Was haltet ihr von Nietzsche?

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Nietzsche

Beitragvon Bruder Barbarossa » Mo 21. Okt 2002, 22:38

Was haltet Ihr von Niezsche?
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Re: Nietzsche

Beitragvon Xenon » Di 22. Okt 2002, 11:29

Hmmm lieber Bruder Barbarossa, sind sie nicht vom "Neuen Christentum"?
Ihr Kollege, der Heilmann war schon mal hier und hat uns seine übergrosse Freude am Höllenfeuer mitgeteilt.
(Lassen sie bitte solche Sachen, ja?)

Nietzsche hat Gott nicht erkannt, daraum schreibt er auch so hoffnungslos. (Hat er nicht sogar selbstmord begangen?)

MFG
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Re: Nietzsche

Beitragvon Bruder Barbarossa » Di 22. Okt 2002, 14:38

Nein, Ich bin nicht vom Neuen Christentum.
Ich bin von der Lebe! - Religionsgemeinschaft.
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Re: Nietzsche

Beitragvon Shadow » Di 22. Okt 2002, 14:56

*smile* Wusste gar nicht, dass ihr so eine grosse Persönlichkeit wie Weird Al Yankovich als Mitglied habt. *lach* Ich liebe Fake-Christen.
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Re: Nietzsche

Beitragvon bo » Fr 25. Okt 2002, 08:45

Hi Bruder

Sag doch dem Samuel Quallenhöck mal einen Gruss von mir. Ich habe ihm die Adresse von Dr. Best per Email geschickt. :D
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Re: Nietzsche

Beitragvon Morgy » Fr 25. Okt 2002, 13:58

:? :? :?
He bo und Shadow: ich raff nix bei euren Antworten. Mehr Licht!

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Re: Nietzsche

Beitragvon Shadow » Fr 25. Okt 2002, 14:09

Die Homepage von Barbarossa. Da sind die Userbilder von den Helfern abgebildet. Wir glauben sie sind fake-Christen, weil die Bilder allesamt hässlich sind und die Page auf Anglizismen verzichtet (bekannte Merkmale solcher Pages).

Das Witzige daran ist nun, dass ein Benutzer ein Bild von Weird Al Yankovich hat. Mal ganz abgesehen davon, dass der Name des Herrn alles andere als christlich klingt, ist dieser auch noch ein bekannter Komiker in Amerika. Und wenn man bedenkt, welche manchmal sehr schrägen Humor er an den Tag legt ist es unwahrscheinlich, dass er einer solch extremen christlichen Gruppierung angehören soll. Ganz abgesehen davon bezweifle ich, dass er Deutsch spricht und als Amerikaner etwas gegen Anglizismen hat ;)
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Re: Nietzsche

Beitragvon bo » Fr 25. Okt 2002, 14:14

Aber der Hammer ist der Sekundenzähler bis zum Weltuntergang! In 541248245 Sek. ist es soweit. :D
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Re: Nietzsche

Beitragvon cepheii » Do 31. Okt 2002, 10:44

Original von bo
Aber der Hammer ist der Sekundenzähler bis zum Weltuntergang! In 541248245 Sek. ist es soweit. :D



So bald? Mist, muss sofort meine Wäsche reinholen... :D

Bild

Dubitando ad veritatem pervenimus.
Durch Zweifel gelangen wir zur Wahrheit.

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Re: Nietzsche

Beitragvon immanuel » Do 31. Okt 2002, 12:25

Hallo Zusammen!

So, habt iht wirklich keine Meinung über Nietsche?
Wer ist eigentlich dieser Mann und wieso wird er oft zitiert?

Grüsse
Manuel
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IHN zu erkennen, ist wie eine Schatztruhe, die sich öffnet. faith.ch
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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Do 31. Okt 2002, 12:39

Ich halte Nietzsche für einen wichtigen Philosophen, der klar herausgearbeitet hat, dass viele christliche Gottesbilder vom Menschen geschaffen sind.

Anders ausgedrückt: Sind wir so, wie wir vor Gott sein sollen oder wie wir vor Gott sein wollen.

Nietzsche hat als Provokateur und Anreger gewirkt, und tat dem Christentum wieder mal gut zum Wachwerden.

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Re: Nietzsche

Beitragvon Shadow » Do 31. Okt 2002, 13:31

Ich kenne seine Thesen nicht, also kann ich mich dazu auch nicht äussern.

Aber wenn ich Taubes Post zum Anlass nehme, dann möchte ich sagen, dass sich diese Frage mancher einmal stellen sollte.
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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Do 31. Okt 2002, 17:19

Könnte der folgende Nietzsche Text nicht für Christen und Nichtchristen Anlass bieten, mal über das eigene Gottesbild nachzudenken. Nicht das übliche Schlagwort von "Gott ist tot" ist bei Nietzsche wichtig, sondern die Tötung unserer Götter und Gottesbilder. Nach Nietzsche sind alle daran schuld.


Taube

---------------------------------------------


Der Tod Gottes wird ausgerufen

Friedrich Nietzsche - Der tolle Mensch

aus: Die fröhliche Wissenschaft, München 1959, S. 166 f


Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittag eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: "Ich suche Gott! Ich suche Gott!"? Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter. Ist er denn verlorengegangen? sagte der eine. Hat er sich verlaufen wie ein Kind? sagte der andere. Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? ausgewandert? - so schrien und lachten sie durcheinander.
Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. "Wohin ist Gott?" rief er, "ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet - ihr und ich! Wir sind seine Mörder! Aber wie haben wir das gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun?
Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?
Müssen nicht Laternen am Vormittag angezündet werden? Hören wir noch nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Gott begraben?
Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? - auch Götter verwesen!
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!
Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?
Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet - wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen?
Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat - und wer nun immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!"
Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, daß sie in Stücke sprang und erlosch. "Ich komme zu früh", sagte er dann, "ich bin noch nicht an der Zeit.
Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert - es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht der Gestirne braucht Zeit, Taten brauchen Zeit, auch nachdem sie getan sind, um gesehen und gehört zu werden. Diese Tat ist ihnen immer noch ferner als die fernsten Gestirne - und doch haben sie dieselbe getan!" - Man erzählt noch, daß der tolle Mensch desselbigen Tages in verschiedenen Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo angestimmt habe. Hinausgeführt und zur Rede gesetzt, habe er immer nur dies entgegnet: "Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Gräber und die Grabmäler Gottes sind?"

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Re: Nietzsche

Beitragvon Marita » Fr 1. Nov 2002, 18:24

Original von immanuel
So, habt iht wirklich keine Meinung über Nietsche?
Wer ist eigentlich dieser Mann und wieso wird er oft zitiert?


Friedrich Nietzsche´s ganze Philosophie war auf die Lehre der Evolution basiert. Er war jeglicher Religion bitterlich feindselig gesinnt, hauptsächlich aber dem Christentum. Christliche Moral verkörperte das Wesentliche von Allem was er hasste. Nietzsche glaubte, dass die Lehre Christi die menschliche Schwäche verherrlichte und für die Entwicklung der menschlichen Rasse schädlich war. Er verspottete Christliche Moralwerte wie z.B. Bescheidenheit und Demut, Barmherzigkeit, Sittsamkeit, Mitgefühl für die Machtlosen und Dienst füreinander. Nietzsche glaubte solche Ideale hätten Schwäche in die Gesellschaft eingebrütet. Er sah zwei Typen Menschen: die "Meisterklasse", eine aufgeklärte und erleuchtete dominierende Minderheit; und die "Herde", schafähnliche Anhängerschaft die leicht führbar war. Er folgerte, dass die Entwicklung der Meisterklasse in eine Rasse von Übermenschen, ungehindert durch religiöse oder soziale Sitten, die Macht übernehmen und die Menschheit in die nächste Phase der Evolution bringen würde, die einzige Hoffnung für die Menschheit wäre.

Es ist eigentlich nicht überraschend, dass seine Philosophie das Fundament für die Nazi-Bewegung in Deutschland legte. Was aber überrascht ist dass in der Dämmerung des einundzwanzigsten Jahrhundert, Nietzsche´s Ansehen durch philosophische Imageberater rehabilitiert und sein Schreiben in der akademischen Welt wieder schick und modisch wurde.

In der Tat muss der Naturalismus unvermeidlich und zwangsläufig in diese Philosophie (oder ähnliches) zurückkehren.

jma...

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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Sa 2. Nov 2002, 10:36

Hallo Marita

Sind das nicht die Worte eines zutiefst Suchenden?


Taube




Gebet an den unbekannten Gott
von Friedrich Nietzsche


Noch einmal eh ich weiter ziehe
Und meine Blicke vorwärts sende,
Heb’ ich vereinsamt meine Hände
Zu dir empor, zu dem ich fliehe,
Dem ich in tiefster Herzenstiefe
Altäre feierlich geweiht,
dass allezeit
Mich deine Stimme wieder riefe.

Darauf erglüht tiefeingeschrieben
Das Wort: dem unbekannten Gotte.
Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte
Auch bis zur Stunde bin geblieben:
Sein bin ich – und ich fühl’ die Schlingen,
Die mich im Kampf darniederziehn
Und, mag ich fliehn,
Mich doch zu seinem Dienste zwingen.

Ich will dich kennen, Unbekannter,
Du tief in meine Seele Greifender,
Mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender,
Du Unfassbarer, mir Verwandter!
Ich will dich kennen, selbst dir dienen.
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Re: Nietzsche

Beitragvon Prosecutor » Mo 4. Nov 2002, 00:44

eine sehr interessante aussage von nietzsche der ich auch vollkommen zustimme ist (sinngemäß): "Sprache ist Lüge."

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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Mo 4. Nov 2002, 14:40

Hallo Marita


Was aber überrascht ist dass in der Dämmerung des einundzwanzigsten Jahrhundert, Nietzsche´s Ansehen durch philosophische Imageberater rehabilitiert und sein Schreiben in der akademischen Welt wieder schick und modisch wurde.

Friedrich Nietzsche (1844 bis 1900) war Pfarrerssohn und kannte das Christentum gut. Er lebte in einer Welt, in der grosse Umwälzungen stattfanden:

Lamarck 1805: Evolutionstheorie
Mendel 1865: Vererbungsgesetze
Freud 1900: Traumdeutung
1814: Wiener Kongress
1848: Europäische Revolutionen
1865: Abschaffung der Sklaverei in den USA

Die Kirchen hatten wenig Antworten auf diese neuen Entwicklungen und hinterliessen bei den verunsicherten Menschen grosse Ängste. Die Hauptkritikpunkte von Nietzsche waren: Das Christentum unterlag immer noch einem antiken Vorstellungsbild, Vertrösten aufs Jenseits ohne Antwort auf die Gegenwart, Heuchelei (die Christen leben anders als dass sie vorgeben).
Sind das nicht auch noch heute gültige Kritikpunkte. Siehe auch die vielen Fragen hier im Forum. Vielleicht wäre es einfacher mal auf diese Kritik einzugehen, als Nietzsche einfach zu verteufeln.
Natürlich wurden auch Antworten gesucht in den Kirchen. Die Chrischonagemeinden sind ein Kind dieser Zeit zum Beispiel. Aber ich glaube, dass der ganze Nihilismus für das Christentum auch Anlass war, aufzuwachen und Antworten zu suchen.

Die späten Schriften von Nietzsche waren dann allerdings voll von Hasstiraden gegen das Christentum und strotzten vor Grössenwahn (Warum ich so gut bin und so gut schreibe, waren Themen in "Ecce homo";).


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Re: Nietzsche

Beitragvon Eremit » So 10. Nov 2002, 17:46

Nietzsche, das scheint hier unverstanden, manifestiert in höchster Eindringlichkeit die Macht des Zweifels, Urquell aller philosophischer Kreativität und hier eben auch größter Destruktivität. Seine Zweifel betreffs jeglicher Moral, nicht nur der christlichen, sind eine Reise an die Grenzen des Denkbaren. Letzlich wohl gescheitert in dem paradoxen Wunsch den Mensch aus seiner Identität zu befreien... Letzlich zweifelt er nur konsequenter als andere, löst Schemata, fixierte Götzen, zerschlägt Gedankenbauten, und leidet die Folgen!
Wer Nietzsche nacherfährt, wird den schmalen Grat zwischen Vernunft und Wahn spüren, geht auf der Grenze zwischen Glaube und geglaubtem Wissen, ohne jedoch an seine, die All-Wahrheit zu gelangen, welche nur dem zukünftigen, dem uns entstiegenen Mensch offenbar ist, der darüber ist, ´Über-mensch´ ist.

Und beste Marita, ich kann nichts spüren vom Hochmut des Rassendarwinismus nazistischer Zeit, eher das Gegenteil, pure Verzweiflung..., und die Freude daran.
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Re: Nietzsche

Beitragvon pastor » So 10. Nov 2002, 23:22

Nitzche hat durchschaut, dass mit dem Verlust Gottes zwangsweise ein Wertezerfall einsetzt. Kurz gesagt: Ohne Gott keine Moral.

Das sollten sich alle genau überlegen, die für den Erhalt von Werten einstehen, aber die glaubensmässige Basis davon leugnen. Das ist wie ein Haus ohne Fundament, das keinen Bestand hat. Wer sich eine friedensliebende und dienstbereite Menschheit wünscht, kann diese ohne Glauben nicht haben. Das zeigt Nitzsche mit aller Deutlichkeit.

Nitzsche selber ist an den konseqent durchgedachten Folgen dieser Position irregeworden und einsam in geistiger Umnachtung gestorben.

Lese Nitzsche gerne wegen seiner analytischen Schärfe, wegen der Bereitschaft, die Konsequenzen aus seinen Vorentscheidungen zu ziehen und wegen der Entlarvung des quasi-religiösen Pseudo-Christentums.
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Re: Nietzsche

Beitragvon green » Mo 11. Nov 2002, 13:39

Ich hoffe ja bloss - ihr sprecht alle von der gleichen Person:

- Friedrich Nietzsche (1844 bis 1900)
- Nietsche
- Nitzche
- Niezsche
usw ...

green, heute mal nicht ernst zu nehmen ... :P
:] Gott ist immer grösser ... grösser als alles, was dir heute begegnet! :))
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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Mo 11. Nov 2002, 13:48

glaube schon, aber di teusche spracke ist filfach so schwär, for alem die auslendischen Nahmen! Oder wo lepte der Her Nitzsche?

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Re: Nietzsche

Beitragvon soleil » Mo 11. Nov 2002, 14:00

Taube... :D bist Du Lehrer? :D ;) :P
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Re: Nietzsche

Beitragvon Taube » Mo 11. Nov 2002, 14:12

soleil ....es heist Leerer. :D

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Re: Nietzsche

Beitragvon bigbird » Mo 11. Nov 2002, 14:24

[ALIGN=center] :shock:
:?

:D
8-)

:roll: :roll: :roll: [/ALIGN]
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Wie sagte Nietzsche einmal?

Beitragvon Regina » Mo 11. Nov 2002, 14:32

Er sagte: "Was mich nicht umbringt, macht mich nur stärker." Friedrich Nietzsche

:D

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Re: Wie sagte Nietzsche einmal?

Beitragvon Eremit » Mo 11. Nov 2002, 14:38

:?
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Re: Wie sagte Nietzsche einmal?

Beitragvon Taube » Mo 11. Nov 2002, 15:00

Regina, das ist jenseits von gut und böse - denn es ist wahr.


Was sagt ihr darüber:


Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus gepredigt hat - und wogegen er seine Jünger kämpfen lehrte
Friedrich Nietzsche, aus dem Nachlass


womit wir nach dem erholsamen Blödeln wieder näher zum Thema kommen.


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Re: Wie sagte Nietzsche einmal?

Beitragvon Eremit » Mo 11. Nov 2002, 15:24



Ich weiß vermutlich zu wenig über das, wogegen Jesus gepredigt haben soll, doch glaube ich Nietzsche so verstehen zu können, daß zwischen Kiche, als Institution, als "Glaubensverwalter" und den durch Jesus vermittelten Werten ein Widerspruch klafft.
Dies ist angesichts der offenbaren Kirchenhistorie recht deutlich.

Anderenseits halte ich nicht viel davon, Einzelzitate Nietzsche´s zu interpretieren. Seine Werke sind oft nicht die Aneinanderreihung von logischen Schlüssen, sondern vielmehr ästhetisierte Philosophie, d.h. durch künstlerische Stilmittel bearbeitete Gedanken. Dabei kann es zu Überreibungen und Provokationen kommen, die, wenn wörtlich genommen, ein falsches Licht auf die Gesamtaussage werfen können.
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Re: Wie sagte Nietzsche einmal?

Beitragvon Nataraja » So 17. Nov 2002, 15:12

Tach zusammen,

ich denke ein Großes an Meister Nietzsche (hab ich ihn richtig geschrieben?) war, daß er Ja gesagt hat zum Leben, Ja zu sich, Ja zu seinen Instinkten, Ja zu seiner Natur, ja zur Stärke und damit auch zur Macht, Ja zur Größe und ein absolutes Nein gegen alles Kleine, Schwache, Halbe, Verlogene, unehrliche, also ein klares Nein zur Moral!
Ja zum dyonysischen, ja zum Rausch des Lebens, sicher auch zum Wahn des Lebens, der folgen kann, aber nicht muß.
Und hier dann auch gleich eine Antwort an ???, an den ersten Antwortenschreiber hier: Nein, Nietzsche beging nicht Selbstmord, er ist in geistiger Imnachtung ziemlich einsam und elendig gestorben. Wetten jetzt kommen die Antworten der Kröten: Ist doch klar, wer sich so von Gott abwendet, hat die geistige Umnachtung verdient.
Ich denke, was man in Nietzsche gut sehen kann, ist, daß er etwas erkannt hat, das ihn eigentlich überfordert hat. Oder um mit Nietsche zu sprechen: "Kann ein Esel tragisch sein?-Daß man unter einer Last zugrunde geht, die man weder tragen, noch abwerfen kann? ... Der Fall des Philosophen." (Nietsche: Götzendämmerung, Seite 12).
Sicher ist der gute Nietzsche umstritten, und sicher ist er auch als Ganzes unverdaulich, aber seine einzelnen teile und Ideen, sind nicht nur sehr gut verdaulich, sondern geradezu eine Delikatesse.

Gruß

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Re: Nietzsche

Beitragvon Morgy » So 17. Nov 2002, 15:46

Zu Nietzsche gibt es folgende Anekdote, die mir gefällt, obwohl ich zweifle, dass sie stimmt:

Nietzsche soll einmal gross an eine Brücke geschrieben haben: Gott ist tot! Nietzsche Einige Zeit später starb Nietzsche und am nächsten Morgen soll dort gestanden haben: Nietzsche ist tot! Gott

Weiss jemand etwas darüber oder hat die Story auch schon gehört?

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Re: Nietzsche

Beitragvon Nataraja » So 17. Nov 2002, 16:06

Hi Morgy,

das mit dem toten Nietzsche und dem toten Gott ist ein Witzchen, mehr nicht. Daß Gott tot ist, und sogar schon verwest, wissen wir ja jetzt aus dem Text weiter oben. Was man jetzt wieder sehen kann, ist, daß das dumme christlich-protestantische Bildungsbürgertum (verzeiht den Ausdruck) aus der Geschichte nur eben das mitgenommen hat, daß Gott tot ist, umgebracht wurde, von Nietzsche. Mehr haben sie nicht gerafft, und das wurde dann weitergegeben der eigentliche Sinn der Geschichte wurde dabei nicht weitergegeben, weil er nicht verstanden wurde. Nietzsche kann man leicht nicht verstehen oder mißverstehen, man muß es nur wollen.

Gruß

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Re: Nietzsche

Beitragvon Morgy » So 17. Nov 2002, 18:03

Original von Nataraja
das mit dem toten Nietzsche und dem toten Gott ist ein Witzchen, mehr nicht.

Vielleicht ist´s halt doch mehr; wieso sonst würdest du dich so ärgern?

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Re: Nietzsche

Beitragvon Nataraja » So 17. Nov 2002, 19:00

Warum ärgere ich mich darüber?
Über was ich mich ärgere, ist, daß ausgerechnet die Bürger des Landes der Dichter und Denker, nur so etwas behalten und weitertradieren über Nietzsche. Anstatt Nietzsche zu lesen und dann zu denken, quaselt man Sätze nach, die man in jedem Klo einer philosophischen Hochschule lesen kann - toll diese Dichter und Denker. Also ich ärgere mich über den Großteil der Menschheit, die nicht mehr denken kann!

Gruß

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Re: Nietzsche

Beitragvon Pumi » So 17. Nov 2002, 19:13

Original von Morgy
Weiss jemand etwas darüber oder hat die Story auch schon gehört?


... kann mir Nitzsche nicht als Brückenschmierer vorstellen.
Er hat zwar geschrieben: "Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!" (s.o.) Aber warum sollte er das an eine Brücke schreiben. Papier ist doch viel bequemer als Schreibmedium. Die beiden Sätze hab ich aber schon an unzähligen Klotüren gefunden.

Randbemerkung: deine Anekdote hört sich ein bisschen so an, als ob Gott alle Kritiker quasi im Schnellgericht beseitigt. :?
Gott hat uns tüchtig gemacht zu Dienern des neuen Bundes,
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Re: Nietzsche

Beitragvon Christian » So 17. Nov 2002, 20:02

Hallo Bruder Barbarossa,
Du möchtest wissen, was ich von Nietzsche halte?

Nichts!

Das ist natürlich meine persönliche Ansicht, die niemand hier teilen muss.

Gruss Christian
Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Ps. 119, 105)
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Re: Nietzsche

Beitragvon Prosecutor » Mo 18. Nov 2002, 00:02

hihi, ich mag nietzsche.

gruss,
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