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Depressionen

BeitragVerfasst: Do 4. Apr 2019, 12:07
von onThePath
Depressionen, Burnout, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Psychische Erschöpfung: Wer kennt das nicht ?
Deshalb dachte ich mir, dieses Thema aufzumachen. Zumal ich für sich dieses Thema nicht separat behandelt gefunden habe.

Ok, habe jetzt dazu in der Themensuche Einiges gefunden, meist älteren Datums.


lg, oTp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Do 4. Apr 2019, 18:47
von Gnu
onThePath hat geschrieben:Depressionen, Burnout, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Psychische Erschöpfung: Wer kennt das nicht ?
Deshalb dachte ich mir, dieses Thema aufzumachen. Zumal ich für sich dieses Thema nicht separat behandelt gefunden habe.

Ok, habe jetzt dazu in der Themensuche Einiges gefunden, meist älteren Datums.


lg, oTp

Ich hatte früher geschrieben und wurde dafür angefeindet, dass Depression eine Mangelkrankheit ist. Ich bin weiterhin überzeugt davon, weil Depression dann auftritt, wenn einem zuvor etwas gehörte, das einem durch einen Schicksalsschlag entrissen wurde. Ich schrieb auch schon das Beispiel meiner Tante, welche jahrelang mit Antidepressiva behandelt wurde, bis nach einem Arztwechsel der neue Arzt herausfand, dass sie zu wenig Eisen im Blut hatte. Als das behoben war, hatte sie keine Depressionen mehr. Ich litt lange unter Depressionen und studierte Psychosomatik, bis ich herausfand, dass es auch Somatopsychik gibt, d.h. dass Ernährungsmängel zu psychischen Problemen führen und nicht immer psychisches Fehlverhalten zu unerklärlichen körperlichen Symptomen.

Geistliche Ursache meiner Depression war der Mangel an Sinn im Leben. Als nach der Behebung dieses Mangels manchmal Depression wieder aufkommen wollte, fand ich folgende geistliche Bekämpfung, welche ich auch im Tinnitus-Thread beschrieb: Anstatt mich anzustrengen, die Depression wieder loszuwerden, hiess ich sie willkommen und lud sie ein, mich doch bitte zu foltern. Schwuppdiwupp verreiste sie und wurde seither nie mehr gesehen. Es war also ein Dämon, der, nachdem er ausgefahren war, versuchte zurückzukommen, um mich zu belästigen. Das geht nur, wenn die belästigte Person das nicht will.

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Fr 5. Apr 2019, 20:14
von onThePath
Hm,
Zumindest kann man allgemein sagen, dass die Gedanken eine Kraft haben. Zum Anderen weiss man eigentlich dass die Möglichkeit besteht, dass dämonische Einflüsse Düsternis im Hirn induzierten können. Dämonische Düsternis ist unter bestimmten Umständen schneller zu beenden, nämlich wenn der Einfluss ausgeschaltet wird.

Gedanken und die Stimmung positiv lenken kann sowieso helfen. Aber eben nicht immer kriegt man das eigenständig hin. Aber sein Leben umorganisieren, sein Denken und Empfinden umzudenken, ist wohl sehr wichtig.

Lg, otp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Sa 6. Apr 2019, 07:30
von jes_25913
Gnu hat geschrieben:Geistliche Ursache meiner Depression war der Mangel an Sinn im Leben. Als nach der Behebung dieses Mangels manchmal Depression wieder aufkommen wollte, fand ich folgende geistliche Bekämpfung, welche ich auch im Tinnitus-Thread beschrieb: Anstatt mich anzustrengen, die Depression wieder loszuwerden, hiess ich sie willkommen und lud sie ein, mich doch bitte zu foltern. Schwuppdiwupp verreiste sie und wurde seither nie mehr gesehen. Es war also ein Dämon, der, nachdem er ausgefahren war, versuchte zurückzukommen, um mich zu belästigen. Das geht nur, wenn die belästigte Person das nicht will.


Hallo Gnu,
da hast Du unbewusst das Richtige getan! Depressionen entstehen ja dadurch, dass man irgendwelche Aspekte des eigenen Lebens nicht annehmen, d.h. bejahen kann. So entsteht in der Seele eine bedrückende Leere, die durch nichts ausgefüllt werden kann. Es sei denn, man nimmt die Lebensumstände an, die man bisher ablehnte.
Dass bei Dir die Depression allerdings so schnell verschwunden ist, zeigt, dass sie nicht so tief war. Es war ja auch "nur" der Mangel an Sinn im Leben.

LG,
jes

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: So 7. Apr 2019, 10:00
von onThePath
Ich glaube wir sind uns darin einig, dass wir selbst uns so steuern können, dass wir mit Allem so umgehen müssen, dass wir in keine Depression geraten. Wie wir mit Lebensumständen, Schiksalsschlägen und unserem Wollen umgehen ist entscheidend.

Aber wir sollten auch nicht Jemand antreiben wollen, der aus einer Depression nicht herauskommen kann. Da wäre der Satz "Man muss nur wollen" geradezu schädlich.

Lg, otp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: So 7. Apr 2019, 10:16
von Columba
onThePath hat geschrieben:Aber wir sollten auch nicht Jemand antreiben wollen, der aus einer Depression nicht herauskommen kann. Da wäre der Satz "Man muss nur wollen" geradezu schädlich.

Lg, otp


Manchmal sind die Titel von Büchern so treffend, dass man das Buch nicht mehr unbedingt lesen muss. Bei diesem Thema fällt mir das Buch von Brigitte Woggon ein:

Ich kann nicht wollen!
Berichte depressiver Patienten


Manchmal ist das Wollen krank - sehr oft sogar bei Menschen mit Depressionen. Da nützt es dann wirklich nicht, dass man sagt "Man muss nur wollen" - im Gegenteil. Wenn das Wollen nicht mehr geht, dann macht der Zwang zum Wollen nur noch mehr krank.


Grüsse Columba

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: So 7. Apr 2019, 10:37
von onThePath
Stimmt,
Wenn das Wollen nicht mehr geht, sollte man sich auch nicht zuviel vornehmen, nicht zuviel wollen. Dann wird man nur noch unzufriedener, bewirkt also das Gegenteil.

Und zuviel Wollen macht krank. Perfektionismus und falscher Ergeiz, sogar zuviel helfen wollen. Das raubt einem die Energie und macht regelrecht krank.

Besser ist es, zufrieden zu sein mit dem was man ist und hat. Und das was man will sorgsam plant.

Lg, otp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: So 7. Apr 2019, 21:30
von bigbird
onThePath hat geschrieben:Ich glaube wir sind uns darin einig, dass wir selbst uns so steuern können, dass wir mit Allem so umgehen müssen, dass wir in keine Depression geraten. Wie wir mit Lebensumständen, Schiksalsschlägen und unserem Wollen umgehen ist entscheidend.
Lg, otp


Nein, da bin ich nicht einig (ich rechne mich auch zu "uns"). Es gibt schwere Depressionen, die der Patient nicht steuern kann - ja, das ist ja oft geradezu das Wesen der Depression, "dass man nicht kann".

bigbird

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: So 7. Apr 2019, 22:26
von lionne
...ein depressiver Arbeitskollege, den ich damals in der Klinik besucht hatte (vor Jahren in der Klinik in Münchenbuchsee) hat es mir so erklärt: "Ich möchte gerne, aber ich kann nicht!"
>>> Der Wunsch, das Möchten, ist vorhanden, aber das Können geht nicht....
Gruss lionne

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2019, 04:54
von onThePath
bigbird hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Ich glaube wir sind uns darin einig, dass wir selbst uns so steuern können, dass wir mit Allem so umgehen müssen, dass wir in keine Depression geraten. Wie wir mit Lebensumständen, Schiksalsschlägen und unserem Wollen umgehen ist entscheidend.
Lg, otp


Nein, da bin ich nicht einig (ich rechne mich auch zu "uns"). Es gibt schwere Depressionen, die der Patient nicht steuern kann - ja, das ist ja oft geradezu das Wesen der Depression, "dass man nicht kann".

bigbird


Da bin ich mit dir und mit mir einig, weil ich weiter oben davon geschrieben habe.

Lg, otp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2019, 07:51
von jes_25913
bigbird hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Ich glaube wir sind uns darin einig, dass wir selbst uns so steuern können, dass wir mit Allem so umgehen müssen, dass wir in keine Depression geraten. Wie wir mit Lebensumständen, Schiksalsschlägen und unserem Wollen umgehen ist entscheidend.
Lg, otp


Nein, da bin ich nicht einig (ich rechne mich auch zu "uns"). Es gibt schwere Depressionen, die der Patient nicht steuern kann - ja, das ist ja oft geradezu das Wesen der Depression, "dass man nicht kann".

bigbird


Das stimmt. Einem Depressiven ist nicht damit geholfen an seinen Willen zu appellieren, da der bewusste Wille bei allen Menschen ohnehin das schwächste Glied ist.
Wenn Wille gegen Vorstellung steht, wird immer die Vorstellung siegen. Deshalb kann nur die Änderung der Vorstellungen bewirken, dass sich im Leben eines Menschen - und erst recht eines Depressiven - etwas ändert. Die Vorstellungen können aber nicht willkürlich gewählt werden, sondern müssen aus der Erkenntnis der Wahrheit kommen. Da aber Menschen in der Regel wenig Interesse an der Wahrheit haben, erkennen sie natürlich auch keine. Das gilt auch für Christen.
Eigentlich müssten Christen psychisch kranken Menschen helfen können, da sie mehr wissen müssten als "die Welt". Aber leider ist das nicht der Fall. So gibt es eben nur "weltliche Hilfe", nämlich Blockieren mit Psychopharmaka, was dem entspricht, dass sich der normale Mensch einen Rausch antrinkt, damit er seine Probleme nicht mehr gewahr wird, und wenn sie wieder auftauchen, muss er erneut zur Flasche greifen... So sieht es aus, wenn Theologen nicht ihre Arbeit machen, indem sie aufzeigen, wie konkret Gott durch Erkenntnis der Wahrheit Menschen heilt.

LG,
jes

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2019, 10:37
von onThePath
Es gibt doch nicht nur schwerste Depressionen, wo man die Depressiven gar nicht mehr lenken kann. Und es gibt verschiedene Ursachen.

Jes, ich finde nichts, was ein christlichlicher Standpunkt deiner individuellen Auffassung von Glaube und innerer Einstellung unterlegen machen sollte.

Lg, otp

Re: Depressionen

BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2019, 10:48
von onThePath
https://www.volkskrankheit.net/a_z/depr ... gKwovD_BwE

Die Ursachen einer Depression können vielfältig sein - körperliche, genetische sowie psycho-soziale Aspekte spielen hier eine Rolle. Aber auch die aktuelle Lebenssituation ist von Bedeutung. Folgende Ursachen können u.a. eine Depression auslösen:

Körperliche Ursachenchronische
Erkrankungen bzw. Schmerzen
Störungen im Hormonhaushalt und/oder des Hirnstoffwechsels
Schwere Erkrankungen wie z.B. Krebs oder HIV

Psychische Ursachen
Schicksalsschläge wie z.B. Tod eines Familienmitglieds oder eines Bekannten
Dauerhaft Stress im Privat- oder Berufsleben
Streitigkeiten und Konflikte in der Partnerschaft
Einsamkeit

Genetische Ursachen
Einfluss von Umweltfaktoren auf die Genetik
Erbliches Risiko eine Depression zu erleiden


Es gibt also auch einige psychische Ursachen, und bei denen eben auch psychotherapeutische Möglichkeiten. Und wo der Christ gefordert ist.

Lg, otp