Wer kennt Anselm Grün?

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Sa 26. Jun 2010, 23:52

onThePath hat geschrieben:Könnte auch sein, dass Anselm für Mystiker-Lite schreibt.



Wenn die Berichte stimmen dann hat Jesus z.B. gar nichts geschrieben.
Gemäss dem Matthäus-Evangelium sprach er ein Hauptgebot aus.
Spätere Autoren ( er- ) fanden noch eine Menge mehr und Tausende von Theologen schrieben Zehntausende von Büchern. Schliesslich ist es menschliche Natur, sich zu beschäftigen. Die Mystik war meistens stark auf die Erfahrung konzentriert, oder auf das eigentlich Erfahrbare. So kann sie den suchenden Leser oder Zuhörer immer wieder auf das Wesentliche zurück - 'minimalisieren'.

Ich wüsste jetzt keinen Mystiker, der besondere Systeme lehrt. Höchstens dass sie überlieferte System erklären oder beleuchten so dass der Schüler das Eigentliche erkennt und das System durchqueren kann. Wer sich in den unzähligen Einzelheiten eines Systems aufhalten will, der wird besser Okkultist, Bibelforscher, Rabbiner, katholischer oder hinduistischer Priester.

Mystik sucht und findet die Erfahrung der 'letzten Wirklichkeit'. Begriff von Williges Jäger: Erste Wirklichkeit.
Wenn Mystiker Lehrende waren haben sie sich früher vielleicht auch mit Begriffen der Engels- und Dämonenwelten beholfen, der damaligen Vorstellungswelt angepasst. Heute erklären sie eher mit Begriffen aus der Teilchenphysik. Anselm weder noch. Er benutzt biblische Bilder ... aber auch fliessen seine psychologischen Erfahrungen mit rein. Daraus erklärt sich wohl die grosse weltweite Akzeptanz. Immerhin 15 Millionen Bücher in 28 Sprachen bis jetzt. Nach eigenen Angaben gäb er er pro Monat privat nur 50 Euro aus, für einen Kaffee ab und zu. In dem Sinne .. ja, Mystik ist light.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 27. Jun 2010, 11:04

Wenn Mystiker Lehrende waren haben sie sich früher vielleicht auch mit Begriffen der Engels- und Dämonenwelten beholfen, der damaligen Vorstellungswelt angepasst.


Das ist für mich einfach lächerlich. Ich habe allen Grund, die Lehre Christi darüber bestätigt zu sehen.

Die Verblendung des heutigen Intwellekts, wenn es um reale Engel und die Existenz realer Dämonen geht, mache ich deshalb nicht mit. Es ist oberflächlich und falsch.
Auch Dein zusammengebasteltes religiöses System würde nicht standhalten, wenn Du mit Engeln und Dämonen rechnen müßtest.
Ich nehme an, im Grunde glaubst Du nur an Dich selber, d.h. an Deinen inneren göttlichen Kern. Und das sogar eher in atheistischer Weise. Seltsame Kombination.
Denn von den Lehren der Bibel nimmst Du nur an, was Dir passt, und das Jenseitsbild der Bibel gefällt Dir absolut nicht.

Christliche Mystik kam anscheinend erst so zwei,drei Jahrhunderte nach Christus auf. Und auch heutzutage ist sie noch imstande, das eigene innere "Böse" von Satan zu unterscheiden.
Und gerade an christlicher Mystik zeigt sich, das das persönliche Böse von Beginn an verführereisch einwirkte und zerstörerisch mit innerem Terror.

Schon allein mit neuen Beispielen, Pater Pio, Starez, wird das sehr klar. Ich wehre mich gegen naive und falsche Bilder von Wirklichkeiten, die durch die Bibel eigentlich klar dargelegt sind.
Wo ist die Kompetenz der Wissenschaft, dagegen zu argumentieren ? Sie kann nur reden aber nichts beweisen. Sie redet von Archetypen und psychischen Störungen. Alles nicht ausreichend.

Mir ist klar, dass bei unwissenden und naiven Menschen Deine Ansicht auf Glauben treffen kann. Aber wir Christen haben nicht den geringsten Anlass, selbst den besten modernsten Gegenargumenten zu glauben anstatt der Bibel. Sie hat recht in diesem Punkt.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mo 28. Jun 2010, 00:29

onThePath hat geschrieben:Mir ist klar, dass bei unwissenden und naiven Menschen Deine Ansicht auf Glauben treffen kann. Aber wir Christen haben nicht den geringsten Anlass, selbst den besten modernsten Gegenargumenten zu glauben anstatt der Bibel. Sie hat recht in diesem Punkt.


Täusch ich mich oder klingt da etwas Beschimpfendes mit. :)
Mit der Bibel ist es eigentlich keine Frage ob sie 'recht hat' oder nicht. Die Frage ist eher wie es dazu kommt dass Dutzende von Bibelauslegern zu so unterschiedlichen Gewichtungen kommen. Unser guter Benediktiner hier steht ein Leben lang im Bibelstudium, aber auch 'im Leben', als Betriebswirt, Lebensberater und Kursleiter. Er ist weder naiv noch unwissend nch argumentiert er gegen die Bibel.

Anselm Grün untersucht das Thema Dämonen in seiner Arbeit 'Der Umgang mit dem Bösen - Der Dämonenkampf im alten Mönchtum'.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » Mo 28. Jun 2010, 10:06

Anselm Grün untersucht das Thema Dämonen in seiner Arbeit 'Der Umgang mit dem Bösen - Der Dämonenkampf im alten Mönchtum


Werde ich mir anschauen. Es wäre für mich keine Überraschung, wenn er sich in dieser Frage vom biblischen Weltbild gelöst haben sollte.
Die Gefahr dazu ist heutzutage zu groß, besonders wenn man sich für ein modern poliertes virtuelles Weltbild entscheidet.
Irrtümer finde ich fast bei Jedem Christ.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » Mo 28. Jun 2010, 10:12

Zu dem Buch eine Rezension:


Poimen sagt klar: Alles Übermaß ist von den Dämonen (Apo 703)

Man unterscheidet 8 Laster: Völlerei, Unzucht, Habsucht, Traurigkeit, Zorn, acedia, Ruhmsucht und Stolz. Die Gliederung der 8 Laster erfolgt nach der platonischen Dreiteilung der Seele. Die ersten 3 (Völlerei, Unzucht, Habsucht) werden dem begehrlichen Teil (epithymia) die nächsten 3 (Traurigkeit, Zorn, acedia) dem erregbaren oder emotionalen Teil (thymos) und die zwei letzten (Ruhmsucht und Stolz) dem geistigen Teil (nous) zugeordnet.

Die ersten 3 Laster sind Grundtriebe. Sie gilt es zu integrieren und ihnen das rechte Maß zuzuweisen. Die 3 nächsten Laster sind negative Stimmungen, die weit schwieriger zu bewältigen sind. Der richtige Umgang mit ihnen erfordert seelisches Gleichgewicht und eine innere Reife, die nur durch ehrliche Auseinandersetzung mit den Gedanken und Stimmungen und durch ein vorbehaltloses Sich öffnen Gott gegenüber zu erreichen ist. Noch schwieriger sind die beiden letzten Laster zu bekämpfen, da der Geist am wenigsten zu bändigen ist.

Zwei wirksame Waffen gegen die Dämonen gibt es: Einmal ist es wichtig, den Dämon zu benennen... Sobald wir einen Gedanken, eine Absicht, ein Gefühl, eine Leidenschaft beim Namen nennen, haben wir schon eine gewisse Distanz dazu gewonnen.
Die zweite Waffe, die Evagrius empfiehlt ist die sog. Antirrhetische Methode: Man soll dem Dämon ganz bestimmte Worte entgegenschleudern (sinnvoller Gebrauch des Zorns)

Ein Beispiel für das Laster der Habsucht:
Verschließe deine Hand nicht vor dem Bedürftigen, sondern öffne sie ihm und gib ihm, soviel er bittet. (Dt 15,17 f) (Anti III, 9)

Gegen die Gedanken des Zorns:
Zürnt ihr, so sündigt nicht, die Sonne soll nicht untergehen über eurem Zorn (Eph 4,20 f) (Anti V,49)

Gegen acedia:
Verlasse dich auf den Herrn, und tue, was recht ist. (Ps 47,3) (Anti VI,14)

Verkehre mit den Weisen und du wirst ein Weiser (Spr 13,20) (Anti VIII,33

Evagrius empfiehlt gegen die Völlerei, dass man die Sättigung meiden und sich mit wenig Wasser zufrieden geben solle.. Gegen die Unzucht empfiehlt er sparsames trinken, die Habsucht wird besiegt durch das Austeilen von Almosen, gegen die Traurigkeit kämpft man, indem man die Anhänglichkeit an die Dinge überwindet, denn wenn man die Ursache der Traurigkeit nicht beseitigt, halten Tröstungen wie Essen, Trinken und Musikhören immer kürzer an. Daher muß ich meine Einstellung zu den Dingen ändern. Ich darf nicht an ihnen hängen, weder an Menschen, noch am Besitz noch am Erfolg. Evagrius empfiehlt den Psalmengesang und das Gebet, die die Traurigkeit vertreiben.
Gegen den Zorn helfen Barmherzigkeit und Milde. Daher ist es wichtig, positive Gefühle zu entwickeln und die Sonne nicht untergehen zu lassen über unserm Zorn. Auch Einsamkeit ist für den Zornigen Gift.

Evagrius rät für den Kampf gegen die acedia zu einem geregelten Leben. Wer seinem Leben eine feste Ordnung gibt, klug angeordnet im Wechsel von Gebet und Arbeit, Spannung und Entspannung, der überwindet die Anfechtung der acedia.
Gegen den Dämon des Stolzes richtet sich folgender Rat: Erinnere dich deines früheren Lebens und deiner alten Fehler, wie du den Leidenschaften unterworfen warst.

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Übrigens ist nicht alles "Dämon", und es ist auch nicht alles "dämonenfrei".

Wikipedia
Im Christentum gehörte die Faulheit seit alters her zu den sieben Hauptlastern. Die betreffende Kategorie der Acedia umfasste jedoch neben der umgangssprachlichen Faulheit auch Trägheit des Herzens, Trübung des Willens, Verfinsterung des Gemüts und Verlust der Tatkraft. Mit Kontemplation oder Muße hatte die Sünde der Acedia nichts zu tun, sondern war als weltliches wie spirituelles Nichtstun eine Abkehr von Gott. Auch heute noch wird die Faulheit namentlich als die Trägheit des Herzens zu den sieben Hauptlastern gerechnet. Sie kann nach katholischer Lehre dazu führen, dass man tatenlos bleibt und dem Bedürftigen, Schwachen oder Kranken nicht hilft, wenn man es könnte. Für den Protestantismus ist der Fleiß bei der Arbeit Zeichen eines gottgefälligen Lebens, was von dem Soziologen Max Weber in „Die protestantische Ethik und der „Geist“ des Kapitalismus“ behandelt wird.



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Übrigens ist nicht alles "Dämon", und es ist auch nicht alles "dämonenfrei".

Eine 2. Rezension:
Das Buch behandelt die Acht-Laster-Lehre des Evagrius Ponticus und wie dieses Wissen für Schwierigkeiten im Gebet und der Meditation genutzt werden kann. Anselm Grün versteht es, diese Phänomene in der Sprache der Psychologie darzustellen und davon abzugrenzen, ob es Dämonen nun wirklich gibt oder nicht. Letztlich ging es den Wüstenvätern auch eher darum, Erklärungen und Lösungen für psychische Phänomene anzubieten. Diesen Zusammenhang haben auch Psychotherapeuten wie C. G. Jung erkannt und sich nicht auf eine engstirnige Dämonen-Diskussion eingelassen, mit der man sich ein tieferes Verständnis eher verbaut. Die Acht-Laster-Lehre ist vergleichbar mit den "5 Hindernissen" des Buddhismus, mit denen Schwierigkeiten bei der Meditation klassifiziert werden und die konkrete Handlungsanweisungen für deren Überwindung geben.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mi 30. Jun 2010, 05:04

onThePath hat geschrieben:Übrigens ist nicht alles "Dämon", und es ist auch nicht alles "dämonenfrei".


Richtig. Und wie wir sehen hat bereits dieser Evagrius Ponticus seine Dämonen in negativ menschlichen Eigenschaften ( Lastern ) gesehen, benannt und strukturiert.
Übrigens Kompliment für das Auffinden dieser Rezensionen. Ich find eine Menge im Internet aber die hab ich glatt übersehen.

Gegen acedia:
Verlasse dich auf den Herrn, und tue, was recht ist. (Ps 47,3) (Anti VI,14)


Acedia also 'Faulheit'. Faulheit ist ein auch mir nicht unbekannter Dämon. :roll:
Sich auf den Herrn verlassen einmal und dem rechten Tuen nicht ausweichen.
Durchaus ein sinnvoller Rat.

Nun ist Anselm Grüns Anleitung zur Meditation für den modernen Menschen zunächst ohne dämonische Warnung:

Anselm hat geschrieben: .. Und ich lasse meinen Geist an der Leiter des Worts hinabsinken in den inneren Raum der Stille. Ich lege in das Wort und in den Ausatem meine ganze Sehnsucht nach der 'Sabbatruhe Gottes', nach dem inneren Ort der Ruhe. Dann kann es sein, dass mich Wort und Atem für einen Augenblick dorthin tragen, wo es im mir ganz still ist, wo aller Lärm verstummt und das unruhige Herumdenken zur Ruhe kommt. Die Mystiker sind davon überzeugt, dass in uns ein Raum des Schweigens ist, in dem Gott wohnt. Dorthin haben die Gedanken und Gefühle, die Pläne und Überlegungen, die Leidenschaften und die Verletzungen keinen Zutritt.


Er sagt also deutlich: kein Zutritt für das was ich jetzt Ego nennen würde, für Wünsche, Ängste und Projektionen. Es sei der stille geschütze Raum in dem sogar 'Gott wohne'. Anselm sagt es nicht in der Ich-Form, er sagt, die Mystiker seien davon überzeugt.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » Mi 30. Jun 2010, 10:50

Johncom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Übrigens ist nicht alles "Dämon", und es ist auch nicht alles "dämonenfrei".


Richtig. Und wie wir sehen hat bereits dieser Evagrius Ponticus seine Dämonen in negativ menschlichen Eigenschaften ( Lastern ) gesehen, benannt und strukturiert.


Du Witzbold. Dämonen haften sich ja an irgend etwas in der Psyche. Aber man wird nur "negative menschlichen Eigenschaften" bemerken.
Wenn diese zusätzlich "gefüttert" und unterstützt werden von Dämonen bekommt das ein Seelsorger schon zu spüren.

Gelingt es, die negative menschlichen Eigenschaften auf der Ebene des rein Menschlichen in den Griff zu bekommen, brauchen wir uns um daran beteiligte Dämonen in solchen Fällen nicht zu kümmern: Wenn welche da waren, waren sie leicht zu besiegen und verschwanden unmerklich "durch einen Hinterausgang".

Das ist das Gegenteil von dem Spektakel das geschieht, wenn sie nicht kampflos gehen. :lol:

Johncom, es geht hier um unsichtbare Wirklichkeiten, die von der Bibel benannt werden. Und selbst ein moderner Mönch wie der Starez hat diese Wirklichkeit gerade durch "Verinnerlichung" gespürt und erkannt, leidvoll und als Gegner und Hindernisse bei seiner Suche nach Gott.

Wenn also Versuchungen und Angriffe stattfinden in der "Verinnerlichung", der inneren Gottessuche, dann sollte man schon wissen, dass es sowohl vom eigenen "Bösen" als auch zusätzlich von Satan inszeniert werden kann. Und dann gibt es auch entsprechende Regeln, wie man das überwinden kann.

Aber Du möchtest der Bibel ja nicht soviel Ehre geben, dass Du ihr recht gibst in diesem Punkt.....
Aber wer die Wirklichkeit sich ganz anders denkt, als die Bibel sie schildert, wird auch Probleme mit der Wirklichkeit bekommen.

Die Mystiker sind davon überzeugt, dass in uns ein Raum des Schweigens ist, in dem Gott wohnt. Dorthin haben die Gedanken und Gefühle, die Pläne und Überlegungen, die Leidenschaften und die Verletzungen keinen Zutritt.

Stöhn :roll:


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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 1. Jul 2010, 05:12

onThePath hat geschrieben:Johncom, es geht hier um unsichtbare Wirklichkeiten, die von der Bibel benannt werden.


Zumindest in diesem Thread-Thema geht es um Anselm Grün.
Diese psychischen Phänomene spricht er auf seine Weise an, wenn Du darauf eingehen kannst dann gut. Ich denke dass Anselms Ansichten des Meditationsweges einzig auf das Heilende ausgerichtet sind.

Anselm hat geschrieben: .. Ich lege in das Wort und in den Ausatem meine ganze Sehnsucht nach der 'Sabbatruhe Gottes', nach dem inneren Ort der Ruhe. Dann kann es sein, dass mich Wort und Atem für einen Augenblick dorthin tragen, wo es im mir ganz still ist, wo aller Lärm verstummt und das unruhige Herumdenken zur Ruhe kommt. Die Mystiker sind davon überzeugt, dass in uns ein Raum des Schweigens ist, in dem Gott wohnt. Dorthin haben die Gedanken und Gefühle, die Pläne und Überlegungen, die Leidenschaften und die Verletzungen keinen Zutritt.


Kein Zutritt heisst auch dass das Chaotische oder das Böse gelassen wird. Kein Zutritt heisst auch keine Aufmerksamkeit .. kein Interesse und keine Erwartung.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Schoham » Sa 28. Nov 2015, 19:38

Jeder gräbt seine eigene Lebensspur

Ein Mensch der depressiv ist, kann zum Beispiel eine Spur der Bitterkeit eingraben. Oder wenn der Mensch sein Schicksal annehme, dann grabe man eine Spur von Tiefe und Geheimnis und zeige, dass das Leben nicht oberflächlich ist. Es kann eine Spur der Hoffnung sein, trotz dieser Krankheit zu leben.

Anselm Grün, Zeitungsausschnitt ZO vom 25.11.2015
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