Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » So 14. Feb 2010, 20:55

Thelonious hat geschrieben:In diesen hier von Tiktak angesprochenen Fällen von Kindesmißbrauch, geht es um ganz konkrete (selbstverständlich schwerwiegende) Schuld einziger, es geht also um Einzeltäter. Bei der Verhängung der Todesstrafe für Apostasie geht es um das System, nämlich die Schari'a. Siehst Du den Unterschied nicht? Ist dieses für Dich tatsächlich eine einseitige Betrachtungsweise, Taube?
...

Ich sehe vor allem eines, dass Du Verhältnisse nicht betrachtest. Wir haben einen real existierenden Islam, in dem dieses System nicht angewendet wird. Wir haben allerdings eine stark zunehmende Tendenz eines extremistischen Islams. Aber unter den 1,2 Mrd. Moslems weltweit wird noch nicht die Mehrheit unter diesem Regime leben und es auch kaum wollen. Also bitte nicht den real existierenden Islam verwechseln mit lionnes Bild Artikeln.

Das würde nämlich auch helfen, wieder einmal die wirklichen Probleme etwas neutraler anzugehen, die Livenet hier zur Diskussion stellt. Vielleicht wäre es mal gut, den zuständigen Moderator darauf hinweisen, dass dieser Thread eigentlich nichts mehr zu tun hat, mit den Eingangsfragen. Zudem würde die Differenzierung auch den hiesigen Moslems helfen, sich nicht nur als Feinbilder da zu stehen, was ihnen auch helfen kann, sich gegen die Extremisten zu stellen.
Werden nämlich alle Moslems in die gleiche extreme Schublade gesteckt, können sie sich ja gar nicht mehr abgrenzen, sie sind ja in den Augen der anderen einfach Extremisten.

Man könnte aus diesem Thema einiges mehr machen, als einfach Boulevardzeitungsarktikel verlinken.

Ich finde wirklich, dass eine Differenzierung auch hilft, die wirklichen grossen Gefahren dieses extremen und unmenschlichen Islamismus besser zu lokalisieren und zu bekämpfen. Die Verallgemeinerung trägt nur dazu bei, diffuse Ängste zu schüren: Antworten gegen diesen aggressiven Islamismus können dann nicht mehr gefunden werden.

Gruss Taube


PS
Wenn jemand von Pfaffen redet wäre es an Dir, angebrachte Formulierungen zu finden und nicht einfach alles zu übernehmen.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Thelonious » So 14. Feb 2010, 21:05

Was ich dich die ganze Zeit versuche herauszustellen, dass es diesbezüglich nicht um
Taube hat geschrieben:Moslems in die gleiche extreme Schublade stecken
geht, Taube. Sondern um diese menschenrechteverachtende Schari'a! Jetzt besser verstanden?

Gruß
Thelo

PS. Wie kommst Du auf
Taube hat geschrieben:einfach Boulevardzeitungsarktikel verlinken
? Meine Verlinkungen bezogen sich auf die IGFM.
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
(Benedikt Peters )
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » So 14. Feb 2010, 21:14

Dieser Thread sucht positive Antworten zu geben auf einen Islam, der unter Druck steht. Der Autor dieses Livenet Artikels weiss darum, dass es nicht um die Aufzählung von den Gräueltaten der anderen geht, sondern um einem konstruktiven weiterführenden Beitrag aus christlicher Seite. ...und solche Bild Artikel sind nun mal gemacht um kollektive Empörung und Abscheu hervorzurufen, und meist bleibt es dann auf dieser Stufe. Aber es muss weitergehen, falls man wirklich etwas diesem Extremismus entgegen halten will.

Gruss Taube
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 14. Feb 2010, 22:27

Taube hat geschrieben: ...und solche Bild Artikel sind nun mal gemacht um kollektive Empörung und Abscheu hervorzurufen, und meist bleibt es dann auf dieser Stufe. Aber es muss weitergehen, falls man wirklich etwas diesem Extremismus entgegen halten will.

Gruss Taube

Das sehe ich aber anders. Wo bleibt 'die kollektive Empörung und Abscheu'? Wenn ich von den 'Reaktionen' hier im Forum bezüglich des Inhalts des 'Bild'-Artikels auf die Oeffentlichkeit schliessen sollte, dann ist dazu zu sagen: kein Rauschen im Blätterwald, keine Stellungnahmen, keine nennenswerten Reaktionen, nichts...

Ja, Taube, es muss weitergehen - keine Frage. Die Frage ist nur wie?
Bei dem fraglichen Foto (aus dem Bild-Artikel) handelt es sich nicht um 'Extremismus', sondern um die ganz normale Anwendung des islamischen Rechts (Scharia) in einem islamisch dominierten Land.

Offenbar regt man sich hier im Forum mehr über die Quelle 'Bild' auf (ist auch nicht gerade meine Lieblingszeitung!) als über den Inhalt der Meldung.
Ich habe hier im Thread etliche sehr gute, interessante Meldungen gepostet, die sehr wohl zu einer konstruktiven Islam-Diskussion hätten führen können, wenn man denn wirklich an einer solchen interessiert wäre....

Also bitte, Taube, übernehmen Sie - starten Sie mal die Islam-Diskussion nach Ihrem Gusto!

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 15. Feb 2010, 07:33

Wolfi hat geschrieben:...
Da finde ich den Kleider- und Frisurenzwang, der da gewissen jüdischen Kinderkreisen angetan wird, weit bedenklicher. Wenn wir schon mal so viele Muslime bei uns in der Schweiz (Deutschland, Österreich) beheimatet sind, wäre es da nicht angebracht, da und dort öffentliche Gebetsecken einzurichten?- Immerhin sollten die Muslime doch ein paar mal während des Tages die Gelegenheit haben, ihrem Glauben nachkommen zu dürfen ...
Na, was meint Ihr; wäre dies mal ein Ansatz für eine Islam-Diskussion?
lg, wolfi

Aber ist das tatsächlich das Entscheidende, was für Frisuren und Kleider die Leute haben? Sind wir da nicht auch auf dem Nebengeleise?

Das mit den Gebetsecken finde ich einen guten Vorschlag. Es hat z.B. einen Gebetsmöglichkeit im Zürcher Hauptbahnhof, der für alle Religionen offen ist. Das sieht man auch, dass zwischen den Religionen ein unverkrampfteres Verhältnis herrsche als gemeinhin angenommen: Da betet halt auch ein Moslem neben einem Juden und auch noch ein Christ ist dort. Solche Orten sind schon vertrauensfördernd.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 15. Feb 2010, 09:04

Wolfi hat geschrieben:...So finde ich's durchaus gerechtfertigt, dass zum Beispiel Kinder Turn- und Schwimmunterricht in der gleichen Art zu besuchen haben, wie wir dies bei uns so kennen.
...

Ja, sicher, ist dies ein Muss und sollte auch an öffentlichen Schulen konsequent durchgesetzt werden. Sollen halt die Mädchen mit Kopfttuch und Ganzbadeanzug schwimmen, sollte ja nicht stören.
Ich weiss allerdings nicht, wie es an jüdischen Schulen gehandhabt wird. Wie dort der Schulplan aussieht. Wenn es Moslems wünschen, sollen sie halt auch Schulen gründen, wie es der jüdischen Bevölkerung zugestanden wird.

Was aber noch dazu kommt, ist der Fakt, dass es auch Moslemfamilien hat, welche nur vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen haben (meist aus Asylverfahren). Die Kinder gehen zwar in die Schule, aber die Eltern wollen nicht, dass die Kinder mit allem konfrontiert werden, solange noch nicht entschieden ist über eine Asylgewährung. Es ist schlicht und einfach mal nötig, dass diese Verfahren schnell abgeschlossen werden, nicht indem man die Rechtsmittel kürzt, sondern dass man die Verfahren beschleunigt. Es sollte doch möglich sein, dass die Gerichte so leistungsvoll ausgestattet werden, dass die Verfahren schnell abgewickelt werden.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 15. Feb 2010, 09:14

Zwei Fragen, die mich noch interessieren, wie es andere sehen. Die Fragen sind aus dem Livenet Artikel, der im Eingangsbeitrag genannt wird:

- Was können Schweizer Christen tun, damit in ihrer weitgehend säkularen Gesellschaft – und inmitten der laufenden Debatten – Gespräche mit Muslimen über die Gnade und Liebe Gottes zustande kommen?

- Wie verbinden Christen den Auftrag, das Evangelium der Versöhnung mit Gott durch Christus allen Menschen nahezubringen, mit dem Engagement für eine freiheitliche Gesellschaft, welche Gottesfurcht und religiös geprägte Lebensstile respektiert?


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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mo 15. Feb 2010, 12:52

Taube hat geschrieben:Zwei Fragen, die mich noch interessieren, wie es andere sehen. Die Fragen sind aus dem Livenet Artikel, der im Eingangsbeitrag genannt wird:

- Was können Schweizer Christen tun, damit in ihrer weitgehend säkularen Gesellschaft – und inmitten der laufenden Debatten – Gespräche mit Muslimen über die Gnade und Liebe Gottes zustande kommen?

- Wie verbinden Christen den Auftrag, das Evangelium der Versöhnung mit Gott durch Christus allen Menschen nahezubringen, mit dem Engagement für eine freiheitliche Gesellschaft, welche Gottesfurcht und religiös geprägte Lebensstile respektiert?


Gruss Taube


Gute Kontakte pflegen zu Muslimen. An Quartierverantstaltungen aufeinander zugehen. Austauschen und auch aufzeigen das Jesus nie diese Gewalt lehrte die zum Teil praktiziert wird. Aufzeigen was es bedeutet jemanden mit einer anderen Glaubensrichtugn zu respektieren auch wenn man mit Ihm nicht einer Meinung ist und es eben Unterschiede gibt in den zwei Religionen die ein gegenseitiges respektieren zulassen aber nicht ein eins sein.

Mit Ihnen auch das Gespräch suchen wie sie über diese Attentäter denken. Ihnen aber auch aufzeigen wieso man solche Dinge nicht gutheissen kann und wo man Mühe hat damit. Aufzeigen wie eben auch die Schweizer denken und wieso sie nicht bei allem einfach nur ja und Amen sagen.

Dort wo ich lebe funktioniert dies eigentlich recht gut zumindest besser als es gestern wieder hier funktionierte, ich war echt sprachlos als ich heute wieder vorbeischaute und musste so einiges an persönlichen Debatten und Angriffen löschen.

Ich sage es zum letzten mal lasst die persönlichen Angriffe. Und nochmals es ist nicht ein Angriff auf die Muslime generell wenn man einen Artikel über ein Attentat oder Steinigung postet sondern es geht darum wie wir Christen, Muslime, Juden, Ungläubige damit umgehen und was wir für Lösungsansätze haben für solche Probleme. Nicht posten und wegsehen und nicht darüber diskutieren, ablenken usw. sind sicher nicht angebracht. Ich habe die gerechtfertigte Kritik zum Teil stehen lassen aber dieses dauernde Hick Hack habe ich gelöscht.

So und jetzt auf ein neues ich gebe die Hoffnung nicht auf das es ohne Ablenkung auf AT, ohne persönliche Angriffe ohne Unterstellungen konstruktive Vorschläge geben wie man in Angesicht eines Iran, Afghanistan usw. in Frieden mit den Muslimen hier zusammenleben können. Was müssen wir tun und was müssen sie bringen damit es möglich ist das auch in Zukunft der Frieden gewahrt ist?

Einige in unserem Land meinen das wir uns mehr anpassen sollten andere meinen das ist nicht nötig und was wäre dann der Mittelweg in der Forderung an die Muslime und dem zeigen das sie Willkommen sind? Die Rechte des Landes einhalten und die Bereitschaft der Bevölkerung denen eine Heimat zu geben die den Frieden suchen und sich von der Gewalt und allem was Gewalt fordert zu distanzieren?

Und wie kann man das Staatlich umsetzen, fördern oder eben auch auf persönlicher Ebene?

Ich persönlich glaube das in Anbetracht der Situation in Ländern wie dem Iran oder auch in anderen Ländern wo zum Teil Christliche Menschen unterdrückt werden, wo man verbissen gegen alles Westliche kämpft, die Integration sehr erschwert wird, gerade für Menschen die eben aus solchen Länder stammen. Ich persönlich kenne Menschen aus dem Iran aber das sind eben auch solche die man im Iran verfolgen würde, aufgrund Ihrer Haltung gegenüber dem Regime und dem Koran, solche sind gut zu integrieren aber wie schaffen wir es mit denen die eben nicht diese Kritische Haltung haben? Die zum Teil Dinge einfordern die in Ihren Ländern Standard sind? Die auch mal bei einem Prediger der das ganze System im Westen auf den Kopf stellen wollte mitlaufen? Wie erreichen wir diese und wie hat der Staat die Kontrolle das solche Prediger eben nicht ins Land kommen?

Es nützt ja nichts wenn wir die Zeitungsartikel aus den Ländern die diese Leute stammen ignorieren, dies heisst sicher nicht zu sagen alle die von dort kommen denken so und alle in einen Topf werfen aber eben auch schauen das wenn solche Extreme bei uns ankommen sie nicht einen Boden vorfinden wo sie Ihr Ideen in die Tat umsetzen können. Das ist sehr wohl die Aufgabe nicht nur von Christen hier hinzuschauen und nicht weg zu schauen und Lösungen gemeinsam zu finden.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 15. Feb 2010, 14:53

Was können Christen tun?
Um es mit den Worten von Ernst Schrupp zu sagen:

"Dem Islam können wir nicht folgen - aber den Muslimen gebührt unsere Liebe, unsere Achtung und unsere Fürbitte." Ich würde noch dazufügen "Denn Gott will das alle gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen".

Vielleicht wäre es an dieser Stelle auch mal angebracht zu sagen, dass viele Christen seit langem mit fundierten Beiträgen, Vorträgen, Büchern, etc. verschiedene Aspekte der Herausforderung durch den Isalm und auch Wege aufzeigen, dem Islam und den Muslimen konstruktiv und fair zu begegnen.

Nicht nur Christen sind gefordert, wir alle sind gefordert!
Grundsätzlich müssten Muslime heutzutage lernen, sich und ihre eigene Geschichte selbstkritisch zu sehen. Und einräumen, dass auch im Islam fürchterliche Dinge geschehen sind (und immer noch geschehen).

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Mo 15. Feb 2010, 18:36

lionne hat geschrieben:Um es mit den Worten von Ernst Schrupp zu sagen:

"Dem Islam können wir nicht folgen - aber den Muslimen gebührt unsere Liebe, unsere Achtung und unsere Fürbitte." Ich würde noch dazufügen "Denn Gott will das alle gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen".


Gott will ? Auch Muslime wissen sich in Gott 'gerettet'. Der Koran spricht die Wahrheit - im muslimischen Glauben ist der Koran heilig, genauso wie im christlichen Glauben die Bibel. Im muslimischen Glauben ist Gott der, den sie Allah rufen. Die meisten Muslime haben kein Bedürfnis, zu einer anderen Erkenntnis der Wahrheit zu gelangen. Sie sind den Christen überhaupt nicht feindlich gesinnt, aber in ihrer eigenen Glaubenstradition haben sie genug.

Liebe, Achtung und Fürbitte sicher - aber ansonsten sollte man niemanden bedrängen.

'Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen ! Darin besteht das Gesetz und die Propheten' sagte Jesus. Und dieser Rat sagt natürlich auf direkteste Weise in welcher Haltung man sich dem gegenüber dem Fremden verhält.

lionne hat geschrieben:Grundsätzlich müssten Muslime heutzutage lernen, sich und ihre eigene Geschichte selbstkritisch zu sehen. Und einräumen, dass auch im Islam fürchterliche Dinge geschehen sind (und immer noch geschehen).


Dieser Lernprozess wird auch entstehen, nur eben bewirkt Kritik von aussen eher das Gegenteil: Angriff erweckt Abwehr. Muslime, die im Westen leben haben schon längst gelernt, dass es mindestens 2 Sichtweisen gibt, die westlich-demokratische und ihre alte fundamentalistische. Und sie sehen jetzt, dass - in der Praxis - unsere westliche Kultur trotz mehr Individualismus auch ihre elendigen Seiten hat. Unsere Kultur ist nur teilweise besser, auch wir entwickeln uns noch. Die Muslime bestimmen ihr eigenes Tempo.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 15. Feb 2010, 19:34

Johncom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Um es mit den Worten von Ernst Schrupp zu sagen:

"Dem Islam können wir nicht folgen - aber den Muslimen gebührt unsere Liebe, unsere Achtung und unsere Fürbitte." Ich würde noch dazufügen "Denn Gott will das alle gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen".


Auch Muslime wissen sich in Gott 'gerettet'.


Bist du dir da ganz sicher??

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 15. Feb 2010, 19:45

Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen
1. Timotheus 2,4
Wir sollen nicht nur für uns selbst oder für unsere Famielie(n) oder uns nahestehende, sondern für alle Menschen beten. Warum? Weil Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Jesus Christus hat für die Erlösung der Welt sein Leben gegeben. Daher dürfen wir beten, dass Gott zu allen seine Botschafter/-innen sendet, die ihnen das Evangelium predigen.
Dabei hat jeder Mensch, die Wahl und die totale Freiheit, die Botschaft anzunehmen oder nicht.......

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 15. Feb 2010, 19:52

Johncom hat geschrieben:Die Muslime bestimmen ihr eigenes Tempo.

....und die ganze Welt soll gefälligst warten, bis 1400 Jahre..... :roll:

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Mo 15. Feb 2010, 20:50

lionne hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Um es mit den Worten von Ernst Schrupp zu sagen:

"Dem Islam können wir nicht folgen - aber den Muslimen gebührt unsere Liebe, unsere Achtung und unsere Fürbitte." Ich würde noch dazufügen "Denn Gott will das alle gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen".


Auch Muslime wissen sich in Gott 'gerettet'.


Bist du dir da ganz sicher??


Nun, die Muslime sagen es so. Warum soll ich ihnen Unehrlichkeit unterstellen ?

lionne hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Die Muslime bestimmen ihr eigenes Tempo.

....und die ganze Welt soll gefälligst warten, bis 1400 Jahre..... :roll:


Jeder kehre mal vor der eigenen Tür. Auch der Westen ( christliches Abendland ) kann sich noch verbessern.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mo 15. Feb 2010, 20:59

Johncom hat geschrieben:
'Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen ! Darin besteht das Gesetz und die Propheten' sagte Jesus. Und dieser Rat sagt natürlich auf direkteste Weise in welcher Haltung man sich dem gegenüber dem Fremden verhält.



Sicher Liebe und Nächstenliebe und nicht bedrängen aber wer ihn der Nächstenliebe wandelt und den Auftrag Christi erfüllt und den Unterschied zwischen Zion und Mekka bewusst ist, der schweigt nicht darüber. Auch Christus hat nicht über solche Dinge geschwiegen weil er eben die Menschen geliebt hat und Ihnen von der Wahrheit erzählt hat. Christus hat nicht über die Wahrheit geschwiegen nur weil er wusste das er mit den Schriftgelehrten aneckte.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Mo 15. Feb 2010, 21:25

kingschild hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:
'Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen ! Darin besteht das Gesetz und die Propheten' sagte Jesus. Und dieser Rat sagt natürlich auf direkteste Weise in welcher Haltung man sich dem gegenüber dem Fremden verhält.


Sicher Liebe und Nächstenliebe und nicht bedrängen aber wer ihn der Nächstenliebe wandelt und den Auftrag Christi erfüllt und den Unterschied zwischen Zion und Mekka bewusst ist, der schweigt nicht darüber.


Über den Unterschied zwischen Zion und Mekka hat Jesus wohl eher wenig gesprochen. Heutzutage, also für den Menschen von heute, für den dieser Planet rund ist etc .. spricht Jesus auch nicht 'über Zion' sondern ins Herz, ins Gewissen. Muslime, so wie ich sie verstehe, achten in diesem Sinne auch den Christen. Hast Du sicher auch ähnlich erfahren im Gespräch mit Muslimen.

kingschild hat geschrieben:Auch Christus hat nicht über solche Dinge geschwiegen weil er eben die Menschen geliebt hat und Ihnen von der Wahrheit erzählt hat. Christus hat nicht über die Wahrheit geschwiegen nur weil er wusste das er mit den Schriftgelehrten aneckte.


Und mit den Schriftgelehrten von heute ( den Bibel-Wortwörtlichnehmern ) würde er exakt wieder genauso anecken. Wobei die Koran-Wortwörtlichnehmer nicht besser sind. Da wo Religion in fanatischem Funditum ausartet hat lebende Wahrheitsliebe keinen Platz.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mo 15. Feb 2010, 23:10

Johncom hat geschrieben:Über den Unterschied zwischen Zion und Mekka hat Jesus wohl eher wenig gesprochen. Heutzutage, also für den Menschen von heute, für den dieser Planet rund ist etc .. spricht Jesus auch nicht 'über Zion' sondern ins Herz, ins Gewissen. Muslime, so wie ich sie verstehe, achten in diesem Sinne auch den Christen. Hast Du sicher auch ähnlich erfahren im Gespräch mit Muslimen.


Nein Mekka war damals nicht das Haupthema aber alles was nicht vom Gott Zions kam war und ist Christus ein anliegen und auch denen die ihm nachfolgen und auch denen die vor Ihm waren. Und wem Jesus ins Gewissen spricht der hört:

Sac 8:3 So spricht der HErr: Ich kehre mich wieder zu Zion und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem soll eine Stadt der Wahrheit heißen und der Berg des HErrn Zebaoth ein Berg der Heiligkeit.


Mt 21:5 Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.

1Pe 2:6 Darum stehet in der Schrift: Siehe da, ich lege einen auserwählten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubet, der soll nicht zuschanden werden.

Und dann noch zu den Engeln die ein anders Evangelium bringen als dasjenige das wir gehört haben:

Gal. 1.8 Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht!

Gott zu dienen und das beste für seine Bruder zu wollen heisst nicht über solches zu schweigen.


Und mit den Schriftgelehrten von heute ( den Bibel-Wortwörtlichnehmern ) würde er exakt wieder genauso anecken. Wobei die Koran-Wortwörtlichnehmer nicht besser sind. Da wo Religion in fanatischem Funditum ausartet hat lebende Wahrheitsliebe keinen Platz.


Jesus ist nicht mit denen angeckt die die Schriften wörtlich nahmen und nach dem Willen Gottes lebten, sondern nur mit denen die die Schriften zugunsten der Lüge verdrehten. In den Schriften steht aber von wo das Heil kommt und was es mit Zion auf sich hat. Jesus ist auch nie für die Lüge eingetreten.

Fundamental wird immer mit dem negativen assoziert aber vielleicht müssen wir schon noch unterscheiden das ein Unterschied darin besteht ob man sich fundamental am Wort Gottes orientiert oder ob es einem gleich ist ob man fundamental daneben vorwärts geht.

Der Fundamentalismus ist nicht gefährlich für den der fundamental in der Wahrheit wandelt, gefährlich wird er nur dann wenn er versucht mit Gewalt dem andern die Wahrheit einzutrichtern. Fundamental für die Wahrheit einstehen ist aber unerlässlich und dies hat Christus vorgelebt. Zumindest der Christus den ich kenne.

Wenn ich hier sage Christus ist der einzige Weg und dafür einstehe dann ist niemand mit Leib und Leben bedroht, das ist ein Unterschied wenn jemand sagt ich habe die Wahrheit und sprenge jetzt jeden der diese nicht annimmt in die Luft und dies noch mit dem Willen Gottes begründet oder eben mit seiner Schrift. Dieser Fundamentalismus ist genau das was gefährlich ist und er zeigt was dabei rauskommt wenn der Mensch fundamental von der Wahrheiten Gottes abweicht.

Es können sogar beide Seiten fundamental an Ihrem Buch festhalten, das wird nur für die eine Seite zu einem Problem, nämlich für diejenige die die Wahrheiten von Christus nicht angenommen hat oder dem Frieden zuliebe verdreht.

Dem Weltfrieden zuliebe nicht fundamental an der Wahrheit Gottes festhalten das wäre äusserst töricht aber festhalten und eben mit Gewalt jemanden dazu zwingen zu wollen, das sind zwei Dinge.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Di 16. Feb 2010, 00:22

kingschild hat geschrieben:Wenn ich hier sage Christus ist der einzige Weg und dafür einstehe dann ist niemand mit Leib und Leben bedroht, das ist ein Unterschied wenn jemand sagt ich habe die Wahrheit und sprenge jetzt jeden der diese nicht annimmt in die Luft und dies noch mit dem Willen Gottes begründet oder eben mit seiner Schrift. Dieser Fundamentalismus ist genau das was gefährlich ist und er zeigt was dabei rauskommt wenn der Mensch fundamental von der Wahrheiten Gottes abweicht.


Was den Abstand des Christentums von der Gewalt anbetrifft, so stimmt das erst seit der Neuzeit / Gegenwart. Diese neuerlichen völlig unsinnigen Selbstmordattentate, die von islamistischen 'Helden' ausgeführt werden, sind wohl kaum missionirisch motiviert. Auch der Islam will, wenn man es so sagen kann, freiwillige Konvertiten.

kingschild hat geschrieben:Es können sogar beide Seiten fundamental an Ihrem Buch festhalten, das wird nur für die eine Seite zu einem Problem, nämlich für diejenige die die Wahrheiten von Christus nicht angenommen hat oder dem Frieden zuliebe verdreht.


Macht mir jetzt keinen Sinn. Wenn beide Seiten fundamental an Ihrem Buch festhalten und sich gegenseitig respektvoll in Ruhe lassen - dann hat keiner ein Problem.

kingschild hat geschrieben:Dem Weltfrieden zuliebe nicht fundamental an der Wahrheit Gottes festhalten das wäre äusserst töricht aber festhalten und eben mit Gewalt jemanden dazu zwingen zu wollen, das sind zwei Dinge.


Die ganze Blindheit liegt darin dass was Gott ist, was Jesus sagte ... nicht verstanden wird in Bezug auf die persönliche Wandlung. Sondern als Auftrag in der Welt. Diese ändert sich aber nie - weder in islamischer noch in christlicher Richtung. Weltfrieden ist ein politisches Ziel, und ein notwendiges Ziel auch aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen. Der Friede, den Jesus lehrte und der, der den ähnlich der Islam meint - das ist der ganz persönliche direkte Friede zwischen Gott und der Seele. Die Harmonie der Seele mit ihrem Ursprung, und aus diesem heiligen Frieden kann sich auch mehr Frieden auf die Umgebung ausbreiten.

kingschild hat geschrieben:Wenn ich hier sage Christus ist der einzige Weg ...


.. dann ist das nur für Dich bedeutend, und nur dann wenn Christus tatsächlich 'durch Dich' lebt. Das wird ausstrahlen ( oder nicht ) aber es hat nichts mit Sorge um Deine Umwelt zu tun.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 16. Feb 2010, 01:45

Johncom hat geschrieben: Diese neuerlichen völlig unsinnigen Selbstmordattentate, die von islamistischen 'Helden' ausgeführt werden, sind wohl kaum missionirisch motiviert.


Da kann ich dir mal beipflichten. Die Selbstmordattentate sind in der Lehre des Koran begründet, d.h. sind wurden/werden von korantreuen Muslimen verübt.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 16. Feb 2010, 02:04

Sorry, wenn ich schnell dazwischenfunke mit einer 'Hetz'-Meldung aus der Islam-Landschaft Schweiz (21. Jh.)!
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... --30469676

(Zitat) Der Islamisten-Prediger Pierre Vogel alias Abu Hamsa war im Volkshaus dann doch noch präsent: An den Info-Ständen wurde seine Broschüre «Was ist Islam» aufgelegt. Ebenfalls zu kaufen gab es das «Handbuch der muslimischen Frau». Darin wird unter anderem die körperliche Züchtigung von Homosexuellen gutgeheissen und die Gewalt gegen Ehefrauen bei «Hoffnungs­losigkeit und Auflehnung» legitimiert. Die Ungleichbehandlung der Frau im islamischen Scheidungsrecht dient laut dem Buch dem «Schutz vor den starken Emotionen der Frau.» (Zitat Ende)

Erstaunlich: :oops:
Für die Veranstalter des Symposiums (IZRS) ist es offenbar eine absolute Selbstverständlichkeit, dass mit der aus der Moschee bekannten Sitzordnung auch die islamische Geschlechterapartheid in den ganz profanen Alltag hineingetragen wird - wie hier in eine politische Veranstaltung. :shock:

Bin schon wieder weg, gut N8
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Di 16. Feb 2010, 02:20

lionne hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben: Diese neuerlichen völlig unsinnigen Selbstmordattentate, die von islamistischen 'Helden' ausgeführt werden, sind wohl kaum missionirisch motiviert.


Da kann ich dir mal beipflichten. Die Selbstmordattentate sind in der Lehre des Koran begründet, d.h. sind wurden/werden von korantreuen Muslimen verübt.


Dem aber der Islamwissenschaftler Bernard Lewis widerspricht:
http://www.zeit.de/2004/13/BernLewis?page=all

Er sieht die Wurzeln der gegenwärtigen Gewaltbereitschaft - und von daher auch die Verführbarkeit zu Sonderlehren, die religiöses Heldentum fördern, besonders von der gegenwärtigen Krise hervorgebracht. Auszug:

zeit: Wirtschaftlich, politisch, aber auch kulturell fällt die arabische Welt immer weiter hinter den Westen zurück. Pro Jahr werden in sämtlichen arabischen Ländern nur 300 Bücher übersetzt. Und das Bruttosozialprodukt aller arabischen Staaten ist kleiner als dasjenige Spaniens…

Lewis: Das Wichtige ist diese ungeheure Frustration von innen. Vor kurzem sagte ein iranischer Exilschriftsteller, der Nahe Osten sei das schwarze Loch zwischen dem fortgeschrittenen Westen und dem fortschreitenden Osten. Den Muslimen wird jeden Tag deutlicher, wie arm und elend ihre Situation ist. Es gibt inzwischen mehr als 250 Universitäten in den arabischen Ländern, die jedes Jahr viele ausgebildete Ingenieure entlassen. Aber wenn man einen Flughafen bauen will, dann holte man früher Amerikaner – jetzt holt man Koreaner. Die Koreaner lagen vor 50 Jahren noch ein Jahrtausend hinter dem Nahen Osten zurück.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 16. Feb 2010, 02:54

Der Koran verbietet Selbstmord. Soweit alles klar. Es dürfte jedoch im Islam keine thoologischen Schwierigkeiten geben, Selbstmordattentate als freiwillige Selbstaufopferung im Djihad zu erklären.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Di 16. Feb 2010, 02:55

lionne hat geschrieben:Erstaunlich: :oops:
Für die Veranstalter des Symposiums (IZRS) ist es offenbar eine absolute Selbstverständlichkeit, dass mit der aus der Moschee bekannten Sitzordnung auch die islamische Geschlechterapartheid in den ganz profanen Alltag hineingetragen wird - wie hier in eine politische Veranstaltung. :shock:


lionne hat geschrieben:(Zitat) ....... Die Ungleichbehandlung der Frau im islamischen Scheidungsrecht dient laut dem Buch dem «Schutz vor den starken Emotionen der Frau.» (Zitat Ende)


Hab keinen Koran zuhause, sah nur dieses im Internet:

- Und die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und entrichten die Zakah und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Wahrlich, Allah ist Erhaben, Allweise. -

So rein vom Wortklang her tönt das nicht gerade erniedrigend, eher würdevoll. Welche weiteren Ungleichbehandlungs-Anweisungen lesen wir im Koran, in der christlichen und der jüdischen Bibel ? Auch ... inwieweit fordern konservative Juden moderne Geschlechterapartheid ? Es gibt noch und noch Schriftquellen und 'Meldungen', es wär langweilig, das alles herauszusuchen. Nur eins ist klar: Bestimmte Kreise wollen den Islam brandmarken. Vielleicht um eigenes Ungeklärtes zu vetuschen.

Übrigens nicht nur die 3 abrahmitischen Religionen boten für Frau und Mann getrennte Räume an ( damit auch Ruhe zur Konzentration im Gebet ), auch in der Hindu Andacht sitzen Frau und Mann seitlich getrennt.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Di 16. Feb 2010, 09:09

lionne hat geschrieben:Was können Christen tun?
...

Nicht nur Christen sind gefordert, wir alle sind gefordert!
Grundsätzlich müssten Muslime heutzutage lernen, sich und ihre eigene Geschichte selbstkritisch zu sehen.
...

Ausgehend von diesem Punkt möchte ich sagen, dass man nie bestimmen kann, was der andere lernen soll. Aber Du hast insofern auch recht, dass dies dem heutigen praktizierten Islam vielfach abgeht. Aber von unserer Seite können wir alles daran setzten, dass diejenigen islamischen Kräfte, welche moderat in unserem Land sind bestärkt werden und dass radikale Elemente hier nichts zu suchen haben.

Die Unterstützung mit den moderaten Kräften muss natürlich auch bis auf die persönliche Ebene hinabreichen, so dass das Misstrauen abgebaut werden kann. Ghettoisierungen sind wenn möglich zu vermeiden, damit . Das gilt sowieso allgemein. Mafiöse Entwicklungen sind ganz hart zu bekämpfen, siehe das Beispiel Tamil Tigers. Obwohl man wusste, was passiert, waren die Gegenmassnahmen sehr lau.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Di 16. Feb 2010, 13:55

Johncom hat geschrieben:

Was den Abstand des Christentums von der Gewalt anbetrifft, so stimmt das erst seit der Neuzeit / Gegenwart. Diese neuerlichen völlig unsinnigen Selbstmordattentate, die von islamistischen 'Helden' ausgeführt werden, sind wohl kaum missionirisch motiviert. Auch der Islam will, wenn man es so sagen kann, freiwillige Konvertiten.


Religiös verwirrte Gewalttäter davon ist auch das Christentum nicht gefeit und es war auch nie gefeit davor. Das Phänomen das diese Attentäter in den eigenen Reihen Ihre Taten lehren, gelehrt bekommen und angeblich unendeckt bleiben das ist ein Phänomen das im Moment eben den Islam stärker betrifft und darum muss diese Seite dieses Problem angehen und zwar mit Nachdruck der Weltengemeinschaft. Denn solange man aus Familären und Religiösen Gründen diesen Attentätern noch einen Ehrenplatz gibt wird sich nichts ändern. Woher die Motivation kommt zum Selbstmordattentat das wurde eigentlich von denjenigen die geschnappt wurden, bevor sie sich in die Luft sprengen konnten unzählige male erzählt. Das ein Ammockläufer nicht zu eruieren ist das ist allen klar aber hier geht es um von Glaubensbrüdern tolerierte, geplante, durchgeführte und verschwiegene Aktionen die nichts mit Ammocklauf zu tun haben. Hier haben diejenigen mehr Zugang, die in diesen Kreisen verkehren als solche die von einer anderen Glaubensrichtung kommen und somit ist klar wer die Hauptaufgabe übernehmen muss. Solange aber ganze Regime nach dieser Lehre funktionieren wird es schwierig für ein paar Auswanderer dies alleine lösen zu können und da brauchen sie Unterstützung aber auch diese lehnen nicht wenige ab.

Macht mir jetzt keinen Sinn. Wenn beide Seiten fundamental an Ihrem Buch festhalten und sich gegenseitig respektvoll in Ruhe lassen - dann hat keiner ein Problem.


Wenn alle Wege ans gleiche Ziel führen würden ja, wenn nicht dann wird eine Seite früher oder später ein grosses Problem haben und damit dies nicht eintrifft hat Gott Christus gesandt damit alle die an Ihn glauben nicht verloren gehen.

Die ganze Blindheit liegt darin dass was Gott ist, was Jesus sagte ... nicht verstanden wird in Bezug auf die persönliche Wandlung.


Die persönliche Wandlung liegt aber darin das man dem glaubt der Gott sandte, Ihn nicht ignoriert, herabsetzt, verdreht und nicht Lehren kreirt die von Allversöhnung sprechen, wenn er folgedes sagt:

Mt 24:40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden.

Ein Wandel der alle versöhnt und Gottes Wort ignoriert führt nicht ans Ziel und ist nicht von Gott. Wer Gott glaubt der weiss das Christus seine Worte zuverlässig waren auch das was oben steht.

Sondern als Auftrag in der Welt. Diese ändert sich aber nie - weder in islamischer noch in christlicher Richtung. Weltfrieden ist ein politisches Ziel, und ein notwendiges Ziel auch aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen. Der Friede, den Jesus lehrte und der, der den ähnlich der Islam meint - das ist der ganz persönliche direkte Friede zwischen Gott und der Seele. Die Harmonie der Seele mit ihrem Ursprung, und aus diesem heiligen Frieden kann sich auch mehr Frieden auf die Umgebung ausbreiten.


Politisches Ziel wir sehen ja wie es funktioniert Johncom im Iran, im Nahen Osten, im Sudan usw. von was sprichst Du, hast Du etwa glauben und Hoffnung in die Politik? Oder an das böse das aus den Herzen der Menschen hervor kommt so wie Gott es sagt?

Der Weltfrieden wird genau so sein wie es zu Jesus Christus Zeiten war. Vater vergib Ihnen den sie wissen nicht was sie tun, bedeutete, da waren Menschen die bekämpften Christus und denjenigen der ihn sandte. Sie scheuten sich damals nicht, ihn wegen der Verkündigung der Wahrheit und wegen dem festhalten an der Wahrheit zu kreuzigen. Soviel zum Frieden und das böse das aus dem Herzen der Menschen kommt. Sie scheuen sich auch heute nicht diejenigen die an der Wahrheit festhalten zu quälen und verunglimpfen.

Nicht mehr und nicht weniger wirst Du auf dieser Erde vorfinden am Tag wenn Christus zurück kommt. Der Frieden ging aus von Christus aber die Gewalt von denen, die alle Wahrheit bekämpften, blieb trotzdem bestehen. Noch heute geht Gewalt aus von denen die Christus bekämpfen und sein Wort nicht annehmen und verdrehen. Johncom Du meinst es gut aber das Reich Gottes kommt nicht dadurch das man die Wahrheit verschweigt:

Lu 19:40 Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.

Die Lehre Gottes ist nicht das ein Weltfrieden kommen wird, sondern das wir Frieden mit Gott haben und bereitet sind für den Bräutigam, diese zwei Dinge lassen sich nie unter einen Hut bringen und der Mensch muss sich entscheiden. Klar wünsche ich mir auch Frieden und mein sehnen wäre gross und die Verlockung meinem Gefühl der Sehnsucht zu glauben ist gross aber ich glaube Gott und nicht meiner Sehnsucht und ich habe meine Sehnsucht unter den Gehorsam des Wortes Gottes genommen.

2Kor 10:5 damit wir zerstören die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebet wider die Erkenntnis GOttes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi

Ja vernüftig wäre Weltfrieden aber auch diese Vernuftsgedanken musst Du unter den gehorsam Christi nehmen und dem Wort Gottes unterordnen.

Lies die Bibel, dann weisst Du welchen Frieden wir haben werden und welchen nicht. Du kannst nicht Frieden mit Mohammed haben und mit Christus es geht nicht, denn das sind zwei Dinge und Du musst Dich entscheiden wem Du glaubst dem Geist Mohammeds oder dem Geist Christi. Du kannst nicht Deine Knie gegen Mekka beugen und gegen Zion und wenn es dem Weltfrieden dient noch mit Shiva gemeinsame sache machen.

Gal 1.8 8 Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht!

Dies wurde gepredigt bevor Mohammed lebte und seine Lehre vom Engel empfing aber es hat seine Gültigkeit nicht verloren bis zum heutigen Tag. Ob Du und Mohammed es glauben ändert nichts am Wahrheitsgehalt, der Unterschied ist aber Du kannst umkehren, Mohammed hat dies oben ignoriert bis zum Tod.

.. dann ist das nur für Dich bedeutend, und nur dann wenn Christus tatsächlich 'durch Dich' lebt. Das wird ausstrahlen ( oder nicht ) aber es hat nichts mit Sorge um Deine Umwelt zu tun.


Nein das A und das O ist für alle Menschen bedeutend nicht nur für Christen oder mich und wenn es durch einen Menschen strahlt, dann wird es scheiden gut und böse, es wird umkehr erfolgen oder ein festhalten an dem was Gott nie sagte.

Heb 4:12 Denn das Wort GOttes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Ein brennendes anliegen zu haben für Wahrheit und Umkehr haben nur solche, ihn denen das A und O lebt, alle andern sagen es kommt schon gut, sobald sich die Lüge mit der Wahrheit auf dieser Erde vereint haben, wird Frieden herrschen unter den Völkern.

Zwischen diesen zwei Evangelien wird es nie eine Einheit geben und die Gewalt wird nicht die Wahrheit anwenden, sondern die Lüge die sieht, dass sie dem Gericht Gottes nicht entkommen wird.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Di 16. Feb 2010, 18:02

kingschild hat geschrieben:Wenn alle Wege ans gleiche Ziel führen würden ja, wenn nicht dann wird eine Seite früher oder später ein grosses Problem haben und damit dies nicht eintrifft hat Gott Christus gesandt damit alle die an Ihn glauben nicht verloren gehen.


Man kennt sie zur Genüge, diese Sprüche. Nur dass sie schon so oft gehört wurden, so dass sie ganz einfach hier rein und da raus gehen. Was nicht heisst, ich glaub Dir nicht. Und möge Dich Dein Glaubensweg auch an Dein Ziel führen.

kingschild hat geschrieben:Politisches Ziel wir sehen ja wie es funktioniert Johncom im Iran, im Nahen Osten, im Sudan usw. von was sprichst Du, hast Du etwa glauben und Hoffnung in die Politik? Oder an das böse das aus den Herzen der Menschen hervor kommt so wie Gott es sagt?


Der Mensch ist nicht nur böse, es gibt beide Tendenzen. Ich würde eher das Wort Reife benutzen, eine Entwicklung auf dem Lebensweg. Und wie bei Menschen so auch bei Zivilisationen: Manche haben ein grosses Problem, in der Moderne anzukommen. Besonders solche, die gestern noch Güter auf Kamelen transportierten. Nein - Politik ist immer auch Krisenmanagment.

kingschild hat geschrieben:Nicht mehr und nicht weniger wirst Du auf dieser Erde vorfinden am Tag wenn Christus zurück kommt. Der Frieden ging aus von Christus aber die Gewalt von denen, die alle Wahrheit bekämpften, blieb trotzdem bestehen. Noch heute geht Gewalt aus von denen die Christus bekämpfen und sein Wort nicht annehmen und verdrehen. Johncom Du meinst es gut aber das Reich Gottes kommt .....


Das Reich Gottes war nie weg. Ihr macht Euch immer äusserliche Vorstellungen, grossartige sichtbare Ereignisse ! Und klar dass man dann in Konflikt liegt mit den anderen Glaubensbildern wie z.B. denen des einfachen Islams.

kingschild hat geschrieben:Du kannst nicht Frieden mit Mohammed haben und mit Christus es geht nicht, denn das sind zwei Dinge und Du musst Dich entscheiden wem Du glaubst dem Geist Mohammeds oder dem Geist Christi. Du kannst nicht Deine Knie gegen Mekka beugen und gegen Zion und wenn es dem Weltfrieden dient noch mit Shiva gemeinsame sache machen.


Sprichst Du mit mir ? Natürlich kann ich. Wo Frieden ist, ist Frieden. Ein 'hier schon - aber - nicht - da Frieden' ist doch ein temporärer Murks, ein theoretisches Konstrukt. Die christliche Mystik genauso wie der im Islam beheimatete Sufismus steht meilenweit über diesen Krämertheologien:

'Tempel und Moscheen oder Kirchen und Synagogen dienen alle der Anbetung Gottes. Der Gong und das Muschelhorn bringen darin fortwährend hinreißende Töne der Musik des Lebens hervor. Die Bogen in den Moscheen, das Kreuz in den Kirchen, der Altar in den Tempeln und die Gebetsschnur in den Synagogen sind nur verschiedene Symbole für die Verehrung des göttlichen Geliebten'.

( Von Omar Khayyām, Philosoph, Mathematiker, Astronom und gelinde gesagt: Islamkritiker in Persien um 1100 )


Symbole !!

kingschild hat geschrieben:Ein brennendes anliegen zu haben für Wahrheit und Umkehr haben nur solche, ihn denen das A und O lebt, alle andern sagen es kommt schon gut, sobald sich die Lüge mit der Wahrheit auf dieser Erde vereint haben, wird Frieden herrschen unter den Völkern.

Zwischen diesen zwei Evangelien wird es nie eine Einheit geben und die Gewalt wird nicht die Wahrheit anwenden, sondern die Lüge die sieht, dass sie dem Gericht Gottes nicht entkommen wird.


Was soll man sagen ? Du steigerst Dich ziemlich herein, Du hörst vielleicht allerlei entsprechende Predigten - das verändert das Bewusstsein. Wahrheit, Lüge, Gericht ..... alles das gibts in Deinem Kopf. Aber wunder Dich nicht wenn es bei Anderen anders ist.

kingschild hat geschrieben:Religiös verwirrte Gewalttäter davon ist auch das Christentum nicht gefeit und es war auch nie gefeit davor. Das Phänomen das diese Attentäter in den eigenen Reihen Ihre Taten lehren, gelehrt bekommen und angeblich unendeckt bleiben das ist ein Phänomen das im Moment eben den Islam stärker betrifft und darum muss diese Seite dieses Problem angehen und zwar mit Nachdruck der Weltengemeinschaft. Denn solange man aus Familären und Religiösen Gründen diesen Attentätern noch einen Ehrenplatz gibt wird sich nichts ändern. Woher die Motivation kommt zum Selbstmordattentat das wurde eigentlich von denjenigen die geschnappt wurden, bevor sie sich in die Luft sprengen konnten unzählige male erzählt. Das ein Ammockläufer nicht zu eruieren ist das ist allen klar aber hier geht es um von Glaubensbrüdern tolerierte, geplante, durchgeführte und verschwiegene Aktionen die nichts mit Ammocklauf zu tun haben ...


Was ich gut nachvollziehe, was Du schreibst. Es wär noch anzumerken auf die Situation in Palestina, dass 1) dort schwere Armut herrscht. Und dass 2) Familien, deren Kind sich mit einem Bombengürtel geopfert hatte ... nachher oft eine Spende als Belohnung bekamen.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Mi 17. Feb 2010, 16:14

Johncom hat geschrieben:Man kennt sie zur Genüge, diese Sprüche. Nur dass sie schon so oft gehört wurden, so dass sie ganz einfach hier rein und da raus gehen. Was nicht heisst, ich glaub Dir nicht. Und möge Dich Dein Glaubensweg auch an Dein Ziel führen.


Johncom es gibt Sprüche die sollte man ernst nehmen z.b. diesen:

Spr 8:7 Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, das gottlos ist.

Ich danke für Deine Wünsche, nicht mein Weg wird mich ans Ziel bringen aber Christus seiner ganz bestimmt.

Das Reich Gottes war nie weg. Ihr macht Euch immer äusserliche Vorstellungen, grossartige sichtbare Ereignisse ! Und klar dass man dann in Konflikt liegt mit den anderen Glaubensbildern wie z.B. denen des einfachen Islams.


Ja das Reich Gottes ist dort wo Menschen Gott Raum geben aber über die Götter da wurde mir einiges gelehrt von demjenigen dem ich Raum gebe. Johncom du meinst an der Wahrheit festhalten bedeutet Krieg gegen anders gläubige, es geht darum die Wahrheit nicht zu verschweigen wenn falsche Engel ein Evangelium bringen das nicht dem entspricht das die Jünger Christi lehrten.

Sprichst Du mit mir ? Natürlich kann ich. Wo Frieden ist, ist Frieden. Ein 'hier schon - aber - nicht - da Frieden' ist doch ein temporärer Murks, ein theoretisches Konstrukt. Die christliche Mystik genauso wie der im Islam beheimatete Sufismus steht meilenweit über diesen Krämertheologien:


Im Moment ja :lol:. Nochmal zwei Verse extra für Dich:

Mt 24:40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden.

Mt. 10.34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich kommen sei, Frieden zu senden auf Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.

Hier geht es um Vater und Mutter und die eigenen Hausgenossen aber betrachte mal diesen Vers im Bezug auf andere Lehren lieben. Wer Christus liebt, der liebt seine Lehre und bleibt in seiner Lehre und er verlässt sie nicht um dem Weltfrieden oder Frieden mit den Fürsten dieser Erde zu haben.

Das sind nicht leere Worte und sie stammen nicht von mir und was man mit lehren tun soll die sich gegenüber der Erkenntnis Gottes erhöhen das habe ich Dir bereits geschrieben, soviel zu Mystik und Sufismus. Hier nochmals falls Du es übersehen hast:

2Kor 10:5 damit wir zerstören die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebet wider die Erkenntnis GOttes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi


Symbole !!


Nein, Symbole sind tot das Wort Gottes ist lebendig und kräftig.

Heb 4:12 Denn das Wort GOttes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.


Was soll man sagen ? Du steigerst Dich ziemlich herein, Du hörst vielleicht allerlei entsprechende Predigten - das verändert das Bewusstsein. Wahrheit, Lüge, Gericht ..... alles das gibts in Deinem Kopf. Aber wunder Dich nicht wenn es bei Anderen anders ist.


Ja es gibt Menschen die können mit der Predigt des Petrus etwas anfangen und es gibt solche die gehen cool darüber hinweg das ist auch mir nicht neu.

1Pe 4:17 Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause GOttes. So aber zuerst an uns, was will’s für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium GOttes nicht glauben?

Johncom ich hebe zwar das zweite hervor aber denke nicht das ich nicht vor meiner Türe wische und das erste übersehe. Ich weiss aber das es Menschen gibt die beides gerne überlesen möchten und darum schadet eine Steigerung nichts.


Was ich gut nachvollziehe, was Du schreibst. Es wär noch anzumerken auf die Situation in Palestina, dass 1) dort schwere Armut herrscht. Und dass 2) Familien, deren Kind sich mit einem Bombengürtel geopfert hatte ... nachher oft eine Spende als Belohnung bekamen.


Ja das stimmt am Mammon ist nicht nur Judas gescheitert und er war nicht der erste der die Wahrheit verliess dadurch.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Mi 17. Feb 2010, 21:33

Johncom hat geschrieben:Wo kommt das wieder her - falsche Engel ? Ist der auch im Islam bedeutende Erzengel Gabriel jetzt ein falscher Engel ? Aber da sollte dann vielleicht jemand was zu sagen, der den Islam wirklich kennt.


Also hier mal kurz wieder ein paar Bibelstellen dazu:

2Kor 11:14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellet sich zum Engel des Lichts.

Ga 1:8 Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht!

Wer das Wort Gottes die Geister prüfen die sich als Engel ausgeben:

Heb 4:12 Denn das Wort GOttes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Johncom ich kenne das Wesen und die Lehre Christus und ich habe ein wenig mitbekommen von Mohammed und ich habe erkannt das die zwei nicht vom gleichen Gott inspiriert sind. Die Christen von damals haben ihn durchschaut, die Juden übrigens auch und selbst wenn dies zugunsten des Weltfriedens einige Christen nicht mehr sehen wollen dann ändert dies nichts an der Erkenntnis die ich erhalten habe. Der Vater selbst hat mir Christus bezeugt aber Mohammed nicht.

Soll jeder glauben was er will aber und ich lasse jedem seinen Glauben aber über meine Erkenntnis werde ich trotzdem nicht schweigen. Selbst wenn ich gemäss Mohammed somit zum ungläubigen gestempelt bin weil ich Ihm als selbs ernannten Propheten Gottes nicht glaube.


Hab ich nicht angesprochen, ich sagte:
In diesem Sinne kennt der Mystiker nur Gott, die Religionen als einst unter bestimmten Umständen entstandenen Glaubenskulte werden geachtet, aber nicht überhöht. In diesem Sinne ist der Christus ewig. Auch wenn er sich auf wunderbare Weise in Jesus manifestiert hat, ist er dennoch nicht als geschichtliches Unikum 'festzumachen'. Genau solches Denken ist für den Sufi oder den christlich Mystiker weltliches Denken, weltliche Vorstellung. Oder 'ein Bild machen von Gott'.


Du solltes ja eigentlich wissen welches das höchste ist was Christus lehrte, wie willst Du umkehr predigen wie Christus, wenn du die Kulte und Götzen achtest, es spielt keine Rolle ob Du sie niedriger oder höher achtest sie habe keinen Platz neben dem Herrn Zebaoth. Denn Christus der nicht von der Umkehr und Abkehr von den Götzen/Kulten predigte kenne ich nicht. Wenn sie Gott kennen würden dann wüssten sie wie Christus über Götzen und Kulte denkt und sie wüssten auch wie der Vater darüber denkt. Sie wüssten auch was es bedeutet seine Knie und sein Haupt vor der Kaaba zu beugen und sie wüssten das Weisung ausgeht von Zion und Christus auch für sie gestorben ist.

kingschild hat geschrieben:Nein, Symbole sind tot das Wort Gottes ist lebendig und kräftig.


Hast Du es schon gehört ?


Sicher Johncom mehr als einmal.

Hier mal eine Ausgangsfrage: - Wie verbinden Christen den Auftrag, das Evangelium der Versöhnung mit Gott durch Christus allen Menschen nahezubringen, mit dem Engagement für eine freiheitliche Gesellschaft, welche Gottesfurcht und religiös geprägte Lebensstile respektiert?


Indem sie an der Wahrheit Gottes festhalten und die Wahrheit verkünden. Indem sie das gegenüber respektieren wenn es nicht umkehren will, kann oder mangelnde Erkenntnis hat über die Wahrheit. Indem man die Person die nicht will und kann wertschätzt als Mensch aber klar Stellung bezieht was Gott über die falsche Lehre sagt. Sicherlich nicht ein annehmen dieser Lehre, nicht mehr unterscheiden wagen, als Nebenzweig stehen lassen. Sicher nicht Christus Lehre von der Liebe, dazu verwenden um eine Begründung zu liefern, das man der Lüge nicht wiedersprechen darf.

Hier ein kleines Bespiel wie der Frieden gewährt wird und das Evangelium der Wahrheit trotzdem verkündet werden kann:

Mr 6:11 Und welche euch nicht aufnehmen noch hören, da gehet von dannen heraus und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zu einem Zeugnis über sie.

Hier im Forum gehen die Christen nicht von dannen, das Zeugnis mit dem Staub von den Füssen schütteln wird aber trotzdem eingehalten.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Do 18. Feb 2010, 07:36

Ich denke vor allem, dass man die Islam-Problematik hier in der Schweiz und anderswo mit Bibelsprüchen nicht annähernd diskutieren. ...ausser man geht auf die Stufe biblische Handlungsethik.

Die meisten, welche hier in der Schweiz Moslemfamilien kennen, haben zwar kein Probleme damit. Doch wie man gesehen hat, sind trotzdem sehr viele Vorbehalte da: Wenn ich so die Diskussionen überblicke, geht es halt nicht nur um die Moslem, Orthodoxe und Katholiken aus Ex-Jugoslawien werden auch schief angesehen und meist in einen Topf geworfen, wenn es um "überfamiliäre" Sachen geht.

Alle Fragen gehen doch in die gleiche Richtung: Ist es möglich in der Schweiz, eine multikulturelle Demokratie zu leben? Nicht mehr nur die Sprachen und Regionen werden berücksichtigt, sondern auch die kulturellen Unterschiede müssten dann doch berücksichtigt werden? Prozentual gibt es heute ungefähr gleich viele Moslems wie Tessiner in der Schweiz. Wenn die Einbürgerungen weiter steigen, werden auch bald Schweizer Moslems anzahlmässig in den Bereich Tessiner kommen.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon onThePath » Do 18. Feb 2010, 07:48

Wo kommt das wieder her - falsche Engel ? Ist der auch im Islam bedeutende Erzengel Gabriel jetzt ein falscher Engel ? Aber da sollte dann vielleicht jemand was zu sagen, der den Islam wirklich kennt. / Im Grunde find ich's eigentlich Zeitverschwendung, andere Menschen, andere Kulturen oder Religionen zu kritisieren - da soll man besser erst mal eigene Dinge erledigen zuhause.


Johncom, Gabriel ist eine Autorität und getreuer Engel Gottes.
Aber oft genug kommt es vor, dass ein Geistwesen behauptet, Jemand Anderes zu sein. So ein Wenig sollte man sich mit den Erscheinungsformen der Jenseitskontakten schon auskennen.
Andere sagen, dass Mohammed einfach seine Religion selber "gemixt" hat.

Was dran ist möchte ich nicht beurteilen. Aber fest steht, dass Jesus bei ihm nur ein Prophet ist, und er seine eigene Wichtigkeit über die von Jesus hent.
Da sich ein Moslem keine Dreieinigkeit vorstellen kann, ist es eh Gotteslästerung, wenn man Jesus als Sohn Gottes darstellt.

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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » Do 18. Feb 2010, 19:11

Taube hat geschrieben:Alle Fragen gehen doch in die gleiche Richtung: Ist es möglich in der Schweiz, eine multikulturelle Demokratie zu leben? Nicht mehr nur die Sprachen und Regionen werden berücksichtigt, sondern auch die kulturellen Unterschiede müssten dann doch berücksichtigt werden? Prozentual gibt es heute ungefähr gleich viele Moslems wie Tessiner in der Schweiz. Wenn die Einbürgerungen weiter steigen, werden auch bald Schweizer Moslems anzahlmässig in den Bereich Tessiner kommen.


Und es werden immer mehr Einwanderer kommen. Die Bevölkerungspyramide in Afrika und Nahost ist extrem breit, d. h. sie haben viel mehr Kinder dort, viel mehr Jugendliche und gleichzeitig kaum Jobs. Der Auswanderungsdrang ist riesig. Und hier im geburtenschwachen Europa fehlt es an Leuten, die bereit sind ganz unten anzufangen. Es werden also Weitere kommen und man kann sich die Einwanderer nicht aussuchen. Unter den Vielen die kommen werden auch weiterhin viele Muslime sein.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Do 18. Feb 2010, 19:32

Johncom hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Alle Fragen gehen doch in die gleiche Richtung: Ist es möglich in der Schweiz, eine multikulturelle Demokratie zu leben? Nicht mehr nur die Sprachen und Regionen werden berücksichtigt, sondern auch die kulturellen Unterschiede müssten dann doch berücksichtigt werden? Prozentual gibt es heute ungefähr gleich viele Moslems wie Tessiner in der Schweiz. Wenn die Einbürgerungen weiter steigen, werden auch bald Schweizer Moslems anzahlmässig in den Bereich Tessiner kommen.


Und es werden immer mehr Einwanderer kommen. Die Bevölkerungspyramide in Afrika und Nahost ist extrem breit, d. h. sie haben viel mehr Kinder dort, viel mehr Jugendliche und gleichzeitig kaum Jobs. Der Auswanderungsdrang ist riesig. Und hier im geburtenschwachen Europa fehlt es an Leuten, die bereit sind ganz unten anzufangen. Es werden also Weitere kommen und man kann sich die Einwanderer nicht aussuchen. Unter den Vielen die kommen werden auch weiterhin viele Muslime sein.


Genau, und hier ist auch das Problem. Die Schweiz ist gar nicht vorbereitet darauf. Da heute diejenigen Kräfte Auftrieb haben, welche sehr konservativ und abgrenzend sind, wird das wahrscheinlich immer grössere Probleme geben. Den Kopf in den Sand stecken bringt nur noch mehr Probleme. Wer sich mal in den schweizerischen Pflegeheimen umsieht, wird überrascht sein, wie gross der Ausländeranteil unter den Pflegenden ist.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 19. Feb 2010, 09:31

Taube hat geschrieben:Genau, und hier ist auch das Problem. Die Schweiz ist gar nicht vorbereitet darauf. Da heute diejenigen Kräfte Auftrieb haben, welche sehr konservativ und abgrenzend sind, wird das wahrscheinlich immer grössere Probleme geben. Den Kopf in den Sand stecken bringt nur noch mehr Probleme.

Ich finde es gut, dass diejenigen Kräfte Auftrieb erhalten, die sich der dringend notwendigen Verteidigung der Grundprinzipien der westeuropäischen kulturellen Moderne (bzw. der säkular-demokratisch und menschenrechtlich normierte Lebensweise) angesichts des Aufmarsches religiös inszenierter neototalitärer Bewegungen entgegenstellen.
Dass dadurch die Probleme grösser werden, denke ich nicht - ganz im Gegenteil. Mit Vogel-Strauss-Politik ist noch nie etwas erreicht worden, ganz recht. Es stellt sich nun aber hier die Frage, wer denn solche Politik betreibt??

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Fr 19. Feb 2010, 10:51

Ich sehe gerade da die grosse Gefahr, die sich ja auch in der letzten Zeit allzu deutlich zeigten: Die Schweiz ist ja gelähmt in verschiedenster Hinsicht. Hier denke ich vor allem an die Problematik Lybien und Iran, zudem etwas weiter greifend die Nahostproblematik:

Aussenpolitik:
Wir stehen einem grossen Terrorpotential gegenüber, der einerseits rein politsch verstanden werden kann, andererseits da ein religiöser Fundamentalismus. Dies muss unterschieden werden. Zudem ist dieser Fundamentalismus weltweit zu finden, welcher nur auf den Islam beschränkt werden kann. Dies zeigt sich in Indien an den hinduistischen Übergriffen. Das islamische Terrorpotential ist zwar heute am grössten, aber die weiteren Entwicklungen müssen für die langfristige Sicht nicht vergessen werden.

Innenpolitik:
Hier sind die Problemkreise Überfremdung, Asylpolitik und Krise der religiösen Identität zu nennen, kombiniert mit der Isolation in Europa. Schweizerische Identitätswerten gingen verloren: Swissair, die schon 20 Jahr vor der Pleite heruntergewirtschaftet war, Auflösung des Bankgeheimnisses, traditionelle Grossfirmen über in ausländische Konzerne eingegliedert und in vielen Bereichen Arbeitskräftemangel.

...und hier kommt nun die Schweiz nicht mehr zurecht. Sie fühlt sich allein gelassen ohne Freunde. Die Islamproblematik ist nur ein Teil der ganzen Krise, in der die Schweiz steckt. Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig. Falls die Schweiz eine Steuerinsel bleiben will, warum nicht, aber die Konsequenzen müssen getragen werden.

Da sehe ich zur Zeit das Hauptübel, dass die Islamdiskussion zu lang in den Vordergrund getreten ist. Dass sich aber gleichzeitig ein grosses Problem mit dem Bankgeheimnis anbahnte, hat man übersehen.

Die aktuelle Problematik scheint mir eben im Islam zu liegen.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Fr 19. Feb 2010, 11:17

lionne hat geschrieben:...
Ich finde es gut, dass diejenigen Kräfte Auftrieb erhalten, die sich der dringend notwendigen Verteidigung der Grundprinzipien der westeuropäischen kulturellen Moderne (bzw. der säkular-demokratisch und menschenrechtlich normierte Lebensweise) angesichts des Aufmarsches religiös inszenierter neototalitärer Bewegungen entgegenstellen.
Dass dadurch die Probleme grösser werden, denke ich nicht - ganz im Gegenteil. Mit Vogel-Strauss-Politik ist noch nie etwas erreicht worden, ganz recht. Es stellt sich nun aber hier die Frage, wer denn solche Politik betreibt??

lionne

Zu meiner obigen Antwort, möchte ich noch konkret Dir, lionne, sagen, dass gerade die christliche Kultur es war, welche bewusst sich auf die "säkular-demokratische" Richtung entschieden hat. Es war nämlich die USA, welche schon früh in der Gründerzeit, die Trennung von Staat und Kirche durchgesetzt hat. Die Angst, dass Andergläubige diskriminiert werden, war zu gross, denn die Erfahrungen in den Heimatstaaten der Auswanderer war zu düster, weil sie ihren Glauben nicht frei leben konnten.

Aber wiederum, die neototalitäre Entwicklung ist weltweit. Selbst Scientology zähle ich auch dazu. die Gilde der Wirtschaftfritzen am WEF ist auch totalitär. Diesen ist es sogar gelungen durch Erpressung der Staaten ihre Boni zu verteidigen. Wiederum wiederhole ich: Der einseitige Blick nur auf den Islamismus mit seinem Terror trübt den Scharfsicht auf all die anderen Brandherde.

Die Sichtweise "Ursache-Wirkung-Gegenmassnahmen" ist heute ungenügend geworden. Ein vielschichtiges Systemdenken ist gefordert. Jede Massnahme kann auch wider Rück- und Nebenwirkungen haben. Ein Minarettverbot wird hat Auswirkungen auf die Geiseln in Tripolis. Eine Unterwerfungshaltung von Merz bei Iranpräsidenten zeigt sofort auf der Gegenseite ein Dominanzverhalten verursachen (siehe auch bei Hunden).

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 19. Feb 2010, 15:39

Taube hat geschrieben:Innenpolitik:
...
Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig.


Ein (wichtiger) Grundsatzentscheid wurde am 29. November 2009 gefällt!

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Jack » Fr 19. Feb 2010, 15:41

lionne hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Innenpolitik:
...
Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig.


Ein (wichtiger) Grundsatzentscheid wurde am 29. November 2009 gefällt!

lionne


das war kein Grundsatzentscheid, sondern eine Feigenblatt-Abstimmung.

Cheers!
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Fr 19. Feb 2010, 15:58

lionne hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Innenpolitik:
...
Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig.


Ein (wichtiger) Grundsatzentscheid wurde am 29. November 2009 gefällt!

lionne


Das scheint mir eben genau kein Grundsatzentscheid gewesen zu sein. Es hat für die tieferen Problemlösung der zukünftigen Schweiz nichts beigetragen, die Abstimmung hat nicht mal den status quo erhalten können, sondern es war ein Schritt zurück.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon doro » Fr 19. Feb 2010, 16:33

Taube hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Innenpolitik:
...
Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig.


Ein (wichtiger) Grundsatzentscheid wurde am 29. November 2009 gefällt!

lionne


Das scheint mir eben genau kein Grundsatzentscheid gewesen zu sein.

Das denke ich auch. Es reflektiert höchstens einen Grundsatzentscheid, der irgendwie (bewusst oder unbewusst) gefällt worden wäre und sich hier ausgedrückt hätte.
Aber... Wie sähe der genau aus? Das kann man vermutlich verschieden interpretieren, oder?

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(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 19. Feb 2010, 17:07

Taube hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Innenpolitik:
...
Da sind halt jetzt mal Grundsatzentscheide nötig.


Ein (wichtiger) Grundsatzentscheid wurde am 29. November 2009 gefällt!

lionne


Das scheint mir eben genau kein Grundsatzentscheid gewesen zu sein. Es hat für die tieferen Problemlösung der zukünftigen Schweiz nichts beigetragen, die Abstimmung hat nicht mal den status quo erhalten können, sondern es war ein Schritt zurück.

Gruss Taube

Wie du dir denken kannst, sehe ich dies anders.
Der Entscheid vom 29.11.09 hat sehr wohl Auswirkungen auf die (anstehenden) Problemlösungen der Schweiz.
Das Abstimmungsresultat der Anti-Minarett-Initiative wurde in der Schweiz (und im Ausland) des Langen und Breiten diskutiert und kommentiert. Wir müssen hier nicht mehr darauf zurückkommen (vgl. Thread 'Antiminarettinitiative').

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