Meine Gedanken nach dem Kino

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Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 12:02

Der Film Mel Gibson beginnt mit einem typischen Klischeebild von Horrorfilmen:
Eine Vollmondnacht, Nebelschwaden verhindern wie Gespensterkleidung eine direkte Sicht, ein Vogelschrei(Käuzchen?). Vor dieser Kulisse sehen wir also den in Todesangst betenden Jesus, während seine Jünger schlafen. Aber nein, diese schauerliche Kulisse genügt noch nicht, es muss eine mysteriöse Frauengestalt auftreten, die Jesus offensichtlich von seinem Weg abbringen will. Warum gerade eine Frau? Warum der effektheischende Wurm, der in ihre Nase kriecht? Warum die Schlange, die unter ihrem Saum hervorkriecht und sich zu Jesus aufmacht? All das steht in „gut“ katholischer Tradition, in der die Frau als Verführerin gesehen wird, als Schlange, als Minderwertiges, als etwas, was es besser nicht gäbe. Ein paar Zitate:
Das Weib ist die Einfallspforte des Teufels.
Tertullian, Kirchenschriftsteller und Kirchenvater (155/160 - 220/240 n.u.Z)
Die Frau muß das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.
Ambrosius, Kirchenlehrer und Bischof von Mailand (339(?)-397)
Nichts Schändlicheres gibt es als das Weib, durch nichts richtet der Teufel mehr Menschen zugrunde als durch das Weib.
Der heilige Anselm von Canterbury, Philosoph und Theologe (1031-1109)
Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!
Papst Pius II. (1458-1464)
Alle Bosheit ist klein gegen die Bosheit des Weibes. Besser ist die Gottlosigkeit des Mannes als ein wohltuendes Weib.
Synode von Tyrnau (1611)


Warum überhaupt tritt diese Verführerin am Ölberg auf? In keinem der vier Evangelien wird berichtet, dass Jesus am Ölberg von Satan versucht worden wäre. Laut Matthäus wird Jesus vor Beginn seines Wirkens in der Wüste von Satan versucht. Dass Gibson diese Verführungsszene zum Ende des öffentlichen Wirkens Jesu hinverschiebt, zeigt seinen willkürlichen Umgang mit den biblischen Texten. Diese Verschiebung hat meines Erachtens aber auch Folgen für die theologische Aussage:
Bei Mt zeigt es an, dass Jesus reif für sein öffentliches Auftreten ist. Er ist durch das Fasten in der Wüste befähigt, dem Satan zu widerstehen. Deshalb auch tritt der Satan bei Mt auch am Ende von Jesu Zeit in der Wüste auf. Damit ist es für Mt ab da nicht mehr möglich, dass Jesus vom Satan versucht wird. Und alle anderen neutestamentlichen Evangelisten gehen da mit ihm konform. Der „Evangelist“ Gibson hingegen hält das offensichtlich noch für möglich. Letztlich ist das eine Anzweiflung der göttlichen Autorität zum Zeitpunkt, als Jesu Leidensweg bereits begonnen hat. Das nimmt er in Kauf, um den Film spannender zu machen…

Nun, Jesus wird also gefangengenommen und zum Verhör durch den Hohen Rat geführt. Auch hierbei mag Gibson nicht auf Filmeffekte in Hollywoodmanier verzichten. Jesus muss natürlich auf diesem Weg einen spektakulären Sturz eine Brücke hinunter durchleiden. Diese Szene geht auf die Visionen der Nonne Katharina Emmerich zurück, also auf Sonderoffenbarungen. Unter der Brücke befindet sich der vollkommen verstörte Judas. Doch noch nicht genug damit, dass Gibson diese Sonderoffenbarung in seinen Film einbaut, auch hier muss natürlich noch ein schriller Effekt her: Irgendein abscheuliches horrormäßiges Wesen wird dadurch aufgescheucht und springt auf und davon. Das wirkt auf manchen Zuschauer geradezu lächerlich und so war denn auch die Reaktion der in der Reihe hinter meinem Mann und mir sitzenden Jugendlichen Gelächter.

Diese Hollywood’schen Showelemente durchziehen übrigens den gesamten Film und finden nicht einmal in dem Moment ein Ende, als Jesus am Kreuz stirbt. Da wird der Zuschauer in die Perspektive Gottes hineinversetzt und weint gemeinsam mit Gott eine riesengroße Träne, die auf die Erde platscht. Kurz zuvor wird zudem der Jesus lästernde Verbrecher am Kreuz durch einen Raben gestraft, die ihm postwendend die Augen aushackt für sein Vergehen. Das ist zwar sehr eindrücklich und publikumswirksam, aber leider eine Showaktion, die auch nicht mit Hinweis darauf erklärbar wird, dass das „historisch gesehen…eine oft zu beobachtende Erscheinung“ gewesen sei. Denn wie in dieser Erklärung dann weiter erläutert wird, sind Raben Aasfresser und vergingen sich an den Leichen, so dass es wohl unwahrscheinlich ist, dass sich der Rabe einem Lebenden genähert hätte. Dies dann als „Symbol für die gesamte Zurückweisung gegenüber Jesus“ bezeichnen zu wollen, halte ich schon für etwas naiv. Zu diesem Zeitpunkt des Films ist wohl kaum mehr ein Zeichen nötig, um klar werden zu lassen, welche Zurückweisung Jesus erfuhr. Für mich ist das eher pure Lust an typischen Showeffekten von Horrorfilmen. Man denke hierbei an Hitchcocks „Die Vögel“.

Ich persönlich meine, dass es klüger gewesen wäre, auf diese Effekte zu verzichten, das hätte dem Film für mich mehr Seriösität gegeben.
Den Vorwurf des Antisemitismus halte ich für nicht gerechtfertigt. Die Grausamkeit und Brutalität geht nicht allein von Juden, sondern auch von Römern aus, und es befinden sich sowohl bei den Juden als auch bei den Römern Menschen, die gegen diese Grausamkeit auftreten.
Was mich an diesem Film am meisten stört, ist die dahinter steckende Theologie. In geschickter Rückblendentechnik von der blutigen Folterung zur Abendmahlsszene wieder zur Folterung wird eine verquere katholische Messopfertheologie sehr subtil vermittelt: Das Abendmahl als blutige Wiederholung des Opfers Jesu Christi.
Das Ganze wird noch unterstützt durch die Einführung der Veronika-Legende (Turiner Leichentuch) sowie die Schlussszene, die Maria unter dem Kreuz zeigt.
Die Veronika-Szene im Film empfinde ich als reichlich befremdend. Veronika geht auf Jesus auf seinem Kreuzweg zu. Sie hat zwar einen Becher zum Trinken dabei, davon bekommt aber Jesus nichts zur Linderung, weil Veronika zuerst der Sinn danach steht, Jesu Gesicht mit diesem Tuch zu bedecken, wodurch der Gesichtsabdruck entsteht. Welchen Nutzen das für Jesus haben soll, ist mir relativ unklar, ein Schluck Wasser hätte ihm mehr gebracht, aber das wird dann durch einen Soldaten verhindert. Veronika aber hat ihr „Souvenir“, Erinnerungsstück von Jesu Kreuzweg, eine Reliquie, Devotionalie. Und so behandelt sie das Tuch auch sofort: Sie drückt das Tuch wie einen Schatz an ihre Brust und küsst es. Und das in diesem Kontext? Mich verwundert in besonderer Weise, dass das evangelikale Christen nicht befremdet.
Gleiches gilt dann für die Marienszene am Kreuz. Maria küsst die blutüberströmten Zehen ihres Sohnes, was natürlich Blut auf und oberhalb ihrer Lippen hinterlässt. Auch hier stellt sich mir die Frage, was das soll. Im Zusammenhang mit einem bestimmten reaktionär katholischem Eucharistieverständnis bekommt das eine sehr bedenkliche theologische Note. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Jesus in der Abendmahlsszene das Brot nicht bricht, sondern mit derselben Geste hochhält, wie heute katholische Priester bei den Wandlungsworten die Hostie hochhalten. Ist es da so abwegig zu sagen, dass hier sehr raffiniert eine bestimmte Art von katholischer Theologie an den Mann/bzw. die Frau gebracht wird? Besonders geschikct ist hierbei natürlich, dass Gibson genau an einem Punkt ansetzt, an dem sich evangelikale Kreuzestheologie und diese katholische Messopfertheologie treffen: nämlich in der (Über-?) Betonung des Leidens.
Von Bibeltreue kann also meines Erachtens bei diesem Werk keine Rede sein, zu viel an Sondergut eingeführt, die Brutalitäten mögen zwar historisch tatsächlich so stattgefunden haben. Dennoch bleibt zu fragen, ob es tatsächlich notwendig war, die Geißelung Jesu Christi derart auszuwalzen mit Nahaufnahmen der Wunden und der Folterinstrumente. Es bleibt auch zu fragen, ob sich römische Soldaten tatsächlich so vollkommen unmotiviert (immerhin konnte Pilatus ja keine Schuld an Jesus finden) in einen derartigen Blutrausch steigerten, dass ihnen von ihren Kollegen Einhalt geboten wurde.
Zu fragen bleibt auch, ob nicht besser zum Beispiel auf die zwar filmisch effektvolle, aber in ihrer Wirkungsgeschichte eventuell gefährliche Szene hätte verzichtet werden sollen, in der jüdische Kinder den verwirrten Judas in den Tod treiben. In der Bibel findet sich davon nichts. Welchen Sinn soll das also haben, dass selbst kleine Kinder dämonisiert dargestellt werden?
Zudem trägt die ganze Art und Weise der Gewaltdarstellung im Film als etwas Dämonisches für mich zur theologischen Verwirrung bei. Ist nun eine der Aussagen des Films, dass Gewalt ihre Ursache im Satan hat, der im Film ja als Gegenspieler Gottes dargestellt ist? Wenn ja, dann wird fragwürdig, wie dann die Kreuzigung als Plan Gottes mit Jesus Christus verstanden werden kann. Denn solches Verständnis würde unter diesen Umständen voraussetzen, dass Gott selbst Dämon ist. Das ist aber nun doch etwas wirr. War Jesu Tod in dieser Brutalität tatsächlich von Gott so geplant? Oder zeigt sich im Tod Jesu Christi nicht ganz Anderes? Zeigt sich dort nicht ein Gott, dessen Macht gerade in seiner Ohnmacht besteht, dessen Macht darin besteht, dass der Mensch selbst den ohnmächtig geschlagenen Jesus Christus nicht zum Schweigen bringen kann, nicht dazu bringen kann, seine Mission zu verleugnen? Besteht die Macht Gottes etwa darin, dass er Menschen dazu befähigt, ihre innersten Überzeugungen auch unter vollkommener Hingabe ihres Lebens zu leben, auch gegen Gewalttätigkeit?
Lehrreich an dem Film könnte abseits aller orthodox christlicher Theologieen sein, dass dort für den aufmerksamen Zuschauer überdeutlich wird, wie leicht der Mensch durch religiös fanatisierte Menschen verführt werden kann, wie leicht der Mensch durch Schlagworte wie Blasphemie (oder auch politisch Volksaufruhr, Aufstand) gegen einen Menschen aufgehetzt werden kann. Jesus wird verfolgt, weil er eine vom Mainstream abweichenden Glauben präsentiert und weil sein Auftreten die Gefahr eines Aufruhrs in einer ohnehin schon politisch instabilen Situation in sich birgt.
Hier ist für mich auch der Punkt, wo der Film, jenseits aller Theologie, ins heutige Leben übersetzt werden kann:
Wo beginnt heute Verführung, religiös oder politisch motiviert? Wo lassen wir uns verführen?
Ich halte den Film für das Glaubenszeugnis des Mel Gibsons, nicht aber für ein Instrument, das zur Evangelisierung eingesetzt werden kann. Besonders bewusst wurde mir das im Kino. Ich lebe in der Diaspora, lediglich 12 % der Bevölkerung gilt als christlich. Wieviele davon praktizierend sind, weiß ich nicht. Hinter meinem Mann und mir saßen acht Jugendliche (wahrscheinlich gerade mal 16-17 Jahre alt). Die saßen da chips- und popcornessend und hatten Kommentare wie „Boah! Echt geil!“ auf den Lippen. Mit den Rückblenden auf das Leben Jesu konnten diese Jugendlichen mangels religiöser Vorbildung herzlich wenig anfangen. Wen also soll der Film evangelisieren? Die, die bereits an Jesus Christus glauben? Das macht ja wohl kaum Sinn.
Aufgestoßen ist mir daneben auch noch die Darstellung des Jesus in einer der Rückblenden sowie in der Auferstehungsszene:
Die Rückblende, als Jesus einen Tisch schreinert und mit Maria scherzt, empfand ich als entbehrlich, wenn nicht sogar dümmlich. Jesus wirkte dort auf mich etwas dandymäßig, muskelprotzend. Ähnlich merkwürdig berührte mich auch die Auferstehungsszene. Abgesehen von den durch die Nägel verursachten Wundmale erscheint Jesus hier in aller Deutlichkeit sichtbar als strahlender Jüngling. Mir wäre dort eine weniger deutlichere, symbolische Darstellung der Auferstehung lieber gewesen..






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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon J.Tanya » Mo 29. Mär 2004, 12:27

Ich finde gar nicht, dass dies eine Frau ist, und wenn
dann ist sie ziemlich hässlich. :(
Mir scheint das eher ein Zwittermässiges, weder Fisch noch Vogel Wesen zu sein.

Die Effekte? Why not? Wenn wir schon in der Zeit leben, in der man solches kreiiren kann.

Bei der Auferstehungsszene hätte ich ein wenig mehr
Lichtstrahlung erhofft...
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Taube » Mo 29. Mär 2004, 13:01

...gute Gedanken, WeissesLicht. Für mich ist es auch befremdlich gewesen, dass für den Dämon eine Frauenfigur gewählt wurde. Zudem schien mir doch, dass die fremden Quellen (z.B. Emmerichs Privatoffenbarungen) stärker und offensichtlicher benützt wurden, als man es gemäss den allgemeinen Kritiken im Vorfeld des Filmes hätte erwarten können.


Gruss Taube
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 13:04

Hallo

die Zitate belegen, dass die Darstellung des Satans als und durch eine Frau einer langen katholischen Tradition folgt. Das finde ich schlimm.

Nun ja, also ich weiß ja nicht, aber spätestens bei der Geißelung wird klar ersichtlich, dass der Teufel eine Frauengestalt ist. Dort trägt sie ein missgestaltetes Kind.


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 13:11

Original von Corinne
Wesshalb ist das befremdlich? Hättet ihr gemerkt, dass es eine Frau ist? Ich nicht. "Sie" hatte nämlich ein Männerstimme.


hallo Corinne

wenn ich es nicht bemerkt hätte, hätte ich es wohl kaum kritisieren können, oder?
Sie hatte definitiv weibliche Gesichtszüge und zu alledem in einigen Szenen die typisch weibliche Kopfbedeckung. Die Männer imFilm hatten entweder Helme(Römer) oder waren mit einer Kippa oder barhäuptig.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon J.Tanya » Mo 29. Mär 2004, 13:19

Kann ein Mann oder Zwitter oder
nicht auch ein Kind tragen?

Ich hab das Gefühl du versucht da ein bisschen dies so zu sehen, wie du es sehen willst.

was ist die Konsequenz, wenn es eine Frau ist?

So im Sinne von: Die Frauen kriegen immer die schlechten Rollen?
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Caroline » Mo 29. Mär 2004, 13:28

Also mir ist das auch äußerst egal, ob es sich bei dem Darsteller des Satans um eine Frau oder einen Mann handelt.

Außerdem sind Engel doch geschlechtslos, und Satan ist nun mal ein gefallener Engel! Gibson hat doch das ganz gut dargestellt, also eine Frau mit Männerstimme, wie wollt ihr sonst Engel darstellen und nochdazu einen gefallenen?

Ich meine, es geht bei diesem Film auch nicht um darstellerische Leistungen oder wunderbare bis ins kleinste Detail inszinierte Requisiten, sondern um die Leiden unseres Herrn, alles andere sollte doch als Nebensache gesehen werden.

Liebe Grüße

Caroline
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Mär 2004, 13:44

Also ich bin jetzt langsam wirklich gespannt auf den Film. Werde ihn in den nächsten Tagen mal versuchen, in mein Programm zu platzieren... :)
Was mir aber aufzufallen scheint: Dass die jugendlichen ForenteilnehmerInnen viel unvoreingenommener an den Film und seinen Inhalt ran zu gehen scheinen, wie die - na, sagen wir, schon etwas gesetzteren Semester aus dem moderateren Christen-Pool...
cu, wolfi
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 14:21


Hallo

Original von J.Tanya
Kann ein Mann oder Zwitter oder
nicht auch ein Kind tragen?

Ich hab das Gefühl du versucht da ein bisschen dies so zu sehen, wie du es sehen willst.


dasselbe Gefühl habe ich bezüglich deiner Person.
Fakt ist doch, dass die Gestalt des Teufels von einer Frau gespielt wurde. Fakt ist auch, dass diese Gestalt weibliche Gesichtszüge hatte. Fakt ist ebenso, dass sie weiblich gekleidet war.

was ist die Konsequenz, wenn es eine Frau ist?

So im Sinne von: Die Frauen kriegen immer die schlechten Rollen?


nein, sondern wie oben bereits dargelegt: Gibson führt mit der Gestalt des Teufels eine lange katholische Tradition der Diffamierung von Frauen fort, er tradiert ein frauenverachtendes Bild von Frauen.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 14:36

Original von Corinne
Könnte es sein, dass du ein persönliches Problem damit hast, dass Satan von einer Frau (bin immer noch der Meinung, dass "sie" Geschlechtslos ist) gespielt wird?
Ich habe keine Probleme damit.

Liebe Grüsse

Corinne


Corinne, wenn Satan von einer Frau als geschlechtsloses Wesen gespielt würde, dann wäre das nicht zu beanstanden. Ich habe hier aber bereits mehrere Dinge genannt, die aufzeigen, dass die Satansfigur keineswegs geschlechtslos gespielt wird. Zur Wiederholung:

-feminine Gesichtszüge
-weibliche Körperhaltung
-Frauenkleidung

Zum Problem wird eine solche Rollengestaltung dadurch, dass sie in einer jahrhundertelangen Tradition steht. Wie du weißt, gehört Gibson einer Sekte an, die ihre Wurzeln in der rk Kirche hat, nämlich der Holy Family.
Ich habe eher den Eindruck, dass dir die Tragweite solcher Tradierung nicht bewusst ist. HAst du dich schon mal ein wenig mit feministischer Theologie beschäftigt? Hast du dich schon mal mit der Stellung der Frau in der rk Kirche beschäftigt?
Frauen werden selbst in der gegenwärtigen rk Kirche aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert. Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Und in diesem Film wird eine solche Frauendiskriminierung tradiert.
Übrigens weitere Zitate aus dem Katholischen zur Frau (weil vorher ja kam, das müsse dann schon eine hässliche Frau sein):

Das Weib verhält sich zum Mann wie das Unvollkommene und Defekte zum Vollkommenen.
Thomas von Aquin, Theologe (1225-1274)

Die Frau muß das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.
Ambrosius, Kirchenlehrer und Bischof von Mailand (339(?)-397)

Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde."
Thomas von Aquin, katholischer Theologe (1225-1274)

es gibt da leider noch krassere Zitate.
Ich hoffe, du verstehst jetzt, worum es mir geht.

gby

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 14:37

Original von Caroline
Also mir ist das auch äußerst egal, ob es sich bei dem Darsteller des Satans um eine Frau oder einen Mann handelt.

Außerdem sind Engel doch geschlechtslos, und Satan ist nun mal ein gefallener Engel! Gibson hat doch das ganz gut dargestellt, also eine Frau mit Männerstimme, wie wollt ihr sonst Engel darstellen und nochdazu einen gefallenen?

Ich meine, es geht bei diesem Film auch nicht um darstellerische Leistungen oder wunderbare bis ins kleinste Detail inszinierte Requisiten, sondern um die Leiden unseres Herrn, alles andere sollte doch als Nebensache gesehen werden.

Liebe Grüße

Caroline


Hallo Caroline

wenn jemand beansprucht,mit seinem Film die Wahrheit darzustellen, dann muss es schon erlaubt sein, einen solchen Film genauer anzusehen.

gby

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 14:51

Hallo Gast....

das seelische Leiden tritt meines Erachtens in diesem Film durch diese krasse Darstellung der Folter in den Hintergrund. Es wird für mich nur in ganz winzigen Momenten sichtbar, und da muss man dann schon genau hinschauen. Zwei Beispiele:

die Szene, in der Jesus mit Petrus Blickkontakt hat, nachdem dieser in drei Mal verleugnet hat.

Die Szene, in der Maria ihrem Sohn auf dem Kreuzweg, während er unter dem Kreuz am Boden liegt, zuspricht "Ich bin da". Das war für mich nebenbei eine Szene, bei der ich mir überlegt habe, ob Gibson bewusst ist, was er da getan hat. Er lässt hier Maria just die Worte sagen, die Gott Moses im brennenden Dornbusch als seinen NAmen nennt. Wenn man um Gibsons "Katholizizät" bedenkt, dann muss man sich fragen, ob da nicht subtil schnell mal eine "Blitz"vergötterung Mariens stattfindet.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 14:55

Original von Wolfi
Also ich bin jetzt langsam wirklich gespannt auf den Film. Werde ihn in den nächsten Tagen mal versuchen, in mein Programm zu platzieren... :)
Was mir aber aufzufallen scheint: Dass die jugendlichen ForenteilnehmerInnen viel unvoreingenommener an den Film und seinen Inhalt ran zu gehen scheinen, wie die - na, sagen wir, schon etwas gesetzteren Semester aus dem moderateren Christen-Pool...
cu, wolfi


wie soll ich denn das jetzt verstehen?
hast du den Eindruck, dass ich voreingenommen an den Inhalt herangehe?
Das mag in der Weise zutreffen, dass ich beim Sehen dieses Films natürlich die Strömungen innerhalb der rk Theologie etwas genauer im Kopf habe als ein Zuschauer, der nicht der rk Kirche angehört und kein Studium der rk Theologie einschließlich (noch nicht abgeschlossener) intensiver kritischer Auseinandersetzung hinter sich hat.
Ich neige halt nicht dazu, mich voll auf die emotionale Schiene stellen zu lassen. Wobei der Film definitiv ganz massiv damit arbeitet, die Zuschauer emotional zu erfassen.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Faith » Mo 29. Mär 2004, 15:04

nein, sondern wie oben bereits dargelegt: Gibson führt mit der Gestalt des Teufels eine lange katholische Tradition der Diffamierung von Frauen fort, er tradiert ein frauenverachtendes Bild von Frauen.




hm.... und du kannst in Mel Gibsons Gedanken reinschauen oder ? ... Bloß weil er ein Katholik ist, heisst das nochlang nicht, dass er diese Tradition weiter führt. Wenn er ein verachtung gegenüber der Frau hat, dann wäre er mit seiner Frau nicht über 20 Jahre zusammen und sie hätten keine 7 Kinder.

Ich denke auch, dass du zuviel in Dinge reinliest, du steigerst dich da regelrecht rein, vorallem wenn es um die Katholische Tradition geht. Was ich auch sehe ist, ( aber das ist nur meine Meinung ) dass du suptil gegen die Katholische Tradition redest.

Ich habe übrigends das Buch von der Emmerich. Und weist du was ? .... Auch wenn es eine Privatoffenbarung ist, es super Biblisch das Buch und in dem Buch gibt sie Jesus alle Ehre und sonst niemand.

Was mich wirklich ankotzt und zwar in allen Foren, ist die verurteilung der Katholiken und ihren Glauben :( und zwar gerade von der Evangelikalen Seite her, den die Spielen sich auch, als hätten diese die Wahrheit gepachtet und das finde ich mehr als beschämend !!!


Mich wundert es nicht, dass es viele Evangelikale gibt, die Katholisch werden wollen, den dort erleben sie einen Glauben, der für sie erfahrbar wird. Ich kenne einige Evangelikale Christen, die Katholisch geworden sind. Mich wundert mittelerweile nichts mehr.


So nun aber wieder zurück zum Film.

Auch wenn vieles was dort gezeigt wird, nicht im Wort Gottes zu finden ist ( vielleicht haben die Jünger es nicht erwähnt, weil sie es nicht für Notwenig ansahen, den es könnte ja ablenken ) muss es nochlang nicht heißen, dass es so nicht passiert ist.

Was Mel Gibson halt macht, was jeder Filmemacher machen würde, ist Künstlerische Freiheit, die steht jedem zu.

Und das was Judas an der Brücke gesehen hat, war nicht irgentein Ding oder Wesen, was aufgeschreckt worden ist, sondern es war ein Dämon, der Judas in seiner Gewalt hat.


Ich habe es im Kino mit den Jugendlichen anders erlebt, sie waren die typischen Machos, natürlich mit Bier, Chips oder Popcorn.

Als der Film anfing wurde es aufeinmal totenstille, kein: echt geil oder sonstiges, sie blieben bis zum Schluß und als sie den Kinosaal verliesen, war in Ihren Gesicht eine Erschütterung zu sehen, aber auch Nachdenklichkeit.

Diese Jugendlichen konnte ich in der Straßenbahn erleben, bis ich zuhause war und habe nichts negatives feststellen können, sondern sie saßen alle nachdenklich zusammen und haben geredet.

Ich denke, dass Jugendliche unterschiedlich reagieren.

Mein Arbeitskollege, der etwas abgedreht ist, sagte zwar dass der Film brutal war und man sah dass es Ihm etwas mitnahm, aber während dem Film hat er immer etwas dummes von sich gelassen ( das zitiere ich hier jetzt nicht ), aber was anderes habe ich von Ihm auch nicht erwartet ( leider )

Ich habe von Kinobesitzer gehört, dass Menschen heulend aus dem Kino kamen und erschüttert waren. Draussen vor der Tür waren CHristen und haben Bücher verteilt und hatten mit Nichtchristen gute Gespräche gehabt.

Was mir im Kino nach dem Film fehlt und das kritisiere ich, sind Seelsorger, aber Seelsorger die nicht aufdringlich sind, sondern sich zur Verfügung stellen.


Was ich noch zum Schluss sagen möchte ist folgendes:

Auch wenn wir im moment nicht sehen, was mit Nichtchristen passiert nach dem Film, wir können nicht wissen, was in ihren Häusern Nachts passiert, vielleicht fangen sie an die Bibel zu lesen, vielleicht beten sie nach Jahren wieder, vielleicht gehen sie nach Jahren wieder in die Kirche. Wir wissen es einfach nicht, die Früchte werden wir erst dann sehen, wenn Jesus wieder kommt.

Daher denke ich schon, dass der Film das Potential der Evangelisation hat, wenn auch heimlich. Wie schon gesagt, wir wissen nicht was in den Köpfen der Menschen vor sich geht.


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Faith » Mo 29. Mär 2004, 15:10

zusatz:

nicht dass jetzt einer denkt, ich gehe hier gegen WeißesLicht vor oder rede gegen sie. Nein dass will ich nicht !! Ich gebe nur mein Empfinden weiter. SIe hat Ihre Eindrücke gehabt und das schildert sie hier.

Ich gebe auch nur meine Eindrücke weiter, weil ich es anders erlebe.

Das wollte ich mal sagen. Nicht das jemand denkt, ich bäume mich hier gegen sie auf.


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon bigbird » Mo 29. Mär 2004, 15:13

Original von Faith
Das wollte ich mal sagen. Nicht das jemand denkt, ich bäume mich hier gegen sie auf.
Warum eigentlich nicht? Ausserdem geht es ja gar nicht um das WeisseLicht, sondern um den Film, oder sogar um JESUS selber!

bb
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Faith » Mo 29. Mär 2004, 15:18

ich will einfach keinen Streit verursachen. Darum geht es mir.

ABer du hast Recht, es geht um Jesus und das was Er für uns getan hat und daher kann ich den Film uneingeschränkt empfehlen.


vielleicht gehe ich heut abend nochmals in den Film, mal schauen


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 15:35

Lieber Faith

Original von Faith
hm.... und du kannst in Mel Gibsons Gedanken reinschauen oder ?


nein, kann ich nicht. Seine gedankliche Herkunft lässt aber berechtigte Schlüsse bezüglich der Interpretation des Filmes zu

... Bloß weil er ein Katholik ist, heisst das nochlang nicht, dass er diese Tradition weiter führt. Wenn er ein verachtung gegenüber der Frau hat, dann wäre er mit seiner Frau nicht über 20 Jahre zusammen und sie hätten keine 7 Kinder.


ja siehst du, auch hier steht er in einer gut katholischen Tradition. Die Frau ist da, um Kinder zu gebären, nicht mehr und nicht weniger. Fertig.

Ich denke auch, dass du zuviel in Dinge reinliest, du steigerst dich da regelrecht rein, vorallem wenn es um die Katholische Tradition geht. Was ich auch sehe ist, ( aber das ist nur meine Meinung ) dass du suptil gegen die Katholische Tradition redest.


ich rede nicht subtil gegen bestimmte katholische Traditionen, sondern ganz offen. und as obowhl ich selbst katholische Christin bin.

Auch wenn vieles was dort gezeigt wird, nicht im Wort Gottes zu finden ist ( vielleicht haben die Jünger es nicht erwähnt, weil sie es nicht für Notwenig ansahen, den es könnte ja ablenken ) muss es nochlang nicht heißen, dass es so nicht passiert ist.


richtig. Es heißt dann aber auch nicht, dass es si war, sondern all das befindet sich im Bereich der Mutmaßungen.

Was Mel Gibson halt macht, was jeder Filmemacher machen würde, ist Künstlerische Freiheit, die steht jedem zu.


du, ich bin Autorin, ich maße mir aber nicht an, dass meine Texte die Wahrheit sind. Künstlerische Freiheit ist durchaus möglich, dann muss man sich aber auch eingestehen, dass man hierkünstlerisch frei gehandelt hat. Gibson aber beansprucht, DIE Wahrheit verfilmt zu haben

Und das was Judas an der Brücke gesehen hat, war nicht irgentein Ding oder Wesen, was aufgeschreckt worden ist, sondern es war ein Dämon, der Judas in seiner Gewalt hat.


Und? Was soll das?

Was mir im Kino nach dem Film fehlt und das kritisiere ich, sind Seelsorger, aber Seelsorger die nicht aufdringlich sind, sondern sich zur Verfügung stellen.


mag sein, dass das bei dir eine andere Situation ist. Bei uns braucht es das nicht. Wie gesagt, christliche Diaspora und wenig Gespür für Religiöses...

Tja Faith, und weil wir nicht wissen, welche Wirkungsgeschichte dieser Film tatsächlich haben wird, sollten wir ihn nicht so hochjubeln, als sei er ein von Gott evrfasstes Evangelium.

gby

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 15:36

Original von Faith
zusatz:

nicht dass jetzt einer denkt, ich gehe hier gegen WeißesLicht vor oder rede gegen sie. Nein dass will ich nicht !! Ich gebe nur mein Empfinden weiter. SIe hat Ihre Eindrücke gehabt und das schildert sie hier.

Ich gebe auch nur meine Eindrücke weiter, weil ich es anders erlebe.

Das wollte ich mal sagen. Nicht das jemand denkt, ich bäume mich hier gegen sie auf.


Faith


das war wirklich nicht nötig zu sagen. Man hat deinem Kommetar deutlich angemerkt, dass es dir um einen echten Dialog ging. :)

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 15:38

Original von bigbird
Original von Faith
Das wollte ich mal sagen. Nicht das jemand denkt, ich bäume mich hier gegen sie auf.
Warum eigentlich nicht?



wieso sollte er das tun? Es geht hier doch nicht um einen Kampf, sondern um Gedankenaustausch.
Hälst du mich etwa für eine Gefahr, gegen die man sich aufbäumen muss?


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon bigbird » Mo 29. Mär 2004, 15:40

weil wir nicht wissen, welche Wirkungsgeschichte dieser Film tatsächlich haben wird, sollten wir ihn nicht so hochjubeln, als sei er ein von Gott evrfasstes Evangelium.
Aber zerreissen, das darf man ... ?

bb
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 15:46

Original von bigbird
weil wir nicht wissen, welche Wirkungsgeschichte dieser Film tatsächlich haben wird, sollten wir ihn nicht so hochjubeln, als sei er ein von Gott evrfasstes Evangelium.
Aber zerreissen, das darf man ... ?

bb


Wenn du meinen allerersten Beitrag in diesem Thread aufmerksam liest, dann dürftest du eigentlich feststellen können, dass ich ihn keineswegs zerreiße, sondern kritisch kommentiere. Hierbei habe ich zum Beispiel auch geschrieben, dass ich den mehrfach gemachten Vorwurf, dass der Film antisemitisch sei, für nicht haltbar halte.
Ausserdem habe ich auch benannt, wo der Film meines Erachtens lehrreich sein könnte, nämlich dort, wo wir das dort Geschehene jenseits aller theologie in unserem heutigen Leben verorten. Bedauerlicherweise ist darauf in den Kommentaren bisher noch niemand eingegangen, auch du nicht.
Dabei wäre es das, was mir sehr lohnenswert erschiene, wenn wir uns darüber Gedanken machen würden, wo wir heute in der Gefahr stehen, religiös motiviert gegen einen Menschen zu hetzen, ja sogar seine Tötung für gerechtfertigt zu halten.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Günter » Mo 29. Mär 2004, 18:28

Original von WeißesLicht
Original von bigbird
weil wir nicht wissen, welche Wirkungsgeschichte dieser Film tatsächlich haben wird, sollten wir ihn nicht so hochjubeln, als sei er ein von Gott evrfasstes Evangelium.
Aber zerreissen, das darf man ... ?

bb

Wenn du meinen allerersten Beitrag in diesem Thread aufmerksam liest, dann dürftest du eigentlich feststellen können, dass ich ihn keineswegs zerreiße, sondern kritisch kommentiere.

Hallo Angelika,
natürlich zerreißt Du den Film - und das in der Dir ganz eigenen Art!

Sicherlich wurde der Film von einigen bis zum ?geht nicht mehr? unkritisch hochgejubelt, auch das ist mir bekannt. Andererseits aber stellt Dein Posting ?Meine Gedanken nach dem Kino? dieses alles mehr als in den Schatten. Das ist einseitige Hetze pur!

(Noch schlimmer polemisierst Du jetzt gegen diesen Film in einigen zusätzlichen Postingss in Deinem eigenen Forum Christliches Forum für offenen Dialog)

Natürlich, Du hast auch noch ein paar gute Worte für den Film:

Nämlich, dass der Film nicht antisemitsich ist. Nachdem das jetzt aber sowieso schon alle wissen, schreibst auch Du das. Damit die nächsten Vorwürfe dann um so bessser sitzen! Bei uns im Forum konntest Du das Wort "Antisemitismus" noch vor wenigen Wochen nicht oft genug zitieren, wenn Du zum Gibson-Film schriebst!

Deine Argumentationsweise ist im letzten Satz Deines Eingangspostings sehr gut erkennbar:
[color=darkblue]
Original von WeißesLicht:
Ähnlich merkwürdig berührte mich auch die Auferstehungsszene. Abgesehen von den durch die Nägel verursachten Wundmale erscheint Jesus hier in aller Deutlichkeit sichtbar als strahlender Jüngling. Mir wäre dort eine weniger deutlichere, symbolische Darstellung der Auferstehung lieber gewesen..


Du kritisierst dort die Darstellung eines biblisch mehrfach überlieferten Berichtes! Klar, Du argumentierst, wie immer, sehr geschickt, indem Du Deine harten Kritikpunkt mit "merkwürdig berührte mich" und "Mir wäre dort ... lieber gewesen.." umschreibst.

Aber ich frage mich wirklich, weshalb Dir denn eine falsche Darstellung der Auferstehung lieber gewesen wäre:

"Abgesehen von den durch die Nägel verursachten Wundmale erscheint Jesus hier in aller Deutlichkeit sichtbar als strahlender Jüngling. Mir wäre dort eine weniger deutlichere, symbolische Darstellung der Auferstehung lieber gewesen.."

Einerseits kritisierst Du weiter oben, dass Gibson zusätzliche Quellen eingearbeitet haben soll, und hier schreibst Du nun, dass es Dir lieber gewesen wäre, wenn im Film der biblische Bericht verfälscht worden wäre. Was denn nun?

Liebe Grüße
Günter
[/color]
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Koinonia » Mo 29. Mär 2004, 19:34

Was wäre, wenn ein Mann den Teufel gespielt hätte?? Wäre das denn nicht auch eine "Beleidigung" (es ist schwer, das auszurücken) gegenüber den Männern?? Wieso muss Satan von einem Mann gespielt werden?

Für mich war das Wesen eindeutig geschlechtsneutral. Das Ding hatte weder Augenbrauen noch Haare und ich habe auch keine weibliche Haltung erkennen können, geschweige denn weibliche Körperformen, bei dem Umhang! Für mich war das auch keine feminine Kleidung! Und die Stimme war zu tief!

Ausserdem finde ich auch, dass ansonsten die Frauen ja durchwegs besser weggekommen sind als die brutalen Männer in dem Film!

Finde das ein bisschen weit hergeholt. Ausserdem werden sich wohl die wenigsten Kinobesucher darüber Gedanken machen und sagen: "Ah, logisch, dass Satan von einer Frau gespielt wird, die sind ja so böse!"

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon racoon » Mo 29. Mär 2004, 19:49

Original von WeißesLicht

ja siehst du, auch hier steht er in einer gut katholischen Tradition. Die Frau ist da, um Kinder zu gebären, nicht mehr und nicht weniger. Fertig.



cool du kennst die familie gibson also persönlich und weisst, welche rolle die frau in der familie hat und wie sehr mel seine frau liebt(oder eben auch nicht).
benutze das klopapier beidseitig
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 20:08

Original von Corinne
Ok, du hast meine Frage beantwortet.

Und nein, ich befasse mich nicht mit den Frauen in der Theologie. Ich fühle mich als Frau voll akzeptiert, von Männern und das Wichtigste: von Gott!!!

Es tut mir leid für dich, wenn du dir über solches den Kopf zerbrechen musst.

PS: Studierst du das eigentlich?

Liebe Grüsse


Liebe Corinne,

den Kopf zerbreche ich mir Gott sei Dank dabei nicht. :)
Nu ja, ich fühle mich nicht voll akzeptiert, wenn ich allein wegen meines Geschlechtes bestimmte Tätigkeiten nicht ausüben darf.
Ich habe ein Studium hinter mir und beschäftige mich mittlerweile aus privatem Interesse mit verschiedenen theologischen Strömungen.

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Divine » Mo 29. Mär 2004, 20:10

Möchte hier auch noch meine Meinung zum Teufel abgeben. Ich wusste ja vor meinem Kinobesuch, dass in diesem Forum heftig über das Geschlecht des Teufels diskutiert wurde. Deshalb schenkte ich diesem Wesen auch besondere Aufmerksamkeit. Meiner Meinung nach haben sie das mit den Effekten so gut hingekriegt, dass ich wirklich nicht sagen kann, ob das Wesen männlich oder weiblich war. Rein vom Gesicht her schwankte ich immer wieder zwischen den beiden Möglichkeiten. Durch die tiefe Stimme und gewisse Gesichtsausdrücke wirkte die Gestalt ganz klar männlich, in der Szene, in der Jesus ausgepeitscht wird, trägt sie aber ein Kind auf den Armen, wodurch die Gestalt wiederum weiblich wirkt.

Mir hat die Szene mit den Kindern gar nicht gefallen :(

Und noch eine Frage. Jesus sagt am Kreuz immer wieder: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Als aber einer der Verbrecher etwas gegen Jesus sagt, hackt ihm eine Krähe die Augen aus. Warum vergab der Herr ihm nicht?
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 20:24

Lieber Günter

Original von Günter

Deine Argumentationsweise ist im letzten Satz Deines Eingangspostings sehr gut erkennbar:
Original von WeißesLicht:
Ähnlich merkwürdig berührte mich auch die Auferstehungsszene. Abgesehen von den durch die Nägel verursachten Wundmale erscheint Jesus hier in aller Deutlichkeit sichtbar als strahlender Jüngling. Mir wäre dort eine weniger deutlichere, symbolische Darstellung der Auferstehung lieber gewesen..


Du kritisierst dort die Darstellung eines biblisch mehrfach überlieferten Berichtes!


wo steht denn in der Bibel, dass Jesus als strahlender Jüngling auferstanden wäre?
Im MArkusevangelium wird den Frauen "nur" von einem Jüngling, der sie zum Entsetzen bringt, erklärt, dass Jesus auferstanden sei. Auch im Matthäusevangelium übrbringt diese Nachricht lediglich ein Engel, ähnlich auch bei Lukas.
In der Bibel ist im Johanesevangeliumdavon berichtet, dass Maria Magdalena Jesus erst einmal gar nicht erkannte (Joh 20,14). Na denn Gibson´schen Auferstandenen hätte Maria Magdalena aber auf Anhieb erkannt. ;)
Würdest du nun freundlicherweise deine Anschuldigung mir gegenüber zurücknehmen?


Aber ich frage mich wirklich, weshalb Dir denn eine falsche Darstellung der Auferstehung lieber gewesen wäre:


mir wäre eine falsche Darstellung lieber gewesen? Sorry, die Darstellung von Gibson, in der Jesus Christus klar und deutlich als Jesus von Nazareth erkennbar ist, ist eine falsche Darstellung. Der biblische Befund lässt meines Erachtens gerade den Schluss zu, dass der Auferstandene nicht abgesehen von den Wundmalen das nahezu gleiche Aussehen hatte wie vor der Auferstehung und seinem Leidensweg. Auch die Emmausjünger erkennen ihren Herrn erst am Brotbrechen.



Einerseits kritisierst Du weiter oben, dass Gibson zusätzliche Quellen eingearbeitet haben soll, und hier schreibst Du nun, dass es Dir lieber gewesen wäre, wenn im Film der biblische Bericht verfälscht worden wäre. Was denn nun?



siehe oben. mach dich nicht lächerlich mit der Behauptung, dass mir im Film eine VErfälschung der biblischen Berichte lieber gewesen wäre.

gby

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 20:28

hallo Koinonia

Original von Koinonia
Was wäre, wenn ein Mann den Teufel gespielt hätte?? Wäre das denn nicht auch eine "Beleidigung" (es ist schwer, das auszurücken) gegenüber den Männern??
Wieso muss Satan von einem Mann gespielt werden?

Für mich war das Wesen eindeutig geschlechtsneutral.


Für mich nicht.
Wenn ich es als geschlechtsneutral gespielt betrachten würde, dann würde ich es nicht kritisieren. Es geht auch nicht darum, ob der Schauspieler männlich oder weiblich war, sondern darum, ob die Teufelsgestalt männlich oder weiblich aussah. Für mich, und nicht nur für mich sah sie eindeutig weiblich aus. Aber egal, so unterschiedlich können eben Sichtweisen sein


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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 20:31

hallo

Original von Divine

Und noch eine Frage. Jesus sagt am Kreuz immer wieder: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Als aber einer der Verbrecher etwas gegen Jesus sagt, hackt ihm eine Krähe die Augen aus. Warum vergab der Herr ihm nicht?



Puuuh...du stellst Fragen...... :(
Ich weiß es nicht....blieb Jesus unerhört? :?

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon racoon » Mo 29. Mär 2004, 20:35

Original von Divine
Und noch eine Frage. Jesus sagt am Kreuz immer wieder: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Als aber einer der Verbrecher etwas gegen Jesus sagt, hackt ihm eine Krähe die Augen aus. Warum vergab der Herr ihm nicht?


wobei zu beachten ist, dass diese krähe von mel gibson und nicht aus der bibel stammt
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon WeißesLicht » Mo 29. Mär 2004, 20:41

Original von racoon
Original von Divine
Und noch eine Frage. Jesus sagt am Kreuz immer wieder: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Als aber einer der Verbrecher etwas gegen Jesus sagt, hackt ihm eine Krähe die Augen aus. Warum vergab der Herr ihm nicht?


wobei zu beachten ist, dass diese krähe von mel gibson und nicht aus der bibel stammt



:shock:

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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon Yehudit » Mo 29. Mär 2004, 20:45

Original von WeißesLicht
hallo

Original von Divine

Und noch eine Frage. Jesus sagt am Kreuz immer wieder: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Als aber einer der Verbrecher etwas gegen Jesus sagt, hackt ihm eine Krähe die Augen aus. Warum vergab der Herr ihm nicht?



Puuuh...du stellst Fragen...... :(
Ich weiß es nicht....blieb Jesus unerhört? :?
Die Aussage von wegen vergib ihnen war an diejenigen gerichtet, die Jesus am Kreuz sehen wollten und ihn ans Kreuz geschlagen haben.

Zudem war es ja auch nötig, dass Jesus diesen Qualvollen Tod starb, für uns alle. Ohne dies wären wir Menschen wohl alle verloren.

Hätte dieser Satz auch für den anderen Verbrecher gegolten, so hätte er für die ganze Menschheit gegolten und somit wäre das ganze Leiden von mir aus gesehen absolut sinnlos gewesen.

Doch durch die Vergebung in diesem Fall ist wohl keiner erlöst worden. Jeder musste selber einsehen und annehmen, dass Jesus wirklich Gottes Sohn, der erwartet Messias ist, wie es heute noch ist.

Vielleicht tönt das jetzt ein bisschen chaotisch, abaer ich hoffe, ihr versteht trotzdem, was ich damit sagen möchte.

Grüessli Yehudit
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Re: Meine Gedanken nach dem Kino

Beitragvon sunneblueme » Mo 29. Mär 2004, 20:45

Hallo zusammen

So, ich möchte doch auch noch etwas dazu schreiben. Ich war am Samstag nach dem Hin- und Hergerissen ob ich gehen soll oder nicht gegangen. Wir hatten eine Spezialvorstellung, die von der Vineyard in Aarau aufgegleist wurde, mit anschliessender Diskussion, an der ich aber nicht teilnahm, da mir das Ganze sehr nahe ging.

Also, ich finde die eine oder andere Szene im Film auch sehr «brutal» oder wie man dem auch immer sagen will. Mir geht vorallem das eine «Werkzeug» mit dem Jesus im Hof geschlagen wurde nicht mehr aus dem Kopf. Es ist das, das im Tisch hängen geblieben ist. Mir ist in diesem Film einfach ganz tief klar geworden, welche Leiden Jesus für mich durchlitten hat. Da musste ich einfach staunen. Es ist doch egal, wie stark Jesus geschlagen wurde oder nicht, es ist einfach ein wahnsinn. Ich habe vorallem auf das Augenmerk gelegt und das ging mir mega tief ins Herz. Mir sind auch immer wieder Tränen in die Augen geschossen, weil es mich so tief berührt hat.

Nun noch zu Eurer Frage wegen dem Teufel. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich am Anfang oder auch bis fast ans Ende nicht kapiert habe, wer das sein soll wirklich, okay, geahnt schon, aber nicht wirklich im Bewusstsein. Auch der Regentropfen am Ende oder das Wasser, das aus Jesus strömt nach der Kreuzigung. Ich bin wirklich froh, dass ihr das hier geschrieben habt und so mir auch etwas Nachhhilfe gegeben habt.

Nun wegen dem Empfehlen. Also ich sage, er ist sehr brutal, er kann sehr tief gehen, aber auch sehr abschreckend. Ich erzähle nur selten von Szenen, den ich denke, das ist jetzt wirklich ein Film, den muss man selber sehen und seine eigene Meinung machen und nicht das Geschriebene beurteilen.

So viel zu meiner Empfindung.

Bhüet Üch Gott
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