Exodus Götter und Könige

Musik und Tonträger, Buch- und Filmbesprechungen, herkömmliche und elektronische Spiele

Moderator: firebird

Exodus Götter und Könige

Beitragvon manfred » Do 1. Jan 2015, 11:56

Am Silvesterabend haben wir uns diesen Film angeshen.

Einige Punkte aus dem Film:

Mose weiß nicht, daß er hebräischer Abstammung ist.
Beinem Besuch der Hebräer erfährt er davon und reagiert indem er einige Männer vor dem Haus zusammenschlägt.
Der Pharao erfährt, daß Mose kein Ägypter sondern Hebräer ist und verhört ihn.
Moses streitet das ab, und es wird Mirijam, die am Hofe des Pharao dient gerufen und der Pharao droht ihr die Hand abzuschlagen, wenn sie nicht die Wahrheit sagt.
So flieht Mose und der Pharao schickt 2 Männer nach, die ihn töten sollen.
Doch Mose ist der bessere Krieger und tötete die beiden Männer mit dem Schwert.
Mose kommt zu Zippora und Jitroh.
Eines Tages hütet Mose die Schafe.
Doch dann kommt es zu einem Erdrutsch und Mose wird von Schlamm und Steine begraben.
Plötzlich sieht er einen brennenden Busch, während er im Schlamm feststeckt, und Gott taucht auf in der Gestalt eines Kindes und ruft Mose auf als sein Volk in Ägypten zu kriegerisch befreien.
Keine Ähnlichkeit zur Bibel, wo Mose sagt, er kann es nicht. Und kein Wort, daß Aaron seine Stimme beim Pharao sein soll.
Mose wird von diesem Erdrutschunfall gerettet und liegt im Bett.
Mose erklärt seiner Frau er muß nach Ägypten um das Volk zu befreien.
Seine Frau bezeichnet das als religiösen Wahn. Der Unfall scheint seinen Verstand verwirrt zu haben-
Und als Mose geht sagt Zippora: Wie kann ein Gott wollen, daß ein Mann seine Frau verläßt? Da gebe ich lieber meinen Glauben auf.
Doch Mose geht und verläßt seine Frau.
In Ägypten angekommen , kommt Mose in das Haus Josuas. Dort trifft er auch auf Aaron. Nicht wie in der Bibel, wo Aaron im entgegengeht.
Mose unterweist die Israeliten im richtigen Kampf. Welche Stelle man mit dem Schwert durchschneiden muß um die Schlagader zu durchtrennen. Er lehrt den Israeliten mit Pfeil und Bogen zu schießen. Ein bißchen Robin Hood Feeling kommt auf.
Dann versucht Mose es einmal kriegerisch gegen die Ägypter. Doch die Verluste der Israeliten sind groß.
Dann kommt Gott und sagt ihm: Versuche es doch auf meine Art.
Mose geht zum Pharao und sagt ihm, daß die Ägypter von Gott geschlagen werden und es besser ist das Volk ziehen zu lassen.
Dann schickt Gott die Plagen:
Krokodile fressen Menschen und das Wasser des Nils färbt scih rot.
Die Frösche kommen das dem verseuchten Wasser und überschwemmen das Land.
Fliegen kommen und Geschwüre treten auf. Hagel fällt wie Steine.
Entgegen der Bibel kommt Mose nicht bei jeder Plage zum Pharao und niemals kommt es zu diesen Eingeständnissen gegenüber Mose und den Rückziehern des Pharaos. Mose erscheint nicht persönlich, sondern läßt die Botschaften auf ein Tier schreiben, und schickt die Kuh zum Pharao.
Der Pharao droht die Kinder der Isareliten töten zu lassen und daß sie noch härter arbeiten müssen. Daß sie die Ziegel selbst herstellen müssen und das Material selber suchen müssen. Ein bißchen verdreht zur Bibel.
Bis dann zum Schluß Gott Mose offenbart, daß er die Kinder der Ägypter töten wrd.
Mose wirft Gott vor, daß er das nicht tun darf.
Mose läuft zum Pharao um die Ägypter vor diesen Gott zu schützen.
Doch der Pharao hört nicht.
Mose erklärt den Israeliten , daß sie ein Lamm schlachten sollen und die Türpfosten bestreichen sollen.
Hilft es, ist es gut und ihr könnt euch freuen. Hilft es nicht beweint die Länner, sagt Mose.
Die Kinder sterben und der Pharao eilt mit weißer Fahne zu den Israeliten um zu verhandeln.
Die Israeliten empfangen ihn mit Pfeil und Bogen. Doch Mose gebietet, daß sie nicht schießen. In der Bibel sind die Israeliten abmarschbereit, nicht so im Film.
Das Volk zieht in die Wüste ohne Feuersäule.
Dann kommen sie zum Meer.
Mose weiß nicht weiter und er macht Gott Vorwürfe.
Mose hat nicht den Stab sondern daß Schwert, daß er in das Meer wirft.
Doch am nächsten Tag ist weniger Wasser da.
Mose meint, man sollte es einfach versuchen über das Wasser zu gehen Vielleicht hilft das.
So ziehen sie hüfttief im Wasser durch das Meer.
Die Ägypter ziehen nach.
Doch dann kommt das Wasser tsunamimäßig zurück.
Mose eilt Rames entgegen um ihm zu helfen.
Mose und Rames werden vom Wasser verschüttet.
Doch Mose kann ans Ufer schwimmen,
Auch Rames überlebt als einziger Ägypter.

Ergänzung:
Mose meißelt mit Hammer und Meißel die Gebote in die Tafeln.
In der Bibel ist es Gottes Finger.
Im Film sagt Gott zu Mose: Wenn du das nicht willst, kannst du es lassen.
Die Gebote werden dabei nicht alles etwas unbedingt erstrebenswertes betrachtet.


Was bewirkt so ein Film?
Zuletzt geändert von manfred am Do 1. Jan 2015, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
manfred
Wohnt hier
 
Beiträge: 1084
Registriert: Di 30. Mär 2004, 10:36
Wohnort: Österreich

Re: Exodus Götter und Könige

Beitragvon manfred » Do 1. Jan 2015, 12:12

Ich finde es interessant, daß eine Moderatorin im österreischen Radio gemeint, sie versteht die Kritik nicht.
manfred
Wohnt hier
 
Beiträge: 1084
Registriert: Di 30. Mär 2004, 10:36
Wohnort: Österreich

Re: Exodus Götter und Könige

Beitragvon lionne » Fr 2. Jan 2015, 10:28

Vereinigte Arabische Emirate: Kinostart von „Exodus“ verboten
Abu Dhabi (idea) – Nach Ägypten und Marokko haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate den Kinostart des Films „Exodus – Götter und Könige“ verboten. Das Bibel-Epos hat den Auszug von Mose und der von ihm geführten Israeliten aus Ägypten zum Inhalt (etwa 1300 v. Chr.). „Wir können den Film nicht zeigen, weil das Drehbuch eine Reihe von Fehlern enthält“, erklärte der Leiter des nationalen Medienrates, Juma Obeid Al Leem, gegenüber der Zeitung „The National“ (Abu Dhabi). Nach seinen Worten vermittelt der Film ein falsches Bild des Islam und anderer Religionen. Mose wird in dem im siebten Jahrhundert n. Chr. entstandenen Islam als Prophet verehrt. Laut Al Leem haben es die Produzenten abgelehnt, einige Szenen aus dem 157-minütigen Werk herauszuschneiden. Regisseur ist der Brite Ridley Scott. „Exodus“ hält sich eng an die biblische Vorlage, mit einer Ausnahme: Gott wird gezeigt als kleiner, pausbäckiger Junge, der Mose ein Tässchen Tee reicht, während der die Zehn Gebote in Stein meißelt. In Interviews besteht Regisseur Scott darauf, dass der Film nicht Gott selbst zeige, sondern dass der Junge nur sein Botschafter sei. Von den 5,6 Millionen Einwohnern der Vereinigten Arabischen Emirate sind 76 Prozent Muslime und neun Prozent Christen. 15 Prozent gehören anderen Religionen an.
>>> Quelle http://www.idea.de/nachrichten/detail/m ... 89139.html
Trailer: >>> http://www.trailerseite.ch/film/14/exod ... 30339.html
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9162
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Exodus Götter und Könige

Beitragvon manfred » Fr 2. Jan 2015, 13:54

Die Frage ist nur ob ein Verbot nicht sogar einen Hype oder sogar Propaganda für den Film entstehen läßt.
Wir hatten das auch hier mit: Die letzte Versuchung Christi oder anderen Filmen.
Manchmal ist besser nicht groß über etwas zu sprechen.
Oder den Menschen die Freiheit zu geben selber zu entscheiden.
Jeder Mensch kann und darf sich seine Meinung bilden.
manfred
Wohnt hier
 
Beiträge: 1084
Registriert: Di 30. Mär 2004, 10:36
Wohnort: Österreich

Re: Exodus Götter und Könige

Beitragvon onThePath » Fr 2. Jan 2015, 21:03

Hab den Film schon gesehen.
Am meisten hat mich natürlich gestört, dass Gott von einem Kind dargestellt wird, quasi mehr Gnom als Gott.
Die Bibel spricht immer von der blendenden Größe und Herrlichkeit Gottes (auf dem Berg, vorher Dornbusch). Selbst seine Engel erscheinen im herrschaftlichen Glanz. Der Mensch nimmt Gott und seine Boten ehrfurchtsvoll wahr. Das ist mir wichtig.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20538
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Exodus Götter und Könige

Beitragvon MunaGermann » Mo 5. Jan 2015, 11:34

Interessant, dass man in manchen Ländern Filme verbietet, weil sie inhaltliche Fehler enthalten. Bei uns gelten Variationen und Parodien von biblischen Geschichten als Teil der Kunst und der Künstler hat die Freiheit, seine eigene Version zur Diskussion zu stellen. Jemanden, der die Originalgeschichte kennt, kann sowas nicht irritieren.

Ich verstehe das Problem aber schon. Es gibt bestimmt Menschen da draußen, die denken, Jesus heiße Brian, haha.

Grundsätzlich denke ich aber, dass man im Christentum einfach auch mal spekulieren darf, dass das von Menschen geschriebene Buch Bibel eventuell nicht vollständig oder ganz korrekt ist. Allein schon dass Bibel und Koran dieselbe Geschichte in verschiedenen Varianten erzählen, zeigt doch, dass eine von beiden nicht korrekt sein kann. Im Islam geht das nicht. Da ist alles im Koran wörtlich gemeint, selbst wenn man heutzutage die alten arabischen Wörter nicht mal mehr eindeutig übersetzen kann.

Muna
MunaGermann
Lebt sich ein
 
Beiträge: 44
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 23:55


Zurück zu Unterhaltungsmedien

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron