Wer kennt Anselm Grün?

Musik und Tonträger, Buch- und Filmbesprechungen, herkömmliche und elektronische Spiele

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Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon bluna » Mi 9. Jul 2008, 16:24

Er ist ein Buchautor und Spricht über sich an Wochenende 2.8.08.
Mehr http://www.sonntag.ch

Ich möchte gerne mehr über ihn Wissen,könntet ihr mir sagen was das für ein Mensch ist?
Was sind so seine Higlits?
Was findet ihr gutes an ihm?
...?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Mi 9. Jul 2008, 16:53

Hallo Bluna,

hier ist wohl seine homepage.

Kann nicht viel über ihn sagen, außer das er tiefen Frieden ausstrahlt. So kommt er bei mir an. Er ist ganz nah bei Gott, nach meinem Empfinden.

Gibt ein paar nette, kleine Bücher von ihm. Google doch mal...

LG
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon bluna » Do 10. Jul 2008, 06:10

Danke für die Nette Worte.

Hast du selbst auch ein Buch?

Das würde mich Intressieren,was du mit dem Buch machst?

Bluna

Ps. Ich kann schon etwas über ihn kaufen,aber ich möchte Eure Meinungen hören,ich kenne ihn nur von hören,nicht näherers.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 10. Jul 2008, 06:55

Ich sah Anselm bisher nur einmal in einer Fernsehgesprächsrunde, und hatte einen symphatischen Eindruck. Der Mann ist sehr wach, also aufmerksam ... hört wirklich zu.

Auch nicht gerade der Typ, der anderen vorschreibt was sie tun sollen, der die Fehler sieht. Sondern eher jemand, der auch sagen kann 'Schwamm drüber, denk nicht an Gestern. Schau nach vorne !' Ein Mutmacher und lebendiges Vorbild. :)
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Do 10. Jul 2008, 09:58

Hallo bluna,

hier ist eine Rede von Anselm Grün beim Friedenskongress 2006. Eine schöne Rede finde ich. Da kann man sich ein Bild von ihm machen (ein erstes, grobes Bild). Lohnt sich, sind nur knapp 6 Minuten.

Ein Buch von ihm habe ich nicht, bin nicht so die Leseratte, leider. :roll:

LG
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Do 10. Jul 2008, 10:47

Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Do 10. Jul 2008, 11:12

Mäxli hat geschrieben:Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?


Ich verstehe zwar Deine Frage nicht, aber ich glaube er meint den göttlichen Kern, den Geist, Dein wahres ICH, eben die Quelle die in JEDEM ist. Ohne Ausnahme. ALLE Menschen sind Kinder Gottes und tragen ihn in sich.
Nur kann nicht jeder hören, nicht sehen, nicht jeder kennt sich, schaut nach innen.
Ich denke dazu will er anregen, in sich hinein zu horchen. Sieh auch das Video zum Fasten auf youtube.

Man sollte hier nicht zuviel Wert auf die Worte legen (Gott, Jesus, Geist, heiliger Geist...), es kommt auf die Botschaft an. Worte sind immer nur ein Teil der Wahrheit, weil sie trennen.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Do 10. Jul 2008, 11:17

In dem Falle widersprechen aber Du (und Herr Grün) der Schrift!
Johannes 1,12
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Do 10. Jul 2008, 11:24

Mäxli hat geschrieben:In dem Falle widersprechen aber Du (und Herr Grün) der Schrift!
Johannes 1,12


Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben,

Das kann man auch anders auslegen. Weiß aber nicht ob hier der richtige Ort dafür ist.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Do 10. Jul 2008, 12:45

Mäxli hat geschrieben:Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?

Aselm Grün spricht schlicht und einfach zu Menschen von der frohen Botschaft und ermutigt sie: "Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2 Kor 5,17) und "Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil." (Titus 2,11)

Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Do 10. Jul 2008, 13:09

...also in Grunde heisst das für Grün: "Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir; sofern ich jetzt noch im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat." (Gal 2,20)

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Do 10. Jul 2008, 14:26

Taube hat geschrieben:
Mäxli hat geschrieben:Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?

Aselm Grün spricht schlicht und einfach zu Menschen von der frohen Botschaft und ermutigt sie: "Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2 Kor 5,17) und "Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil." (Titus 2,11)

Aber eben nur wer diese Botschhaft glaubend vollumfänglich annimmt das tun lange nicht alle dessen Zuhörer, deshalb ist es mir relevant ob zu Wiedergeborenen oder zu 'Weltmenschen' gesprochen wird.



Taube hat geschrieben:...also in Grunde heisst das für Grün: "Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir; sofern ich jetzt noch im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat." (Gal 2,20)


Für Herrn Grün mag das so heissen (was ich nicht einschätzen kann), für Alle Menschen ist das aber eine Unwahrheit. Es braucht zuerst den rettenden Glauben an das gesamte Werk des Herrn Jesus (den Namen Jesu). Und der fehlt leider so manchem aus den 'Allen'.



OT ist es allemal. Bluna wird es aber hoffentlich zeigen, kritisch zu hinterfragen WAS jemand im Lichte der zusammenhängenden Schrift erzählt.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Do 10. Jul 2008, 14:29

Elia hat geschrieben:Das kann man auch anders auslegen.

Das kann man immer, wenn man nur wirklich will. ;)

(OT: doofer Zwinker-Smiley...., die alten waren schöner... OT-ENDE)
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Enggi » Do 10. Jul 2008, 20:41

bluna hat geschrieben:Er ist ein Buchautor und Spricht über sich an Wochenende 2.8.08.
Mehr http://www.sonntag.ch

Ich möchte gerne mehr über ihn Wissen,könntet ihr mir sagen was das für ein Mensch ist?
Was sind so seine Higlits?
Was findet ihr gutes an ihm?
...?

Ich kenne ihn nicht, aber wikipedia scheint einiges zu wissen:
wikipedia Anselm Grün
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon bluna » Fr 11. Jul 2008, 05:34

Enggi hat geschrieben:
bluna hat geschrieben:Er ist ein Buchautor und Spricht über sich an Wochenende 2.8.08.
Mehr http://www.sonntag.ch

Ich möchte gerne mehr über ihn Wissen,könntet ihr mir sagen was das für ein Mensch ist?
Was sind so seine Higlits?
Was findet ihr gutes an ihm?
...?

Ich kenne ihn nicht, aber wikipedia scheint einiges zu wissen:
wikipedia Anselm Grün


Nachschaue ist einfach,aber so wie Johncom sagt,das ist sehr Intressant,sowas wollte ich Wissen,welche Menschen aus dem Herz etwas sagen können über ihn.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Fr 11. Jul 2008, 07:23

Mäxli hat geschrieben:Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?


Fragen wir mal die Leute auf der Strasse 'Sind Sie eigentlich ein wiedergeborener Mensch oder sind Sie ein Weltmensch ?' Die meisten werden komisch kucken und sagen, von Wiedergeburt verstehn sie nichts, das sei doch was indisches.

Anselm Grün geht wahrscheinlich auf jeden Termin ein, soweit es sein voller Terminkalender zulässt. Und genauso wie ein .... z.B. ein evangelistischer Prediger wird er auch nicht anweisen, die Besucher auf ihre Glaubenszugehörigkeiten zu befragen.

Ist der heiligen Geist ( reine Quelle ), in jedem drinn ? Das kann der erkennen, der den heiligen Geist bei sich selbst als 'drin' wahrnimmt. Herr Grün geht wohl davon aus, daß das Potential 'heiliger Geist' in allen Menschen vorhanden ist, daß es erweckt und gefördert werden kann.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Fr 11. Jul 2008, 07:56

Johncom hat geschrieben:
Mäxli hat geschrieben:Herr Grün redet vom Geist in JEDEM drinn (er nennt diesen auch den Heiligen Geist, die reine Quelle); redet nun Herr Grün vor auch Weltmenschen oder bloss vor und zu Wiedergborenen Menschen?


Fragen wir mal die Leute auf der Strasse 'Sind Sie eigentlich ein wiedergeborener Mensch oder sind Sie ein Weltmensch ?' Die meisten werden komisch kucken und sagen, von Wiedergeburt verstehn sie nichts, das sei doch was indisches.

Anselm Grün geht wahrscheinlich auf jeden Termin ein, soweit es sein voller Terminkalender zulässt. Und genauso wie ein .... z.B. ein evangelistischer Prediger wird er auch nicht anweisen, die Besucher auf ihre Glaubenszugehörigkeiten zu befragen.

Ist der heiligen Geist ( reine Quelle ), in jedem drinn ? Das kann der erkennen, der den heiligen Geist bei sich selbst als 'drin' wahrnimmt. Herr Grün geht wohl davon aus, daß das Potential 'heiliger Geist' in allen Menschen vorhanden ist, daß es erweckt und gefördert werden kann.


Da wir in einem christlichen Forum sind, dürfte Dir anhand christlicher Lehre nicht entgangen sein, dass aus Gottes Geschöpfen nur Gottes Kinder werden können welche durch ihre persönliche Einsicht ihrer Sündhaftigkeit und deswegen der Notwendigkeit eines (ihres) Erlösers, die glaubende Annahme diese Erlösers welcher am Kreuz für alle gestorben ist und somit durch diesen inhaltlich im Mindestmass festgelegten Inhalt des Glaubens den (von Herrn Grün angesprochenen) Heiligen Geist von Gott geschenkt bekommen.

Dass Du persönlich in dieser Hinsicht anders denkst ist mir bekannt, ändert aber nichts daran, dass das Wissen zu diesen Vorgängen ein 'biblisch so bezeichneter wiedergeborener Christ' aus der Bibel selbst und nicht aus sich selbst und auch sonst nirgendwoher im Inhalt kennt.


Dass Herr Grün laut Wikipedia das Werk des Herrn am Kreuz relativiert, scheint im Kontext seiner Aussage im verlinkten Vortrag besehen keineswegs verwunderlich.
Macht aber die - durch seine christliche Erscheinung/Auftreten seiner Person - vorgegebene 'christliche' Qualität seiner Aussagen vorerst für den Christen wertlos.

Die 'weltmenschliche' Aussage für den 'Weltmenschen' mag den Wert haben, den die Welt sucht.

Herr Grün macht tatsächlich einen sympathischen Eindruck und seine Art und sein Handeln sind für die Geschöpfe Gottes sicherlich in der Wirkung nützlich und angenehm, aber in geistlicher Hinsicht ist dies für das Kind Gottes und vor Gott wie ihn die Bibel beschreibt, leider wertlos bzw. vom Ziel fort führend.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Fr 11. Jul 2008, 08:29

Mäxli hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:
Mäxli hat geschrieben:Dass Herr Grün laut Wikipedia das Werk des Herrn am Kreuz relativiert, scheint im Kontext seiner Aussage im verlinkten Vortrag besehen keineswegs verwunderlich.

Mir scheint er das Kreuz nicht zu relativieren. Dass in Wikipedia bibelkreis.ch als Referenz genannt wird, spricht für sich. Bei denen ist fast niemand christlich ausser sie selbst. Schaue doch mal diese HP durch. Selbst in vielen evangelikalen Forenkreisen ist diese Gruppe verpönt.

Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Fr 11. Jul 2008, 08:31

...und Du siehst, bei jesus.ch ist der Link auf diesen Bibelkreis HP sogar verboten!



Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Fr 11. Jul 2008, 08:57

Taube hat geschrieben:...und Du siehst, bei jesus.ch ist der Link auf diesen Bibelkreis HP sogar verboten!
Gruss Taube

Und Du denkst, dass sei ein Qualitätskriterium?
Was die Admins hier so tun und lassen sei für christliche Lehre relevant ? :roll:


Mich interessiert vorderhand auch nicht sonderlich was Herr Grün genau zum Kreuz sagt, da es nicht mein aufgegriffenes Thema war sondern im Kern steht dasjenige, was er über den HG in seinem Vortrag aussagt.

Aber ich habe eigentlich schon alles gesagt was mir aufgefallen ist.
Ein jeder prüfe und verantworte selbst. :lesen:
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Enggi » Fr 11. Jul 2008, 09:10

Taube hat geschrieben:Mir scheint er das Kreuz nicht zu relativieren. Dass in Wikipedia bibelkreis als Referenz genannt wird, spricht für sich. Bei denen ist fast niemand christlich ausser sie selbst. Schaue doch mal diese HP durch. Selbst in vielen evangelikalen Forenkreisen ist diese Gruppe verpönt.

Gruss Taube

Es werden darüber hinaus noch ein Buch von Anselm Grün aus dem Kreuz-Verlag und Alexander Seibel als Referenz angegeben. Vielleicht sind diese weniger verdächtig als der Bibelkreis.

Ich habe kurz bei Seibel reingeschaut. Er beurteilt Anselm Grün als christlichen New-Ager und verwirft seine Atemtechniken und seinen Totenkult.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Fr 11. Jul 2008, 09:41

Enggi hat geschrieben:Es werden darüber hinaus noch ein Buch von Anselm Grün aus dem Kreuz-Verlag und Alexander Seibel als Referenz angegeben. Vielleicht sind diese weniger verdächtig als der Bibelkreis.

Ich habe kurz bei Seibel reingeschaut. Er beurteilt Anselm Grün als christlichen New-Ager und verwirft seine Atemtechniken und seinen Totenkult.

Eben im Buch von Aselm Grün siehst Du, dass er auf der Basis des christlichen Kreuz steht!

Ich habe auch schon jemand ganz bewusst ein kleines Buch von Grün verschenkt, war nicht schlecht angekommen. Persönlich kann ich mit seiner "Mystik" wenig anfangen, ist einfach nicht meine Sache. Auch seinen Engelbezug trifft mich einfach nicht. Zudem scheint er in der Sozialethik sehr progressiv zu sein. Jedoch kann er das nicht ganz durchziehen, seine Grenze bleibt einfach in der römisch-katholischen Ethik stecken.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Fr 11. Jul 2008, 10:28

Bild

Hier schreibt Herr Grün Folgendes:

„Jesus darf nicht als der große Retter verstanden werden ..."

„In manchen Köpfen schwirrt immer noch die Idee herum, dass Gott seinen Sohn sterben lässt, um unsere Sünden zu vergeben. Doch was ist das für ein Gott, der den Tod seines Sohnes nötig hat, um uns vergeben zu können?"

„Für mich als Christ ist es die Quelle des Heiligen Geistes. Andere mögen diese Quelle mit anderen Worten beschreiben. Es ist die Quelle der Intuition, die Quelle kosmischer Energie."


ohne Worte




und im Kurzbeschrieb zu dem Buch:

"Bei Vorträgen werde ich in der Aussprache immer wieder mit Vorstellungen von Erlösung konfrontiert, die mir weh tun. Da ist auf der einen Seite die Vorstellung von dem blutrünstigen Gott, der den Tod des Sohnes braucht, um uns vergeben zu können. Viele Menschen wehren sich gegen dieses grausame Gottesbild und lehnen mit dem Gottesbild auch den Gedanken der Erlösung ab. Andere wieder reagieren sehr aggressiv, wenn ich versuche, die biblischen Bilder von Erlösung zu erklären. Die Aussage, dass Gott nicht den Tod seines Sohnes braucht, um vergeben zu können, weil er bedingungslos vergibt, führt manchmal zu Vorwürfen, ich würde das Zentrum des christlichen Glaubens leugnen.

Solche Vorwürfe kann ich, wenn ich die Bibel als Text ernst nehme und nicht bloss in meiner persönlichen Gedankenwelt Bilder davon male, vollumfänglich verstehen.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Sa 12. Jul 2008, 06:22

Mäxli hat geschrieben:und im Kurzbeschrieb zu dem Buch:

"Bei Vorträgen werde ich in der Aussprache immer wieder mit Vorstellungen von Erlösung konfrontiert, die mir weh tun. Da ist auf der einen Seite die Vorstellung von dem blutrünstigen Gott, der den Tod des Sohnes braucht, um uns vergeben zu können. Viele Menschen wehren sich gegen dieses grausame Gottesbild und lehnen mit dem Gottesbild auch den Gedanken der Erlösung ab. Andere wieder reagieren sehr aggressiv, wenn ich versuche, die biblischen Bilder von Erlösung zu erklären. Die Aussage, dass Gott nicht den Tod seines Sohnes braucht, um vergeben zu können, weil er bedingungslos vergibt, führt manchmal zu Vorwürfen, ich würde das Zentrum des christlichen Glaubens leugnen.

Solche Vorwürfe kann ich, wenn ich die Bibel als Text ernst nehme und nicht bloss in meiner persönlichen Gedankenwelt Bilder davon male, vollumfänglich verstehen.


Diese Verständigungsschwierigkeiten existieren gewiss schon solange sich Religionen in Dogmen formulieren. Die einen folgen dem Buchstaben, die anderen dem Geiste.

Was Anselm Grün sicher nicht tuen will, ist sich über die Leute zu stellen, ihnen zu sagen was sie glauben sollen, müssen. Auch denke ich daß er die biblischen Bilder erklären will. Denen, die offen sind und natürlich freiwillig mitentdecken wollen. Gerade Jesus sprach in Gleichnissen, was sind Gleichnisse anderes als Bilder ? Auch ein guter Prediger wird bemüht sein, die Bilder der Bibel immer wieder neu zu erklären. Ein anderes Wort: offenbaren.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Sa 12. Jul 2008, 09:06

Johncom hat geschrieben:Diese Verständigungsschwierigkeiten existieren gewiss schon solange sich Religionen in Dogmen formulieren.
Jesus Wirken, Aussagen uns sein von Ihm selbst angekündigten Tod ist aber kein Dogma, sondern Überlieferung. (Mk 10,32-45)

Die einen folgen dem Buchstaben, die anderen dem Geiste.

Aber nur Wiedergeborene können beidem gleichzeitig folgen ohne einander gegenseitig im Wege zu stehen!

Auch denke ich daß er die biblischen Bilder erklären will. Denen, die offen sind und natürlich freiwillig mitentdecken wollen. Gerade Jesus sprach in Gleichnissen, was sind Gleichnisse anderes als Bilder ? Auch ein guter Prediger wird bemüht sein, die Bilder der Bibel immer wieder neu zu erklären. Ein anderes Wort: offenbaren.


Jesus redete bei weitem nicht bloss in Gleichnissen. Seine unbildlich ausgedrückten Worte sind meist diejenigen die zu heftigen Kontroversen führen, meist weil der persönliche Mensch in seiner Fehlbarkeit durch das Wort blossgestellt wird.
Anstatt die IMMER mit der Aufdeckung der Schwere seiner persönlichen Sünde angebotene Gnade anzunehmen, macht er lieber selbsgemalte Bilder aus dem Ganzen, da ist es dann einfach einen Weichzeichner bis Verwischer einzusetzen... , welcher weniger schmerzt aber den inneren Schmerz auch nie wegnehmen kann, da die Gnade des Herrn in ihrer Ganzheit (unbewusst) verachtet wird.





Weshalb Jesus ab Mathäusu 13 Gleichnisse verwendete ist aus den vorangegangenen Geschehnissen erkennbar und vom Herrn selbst erklärt:

13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören noch verstehen; 14 und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: "Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; 15 denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile."

Überhaupt gar nichts gegen Bildnisse zu ergründen einzuwenden, aber nur weil ich ab und zu ebenfalls Bildnisse verwende in meiner Ausdrucksweise, hoffe ich doch sehr, dass meine weiteren Worte trotzdem ihrem wörtlichen Sinn nach verwendet werden. So wird wohl Jesus dasselbe immer noch hoffen.
Seine Gnade offenbart sich auch in seinem Langmut.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Sa 12. Jul 2008, 22:23

Mäxli hat geschrieben:[Jesus redete bei weitem nicht bloss in Gleichnissen. Seine unbildlich ausgedrückten Worte sind meist diejenigen die zu heftigen Kontroversen führen, meist weil der persönliche Mensch in seiner Fehlbarkeit durch das Wort blossgestellt wird.
Anstatt die IMMER mit der Aufdeckung der Schwere seiner persönlichen Sünde angebotene Gnade anzunehmen, macht er lieber selbsgemalte Bilder aus dem Ganzen, da ist es dann einfach einen Weichzeichner bis Verwischer einzusetzen... , welcher weniger schmerzt aber den inneren Schmerz auch nie wegnehmen kann, da die Gnade des Herrn in ihrer Ganzheit (unbewusst) verachtet wird.


Die Gnade des Herrn wird von vielen Menschen durchaus vollbewusst angenommen. Nicht nur in bestimmten evangelischen Gemeinden.

Ich find's richtig daß Du den 'persönlichen Menschen' nennst, der persönliche Mensch neigt zum Irren, zum sich selbst was vormachen. Den von der Gnade berührten Menschen kann man vielleicht erahnen. Richtig sehen und unterscheiden brauchen wir Menschen nicht, das wäre 'urteilen'. Ich denke, wer begnadet ist, urteilt nicht mehr.

Die Frage wär ja jetzt noch ob Anselm Grün sozusagen aus seiner Fantasie heraus Bilder malt. Oder ob er offenbart. Die Gefahr ist natürlich, daß man sich dann selber wieder in den Richterstuhl setzt. 'Ich bin ja rechtgläubig, also darf ich richten'. Pustekuchen. Eine offene und nicht-sündhafte Haltung könnte sein: Mit offenem Auge und Ohr zuhören, lesen und schauen ob man zum Beispiel etwas lernen kann.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Enggi » So 13. Jul 2008, 06:50

Johncom hat geschrieben:Mit offenem Auge und Ohr zuhören, lesen und schauen ob man zum Beispiel etwas lernen kann.

Von ihm kann man lernen, zum meistverkauften Buchautor in der christlichen Szene zu werden. :lol:
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon mumi » So 13. Jul 2008, 11:06

Aber, aber, Enggi... ;)

Ganz im Ernst - das sollte doch wohl nicht Hauptzweck sein.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Di 15. Jul 2008, 13:10

Mäxli hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Das kann man auch anders auslegen.

Das kann man immer, wenn man nur wirklich will. ;)

(OT: doofer Zwinker-Smiley...., die alten waren schöner... OT-ENDE)


Hallo zusammen, hallo Mäxli,

jetzt möchte ich hier doch noch was schreiben. Ein interessantes Gespräch hat sich hier entwickelt, finde ich. Auch wenn es ein wenig OT wird, sorry dafür jetzt schon. ;)

Mäxli, zunächst möchte ich mich entschuldigen für die etwas "flapsige"Antwort ".
Ich hatte Dich aufgrund Deines einen postings bereits in eine Ecke gesteckt, mit der ich so meine Probleme habe. Wenn mir jemand mit einem Bibelvers antwortet, ohne diesen dann auch zu zitieren, empfinde ich das als sagen wir mal komisch (unhöflich wäre zu hart gesagt, geht aber in die Richtung). Ich bin nicht so bibelfest, garnicht eigentlich. Von der Denkweise her geht's bei mir in die Richtung von John-com und Erbreich, nur bei weitem nicht so komplex. Ich bin einfach nicht so belesen und beschäftige mich auch noch nicht sooo lange mit spirituellen Themen.
Aber eins ist mir schon bewußt geworden, auch hier im Forum.
Mit Bibelversen zu argumentieren macht (für mich) wenig Sinn, da man diese nicht nur für sich passend auslegen kann, sondern auch immer irgendwo in der Schrift auf mehr oder weniger gegenteilige Aussagen trifft.
Generell verlasse ich mich was Fragen zur Wahrheit, zu Gott, zu den Menschen angeht lieber auf mein Gefühl. Nenn es innere Stimme oder sonst wie.

In einem bin ich mir sicher. Den Zugang zu Gott, zum heiligen Geist, zur Quelle, den kann amn auf vielfältige weise geschenkt bekommen. Es ist immer ein Geschenk, eine Gnade, ja. Nichts was es zu "erreichen" gilt.
Jedenfalls kann es nicht sein, daß man bestimmte Bedingungen erfüllen muß, sich bestimmte vorgegebene (von wem auch immer) Denkweisen aneignen muß, damit einem dieser Zugang zuteil wird.
Anselm Grün ist ein Beispiel dafür, Erbreich hier im Forum auch.

Eine grundsätzliche Sache will ich hier noch loswerden, obwohl dann wirklich total OT.
Was mich von der Kirche trennt oder besser gesagt von der totalen Annahme der zentralen Themen ist, daß die Bibel/Kirche nicht nur mit der Liebe arbeitet, sondern vor allem mit der Angst. "...wenn du nicht..., dann...". Das ist für mich der Knackpunkt.
Und deshalb kann ich diese Aussage von Anseln Grün auch gut verstehen:

Bei Vorträgen werde ich in der Aussprache immer wieder mit Vorstellungen von Erlösung konfrontiert, die mir weh tun. Da ist auf der einen Seite die Vorstellung von dem blutrünstigen Gott, der den Tod des Sohnes braucht, um uns vergeben zu können. Viele Menschen wehren sich gegen dieses grausame Gottesbild und lehnen mit dem Gottesbild auch den Gedanken der Erlösung ab. Andere wieder reagieren sehr aggressiv, wenn ich versuche, die biblischen Bilder von Erlösung zu erklären. Die Aussage, dass Gott nicht den Tod seines Sohnes braucht, um vergeben zu können, weil er bedingungslos vergibt, führt manchmal zu Vorwürfen, ich würde das Zentrum des christlichen Glaubens leugnen.

Und auch das Bild, warum Jesus sich für mich "opfern" mußte, verstehe ich einfach nicht. Das will mir nicht in den Kopf, ins Herz.
Ich glaube die "Natur" Gottes ist die Liebe, die bedingungslose Liebe. Da gibt es keine Strafe, da gibt es auch kein Gut und Böse. Da gibt es nicht diese Art von Mensch und diese Art von Mensch. Da gibt es nur den Mensch. Was aber nicht heißen soll, daß man genausogut böse wie gut sein sollte. Man soll garnicht, man soll SEIN und dieses Geschenk Leben so annehmen und erfüllen, wie man kann.
Aber das führt jetzt ein bißchen weit. Nur ein Zitat noch zum Thema Angst/Liebe, daß mich immer wieder berührt wenn ich es lese, von Walsch:

“Alle Handlungen menschlicher Wesen gründen sich auf Liebe oder Angst, nicht nur jene, die mit Beziehungen zu tun haben. Entscheidungen, die das Geschäft betreffen, das Wirtschaftsleben, die Politik, die Religion, die Erziehung der jungen Leute, die sozialen Angelegenheiten eurer Nationen, die ökonomischen Ziele eurer Gesellschaft, Beschlüsse hinsichtlich Krieg, Frieden, Angriff, Verteidigung, Aggression, Unterwerfung; Entschlüsse, haben zu wollen oder wegzugeben, zu behalten oder zu teilen, zu vereinen oder zu trennen - jede einzelne frei Wahl, die ihr jemals trefft, entsteht aus einem der beiden möglichen Gedanken: aus einem Gedanken der Liebe oder einem Gedanken der Angst.
Angst ist die Energie, die zusammenzieht, versperrt, einschränkt, wegrennt, sich versteckt, hortet, Schaden zufügt. Liebe ist Energie, die sich ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt.
Angst umhüllt unseren Körper mit Kleidern, Liebe gestattet uns, nackt dazustehen. Angst krallt und klammert sich an alles, was wir haben, Liebe gibt alles fort, was wir haben. Angst hält eng an sich, Liebe hält wert und lieb. Angst reißt an sich, Liebe läßt los. Angst nagt und wurmt, Liebe besänftigt. Angst attackiert, Liebe bessert.

Jeder Gedanke, jedes Wort oder jede Tat eines Menschen gründen sich auf eine dieser beiden Emotionen. Darin habt ihr keine Wahl, denn es steht euch nichts anderes zur Wahl. Aber ihr habt freie Wahl, welche der beiden ihr euch aussuchen wollt.”


Also nochmal sorry für OT.

LG
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"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mi 16. Jul 2008, 07:41

Hallo Marcus-Elia,

so OT fand ich das jetzt nicht. In Walsch und in Anselm Grün ..kenne beide nur aus sehr wenig Text, aber Weniger kann auch Mehr sein .... also in beiden findet sich eine sehr lebensbejahende Botschaft. Liebe ist möglich, trau Dich nur. Die freie Wahl besteht darin sich zu öffnen oder sich zu verschliessen.

Man kann es aber auch so sehen, wie Du es vorher sagst: 'Den Zugang zu Gott, zum heiligen Geist, zur Quelle, den kann man auf vielfältige Weise geschenkt bekommen. Es ist immer ein Geschenk, eine Gnade, ja'.

Das heisst dann, man kann eigentlich nicht viel tun, Gott kommt nicht 'auf Befehl'. Warten ist was wir tun können und uns in Geduld üben. Dann, wenn wir es vielleicht gar nicht erwartet haben, sehen wir plötzlich daß jetzt alles klar ist. Gott hat uns ein Geschenk gemacht. Gott hat uns am Ohr gezwickt.

Warum reagieren einige Zuhörer auf Anselms Erklärungsversuche oft aggressiv. Aggression ist doch eine negative Emotion. Macht sich da Frust bemerkbar ? Daß man 40 Jahre mit Schriftstudium verbracht hat und alles richtig gemacht, und die Gebote befolgt, und bei seinen Nachbarn missioniert hat, und trotzdem ist nicht viel passiert, man ist immer noch launisch und reizbar ... hat nie wirklich Einblick in das Himmelreich gehabt ? Und da kommt jemand und sagt 'Leute, Gott ist hier, nimm einfach Deine Erlösung an !'

Also ... Gott kann nicht verdient werden, der Zugang zu Gott 'ist immer ein Geschenk, eine Gnade'. Wie kann dann den Unzufriedenen geholfen werden ? Einübung in Geduld ? Meditation ? - Nein vielleicht eher nicht, denn wer dem Buchstaben folgt wird diese Praktiken in der Schrift nicht wiederfinden.

Also .. dann besser akzeptieren daß eben jeder Mensch mit etwas anderen Vorraussetzungen ins Leben startet. Vor Gott sind wir zwar gleich, von der Persönlichkeit her sind wir all grundverschieden. Und jeder lebt für sich nochmal in einer anderen Zeit. Das sollten wir wohl akzeptieren, sonst rennen wir mit dem Kopf in die Wand. :shock:

Oder was meinst Du. Was meint Ihr ?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Mi 16. Jul 2008, 07:51

Johncom hat geschrieben:Hallo Marcus-Elia,
In Walsch und in Anselm Grün ..kenne beide nur aus sehr wenig Text, aber Weniger kann auch Mehr sein .... also in beiden findet sich eine sehr lebensbejahende Botschaft. Liebe ist möglich, trau Dich nur.


Der grosse Unterschied ist, dass Walsch wenig mit Christentum zu tun hat und die Bibel nicht als eine Glaubensgrundlage akzeptiert. Das macht Walsch schon ziemlich am Anfang des ersten Bandes "Gespräche mit Gott" klar. Grün dagegen steht auf der Basis des Christentums.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Mi 16. Jul 2008, 10:33

Was geschieht mit mir nachdem ich etwas von Anselm Grün gelesen habe? Liebe ich Gott inniger als vorher und habe noch mehr den Wunsch meine Mitmenschen von Herzen zu lieben? Wenn ja - dann ist das doch wunderbar. Wenn nein - dann darf ich mich fragen ob Anselm Grün schuld daran ist oder ob bei mir noch etwas nicht stimmt. Weil das nichtlieben können nie die Schuld anderer Menschen oder Umständen ist - sondern mein nicht zu Jesus Christus kommen wollen und bei Ihm bleiben. Schreibt er Dinge die ich nicht verstehe - mir fremd vorkommen - ich angst davor habe? So muss ich ihn nicht lesen. Ich habe ja die Bibel - sie ist genug. Sie enthält so viel Stoff das ein Leben nicht genügt alles zu erforschen und zu verstehen und zu erkennen. Oder schreibt er Worte die ich verstehen kann - die mir weiterhelfen? Dann möchte ich das tun was Paulus uns ans Herz legt. Sein gutes behalten und mich daran freuen. Es geht nicht um Anselm Grün und ich habe auch nicht den Eindruck das es ihm selbst um sich geht. Es geht darum das ich in eine heile Beziehung zu meinem Schöpfergott komme und anfange zu leben. Das tue ich dann - wenn ich Seine Versöhnung im Glauben angenommen habe und sie sich darin zeigt das ich mit allen Menschen in Frieden leben kann soviel an mir selbst liegt.
Die Liebe ist das viel wahrere und echtere als alles andere.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Mäxli » Mi 16. Jul 2008, 11:15

Elia hat geschrieben:Mäxli, zunächst möchte ich mich entschuldigen für die etwas "flapsige"Antwort ".
Empfand ich nicht so, aber wenn Du meinst: angenommen :)
Dann gebe ich die Entschuldigung gleich zurück ;)

Wenn mir jemand mit einem Bibelvers antwortet, ohne diesen dann auch zu zitieren, empfinde ich das als sagen wir mal komisch (unhöflich wäre zu hart gesagt, geht aber in die Richtung).
Das wird sehr individuell gehandhabt.
aber es gibt ja http://www.bibelserver.de ;)



Ich bin nicht so bibelfest, garnicht eigentlich. Von der Denkweise her geht's bei mir in die Richtung von John-com und Erbreich, nur bei weitem nicht so komplex.

Das habe ich schon in etwa bemerkt, macht ja auch nichts ändert aber auch nichts in meinr Denkweise hier im christlichen Forum die Schrift als Masstab zu nehmen.


Aber eins ist mir schon bewußt geworden, auch hier im Forum.
Mit Bibelversen zu argumentieren macht (für mich) wenig Sinn, da man diese nicht nur für sich passend auslegen kann, sondern auch immer irgendwo in der Schrift auf mehr oder weniger gegenteilige Aussagen trifft.

Das hat aber nichts mit der Schrift bzw. deren Inspirator sondern mit einem jeder seiner eigenen Motivation und Willen zu tun, es studieren zu wollen ohne gleich reihenweise Erfolge zu erzielen.
Diesen Willen haben wir und dürfen ihn in eigener Verantwortung einsetzen.


Generell verlasse ich mich was Fragen zur Wahrheit, zu Gott, zu den Menschen angeht lieber auf mein Gefühl. Nenn es innere Stimme oder sonst wie.

So bist Du als in jeder Lebenslage von Dir selbst bzw. deinen nicht veränderbaren Umständen ausgeliefert.


In einem bin ich mir sicher. Den Zugang zu Gott, zum heiligen Geist, zur Quelle, den kann amn auf vielfältige weise geschenkt bekommen. Es ist immer ein Geschenk, eine Gnade, ja. Nichts was es zu "erreichen" gilt.
Ja, es ist reinste Gnade.

Jedenfalls kann es nicht sein, daß man bestimmte Bedingungen erfüllen muß, sich bestimmte vorgegebene (von wem auch immer) Denkweisen aneignen muß, damit einem dieser Zugang zuteil wird.


Nein, NIEMAND kann überhaupt auch nur das Geringste mitbringen wenn er vors Kreuz kommt.

Er bleibt dabei aber nicht passiv. Er muss glauben wollen! Ich drücke das so aus, dass jemand der den Ruf Gottes hört (durch Gottes Gnade), sein Herz nicht gleich wieder verschliessen darf.




Was mich von der Kirche trennt oder besser gesagt von der totalen Annahme der zentralen Themen ist, daß die Bibel/Kirche nicht nur mit der Liebe arbeitet, sondern vor allem mit der Angst. "...wenn du nicht..., dann...". Das ist für mich der Knackpunkt.

Es ist wichtig zu erkennen, dass nicht die Kirche oder Mitgliedschaften und auch nicht Wasserbesprengungen Glauben schenken, sondern ein bussfertiges geöffnetes Herz den in Gnade geschenkten Glaueben aufnehmen soll.

Was Du beschreibst ist das sichtbare im Äusseren, der Fortgang eines (vielleicht) Gläubigen. Der Dienst im Glauben. Der Prozess der Reinigung der Reben Johannes 13,1 ff

Seine Errettung wird sich in der einen oder anderen Art des Individuums in einer gesteigerten Liebesfähigkeit auswirken. Wo weiss dieser ev. selber nicht mal genau. Da Du wiedergeborene Menschen nicht kanntes bevor sie zum Glauben kamen, kannst Du das ja nicht wirklich einschätzen wo, was und wie stark sich das geändert hat.

Möchtest Du von der Masse der Gläubigen erwarten, dass sie vorbildhaft in allem und immer nach Aussen ein ungetrübtes Bild abgeben so wirst Du kaum fündig.

Ich empfehle deshalb: Selber glauben und DANN es selber besser machen, ohne Leistungsdruck sondern in Freude für den Herrn und nicht wegen meinem besseren Bild das ich vor Menschen abgebe.




Und auch das Bild, warum Jesus sich für mich "opfern" mußte, verstehe ich einfach nicht. Das will mir nicht in den Kopf, ins Herz.


Das kann ich im vollen Umfang auch bloss im Glauben verstehen.
Es zeigt mir :
a) wie schlimm die Zielverfehlung des Menschen ist.
b) wie hoffnungslos verloren ich durch die Folge der Sünde bin und
c) wie gross Gottes Liebe ist, manifestiert in seiner unermesslichen Barmherzigkeit.

Ich glaube die "Natur" Gottes ist die Liebe, die bedingungslose Liebe.
Eine Liebe ohne innere Bedingung an das individuellen selbstständigen Wesens ist wie ein Marionettentheater am Band eines Marionettenspielers oder moderner: eines Marinettenprogrammierers.
Liebe ohne freiwillges Tun für den Anderen, aus dem Inneren heraus, dem Herzen heraus, in totaler Selbstaufopferung, ist bereits keine Liebe mehr.
Da gibt es keine Strafe, da gibt es auch kein Gut und Böse.

Das war einst genau so.

Heute ist das Böse Fakt und so äussert Gott auch eine seiner weiteren Wesensarten: Gerechtigkeit (nebst Heiligkeit)

Da gibt es nicht diese Art von Mensch und diese Art von Mensch. Da gibt es nur den Mensch.
Der Mensch der das Gute tun konnte, das Böse dazu nicht wissen musste aber böse handeln konnte.
Du suchst paradiesische Zustände! :)
Du suchst sie aber in einer von Sünde getränkten Welt zu erlangen.
Die Bibel verheisst uns diese heile Welt aber nicht durch Selbstanstrengung, weil erfolgslos, sondern durch Annahme Seines Geschenkes welches in Zukunft ganz zum tragen kommen wird.


Was aber nicht heißen soll, daß man genausogut böse wie gut sein sollte. Man soll garnicht, man soll SEIN und dieses Geschenk Leben so annehmen und erfüllen, wie man kann.
[/quote][/quote]
Die Bibel zeigt das sehr schön z.bsp. mit der Heilszeit des Gesetzes auf: Es gibt irdisches Leben durch Einhalten der Gesetze (geordnete Lebensverhältniisse untereinander) es kann aber kein echtes ewiges Leben aus dem Gesetz entstehen (es führt deshalb zum Tod).
Eben mit deinen Worten : Das "man soll" und "man muss" führt nicht zum ewigen Leben sondern zu stereotypen Handlungen (welche nicht schlecht sein müssen).

Erst die innere zurechtgerückte Haltung bringt echtes Leben. Dazu erklärt uns die Bibel, dass wir im Glauben das Geschenkte und nicht mehr verbesserbare annehmen müssen. Im Glauben deshalb, weil wir vorderhand noch auf Erden weilen und uns IM seelischen Leben entwickeln sollen und das ganze Geschenk noch nicht vollumfänglich nutzen, begreifen, betasten etc. können.
Die Annahme dieses Geschenks bedingt halt eben, in unserem Herzen zu aktzeptieren, dass wir Geschöpfe dieses Schöpfers sind und Er alles unser Leben Betreffende erschaffen und geregelt hat und wir auf Ihn alleine vertrauen sollen, so unglaubhaft vielleicht das Eine oder Ander klingen mag.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 17. Jul 2008, 07:30

Taube hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Hallo Marcus-Elia,
In Walsch und in Anselm Grün ..kenne beide nur aus sehr wenig Text, aber Weniger kann auch Mehr sein .... also in beiden findet sich eine sehr lebensbejahende Botschaft. Liebe ist möglich, trau Dich nur.


Der grosse Unterschied ist, dass Walsch wenig mit Christentum zu tun hat und die Bibel nicht als eine Glaubensgrundlage akzeptiert. Das macht Walsch schon ziemlich am Anfang des ersten Bandes "Gespräche mit Gott" klar. Grün dagegen steht auf der Basis des Christentums.

Gruss Taube


Gut. Das stimmt. Obwohl beide Autoren anscheinend in vielen Punkten ähnliches schreiben, gibt es doch einen 'grossen Unterschied', der eine steht auf der Basis des Christentums. Der andere nicht.

Und manche Leser haben eine Glaubensgrundlage, sie lesen nur Autoren die auf der selben Glaubensgrundlage stehen. Andere Leser sehen es etwas breiter, sie finden bald heraus ob der Autor in der 'Essenz' seiner Lehren wertvolles vermittelt, also gute Anstösse gibt für das eigene Glaubensleben.

Würd mich jetzt interessieren ob Walsch noch in anderen Punkten 'unchristlich' schreibt, außer daß er sich halt nicht als bekennender Christen vorstellt. Dann ... ist Anselm Grün als katholischer Ordensmann für einen evangelischen Leser akzeptierbar ?

Empfinde selbst keinen Widerspruch zu dem was elamich7 schreibt:

elamich7 hat geschrieben:Es geht nicht um Anselm Grün und ich habe auch nicht den Eindruck das es ihm selbst um sich geht. Es geht darum das ich in eine heile Beziehung zu meinem Schöpfergott komme und anfange zu leben. Das tue ich dann - wenn ich Seine Versöhnung im Glauben angenommen habe und sie sich darin zeigt das ich mit allen Menschen in Frieden leben kann soviel an mir selbst liegt.


Mit allen Menschen in Frieden leben können. Auch mit sich selber, würd ich noch anfügen. Danke für diesen Beitrag, Elamich. :]
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Enggi » Do 17. Jul 2008, 12:32

Johncom hat geschrieben:Würd mich jetzt interessieren ob Walsch noch in anderen Punkten 'unchristlich' schreibt, außer daß er sich halt nicht als bekennender Christen vorstellt. Dann ... ist Anselm Grün als katholischer Ordensmann für einen evangelischen Leser akzeptierbar ?

Neale Donald Walsch schreibt seine esoterischen Privatgespräche mit Gott auf, was für Hardcore-Christen à priori verdächtig und à posteriori verwerflich ist. Ich habe sein erstes Buch gelesen und nachher vernichtet. Wie beinahe alle New-Ager beginnt er sanft und verführerisch und hat plötzlich ganz eklige Passagen, bei denen es einem beim Lesen übel wird.

Anselm Grün kenne ich nicht, will ihn auch nicht kennen lernen, weil er gemäss Kritik einen richtigen Totenkult veranstaltet, was ja bei seinem religiösen Hintergrund nicht erstaunt.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Do 17. Jul 2008, 22:34

Johncom hat geschrieben:Mit allen Menschen in Frieden leben können. Auch mit sich selber, würd ich noch anfügen.


Das scheint mir das schwerste zu sein - das mit sich selbst in Frieden zu leben.
Die Liebe ist das viel wahrere und echtere als alles andere.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Fr 18. Jul 2008, 07:07

Enggi hat geschrieben:Neale Donald Walsch schreibt seine esoterischen Privatgespräche mit Gott auf, was für Hardcore-Christen à priori verdächtig und à posteriori verwerflich ist. Ich habe sein erstes Buch gelesen und nachher vernichtet. Wie beinahe alle New-Ager beginnt er sanft und verführerisch und hat plötzlich ganz eklige Passagen, bei denen es einem beim Lesen übel wird.


Das Buch gleich vernichtet ? So als vermutet man gefährliche Viren darin ? - Dann frag ich mich auch, was für ein Interesse hat ein Schriftsteller oder Vortragsredner darin, seine Leser/Zuhörer zu 'verführen'. Wohin verführen ? - Klar, das andre wär bei mir auch so, also wenn mich eine Schreibweise oder der Inhalt abstösst, dann leg ich das Buch weg und sage 'Schade für die verlorene Zeit'.

Enggi hat geschrieben:Anselm Grün kenne ich nicht, will ihn auch nicht kennen lernen, weil er gemäss Kritik einen richtigen Totenkult veranstaltet, was ja bei seinem religiösen Hintergrund nicht erstaunt.


Das Wort Totenkult hattest Du weiter oben schon benutzt. Das klingt ja nach ...... *grusel - grusel*. Vermutlich meinst Du, oder der Kritiker bei dem Du Dich informierst, die alte Praxis der Fürbitte für Verstorbene, oder ? Und die sind verwerflich oder unbiblisch ? Ich finde ( falls das gemeint war ), daß der Benefit dieser Gebete für Verstorbene ( auch ) dem eigenen seelischen Ausgleich dienen. Keine Ahnung was Fürbitten wirklich auslösen aber es geht doch darum, 1) dem Toten das Gute zu wünschen und 2) ihn wirklich zu entlassen.

Aber sag's nur falls ich Dich falsch verstanden hab.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Fr 18. Jul 2008, 07:37

elamich7 hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Mit allen Menschen in Frieden leben können. Auch mit sich selber, würd ich noch anfügen.


Das scheint mir das schwerste zu sein - das mit sich selbst in Frieden zu leben.


Sicher. Wir wurden umhergerüttelt von Kindheit an. Immer hieß es: Du sollst ! Du musst ! Das darfst Du nicht ! Das kannst Du nicht .... und immer noch klingt es nach in einem. Das innerste, das Gewissen ist konfus und daher verdunkelt.

Ich glaube daß die Chance des glaubenden Menschen darin besteht, daß er/sie den ganzen Balast an Gott geben kann. Damit 'sein Wille' geschehe. Gott lebt in mir - nicht ich. Wenn Gott als allgütig geglaubt und gesehen wird, kommt es zu einem dauerhaften inneren Frieden, der jede weltliche oder 'persönliche' Friedensvorstellung weit in den Schatten stellt.

Besten Gruß
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Enggi » Fr 18. Jul 2008, 07:41

Johncom hat geschrieben:Das Buch gleich vernichtet ? So als vermutet man gefährliche Viren darin ? - Dann frag ich mich auch, was für ein Interesse hat ein Schriftsteller oder Vortragsredner darin, seine Leser/Zuhörer zu 'verführen'. Wohin verführen ? - Klar, das andre wär bei mir auch so, also wenn mich eine Schreibweise oder der Inhalt abstösst, dann leg ich das Buch weg und sage 'Schade für die verlorene Zeit'.
N. D. Walsch ist hier ein wenig off topic. Nur so viel: Der Gott, mit dem er redet, hat kein Interesse daran, die Menschen zu Jesus zu führen und ist somit nicht der Vater im Himmel.
Johncom hat geschrieben:Das Wort Totenkult hattest Du weiter oben schon benutzt. Das klingt ja nach ...... *grusel - grusel*. Vermutlich meinst Du, oder der Kritiker bei dem Du Dich informierst, die alte Praxis der Fürbitte für Verstorbene, oder ? Und die sind verwerflich oder unbiblisch ? Ich finde ( falls das gemeint war ), daß der Benefit dieser Gebete für Verstorbene ( auch ) dem eigenen seelischen Ausgleich dienen. Keine Ahnung was Fürbitten wirklich auslösen aber es geht doch darum, 1) dem Toten das Gute zu wünschen und 2) ihn wirklich zu entlassen.

Aber sag's nur falls ich Dich falsch verstanden hab.
Du verstehst mich teilweise richtig. Bei ihm als katholischem Mystiker geht es aber über das hinaus, wie du aus folgendem Zitat (von Alexander Seibel aus Anselm Grün: „Wenn ich in Gott hineinhorche“, Matthias-Grünewald-Verlag - Mainz, 2. Auflage 1997, S. 42) erkennen kannst:
Anselm Grün hat geschrieben:Das Beten für die Verstorbenen hat natürlich immer Sinn. Aber es verwandelt sich. Zu Beginn ist das Beten Fürbitte, daß der Verstorbene sich für Gott entscheidet, daß er den Sprung in die Liebe Gottes schafft. Dann wird es zu einem Gebet, das mich mit dem Verstorbenen verbindet, zu einem Gebet, in dem mich der Verstorbene auf das eigentliche Ziel meines Lebens hinweist. Und es wird dann oft auch zu einem Gespräch mit dem Verstorbenen und zu einer Bitte an ihn, mich zu begleiten und mich zu bewahren vor einem Verfehlen meines Lebens
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Elia » Fr 18. Jul 2008, 10:55

Hallo zusammen,

ich leider nur ganz wenig Zeit, heute ist mein letzter Tag und ab morgen bin ich 3 Wochen im Urlaub, ENDLICH! :D
Ich würde gerne ausführlich auf einige Beiträge antworten, daß mache ich dann wenn ich wieder da bin.
Aber hier juckt es doch zu sehr. ;)

Mäxli hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Generell verlasse ich mich was Fragen zur Wahrheit, zu Gott, zu den Menschen angeht lieber auf mein Gefühl. Nenn es innere Stimme oder sonst wie.

So bist Du als in jeder Lebenslage von Dir selbst bzw. deinen nicht veränderbaren Umständen ausgeliefert.


Nein. Ich fühle mich geborgen, geführt und beschütz. Ich weiß das Gott bei mir ist und mich liebt. Ich wünsche Dir das Du das auch so empfindest.
Das ist sehr befreiend, dieses Gefühl, diese Gewissheit schenkt mir Frieden und Vertrauen in die Existenz.

Da gibt es nicht diese Art von Mensch und diese Art von Mensch. Da gibt es nur den Mensch.
Der Mensch der das Gute tun konnte, das Böse dazu nicht wissen musste aber böse handeln konnte.
Du suchst paradiesische Zustände! :)
Du suchst sie aber in einer von Sünde getränkten Welt zu erlangen.
Die Bibel verheisst uns diese heile Welt aber nicht durch Selbstanstrengung, weil erfolgslos, sondern durch Annahme Seines Geschenkes welches in Zukunft ganz zum tragen kommen wird.


Vielleicht stimmt ja auch, was einige "Esoteriker" wie Walsch, Elia, Seth usw. sagen. Alles was ist ist Gott und damit Liebe. Den ganzen Mist, das "Böse" erschaffen wir nur selbst mit unsern Gedanken, mit dem kollektiven Bewußtsein. Vielleicht denken wir uns das nur aus und damit wird es für uns zur Realität. Ich weiß es nicht.

Grrr, juckt es mich, aber ich muß jetzt wirklich. :(
Also wenn ich wieder da bin grabe ich den Threat wieder aus, falls er bis dahin in der Versenkung versunken ist. ;)

Bis dann und alles liebe

Elia
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