Metaller und Christ?

Musik und Tonträger, Buch- und Filmbesprechungen, herkömmliche und elektronische Spiele

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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Lautsprecher » Di 24. Jun 2008, 14:08

Original von Vicconivs
Und das stellst Du Dir genau wie vor? Wir erobern erstmal die ganze Welt, damit wir überall die Serverbesitzer bestrafen können, die NS-Material hosten? Netter Einfall. Ansonsten frage ich mal gegen: Wie ist denn das mit der Meinungsfreiheit? Gilt die nur für genehme Meinungen?


Niemand muss dafür irgendetwas erobern. Jedem "normalen" Menschen sollte klar sein, dass Ideologien, die im Zusammenhang mit "Rassenhass" stehen, die Menschheit nicht weiter bringen. Ich denke konkret an ein Gesetz, wie es ja eigentlich schon recht weit verbreitet ist. Meinungen, die Ideologien beinhalten, in denen andere Meinungen von Grund auf als schlecht und "ausmerzbar" erklärt werden sind keine Meinugen, die einfach nur "unangenehm" sind...
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Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 01:12

Hallo!

Black Sabbath ist eine meine Lieblingsbands. Seltsamerweise gelten sie als "satanisch", obwohl ihre Lyrics immer sehr christlich waren. Zumindest, als Ozzy noch der Sänger war, also in den Siebzigern. (Sabbath in den 80ern und 90ern interessieren mich nicht, weil Ozzy nicht mehr dabei war. Das war nicht mehr Black Sabbath...) Warum ich darauf komme? Weil ein unglaublich dämliches Buch namens "Wir wollen nur deine Seele!" mir letzthin in die Finger geraten ist, welches Black Sabbath übelst verunglimpft als "Satanisten".

Ich bringe euch drei Beispiele von Songs, deren Lyrics IMO als absolut christlich durchgehen, und zwar auch im engeren Sinne:

Beweise:
http://www.youtube.com/watch?v=kwWMKC3U01w
http://www.youtube.com/watch?v=fcmKTNhPk8U
http://www.youtube.com/watch?v=JT-DEfiCoHM

Wer hier "Satanismus" entdeckt, soll mir bitte sagen wo. Liest die Lyrics. Das ist alles sehr christlich. Warnungen vor Satans Verführungen. Black Sabbath haben mit Satanismus nichts am Hut. Im Gegenteil.

LG von Valentin
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 01:42

Ich sehe gerade, dass die Lyrics zum zweiten von mir geposteten Song, "After Forever", auf youtube nicht lesbar sind. Darum hier der Text zum Song:

Have you ever thought about your soul - can it be saved?
Or perhaps you think that when you're dead you just stay in your grave
Is God just a thought within your head or is he a part of you?
Is Christ just a name that you read in a book when you were in school?

When you think about death do you lose your breath or
do you keep your cool?
Would you like to see the Pope on the end of a rope
do you think he's a fool?
Well I have seen the truth, yes I've seen the light and I've changed my ways
And I'll be prepared when you're lonely and scared at the end of our days

Could it be you're afraid of what your friends might say
WHEN you believe in God above?
They should realize before they criticize
that God is the only way to love

Is your mind so small that you have to fall
In with the pack wherever they run
Will you still sneer when death is near
And say they may as well worship the sun?

I think it was true it was people like you that crucified Christ
I think it is sad the opinion you had was the only one voiced
Will you be so sure when your day is near, say you don't believe?
You had the chance but you turned it down, now you can't retrieve

Perhaps you'll think before you say that God is dead and gone
Open your eyes, just realize that he's the one
The only one who can save you now from all this sin and hate
Or will you jeer at all you hear? Yes! I think it's too late.
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon alegna » Fr 4. Jun 2010, 06:24

Hallo Valentin
äh, was ist mit jenen die kein Englisch verstehen?
Hast Du das noch auf Deutsch übersetzt?
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon Oli4 » Fr 4. Jun 2010, 07:07

Wusste gar nicht dass das heute noch gehört wird :mrgreen:
Hörte ich auch mal, macht mir aber heute keinen Spass mehr. Zu alt, zu dumpf, zu dunkel, oft zu schnell und zu hart, zu melancholisch, eher hinunterziehend als aufstellend; das meine subjektive Ansicht.

Die Texte habe ich eh nie verstanden, wenn es mich auch jetzt um so bedenklicher dünkt, dass ganze Generationen (inkl. mir damals) lauthals auswendig Text mitsingen die sie gar nicht verstehen :oops: :lol:
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon blakki » Fr 4. Jun 2010, 09:26

Oli4 hat geschrieben:Wusste gar nicht dass das heute noch gehört wird :mrgreen:
Hörte ich auch mal, macht mir aber heute keinen Spass mehr. Zu alt, zu dumpf, zu dunkel, oft zu schnell und zu hart, zu melancholisch, eher hinunterziehend als aufstellend; das meine subjektive Ansicht.

Die Texte habe ich eh nie verstanden, wenn es mich auch jetzt um so bedenklicher dünkt, dass ganze Generationen (inkl. mir damals) lauthals auswendig Text mitsingen die sie gar nicht verstehen :oops: :lol:


Hi Oli,
Musik ist natürlich Geschmackssache, aber du hast recht, viele Texte wurden damals nicht verstanden.

Ich nehme an, das es heute besser ist, da einfach viel mehr Leute Fremdsprachen lernen und bei guter Musik auch das Interesse am Hintergrund da ist.

Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon Oli4 » Fr 4. Jun 2010, 09:56

blakki hat geschrieben:Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.
Und was für tolle Inhalte .... :oops: :roll: :shock:
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon blakki » Fr 4. Jun 2010, 11:30

Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.
Und was für tolle Inhalte .... :oops: :roll: :shock:


Das ist natürlich Geschmackssache.

Wenn ich natürlich den klassischen deutschen Schlager nehme, wo sich die Reime auf "Liebe, Hiebe, Triebe" reimen, oder den "Holzmichel" aus der Volksmutantenecke, da sind mir die Texte von Rammstein, den Onkels o.ä. bedeutend lieber.
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon sugi » Fr 4. Jun 2010, 11:54

Valentin hat geschrieben:Hallo!

Black Sabbath ist eine meine Lieblingsbands. Seltsamerweise gelten sie als "satanisch", obwohl ihre Lyrics immer sehr christlich waren. Zumindest, als Ozzy noch der Sänger war, also in den Siebzigern. (Sabbath in den 80ern und 90ern interessieren mich nicht, weil Ozzy nicht mehr dabei war. Das war nicht mehr Black Sabbath...) Warum ich darauf komme? Weil ein unglaublich dämliches Buch namens "Wir wollen nur deine Seele!" mir letzthin in die Finger geraten ist, welches Black Sabbath übelst verunglimpft als "Satanisten".

Ich bringe euch drei Beispiele von Songs, deren Lyrics IMO als absolut christlich durchgehen, und zwar auch im engeren Sinne:

Beweise:
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http://www.youtube.com/watch?v=fcmKTNhPk8U
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Hi Valentin!!

Kennst du das?
1Kor 6,12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.

Du merkst schlussendlich, ob es dir gut tut, oder eben nicht!!

Was ich nicht so verstehe ist, weshalb will man ein christliches Mäntelchen drumherum haben?
Wäre es christlich, dann würde es sich doch anders anhören, oder?

Mein Geschmack ist es nicht..habe lieber Reggae!

Früher, als ich 17,18,19 war hörte ich Guns 'N' Roses! Mir gings nur um die Musik, und nicht um den Text..der war mir egal!!
Oder Nirvana, Metallica..auch Ugly Kid Joe..!!

Rammstein? So eine schei.. Musik.. :lol: :mrgreen:

Und super zum Deutsch lernen.. :shock:
Das ist Geschmacksache? Und denoch braucht jeder Liebe.. Och, wie wollen wir das nur zum harmonieren bringen..!!!!
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon sugi » Fr 4. Jun 2010, 12:02

blakki hat geschrieben:Wenn ich natürlich den klassischen deutschen Schlager nehme, wo sich die Reime auf "Liebe, Hiebe, Triebe" reimen, oder den "Holzmichel" aus der Volksmutantenecke, da sind mir die Texte von Rammstein, den Onkels o.ä. bedeutend lieber.

..gäll, Liebe erträgt sich manchmal nur ganz schlecht.. ;)

Kann es dir fast nicht abnehmen, dass dir das lieber ist..
Meine Güte, was ist, wenn die Texte prägen :shock: :-P
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 15:09

Hier noch die von Alegna gewünschte Übersetzung von "After Forever":

Hast du jemals über deine Seele nachgedacht? Kann sie gerettet werden? Oder denkst du, das wenn du tot bist, rechtschaffen in deinem Grab liegen wirst? Ist Gott nur ein Gedanke in deinem Kopf oder ist er ein Teil von dir? Ist Christus nur ein Name, den du in einem Buch gelesen hast, als du in der Schule warst?

Wenn du über den Tod nachdenkst verlierst du deinen Atem oder bleibst du cool? Würdest du den Papst am Ende eines Strickes sehn wollen -denkst du er ist ein Narr? Gut, ich habe die Wahrheit gesehn, ja ich habe das Licht gesehn und habe meine Wege geändert. Und ich werde vorbereitet sein, wenn du einsam und ängstlich bist, am Ende unserer Tage.

Kann es sein das du Angst hast von dem was deine Freunde sagen, falls sie erfahren, dass du vorallem an Gott glaubst? Sie sollten erst begreifen, bevor sie kritisieren, dass Gott der einzige Weg zur Liebe ist.

Ist dein Verstand so klein, dass du der Bande verfallen musst wo immer sie auch hinrennen? Wirst du noch spötteln wenn der Tod nahe ist? Und sag, meinst du wirklich, sie verehren die Sonne?

Ich denke es war wahr, es waren Leute wie du, die Christus kreuzigten. Ich denke es ist traurig, dass die Meinung, die du hattest die Einzige war, die gegolten hat. Wirst du so sicher sein, wenn der Tag nah ist, zu sagen, dass du nicht glaubst? Du hattest die Chance, aber du lehntest sie ab, jetzt kannst du nichts mehr wiedergutmachen.

Vielleicht wirst du vorher nachdenken, bevor du sagst: Gott ist tot und gegangen. Öffne deine Augen, nun realisiere, dass er der Eine ist. Der Einzige, der dich jetzt noch retten kann, von all der Sünde und dem Hass. Oder wirst du immer noch alles verhöhnen, was du hörst!?
Ja! Ich denke es ist zu spät.


Mich nervt es halt, wenn Ozzy mit Satanismus in Verbindung gebracht wird, weil ich ihn verehre und "Satanisten", wenn es den solche überhaupt gibt, für gewaltige Vollpfosten halte. Da musste ich doch gleich einen Thread eröffnen in meinem Zorn! :x ;)

Ich höre mir allen möglichen Kram an, und Musik tut mir immer gut. Obwohl ich eigentlich nur düstere, melancholische Sachen höre. Fröhliche Musik macht mich ganz aggressiv und verdirbt mir die Laune. (Jaja, bin ein seltsamer Vogel... :D )

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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Robby » Fr 4. Jun 2010, 15:49

Hi all

Ich habe den Thread mit einem bestehenden Metal-Thread zusammengeführt.


Lieber Gruss
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon alegna » Fr 4. Jun 2010, 17:10

Danke Valentin
werde es dann noch einehend studieren :))
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 17:12

Viele Metalbands geben sich gerne ein okkultes, dunkles Image. (Das war auch bei den alten Black Sabbath der Fall, die waren quasi die Pioniere des Ganzen. Doom and Gloom halt... Neben Led Zeppelin, die ich aber nicht als "Metal" bezeichnen würde. Die haben auch gerne mit okkultem Kram rumgespielt, um sich eine gewisse "Aura" zuzulegen. Bringt halt Kohle! :D ) Es gibt auch viele Neuheiden unter den Metallern. Das gehört für viele irgendwie zum Metal dazu. Aber richtig "ernst" mit diesem ganzen Teufelszeug meinen es wohl nur ganz wenige. Es geht ums Image. Auch die "bösesten" Black Metaller schminken sich nach dem Konzert die Pandafresse vom Gesicht ab und werden zu ganz lieben Kerlen! :)

Marilyn Manson? Eine bessere Marketingkampagne habe ich noch nie gesehen. Als der noch hip war (sein Erfolg hält sich mittlerweile ja doch in engen Grenzen, der Kerl schockt niemanden mehr), haben sich überall auf der Welt so manche Christen empört und wollten seine Auftritte verbieten und haben vor den Hallen demonstriert, in denen er auftrat. Eine bessere Gratispublicity konnte sich Manson gar nicht wünschen! :mrgreen: Die Kids sind dann erst recht in die Plattenläden gerannt und haben die Konzerthallen gestürmt.

Christlichen Metal gibt's durchaus (auch ganz, ganz harten Stoff, z.B. Mortification), aber IMO haben diese Bands musikalisch meist nicht allzuviel zu bieten. Ausser vielleicht Extol zu ihren besten Zeiten. (Die Band gibt's leider nicht mehr). Es gibt in den USA viele Deathcorebands, die Christen sind. Aber ich bin Purist und alles mit dem Anhängsel "Core" kommt mir nicht in den CD-Schacht... :] Oldschool ftw! :D
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon alegna » Fr 4. Jun 2010, 19:04

Valentin hat geschrieben:weil ich ihn verehre und "Satanisten", wenn es den solche überhaupt gibt,

Hallo Valentin, Du sagst also, dass Ozzy sich geändert hat, heisst also er hat also tatsächlich vorher sehr fragwürdige Texte gebracht? Ich meine von ihm gelesen zu haben, dass er öffentlich Jesus predigt, kann das stimmen?

Und übrigens, Satanisten gibt es leider tatsächlich.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 20:36

alegna hat geschrieben:
Valentin hat geschrieben:weil ich ihn verehre und "Satanisten", wenn es den solche überhaupt gibt,

Hallo Valentin, Du sagst also, dass Ozzy sich geändert hat, heisst also er hat also tatsächlich vorher sehr fragwürdige Texte gebracht? Ich meine von ihm gelesen zu haben, dass er öffentlich Jesus predigt, kann das stimmen?

Und übrigens, Satanisten gibt es leider tatsächlich.


Die Texte aus der Zeit von Black Sabbath stammen gar nicht von ihm, sondern von Geezer Butler, dem Bassisten der Band. Ozzy hat AFAIR gar nie selber getextet, auch während seiner ja noch andauernden Solokarriere. Nach der Sabbath-Zeit anfangs der 80er hat er aber für ein Weilchen ein sehr "böses" Image gepflegt bzw. von seinen Managern aufgepropft bekommen. Aber das war alles nur PR. Er hat den Kram laut eigener Aussage nie ernst genommen. Ausserdem war er zu dieser Zeit eh immer komplett weggetreten. Aber ein "Heiliger" war er bestimmt nicht. Er ist/war ein verd.... Rockstar, kein Engel! ;) Sex and drugs and Rock n Roll, du verstehst... Das waren halt wilde Zeiten. Auch die netten, harmlosen Beatles waren in dieser Beziehung keine Engel...

Ozzy ist kein "Bekehrter" und predigt sicher nicht Jesus. Immerhin ist er "The Prince of darkness"! :lol: Evtl. meinst du Dave Mustaine, den Sänger/Gitarristen von Megadeth. Der ist "wiedergeboren". Oder meinst du Tom Aria, den Sänger/Bassisten der Band Slayer? Slayer ist wohl die bekannteste Band, die ihr Image auf Satanismus aufgebaut hat. Und ausgerechnet deren Sänger ist jetzt wiedergeborener Christ! :D Allerdings ist er weiterhin in der Band und singt auch weiterhin die satanischen Songs, was ich doch sehr bizarr und verlogen finde. :? Sagt einiges darüber aus, wie ernst diese "satanischen" Bands ihre eigenen Texte nehmen.

Ozzy ist jetzt Katholik (aufgewachsen hingegen in der Church of England) und wohl auch gläubig, (immerhin trägt er ständig ein Kreuz. Ok, das macht er seit den späten 60ern, muss nicht viel heissen! ;) ) redet aber gar nicht gerne darüber. Er will sich ja sein Image nicht kaputt machen! ;) Wenn du im Internet googelst, findest du die wildesten Gerüchte über seinen Glauben, lol... (Einige behaupten, er sei bei den 7-Tagen-Adventisten aufgewachsen, aber das ist nur so eine Internetlegende) Er hat Parkinson und ist durch seinen jahrzehntelangen exorbitanten Drogenkonsum körperlich schwer angeschlagen. Sein Geist ist aber immer noch hellwach (zumindest ab und zu... ;) ), und singen kann er auch noch! ;) Obwohl er mittlerweile ein alter Mann ist. Ich liebe den Kerl einfach, weil er eine unglaubliche Rock n Roll-Stimme hat und mit seiner Kunst ein ganzes Musikgenre gegründet hat. Er diesen magischen Vibe in der Stimme... Bin halt ein hoffnungsloser Fan und werde putzteufelswild, wenn einer in meiner Gegenwart über den Mann herzieht. Und das passiert oft genug! V.a. seit dieser Reality TV-Show "The Osbournes", die Ozzy als einen liebenswerten, etwas verwirrten Kerl und überbesorgten Vater zeigt, der ständig witzige Sprüche macht. Nichts mehr mit "Prince of Darkness"! :D

Bei der ganzen Geschichte rund um die "teuflischen Dinge" die Black Sabbath und den Metal allgemein betreffen, darf man einfach folgendes nicht ausser acht lassen: Diese Leute waren jung und wollten rebellieren und schocken. Und gerade vor ein paar Jahrzehnten war das Christentum noch sehr erstarrt und die religiöse Erziehung sehr streng, um nicht zu sagen repressiv. Wenn ich meinen Vater höre, was der so alles erlebt hat mit "Geistlichen". Die haben gerne auch mal kräftig zugeschlagen, so kräftig, dass die blauen Flecken noch wochenlang zu sehen waren. Kein Wunder, suchten sich gewisse Bands die Kirche bzw. Gott als Opfer aus, um zu rebellieren, zu provozieren und v.a. um aufzufallen. Warum also nicht gleich den Teufel bejubeln? ;) Heute ist dies einfach viel weniger der Fall, weil man damit kaum mehr jemanden hinter dem Ofen hervorlocken kann. Man wird höchstens bemitleidet und belächelt. Zurecht! :D

Ich glaube auch, dass es echte "Satanisten" gibt. Manche Bosse von Grosskonzernen und Banken, die das Werk des Teufels tun... Und natürlich diverse Politiker. Dämonen in Nadelstreifenanzügen. Auf DIESE Kerle solltet ihr Christen mal ein Auge werfen... Und nicht auf irgendwelche Metaller oder Gothics und Dark Waver, die sich nur gerne schwarz anziehen und ein bisschen "böse" tun, ansonsten aber ganz harmlos sind. Ich kenne mich etwas in der Gothicszene aus und kann dir sagen, diese Leute sind absolut liebenswert. Dasselbe gilt für die Metaller. Geh mal an ein Metalkonzert und überzeuge dich selbst. Da wird zwar etwas viel gesoffen, aber die Stimmung ist meist höchst friedlich. Auf einem HipHop-Konzert kommts viel eher zu Schlägereien.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Fr 4. Jun 2010, 22:25

^Oje, da ist wohl etwas der Fan in mir durchgegangen und ich habe gleich einen Roman geschrieben, den niemanden interessiert! :D

Gibt's ausser mir auch ein paar Metalheads und Gothics hier?

Meine Favoriten sind The Sisters of Mercy, The Mission, (alte) Wolfsheim, My Dying Bride, Anathema, Paradise Lost, Burzum, Agalloch, Tiamat, Sentenced, Amorphis, Type O Negative, Tool, Swallow The Sun, Primordial, Eluvietie, etcetc.

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum! :praise:
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Andi69 » Sa 5. Jun 2010, 09:50

Metalhead ja, Gothic nein. Aber ich bin stock konservativ: Meine Bands heissen Saxon, Motörhead, Iron Maiden und Judas Priest sowie Def Leppard bis "Pyromania". Und dann gibt's bei mir auch noch Hard Rock, Rock'n'Roll aus verschiedenen Jahrzehnten und Klassik, Qualität halt.
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon blakki » Sa 5. Jun 2010, 10:12

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Wenn ich natürlich den klassischen deutschen Schlager nehme, wo sich die Reime auf "Liebe, Hiebe, Triebe" reimen, oder den "Holzmichel" aus der Volksmutantenecke, da sind mir die Texte von Rammstein, den Onkels o.ä. bedeutend lieber.

..gäll, Liebe erträgt sich manchmal nur ganz schlecht.. ;)

Kann es dir fast nicht abnehmen, dass dir das lieber ist..
Meine Güte, was ist, wenn die Texte prägen :shock: :-P


Ach Sugi,

mein Musikgeschmack ist sehr ausgeprägt, das reicht von Klassik über Rock bis zu Rai :mrgreen: es ist für mich einfacher, dass zu nennen, was nicht meinen Geschmack trifft und das ist der klassische deutsche Schlager, volkstümliche "Fernseh"Musik und Musik á la Marylin Manson.

Da ist aber nur mein persönlicher Geschmack un dich werde dieses niemanden aufzwingen.

Und prägen tun mich die Texte mit Sicherheit nicht, es gibt Wichtigeres im Leben.

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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon sugi » Sa 5. Jun 2010, 10:45

blakki hat geschrieben:Und prägen tun mich die Texte mit Sicherheit nicht, es gibt Wichtigeres im Leben.

Damit meinte ich ja nicht dich..du kannst ja Deutsch :mrgreen:

Wegen dem:
Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon blakki » Sa 5. Jun 2010, 11:07

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Und prägen tun mich die Texte mit Sicherheit nicht, es gibt Wichtigeres im Leben.

Damit meinte ich ja nicht dich..du kannst ja Deutsch :mrgreen:

Wegen dem:
Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.


Rammstein ist eine Gruppe, die im Ausland fast noch mehr Resonanz findet als in Deutschland, jedenfalls finde ich es bemerkenswert, dass in amerikanischen Foren immer wieder die Frage nach einer Nazi-Band kommt, bis die Leute dann eine englische Übersetzung der Texte sehen.

Mit einigen Ausnahmen gefallen wir die Texte.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon alegna » Sa 5. Jun 2010, 11:38

Valentin hat geschrieben:Ausserdem war er zu dieser Zeit eh immer komplett weggetreten. Aber ein "Heiliger" war er bestimmt nicht. Er ist/war ein verd.... Rockstar, kein Engel! ;) Sex and drugs and Rock n Roll, du verstehst...

Was ja nicht gerade für ihn spricht nicht? Aber ich verstehe durchaus :oops:
Ozzy ist kein "Bekehrter" und predigt sicher nicht Jesus. Immerhin ist er "The Prince of darkness"! :lol:

Dann ist also alles nur schein wenn er von Glauben spricht?
Oder meinst du Tom Aria, den Sänger/Bassisten der Band Slayer? Slayer ist wohl die bekannteste Band, die ihr Image auf Satanismus aufgebaut hat. Und ausgerechnet deren Sänger ist jetzt wiedergeborener Christ! :D Allerdings ist er weiterhin in der Band und singt auch weiterhin die satanischen Songs, was ich doch sehr bizarr und verlogen finde. :?

Ich behaupte jetzt mal, wenn er wirklich wiedergeboren ist, dann singt er keine satanischen Texte mehr......also stell ich das mal in Frage wie ernst ihm sein Christsein ist.
Sagt einiges darüber aus, wie ernst diese "satanischen" Bands ihre eigenen Texte nehmen.

Nun, egal ob sie die eigenen Texte wichtig nehmen oder nicht, wichtig ist was sie verbreiten, gibt leider genug die die Texte dann eben ernst nehmen und dies sollte sich jede Band schon bewusst sein.
(immerhin trägt er ständig ein Kreuz. Ok, das macht er seit den späten 60ern, muss nicht viel heissen!

Nein, heisst leider wirklich nicht viel.
Er hat Parkinson und ist durch seinen jahrzehntelangen exorbitanten Drogenkonsum körperlich schwer angeschlagen. Sein Geist ist aber immer noch hellwach (zumindest ab und zu... ;) ), und singen kann er auch noch! ;)

Kann einem leid tun der Kerl, leider sind sich viele nicht bewusst was sie sich antun mit den Drogen und welche Folgeschäden es geben kann.
Bin halt ein hoffnungsloser Fan

Ist ja auch Dein gutes Recht.
Man wird höchstens bemitleidet und belächelt. Zurecht! :D

Zurecht? Würde ich gar nicht sagen, es ist eher so, dass gerade durch die Teufelsanbeter und Blackbands den Teufel verharmlost und verniedlicht worden, was aber seine teuflische Macht überhaupt nicht mindert. Nur die Menschen meinen er sei harmlos.
die sich nur gerne schwarz anziehen und ein bisschen "böse" tun, ansonsten aber ganz harmlos sind. Ich kenne mich etwas in der Gothicszene aus und kann dir sagen, diese Leute sind absolut liebenswert. Dasselbe gilt für die Metaller. Geh mal an ein Metalkonzert und überzeuge dich selbst. Da wird zwar etwas viel gesoffen, aber die Stimmung ist meist höchst friedlich.

Nun, es mag im Sinne von Satanismus vielleicht "harmlos" sein, aber die Verführung ist keineswegs "harmlos". Es gibt vielleicht viele die damit umgehen können, aber es gibt leider auch viele andere die das eben nicht können.
Ich bin froh, hat mich diese Art von Musik immer eher abgeschreckt als angezogen.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Taube » Sa 5. Jun 2010, 11:53

alegna hat geschrieben:
Valentin hat geschrieben:Ozzy ist kein "Bekehrter" und predigt sicher nicht Jesus. Immerhin ist er "The Prince of darkness"! :lol:

Dann ist also alles nur schein wenn er von Glauben spricht?[quote]

...oder ist frustriert über das, was ihm gepredigt worden war und ist zum Suchenden geworden.


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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Sa 5. Jun 2010, 20:23

alegna hat geschrieben:Kann einem leid tun der Kerl, leider sind sich viele nicht bewusst was sie sich antun mit den Drogen und welche Folgeschäden es geben kann.

Ach, Ozzy muss dir nicht leid tun! :) Das ist der letzte Mensch, der dir leid tun sollte! Der hat ne liebe Frau (die ihn damals auch von diesem ganzen Drogensumpf gerettet hat), vier Kinder, ist steinreich und trotz Parkinson recht gesund. Die Parkinson hat er übrigens NICHT wegen seinem Lebenswandel. Klar, der Alk und die Drogen haben ihre Spuren hinterlassen und er ist manchmal etwas verwirrt, aber wenn man die Mengen an Substanzen in Betracht zieht, die er sich im Laufe seines Rockerlebens leider reingepfiffen hat, ist er noch erstaunlich gut in Form. Er sagt von sich selber, er habe halt das "Osbourne-Gen" und warnt seine Kids davor, zu meinen, sie könnten es auch so weit treiben wie er. :D Nene, Ozzy muss dir wirklich nicht leid tun. Der lebt wie Gott in Frankreich und ist gut drauf! Und er hat zahlreiche Leute, die ihn verehren. Und eben auch eine Familie, die ihn liebt.

Ich bin froh, hat mich diese Art von Musik immer eher abgeschreckt als angezogen.


Ich kapiere nicht, warum du so etwas sagst. Heavy Metal hat eine gewaltige Energie und auf Metalkonzerten und Festivals fühle ich mich so wohl wie selten. Auch als kurzhaariger Normalo mit Brille! :D Die Metalszene ist sehr tolerant, den Leuten ist es völlig egal, ob du nun Christ oder sonst was bist, oder kurze oder lange Haare hast oder aussiehst wie Frankenstein. Die Leute wollen nur eine gute Zeit haben und abrocken. Ok, ein Black Metal-Konzert würde ich dir nicht gerade empfehlen. ;) Aber Iron Maiden oder so schon! :)

Andi69:
Metalhead ja, Gothic nein. Aber ich bin stock konservativ: Meine Bands heissen Saxon, Motörhead, Iron Maiden und Judas Priest sowie Def Leppard bis "Pyromania". Und dann gibt's bei mir auch noch Hard Rock, Rock'n'Roll aus verschiedenen Jahrzehnten und Klassik, Qualität halt.


Du bist wohl in den 80ern gross geworden und wurdest dementsprechend "musikalisiert", hehe. Und gehörst wohl auch zu den Leuten, die jetzt um Ronnie James Dio trauern! :( Ich tue es jedenfalls, obwohl mir die Dio-Phase von Sabbath gar nicht in den Kram passt. Er sang viel zu "gut" für Sabbath-Verhältnisse und ist sicher der bessere Sänger als Ozzy, aber ihm fehlte der notwendige "Vibe". Seine Sachen mit Rainbow und seine späteren Soloscheiben gefallen mir aber sehr gut.

Deine Favoriten sind selbstverständlich alles Klassikerbands, keine Frage. Und bei Def Leppard geht's mir genau gleich. Alles nach "Pyromania" ist für mich nicht mehr hörbar. Viel zu glattpoliert. Auch "Pyromania" ist mir schon eine Spur zu wenig "dreckig" und überproduziert.

Ich bin von den 90ern geprägt, alle meine Lieblingsbands haben zwischen 1990 und 1995 ihre besten Alben abgeliefert, IMO. Damals, als Doom mit Growlvocals aufkam und mit Death Metal vermischt wurde und auch der Gothic Metal seinen Höhepunkt hatte. (Nein, mit Gothic Metal meine ich nicht die Bands, die heutzutage als solche bezeichnet werden, mit diesen hübschen Trällerdamen und ein paar polierten Riffs im Hintergund und süsslich klingenden Keyboards, sondern den alten Kram wie Paradise Lost, Anathema, My Dying Bride. Letztere rocken auch noch heute.) Auch die ganzen skandinavischen Bands haben mich extrem beeinflusst, besonders "Tales from the Thousand Lakes" von Amorphis.

(Ich spiele selber E-Gitarre, wenn auch eher mässig ;) Aber ich übe fleissig! Habe erst vor einem halben Jahr damit angefangen. Vorher habe ich lange E-Bass gespielt.)

Edit: Ich da was mit den Quotes durcheinander gebracht. Wenn ich editiere und die überflüssigen "/QUOTES" lösche, passiert aber gar nichts. Ist mir ein Rätsel... :?: Auch jetzt habe ich sie gerade gelöscht und werde gleich auf "absenden" drücken, aber der Post wird immer noch gleich verwirrend aussehen wie bisher. Seltsam... :| Edit2: Ich versuch's und versuchs, und mit dem Posting ist punkto Quoting definitiv alles in Ordnung. Ich bin kein Anfänger in solchen Sachen. Und trotzdem kommt immer obiges Chaos raus! Die Bordsoftware hasst es wohl, wenn über Metal gesprochen wird. Vielleicht kann das ja ein Mod irgendwie in Ordnung bringen. :oops:
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Re: Irrtümer von Christen bzgl. "Heavy Metal"

Beitragvon sugi » Mo 7. Jun 2010, 09:59

blakki hat geschrieben:
sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Und prägen tun mich die Texte mit Sicherheit nicht, es gibt Wichtigeres im Leben.

Damit meinte ich ja nicht dich..du kannst ja Deutsch :mrgreen:

Wegen dem:
Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.


Rammstein ist eine Gruppe, die im Ausland fast noch mehr Resonanz findet als in Deutschland, jedenfalls finde ich es bemerkenswert, dass in amerikanischen Foren immer wieder die Frage nach einer Nazi-Band kommt, bis die Leute dann eine englische Übersetzung der Texte sehen.

Mit einigen Ausnahmen gefallen wir die Texte.

Das kann ja alles schon sein :mrgreen:

Es geht ja darum:
Ich habe kürzlich (ich weiß gerade nicht wo) gelesen, das in den USA und Frankreich Rammstein :jump: dazu beiträgt, dass die Leute dort wieder mehr Deutsch lernen.


Und nun google ich hösch..und schau mal..Rammstein!!
Hab jetzt da nur etwa anderthalb Minuten reingeschaut..um auf das Lernen der Sprache zu kommen..

Sie haben da gelernt : du hasst mich, super gäl, muss man natürlich auch kennen!
(natürlich ironisch) :tongue:

Ja, ja, ja, ich weiss, ich weiss, jetzt könnte man loslegen, hmm?!

Sie werden ja vermutlich ander Songs nehmen.. ;) :D
Aber ansonsten würde mich keiner in so ein Konzert schleppen können..

Aber eich weiss, über Geschmack der Musik könnte man bekanntlich streiten..!
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon novim » Sa 12. Jun 2010, 23:22

Ein paar Gedanken zum Thema von mir:

Ich habe hier mal ein bisschen mitgelesen und lese die ganze Zeit über Texte, ob die christlich sind oder sogar gegen Religion sind, was die Bands mal da gemacht haben und was für Skandale sie hier hatten. Und da frage ich mich: Müssen diese Diskussionen sein, ist es wirklich so ausschlaggebend ob der Text oder die Band christlich, moslimisch oder atheistisch ist? Ich mein, mir ist grade heute beim Musikhören was lustiges aufgefallen. Beim ersten Song hatte ich von Skillet irgendein Lied, eben mit Text über Jesus/Gott und direkt darauf hatte ich "Real World" mit dem Refrain "God is an illusion and there ain't no paradise,...". Na und, ich find beide Songs geil. Und es ist doch nur Musik, ob sie "Metal" oder "Techno" oder "Reggae" heißt ist doch eigentlich egal.
Obwohl ich nicht gläubig bin höre ich sehr oft Musik von der christlichen Rock/Metalband Skillet. Mit den Texten stimme ich nicht überein, na und die Musik gefällt mir. Dabei gehen ja insgesamt die wenigsten Lieder über Religion, wenn ich mal an meine Metalsammlung außer Skillet denke vielleicht 3-5 Songs. Den Rest kann man doch hören, egal ob die Band christlich ist oder nicht. Die Lyrics müssen ja nicht immer gut sein - auch wenns schön ist wenn sies sind. Und für gute Lyrics braucht es doch auch nicht unbedingt ein religiöses Thema, oder habt ihr Angst euer Gott ist wütend wenn ihr mal ein Lied hört in dem er nicht die Hauptrolle spielt. Bei Metal geht es ja viel öfter um Freiheit als um Gott, besonders gefällt mir z.B. diese Textstelle aus Hunting High and Low von Stratovarius:
"I feel the wind in my hair
And it's whispering, telling me things
Of the storm that is gathering near
Full of power I'm spreading my wings

Now I'm leaving my worries behind
Feel the freedom of body and mind
I am starting my journey, I'm drifting away with the wind
I go"

Und an alle Skeptiker, vergesst mal für 8 Minuten dass es nicht unbedingt eure Musik ist und schaut es euch das Video mal ganz an, nicht nur hören, anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=CZ_VFJn2 ... xt_from=ML
Ein normaler Song, weder christlich noch irgendwie gegen Religion gerichtet. Was ich sehe sind ne ganze Menge Leute, die sich, unabhängig von religiöser und politischer Ansicht, ohne sich zu kennen, treffen und zu geiler Musik ne Menge Spaß haben. Niemand wird verletzt und alle haben Spaß, oder denkst du nicht es ist geil wie ganz am Ende in der Menge zu stehen und den Refrain mitzusingen? Ich denke das sollte man sich nicht entgehen lassen weil ein Lied andere religiöse Ansichten hat, ist nur Musik und ihr habt nur Spaß, man muss auchmal Spaß haben können ohne dabei Gott zu danken, oder zu besingen oder irgendwie an ihn zu denken.

Natürlich gefällt die Musik nicht allen, ist eben geschmackssache aber wenn sie einem gefällt doch bitte nicht von Religion verbieten lassen...
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon sugi » Mo 14. Jun 2010, 09:31

Hi novim!

novim hat geschrieben:man muss auchmal Spaß haben können ohne dabei Gott zu danken, oder zu besingen oder irgendwie an ihn zu denken.

..wenn man es mit seinem innern aber nicht Vereinbaren kann??!
Wird das etwa die "anderen" abhalten?? :idea:

Natürlich gefällt die Musik nicht allen, ist eben geschmackssache aber wenn sie einem gefällt doch bitte nicht von Religion verbieten lassen...

Du bittest um etwas?

Diese Art Musik ist zum innere Agressionen abzubauen.. :lol: (sry, scherzle, mit ein bisschen wahrheit)

Wenn ein Christ solche Musik hört, was soll ich sagen? Kenne ich etwa sein inneres? Kennt irgendwer mein inneres?
Nur Gott allein, sieht in die Herzen..

Von aussen können wir Menschen vieles sehen und oder beurteilen..aber
ob es immer das richtige ist?? Sich selbst auch fragen..

Da Gott gerecht ist, macht er keine Fehler.. Der Mensch aber schon!


1Kor 6,12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
1Kor 10,23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Taube » Mo 14. Jun 2010, 09:48

novim hat geschrieben:man muss auchmal Spaß haben können ohne dabei Gott zu danken, oder zu besingen oder irgendwie an ihn zu denken.

Ich denke, dass gerade auch das unbeschwerte Spass haben zur Geschöpflichkeit des Menschen gehört. Gott hat auch den Mensch geschaffen, welcher Spass erleben kann.

Der Roman (auch verfilmt) von Kundera "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" zeigt in dieser Hinsicht auf, was es heisst, alles zu schwer zu nehmen. Wenn Du den Film oder das Buch nicht kennst, sagt doch der Titel vieles? Manchmal ist schon der Titel so gut, dass man Buch oder Film gar nicht mehr lesen oder schauen muss.

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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon MaryjahDior » Mi 23. Jun 2010, 13:20

Polt hat geschrieben:Darf ich als Christ Bands wie Dimmu Borgir oder Slayer hören, auch wenn ich den Text ignoriere?
Ich finde den Klang der Musik toll, kann aber mit den Inhalten nichts anfangen.


Ja klar darfst du das! Ich bin auch gläubig und mag den Ozzy Osbourne sehr gerne sowie Marylin Manson... Ich meine, diese setzen sich kritisch auseinander mit der Gesellschaft.. Und ich mein der Ozzy ist alles andere als Satanist....
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Ishvayne » Fr 13. Aug 2010, 17:52

Hallo Polt!

Hehe, du bist wenigstens ehrlich: Satan hat einfach den besseren Drive. :lol:

Also, wer Metal jetzt allgemein als Satansmusik bezeichnet, zeugt natürlich völlig von seinem Unwissen, da gibt es ja die verschiedensten Strömungen. Wirklich guter Metal mit definitiv NICHT gotteslästerlichen Texten: "Opeth", zum Beispiel. Oder "Decrepit Birth", eher philosophische Texte. Es gibt jede Menge Metalbands mit neutralen Texten.

Wenn man aber so weit ist, dass man ein schlechtes Gewisen deshalb hat... dann ist man schon SEHR tief drin im Sumpf. :(
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Gnu » So 15. Aug 2010, 15:08

Ishvayne hat geschrieben:Wenn man aber so weit ist, dass man ein schlechtes Gewisen deshalb hat... dann ist man schon SEHR tief drin im Sumpf. :(

Danke für dieses Bekenntnis. :D
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Ishvayne » Mi 25. Aug 2010, 20:50

Uh, oh! Welches Bekenntnis? Ansage mir frisch, liebes Gnu! Was bekannte wer wann wie warum? :shock:
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Mo 15. Aug 2011, 15:47

Hhhmmm, was lese ich da auf jesus.ch? Am Wacken wurden Bibeln verteilt.... Ich kann mir nichts vorstellen, was unmetallischer wäre als das Christentum. Denn beim Metal geht es um Freiheit, beim Christentum hingegen um Unterwerfung. Jeder Metaller, der behauptet, er sei Christ, ist kein Metaller oder/und auch kein Christ.... Das geht einfach nicht. Punkt!

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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon doro » Mo 15. Aug 2011, 15:58

Was'n Dogmatiker du doch bist! Wie unfrei! :P

Übrigens geht's auch im Christentum um Freiheit, ganz zentral sogar.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Mo 15. Aug 2011, 16:27

^ :D Ich sehe, wir verstehen uns! ;)

Aber im Ernst, Doro.... Was Metal oder Rock n' Roll im allgemeinen mit christlichen Tugenden zu tun haben soll, wird mir immer schleierhaft bleiben. Klar kann man da verzweifelt einen Zusammenhang herstellen, immerhin sind einige Metaller Christen geworden (z.B. Dave Mustaine, eine Ikone des Heavy Metal), aber da ging es meistens darum, von den bösen Drogen wie Heroin loszukommen. Der "Ich liebe jetzt Jesus und brauche keine Drogen mehr!"-Quark hat also wenig mit dem Christentum oder gar mit der Kraft Jesu/Gottes zu tun, sondern nur damit, eine Droge mit einer anderen auszutauschen. Wenn erbärmliche Junkiegestalten plötzlich harte "Christen" werden, die jetzt "Jesus in ihr Herz lassen" hat das also wenig mit der Stärke des Christentums zu tun, sondern eher mit der erbärmlichen Schwäche dieser "Metaller".

Warst du schon mal an einem richtigen Metal-Happening? Ein durchschnittlicher Forumchrist hier würde das alles für sehr dämonisch halten... ;) Freier Sex, viel Drogen, keine Spur von Zucht und Ordnung weit und breit... Ich sage nicht, dass Metal generell satanisch oder sowas ist, ich sage nur, dass es doch seeeeehr viel Phantasie braucht, um Metal mit Jesus in Verbindung zu bringen. Das kannst du hinbiegen wie du willst.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon doro » Mo 15. Aug 2011, 16:43

Grüezi wohl!

Nö, an einer ultrakrassen Metal-Veranstaltung war ich bisher noch nicht. Ich glaube, mir wäre das zu heftig. Vermutlich auch musikalisch gesehen, wenn mir auch Musik mit härterer Gangart durchaus gefallen kann (wobei es klar Grenzen gibt, wo ich's dann nicht mehr aushalte).

Aber Metal hab ich natürlich dennoch auch schon gehört. Am Spaktekel letzthin hat auch eine Metalband gespielt (allerdings natürlich kein Death-Metal oder so). Ihre düsteren Texte, das Kreuz als Deko, das Pentagramm auf einer Box mit Musiksachen drin (wobei ich nicht weiss, ob sie zu dieser oder einer anderen Band gehört hat) und so hat dann doch bewirkt, dass ich nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin. Naja: und sie haben auch unglaublich verstimmt und schlecht gemischt gespielt. Ist es bös, wenn ich ein wenig schadenfroh war? :tongue: ;)

Weisch: ich weiss nicht, ob ich Metal-Christen oder christlichen Metallern wirklich reinreden soll und behaupten, dass das nicht zu vereinbaren ist. Eher mal nachfragen, wenn ich's nicht verstehen kann.
Ich weiss auch nicht, ob ein Metaller jeden Aspekt leben muss, den andere Metaller leben. Ich glaube nicht, dass da vollständige Homogenität herrscht.

Aber sicherlich wäre mir an vielen Metal-Konzerten sehr, sehr unwohl, weil da ein anderer Geist herrschen würde als der, der in mir ist. Und es auch sonst nicht meine Welt wäre.

lg, doro
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Mo 15. Aug 2011, 16:48

Aber eine Frage habe ich noch, Doro: Du sagst, beim Christentum gehe es auch um Freiheit. Die Freiheit, sich zu unterwerfen? Die Freiheit, dies und das nicht tun zu dürfen? Die Freiheit, zig Regeln zu befolgen, weil sie in irgend einem Text von 2000 B.C. stammen, die irgend ein Stammesführer mal festgelegt hat? DAS musst du mir jetzt echt erklären.... :D Ich bin ja gespannt. Was macht frei am Christentum? Tell me.
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon Valentin » Mo 15. Aug 2011, 16:53

Hey Doro, ich bin mit meinem Text dir zuvorgekommen. Thx für deine Antwort! Ich kann das alles nachvollziehen. Wenn du willst, lade ich dich an ein Konzert ein. Jederzeit. Im Herbst und Winter gibt's immer tolle Konzerte im Z7 in Pratteln. Ich habe mir vor zwei Wochen die Haare abgeschnitten und sehe im Moment auch nicht gerade metalmässig aus, trotz Tattoos! :D Wie gesagt, ich ladt dich ein.

Edit: Dafür komme ich vorurteilsfrei an einen Halleluja-Anlass irgendeiner Freikirche. Ich sagte vorurteilsfrei, das meine ich ernst. Kein Wort des Spottes wird über meine Lippen kommen, auch wenn al die Narren ihre Hände gen Himmel strecken und so tun, als wären sie ein Stamm im tiefsten Tschungel und magisches Denken walten lassen... ;)
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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon kingschild » Mo 15. Aug 2011, 17:02

Valentin hat geschrieben:^ :D Ich sehe, wir verstehen uns! ;)

Aber im Ernst, Doro.... Was Metal oder Rock n' Roll im allgemeinen mit christlichen Tugenden zu tun haben soll, wird mir immer schleierhaft bleiben. Klar kann man da verzweifelt einen Zusammenhang herstellen, immerhin sind einige Metaller Christen geworden (z.B. Dave Mustaine, eine Ikone des Heavy Metal), aber da ging es meistens darum, von den bösen Drogen wie Heroin loszukommen. Der "Ich liebe jetzt Jesus und brauche keine Drogen mehr!"-Quark hat also wenig mit dem Christentum oder gar mit der Kraft Jesu/Gottes zu tun, sondern nur damit, eine Droge mit einer anderen auszutauschen. Wenn erbärmliche Junkiegestalten plötzlich harte "Christen" werden, die jetzt "Jesus in ihr Herz lassen" hat das also wenig mit der Stärke des Christentums zu tun, sondern eher mit der erbärmlichen Schwäche dieser "Metaller".


Valentin man sollte aber nicht über die Kraft Gottes sprechen, wenn man diese nicht kennt. Diese schwachen Metaller wurden gerade durch Ihren Lebenstil an einen Ort geführt, wo sie eines Tages merkten, dieser Lebensstil hat mit Kraft und Leben nichts zu tun, sondern nur damit das man um die wahre Kraft und das wahre Leben betrogen wird. Sie erkannten das Sie ein Diener des Lügners waren und entschieden sich nicht mehr diesem Lügner zu dienen und zu folgen sondern eben einem anderen zu folgen.

Warst du schon mal an einem richtigen Metal-Happening? Ein durchschnittlicher Forumchrist hier würde das alles für sehr dämonisch halten... ;) Freier Sex, viel Drogen, keine Spur von Zucht und Ordnung weit und breit... Ich sage nicht, dass Metal generell satanisch oder sowas ist, ich sage nur, dass es doch seeeeehr viel Phantasie braucht, um Metal mit Jesus in Verbindung zu bringen. Das kannst du hinbiegen wie du willst.


Metal als solches ist neutral aber was für eine Ideologie und Message und Anbetung eben hineingepackt wird ist ausschlagebend ob am Ende nur Leute rauskommen die "possessed " sind vom Satan oder solche die lieber Gott Raum geben und sich reinigen lassen.

Die Botschaft des Metal kann Dämonen anbeten, verehren, einladen und den Teufel anbeten oder sie kann eben auch das Gegenteil tun, Gott ehren und Ihn verkünden. Wenn der Metal eben wie ein Gefäss betrachtet wird, so kann er mit Gift gefüllt werden oder mit guter Speise. Die einen machen dann einen Kult um das Gift und die Früchte dieses Kultes werden sichtbar und die anderen machen einen Kult um die gute Speise und diese Früchte werden auch sichtbar.

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Re: Metaller und Christ?

Beitragvon kingschild » Mo 15. Aug 2011, 17:12

Valentin hat geschrieben:Was macht frei am Christentum? Tell me.


Wenn Du die Wahrheit erkennen würdest, was meinst Du wärst Du frei Ihr zu folgen?

Wenn Du die Wahrheit nicht sehen kannst, bist Du frei?

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