warum?

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warum?

Beitragvon mad hatter » Mi 18. Dez 2002, 15:50

warum hast du dich für den christlichen glauben entschieden?
warum nicht einen anderen?
was macht dich sicher, den richtigen glauben gewählt zu haben?


danke :)
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Mi 18. Dez 2002, 16:36

Entschieden?
- Das erste Mal, weil er der mir bekannteste war.
- Die weiteren Male,
a) weil ich keine sinnvolle Alternative kenne, trotz einigem Wissen über andere Religionen
b) weil ich in der Beziehung zu Jesus zu viel erlebt habe, um auf die Idee zu kommen, was anderes zu wählen.

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

Sicher?
- 100% Sicherheit nach aussen als Beweis wird es niemals geben, ansonsten bräuchten wir sämtliche Diskussionen nicht mehr.
- 100% Sicherheit für mich... Alles, was ich bisher im christlichen Glauben gehört, erlebt und gesehen habe, was mir erzählt wurde und was ich gelesen habe, ergibt Sinn. Was ich erlebt habe gibt mir die Sicherheit, dass Gott existiert, dass er Sünden vergibt, dass er heilt, dass er mich (und alle anderen) liebt.

Gruss
-salzstreuer

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Re: warum?

Beitragvon mad hatter » Mi 18. Dez 2002, 16:48

und wie würde das aussehen, wärest du in östlichen gebieten der welt geboren? (namentlich islamischen oder buddhistischen)
wir passen uns unserer umgebung an (bzw. umgekehrt, wenn wir in der mehrzahl sind...)

MH
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Mi 18. Dez 2002, 16:51

So pauschal kann ich Dir das nicht beantworten, ich meine das geht ja nicht. Ich weiss nicht, was wäre, wäre ich woanders geboren, wäre ich auch nur schon in einer anderen Familie in einer anderen Stadt geboren.

Doch von meinem jetzigen Standpunkt aus...

Hätte ich in einem anderen Land vom christlichen Glauben gehört (egal, wo), dann hätte ich diesen wohl vorgezogen... Und Mission meint dann das umgekehrte, den Leuten die Chance geben, Gott kennenzulernen ;)

Gruss
-salzstreuer
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Re: warum?

Beitragvon mad hatter » Mi 18. Dez 2002, 17:25

also die frage setzte ja schon voraus, dass du dich zu deinem glauben entschieden hast. und nicht, dass du ihn gewählt hast, weil alle so denken...
und ob du inmitten islamischer iraner zum christentum wechseln würde, nur weil du davon hörst, wage ich doch stark zu bezweifeln. fakt ist, wer in einem christlichen land (oder andere religion) geboren wird, ist automatisch christ. (zitat von monty phyton: "you´re a catholic the moment dad came...";)
ich meine, strenggenommen bin sogar ich "christlich".

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Re: warum?

Beitragvon immanuel » Mi 18. Dez 2002, 17:41

Hallo Zusammen!

Bernhard, ein guter Kollege von mir, hatte in der RS (im Gefängnis) Jesus erlebt und ihn angenommen. Vorher hatte er mit Jesus nichts am Hut:
Muss man in die Kiste kommen um Jesus zu erleben?
Nein. Aber ich begann in der Rekrutenschule die Bibel zu lesen. Ich sagte mir in der RS immer, wenn ich in die Kiste komme, beginne ich in der Bibel zu lesen. Durch einen Selbstunfall kam es dann soweit. Also begann ich in der Bibel zu lesen. Einfach am Anfang des Neuen Testamentes. Plötzlich erfasste es mich emotionell sehr stark, eine Art Feuer. Ich verspürte einen Frieden den ich bis dahin nicht kannte. Ich kniete neben meinem Bett nieder und begann zu Jesus zu beten. Endlich habe ich gefunden, was ich so lange suchte: LIEBE + FIEDEN. Das war 1993 und ich freue mich noch heute, dass es soweit kam. Ich möchte nie mehr in die Verlorenheit von früher zurück. Auch kann ich immer sagen: mich hat nicht jemand dazu überredet. Automatisch kam ich dann Schritt für Schritt in Kontakt mit Menschen die auch an Jesus glauben.
DENN Gott dein Schöpfer hat dich soo lieb, dass er seinen einzigen Sohn Jesus für dich hingegeben hat, damit er am Kreuz für dich litt und starb damit du NICHT verloren gehen wirst, wenn du dies akzeptierst.

Quelle

Ein anderer Kollege hat Jesus mitten in einer Lawine angenommen, weil ihm Jesus persönlich begegnet war. Ich kenne also manche Menschen, die ohne eine einzige Predigt oder Evangelisation zu Jesus gefunden haben. Bei Jesus gehts doch nur um die Liebe und ums Herz, der Recht ist "nebensächlich".

Grüessli
Manuel
"Ich möchte die Liebe und Hunger nach Gott immer behalten!"
IHN zu erkennen, ist wie eine Schatztruhe, die sich öffnet. faith.ch
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Re: warum?

Beitragvon mad hatter » Mi 18. Dez 2002, 17:52

hm, also ich dachte mir immer, dass es einem so richtig dreckig gehen muss, damit man sich gott (als letze bastion) zuwendet. (menschliche arroganz wahrscheinlich...)
meine, wenns einem gut geht, was sucht man heil?
hm?

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Re: warum?

Beitragvon rainbow » Mi 18. Dez 2002, 22:05

Warum?

Weil ich da endlich das gefunden habe, was ich jahrelang gesucht hatte: Ruhe und Freiheit. Ich spüre, ich bin nicht mehr alleine.
Weil ich auch merken durfte, dass ich nicht etwas machen musste, damit mich Gott liebt, sondern weil ich etwas tat, weil mich Gott liebt.

Auch habe ich ihn real erfahren und viel Hilfe einfach so bekommen, ohne mein Zutun, ausser meinem Vertrauen.

Soviel ich über andere Religionen bescheid weiss, musst du immer etwas für deine Erlösung machen, als Christ jedoch nicht, da musst du nur glauben. So simpel wäre es eigentlich. Ueberal ist die Frage vom "damit" oder "weil". Wo findest du denn alles die "weil" Beantwortung? Was Jesus für uns getan hat, hat mir irgendwie eingeleuchtet und ich halte daran fest.

Naja, 100% Sicherheit gibt es nicht, aber ich bin überzeugt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

herzliche Grüsse
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Re: warum?

Beitragvon ThomasMillack » Mi 18. Dez 2002, 23:20

Hallo mad hatter

Viele Menschen wenden sich Gott in einer Krisensituation zu, weil es typisch menschlich ist, seine eigenen Gewohnheiten, sein eigenes Ich nur dann in Frage zu stellen, wenns einem nicht gut geht. Das hat wenig mit der Hilfe zu tun, die man von Gott erwarten kann, als vielmehr mit der Kurzsichtigkeit von Menschen.

Du fragtest, wieso man sich dem christlichen Glauben zuwendet und nicht einer anderen Religion. Solche Fragen stellt man oft als Abwehrreaktion mit dem impliziten Argument "Es gibt ja so viele Möglichkeiten, da kann ich mich doch nicht entscheiden". Meine Reaktion darauf wäre schlicht "wenn es nur darum ginge, dann entscheide Dich doch einfach. Ich bin sicher, Gott ist ein guter Moslem lieber als jemand, der nur allein auf sich schaut".

Aber es gibt auch ein gutes Argument für das Christentum, die Liebe - frage einmal Scardanelli. Wo sonst findest Du die persönliche Beziehung, die Geborgenheit, das DU Gottes, wenn nicht im Christentum. Nicht dass es in den anderen Religionen keine Liebe oder Geborgenheit gäbe, aber im Christentum ist dies eine Beziehung zwischen Gott und Mensch, und das hat eine ganz andere Qualität.

Gruss
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Mi 18. Dez 2002, 23:37

hm, also ich dachte mir immer, dass es einem so richtig dreckig gehen muss, damit man sich gott (als letze bastion) zuwendet.

Ich war 17, als ich Jesus in mein Leben einlud und Christ wurde. Alles lief rund, kein Knatsch mit den Eltern, gute Leistungen in der Schule, nette Kollegen, also, ich war rund herum glücklich.
Zuerst dachte ich: Nütz es nichts, so schadet es nicht! Aber seither habe ich erfahren, dass ich mit meiner Entscheidung den wichtigsten Schritt in meinem Leben vollzogen habe. Gott ist unendlich gross!!! :) :) :)

Es grüsst ein strahlender K-KID
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 09:00

Hallo mad hatter

Du bist nicht Christ, weil Du in einem "christlichen" Land wohnst. Du bist auch nicht Christ, weil Du in eine Kirche gehst.

Christ bist Du, wenn Du Jesus als einen persönlichen Herrn und Heiland annimmst. Es ist ne echte Beziehung.

Die Sache ist die ... Es gibt vermutlich soviele verschiedene Wege, Christus kennenzulernen, wie Menschen. Gott hat für jeden seinen eigenen Plan. Einige müssen durch Tiefs und erkennen, dass Gott Hilfe und Trost spenden kann, andere lesen sich quer durch die Bibel und fallen auf die Knie, wieder andere hören einen Teil einer Radiopredigt und es fällt ihnen wie Schuppen aus den Haaren(1) (äh - von den Augen), wieder andere analysieren die ganze Sache und kommen fast schon widerstrebend zum Schluss, dass es das ganze wert ist (2), es gibt viele verschiedene Arten.

Aber die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen. Und die persönliche Entscheidung, wenn Du mal mit dem Glauben bekannt geworden bist, fällt Dir hier nicht leichter als in Afrika oder China.

Heil suchen hat zwei Ebenen: Eine jetzige und eine kommende. Das jetzige Heil, in diesem Leben, muss nicht unbedingt dem entsprechen, was wir als Heil empfinden. Obwohl Jesus uns versprochen hat, uns für unsere Nachfolge auch in diesem Leben zu entlöhnen, hat er auch klar gesagt, dass wir verfolgt und verspottet werden. Tja, nicht gerade der Anreiz für die Nachfolge. Das kommende Heil, das ewige Leben hat da schon eine ganz andere Dimension. Und dieses Heil ist mir wichtig, egal, ob ich mich gut oder schlecht fühle.

Aber es stimmt schon, viele Leute, auch Christen, lassen Gott in den Hintergrund geraten, wenn es ihnen gut geht.

Gruss
-salzstreuer

(1) z.B. Bob Humbold, Gründer Glaubenszentrum Wolfenbüttel, jetzt Bad Gandersheim, ehem. Alkoholiker ...
(2) z.B. C.S. Lewis (bekannter Schriftsteller), der wohl widerspenstigste Bekehrte zu seiner Zeit...
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Do 19. Dez 2002, 14:03

Hallo Salzstreuer,
da Jesus mein Lehrer ist, bin ich als sein Schüler ein Christ und ich warte deshalb immer noch auf meine uneingeschränkte Freischaltung hier!
Ein Heil, fällt stets mit einer Heilsempfindung zusammen, genauso wie ein Verliebtsein eine gleichsinnige Empfindung auslöst. Oder warst du schein einmal verliebt, ohne dies auch gleichsinnig empfunden zu haben? Wer keine Heilsempfindung hat, der hat auch kein Heil, weil das Heil keine Theorie ist, ist es wirklich. Dies ist wieder ein kläglicher Versuch, die kleinen Schätze vor Kritik abzuschotten, aus Angst, dass jenseitige Heil zu verspielen; dies ist nicht radikal gläubig!
Um dasjenige zu unterstreichen, wessen man nicht sicher ist, werden stets Pleonasmen genutzt. "Persönlicher Herr" ist ein solcher. Wenn jemand mein Herr ist, dann ist er dies stets persönlich. Auf diese Weise, in dieser Doppelung wird das aus der Sprache mit Nachdruck versehen, was aus sich, für einen selbst keine Sicherheit hat. Er sei mein Herr, strahlt eine Sicherheit aus, während ein persönlicher Herr mehr heiße Luft ist.
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 14:11

Oh, ich denke, dass Heilsgewissheit nicht immer Heil bedeuten muss.

In einigen Religionen sind sich Leute Ihres Heils sicher. Selbstmordattentäter reisen sogar mit Gepäck, damit sie sich im Jenseits umziehen können ...

Aber wenn die Bibel recht hat (...), dann hat nicht jeder so das Heil.

Es ist in keinem das Heil, ausser in Christus.

Persönlicher Herr meint für mich, dass es eine Beziehung, eine wirkliche, von Freundschaft geprägte Beziehung ist.

Persönlich heisst hier, wir haben füreinander zeit, kennen einander... nicht jeden "Herrn" darf ich so kennen, und nicht jeden "Herrn" werde ich lieben.

OK, das Wort ist vermutlich nicht so glücklich gewählt.

Gruss
-salzstreuer

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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Do 19. Dez 2002, 14:44

Hallo Salzstreuer,
obgleich ich Christ bin, regt mich eine solche Wirklichkeit wirklich an:

Oh, ich denke, dass Heilsgewissheit nicht immer Heil bedeuten muss.
In einigen Religionen sind sich Leute Ihres Heils sicher.


Wenn die Konsequenz daraus die ist, dass das Heil nicht mit der Person eins werden kann, dann stimmt hier etwas nicht! Denn wenn das wahre Heil sich nicht durchschlagend manifestieren darf, dann ist es gar keines. Dann ist es zu einem Verwaltungsgut verkommen und hat daran seine Unwahrheit.
Mir ist es völlig schleierhaft, wie man sich mit halben Sachen zufrieden geben kann. Ich will alles und ich glaube, dass die Liebe alles bringt! Das Leben ist dynamisch und daran ist alle Wahrheit dynamisch und am Ende niemals rein formell. Ein formelles Heil ist lachhaft.

Zu jedem, der dein Herr ist, hast du eine persönliche Beziehung! Persönlich und freundschaftlich sind nicht dasselbe. Es wäre deshalb besser, wenn man eine Verstärkung wünscht, zu sagen: Jesus sei mein freundschaftlicher Herr, oder Besser mein freundschaftlicher Lehrer, denn Lehrer von uns wollte Jesus sein, dies hat er selbst gesagt.
Ich glaube allerdings, dass viele Jesus lieber als ihren Herren sehen möchten, als ihn als ihren Lehrer zu bezeichnen, denn dann könnten ja andere irgendwann einmal fragen, wann man denn ausgelernt hätte. Alles, nur nicht so angesehen werden, wie Jesus selbst, obgleich die Bibel an manchen Stellen genau dies meint.
Jesus hat gesagt, es reicht, wenn wir so werden wie er, also dann machen wir uns auf den Weg, genau so zu sein wie er!
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 15:01


Wenn die Konsequenz daraus die ist, dass das Heil nicht mit der Person eins werden kann, dann stimmt hier etwas nicht!


habe ich so etwas geschrieben? Ich denke nicht. Ich bin mir meines Heils sicher. Christen sind (oder sollten) sich ihres Heils sicher sein. Da verbindet sich das heil mit der Person.

Aber! Nicht jede Person, die meint, Heilssicher zu sein, wird am Ende auch Heil erfahren. Selbstverständlich darf sich das wahre Heil manifestieren. Wenn aber ein "falsches" Heil sich manifestiert, dann bin ich mir zwar "Heilsgewiss", aber eben vom falschen Heil.

Hoffe, Du begreifst, was ich meine.


Ich glaube allerdings, dass viele Jesus lieber als ihren Herren sehen möchten, als ihn als ihren Lehrer zu bezeichnen, denn dann könnten ja andere irgendwann einmal fragen, wann man denn ausgelernt hätte. Alles, nur nicht so angesehen werden, wie Jesus selbst, obgleich die Bibel an manchen Stellen genau dies meint.
Jesus hat gesagt, es reicht, wenn wir so werden wie er, also dann machen wir uns auf den Weg, genau so zu sein wie er!

1) Lieber den Herrn sehen - da hast Du sicherlich zum Teil recht. Es ist einfacher, einfach "herr, herr" zu sagen, als sich belehren zu lassen. Und auslehren werden wir nie!

2) Wo hat Jesus gesagt, dass es reicht, so zu werden wie er? Meines Wissens hat er uns sogar verheissen, dass wir grössere Dinge tun werden als er!

3) Es geht nicht darum, Jesus zu "kopieren". Wir sollen nicht als kleine Jesus durch die Welt ziehen. Aber in uns soll sich die Liebe Gottes spiegeln. Wir sind als Ebenbild Gottes geschaffen worden und durch uns soll die Welt Gott erkennen. Aber nicht als Kopie, sondern als lebendige Kinder Gottes. Als Teile eines grossen Körpers. Als eigenständige Personen mit einem persönlichen Auftrag von Gott.

Gruss
-salzstreuer

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Re: warum?

Beitragvon bo » Do 19. Dez 2002, 15:14

Ich denke, das ist so wie im Fussball. Du wirst Fan von der Mannschaft, die du das erste Mal im Stadion gesehen hast.

Und wenn jetzt irgendein Christ behauptet, er wäre auch Christ, wenn er als Inder geboren wäre, dann lügt er!
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 15:16

Warum gibt es (so viele) Inder, die Christen geworden sind?

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Re: warum?

Beitragvon rainbow » Do 19. Dez 2002, 15:25

Hm bo, dann solltest du mal das Buch von Martin Kampuis lesen: Ich war Buddist.

Wenn ein Mensch nicht das findet, was er erhofft, dann sucht er eben weiter, im Normalfall, oder?

Und warum gibt es so viele Chinesen, die Christen sind? Ist doch auch kein christliches Land, im Gegenteil!

Herzliche Grüsse
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Re: warum?

Beitragvon bo » Do 19. Dez 2002, 15:27

Original von Salzstreuer
Warum gibt es (so viele) Inder, die Christen geworden sind?




Und warum gibt es soviele Christen, die Hindus geworden sind oder Atheist?
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Re: warum?

Beitragvon Scardanelli » Do 19. Dez 2002, 16:57

Hallo Salzstreuer,
der springende Punkt ist eben derjenige, dass nur der Geselle das Rechte schaffen wird. Wer es in der Nachfolge Jesu nicht zum Gesellen geschafft hat, der sollte mit großer Vorsicht den Glauben anderen nahe bringen, weil noch zuviel Schülerhaftes in ihm steckt. Wird z. B. eine ganze Kirche nur von Schülern in Jesus geleitet, dann wird daraus nichts werden. Dass ist Kontext! Und furchtbar wird es, wenn ein Schüler meint, er sei bereits ein Geselle, dann ist das Verderben bereits da, denn er hält sich die Ohren zu, um ja nicht zu hören, er sei ja noch ein Schüler. Haben wir nur Schüler unter uns, dann gnade uns Gott.

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Re: warum?

Beitragvon soleil » Do 19. Dez 2002, 18:03

Scarda...bravo!!! :)) ;) :)

Ich finde es soooo traurig :cry: , dass der grosse Teil der Menschheit ihre Selbstverantwortung abgibt und damit den himmelschreiendsten Irrlehren Raum gibt.

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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Fr 20. Dez 2002, 01:17

Und warum gibt es soviele Christen, die Hindus geworden sind oder Atheist?

Bo denkst du hier an Papierchristen oder an solche, die ihr Leben Jesus anvertraut haben? Ob es von der zweiten Sorte so viele gibt, die konvertieren, bin ich mir nicht so sicher.

Häbs guet! K-KID 8-)
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Re: warum?

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 20. Dez 2002, 10:25

Naja, K-Kid, es gibt sicherlich solche, die sich im Verlaufe ihres Lebens vielleicht für etwas anderes entscheiden. Das Leben bleibt nicht über Jahre hinweg gleich, und etwas, das man mit 18 noch gut fand, findet man mit 25 manchmal nicht mehr so toll.

grüessli ainu
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auch der schönste sommer wird
einmal herbst und welke spüren
halte blatt geduldig still
wenn der wind dich will entführen


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als der wandel, als die flucht


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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:03

@bo

Viele Christen?

Leute, die Ihr Leben Jesus anvertrauen und eine Beziehung zu Gott haben, da denke ich, ist die Wechselrate äusserst Bescheiden.

Leute, die einfach nur im "Christlichen Abendland" aufwachsen, konfrontiert werden mit zum Teil abstrusen Ausläufern von christlicher Lehre und (und das ist die SChuld der Kirche und der Christen) eher Leere als Lehre erkennen - da verstehe ich das eigentlich schon. Aber auch hier ist der Schritt relativ weit.

Dann gibt es noch die ganze Generation, welche mit Sex, Drogen und östlichen Religionen nach Indien gepilgert ist - nur wenig haben da gefunden, was sie suchten.

Und ich denke, es gibt mehr Inder, die Christen wurden als umgekehrt (ja ich weiss, es gibt auch auch soooo viele Inder).

Gruss
-salzstreuer

Noch n Gedanke. Wenn ein Christ Hindu wird, dann weil er die höhere Erkenntnis sucht. Er findet sich im eher gemässigten Hinduismus und wird vermutlich mit dem ganzen Kastendenken etc. nicht gross konfrontiert.

Nur: Was ist der Anreiz für einen Hindu, Christ zu werden? Wenn er das nämlich tut, hat er ein ernsthaftes Problem mit seiner Umgebung. Die werden ihn verstossen und allenfalls sogar zu töten versuchen. Also muss was dahinter sein, was stärker ist als der Tod.
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:05

@ainu

salzstreuer hat mit 20 das, was er mit 15 begonnen hat, weiter vertieft und dringend gebraucht und jetzt mit 31 ist er immer noch voll Fan davon.

Was wirklich Bestand hat in meinem Leben, lasse ich nicht mehr los. Warum sollte ich auch von einem Fundament runter, dass mich auch in schwierigsten Zeiten trägt?

-salzstreuer
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:07

Original von Scardanelli
Hallo Salzstreuer,
der springende Punkt ist eben derjenige, dass nur der Geselle das Rechte schaffen wird. Wer es in der Nachfolge Jesu nicht zum Gesellen geschafft hat, der sollte mit großer Vorsicht den Glauben anderen nahe bringen, weil noch zuviel Schülerhaftes in ihm steckt. Wird z. B. eine ganze Kirche nur von Schülern in Jesus geleitet, dann wird daraus nichts werden. Dass ist Kontext! Und furchtbar wird es, wenn ein Schüler meint, er sei bereits ein Geselle, dann ist das Verderben bereits da, denn er hält sich die Ohren zu, um ja nicht zu hören, er sei ja noch ein Schüler. Haben wir nur Schüler unter uns, dann gnade uns Gott.

Der Schüler soll wie der Lehrer werden: (Mt. 10, 25; Lk. 6, 40)



Tja, tönt gut. Aber was meinst Du damit, vorallem im Bezug auf das, was wir hier eigentlich diskutieren?

Gruss
-salzstreuer

Wir sind nicht einfach Schüler, wir sind Miterben Christi... Man stelle sich vor, Erben des Reiches Gottes - jetzt schon!
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:11

Original von soleil
Scarda...bravo!!! :)) ;) :)

Ich finde es soooo traurig :cry: , dass der grosse Teil der Menschheit ihre Selbstverantwortung abgibt und damit den himmelschreiendsten Irrlehren Raum gibt.




Stimmt - da rennen sie in der Natur herum, Gott zu finden, versuchen, Energien zu beinflussen und wollen so sein wie Gott...

... ohne zu merken, dass er längst Mensch geworden ist, den Weg zu Gott vorbereitet hat. Aber vieleicht sind die einfachen Wege auch zu kompliziert.. vieleicht ist die schmale Tür doch wirklich ziemlich eng. Doch es bleibt dabei, wenn Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" und "Ich bin die Türe"...

-salzstreuer
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Re: warum?

Beitragvon bo » Fr 20. Dez 2002, 11:20

Original von Salzstreuer
@bo

Viele Christen?

Leute, die Ihr Leben Jesus anvertrauen und eine Beziehung zu Gott haben, da denke ich, ist die Wechselrate äusserst Bescheiden.



Das weisst du nicht, das weiss ich nicht. Das sind alles nur Vermutungen, und daher nicht wert, weiterhin drüber zu diskutieren oder näher drauf einzugehen.
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:25

Ich denke, von christlicher Seite her wäre es möglich, an zahlenmaterial zu gelangen.

Aber Du hast ja damit angefangen

*BallrüberSchieb* :D

-salzstreuer
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Re: warum?

Beitragvon bo » Fr 20. Dez 2002, 11:51

Original von Salzstreuer
Ich denke, von christlicher Seite her wäre es möglich, an zahlenmaterial zu gelangen.

Aber Du hast ja damit angefangen

*BallrüberSchieb* :D

-salzstreuer


Ich glaube nur Statistiken, die ich selbst gefälscht habe. :D
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Re: warum?

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 20. Dez 2002, 12:25

*Ballverlager*

wisst ihr, wieviele Inder Moslems geworden sind? die islamische Religion hat dort enormen zuwachs...
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Re: warum?

Beitragvon bastlwastl » Fr 20. Dez 2002, 12:30

Original von mad hatter
warum hast du dich für den christlichen glauben entschieden?
warum nicht einen anderen?
was macht dich sicher, den richtigen glauben gewählt zu haben?


hm, ein bisschen sicherlich meine herkunft: niederbayern ist einfach erzkatholisch und dann später die erkenntniss, dass ich mich mit dem, was mir der tradition wegen von meinen eltern überliefert wurde absolut identifizieren konnte und dass andere religionen, die ich im laufe der zeit kennen lernte mir nicht das bieten konnten, was ich in der katholischen tradition gefunden habe.(dieses etwas ist allerdings sehr schwer zu beschreiben)
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 12:32

Islam in Indien

Tja, eine der grossen Sorgen - nicht nur der Christen. Der Islam macht sich ziemlich breit. Man spricht ja auch von der Islamisierung Deutschlands...

Macht mir persönlich Kummer.

Gruss
-salzstreuer
Es gab eine Zeit,
wo der Glaube gegen die Vernunft verteidigt werden musste,
es kommt eine Zeit (und sie beginnt schon)
wo der Glaube die Vernunft verteidigen muss!
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Re: warum?

Beitragvon bo » Fr 20. Dez 2002, 13:07

Original von Salzstreuer
Islam in Indien

Tja, eine der grossen Sorgen - nicht nur der Christen. Der Islam macht sich ziemlich breit. Man spricht ja auch von der Islamisierung Deutschlands...

Macht mir persönlich Kummer.

Gruss
-salzstreuer


Och, solange die Hochäuser stehen bleiben ist mir das eigentlich wurscht!
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Re: warum?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 13:12

Tja schon, aber ob ich in 10 Jahren mehr Moscheen als Kirche möchte und mir von allen Seiten der Muezin ins Ohr schreit und meine Frau plötzlich nen Schleier tragen muss ...

weiss nicht...

Gruss
-salzstreuer
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Re: warum?

Beitragvon Ainu Elfe » Fr 20. Dez 2002, 13:22

Naja, so schnell geht sowas nicht. Und ob es überhaupt passieren wird, ist fragwürdig.
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Re: warum?

Beitragvon Lindy de Mer » Fr 20. Dez 2002, 13:23

Hallo Mad-Hatter,

die Frage, um die es Dir geht, lautet vermutlich:
muss ein Mensch unbedingt Christ werden,
um von Gott als sein Kind angenommen zu werden?
Könnten auch Muslime, Hindus, Indianer, Schwarze,
die nie von Jesus gehört haben, Gottes Kinder sein?
Könnte es sein, das es zwei Arten Gotteskinder
gibt, zum einen, solche, die sich durch ihren
Glauben bewusst sind, Gottes Kinder zu sein
und solche, die durch das Zeichen der Gotteskind-
schaft Gotteskinder sind, dies aber selbst gar
nicht wissen, sich dessen nicht bewusst sind?

Jetzt wird es gleich Widerspruch geben,
aber ich erzähle Dir trotzdem, was ich denke,
meine Sichtweise gründet sich auf folgende
Bibelstellen: Matth. 25,31-46 und 1.Kor.13,3
sowie der Stelle, wo Jesus sagt, nicht jeder,
der Herr, Herr, ruft, zählt zu seinen Jüngern.
Ich selbst bin ein wiedergeborenes Gotteskind
und könnte jetzt überzeugt sagen, jeder geht
verloren, der nicht an Jesus glaubt, -
nur denke ich, es ist anders.
Es gibt ein Zeichen, an dem Gott uns als seine
Kinder erkennt und das ist nicht der Glaube
(siehe die obigen Bibelstellen), sondern das
ist die Nächstenliebe.
Diese Liebe in unserem Herzen ist es, die
uns zu Gotteskindern macht und ich denke,
es ist wohl so:
der Glaube ohne die Liebe ist nichts,
aber die Liebe ohne Glaube führt ein Herz
dennoch ans Ziel, denn die Liebe kommt aus
Gott und ist so eng und fest mit ihm verbunden,
das jedes Herz, in dem das Licht der Liebe
strahlt, mit Gott als Quelle der Liebe verbunden
ist und als Schäfchen Jesu erkannt wird.

Jesus sagt so oft, das es des Heulens und Zähne-
knischens viel sein wird, das es viele geben
wird, die sich als Gotteskind betrachten (wohl
aufgrund ihres vorhandenen christlichen Glaubens)
es aber gar nicht sind (wohl aufgrund ihrer
nicht vorhandenen Nächstenliebe), ich denke,
das macht schon deutlich, worum es Gott geht,
zudem ist die Botschaft Jesu klar: es geht
darum, das wir lernen, zu lieben, das wir geheilt
werden vom Egoismus und das wir lernen, Jesus
nachzufolgen, indem wir Barmherzigkeit und Nächsten-
liebe praktizieren, ob wir Jesus und seiner
Botschaft nun bewusst als Gläubige nachfolgen,
oder ob wir ihm und seiner Botschaft unbewusst
nachfolgen, mag hier nicht relevant sein,
wichtig ist, das wir tun, was Jesus sagt:
lieben.
Denn, die Liebe ist das Zeichen,
an dem Gott uns als seine Kinder erkennt
und das Zeichen, an dem auch wir uns untereinander
als Geschwister erkennen können.
Wer ist Wolf und wer ist Schäfchen...?
Soviel zu meinen Gedanken.
Alles Liebe
Lindy

Gott ist Liebe und Jeder, der liebt, gehört zur Familie Gottes

bitte beachten:worte in grossbuchstaben bedeuten bei mir nur ernste betonung
Lindy de Mer
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Re: warum?

Beitragvon bo » Fr 20. Dez 2002, 13:26

Original von Salzstreuer
Tja schon, aber ob ich in 10 Jahren mehr Moscheen als Kirche möchte und mir von allen Seiten der Muezin ins Ohr schreit und meine Frau plötzlich nen Schleier tragen muss ...

weiss nicht...

Gruss
-salzstreuer


Schleier? Bei manchen Frauen wäre das nicht das schlechteste! :P

Und ob da jetzt ne Kirche oder ne Moschee steht ist doch Jacke wie Hose. Ich würd da eh´ Kneipen draus machen.

Aber davon abgesehen wird das sicher nie geschehen.
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Fr 20. Dez 2002, 20:16

meine Sichtweise gründet sich auf folgende
Bibelstellen: Matth. 25,31-46 und 1.Kor.13,3
sowie der Stelle, wo Jesus sagt, nicht jeder,
der Herr, Herr, ruft, zählt zu seinen Jüngern.

Hi Lindy
Du verstehst die obengenannte Stelle so, dass neben den "Herr" Rufenden noch andere (ruhigere)Menschen zu Gottes Kindern gehören. Ich interpretiere sie etwas anders. Es sind einige, die zwar "Herr" rufen, aber nicht zu seinen Kinder gehören, weil ihr Herz nicht Jesus gehört.
Im Johannesevangelium sagt Jesus eigentlich ganz unmissverständlich: Ich bin der Weg, die Wahreheit und das Leben. Einen anderen Weg zu Gott gibt es nicht! Johannes 14, 6 Wie soll es da andere Kinder Gottes geben, wenn diese Jesus nicht kennen?

Be blessed! K-KID
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Re: warum?

Beitragvon K-KID » Fr 20. Dez 2002, 20:35

es geht darum, das wir lernen, zu lieben, das wir geheilt werden vom Egoismus und das wir lernen, Jesus nachzufolgen, indem wir Barmherzigkeit und Nächstenliebe praktizieren, ob wir Jesus und seiner Botschaft nun bewusst als Gläubige nachfolgen, oder ob wir ihm und seiner Botschaft unbewusst nachfolgen, mag hier nicht relevant sein, wichtig ist, das wir tun, was Jesus sagt: lieben.

Ich denke, dass diese Eigenschaften wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit usw. einen wirklichen Christen auszeichnen. Aber damit können wir uns nicht das Ticket fürs Paradies erkaufen. Jakobus sagte: So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. (Hfa. Jak. 2, 17) Aber erst der Glaube macht solche Werke erst möglich.
Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten, die ich Gott vorweise, werde ich von meiner Schuld freigesprochen. Gott spricht mich erst dann frei, wenn ich mein Vertrauen allein auf Jesus Christus setze. (Hfa. Römer 3, 28 )
Es gibt keine Werkgerechtigkeit.

Gruss K-KID

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