Ombudsmann

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Ombudsmann

Beitragvon Yehudit » Fr 15. Jun 2018, 18:20

Hallo zusammen

Ich hab da mal eine Frage an euch: Hat jemand Erfahrung mit Beschwerdeneinreichung an den Ombudsmann der Ärztegesellschaft? Wenn ja, wie habt ihr das erlebt? Wurdet ihr kontaktiert? Gab es ein Schlichtungsgespräch mit dem beanstandetem Arzt oder Anderes?
Habe grad heute eine Beschwerde auf die Post gebracht und würde gerne austauschen.

Liebi Grüessli Yehudit
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Re: Ombudsmann

Beitragvon Yehudit » Sa 16. Jun 2018, 05:44

War überhaupt jemand schon mal in der Situation, dass er einen Ombudsmann hätte in Anspruch nehmen können/sollen? In meinem Fall, wo ich mich gegen Fehlbehandlungen meines ehemaligen Arztes wehren möchte, bzw. ihm eine Warnung vor die Füsse werfen möchte, war sehr froh, von dieser Lösung gehört zu haben.
Denn für Klage und Anwalt und so fehlen mir die Nerven und das Geld. Und wie gut die Chancen sind zu gewinnen ist auch noch fraglich.
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Re: Ombudsmann

Beitragvon Johelia » Sa 16. Jun 2018, 09:33

Yehudit hat geschrieben:Hallo zusammen

Ich hab da mal eine Frage an euch: Hat jemand Erfahrung mit Beschwerdeneinreichung an den Ombudsmann der Ärztegesellschaft?


Sali Liebe Yehudit

Leider muss ich sagen, dass auch ich keine Erfahrung mit dem Ombudsmann habe aber auch sehr am Thema interessiert wäre.

Meiner Frau wurde dieses Jahr bei einer kleineren "Frauenoperation" der Darm verletzt, was dann in eine gröbere Sache ausgeartet ist, weil der Darm zwei Tage später geplatzt ist. Jetzt trägt sie seit 3 Monaten ein Stoma und muss nächsten Monat nochmals operiert werden um alles wieder zu normalisieren.
Die operierende Frauenärztin hat sich zwar entschuldigt dass das passiert ist und die damals anschliessende Notoperation wurde von anderen Chirurgen durchgeführt aber ansonsten gab es keine Zugeständnisse. Das Spital übernimmt nicht einmal die Selbstbehalte.

Auch wir haben nicht die die Zeit, die Nerven noch das Geld für eine Klage.
Rechtlich sieht es ja so aus, dass meine Frau eine Einwilligung unterschreiben musste auf der sie quasi über die Risiken informiert wurde, was dann das Spital absichert.

Äs Grüessli
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Re: Ombudsmann

Beitragvon lionne » Sa 16. Jun 2018, 09:52

Ich weiss von einem Fall (Hörensagen), dass die Person regen Kontakt hatte mit der Ombudsstelle/Ombudsmann, aber schlussendlich ist nichts dabei rausgekommen... Aber es muss ja nicht immer gleich gehen!
LG lionne
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Re: Ombudsmann

Beitragvon Yehudit » Sa 16. Jun 2018, 10:22

Hallo Johel
Das tut mir leid wegen deiner Frau. Ich hoffe, es geht ihr bald besser!
Ich hatte kürzlich auch eine verpatzte OP, jedoch nicht so schwere Folgen ( Pneumothorax und verletzte Vene. 7 Tage lang eine Thorax-Drainage). Meine Ärzte haben jedoch super reagiert und ich mache ihnen auch keine Vorwürfe, da meine Anatomie speziell ist und dadurch die Ärzte sehr herausgefordert waren. Ich beschwere mich auch nicht wegen ihnen, sondern wegen meines ehemaligen Hausarztes. Schon früher hat er mich nicht oder falsch behandelt und ich musste mir dann irgendwie selber helfen (eine einfach Gärtnerin scheint schlauer zu sein als ein studierter Arzt). Letzten Herbst ging ich wegen einer Depression zu ihm. Ich wusste nicht, dass die ersten Dinge, die abgeklärt werden müssen, grosses Blutbild und EKG ist, um körperliche Probleme auszuschliessen. Er hat gar nichts gemacht, obwohl ich ihm regelmässig meine Symptome schilderte. Ich war so schlecht beieinander, dass ich nicht den Nerv hatte, mich zu wehren. Erst meine Psychiaterin, als ich ihr mal zufälligerweise meine Symptome schilderte, reagierte sofort und fragte nach dem Ergebnis des EKG. Dabei erfuhr sie, dass mein Arzt nix untersucht hatte und sie schickte mich um Kardiologen. Ich wechselte daraufhin den Hausarzt und dann ging der Ärztemarathon los. Nun habe ich einen Herzschrittmacher, weil herauskam, dass ich schwere Herzrhythmusstörungen hatte.
Ich hätte mit dem Auto einen schweren Unfall verursachen oder sogar einen Herzstillstand haben können. Zudem hätte ich viel früher wieder meine Arbeit aufnehmen können, wenn mein Hausarzt seinen Job gemacht hätte. Ich war 5 Monate komplett arbeitsunfähig, danach langsam mit Rückschlägen stundenweiser Einstieg ins Arbeitsleben. Nachdem ich nun den Schrittmacher habe, geht es mir wieder so gut und ich werde vermutlich nächsten Monat wieder mit meinem vollen Arbeitspensum arbeiten!
Es geht mir nicht darum, den Arzt zu verklagen, sondern einfach, dass er mal damit von einer Ärztestelle konfrontiert wird und seine Verantwortung, die er seinen Patienten gegenüber hat, wahr nimmt. Ich habe leider noch nie ein gutes Wort über ihn gehört. Sein Glück ist wohl, dass wir hier in der Umgebung Zuwenig Hausärzte haben.
Ich bin gespannt, was da raus kommt.
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Re: Ombudsmann

Beitragvon Yehudit » Sa 16. Jun 2018, 10:27

lionne hat geschrieben:Ich weiss von einem Fall (Hörensagen), dass die Person regen Kontakt hatte mit der Ombudsstelle/Ombudsmann, aber schlussendlich ist nichts dabei rausgekommen... Aber es muss ja nicht immer gleich gehen!
LG lionne

Bei der Ombudsstelle gehts ja nicht ums klagen. Sonst müsste man anders damit umgehen. Es ist einfach ein Melden und je nachdem kann man dann die Sache noch vor Gericht ziehen. Aber auf jeden Fall müsse der Ombudsmann mit dem Arzt Kontakt aufnehmen und die Beschwerde überprüfen. Hat mir jedenfalls meine Ärztin gesagt. Ihr hätte auch mal einer angerufen, weil eine Frau geklagt hat, weil sie sie als Patientin abgewiesen habe. Aber kein Arzt ist verpflichtet, ausser bei einem Notfall, einen Patienten anzunehmen.
Na, dann lass ich es mal auf mich zukommen.
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Re: Ombudsmann

Beitragvon Yehudit » Sa 16. Jun 2018, 10:34

Rechtlich sieht es ja so aus, dass meine Frau eine Einwilligung unterschreiben musste auf der sie quasi über die Risiken informiert wurde, was dann das Spital absichert.


Ja, das musste ich auch unterschreiben. Und ich habe alle Komplikationen und mehr durchprobiert. :D Aber meine zwei Heldenärzte haben wegen mir auch mega geschwitzt. Ich habs denen alles andere als leicht gemacht.
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Re: Ombudsmann

Beitragvon lionne » Sa 16. Jun 2018, 19:29

Yehudit hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Ich weiss von einem Fall (Hörensagen), dass die Person regen Kontakt hatte mit der Ombudsstelle/Ombudsmann, aber schlussendlich ist nichts dabei rausgekommen... Aber es muss ja nicht immer gleich gehen!
LG lionne

Bei der Ombudsstelle gehts ja nicht ums klagen. Sonst müsste man anders damit umgehen. Es ist einfach ein Melden und je nachdem kann man dann die Sache noch vor Gericht ziehen. Aber auf jeden Fall müsse der Ombudsmann mit dem Arzt Kontakt aufnehmen und die Beschwerde überprüfen.

Ja, genau so ist es. Die Obudsstelle/Ombudsmann nimmt Kontakt auf mit dem Arzt, dem Spital, der Institution, je nachdem wer involviert ist; in deinem Fall der Arzt.
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