freikirche der 7tags adventisten

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

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freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Do 14. Mär 2002, 08:21

hey leuz

was haltet ihr von der freikirche der 7tags adventisten ??
liegt der unterschied nur am sabbat (=samstag)
oder ist es ein anderes??

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Fr 12. Apr 2002, 08:39

kennt ihr die überhaupt? :-)
was ist an der so schlimm?
ist an der was schlimm?
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Marita » Fr 12. Apr 2002, 20:48

Hi Raphael,

historisch ist der 7-Tag Adventismus eine Mischung von orthodoxer und abweichender Christlicher Doktrine gewesen. Offiziell stimmt er den grundlegenden Doktrinen des historischen Christentum´s zu wie z.B die Inspiration und Autorität der Bibel, Trinität, Christus´ wahrer Gottheit, Seine körperliche Auferstehung und Errettung vermöge der Gnade durch Glauben. Eine gute Portion ist aber abwegig und zeigt sich durch die Annahme des Sabbatarianismus, Extinktion der Seele nach Tod und der Glaube dass der Bestimmungsort der Boshaften die Vernichtung ist. Diese Unterschiede sind auch Anstoss zu einer tiefen internen Spaltung der Kirche. Anscheinend ist aber die Hauptströmung eher evangelisch gerichtet.

Das nur in Kürze, so long.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Fr 12. Apr 2002, 21:16

Ist es nicht so, dass diese Bewegung von einer Frau gegründet wurde, die beim Reiten vom Pferd gefallen ist und dann angeblich eine Vision hatte (ich mache keine Witze und verwechsle das nicht mit Uriella)? Ich meine, die Frau hiess Ellen Brown oder so ähnlich.

Ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Marita » Fr 12. Apr 2002, 22:18

Seit Beginn ist durch den Einfluss der "hellseherischen" Gründerin Ellen G. White, der 7-Tage Adventismus mit Meinungsverschiedenheiten und Kontroverse befrachtet und ist inmitten einer theologischen Krise.

Ob die Visionärin vom Ross gefallen ist, weiss ich nicht, könnte mir das aber gut vorstellen (Paulinchen fiel vom Pferde...) :D

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Sa 13. Apr 2002, 07:25

vielleicht stossen bald - oder sind schon drin - siebentags adventisten zum forum und können mehr dazu sagen. persönliche kontakte hatte ich im militärdienst mit gläubigen dieser denomination. in erinnerung geblieben sind mir, dass es sich um angenehme leute handelte, sie immer die sonntagswache machten :] dafür nie am samstag dabei waren :) und im ausgang, wenn es nur schinkensandwich oder fleischkäse gab, sich für fleischkäse entschieden.

- hallo zwicker aus dem rheintal, wenn du dies zufällig liest, gruss von mir, wir waren in den early eighties im tessin, erinnerst du dich noch ? -

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon kika » Di 16. Apr 2002, 10:15

hallo
hier kannst du mehr von den adventisten erfahren:
www.adventisten.ch

ich selber bin überzeugt dass sie wahre christen sind und sie halten den sabbat weil Gott ihn heiligte und uns dieser tag gab damit wir ruhen können.
früher haben alle christen den sabbat gehalten. die katholische kirche hat das gesetz geändert und seitdem wird der sonntag gehalten.
darf ein mensch Gottes wort ändern?? hm..

wir wollen ja alle an die 10 geboten halten, und es steht geschrieben:
Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine werke tun, aber am siebten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes.

erwähnt, es gibt christen die denken dass der Sabbat der sonntag ist, doch zb auf spanisch sagt man samstag=sabado
italienisch sabato und wieso heisst Mittwoch so ?
mitte der woche (mittwoch) weil der sonntag der erste tag ist...und dann ist mittwoche in der mitte.
niergends steht es in der bibel geschrieben dass wir christeb den tag heiligen sollen an welcher Jesus auferstanden ist, und genau das tat die kirche. sie feiern dieser tag weil Jesus auferstanden ist. doch ist das Gottes wille?


Gott schenke uns weisheit damit wir dein wille tun können

in liebe
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon jumiet mi » Di 16. Apr 2002, 16:54

Ich bin bei den Adventisten sozusagen gross geworden. Seit ein paar Jahren bin ich aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr dabei.

Was ich vor allem nicht gut fand/finde, dass sie einerseits verschiedene Stellen der Bibel bis ins i-Tüpfelchen umsetzen bzw. sich daran halten wollen. Andererseits haben sie Probleme damit - zumindest in den Gemeinden, wo ich war - Gott zuzutrauen, dass er auch heute noch (grosse) Wunder und Heilungen vollbringen kann.

In USA gibt es dann noch extreme Randgruppen. Auf einer Evangelisation in Berlin behaupteten sie doch, dass alle, die den Sabbat nicht halten, keine richtigen Christen sind. Das löste damals eine heisse Diskussion mit den Teilnehmern aus. In dieser Art bzw. überhaupt sich das Recht zu nehmen, über andere zu richten, finde ich besonders krass.

Insgesamt sind sie sehr konservativ und schmoren im eigenen Saft. Die Gemeinde, wo ich aufwuchs, schrumpft und schrumpft.

Eins möchte ich noch hinzufügen. Natürlich gibt es auch unter ihnen immer wieder Menschen mit einem sehr lebendigen Glauben.

jumiet mi
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Gabriel » Di 16. Apr 2002, 19:27

Unsere eigene kläglichen Versuche, das Gesetz zu erfüllen werden immer wieder scheitern, desshalb hat JESUS für uns das Gesetz schon erfüllt.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in solchen Gemeinden sehr schlimm mit dem "Hinter dem Rücken reden" steht.

Gesetzlichkeiten sind ziemlich gefährlich...

Ich muss aber noch hinzufügen, dass ich die 7tags adventisten nicht kenne. Nur Gott kann beurteilen wer von ganzem Herzen ihn liebt und ihm nachfolgt...

Ich denke in jeder Gemeinde wird es lebendig glaubende Christen geben, genau so wie es in jeder Gemeinde faule Eier gibt. :))
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Di 16. Apr 2002, 20:41

ich glaube, dass wir christen gerne irgendwelche regeln oder pflichten - seien es kleidungsvorschriften, bestimmungen über nahrungsmittel, umgangsitten usw. - ausüben. anscheinend gibt uns diese "messlatte" eine gewisse sicherheit oder ein gefühl von zugehörigkeit, wenn wir dies oder das machen. bei den adventisten scheint mir, dass sie den spagat zwischen judentum (sabbat, kein schweinefleisch) und christentum versuchen. hinter diesen versuchen steckt oft ehrliches bemühen, den richtigen weg vor gottzu gehen. aber eben, es bleibt ein bemühen.

doch wer ist ohne schuld, um den ersten stein zu werfen?

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Di 16. Apr 2002, 20:42

was ich noch vergessen habe - danke jumiet mi für deinen informativen beitrag.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Mi 17. Apr 2002, 06:18

hallo leute

ich bin auch bei den 7tags adventisten aufgewachsen,
und muss sagen, so sehr unterscheiden "wir" oder "sie"
uns / euch nicht. steht in der bibel, wir sollen schweine-
fleisch nicht essen? ich glaub schon... steht in der bibel
wir sollen den sabbat ehren als tag der vollendeten schöpfung?
na klar, und nirgends in der bibel steht, dass jesus diese
gesetze über den haufen warf. wären dann nicht auch die
10 gebote unnütz? wieso lesen wir denn noch im AT wenn
das neue alles sagt was aktuell ist. warum gibt es gesetze
im AT? um sie nicht einzuhalten?

ein nixblickender

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Mi 17. Apr 2002, 06:19

übrigens marita...
ich versteh kein wort :D
sorry aber du schreibst sehr hochstehend :roll:
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Marita » Mi 17. Apr 2002, 14:53

Tut mir leid, lieber Raphael, dass mein Schreibstil so rüberkommt :cry: Frag mich doch einfach wenn Du etwas ein bisschen klarer sehen möchtest :]

In der Zwischenzeit...so long!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Mi 17. Apr 2002, 15:01

also gut marita

Original von Marita
Hi Raphael,

historisch ist der 7-Tag Adventismus eine Mischung von orthodoxer und abweichender Christlicher Doktrine gewesen.



Offiziell stimmt er den grundlegenden Doktrinen des historischen Christentum´s zu wie z.B die Inspiration und Autorität der Bibel, Trinität, Christus´ wahrer Gottheit, Seine körperliche Auferstehung und Errettung vermöge der Gnade durch Glauben. Eine gute Portion ist aber abwegig und zeigt sich durch die Annahme des Sabbatarianismus,



Extinktion der Seele nach Tod und der Glaube dass der Bestimmungsort der Boshaften die Vernichtung ist.



Diese Unterschiede sind auch Anstoss zu einer tiefen internen Spaltung der Kirche. Anscheinend ist aber die Hauptströmung eher evangelisch gerichtet.

Das nur in Kürze, so long.


du merkst...ich komm draus :]

überall dort wo hä seht versteh ich bahnhof :D

oh lala

ein ungebildeter (?)

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Marita » Mo 22. Apr 2002, 03:29

Okay, Raphael, ich sehe was Du sagen willst. Für mich ist natürlich Dein Bahnhof auch ein "hä?" ...ich denke das ist "touché" für Dich :))

Mit meinem Geschreibsel wollte ich sagen, dass die Adventisten die grundlegenden, wesentlichen und unerlässlichen Grundsteine des Christentum glauben und annehmen. Ich denke dass sie also wahre Christen sind. Ich schliesse mich auch Gabriel´s Meinung an, dass "...in jeder Gemeinde wird es lebendig glaubende Christen geben, genau so wie es in jeder Gemeinde faule Eier gibt".

Was Adventisten in der Bibel als "Seelenschlaf", "Sabbathalten" und "Vernichtung der Boshaften" auslegen, sehen die Nicht-Adventisten als abwegig und gesetzlich. Aber auch in der Adventisten-Gemeinde sind gerade diese Punkte Grund des "Streites" der dann leider zu Spaltungen in der Gemeinde führt.

Ist das ein bisschen verständlicher? Übrigens finde ich Dich nicht ungebildet, sondern ich denke eher, dass vielleicht zwischen Dir und mir ein "Generation-Gap" ;) besteht, was sich dann auf dem Sprachstil bemerkbar macht :? Deine freie, ungebundene Art Gedanken und Gefühle zu erörtern finde ich erfrischend :]

Bis später...so long.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon raphael » Mo 22. Apr 2002, 06:53

hey marita

bin eben noch frisch und jung... :D

hey ich bin zwar seit geburt in die adv. kirche gegangen,
aber hab noch nie was von "seelenschlaf" und den anderen
dingen (sabbathalten schon :) )
gehört..könntest du mir diese sachen ein wenig er-
läutern??

thnx

ein langsam begreifender
8-)
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon yru » Mo 22. Apr 2002, 16:25

raphi vielleicht hilft dies:

Offb 6,9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
Offb 6,10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen?
Offb 6,11 Und es wurde einem jeden von ihnen ein weißes Kleid gegeben, und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten , bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch sollten getötet werden, gleichwie sie.

Es gibt noch wenige andere Hinweise, die den Schlaf der Heiligen bis zur Endzeit belegen (auch am jüngsten Gericht auferstehen alle, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Verdammnis)

YRU - wollte jedoch nicht marita vorgreifen!
1Jo 4,8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht;
denn Gott ist Liebe.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon jumiet mi » Do 25. Apr 2002, 09:27

Ich habe noch eine gute Antwort von Stephan Kallus zum Thema Adventisten im Forum auf predigtnetz.de gefunden:

Im 19. Jahrhundert meinte ein William Miller, anhand von Daniel 8,14 ausrechnen zu können, dass Jesus im Jahr Frühjahr 1844 wiederkommt. Aus dieser Erwartung sind die Adventisten entstanden. Nach erstmaliger Korrektur von Frühjahr auf Herbst und der Enttäuschung als der Termin verstrich, sagte Hiram Edson, dass er eine Vision hatte, dass Jesus anstatt auf die Erde zum zweiten Mal ins Himmlische Heiligtum gegangen sei (offizielle SA Lehre), um es zu reinigen. Dabei finde ein "Untersuchungsgericht" statt, in der die Christen vorbeurteilt und die Sünden der Christen getilgt werden.
(Das bedeutet, dass am Kreuz die Sünden zwar vergeben, aber nicht getilgt wurden, eine Irrlehre)

Später trat Ellen G. White als (von SA offiziell anerkannte) Prophetin auf und hatte viele "Visionen", die sie in zahlreichen Büchern und Artikeln niederschrieb.

Eine Hauptlehre: Christen müssen den Sabbat (7. Tag) halten und die Speisegebote des AT einhalten (ihre Regeln gehen darüber hinaus...)

Es ist inzwischen bewiesen, dass Frau White sehr viel von anderen Autoren kopierte, das aber als Vision beschrieb. Die SA kommentieren, dass Prophetie ja auch eine Bestätigung bereits gesagter Wahrheit sein kann. Aber Frau White hat nie gesagt, dass sie etwas bestätigt, sondern dass sie Offenbarungen hatte.

Adventisten befassen sich sehr viel mit Bildern aus dem AT und ihren Erfüllungen im NT. Ihre Lebensweise ist sehr gesund.

Buchtip: "Der Siebente Tag - Ellen G. White, die Adventisten und der Sabbat", A. A. Hoekema, CLV-Verlag (Bielefeld)


Grüsse
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Fr 26. Apr 2002, 11:46

finde ich super, wie dieses thema konstruktiv diskutiert wird. keine unsachliche kritik, viele praktische und lebensnahe informationen - ich bin gespannt, was sonst noch kommt.

allen ein schönes wochenende

fisher
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Mi 1. Mai 2002, 19:50

Mit der Frage nach Leben und Glauben der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten haben sich in den letzten Jahren sehr viele kompetente Autoren beschäftigt.

Als "info help" möchte ich den Forum-Mitlesern daher eine aktuelle "Literatur-Liste" mit darstellender Literatur (Fremddarstellungen und Selbstdarstellungen)undHinweisen auf Dialoggespräche mit den Adventisten zur Verfügung stellen.

Mit freundlichem Gruss
info help


Literaturliste


1. Darstellende Literatur (Fremddarstellungen)

Rainer Burkart, 1996. Die Freikirchen im ökumenischen Dialog. In: U. Hahn/C. P. Thiede/A. Basdekis/M. Lohmann (Hg.) "Ökumene wohin?", Bonifatius, Paderborn, ISBN 3-87088-886-5.

Hans-Christian Diedrich/Gerd Stricker/Helmut Tschoerner (Hg.), 1996. Die Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Das Gute behaltet. Kirchen und religiöse Gemeinschaften in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten", S. 186-193. Martin-Luther-Verlag, Erlangen, ISBN 3-8713-101-0.

Stefan Djundja, 2000. "Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten". In: "Religiöse Bekenntnisgemeinschaften in Österreich", Nr. 83/2000, Teil der Werkmappe "Sekten, religiöse Sondergemeinschaften, Weltanschauungen", S.52-62. Referat für Weltanschauungsfragen, Wien.

Oswald Eggenberger, 1994. Adventisten/Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Oswald Eggenberger (Hg.) "Die Kirchen, Sondergruppen und religiösen Vereinigungen", S. 136-137. Theologischer Verlag Zürich, ISBN 3-290-11639-5.

Oswald Eggenberger, 1996. Entwicklung zur Freikirche: Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Oswald Eggenberger (Hg.) "Sektenkompass", S. 19-21. Verlag junge kirche - zwinglibund Zürich, ISBN 3-906570-05-3.

Erich Geldbach, 1999. Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Reinhard Frieling/Erich Geldbach/Reinhard Thöle, "Konfessionskunde", S. 228-230. Reihe Grundkurs Theologie Bd. 5.2. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, ISBN 3-17-015528-8.

Eduard Gerber, Jahr 2000. Adventisten vom siebenten Tag. In: "Sekten, Kirche und die Bibel im neuen Jahrtausend", S. 74-82. Licorne Verlag Bern Langnau Murten, ISBN3-85654-882-X.

Thomas Hase, 1997. Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Religionen feiern: Feste und Feiertage religiöser Gemeinschaften in Deutschland", S. 71-74. Hg. REMID e.V., Marburg. diagonal-Verlag, Marburg, ISBN 3-927165-34-4.

Michael Haupt, 1995. Adventisten. In: Arbeitskreis Neue Jugendreligionen (Hg.) "Erste Auskunft "Sekten", S. 8-11. Verlagsgesellschaft Benno/Bernward/Morus mbH., Leipzig, ISBN 3-89543-094-3.

Michael Haupt, 1999. Adventisten. In: Erste Auskunft "Sekten": Okkultismus, Esoterik, Weltanschauungen, S. 8-11. Hg. Arbeitskreis Neue Jugendreligionen, Leitung Klaus Funke. 3., überarb. Auflage. Leipzig: Benno-Verlag, ISBN 3-7462-1332-0.
Rüdiger Hauth, 1998. Siebenten-Tags-Adventisten. In: Rüdiger Hauth (Hg.) "Kompaktlexikon Religionen", S. 318. R. Brockhaus Verlag Wuppertal, ISBN 3-417-24677-6.


Michael Klöcker/Udo Tworuschka, 1994. Freikirchen: Adventisten. In: "Religionen in Deutschland", S. 54-58. Günter Olzog Verlag GmbH., München, ISBN 3-7892-8650-8.

Helmut Obst, 2000. Ellen Gould White - Botin der Gemeinde der Übrigen (1827-1915). In: "Apostel und Propheten der Neuzeit", S. 351-408. 4. stark erw. u. aktual. Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, ISBN 3-525-55438-9.

Helmut Obst, 1990. Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Sigrid und Karl-Wolfgang Tröger (Hg.) "Kirchen-Lexikon", S. 84-88. Verlag C.H. Beck München, ISBN 3-406-34230-2.

Helmut Obst, 1990. Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen", S. 964-969. Verlag Herder Freiburg Basel Wien, ISBN3-451-21408-3.

Ökumenische Centrale/ACK Deutschland, 1999. "Die christlichen Kirchen und die Sekten", 12 Seiten. Texte der Ökumenischen Centrale Nr. 1; Ökumenische Centrale, Pf 900617, D-60446 Frankfurt/Main.

Hans-Diether Reimer, 1995. Die Adventisten. In: Rüdiger Hauth (Hg.), "...neben den Kirchen", S. 166-202. 10., aktual. Neuausg. Christliche Verlagsanstalt Neukirchen-Vluyn, ISBN 3-7673-8012-9.

Horst Reller/Hans Krech/Matthias Kleiminger (Hg.), 2000. Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen", S. 188-204; 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, ISBN 3-579-03585-1.

Andreas Rössler, 1997. Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Kleine Kirchenkunde", S. 115-117. Calwer Verlag, Stuttgart, ISBN 3-7668-3496-7.

Andreas Rössler, 1991. Adventisten. In: Klaus Bannach/Kurt Rommel (Hg.) "Religiöse Strömungen unserer Zeit", S. 153-157. Quell Verlag Stuttgart, ISBN 3-7918-2328-0.

Andreas Rössler, 1988. Die Siebenten-Tags-Adventisten. In: Andreas Rössler (Hg.) "Positionen Konfessionen Denominationen", S. 74-76. Calwer Paperback, Calwer Verlag Stuttgart, ISBN 3-7668-3009-0.

Hermann Ruttmann, 1995. Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (STA). In: Herrmann Ruttmann, "Vielfalt der Religionen am Beispiel der Glaubensgemeinschaften im Landkreis Marburg-Biedenkopf", S. 110-113. REMID e.V. Marburg, ISBN 3-9802994-6-5.

Joachim Ritzka, 1997. Adventisten. In: Joachim Ritzka, "Mit-Christen im Gespräch. Konfessionelle Vielfalt auf dem Gebiet des Bistums Aachen", S. 17-20. Bischöfliches Generalvikariat Aachen.

Risto Saarinen, 2001, "Adventisten und Lutheraner im Gespräch - Ein Erfahrungsbericht". In: "Ökumenische Rundschau", Oktober 2001, 50. Jahrgang, Heft 4, S. 475-489. Verlag Otto Lembeck, Frankfurt am Main, ISSN 0029-8654.

Jürgen Tibusek, 1996. Die Siebenten-Tags-Adventisten. In: "Ein Glaube, viele Kirchen", S. 451-458. 2., aktual. u. erw. Aufl. Brunnen Verlag, Giessen, ISBN 3-7655-1593-0.

Lukas Vischer, 1994. Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Lukas Vischer, Lukas Schenker und Rudolf Dellsperger (Hg.) "Ökumenische Kirchengeschichte der Schweiz", S. 241. Paulusverlag Freiburg/Friedrich Reinhardt Verlag Basel, ISBN 3-7228-0348-9 (Paulusverlag) ISBN 3-7245-0849-2 (F. Reinhardt).


Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, 1987. In: Lukas Vischer (Hg.) "Was bekennen die evangelischen Kirchen in der Schweiz?", S. 118-130. Texte der Evangelischen Arbeitsstelle Oekumene Schweiz, Nummer 4. Im Buchhandel erhältlich.

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, 2002. In: Paul Helfenberger (Hg.) "Kalender der evangelischen Kirchen der Schweiz 2002", S. 395. Friedrich Reinhardt Verlag Basel, ISBN 3-7245-1186-8.

Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, 1999. In: "Adressenwerk der evangelischen Kirchen 1999", S. 968, 987-989, 992. Verlag Otto Lembeck Frankfurt am Main, ISBN3-87476-345-5.

Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (STA), 2000. In: "Freikirchenhandbuch - Informationen - Anschriften - Berichte". S. 39-41 und in weiteren Rubriken. Herausgeber: Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Brockhaus-Verlag, Wuppertal, ISBN 3-417-24154-5.

Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. In: Offene Türen. Regensburger Religionsgemeinschaften stellen sich vor, S. 29-33. Hg. Weltkonferenz der Religionen für den Frieden, Leitung Gustav Rosenstein. Amberg: Frischmann Druck & Medien. 2000.

Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, 2000. In: "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V. (ACK) - Eine Informationsbroschüre über die ACK und ihre Mitgliedskirchen", ACK aktuell 2/2000 - Sonderausgabe, Herausgeber: Ökumenische Centrale, Frankfurt am Main, ISSN 1430-2101.


2. Dialogberichte:

"Adventisten und Lutheraner im Gespräch" - Bericht über die Gespräche zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten 1994-1998. Offizieller deutscher Text. Herausgeber: Lutherischer Weltbund/Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, 34 Seiten.

"Adventisten und Lutheraner im Gespräch" - Bericht über die bilateralen Gespräche zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten 1994-1998. Herausgeber: Lutherischer Weltbund/Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Dreisprachig D-F-E; Jahr 2000. 86 Seiten. Faculté adventiste de théologie, F-74160 Collonges sous Salève, ISBN 2-911358-04-X.

"Lutherans & Adventists in Conversation. Report and Papers Presented 1994-1998" (in englischer Sprache). Herausgeber: Lutherischer Weltbund/Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. 319 Seiten, ISBN 0-8163-1803-4.

"So much in common" - Dokumente von gemeinsamem Interesse in den Gesprächen des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten 1965-1970. Herausgeber: Ökumenischer Rat der Kirchen/Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, alle Texte in englischer Sprache; 1973. 116 Seiten. WCC Publications Geneva, ISBN 2-8254-0114-5.


3. Darstellende Literatur (Selbstdarstellungen)

"Gelebter Glaube. Christsein heute", Hg. Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten , 1990, 125 Seiten. Saatkorn-Verlag, Hamburg, ISBN 3-8150-1219-8.


"Erklärungen, Richtlinien und andere Dokumente", Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, 1998. 200 Seiten. Advent-Verlag Lüneburg, ISBN 3-8150-1297-X.

"Was Adventisten glauben - 27 Biblische Grundlehren umfassend erklärt", 1996. 569 Seiten. Advent-Verlag Lüneburg, ISBN 3-8150-1276-7.

"Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten", 2000. Als Sonderdruck erhältlich: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Abteilung Kommunikation, Postfach 8113, 8050 Zürich.

"Auf einen Blick - Siebenten-Tags-Adventisten 2002". Faltblatt, Jahr 2002, Als Sonderdruck erhältlich: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Abteilung Kommunikation, Postfach 8113, 8050 Zürich.

"Schlüsselbegriff adventistischer Glaubenslehre", o.J., 212 Seiten. Advent-Verlag Hamburg, Verlagsarchiv Nr. 1019 1173.

George R. Knight, "In Erwartung Seines Kommens - Eine Kurzgeschichte der Siebenten-Tags-Adventisten", 1994. 160 Seiten. Advent-Verlag Lüneburg, ISBN 34-8150-1257-0.

Samuele Bacchiocchi, "Deine Zeit ist meine Zeit - Der biblische Ruhetag als Chance für den modernen Menschen", o.J., 314 Seiten. Advent-Verlag Hamburg, ISBN 3-8150-0195-1.

Handbook of Seventh-day Adventist Theology, Volume 12, Commentary Reference Series, 2000. Editor: Raoul Dederen and others. Review and Herald Publishing Association and the General Conference of Seventh-day Adventists, ISBN 0-8280-1460-4.


4. Video VHS

"Wir sind Hoffende - Die Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz", Video-Porträt, 1990. 20 Minuten Spieldauer. Produktion: Jordi AG Schlieren. Herausgeber: Schweizer Union der Siebenten-Tags-Adventisten. Sprachversionen: Deutsch, Französisch und Englisch. Zu bestellen beim Advent-Verlag, 3704 Krattigen BE



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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Mi 1. Mai 2002, 20:07

Die "Selbstdarstellung" der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz könnte etwas mehr Licht in "die dunklen Ecken" einiger Forum-Teilnehmer bringen.

Den Text hat "info help" der Pressemappe der Adventisten in der Schweiz entnommen:

Kurze Selbstdarstellung

1. Herkunft
Die Wurzeln der Siebenten-Tags-Adventisten (kurz: Adventisten) liegen in den Erweckungsbewegungen, die um 1800 in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika Christen von formaler Kirchenzugehörigkeit zum lebendigen Glauben an Christus führen wollten. Dabei spielte auch die Erwartung der baldigen Wiederkunft Jesu eine Rolle. In den USA meinte Baptistenpastor William Miller, Christus käme 1844. Millers "Grosse Erweckung" umfasste mehr als 100 000 Gläubige. Sie wurden enttäuscht. Eine kleine Gruppe von Gläubigen sichtete kritisch die Erkenntnisse der "Grossen Erweckung". Sie organisierte sich 1863 als Generalkonferenz und gab sich die Form einer Freikirche. Adventisten erkannten, dass man kein Datum für die Wiederkunft Jesu errechnen darf, aber sie folgten gleichzeitig dem Wort des Herrn, allezeit auf ihn zu warten (Mt 24,42).

Die erste und damit älteste Gemeinde der STA in Europa entstand 1867 in der Schweiz, in Tramelan (Berner Jura). Zur gleichen Zeit gab es im deutschen Rheinland sabbathaltende Gruppen, so dass 1875 die Gruppe in Solingen als erste deutsche Adventisten-Gemeinde organisiert werden konnte.

2. Glaube
Adventisten teilen mit allen Christen den Glauben an Jesus Christus. Er ist für sie Mitte ihres Lebens. Sie erwarten ihn als den bald wiederkommenden Herrn und freuen sich auf die Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben auf der "neuen Erde", wobei sie den Menschen als "lebendige Seele" betrachten, der im Todeszustand ohne Bewusstsein ist. Die Lehre einer unsterblichen Seele vertreten sie nicht. Mit der gesamten Christenheit glauben die adventistischen Christen an den dreieinigen Gott. Sie stimmen mit den drei altkirchlichen Bekenntnissen überein. Mit den evangelischen Kirchen wissen sie sich darüber hinaus vor allem darin eins, dass die Bibel die einzige Grundlage des Glaubens ist und dass die Erlösung nicht durch Werke geschieht. Gottes Gnade schenkt um Christi willen allein die Gerechtigkeit, die vor dem Herrn gilt. Mit den Methodisten verbindet Adventisten zusätzlich die Überzeugung, dass Gott die persönliche Entscheidung und als Erweis der Gotteskindschaft die Heiligung fordert. Mit Baptisten und anderen üben sie die Glaubenstaufe, der das Bekenntnis des Täuflings zu Christus vorausgeht. Beim Abendmahl, das in der Regel vierteljährlich gefeiert wird, teilen Adventisten das Verständnis der reformierten Kirchen. Dieser Feier geht die Fusswaschung voraus, welche die Teilnehmer - nach Geschlechtern getrennt - aneinander vornehmen.

Am Sabbat (dem siebenten Tag der Woche = Samstag) findet regelmässig der Gottesdienst statt, wobei vor der Predigt die Bibelschule durchgeführt wird, ein gemeinsames Gespräch, meist in Kleingruppen, über ein vorgegebenes biblisches Thema.

Der Sabbat ist für Adventisten ein Gottesgeschenk, um zur Ruhe zu kommen, Einkehr zu halten und Zeit für den Mitmenschen zu haben. Da Christus der "Herr des Sabbat" (Mt 12,8-) ist, sind Adventisten davon überzeugt, dass Christus diesen Tag zwar von pharisäischen Zusatzverboten befreit, aber nicht auf den ersten Tag der Woche verlegt hat. Als Ausdruck des Gehorsams ihrem Erlöser gegenüber feiern sie
den Sabbat aus Freude über ihre Geborgenheit in Jesus, ihrem Herrn, und ehren mit diesem Gedenktag der Schöpfung (2. Mose 20,8-11) gleichzeitig Christus als Schöpfer.

Adventisten erheben keinen Ausschliesslichkeitsanspruch, als sei nur bei ihnen das Heil zu finden. Sie verstehen sich als reformatorische Endzeitgemeinde, dazu berufen Gottes Auftrag zu erfüllen, alle Menschen zu ungeteiltem Glauben an Jesus sowie zu uneingeschränktem Gehorsam allen seinen Geboten gegenüber aufzurufen (Offb 12,17; 14,12). Sie sehen sich auch als Mahner der Christenheit, insofern sich diese vom Glauben an Jesus und von der Treue zu seinem offenbarten Willen abgewandt hat.

3. Zwischenkirchliche Beziehungen
Adventisten sind aufgeschlossen für alle zwischenkirchlichen Beziehungen, die ihr Selbstverständnis nicht in Frage stellen und wo dies unter Wahrung der eigenen konfessionellen Identität möglich ist. In nationalen Kirchenräten und zwischenkirchlichen Gremien wählen sie den Gast-, Berater- oder Beobachterstatus.

In der Schweiz gehören sie der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in den Kantonen Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Schaffhausen und Zürich als Gastmitglied an, sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft, der Waadtländischen Bibelgesellschaft, des Vereins "Schweizer Kirchen an der EXPO.02" (ESE.02) sowie der Plate-forme Romande d´Evangélisation. Mit der Ligue pour la lecture de la Bible, Lausanne, besteht eine gute Zusammenarbeit. Auf Einladung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) haben die Adventisten 1997 an der Tagung zur Ökumenischen Konsultation über die Weitergabe des Glaubens teilgenommen.

Dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) gehört die Freikirche der STA aus prinzipiellen Gründen nicht an. Sie nimmt jedoch an Tagungen des ÖRK als "Berater" und bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) als "Gast" teil. Seit 1968 nehmen Vertreter der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten, zusammen mit anderen konfessionellen Weltbünden, an den jährlichen Tagungen der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften (WCG) teil. Adventisten geben keine eigene Bibelübersetzung heraus, sondern verbreiten die im jeweiligen Land gebräuchliche Bibelausgabe. In über 60 Ländern, so auch in der Schweiz, sind sie Mitglied in nationalen Bibelgesellschaften.

4. Soziales Engagement
Adventisten sehen den Menschen als Ganzheit - Leib, Seele, Geist (1. Th 5,23). Sie sind daher nicht nur auf eine gesunde biblische Theologie bedacht, sondern auch auf seelische Ausgeglichenheit und einen gesunden Körper. Die alttestamentlichen Ernährungsregeln (z. B. in 3. Mose 11) beachten sie als Hinweis des Schöpfers auf eine gesunde Lebensweise und betonen darüber hinaus grundlegende Gesundheitsregeln wie ausreichende Bewegung und Alkohol- und Nikotinabstinenz. Die Erwartung des wiederkommenden Herrn macht sie nicht blind für die sozialen Probleme dieses Lebens.

In der Schweiz erfolgt die karitative Arbeit durch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe "ADRA Schweiz", mit 53 Wohlfahrtsgruppen und 7 Regionalzentren. ADRA ist in 122 Ländern tätig. Gesundheitsvorsorge (Prävention) geschieht durch die "Liga Leben und Gesundheit" , die auch durch den Raucherentwöhnungskurs "Endlich frei!" bekannt geworden ist.

Die adventistische Predigerausbildung erfolgt in Deutschland an der staatlich anerkannten Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, in Frankreich an der Theologischen Fakultät im Schulzentrum C.U.P.S. (Centre universitaire et pédagogique du Salève) in Collonges-sous-Salève (Haute-Savoie/Frankreich; Nähe Genf) mit Grundschule, Gymnasium, Kolleg und Realschule, sowie in Österreich am Seminar Schloss Bogenhofen (St. Peter am Hart/Oberösterreich).

Die Freikirche unterhält in der Schweiz ein Klinikzentrum in Gland/VD, zwei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE und Oron-la-Ville/VD, zwei Privatschulen in Zürich und Gland/VD, zwei Jugend- und Begegnungshäuser in St. Stephan BE und Les Diablerets/VD sowie ein Verlagshaus in Krattigen BE.

Adventisten hoffen nicht nur auf eine neue Erde, sie kennen auch ihre soziale Verantwortung. Weltweit 6 064 Schulen, von der Grundschule bis zur Universität, und 567 Krankenhäuser sowie Kliniken sind Ausdruck dieser Verantwortung.

5. Organisation
Die Freikirche der STA zählt über 12 Millionen getaufter erwachsener Gemeindeglieder in rund 49 000 Kirchengemeinden (in der Schweiz rund 4 100 in 57 Gemeinden) in 204 Ländern der Erde. Die Mitglieder einer Ortsgemeinde, die von ehrenamtlichen Gemeindeältesten und einem Ausschuss geleitet werden, wählen jährlich ihre Verantwortungsträger, ausser den Prediger, der meist für mehrere Adventgemeinden zuständig ist. Mehrere Ortsgemeinden bilden eine Vereinigung, deren Verantwortungsträger (Vorsteher und Vereinigungsausschuss) von Abgeordneten aus den Gemeinden alle vier Jahre gewählt werden. Mehrere Vereinigungen (in der Schweiz die Deutschschweizerische Vereinigung, Zürich, und die Fédération de la Suisse romande et du Tessin, Renens/VD, bilden eine Union (Schweizer Union, Zürich). Die Unionen vereinigen sich weltweit in der Generalkonferenz (Sitz in Silver Spring, Maryland/USA), die für bestimmte geographische Gebiete Abteilungen (Divisionen) unterhält (z. B. Euro-Afrika-Division in Bern; insgesamt gibt es 12 Divisionen). Verantwortungsträger der Unionen und der Generalkonferenz werden alle fünf Jahre an einer "Weltsynode" (Generalkonferenz) von den Abgeordneten aus ihrem Zuständigkeitsbereich gewählt. Die 57. Generalkonferenz-Vollversammlung fand im Juli 2000 in Toronto (Kanada) statt. Die Schweizer Union war dort durch drei Delegierte vertreten. Die nächste Weltsynode findet im Jahr 2005 in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri statt.

Die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) ist bei folgenden Organen der Vereinten Nationen (UN) als Nichtregierungs-Organisation (NGO) anerkannt: Beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) mit konsultativem Status; bei der UN-Abteilung für Öffentliche Angelegenheiten. Die Freikirche hat auch ein Rederecht an den Sitzungen der UN-Menschenrechtskommission.

Die 27 Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten enthält das Heft "Was bekennen die evangelischen Kirchen in der Schweiz? - Eine Übersicht über die Bekenntnisgrundlagen der evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften in der Schweiz", Texte der Evangelischen Arbeitsstelle Ökumene Schweiz Nr. 4/1987, das über den Buchhandel bezogen werden kann.

Die WebSite findet man unter: http://www.stanet.ch
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Mi 1. Mai 2002, 20:21

Danke kika für dieses "Statement".

Die Adventisten sehen den Sabbat aus diesem Blickwinkel heraus:

"Der Sabbat ist für Adventisten ein Gottesgeschenk, um zur Ruhe zu kommen, Einkehr zu halten und Zeit für den Mitmenschen zu haben. Da Christus der "Herr des Sabbat" (Mt 12,8-) ist, sind Adventisten davon überzeugt, dass Christus diesen Tag zwar von pharisäischen Zusatzverboten befreit, aber nicht auf den ersten Tag der Woche verlegt hat. Als Ausdruck des Gehorsams ihrem Erlöser gegenüber feiern sie
den Sabbat aus Freude über ihre Geborgenheit in Jesus, ihrem Herrn, und ehren mit diesem Gedenktag der Schöpfung (2. Mose 20,8-11) gleichzeitig Christus als Schöpfer."

Zum Thema "Siebenten-Tags-Adventisten" und in diesem Zusammenhang natürlich auch mit dem "Siebenten Tag" (Sabbat) hatte sich im Laufe des Jahres 2000 auch das "Forum" von idea Schweiz ausführlich befasst:

http://www.ideaschweiz.ch/phorum/read.php?f=15&i=22&t=1

*******

Als "info help" kann ich das Surfen durch diese Web Seiten jedem "jesus.ch"-Forumsteilnehmer empfehlen:



Zum Sabbat gibt es dort noch folgende Ergänzung:

Die Sabbatheiligung scheint für Viele auf den ersten Blick ein grosses Problem zu sein. Die Adventisten entnehmen die biblische Lehre über den göttlichen Ruhetag einfach der Heiligen Schrift. Da gibt es nicht mehr viel zu präzisieren. (vgl. Zitat von Prof. Dr. Erich Geldbach: "Die Sabbatheiligung wird man schwerlich als Sektenkritierium aufstellen dürfen. In der Heiligen Schrift spricht mehr für die Sabbat- als für die Sonntagsheiligung.";) Von Sonntagsheiligung oder einer Anleitung zur Begehung des Sonntags als biblischen Ruhetag ist in der Bibel nirgends die Rede. Hier dürften Sie ruhig dazu sagen: "Das klingt nicht schlecht".

Klartext zum Sabbat:
Die Adventisten bewerten den Sabbat als wesentliches Element des göttlichen Schöpfungsplanes. Das Dritte/Vierte Gebot des Dekalogs macht den Menschen diese Wahrheit wieder bewusst. Ihnen wird nahegelegt, die Heiligung des Sabbats als wichtige Glaubensäusserung zu verstehen, durch die sie Gott als Schöpfer und Erlöser liebevoll Gehorsam leisten. Für Adventisten ist das Halten des Sabbats weder ein verdienstliches Werk noch etwas, was sie allein zu Gottes Volk macht; es ist vielmehr die dankbare Annahme eines göttlichen Geschenks. Adventisten behaupten nicht, dass nur die Sabbathalter errettet werden können. Sie anerkennen, dass sich die anderen Christen bei ihrer Beobachtung des Sonntags sowohl auf biblische Argumente wie auch auf eine alte, christliche Tradition berufen. Sie bleiben jedoch bei ihrer Überzeugung, dass die Heilige Schrift - sowohl Altes wie auch Neues Testament - uns auffordert, den siebenten Tag als den Sabbat zu halten. Ungeachtet dessen erkennen Adventisten an, dass grosse Diener Gottes aller christlichen Zeiten mit ganzem Ernst den Sonntag zu Ehren der Auferstehung ihres Herrn gehalten haben.

Klartext zum Gesetzesverständnis:
Die Adventistenbetonen ausdrücklich, dass die Rechtfertigung des Sünders völlig auf der Gnade Gottes beruht, so dass das Halten des Gesetzes keinerlei Verdienst mit sich bringt oder etwas zur Errettung beitragen kann. Der Gehorsam gegenüber dem Gesetz muss als Folge des Geschenks der Erlösung und als Reaktion auf das verstanden werden, was Gott für den Menschen getan hat.

Die Wichtigkeit des Gesetzes für die Adventisten wird folgendermassen dargelegt: "Die Grundzüge des Gesetzes Gottes sind in den Zehn Geboten Gottes zusammengefasst und im Leben Jesu Christi beispielhaft dargestellt. In den Geboten kommen Gottes Liebe, sein Wille und seine Absichten für das Leben des Menschen zum Ausdruck - für dessen Verhalten und für die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Zehn Gebote sind bindend für die Menschen aller Zeiten, Grundlage für Gottes Bund mit seinem Volk und Massstab in Gottes Gericht. Durch das Wirken des Heiligen Geistes decken sie die Sünde auf und wecken das Verlangen nach einem Erlöser. Die Erlösung geschieht allein aus Gnade, nicht durch Werke; ihre Frucht jedoch ist Gehorsam gegenüber den Geboten. Er trägt dazu bei, einen christlichen Charakter zu entfalten und schenkt inneren Frieden. Dieser Gehorsam bekundet unsere Liebe zum Herrn und unsere Verantwortung für den Mitmenschen. Im Gehorsam des Glaubens erweist sich Christi Macht, das Leben eines Menschen zu ändern, und bekräftigt so das christliche Zeugnis." Adventisten sehen das Gesetz also von einer positiven Seite.
Für sie ist es der in Form von Geboten niedergelegte Wille Gottes. Darauf weisen ihrer Überzeugung nach zwei Dinge hin: Zum einen die Tatsache, dass die Zehn Gebote schon in alttestamentlicher Zeit gegeben wurden, und zum andern die Bedeutung, die dem Gesetz auch im Neuen Testament zugemessen wird. Indem die Adventisten diesen Aspekt des Gesetzes hervorheben, zeigt sich ihr Anliegen, die ewige Gültigkeit der Zehn Gebote und den Gehorsam ihnen gegenüber als Frucht der Heiligung aufzuzeigen. Die Adventisten glauben, dass die Zehn Gebote eine bedeutendere Rolle bei den Werken des Glaubens spielen. Sie sehen in dem neuen, geheiligten Leben in Christus einen geistlichen und lebendigen Ausdruck dessen, was das Gesetz im Grunde erreichen will (Römer 8,1-3): ein Leben, in dem die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen die beherrschende Antriebskraft ist. Für Adventisten liefert das Gesetz den Rahmen für ein Leben in Liebe.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Mi 1. Mai 2002, 20:35

jumiet mi schreibt:
"Ich habe noch eine gute Antwort von Stephan Kallus zum Thema Adventisten im Forum auf predigtnetz.de gefunden:

Zitat:
Im 19. Jahrhundert meinte ein William Miller, anhand von Daniel 8,14 ausrechnen zu können, dass Jesus im Jahr Frühjahr 1844 wiederkommt..........(usw.)

Dann folgt ein "Buchtipp" (zwar nur mit einem "p";):
"Buchtip: "Der Siebente Tag - Ellen G. White, die Adventisten und der Sabbat", A. A. Hoekema, CLV-Verlag (Bielefeld)

Leider handelt es sich bei diesem Buch, das trotz Protesten aus evangelischen einschliesslich adventistischen Kreisen immer noch vertrieben wird, um eine deutsche Übersetzung eines sehr alten, mit vielen Fehlern und Irrtümern behafteten Werkes. Sowohl Hoekema als auch sein deutscher Verleger sind sich darüber bewusst, ziehen das Buch aber (wohl aus finanziellen Gründen) nicht aus dem Verkehr.

Meine Empfehlung als "info help":
Es gibt genügend aktuelle darstellende Fremdliteratur über die Adventisten.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Fr 3. Mai 2002, 21:40

liebe "info help"

trotz deiner grossen datenmenge gehe ich davon aus, dass du keine maschine bist, und frage dich deshalb:

vertrittst du die meinung, dass die 7-T-A eine ganz normale christliche gemeinschaft sind, keine sonderlehre, keine abweichenden Glaubenssätze, für jeden bekehrten christen, der einen gottesdienst besucht nachvollziehbar, was dort geschieht? keine hilfsmittel, sonderbücher und kein zusatzunterricht nötig?

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Sa 4. Mai 2002, 08:47

Hallo "fisher"

danke für die Rückfragen nach meiner Meinung:
"vertrittst du die meinung, dass die 7-T-A eine ganz normale christliche gemeinschaft sind, keine sonderlehre, keine abweichenden Glaubenssätze, für jeden bekehrten christen, der einen gottesdienst besucht nachvollziehbar, was dort geschieht? keine hilfsmittel, sonderbücher und kein zusatzunterricht nötig?"

Unter Reduzierung der Datenmenge hier die spontanen Anworten:
a. Ganz normale christliche Gemeinschaft: JA
Die 7-T-A sehen sich als eine weitweite, und daher "ökumenische" Einheitsbewegung, die in über zweihundert Ländern um biblische, lehrmässige und christusorientierte Einheit bemüht ist, wobei sich die Mitglieder eng aneinander anschliessen, während sie sich auf die baldige Wiederkunft ihres Herrn und das weltweite Gottesreich vorbereiten - dies halten die 7-T-A für die eigentliche "oikumene" (Hebr. 6,5).

b. Keine Sonderlehre: Jede normale christliche Gemeinschaft hat Sonderlehren! Die grösste christliche Kirche (r.-k. Kirche) führt diese Hitparade an.

c. keine abweichenden Glaubenssätze: Die einzige Glaubensgrundlage der 7-T-A ist die gesamte Heilige Schrift (Bibel). Abweichungen also nur unter Punkt b) möglich. Für die 7-T-A ist das "sola scriptura Prinzip" untrennbar mit dem "tota scriptura Prinzip" (die gesamte Heilige Schrift) in heilsgeschichtlicher Entfaltung verbunden.

d. Für jeden bekehrten Christen der einen Gottesdienst besucht nachvollziehbar, was dort geschieht: JA
"Ich heisse Christ, mein Beiname ist 7-T-A." (In Anlehnung an der reformatorische Zitat: "Ich heisse Christ, mein Beiname ist Lutheraner."
Die 7-T-A- entstanden im 18. Jh als endzeitliche "Sammelbewegung", berufen allen Menschen das "ewige Evangelium" zu verkündiugen (Offb 14,6-12). Die ersten Mitarbeiter ("Pioniere";) kamen aus verschiedensten protestantischen Denominationen: von den Baptisten, Christian Church, Methodisten, Episkopalkirche, Kongregationalisten, Milleriten, Presbyterianern und Siebenten-Tags-Baptisten.

e. Keine Hilfsmittel, Sonderbücher und kein Zusatzunterricht nötig: Für Christen im Prinzip NEIN.
Hilfsmittel: Punkt c)
Sonderbücher: Ratschläge der Mitbegründerin Ellen G. White (1827-1915) für die Gemeinde. Die gemäss "Forum"-Beitrag angeblich vom "Pferd gefallene" Predigerin, Autorin und Ratgeberin stammt aus einer Methodistengemeinde. Ihr schriftstellerisches Werk umfasst 100 000 Manuskriptseiten. Durch ihren Einfluss trug sie entscheidend zur Entwicklung des adventistischen Verlags-, Erziehungs- und medizinischen Werkes bei. Sie setzte sich ein für die Befolgung der Grundsätze für eine gesunde Lebensweise unter den 7-T-A. Das Schrifttum von Ellen G. White geniesst bei den 7-T-A hohes Ansehen, weil sie glauben, dass sich darin die Gabe der Prophetie offenbart hat. Ihre Tätigkeit bestand hauptsächlich darin, die Kirche zu beraten und den Mitgliedern geistlichen Beistand zu leisten. Adventisten betrachten ihre Schriften als "eine fortwirkende, bevollmächtigte Stimme der Wahrheit, die der Gemeinde Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung verschafft". Adventisten prüfen ihr Bücher an der Bibel! Der Zweck der Schriften Whites besteht nicht in einer Ergänzung der Bibel! Die Bedeutung der Heiligen Schrift als "normierende Norm" (sola scriptura) müssten das Vorurteil (den von Evangelikalen oft gemachten Vorwurf) die 7-T-A- beriefen sich auf "ausserbiblische Offenbarungsquellen" zum verstummen bringen.
Zusatzunterricht: Die 7-T-A sind der Auffassung, dass die Taufbewerber, also diejenigen die Mitglied werden möchten, im christlichen Glauben gründlich unterwiesen werden sollten, damit sie diesen Schritt aus eigener Einsicht und freiem Willen zu tun vermögen! (Religionsunterricht, Taufklassen usw.)

Hoffe dies bringt etwas Klarheit nach West-Mostindien (nicht bös gemeint)!

Der "info help" aus der Dreiländerecke.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Sa 4. Mai 2002, 12:03

Hallo info help

danke für deine persönliche meinung - die bei mir übrigens überhaupt nicht "böse" ankam. ich war übrigens schon selber mal (allerdings vor vielen jahren, und deshalb erinnere ich mich nicht mehr so genau daran), in einer STA-gemeinde. damals wurde öffentliche ein daniel-seminar angeboten. bis jetzt konnte ich selber keine "abweichungen" feststellen (wie du schreibst: einzig die heilige schrift), meine aber, dass auf gewisse dinge (sabbat, essen, buch daniel) ein besonderer schwerpunkt gelegt wird. dies kommt aber in anderen gemeinden auch vor.

gegen gesunde ernährung habe ich nicht dagegen, wenn ich mit der bibel die gegenwart verstehe, umso besser - und der sonntag als ruhetag gottes stimmt für mich, wer ihn am samstag zelebrieren will: gott segnet an beiden tagen.

dir heute einen guten sabbat und allen anderen ein schönes wochenende.

fisher

übrigens, kommst du vom westlichen oder vom östlichen länderdreieck?

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » Fr 24. Mai 2002, 20:02

Hallo "fisher"

nachdem wohl die Frühjahrsmüdigkeit oder das vorpfingstliche Dösen im Forum Einzug gehalten hat, bin ich ja als "info help" arbeitlos geworden.

Nie habe ich mir gedacht, dass sich das Thema "Siebenten-Tags-Adventisten" so schnell im www.jesus.ch so erschöpft hat......

Auf Deine Frage antworte ich erst jetzt: Eigentlich wohne ich im westlichen Vorhof zum Dreiländereck. Zum Pylon muss ich auf jeden Fall Rhein und den Wiesenfluss überqueren.

Und noch etwas Gott segnet uns an allen Tagen (nicht nur den Samstag und Sonntag......), man darf das ganz persönlich und nicht kalendarisch nehmen.

Warten wir mal ab, ob sich demnächst doch noch etwas hier in diesem Forumsteil tut.

Die Expo.02 ist eröffnet. Unter den 14 Kirchen und kirchlichen Dachverbänden befindet sich auch die Freikirche der Adventisten. Gewusst?

Vielleicht bis später wieder in diesem Diskussionsbereich.

info help
aus dem westlichen Vorhof des Dreiländerecks


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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Sa 25. Mai 2002, 19:12

hallo infohelp

wahrscheinlich ist es die flut der themen, die uns/mich erschlägt. als ich im april hier in diesem forum einstieg, konnte ich noch mehr oder weniger alle (!) themen die mich interessieren - und das sind nicht wenige - durchklicken und schauen, was es neues gibt.

in der zwischenzeit sind so enorm viele neue beiträge hinzugekommen, dass ich nur noch sporadisch da und dort reinklicken kann - mir fehlt einfach die zeit dazu. und wenn ich nur sporadisch reinklicke, fehlt mir der faden - und dann habe ich auch nichts zu sagen. so ist das leider.

wer weiss, vielleicht wird dieses thema wieder "reanimiert".

ansonsten
see you - irgendwo in einem anderen thread

fisher vom bodensee
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon apologet » Sa 8. Jun 2002, 21:27

Hi raphael

In Apg 10,9-24 heißt es zu den "unreinen Tieren": "Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!" Und nach Apg 15 galt und gilt das Gesetz das G"tt Israel gab nicht den Nationen. Das heißt: Laß Dir Schweinefleisch schmecken, wenn Du es nicht aus gesundheitlichen Gründen ablehnst.

Und den Sabbat sollen die Söhne Israels halten als Zeichen zwischen G"tt und Israel steht in 2.Mo 31,12-18. In Kolosser 2,8-23, speziell Vers 16 werden wir sogar eindringlich davor gewarnt, solchen Lehren anheim zu fallen.

Und auch die 10 Gebote sind als Bündnisgesetz Israel gegeben worden, was nichts an ihrem moralisch-ethischen Maßstab ändert, aber als Nachfolger Christi stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz sondern unter der Gnade !!

Das AT? Ist hilfreich zum Verständnis, zeigt G"ttes Liebe zu den Menschen, ist das Fundament, die Wurzel des NT, aber wir leben nicht im alten Bund, sondern im neuen Bund.

ein auchnichvielwisser

apologet
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » Sa 8. Jun 2002, 22:48

schön, dass dieser thread "wiederbelebt" wurde. danke, apologet.

wegen sabbat/sonntag noch eine frage an die fachleute:

heute abend bin ich unter 1 korinther 16 bei vers 2 auf folgende aussage gestossen:

"jeden SONNTAG legt ihr bei euch zu hause etwas auf die seite, so viel jeder entbehren kann. bewahrt es auf, .... usw.".

wieso wird hier plötzlich von sonntag gesprochen? handelt es sich um eine freie interpretation des urtextes (wurde aus sabbat einfach sonntag gemacht) oder hat der sonntag im zusammenhang mit diesem text bzw. im neuen testament eine spezielle bedeutung? gab es zur zeit der niederschrift des korintherbriefs überhaupt einen sonntag - mit dem heutigen verständnis eines christlichen "sonntags"? sind adventisten besser nach gottes willen lebende christen, weil sie die wirkliche bedeutung des sabbats (nach gottes massstab) erkannt haben (wie die juden)?
hat die übrige christliche gemeinschaft einen fehler gemacht, als sie den sonntag zum tag des herrn machte? wo fängt eigentlich die zählung der tage an, damit man auf den gesuchten 7. tag kommt?

fragt sich :? fisher
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon beatus » So 9. Jun 2002, 00:12

Hallo Zusammen
Wo ihr schon so intensiv dran seid, klemme ich mich auch noch rein.

Ein paar Gedanken:

Die STA haben in grossen Zügen eine korrekte biblische Lehre (aus der Evangelischer und Evanglikaler Sicht). Es gibt jedoch ein paar Betonungen und Überbetonungen, welche ins Auge stechen.

- Sabatt: Hier kann man den STA ja sogar recht geben. Eigentlich ist der Sonntag der Shabbatt. Doch eigentlich kam Jesus im Mai und nicht im Dezember zur Welt. Jesus hat der überbetonten Einhaltung des Shabatts stark entgegengehalten. Primär ist das Gebot da, an 6 Tagen zu arbeiten und am 7. zu Ruhen. Ob dies Stur am Shabatt sein muss - wer weiss, ob es irgendwann einen Fehler gab und vielleicht der heutige Mittwoch der Shabatt war. ;)

- Die Endzeitlehren weichen vom Üblichen Verständnis ab. Das ist dann wirklich bedenktlich.

in der Schweiz und auch in anderen Ländern sind die STA nicht Teil der evangeischen Allianz. Die STA bemühen sich jedoch um eine bessere Anerkennung, doch bleibt es seit Jahren bei Gesprächen und es erfolgt keine Aufnahme in diese und ähnliche Netzwerke und Gremien.

Die STA wird international stark zentral kontrolliert, so das Abweichungen und Reformationen schwierig sind. Das ist übrigens bei der Heilsarmee auch so und in der Schweiz beim Brüderverrein am stärksten ausgeprägt. So ist zu vermuten, das einzelne STA Leute von der internationalen Hardliner-Lehre abweichen würden, wenn sie könnten.

Ich würde einem STA Mitglied nicht das Heil absprechen, doch habe ich schon einige Fragezeichen zur Lehre.


Eine offizielle Infoseite ist hier zu finden: http://www.relinfo.ch/nak/index.html

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon beatus » So 9. Jun 2002, 00:14

sorry, das war der falsche Link, der hier ist richtig:

http://www.relinfo.ch/sta/index.html
hier gleich die zentrale Aussage:

Beurteilung und kritische Stellungnahme

Die STA trägt seit einigen Jahren offiziell den Zusatz "protestantische Freikirche" und bringt auch mit den wachsenden Gesprächskontakten in ökumenischen Gremien den Wunsch zum Ausdruck, nicht mehr wie bisher als Sekte tituliert und behandelt zu werden. Auch ihr Gaststatus im AcK (Arbeitskreis christlicher Konfessionen) deutet auf einen Wandel des exklusiven Selbstverdändnisses hin. Der Begriff "protestantisch" kann eindeutig für einen Großteil der adventistischen Glaubensüberzeugungen gebraucht werden.

Aber durch die Reihe der teilweise sektiererischen Sonderlehren, die als "unaufgebbar" bezeichnet werden, können sie gegenwärtig noch nicht dem weiten Feld der Freikirchen zugeordnet werden. Sie haben zur Zeit also noch als Sondergemeinschaft zu gelten, die man zwischen Freikirchen und Sekten anordnen kann.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon apologet » So 9. Jun 2002, 06:47

Hi fisher

schön, dass dieser thread "wiederbelebt" wurde. danke, apologet.


Nicht dafür... ;)

Nun bin ich beileibe kein "Fachleut", aber soweit mir bekannt traffen sich die ersten Christen jeden Tag, vgl. Agp 5,42-44

"und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu verkündigen."

und in 1Kor 16,2 wurde lediglich speziell für die Gemeinde in Jerusalem eine Sammlung angeordnet.

Hier wird m.E. nicht frei interpretiert, oder der Sonntag zum Sabbat gemacht, sondern einfach wie jeden Tag eine Versammlung abgehalten und hier eine Sammlung erhoben.

Der erste Tag der Woche wurde wohl von den ersten Christen besonders mit der Auferstehung in Verbindung gebracht, hatte aber darüber hinaus m.W keine hervorgehobene respektive heilsentscheidende Bedeutung gehabt.

Nach eigener Aussage gehören die STA zu der "Schar der Übrigen" die an der Einhaltung des jüdischen Sabbats zu erkennen sind und ausschließlich diese würden errettet. Der Sabbat wird als "Zeichen des Lammes" und der Sonntag, als das "Zeichen des Tieres" bezeichnet.

In meinen Gesprächen mit den STA bei Jesus.de wurde ich zum ersten mal darauf aufmerksam, das diese den Sabbat als heilsnotwendig betrachten. Ich dachte naiv bis dato, das dies lediglich eine nette Besonderheit wäre.

Nach Römer 14 sind dies Fragen der gegenseitigen Verantwortung der im Glauben Starken, den Schwachen gegenüber. Speziell Verse 5-6 gehen darauf ein:

5 Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!
6 Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer ißt, ißt dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht ißt, ißt dem Herrn nicht und sagt Gott Dank.


Wenn man nun davon ausgeht, das die Zählung der Juden korrekt ist, ist der Samstag der siebente und der Sonntag der erste. Wenn dies nicht zuträffe, gibt es m.E. keinen Anhalt.

Gruß und Segen

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » So 9. Jun 2002, 08:37

Hallo fisher

Dr. Martin Luther schreibt in seiner deutschen Übersetzung im 1. Korinther 16, 2: "An jeglichem ersten Tag der Woche lege bei sich selbst...."

Franz Eugen Schlachter übersetzte: "An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch..."

Trotz Kalenderreformen und ISO-Norm-Anpassungen: Der erste Tag der Woche ist der SONNTAG, also stimmt die zeitgenössische Anpassung bei neueren Bibelübersetzungen (z.B. "Hoffnung für alle"/Brunnen; "Die Gute Nachricht im heutigen Deutsch"/DBG).

Bekanntlich ruhte und heiligte Gott den "siebenten Tag" der Woche.

Gute Woche.
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » So 9. Jun 2002, 18:11

Lieber apologet und lieber beatus

hier noch ein kurzer Beitrag zum Thema Sabbat:

Die Adventisten bewerten den Sabbat als wesentliches Element des göttlichen Schöpfungsplanes. Das Dritte/Vierte Gebot des Dekalogs macht den Menschen diese Wahrheit wieder bewusst. Ihnen wird nahegelegt, die Heiligung des Sabbats als wichtige Glaubensäusserung zu verstehen, durch die sie Gott als Schöpfer und Erlöser liebevoll Gehorsam leisten. Für Adventisten ist das Halten des Sabbats weder ein verdienstliches Werk noch etwas, was sie allein zu Gottes Volk macht; es ist vielmehr die dankbare Annahme eines göttlichen Geschenks. Adventisten behaupten nicht, dass nur die Sabbathalter errettet werden können. Sie anerkennen, dass sich die anderen Christen bei ihrer Beobachtung des Sonntags sowohl auf biblische Argumente wie auch auf eine
alte, christliche Tradition berufen. Sie bleiben jedoch bei ihrer Überzeugung, dass die Heilige Schrift - sowohl Altes wie auch Neues Testament - uns auffordert, den siebenten Tag als den Sabbat zu halten. Ungeachtet dessen erkennen Adventisten an, dass grosse Diener Gottes aller christlichen Zeiten mit ganzem Ernst den Sonntag zu Ehren der Auferstehung ihres Herrn gehalten haben.

Die Frage Sabbat/Sonntag ist also nicht in erster Linie eine Gegenüberstellung Adventisten/andere Christen, sondern sie muss im Sinne von sola scriptura (allein die Schrift) zwischen Bibel und Tradition entschieden bzw. persönlich beantwortet werden.

Das gilt übrigens auch für den Hinweis auf eine "offizielle" (für wen Beatus?) Infoseite <www.relinfo.ch";. Als schriftgebundener Christ interessiert es mich nicht, was ein Professor (Arbeitnehmer einer Kirche) über die "Adventisten" ins Internet setzt. Es geht doch darum, wie verhalten sich die Glaubensüberzeugungen (die formuliert im Internet unter <www.stanet.ch> abrufbar sind) gegenüber der Lehren der Heiligen Schrift.

Forschen, recherchieren und studieren, prüfen und darüber reden bringt uns als Christen näher.

Übrigens findet Ihr eine ausgezeichnete "Forums"-Diskussion über die Adventisten auf der Web Site von "idea Schjweiz" unter: http://www.ideaschweiz.ch/phorum/list.php?f=15

Ein Blick in dieses umfangreiche Archiv interessanter Beiträge lohnt sich.

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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Gabriel » So 9. Jun 2002, 19:35

Christus hat uns das Gesetz in allen Belangen erfüllt!

Kann es sein, wenn ein Adventist da nicht mit macht, dass er von den anderen gemieden wird? Das dann sogar das hintenrum reden über solche beginnt? Solche Gesetzliche Lehren - wie auch Füsse waschen etc. auch wenn sie noch so gut gemeint sind, sind IRRLEHREN und stellen Christus und sein Blutes-Sieg in Frage. Pharisäer waren übrigens auch Schriftgläubige Menschen... sie waren stolz auf Ihren Sabbat! Dadurch kann sich sehr schnell geistiger Hochmut entwickeln... Christus hat alle diese Bedingungen, ja das ganze Gesetz erfüllt und wir sind dadurch erlöst - ohne selbst etwas dazu beizupflichten.

Christus ist auch HERR über Sabbat, wenn wir an Christus glauben ist der Sabbat somit erfüllt. Denn wir feiern geistlich jeden Tag "Sabbat" mit JESUS - denn er ist ja der Herrscher von wiedergeborenen Christen. Es ist vielleicht gutgemeint - mit der gesetzlichen Sabbat-Zeremonie, doch eigentlich wenn wir weiterdenken und nicht dabei stehen bleiben ist dies eine Beleidigung, des JESUS, denn sein Gnadengeschenkt wird nicht vollkommen angenommen! Ein Dankeschön an JESUS kommt viel mehr aus dem HERZEN eines jeden persönlichen erlösten wiedergeborenen Christen, und ein aus dem HERZEN gesäufztes Dankeschön anerkennt der HERR - aber er anerkennt keine Gesetzlichen Zeremonien! Die meist nur zur selbstverherrlichung Dienen anstatt JESU Danksagen.

Kolosser 2...
Dies sage ich aber, damit niemand euch verführe durch überredende Worte. Denn wenn ich auch dem Leib nach abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und Festigkeit eures Glaubens an Christus. Wie ihr nun den Christus JESUS, den HERRN, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm gefestigt im GLAUBEN, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in DANKSAGUNG!
(Damit ist aber nicht Sabbat halten gemeint, sondern das persönliche Danksagen dem HERRN - er sieht in unser HERZ und weiss wie dankbar wir wirklich sind)

Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosphie und leeren Betrug nach überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäss!

Er hat den Schuldschein(auch den Sabbat) uns gelöscht, den in SATZUNGEN(Gesetzen) bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans KREUZ nagelte; er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten. SO RICHTE EUCH NUN NIEMAND WEGEN SPEISE ODER TRANK ODER BETREFFS EINES FESTES ODER NEUMONDES ODER SABBATS, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus.

Philipper 3
Übrigens, meine Brüder, freut euch im HERRN! Euch öfter dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdriesslich, für euch aber bedeutet es, dass ihr fest werdet.
Seht auf die Hunde, seht auf die bösen Arbeiter, seht auf die Zerschneidung. Denn wir sind die Beschneidung, (die wiedergeborenen Christen) die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus JESUS rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, obwohl ich auch Vertrauen auf Fleisch haben könnte. Wenn irgendein anderer meint, auf Fleisch vertrauen zu können - ich noch mehr: BESCHNITTEN AM ACHTEN TAG, VOM GESCHLECHT ISRAEL, VOM STAMM BENJAMIN, HEBRäER VON HEBRäERN, DEM GESETZ NACH EIN PHARISäER; DEM EIFER NACH EIN VERFOLGER DER GEMEINDE; DER GERECHTIGKEIT NACH, DIE IM GESETZ IST, UNTADELIG GEWORDEN.

Paulus war ein strenger Pharisäer, der Sabbate und alle anderen Gesetze gehalten hatte, er erfüllte auch die Abstammung dem Fleische nach. Er hätte sich rühmen können - und doch war er nicht ein Eigentum JESUS, denn er wandelte damals nicht im Geiste, sonderm im Fleische, er meinte gerecht zu sein und war alles andere vor Gott! Er will uns damit sagen, dass sogar er seine Gesetzlichkeit aufgegeben hat, er der mehr als jeder andere dieses dem Fleische nach erfüllte, denn alles ist in JESUS und alles ist durch JESUS und alles kommt von JESUS, jetzt wo er wiedergeboren ist und im Geiste wandelt! Dabe sollten wir wirklich Danksagen aber nicht nach dem Fleische sondern im Geiste! Darum ist jeder Tag ein Geistiger Sabbat, für die, die sein EIGENTUM sind! Denn sie sind befreit vom Gesetz durch die Fülle JESU!

...
ja wirklich, ich halte auch ALLES (auch das Sabbat feiern!) für Verlust um der unübertrefflichen Grösse der Erkenntnis Christi JESU, meines HERRN, willen, um dessentwillen ich alles eingebüsst habe und es für Dreck halte (auch das Sabbat feiern) damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde - in - dem ich nicht meine GERECHTIGKEIT HABE, DIE AUS DEM GESETZ IST, SONDERN DIE DURCH DEN GLAUBEN an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens!

Ich glaube, Paulus spricht hier wirklich klar! Alle Gerechtigkeit und Danksagung durch TATEN ist Dreck! Gott will dankbarkeit und gerechtigkeit in unseren HERZEN sehen durch GLAUBEN und keine Heuchelei. Die Pharisäer waren die, die den Sabbat heilig hielten, nicht im Herzen durch Glauben, sondern durch fleischliche Gerechtigkeit vor der Welt! JESUS arbeitete am Sabbat! Er heilte Kranke am Sabbat! Geistig übertragen heisst dies sehr viel! Aus Glauben an JESUS und sein Erlösungsblut sind wir gerecht - auch wenn wir 3 Wochen aneinander arbeiten würden - und doch haben wir geistlichen Sabbat - im HERZEN durch Glauben und Gemeinschaft mit IHM!

Galater 2;21
denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz kommt dann ist Christus umsonst gestorben. O unverständige Galater(oder auch andere gesetzliche) Wer hat euch bezaubert, denen JESUS Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde? Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens? Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr im Fleisch vollenden? So Grosses habt ihr vergeblich erfahren?

3.10
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetztes geschrieben ist, um es zu tun! Dass aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn der Gerechte wird aus GLAUBEN leben. Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben sondern: Wer diese DINGE getan hat, wird durch sie leben. (Auch Sabbat feiern)
Christus hat uns losgkauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist - denn est steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!

JESUS hat ALLES für uns erfüllt auch die SABBATFEIER! Wir müssen dies nur dankbar annehmen - wo wir dies nicht tun können haben wir keinen Glauben und wollen uns selbst rechtfertigen vor GOTT! Anstatt dem Vater Danke zu sagen, dass er uns erkauft hat durch seinen SOHN und dass wir dadurch VOLLKOMMEN SIND VOR IHM!
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon Rene » Do 13. Jun 2002, 09:02

Wenn wir uns Gedanken über ein Thema wie den Sabbat machen, sollten wir uns zuerst im Klaren sein, welche Autorität Gottes Wort für uns hat. Was zählt für uns mehr, menschliche Tradition und Überlieferungen oder die Bibel.

Wenn selbst die Katholische Kirche in ihren Dokumenten festhält, dass wer nur das Wort Gottes als Grundlage für den Glauben anerkennt auch den Sabbat feiern müsste. Der Sonntag wurde von Menschen durch selbstgerechtes Handeln auf der Grundlage der kirchlichen Tradition eingeführt.

Ich möchte hier auf ein kleines Büchlein hinweisen, dass in diesem Frühjahr erschienen ist. Es heisst "Aber am siebten Tag....ein fast vergessenes Geschenk".

Ich weiss zufällig wie das Büchlein entstanden ist. Als der erste Entwurf fertig war, wurde das Manuskript an viele Pfarrer, Prediger und Theologen von verschieden Kirchen zur kritischen Durchsicht geschickt. Die Manuskripte kamen zurück mit vielen Bemerkungen, Fragen und Anregungen. Die Verfasser haben sich die Aufgabe gemacht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und in die Broschüre einzubauen. Die Hauptkapitel sind überschrieben mit "Der Glaube an Christus und die Gebote Gottes......., Das Geschenk des Ruhetages in der Bibel......, Der Wandel vom Sabbat zum Sonntag....."

Hier noch einen Auszug aus dem Vorwort von Dr. Daniel Heinz:
Christen beachten die Zehn Gebote Gottes nicht, um erlöst zu werden, sondern weil sie erlöst sind. Dankbarkeit durch Jesu Errettung druckt sich in der freudigen Bejahung des göttlichen Willens aus, der allen Menschen Segen bringt.
Wie steht es heute mit dem Gebot des Ruhetages? In der Hektik der modernen Zeit, zwischen Arbeitskampf und Freizeit, ruft Gott den Menschen zur Ruhe, zur Besinnung, zur Gemeinschaft und zur Anbetung auf. Die Bibel spricht von einem dreifachen Handeln Gottes: Ruhen - Segnen - Heiligen. Dieser Ruhetag lenkt meinen Blick auf Gott den Schöpfer und auf die Natur, die er geschaffen hat. Er ist eine heilige Zeit, die den Menschen befreit aufatmen lässt.
Die von Gott dafür bestimmte Zeit ist keine verrückbare, disponible Grösse. Sie kann nicht ausgetauscht werden oder als Verteilmasse zwischen flexiblen Arbeitszeiten mal dort oder da, eingefügt werden. Was Gott als heilig ansieht, entzieht sich dem Zugriff des Menschen - auch der kirchlichen Tradition.

Wer mehr über den Sabbat und warum Millionen von Christen den Sabbat feiern, wissen möchte, kann ich diese Broschüre empfehlen. Sie ist erhältlich vom Advent-Verlag, Wylerhalde, 3704 Krattigen (Tel. 033-6541065; E-Mail: adventverlag@swissonline.ch). Du kannst mich auch unter der E-Mail-Adresse Baar@stanet.ch erreichen, dann kann ich Dir die Broschüre zustellen.

Möge Gott uns erkennen lassen, dass der Herr uns durch das Gebot des Ruhetages reich beschenkt hat. Heilige Zeit ist und bleibt von Gott gesegnete Zeit!

Gruss René
Rene
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon fisher » So 16. Jun 2002, 14:30

was mir eigentlich viel mehr sorgen macht, als die frage, ob nun der samstag (sabbat) oder der sonntag der 7. tag ist, ist der umstand, dass nun in der christlichen schweiz der sonntag / und alle hohen feiertage /"ausgehöhlt" wird. bei uns im thurgau wird nun mit einem neuen ladenschluss dran herumgedoktort, ob nun jeder und jede ihren laden zu allen zeiten nach eigenem ermessen offen halten kann, auch an sonntagen. nur an ganz hohen sonntagen soll nach dem willen der regierung jedes geschäft geschlossen beiben. aber wie die erfahrungen der vergangenheit zeigen, wird auch eine solche vorschrift mit der zeit durchlöchert (betriebe auf einem sbb-areal wie der coop in winterthur), die immer offen haben, 365 tage im jahr. wegen dem konkurrenzdruck wollen dies dann alle.

vielleicht gehört diese frage nicht ganz hierhin in diesen thread, aber ich würde doch von den adventisten - und natürlich auch von euch anderen - gerne wissen, was ihr dazu meint, wenn der tag des herrn so missbraucht und zu einem gewöhnlichen tag degradiert wird? bereitet es adventisten mühe, wenn jeweils samstags alle läden offen sind und sich wahrscheinlich 98,5 % der schweiz bevölkerung nicht um diesen tag kümmern? unternehmen die adventisten etwas dagegen?

fragt sich
fisher
:?
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Re: freikirche der 7tags adventisten

Beitragvon info help » So 16. Jun 2002, 16:55

Wer sich einmal einen etwas "ausführlicheren Einblick" in die Geschichte des biblischen Sabbats leisten möchte, dem empfehle ich zuerst einmal einen Besuch folgende Web SIte:

http://www.logon.org/ermang/s/p122.html

Dann gibt es noch verschiedene theologisch aufgebaute Werke wie:

"Deine Zeit ist meine Zeit", von Samuele Bacchiocchi,
Advent-Verlag Hamburg, ISBN 3-8150-0195-1 (314 Seiten)

"The Sabbath under Crossfire", von Samuele Bacchiocchi,
Serie Biblical Perspectives No 14, Biblical Perspectives, Berrien Springs, Michigan (303 Seiten)

"The Seventh-Day Men", von Bryan W. Ball,
Clarendon Press Oxford, ISBN 0-19-826752-5 (402 Seiten)

"The Sabbath in Scripture and History", Kenneth A. Strand, Review and Herald Publishing Association, Washinton D.C.,
ISBN 0-8280-0037-9 (392 Seiten)

Bis man alle diese Bücher gelesen bzw. studiert hat, ist der Sommer schon fast vorüber. Frohes Lesen. info help
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