freikirche der 7tags adventisten

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon alegna » Fr 21. Mai 2010, 14:47

SunFox hat geschrieben:1. Der Glaube ohne Werke ist ein toter Glaube!

2. Das Werk ohne Glaube ist ein totes Werk!

Zu 1. Ich könnte den besten Glauben haben, ich könnte ein Wissen über Gottes Wort haben wie kaum ein Zweiter, es bringt mir alles nichts, wenn aus diesem Wissen und der Erkenntnis nicht das gute Werk folgt, ich bin praktisch tot!

Zu 2. Ich könnte der beste Mensch sein, ich könnte immer wenn irgendwo Not am Mann ist da sein, es bringt mir alles nichts, wenn ich den Glauben ablehne, ich bin praktisch tot!

Gibt es Einschränkungen dessen?

Lieber SunFox
entweder steh ich total auf dem Schlauch, oder Du hast nicht verstanden auf was ich hinaus wollte. Zu dem was Du oben geschrieben hast, hab ich nichts einzuwenden, meine Frage zielte mehr darauf ab, dass Du das Gebote halten so betonst und uns sagst, dass es eine Pflicht jedes Christen sei, vorallem das 4.Gebot.
Ich versuchte Dich auf die Liebe und Gnade hinzulotsen, jetzt versuche ich mal Dein obiges Post zu interpretieren wie ich Dich bisher wahrgenommen habe und bitte zu korrigieren wenn ich total lätz liege.

Wie gesagt obiges so allein für sich stehend kann ich gut stehenlassen, bin mir aber nicht sicher ob Du jetzt sagen willst, dass ein Gläubiger der die Liebe zu Gott und seinen Nächsten als höchstes Gebot sieht, die Gebote halten wird, wie das 4.Gebot besonders am Samstag, weil er in dieser Liebe steht. Tut er es nicht etwas nicht stimmen kann mit seiner Liebe zu Gott und er folgedessen wahrscheinlich Jesus nicht als seinen Herrn bekennen kann.

Es ist gut, das Gesetz zu kennen, aber wir sollen nicht dem Gesetz dienen, sondern dem HERRN Jesus Christus.
Das Gesetz wurde dem Volk Israel gegeben. Keine Rede davon, daß auch Christen das Gesetz befolgen müssten. Z.B.
Kolosser 2, 16 :
"So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats " (siehe auch 1.Tim.4,3; Hebräer 9,8-14 )
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Fr 21. Mai 2010, 17:16

Liebe alegna,

erkläre mir aber einmal, was des Werkes Pflicht ist,also zum Beispiel nach dem Text Jakobus 2,19-22-24?

Oder zu diesem Text aus Römer 2,5-8: "Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden geben wird nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken (Offenbarung 14,12) trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit!"

Was bedeutet es, wenn wir nach unseren Werken Lohn erhalten?

Es steht außer Frage, das es ein Gnadenakt ist ewiges Leben zu bekommen, aber eskommt doch dennoch nicht von ungefähr!

Das schlechte Werk wird beschrieben mit Streitsucht, Ungehorsam der Wahrheit gegenüber und das verharren in der Ungerechtigkeit!

Was beinhaltet, bzw. woran kann ich es festmachen das schlechte Werk der Ungerechtigkeit?

Das kann ich doch nur, wenn mir ein betreffendes Gebot dazu sagt, das dieses oder jenes Werk ein schlechtes Werk ist, das es Ungerechtigkeit ist!

Römer 4,7: "Selig sind die, denen die Ungerechtigkeiten vergeben und denen die Sünden bedeckt sind!"

Was ist nun mit den 10 Geboten, wenn wir sie erfüllen? Ist das Endergebnis ein gutes Werk oder ein schlechtes Werk?

Jesus sagt in Matthäus 5,16: "So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."

Was will Jesus hier sagen?

Jesus sagte zu seinen Nachfolgern: "Ihr seid das Licht der Welt!" (Matthäus 5,14) und was bedeutet das?

Die Antwort steht in Philipper 2,15: "Damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt!"

Und nun kommt ein Paulus daher und sagt in Römer 4,4: "Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht."

Also kann ein Paulus doch nicht von der gleichen gedanklichen Grundvoraussetzung ausgehen wie Jesus, denn wäre dem so, so würde er dem HERRN widersprechen!

Also ist es auch mit dem Wort 'Werk' in der Bibel so, das es nicht immer den gleichen Sinn beinhaltet, wenn es verwendet wird!

Jesus fordert dazu auf, das wir als seine Lichter unser gutes Werk leuchten lassen sollen vor der Welt und Paulus spricht denen die Gnade ab, die damit umgehen? Ja was denn nun?

Jesus fordert dazu auf, das die Welt sehen soll, wie seine Lichter sich explizide an sein Wort halten, nicht abweichen nach links und nicht abweichen nach rechts, sie sollen Lichter der Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes sein!

Paulus spricht von denen, die den Gedanken hegen, das je mehr gute Werke sie tun, desto höher die Wahrscheinlichkeit als Gerecht vor Gott dazustehen! Paulus warnt vor der Selbstgerechtigkeit, denn bei Selbstgerechtigkeit bedarf man der Gnade nicht, denn die eigene Gerechtigkeit nimmt einen in die Pflicht! Das dieses aber unweigerlich zum scheitern verurteilt ist, das bezeugt die Schrift mehrfach! Dennoch warnt ein Paulus davor, weil eben diese Gefahr vorhanden ist, welche zu damaligen Zeit durch die Pharisäer und Schriftgelehrten hoch gehalten wurde! Denke mal an das Beispiel von dem Pharisäer der da sagt: "Gut das ich nicht bin wie dieser Zöllner da!" = verkündete Selbstgerechtigkeit!

Wir müßen als sehr genau trennen, wenn die Bibel mit dem Wort 'Werk' umgeht!

Grundsätzlich ist alles was in den 10 Geboten steht und wir es befolgen im Endergebnis ein gutes Werk!

Es kommt aber darauf an, warum wir es tun! ;)

Tun wir es aus reinem Eigennutz, oder als Lichter des HERRN?

Johannes 3,19: "Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse."

Jesaja 24,5: "Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund."

Hier wird nicht von den Juden gesprochen in Jesaja, sondern von den Bewohnern der Erde, also alle! In Johannes heißt es auch 'die Menschen', also auch alle Erdenbewohner!

Johannes sagt, das die Menschen die Finsternis lieben und Jesaja sagt zu dem gleichen Umstand, das sie das Gesetz übertreten und die Gebote ändern!

Also muß es Gesetz geben, welches allen Menschen gilt und dieses Gesetz wird als ewiger Bund betitelt! Und dieser ewige Gesetzesbund gilt für alle Menschen, er ist nicht auf ein Volk beschränkt!

Welcher Gesetzesbund kann damit nur gemeint sein?

Doch nur die 10 Gebote, aber nicht die Gebote die speziell auf das Volk Israel zugeschnitten waren und die seperat von Moses in einem Buch verfasst wurden!

Die Gebote in dem Buch Moses, von denen ist Christus das Gesetzes Ende, denn sie wurden in ihm erfüllt, aber der Gesetzesbund der für alle Menschen gilt, der wird davon nicht berührt und diese sind es auch, wovon geschrieben steht, das von ihnen nicht der kleinste Buchstabe an Gültigkeit verlieren wird, so lange diese Erde besteht! Und warum? Weil laut Jesaja dieser Bund eben für alle Menschen gilt!

Und Jesaja sieht auch voraus, das die Weltmenschen dieses Gesetz brechen und es abändern, so ist das geschehen mit dem 2. Gebot über das Bilderverbot und mit dem 4. Gebot über den Sabbat und auch mit dem 10. Gebot, welches aufgeteilt wurde in 2 Gebote!

Ich ende hier mit einem Wort Jesu: "Ich hätte noch viel zu sagen, aber ihr könnt es (noch) nicht ertragen!"

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Fr 21. Mai 2010, 19:21

Hasllo, Grasy. Ich will mal versuchen, auf Deine Meinungen (mehr ist es nicht) etwas ein zu gehen:
Punkt. 1:Ich hab in meiner Bibel noch nie was von "Moralgesetz" gelesen. Vor allem nicht im Zusammenhang mit "diese Gebote brauch ich jetzt nicht mehr". Was ist denn deiner Meinung nach Mt 15:4? Moral oder nicht? Oder die Speisegebote? Sind die denn moralisch? Wie ordnen wir ein Sabbatgebot ein daß wir mit der Rute im Fenster (zur Sicherheit) begründen und nicht mit 2.Mo 23:12? Haben die Pharisäer (vor dessen Sauerteig Jesus warnt) denn dauern gesagt: Haltet die buchstäblichen Opfer!? Durchaus nicht. Als wenn der Alte Bund lediglich Opfer gewesen wären. Es gibt ein AT und ein NT das wird auch in Heb 8-10 und Gal 4 sehr deutlich gemacht.

Punkt 2: Es ist mir eigentlich ziemlich wurscht in was für einen Topf du mich wirfst. Der Thomas wirft mich zum Gitt (den Namen hatte ich dazumals gar nicht wirklich gekannt) du wirfst mich halt wo anders rein. Auch ok.

Punkt 3: Dass wir uns am Fleisch nicht mehr beschneiden lassen sollen ist eigentlich von Paulus hervorgehoben worden. Aber nicht wie du es darstellst als: "Beschneiden damit ihr in den Tempel könnt". Das ist ja nur ein Teil vom Gesetz. Und genau das Gesetz Mose wollten die Pharisäer den anderen gebieten. Ist das was man denen aus den Nationen in Apg 15 letztlich geboten hat alles moralisch oder irgendwie mit 'nem Opfer im Zusammenhang?

Punkt 4: Paulus tut mehr als das. Er hat rechten Eifer um die Galater die sich am Gesetz üben wollen:
"Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen."
Und nicht nur um die:
"Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben." (Röm 3:22 - Lut1912)

"O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet, welchen Christus Jesus vor die Augen gemalt war, als wäre er unter euch gekreuzigt? Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst! Der euch nun den Geist reicht und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubt und es ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit." (Gal 3:1-6 - Lut1912)

Punkt 5: Den Menschen zeig mir bitte mal der versucht durch das Gesetz gerecht zu werden UND dann zugleich heidnische Monate beobachtet (wie es manchmal behauptet wird):

"Ihr haltet Tage und Monate und Feste und Jahre. Ich fürchte für euch, daß ich vielleicht umsonst an euch gearbeitet habe." (Gal 4:10-11 - Lut1912)

Punkt 6: Welche wären denn das? Hast du da irgendwo das Gefühl daß da in Gal 3 oder Gal 5 oder Gal 4 das Thema irgendwo ein anderes wäre? Und wenn du als Heide dann das Gesetz halten willst um gerecht zu werden (oder was wirft Paulus den Galatern denn vor?) dann würdest du hingehen und statt den Monaten (Abib), Festen (Laubhüttenfest, Passah) und Tagen (?) irgend was heidnisches halten? Wie soll das denn gerecht machen? Das taugt ja noch nicht mal um sich selbst zu betrügen?! Ich meine das "Lied" aus dem Galaterbrief tönt anders und bezieht sich bei weitem nicht nur auf die Beschneidung (die schon geboten wurde bevor die Israeliten zum Sinai gezogen sind):

Punkt 7: "Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben." (Gal 2:21 - Lut1912)


Punkt 8: Nur daß du hier einfach "Opferdienst" einfügst. Daß das Gesetz "Opferdienst" wäre und das halt jetzt denen aus den Nationen erspart werden könne, das musst du mir mal in Apg 15 rein erklären. Zum AT gehört noch mehr:


Punkt 1: Den Begriff "Moralgesezt" habe ich wörtlich auch noch nicht gelesen, aber auch viele andere Begriffe, die Du fleißig gebrauchst. Sunfox hat ja Einiges aufgeführt. Ich will nicht abschweifen. Unter "Moralgesetz" versteht die allgemeine Theologie u.A. die 10 Gebote. Erkundige Dich mal, es wäre recht nützlich für Dich.
Deine scharfe Trennung von altem und neuem Testament ist zutiefst unbiblisch. Der "Neue" Bund, das Neue Testament, enthält eigentlich alle Elemente des Abraham-Bundes (gerecht aus Glauben), während der alte Bund eigentlich nur so etwas wie ein Einschub oder Zwischenspiel war.

Punkt 2: Ich geinne hier den Eindruck, dass es Dir piepegal ist, was Generationen von Christen vor Dir im Glauben erfahren und aus der Bibel erarbeitet haben. Für Dich zählt allein Deine eigene Meinung von der Bibel. Das erinnert mich entfernt an die Meinung, die König Nebukadnezar in Dan. 4:27 von sich hatte.
Nun,, meinetwegen kannst Du nur Deine meinung gelten lassen. Mich stërt es nicht.

Punkt 3: Es ist nicht meine Schuld, wenn Du das Anliegen von Apg. 15 dauernd missdeutest. Aber zur Klarstellung noch einmal den Sachverhalt:
In Apg. 15 geht es nicht um alle Gebote und Gesetze, die das Volk Israel empfing., sondern nur um bestimmte Teile seines Zeremonialgesetzes. In V. 1+2+5 geht es ausdrçcklich nur um die Beschneidung. Diese gewährte den Zuigang zum Tempel und seinem alttestamentlichen Versöhnungsdienst. Mit der Beschneidung hängt eine Reihe von Gesetzen zusammen, die in V. 5 "das Gesetz Moses" genannt werden. Es ist also ausdrücklich fest zu halten, dass es beim Apostelkonzil n i e m a l s um die 10 Gebote oder das Moralgesetz ging[./b] Es ging ausdrücklich um gewisse Teile des alttestamentlichen Versöhnungsdienstes (die ja mit Christus zu Rnde gegangen waren, durch ihn "erfüllt" waren) sowie um gewisse Reinheitsgebote aus dem völkischen Gesetz. Wer das anders lehrt, verdreht die Bibel.

[b]Punkt 4:
Paulus hatte die heidenchristlichen Galater die Gerechtigkeit aus Glauben an die Versöhnung durch Jesus Christus gelehrt.
Die eifersüchtigen und rechthaberischen Judenchristen aus Jerusalem arbeiteten hinter Paulus her. Sie missachteten Apg. 15 und lehrten die Galater die Notwendigkeit der Beschneidung, damit sie am Versöhnungsdienst im Tempel (Morgen- und Abendopfer) übers Gebet Anteil haben könnten. Das wird im Galaterbrief von Paulus verurteilt und von einigen hier im Forum verdreht und als Hinweis auf die nunmehrige Ungültigkeit des Moralgesetzes dargestellt.

Punkt 5: Es gibt genügend Beispiele dafür, dass die jüdische Religion in der Hand der Pharisäer und Schriftgelehrten die Werkgerechtigkeit lehrten. Und wenn sie dann trotzdem noch Schuld auf sich luden, konnten sie ja im Tempel opfern und Vergebung erlangen.
Wenn Du Gal. 4:10+11 nicht verstehst, wo Du doch (angeblich) alles erklären kannst, tut es mir nur noch leid um Dich. Vielleicht liegt es daran, dass Du nur auf Dich und nicht auf die vielen Christen seit dem Tod Jesu hörst?

Punkt 6: Diese krausen Gedanken verstehe ich nicht, da mir die dahinter liegenden Gedankengänge und Vorstellungen verborgen sind.

Punkt 7: Volle Zustimmung.

Punkt 8: Wie ich oben schon erklärte, ging es in Apg. 15 zunächst um die Forderung, nichtjüdische Christen müssten sich beschneiden lassen. In V. 11 wird dann von Petrus erklärt , dass damit die Frage der Seligkeit zusammen hängt. Die Christen glauben, durch die Gnade Christi selig zu werden, die Väter aber hatten eben den Weg der Beschneidung und des Versöhnungsdienstes im Tempel.
Jakobus stellt dann in V.14 -17 klar, dass die Bekehrung der Nichtjuden eine Erfüllung der prophetischen Verheißungen sei und dass nun die Heiden die Lücken in Israel wieder auffüllen. So sieht es auch Paulus später in Röm 11:25+26.
Sollen nun diesen nichtjüdischen Christen die gleichen Auflagen gemacht werden, wie sie damals noch für jeden gebürtigen Juden galten? (das Kennzeichen eines Juden war die Besachneidung. Diese war die Eintrittskarte in den Tempel und damit der Zugang zum Heil und zur Seligkeit) Das lehnt Jakobus ab. Er weist darauf hin, dass die Heidenchristen ja jeden Sabbat am Gottesdienst in der Synagoge teilnehmen und dort die Vorlesungen, auch über Moses, hören. Dass sie aber nur die drei genannten Stücke beachten sollen.
So wurde es beschlossen.

Über das Moralgesetz, Gesundheitsvorschriften u. dergl. wurde nichts beschlossen. Es ging lediglich in Apg. 15 um den jüdischen oder den christlichen Weg zu Seligkeit und zum Heil. Um sonst nichts.

Und nun ist meine freie Zeit abgelaufen. Später vielleicht mehr.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Fr 21. Mai 2010, 19:30

Reginald 32 hat geschrieben:Hasllo, Grasy. Ich will mal versuchen, auf Deine Meinungen (mehr ist es nicht) etwas ein zu gehen:


Hallo Reginald,

dieses
Reginald 32 hat geschrieben:...Deine Meinungen (mehr ist es nicht)...
finde ich - gelinde gesagt - merkwürdig. Natürlich vertritt hier jeder seine Meinung, formuliert sein Verständnis des jeweiligen Themas. So auch Du, richtig? Oder nimmst Du für Dich etwa "ex cathedra" in Anspruch? ;)

Gruß
Thelo
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » So 23. Mai 2010, 22:05

Hallo, lieber Thelonius.

Du hast vollkommen recht mit Deiner Aussage, dass eigentlich jeder seine Meinung vertritt. Das gilt auch für mich.

Aus der Gesamtaussage von Grasy entstand aber bei mir der Eindruck, dass er sich weit erhaben fühlt über alle Bibelauslegungen der Glaubensväter der Vergangenheit. Sie sind ihm egal.. Er hat seine Meinung, und nur diese zählt und ist allein richtig. So ähnlich verhielt er sich schon früher einmal bei der Sabbat-Diskussion.

Bei mir entstand der Eindruck, dass er sich nocht für unfehlbarer als der Papst hält. Deswegen meine von Dir beanstandete Formulierung.

Ich will nun nicht behaupten, dass Grasy diese Meinung über sich selbst hat. Ich möchte nur sagen, dass seine Wortwahl bei mir diesen Eindruck hervorrief. Zumal er sich wiederholt so verhält.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Di 25. Mai 2010, 17:39

SunFox hat geschrieben:
Ich habe noch nie etwas von lärmenden Kirchenglocken gelesen, von Weihnachten mit reichlich geschmückten Weihnachtsbäumen, ein heiliger Stuhl auf Erden ist auch nicht als Pilgerort genannt, sowie die dazu gehörigen Erscheinungen der dritten Art, auch das Frauenlehramt ist nicht explizide genannt und einen erwähnten Sonntag wirst du vergeblich suchen und so könnte man die Kette beliebig fortsetzen!


Und hätte damit wunderbar so getan als würde es bei Kirchenglocken, Tradition und was weiß ich noch alles um ebenso (Heils)notwendige Dinge handeln wie "Moralgesetze". Nein, nein - das mit der Klammer ist schon ernst gemeint. Ihr tut zwar oft so (und Reginald stimmt mir auch prompt zu Gal 2 zu) aber dann folgt bald darauf eben doch wieder die Verdammnisandrohung (aktueller Beitrag: Nicht-Samstag -> Götzendienst siehe weiter unten. Soll ich dir zu Götzendienern etwas aus der Bibel ziteren?). Aber um mal noch bei dem zu bleiben: Die Liste mit den Kirchenglocken und Weihnachten ist unbrauchbar. Das ist wie wenn du freiwilliges oder nettes mit absolut notwendigem vergleichst. Die RKK welche nach eurer Auslegen laut Daniel die Zeiten geändert hat weil sie es gewagt hat den Sonntag zum Ruhetag zu machen ist mehr als "Weihnachten". Das erscheint mir sogar etwas unehrlich was du hier machst. Du kennst die Lehren der STA nämlich sehr wohl sehr genau.


Matthäus 15,4-6: "Denn Gott hat geboten : »Du sollst Vater und Mutter ehren (2.Mose 20,12); wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.« (2.Mose 21,17) Aber ihr lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht, der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Satzungen willen."

Erkennst du die Moral und die Unmoral?


Erkennst du nicht daß du so an 2.Mo 21 vorbei redest? Daß die Pharisäer anderes machten als was im Gesetz geboten war ist nur ein Punkt und beschreibt bei weitem nicht den Sauerteig der Pharisäer in seiner Fülle. Das erinnert mich an den Buddhismus-Thread wo das einzige Problem der Pharisäer angeblich die Schrift war und das eigentliche Problem umgangen wird ("da ihr sagt ihr seht, ...." (Joh 9), "Herr sei mir Sünder gnädig" (Luk 18)). Gott hat geboten wer Vater und Mutter flucht der soll des Todes sterben. Das ist ebenso von Gott den Israeliten zu Sinai geboten worden. Und wo stand nochmal das erste Gebot das hier von Jesus gemeinsam genannt wird? Auch das wurde zu Sinai geboten.


Das sind die Gesundheitsgesetze des großen Arztes! ;)


Auch das erscheint mir sehr unehrlich von dir SunFox. Wie oft hast gerade du im Hinblick zu den Speisegeboten stets aus Jesaja so etwas zitiert?

"Die sich heiligen und reinigen in den Gärten, einer hier, der andere da, und essen Schweinefleisch, Greuel und Mäuse, sollen weggerafft werden miteinander, spricht der HERR." (Jes 66:17 - Lut1912)

...und jetzt, weil man dem Grasy reinwürgen will: Ist ja das Moralgesetz und dazu die Speisegebote irgendwie gar nicht recht passen wär's plötzlich ein Gesundheitstip der überhaupt nichts bezüglich Gericht usw. zu tun hätte? Interessant, aber nicht überraschend. Hast du dich schon mal gefragt warum die Juden nicht doppelt so alt werden wenn das doch alles so gesund ist?



2.Mose 23,12.13: "Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am siebenten Tage sollst du feiern, auf dass dein Rind und Esel ruhen und deiner Sklavin Sohn und der Fremdling sich erquicken. Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Aber die Namen anderer Götter sollt ihr nicht anrufen, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehört werden."

Alles andere als den siebenten Tag als Ruhetag zu nutzen, geht in die Nachfolge anderer Götter!


Hast du 2.Mo 23:11 vergessen? Ich finde es schon erstaundlich wie du aus einem Tag der Ruhe einen Tag der Drohung machst. Wenn ich 2.Mo 23:12 lese dann kommt mir "Ruhe, Erquickung, nicht immer nur arbeiten" in den Sinn. Wenn ich das von dir lese eher eine Androhng der Verdammnis und ein Taschenrechner.



Dafür das es dir wurscht ist, ereiferst du dich aber ganz schön! ;)


Ja was du hier schreibst ist nicht sehr hilfreich SunFox. Aber das wolltest du eh nicht gell? Dafür bekomme ich von dir immer viele Smilies und die kommen nicht selten zynisch rüber. Da denkt man sich nicht selten, dem SunFox bin ich als Person eigentlich recht egal. Wenn ich zur Hölle fahre bekomm ich 'nen Smilie dazu. Hauptsache der Samstag wird gepredigt.



Grasy hat geschrieben:Also Christen brauchen wie es dem Heiligen Geist gefällt nur folgendes zu beachten:

1. Enthalten von Götzenopfer!

2. Kein Blut!

3. Nichts Ersticktes!

4. Keine Unzucht betreiben!

So, das war es dann, alles andere ist erlaubt! :o


Jaja, das kommt dann ständig. Gell da kommt dann der Gedanke, "oh - sollte das schon alles sein"? Wie wär's noch mit ein bisschen Joh 15:12? Das machen wir doch aus dem Armgelenk, oder? Weil wenn nicht...


Man ist das einfach ein Heiliger zu werden!


Willst du ein bisschen Anstrengung und dann ein Lob für deine Person? Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden. Meinst du es war anstrengend das Passah zu schlachten? Wir Menschen haben es zutiefst verbockt:

"Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben steht: »Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage." (Röm 3:9-11 - Lut1912)

"Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart und bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten," (Röm 3:21-23 - Lut1912)


Gruss,
Grasy
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Di 25. Mai 2010, 18:22

Reginald 32 hat geschrieben:Unter "Moralgesetz" versteht die allgemeine Theologie u.A. die 10 Gebote.


Also zählt Mt 15:4 dazu oder nicht? Ganz? Halb? Würfeln? Ich sag dir es gibt ein AT und ein NT.


Deine scharfe Trennung von altem und neuem Testament ist zutiefst unbiblisch.


"Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Habt ihr das Gesetz nicht gehört? Denn es steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte: einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind zwei Testamente: eins von dem Berge Sinai, daß zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Hagar; denn Hagar heißt in Arabien der Berg Sinai und kommt überein mit Jerusalem, das zu dieser Zeit ist und dienstbar ist mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter. Denn es steht geschrieben: »Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.« Wir aber, liebe Brüder, sind, Isaak nach, der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgte den, der nach dem Geist geboren war, also geht es auch jetzt. Aber was spricht die Schrift?« Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.« So sind wir nun, liebe Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien." (Gal 4:21-31 - Lut1912)

"Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, dieweil da Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern, welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen; wie die göttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Hütte vollenden: »Schaue zu,« sprach er, »daß du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.« Nun aber hat er ein besseres Amt erlangt, als der eines besseren Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verheißungen steht. Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum zu einem andern gesucht. Denn er tadelt sie und sagt: »Siehe, es kommen die Tage, spricht der HERR, daß ich über das Haus Israel und über das Haus Juda ein neues Testament machen will; nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vätern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen aus Ägyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament, so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der HERR." (Heb 8:4-9 - Lut1912)

"Indem er sagt: »Ein neues«, macht das erste alt. Was aber alt und überjahrt ist, das ist nahe bei seinem Ende." (Heb 8:13 - Lut1912)

"Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und das äußerliche Heiligtum. Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Hütte, darin der Leuchter war und der Tisch und die Schaubrote; und dies hieß das Heilige. Hinter dem andern Vorhang aber war die Hütte, die da heißt das Allerheiligste; die hatte das goldene Räuchfaß und die Lade des Testaments allenthalben mit Gold überzogen, in welcher war der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und die Rute Aarons, die gegrünt hatte, und die Tafeln des Testaments;" (Heb 9:1-4 - Lut1912)

"Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war, auf daß er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schüfe und Frieden machte, und daß er beide versöhnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz und hat die Feindschaft getötet durch sich selbst. Und er ist gekommen, hat verkündigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist." (Eph 2:14-20 - Lut1912)

"Da sie aber das hörten, lobten sie den HERRN und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wieviel tausend Juden sind, die gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz; sie sind aber berichtet worden wider dich, daß du lehrest von Moses abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselben Weise wandeln. Was denn nun? Allerdinge muß die Menge zusammenkommen; denn sie werden's hören, daß du gekommen bist. So tue nun dies, was wir dir sagen. Wir haben hier vier Männer, die haben ein Gelübde auf sich; die nimm zu dir und heilige dich mit ihnen und wage die Kosten an sie, daß sie ihr Haupt scheren, so werden alle vernehmen, daß es nicht so sei, wie sie wider dich berichtet sind, sondern daß du auch einhergehest und hältst das Gesetz. Denn den Gläubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und beschlossen, daß sie der keines halten sollen, sondern nur sich bewahren vor Götzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei." (Apg 21:20-25 - Lut1912)


Punkt 2: Ich geinne hier den Eindruck, dass es Dir piepegal ist, was Generationen von Christen vor Dir im Glauben erfahren und aus der Bibel erarbeitet haben.


Eigentlich nicht. Kennst du Spurgeon oder Busch? http://www.glaubensstimme.de/doku.php?i ... etzes_ende


Das erinnert mich entfernt an die Meinung, die König Nebukadnezar in Dan. 4:27 von sich hatte.


Oh danke. Da wird einem nicht warm um's Herz.


In Apg. 15 geht es nicht um alle Gebote und Gesetze, die das Volk Israel empfing.,


In Apg. 15 - und da braucht man gar nicht Rätselraten - geht es um das Gesetz Mose und die Beschneidung.

"Da traten auf etliche von der Pharisäer Sekte, die gläubig geworden waren, und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten zu halten das Gesetz Mose's." (Apg 15:5 - Lut1912)


sondern nur um bestimmte Teile seines Zeremonialgesetzes.


Diesen deinen Zusatz lese ich da nirgendwo. Ein Heide lebt gar nicht unter dem Gesetz Mose, geht auf 'nen Marktplatz der in der Regel nicht jüdisch sein wird usw. Die Frage ist ob er's soll oder eben nicht.

"Dieweil wir gehört haben, daß etliche von den Unsern sind ausgegangen und haben euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen zerrüttet und sagen, ihr sollt euch beschneiden lassen und das Gesetz halten, welchen wir nichts befohlen haben," (Apg 15:24 - Lut1912)





In V. 1+2+5 geht es ausdrçcklich nur um die Beschneidung.


Da geht es um mehr. Die Antwort fiel auch nicht so aus: Ihr braucht euch nicht beschneiden lassen aber das Gesetz Mose sollt ihr schon halten zumindest das was man nach eigenem ermessen (vorsicht Papst!) als zeremoniell einstufen könnte.


Es ging ausdrücklich um gewisse Teile des alttestamentlichen Versöhnungsdienstes


Das was du hier ausdrücklich behauptest steht in Apg 15 nicht ausdrücklich drin auch nicht in Apg 21.


Punkt 6: Diese krausen Gedanken verstehe ich nicht, da mir die dahinter liegenden Gedankengänge und Vorstellungen verborgen sind.


Krause Gedanken also. Aha. Ich frag dich gern nochmal "Wenn du als Heide dann das Gesetz halten willst um gerecht zu werden (oder was wirft Paulus den Galatern denn vor?) dann würdest du hingehen und statt den Monaten (Abib), Festen (Laubhüttenfest, Passah) und Tagen (?) irgend was heidnisches halten?" - Was wirft Paulus den Galatern vor? Daß sie durch des Gesetzeswerke vollenden wollten:

"Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst!" (Gal 3:2-4 - Lut1912)

Nachdem hier schon das ein oder andere mal so getan wurde als halte es sich hier um nichts aus dem Gesetz (sondern um irgendwelche heidnischen Montage) sollte man mir das auch einmal erklären wie ein Heide er im Gesetz vollenden will dann plötzlich irgendwelche Nicht-gesetzlichen Monate halten will. Entweder ich versuch mich im Gesetz oder eben nicht. Hier dann Monate von Heiden einzuflicken erscheint mir wie eine Ausrede. Denn jemand der in Angst zum Gesetz getrieben wird und nicht auf Jesus sondern auf sich selbst baut und die Hölle und die Ewigkeit im Nacken hat wird kaum so schleißig sein und sich am Halten von Tage zu verzetteln und dann noch über Beschneidung nachzudenken. Wer sollte so was tun und wie sollte so etwas zum Rest vom Galaterbrief passen?


Punkt 7: Volle Zustimmung.


Ja.


Über das Moralgesetz, Gesundheitsvorschriften u. dergl. wurde nichts beschlossen.


So sind also schon die Gesundheitsvorschriften vom AT dabei. Und der gleichen... Meinst du damit die Hure Babylon, die schreckliche RKK die den Sonntag eingeführt hat? Und die evangelischen? Luther, Busch? Werden die alle dahingerafft oder dürfen die auf Irrtümer und Schläge hoffen die sich die STA ersparen? Dürft ihr dann überhaupt die Leute einfach so freisprechen damit es nicht so krass klingt? Gesundheitsvorschriften. Ich bin's leid. Warum wird da nicht Klartext gesprochen? Warum wartet man da immer mit den Verdammnisstellen? Warst es nicht im übrigen auch du welcher die Beschneidung irgendwie gesundheitlich schön reden wollte (und somit die Ermahnung von Paulus gesundheitsschädlich wäre)?


Mfg,
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Leuchte » Di 25. Mai 2010, 19:53

Grasy hat geschrieben:Also zählt Mt 15:4 dazu oder nicht? Ganz? Halb? Würfeln? Ich sag dir es gibt ein AT und ein NT.

Ich möchte mich in euer Gespräch nicht einmischen, das Thema haben wir zusammen schon besprochen. Hier muss ich dennoch ein Wort dazu sagen.

Wenn du mich fragst, ob das Gebot Mt 15.4 immer noch zählt: ja, das tut es. Wenn jemand seinen Vater und seine Mutter flucht, der wird keine Gnade von Gott am Tag des Gerichtes erfahren. Was sagte denn Jesus den Pharisäern?

Mt 15.3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? 15.4 Denn Gott hat geboten und gesagt: "Ehre den Vater und die Mutter!" und: "Wer Vater und Mutter flucht, soll des Todes sterben." 15.5 Ihr aber sagt: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe [sei das], was dir von mir zunutze kommen könnte, der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren; 15.6 und ihr habt [so] das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.

Er sagt, dass sie dieses Gebot um ihrer Überlieferungen willen aufgehoben haben, indem sie ihre eigene Eltern verunehrten haben. Hat hier Jesus das Gebot aufgehoben? Ganz klares Nein.

Du willst mich bestimmt fragen, was ich zu meinen Kindern tun würde, wenn sie mich fluchen würden. Ich würde sie natürlich nicht töten. Ich würde es nicht mal können. Barmherzigkeit und Liebe triumphieren über das Gericht (Mt 23.23). Das Gericht möge allein Gott gehören.

Dieses Gebot wird falsch verstanden. Der Akzent wird nicht darauf gesetzt, was man den fluchenden Kindern antun soll, sondern dient den fluchenden Kindern selbst zur Warnung, wie schlimm die Übertretung dieses Gebotes ist. Werden fluchende Kinder von Gott gerichtet? Natürlich. Und damit ist das Gesetz gültig.
Es ist etwas Großes: An Gräbern stehen und doch froh bleiben.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Gnu » Di 25. Mai 2010, 22:02

Leuchte hat geschrieben:Das Gericht möge allein Gott gehören.

Dieses Gebot wird falsch verstanden. Der Akzent wird nicht darauf gesetzt, was man den fluchenden Kindern antun soll, sondern dient den fluchenden Kindern selbst zur Warnung, wie schlimm die Übertretung dieses Gebotes ist. Werden fluchende Kinder von Gott gerichtet? Natürlich. Und damit ist das Gesetz gültig.

Wie sie gerichtet werden, steht in Sprüche 20,20. „Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird verlöschen in der Finsternis.“

Das kann zum Beispiel Drogensucht sein.
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.
Als Rechter darfst du dich nicht von Linken provozieren lassen.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Haimax » Mi 26. Mai 2010, 11:03

kika hat geschrieben:hallo

Gott schenke uns weisheit damit wir dein wille tun können

in liebe
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Mein Wille musst du nicht tun!

Ich bin schon zufrieden, wenn alle Menschen ihre Mitmenschen respektieren und nicht versuchen zu missionieren!

Gruss
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Pilgrim » Mi 26. Mai 2010, 15:46

Reginald 32 hat geschrieben:Wer die 144 000 sind, ist zur Zeit noch nicht zu verstehen. Dies habe ich in meiner Auslegung der Offenbarung auch klar gemacht. Sicher ist nur, dass es keine Juden sind.

In einem Kochrezept Salz zu gebrauchen wenn Zucker verlangt wird, verändert das Rezept ziemlich dramatisch. Wörtliche Interpretation ist wichtig weil Worte ja immerhin etwas bedeuten, meinst du nicht auch?

Und siehst du, in Offenbarung 7:1-8 und 14:1-5 beschrieb der Apostel Johannes in Einzelheiten eine gewisse Gruppe von 144 000 Menschen…und klar ist daß:

1. Diese Menschen versiegelt, erlöst und Jüdisch sind…aus den "Kindern von Israel" kommen…7:4…

2. Johannes ganz speziell "zwölf tausend" von "allen Stämmen" von Israel aufgelistet hat…Vers 4; vergleiche auch 5-8…

3. Sie Männer sind die "nicht mit Frauen befleckt waren, da sie jungfräulich sind"…14:4…

4. Sie dem Herrn überaus treu sind, beschrieben als "die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht"…Vers 4…

5. Sie Integrität und einwandfreien Charakter besitzen. "In ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes"…Vers 5…

6. Sie am Ende der 70sten Woche von Daniel (7 Jahr Drangsal) siegreich dastehen. Geschützt in Jerusalem sie bei des Herrn Jesus Wiederkehr allein auf Erden ein "neues Lied" von Anbetung und Sieg singen können…Verse 1, 3…

7. Sie früh erkauft sind, "als Erstlinge" um dem Herrn durch Daniels 70ste Woche zu dienen…Vers 4…

8. Sie auf der Stirne mit einem Siegel gekennzeichnet sind, damit ihren Schutz garantierend…7:3…

9. Sie mit grossem Chutzpah predigen…beständig und andauernd, vor den Konsequenzen dieser gefährlichen Zeit nicht zurückschreckend. Ihre Botschaft das Evangelium durch Messias Jesus ist und sie es allen die Entrückung der Gemeinde überlebenden Menschen auf Erden predigen. Es eine Botschaft für jedermann ist, ungeachtet der Nationalität oder Überzeugung. Das Resultat: "eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen, vor dem Thron des Lammes stehend, bekleidet mit weißen Kleidern und Palmzweigen in ihren Händen"…Vers 9…

10. Sie den Nationen ein Licht sind, ein "Licht für die Heiden", den Vorsatz erfüllend den Gott schon immer für Sein Erwähltes Volk hatte…Jesaja 42:6 und 49:6…

Du siehst also, lieber Reginald, wir wissen sehr genau, daß diese 144 000 Jüdischen Männer für den Dienst versiegelt werden und von Gott für Seine Zweckbestimmung durch die Große Trübsalzeit hindurch, die "Zeit von Jakob's Drangsal" (Jeremia 30:7), gebraucht wird weil das ist genau was die Worte der Bibel aussagen. Und gäll, das ist genau was sie bedeuten!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Mi 26. Mai 2010, 17:18

Leuchte hat geschrieben:Du willst mich bestimmt fragen, was ich zu meinen Kindern tun würde, wenn sie mich fluchen würden. Ich würde sie natürlich nicht töten.


Das ist nicht alles was ich dich dazu fragen würde Leuchte. Ich würde dich auch fragen wo denn das zweite Gebot steht und was mit dem Rest der Gebote Gottes von dort ist? Mancher behauptet ja das Gesetz Mose das sei gar nicht von Gott. Das hat sich Mose oder wer auch immer ausgedacht. Daß es aber Gottes Gebot ist kommt da sehr deutlich raus (es gibt dazu auch noch eine Parallelstelle im Markus 7). Du sagst also es gilt noch. Das eine Gebot? Was ist mit dem das einen Vers darunter oder darüber steht? Wenn ich mir einen hebräischen Sklaven kaufe? Wie ist es wenn jemand meine Tochter verführt? Drei mal soll ich ein Fest halten im Jahr? Soll ich Tage und Monate und Festzeiten der Juden beachten? Sabbatjahr? Schuldenerlass? Ich meine SunFox zitiert 2.Mo 23 aber lässt den vorhergehenden Vers mit dem Sabbatjahr weg. Und das war auch gar nicht das einzige was dazu geboten wurde. Was soll mir das mit dem Schilfmeer sagen? Um nur einiges zu nennen. Und wenn wir das ganze noch bei den "Gesundheitsgesetz" (was auch immer das wieder ist) weiter führen: Was muss ich alles wegwerfen wenn meine Frau die Regel hat? Darf sie dann einkaufen gehen? Wen macht das alles unrein? Wie schädlich ist das? Wie kann mich ein Lamm nicht wirklich vollkommen rein machen auf der einen Seite (Heb 10) aber ein anderes Tier verunreinigen und doch als Gleichnis stehen (Apg 10)? Im Herz? Darf ich mich aus gesundheitlichen Gründen beschneiden lassen? Ich meine Reginald schrieb mir mal das sei gesünder? Und vielleicht geh ich dann gleich noch auf Nummer Sicher zu 1.Mo 17? Oder wäre das gemäß Galater 5 und 1.Kor 7 ganz falsch?
Daß man als Christ Vater und Mutter ehren soll wird auch in Epheser 6 betont. Deswegen bin ich aber nicht unter dem Gesetz Mose noch kann ich einfach den alten Bund auf mich übertragen. Was waren die Tafeln des Bundes? Kennst du die? Was stand da drauf? Da kann man freilich weiter fragen: Wer hat es geschrieben und um wen oder was geht es in Heb 9 im Hinblick auf das neue. Dennoch ist eine Unterscheidung für mich hier deutlich (vergl. Gal 4, Apg 21). Wo bekam das Volk die Tafeln des Bundes?


Mfg,
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 26. Mai 2010, 20:19

Grasy hat geschrieben:Wo bekam das Volk die Tafeln des Bundes?


Da der Inhalt dieser Worte der 2 Tafeln schon vorher Anwendung fand lieber Grasy, müßen wir feststellen, das es sich dabei nur um eine schriftliche Festhaltung durch Jesus war, die er dem Volk Israel nochmals besonders ans Herz legen wollte!

2.Mose 20,3-17:

1. Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben."

1.Mose 35,2: "Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch die fremden Götter, die unter euch sind, und reinigt euch und wechselt eure Kleider."

2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten."

Das 2. Gebote ist ein erweitertes Gebot des 1. Gebots, denn wenn man sich ein Bildnis oder ähnliches erschafft und dieses anbetet und ihm dient, dann hat man sich einen fremden Gott, einen Götzen geschaffen, 1.Mose 35,4: "Da gaben sie ihm alle fremden Götter, die in ihren Händen waren, und ihre Ohrringe, und er vergrub sie unter der Eiche, die bei Sichem stand."

3. Gebot: "Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht."

1.Mose 21,33: "Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum in Beerscheba und rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an."

Wer den Namen des Schöpfers verlästert und in ungebührlicher Weise verwendet, muß auch die Folgen dafür tragen, 2.Mose 5,2: "Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht ziehen lassen."

4. Gebot: "Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn."

1.Mose 2,3: "Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte."

2.Mose 16,28-30: "Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. Also ruhte das Volk am siebenten Tage."

Hier wird klar zum Ausdruck gebracht, dass das Sabbatgebot schon vor der Gesetzgebung am Sinai gültig war und beachtet werden sollte und dazu auch andere Gebote und Anweisungen!

5. Gebot: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt."

1.Mose 28,7: "Auch sah Esau, dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte."

1.Mose 50,1: "Da warf sich Josef über seines Vaters Angesicht und weinte über ihm und küsste ihn."

Das Verhältniss der Kinder zu ihren Eltern sollte so sein, wie das Verhältniss zu Gott!

6. Gebot: "Du sollst nicht töten."

1.Mose 4,8.10.11.13: "Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Der Herr aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Strafe ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte."

Wie hätte der HERR den Kain bestrafen können, wenn es kein Tötungsverbot gab?

7. Gebot: "Du sollst nicht ehebrechen."

1.Mose 1,27: "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau."

1.Mose 3,16: "Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein."

Wir wissen, das Gott den Menschen als Paar geschaffen hat, welches praktisch eine Einheit sein sollte! Wir wissen auch, das viele Gottesmänner im AT mehrere Frauen hatten (nie umgekehrt), und jede dieser Frauen waren verpflichtet ihrem Mann untertan zu sein! Als Mann sah man es wohl nicht als Ehebruch an, wenn man mehrere Frauen hatte und für alle gleichmässig sorgte! Wir müßen dabei festhalten, das jede dieser Frauen erst geheiratet wurde, bevor man miteinander verkehrte! Es ist also rein vom Gebot her rechtens mehrere Frauen zu haben, man mußte sie nur ehelichen! Vorehelicher Verkehr war aber dann eben Ehebruch gegen alle Frauen die dem Gebot nach vorher geehelicht wurden! Es war eben damals ein Zeichen von Reichtum, wenn man mehrere Frauen hatte und diese auch versorgen konnte! Im ursprünglichen Sinne (1.Mose 1,27) Gottes war es aber nicht, aber der HERR ließ diese Auslegung zu, weil es das Gebot nicht ausschloss!

8. Gebot: "Du sollst nicht stehlen."

1.Mose 30,33: "So wird meine Redlichkeit morgen für mich zeugen, wenn du kommst wegen meines Lohnes, den ich von dir nehmen soll: Was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Lämmern, das sei ein Diebstahl, wenn es sich bei mir findet."

Diebstahl wurde schon weit vor der Gesetzgebung am Sinai als Aneignung fremden Eigentums angesehen! Hätte es kein Gesetz darüber gegeben, dann wäre alles Allgemeingut, aber so war es eben nun mal nicht! Diebstahl war eine Straftat!

9. Gebot: "Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten."

1.Mose 3,13: "Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß."

Die Lüge ist praktisch die Mutter aller Sünden, denn durch ihr kam ja die Sünde in die Welt!

1.Mose 3,1: "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?"

Die Schlange (Satan) redete falsches Zeugnis gegen Gott!

Eva wußte, das die Schlange sie belogen hatte, aber da war es schon zu spät, wie wir alle wissen! Und warum? Weil sie gegen das 10 Gebot verstossen hatte!

10. Gebot: "Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat."

1.Mose 3,6: "Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, ..."

Erst die Lüge, dann die Lust, aber nicht im Sinne Gottes!

Der HERR hat seit Anbeginn sein Willen kund getan und hat dieses auch in Gesetzen und Geboten den Menschen kund getan!

1.Mose 26,5: "Weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz."

Auf bestimmte Dinge stellt der HERR einen Hoheitsanspruch und die 10 Gebote gehören dazu! Sie sind die Grundlage menschlichen Zusammenlebens in einer gesunden Beziehung zu Gott!

Wer die 10 Gebote nicht beachtet, der stört entweder die Beziehung zu seinem Nächsten, oder die Beziehung zu Gott!

Israel hatte in den Jahrhunderten ägyptischer Knechtschaft diese göttlichen Grundlagen zum großen Teil vergessen, bzw. nicht ausüben können! Mit der handschriftlichen Niederlegung Gottes der 10 Lebensregeln am Sinai, sollte für alle Zeiten göttlicher Wille nicht mehr vergessen werden können! Gott schuf also die Grundlage dafür, das sich niemand herausreden kann mit: "Wir haben es nicht gewußt!"

Dann wird Gott nämlich sagen: "Was steht in meinem Wort? Also wie kannst du von Unkenntnis reden?"

Die Schlangengeschichte setzt sich in der Menschheit fort: "Sollte Gott gesagt haben?"

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Mi 26. Mai 2010, 20:23

Hallo, Pilgrim.

Danke für Deine dispensationalistisch-dabystische Auslegung der 144 000. In meinen Augen ist sie aber überhaupt nicht biblisch, sondern eben dispensationalistisch. Wie ich schon öfter ausführte, ist diese Auslegungsmethode eine Erfindung der Neuzeit. Sie stülpt der Bibel ein Konzept über, das ihr eigentlich fremd ist. Und das führt dann zu vielen falschen Auslegungen und willkürlichen Annahmen.

Nur ein paar Beispiele: Die 70 Jahrwochen reichen von 457 vor Christus bis 34 nach Christus. Doch der Dispensationalismus zerreßt sie künstlich und legt die letzte Woche ans Ende der Welt.

Die 144 000 setzen sich aus 12 x 12000 zusammen, also aus jedem der hier fiktiven Stämme Israels 12 000. Juden also auch nur 12 000.

Einige Stämme werden nicht aufgeführt, dafür andere aber erwähnt, die früher nicht zu den 12 Stämmen gehörten.

Meinetwegen darfst Du gerne an Deine Auslegung glauben, von gründlichem Nachdenken zeugt dies aber nicht.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 26. Mai 2010, 20:35

Pilgrim hat geschrieben:
Reginald 32 hat geschrieben:Wer die 144 000 sind, ist zur Zeit noch nicht zu verstehen. Dies habe ich in meiner Auslegung der Offenbarung auch klar gemacht. Sicher ist nur, dass es keine Juden sind.

In einem Kochrezept Salz zu gebrauchen wenn Zucker verlangt wird, verändert das Rezept ziemlich dramatisch. Wörtliche Interpretation ist wichtig weil Worte ja immerhin etwas bedeuten, meinst du nicht auch?


Ja liebe Pilgrim, und weil du das Rezept völlig falsch aus der biblischen Sprache in die unsrige übersetzt hast, kann dabei auch kein gutes Gericht heraus kommen! ;)

Mit ein bisschen Überlegung kann dir jeder widerlegen, das du einem Irrtum aufgesessen bist!

Allein schon die Tatsache, das es auf Erden keine 12 Stämme Israels mehr gibt, sollte dir doch schon zu denken geben! Es können am Ende der Zeit keine 12.000 aus jedem Stamm hervortreten, weil diese garnicht mehr existent sind!

Logischer Weise ist es eine andere Umschreibung für einen gewissen Umstand der eintrefen soll! Aber bevor ich Spekulation als Wahrheit verkaufe, schweige ich lieber dazu, denn es gibt genug Sektierer (ZJ, NAK etc.), die dazu alles Mögliche als Wahrheit verkaufen!

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Mi 26. Mai 2010, 20:43

Der mosaische Kodex ist als Kodex in seiner Gesamtheit abgeschafft, lieber SunFox, er ist durch das Gesetzt Christi ersetzt. Paulus bezeichnet im 2. Kor. 3, 7-11 den Teil des Gesetzes, der auf Steintafeln geschrieben war - also die zehn Gebote - als abgetan:

"Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israels nicht in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war,
8 wie sollte dann nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein?
9 Denn wenn der Dienst der Verdammnis2 Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen!
10 Ja, selbst das, was herrlich gemacht war, ist nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwengliche Herrlichkeit hat.
11 Denn wenn das, was weggetan wird, mit Herrlichkeit kam, wieviel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen!
.

Das Gesetzt tötet, weil es zu Sündenerkenntnis führt. Da niemand die Forderungen des Gesetztes in Gänze erfüllen kann, und daher alle verdammt sind, handelt es als "Dienst des Todes".

Das Gesetzt war von vergänglicher Herrlichkeit, denn es stellte keine endgültige Befreiung vom Joch der Sünde dar. Der neue Bund ist der Dienst der Gerechtigkeit, dieser ist das, was bleibt, er ist Gottes ultimativer Heilsplan, dieser hat eine bleibende Herrlichkeit.

Sicherlich siehst Du es auch so, ich wollte dieses aber noch mal explizit so hervorheben.

Gruß
Thelo
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 26. Mai 2010, 21:00

Thelonious hat geschrieben:Das Gesetzt war von vergänglicher Herrlichkeit, denn es stellte keine endgültige Befreiung vom Joch der Sünde dar.


Lieber Thelo, wie sollte denn das Gesetz (10 Gebote) von Sünde befreien können?

Das mußt du mir mal erklären!

Du schreibst doch selbst:

Thelonious hat geschrieben:Das Gesetzt tötet, weil es zu Sündenerkenntnis führt. Da niemand die Forderungen des Gesetztes in Gänze erfüllen kann, und daher alle verdammt sind, handelt es als "Dienst des Todes".


Das Gesetz ermöglicht die Erkenntnis von Sünde!

Kann also die Erkentnis einer Untat gleichzeitig erlösen, und das nur weil ich erkannt habe?

Die 10 Gebote zeigen mir das ich des Todes bin, weil ich eben Gottes Wort missachte!

Und diese Erkenntnis eines gegebenen Umstandes (Sündenerkenntnis) soll jetzt die 10 Gebote aufheben?

Reichlich komisch, oder nicht?

Es ist genau umgekehrt wie du sagst! Das was mir den Tod bringt, nämlich die Missachtung ist ein Dienst zum Tod und nicht die Beachtung bringt den Tod! ;)

Missachtung = Dienst zum Tod!

Beachtung = Dienst zum Leben!

Matthäus 19,17: "Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote."

Das sind die Worte Jesu!

Man darf Bibeltexte eben nicht fehlinterpretieren!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Thelonious » Mi 26. Mai 2010, 21:26

@ SunFox:

Du weichst den klaren Worten von 2. Kor. 3, 7-11 aus, mein Lieber! Das was Du hier propagierst, bezeichnet Paulus mit drastischen Worten als Dienst des Todes und Dienst der Verdammnis!

Gruß
Thelo
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Mi 26. Mai 2010, 21:33

Thelonious hat geschrieben:@ SunFox:

Du weichst den klaren Worten von 2. Kor. 3, 7-11 aus, mein Lieber! Das was Du hier propagierst, bezeichnet Paulus mit drastischen Worten als Dienst des Todes und Dienst der Verdammnis!

Gruß
Thelo


In keinster Weise lieber Thelo, bloß du hast den Text nicht verstanden!

Ich werde auf den Text näher eingehen, aber nicht mehr heute!

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Pilgrim » Do 27. Mai 2010, 00:05

Reginald 32 hat geschrieben:
Und das führt dann zu vielen falschen Auslegungen und willkürlichen Annahmen.

Wie eben deine Annahme, daß deine Gruppe die 144,000 sind. Aber…seufz…lieber Reginald, wenn Gott sagt es seien Juden und sie noch ganz spezifisch "die Söhne von Israel" nennt (Offenbarung 7:4), was braucht Gott noch mehr zu tun um dich zu überzeugen, daß Er über 144,000 Juden spricht?
Die 144 000 setzen sich aus 12 x 12000 zusammen, also aus jedem der hier fiktiven Stämme Israels 12 000. Juden also auch nur 12 000.

Ach, Reginald, ein bisschen genaues Bibellesen hilft enorm. Auch wenn die Liste "ungewöhnlich", so ist sie nicht fiktiv. Ich erinnere dich daran, daß wenn in der Bibel normalerweise die zwölf Stämme genannt werden, Levi (der priesterliche Stamm) nicht genannt wird weil der Herr Selbst sein Erbe war (5.Mose 10:9). Auch der Name von Josef wird gewöhnlich ausgelassen und durch seine zwei Söhne ersetzt, Ephraim und Manasseh die von Jakob adoptiert wurden (1.Mose 48:8-22). Und siehst du, die Liste bleibt bei zwölf.
Einige Stämme werden nicht aufgeführt, dafür andere aber erwähnt, die früher nicht zu den 12 Stämmen gehörten.

Warum in Offenbarung 7 die Stämme von Dan und Ephraim durch Levi und Josef ersetzt wurden, weiss ich nicht. Sehrwahrscheinlich waren Dan und Ephraim ausgelassen weil sie die Kinder von Israel in den Götzendienst geleitet haben (5.Mose 29:18-21 und 1.Könige 12:25ff). So scheint es, daß den zwei Stämmen die für die Verführung in den Götzendienst verantwortlich waren, das Verbreiten des Evangeliums durch die Trübsalzeit hindurch nicht anvertraut wird.
Meinetwegen darfst Du gerne an Deine Auslegung glauben, von gründlichem Nachdenken zeugt dies aber nicht.

Das ist lieb von dir, mir "meine" Auslegung zu lassen und siehst du, nach gründlichem Nachdenken bin ich zur Überzeugung gekommen, daß Gottes Gnade am Ende der Offenbarung reflektiert ist wo die Beschreibung des neuen Jerusalem gegeben ist. Offenbarung 21:12 sagt die Stadt werde zwölf Tore haben und daß jedes Tor nach einem "der zwölf Stämme der Söhne von Israel" benannt wird. In Hesekiel 48:30-34 wird uns gesagt welche Stämme in dieser signifikanten Anerkennung einbehalten sein werden…die Originalfassung zwölf, Levi und Josef eingeschlossen. Das bedeutet, daß eines der Tore nach dem abtrünnigen Stamm Dan benannt wird und beide Manessah und Ephraim unter Josefs Namen berücksichtigt sind.

Es braucht keine Funkelneonfeuer um das alles einordnen zu können, nur ein wörtliches Rezeptelesen, nicht wahr!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Pilgrim » Do 27. Mai 2010, 00:25

SunFox hat geschrieben:Allein schon die Tatsache, das es auf Erden keine 12 Stämme Israels mehr gibt, sollte dir doch schon zu denken geben! Es können am Ende der Zeit keine 12.000 aus jedem Stamm hervortreten, weil diese garnicht mehr existent sind!

Huch…SunFox…auch wenn die Identität der Stammesmitglieder der Menschheit verloren gegangen ist, so ist sie immer noch Gott bekannt der ja immerhin für die Versiegelung zuständig ist wenn sie dann stattfinden wird, und somit ist diese Abwägung die wörtliche Sicht nicht unterbindend, nicht wahr!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Do 27. Mai 2010, 05:27

Pilgrim hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Allein schon die Tatsache, das es auf Erden keine 12 Stämme Israels mehr gibt, sollte dir doch schon zu denken geben! Es können am Ende der Zeit keine 12.000 aus jedem Stamm hervortreten, weil diese garnicht mehr existent sind!

Huch…SunFox…


Brauchst dich nicht erschrecken liebe Pilgrim, nur deine Gedanken sind erschrecklich!

Pilgrim hat geschrieben:auch wenn die Identität der Stammesmitglieder der Menschheit verloren gegangen ist, so ist sie immer noch Gott bekannt


Da gebe ich dir recht, denn nichts anderes sage ich und viele andere Gläubige auch ja auch

1. Die Identität der Stämme Israels ist nicht mehr existent!

2. Gott ist allwissend!

Pilgrim hat geschrieben:der ja immerhin für die Versiegelung zuständig ist wenn sie dann stattfinden wird, und somit ist diese Abwägung die wörtliche Sicht nicht unterbindend, nicht wahr!


Aber nur deswegen was jeder weiß der Gläubig ist, wird der liebe Gott nicht dem Wunschdenken einer Pilgrim nachkommen, damit sie auch ja ihr Recht bekommt!

Führst dich ja schon bald auf wie eine Prophetin! :roll:

Die Bibel erwähnt die 144.000 und gibt einige Beschreibungen dazu, aber sie gibt zu ihnen nicht eine Lehrerklärung ab, aus der man ein unfehlbares Dogma ableiten kann! Jeder der es doch tut, gleitet leicht ab ins Sektirerische bis hin zur Unwahrheit!

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon SunFox » Do 27. Mai 2010, 06:36

Thelonious hat geschrieben:@ SunFox:

Du weichst den klaren Worten von 2. Kor. 3, 7-11 aus, mein Lieber! Das was Du hier propagierst, bezeichnet Paulus mit drastischen Worten als Dienst des Todes und Dienst der Verdammnis!

Gruß
Thelo


So, dann gehen wir jetzt mal an 2. Korinther 3 heran lieber Thelo!

Vers 3-6: "Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen. Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig."

Wir müßen uns fragen, was der Neue Bund ist und die Aussagen Jesu sind eindeutig, Matthäus 26,28: "(Und Jesus sprach:) "Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden." - Lukas 22,20: "Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!"

Wir müßen uns dann aber auch fragen, worin der Alte Bund bestand hatte und dazu lesen wir 2.Mose 24,38: "Mose kam und sagte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechtsordnungen. Da antwortete alles Volk wie aus einem Munde: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun. Da schrieb Mose alle Worte des HERRN nieder und machte sich früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf Steinmale nach den zwölf Stämmen Israels und sandte junge Männer von den Israeliten hin, dass sie darauf dem HERRN Brandopfer opferten und Dankopfer von jungen Stieren. Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in die Becken, die andere Hälfte aber sprengte er an den Altar. Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören. Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte."

Wir haben also zwei Blutbündnisse, im Alten Bund das Blut von reinen Tieren und im Neuen Bund steht das unbefleckte Blut Jesu als Garant!

Wir sehen aber auch in Moses, das der Blutbund nicht auf Grund zweier Steintafeln abgeschlossen ist, sondern auf Grund eines Buches: "Und er nahm das Buch des Bundes ... Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte."

Ja hat sich nun ein Paulus geirrt, wenn er plötzlich nach Vers 7 sagte: "Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war ..."?

Was ist denn nun mit dem Amt gemeint, welches den Tod bringt? Ist das Amt der alte Bund in Moses? Oder ist das Amt der Grund für die Erstellung eines Bundes, welcher dann in einem Buch festgehalten wird und mit Blut besiegelt wird?

Wie ich oben gezeigt habe, besteht der Alte Bund auf Grundlage des Buches Moses in Verbindung mit der Blutsbesiegelung von reinen Tieren!

Müßen wir also herausfinden, welches Amt das Gesetz in Stein gehauen hatte und ob dieses Amt auch ein neues Amt ist!

Doch vorerst müßen wir sehen, das auch ein Paulus selbst Jesus aus dem Gesetz Moses und zusätzlich aus den Propheten dem Volk erklärte und predigte:

Apostelgeschichte 28,23-26: "Und als sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte Paulus ihnen das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten vom frühen Morgen bis zum Abend. Die einen stimmten dem zu, was er sagte, die andern aber glaubten nicht. Sie waren aber untereinander uneins und gingen weg, als Paulus dies eine Wort gesagt hatte: Mit Recht hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesprochen (Jesaja 6,9-10): »Geh hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr's hören und nicht verstehen; und mit den Augen werdet ihr's sehen und nicht erkennen."

Leider ist es nun auch einmmal so, das auch in der Christenheit hier und da diese Decke des Unverstandes nur zum Teil gefallen ist! Man hat zwar verstanden was der Neue Bund ist und richtet sich danach aus, kommt aber hinsichtlich des Alten Bundes zu Fehlinterpretationen, da der gute Paulus zum Teil umständlich etwas erklärt wie auch schon Petrus feststellt:

2.Petrus 3,14-16: "Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet, und die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis."

Wir sollten also nicht zu leichtfertig mit den Worten eines Paulus umgehen und ebenso wenig mit den anderen Schriften des Wortes Gottes, sondern alles Gewissenhaft überprüfen hinsichtlich der Auslegung und dessen Wahrheitsgehalt!

Leider habe ich jetzt keine Zeit mehr im Moment, aber ich setze meine Erklärung zu 2. Korinther 3 natürlich weiter fort!

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Leuchte » Do 27. Mai 2010, 08:24

Thelonious hat geschrieben:Das Gesetzt tötet, weil es zu Sündenerkenntnis führt. Da niemand die Forderungen des Gesetztes in Gänze erfüllen kann, und daher alle verdammt sind, handelt es als "Dienst des Todes".

Nach deiner Logik, wenn das Gesetz Mose gänzlich nicht gehalten werden kann, kann und muss es auch gänzlich verworfen werden, damit es dich nicht anklagt zum Tod. Im NT hat uns Jesus auch die Gebote gegeben, welche zu halten sind. Kannst du alle diese Gebote von Ihm vollkommen halten? Klagen sie dich an wenn du sie übertrittst? Warum stellt die Übertretung des Mosaischen Gebote einen " Dienst des Todes" und die Übertretung der NT-Gebote keinen Dienst des Todes? Was ist der Unterschied? Denn formal, werden beide nicht vollkommen gehalten. Ich erwarte jetzt von dir nicht weitere Zitate von Paulus, sondern die Erklärung aus eigenem logischen nachhvollziehbaren Verständnis.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Do 27. Mai 2010, 11:20

Grasy schreibt am 18.5.10:
Zum Beispiel indem man sich zur Sicherheit am Fleisch beschneiden lässt weil es von Gott damals Abraham geboten wurde und auch Jesus beschnitten war (vergl Gal 5). Dieses "zur Sicherheit dies und das halten" kann nach hinten los gehen weil man dann sehr, sehr leicht auf sich selbst baut und nicht auf Jesus Christus. Umgekehrt wäre ein Pharisäer der sich in den Gesetzen nach eigenem Ermessen geübt hat (und da soll keiner meinen der Sabbat wäre da nicht sehr streng beobachtet worden) ja praktisch besser dran. Freilich kann man sich da selbst dann vorsagen man sei ja durch Jesus gerettet - aber zur Sicherheit schiebt man dann noch das halbe Gesetz Mose hinterher. Was sagt Jesus zur Gerechtigkeit der Pharisäer (vergl Mt 5:17-20 und Röm 3)? Und was sagt Paulus zu den Galatern in Gal 3 oder Gal 5?
Anderes hingegen lässt man dann nicht selten obwohl eindeutig von Gott geboten wurde hingegen eingenmächtig weg (vergl Mt 15:6) und versucht hier hin und her zu trennen als ob man einen Mischmasch-Bund machen könnte. Was ist das dann? Ein Ismelaak? Oder hat Gott nicht auch jenes geboten? Es gibt ein altes Testament und ein neues Testament -> Gal 4, Heb 9. Es gibt das von Menschenhand gemachte und das von Gott. Denen unter den Nationen wurde weder aufgetragen sich beschneiden zu lassen noch das Gesetz Mose auferlegt (-> Apg 15) noch daß sie um ihres Gewissens willen aufpassen sollten was sie am Fleischmarkt kaufen.


Hallo zusammen.

Wenn ich diesen Text durchlese, so stelle ich fest, dass er voller Unterstellungen ist. Aber vielleicht gibt es ja Menschen, die nur so argumentieren können, inden sie anderen ewas unterstellen, was diese aber nie gesagt oder gedacht haben.
Ich beachte z.B. Gottes Gebote niemals „zur Sicherheit“, sondern weil ich meinen Herrn Jesus von ganzem Herzen liebe. Doch kann ich mir vorstellen, deass der „Unterstelle“ an meiner Statt so handeln würde, wie sie es beschreiben.

Dann wundere ich mich immer wieder, wie manche Menschen den Begriff „Gesetz“ oder „Gesetz Moses“ verstehen: Man wirft sämtliche Bibeltexte des AT, die sich irgendwie wie ein Gebot anhören, in einen riesigen Topf, dazu die 10 Gebote obenauf, und rührt einige Jahre fleißig um. Dann bekommt man einen „Gesetzesbrei“, bei dem die „Zutaten“ kaum noch erkennbar sind. Aber mit Hilfe dieses Gesetzesbreies kann man wunderbar einen Furcht erregenden Popanz aufbauen: „Sieh her, das ist das Gesetz Moses, das Alte Testament“ Wie gut, dass wir im Neuen Testament leben und mit all dem nichts mehr zu tun haben. Jetzt leben wir unter der Gnade.

Und warum baut man diesen „erschröcklichen“ Popanz auf? Einzig und allein, damit man den Sabbat, die heilige Zeit des Schöpfergottes, beiseite schieben kann und nicht beachten muss. Natürlich möchte keiner dieser „Gläubigen“ gerne bestohlen werden. Natürlich möchte auch niemand, dass sein Ehepartner fremd geht. Natürlich möchte man seines Lebens sicher sein. Und fasch schwören oder Gottes Namen lästern würde auch keiner. Da gelten auf einmal die 10 Gebote. Nur Sabbat feiern – dazu hat man keine Lust. Warum? Weil man dann auffällt? Oder es Schwierigkeiten am Arbeitsplatz gäbe? Oder ein Geschäft verliert? Ich weiß es nicht, aber Gott sieht ins Herz. Vor ihm gelten keinerlei Ausreden.

Dass es ein Altes und ein Neues Testament gibt, ist wohl allgemein bekannt. Sie unterscheiden sich insbesondere dadurch, dass der Weg zum Heil ein anderer ist. Im Alten Testament muss sich der Gläubige vom Priester qua Opfer versöhnen lassen, im Neuen Testament tut dies Jesus.
Wer im Neuen Testament sich immer noch per Opfer im Tempel versöhnen lassen wollte, versuchte etwas Unmögliches. Denn seit dem Tod Jesu am Kreuz war das alttestamentliche Opfer ungültig und wertlos geworden. (Thema von Apg. 15)
Dieser Vorgang wird nun aber von manchen wieder (absichtlich?) mit allerlei anderen Vorschriften aus alter Zeit, die überhaupt nichts damit zu tun haben, vermischt und zu einem unkenntlichen Brei verrührt.

Und warum?

Damit man scheinbar ungestraft Gott um seine heilige Zeit berauben kann.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Pilgrim » Do 27. Mai 2010, 14:03

SunFox hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
SunFox hat geschrieben:Allein schon die Tatsache, das es auf Erden keine 12 Stämme Israels mehr gibt, sollte dir doch schon zu denken geben! Es können am Ende der Zeit keine 12.000 aus jedem Stamm hervortreten, weil diese garnicht mehr existent sind!

auch wenn die Identität der Stammesmitglieder der Menschheit verloren gegangen ist, so ist sie immer noch Gott bekannt

Da gebe ich dir recht, denn nichts anderes sage ich und viele andere Gläubige auch ja auch

Eben…warum wehrst du dich denn so vehement gegen die Tatsache, daß Gott die 144,000 aus den zwölf Stämmen der "Söhne von Israel" versiegeln wird… :?
1. Die Identität der Stämme Israels ist nicht mehr existent!

Och…werter SunFox…ob der Stamm selbst oder dessen Identität der Menschheit verloren gegangen ist…da besteht schon ein kleiner Unterschied, gäll… :roll:
SunFox hat geschrieben:Die Bibel erwähnt die 144.000 und gibt einige Beschreibungen dazu, aber sie gibt zu ihnen nicht eine Lehrerklärung ab, aus der man ein unfehlbares Dogma ableiten kann!

Aber gäll, es ist halt unzweifelhaft, daß an diesem Punkt durch die sieben-versiegelten Schriftrollen in der fortschreitenden Enthüllug das Augenmerk auf Gottes irdisches Volk fällt, um welche sich so viel von Gottes Plan für die Welt dreht. Das ist ja auch nicht die Gesamtheit des treuen Überrest von Israel, sondern eine Gruppe von ihnen mit einer bestimmten Verantwortung für Christus durch die dunkleste Stunde der Welt hindurch zeugend…guck dazu mal in Offenbarung 12:17 und 14:1-5 ein bisschen nach… :idea:
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Pilgrim » Do 27. Mai 2010, 14:53

Reginald 32 hat geschrieben:Die 70 Jahrwochen reichen von 457 vor Christus bis 34 nach Christus.

In Daniel 9:24 wurde Daniel gesagt, daß Gott 70 Wochen (70 Zeitspannen von je sieben Jahren) für Daniels Volk (Israel und seine heilige Stadt) determiniert hatte. Bitte vergiß nicht, daß alle 70 Wochen einzigartig für Israel und Jerusalem determiniert waren, nicht für die Kirche. Die Kirche existierte gar nicht durch irgend eine Phase der 69 der 70 Wochen! Die 69ste Woche endete mit dem triumphalen Einzug von Jesus in Jerusalem am "Palmsonntag". Die Kirche hatte ihren Anfang nicht bis zum Pfingsttag nach dem "Palmsonntag". Gott hat die Kirche durchwegs aus den 69 Wochen herausgehalten. Es ist also offensichtlich, daß Er die ersten 69 Wochen als Programm für Israel allein beabsichtigte, nicht für die Kirche…und geht mit der Tatsache einher, daß Gott die 70 Wochen einzigartig nur für Israel bestimmte.

Gott hat Sein 70-Wochen Programm für Israel am Ende der 69sten Woche unterbrochen…der Zeitunterbruch jetzt schon 2000 Jahre andauert…und die 70ste Woche noch nicht angefangen hat. Somit wir auch noch nicht in der Trübsalszeit sind.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Do 27. Mai 2010, 17:54

SunFox hat geschrieben:
2.Mose 20,3-17:


2.Mose 20 fängt in meiner Bibel bei Vers 1 an.

"Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe." (2.Mo 20:1-2 - Lut1912)

Man könnte auch noch fragen wo die Israeliten da gerade waren. Die Schweizer sind da nicht aus Ägypten ausgezogen, die Deutschen auch nicht. Was hier also steht das richtet sich an die Israeliten wurde geschrieben auf Steintafeln - aber von Gott - und das passierte zu Sinai (-> Gal 4, Heb 9). Man kann nicht einfach so tun als wäre das ganze den Heiden geboten worden (und dann nach belieben das eine weglassen das andere hinzufügen und sich eine bunte Tabelle daraus machen). Es gibt ein AT und ein NT. Das AT ist aber nicht böse oder schlecht und das was von Gottes Finger stammt ist nicht von Menschenhand.


2.Mose 16,28-30: "Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. Also ruhte das Volk am siebenten Tage."

Hier wird klar zum Ausdruck gebracht, dass das Sabbatgebot schon vor der Gesetzgebung am Sinai gültig war und beachtet werden sollte und dazu auch andere Gebote und Anweisungen!


Das wurde doch schon so oft diskutiert SunFox? Na klar wurde das Sabbatgebot auch schon geboten bevor zu Sinai die Steintafeln gemacht wurden. Bekamen sie das Brot von Gott denn erst zu Sinai? Was steht denn da in 2.Mo 16? Das erklärt aber deine Darstellung von 2.Mo 23:12-13 nicht. Daß aber der Sabbat einen Bezug zur Schöpfung hat das wurde auch schon diskutiert. Und im übrigen solltest du mir mal jemanden Zeigen dem bei 2.Mo 23:12 Angst und Bang wird. Das was dort steht ist eindeutig AT und doch kann man darin Ruhe, Erquickung und Nächstenliebe ablesen. Nur tönt das bei manchen ganz anders. Da steht dann Verdammnis im Raum und die Hure Babylon wird dargestellt und der Papst auf Papieren abgedruckt.


Wer die 10 Gebote nicht beachtet, der stört entweder die Beziehung zu seinem Nächsten, oder die Beziehung zu Gott!


Wenn ich das mal Übersetzen darf. Du sagt (eigentlich): Wer den Samstag nicht hält der hat eine gestörte Beziehung zu Gott. Ich könnte dir jetzt aufzählen wer dann aller eine gestörte Beziehung zu Gott gehabt hätte. Soll ich? Aber die würden ja vielleicht einfach nur ein paar Schläge bekommen, die sich die STA ersparen gäll? Obwohl wenn wir da nochmal über die Hure Babylon und Daniel nachdenken und uns auch nochmal an anderer Stelle den genauen Wortlaut von Jesaja 66 in Erinnerung holen, wer weiß ob das dann so die korrekte Darstellung wäre. Irgendwie klingt mir 2.Mo 23:12 anders. Nicht? Dort überwiegt der Eindruck der Ruhe und Erquickung. So als ob der Tag für den Menschen gemacht wurde. Das würde sich ein Heide der von seinem Herrn ausgequetscht wird sicher gern wünschen? Ruhe. Ansonsten kann ich daraus nicht viel herauslesen. Die 10 Gebote finde auch ich gut. Wen wolltest du denn was über die 10 Gebote erzählen wenn da nicht ständig die Sache mit dem Samstag wäre? Den Baptisten? Den Pfingstlern? Den Evangelischen? Den Katholiken vielleicht? Sind die nicht alle verdammt und Teil der Hure? Wobei das mit den Bildern da irgendwie etwas seltsam wegkommt und die 10 Gebote auch etwas knapp klingen. Andererseits Bilder hab ich von den STA auch schon mal gesehen. Nicht nur die vom Papst.


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Leuchte » Do 27. Mai 2010, 18:04

Grasy hat geschrieben:"Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe." (2.Mo 20:1-2 - Lut1912)

Man könnte auch noch fragen wo die Israeliten da gerade waren. Die Schweizer sind da nicht aus Ägypten ausgezogen, die Deutschen auch nicht. Was hier also steht das richtet sich an die Israeliten wurde geschrieben auf Steintafeln - aber von Gott - und das passierte zu Sinai (-> Gal 4, Heb 9). Man kann nicht einfach so tun als wäre das ganze den Heiden geboten worden (und dann nach belieben das eine weglassen das andere hinzufügen und sich eine bunte Tabelle daraus machen). Es gibt ein AT und ein NT. Das AT ist aber nicht böse oder schlecht und das was von Gottes Finger stammt ist nicht von Menschenhand.

Bekanntlich sind zusammen mit fleischlichen Israeliten auch Menschen anderer Nationen aus Egypten rausgezogen. Warum sagt hier Gott nicht extra, dass das Gebot allein an die fleischlichen Israeliten gerichtet ist? Warum sagt Gott später, dass ein Fremder, der die Feiertage mitfeiern sowie am Zeremonialdienst zur Sündenvergebung teilnehmen möchte, sich beschneiden und die Gebote halten muss? Nach deinen Worten hätte er das gar nicht nötig. In 2Mo 20.1-2 spricht Gott das gesamte, aus Egypten ausgezogene Volk an, worunter sich nicht nur fleischliche Israeliten befanden.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Do 27. Mai 2010, 18:10

Reginald 32 hat geschrieben:Dann wundere ich mich immer wieder, wie manche Menschen den Begriff „Gesetz“ oder „Gesetz Moses“ verstehen: Man wirft sämtliche Bibeltexte des AT, die sich irgendwie wie ein Gebot anhören, in einen riesigen Topf


Ein Topf ist Mt 15:4 eigentlich nicht sondern ein einziger Vers. Auch das zweite Gebot das da genannt wird ist Gottes Gebot. Es wurde von Gott durch Mose den Israeliten geboten. Und wenn man sich die Stelle (oder den Topf?) dann ansieht wo dies Gebot steht (2.Mo 21 bis ...) dann wird man noch vieles mehr an Geboten finden die allesamt von Gott geboten wurden.

"Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebote aufgehoben, auf daß ihr eure Aufsätze haltet. Denn Mose hat gesagt: »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren,« und »Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.«" (Mk 7:9-10 - Lut1912)

"Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben." (2.Mo 21:17 - Lut1912) - Das ist weder der Anfang noch das Ende von den Geboten die dort genannt werden (das zieht sich bis 2.Mo 23 hin). Wo wurde das wem geboten?

"Da sie aber das hörten, lobten sie den HERRN und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wieviel tausend Juden sind, die gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz; sie sind aber berichtet worden wider dich, daß du lehrest von Moses abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselben Weise wandeln. Was denn nun? Allerdinge muß die Menge zusammenkommen; denn sie werden's hören, daß du gekommen bist. So tue nun dies, was wir dir sagen. Wir haben hier vier Männer, die haben ein Gelübde auf sich; die nimm zu dir und heilige dich mit ihnen und wage die Kosten an sie, daß sie ihr Haupt scheren, so werden alle vernehmen, daß es nicht so sei, wie sie wider dich berichtet sind, sondern daß du auch einhergehest und hältst das Gesetz. Denn den Gläubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und beschlossen, daß sie der keines halten sollen, sondern nur sich bewahren vor Götzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei." (Apg 21:20-25 - Lut1912)


Hast du jemals wo gelesen daß das AT einfach dadurch weiter geführt wurde (verlg Heb 8) indem durch Jesu Opfer das NT kam? Ich lese in Galater 4 von zwei Söhnen auch von zwei Bünden. Nicht von einem einzigen der dann halt irgendwie zum zweiten transformiert wird.


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Do 27. Mai 2010, 18:23

Leuchte hat geschrieben:
Warum sagt hier Gott nicht extra, dass das Gebot allein an die fleischlichen Israeliten gerichtet ist?


Also war deiner Meinung nach jeder unter dem Bund und ein Kind Israels (-> 2.Mo 20:22) der da damals mitgezogen ist? Hast du da irgendwo gelesen daß sich jene nur die 10 Gebote rauspicken dürften und trotzdem unter dem Bund wären?

"Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: »Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue.«" (Gal 3:10 - Lut1912)

"Denn er tadelt sie und sagt: »Siehe, es kommen die Tage, spricht der HERR, daß ich über das Haus Israel und über das Haus Juda ein neues Testament machen will; nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vätern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen aus Ägyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament, so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der HERR." (Heb 8:8-9 - Lut1912)

Daß aber der Fremde auch beim Sabbat genannt wird sollte nach 2.Mo 23:12 nicht verwundern.

Mfg,
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Leuchte » Do 27. Mai 2010, 18:44

Grasy hat geschrieben:Also war deiner Meinung nach jeder unter dem Bund und ein Kind Israels (-> 2.Mo 20:22) der da damals mitgezogen ist? Hast du da irgendwo gelesen daß sich jene nur die 10 Gebote rauspicken dürften und trotzdem unter dem Bund wären?

Also erstmal möchte ich sagen, dass du eine komische Art von Antworten lieferst. Egal, welche frage ich dir stelle, wie konkrett sie auch ist, gibst du mir neben auf meine Frage bezogene Antwort noch eine Liste von Bibelstellen ohne eigene Kommentare. Ich muss immer nur raten, wozu und was du damit sagen wolltest. Was soll ich mit ihnen anfangen?

Hier, die einzigsten auf meine Frage bezogene Sätze von dir, zitiere ich oben. Ob jeder ein Israelit war und ob jeder unter dem Mosaischen Bund stand, sind zwei völlig verschiedene Fragen. Das alte Testament meint unter "Israeliten" meines Wissens nach nur die eingeborenen, fleischlichen Kinder Jakobs. Aber das Gebot Gottes richtete sich meiner Meinung nach an alle Menschen. Gott hat zwar das eine Volk für sich abgesondert, um ein "Zentrum" des wahren Glaubens zu machen und Träger der Wahrheit für die Welt zu sein, dennoch lag der Wille Gottes darin, dass alle Menschen Seine Worte angenommen hätten. "Unter dem Bund" wurde man erst dann, wenn man sich beschnitten hat und begann nach Gottes Ordnungen das Leben auszurichten. So wollte Gott also, dass nicht nur zehn Gebote ausgepickst werden, sondern das ganze Gesetz Mose gehalten wird.
Es ist etwas Großes: An Gräbern stehen und doch froh bleiben.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Do 27. Mai 2010, 21:44

Hallo, ihr Lieben. Ich will mal versuchen, heraus zu finden, um was es in Apg. 15 ging. Dabei gehe ich Vers um Vers vor.

Apostelgeschichte 15 oder: Was ist „das Gesetz Moses“?

Vers 1: 1 Eines Tages kamen Gläubige aus Judäa in die Gemeinde von Antiochia. Sie lehrten öffentlich: "Wer sich nicht beschneiden lässt, so wie es im Gesetz des Mose vorgeschrieben ist, kann nicht gerettet werden."
Erklärung:


Antiochien war damals eine Weltstadt, die drittgrößte Stadt des römischen Reiches. Die christliche Gemeinde dort setzte sich zusammen aus geborenen Juden, aus ehemaligen Proselyten und aus Heiden (s. Kap. 11:20+21), die unmittelbar zum Christentum übergetreten waren.

Zu Besuch kamen nun Christen aus Jerusalem, die zuvor Pharisäer gewesen waren. Nach ihrer Ansicht war die Beschneidung heilsnotwendig. Dahinter stand die unausgesprochene, aber allseits bekannte Vorstellung der Juden: „Versöhnung gibt’s nur im Tempel durch den Priester und das Opfer. Vorbedingung ist aber dafür die Beschneidung.“

Paulus und Barnabas wearen in Antiochien führende Persönlichkeiten. Sie hatten die wahre Versöhnung des Menschen durch das wahre Opfer Christi erkannt. Für sie war der Tempeldienst nun überflüssig und damit auch die Beschneidung. Versöhnung und Heil gab es jetzt nicht nur für die Juden, sondern für alle Menschen, die an Christus glaubten. Und sie hatten eines nicht getan: Sie hatten nicht verlangt, dass sich Heiden zuvor beschneiden lassen müssten, bevor sie Christen wurden.
Das hatte Paulus in Galatien ebenfalls nicht getan..

Hier brach die erste große Kontroverse in der frühen Cjristenheit aus. Dass Paulus als Christ die Beschneidung ablehnte, hat man ihm von jüdischer Seite ein Leben lang zum Vorwurf gemacht. Viele Judenchristen waren einfach nicht in der Lage, die alten Gewohnheiten und Vorurteile ab zu legen. Im Herzen blieben sie Juden, mit allem geistlichen Elitedenken, auch wenn sie äußerlich Christen geworden waren. Die Bekehrung des Cornelius oder auch des Kämmerers waren in ihren Augen Ausnahmen, die der Heilige Geist persönlich gewirkt hatte. Aber ansonsten war Beschneidung unaufgebbar.

Diese Judenchristen glaubten, weil sie zur Gemeinde Jerusalem gehörten, wo der konservative und hoch angesehene Jakobus der Älteste war, sich auf ihn berufen zu können. Doch das wies dieser in V. 24 ausdrücklich zurück. Was ihnen leider nicht bewusst war: Ihre Haltung und ihre Ansprüche und Lehraussagen beeinflussten nicht nur die Gemeinde in Antiochien, sondern später auch die Gemeinden in Galatien und prägten den Kampf Pauli während seines gesamten Missionsdienstes und noch darüber hinaus in der späteren Zeit. Ja, bis heute sind ihre Einflüsse in den Auffassungen mancher „Anti-Beschneider“ noch spürbar.. Auch diese, genau so wie die Leute aus Jerusalem damals, haben eine gestörte Vorstellung von der Einstellung Jesu zum Gesetz und verursachen dadurch fortgesetzte Streitigkeiten unter den Jüngern Jesu.

Vers 2:Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Schließlich beschlossen die Christen in Antiochia, dass Paulus und Barnabas mit einigen anderen aus der Gemeinde zu den Aposteln und Gemeindeleitern nach Jerusalem gehen sollten, um diese Streitfrage zu klären.
 
Erklärung:

Die pharisäischen Judenchristen verurteilten mit ihrer Haltung das Missionswerk von Paulus und Barnabas, nicht nur in Antiochien, sondern auch das auf ihrer ersten Missionsreise in Zypern und Cilicien. Paulus und Barnabas sahen gerade das aber als einen klaren Triumph der Gnade Gottes an, und so konnten sie zu den Anschuldigungen und Irrlehren nicht einfach schweigen.

Die „heftige Auseinandersetzung“ war in Wahrheit ein Aufruhr, so, wie ihn ein Barrabas einst angezettelt hatte und wofür man ihn zum Tode verurteilt hatte. (es wird das gleiche Wort im Grundtext benutzt).

So sandte nun die Gemeinde zu Antiochien Paulus und Barnabas zusammen mit einigen anderen zur Klärung des Problems :“ Beschneidung – ja oder nein“ zu den Aposteln nach Jerusalem. Wer die „anderen“ waren, wird nicht gesagt. Vielleicht waren es einige der Propheten der Gemeinde, vielleicht auch ein Titus als Beweis für die rettende Gnade Jesu. Wer weiß?

Was wir aber aus der Problematik lernen können, ist dies: Nicht ein Autokrat, ein geistliches Oberhaupt hat die Vollmacht, geistliche Fragen zu lösen, sondern immer ein Kreis von Menschen, die Gott offenbar in leitende Ämter berufen hat.
Auch kann eine Ortsgemeinde nicht über ein Gesamtgemeinde-weites Problem entscheiden, und sei sie noch so groß. Ab V. 22 wird klar, dass es sich beim Beschneidungsbeschluss um eine Entscheidung der gesamten Konzilsversammlung handelte, also auch um die Stimmen der Brüder aus Antiochien.

Demnächst mehr zur Fragestellung des Apostelkonzils zu Jerusalem.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Fr 28. Mai 2010, 15:36

Hallo, ihr K#Lieben. Hier nun eine weitere Erklärung zu Apg. 15:3-6 Was war das Thema des Konzils? Was ist das "Gesetz Moses"?



Vers 3:  Nachdem die Gemeinde sie verabschiedet hatte, zogen sie durch die Provinzen Phönizien und Samarien. Überall berichteten sie, wie auch die Nichtjuden zu Gott umgekehrt waren, und alle freuten sich darüber. 


Erklärung:

Es gehörte zum guten Ton der jüdischen Gesellschaft, dass man einen Lehrer oder auch einen Gast bis zum Stadtrand odert sogar darüber hinaus zum Abschied begleitete. Im Talmud (Sotah 46b gibt es darüber genaue Vorschriften, und Rabbi Meir sagte um 150 n.Chr.: „Wer einen Gast nicht eskortiert oder selbst eine Begleitung verweigert, ist wie einer, der Blut verschüttet hat.“ Wir sehen hier an dieser Nebensächlichkeit, wie selbst in Kleinigkeiten der biblische Bericht des Lukas sich an gegebene Tatsachen hält.

In Phönizien kamen sie durch Sidon und Tyrus und in Samarien durch die Gebiete, in denen Stephanus gewirkt hatte. Überall trafen sie auf Gemeinden, von denen uns aber sonstwie nichts weiter berichtet wird. Wir sehen aber hier, wie weit verbreitet zu jener Zeit schon das Christentum war.

Das Herzensanliegen der beiden und besonders Pauli war der Bericht von ihrer Missionsreise durch die südliche Türkei (Cilicien) und die Bekehrung zahlreicher unbeschnittener Nichtjuden und ihre Aufnahme in die Gemeinde. Erstaunlich ist, dass sich diese Gemeinden im Gegensatz zu den verbohrten pharisäischen Christen von Jerusam herzlich darüber freuten, und dass die Nachricht von der Ausbreitung des Evangeliums unter unbeschnittenen Nichtjuden sich übewrall wie ein Lauffeuer verbreitete.

Auis dieser anhaltenden großen Freude (so der Grundtext) ersieht man, dass die pharisäischen Christen aus Jerusalem zwar recht lautstark waren, aber dennoch in der Gesamtchristenheit nur eine kleine Fraktion bildeten. Nichts desto trotz verursachten sie nicht nur hier große Probleme, sondern auch später , als sie überall Paulus hinter her reisten und trotz des Konzilsbeschlusses und im Gegensatz zu ihm versuchten, die Beschneidung durch zu drücken. Das ist ja auch der Hintergrund des Galaterbriefes.

Vers 4: In Jerusalem wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Leitern herzlich aufgenommen. Dort erzählten sie ebenfalls, was Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte. 

Erklärung: In Jerusalem wurden Paulus, Barnabas und Titus von der ganzen Gemeinde herzlich empfangen. Im Vergleich von Vers 4 mit Vers 6 sieht man, dass es hier zunächst um eine Art Vorversammlung ging, noch nicht aber um das eigentliche konzil. Paulus berichtete über alle Gefahren, Freuden und Leiden der Reise, aber auch über die großen Taten, Zeichen und Wunder, die Gott gewirkt hatte. Und er erzählte auch von der Reinheit und Liebe der unbeschnittenen heidnischen Bekehrten. Den Titus hatte er als Beispiel gleich mitgebracht. Vergl. Auch Gal. 2:1+2.

Vers 5: Aber auch hier verlangten einige der Gläubigen, die früher zu den Pharisäern gehört hatten: "Man muss die Nichtjuden beschneiden und von ihnen verlangen, dass sie das Gesetz des Mose befolgen."

Erklärung:

Erst jetzt treten die pharisäischen Christen auf. Sie werden als „hairesis“ bezeichnet, was Luther mit „Sekte“ übersetzt. Diese Christen glaubten an Jesus als einem gottgesandten Lehrer. Seine Auferstehung bestätigte ihn als den Messias Israels (siehe auch Joh. 3:2).
Sie erwarteten von ihm, dass er demnächst wiederkommen und den Platz als König eines erneuerten Israels einnehmen würde. Juda würde verherrlicht, das Gesetz und der Tempel im Mittelpunkt stehen, und auch Heiden würde gnädig der Zugang erlaubt werden, voraus gesetzt, sie würden sich beschneiden lassen. Sie hatten also eine Art der Hoffnung, die auch eine Reihe heutiger Christen in Bezug aus Israel und die Endzeit haben. Gottes Wort nennt sie aber „eine Sekte“. In seinem Bericht über das Jerusalemer Konzil in Gal. 2 nennt Paulus sie „falsche Brüder, die sich eingeschlichen haben“ V.4.

Diese Leute nun standen auf und protestierten lauthals gegen das, was Paulus und Barnabas vortrugen. Es ist sogar wahrscheinlich, dass man die generelle Frage der Beschneidung der Heiden an einem speziellen Fall fest machte, nämlich an Titus. So lese ich es in Gal. 2:3. Titus war kein Proselyt, sondern ein direkt bekehrter Heide und nun sogar ein Mitarbeiter und neuer Missionar am Evangelium. Seine Erfahrungen bereiteten ihn vor, später diesen judaisierenden Sektierern und Irrlehrern kräftig entgegen zu treten, wie es Paulus in Titus 1:10,14+15 schreibt.

Diese Sektierer forderten nun die Gemeinde auf, diese Neubekehrten zu beschneiden. Wie sich aus dem zweiten Satzteil ergibt, war das aber nicht alles. Sie sollten auch das Gesetz Mose befolgen. Die Frage ist nun, was damit gemeint ist? Sind das sämtliche alttestamentlichen, gesetzlichen Vorschriften oder nur der Teil der Vorschriften, der in irgend einer Weise mit der Beschneidung zusammen hängt?. In Kap. 6:13 wird das Gesetz Mose im Zusammenhang mit dem Tempeldienst erwähnt. Das gibt mir den Hinweis, dass der Begriff „Gesetz Mose“ sich nicht auf das gesamte alttestamentliche Gesetzeswerk bezieht, sondern nur auf den Teil, der mit dem Tempeldienst und mit dem Heilsweg zusammenhängt. Es geht hier also nicht um soziale Verhaltensweisen, um Eheschließungen, um wirtschaftlich-ethisches Verhalten wie z.B. Zinsverbot, es geht auch nicht um Essen und Trinken oder um das Königsgesetz, sondern lediglich um den Heils- und Versöhnungsweg Israels durch den Tempeldienst. Die geforderte Beschneidung war der Aufhänger, darnach kam dann die Forderung, die neubekehrten Heiden sollten gefälligst auch im Tempel die vorgeschriebenen Opfer bringen und die Tempelsteuer bezahlen.

Vers 6:  Daraufhin setzten sich die Apostel und die Leiter zusammen, um diese Frage zu klären.

Erklärung:

Die lautstarke Aktion der Judaisierer hatte zur Folge, dass sich nun die hervorragendsten Leiter der Gemeinde Jerusalem zusammen mit den anwesenden Aposteln zusammen setzten und eingehend über das Problem berieten. Nach Kap. 11:30 gab es neben den Apostel „Älteste“, aber auch solche, die wir heute „Laienbrüder“ nennen würden (Kap. 15:23). Da die Gemeinde recht zahlreich war und wohl einige Tausend Glieder umfasste, mçssen diese Laien ein besonderes Ansehen weit über die Gemeinde Jerusalem hinaus gehabt haben, sodass ihr Wort auch im fernen Antiochien noch Gewicht besaß-.

Und nun ein ander Mal mehr.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Grasy » Fr 28. Mai 2010, 16:39

Leuchte hat geschrieben:Also erstmal möchte ich sagen, dass du eine komische Art von Antworten lieferst.


Ich hab eigentlich nicht nur Antworten geschrieben sondern auch Fragen gestellt und das mehrfach. Die wurde weder von dir noch von SunFox noch von Reginald wirklich beantwortet. Wo stehen die Gebote Gottes die in Mt 15:4 angeführt werden? Und jetzt bitte nicht irgendwelche Pharisäer vorschieben die da irgendwas verdreht haben. Daß da so einiges falsch gelaufen is ändert nämlich an der Aussage Jesus nichts. "Die Gebote Gottes" werden ständig auf die 10 Gebote + ausgewählte Gebote aus dem Gesetz reduziert. Das Schema dafür finde ich aber nicht in der Bibel sondern eher als Programm bei den STA oder auf bunten Tabellen.

Anderes lässt man weg und dann wird erklärt warum. Warum sind die Feste der Galater nicht jüdische Feste. Warum ist das Gesetz Mose nicht das Gesetz Mose sondern nur das was man mit der Beschneidung in Zusammenhang bringt? Nirgendwo steht in Apg 15 daß man es darauf reduzieren könnte und wie sollte das im Vergleich zu Apg 21 denn passen? Was Ersticktes mit der Beschneidung zu tun haben soll ist mir schleierhaft auch das Enthalten von Blut in dem Zusammenhang. Und das meiden der Unzucht ist wieder klar moralisch. Auf eine Erklärung zu den zwei Söhnen und zwei Testamenten warte ich eigentlich gar nicht (mehr) wirklich. Unter'm Strich heißt das für mich was ich daraus lesen sollte (aber in der Bibel so nicht tue): "Das Gesetz Mose ist gar nicht das Gesetz Mose sondern nur ein Teil und eigentlich zu halten + Gebote die auch aus dem Gesetz stammen dazu" - Was soll denn das überhaupt? Warum sollte man Menschen die unter dem Gesetz Mose stehen denn gebieten daß sie sich vor Unzucht enthalten sollen oder vor Götzendienst? Hat das Gesetz Mose dazu nichts zu sagen? Natürlich hat es das!

"Dieweil wir gehört haben, daß etliche von den Unsern sind ausgegangen und haben euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen zerrüttet und sagen, ihr sollt euch beschneiden lassen und das Gesetz halten, welchen wir nichts befohlen haben, hat es uns gut gedeucht, einmütig versammelt, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unsern liebsten Barnabas und Paulus, welche Menschen ihre Seele dargegeben haben für den Namen unsers HERRN Jesu Christi. So haben wir gesandt Judas und Silas, welche auch mit Worten dasselbe verkündigen werden. Denn es gefällt dem heiligen Geiste und uns, euch keine Beschwerung mehr aufzulegen als nur diese nötigen Stücke: daß ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von der Hurerei; so ihr euch vor diesen bewahrt, tut ihr recht. Gehabt euch wohl! " (Apg 15:24-29 - Lut1912)

Und das soll ich jetzt übersetzen zu: Es bleibt alles beim alten (also bei dem was bei den Juden das alte war und dann eigentlich, so denkt man, auch für die Heiden hätte selbstverständlich sein müssen) aber die Beschneidung könnt ihr euch sparen und die Tieropfer. Bitte wie kann man das daraus ablesen? Keine notwendigen Stücke als das ganze Gesetz Mose abzüglich der Beschneidung und den Tieropfern? Wo bitte steht das auch nur Ansatzweise? Irgendwelche "die Pharisäer hatten wohl" um dann anderen Verdammnis in Aussicht zu stellen ist da bitte nicht ausreichend. Auch die katholische Kirche weiß noch außerbiblisch vieles zu erzählen und irgendwie zu begründen. Na das mögen einige dann aber nicht. Dürfen die das nicht? Wenn du bei dem was in der Bibel steht bleibst dann ließt du das heraus?


Ich hab darauf hingewiesen daß Mt 15:4 kein Vers ist und 2.Mo 21 bis 2.Mo 23 ist auch kein Topf. Ein Häppchen wird genommen und für sich in Anspruch genommen (2.Mo 23:12-13) ein Vers vorher wird veworfen. Auch von den Festen der Juden hört man von euch kaum etwas. Es sei denn wenn man die Feste welche - ich schreib jetzt mal "Gesetzesbestrebende Galater" (-> vergl Gal 3) halten wollten irgendwelche heidnischen gewesen sein sollten. Aber man wird des Götzendienstes bezichtigt wenn man nicht den Samstag hält und muss sich zwischen "hinweggerafft" oder "von SunFox mit in Aussicht gestellten Schlägen vielleicht doch nicht ganz so streng beurteilt" wiederfinden wenn man Schweinfleisch ißt.


Ich muss immer nur raten, wozu und was du damit sagen wolltest. Was soll ich mit ihnen anfangen?


Bitte tue nicht raten Leuchten. Das was ich dir schreiben wollte kann ich dir nochmal auf den Punkt bringen: Ein halber Alter Bund wurde nicht geboten. Was steht denn zu jenen geschrieben die nicht in allem bleiben? Waren jene die mit den Israeliten ausgezogen sind nicht am Fleisch beschnitten wurden verdammt? Oder halb verdammt? Wenn, ja - was willst du dann davon ableiten? Galt denen der Bund in gleicher Weise? Richtete sich das Wort an jene in selber Weise? Wie sollte denn ein Ägypter der einen hebräischen Sklaven hatte sich dann verhalten? Müsste er das ummünzen auf ägyptische Sklaven oder auf hebräische? Das kann man doch nicht einfach von diesen auf jene übertragen - HALB! Als ob das irgendwann möglich gewesen wäre. Und genau dazu zitier ich dir Gal 3.

"Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: »Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue.«" (Gal 3:10 - Lut1912)


Mfg,
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Fr 28. Mai 2010, 20:44

Grasy schreibt::
Wo stehen die Gebote Gottes die in Mt 15:4 angeführt werden? Und jetzt bitte nicht irgendwelche Pharisäer vorschieben die da irgendwas verdreht haben. Daß da so einiges falsch gelaufen is ändert nämlich an der Aussage Jesus nichts. "Die Gebote Gottes" werden ständig auf die 10 Gebote + ausgewählte Gebote aus dem Gesetz reduziert. Das Schema dafür finde ich aber nicht in der Bibel sondern eher als Programm bei den STA oder auf bunten Tabellen.


Hallo, Grasy.

Wenn Du die Matthäusstelle als Hilfskrücke dafür verwenden willst, um die Ungültigkeit der moralischen Gesetze der Bibel (die 10 Gebote sind ein Teil davon) zu beweisen, wird Dir das sehr schwer fallen.

Du kannst diese Bibelstelle auch nicht als Hilfmittel für den Literalismus (am Buchstaben kleben, Buchstabengläubigkeit) verwenden, wenn Du nachweisen möchtest, dass der Begriff "Gesetz" immer sämtliche Gebote des AT seit Mose meint. (oder das meint, was Du darunter verstehst) In meiner LU 1914 steht als Verweis zu diesem Text 2. Mose 20:12, 21:17. Beide Texte sind Texte, die nichts mit Opferzeremonien, nichts mit wirtschaftlich-finanziellen Vorschriften, nichts mit Ehevorschriften und nichts mit politischen odeer gesundheitlichen Vorschriften zu tun haben (die waren ja auch alle "Gesetz"). Es handelt sich, für jeden klar Denkenden völlig einsichtig, um moralische Gebote. Wobei das zweite auf dem ersten aufbaut. Beim zweiten Gebot stehen Vater und Mutter für das Kind an Stelle Gottes. Und Gott zu verfluchen gilt in der Bibel nun mal als todeswürdig. Vielleicht siehst Du das ja anders, aber ich sehe es so, wie es in der Bibel steht.

Das Schema der Moralgesetze steht übrigens nicht nur bei den STA, wie Du beliebst anzumerken, sondern wird auch im Katechismus gelehrt. Und der ist nicht von den STA.
Und letztlich haben alle Staaten der Welt die moralischen Gesetze der Bibel in der einen oder anderen Form in ihre staatlichen Gesetze übernommen. Und auch viele Evangelikale möchten nicht auf sie verzichten.

Warum sind die Feste der Galater nicht jüdische Feste.


Habe ich das irgendwo geschrieben oder behauptet?
Da die jüdischen Feste, wie Passah oder Yom Kippur, dem Volk Israel verordnet waren, sind sie für Christzen bedeutunmgslos. Die Galater brauchten sie nur zu feiern, wenn sie vorher durch Beschneidung zu Juden wurden und ihren alttestamentlichen Heilsweg befolgten. Das aber widersprach dem Heil durch Christus.

Warum ist das Gesetz Mose nicht das Gesetz Mose sondern nur das was man mit der Beschneidung in Zusammenhang bringt?


Das Gesetz Moses ist ganz sicher das Gesetz Moses. Nun musst Du mir aber zunächst mal die Bibelstellen nennen, die eindeutig definieren, welcher der hundertelei Gesetze und Vorschriften unter diesen Oberbegriff fallen. Dann wäre noch zu klären, ob dieser Oberbegriff durchgehend in der Bibel immer einheitlich für den gleichen Inhalt steht. Also bitte, ran!

Nirgendwo steht in Apg 15 daß man es darauf reduzieren könnte und wie sollte das im Vergleich zu Apg 21 denn passen?


Dann zeige doch mal, dass es in Apg. 15 z.B. darum geht, dass die Gebote 5 bis 10 nicht mehr für Heidenchristen gelten sollten oder die Gebote Nr. 1 - 3. Natürlich möchtest Du nur Gebot Nr. 4 weg haben, weil es Dich irgendwie zu ärgern scheint.
Ich gehe mal davon aus, dass Du den Christen heutzutage nicht etwa das Morden oder Ehebrechen erlauben willst. Nur und ausschließlich die Sabbatfeier muss weg!
Und in Apg. 21 wird in V. 21 dem Paulus ausdrücklich angekreidet, dass er gegen die Beschneidung ist. Das wird unter dem Begriff "von Mose abfallen" erwähnt. Das eine erklärt hier das andere. Viel ungeheuerlicher wäre es aber für jüdische Ohren gewesen, wenn Paulus die Sabbatfeier für ungültig erklärt hätte. Eigenartiger Weise wird ihm das aber nicht nachgesagt.

Und die Sache mit dem "Gelübde-Opfer" hat auch was mit Zeremonien im Tempel zu tun. Also wieder nichts mit Moralgesetzen.

Nein, Grasy, Dein unbiblischer Zorn auf die Heilighaltung des von Gott gesegneten und geheiligten Festtages hat Dich total verblendet.

Was Ersticktes mit der Beschneidung zu tun haben soll ist mir schleierhaft auch das Enthalten von Blut in dem Zusammenhang.


Ersticktes hat was mit Aas und Gesundheit zu tun, und im Blut steckte die religiöse Vorstellung vom Leben spendenden Gott. Blut gehörte zu Gott und nicht zum Menschen. Wer Blut isst, beraubt Gott. Genau so, wer Gottes heilige Zeit für eigensüchtige Zwecke missbraucht.

Und das meiden der Unzucht ist wieder klar moralisch


Das stimmt. Und das sollen Christen ja auch beachten, genau so wie die anderen moralischen Gebote.
Wer z.B. die 10 Gebote für abgeschafft erklärt, muss folgerichtig auch Unzucht für erlaubt erklären.
Beide sind von der gleichen Gesetzes-Gattung "moralisch".

Ich weiß nicht, was Deine Frau dazu sagen würde, wenn Du in Zukunft so leben würdest?

Lieber Grasy. Ich könnte mir hier die Fingerspitzen wund schreiben. Und dennoch würdesat Du Deine Meinung nicht um ein Jota ändern. Ich glaube fast, Du würdest selbst Jesus gegenüber erklären, dass er sein eigenes Wort falsch verstände, wenn er es nicht so verstände, wie Du es verstehst. Wer nicht will, wird auch nicht verstehen. "Wer den Willen Gottes tun will, (und nur der) wird erkennen, ob diese Lehre von Gott ist."

Liebe Grüße trotz allem, von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Sa 29. Mai 2010, 17:36

Hallo zusammen.
Hier ein paar weitere Auslegungen zu den Versen7-11 in Apg. 15:

Vers 7: Nach heftigen Wortwechseln stand schließlich Petrus auf und sagte: "Liebe Brüder! Ihr wisst doch, dass Gott mir schon vor langer Zeit aufgetragen hat, die rettende Botschaft auch denen zu verkünden, die keine Juden sind, denn auch sie sollen Gott vertrauen. 

Erklärung:

Die Teilnehmer des Konzils führten wohl eine hitzige Debatte über die Frage, was denn nun mit den Neubekehrten zu geschehen habe. Sie gerieten sich „in die Haare“. Und doch geschah alles unter der Leitung des Heiligen Geistes. Das können Ungläubige, Nichtchristen, einfach nicht verstehen. Sie meinen, Christen müssten sich immer und in allen Dingen einig sein. Offensichtlich aber benutzte hier der Heilige Geist solche harten Debatten, in denen es richtig „zur Sache“ ging, dazu, Gottes Pläne zur Ausführung gelangen zu lassen.

Dann endlich stand Petrus auf und tat seine Meinung kund. Mir erscheint hier Petrus als ein Mann von Autorität, aber er führt nicht den Vorsitz und er präsidiert auch nicht das Konzil. Er ist nicht der Erste vor allen Anderen..

In seine Rede kommt er auf das Cornelius-Ereignis zurück, das zu diesem Zeitpunkt wohl 10 Jahre oder länger zurück lag. Cornelius war heidnischer römischer Offizier. Niemand in seinem Haus war beschnitten. Und doch hatte die Gemeinde die ganze Familie akzeptiert, wie man in Kap. 11:1 – 18 nachlesen kann. Auch Petrus hatte sich damals von den pharisäischen Christen allerhand anhören müssen. Aber letztlich erkannte die Gemeinde doch in diesem Ereignis die Hand Gottes. Cornelius wurde auf- und angenommen. Aber in den Tempel durfte er trotzdem nicht.

Nun sage mir bitte niemand, Cornelius habe als Christ einen unmoralischen Lebenswandel geführt, habe am Sabbat auf dem Exerzierplatz herum kommandiert und sich weiterhin wie ein Römer benommen, die ja die Juden gerade wegen der Sabbatfeier zutiefst verachteten. Nein, Cornelius beachtete die biblische Lebensweise. Erfiel niemand unangenehm auf. Nur in den Tempel durfte/ging er als Unbeschnittener nicht, und Opfer brachte er dort auch nicht.

Er war das überragende Beispiel des Petrus für den Umgang mit Heidenchristen. Petrus verweist dann noch darauf, dass er als strenger und frommer Jude quasi das Mundstück Gottes gewesen war und es noch immer sei, den Nichtjuden das Evangelium zu verkünden.

Verse 8+9: Und Gott, der jedem von uns ins Herz sieht, hat sich zu ihnen bekannt, als er den Nichtjuden genauso wie uns den Heiligen Geist gab. 
9 Ja, Gott machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen: Er befreite sie von aller Schuld, als sie an ihn glaubten .


Erklärung:

Petrus betont, dass Gott jedem der anwesenden Christen ins Herz schaut, aber auch darüber hinaus jedem anderen Menschen. Und dieser allwissende Gott Israels hatte gehandelt. Er hatte die unbeschnittenen, gläubigen Heiden auf die gleiche Stufe wie die beschnittenen Juden gestellt. Mit anderen Worten: Die von den Judaisierern geforderte Beschneidung der Heidenchristen ist sinnlos. Sie stehen ja mit uns auf einer Stufe. Sie empfingen den Heiligen Geist. Das war für fromme Juden geradezu ungeheuerlich. Sie wähnten sich haushoch über den unbeschnittenen Heiden stehend, die sie als „Hunde“ ansahen, wie wir das aus der Begegnung Jesu mit der kanaanäischen Frau erkennen (Matth. 15: 21 – 28). Aber Gott hatte gehandelt, und die Gemeinde musste nun gemäß dem Handeln Gottes reagieren.

Das Handeln Gottes bezieht sich auf die Befreiung von aller Schuld. Es geht also um Versöhnung, nicht um „die Gebote halten“. Es geht um den Heilsweg. Gott hatte die Heidenchristen erlöst, ohne dass sie im Tempel die notwendigen Opfer brachten (die sie als Unbeschnittene ja auch gar nicht bringen konnten). Damit erklärt Petrus indirekt den bisherigen jüdischen Heilsweg als ausgelaufen oder abgeschafft. Jesus Christus, das wahre Opferlamm, ist der neue Heilsweg. Der Glaube an ihn ist das neue maßgebliche Kriterium, nicht mehr das Opfer des Priesters im Tempel. Jetzt reinigt dieser Glaube das Herz und nicht mehr das Opfer. Jetzt gab es einen „höheren“ Weg für die Reinigung des Herzens. Die Tempelzeremonien waren seit dem Tod Christi sinnlos, und damit die für die Zeremonien notwendige Beschneidung.

Gott hatte Petrus in Kap. 10:28 gezeigt, niemand mehr für „unrein“ zu erachten, und in Tit. 1:15 lernen wir, dass es jetzt um die Reinigung des Herzens und nicht die des Fleisches geht.

Dies war die Frage, um die es hier auf dem Konzil in Jerusalem ging. Gilt der Heilsweg der alttestamentlichen Zeremonialgesetzes weiterhin? Oder eröffnet uns Christus jetzt den eigentlichen, wahren Heilsweg des Glaubens?

Vers 10: Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern und diesen Brüdern eine Last aufbürden, die weder wir noch unsere Vorfahren tragen konnten? 

Erklärung:

Dass die Judaisierer den Heidenchristen mit der Beschneidung und den Versöhnungs- und Reinigungszeremonien im Tempel plus allerlei Zusatzgeboten eine Last auflegen wollten, die ihnen selbst zu schwer war, wir hier von Petrus deutlich gerügt. Die Lasten, die sie selbst nicht tragen konnten, sind nicht , wie das oft lautstark behauptet wird, die moralischen Anweisungen der Bibel. Von ihnen sagt Johannes: Deine Last ist leicht (also keineswegs untragbar), sondern die zeremoniellen Vorschriften, die mit Versöhnung und Sündenvergebung zu tun hatten. Diese Vorschriften waren ja im Grunde auch nur Lehrstücke, an denen der Gläubige lernen sollte, wie schrecklich die Sünde ist. Und sie waren Symbole, die auf das wahre Opfer Jesu am Kreuz hinwiesen.

Mit den Worten: Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern? (versuchen, nach LU) greift Petrus in bewährter jüdischer Tradition auf Beispiele aus alter und neuer Zeit zurück. Als „Herausfordern Gottes“ oder „Versuchen Gottes“ galt z.B. das Murren Israels in der Wüste gegen die gottgegebenen Führer (Hebr. 3:9), die Herausforderung Christi in der Wüste, die die feurigen Schlangen über das Volk brachten (1. Kor. 10:9). Auch Ananias und Saphira forderten in Apg. 5:9 Gott heraus. In gleicher Weise sieht Petrus hier das Handeln der Judaisierer als Herausforderung Gottes an, das die Gemeinde unbedingt zurück weisen muss.

Mit dem Wort vom untragbaren Joch bezieht sich Petrus direkt auf Jesus in Matth. 23:4, wo er die Vorschriften der Pharisäer als solche bezeichnet. Dagegen steht die leichte Last, die Jesus auflegt in Matth. 11: 28 – 30. Auf diese Judaisierer und ihre Lehre von der Notwendigkeit der Beschneidung mit allen Folgen bezieht sich dann später Paulus in Gal, 5:1.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Reginald 32 » Sa 29. Mai 2010, 20:06

Hallo zusammen. Hier geht es jetzt bis Apg. 15:16:


Vers 12: Alle schwiegen und hörten Barnabas und Paulus gespannt zu, als sie berichteten, wie viele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte

Erklärung:

Bevor Petrus zu Cornelius ging, hatte er seine starken jüdischen Vorurteile, die wiederum mit den zeremoniellen jüdischen Reinheitsgeboten zusammen hingen, mit Hilfe des Gesichtes überwinden müssen. Nun hatte er seine Rede vollendet. Die hitzige Debatte lebte nicht mehr auf. Die Judaisierer waren für den Moment zum Schweigen gebracht worden, doch wie wir aus dem Galaterbrief wissen, dachten sie nicht einmal daran, ihr Vorurteil auf zu geben, geschweige denn sich an den Beschlüssen des Konzils zu orientieren. Man sieht daraus, dass alle noch so guten Argumente, Beispiele und Erfahrungen nutzlos sind, wenn sich in einem Menschen ein Vorurteil festgesetzt hat. Noch schlimmer wird es, wenn dahinter eine „sektiererische“ (LU zu V. 5) methodische Glaubensüberzeugung steckt.

Offensichtlich hatten Paulus und Barnabas bis zu diesem Augenblick in dieser Versammlung noch kein Wort gesprochen. Nun aber sprachen sie über ihre Erfahrungen, nicht nur in Antiochien, sondern über alle Erfahrungen ihrer ersten großen Missionsreise. Sie erzählten alle Erlebnisse, berichteten vom Eingreifen Gottes und der Bekehrung vieler heidnischer Menschen, die dann anschließend ohne Beschneidung den gleichen Heiligen Geist empfingen wie die aus der Beschneidung.

Die Zeichen und Wunder geschahen, wenn man den Reisebericht in Apg. 13 + 14 liest, nicht nur unter den Heiden, sondern auch unter den Juden, in deren Synagogen sie predigten. Und was war der Inhalt ihrer Predigt? In Apg. 13: 38 +39 geht es um das Neue, das in der christlichen Botschaft steckte: Vergebung der Sünden durch Jesus Christus und nicht mehr durch „das Gesetz Moses“. Da Paulus und Barnabas aber diese Predigt am Sabbat hielten, kann er die moralischen Gesetze, z.B. das vierte Gebot, nicht gemeint haben mit dem Begriff „Gesetz Moses“. Es geht vielmehr um den Teil des Gesetzes, der sich mit der Sündenvergebung beschäftigt, also um die zeremoniellen Opfervorschriften..
Es wird hier in Kap. 15 nun nicht explizit berichtet, dass Paulus vorlas, was wir in Kap. 13 lesen können, aber es sit mit Sicherheit davon aus zu gehen, dass er das genau so in Jerusalem berichtete.

Vers 13 + 14: Dann stand Jakobus auf: "Liebe Brüder!", sagte er. Simon Petrus hat eben erzählt, wie Gott selbst begonnen hat, unter den Nichtjuden ein Volk zu sammeln, das ihm gehört.

Erklärung:

Nun erhebt sich Jakobus. Er war der Halbbruder Jesu und anerkannter Leiter der Gemeinde Jerusalem. (in Jerusalem hat man sogar sein Ossuarium gefunden) Er galt damals als sehr konservativer Judenchrist. Vielleicht hatten die Judaisierer sogar im Stillen mit seiner Zustimmung zu ihren Forderungen gerechnet. Jakobus ignoriert den äußerst heftigen Disput, der bis zur Rede des Petrus stattgefunden hatte. Er nennt die Anwesenden einfach: „Ihr Männer, liebe Brüder“. Und das trotz des heftigen Grundsatzstreites!

Und Jakobus macht nun einen Vorschlag: Er sagt, dass das Eingreifen Gottes bei der Bekehrung des Cornelius ein allseits anerkanntes Ereignis war. Gott fängt an, sein Volk auch aus den Nichtjuden zu ergänzen. Er fügt unbeschnittene Heidenchristen seinem Volk hinzu.

Das erfordert für Juden ein völliges Umdenken. Ein Herabsteigen vom Thron der Auserwählten.
Eine völlige Abkehr vom alten, lieb gewordenen Heilsdenken.

Auch die bekehrten Heiden gehören jetzt, so, wie sie sind, zum auserwählten Volk, das sich Gott selbst sammelt. So sieht das Paulus später auch in Röm. 9:26. Gott füllt die Lücken in seinem Volk, die dessen Unglaube auf weiten Strecken gerissen hat, nun durch Heiden auf. Und dabei fragt er nicht mehr nach deren Beschneidung. Was jetzt zählt, ist der Glaube an Jesus. Der Glaube der Juden: „Nur wir allein sind das Volk Gottes“ hat sein Ende erreicht. Jetzt ist ein Neues geworden. Weil die alttestamentlichen Merkmale des auserwählten Volkes, nämlich die Beschneidung, der Tempel und die dafür geltenden Gesetze nun durch Gottes sichtbarem Eingreifen ihr Ende gefunden haben, gelten sie natürlich nicht mehr.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, welch ein dramatischer Augenblick im Leben eines frommen Juden dieser Tag war. Ab jetzt (oder eigentlich ab Cornelius, doch das wurde wohl damals noch nicht so aufgefasst) gelten neue Maßstäbe für das, was „Gottes Volk“ ist.

Vers 15 + 16: Das sagen ja schon die Propheten, denn es heißt bei ihnen:  Danach werde ich, der Herr, mich meinem Volk wieder zuwenden und das Reich König Davids wieder aufbauen. Jetzt gleicht es zwar einem zerstörten Haus, doch dann richte ich die umgestürzten Wände wieder auf.

Erklärung:

Jakobus ergänzt seine Worte: Schon die alttestamentlichen Propheten haben auf diesen Tag geschaut. Er beruft sich auf Amos 9: 11 + 12 nach der Septuaginta. Die alten Propheten haben vorausgesehen, dass nun die Zeit gekommen ist, wo die Lücken, die der Unglaube in Israel gerissen hat, aufgefüllt werden mit gläubigen Menschen aus nichtisaelitischen Völkern. Und ich füge hinzu: Dieser Vorgang hält bis heute an. Jesus als der Gute Hirte sammelt die eine Herde, die bereit ist, wenn er wiederkommt.

Das Zitieren aus der Septuaginta und nicht aus dem masoretisch-hebräischen Text hat unter Bibelforschern die Frage aufgeworfen, ob vielleicht das ganze Jerusalemer Konzil auf Griechisch abgehalten wurde. Unmöglich erscheint dies nicht, denn die meisten palästinischen Juden waren zumindest zweisprachig oder sogar dreisprachig. Auch die anwesenden Christen aus Antiochien sprachen Griechisch. Ob der anwesende Grieche Titus aramäisch verstand, scheint zumindest zweifelhaft. Außerdem ging es auf diesem Konzil um Griechisch sprechende Menschen.

Es kann natürlich aber auch sein, dass die Konzilssprache aramäisch war. Es ging ja hier um ein eigentlich und zutiefst jüdisches Anliegen, dass die jüdischsten unter den Judenchristen aufgeworfen hatten. Lukas kann sein Zitat auch aus der anderen Version des AT genommen haben, die der LXX entsprach und heute nur noch in Bruchstücken erhalten ist..

Jakobus' Zuhörer konnten sicher auch noch aus dem Gedächtnis weitere Stellen hinzu fügen, wie es später Paulus in Röm. 15 tat. Jedenfalls legt Jakobus den fraglichen Text im Hinblick auf die beginnende christliche Mission aus. Dadurch, dass viele bekehrte Heiden zur Gemeinde stoßen, wir „die Hütte Davids“, also das Volk Gottes wieder erbaut, ergänzt und vervollständigt.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 11:37

So ihr Lieben, komme endlich dazu meine Erklärungen zu 2. Korinther 3 von hier fortzusetzen! :)

Wie wir gesehn haben, wird auch in Moses der Blutbund nicht auf Grund zweier Steintafeln abgeschlossen ist, sondern auf Grund eines Buches: "Und er nahm das Buch des Bundes ... Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte."

Lesen wir mal die Verse 6-9: "Gott der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben? Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit."

Gilt den Dienern des neuen Bundes nach obigen Text der Inhalt der 10 Gebote nicht mehr?

Ich will das nicht selbst beantworten, sondern lasse Gottes Wort an meiner Stelle sprechen:

Hebräer 8,7.10: "Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein."

Hier wird von zwei Bünden gesprochen, von einem schwachen Bund (einer der nicht untadelig war) und von einem starken Bund (welcher dann dafür untadelig ist!

Was sind nun die Hauptmerkmale dieser zwei Bündnisse?

Da steht beim neuen Bund: "Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben!"

Ist es nicht eigenartig, das Gott hier sagt: "Mein Gesetz"?

Es stellt sich also die Frage, welches Gesetz und dazu steht jetzt in 2.Korinther 3 das dieses Gesetz in das Herz der Gläubigen gegeben wird: "... nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen."

Also bei den irdischen Bündnispartnern des neuen Bundes ist das Gesetz auf die Tafeln des Herzens fest verankert, eingegraben mit dem Finger Gottes: "... geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes."

Im alten Bund haben sich die irdischen Bündnispartner nicht an die Vorgaben Gottes gehalten, Hebräer 8,9: "Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet."

Also was nun? Sagt Gott mit dieser Aussage, das er sein Gesetz aufgehoben hat? Nein, genau das sagt er eben nicht, sondern er sagt, das man nicht darauf geachtet hat!

Gibt das jetzt eine Veränderung im neuen Bund bezüglich der Beachtung? Nein, es gibt nur eine Veränderung der Verankerung! Das was im alten Bund den Menschen auf Stein gegeben war, das ist im neuen Bund dem Menschen in Sinn und Herz geschrieben!

Wir können also im direkten Vergleich feststellen, das sich nicht der Sinn der Worte verändert hat, sondern der Ort der Aufbewahrung: "Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein."

Römer 2,13: "Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein."

Also nicht die sind in den Augen Gottes gerecht, die das Gesetz zwar vor Augen haben, aber es dabei belassen, sondern die es dann auch als Herzenssache tätigen!

Wir lesen dazu weiter in Römer 2,21-26: "Du lehrst nun andere und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man solle nicht stehlen, und du stiehlst? Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du verabscheust die Götzen und beraubst ihre Tempel? Du rühmst dich des Gesetzes und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes? Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5). Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist, meinst du nicht, dass dann der Unbeschnittene vor Gott als Beschnittener gilt?"

Wir sehen in diesem Text, welches Gesetz Gott in die Herzen der Menschen des neuen Bundes schreiben wird und es ist inhaltlich der Text der 10 Gebote!

Der Text sagt uns auch, das nicht die fleischliche Beschneidung vor Gott gilt, wenn man aber im gleichen Atemzug die 10 Gebote missachtet, aber im Gegenzug ist jeder fleischlich Unbeschnittene im Sinne Gottes ein Beschnittener, wenn er dennoch die Gebote Gottes beachtet!

Also vor Gott ist der ein Beschnittener, in dessen Herz und Sinn das Gesetz Gottes den ersten Platz einnimmt!

Sind also nun diejenigen, die da sagen: "Die 10 Gebote sind nicht mehr verbindlich für Christen!" Beschnittene in den Augen Gottes? Die biblische Antwort dazu ist eindeutig und lautet 'nein', denn es steht ja nicht in ihrem Herz und Sinn, es ist dort nicht verankert, Römer 2,28.29: "Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht."

Wir können also Gesamtinhaltlich feststellen, das es im Sinne Gottes zwei Völker der Juden gibt:

1. Juden sind die, die es rein äußerlich dem Fleische nach sind und an diesem auch beschnitten wurden!

2. Juden sind die, die es innwendig dem Herzen sind und auch an diesem beschnitten sind!

Beide haben die 10 Gebote, aber nur eine Gruppe beachtet diese auch! Und nur die Beachter sind wirklich Gottes Volk! Und der Text sagt auch, das die Beachter sowohl aus fleischlich Beschnittenen, sowie fleischlich Unbeschnittenen besteht, dieses aber völlig belanglos ist! Einzig was zählt ist die Herzensbeschneidung: "Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein."

Wenn wir im alten Testament genau lesen, dann war zu der fleischlichen Beschneidung auch die Herzensbeschneidung schon vorgegeben, so lesen wir in Josua 22,5: "Achtet aber nur genau darauf, dass ihr tut nach dem Gebot und Gesetz, das euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und wandelt in allen seinen Wegen und seine Gebote haltet und ihm anhangt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele." und jeder der am Herzen beschnitten war könnte von sich behaupten, Psalm 40,9; "Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen."

Die ganze Heilige Schrift ist sich durchgehend dahin einig, das die Gebote Gottes durch die Bank ihre unveränderte Gültigkeit haben, lediglich der Ort der Bewahrung kennzeichnet die wahren und die falschen Freunde Gottes!

Denjenigen die das Gesetz Gottes rein formell vor Augen haben, aber es dann dennoch nicht beachten, denen ist dieses ein Dienst des Todes und der Verdammnis, denn sie sehen es zwar, aber es ist ihnen keine Herzenssache, sondern nur eine auferlegte Pflicht und dieses mehr lästig als nützlich! Es steht also nur auf Stein, aber das Herz steht nicht dazu!

Und darum mußte auch Gottes Volk im AT so einiges über sich ergehen lassen, Hesekiel 20,15.16: "Doch ich erhob meine Hand in der Wüste und schwor ihnen, sie nicht in das Land zu bringen, das ich ihnen bestimmt hatte, das von Milch und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern, weil sie meine Gesetze verachtet und nicht nach meinen Geboten gelebt und meine Sabbate entheiligt hatten; denn sie folgten den Götzen ihres Herzens nach."

Die fleischlich Beschnittenen haben sich durch ihr Verhalten zu Unbeschnittenen gemacht, zu Herzensunbeschnittenen!

Doch was bedeutet das Wort, wo in 2.Korinther 3,7-11 geschrieben steht: "Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben? Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit. Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit. Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt."

Steht hier nicht ganz deutlich, das die in Stein geschriebenen Buchstaben in ihrer Herrlichkeit aufhörten, weil eine andere Herrlichkeit an ihre Stelle getreten ist?

Auch müßen wir uns dem vermeintlichen Widerspruch stellen, das Gott dem alten Bundesvolk ein Amt auferlegt hatte, welches zur Verdammnis führte, aber dennoch Herrlichkeit besaß!

Auf diesen vermeintlichen Widerspruch will ich direkt in meinem nächsten Beitrag eingehen!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Beitragvon SunFox » So 30. Mai 2010, 14:21

Da ich nicht weiß, ob sich zu meinem letzten Beitrag andere Beiträge dazwischen schieben, gebe ich als Link zu erkennen, das es sich um eine Fortführung des bisherigen handelt und in diesem Fall von hier! Also man sollte alles im Zusammenhang lesen (wenn es auch ein bisschen Arbeit bedeutet, es dient rein der Wahrheitsfindung)!

Also die Frage die sich stellt ist die, ob Gott dem Bundesvolk des AT ein Amt auferlegt hat, welches unweigerlich zur Verdammnis führte?

2.Korinther 3,7.9: "Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war ... Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt"

Wenn wir den guten Paulus jetzt wörtlich nehmen, dann sagt er doch damit: "Die 10 Gebote mit ihrem Inhalt brachten im alten Bund den Tod, sie führten direkt in die Verdammnis!"

Also jetzt mal ganz ehrlich, will das einer glauben, das es so gemeint ist?

Wenn man das nämlich genau so auslegt, dann kommt man freilich nun zum Schluss, das die 10 Gebote inhaltlich aufgehoben sind!

Gott gibt dem alten Bundesvolk das Gebot: "Du sollst nicht töten!" und wenn man es beachtet (wenn man also nicht tötet), dann brachte einem das Tod und Verdammnis ein?

Gott gibt dem alten Bundesvolk das Gebot: "Du sollst Vater und Mutter ehren!" und wenn man es beachtet (wenn man seine Eltern ehrte), dann brachte einem das Tod und Verdammnis ein?

Genau das würde nämlich die Auslegung des auferlegten Amtes bedeuten, die hier einige vertreten und warum ist dem so? Man hat sich keine Gedanken darüber gemacht, was der unweigerliche Rückschluss sein muß!

Ja, der gute Paulus ist in seinen Äußerungen schon recht schwer zu verstehen, wo er aber auf der anderen Seite doch recht deutlich und klar ist!

Ja was bringt denn nun Tod und Verdammnis?

Also ich denke wir können wohl festhalten, das Nichttöten und Elternverehrung (wie es die 10 Gebote fordern) nicht zu Tod und Verdammnis führen, denn dieses wäre absurd, denn dann müßte ja im Gegenzug die Tötung von Menschen und die Verachtung der Eltern ewiges Leben einbringen! ;)

Also muß Paulus mit seiner Aussage logischer Weise etwas vollkommen anderes gemeint haben!

Wie kommen wir nun zur Lösung des Problems?

Lesen wir dazu wieder aus 2.Korinther 3 und dort den zweiten Teil von Vers 9: "... wie viel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit."

Was ist das Amt, welches zur Gerechtigkeit führt?

Markus 14,24: "Und Jesus sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird."

Matthäus 26,28: "Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden."

Jesus sagt hier nichts anderes als wie: "Mein Amt hier auf Erden ist, das ich für viele mein Blut vergiesse, damit ihnen ihre Sünden vergeben werden!"

Das Amt des Blut vergiessens hat sich mit Jesus verändert, welches ja im alten Bund nur Tierblut gewesen ist, aber letztendlich nicht von Sünde befreien konnte!

Dieses Amt wurde zwar im alten Bund mit aller Herrlichkeit und Feierlichkeit vollzogen, es blieb aber dennoch ein Amt der Schwäche!

Aber wofür wurde denn dieses schwache Amt vollzogen?

Wenn man das was man in Stein geschrieben war vor sich hatte missachtete!

Wurden nun durch dieses schwache Amt die 10 Worte der zwei Steintafeln ungültig, oder bestättigt?

Und gleich als Zusatzfrage, wird nun durch das bessere Amt Jesu die 10 Worte der zwei Steintafeln ungültig?

In Matthäus 26,28 heißt es: "Blut vergossen zu Vergebung der Sünden!"

Hört sich das nach einer Aufhebung der 10 Gebote an?

Paulus meint also niemals, das die 10 Gebote aufgehoben sind, sondern das der Verstoss gegen eben diese in ihrer Sühne eine Veränderung gefunden haben, 2.Korinther 3,10.11: "Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit. Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt."

Wer im alten Bund die Worte der zwei Steintafeln missachtete, dem brachte dieses Tod und Verdammnis ein, wenn er nicht die Herrlichkeit des Opfers erbrachte, welche durch die Priester im Heiligtum vollzogen wurde!

Wer im neuen Bund die Worte der zwei Steintafeln missachtet, dem bringt dieses Tod und Verdammnis ein, wenn er nicht die Herrlichkeit des besseren Opfers für sich in Anspruch nimmt, welches Jesus als Priester Gottes für uns vollzogen hat!

Wir haben gesehen, das sowohl im AB wie auch im NB die 10 Worte der zwei Steintafeln auch im Herzen verankert sein müßen, ja es ist sogar mit Heilsnotwendig!

Führt dieses aber nicht unweigerlich zu einer Werksgerechtigkeit?

Wir müßen festhalten, das es eine Werksgerechtigkeit garnicht gibt, denn es heißt in Römer 3,10: "Wie geschrieben steht: Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer."

Also wie bitte soll es eine Werksgerechtigkeit geben, wenn doch alle Sünder sind und es dazu in Hebräer 9,22: "Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung."

Es gibt also keine Werksgerechtigkeit, denn im AB mußte Blut vergossen werden für die Missachtung der Gebote Gottes und im NB hat Jesus sein Blut vergossen für die Verstösse gegen die Gebote Gottes, und darum heißt es folgerichtig auch in Hebräer 9,18: "Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet."

Mit Jesus wurden also nicht die 10 Gebote aufgehoben, sondern mit Jesus wurde ein besseres Amt der Vergebung gestiftet! Das erste Vergebungsamt stand in aller Herrlichkeit, war aber dennoch schwach, 2.Korinther 3,11: "Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt."

Das tägliche Opfer wurde ersetzt durch ein einmaliges Opfer, somit hat die erste Herrlichkeit aufgehört und die zweite Herrlichkeit ist für die Ewigkeit!

Hebräer 9,11-14: "Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist. Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!"

Was sind nun die totbringenden Werke, von denen uns Jesus reinigen möchte?

Wenn ich gegen die Gebote Gottes verstosse, dann bringt mir das den Tod ein, es wird mir als Sünde zur Last gelegt, ja das Gesetz verklagt mich: "Du bist des Todes, weil du mich nicht beachtet hast!"

Was hat die Anklage bereinigt?

Im AB das Blut von Tieren!

Im NB das Blut von Jesus!

Hebt nun die Bereinigung die Gebote Gottes deswegen auf?

Römer 3,31: "Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf."

Wir sehen also, das der Gläubige das Gesetz Gottes in vollem Umfang aufrichtet, und wo? In seinem Herzen!

Der Umstand das man dieses Gesetz auch in Worte fassen kann ist rein logisch, denn könnte man eine Forderung nicht in Worte aussprechen oder niederschreiben, dann wäre das Gesetz garnicht vorhanden! Somit heißt es also auch folgerichtig, das es dem Gläubigen ins Herz geschrieben ist! Und das was einem ins Herz geschrieben ist, das ist Lebensgrundlage!

Entgleitet man hier oder da mal dieser Lebensgrundlage, dann tritt das Blut Jesus dafür ein, ein Tieropfer würde nutzlos sein, da ersetzt und genau weil wir als Gläubige darauf bauen, ist unsere Hoffnung das ewige Leben und nicht Tod und Verdammnis!

Somit ist Jesus der einzige Weg der Schuldbefreiung und genau dieses fehlt den Juden, sie beachten das Gesetz Gottes (10 Gebote), haben aber für ein entgleiten aus diesen keine Vergebung!

2.Korinther 3,14-17: "Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn die Israeliten es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit."

Es geht hier also nicht um eine Gesetzesaufhebung, sondern um die Anerkenntnis Jesu und seines besseren Opfers!
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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