheit, deine freche Hurerei, ja, deine Gräuel auf den Hügeln und im Felde. Weh dir, Jerusalem! Wann wirst du doch endlich rein werden?"

Also das mit dem Lohn kommt mir irgendwie bekannt vor!

Offenbarung 22,12: "Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind."

Was stand noch gleich in Jeremia 13: "Weil du mich vergessen hast und dich auf Lügen verlässt!"

Und dann stand da auch noch: "Wann wirst du doch endlich rein werden?"

Haben Glieder der Gemeinde Christi darauf zu achten, das sie sich rein erhalten? Ich denke schon!

Wir haben auch gesehen an der Gemeinde Israel und der Gemeinde Juda, das auch das Vertrauen auf Lügen von Gott als Hurerei angesehen wird!

Somit müßte man jetzt also feststellen, ob nun zum Beispiel der Genuss von Schweinefleisch Gottes bezeugter Wille ist, oder ob das Gegenteil der Fall ist!

Also brauchst du mir nur noch biblisch nachweisen, das es dem HERRN kein Greul ist, wenn Glieder seines Leibes Schweinefleisch essen!

NEM hat geschrieben:Wie ist nun eure Meinung zur Rechtfertigung durch das Gesetz?


Rechtfertigung durch das Gesetz lehne ich ab, denn kein Mensch kann durch des Gesetzes Werke selig werden!

Die Frage ist aber die, ob Hurerei (egal wodurch auch immer begangen) dazu beiträgt, das man selig werden kann?

NEM hat geschrieben:Sind die Erlässe der Apostelversammlung und die Aussagen durch Paulus im Galater- und Römerbrief unklar?


Dem wird hier und da mit Sicherheit so sein! ;)

Man vergisst nämlich allzu oft, das neben diesen Erlässen und Aussagen im NT ein allgemeingültiges Recht bestand, welches garnicht in Frage gestellt wurde! Was nicht in Frage gestellt wird, das muß logischer Weise nicht durch irgendwelche Erlässe oder Anordnungen gestützt werden!

Matthäus 23,1-3: "Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht."

Also Jesus selbst hat seine Jünger dazu angehalten, das zu tun, was im allgemeinen von alle als Recht aufgefasst wurde: "Tut und haltet!"

Warum also sollten die Jünger kurze Zeit später genau das Gegenteil tun, was ihnen vom HERRN befohlen war?

Das Wort des HERRN wurde also bei den Apostelversammlungen garnicht in Frage gestellt und hätte sich ein Paulus dagegen gewendet, dann hätte es zwischen ihm und den Jüngern einen tiefen Bruch gegeben!

Hätten nun die Jünger gepredigt: "Wir verkünden euch als ein Wort des HERRN, das ihr alle ab sofort Schweinefleisch essen dürft!", dann wären sie wohl auf der Stelle von den Juden gelyncht worden!

Auch wurden auf den Apostelversammlungen nach der Schrift Entscheidungen getroffen und dieses war zur ihrer Zeit nur das alte Testament!

Wäre jetzt jemand auf einer dieser Versammlungen auf die Idee gekommen, die 10 Gebote, oder aber die Speisenverordnungen (rein/unrein) in Frage zu stellen, dann wäre darüber im neuen Testament ausfürlich berichtet worden, denn darüber hätte sich garantiert ein längerer Streit entwickelt!

Bloß es kam niemand auf die Idee irgendetwas davon in Frage zu stellen und somit fand es auch keine Erwähnung!

Man kann jetzt also nicht einfach daher kommen und sagen: "Darüber wurde nichts befunden von den Jüngern und Paulus, darum brauchen wir darauf auch nicht zu achten!"

Da gab es einfach nichts zu befinden, es wurde nie in Frage gestellt und somit mußte auch nie darüber ein Erlass erfolgen!

Entscheidungen wurden dann getroffen, wenn zu irgend etwas Zweifel aufkam! Die Speisevorschriften standen nicht zur Debatte, da sie nicht in Frage gestellt wurden, sie fanden allgemein Beachtung!

Allgemeine Beachtung des Wortes Gottes kann also kein Rückfall in eine Gesetzlichkeit sein und schon garnicht eine Gerechtigkeit die aus dem Gesetz kommt, aber Gesetzlose kommen nun auch nicht in den Himmel! Gott belohnt nicht Untreue, sondern Treue!
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 07:20

Jesaja 65,1-6: "Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich! Ich streckte meine Hände aus den ganzen Tag nach einem ungehorsamen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken wandelt auf einem Wege, der nicht gut ist; nach einem Volk, das mich beständig ins Angesicht kränkt: Sie opfern in den Gärten und räuchern auf Ziegelsteinen, sie sitzen in Gräbern und bleiben über Nacht in Höhlen, essen Schweinefleisch und haben Gräuelsuppen in ihren Töpfen und sprechen: Bleib weg und rühr mich nicht an, denn ich bin für dich heilig. Die sollen ein Rauch werden in meiner Nase, ein Feuer, das den ganzen Tag brennt. Siehe, es steht vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern heimzahlen; ja, ich will es ihnen heimzahlen!"

Jesaja 66,15-18: "Denn siehe, der HERR wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, dass er vergelte im Grimm seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen. Denn der HERR wird durch Feuer die ganze Erde richten und durch sein Schwert alles Fleisch, und der vom HERRN Getöteten werden viele sein. Die sich heiligen und reinigen für das Opfer in den Gärten dem einen nach, der in der Mitte ist, und Schweinefleisch essen, gräuliches Getier und Mäuse, die sollen miteinander weggerafft werden, spricht der HERR. Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen."

Hier wird zum einen von der Wiederkunft Jesu berichtet und zum anderen wird erwähnt, das Schweinefleisch essen ein Grund ist, das man bei Gericht den Zorn Gottes zu spüren bekommt! In der Offenbarung fällt dieses mit unter Hurerei treiben mit Babylon, welches gleiches Endergebnis hat!

Offenbarung 17,3-6: "Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei, und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden. Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich sehr, als ich sie sah."

Gott sagt, das der Genuss von Schweinefleisch ihm ein Gräuel ist und das er dieses Hurereitreiben nicht dulden wird! Verantwortlich macht er dafür die Mutter der Hurerei, nämlich Babylon!

Er sagt auch, das diese Hure viele derjenigen umbringen wird der Heiligen Gottes und die das Zeugnis Jesu haben!

Offenbarung 14,12.13: "Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach."

Wir als Adventisten verkünden der Welt die die dreifache Engelsbotschaft aus Offenbarung 14,6-12, denn wir sind zur Reinheit berufen und nicht zur Unreinheit!

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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 07:27

Vielleicht sollte man diesen Thread nach Freikirchen verschieben, den NEM hat ja speziell zu adventistischen Ansichten diesen Thread eröffnet und logischer Weise wird dann auch aus adventistsicher Sicht her argumentiert!

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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon Oli4 » Fr 8. Apr 2011, 07:45

SunFox hat geschrieben:Es ist hoffentlich auch bekannt, das jedes Mitglied der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vor der Taufe des Glaubens einen ausgiebigen Bibelunterricht erhält und erst nach der Eigenerkenntnis über den Wahrheitsgehalt adventistischer Lehre auch eine eigene Entscheidung trifft, nämlich ob er es in gleicher Art und Weise einhalten möchte, oder nicht! Es besteht also kein Zwang, es ist eigener Wunsch, dem HERRN so die Ehre zu geben, wie man es gelernt hat! Und dieser Wunsch wird seid Jahren jedes Jahr rund 1 Million mal ausgesprochen!

Ist bekannt. ja. Und es macht den offensichtlichen Anschein dass da nur getauft wird wer adventistisches Glaubensgut übernimmt und glaubt - natürlcih aus freien Stücken -. Man macht sich so gleich vorab selber zur Sekte.
Zwang in der Sekte zu bleiben oder hineinzugehen ? Nein !
Zwang nur getauft zu werden wer adventistisch glaubt ? Ja.
1 Million mal pro Jahr ...


Gott belohnt nicht Untreue, sondern Treue!

TREUE ZUM HERRN belohnt er.Treue zu menschlichen Einrichtungen verachtet ER.

Übrigens, Brüder, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde wie auch bei euch, und dass wir gerettet werden von den schlechten und bösen Menschen! Denn die Treue ist nicht aller Menschen Sache. Treu ist aber der Herr, der euch stärken und vor dem Bösen bewahren wird. Wir haben aber im Herrn das Vertrauen zu euch, dass ihr, was wir gebieten, sowohl tut als auch tun werdet. Der Herr aber richte eure Herzen auf die Liebe Gottes und auf das Ausharren des Christus!
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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 08:29

Oli4 hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Es ist hoffentlich auch bekannt, das jedes Mitglied der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vor der Taufe des Glaubens einen ausgiebigen Bibelunterricht erhält und erst nach der Eigenerkenntnis über den Wahrheitsgehalt adventistischer Lehre auch eine eigene Entscheidung trifft, nämlich ob er es in gleicher Art und Weise einhalten möchte, oder nicht! Es besteht also kein Zwang, es ist eigener Wunsch, dem HERRN so die Ehre zu geben, wie man es gelernt hat! Und dieser Wunsch wird seid Jahren jedes Jahr rund 1 Million mal ausgesprochen!

Ist bekannt. ja. Und es macht den offensichtlichen Anschein dass da nur getauft wird wer adventistisches Glaubensgut übernimmt und glaubt - natürlich aus freien Stücken -. Man macht sich so gleich vorab selber zur Sekte.


Lieber Oli, wird woanders jemand in einer Gemeinschaft aufgenommen, wenn er sich nicht zuvor zu gewissen Glaubensgrundsätzen bekennt? Deswegen also wohl alles Sekten? :roll:

Na gut, bei der Säuglingstaufe wird der Glaube schon mit in die Wiege gelegt und nur mit einem Austritt kann man dem dortigen Glauben widersprechen!

Oli4 hat geschrieben:Zwang in der Sekte zu bleiben oder hineinzugehen ? Nein !


So wie jeder freiwillig kommen kann, so kann jeder auch wieder freiwillig gehen, wenn er es wünscht und zwar ohne das ihm dann im nachhinein Repressalien durch die Gemeinde zu Teil werden, wie das in Sekten allgemein üblich ist! Bestes Beispiel dafür sind wohl die Zeugen Jehovas, tritt da mal ein und dann wieder aus! ;)

Oli4 hat geschrieben:Zwang nur getauft zu werden wer adventistisch glaubt ? Ja.
1 Million mal pro Jahr ...


Willst du etwa den Adventisten vorschreiben, das sie jemanden durch die Taufe aufnehmen müßen, der z.B. katholisches Gedankengut vertritt?

Und so ganz nebenbei werden auch Glaubenstaufen anderer Kirchen anerkannt, wenn man sich dazu aus eigener Überzeugung entschließt ein Mitglied der Gemeinschaft zu werden!

Echt sektenhaft, was? :baby:

Oli4 hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Gott belohnt nicht Untreue, sondern Treue!

TREUE ZUM HERRN belohnt er. Treue zu menschlichen Einrichtungen verachtet ER.


Nun, wenn du den Leib Christi als eine menschliche Einrichtung siehst, dann könntest du evtl. recht haben! :roll:

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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon yotham » Fr 8. Apr 2011, 08:49

Die Argumentation von Sunfox finde ich nun sehr spannend. In einem Thread von mir zu Pessach hat mir Sunfox "vorgeworfen", weil wir Matzen essen, gemäss biblischem Gebot, das ich/wir unter dem alten Bund sind. Nun verteidigt er hier einen Teil des alten Bundes, wie auch des Shabbat an anderen Stellen, als richtige Lehre.

Was nun?

Ich möchte hier betonen, dass ich versuche, ALLE Gebote der Thora zu halten, weil sie Yeshua und Abraham, alle Patriarchen und auch Noah schon gehalten haben. Daher ist es für mich richtig, Shabbat zu halten, nur reine Speisen zu essen, die Feste des Herrn zu halten, etc. Es steht übrigens die Feste des HERRN und nicht die Feste der Juden oder der Bibel. Wenn ich also eine Party nach den festgelegten Zeiten des Herrn mache, so hat der HERR zu der Zeit auch eine Party. :praisegod:

Wenn die Adventisten also Shabbat halten und Speisegebote halten, so ist das sicher sehr gut, allerdings verstehe ich die Argumentation für das Praktizieren und Weglassen nicht. Gottes Gebote sind ein ganzheitliches Wohlfühlpacket und wer davon weglässt, verpasst was.

Uebrigens: wir können nicht mehr alle Gebote halten, weil es z.B. keinen Tempel mehr gibt, oder es gibt Gebote, wie Mikweh nach der Nidah, die nur für Frauen gelten.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 09:24

yotham hat geschrieben:Die Argumentation von Sunfox finde ich nun sehr spannend. In einem Thread von mir zu Pessach hat mir Sunfox "vorgeworfen", weil wir Matzen essen, gemäss biblischem Gebot, das ich/wir unter dem alten Bund sind. Nun verteidigt er hier einen Teil des alten Bundes, wie auch des Shabbat an anderen Stellen, als richtige Lehre.

Was nun?


Hallo lieber yotham, es war kein Vorwurf und deswegen finde ich es auch gut von dir, das du Vorwurf in "..." gesetzt hast! :)

Ich sehe das so, das es eben Gesetzmäßigkeiten gibt, die nicht speziell dem alten Bund zuzuordnen sind!

Der alte Bund wurde durch Moses dem Volk Israel gegeben und dieses mit dem dazugehörigen Priestertum, welches auch gewissen Gesetzmäßigkeiten unterlag!

Alles nun was zu diesen Gesetzmäßigkeiten führte, ist gemäß meiner Ansicht durch das Priestertum Jesu aufgehoben, da er durch sein Opferblut ein neues Priestertum aufstellte, also einen neuen Bund stiftete!

yotham hat geschrieben:Ich möchte hier betonen, dass ich versuche, ALLE Gebote der Thora zu halten, weil sie Yeshua und Abraham, alle Patriarchen und auch Noah schon gehalten haben. Daher ist es für mich richtig, Shabbat zu halten, nur reine Speisen zu essen, die Feste des Herrn zu halten, etc. Es steht übrigens die Feste des HERRN und nicht die Feste der Juden oder der Bibel. Wenn ich also eine Party nach den festgelegten Zeiten des Herrn mache, so hat der HERR zu der Zeit auch eine Party. :praisegod:


Das Gebot der Beachtung des wöchentlichen Sabbats ist ein Geschenk der Schöpfung und findet sich daher auch in den 10 Geboten wieder, aber die 10 Gebote sind nicht speziell Altbündisch!

Genauso die Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Tieren, denn diese Unterscheidung war schon vor Noah von Gott so festgelegt, sind somit auch nicht Altbündisch!

Sicherlich ist es richtig, das die speziellen Feste die Israel durch Moses bekam und zum alten Bund gehörten, zugleich auch Feste des HERRN waren, aber die Frage ist halt eben, in wie weit diese im neuen Bund noch Gültigkeit haben! Durch das Opfer Jesu trat ja eine Grundlagenveränderung ein, nicht mehr das Opfer reiner und makelloser Tiere ist angesagt, sondern das reine und makellose Opfer des Sohnes Gottes!

yotham hat geschrieben:Wenn die Adventisten also Shabbat halten und Speisegebote halten, so ist das sicher sehr gut, allerdings verstehe ich die Argumentation für das Praktizieren und Weglassen nicht. Gottes Gebote sind ein ganzheitliches Wohlfühlpacket und wer davon weglässt, verpasst was.


Adventisten halten den Sabbat von Freitagabend mit Beginn des Sonnenuntergangs bis zum Ende am Sabbatabend ebenfalls mit Sonnenuntergang, also ganz im biblischen Sinne! Der Freitag wird als Rüsttag angesehen und zwar um den Sabbat von den Alltagsgepflogenheiten zu befreien!

Adventisten pflegen gute freundschaftliche Beziehungen zu einer ganzen Reihe von Rabbinern, wobei diese bekunden, das adventistische Lehre eine gute Lehre ist und viele haben in ihren Regalen auch adventistische Bücher stehen, aber sie sagen auch, das man sie nicht namentlich benennen soll, da ihnen dieses dann eventuell Schwierigkeiten bereiten könnte und Adventisten haben weltweit den höchsten Anteil von Juden in ihren Reihen und einige nehmen auch eine hohe Stellung in der Gemeinschaft ein und tragen dazu bei, die Lehre Jesu der Welt zu bringen!

yotham hat geschrieben:Uebrigens: wir können nicht mehr alle Gebote halten, weil es z.B. keinen Tempel mehr gibt, oder es gibt Gebote, wie Mikweh nach der Nidah, die nur für Frauen gelten.


Das ist mir bekannt, aber würdet ihr noch Tieropfer dem HERRN dabringen, wenn es einen Tempel gäbe?

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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon yotham » Fr 8. Apr 2011, 10:01

yotham hat geschrieben:Das ist mir bekannt, aber würdet ihr noch Tieropfer dem HERRN dabringen, wenn es einen Tempel gäbe?


Jein, wenn der Messias in Yerusalem (die Welt) regiert, der Tempel steht und ER das so anordnet, ja, sonst sicher nicht.

Nun gehen auch viele Rabbiner davon aus, das der zukünftige Tempel ohne Tieropfer sein wird.

Für mich ist der einzige Unterschied vom Bund am Chorew zum Bund mit Yeshua, dass die Gebote G'ttes (vollständige Sammlung siehe Thora) nun im Herzen ist (Beschneidung des Herzens). Die 10 Gebote sind quasi die Verfassung des Commonwealth, die 613 Gebote daraus abgeleiteten Mitzwot und Chuqim. Daher gibt es keine Wahl, aber wie jeder einzelne diese Mitzwot hält, ist wiederum eine Sache zwischen G'tt und dem Einzelnen und nicht einer Gemeinschaft.
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Re: Speisevorschriften Rückkehr in die Gesetzlichkeit!

Beitragvon SunFox » Fr 8. Apr 2011, 10:30

yotham hat geschrieben: Daher gibt es keine Wahl, aber wie jeder einzelne diese Mitzwot hält, ist wiederum eine Sache zwischen G'tt und dem Einzelnen und nicht einer Gemeinschaft.


Hallo lieber yotham, wir richten uns nach 1.Korinther 10,31-33: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes, so wie auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden."

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