Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon Scardanelli » Mi 24. Mär 2004, 11:02

Ich bin davon überzeugt, dass es ein qualvoller und brutaler Leidensweg gewesen seien muss, den Jesus gehen musste und doch kann ich nicht beurteilen, ob es sich hier um eine realistische Darstellung handelt.
Geißelungen mit anschließenden Kreuzigung waren damals wohl möglich und dies ist sicher qualvoll und brutal. Fiktiv wird das Ganze aber ab dem Punkt, wo nicht mehr nachvollzogen werden kann, wie ein Mensch nach einer massiven Geißelung noch sitzen, geschweige denn laufen kann und dann auch noch ein Kreuz schleppen muss, welches unsereiner kaum bei bester Gesundheit von der Stelle bewegen könnte.
Gibson hat es wohl eher geschafft, nach minutenlanger Geißelung, einem offensichtlichen Blutverlust im Literbereich und einem Körper als einer einzigen Wunde, der Passion Jesu jede Glaubwürdigkeit zu nehmen, es sei denn, man kalkuliert, dass Jesus hier Kräfte wie bei Herkules zur Verfügung standen, denn selbst ein Samson hätte hier vorzeitig schlapp gemacht. Jesus als Mensch hätte nach dieser Geißelung tot sein müssen und weil dies so ist und dieser eigentlich tote Jesus immer noch weiterläuft, wie es in Zeichentrickfilmen so vorkommt, verliert man als Erwachsener eben jedes weitere Interesse an der noch folgenden Darstellung und beginnt dann an abwegige Dinge zu Denken, wie beispielsweise an die Nöte des Maskenbildners.
Nach diesem Film sind einige Menschen wahrscheinlich erst einmal reif für die Seelsorge oder auch eine Therapie
Nicht nur dieser Film, auch die Evangelien gehen von der Seelsorge aus und nicht von den historischen Gegebenheiten z. Zt. Jesu.
Warum schreien alle Juden, „kreuzige ihn“? Es sind die Nöte, die in die Seelsorge treiben, nach denen alle Beteiligten in diesem Epos konstruiert werden, als habe es sich hier allein um religiöse und keineswegs um materielle Gründe gehandelt, die zu dem Ausruf, „kreuzige ihn“ geführt haben.
Warum schreien aber alle Juden, „kreuzige ihn“? Ist bei diesem Ausruf wirklich ein einziges Motiv ausschlaggebend? Es gab aber z. Zt. eine Menge unterschiedlicher Interessen unter den Juden, gemäß der gesellschaftlichen Stellungen, in denen sie sich befunden haben. Es gab die Oberschicht, eine Mittelschicht, bis zu kleinen Handwerkern hinab und eine große Masse an Bevölkerung, die dem Lumpenproletariat zuzuschlagen waren und nicht zu vergessen die Interessen Roms. Hier ein Interesse, „einer“ Volkesstimme auszumachen, die wie ein Mann ruft, „kreuzige ihn“, entbehrt jeder Wahrscheinlichkeit und historischer Einbindung.
Die Pharisäer haben in scharfer Konkurrenz zu den Sadduzäern gestanden und zum Lumpenproletariat mit Verachtung herabgeschaut. Rabbi Jochanan, ein Pharisäer sagte über diese Bevölkerungsschicht: „Einen Menschen aus dem gemeinen Volk darf man wie einen Fisch zerreißen.“ Rabbi Chija lehrt: „Größer ist der Hass der Leute aus dem gemeinen Volk gegen einen Schriftgelehrten, als der Hass der weltlichen Völker gegen Israel“.
Wenn Jesus der Messias in den Augen einer Bevölkerungsschicht war, dann in denen des Lumpenproletariats und diese hätten nie und nimmer in Eintracht mit den Sadduzäern gerufen, „kreuzige ihn“. Sie wären den Sadduzäern eher an die Gurgel gegangen und hätten allen Pharisäern die Ohren abgeschlagen.
Die Szene der Juden, in der Anklage Jesu vor Pilatus, ist selbst entrückt, entrückt der Spannungen die unter den Juden tatsächlich geherrscht hat.
Dies heißt dann nichts weiter, als dass Jesus aus politischen und nicht aus religiösen Gründen hingerichtet wurde.
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon J.Tanya » Do 25. Mär 2004, 10:06

Ich kann mir schon vorstellen, dass es in etwa so brutal war.
Und wenn auch nicht ganz so krass, es bleibt brutal.
Die Menschen richteten ihren eigenen Schöper hin.
Eigentlich eine unglaubliche Blasphemie.
Schlimmer gehts gar nicht!
Zeigt doch grad wie Sündhaft und rebellisch der Mensch
gegen Gott ist.
Ich selber bin nochl letzte Woche selber auf die Medienpropaganda reingefallen. Dabei dachte ich, ich sei immun gegen die Mediale Manipulation.

Denkste!

Ich hatte Mel Gibson sogar schon vor-ver-ur-teilt!

Doch dann kam ich zur Be-Sinn-ung:

Prüfet alles und das Gute behält!

Gesagt getan.
Ich konnte sogar auch zwei andere überzeugen, mit zu kommen und werde nun massiv werben in meinem Umfeld.

Denn: Die selben Medien die uns täglich unzählbare Gewaltszenen ins Haus schicken, warnen uns nun plötzlich,
man solle diesen Film nicht anschauen, er sei zu brutal und entspräche nicht der Lehre Jesu.

Das allein ist schon verdächtig. Denn meistens fährt man recht gut, wenn man mal sicher nicht das macht, was einem die Medien einschwätzen...

Ich habs nicht bereut, Herzversagen hatte ich auch nicht, zum Therapeut muss ich auch nicht...

Es wurde mir jedoch so richtig deftig klar, wie dieser sonst in 2min dargestellte Kreuzweg gewesen sein musste.

das war kein romantischer Abendspaziergang nach Golgatha,dass weiss ich spätestens Jetzt.

Lamm Gottes du nahmst hinweg die Sünden der Welt...
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon Shadow » Do 25. Mär 2004, 10:28

J.Tanya: Kein Wort des Ausgangsposts verstanden, stimmt´s? *****, ich hab Tränen in den Augen und du plapperst irgendwelchen ***** von Medien und wie toll du Werbung für den Film machst. Mir kommt´s Kotzen.
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon J.Tanya » Do 25. Mär 2004, 10:34

Original von Shadow
*****, ich hab Tränen in den Augen und du plapperst irgendwelchen ***** von Medien und wie toll du Werbung für den Film machst. Mir kommt´s Kotzen.


Aber bitte nicht in dieses Forum... :shock:

Hast du denn diesen Film gesehen?
Warscheinlich nicht, wenn du schon wegen meinen Zeilen
weinen musst... :cry:
Du wärst wohl ein Kandidat, der an Herzversagen stirbt. :shock:
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon gingko » Do 25. Mär 2004, 10:44

So leicht kommt Shadow nicht unter die Erde.
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon Shadow » Do 25. Mär 2004, 10:45

Was ist deine Schwäche? Deutsch oder allgemein Logik? Dein Post bringt mich käumlich zum heulen, ich spreche vom Inhalt des Ausgangspostings. Was mich rasend macht ist, dass Leute wie die den Inhalt und die Tiefe geflissentlich ignorieren, sich das Nebensächlichste aus dem Post herauspicken und das dann gross herumpoltern.

Es ist im Prinzip Furzegal, ob ich den Film gesehen haben, denn der wirklich wichtige Teil des Postings steht für sich komplett unabhängig vom Film.
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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon WeißesLicht » Do 25. Mär 2004, 12:16

Hallo Gast,

danke für deinen Beitrag. Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich in deinem Beitrag die meines Erachtens wesentlichen Aussagen fett markiere. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das nötig ist....

Original von Gast
Diesen Beitrag habe ich eigentlich auf der Seite www.passion-christi.com veröffentlicht, so dass sich Stellen mit Bezug auf andere Beiträge auch auf Beiträge auf eben dieser Seite beziehen.
Dennoch möchte ich diesen Beitrag auch hier veröffentlichen, da ich glaube, dass zu dieser ganzen Thematik ein möglichst weitreichender Austausch wünschenswert ist.

Ich muss gestehen, dass ich vor lauter Eindrücken, die ich heute gewonnen habe gar nicht weiß, wie ich diesen Beitrag eigentlich anfangen soll.

Am gestrigen Nachmittag habe nun also auch ich "Die Passion" im Kino gesehen.

Und selten habe ich eines Filmes wegen so gelitten, Abscheu empfunden, mich gefürchtet und aus tiefstem Herzen geweint. Auch stürzen mich selten Filme in einen solch großen Konflikt mit mir selbst oder schaffen auch "nur" eine Verwirrung dieser Art.

Zeigt der Film "die Passion Jesus Christus" in realistischer Weise?
Übertreibt er und nutzt Stilmittel, die fragwürdig sind?
Rechtfertigt der Gedanke daran, etwas verdeutlichen zu wollen, dass man die Menschen so herausfordert?

Ich weiß es nicht!
Und wer von uns darf sich darüber tatsächlich ein Urteil erlauben?

Ich bin davon überzeugt, dass es ein qualvoller und brutaler Leidensweg gewesen seien muss, den Jesus gehen musste und doch kann ich nicht beurteilen, ob es sich hier um eine realistische Darstellung handelt.
Denn selbst wenn wir annehmen, dass die Bibel in ihrer ursprünglichen Form direkt von Gott kommt - so gibt es doch auch schon in ihrer "Originalausgabe" (so wir die alten Texte mal umgangssprachlich so nennen wollen) schon vier Versionen - die vier Evangelien.

Betrachtet man dann, dass diese Originalausgabe in den letzten 2000 Jahren abgeschrieben, übersetzt und interpretiert wurde, so bezweifle ich, dass man von der originalgetreuen Verfilmung als solcher reden kann.

Vielleicht reden wir also nicht so viel über die Originaltreue von Handlung und Text und sehen uns lieber einmal die Reaktionen, die dieser Film in uns auslöst genauer an und betrachten dabei zusätzlich, inwieweit wir Bezugspunkte zum Hier und Jetzt erkennen können.

Allein in diesem Forum finden sich einige Absolutismen und Superlative:
realistische Darstellung - so ist es gewesen; absoluter Hammer; ohne Rückblicke nicht zu ertragen; Film drängt den sündigen Christ zur Buße, ein falsches Verständnis muss vermieden werden, Ohnmacht während der Vorstellung etc.

Gemessen an was ist der Film realistisch?

Ist es wirklich SO gewesen?

Was macht so viel Gewalt und Brutalität zu einem Hammer? Hoffentlich nicht allein die Tatsache, dass Menschen in Ohnmacht fallen?

Sollten uns die Rückblicke nicht vielleicht eher die Möglichkeit geben, diese Grausamkeit als letzte Station Jesus Reise, in sein Leben und Wirken einordnen zu können? Und so doch noch irgendwie die eigentlichen Kernaussagen seiner Lehre und Botschaft in diesem Gemetzel unterbringen zu können?

Und warum sollte mich dieser Film zur Buße drängen? Hat nicht ein jeder von uns - auch ohne diesen Film - täglich mit seinen Sünden zu ringen? Und gilt dies nicht auch für die Nicht-Christen unter uns?

Und was heißt denn da überhaupt falsches Verständnis erlangen?
Nach diesem Film sind einige Menschen wahrscheinlich erst einmal reif für die Seelsorge oder auch eine Therapie - zumindest wenn ich mir meine eigene Reaktion und die einiger Kinobesucher heute so ansehe. Um ihr Verständnis mache ich mir erst in zweiter Linie Sorgen.

Und auch hier kann ich nur wieder fragen, WER von uns MENSCHEN hat denn nun bitte das eine wahre Verständnis und ist dann auch noch in der Lage, dieses zu vermitteln?
Etwa derjenige, der die Bibel zitieren kann?
Derjenige, der theologisch aktiv oder sogar beruflich tätig ist?
Und was ist mir jenen, die Gott schlicht erfahren?

Ich persönlich habe nach dem Film heute ein Seelsorgegespräch wahrgenommen - es ging mir zunächst einfach zu schlecht.

Was ich vorgefunden habe waren Aussagen, die mich am Menschen und der Kirche mit ihren Lehren und Wahrheiten einmal mehr haben zweifeln lassen - zumindest wenn ich nicht an Gott und seiner unerschöpflichen Liebe zu allem Sein zweifeln und in diesem Punkt meinen Glauben aufgeben möchte.

Ich vermisse in all den Reaktionen auf den Film - hier wie in den Medien oder im Gespräch - eine Bezugnahme zu der Welt in die wir alle leben. Dazu was Werte, Religion, Güte, Wohlwollen und Nächstenliebe heute für einen jeden von uns - also auch die Nicht-Christen - bedeuten.

Ja sieht denn keiner wie nah die Welt daran ist, Menschen einmal mehr aufgrund ihrer Überzeugungen und ihres Glaubens kollektiv zu verurteilen?
Da diskriminieren Israelis die Palästinenser, Terror ängstigt im Namen von Religionen all jene, die durch Medien oder am eigenen Leibe davon etwas mitbekommen, ganze Nationen ziehen angeführt von einem Hetzer gegen die "Achse des Bösen" in den Krieg und machen Stimmung gegen all jene, die ihre Werte und Vorstellungen ablehnen.

Habt ihr den nicht gesehen - eben gerade auch in diesem Film - wie schnell einzelne, solange sie ihre Interessen schützen wollen und nur laut genug schreien, eine zuvor unbeteiligte Gruppe zum Mobb machen können, der im Falle Jesus gegen einen Menschen, der doch nur von seiner Lehre gesprochen hat Gewalt übt und auch dann noch zuschlägt wenn das Opfer schon am Boden liegt?

In mir löst diese Perspektive - die Tatsache wie schnell der Mensch bereit ist, ganz dynamisch und durchaus unbürokratisch Gewalt auszuüben - besondere Angst aus.

Wenn ich sehe mit welchem Argwohn auch in diesem Land Moslems von manchen sonst so frommen Christen beäugt werden, mit welcher Abscheu auch Christen - die sich diesbezüglich keiner Schuld bewusst zu seien scheinen - trotz all der gepredigten Nächstenliebe an dem Elend in ihrer eigenen Strasse vorbeigehen und zwar für Kinder in Ländern, deren Namen sie sich nicht mal merken können spenden, den Obdachlosen vor ihrer Tür aber auch bei Minusgraden nicht in ihren Hausflur lassen selbst wenn er so erfriert - so verzweifele ich fast daran wie wenig lernfähig und vernunftbegabt mir der Mensch in seiner Entwicklung erscheint.

Wo sind all jene, die sich urplötzlich eines Filmes wegen zu Experten in Sachen Jesus, Christentum und seiner Lehre ernannt haben im wahren Leben - in unserer REALITÄT?


Da wird erklärt, ausgelegt und debattiert wer nun wann warum und wie genau für wen gelitten hat.
Wer wessen Sünden trägt, was Buße bedeutet und wer was wie versteht.

Besonders interessant war die heutige Aussage im Rahmen der Seelsorge, dass nur der die Kluft zwischen Menschen und Gott überwinden kann, der sich bewusst für Jesus als den Weg entscheidet.

Sind also alle Menschen, die ein gottgefälliges Leben in ihren Taten und ihrem Herz und ihrer Seele leben und sich durch das Erfahren Gottes hierfür bewusst entschieden haben, aber es leider nicht mit Jesus als Auslöser benennen können - weil sie leider noch nie von ihm gehört oder für sich einen anderen Zugang zu Gott gefunden haben - für immer und seit Jahrhunderten von Gott getrennt?

Was für ein Gott soll das seien, der den Menschen nur einen einzigen, wahrhaftigen Zugang zu ihm ermöglicht und dann nicht so fair ist, diesen auch allen Menschen in gleicher Weise zu ermöglichen, indem er alle an dieser Information teilhaben lässt.

Ich persönlich finde es zutiefst anmaßend, wenn ein MENSCH - und wie klein sind wir doch - meint, er hätte den einen wahren Weg gefunden, könnte die Bibel verstehen, ganz so als ließe sie keinen Raum für Interpretationen und Aussagen tätigt, die andere Menschen ein- oder ausschließen.


Der Gott, an den ich glaube und den ich auch nach dem Sehen dieses Films noch für mich erkenne und erfahre, ist ein liebender und gütiger Gott, der es jedem Menschen ermöglicht, ihn zu finden - auch wenn er ihn nur erfährt ohne ihn oder seinen Sohn benennen zu können.

Es gibt für mich nicht die Christen, die erlöst werden und alle anderen, die fehlgeleitet sind. Vielmehr gibt es MENSCHEN (durchaus in verschiedenen Religionen beheimatet), die Gott gefunden haben und sich bewusst darum bemühen nach seinem Vorbild zu leben und jene, die - in welcher Religion auch immer oder ganz ohne - fehlgeleitet sind oder bewusst einen anderen Weg wählen.

Ich danke Gott für Jesus, der die Welt gelehrt hat was die Liebe zu seinem Nächsten, zu jedem Menschen und jedem Seien bedeutet. Auch danke ich dafür, dass Gott sich mir in meinem Leben immer wieder offenbart hat.

Was diesen Film nun abschließend angeht - ich glaube nicht anders nur weil Jesus gelitten hat, noch weil mir dies nun noch bewusster geworden ist - seine Lehren, nach welchen ich zu leben versuche hat er verbreitet bevor er leiden musste und sie hätten hoffentlich auch ohne so viel Leid ihren Weg in die Herzen und Seelen der Menschen gefunden und so die Welt nachhaltig verändert.

Was mir der Film jedoch schmerzlich bewusst gemacht hat, ist die Erkenntnis, in welch großer Gefahr sich ALLE MENSCHEN befinden und welche traurige Rolle die verschiedenen Weltreligionen und die Werte, die man mit ihnen in Verbindung bringt in diesem Zusammenhang spielen

Ich bete zu Gott - und hoffe, dass sich möglichst viele Menschen anschließen mögen - um Frieden unter den Menschen.
Darum, dass wir alle lernen einander anzunehmen und nicht auf Erden bereits ein Urteil über jene zu fällen, die anders sind als wir.
Es steht uns schlicht nicht zu - fragt man einen Nicht-Christen, so sind nämlich wir jene, die in´s Verderben rennen. .


Gott ist allmächtig und ich vertraue darauf, dass er den Menschen ein liebender Vater, aber auch ein gerechter Richter ist.
Den Weg zu weisen und zu richten ist ihm vorbehalten - erzählt von eurem Glauben und davon wie ihr Gott erlebt, aber missioniert nicht nur weil ihr glaubt ihr hättet die Wahrheit erkannt.
Teilt euren Glauben mit, aber seid auch tolerant dem anderen gegenüber.

Wie viele Wege zu Gott und Jesus es gibt weiß nur der Allmächtige allein.


Friede sei mit allen Menschen dieser Welt und möget ihr alle euren eigenen Weg zu Gott finden und ihm immer wieder begegnen.

Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden angreifen - viel mehr spiegelt er meine momentanen Gedanken und Empfindungen wieder.
Vielleicht regt er den einen oder anderen ja auch einfach nur zu Kritik (positiver oder negativer) oder zu einem echten Diskurs an.


an diesen eindrücklichen Beitrag wollte ich keine Antwort einschließen, sondern mich einfach still dem Aufruf des SChreibers zu gemeinsamen Gebet um Frieden anschließen


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Re: Jesus, die Passion und die 1000 Experten und Betroffenen

Beitragvon Marita » Fr 26. Mär 2004, 21:59

Original von Gast
Ich persönlich finde es zutiefst anmaßend, wenn ein MENSCH - und wie klein sind wir doch - meint, er hätte den einen wahren Weg gefunden, könnte die Bibel verstehen, ganz so als ließe sie keinen Raum für Interpretationen und Aussagen tätigt, die andere Menschen ein- oder ausschließen.

Ich verstehe, lieber Gast, dass dich das Christentum nicht gerade begeistert. Kannst du aber die Möglichkeit erlauben, dass Menschen die nicht arrogant und nicht engherzig sind durch irgend einen Grund wirklich überzeugt sein könnten, dass Jesus Christus wenigstens ein Weg zu Gott ist?
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Beitragvon toffil » Fr 2. Apr 2004, 13:43

Ich finde Deinen Beitrag wohltuend und finde, dass er es verdient hat, sachlich beantwortet zu werden!

Zeigt der Film "die Passion Jesus Christus" in realistischer Weise? Übertreibt er und nutzt Stilmittel, die fragwürdig sind? Rechtfertigt der Gedanke daran, etwas verdeutlichen zu wollen, dass man die Menschen so herausfordert? Ich bin davon überzeugt, dass es ein qualvoller und brutaler Leidensweg gewesen seien muss, den Jesus gehen musste und doch kann ich nicht beurteilen, ob es sich hier um eine realistische Darstellung handelt.

Was genau bedeutet eigentlich realistisch? Seit das Thema in die Diskussion gegangen, wird sich gestritten nach allen Regeln der Kunst, ob der Film nun auch „realistisch“ sei. Ich habe in der Zwischenzeit, ohne ihn gesehen zu haben, mehrfach gelesen, dass verschiedene Ereignisse örtlich oder zeitlich nicht richtig passen. Okay. Die Frage ist nur, spielt das eine Rolle? Ich denke, dass das Leid, welches Jesus erlitten hat, durchaus ziemlich realistisch gezeigt wurde; das ebenfalls bisher nur vom Hörensagen. Und ich denke weiterhin, es kommt auf die Botschaft an, die der Film rüberbringt, und die kann doch nur heißen: Sieh, was Jesus für Dich getan hat. Wie der Einzelne damit umgeht, ist eine andere Frage.

Denn selbst wenn wir annehmen, dass die Bibel in ihrer ursprünglichen Form direkt von Gott kommt - so gibt es doch auch schon in ihrer "Originalausgabe" (so wir die alten Texte mal umgangssprachlich so nennen wollen) schon vier Versionen - die vier Evangelien. Betrachtet man dann, dass diese Originalausgabe in den letzten 2000 Jahren abgeschrieben, übersetzt und interpretiert wurde, so bezweifle ich, dass man von der originalgetreuen Verfilmung als solcher reden kann.

Naja, wenn wir von einem allmächtigen Gott ausgehen, der die Bibel, entweder verbal oder nur mental, inspiriert hat, können wir ihm durchaus zutrauen, dass er auch bei der Abschrift oder der Übersetzung die Hände drüberhält.

Und warum sollte mich dieser Film zur Buße drängen? Hat nicht ein jeder von uns - auch ohne diesen Film - täglich mit seinen Sünden zu ringen? Und gilt dies nicht auch für die Nicht-Christen unter uns?

Ich glaube, zur Buße drängen kann der Film nur, wenn man sich fragt, WARUM das Gemetzel, welches ich dort sehen musste. Und dann kommt man halt irgendwann mal, idealerweise mit Hilfe eines verfügbaren Christen, zu der Antwort auf dieses Warum, und dann ist der erste Schritt zu Buße und Umkehr getan.

Nach diesem Film sind einige Menschen wahrscheinlich erst einmal reif für die Seelsorge oder auch eine Therapie - zumindest wenn ich mir meine eigene Reaktion und die einiger Kinobesucher heute so ansehe.
Das ist ja, auch wenn’s brutal klingt, auch Sinn der Sache. Denn Jesus als Erlöser kann man letztendlich nur annehmen, wenn man eingesehen hat, dass man es allein nicht auf die Reihe bringt, kurz gesagt kapituliert hat. Und wenn das soweit ist, ja, dann ist man reif für Seelsorge.

Ich vermisse in all den Reaktionen auf den Film - hier wie in den Medien oder im Gespräch - eine Bezugnahme zu der Welt in die wir alle leben. Dazu was Werte, Religion, Güte, Wohlwollen und Nächstenliebe heute für einen jeden von uns - also auch die Nicht-Christen - bedeuten.

Ja, das vermisse ich auch. Anstatt die beiden wesentlichen Elemente des Films zu betonen, nämlich das neue, intensive Bewusstwerden für den Christen und die Konfrontation des Nichtchristen mit Jesus Christus, wird sich über die theologische Bedeutung der im Film auftauchenden Krähen gestritten. Lächerlich und armselig.

Habt ihr den nicht gesehen - eben gerade auch in diesem Film - wie schnell einzelne, solange sie ihre Interessen schützen wollen und nur laut genug schreien, eine zuvor unbeteiligte Gruppe zum Mobb machen können, der im Falle Jesus gegen einen Menschen, der doch nur von seiner Lehre gesprochen hat Gewalt übt und auch dann noch zuschlägt wenn das Opfer schon am Boden liegt? In mir löst diese Perspektive - die Tatsache wie schnell der Mensch bereit ist, ganz dynamisch und durchaus unbürokratisch Gewalt auszuüben - besondere Angst aus.

Auch hier hast Du recht, und auch hier kann man aus dem Film eine Lehre ziehen. Denn die Juden, welche Jesus unbedingt am Kreuz sehen wollten, waren keine schlechteren Menschen als wir, wie es übrigens die ausgeflippten Iraker ebenfalls nicht sind, sondern ein zum Mob gemachter Haufen armer Menschen.

Besonders interessant war die heutige Aussage im Rahmen der Seelsorge, dass nur der die Kluft zwischen Menschen und Gott überwinden kann, der sich bewusst für Jesus als den Weg entscheidet. Sind also alle Menschen, die ein gottgefälliges Leben in ihren Taten und ihrem Herz und ihrer Seele leben und sich durch das Erfahren Gottes hierfür bewusst entschieden haben, aber es leider nicht mit Jesus als Auslöser benennen können - weil sie leider noch nie von ihm gehört oder für sich einen anderen Zugang zu Gott gefunden haben - für immer und seit Jahrhunderten von Gott getrennt?

Nein, das sind sie nicht automatisch. Jeder, der den persönlichen Jesus nicht kennt, wird laut Bibel nach seinem Herzen gerichtet. Denn sonst wären eine ganze Menge Angehöriger der großen Kirchen ratzeputz verloren, weil ihnen teilweise das Seelenheil bereits durch die Kindstaufe versprochen wird. Und jemand, der das ein Leben lang glaubt, wird nie einen wirklichen Anlaß haben, eine persönliche Beziehung zu Jesus anzustreben.
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konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon Faith » Mo 12. Apr 2004, 21:54

viele beklagen sich, dass die Geiselung, die Mel zeigt nicht realistisch sei.

Das ist schonmal falsch

1. die Peitschen hatten Knochensplitter, sowie Metalsplitter, die jeglichen Körper ausfreißen, wie ein Stück fleisch, das ist wissenschaftlich bewiesen. Desweiteren hat Jesus rund 39 Schläge auf seinen Köper bekommen,allerdings nur mit der Peitsche, wir wissen also nicht, was vorher noch alles passierte, bevor die Peitsche dran kam.

2. kommen argumente wie: Das hätte kein Mensch überlebt, was Mel da zeigt und dazu noch ein schweres Kreuz lebendig auf den Berg tragen, das ist nicht realistisch.

Falsch !!!

Was viele nicht bedenken ist, dass Jesus nicht nur ein Mensch war, sondern auch der Sohn Gottes, Gott selber !!! Er ( Jesus ) hat Gott im Garten darum gebeten, dass Er Kraft bekommen möge, all dies zu ertragen. Jesus hat übernatürlich gehandelt und hat dies aus jener Position heraus ausgehalten.

Daher ist diese Art der Diskussion völlig übeflüssig, da Jesus so als normaler Mensch, wegen seiner göttlichkeit nicht mit normalen Menschen verglichen werden kann.


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Re: konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon toffil » Mi 14. Apr 2004, 09:30

Ich würde nicht über solche Dinge argumentieren, denn hinsichtlich der Frage, sind biblische Erzählungen falsch oder nicht, gibt es keine Argumente. Es gibt Glauben oder Nichtglauben, und das wars auch schon.

Unser Zweitpastor hat sich am Sonntag auch auf sehr dünnes Eis begeben, als er die Auferstehung Jesu argumentativ untermauern wollte. Brachte „Argumente“ wie:

- Gegner Jesu haben bezeugt, dass er tot war
- Der Leichnam war verschwunden, also muß er
auferstanden sein
- etc.

Völlig falsche Vorgehensweise; ein Nichtchrist mit etwas Köpfchen hätte diese sogenannten Argumente in der Luft zerrissen! Über Dinge wie Auferstehung kann man nur argumentieren, wenn man sich mit seinem Gegenüber zunächst mal einig ist, dass die Bibel wahr ist. Ansonsten kann man es gleich lassen.

Genauso die Feinheiten seiner Geißelung und Tötung oder die Frage, wie hätte er bis Golgatha überleben können. Wenn wir glauben, dass die Bibel wahr ist, dann können wir auch glauben, dass Gott es so geschehen ließ, wie es drinsteht. Da bringt es uns keinen Schritt weiter, wenn wir uns auf eine Diskussion einlassen, kann nicht sein, kann doch sein, geht, geht nicht undsoweiter.

Glauben wir nicht an die Korrektheit der Bibel, können wir einpacken.
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Re: konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon Scardanelli » Mi 14. Apr 2004, 10:03

Jesus hat übernatürlich gehandelt und hat dies aus jener Position heraus ausgehalten.
Ganz gewiss, denn ein enthusiastischer Christ glaubt ja auch aus jeder denkbaren Position heraus wie übernatürlich und kann alle Aporien darum aushalten.
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Re: konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon WeißesLicht » Mi 14. Apr 2004, 10:33

Lieber Faith

Original von Faith
2. kommen argumente wie: Das hätte kein Mensch überlebt, was Mel da zeigt und dazu noch ein schweres Kreuz lebendig auf den Berg tragen, das ist nicht realistisch.

Falsch !!!

Was viele nicht bedenken ist, dass Jesus nicht nur ein Mensch war, sondern auch der Sohn Gottes, Gott selber !!! Er ( Jesus ) hat Gott im Garten darum gebeten, dass Er Kraft bekommen möge, all dies zu ertragen. Jesus hat übernatürlich gehandelt und hat dies aus jener Position heraus ausgehalten.

Daher ist diese Art der Diskussion völlig übeflüssig, da Jesus so als normaler Mensch, wegen seiner göttlichkeit nicht mit normalen Menschen verglichen werden kann.


Deine Aussagen werfen die Frage auf, was das Wesen von Jesus ist. War er kein "normaler" Mensch? Was heißt "normaler" Mensch? Ich entnehme deiner Argumentation, dass du denkst, dass Jesus aufgrund seiner Göttlichkeit eine Art ´Übermensch´ war. Wenn er das aber gewesen sein sollte, dann ist die christliche ERlösungslehre in sich nicht mehr logisch, weil dann nicht so wie ein Mensch (Adam) die ganze Menschheit in Sünde brachte, ein neuer Mensch (der neue Adam=Christus) diese ganze Sündenschuld tilgen konnte, sondern eine Art Übermensch, ein "Zwitterwesen" zwischen Gott und Mensch.
Dem widerspricht aber christliche Theologie, die klar und deutlich aussagt, dass JEsus wahrer Mensch und wahrer Gott ist. Wenn Christus wahrer MEnsch ist, dann muss er dem Menschen gleich sein, oder aber er ist nicht wahrer Mensch.
Zudem bleibt bei deinen Ausführungen zu fragen, wer da eigentlich auf dem Ölberg zu wem betete? WEnn JEsus Gott und Mensch zugleich ist...zu welchem Gott betet er dann? Zu sich selbst? Selbstgespräche? Ähem...
Und wer starb da am Kreuz? Ein ´Übernatürlicher´? Gott? Fragen über Fragen...

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Re: konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon Faith » Do 6. Mai 2004, 00:49

Hallo WeißesLicht

ich gebe dir heut Abend eine Antwort darauf, bin sehr müde und muss früh raus. Dann erklär ich dir, was ich damit meine.

gesegneten Tag

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Beitragvon toffil » Di 11. Mai 2004, 09:27

Als ich diese ganzen Beiträge gelesen hab, war ich richtig enttäuscht. ICh versteh nicht, wie man so ohne weiteres ins Kino geht und es dann hier so rumposaunt, ohne sich dafür zu schämen. Jeder Älteste würde einem sagen,dass wir uns davon fern halten sollen und dort nichts verloren haben. Was kommt als nächstes, ich war in der Disko, um den Leuten dort von Jesus zu erzählen?
Ja, unbedingt musst Du in die Disco, um den Leuten von Jesus zu erzählen. Glaubst Du vielleicht, die Leute aus der Disco kommen zu Dir, damit Du ihnen was erzählen kannst?
Was Du hier vertrittst, ist ja die übelste Absonderungslehre, die es nur geben kann. Und genau damit verstößt Du glasklar gegen den wichtigsten Auftrag, den ein Mensch je erhalten hat, nämlich den Missionsbefehl: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“(Matthäus 28,19).


Meine Meinung zu dem Film, ich finde ihn nicht gut und ihn für uns Christen schädlich.
Unsinn! Um das Evangelium zu verbreiten, ist jedes Medium nützlich. Paulus schreibt sogar, dass die Motivation dahinter egal ist, Hauptsache es wird verkündigt!
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Re: konnte ein Mensch nach einer Geiselung noch lebend aufstehen ?

Beitragvon Gaerion » Di 11. Mai 2004, 10:55

Hallo Gast

Original von Gast
Meine Meinung zu dem Film, ich finde ihn nicht gut und ihn für uns Christen schädlich.


Kannst du mir diese Aussage noch genauer darlegen? Wäre sicher noch interessant.

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Re: @ Gast

Beitragvon McLee » Mi 12. Mai 2004, 14:47

Sieh dir doch z.B. mal die Geschichte von Jesus an. jesus hat nicht den ganzen Tag im tempel verbracht sondern er ist zu den Leuten die ihn nötig hatten. Zu den Prostituierten, den Zöllnern und den Aussätzigen.

Genau das müssen wir doch auch tun, zu den Menschen gehen. Wenn wir warten, dass sie zu uns kommen kann das ziemlich lange gehen!!

Wie ich zum beispiel in einer Disco die frohe Botschaft verkünden würde, ahb ich keine Ahnung, aber es gäbe da sicher Möglichkeiten.
Vergib druf los!!!
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Re: @ Gast

Beitragvon Revoluter » Mi 12. Mai 2004, 14:48

Licht zieht bekanntlich Schatten an.
Jesus brachte das Licht der Welt.
Demzufolge musste er auch die Schatten der
Welt angezogen haben. Ich glaube, Jesus hat
deswegen, weil er das Licht der Welt ist,
soviel und so extrem Schläge gekriegt,
dass er es nur in der Kraft des Allmächtigen
überleben konnte. Schliesslich kommt noch hinzu,
dass er vorher noch 40 Tage gefastet hatte.
Man stelle sich mal dies mal vor.


Gott schlägt den König mit den Bauern und nicht der Dame.
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@ Gast

Beitragvon toffil » Fr 14. Mai 2004, 14:42

Ich kann Dir sogar von einem wunderbaren persönlichen Beispiel erzählen, welches ein befreundeter Missionar immer wieder erzählt, wenn er die Geschichte von Philippus und dem Kämmerer weitergibt:

Ich war früher Taxifahrer, und eines Abends stürzte ein Mann aus der Kneipe, fiel ins Taxi und rief: Schnell weg hier, da drin sitzt einer, der wollte mich grade bekehren.

Sagte ich: Damit hat er ja voll recht gehabt!

Wir sind dann zum Ziel gefahren (das Ziel war ein Tanzschuppen, der aber mehr ein Bordell war!), ich habe das Taxi und das Funkgerät ausgemacht, und wir haben uns 20 Minuten wunderbar über den Glauben unterhalten.

Und zum Hingehen Folgendes: Da ich kein Discogänger bin, würde ich mich vermutlich schwertun, dort zum Evangelisieren hinzugehen. Wobei ich sowieso glaube, dass sich Hinstellen und Missionieren Unsinn ist, weil sich heutzutage kein Mensch einfach durch Worte von irgendetwas überzeugen läßt. Das erreicht man durch sein eigenes Leben, wenn dieses denn ein Zeugnis ist.

Beispiel: Ein Bekannter von mir macht gerade eine theologische Ausbildung und will ebenfalls später was Missionarisches machen. Er ist natürlich pleite, und sein Auto ist am Ende. Da haben sich drei seiner Freunde zusammengetan und ihm einfach mal nebenbei ein Auto gekauft! Du kannst Dir vermutlich vorstellen, wie diese Aktion bei seinem nicht frommen Vater, vermutlich auch bei dessen Kollegen und Freunden, eingeschlagen hat. Das war Evangelisation at it´s best!

Darüber hinaus, wenn es schon konkret ums Hingehen geht: Wenn Du über Disco oder Kneipe oder Ähnliches nachdenkst, dann hängt es vom Fingerspitzengefühl ab, ob man mit anderen MITgeht und dadurch zeigt, dass man sich nicht von vornherein absondern will. Denn wenn Menschen es noch nicht einmal verstehen können, warum die Frommen irgendetwas nicht mitmachen, dann hast Du ein Problem.

Wenn Du nicht fremdgehst, wird der Heide sagen, okay, das ist net in Ordnung, und der eine hält sich halt dran, weil er fromm ist, aber ich brauche die Abwechslung.

Geht es aber um eine Stunde in der Kneipe, wo man sich einfach hinsetzt und ein Bierchen zusammen trinkt, ist es keinem vernünftigen Menschen dieser Erde zu vermitteln, aus welchem Grund ein Christ dort nicht reinsollte.

Du verstehst?
Der Zweck der Diplomatie ist die Verlängerung von Krisen!
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