Big Brother is watching you!

Über aktuelles in der Gesellschaft

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Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 19:51

Original von Grasy
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Grasy wie alt bist du eigentlich? Würdest du mir diese Frage beantworten?


Hmm... Nö . Was spielt denn das Alter vom Grasy hier für eine Rolle? Kann ich mir denn als 20 - 40 - 60 - oder 80 Jähriger weniger Gedanken machen was da noch kommen wird?

Vom Standpunkt her daß ich mir nur um den heutigen Tag Sorgen machen soll ist´s ein Anlass mir dennoch keine Sorgen zu machen. Aber wenn da solche Instrumente gebaut werden sollen, denke ich, darf man dennoch heute einen Einwand vorbringen.


Es geht nicht darum was kommen wird Grasy sondern darum welche Aussage du gemacht hast in Bezug auf "weglaufen und verstecken damals". Nur darum geht es.
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Beitragvon bigbird » So 28. Okt 2007, 19:52

*räusper* Kantate, :lesen: nochmals deinen Beitrag - diese Art mag ich nicht ... :shock:
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re:

Beitragvon Grasy » So 28. Okt 2007, 21:28

Original von Kantate
Es geht nicht darum was kommen wird Grasy


Genau darum geht´s mir aber. Das nützt doch der Vergangenheit nichts sich das in Erinnerung zu holen? Ich kann aber zur Kenntnis nehmen daß es nicht nur einmal Verfolgung, selbst nach Hitler und Stalin, gab.



sondern darum welche Aussage du gemacht hast in Bezug auf "weglaufen und verstecken damals". Nur darum geht es.


:? - Gott sei gepriesen dafür daß es Menschen gab welche auch in solchen Zeiten nicht Kleinbei gaben sondern unter Risiko anderen Menschen halfen und/oder zum Glauben standen. Unterm Strich aber fanden diese Greueltaten statt und das ist ja eigentlich der springende Punkt.

Oder anders - um welche Frage es mir geht: Ist der Preis gerechtfertigt (in Erinnerung an die Vergangenheit oder Gegenwart) möglichen Verfolgern in Zukunft die Arbeit insofern zu erleichtern daß sie dann auch noch auf ein gut ausgebautes Kamera und Nummerntafel-ables-system und was weiß ich noch alles zurückgreifen dürfen? Klar das kann zur Aufklärung von Straftaten schon hilfreich sein (Bomben, Entführungen, ...) - setzt aber in der Praxis auch Fehler von den Verbrechern voraus. Wenn so ein Kamerasystem mal da ist lässt sich ein Missbrauch nur theoretisch durch Gesetze verhindern. Wenn der Fall eintritt daß Missbrauch betrieben wird ist auch die Frage wie weit man den Ausbau in der Vergangeheit getrieben hat (zumindest die erste Zeit).

Ich denke Opfer von Starftaten werden eher dazu tendieren den Ausbau sehr grosszügig zu gestalten und das ist auch verständlich. Das ist die eine Seite.
Was kümmern aber Gesetze, welche einen Missbrauch verhindern sollen, einen möglichen zukünftigen Diktator oder Verfolger mehr als sie am Ende einen Hitler oder Stalin kümmerten? Das ist die andere Seite. Es gab nicht immer nur einzelne Verbrecher die einen oder tausend Leute bedrohen sondern auch einzelne die sich ein Staatsystem unterwarfen und dann (weil sie konnten) Millionen verfolgten.


Mfg,
Grasy
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Re:

Beitragvon Kantate » So 28. Okt 2007, 22:18

Original von Grasy
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Es geht nicht darum was kommen wird Grasy


Genau darum geht´s mir aber. Das nützt doch der Vergangenheit nichts sich das in Erinnerung zu holen? Ich kann aber zur Kenntnis nehmen daß es nicht nur einmal Verfolgung, selbst nach Hitler und Stalin, gab.



sondern darum welche Aussage du gemacht hast in Bezug auf "weglaufen und verstecken damals". Nur darum geht es.


:? - Gott sei gepriesen dafür daß es Menschen gab welche auch in solchen Zeiten nicht Kleinbei gaben sondern unter Risiko anderen Menschen halfen und/oder zum Glauben standen. Unterm Strich aber fanden diese Greueltaten statt und das ist ja eigentlich der springende Punkt.

Oder anders - um welche Frage es mir geht: Ist der Preis gerechtfertigt (in Erinnerung an die Vergangenheit oder Gegenwart) möglichen Verfolgern in Zukunft die Arbeit insofern zu erleichtern daß sie dann auch noch auf ein gut ausgebautes Kamera und Nummerntafel-ables-system und was weiß ich noch alles zurückgreifen dürfen? Klar das kann zur Aufklärung von Straftaten schon hilfreich sein (Bomben, Entführungen, ...) - setzt aber in der Praxis auch Fehler von den Verbrechern voraus. Wenn so ein Kamerasystem mal da ist lässt sich ein Missbrauch nur theoretisch durch Gesetze verhindern. Wenn der Fall eintritt daß Missbrauch betrieben wird ist auch die Frage wie weit man den Ausbau in der Vergangeheit getrieben hat (zumindest die erste Zeit).

Ich denke Opfer von Starftaten werden eher dazu tendieren den Ausbau sehr grosszügig zu gestalten und das ist auch verständlich. Das ist die eine Seite.
Was kümmern aber Gesetze, welche einen Missbrauch verhindern sollen, einen möglichen zukünftigen Diktator oder Verfolger mehr als sie am Ende einen Hitler oder Stalin kümmerten? Das ist die andere Seite. Es gab nicht immer nur einzelne Verbrecher die einen oder tausend Leute bedrohen sondern auch einzelne die sich ein Staatsystem unterwarfen und dann (weil sie konnten) Millionen verfolgten.


Mfg,
Grasy


Hallo Grasy

irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Zur Zeiten des II Weltkrieges gab es keine Kameraüberwachung. Da wurden die Deutschen von ihren eigenen Leuten bespitzelt. Und wer irgendwie in Verdacht stand gegen Hitler zu sein landete - wenn er Glück hatte - direkt im Gefängnis. Meistens wurde er aber ohne lange Diskussion an die Wand gestellt und erschossen.

Das gilt übrigens auch für das DDR-Regime. In der damaligen DDR bespitzelten sich selbst Familienmitglieder und Freunde. Nur wurde man dort nicht an die Wand gestellt, sondern kam "nur" ins Gefängnis.

Natürlich kann es immer Missbrauch geben wenn es um Überwachung geht. Aber wir haben hier auch unsere Gesetze die eingehalten werden. Ein Übertreten dieser Gesetze zieht empfindlich hohe Strafen nach sich. Wolfie hat das Beispiel mit den Autofahrer gebracht und das 1000de ohne Versicherungsschutz fahren. Da kann ich nur sagen, dass ich diese Art von Überwachung für korrekt halte. Stelle dir bitte mal vor so ein Autofahrer ohne Versicherungsschutz baut einen Unfall. Wer bezahlt den Schaden? Wer kommt für die Verletzten und Toten auf? Ich hoffe sehr, dass diesen Autofahrern der Führerschein entzogen wird. Wer so verantwortungslos handelt hat nicht die geistige Reife am Straßenverkehr als Autofahrer teilzunehmen.

Ich möchte auch nicht so überwacht werden wie es in den USA Sitte ist. Dort kann ich ohne Probleme erfahren was mein Nachbar für ein Gehalt bezieht. Ich kann erfahren welche Kleidergröße er trägt, wo er zur Schule geht, wieviele Schulden er hat etc. Nicht dass mich das sonderlich interessieren würde. Der Gedanke daran dass das hier auch so sein könnte lässt mich erschauern.

Wenn es aber um die nationale und meine persönliche Sicherheit geht, dann habe ich nichts gegen Kameraüberwachungen an Bahnhöfen, Flughäfen, öffentlichen Plätzen, in Tiefgaragen. Ich meine, du hast ja heute schon in jedem Kaufhaus Kameras wo die Kunden beobachtet werden.

LG Kantate
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Re:

Beitragvon Babett » So 28. Okt 2007, 23:06

Original von Kantate

Hallo Grasy

irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Zur Zeiten des II Weltkrieges gab es keine Kameraüberwachung. Da wurden die Deutschen von ihren eigenen Leuten bespitzelt. Und wer irgendwie in Verdacht stand gegen Hitler zu sein landete - wenn er Glück hatte - direkt im Gefängnis. Meistens wurde er aber ohne lange Diskussion an die Wand gestellt und erschossen.

Das gilt übrigens auch für das DDR-Regime. In der damaligen DDR bespitzelten sich selbst Familienmitglieder und Freunde. Nur wurde man dort nicht an die Wand gestellt, sondern kam "nur" ins Gefängnis.



LG Kantate


Ist zwar etwas OT, aber der Staatssicherheitsdienst der DDR hat sehr wohl zum einen gemordet ("an die Wand gestellt";), nur etwas subtiler, und zum anderen Kameras und Wanzen installiert. Die gegenseitige Bespitzelung der Bürger hat ihnen nicht gereicht. 8-)

“Sometimes the Bible in the hand of one man is worse than a whisky bottle in the hand of (another)....” Harper Lee
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Re:

Beitragvon Grasy » Mo 29. Okt 2007, 00:05

Original von Kantate
irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Zur Zeiten des II Weltkrieges gab es keine Kameraüberwachung.


:) - Offensichtlich. Denn ich hab nie behauptet daß es die gegeben hätte.



Da wurden die Deutschen von ihren eigenen Leuten bespitzelt. Und wer irgendwie in Verdacht stand gegen Hitler zu sein landete - wenn er Glück hatte - direkt im Gefängnis. Meistens wurde er aber ohne lange Diskussion an die Wand gestellt und erschossen.


Oder kamen ins KZ. Die Bespitzelung war hier wie bereits festgehalten - ohne die Kameras. Dennoch war sie doch auch ohne dieses Instrument schon ziemlich heftig? Jetzt stell dir vor was damals passiert wäre hätten die da schon die Kameras gehabt. Da hätte dann zwar vielleicht Nachbar X keinen Schimmer davon gehabt daß sich Jude Y im Haus von Herrn Z versteckt - aber die Kamera - die hätt´s womöglich dokumentiert gehabt. Stell dir vor du würdest verfolgt und müsstest nicht nur vor den Augen der Nachbarn fliehen sondern ebenso vor zahlreichen Kameras.



Natürlich kann es immer Missbrauch geben wenn es um Überwachung geht. Aber wir haben hier auch unsere Gesetze die eingehalten werden.


Ich fürchte du verstehst nicht was ich meine. Das Problem besteht nicht so lange die Gesetzte streng genug geregelt und eingehalten werden. Das Problem besteht dann wenn jemand an die Macht kommt den diese Gesetzte einen Dreck scheren.
Und daß zumindest noch ein Verfolger kommen wird das denke ich sehr wohl...

"Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden;
und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern
und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden." (2.Thess 2:7-10 - Lut1912)

Wir sprechen hier ja von einem Mittel das Verbrechen von Menschen - im Fall der Fälle - leichter aufklärt (also sozugsagen Versicherung oder Vorbeuge). Nun kann ja, je nach Ausbau, aber das ganze so ziemlich ins Gegenteil verkehrt werden. Nämlich daß es (wiederum) im Fall der Fälle - von Verbrechern (die an die Macht gekommen sind) als Hilfsmittel zum Verbrechen verwendet wird. Und da stellt sich für mich die Frage in wie weit das dann noch Sinn macht eine Versicherung zu bauen, die im Fall der Fälle mithelfen kann zum Guten (insofern dadurch vielleicht ein Anschlag ausbleibt der 1000 tötet) - aber in einem anderem Fall der Fälle mithelfen kann daß weit mehr als 100000 getötet werden. Darum bin ich nicht dafür nur weil man´s kann unter dem Aufhänger der "Terrorismusbekämpfung" überall so Dinger zu platzieren.



Wolfie hat das Beispiel mit den Autofahrer gebracht und das 1000de ohne Versicherungsschutz fahren. Da kann ich nur sagen, dass ich diese Art von Überwachung für korrekt halte. Stelle dir bitte mal vor so ein Autofahrer ohne Versicherungsschutz baut einen Unfall. Wer bezahlt den Schaden? Wer kommt für die Verletzten und Toten auf?


Nein, wenn das die einzige Begründung wäre, würde ich klar sagen: Da bin ich definitiv strikt dagegen. Dann hat der Staat halt andere Kontrollen einzurichten oder die bisher gegebenen besser auszunutzen.
Mir würde als einzige überlegenswerte Begründung für so einen Aparat einfallen daß so etwas auch im Entführungsfall genutzt werden könnte. Doch daß es da dann wirklich etwas nützt ist kein ist nicht automatisch gesagt. Es müsste überhaupt schon mal wer die Nummerntafel in Zusammenhang mit dem Entführungsopfer bringen und auch dann müsste der Entführer den Fehler machen dort rumzukurven wo die Überwachung herrscht und zudem die Nummerntafel in Ruhe lassen. Das wäre dann ein Entführer der Schlupflöcher suchen könnte oder auch nicht - aber keine potentiellen millionen von Menschen die warum auch immer vom einem Staat verfolgt und rumgescheucht werden.



Wer kommt für die Verletzten und Toten auf?


Wer zahlt denn beim Tod wenn jemand mit Versicherung sturz betrunken Autofährt?



Ich hoffe sehr, dass diesen Autofahrern der Führerschein entzogen wird. Wer so verantwortungslos handelt hat nicht die geistige Reife am Straßenverkehr als Autofahrer teilzunehmen.


Also irgendwie liegen wir ziemlich auseinander. :) - Mir geht´s hier um Staaten (nach Beispielen wie es sie schon öfter gab) die nicht nur Verbrecher jagen wollen bzw. letztlich um den Antichristen. Du aber hoffst daß den Autofahrern der Führerschein entzogen wird die ohne Versicherungsschutz fahren. :)
Ich bin dafür daß die Autofahrer, welche ohne Versicherung fahren belangt werden. Aber die müssen wir des wegen nicht mit Spitzelmethoden verfolgen.



Wenn es aber um die nationale und meine persönliche Sicherheit geht, dann habe ich nichts gegen Kameraüberwachungen an Bahnhöfen, Flughäfen, öffentlichen Plätzen, in Tiefgaragen. Ich meine, du hast ja heute schon in jedem Kaufhaus Kameras wo die Kunden beobachtet werden.


Wenn es um die "persönliche Sicherheit" geht und das System dazu verwendet wird hab ich auch nichts gegen begrenzte Überwachung. Ich hab aber was dagegen wenn es um persönliche Unsicherheit geht insofern ein böser Staat dann nicht nur an die Spinnfäden der bösen Nachbarn anknüpfen kann, sondern ebenso noch die Kameras zu Fallen werden, in welche die, welche zu unrecht verfolgt weden dann reinlaufen können. Das hängt dann aber freilich davon ab wo man diese platziert.

Was ich unbedenklicher einstufe ist wenn ein Kaufhaus (privat) Überwachungskameras platziert - solange das nicht all zu zentral wo zusammenläuft. Was sollte jemand der um sein Leben rennt noch schnell einen Diamantring kaufen? Auch wenn am Bahnhof welche platziert werden, oder in Flughäfen oder vielleicht in Tiefgaragen finde ich es noch weniger bedenklich - solange da jemand ist der auf den Monitor guckt.


Mfg,
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Re:

Beitragvon Gideon » Mo 29. Okt 2007, 00:28

@Grasy

Die totale Kontrolle kommt so oder so. Das hier diskutierte erachte ich als Vorschattung auf das Kommende, z.B. Mahlzeichen! Die Ueberwachungstechnologie nimmt weltweit zu und nicht ab. Implantierte Chips in Hunden, der diametrale Pass usw. Kaum merklich, aber es spitzt sich zu (Offb 13).
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Re:

Beitragvon Grasy » Mo 29. Okt 2007, 00:49

Original von Babett
Ist zwar etwas OT, aber der Staatssicherheitsdienst der DDR hat sehr wohl zum einen gemordet ("an die Wand gestellt";), nur etwas subtiler, und zum anderen Kameras und Wanzen installiert. Die gegenseitige Bespitzelung der Bürger hat ihnen nicht gereicht. 8-)


Sollte wieder so ein Regime an die Macht kommen dann könnte es leicht bald das Land mit solchen Instrumenten überziehen. Es würde aber wohl eine Zeit dauern bis es Lückenlos wäre (zumindest was die Kameras am Boden anbelangt).
Insofern wär´s eigentlich fast egal. Oder auch nicht. Immerhin wäre dann vielleicht noch eher Zeit für mehr Menschen der Grausamkeit zu entrinnen um zu fliehen.

In Mt 10:23 steht zwar von den Städten Israels aber ich denke man muss sich als Christ nicht abmurksen lassen - noch selbst Leute abmurksen - sondern darf fliehen:

"Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider die Eltern und ihnen zum Tode helfen.
Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.
Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt." (Mt 10:21-23 - Lut1912)


So bin ich für mich nach abwägen zum Schluss gekommen daß ich Überwachungsinstrumente wie Kameras in begrenztem Rahmen nicht generell ablehne aber dagegen bin daß diese einfach so überall platziert werden - z.B. Flächendeckend in Fußgängerzonen. Ja auch dort könnte ein Terrorist grossen Schaden anrichten und eine Kamera könnte unter Umständen etwas helfen - aber es könnte auch sein daß dort mal welche davon laufen müssen die von einem bösen Staat verfolgt werden und nichts verbrochen haben. Dann wäre die Vorbeuge gegen das Verbrechen in einen gegenteiligen Zweck verkehrt. Einen Fall der Fälle kann es aber in diesem (ein Mensch platziert eine Bombe) und in jenem Fall (ein böser Staat verfolgt in Zukunft wie schon in der Vergangenheit viele Menschen) geben.
Es wird ohnehin schwer sein einen einzelnen Menschen per Kamera Dingfest zu machen der (wie man´s aus den Nachrichten kennt) unter seinem Mantel Sprengstoff trägt und gedenkt sich inmitten der Menge in die Luft zu jagen. Oder anders gesagt, wenn da schon wer mit Sprengstoff rumläuft dann hat die Vorbeugung fast zu 100% versagt - denn selbst wenn dann noch eine Kamera da ist, ob dann noch genug Zeit bleibt den von seinem Ziel abzufangen ist fragwürdig (ohne Blutvergiessen noch fragwürdiger). Man kennt ja auch Berichte aus dem Irak wo welche mit Autos, die mit Sprengstoff beladen sind, irgendwo reinrasen. Was soll an solch leicht zugänglichen Orten die Kamera viel nützen - und andererseits - was könnte sie im Missbrauchsfall dort für einen Schaden anrichten.
Ich denke in solchen Fällen wäre es besser wenn potentielle Gefahrenstoffe noch eher geschützt oder diese überwacht würden.


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Re:

Beitragvon Grasy » Mo 29. Okt 2007, 00:51

Original von Gideon
Die totale Kontrolle kommt so oder so. Das hier diskutierte erachte ich als Vorschattung auf das Kommende, z.B. Mahlzeichen! Die Ueberwachungstechnologie nimmt weltweit zu und nicht ab. Implantierte Chips in Hunden, der diametrale Pass usw. Kaum merklich, aber es spitzt sich zu (Offb 13).


Darf ich trotzdem zumindest meinen Unmut darüber äussern - nur für den Fall daß es am Ende sonst heißt: "Und denen war das noch dazu völlig egal - die haben ohne Mux einfach zugeguckt und machen lassen..." :)


Mfg,
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Re:

Beitragvon Gideon » Mo 29. Okt 2007, 01:27

Original von Grasy
Original von Gideon
Die totale Kontrolle kommt so oder so. Das hier diskutierte erachte ich als Vorschattung auf das Kommende, z.B. Mahlzeichen! Die Ueberwachungstechnologie nimmt weltweit zu und nicht ab. Implantierte Chips in Hunden, der diametrale Pass usw. Kaum merklich, aber es spitzt sich zu (Offb 13).


Darf ich trotzdem zumindest meinen Unmut darüber äussern - nur für den Fall daß es am Ende sonst heißt: "Und denen war das noch dazu völlig egal - die haben ohne Mux einfach zugeguckt und machen lassen..." :)


Mfg,
Grasy


Natürlich darfst du das. Ich habe alle deine Beiträge gelesen und fand sie sehr interessant. Ich glaube auch, dich verstanden zu haben. Die Ueberwachungssysteme werden zurzeit propagiert als Schutz für die Menschen wegen Verbrechen usw. aber durch die Weiterentwicklung werden sie dann im negativen Sinne benutzt, um die Menschheit zu kontrollieren; Aufschluss darüber tut Not, aber was können wir wirklich tun, um es zu vermeiden?

Ich glaube eher sehr wenig, ausser darauf aufmerksam zu machen. Nach der Offenbarung wird dies so sicher eintreten wie das Zweite Kommen Jesu Christi.

Ich habe mir noch einen neuen Pass ausstellen lassen nach dem alten Modus (zehn Jahre gültig, kann auch damit in die USA reisen). Wenn du jetzt einen neuen Pass benötigst, gibts nur noch den diametralen mit wesentlichen mehr persönlichen Daten (zum Schnüffeln). Was kannst du dagegen tun? Nichts!. Es gibt keinen anderen.

Ich habe deinen Unmut diesbezüglich verspürt, aber alles kommt so wie es die Bibel sagt, und nicht wie wir Menschen es gerne hätten :)

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Re:

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Okt 2007, 06:34

Guten Morgen allerseits
Danke, dass Ihr Euch so viele Gedanken zum Thema macht!

Es wurde bislang vor allem von irgendwo am Boden aufgestellten Kameras gesprochen. Die Überwachung kennt jedoch noch ganz andere Bereiche: Überwachung aus der Luft (Flugzeug, Satelliten), Telefonüberwachung, Kontenüberwachung (Bankgeheimnis hin oder her), oder auch die Überwachung des Konsumverhaltens (oder gehört Ihr, wie ich zu Jenen, welche weder eine Cumulus- noch eine SuperPlus-Karte besitzen?).
Ja, die Überwachung/Bespitzelung ist tatsächlich kein Schreckgespenst der Zukunft. Nein, wir leben bereits mittendrin.
Ich frage mich, inwieweit diese Entwicklung bereits unser Verhalten verändert hat?- Wie sieht das zum Beispiel beim alltäglichen Einkaufen aus?- Wechsle ich da zum Beispiel für gewisse Artikel bewusst den Laden, damit nicht auffällt, wie gross mein Konsum von einem bestimmten Artikel wirklich ist?- Verzichte ich vielleicht auch mal bewusst darauf, eine dieser "Bonus"-Karten zu verwenden?-

Letzte Woche wurde ausgerechnet ich ausgewählt, um an einer Schweizerischen Gesundheitsbefragung teilzunehmen. Nun, da ich (Gott sei Dank) bislang an keinen besonderen Gebrechen zu leiden habe, machte es mir auch keine Mühe an der Befragung teilzunehmen. Aber ich sage Euch: ganz schön happig, was die da alles wissen wollten. Die Fragen machten auch vor meinem Sexualleben oder Drogenkonsum keinen halt ... :tongue: Das Ganze lief telefonisch ab. Im Nachhinein erhielt ich dann zur Ergänzung auch noch einen schriftlichen Fragebogen, den ich entweder auf Papier oder via Internet (keine speziell gesicherte Seite) zu beantworten hatte. Sollte es Euch interessieren, stelle ich Euch gerne mal einen Teil des Fragenkataloges hier rein ... ;)

Ach ja, Anfang Dezember nehme ich noch an einer anderen Beschnüffel-Aktion teil: Schon mal was von "Radiocontrol" gehört?- Für eine Woche habe ich eine Armbanduhr zu tragen, welche die jeweils von mir gehörten Radiofrequenzen abspeichert. Schon verrückt, was es doch nicht schon alles gibt ... :tongue:

Nun, Ihr seht, dass ich ein ziemlich zwiespältiges Verhalten an den Tag lege, was Schnüffler/Schnüffeleien angeht. Einerseits keine Boni-Karten, aber andererseits Teilnahme an irgendwelchen intimen Recherchen ... :tongue:

Alle paar Jahre wird in der Schweiz ja auch eine ziemlich umfassende obligatorische Volksbefragung durchgeführt. Wie steht Ihr dazu?- Wie sieht das wohl in unseren Nachbarländern aus?-

Da fällt mir gerade noch was ein: All die "Marktforschungs-Institute", welche mich immer wieder mal in eine Befragung zu verstricken versuchen ... :tongue: Diese lasse ich meistens abblitzen, weil´s mir einfach zu blöd ist, für nichts und wieder nichts mit irgendeinem mir Unbekannten meine Zeit zu vertrödeln (dafür habe ich schliesslich dieses Forum ;) ). Und Ihr?-
lg, wolfi


Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re:

Beitragvon Kantate » Mo 29. Okt 2007, 09:02

Guten Morgen Wolfi

du hast Recht. Wir werden schon bespitzelt ohne Ende. Du brauchst dich nur mit einer Email-Adresse im Internet zu registrieren und schon geht es los.

Ausserdem kannst du, wenn du Google-Earth auf deinem Computer jeden Menschen den du kennst, in Echtzeit "watchen". Ist zwar verboten aber es wird trotzdem getan. Von Banken und Behörden will ich gar nicht erst reden. Jeder einigermaßen sich auskennende Computerfreak kann sich in deinen Computer einloggen wenn du dich nicht anständig geschützt hast. Und die wenigsten User schützen sich vernünftig. Nur weil ich weiß dass ich beim Einkaufen beobachtet werde, ändere ich weder mein Kaufverhalten und gehe in drei verschiedene Läden. Das wäre mir viel zu mühsam. Noch interessiert es mich.

@ Grasy

Wenn ein Autofahrer mit Versicherung jemanden im Straßenverkehr tötet weil er betrunken war, zahlt seine Versicherung.

Im Übrigen finde ich Überwachung an Autobahnen für sehr sinnvoll. Es kann ja wohl nicht sein, dass da tausende von Leuten ohne Versicherung unterwegs sind. :warn:

LG
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Re:

Beitragvon Grasy » Do 1. Nov 2007, 15:53

Original von Kantate
Wenn ein Autofahrer mit Versicherung jemanden im Straßenverkehr tötet weil er betrunken war, zahlt seine Versicherung.


Also das wär mir neu bzw. kommt es denke ich eher darauf an wieviel man getrunken hat. Ich weiß auch nicht ob das in jedem Land so gelten sollte. Ähnliches wäre mit Sommerreifen im Winter rumfahren. Warum soll eine Versicherung zahlen müssen weil ich zu faul bin mir Reifen raufzumachen und dann einen Unfall verursache oder ich mich nicht beherrschen im Alkoholkonsum und dann betrunken jemanden über den Haufen fahre?



Im Übrigen finde ich Überwachung an Autobahnen für sehr sinnvoll. Es kann ja wohl nicht sein, dass da tausende von Leuten ohne Versicherung unterwegs sind. :warn:


Ich finde Nummerntafel-überwachung an den Autobahnen definitiv als kein anbegrachtes Mittel gegen Menschen die ohne Versicherung rumfahren. Der Zweck heiligt doch nicht jedes Mittel? Warum dann nicht pauschal an jeder Haustür in Deutschland eine Kamera montieren um Schwarzarbeit zu bekämpfen? Was hat denn der Schwarzarbeiter für eine Versicherung wenn er nicht angemeldet ist und ihm passiert ein Unfall? Es hat schon auch Gründe warum manches verboten ist und unter Strafe steht. Deswegen braucht es doch keiner grossräumigen rund-um-die-Uhr Überwachung von allen Menschen die in Häuser ein und ausgehen.


Mfg,
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Re:

Beitragvon Kantate » Do 1. Nov 2007, 15:58

Keine Angst Grasy, der Zoll und das Arbeitsamt sind unterwegs. :D
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Re:

Beitragvon Grasy » Do 1. Nov 2007, 16:10

Original von Kantate
Keine Angst Grasy, der Zoll und das Arbeitsamt sind unterwegs. :D


:roll: :)
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Re:

Beitragvon Genussdenker » So 4. Nov 2007, 15:30

Na, bevor die einen hier jetzt bald in Paranoia abschweifen oder die Anderen in ihrer Naivität schwelgen . . . :) :))

Eine kleine Begriffserklärung dazu :
Überwachung und Bespitzelung ist nicht das Selbe!!

Gerade wir Schweizer unter uns erinnern uns ja noch mit bitterem Nachgeschmack an die Fichen-Affäre Ende der 80er.
Zur Zeit liegen die thematischen Schwerpunkte auf : biometrische Ausweise, Internet, statistische Datenerfassung und genetische Identifikation.

Selbst aus Russland erreichten uns ja erst kürzlich Meldungen über Widerstand gegen die Regierung besonders Seitens Gläubiger und Gelehrter.
In Frankreich trat eben das Gesetzt in Kraft, Immigranten zusätzlich mit genetischen Daten zu erfassen/identifizieren.
Und auch der biometrische Ausweis wird immer näher Realität.

Dazu muss aber erwähnt weren, dass die heutige Form des biometrischen Ausweis sich auf die Physonomie des Menschen beschränkt. Also die Gesichtserkennung.
Vor etwa einem Jahr wurde eine sogeannte "ZeitungsEnte" (Fälschung) publik in die davon berichtete wie sich schottische Jugendliche aus Spass biometrische Chip´s einpflanzten.
Doch auch biometrische Chip´s hätten selbst für einen politisch totalitären Staat einen grossen Nachteil : man könnte sie einfach herausschneiden.

Realität sind jedoch Überwachungskamera´s in öffentlichem sie auch im privaten Raum. So etwa in den Zügen/Bahnhöfen und in Flughäfen.
Diese Art der Überwachung (selbst mit Gesichtserkennung) dient der passiven und nachträglichen Aufklärung. Denn auch hier : gekonnte Details am Äusseren können die physionomische Überwachung (zB an Flughäfen) in die Irre führen.
Ei Vorreiter in Sachen Videoüberwachung ist Grossbritanien. Dort werden öffentliche Plätze bereits seit ca 15 jahren systematisch mit Kamera´s versehen. Wer mal dorthin reist und sich genau achtet, der weiss wovon ich spreche.
Doch GB hat einen Unterschied zu den allermeisten Staaten der Welt (nebst ihren anderen Eigenarten . . .). Und zwar ist dort die Justiz von der Polizei unabhängig. Nicht jedoch umgekehrt. Doch wer sich dafür staatsrechtlich interessiert, kann sich ja selber einlesen.



Das grösste Risiko geht aber der Mensch dort ein, in das er sich freiwillig aus der Motivation des Komfort´s, also der Bequemlichkeit begibt.
So etwa die elektronischen Kundenkarten-Systeme. Diese jedoch sind rein statistisch! Sie dienen dazu, ihre Artikel- und Preis-Kalkulation anhand des Kaufverhalten´s zu optimieren. Zur Überwachung sind sie jedoch herzlich ungeeignet. (Ich arbeite übrigens in keinem solchen Konzern . . )

Im Gesammten spricht man somit von der "Durchsichtigkeit" des heutigen Menschen.
Nicht aber ein einzelnes System ist gefährlich, sondern das Gesammte, die Vernetzung.

Am meisten vernetzt (ui, wer könhte sich das auch nicht anders denken), ist das Internet.

Das Internet (ähnlich wie die Kundenkarten) kann aber auch nur Daten generieren, welche von den Nutzern freigegeben werden.
Dass heisst, wenn ich zB etwas nicht schreibe, das ich aber denke, kann dies niemand erruieren (herausfinden).

Diese Thematik isrt jedoch heikel. Eben wegen der Vernetzung. So könnten also "Wolfi´s" Bilder falls er sie ins Netzt stellen würde von JEDEM Menshen angesehen werden, die Zugang zum Internet haben. Ja, von Jedem auf der Welt!!

Angenommen er würde dies tun und auf dem Bild wäre ein Katholik zu sehen wie er mit einem Freikirchler schäkern würde. Und angenommen im Vatikan würde es mal regnen und dem Papst wäre es wegen fehlender Termine etwas langweilig und würde sich zufälligerweise livenet ansehen. Und Er würde eben dieses Bild entdecken. Oh weiah!! :shock:

Ab in die Datenbank und mal schauen, ob dieser wirklich noch r. Katholik ist. natürlich , dieser Frevel (nicht der Papst, versteht sich . . ). Ein Telefon nach Basel, Chur oder wo sonst noch ein Bistum seinen Hauptsitz hat, und umgehend exkommunizieren lassen :shock: :roll: :cry: :x
Wissen dient dem Verstehen
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Re:

Beitragvon Such_Find » So 4. Nov 2007, 15:57

Ein Vorreiter in Sachen Videoüberwachung ist Grossbritanien. Dort werden öffentliche Plätze bereits seit ca 15 jahren systematisch mit Kamera´s versehen. Wer mal dorthin reist und sich genau achtet, der weiss wovon ich spreche.
Hier mal Ermittlungsergebnisse was diese Menschen aus den technischen Möglichkeiten machen. Es geht um den Mann der irrtümlich erschossen wurde weil man ihn mit einem Terroristen verwechselte:

Die Ermittler rekonstruierten Details, die eigentlich nur bei Monty Python im Drehbuch stehen. So mussten die ausrückenden Spezialisten unterwegs tanken. De Menezes wurde daher von Polizisten getötet, die über keinerlei Erfahrungen im Umgang mit potenziellen Attentätern verfügten. [...] Der Spezialist vom Erkennungsdienst war pinkeln, als de Menezes das Haus verließ. In der U-Bahn funktionierten wiederum die tollen Digitalfunkgeräte nicht, die die unerfahrenen Polizisten stoppen sollten. Quelle

Krass wird das erst wenn auch die Überwachung vollautomatisch geschieht...
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
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Vernetzung

Beitragvon Genussdenker » So 4. Nov 2007, 16:25

Fortsetzung

Wie ich schrieb, stellt die Vernetzung das grösste Problem dar. Ein Beispiel aus den 80er bezüglich Verbrecherbekämpfung.
Als sich damls die Kreditkarte durchgesetzt hat, wurde dies zur Verbrecher-Auffindung (Ortung) genutzt. Hob also ein gesuchter Verbrecher Geld ab oder kaufte sich eine Pizza per K-karte, so konnte die Polizei dadurch den Täter ausfindig machen. Gerade in grossen Staaten wie den USA war dies ein wichtiges Mittel und wird in vielen Staaten (auch den USA) heute noch so beutzt. Vorraussetzung dafür sind liberale Gesetzte bezüglich des Bankendatenschutz. In der Schweiz wäre dies also nicht möglich.

Wenn es aber um die Ortung geht, stehen dem Staat besonders zwei Mittel zur Verfügung die aber gerade von den Nutzern als Komfort angesehen werden. Das GPS-Navigationssystem in Auto´s und auf mobilen Kleingeräten sowei die Natel´s/Handy´s. Einmal eingeschaltet, können die Koordinaten ohne grossen technischen Auffwand zur Auffindung einer Person genutzt weren. Das dies tatsächlich in brisanten Ausnahmefällen so geschiet, kann ich aus Erfahrung bestätigen.
Dies ist auch der Grund, man sich seit ca 2 Jahren beim Kauf eines PrePaid-Handy´s ausweisen/identifizieren muss.
Denn eines ist ja lar : die selben technischen Errungenschaften welche die Verbrecherwelt nutzt, können auch gleichzeitig zur Verbrechensbekämpfung /aufklärung genutzt werden.

Das Höchstmass an Vernetzung bietet natürlich wie erwähnt das Internet. Dadurch werden auch staatsrechtliche Datenschutzbestimmungen aufgehoben, sobald die Daten in einem anderem Staat zur Verfügung stehen. Die Banken.
Kaum eine Bank, welche keine Niederlassungen,Tochterfirmen oder Mutterkonzerne im Ausland hat!
Eines ist staatsrechtlich und juristisch stets ausschlaggebend : Die vertraglichen Bestimmungen sind immer auf den angegeben Gerichtsstand bezogen und somit absolut verbindlich. Daran hat sich eine jede Firma/Institution zu halten.
So kann es aber zB sein, dass etwa für Internet-Zahlungen ausländische Firmen miteinbezogen sind. Etwa bei Pay-pal. Die "Gefahr" solcher Systeme liegt darin, das zB die Grossrechner im Ausland stehen, welche die Daten langfristig dann speichern. Das ist sowieso das Hauptproblem beim Geld-Transfer´s über Internet.
Dass dann natürlich auch Daten über die persönliche Identifikation mitlaufen, versteht sich ja von selbst.

Deshalb sollte man die Vertragsbestimmungen immer sehr genau lesen und bei Zweifel die Aktion abbrechen.

Fazit : je mehr man über die elektronischen Medien/Techniken laufen läst, desto "durchsichtiger" ist man.
Zudem sind die gesetzlichen Regelungen/Bestimmungen im Internet (besonders international) noch etwas zu "lasch" (undefiniert).
Doch eines ist klar : Vertrag ist Vertrag! Ob schriftlich, mündlich oder stillschweigend. Ob man nun ein Kaugummi kauft, 1´000.- per Internet transferiert oder drei Bundesordner in die Aktentasche stecken muss, damit endlich das Hundehäuschen im Garten bewilligt wird. Alles ist Vertrag!

Aber durch die technische Vernetzung, vernetzen sich zunehmends auch die vertraglichen Bestimmungen. Immer mehr Juristen sind mit diesem Fachgebiet beschäftigt. Denn wenn nicht anders deklariert, gilt das Internet als öffentlicher Raum. Und somit auch all die unversteckten Daten.

Doch diesbezüglich gibt es auch Beruhigung : immer mehr Firmen uns Institutionen gehen wieder dazu über, die Daten vom Internet völlig getrennt abzuspeichern/verarbeiten (isoliertes IT) und Intranetsysteme zu betreiben, auf welche kein Zugang von Aussen her möglich ist. Fürt einige Branchen/Firmen ist dies ein Muss.

Wer aber sein PC und Natel eingeschaltet hat, der ist einiges durchsichtiger, als es jede Kamera in einem Bahnhof tun kann. Wer hier jetzt doch der Paranoia verfällt, dem empfehle ich keine teuren SchutzProgramme für den PC zu kaufen, sondern den PC bei Nichtbedarf einfach vom Internet zu trennen. Und dies geht am Effizientesten immer noch ganz altmodisch indem man das Kabel aus der Buchse zieht . .

Und auch für den eigenen PC gilt : möglichst wenige Vernetzungen. Wenn WLAN, dann bitte Kennwortgeschütz. Wenn´s geht keine E-Mail-Programme verwenden, sondern sich sich "PC-Mittelaltermässig" nach alter Art im E-MailProvider einwählen.

Sollte aber eines Tages der Benedikt vor der Türe stehen, mit dem Lieblingsbuch und einem Korb der eigenen Liebslingsnahrungsmittel, so dürfen wir uns nicht wundern, wenn er dazu in einer Selbstverständlichkeit sagt :
"Cumulus gehört zu meinem täglichen Geschäft . . ."

Gruss Genussdenker
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Re: Vernetzung

Beitragvon Genussdenker » So 4. Nov 2007, 16:33

@"Such_Find" :
Was du da schilderst ist genau das Hauptproblem in der modernen Verbrechensbekämpfung. Die Symbiose von Mensch und Technik. Also auf Seiten der Polizei/Staat.

Sich alleinig auf die enorm komplexe Technik zu verlassen, birgt auch verheerende Gefahren. Eine kleine technische Störung oder ein menschliches Missverständnis kann enorme Auswirkungen haben. Wie es der genannte Fall ja auch beschreibt
Eben gerade Vernetzte und damit spezialisierte Systeme, steigern diese Gefahr noch.
Da schau´ ich doch wieder gene mal "MontyPhyton" :D :roll:
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