Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

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Moderator: firebird

Wie findest du die Verfilmung von "Der Herr der Ringe" ?

Absolute Top-Klasse! Meisterwerk!
47
72%
Totaler Blödsinn
6
9%
soso lala
7
11%
ich habe den Film noch nicht gesehen
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt : 65

Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Mo 16. Dez 2002, 21:54

J.R.R Tolkiens "Der Herr der Ringe" gilt, nach der Bibel, als das meistgelesene Buch des 20. Jahrhunderts. Heute, am 18. Dez. 2002 startet der zweite Teil der Verfilmung und wird erneut Tausende auf der ganze Welt in die Kinos strömen lassen.

Ich habe mich mit der Thematik auseinandergesetzt und den Artikel verfasst, den man hier lesen kann:
http://www.jesus.ch/www/index.php/D/article/139/5580/

Da er eine ziemliche Länge hat werde ich darauf verzichten, ihn ins Forum zu stellen... also bitte dem Link folgen.

Was denkt ihr zum Artikel?
Was meint ihr zu "Der Herr der Ringe" (HDR) und / oder seiner Verfilmung? Ist das eine Fantasy-geschichte voller Okkultismus? Oder könnt ihr dem Artikel zustimmen?
Was denkt ihr sonst so über den Film? Ist er weiterzuempfehlen? Ab welchem Alter? Was habt ihr vom Film erwartet und was ist eure Meinung danach? Überrascht? Enttäuscht? Ist der Film zu brutal? Ist der zweite Teil besser als der erste? ...und und und ...

Let´s talk!
gby
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon flamehair » Do 19. Dez 2002, 07:10

Guten Morgen *gähn*

Wollte nur kurz melden, der Film ist wieder absolut genial. Jedenfalls wird er denjenigen, denen der erste Teil gefallen hat, auch gefallen - obschon die Verfilmung bei "die zwei Türme" in einigen Stellen doch ziemlich vom Buch abweicht. Mehr wird aber nicht verraten

liebe Grüsse

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Claudia » Do 19. Dez 2002, 20:34

Hallo Silvio

Da du den Countown Tread geschlossen hast, muss ich dir hier meine Mitteilung posten.

Für mich unglaublich aber wahr!
Ich wollte mir den Film ja gemütlich zu Hause als DVD anschauen, jetzt gehe ich aber morgen ins Kino, da mich ein Kolege eingeladen hat! Nun gehöre ich auch zu den Ersten, die den Film sehen.

Ich werde euch dann berichten, was ich davon halte.

Liebe Grüsse
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon bensen » Do 19. Dez 2002, 23:09

Hallo Silvio,

Ich finde es wirklich sehr traurig,glaube ganz stark,dass es eine Tür für Dämonen öffnet!!!
Glaube das Christen auch Dämonen haben können und sie so auch anrecht bekommen,wenn sich Christen diesen Film Anschauen!

Viele Grüsse Bernd
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Fr 20. Dez 2002, 00:36

Sali bensen

Hast du den Artikel gelesen? Mich würde deine Argumentation wunder nehmen, auf was stützt du deine Aussage?
Beachte bitte auch: der Artikel handelt nicht vom Film, sondern vom Werk (Buch) allgemein. Der Kommentar von David Kleist am Ende des Artikels nimmt zur Verfilmung stellung.

bin gespannt auf deine Antwort
lieber Gruss
Silvio
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Chesterton » Fr 20. Dez 2002, 14:13

Cordelia Spaemann, Expertin für phantastische Literatur, schreibt, dass Tolkien aus seiner christlichen Grundhaltung heraus gegen die Ästhetik des Hässlichen, in der das Böse verherrlicht wird und die bis dahin die phantastische Literatur beherrscht hatte, angeschrieben und die christlichen Werte der Opferbereitschaft und Demut herausgestellt hat. Näheres kann man in der kostenlosen Broschüre "Der Riss in der Welt. Tolkien und die Hintergründe" nachlesen, bestellbar auf meiner Tolkieninfoseite www.tolkien.beep.de
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon osterhaas » Fr 20. Dez 2002, 14:36

Langsam verunsichern mich diese Meinungen & erhalte ein schlechtes Gewissen, wenn ich morgen an der Kinokasse stehe :(

Das mit der schlechten beiinflussung mag ja stimmen, jedoch..Türe öffnen für Dämonen :? Durch einen simplen Film? Irgendwie "unvollstellbar", aber das zählt hier wohl nicht. Diese unsichtbare Welt ist für mich ein greuel, aber wir haben den Sieg in J.C., nicht?

Hab´ gehört, ein geistl. Aufbruch kam zum stillstand, weil der Leiter dieser Gruppe HDR sah. Aber Gott macht dies von solchen Dingen doch nicht abhängig, oder sehe ich das falsch?

fragende grüsse, ein verwirrter Hase
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon bensen » Fr 20. Dez 2002, 18:29

hallo verwirrter hase,
ich bin zwar nicht bernd, aber ich bin seine frau und heisse deborah.
ich glaube, bernd wollte niemanden verwirren. aber ich sehe bei dir eine gewisse unsicherheit. wenn du morgen an der kinokasse stehst und ein ticket kaufst, dann musst du kein schlechtes gewissen haben. ich bitte dich aber, geh mit einem wachen und kritischen geist in dieses kino. und vor allem, stelle dich bitte ganz bewusst unter den schutz von jesus christus.
es ist schon klar, wir leben in dieser welt. und wir sollen und dürfen auch geniessen. mir ist spontan die bibelstelle von 1.korinther 6,12 in den sinn gekommen.
du kannst den vers ja nachlesen. schlussendlich ist jeder selber verantwortlich, was er macht und was er sieht. ich persönlich würde dir diesen film auch nicht empfehlen. ich gehe da mit meinem mann einig. und dass wir unser unterbewusstsein einer unsichtbaren welt ausliefern. das ist ja auch durch musik und andere dinge bekannt.
ich persönlich würde mich noch einmal sehr genau über den inhalt des filmes erkundigen, und dann eine entscheidung zusammen mit dem heiligen geist treffen. lass dich durch ihn führen und leiten. ich bin überzeugt, dass du so die richtige entscheidung fällst und auf alle fälle einen super abend haben wirst.
es gibt auch ein sehr gutes buch über das thema dämonen.
es heisst: dämonen, das buch der antworten von lester sumurell erhältlich im shalom verlag (www.shalom-verlag.de)
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » So 22. Dez 2002, 12:51

www.jesus.de hat auch einen artikel dazu auf den Netz (jener Artikel ist aber eine Rezession über den Film):
lesenswert:
http://www.jesus.de/show.sxp/4307.html?

lesenswert! Schliesse mich der dortigen Meinung an, auch dem Satz "Ob der Film bereits für 12-Jährige - so die offizielle Altersfreigabe - geeignet ist, wage ich zu bezweifeln."

Was denkt ihr über die Altersfreigabe und Brutalität des Filmes?

grüessli
Silvio



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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » So 22. Dez 2002, 12:59

Und osterhaas:
wie fandest du denn jetzt den Film? Erzähl!

freuh mich auf deinen Bericht
gby
Silvio


P.S: Von Bensen würde ich mich immer noch über eine Antwort auf meine Frage freuen... ;)
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Claudia » So 22. Dez 2002, 21:22

So nun hab ich den Film also tatsächlich gesehen.

Die Machart ist sehr aufwändig und sehr gut.
Über die Story kann man sich streiten. Es geht halt um Helden, die die Welt retten. Dieses Thema wurde schon unzählige male verfilmt und wird es noch unzählige weitere male werden. Würde aber sagen es ist einer der Besseren.
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Chesterton » So 22. Dez 2002, 21:36

Original von Claudia
Über die Story kann man sich streiten. Es geht halt um Helden, die die Welt retten. Dieses Thema wurde schon unzählige male verfilmt...


Ja, aber das für Tolkien Typische ist, wodurch sie gerettet wird: Nicht, indem der Übermacht des Bösen eine physische Macht entgegengestellt wird (das war der Irrtum Boromirs, der deshalb den Ring wollte), sondern durch Opferbereitschaft (Frodo), durch Barmherzigkeit (Frodos gegenüber Gollum: das versteht man nur, wenn man den Schluss kennt), Freundschaftstreue (Sam) und das Eingeständnis des eigenen Unvermögens (Frodo, auch Aragorn, was im Film gar nicht durchkommt; aber auch Gandalf und Galadriel, die aus diesem Grund den Ring nicht wollen). Tolkien schreibt in einem Brief: "Frodo unternahm seine Queste aus Liebe - um die Welt, die er kannte, auf eigene Kosten, wenn er dazu imstande war, vor der Katastrophe zu retten; und zugleich in vollkommener Bescheidenheit, mit dem Eingeständnis, dass er für seine Aufgabe völlig ungeeignet sei."
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Claudia » So 22. Dez 2002, 21:47

Vieleicht sollte ich die Bücher mal lesen, dann würde ich vieleicht auch mehr verstehen.

Aber Helden sind genau auch desshalb Helden, da sie meistens meinen sie seien schwach und könnten es nicht. Ähnlich ist da auch Harry Poter, Die Unendliche Geschichte, Momo usw.
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Mo 23. Dez 2002, 00:38

Kreeeiiiiissschhh!!!!!! :shock: :shock: :shock: *Pulsauf180hab*

meine liebste claudia, bitte vergleiche nie nie nie wieder Herr der Ringe mit Harry Potter... da krieg ich jeweils Schreikrämpfe!


Da fällt mir dazu ein:
http://clv.de/pdf/potter-auszug.pdf
hier ist ein Auszug aus dem Buch:
Richard Abanes: Harry Potter – Fantasy oder Magie

Er stellt Harry Potter den Klassikern "Der Herr der Ringe" (J.R.R. TOlkien) und "Die Chroniken von Narnia" (C.S. Lewis) gegenüber. Ist zugegeben eine antiharrypotteristische Sicht, aber er zeigt sehr gut die Unterschiede auf!

Hast du den ersten Teil auch gesehen? Fandest du den besser?... keine Angst, will dich nicht bedrängen, nur die Diskusion in Gang bringen ;)

liebe Grüsse und ein gesegnetes Fest (schon mal so im Vorraus)
Silvio

P.S. @ Chesterton: finde deine Beiträge hier super und stimme zu! Danke!
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Mo 23. Dez 2002, 00:45

Zu einigen auch ganz interessanten Erkenntnissen ist ein Deutscher Fan gekommen:

Bild
http://www.derherrderringe.de/gemischtes/messiasfiguren.htm

vorbeischauen empfohlen...

gby
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon osterhaas » Mo 23. Dez 2002, 09:21

Den Film nun auch gesehen :] Hatten sogar ca. 30 HDR Figuren mitdabei, man kam sich vor wie in Tolkiens Welt versetzt *silvio ifersüchtig mach* War genial :D :D

Aber was die Geschichte selbst betrifft: Naja. Fühle mich mehr oder weniger gleich wie vorher. Vielleicht sollte ich dies Buch über Dämonen trotzdem lesen, zum besseren Verständniss. (Danke Deborah)

Eine Hünerhaut bekam ich allerdings bei der "gespaltenen Persönlichkeit" von Smirogol(?). Kam einer Austreibung erstaunlich nahe *schauder*

Denke, gerade deshalb ist er für Kinder nicht geiignet :( Die Kriegszenen finde ich z.Bsp. nur 1/2 so schlimm wie die Geschichte, welche dahinter steckt (Beiinflussung des Ringes auf die Menschen). Ab wieviel Jahren ist er eigentlich freigegeben? 16?

Was den christlichen Hintergrund betrifft:

AFAIK Tolkien schrieb bewusst kein "evangelisches Werk". Die Interpretierung ist eine Sache für sich. Glaube, in jedem Film lässt sich etwas gutes finden, wen man danach sucht. Dass unser einer aber Gläubig war, tröstet mich :)
Deshalb kann (und will?) ich auch nicht begreifen, warum HDR schlecht sein sollte. -Bensen?

Ebenso gespannt wie silvio auf deine Antwort wartend, hase

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon cepheii » Mo 23. Dez 2002, 10:19

Original von osterhaas ;-)
Den Film nun auch gesehen :] Hatten sogar ca. 30 HDR Figuren mitdabei, man kam sich vor wie in Tolkiens Welt versetzt *silvio ifersüchtig mach* War genial :D :D



Hey, als ich ihnam Samstag geschaut hatte, waren auch 30 Figuren da.
Ein Burgfräulein hats auf die Schnauze gehauen... hihi, war das witzig.


Original von osterhaas ;-)
Aber was die Geschichte selbst betrifft: Naja. Fühle mich mehr oder weniger gleich wie vorher. Vielleicht sollte ich dies Buch über Dämonen trotzdem lesen, zum besseren Verständniss. (Danke Deborah)

Eine Hünerhaut bekam ich allerdings bei der "gespaltenen Persönlichkeit" von Smirogol(?). Kam einer Austreibung erstaunlich nahe *schauder*



Stimmt, du solltest das Buch lesen. Die ganze Story ist wesentlich komplexer, der Film kann (und will?) einfach nicht alle Einzelheiten übernehmen, dazu ist das ganze Werk zu gross, zu komplex.

Der Typ heisst Smeagol.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon osterhaas » Mo 23. Dez 2002, 10:43

SA, 19.30 8-) dich gesehen suz

Yep - und das Kleid verloren. Den Kampf zwischen den Hobbits und dem "schwarzen Mann" mitbekommen? *kicher*

Abweichungen. Hmm..Buch gelesen? Wie sah die Austreibung bei Tolkien aus? *gwunder* Doofmann, würde er wahrheitsgetreu verfilmen, gäbe es 4 Folgen ;)

PS; was oder wen hat "der Grieche" verkörpert?
PPS; okok..smeagol :P
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon cepheii » Mo 23. Dez 2002, 10:49

Original von osterhaas ;-)
SA, 19.30 8-) dich gesehen suz

Yep - und das Kleid verloren. Den Kampf zwischen den Hobbits und dem "schwarzen Mann" mitbekommen? *kicher*

Abweichungen. Hmm..Buch gelesen? Wie sah die Austreibung bei Tolkien aus? *gwunder* Doofmann, würde er wahrheitsgetreu verfilmen, gäbe es 4 Folgen ;)

PS; was oder wen hat "der Grieche" verkörpert?
PPS; okok..smeagol :P



was? neeeeeeiiiiiin! hab mich doch so gut getarnt und mich klammheimlich zum Kinosaal gerobbt... ;) :D

hm nö, den Kampf hab ich nicht gesehn...

Austreibung... das bei dir jeder Seelenkonflikt auch gleich ne Austreibung sein muss. He, das ist HdR! Nicht the Exorcist!
4 Folgen oder mehr... wäre aber klar zu langatmig.

der Grieche? hm, gute Frage, der hat sich wohl einfach in irgend einen Mittelalterfummel geschmissen um einen VIP-Platz zu bekommen! ;)

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Morgy » Mo 23. Dez 2002, 13:23

Original von Silvio
Kreeeiiiiissschhh!!!!!! :shock: :shock: :shock: *Pulsauf180hab*

meine liebste claudia, bitte vergleiche nie nie nie wieder Herr der Ringe mit Harry Potter... da krieg ich jeweils Schreikrämpfe!

Hallo Silvio

Ich wollte mich eigentlich in diesem Thread nicht äussern, da ich "Herr der Ringe" weder gesehen noch gelesen habe. Dennoch habe ich versucht mir eine Meinung zu bilden, und weil diese in eine Richtung geht, vor der dir offenbar graut, sei sie hier doch kurz erwähnt, um dich als "H.d.R.-Fachmann" etwas herauszufordern. Deine Entgegnungen darauf interessieren mich.

Es scheint in der Tat so zu sein, dass Tolkien Christ war. Seine Funktion im Glaubensleben von C.S. Lewis wird ja immer wieder erwähnt. Wenn man dies weiss und den Film auf christliche Symbole und Parallelen absucht, wird man fündig. Auf der oben erwähnten Seite "Messias-Figuren im HdR" und in deinem Artikel ist ja vieles davon erwähnt oder beschrieben.

Mein kühnes Fazit ist nun: So what? Na und? Ich spreche Tolkien seinen christlichen Hintergrund nicht ab, finde aber - soweit ich das als Nichtleser beurteilen kann - keine positive Frucht davon im Herr der Ringe. Wird das Weltbild des Lesers positiv beeiflusst oder offener für christliche Werte? Ich glaube nein, weil diese bloss bei genauer Analyse zu finden sind. Wird man durch HdR näher zu Gott geführt? Das kannst du als Leser und Christ beurteilen. Wird der Kinobesucher etwas anderes als unterhalten? Da müsste man nach dem Kino eine Umfrage machen. (Vielleicht gibt´s die ja bereits) Da mögen gut und gerne positive versteckte Werte, Botschaften und Symbole sein, aber was brignen sie, ausser Unterhaltung? Und wenn´s nur Unterhaltung ist, ist dann HdR, dieser "bibelbekannte Megaschmöker", eine "gute Frucht"?

Nicht dass ich der Meinung wäre, ein Christ dürfe nur Christliches schreiben oder schaffen! Bewahre! Ich finde aber, man solle das erfolgreiche Werk eines Christen nicht emporheben, bloss weil man weiss, dass er Christ ist. Genau das wird meiner Meinung nach aber mit HdR getan.

Den Vergleich mit Harry Potter finde ich selber insofern legitim, weil beide meiner Meinung nach den Leser oder Zuschauer offen macht für Mysteriöses, Magisches, Esotherisches. Das ist meiner Ansicht nach bei beiden die Frucht. Und genau da sehe ich eine gewisse Gefahr, weil nicht jeder damit umgehen kann.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon cepheii » Mo 23. Dez 2002, 13:39

Original von Morgy
Mein kühnes Fazit ist nun: So what? Na und? Ich spreche Tolkien seinen christlichen Hintergrund nicht ab, finde aber - soweit ich das als Nichtleser beurteilen kann - keine positive Frucht davon im Herr der Ringe. Wird das Weltbild des Lesers positiv beeiflusst oder offener für christliche Werte? Ich glaube nein, weil diese bloss bei genauer Analyse zu finden sind. Wird man durch HdR näher zu Gott geführt? Das kannst du als Leser und Christ beurteilen. Wird der Kinobesucher etwas anderes als unterhalten? Da müsste man nach dem Kino eine Umfrage machen. (Vielleicht gibt´s die ja bereits) Da mögen gut und gerne positive versteckte Werte, Botschaften und Symbole sein, aber was brignen sie, ausser Unterhaltung? Und wenn´s nur Unterhaltung ist, ist dann HdR, dieser "bibelbekannte Megaschmöker", eine "gute Frucht"?

Nicht dass ich der Meinung wäre, ein Christ dürfe nur Christliches schreiben oder schaffen! Bewahre! Ich finde aber, man solle das erfolgreiche Werk eines Christen nicht emporheben, bloss weil man weiss, dass er Christ ist. Genau das wird meiner Meinung nach aber mit HdR getan.



Wieso muss HdR christlich sein um eine "gute Frucht" zu sein???

Ist eine gute Botschaft nicht ebensogut wenn sie dir durch so etwas mitgeteilt wird, anstatt durch die Bibel?

Und wieso versucht ihr Christen HdR gleich als eine Art "Propagandamittel" einzusetzen? Es ist ein Buch (bzw. Film)! Ich kann mich nicht erinnern, dass schonmal jemand in Alfred Hitchcock´s Werken nach christlichen Parallelen gesucht hat. Oder in einem James-Bond-Film.

Die einzigen, die dieses Werk mit der Tatsache emporheben wollen, dass der Autor Christ war, sind Christen, die sich versuchen gegenüber anderen Christen zu rechtfertigen, weil diese behaupten, es sei böse und schlecht, weil es darin um Zauberei geht.


Original von Morgy
Den Vergleich mit Harry Potter finde ich selber insofern legitim, weil beide meiner Meinung nach den Leser oder Zuschauer offen macht für Mysteriöses, Magisches, Esotherisches. Das ist meiner Ansicht nach bei beiden die Frucht. Und genau da sehe ich eine gewisse Gefahr, weil nicht jeder damit umgehen kann.

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Wieso hast du etwas gegen Magisches, Mysteriöses und Esotherisches? Worin besteht die Gefahr, die du siehst?

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Morgy » Mo 23. Dez 2002, 15:06

Original von Suizider
Wieso muss HdR christlich sein um eine "gute Frucht" zu sein???

Hallo Suizider

Das bezieht sich in erster Linie auf Silvios Artikel, welcher sich mit dem christlichen Hintergrund von HdR und Tolkien beschäftigt. Die Bibel sagt von den Christen, dass man sie "an ihren Früchten erkennen kann". Darauf nahm ich Bezug.

Und wieso versucht ihr Christen HdR gleich als eine Art "Propagandamittel" einzusetzen?

Das tue ich nicht, sondern finde es eben fragwürdig, und spreche Silvio darauf an. (Habe ich mich so unklar ausgedrückt?)

Wieso hast du etwas gegen Magisches, Mysteriöses und Esotherisches? Worin besteht die Gefahr, die du siehst?

Es gibt zwischen Himmel und Erde vieles, was unseren Augen entgeht: Übersinnliches, Übernatürliches, Göttliches, Okkultes; je nach Einstellung und Glauben wird das anders genannt und eingeteilt.

Aufgrund meiner Erfahrungen und meines biblischen Glaubens gibt es negative, nicht-göttliche Mächte, welche Menschen schaden können, und mit denen man sich nicht beschäftigen sollte. Wenn Magisches, Mysteriöses, Esothrischen in Büchern oder Filmen wie Potter oder HdR attraktiv daherkommt, wird der eine oder die andere animiert, sich eigehender mit diesen Themen zu beschäftigen. Aus Neugierde kann meiner Meinung nach Abhängigkeit oder ein Teufelskreis hinein ins Okkulte entstehen.

Du wirst dabei wohl kaum gleicher Meinung sein, daber darum geht es ja auch nicht.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon cepheii » Mo 23. Dez 2002, 15:19

Original von Morgy
Das tue ich nicht, sondern finde es eben fragwürdig, und spreche Silvio darauf an. (Habe ich mich so unklar ausgedrückt?)



Nein, hast du dich nicht, diese Frage war auch nicht speziell an dich gerichtet.
Allerdings drängen Leute mit deinen Ansichten andere wie Silvio dazu, sich mit diesen Mitteln zu rechtfertigen. Und so wird das ganze sinn- und zwecklos auf christliche oder antichristliche Aussagen durchforstet.
Es ist ein Buch, wieso müssen Leute hinter einer Geschichte, von der der Autor selbst gesagt hat, das er damit keinen religiösen Standpunkt einehmen wolle, unbedingt entweder etwas schlechtes oder etwas gutes (im religiösen Sinne) sehen? Wieso geniessen sie nicht einfach die Geschichte? Wie z.B. Cinderella, Alladin usw. in diesen Märchen wird ebenfalls gezaubert, na und?



Original von Morgy
Es gibt zwischen Himmel und Erde vieles, was unseren Augen entgeht: Übersinnliches, Übernatürliches, Göttliches, Okkultes; je nach Einstellung und Glauben wird das anders genannt und eingeteilt.

Aufgrund meiner Erfahrungen und meines biblischen Glaubens gibt es negative, nicht-göttliche Mächte, welche Menschen schaden können, und mit denen man sich nicht beschäftigen sollte. Wenn Magisches, Mysteriöses, Esothrischen in Büchern oder Filmen wie Potter oder HdR attraktiv daherkommt, wird der eine oder die andere animiert, sich eigehender mit diesen Themen zu beschäftigen. Aus Neugierde kann meiner Meinung nach Abhängigkeit oder ein Teufelskreis hinein ins Okkulte entstehen.

Du wirst dabei wohl kaum gleicher Meinung zu sein, daber darum geht es ja auch nicht.



Tja, zwei Einwände:

Wenn sich Andersgläubige nicht eingehender mit dem Christentum beschäftigen würden, gäbe es nicht eine Bekehrung.

Wenn man sich mit gefährlichen Dingen nicht beschäftigt, werden sie vergessen und eventuell nicht beachtet, so dass sie die Möglichkeit haben, sich im Geheimen zu organisieren.
Ein nicht-religiöses Beispiel: National-Sozialismus. Ich finde es ist wichtig, dass den Leuten nicht vergessen geht, was damals grausames geschah, sonst lassen sie es eventuell wieder zu.


Aber du hast recht, wir sind hier nicht gleicher Meinung und werden es wohl auch nicht werden.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon osterhaas » Mo 23. Dez 2002, 15:34

Warum man diesen Film "verchristlichen" will, begreife ich auch nicht suz, erst recht nicht, wenn der Autor es selbst sagte. Aber mancher Christ denkt und handelt anderst als es Jesus tun würde, so laste dies bitte nicht unserem Glauben an 8-)

Wenn man sich mit gefährlichen Dingen nicht beschäftigt, werden sie vergessen und eventuell nicht beachtet, so dass sie die Möglichkeit haben, sich im Geheimen zu organisieren.


Yep. Und weil sich diese dunklen Mächte -und ich rede hier von dämonischen- genau auf diese Art und weise aufkreuzen, unbemerkt und heimtückisch, sollte man besonders auf der Hut sein. Deshalb verstehe ich auch nicht, weshalb man sich nicht mit diesen auseinandersetzen sollte (in vernünftigen Massen versteht sich), weil nur so können wir die Feuerpfeile abfangen. Wenn wir wissen, wie sie aussehen. (Eph)

Oder geh ich falsch der Annahme? lg
Das Herz, das gelernt hat, mit Christus zu sterben, wird mit Ihm auferstanden sein, und alle Nachstellungen der Welt können den hohen Freudenton heiligen Jubels nicht zum Schweigen bringen, der in der Seele aufbricht, die eine Wohnung des Hlg.Geistes geworden ist!
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon cepheii » Mo 23. Dez 2002, 15:40

Original von osterhaas ;-)
Warum man diesen Film "verchristlichen" will, begreife ich auch nicht suz, erst recht nicht, wenn der Autor es selbst sagte. Aber mancher Christ denkt und handelt anderst als es Jesus tun würde, so laste dies bitte nicht unserem Glauben an 8-)



Ich laste dies nicht eurem Glauben an, nur einigen Vetretern eures Glaubens.


Original von osterhaas ;-)
Oder geh ich falsch der Annahme? lg



Meiner Meinung nach nicht. :)
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon osterhaas » Mo 23. Dez 2002, 15:42

juhu..wenigschtens öpert :D :D *jubbeltrubel* (heiterkeit)
Das Herz, das gelernt hat, mit Christus zu sterben, wird mit Ihm auferstanden sein, und alle Nachstellungen der Welt können den hohen Freudenton heiligen Jubels nicht zum Schweigen bringen, der in der Seele aufbricht, die eine Wohnung des Hlg.Geistes geworden ist!
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Chesterton » Mo 23. Dez 2002, 19:41

Original von osterhaas ;-)
Warum man diesen Film "verchristlichen" will, begreife ich auch nicht suz, erst recht nicht, wenn der Autor es selbst sagte.


Jeder mag ja seine Meinung haben. Aber wenn man sich zu Fakten äußert, dann sollte man sich vorher sachkundig machen. Tolkien selbst hat sich nie gegen die Verchristlichung seines Werkes gewandt, sondern im Gegenteil sie bestätigt, so in einem Brief an jemanden, der biblische Parallelen entdeckte. Tolkien nannte in diesem Brief den "Herrn der Ringe" ein "fundamentally religious and Catholic work; unconsciously so at first, but consciously in the revision." In einem anderen Brief schreibt er, dass die Tatsache, dass er ein gläubiger Christ sei, von Bedeutung für das Verständnis seines Werkes ist.

Zu morgy:
Natürlich ist es in erster Linie eine spannende Geschichte. Aber Tolkien wollte nach eigenem Bekunden mit dieser Geschichte auch ein Feld bereiten, auf dem er verschiedene Charaktere darstellte, gute und böse. Von seinem Werk geht etwas Faszinierendes und Ergreifendes aus, so wie von anderen großen Werken der Weltliteratur auch. "Interpretation" eines Werkes bedeutet, dass ich mir der Gründe dieser Wirkung bewußt werde. Und der Glaube Tolkiens bildet dazu der Schlüssel: Es siegt die Liebe und Opferbereitschaft über die Übermacht des Bösen, und zwar, wie Tolkien in einem erläuternden Brief über sein Werk schreibt, dank der Gnade Gottes. Die hat er in Andeutungen ins Spiel gebracht, die, wie er schreibt, nur dem aufmerksamen Leser nicht entgehen.
Im übrigen finde ich es gewagt, über das Werk zu urteilen, wenn man es nicht gelesen hat.
Es geht nicht darum, Tolien zu instrumentalisieren, sondern ihn tiefer zu verstehen, und das geht nicht anders als dadurch, dass man die Wurzeln bloßlegt, aus denen seine Phantasie sich gespeist hat. Sein Glaube ist dabei nicht der einzige, wohl aber ein wichtiger Faktor.
Ein anderer Schlüssel zum Verständnis ist z.B. seine Liebe zur Natur und seine Kritik an der naturzerstörischen Ausbreitung der Technik (Ents gegen Samuran).
Wer in der Schule die Interpretation von Texten gelernt hat, wird in diesem Vorgehen nichts Besonders oder Verwerfliches sehen.
Wir alle brauchen die Barmherzigkeit Gottes
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Morgy » Mo 23. Dez 2002, 20:07

Original von Chesterton
Im übrigen finde ich es gewagt, über das Werk zu urteilen, wenn man es nicht gelesen hat.

Ich habe versucht, in meinem Posting deutlich zu machen, dass es sich um eine persönliche Meinung handelt, die ich versuchte (notabene ohne Buch und Film) mir zu bilden, und nicht um ein Urteil. Schade, dass das bei dir nicht klar angekommen ist.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Mo 23. Dez 2002, 22:51

Sali zäme!

zuerst mal das kurz das dazwischenwerfen (meine Antworten folgen):

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme bricht bereits am ersten Spieltag Rekorde!
Laut Pressemitteilung von Warner Bros. hatte "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" am Mittwoch in Deutschland , Österreich, Finnland, Holland, Schweiz, Belgien, Dänemark, Schweden und Norwegen den erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten. In Deutschland waren es am ersten Tag 610´000 Besucher.

Quelle
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Di 24. Dez 2002, 00:41

Sali alli mitenand

Obwohl ich von meinem Skitag heute hundemüde bin, will ich noch was schreiben (weiss noch nicht, ob ich morgen Online gehe...)

Zuerst aber: Ich finde es sehr schön, dass hier endlich eine Diskusion ins Rollen kommt. Danke für eure Postings, auch wenn ihr anderer Meinung seid. Denn genau das bezweckt dieser Thread! Also, zur Sache:

---------------------
Antwort #1
um dich als "H.d.R.-Fachmann"

ist lieb, danke, bin ich aber nicht. Ich habe, wie ich im ersten Posting schrieb, mich mit der Thematik wirklich intensiv befasst und kam so zu einigem Wissen, aber ich habe weder das Werk "Der Herr der Ringe" noch andere Bücher oder Briefe von Tolkien gelesen (noch nicht, wird sich schnell ändern). Ich habe einfach ausführlich (meiner Meinung nach sehr ausführlich) Recherchiert. Wenn du einen Fachmann willst, so denke ich, solltest du dich an Chesterton wenden. Zwar sind seine Postings bis jetzt noch nichts neues für mich, aber es schimmert ein sehr grosses Wissen durch, wo ich dann wohl nicht mehr mitthalten kann ;) . (Anmerkung: David Kleist, der den Kommentar zum Artikel schrieb, kann man wohl auch als einen Fachmann "bezeichnen";)... ok, aber lassen wir das jetzt mal, darum gehts nicht.

---------------
Antwort #2
Da mögen gut und gerne positive versteckte Werte, Botschaften und Symbole sein, aber was brignen sie, ausser Unterhaltung? Und wenn´s nur Unterhaltung ist, ist dann HdR, dieser "bibelbekannte Megaschmöker", eine "gute Frucht"?

Mit meinem Artikel möchte ich gewissermassen etwas "Aufklärung" betreiben. Es gibt sooooooviele HDR Fans, leider aber wissen so weinige um Tolkiens Glauben. Und nicht selten sind solche eingefleischten Fans auch noch in Esoterischen oder gar Satanischen Gegenden verwurzelt und sehen in HDR eine Bekräftigung.
Auf der anderen Seite sind Christen, die HDR verfluchen und ihn ohne Zögern in denselben Topf wie Harry Potter etc. werfen (keine Angst, ich rede nicht von dir, morgy).
Der Artikel (und viele andere christliche Publikationen darüber) sollen zum Nachdenken und Umdenken anregen. Du hast recht, wenn man einfach so im Kino sitzt werden einem diese Parallelen nicht so einfach bewusst. Und genau desshalb ist es doch wichtig , auf Tolkiens christlichen Hintergrund und die Parallelen zu Christlichen Werten hinzuweisen und zu informieren! Hier zwei Ausschnitte aus dem Artikel und Kommentar:
Jedem, der jetzt einwendet, dass das Buch vielfach falsch verstanden oder für fremde Zwecke verwendet wurde, muss Recht gegeben werden. Doch dies bringt das Werk selber nicht in Misskredit. Gerade jetzt, wo der Boom rund um "Der Herr der Ringe" dank der Verfilmung gewaltige Ausmasse angenommen hat, ist es vermehrt möglich, auf die Parallelen zum Christentum ansprechen, anstatt Film und Werk kategorisch abzulehnen.
[...]Es lohnt sich also, eine neue grosszügige Sichtweise auf "Der Herr der Ringe" zu gewinnen, ohne zu generalisieren. Der Glaube Tolkiens ist leider viel zu wenig bekannt, und wird/ wurde sogar absichtlich verschwiegen.

Doch wie immer sollte man nicht das Kind mit dem Bad ausschütten. Wer sich die Filme ansieht, der wird vielleicht angeregt, auch die Bücher zu lesen. Der Boom, den die Filme ausgelöst haben, erlauben es, auch die christlichen Bezüge zur Sprache zu bringen und zu diskutieren. In diesem Sinn bietet "Herr der Ringe" uns viel mehr positive Möglichkeiten als wir ahnen.


-----------------
Antwort #3
Ich finde aber, man solle das erfolgreiche Werk eines Christen nicht emporheben, bloss weil man weiss, dass er Christ ist.

Bitte nein! Das will ich nicht, das mach ich nicht! Ich persönlich würde wohl sogar dann auf christliche Pararellen Aufmerksam machen, wenn Tolkien nicht Christ gewesen wäre (wobei dann nach meiner und auch seiner Überzeugung "Herr der Ringe" nie so entstanden wäre).

Es geht ausdrücklich nicht darum, Tolkien etwas unterzujubeln:
Auch die Autoren des Buches "Der Ring und sein Geheimnis", K. Brunner und J. Ware, erklären: "Wir nehmen für uns nicht in Anspruch, die Gedankenwelt von J. R. R. Tolkien jenseits dessen zu kennen, was er entschied, uns durch Briefe und andere Schriften mitzuteilen. Der Herr der Ringe ist nicht, wie manche es angedeutet haben, eine verdeckte Version des Evangeliums. Tolkien hat diese Vorstellung eindeutig verneint. Wir dürfen uns diesem wunderbaren Abenteuer nicht als etwas nähern, was es niemals hätte sein sollen. [...] Tolkien erzählte eine Geschichte. Sein christlicher Standpunkt zeigt sich von selbst."


------------------
Antwort #4
Den Vergleich mit Harry Potter finde ich selber insofern legitim, weil beide meiner Meinung nach den Leser oder Zuschauer offen macht für Mysteriöses, Magisches, Esotherisches. Das ist meiner Ansicht nach bei beiden die Frucht. Und genau da sehe ich eine gewisse Gefahr, weil nicht jeder damit umgehen kann.

Ich lege dir die Lektüre dieses Ausschnittes hier ans herz(schon in einem frühren Post genauer beschrieben):
http://clv.de/pdf/potter-auszug.pdf

Klar, du hast recht, augenscheinlich trifft ein Gleichheit vielleicht zu, aber:
Die Ängste mögen in gewisser Hinsicht verständlich sein, doch Vorsicht: Wer zu schnell mit einem Urteil über Tolkiens Werk zur Hand ist, läuft grosse Gefahr, oberflächlich zu bleiben. Viel zu komplex ist Mittelerde, wie sie von ihrem Erschaffer ausgedacht und beschrieben wurde, als dass man die wahren Wandlungen, Zwecke und Werte auf die Schnelle erkennen könnte.

Du hast auch recht, wenn du sagst, dass "die wahren Wandlungen, Zwecke und Werte" lange nicht jeder sieht. Da aber möchte ich dich an meine zweite Antwort erinnern (Gerade dieses Unwissen müssen wir ändern! genau darum geht es!).

-------------
Antwort #5
@ suizider
Und wieso versucht ihr Christen HdR gleich als eine Art "Propagandamittel" einzusetzen? Es ist ein Buch (bzw. Film)! Ich kann mich nicht erinnern, dass schonmal jemand in Alfred Hitchcock´s Werken nach christlichen Parallelen gesucht hat. Oder in einem James-Bond-Film.

Ich hoffe, dir reicht meine Antwort Nr.3 (die anderen bitte aber auch noch beachten).
Und was Chrstliche Parallelen bei Hitchcock, Bond, usw. angeht: weiss auch nicht, obs schon jemand getan hat, aber wir können gerne zu suchen beginnen :D . Nein im Ernst: man findet wohl fast überall etwas, dass man noch irgendwie auf Biegen und Brechen als Link zu einer Christlichen Grundaussage / Tugend verwenden könnte. Aber ab einem Punkt ist´s dann einfach zu weit hergeholt. Wesshalb wir das gerade bei HDR machen ist einfach: Tolkien selber war gläubig und hat uns viel davon mitgeteilt. Somit sind diese Parallelen nicht einfach weit gesucht und herbeigezogen, sondern echt und logisch.

--------------
Antwort #6
Ist eine gute Botschaft nicht ebensogut wenn sie dir durch so etwas mitgeteilt wird, anstatt durch die Bibel?

Aber klar doch! Gute Botschaft bleibt gute Botschaft, ob sie jetzt der Pfarrer erzählt oder der Penner am Bahnhof. Wenn´s dich nicht stört möchte ich noch kurz erwähnen, dass Jesus ja auch viel in Gleichnissen gesprochen hat anstatt den Wortlaut der Schriftrollen zu zittieren.
Die Sache liegt für mich anders rum: Ich finde gerade keine (für mich) gute Botschaft, die nicht auch in der Bibel steht...

---------------
Antwort #7
@ osterhaas
Warum man diesen Film "verchristlichen" will, begreife ich auch nicht

hihi, also wenn ichs mir einfach machen will sag ich einfach: Das Werk (und Achtung: Film ist ungleich Buch!) muss nicht "verchristlicht" werdern, es ist christlich. Zumindest in meinen Augen, aber das ist meine ganz persönliche Meinung, und wenn das einigen zu weit geht versteh ich das wirklich (also wirklich, ich hab ja auch mit ein paar Sachen mühe, wo andere keine haben...) Viel wichtiger ist mir darum auch, was ich in Antwort 2 sagte!

------------------
------------------
------------------

phu, das war ja mal wieder ein post. Egal, das hab ich mir selber eingebrokt :D :tongue:
nein nein, wie schon gesagt, schön das wir diskutieren und austauschen! Mir gefällt´s mit euch, auch wenns aufwendig ist. Hoffentlich fühlt sich niemand dadurch angegriffen oder gar verletzt, das wollte ich wirklich nicht.

Und da bereits 24. ist, wünsch ich euch allen ganz ganz gesegnete Festtage, geniest es (egal ob gläubig oder nicht) und verzeiht mir, sollte ich vorübergehend auf niedrigere Aktivität schalten...

Gottes Segen!
Silvio
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Do 26. Dez 2002, 16:28

Sali j_freak

Was hat dieser Film mit der Bibel zu tun? Ich schaute ihn auch mehrmals an. Doch ich muss immer wieder fest stellen, das er nichts mit der Bibel zu tun hat. (Das ist mein Eindruck)

Ich muss als erstes nochmals betonen:
FILM IST NICHT GLEICH BUCH!

Ich empfehle dir allerwärmstens, wenn du wirklich interessiert bist, das Buch "Der Ring und sein Geheimniss" zu lesen. Du musst nicht mal das Buch kaufen, denn der Verlag (CLV - Christliche Literarur Verbreitung) hat es vollumfänglich auf dem Netz zum gratis lesen:
http://www.clv.de/pdf/255474.pdf

Könnte mir vorstellen, dass du dann anderer Meinung bist. Ich selber bemerke, je tiefer ich in die Materie gehe, je mehr solche Parallelen. Es stimmt schon, ganz Oberflächlich betrachtet mag einem nichts auffallen. Aber frag doch mal deine Kollegen, was sie für Parallelen finden.

Doch es wird unheimlich gefährlich wen wir versuchen solche Filme mit der Bibel zu schützen.

Ich schütze den Film überhaupt nicht, ich rede immer vom Werk Tolkiens (und Tolkien ist übrigens schon lange Tod, er hat also keinerlei Einfluss auf die Verfilmung gehabt. Übrigens disstanzierte sich auch sein Sohn ausdrücklich davon, ebenso wie die "Deutsche Tolkiengesellschaft E.V.". Die habe beide keine grosse Freude am Film).
Was ich will hab ich ja in meinem letzten Posting in Antwort 2 geschrieben.

Weist du, im Film kommen sehr viele Details nicht durch. Viele eigentlich sehr wichtige Dialoge und Szenen werden im Film ausgelasen, aber gerade die sind für ein volles Verständniss nötig. Als Beispiel siehe mein nächstest Posting, ein Kapitel aus dem erwähnten Buch:

liebe Grüsse
Silvio

Hoffe ebenfalls, dass ich dich mit meiner Antwort nicht provoziert oder verletzt habe. ;)
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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Silvio » Do 26. Dez 2002, 17:12

Hier also ein Auszug aus dem Buch:
-----------------------
Kurt Brunner & Jim Ware
"Der Ring und sein Geheimnis"
CLV-Verlag
ISBN: 3-89397-474-1
Link zur Buchansicht
das Komplette Buch stellt der Verlag gratis zum Download zur Verfügung:
http://www.clv.de/pdf/255474.pdf
-----------------------
Seite 68-72

GEHEIMNISVOLLES LICHT
»Und dass wir versuchen könnten, den Ring zu vernichten,
fällt ihm in seinen bösesten Träumen nicht ein.«
(Gandalf zu den Gefährten - 3. Buch, Kapitel 5)



Für Aragorn, Legolas und Gimli war es, um es mit Dickens’ Worten zu sagen, die besten Zeiten und die schlimmsten Zeiten.
In dem Wald von Fangorn hatten sie sich glücklicherweise getroffen. Gandalf war zurückgekehrt. Aus der Schlucht von Moria, aus dem Feuer und der Dunkelheit und der Mühsal und der unaussprechlichen Furcht war er zurückgekehrt. Und er war verändert, wundersam verändert. Gandalf der Graue war Gandalf der Weiße geworden: Mithrandir. Der weiße Reiter. Ein fürchterlicher und passender Gegner der Neun, die im Auftrag des Dunklen Herrschers durchs Land ritten. Einem solchen Führer zu folgen, bedeutete für Elben, Menschen, Zwerge und Hobbits, dem finsteren Schatten mit neuem Mut und neuer Hoffnung entgegenzutreten.
Aber das Dunkle wuchs und warf einen Schatten auf die Freude ihrer Wiedervereinigung. Und der Ringträger bewegte sich direkt auf dessen schwarzes Herz zu, losgelöst von der Hilfe oder Kontrolle des Weißes Reiters und seiner Gefährten. Das Schicksal der ganzen Welt hing an einem seidenen Faden. Und keiner, nicht einmal der mächtige Mithrandir, konnte sagen, wie es enden würde.
»Hoffnung bedeutet nicht Sieg«, sagte ihnen Gandalf. »Wir sind im Krieg, - einem Krieg, in dem uns allein der Gebrauch des Ringes die Sicherheit des Sieges geben könnte.« Alle wussten, dass er die Wahrheit sprach.
Die Sicherheit des Sieges. Und sie hatten diese Sicherheit weggegeben. Ganz bewusst. Es war von Anfang an ihr Plan und ihre Absicht gewesen. Der Ring musste vernichtet werden, denn seine Kraft war einschmeichelnd und trügerisch und würde letztendlich den Niedergang und die Verderbtheit jedes Einzelnen mit sich bringen, der ihn benutzen würde.
Die Strategie war so verrückt und so unsicher, wie sie unausweichlich und notwendig war. Dennoch hatte sie einen großen Vorteil. Der Feind würde es niemals erwarten.
»Er nimmt an, dass wir alle nach Minas Tirith gehen«, vermutete Gandalf. "Und nach allem, was er weiß, wäre dies ein schwerer Schlag für ihn... Und dass wir versuchen könnten, den Ring zu vernichten, fällt ihm in seinen bösesten Träumen nicht ein.«
Wie könnte Sauron jemals solch ein Gedanke gekommen sein? Dass irgendjemand so viel Macht in seinen Händen hält und es ablehnt, sie zu nutzen, dieser Gedanke war für eine Seele, die durch ihr Verlangen nach Selbstverherrlichung verdunkelt war, völlig unvorstellbar.



Wer wird Millionär? Es ist nicht nur der Titel einer beliebten Fernsehspielshow (zur Zeit wohl eine der beliebtesten). Es ist eine Frage, die das Mark unseres gesellschaftlichen Wertesystems trifft, ein Kreuzverhör, das viele von uns im Innersten trifft. Wer möchte nicht gern Millionär sein?
»Was werden Sie mit der Million machen, wenn Sie gewinnen? «, fragt der lächelnde Gastgeber. »Meine Bafög-Schulden bezahlen «, antwortet der nervöse Kandidat. Andere möchten sich ein Haus kaufen, ihren Kindern das Studium finanzieren, ihre liebsten Wohltätigkeitsvereine unterstützen.
Und als Zuschauer nicken wir zustimmend, weil man so viel
mit einer Million machen kann. So viel Gutes. Eine Million bedeutet Macht in den Händen dessen, der sie besitzt. Macht zu tun, was er oder sie will. Warum würde jemand solch eine Gelegenheit in den Wind schlagen?
Wer nähme nicht die Welt, wenn sie ihm angeboten würde? Erstaunlicherweise tat der Mann, der das größte Anrecht darauf gehabt und der das Beste damit getan hätte, es nicht.

Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.« (Matthäus 4,8-10)

In seinem Brief an die Philipper schreibt Paulus etwas, was wohl als die beste Zusammenfassung dieses Ausschnitts aus dem Leben Jesu betrachtet werden kann:

Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. (Philipper 2,5-8-)

Warum nahm Jesus nicht die Welt, als sie ihm auf einem silbernem Tablett angeboten wurde? Warum, obwohl die Glaubensbekenntnisse bestätigen, dass er wahrer Gott vom wahren Gott war, zog er den Schluss, dass Göttlichkeit zusammen mit unendlicher Macht und das Potenzial, das sie beinhaltet, nicht einfach so »ergriffen« werden kann? Als die Möglichkeit anklopfte, warum öffnete er nicht einfach die Tür?
Jenen von uns, die die Grundsätze des christlichen Glaubens gelernt haben, scheint die Antwort offensichtlich. Erstens konnte Jesus kein Angebot, das aus den Händen des Satans kam, annehmen. Das machte diese Sache unmöglich. Zweitens wissen wir, dass Jesus wegen eines ganz anderen Auftrags in die Welt gekommen war: Nicht um zu herrschen, sondern um zu leiden und zu sterben.
Diejenigen jedoch, die wenig vom Christentum wissen, werden noch eine grundsätzliche Frage stellen wollen. Warum der Tod an einem Kreuz? Warum war dies das einzige Ziel, nach dem Jesus strebte? War das wirklich die beste und effizienteste Art, seine Zeit und Kraft einzusetzen? Warum ergriff er nicht das Schwert, als es ihm gereicht wurde?
Mehrere Figuren gehen durch die weiten Lande der Mittelerde und stellen die gleichen Fragen. »Warum nicht?«, flüstert Saruman Gandalf zu. »Der Herrschende Ring? Wenn wir ihn hätten, würde auf uns die Macht übergehen.«
»Ich verstehe all das nicht«, widerspricht Boromir vor dem Rat bei Elrond. »Warum sollten wir nicht denken, dass der Große Ring in unsere Hände gekommen ist, um uns in unserer Stunde der Not seiner zu bedienen?«
»In dieser Stunde«, sagt Boromirs Vater, Denethor, Statthalter von Gondor, »den Ring in den Händen eines dummen Halblings in das Land des Feindes selbst zu schicken, so wie ihr es tatet, ... ist irrsinnig.«
Auch Gollum überlegt auf seine eigenen kleine und gemeine Weise, was mit der grenzenlosen Kraft des Ringes gemacht werden könnte: »Wenn wir ihn hätten, dann könnten wir entkommen, selbst vor ihm, nicht wahr? Vielleicht werden wir sehr stark, stärker als Wichte. Und der Herrscher Sméagol? Oder wie Gollum, der Große? Ja, Gollum! Jeden Tag Fisch essen, dreimal täglich, frisch aus dem Meer.«
Die Frau Galadriel stellt sich auch einen alternativen Weg vor. »Gegrübelt habe ich viele Jahre lang, was ich tun könnte, fiele mir der Große Ring in die Hände. ... Und nun endlich fällt er mir zu! Sogar freiwillig würdest du ihn mir geben! An die Stelle des Dunklen Herrschers willst du eine Königin setzen. Und keine dunkle Königin werde ich sein, sondern schön und schrecklich wie der Morgen und die Nacht.«
Aber Galadriel widersteht, wie auch Gandalf schließlich der Versuchung. Warum? Weil Tolkiens Ring, wie das Angebot des Teufels, durch und durch schlecht und auf bedrohliche Weise mächtig ist. Es ist schließlich der Eine Ring, der einzige kleine Punkt, an dem die Möglichkeit der umfassenden Herrschaft, die Fähigkeit zu tun, was immer man will, festgemacht wird. Und darin liegt, wie der Weise sehr wohl weiß, die Saat des Bösen selbst - das gleiche Böse, das die Welt seit dem Beginn der
menschlichen Geschichte infiziert hat.
Christus wählte einen anderen Weg. Er entschied sich, etwas anderes zu tun. Er ließ die großartige Möglichkeit an sich vorbeiziehen. Er war gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz (Philipper 2,8-). Indem er das tat, entzündete er ein Licht, das groß genug ist, die Finsternis zu vertreiben. Das Licht, wie Gandalf versicherte, ist der bösen Seele ein großes Geheimnis. Das große Rote Auge besitzt nicht die Fähigkeit,
es zu sehen.

Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Dunkelheit? (2. Korinther 6,18-)

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. (Johannes 1,5)

Das ist der Grund, warum Sauron es überhaupt nicht kommen sah. Satan tat es auch nicht. Aber für jene, die glauben, ist es anders, denn wir, mit den Worten der Apostel gesprochen, »haben aber Christi Sinn« (1. Korinther 2,16).

ZUM NACHDENKEN
Eine böse Seele wird von den Wegen des Guten vor ein Rätsel gestellt.
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Christus, der mit seiner Macht in mir wirkt, schenkt mir die Kraft dazu.

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Re: Der Herr der Ringe - mehr als Fantasy?

Beitragvon Achenam » Fr 27. Dez 2002, 03:20

Hallo zusammen

Was ich hier schreibe ist mein Zeugnis.
Ich will niemanden damit unter Druck setzen oder sonst wie verletzen.
Ich habe bisher die Werke von HDR und das Silmarillion gelesen.
Dies hat mir bisher viel Freunde gebracht und mich tief beindruckt. Ich meine durchaus auch gerade gewisse geistliche Paralellen auf unsere Welt bezogen, die mir beim Lesen in den Sinn gekommen sind.
Für mich sind dies klare Meisterwerke an Erzählkunst und Erkenntnis.
HDR ist eine geniale Schilderung des Kampfes zwischen gut und böse, der Auswirkungen von Verderbtheit, dem Kampf wenn Mächte von Licht und Finsternis aufeinander prallen mit starken geistlichen Paralellen auf unsere Welt bezogen.
Vorallem durch eine gesunde Ethik und die Beeinflussung durch die christliche Überzeugung des Autors.
Tolkien hat es geschafft und ich bin überzeugt, dass da Gott mitgewirkt hat, gerade durch diese Verkleidung in ein Fantasiegewandt, wichtige essentielle Grundwahrheiten, die man besonders auf diese Art ganz eindrücklich einem Puplikum vermitteln kann, unterzupacken.
Ich würde dies als Frucht bezeichnen, ohne die bewusste Absicht des Autors, dies von Anfang an so zu erzwingen oder dass eine Mehrheit überhaupt in der Lage ist dies zu erkennen.
Gerade vorallem durch den Fantasiehintergrund kann man die Unterschiede und Auswirkungen von gut und böse, Licht und Finsternis besonders gut hervorheben. Man denke nur schon an die geographische Sichtbarmachung von gesegnetem und verfluchtem Land. Und dies ist nur eine Nebensache.

Mir ist bewusst, dass viele Christen gerade da schon Gefahr wittern, da sie nichts mit Fantasie anfangen können oder den ganzen Bereich verteufeln.
Dies finde ich persöhnlich sehr schade und ich finde es ist ein etwas armseliges Zeugnis von uns Christen, was mich traurig macht.
Ich denke dass auch dieser Bereich von Gott geschaffen ist und wir Ihm damit dienen können was in Tolkiens Werken klar zum Ausdruck kommt.
Denn gerade der Bereich der Fantasie kann einen erheblichen Einfluss auf Menschen haben, der Feind hat dies schon lange erkannt und benutzt ihn desshalb auch fleissig.
Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und das Kind mit dem Bad ausschütten.
Leider haben nur wenige dies bis jetzt erkannt. So sind C.S.Lewis und Tolkien unter anderen fast die einzigen christlichen Autoren, die bisher den Fantasiebereich benutzten.
Natürlich will uns der Feind das Gegenteil weismachen und dies meist als erstes mit einer Angstmache.
Denke da nur an das gleiche Schema vor Jahren, in der Frage der christlichen Rockmusik, pro und contra. Glücklicherweise haben inzwischen doch auch viele Gemeindepfarrer das Schlagzeug als Werkzeug für den Lobpreis Gottes erkannt. Ich meine aber nicht das müssten jetzt alle so einführen.

Das Argument, HDR würde Menschen offen machen für eine okkulte Welt, Magie oder mystisches, kann ich so nicht stattgeben.
Ich denke das Gegenteil ist der Fall.
Im HDR wird klare Grenzen gesetzt was gut und böse ist und was die Auswirkungen der Betreibung dessen sind.
Es dürfte wohl klar sein, dass in einem Fantasiefilm Zauberer vorkommen wie Indianer in einem Western. Diese dienen ja zur Instrumentalisierung von gut und böse. Bsp. Gandalf und Saruman.
Dass diese Zauberer nichts im geringsten zu tun haben mit dem was die Bibel als praktizieren von Magie klar ablehnt, da es sich um das Einlassen mit bösen Mächten handelt, sollte eigentlich jedem Betrachter klar sein. Es handelt sich bei den "Zaubern" Gandalfs um klare Ausübung ihm anvertrauter Macht zum Guten und in einem gerechten Rahmen, was bei Saruman gerade anders ist.
Wir haben ja hoffentlich auch kein Problem damit, dass Jesus Wunder tat wie auf dem Wasser zu wandeln, dem Sturm gebot e.t.c und dies geschah nicht in einem Fantasiefilm, sondern in unserer wirklichen Welt, darum hatte auch niemand Jesus als Zauberer bezeichnet. Es waren nur einmal die religiös verblendeten Schriftgelehrten, die dies versuchten und behaupteten, er würde dies mit der Kraft eines Belzebul vollführen. Die Antwort von Jesus kennen wir ja.
Natürlich müssen wir die Geister unterscheiden. Ich habe allerdings den Eindruck dass man heute überall Wölfe sieht wo schon nur für uns Christen negativ vorbelastete Begriffe vorkommen. Und die wirklichen Wölfe, die in Schafskleidern kommen sieht man nicht mehr.
Oder muss ich auch Angst haben, wenn ein Mensch die Bibel liest, dass er da für magisches offen wird, weil durch das Lesen der Bibel klar ersichtlich wird, dass eine Unsichtbare Welt existiert.
Nein, das sei ferne.
Ferne sei auch dieser Geist der Inquisition der leider schon seit Jahrhunderten die Gemeinde spaltet verwirrt und verblendet.

Gerade dadurch dass Tolkien nicht das Ganze als fixe Allegorie verfasste, bleibt es für den Betrachter (Film oder Buch) frei, auf was er die verpackten Wahrheiten anwendet. Für mich war es wie das Suchen in einer Schatztruhe. Man weiss nicht im vorraus was man hervorholt.
Auf jeden Fall gilts dies zu Erkennen für diejenigen, die eine gewisse vorurteilslose Demut heranbringen.
Wer dies nicht mitbringt wird nur wenig possitives finden oder eben eh grad alles ablehnen.

Wollte Zuletzt noch ein Wort zu diesen Verwirrungen schreiben
Aber es ist schon so spät. Gähn. :roll:

Werde mich darum kurz fassen.
Also HDR hat das Potential Geschwister zu trennen oder Erweckungen zu bremsen.
Es ist wie mit der Frage wegen Zungenrede pro und contra.
Ich erinnere nur kurz daran es gibt Christen die vertreten die Meinung diese Gabe gibt es nicht mehr und würde von Dämonen verursacht.
Glaubt mir dies hat seine spaltende, negative Wirkung auf die Gemeinde, was mache ich denn jetzt mit all meinen Geschwistern die diese Gabe im guten Glauben praktizieren und dem Segen den sie dabei erleben. Denn schlussendlich sind wir ein Leib. Denn Schlecht ist ja was ganz anderes.
Wisst ihr den nicht, dass der Feind sein Äusserstes dransetzt um uns von einem siegreichen geisterfüllten Leben in der Nachfolge Christie abzuhalten.
Im ersten Angriff meist mit Angst und dass wir uns möglichst mit ihm beschäftigen. Ich könnte euch mein persönliches Zeugnis schreiben, wie Gott mich führte vom lesen solcher Bücher die vom praktizieren dieser Gabe warnten bis ich gehe nun selber in eine solche sogenante "charismatische Gemeinde" (Sorry, ich hasse diesen Begriff). Und ich meine jetzt nicht dies müssten alle praktizieren oder so erleben.
Ich sage ja auch nicht, es sollten alle HDR anschauen, wäre ich vor Jahren in eine "charismatische Gemeinde" gelangt, hätte ich Panik bekommen, okkult belastet zu werden.
Ich sage aber wenn in einer christlichen Gemeinde eine gewisse Anzahl von Mitgliedern sich nur ablehnend und pauschal negativ äussern kann zu HDR, dann ist diese Gemeinde noch nicht reiff genug, eine Erweckung tragen zu können.
So leid es mir tut dies schreiben zu müssen. Und ich sage nicht HDR sei jetzt das Prüfkriterium aber es ist ein Indiz für den Umgang mit gewissem Etwas.

Wünsche allen Gottes Segen
:) :) :)

und gute Nacht
p.s. wo ist den der Schlafsmilie ?





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Achenam
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