Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon ralf-fennig » Mi 27. Aug 2008, 00:10

Gut. Dann akzeptiere ich das Du keine Christin bist - das macht Deine Meinung dann wenigstens nachvollziehbar. Wenn Du keine Heilsgewissheit kennst ist das bedauerlich.

Längst nicht jeder Mensch ist ein "Kind Gottes" - ich weiß nicht woher Du diese Vorstellung hast. Kind Gottes wirst Du (könntest Du werden) durch ein klares Bekenntnis zum Herrn Jesus Christus (Joh 1,12). Bis dahin stehst Du unter dem Gericht. Bis dahin wird Dir "Heilsgewissheit" fremd bleiben.

Was die Errettung angeht:
Da sagt Röm. 10,10 sehr klar wie es geht. Auch der 1. Johannesbrief ist da sehr klar. Er sagt uns auch das Jeder der leugnet das Jesus der Erlöser ist und ihn und den Vater leugnet der Antichrist ist. Wenn Du Geister unterscheiden möchtest kannst Du dort im 4. Kapitel auch DEN hilfreichen Hinweis bekommen.

Und die Heilsgewissheit?
Gal 4,6 (Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater!) drückt es schon recht schön aus.

Könnte noch mehr raussuchen um Dir zu zeigen wie eindeutig die Bibel ist. Bin aber doch jetzt etwas müde...
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 27. Aug 2008, 00:11

chrystal hat geschrieben:Lies mal die Abschiedsreden von Jesus im Johannesevanglium und wenn du es kannst, dann lerne sie auswendig.


Huh? Das letzte Kapitel vom Johannesevangelium? Ich finde ja eigentlich das ganze Johannesevangelium wichtig - aber das ist mir ehrlich gesagt zu lange um es auswendig zu lernen. :D ...und da sind dann noch die anderen Bücher der Bibel - die sind ja auch wichtig!

Aber mal davon abgesehen, willst du auf was besonderes im letzten Kapitel vom Johannesevangelium hinaus? :))


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 27. Aug 2008, 00:27

ralf-fennig hat geschrieben:Gut. Dann akzeptiere ich das Du keine Christin bist


Selbst wenn es so wäre ralf, als Christ akzeptiert man doch nicht einfach daß die anderen keine Christen sind? Da fände ich es manchmal doch eher angebracht anstatt sich gegenseitig den Glauben abzusprechen (passiert das nicht oft ziemlich schnell) im stillen füreinander zu beten daß uns der Vater zu Jesus zieht (Joh 6:44). Und wenn du da die Heilsgewissheit dagegen hältst - ich würde mir das schon gefallen lassen daß jemand so für mich betet. ;)

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 27. Aug 2008, 10:03

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Ihr werdet alle Schüler Gottes sein. (guckst du mal in deiner Konkordanz, wo das im NT steht?)
Danke.


Ich wüßte ehrlich gesagt nicht daß das SO wo im NT steht. Ich weiß auch nicht was du immerzu mit Konkordanz hast? Heute gibt's die Bibel zum Download auf PC, da sucht es sich viel besser. :lesen: :))



Na ja - genauso stehts da auch nicht SO drin.

Ich hab's aber gefunden -

„Und alle werden Schüler Gottes sein“, zitiert Jesus in der Brotrede des Johannes Evangeliums den Propheten Jesaja. Kontext ist die Auseinandersetzung Jesu mit seinen Kritikern. Eines ihrer Argumente lautet: „Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen?“ (Joh 6,42)
Der Prophetensatz, den Jesus zitiert, enthält eine Verheißung. Er ist nicht gemeint im Sinne einer Rechfertigung des Lehrer-Schüler-Gefälles, so als meinte er: „Eines Tages werden alle Schüler Gottes sein, aber jetzt nicht. Deswegen müsst ihr Euch jetzt Euren Lehrern unter- werfen.“ Vielmehr ist der Satz kritisch gemeint: „Im Reich Gottes wird es keine Lehrer mehr geben; denn dann werden alle Schüler Gottes sein.“ Wenn Jesus also mit dem Hinweis auf Jesaja antwortet, so ist das als Zurückweisung gemeint: „Was ich habe, habe ich nicht von Euch, nicht von meinen Lehrern aus Nazareth, nicht von meinen Eltern. Vielmehr hat Gott es mich gelehrt. Deswegen geht an mir die Verheißung des Propheten in Erfüllung.“
Der erste Johannesbrief greift genau diesen Punkt für die gesamte Urkirche auf: „Die Salbung,
die ihr von ihm (Christus) empfangen habt, bleibt in euch, und ihr braucht euch von niemandem belehren zu lassen. Alles, was seine Salbung euch lehrt, ist wahr und keine Lüge.“ (1 Joh 2,27). Man beachte das Praesens: Es geht um den gegenwärtigen, auferstandenen Christus, der jetzt lehrt. Christ sein heißt Schüler oder Schülerin Gottes beziehungsweise des auferstandenen Christus sein.

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 27. Aug 2008, 10:11

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Was hast du gegen eine gute Option?


Eben daß Jesus nicht nur eine gute Option ist. Jesus ist der einzige Weg zum Vater, zum Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus. Man könnte freilich auch fragen muss es denn unbedingt durch Jesus Christus sein? JA - es muss! Da führt kein Weg vorbei. Und um es nochmal zu schreiben. Es gibt nicht viele Evangelien. Das stimmt nicht!


Natürlich ist Jesus NICHT NUR eine gute Option. Aber um das erkennen zu können, muß man erstmal die Erfahrung gemacht haben, daß er eine GUTE Option ist.
Und dann sieht man weiter, ob das so bleibt.
Besser werden muß es nämlich nicht. GUT ist nämlich schon alles.
Gott allein ist gut.
Darüberhianus gibt es nur noch "Güter". Wer Gott verbessern will, der ist tief in der Versuchung verstrickt.

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Mal so - ein bißchen anecken - mal so, ein bißchen Wohlwollen?


Nö. Da hast du mich falsch verstanden? Der Name Jesus ist hier der springende Punkt. Aber ich dachte daß hätten die Bibelzitate (die du natürlich im Kontext lesen kannst und sollst) auch aufgezeigt? Ein bisschen wohlwollen und darüber hinaus wird man wohl leicht erreichen wenn Jesus verleugnet wird.

"Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat." (Joh 15:21 - Lut1912)


Es geht in den Evangelien nicht um Anecken oder Wohlwollen - es geht um Macht und Ohnmacht.
Es ist auch kein Beleg für die Richtigkeit der Verkündigung, wenn Massen begeistern werden.
Alle, die etwas mit dem Evangelium für sich oder für andere erreichen wollen, haben ein Eigeninteresse und verfehlen damit zwangsläufig Gott.
Das Evangelium lässt sich nicht verzwecken.

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 27. Aug 2008, 10:18

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Lies mal die Abschiedsreden von Jesus im Johannesevanglium und wenn du es kannst, dann lerne sie auswendig.


Huh? Das letzte Kapitel vom Johannesevangelium? Ich finde ja eigentlich das ganze Johannesevangelium wichtig - aber das ist mir ehrlich gesagt zu lange um es auswendig zu lernen. :D ...und da sind dann noch die anderen Bücher der Bibel - die sind ja auch wichtig!

Aber mal davon abgesehen, willst du auf was besonderes im letzten Kapitel vom Johannesevangelium hinaus? :))


Nein, ich wollte nur mal wissen, wie wichtig dir die Schrift wirklich ist. Im Englischen nennt man Auswendiglernen - by heart - und die Buddhisten und Muslime lernen ihre Schriften auch heute noch auswendig.
Auch die Juden haben das gemacht und viele, machen es auch noch heute.

Das letzte Kapitel des Johannesevangeliums sind nicht die Abschiedsreden Jesu.
Mir scheint du solltest einfach mal mit der Kapitel-Setzung vertraut werden. :angel:
Die Luther-Bibel, die du verwendest, hat doch auch Kapitel.
Also die Abschiedsreden umfassen die Kapiel 14 - 17.
Well, and then - by heart.

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 27. Aug 2008, 11:08

ralf-fennig hat geschrieben:Gut. Dann akzeptiere ich das Du keine Christin bist - das macht Deine Meinung dann wenigstens nachvollziehbar. Wenn Du keine Heilsgewissheit kennst ist das bedauerlich.

Hatte ich das gesagt? Wichtig ist doch, daß du des Heiles gewiss bist. Um mich brauchst du dir doch keine Sorgen machen. Um mich kümmert man sich "höchstpersönlich". 8-)
ralf-fennig hat geschrieben:Längst nicht jeder Mensch ist ein "Kind Gottes" - ich weiß nicht woher Du diese Vorstellung hast. Kind Gottes wirst Du (könntest Du werden) durch ein klares Bekenntnis zum Herrn Jesus Christus (Joh 1,12). Bis dahin stehst Du unter dem Gericht. Bis dahin wird Dir "Heilsgewissheit" fremd bleiben.


Ich stehe immer unter dem Gericht - DAS ist meine Heilsgewissheit.
Und ich finde es einfach traurig, daß du aus dem gesamten Prolog des Johannes-Evangeliums diesen Halbsatz herausschneidest, damit es in dein Konzept von Heil und Christ-Sein passt.
Patch-Work.

Das klare Bekenntnis zu Jesus ist ein Bekenntnis zu seinem Geist und zum Geist Gottes und dieser Geist führt dich auch zu dem Tun in seinem Geist, daß dir dann zur Rettung werden kann.
Sich aber hinstellen und "Herr, Herr" bekennen - das ist es nicht - (die Stelle kennst du ja bestimmt auch).
Du wirst an deinem Tun gemessen und natürlich auch an Worten, aber nicht du bist der Richter und daher wird dir in dem Maße vergeben, wie du auch anderen vergibst.
Daran - an deiner Bereitschaft zur Vergebung und zum Dank - erkennt man den Geist Gottes.
DAS ist die Gesinnung, um die es in den Evangelien geht.
Ist das deine Gesinnung, dann ist dir Heil gewiß.

Kind Gottes ist man von Geburt - und wenn man nicht aus der Einheit mit Gott herausfällt - dann bleibt man das auch bis zum Tod. Die meisten Menschen fallen aus dieser Einheit heraus, weil schon ihre Eltern nicht darin geblieben sind und weil dies eben durch unseren eigenen Willen so strukturiert ist. Das ist die Freiheit, die Gott uns gegeben hat - wir müssen JA sagen, zu unserem Kindsein Gottes - als Erwachsene einwilligen in diese Stellung. Manche finden das eben unangemessen und halten sich für "Erwachsen" - das ist das Problem.

In diesen Geist Gottes kommt man aber nicht durc die Androhung vor Verdammnis, das schafft nur Angst. Gott will geliebt werden. Wo aber Liebe ist, da ist keine Angst. (Paulus - guckst du nach)
Und - man ist auch nicht gerettet, wenn man immer nur sagt: ich bin gerettet, ich bin gerettet, und die Stellen in der Bibel kennst, wo das steht - du bist gerettet. Das ist sicherlich die Haltung eines Kindes, das Angst hat vor der Dunkelheit und der Kälte, vor der Hitze und vor Leiden.
Das ist aber eine Haltung der Verweigerung - man verweigert die Freiheit und damit auch die Liebe.
Khalil Gibran hat dies in seinem Gedicht so schön beschrieben.
Menschen kommen zu Gott, wenn sie unter ihrem Getrenntsein leiden - wenn sie Sehnsucht nach Gott spüren. Wenn sie spüren, daß ihnen das Wesentliche fehlt.
Und das erfahren sie, wenn sie die Liebe erfahren und wenn sie ihr Unvermögen zu lieben erfahren.
Und nun der Prolog des Johannes -
Der Prolog: 1,1-18
1 Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.
2 Im Anfang war es bei Gott.
3 Alles ist durch das Wort geworden / und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
4 In ihm war das Leben / und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis / und die Finsternis hat es nicht erfasst.
6 Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
7 Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
8 Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
9 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, / kam in die Welt.
10 Er war in der Welt / und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum, / aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben,
13 die nicht aus dem Blut, / nicht aus dem Willen des Fleisches, / nicht aus dem Willen des Mannes, / sondern aus Gott geboren sind.
14 Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt / und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, / die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, / voll Gnade und Wahrheit.
15 Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
16 Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, / Gnade über Gnade.
17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
18 Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

ralf-fennig hat geschrieben:Was die Errettung angeht:
Da sagt Röm. 10,10 sehr klar wie es geht. Auch der 1. Johannesbrief ist da sehr klar. Er sagt uns auch das Jeder der leugnet das Jesus der Erlöser ist und ihn und den Vater leugnet der Antichrist ist. Wenn Du Geister unterscheiden möchtest kannst Du dort im 4. Kapitel auch DEN hilfreichen Hinweis bekommen.

Nur Gott kennt dein Herz - also hüte dich vor den Gedanken, du könntest den Anti-Christ erkennen.
ralf-fennig hat geschrieben:Und die Heilsgewissheit?
Gal 4,6 (Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater!) drückt es schon recht schön aus.

Könnte noch mehr raussuchen um Dir zu zeigen wie eindeutig die Bibel ist. Bin aber doch jetzt etwas müde...


Schön, wenn DIR das klar ist. Dann kannst du ja auch anderen klar machen, was dir klar ist.

Nur mal Gal 4,6 Da ist die Kindschaft Gottes bereits vorausgesetzt und ist die Bedingung, daß Gott Jesus gesandt hat.
Nun heißt das in meiner Bibel aber noch so:
6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater.

d.h. hier erkennt man also, daß es um die Söhne Abrahams geht, also auch um die Kinder Abrahams und wenn du den Brief kennen würdest, dann wüsstest du an wen der addressiert ist.
An die nämlich, die sich bereits für Kinder Gottes halten - also auch an solche wie du, die sich ihres Heiles gewiß sind!

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 27. Aug 2008, 21:36

chrystal hat geschrieben:„Und alle werden Schüler Gottes sein“, zitiert Jesus in der Brotrede des Johannes Evangeliums den Propheten Jesaja.


Wenn du aber schon den Bezug zu Jesaja ziehst warum schreibst du dann nicht daß sich die Stelle in Jesaja ja eigentlich auf die Kinder bezieht?

"und alle deine Kinder gelehrt vom HERRN und großen Frieden deinen Kindern." (Jes 54:13 - Lut1912)

Wessen Kinder?

"Rühme, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Freue dich mit Rühmen und jauchze, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HERR." (Jes 54:1 - Lut1912)

Hierauf nimmt Paulus deutlich Bezug:

"Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind zwei Testamente: eins von dem Berge Sinai, daß zur Knechtschaft gebiert, welches ist die Hagar; denn Hagar heißt in Arabien der Berg Sinai und kommt überein mit Jerusalem, das zu dieser Zeit ist und dienstbar ist mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter. Denn es steht geschrieben: »Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.« Wir aber, liebe Brüder, sind, Isaak nach, der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgte den, der nach dem Geist geboren war, also geht es auch jetzt. Aber was spricht die Schrift?« Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.« So sind wir nun, liebe Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien." (Gal 4:24-31 - Lut1912)

Also was wollen wir da jetzt entnehmen? Daß mit dem Wort "alles" hier dann einfach mal so alle Religionen gut zu heißen wären und einfach alles prima wäre? Gewiss nicht! Schon gar nicht wird hier der Auftrag zur Mission in Frage gestellt.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 27. Aug 2008, 22:12

chrystal hat geschrieben:Natürlich ist Jesus NICHT NUR eine gute Option. Aber um das erkennen zu können, muß man erstmal die Erfahrung gemacht haben, daß er eine GUTE Option ist.


Also eine falsche Erfahrung weil Jesus ja nicht nur eine gute Option ist.


Und dann sieht man weiter, ob das so bleibt.
Besser werden muß es nämlich nicht. GUT ist nämlich schon alles.
Gott allein ist gut.
Darüberhianus gibt es nur noch "Güter". Wer Gott verbessern will, der ist tief in der Versuchung verstrickt.


Das ist doch wiederum ein Mischmasch. Es ist nicht alles gut! Das stimmt ganz und gar nicht! Das würde auch überhaupt nur aufgehen wenn wir ja alle Gott wären. Das sind wir aber nicht! Ich bin nicht Gott sondern ein Geschöpf. Irgendwo erinnert mich das dann auch etwas an die Verführung in 1.Mo 3. Wenn du sagst alles ist gut dann muss doch auch der Teufel gut sein?

"Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Mit den bösen Menschen aber und verführerischen wird's je länger, je ärger: sie verführen und werden verführt." (2.Tim 3:12-13 - Lut1912)

"Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge." (1.Pet 5:8 - Lut1912)

"Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben." (Joh 8:44 - Lut1912)

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:5 - Lut1912)

"Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt." (1.Kor 10:20 - Lut1912)

"Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden. Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit. " (2.Thes 2:7-12 - Lut1912)

Jesus aber ist gut. Das glaube ich fest.


Es ist auch kein Beleg für die Richtigkeit der Verkündigung, wenn Massen begeistern werden.


Und was jetzt? Mk 16:15-16 streichen? Natürlich ist es kein Beleg für die Richtigkeit von irgend etwas wenn Massen begeistert werden. Das Evangelium ist aber nicht irgend etwas, noch braucht es einen Beleg von uns für die Richtigkeit. Am Evangelium ist nichts auszusetzen. Würden aber alle Menschen den Glauben an Jesus Christus finden wäre 2.Tim 3:1-5 sehr seltsam.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Zorro » Do 28. Aug 2008, 09:24

chrystal hat geschrieben: Darüber habe ich Gewißheit - das habe ich mir einverleibt - das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Und so habe ich auch Heil erfahren. Das ist meine Heilsgewißheit.
Ob ich diese noch morgen haben werde - weiß ich nicht. Und ob ich diese an andere verkünden kann, weiß ich auch nicht.


Schade, wenn du nicht weisst, ob du morgen die Heilsgewissheit noch hast. Gibt es in deinem Leben Störfaktoren, welche dich von dieser Gewissheit trennen wollen? Zum Beispiel andere Heilswege, die in Tat und Wahrheit keine sind?

Ich sag es dir - diese Gewißheit könntest du nur haben, wenn du Jesus Christus selber wärest.
Bist du es?


Das ist eine Suggestivfrage und darum beantworte ich sie auch nicht. Die Gewissheit habe ich, weil Gottes Wort sie mir verheisst. Daran glaube ich und zweifle keine Sekunde.


Matthäus 11
4 Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht:
5 Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet.
6 Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.
- ich verstehe jetzt, warum so manche Christen auf solche Sachen fixiert sind -

Durch diese Annahme, deren du dir gewiß bist, glaubst du eine Vollmacht erhalten zu haben, bezüglich aller anderen Menschen
Diese Vollmacht ermöglicht es dir, für andere Gottes Kinder zu sein, die wiederum an seinen Namen glauben.

Verstehe ich das richtig? Also - DAS ist deine Schablone.


Verstehe nicht worauf du hinaus willst. Jesus hat sichtbare Beweise erbracht, dass er Gottes Sohn ist. Die Menschen haben ihm dennoch nicht geglaubt. Heute ist es nicht anders. Man glaubt jedem dahergelaufenen Guru lieber als dem, der die Wahrheit ist.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Do 28. Aug 2008, 16:44

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Natürlich ist Jesus NICHT NUR eine gute Option. Aber um das erkennen zu können, muß man erstmal die Erfahrung gemacht haben, daß er eine GUTE Option ist.


Also eine falsche Erfahrung weil Jesus ja nicht nur eine gute Option ist.

Nein - eine Erfahrung, einfach nur eine Erfahrung. Falsche Erfahrungen gibt es nicht. Es gibt schlechte und gute Erfahrungen, aber nie falsche. Es gibt Irrtümer - das sind aber keine falschen Erfahrungen, sondern Erfahrungen, daß etwas, was man als richtig angenommen hat, falsch sein kann. Das nennt man im übrigen "lernen". Oder "umkehren" bzw. "Verhalten ändern".


Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Und dann sieht man weiter, ob das so bleibt.
Besser werden muß es nämlich nicht. GUT ist nämlich schon alles.
Gott allein ist gut.
Darüberhianus gibt es nur noch "Güter". Wer Gott verbessern will, der ist tief in der Versuchung verstrickt.


Das ist doch wiederum ein Mischmasch. Es ist nicht alles gut! Das stimmt ganz und gar nicht! Das würde auch überhaupt nur aufgehen wenn wir ja alle Gott wären. Das sind wir aber nicht! Ich bin nicht Gott sondern ein Geschöpf. Irgendwo erinnert mich das dann auch etwas an die Verführung in 1.Mo 3. Wenn du sagst alles ist gut dann muss doch auch der Teufel gut sein?

Gen 1
31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.

Der "Teufel" ist der Zweifel daran, ob denn wirklich alles gut ist, wie Gott es gemacht hat. Es ist auch der Zweifel daran, ob das was geschieht und geschehen ist, wirklich Gottes Wille ist.
Wenn wir uns dann verwirren lassen, und es besser machen wollen, dann kommt nichts besseres, sondern nur schlechteres heraus.

"Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Mit den bösen Menschen aber und verführerischen wird's je länger, je ärger: sie verführen und werden verführt." (2.Tim 3:12-13 - Lut1912)

"Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge." (1.Pet 5:8 - Lut1912)

"Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben." (Joh 8:44 - Lut1912)

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:5 - Lut1912)

"Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt." (1.Kor 10:20 - Lut1912)

Was sollen diese Zitate nun besagen? Widerlegen sie irgendetwas?
Führst du sie hier auf, weil das Wort "Teufel" darin vorkommt?

"Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden. Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit. " (2.Thes 2:7-12 - Lut1912)


Ist dir der Begriff "katechon" geläufig?

Grasy hat geschrieben:Jesus aber ist gut. Das glaube ich fest.

Markus 10
17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.


Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Es ist auch kein Beleg für die Richtigkeit der Verkündigung, wenn Massen begeistern werden.


Und was jetzt? Mk 16:15-16 streichen? Natürlich ist es kein Beleg für die Richtigkeit von irgend etwas wenn Massen begeistert werden. Das Evangelium ist aber nicht irgend etwas, noch braucht es einen Beleg von uns für die Richtigkeit. Am Evangelium ist nichts auszusetzen. Würden aber alle Menschen den Glauben an Jesus Christus finden wäre 2.Tim 3:1-5 sehr seltsam.


Sagt dir der Begriff "Markusschluß" etwas? Und ist dir klar, daß die beiden Briefe an Timotheus nicht von Paulus sein können, sondern bereits nach-paulinische Briefe sind?
Weisst du wie lange es gedauert hat, bis der heute uns gebräuchliche Kanon der Bibel feststand?

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Do 28. Aug 2008, 16:58

Zorro hat geschrieben:Schade, wenn du nicht weisst, ob du morgen die Heilsgewissheit noch hast. Gibt es in deinem Leben Störfaktoren, welche dich von dieser Gewissheit trennen wollen? Zum Beispiel andere Heilswege, die in Tat und Wahrheit keine sind?

Ich habe da keine Probleme mit, da ich mit der Unsicherheit gut leben kann.
Wenn du damit glücklich bist, schön, ich freue mich für dich.
Segen, Segen, Segen.
Aber ich diskutiere darüber nicht.
Ich lass mich lieber in jedem Augenblick aus meiner Sicherheit rufen.

Jesus hat sichtbare Beweise erbracht, dass er Gottes Sohn ist. Die Menschen haben ihm dennoch nicht geglaubt. Heute ist es nicht anders. Man glaubt jedem dahergelaufenen Guru lieber als dem, der die Wahrheit ist.
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Ja, natürlich - auch unsichtbare Beweise hat er erbracht.
Ich schließe auch bei einem dahergelaufenen Guru nicht aus, daß mir da Christus in seiner Wahrheit begegnet.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon kingschild » Do 28. Aug 2008, 17:05

chrystal hat geschrieben:
Der "Teufel" ist der Zweifel daran, ob denn wirklich alles gut ist, wie Gott es gemacht hat. Es ist auch der Zweifel daran, ob das was geschieht und geschehen ist, wirklich Gottes Wille ist.
Wenn wir uns dann verwirren lassen, und es besser machen wollen, dann kommt nichts besseres, sondern nur schlechteres heraus.



Hallo Chrystal

Hast Du Dir schon einmal überlegt warum Jesus uns das Vater unser lehrte.

Dein Wille komme so wie im Himmel so auch auf Erden. Wenn es schon voll der Wille des Vaters währe müssten wir nicht mehr darum beten.

Es gibt Dinge die lässt Gott zu aber sie haben absolut nichts mit seiner Schöpfung zu tun und schon gar mit seinem Willen.

God bless
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Do 28. Aug 2008, 17:36

kingschild hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:
Der "Teufel" ist der Zweifel daran, ob denn wirklich alles gut ist, wie Gott es gemacht hat. Es ist auch der Zweifel daran, ob das was geschieht und geschehen ist, wirklich Gottes Wille ist.
Wenn wir uns dann verwirren lassen, und es besser machen wollen, dann kommt nichts besseres, sondern nur schlechteres heraus.



Hallo Chrystal

Hast Du Dir schon einmal überlegt warum Jesus uns das Vater unser lehrte.

Lies doch einfach was in den Evangelien dazu steht.
Dein Wille komme so wie im Himmel so auch auf Erden. Wenn es schon voll der Wille des Vaters währe müssten wir nicht mehr darum beten.

Offensichtlich ist dir dieses Gebet nicht geläufig. wenigstens das sollte man aber auswendig können.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Matth. 10

Wir beten, daß das Reich komme, denn dies ist noch nicht da - wir beten aber, daß Sein Wille geschehe - offenbar, weil wir das mit unserem Willen immer verhindern. Wir beten also, daß wir fähig werden, das geschehen zu lassen, was Gott will, daß es geschieht.

Es gibt Dinge die lässt Gott zu aber sie haben absolut nichts mit seiner Schöpfung zu tun und schon gar mit seinem Willen.

Es gibt nichts in seiner Schöpfung, was außerhalb Gottes ist. Also hat alles mit Gott und seiner Schöpfung zu tun und natürlich auch mit dir.

Gruß
chrystal
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Fr 29. Aug 2008, 00:27

chrystal hat geschrieben:Das nennt man im übrigen "lernen".


Nenne es wie du willst. Es ist mir zuwieder auf derart Begriffen rumzureiten. ;) - Eines ist aber ganz gewiss: Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch ihn. Da gibt es keinen anderen Weg. Keinen einzigen. Aber es gibt viele Irrwege. Also ist es auch nicht recht Jesus als Option darzustellen wo es doch nur einen Weg zum Vater im Himmel gibt.


Führst du sie hier auf, weil das Wort "Teufel" darin vorkommt?


Du hast behauptet alles ist gut. Ich seh das durchaus nicht so. Ich meine das ist nicht biblisch, nicht wahr. In der Schrift steht nicht nur einmal vom Teufel. Und um nochmal auf Jes 54 zurückzukommen wo von Kindern steht. In Joh 8 aber steht weiter daß Menschen auch den Vater zum Teufel haben können und Jesus unterscheidet hier sehr wohl (Joh 8:38-45)

Auch hieraus kann man nicht ableiten "ist ja eh alles gut":

"Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen: des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen." (Mt 13:38-42 - Lut1912)


Ist dir der Begriff "katechon" geläufig?


Anstatt über den Begriff "katechon" zu grübeln finde ich es viel ratsamer aus 2.Thes zu beachten daß eben noch manches aussteht, der Tag Christi noch kommt und auch noch das Böse in der Welt ist.

"und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden." (2.Thes 2:10 - Lut1912)


Grasy hat geschrieben:Jesus aber ist gut. Das glaube ich fest.

Markus 10
17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.


Jup! Jesus ist gut! :))


Sagt dir der Begriff "Markusschluß" etwas? Und ist dir klar, daß die beiden Briefe an Timotheus nicht von Paulus sein können, sondern bereits nach-paulinische Briefe sind?
Weisst du wie lange es gedauert hat, bis der heute uns gebräuchliche Kanon der Bibel feststand?


Damit machst du aber eigentlich auch deutlich daß du der Bibel widersprichst (-> 1.Tim 1:1-2). :( - Wenn man aber der Bibel widerspricht und andererseits den Begriff "Markusschluß" bemüht warum zitierst du dann ein anders mal gleich aus Markus, wirfst anderen vor sie würden das Gebet nicht gut kennen oder sollten etwas auswendig lernen? Wenn man die Bibel so zum Teil in ein zweifelhaftes Licht stellt oder sich anderswo gar mancher Stellen zu entledigen sucht (Mk 16:15-16?!), kann man natürlich auch versuchen alles irgendwie als richtigen Weg darzustellen.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Fr 29. Aug 2008, 00:54

chrystal hat geschrieben:Es gibt nichts in seiner Schöpfung, was außerhalb Gottes ist.


Ich meine Augustinus haben solcherlei Gedanken sehr geplagt weil er vom Manichäismus sehr verwirrt wurde - kam dann jedoch zu einem deutlich anderem Schluss. Aber Augustinus ist keiner der die Bibel geschrieben hat also darf man seine Aussagen auch ruhig an der Bibel messen. In der Bibel steht daß der Mensch im Bilde Gottes geschaffen wurde nicht daß er selbst Gott ist - oder viele Menschen zusammen Gott ergeben. Auch steht nirgendwo in der Schrift daß Gott das Böse beinhalten würde. Das ist völlig verkehrt.

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:5 - Lut1912)

"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak 1:13 - Lut1912)

"Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir." (Joh 14:30 - Lut1912)

"Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. " (Jak 4:4 - Lut1912)


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Johncom » Fr 29. Aug 2008, 07:09

Es gibt Dinge die lässt Gott zu aber sie haben absolut nichts mit seiner Schöpfung zu tun und schon gar mit seinem Willen.

Das ist ja ein völliger Widerspruch. Wie soll es etwas außerhalb Gottes' Schöpfung geben, das ist doch Unsinn. Wenn Gott etwas zulässt, dann ist auch das Zulassen sein Wille. Und im weiten Sinne natürlich auch das, was der kleine Mensch gerade noch nicht versteht, das es passiert und wie und warum. Außer Gottes Wille kann es nichts geben.

Da kann man 100 Jahre lang die Bibel hin- und herstudieren, Zitate finden die Gottes Allmacht bestätigen und Zitate finden die sie einschränken. Im Endeffekt ist aber die Schrift nur die eine Seite. Die andere Seite ist der Leser. Der Mensch. Und seine im Moment vorhandene Fähigkeit, das was geschrieben steht auch einzuordnen. Anders gesagt: Seine Lebensreife. Oder Weiheit.

Diese Unterschiede sehen wir auch im ganz normalen täglichen Leben. Einige Kunden kaufen eine Zeitung mit dicken Schlagzeilen, die einem in 5 Minuten aufzeigt wo wieder das Böse in der Welt regiert hat, andere bevorzugen eine seriöse Zeitung, die Hintergrund liefert und dem Leser selbst die Schlüsse überlässt.

chrystal hat geschrieben:Es gibt nichts in seiner Schöpfung, was außerhalb Gottes ist. Also hat alles mit Gott und seiner Schöpfung zu tun und natürlich auch mit dir.


Ja, sicher. :D Und wer um diese Direkt-Heit Gottes, diese Allgegenwärtigkeit nicht weiss ... ja, da kann man nur beten, daß sie allen gewahr wird. Daß 'Sein Reich komme' für alle.

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Fr 29. Aug 2008, 13:36

Grasy hat geschrieben: Es ist mir zuwieder auf derart Begriffen rumzureiten. ;) -

Nun "Heilsgewissheit" ist auch ein Begriff.
Alles was wir zu verstehen glauben, erzeugen wir durch Verstand, also Begriffe.
Wenn wir hier darüber reden, dann können wir nur Begriffe verwenden - das schränkt unsere Kommunikation über das Unbegreifliche wesentlich ein. Erst in persönlicher Begegnung öffnet sich eine Tür aus dem Begriffs-Gebäude.
Eine Möglichkeit besteht auch darin sich durch Gebet und Kontemplation aus seinen Denkstrukturen zu lösen.

Eines ist aber ganz gewiss: Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch ihn. Da gibt es keinen anderen Weg. Keinen einzigen. Aber es gibt viele Irrwege. Also ist es auch nicht recht Jesus als Option darzustellen wo es doch nur einen Weg zum Vater im Himmel gibt.

Eine Option ist die Eröffnung einer Wahlmöglichkeit - nur wer keine Wahl hat, hat keine Option. Das ist uns durch den Willen Gottes gegeben, als Freiheit.
Ich kann mich eben FÜR oder GEGEN den Weg, die Wahrheit und das Leben entscheiden.
Die Frage ist - WER ist Jesus Christus FÜR mich?

Du hast behauptet alles ist gut. Ich seh das durchaus nicht so. Ich meine das ist nicht biblisch, nicht wahr. In der Schrift steht nicht nur einmal vom Teufel. Und um nochmal auf Jes 54 zurückzukommen wo von Kindern steht. In Joh 8 aber steht weiter daß Menschen auch den Vater zum Teufel haben können und Jesus unterscheidet hier sehr wohl (Joh 8:38-45)

Ja - sicher - das ist ja dann die Option gegen das Leben, die Wahrheit und den Weg. Der Teufel ist der Vater der Lüge und er ist im Detail überall, auch in der Weise, wie du oder ich die Schrift lesen und verstehen, denn der Sinn des Wortes kann in die rechte oder unrechte Richtung (-das bedeutet Sinn) verdreht, verwirrt werden.
Auch hieraus kann man nicht ableiten "ist ja eh alles gut":

Und DAS ist ein Beispiel, wie du Sinn verdrehst - ich habe Nicht geschrieben - ist ja eh alles gut. Wie wenn ich sagen würde - Schwamm drüber. DAS hat Gott nicht in Genesis 1 gemeint.

Vielmehr steht da: Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Wie ist das zu lesen?
Ich lese das so - In Gottes Augen ist Sein Werk gut.
In unseren Augen ist Gottes Werk nicht immer gut, weil wir nicht mit Gottes Augen sehen, sondern mit unseren, durch unsre beschränkte Sicht und Erkenntnis von Gut und Böse getrübten Blick.
In Gemeinschaft mit Christus sehen wir alles in einem anderen Licht.

"Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen: des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappen." (Mt 13:38-42 - Lut1912)

Betrachten wir also diese Schriftstelle. Matt. 13:24-30
Zunächst einmal ist das die Deutung des Gleichnis vom Unkraut und Weizen.
24 Und Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.
25 Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.
26 Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27 Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?
28 Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
29 Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.
30 Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Der entscheidende Satz ist "Lasst beides wachsen bis zur Ernte".

Im Zusammenhang mit unserer Diskussion hier nun ist aber folgender Satz wohl wichtig:
Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie sät, ist der Teufel.

Und nun heißt es aber - lasst beides wachsen bis zur Ernte.

Mir scheint du kannst diesem nicht gehorchen. Das ist auch schwer. vor allem, wenn man erkennt, was das Unkraut ist.

Und da bin ich dir wirklich dankbar, daß du da den 2. Thess aufgeführt hast.
Da geht es nämlich mit dem Begriff des "katechon" genau um dieses - Lasst alles wachsen bis zur Ernte.

Grasy hat geschrieben:Anstatt über den Begriff "katechon" zu grübeln finde ich es viel ratsamer aus 2.Thes zu beachten daß eben noch manches aussteht, der Tag Christi noch kommt und auch noch das Böse in der Welt ist.

"und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden." (2.Thes 2:10 - Lut1912)

Nun, die Sache ist es Wert, sich gründlichst damit auseinander zu setzen.

Und wieder hast du einen wesentlichen Halbsatz bei deinem Matthäus-Zitat unterschlagen!
Das beginnt nämlich damit
Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
38 der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen;

Der, der sein Kommen aufhält, ist derjenige, der ihm nicht gehorcht. Der also keine Geduld hat und sich weigert alles wachsen zu lassen. ein solcher glaubt, daß das Unkraut den guten Samen vernichtet. Er glaubt nicht an die Kraft des Guten.

Grasy hat geschrieben:
Jesus aber ist gut. Das glaube ich fest.

Markus 10
17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.


Jup! Jesus ist gut! :)) [/quote]
Du akzeptierst also nicht, was Jesus hier dem reichen Jüngling sagte? Du gehst also über das einfach hinweg? Niemand ist gut außer Gott. Hatten wir nicht schon mal dieses Wörtchen "niemand"? Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Jesus sah genau, warum der Jüngling ihn so angesprochen hat. Deshalb verwies er ihn an den Ursprung. Damit sagt Jesus auch, daß er sich nicht als gottgleich ansah, sondern ein Mensch war, wie der Jüngling auch. Daher ist auch alles, was er dem Jüngling dann aufgibt, menschenmöglich . Der Jüngling erkannte das und ging traurig weg, denn das, was menschenmöglich ist, war ihm nicht möglich.

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Sagt dir der Begriff "Markusschluß" etwas? Und ist dir klar, daß die beiden Briefe an Timotheus nicht von Paulus sein können, sondern bereits nach-paulinische Briefe sind?
Weisst du wie lange es gedauert hat, bis der heute uns gebräuchliche Kanon der Bibel feststand?


Damit machst du aber eigentlich auch deutlich daß du der Bibel widersprichst (-> 1.Tim 1:1-2). :( - Wenn man aber der Bibel widerspricht und andererseits den Begriff "Markusschluß" bemüht warum zitierst du dann ein anders mal gleich aus Markus, wirfst anderen vor sie würden das Gebet nicht gut kennen oder sollten etwas auswendig lernen? Wenn man die Bibel so zum Teil in ein zweifelhaftes Licht stellt oder sich anderswo gar mancher Stellen zu entledigen sucht (Mk 16:15-16?!), kann man natürlich auch versuchen alles irgendwie als richtigen Weg darzustellen.

Du solltest dich nicht mit der Bibel verwechseln.
Ich widerspreche dir. und deinem Verständnis. Wenn du dies zum absoluten Maßstab machen willst und dir dazu die Bibel als Zeugen heranziehst, dann ist das deine Weise des Glaubens. Meine ist es nicht.
Aber ich bin mir bewußt, daß in meiner Welt und meinem Acker nicht nur der gute Samen gesät ist, sondern auch das Unkraut.

Ich empfehle dir auch, nicht nur auswendig zu lernen, sondern auch laut zu lesen. Damit du hörst, welche Dimension die Bibel enthält.

Um das noch zu ergänzen - der Sendungsauftrag geht nur an die, die Christus gesandt hat. Und das sind alles Menschen, die für die Welt gestorben sind. Auf deren Acker also, nichts mehr gesäht werden kann.


Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Fr 29. Aug 2008, 13:44

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Es gibt nichts in seiner Schöpfung, was außerhalb Gottes ist.


Ich meine Augustinus haben solcherlei Gedanken sehr geplagt weil er vom Manichäismus sehr verwirrt wurde - kam dann jedoch zu einem deutlich anderem Schluss. Aber Augustinus ist keiner der die Bibel geschrieben hat also darf man seine Aussagen auch ruhig an der Bibel messen. In der Bibel steht daß der Mensch im Bilde Gottes geschaffen wurde nicht daß er selbst Gott ist - oder viele Menschen zusammen Gott ergeben. Auch steht nirgendwo in der Schrift daß Gott das Böse beinhalten würde. Das ist völlig verkehrt.

Gott hat den Menschen aber nicht außerhalb seiner Schöpfung gestellt. Der Mensch stellt sich in seinem Bewußtsein und Geist außerhalb der Schöpfung - er nimmt sich da aus - und sondert sich ab - was ja das Wort Sünde bedeutet - sich absondern ( von Gott und seiner Schöpfung).

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:5 - Lut1912)

Die Finsternis ist in dir. Es ist dein Selbstbewußtsein, daß dich verfinstert. Deine Vorstellung von dir und Gott, was sich vor das Licht stellt. Dein Schatten, deine dunklen Seiten, die du nicht ins Licht bringen willst. Alles was du verdrängst. Und genau das ist "Welt".
"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak 1:13 - Lut1912)

Aber wir beten auch - Und führe mich nicht in Versuchung.

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mo 1. Sep 2008, 21:50

chrystal hat geschrieben:Ich lese das so - In Gottes Augen ist Sein Werk gut.


Nur willst du jetzt den Sündenfall als niemals geschehen darstellen? Gerade das ist ja das Problem: Die Sünde. Jeder aber der die Sünde tut ist der Sünde Knecht. Und da kann man nicht einfach irgendwelche Wege oder irgendwas als Lösung darstellen. Auch das hat Gott gesehen:

"Da aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar," (1.Mo 6:5 - Lut1912)

Und es folgte die Sintflut. Es steht aber noch ein Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen aus.

"Aber aus Mutwillen wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die dieselben mit der Sintflut verderbt. Also auch der Himmel, der jetztund ist, und die Erde werden durch sein Wort gespart, daß sie zum Feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen." (2.Pet 3:5-7 - Lut1912)

Aber nicht nur das - kurz darauf schreibt Petrus noch von einem neuem Himmel und einer neuen Erde und er bestätigt sogar den Paulus - das heißt seine Briefe!

"Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem HERRN ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der HERR verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des HERRN Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des HERRN, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir aber warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet; und die Geduld unsers HERRN achtet für eure Seligkeit, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat, wie er auch in allen Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche die Ungelehrigen und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch den Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verführt werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. 18 Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers HERRN und Heilandes Jesu Christi. Dem sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen." (2.Pet 3:9-17 - Lut1912)

In dieser Welt ist Tod. In dieser Welt ist Leid. In dieser Welt sind Tränen und Schmerz und Geschrei. -> Vergl. Off 21:4-5
Manches davon mag wohl diesem oder jenem Religionsstifter aufgefallen sein - das heißt aber nicht daß der Mensch sich jetzt sein eigenes Evangelium schreiben kann daß funktioniert. Das geht nicht. Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus.


Im Zusammenhang mit unserer Diskussion hier nun ist aber folgender Satz wohl wichtig:
Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie sät, ist der Teufel.

Und nun heißt es aber - lasst beides wachsen bis zur Ernte.

Mir scheint du kannst diesem nicht gehorchen. Das ist auch schwer. vor allem, wenn man erkennt, was das Unkraut ist.


Die welche warten sollen sind die Engel. Jesus aber hat aufgetragen das Evangelium zu verkünden. Jetzt mag so mancher Weizen hier noch dem Unkraut gleichen (und das ist wohl bitter) - das heißt aber nicht daß am Ende alles Weizen ist.


Grasy hat geschrieben:Du akzeptierst also nicht, was Jesus hier dem reichen Jüngling sagte? Du gehst also über das einfach hinweg?


Vielleicht willst du mich auch nicht verstehen? :) Natürlich akzeptiere ich was Jesus hier dem reichen Jüngling sagte. Ich weiß nicht wie oft wir den reichen Jüngling diesbezüglich hier schon hatten und immer wieder muss ich feststellen daß manche offenbar folgern wollen Jesus sei nicht gut. Jesus ist gut! Hab ich dir nicht schon mal die Hinwiese auf Off 1:8+17-18/Off 22:13 bzw. Joh 10:30 oder Heb 1? Für mich gehört Vater und Sohn zusammen. Wäre der reiche Jüngling ein Philippus nach Johannes 14 gewesen dann hätte er auf die Frage auch entsprechend antworten können. Wenn er das aber nicht kann dann hat er allen Grund sich über die Frage etwas den Kopf zu zerbrechen.

"Und abermals, da er einführt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«" (HEb 1:6 - Lut1912)


Damit sagt Jesus auch, daß er sich nicht als gottgleich ansah, sondern ein Mensch war, wie der Jüngling auch.


Kein Mensch war wie Jesus. Welcher Mensch hätte von sich behaupten können er hätte nie gesündigt? Welcher Mensch hätte die Sünden der Menschen auf sich nehmen können? Welcher Mensch hätte es sich gefallen lassen dürfen daß andere ihn anbeten?

Vergleiche mal Jes 44:6 mit Mt 21:5 und Off 1:17


Der Jüngling erkannte das und ging traurig weg, denn das, was menschenmöglich ist, war ihm nicht möglich.


"Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott." (Mk 10:26-27 - Lut1912)


Grasy hat geschrieben:Du solltest dich nicht mit der Bibel verwechseln.
Ich widerspreche dir. und deinem Verständnis.


Ich bin doch nicht die Bibel! :? Nene, wenn du behauptest daß die Briefe an Timotheus nicht vom Paulus sein können dann widersprichst du der Schrift:

"Paulus, ein Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes, und des HERRN Jesu Christi, der unsre Hoffnung ist, dem Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unserm Vater, und unserm HERRN Jesus Christus!" (1.Tim 1:1-2 - Lut1912)


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mo 1. Sep 2008, 22:01

chrystal hat geschrieben:
"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak 1:13 - Lut1912)

Aber wir beten auch - Und führe mich nicht in Versuchung.


Ja und ich bin froh daß das auch zum Gebet aus Mt 6 dazu gehört (und auch das weitere). Aber ich frage mich was willst du da jetzt ableiten? Einen Widerspruch zu Jak 1:13? Oder warum nennst du das gerade jetzt? Denn da gibt's nichts dran zu rütteln:
"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:7 - Lut1912)

Gott ist nicht böse - Gott ist gut! Es gibt aber auch das Böse. Das zeigt die Bibel sicher an hunderten wenn nicht tausenden Stellen auf. Das kann man nicht einfach alles mit einen "=" versehen.

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Di 2. Sep 2008, 20:33

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Ich lese das so - In Gottes Augen ist Sein Werk gut.


Nur willst du jetzt den Sündenfall als niemals geschehen darstellen? Gerade das ist ja das Problem: Die Sünde. Jeder aber der die Sünde tut ist der Sünde Knecht.

In dieser Welt ist Tod. In dieser Welt ist Leid. In dieser Welt sind Tränen und Schmerz und Geschrei. -> Vergl. Off 21:4-5

- das heißt aber nicht daß der Mensch sich jetzt sein eigenes Evangelium schreiben kann daß funktioniert. Das geht nicht.

Das geht schon - denn, was immer du auch aus der Schrift herausliest und verkündest, ES IST DEIN EIGENES EVANGELIUM - wenn du aber nicht erkennst, daß DAS Evangelium auch DEIN eigenes Evangelium sein will, erkennst du nicht denjenigen, der auch dich erlösen will. Wovon will er dich erlösen?
Von dir selbst. Und von deinem abstrakten Verständnis über Jesus.
Aber du betrachtest dich höchstwahrscheinlich als erlöst und bildest dir ein alles sei bei dir palletti.

Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus.

Nee - es heißt richtig außer durch mich. Und das ist nicht jemand, der außerhalb von dir, zwischen Buchstaben steht, sondern daß ist der, der IN dir "Sohn" ist.

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Im Zusammenhang mit unserer Diskussion hier nun ist aber folgender Satz wohl wichtig:
Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie sät, ist der Teufel.

Und nun heißt es aber - lasst beides wachsen bis zur Ernte.

Mir scheint du kannst diesem nicht gehorchen. Das ist auch schwer. vor allem, wenn man erkennt, was das Unkraut ist.


Die welche warten sollen sind die Engel. Jesus aber hat aufgetragen das Evangelium zu verkünden. Jetzt mag so mancher Weizen hier noch dem Unkraut gleichen (und das ist wohl bitter) - das heißt aber nicht daß am Ende alles Weizen ist.

Was heißt es denn? Am Ende IST alles Weizen, weil das Unkraut vernichtet ist. Bei mir ist Ende wirklich Ende und nicht vor dem Ende.
Der Auftrag zur Verkündigung bedeutet doch, daß jeder Christ offen und furchtslos bekennen soll und die Freude des Evangeliums in die Welt hinaus tragen soll, wie ein Licht in die Finsternis.
Er bedeutet nicht, daß der Christ sich einbildet, er würde säen. Es sät nur der Sohn.
Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
Das ist der, der IN dir "Sohn" ist - nicht der, der in dir "Schrift" ist.

Grasy hat geschrieben:Vielleicht willst du mich auch nicht verstehen? :)

Sagen wir mal so, ich bemühe mich - und wenn Gott will wird das auch gelingen. Immerhin bemühst du dich ja auch.

Grasy hat geschrieben:
Natürlich akzeptiere ich was Jesus hier dem reichen Jüngling sagte. Ich weiß nicht wie oft wir den reichen Jüngling diesbezüglich hier schon hatten und immer wieder muss ich feststellen daß manche offenbar folgern wollen Jesus sei nicht gut. Jesus ist gut! Hab ich dir nicht schon mal die Hinwiese auf Off 1:8+17-18/Off 22:13 bzw. Joh 10:30 oder Heb 1? Für mich gehört Vater und Sohn zusammen. Wäre der reiche Jüngling ein Philippus nach Johannes 14 gewesen dann hätte er auf die Frage auch entsprechend antworten können. Wenn er das aber nicht kann dann hat er allen Grund sich über die Frage etwas den Kopf zu zerbrechen.

Offensichtlich nicht oft genug - und außerdem war ich da nicht bei der Diskussion dabei :-)
Ich wiederhole es gerne nochmal - die Antwort Jesu ist ja eindeutig - Gott allein ist gut.
Was heißt das? Es heißt - nach meinem Verständnis - Jesus ist nur DURCH Gott gut. Weil Gott will, daß Jesus gut ist, ist Jesus gut. Nicht aus eigener Leistung und Vermögen. Der Jüngling suchte aber in die Richtung - eigenes Vermögen - was kann ich tun? fragte er. Und da hätte Jesus gleich antworten können - garnichts. Das wäre aber nicht richtig gewesen, denn auch das eigene Vermögen muß eingesetzt werden. Nur wie? Und da ist die Antwort Jesus geradezu genial - verschenk alles, was du als dein Vermögen betrachtest - also verschenk dich.
Gib dich auf, gib alles auf, was du dir vorstellst, wer du bist, wer Gott ist und wer Jesus ist.

"Und abermals, da er einführt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«" (HEb 1:6 - Lut1912)

Das tun diese ja auch. Aber bist du ein Engel?

Grasy hat geschrieben:Kein Mensch war wie Jesus. Welcher Mensch hätte von sich behaupten können er hätte nie gesündigt? Welcher Mensch hätte die Sünden der Menschen auf sich nehmen können? Welcher Mensch hätte es sich gefallen lassen dürfen daß andere ihn anbeten?

Vergleiche mal Jes 44:6 mit Mt 21:5 und Off 1:17

Kein Mensch ist wie du. Das ist doch nicht der Punkt. Jesus war Mensch und er ist Mensch. Er ist das menschliche in jedem Menschen. Das wahre Menschsein in jedem Menschen. Dieses wahre Menschsein in dir, hat nie gesündigt und wird auch vor Gott geheiligt sein. Der Rest, alles deine unwahren menschlichen Anteile, sind erlöst und das, was nicht erlöst werden kann, weil du es nicht verschenkst, sondern unbedingt darauf bestehst, daß das zu dir gehört, das wird als Unkraut vernichtet werden. Solange du an deinen Vorstellunge klebst, wer Jesus ist und es auch noch mit der Schrift "schwarz auf weiß" belegt haben willst, solange, verweigerst du auch die Hingabe deiner Selbst. Solange du nicht dir selbst gestorben bist, kannst du auch die Offenbarung des Johannes nicht verstehen. Zitieren kann jeder.

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Der Jüngling erkannte das und ging traurig weg, denn das, was menschenmöglich ist, war ihm nicht möglich.


"Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott." (Mk 10:26-27 - Lut1912)

Ich hoffe es wird dir deutlich, weshalb du mich nicht verstehst. Wenn du dieses Zitat von mir, mit dieser schriftstelle zusammen bingst, dann laufen da einige Drähte bei dir zu falschen Schaltungen. :D
Auf der einen Seite, müssen wir alles was uns menschenmöglich ist tun, um Jesus nachzufolgen. Andererseits müssen wir wissen, daß wir garnichts vermögen. Alles ist von Gott. Und wenn Gott will, daß alle deine Mühe umsonst ist und daß alle deine Anstrengung ins Gegenteil sich verkehrt und du zum Unheil wirst, dann ist da so. Dennoch, mußt du alles tun, daß dies nicht der Fall ist.
Der genaue Text -aus dem du wieder was geschnipselt hast - lautet:
26 Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?
27 Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.
28 Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
29 Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,
30 wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
31 Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Der ganze Abschnitt macht doch deutlich, daß nicht der Mensch sich rettet, sondern Gott. Auch der Mensch, der anderen das Evangelium verkündet, rettet nicht. Und auch der, der glaubt, er sei gerettet, sollte lieber genau daran zweifeln.

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Du solltest dich nicht mit der Bibel verwechseln.
Ich widerspreche dir. und deinem Verständnis.


Ich bin doch nicht die Bibel! :? Nene, wenn du behauptest daß die Briefe an Timotheus nicht vom Paulus sein können dann widersprichst du der Schrift:

"Paulus, ein Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes, und des HERRN Jesu Christi, der unsre Hoffnung ist, dem Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unserm Vater, und unserm HERRN Jesus Christus!" (1.Tim 1:1-2 - Lut1912)

Die beiden Briefe an Timotheus sind nicht von Paulus.
In diesen Briefen handelt es sich nicht mehr um die Belehrung einer Gemeinde in Briefform, gleichsam als Fortsetzung der mündlichen Verkündigung. Hier werden die kirchlichen Autoritäten, die für den Bestand und das Blühen der Gemeinden die Verantwortung tragen, von demjenigen angeschrieben, der zumindest fiktiv über ihnen steht. Der Absender der Schreiben weiß sich gleichsam für die Amtsträger und deren Bewährung verantwortlich.

Aus all dem kann man entnehmen, dass sich hier bereits ein starkes hierarchisches Gefälle zeigt. Es gibt bereits einen ausgesprochenen Gemeindeleiter, einen Episkopen, es gibt Presbyter und Diakone.
Das ist Paulus noch völlig fremd gewesen und muß daher in die nachpaulinische Zeit bezogen werden.

Nun ist das weder schlimm noch verwunderlich, denn es gab immerhin eine sogenannte Paulusschule und eine Art Briefredaktion, sowie zahlreiche Schüler Paulus, die die echten Briefe bearbeiteten und die auch im Stil des Paulus Briefe verfassten.

Im übrigen haben Paulus und haben die Evangelisten die "Schrift" ergänzt und was wir heute als Schrift bezeugen, ist nicht die Schrift, die Paulus noch kannte.
Hätte Paulus sich weiterhin als Schriftgelehrter seiner Erfahrung verweigert, wäre kein einziger Brief von ihm geschrieben worden. Die Schrift ist genauso wie das Gesetz FÜR die Menschen und nicht umgekehrt.

Gruß
chrystal
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon ralf-fennig » Di 2. Sep 2008, 20:58

Ist es nicht wunderbar das der Herr stärker ist als all der Unglaube und Zweifel?
Ich bin dem Heiland Jesus Christus dankbar das er mir Gewissheit geschenkt hat das jedes Wort der Bibel Autorität hat und authentisch ist.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Di 2. Sep 2008, 22:03

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:
"Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand." (Jak 1:13 - Lut1912)

Aber wir beten auch - Und führe mich nicht in Versuchung.


Ja und ich bin froh daß das auch zum Gebet aus Mt 6 dazu gehört (und auch das weitere). Aber ich frage mich was willst du da jetzt ableiten? Einen Widerspruch zu Jak 1:13? Oder warum nennst du das gerade jetzt? Denn da gibt's nichts dran zu rütteln:
"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis." (1.Joh 1:7 - Lut1912)

Gott ist nicht böse - Gott ist gut! Es gibt aber auch das Böse. Das zeigt die Bibel sicher an hunderten wenn nicht tausenden Stellen auf. Das kann man nicht einfach alles mit einen "=" versehen.

Mfg,
Grasy


Jak 1:13 geht ja noch weiter und das ist nicht gerade etwas, was man unter den Tisch fallen lassen sollte:

14 Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt.
15 Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.
16 Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder;
17 jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.
18 Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.

Woher kommt die Begierde? Findest du sie in der Bibel? Oder ist sie nicht in deinem Herzen und die Schrift lenkt nur davon ab? Siehst du mit dem Herzen und damit auch mit deiner Begierde - oder hast du die Schrift als eine Brille auf ?

Die schlimmste Begierde für einen Christen ist die, zu glauben er handle im Auftrag Gottes und habe das Werk Gottes auf Erden zu tun. Und da ist dann auch der Missionauftrag gerade recht - und wird auch mißverstanden, von allen, die gierig sind auf Gott und Christus. Es erscheint ja als erhebendes Gefühl, als besondere Wertschätzung, ausgewählt worden zu sein das Evangelium zu verkünden. Und man bildet sich ein, ganz sicher auf der Seite Gottes zu stehen.

Zum Bösen nun und der Versuchung -
Das Böse gibt es nicht, so wie es das Gute als Gut gibt. Das Böse ist eine geistige Qualität, die sich immer an einen konkreten Menschen dranhängen muß und nie allein für sich bestehen kann, sondern immer andere Menschen braucht, die davon angesteckt werden müssen.
Nur der Mensch, der nichts mehr will, als Gottes Kind sein oder IN Christus sein, lässt Christus selbst in ihm und durch ihn das Evangelium verkünden. Nur Christus IN uns widersteht dem Bösen und er Versuchung, wir sind ihm hingegen hilflos und schutzlos ausgeliefert. Daher meidet man das Böse in jeder Gestalt - Paulus - und d.h. man unterscheidet nicht zwischen Gut und Böse. Man lässt sich auf diese Ebene nicht ein und richtet nicht.
Bonhoeffer hat das in seinem Buch "Nachfolge" ausführlich beschrieben, wie das gemeint ist und auch in seiner Schrift "Versuchung" geht er da explizit ein. Aber ich bitte um Vergebung, daß ich das hier nicht abschreibe.

Nun ist dieser thread ja zu dem Thema "Verhalten der Christen zu anderen Religionen" und da sollte doch zunächst unterschieden werden, welche Christen gemeint sind. Es gibt nicht nur viele unterschiedliche christliche Bekenntnisse inzwischen, aber es gibt auch Christen die unterschiedliche Beziehungen zu Menschen anderer Religionen haben. Komme ich als Gemeindemitglied mit Gläubigen anderer Religionen zusammen oder gehe ich bewußt auf andere Gläubige zu, um sie zu bekehren.
Bin ich dazu gesandt worden, habe ich also einen Auftrag oder handle ich aus meinen eigenen Vorstellungen und Interessen?
Wenn ich mit Menschen in der Mission spreche, dann sind das alles Leute, die sich im Allgemeinen heute vorbildlich verhalten. Es gibt auch Ausnahmen, das ist aber nicht der Punkt.
Mission ist immer mit sozialer und materieller Unterstützung verbunden und daher lässt sich dagegen so nichts einwänden, außer man sieht darin auch eine Art "Bestechung".
Eine andere Form der Beziehung ist der sogenannte Synkretismus, d.h. es werden fremde Glaubensinhalte in den eigenen integriert oder, wie das in asiatischen Ländern üblich ist, man ist getaufter Christ, aber auch Buddhist und natürlich auch noch das, was so allgemeine Tradition ist.
Das gilt für Lateinamerika ebenso, wie für Australien. Aber auch in den Formen der Volksfrömmigkeit in katholischen und orthodoxen Ländern findet sich ein Sammelsurium von Aberglauben.
Und das gilt auch für die sogenannten wiedergeborenen Christen, die zwar sich als gerettet glauben, aber ansonsten ihr altes Leben weiterführen, außer vielleicht beim Alkoholmißbrauch sich sichtbar geändert haben. Dagegen haben sie dann andere, schlimmere Süchte eingetauscht. Es ist doch schon komisch, daß der Born-Again Christ G.W.Bush als der bislang schlechteste Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. Ich denke, der Grund dafür ist, daß er keine selbständige eigene Position beziehen kann, also eine gewisse persönliche Unreife hat. Dieser Mangel an erwachsener Verantwortlichkeit scheint mir von einer grundlegenden Abhängigkeit und außengeleiteter Struktur her zu kommen. Eine Wurzel liegt schon in der Art des Billy Graham und seiner Formel -
4 steps to peace with God
http://www.billygraham.org/SH_StepsToPeace.asp
Will you receive Jesus Christ right now?

Here is how you can receive Christ:
1. Admit your need (I am a sinner).
2. Be willing to turn from your sins (repent).
3. Believe that Jesus Christ died for you on the Cross and rose from the grave.
4. Through prayer, invite Jesus Christ to come in and control your life through the Holy Spirit.
(Receive Him as Lord and Savior.)


Es ist auch ein bißchen wie katholisch, jedenfalls früher - man geht zur Beichte, wöchentlich,
bekennt sich als sünder, bekennt und bereut seine Sünden, betet 3 Vaterunser, und Pkt. 3 und 4
werden dann Sonntags abgehakt. Funktioniert nicht.

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Di 2. Sep 2008, 22:24

ralf-fennig hat geschrieben:Ist es nicht wunderbar das der Herr stärker ist als all der Unglaube und Zweifel?
Ich bin dem Heiland Jesus Christus dankbar das er mir Gewissheit geschenkt hat das jedes Wort der Bibel Autorität hat und authentisch ist.


Das einzige was authentisch ist, ist der lebendige, auferstandene Christus. Nicht ein einziges Wort der Bibel hat diese Autorität, sondern nur das lebendige Wort.

Im übrigen ist es keine Kunst keinen Zweifel zu haben, wenn man nur an der Oberfläche rumkratzt.
:praise:


Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon ralf-fennig » Di 2. Sep 2008, 23:01

chrystal hat geschrieben:
ralf-fennig hat geschrieben:Ist es nicht wunderbar das der Herr stärker ist als all der Unglaube und Zweifel?
Ich bin dem Heiland Jesus Christus dankbar das er mir Gewissheit geschenkt hat das jedes Wort der Bibel Autorität hat und authentisch ist.


Das einzige was authentisch ist, ist der lebendige, auferstandene Christus. Nicht ein einziges Wort der Bibel hat diese Autorität, sondern nur das lebendige Wort.

Im übrigen ist es keine Kunst keinen Zweifel zu haben, wenn man nur an der Oberfläche rumkratzt.
:praise:


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Da bist Du ja schnell in Deinem Urteil.
Pass auf das Du Dich nicht selbst zu Gericht urteilst!
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 3. Sep 2008, 08:26

ralf-fennig hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:
ralf-fennig hat geschrieben:Ist es nicht wunderbar das der Herr stärker ist als all der Unglaube und Zweifel?
Ich bin dem Heiland Jesus Christus dankbar das er mir Gewissheit geschenkt hat das jedes Wort der Bibel Autorität hat und authentisch ist.


Das einzige was authentisch ist, ist der lebendige, auferstandene Christus. Nicht ein einziges Wort der Bibel hat diese Autorität, sondern nur das lebendige Wort.

Im übrigen ist es keine Kunst keinen Zweifel zu haben, wenn man nur an der Oberfläche rumkratzt.
:praise:


Gruß
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Da bist Du ja schnell in Deinem Urteil.
Pass auf das Du Dich nicht selbst zu Gericht urteilst!


Danke für die Warnung - sei froh, daß du in Ordnung bist, geheilt und sauber. Du weißt ja, nur Kranke brauchen einen Arzt. Nur Sünder brauchen Christus und zu denen ist er gesandt worden.
Wenn du also keine Zweifel mehr über deine Sünden hast, dann sei doch einfach zufrieden. Kümmere dich nicht über mich, die sehr wohl Zweifel hat. Meine Selbstwahrnehmung ist eben sehr begrenzt und ich setz mich auch nicht einfach hin und behaupte alles pauschal zu bekennen.
Ich kann nur über meine Vergangenheit Rechenschaft ablegen. Und das sollte jeder täglich tun - ein kurzer Rückblick über den Tag. Und dann sollte man auch für den nächsten Tag sich Gedanken machen, was man tun will und was man unterlassen will.
Und dann spürt man sehr viel von seinen Unzulänglichkeiten und lässt solche großen Worte.

Wenn man sich allerdings bequem in seinem Glauben einrichtet - dann spürt man allerdings nichts.
Im persönlichen Alltag bewährt sich der Glaube und auch unsere Beziehung zur Schrift.


Gruß
chrystal
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Sohar » Mi 3. Sep 2008, 09:18

chrystal hat geschrieben:
Danke für die Warnung - sei froh, daß du in Ordnung bist, geheilt und sauber. Du weißt ja, nur Kranke brauchen einen Arzt. Nur Sünder brauchen Christus und zu denen ist er gesandt worden.
Wenn du also keine Zweifel mehr über deine Sünden hast, dann sei doch einfach zufrieden. Kümmere dich nicht über mich, die sehr wohl Zweifel hat. Meine Selbstwahrnehmung ist eben sehr begrenzt und ich setz mich auch nicht einfach hin und behaupte alles pauschal zu bekennen.
Ich kann nur über meine Vergangenheit Rechenschaft ablegen. Und das sollte jeder täglich tun - ein kurzer Rückblick über den Tag. Und dann sollte man auch für den nächsten Tag sich Gedanken machen, was man tun will und was man unterlassen will.
Und dann spürt man sehr viel von seinen Unzulänglichkeiten und lässt solche großen Worte.

Wenn man sich allerdings bequem in seinem Glauben einrichtet - dann spürt man allerdings nichts.
Im persönlichen Alltag bewährt sich der Glaube und auch unsere Beziehung zur Schrift.


Gruß
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Liebe Crystal,

ich verfolge deine Beiträge mit besonderem Interesse. Das liegt nicht nur an deiner bildhaften und ausgesuchten Sprache, sondern auch an deinen, oft kristallklaren Schlussfolgerungen. Aber, urteilst du nicht zu schnell, zu extrem und oft ein wenig irreal über die Ansichten und Meinungen anderer Menschen?
Machst du hier nicht selbst das, was du an anderen Menschen nicht müde wirst vorzuwerfen?

Warum diese Unduldsamkeit, warum nicht einmal die Beiträge anderer User etwas genauer lesen, vielleicht einmal Nachfragen ehe man urteilt, oder - aburteilt?

Das Medium Internet/Forum ist für Missverständnisse aller Art geradezu "geschaffen", da man leider nur die Möglichkeit hat sich über Schrift, Text und die daraus resultierende Sprache zu verständigen, aber ich bin trotzdem der Meinung, das deine Unduldsamkeit sehr lieblos und überzogen wirkt (vielleicht eben dadurch!)
Du hast deine (vermeintliche) Wahrheit gefunden, verkündest diese aber auch, ebenso wie andere, als ein feststehend absolutes und totalitäres. Ist das nicht auch eine Art von selbstherrlich egoistischer "Losgelöstheit"?

Liebe Grüße

Sohar
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 3. Sep 2008, 13:44

Lieber Sohar,

danke für deine Worte. Ja, ich habe auch schon darüber nachgedacht und mir überlegt, wie ich mehr Milde, Geduld und Freundlichkeit mit meinen Beiträgen "herüber bringe". Es tut mir auch leid, wenn das so angekommen ist. Du scheinst da auch ein besonderes Gespür dafür zu haben, denn du bist der erste, der sich darüber beklagt.
Danke für dein feedback.

Jetzt will ich dir noch in der Sache antworten -

Sohar hat geschrieben:ich verfolge deine Beiträge mit besonderem Interesse. Das liegt nicht nur an deiner bildhaften und ausgesuchten Sprache, sondern auch an deinen, oft kristallklaren Schlussfolgerungen. Aber, urteilst du nicht zu schnell, zu extrem und oft ein wenig irreal über die Ansichten und Meinungen anderer Menschen?

Nein. Ich urteile nicht zu schnell - ich urteile. Das mag dir extrem erscheinen oder irreal, aber jeder, der hier seine Ansichten darlegt, urteilt automatisch über alle anderen Ansichten. So ist das nun mal. Mir persönlich macht es garnichts, wenn ich mit meiner Ansicht allein auf weiter Flur bin - . Und meine Beiträge sind auch nicht nur mal so dahin gesagt - ich schreibe hier voll Absicht.
Ich will hier keine Anhänger sammeln.
Machst du hier nicht selbst das, was du an anderen Menschen nicht müde wirst vorzuwerfen?

Ich glaube nicht, daß ich bisher irgendjemand etwas "vorgeworfen" habe. Aber wenn du nachschaust, dann findest du vielleicht etwas. Allerdings lege ich auch schon mal den Finger auf Sachen - und sage "da" - guck mal" -. Wir tauschen hier Gedanken aus - das erscheint manchen dann als unangenehm.
Warum diese Unduldsamkeit, warum nicht einmal die Beiträge anderer User etwas genauer lesen, vielleicht einmal Nachfragen ehe man urteilt, oder - aburteilt?

Wie kommst du denn darauf? Hast du die beiden Beiträge, auf die sich das jetzt bezieht, genau gelesen? Es sah mir nicht danach aus, daß hier weitere Fragen erwünscht gewesen waren.
Und dann - was heißt denn Fragen? Lies doch mal in der Bibel - NT - wer wen was fragt. Es gibt in Wahrheit keine Fragen. Nichts ist fragwürdig. Alles ist Antwort.
Das Medium Internet/Forum ist für Missverständnisse aller Art geradezu "geschaffen", da man leider nur die Möglichkeit hat sich über Schrift, Text und die daraus resultierende Sprache zu verständigen, aber ich bin trotzdem der Meinung, das deine Unduldsamkeit sehr lieblos und überzogen wirkt (vielleicht eben dadurch!)

Du kannst trotzdem dieser Meinung sein, daß meine Unduldsamkeit sehr lieblos und überzogen wirkt. Und nun? Mach' mal einen Vorschlag? Soll ich erstmal ein paar Schnörkel und Floskeln einbauen, damit du das Gefühl hast, es wäre nicht so schlimm, wenn ich dann mit meinen Gedanken komme? Dir sind meine Gedanken unangenehm - och? Tut es weh? Das ist gut, denn dann kommt es ja an. Es wird gespürt - was anderes will ich doch auch garnicht.
Ich verrate dir was - ich bremse mich hier völlig.
Und ich verrate dir noch was - ich kann auch sehr viel einstecken. Mich lenkt kein Lob und kein Vorwurf von dem ab, worum es mir hier geht.
Du hast deine (vermeintliche) Wahrheit gefunden, verkündest diese aber auch, ebenso wie andere, als ein feststehend absolutes und totalitäres. Ist das nicht auch eine Art von selbstherrlich egoistischer "Losgelöstheit"?

Jeder hier hat seine - vermeintliche - Wahrheit gefunden und verkündet sie hier auch. Ich stehe nicht fest - nur vielleicht fester im Vergleich, aber bezogen auf Gott und Christus stehe ich überhaupt nicht - da hänge ich (von ab) und zwar absolut und total. Das mag dir als losgelöst erscheinen und bezogen auf meine Person ist das auch so. Ich habe nur eine einzige Bindung. Sie ist der rote Faden meines Lebens.

Ach ja - noch was - Sprechblasen bleiben Sprechblasen - auch wenn sie mit Bibelworten gefüllt sind.

Lieben Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Sohar » Mi 3. Sep 2008, 18:58

chrystal hat geschrieben:Dir sind meine Gedanken unangenehm - och? Tut es weh? Das ist gut, denn dann kommt es ja an.


Liebe Chystal,

wäre ich innerhalb des elitären Chorpsgeistes gewisser Weltanschuungen, so hätte ich jetzt, zugegeben in simpler Einfalt, die Scroll - Version als Antwort auf deinen Beitrag bemüht. Aber das hätte mit vielleicht den Vorwurf eines "Farisehers" eingebracht, wobei das Wort als Metapher, zu deiner Antwort, durchaus angebracht ist.

Da ich mich nicht als christlich weltanschaulicher Einlassdienst dieses Forums verstehe, schon garnicht meine Fragen, an dich, als leichtfertigen Ulk überdrehter Altstudenten auffasste und trotzdem eine sehr persönlich gehaltene Antwort schon apokalyptischen Ausmaßes erhielt, so sollte man vielleicht, um deinen religiösen Ansprüchen gerecht zu werden, wohl grundsätzlich mit dem Cinderella - Syndrom vor dir (textlich) erscheinen.

Eigentlich enthielt ich mich jedweder argumentativer Beckmesserei (dir gegenüber), aber bestimmt nicht in dem Sinne, um dann am Ende in deine vorgefertigten Sequenzen gegossen zu werden, oder für dich hier den weltanschaulichen Yorick zu spielen.
Schade.

Liebe Grüße

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 3. Sep 2008, 21:46

Sohar hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Dir sind meine Gedanken unangenehm - och? Tut es weh? Das ist gut, denn dann kommt es ja an.


Liebe Chystal,

wäre ich innerhalb des elitären Chorpsgeistes gewisser Weltanschuungen, so hätte ich jetzt, zugegeben in simpler Einfalt, die Scroll - Version als Antwort auf deinen Beitrag bemüht. Aber das hätte mit vielleicht den Vorwurf eines "Farisehers" eingebracht, wobei das Wort als Metapher, zu deiner Antwort, durchaus angebracht ist.

Da ich mich nicht als christlich weltanschaulicher Einlassdienst dieses Forums verstehe, schon garnicht meine Fragen, an dich, als leichtfertigen Ulk überdrehter Altstudenten auffasste und trotzdem eine sehr persönlich gehaltene Antwort schon apokalyptischen Ausmaßes erhielt, so sollte man vielleicht, um deinen religiösen Ansprüchen gerecht zu werden, wohl grundsätzlich mit dem Cinderella - Syndrom vor dir (textlich) erscheinen.

Eigentlich enthielt ich mich jedweder argumentativer Beckmesserei (dir gegenüber), aber bestimmt nicht in dem Sinne, um dann am Ende in deine vorgefertigten Sequenzen gegossen zu werden, oder für dich hier den weltanschaulichen Yorick zu spielen.
Schade.

Liebe Grüße

Sohar


Das hast du aber schön gesagt. Welch ein subtiler poetischer Glanz erglitzert - 8-)
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 3. Sep 2008, 21:47

:praise:

Eigentlich enthielt ich mich jedweder argumentativer Beckmesserei (dir gegenüber), aber bestimmt nicht in dem Sinne, um dann am Ende in deine vorgefertigten Sequenzen gegossen zu werden, oder für dich hier den weltanschaulichen Yorick zu spielen.


Eigentlich - wirklich - wie ist es möglich Hamlet und die Meistersinger in einem Satz zu verpacken.
;)
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 3. Sep 2008, 22:55

chrystal hat geschrieben:Das geht schon - denn, was immer du auch aus der Schrift herausliest und verkündest, ES IST DEIN EIGENES EVANGELIUM -


Das könnte ich zwar als Kritikpunkt gegenüber meiner Person gelten lassen nicht aber als generelle Aussage, als ob es nicht ein wahres, unverfälschtes und kompromissloses Evangelium gäbe:

"Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm HERRN Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen, argen Welt nach dem Willen Gottes und unseres Vaters, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, so doch kein anderes ist, außer, daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir abermals: So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht! Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht. Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi." (Gal 1:3-12 - Lut1912)


Aber du betrachtest dich höchstwahrscheinlich als erlöst und bildest dir ein alles sei bei dir palletti.


Ich weiß durchaus von vielen Warnungen in der Schrift und mir war lange nicht klar wie meine Mitchristen überhaupt noch des Lebens froh sein konnten Angesichts dem was da alles schief gehen könnte und Angesichts der Ewigkeit. Wenn ich auf mich selbst baue hab ich keinen Grund irgendwie optimistisch zu sein. Ich darf mich aber auf Gottes Zusagen verlassen. Ja ich darf auf Jesus Christus vertrauen!

"Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:12 - Lut1912)


Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus.

Nee - es heißt richtig außer durch mich.


Und doch hat es Jesus gesagt. Also durch Jesus! Zu Jesus kann ich aber nicht kommen wenn ich besonders intensiv in mich reingucke sondern wenn ich vom Vater im Himmel zu ihm gezogen werde.

"Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage." (Joh 6:44 - Lut1912)

In mich darf ich wohl reingucken.

"Du blinder Pharisäer, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schüssel, auf das auch das Auswendige rein werde!" (Mt 23:26 - Lut1912)

Aber in mir liegt nicht die Lösung. Wenn das alles wäre - würde es mich entweder Wahnsinnig oder zum Selbstbetrüger machen. Ich muss aber weder Wahnsinnig noch zum Heuchler und Selbstbetrüger werden weil Jesus für mich gestorben ist. Weil ich an Jesus glauben kann. Ich will nicht an mich glauben als ob ich auf mich bauen könnte sondern an Jesus will ich glauben.


Was heißt es denn? Am Ende IST alles Weizen, weil das Unkraut vernichtet ist. Bei mir ist Ende wirklich Ende und nicht vor dem Ende.


Wieso sollten die Schnitter Weizen sein? Zudem ist hier doch recht deutlich klar gemacht daß nicht einfach alles gut und schön ist: "Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit" (Mt 13:36 - Lut1912)


Er bedeutet nicht, daß der Christ sich einbildet, er würde säen. Es sät nur der Sohn.


Daß tut er aber auch gewisslich durch andere Menschen Chrystal (-> 1.Kor 3).



Ich wiederhole es gerne nochmal - die Antwort Jesu ist ja eindeutig - Gott allein ist gut.


Gut dann wiederhol ich mich auch nochmal: Ich glaube fest daran daß Jesus gut ist! Ich will dir auch gern nochmal den Hinweis auf Off 1:8, Off 1:17-18, Off 22:13 und Heb 1 geben. Da kämen wir aber wiederum zum Thema "Dreieinigkeit" - wofür es aber andere Threads gibt. Eines aber will ich hier noch erwähnen. Nirgendwo steht in der Schrift "und tauft sie auf den Namen des Vaters und euren eigenen und des Heiligen Geistes". Das ist einfach verdreht.

"Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Mt 28:18-20 - Lut1912)

"Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater." (1.Joh 2:23 - Lut1912)


Nur wie? Und da ist die Antwort Jesus geradezu genial - verschenk alles, was du als dein Vermögen betrachtest - also verschenk dich.
Gib dich auf, gib alles auf, was du dir vorstellst, wer du bist, wer Gott ist und wer Jesus ist.


Eigentlich sollte er sein Vermögen verkaufen und es den Armen geben UND Jesus nachfolgen. Er sollte sich also nicht in Luft auflösen sondern bei Jesus sein. Jesus aufgeben oder "wer Jesus ist" gehört also sicher nicht dazu. Über die Kinder findet sich in allen drei Evangelien die von diese Begebenheit berichtet haben:

"Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?" (Luk 18:16-18 - Lut1912)

Und auch das hier ist wesentlich:

"Da sprachen, die das hörten: Wer kann denn selig werden? Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." (Luk 18:26-27 - Lut1912)

"Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat." (Joh 6:28-29 - Lut1912)

"Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage." (Joh 6:37-40 - Lut1912)

Das kann ich nicht einfach auf mich ummünzen als ob ein "durch mich" genau so für jeden Menschen eingesetzt werden könnte. Wer nicht zu Jesus kommt der hat allen Grund sich Sorgen zu machen:

"Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern HERRN Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben." (Röm 5:10-11 - Lut1912)


Grasy hat geschrieben:Kein Mensch ist wie du.


Wenn du Röm 3 als Maßstab anlegst kannst du mal getrost die Menschen in einen Topf werfen. Jedoch NICHT Jesus. Bei deiner ganzen Antwort hab ich kein einziges mal gelesen daß du darauf bezog genommen hättest: "Welcher Mensch hätte die Sünden der Menschen auf sich nehmen können?"


Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Der ganze Abschnitt macht doch deutlich, daß nicht der Mensch sich rettet, sondern Gott. Auch der Mensch, der anderen das Evangelium verkündet, rettet nicht. Und auch der, der glaubt, er sei gerettet, sollte lieber genau daran zweifeln.


Wo hast du denn jetzt rauslesen wollen daß ich behaupte der Mensch der das Evangelium verkündet würde selbst retten? Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus. Damit lässt sich aber nicht einfach Mt 28, Mk 16 oder Röm 10 abtun.

"Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein HERR, reich über alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.« Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger?" (Röm 10:12-13 - Lut1912)


chrystal hat geschrieben:Die beiden Briefe an Timotheus sind nicht von Paulus.

Das ist Paulus noch völlig fremd gewesen und muß daher in die nachpaulinische Zeit bezogen werden.


Damit machst du wiederum nur deutlich daß du der Schrift widersprichst chrystal. Denn diese sagt ganz klar und deutlich etwas anderes. Das denk ich mir nicht selbst aus. Das steht so drin:

"Paulus, ein Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes, und des HERRN Jesu Christi, der unsre Hoffnung ist, dem Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unserm Vater, und unserm HERRN Jesus Christus!" (1.Tim 1:1-2 - Lut1912)

Wenn ich das anzweilfe kann ich auch gleich anzweifeln daß Paulus ein Apostel Jesu Christi ist. Nicht nur das, dann kann ich überhaupt die ganze Bibel anzweifeln. Dann bin ich mein eigener Maßstab oder irgendwelche Menschen denen ich dann mehr vertrauen schenke die mir irgendwas erzählen wollen. Wenn dann die Bibel aus dem Weg geräumt ist kann man natürlich versuchen alles irgendwie harmonisch zu sehen (auch das was nicht harmonisch ist!).


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 3. Sep 2008, 23:51

chrystal hat geschrieben:Bonhoeffer hat das in seinem Buch "Nachfolge" ausführlich beschrieben,


Bonhoeffer hat da nicht nur seine Gedanken zum Richten niedergeschrieben, sondern auch über die Sünde und sehr oft über Christus. Er hat sogar über Askese geschrieben und sie auch dargestellt als etwas das ständig belauert wird vom gottlosen frommen Wunsch sich selbst Jesus Christus gleich zu machen - bzw. in dieser Richtung wohl auch gemeint, vom bitteren und letzten Ernst daß sie sich das Erlösungswerk Christi anmaßt. Das folgt kurz darauf, wo er zuvor über den Kampf vom Geist gegen das Fleisch schreibt. Also von einem Zuspruch zum lasterhaften, egoistischen Leben sicher entfernt, enthebt er seine Gedanken aber auch nicht einfach von Christus und sagt in diesem Sinne auch sicher nicht daß Askese der eigentliche Weg zum Leben wäre (sondern wie ich ihn verstehe wohl eher dem Fleisch etwas entgegen zu halten hat). Manche Gedanken von Bonhoeffer sind sicher interessant - aber das Buch ist nicht die Bibel und ich denke dem würde er gewiss selbst zustimmen. Wie jedes andere außerbiblische Buch sollte es sich vielmehr durch die Bibel prüfen lassen.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Johncom » Do 4. Sep 2008, 07:21

Sohar hat geschrieben: .........wäre ich innerhalb des elitären Chorpsgeistes gewisser Weltanschuungen, so hätte ich jetzt, zugegeben in simpler Einfalt, die Scroll - Version als Antwort auf deinen Beitrag bemüht. Aber das hätte mit vielleicht den Vorwurf eines "Farisehers" eingebracht, wobei das Wort als Metapher, zu deiner Antwort, durchaus angebracht ist.
Da ich mich nicht als christlich weltanschaulicher Einlassdienst dieses Forums verstehe, schon garnicht meine Fragen, an dich, als leichtfertigen Ulk überdrehter Altstudenten auffasste und trotzdem eine sehr persönlich gehaltene Antwort schon apokalyptischen Ausmaßes erhielt, so sollte man vielleicht, um deinen religiösen Ansprüchen gerecht zu werden, wohl grundsätzlich mit dem Cinderella - Syndrom vor dir (textlich) erscheinen.
Eigentlich enthielt ich mich jedweder argumentativer Beckmesserei (dir gegenüber), aber bestimmt nicht in dem Sinne, um dann am Ende in deine vorgefertigten Sequenzen gegossen zu werden, oder für dich hier den weltanschaulichen Yorick zu spielen.
Schade.


:lol: :lol: :lol:
Welchen Tee muß man trinken, um solche verrückten Texte hinzukriegen :!:
Wo ist das Rezept :?: :idea:
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Oder war es Hanf :?:
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Sohar » Do 4. Sep 2008, 18:09

Johncom hat geschrieben:Wo ist das Rezept :?: :idea:


Ich erwähnte, weiter oben, den Namen Yorick, lieber Johncom!

Na, habe ich jetzt deine Synapsen wieder auf "Vordermann" gabracht?

Also wie du siehst, lieber Johncom, es geht auch ohne gewisse Stimulanzien!

Grüße

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Do 4. Sep 2008, 21:56

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Das geht schon - denn, was immer du auch aus der Schrift herausliest und verkündest, ES IST DEIN EIGENES EVANGELIUM -


Das könnte ich zwar als Kritikpunkt gegenüber meiner Person gelten lassen nicht aber als generelle Aussage, als ob es nicht ein wahres, unverfälschtes und kompromissloses Evangelium gäbe:


Ich sehe, daß ich mich nicht verständlich machen konnte, wie ich das Verhältnis von Evangelium und Verkündigung sehe. Zunächst IST die Person Jesus das Evangelium und durch die vier Evangelisten haben wir vier Versionen dieses Evangeliums überliefert bekommen. Andere Versionen sind uns über den Prozeß der Kanonisierung nicht als Neues Testament überliefert.

Wenn ich nun dieses Evangelium höre oder lese und mich dem Wort ( Jesus) öffne, werde ich von Jesus berührt. Diese Berührung verändert mich und meine Haltung bzw. Einstellung zur Welt und zu den Menschen. In dieser veränderten Haltung wird aus dem Eindruck ein Ausdruck und ich werde zu einem Boten der Botschaft. Je intensiver dieser Prozeß mit mir ist, umso stärker sind auch Eindruck und Ausdruck und es kommt zu sogenannten Berufungs- oder Umkehrerlebnisse.
Das ist abhängig von meiner Persönlichkeit - also meiner Beeindruckbarkeit und meinem Bedürfnis mich auszudrücken - der Gemeinschaft, in der ich lebe - ob ich da bestätigt werde oder abgelehnt - und von der Zeit und den Mitteln, die mir als Ausdrucksmittel gegeben sind - Medien, Kommunikation, Wissenschaft z.B.
Der konkrete Mensch also, die Persönlichkeit, die Gemeinschaft und die Zeit in der er lebt, geben dem wahren Evangelium immer einen bedingten Ausdruck. In dem Maße, wie ein Mensch für die Wahrheit, den Weg und das Leben immer durchlässiger wird, in dem Maße.läßt er das wahre Evangelium zu.
Die Unterschiede, die wir diskutieren sind also unsere Begrenzungen und Bedingtheiten - das meinte ich mit "eigenes Evangelium".
Der Verständigungsprozeß ist daher auch aus diesem Grund wichtig - daß wir unsere Eigenheiten verlieren und die Bedingtheiten und Begrenzungen überwinden lernen - denn das macht uns frei für die Wahrheit und wir können "Allen alles sein".
1 Kor. 9:20-22
Den Juden bin ich ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen, die unter dem Gesetz stehen, bin ich, obgleich ich nicht unter dem Gesetz stehe, einer unter dem Gesetz geworden, um die zu gewinnen, die unter dem Gesetz stehen.
Den Gesetzlosen war ich sozusagen ein Gesetzloser - nicht als ein Gesetzloser vor Gott, sondern gebunden an das Gesetz Christi -, um die Gesetzlosen zu gewinnen.
Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.

Und das ist gerade im Verhalten und Verhältnis zu Menschen anderer Religionen außerordentlich wichtig.

Nun hast du ja den Anfang des Galater-Briefes zitiert. Und der geht ja noch weiter:
Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi.
Ihr habt doch gehört, wie ich früher als gesetzestreuer Jude gelebt habe, und wisst, wie maßlos ich die Kirche Gottes verfolgte und zu vernichten suchte.
In der Treue zum jüdischen Gesetz übertraf ich die meisten Altersgenossen in meinem Volk und mit dem größten Eifer setzte ich mich für die Überlieferungen meiner Väter ein.
Als aber Gott, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, mir in seiner Güte seinen Sohn offenbarte, damit ich ihn unter den Heiden verkündige, da zog ich keinen Menschen zu Rate;


Das ist für Paulus sicher angemessen zu sagen, doch können wir das auch ebenso von uns sagen? Ist das Evangelium, das wir verkünden nicht durch die Art und Weise unsere Deutung und Auslegung verstellt? Bereits wenn ich etwas zitiere, greife ich heraus, was MIR wichtig ist.

Ich denke, wir sind uns darin einig, daß der Ursprung des Evangeliums Jesus Christus, der Auferstandene ist. Ohne seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung gäbe es kein Evangelium.

Im Johannes-Evangelium hat nun Jesus in Joh 14:6 zu Thomas gesagt:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Und weiter Joh 14:7
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Joh 14:9
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.

Ich will das nicht erklären, aber einfach ist das nicht zu verstehen, wenn man nicht erkennt, daß Mensch und Gott im Leib Jesu sichtbar werden in ihrer Einheit. Durch die Menschwerdung Gottes ist in der Gestalt Jesu die ganze Menschheit und menschliche Natur von Gott angenommen worden.
Daher sehen wir und erkennen wir in jedem Menschen und in jeder menschlichen Natur, den Sohn und durch ihn den Vater. Wenn wir selbst unsere menschliche Natur, also unsere Sünde, annehmen, kommen wir zur Wahrheit und zum Leben. Die Annahme unseres Menschseins ist "Weg". Wir folgen damit dem Weg den Gott vorausgegangen ist, in dem er menschliche Natur angenommen hat. Es bedeutet, daß wir unser Kreuz, die Vergänglichkeit und Sterblichkeit annehmen und helfen, anderen ihr Kreuz mitzutragen.


Grasy hat geschrieben:Aber in mir liegt nicht die Lösung. Wenn das alles wäre - würde es mich entweder Wahnsinnig oder zum Selbstbetrüger machen. Ich muss aber weder Wahnsinnig noch zum Heuchler und Selbstbetrüger werden weil Jesus für mich gestorben ist. Weil ich an Jesus glauben kann. Ich will nicht an mich glauben als ob ich auf mich bauen könnte sondern an Jesus will ich glauben.

Nun Paulus hat gesagt - Christus ist in euch. Die Hoffnung auf die Herrlichkeit.
Liegt also nicht doch in dir, in deinem Menschsein, die Lösung? Du bist doch der Mensch, in dem andere Jesus begegnen können. In der Weise, wie du ihnen in Not beistehst, durch ein Wort des Trostes oder eine materielle Hilfe.
Auf wen kommt es denn konkret an? Es geht nicht darum, daß du an dich glaubst, sondern es geht darum, daß du tust, was der Glaube an Jesus beinhaltet. Tut dies, zu meinem Gedächtnis. 1 Kor. 11:24
Wer Anteil an Jesus Leben haben will und in Jesus leben und bleiben will, muß in diesem Geist des "Tun zu seinem Gedächtnis" sich einverleiben lassen in Christus.
Joh 6:51 - 58

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Damit werden wir aber auch ein Leib und ein Geist in Christus und sind verbunden mit der ganzen Menschheit. Durch diese Verbundenheit ist es dann auch möglich sich mit anderen Religionen verbunden zu sehen und deren Wahrheit zu erkennen und natürlich auch deren Bedingtheiten.
Aber bevor wir diese kritisieren, sollten wir zunächst unsere Begrenzungen überschreiten.
Ich finde so ein Forum ist dafür ein guter Platz zur Einübung :]

Gruß
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Do 4. Sep 2008, 22:46

Grasy hat geschrieben:Damit machst du wiederum nur deutlich daß du der Schrift widersprichst chrystal. Denn diese sagt ganz klar und deutlich etwas anderes. Das denk ich mir nicht selbst aus. Das steht so drin:

"Paulus, ein Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes, und des HERRN Jesu Christi, der unsre Hoffnung ist, dem Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, unserm Vater, und unserm HERRN Jesus Christus!" (1.Tim 1:1-2 - Lut1912)

Wenn ich das anzweilfe kann ich auch gleich anzweifeln daß Paulus ein Apostel Jesu Christi ist. Nicht nur das, dann kann ich überhaupt die ganze Bibel anzweifeln. Dann bin ich mein eigener Maßstab oder irgendwelche Menschen denen ich dann mehr vertrauen schenke die mir irgendwas erzählen wollen. Wenn dann die Bibel aus dem Weg geräumt ist kann man natürlich versuchen alles irgendwie harmonisch zu sehen (auch das was nicht harmonisch ist!).


Ich will nicht über unser unterschiedliches Bibel-Verständnis streiten, weil das für mich keinen Sinn macht. Auf der schmalen, gemeinsamen Plattform, auf der wir miteinander reden können, ist noch ausreichend Stoff für lange threads.

Nur zu diesem Punkt - in der Antike war es üblich, daß man die Autorität von Personen benutzte - also ihren Namen und Schreibstil - um eigene Werke zu verbreiten. Paulus hatte viele Schüler, die seine Briefe in vielen Versionen abgeschrieben haben und auch neue Briefe verfasst haben.
Man nennt dies Pseudepigraphie und dies ist auch für das Alte Testament bekannt und nachweisbar.

Näher informieren kannst du dich hier
http://www.reformiert-online.net/t/de/b ... /index.jsp

Du kennst ja das sogenannte Bilderverbot
Ex (2Mos) 20,4
Du sollst dir kein Bild machen
und keine Gestalt dessen im Himmel droben, auf Erden drunten
oder im Wasser unter der Erde.
Dtn (5Mo) 5,8
Du sollst dir kein Bild machen,
keine Gestalt dessen im Himmel droben, auf der Erde drunten
oder im Wasser unter der Erde.
Das Bilderverbot ist eine Konkretion des ersten Gebotes: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“ (Ex 20,3; Dtn 5,7).1

Im Judentum hat dieses Bildeverbot noch einen anderen Sinn, der sich aus Gen.1:27 ergibt.
Da der Mensch Abbild Gottes ist, bezieht sich das Bilderverbot nicht nur auf fremde Götter, des Polytheismus, sondern auch auf das Abbild Gottes - den Menschen.
Es soll der Blick nicht auf den Menschen verstellt werden, durch ein Gottesbild.

Nun gibt es nicht nur äußere Bilder, wie Statuen oder Denkmäler, sondern auch innere Bilder, wie eben Vorstellungen. Daher kann man dieses Gebot auch so verstehen, daß sich niemand eine Gottesvorstellung machen soll. Nur der lebendigen Mensch, als Person und die Menschheit in Gemeinschaft mit Gott sind hier maßgeblich.
Die Bibel erzählt die Geschichte der Gemeinschaft mit Gott und jeder Mensch, der in die Welt kommt, erzählt an dieser Geschichte mit.
Die Juden haben ihre Tora zur Gottesvorstellung und zum Gottesbild umfunktioniert und dann kam ein neues Gesetz, das das alte erfüllte - im wahrsten Sinne dieses Wortes - denn das alte war hohl geworden. Und so ist es auch mit der Schrift - sie wird unverständlich werden und keiner kann sie mehr recht übersetzen. Bis der kommt, der IM WORT ist, der uns Verheißene. Wenn du aber selbst nicht IM WORT bist, wie willst du ihn dann erkennen?

Es ist einfach aus der Bibel eine Gottesvorstellung zu machen, aber es ist nur eine Weise der Rechthaberei. Darüber lohnt sich nicht zu streiten.

Der lebendige Gott läßt sich durch niemanden zwischen Buchdeckel sperren - er durchdringt alles und ist gegenwärtig.

Gruß
chrystal
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Fr 5. Sep 2008, 00:11

chrystal hat geschrieben:Ich sehe, daß ich mich nicht verständlich machen konnte, wie ich das Verhältnis von Evangelium und Verkündigung sehe. Zunächst IST die Person Jesus das Evangelium und durch die vier Evangelisten haben wir vier Versionen dieses Evangeliums überliefert bekommen. Andere Versionen sind uns über den Prozeß der Kanonisierung nicht als Neues Testament überliefert.


Was denn für andere Versionen? Ich weiß nicht warum du hier ständig die Kanonsierung bemühst. Als ob es da was zu rütteln gäbe. Die "anderen Version" die nicht in der Bibel sind kannst du getrost bei Seite lassen. Jesus predigte das Evangelium.

"Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen." (Mt 24:14 - Lut1912)


Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.

Und das ist gerade im Verhalten und Verhältnis zu Menschen anderer Religionen außerordentlich wichtig.


Paulus ist wohl allen alles geworden, er hat aber auch sehr deutlich davor gewarnt (Gal 1) ein anderes Evangelium zu verkünden.


Das ist für Paulus sicher angemessen zu sagen, doch können wir das auch ebenso von uns sagen? Ist das Evangelium, das wir verkünden nicht durch die Art und Weise unsere Deutung und Auslegung verstellt? Bereits wenn ich etwas zitiere, greife ich heraus, was MIR wichtig ist.


Die einen ärgern sich wenn man aus der Bibel zu viel zitiert, die anderen kritisieren man zitiere zu wenig aus einem gewissen Teil. Also besser was völlig anderes erfinden statt die Bibel zu zitieren weil man ja auch zu viel oder zu wenig davon erwischen könnte? Ich denke das ist keine gute Idee. Wurde denn zu wenig aus Mt 28 zitiert? Fehlte da was? Oder wie ist's mit Mk 16? Da fehlt doch nix. Also was soll dann in dem Zusammenhang so Stichwörter wie "Kanonisierung" und "Markus-schluss" bringen außer daß sie ein gewisses Misstrauen der Schrift gegenüber bezeugen?


Ich denke, wir sind uns darin einig, daß der Ursprung des Evangeliums Jesus Christus, der Auferstandene ist. Ohne seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung gäbe es kein Evangelium.


Ja. Hier kann ich zustimmen. :)


Wenn wir selbst unsere menschliche Natur, also unsere Sünde, annehmen, kommen wir zur Wahrheit und zum Leben. Die Annahme unseres Menschseins ist "Weg".


Sünde annehmen? Jesus kam nicht um die Sünde zu retten sondern die Sünder zur Buße zu rufen.

"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:16 - Lut1912)


Liegt also nicht doch in dir, in deinem Menschsein, die Lösung?


*seufz* - Nicht durch mein "Mensch sein" komme ich zum Vater sondern durch Jesus. Mensch bin ich eh. Erst vorhin wollte man mir erklären ich sei auch irgendwo eine Pflanze oder ein Tier. Was soll denn das alles bringen? In Jesus liegt das Heil. Jesus ist der Erlöser. Nicht auf meinen Namen sollen die Menschen getauft werden. Ich bin nur ein Geschöpf. Ich bin nicht der Erlöser. Zum Thema "Mensch" fällt mir zumal auch das ein:

"Er aber wandte sich um und sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Gehe hinter mich, du Satan! denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist." (Mk 8:33 - Lut1912)

"Er lehrte aber seine Jünger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird überantwortet werden in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen." (Mk 9:31 - Lut1912)


Damit werden wir aber auch ein Leib und ein Geist in Christus und sind verbunden mit der ganzen Menschheit. Durch diese Verbundenheit ist es dann auch möglich sich mit anderen Religionen verbunden zu sehen


Wir sollen uns doch nicht mit allen Religionen verbunden sehen. Wir sollen alle Menschen lieben, sogar die Feinde - nicht aber alle Religionen auch nicht die Welt. Jesus hat nicht für die Welt gebittet (Joh 17).


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Fr 5. Sep 2008, 00:24

chrystal hat geschrieben:Der lebendige Gott läßt sich durch niemanden zwischen Buchdeckel sperren


Das stimmt. Also sollen wir jetzt das von der Bibel wegtun was irgendwie nicht so richtig mit anderen Religionen harmonisiert? Wie oft hat denn Jesus aus der Schrift zitiert? Natürlich ist Jesus mehr als die Schrift. Aber wieso hab ich hier so das Gefühl mit dieser Äußerung würde in den Raum gestellt Gott würde vielleicht der Schrift widersprechen?

"Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen." (Mt 26:54 - Lut1912)

"Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in den Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden, und er sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem." (Luk 24:44-47 - Lut1912)

"Das bekenne ich aber dir, daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem Gott meiner Väter, daß ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten," (Apg 24:14 - Lut1912)


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