Wer kennt Anselm Grün?

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Mi 30. Jul 2008, 14:46

Wo liegt das Problem?

Innere Unruhe ist der tiefste Grund und nicht nur eine Begleiterscheinung der Sorge.


Er bringt ein Beispiel von sich Sorgen. Wenn ich mir Sorge mache ob es am morgigen Ausflug regnet - dann ist nicht der Regen das Problem sondern die Sorge ob es regnen könnte. Dabei kann auch ein Ausflug im Regen schön sein.

Am Ende des Kapitels schreibt er:

Wenn wir uns von einem Ideal her definieren, nämlich dass unsere Entscheidungen immer absolut richtig sein müssen, dann sind wir ständig in Sorge. Wenn wir aber nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden und alles andere Gott überlassen, verliert sich die Sorge.

Ein Jünger von Jesus sagte mal das wir wie Kinder hinaus in den Garten spielen gehen dürfen mit der Gewissheit das der Vater uns sieht und das Er es gut mit uns meint.

Ja - vielleicht ruft Er uns erst wenn wir in Gefahr stehen den sicheren Garten zu verlassen. Und lässt es zu das wir hinfallen und uns hier oder dort weh machen. Weil es zu unserer Erziehung - zu unserem reifer werden dazu gehört.

Wenn ich von ganzem Herzen will das in allen Dingen der Wille Gottes geschieht dann darf ich ruhig und gelassen durch das Leben gehen - auch dann wenn Dinge geschehen die ich selbst nicht verstehe.

Wenn wieder der Eigenwille - das mit dem Kopf durch die Wand gehen durchbricht dann darf ich natürlich nicht denken dies sei der Wille Gottes für mein Leben gewesen. Es ist dann nur insofern Sein Wille das Er es so zugelassen hat um mir zu zeigen wohin meine Unabhängigkeit von Ihm führt...
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 31. Jul 2008, 06:43

Wie können wir uns vor krankmachender Sorge bewahren? Es gibt einen Satz, der in unserer auf Sicherheit bedachten Gesellschaft provozierend wirken muss: "Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt." (Mat 6,25) Jesus sagt diesen Satz in seiner Bergpredigt. Er verweist uns auf die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes, für die Gott selbst sorgt. [/quote]

Und nicht nur die Vögel und die Lilien, für die ganze Natur ist gesorgt. Und natürlich auch für die Menschen. Von daher gibt es kein getrennt sein von Gott, es gibt nur ein sich getrennt fühlen. Das ist seit dem sogenannten Sündenfall so: Der denkende Verstand ( gut und böse, bewerten, urteilen ) kam ins Spiel, der Mensch bekam die illusorische Wahlfreiheit. Worauf ja auch Matthäus 6,27 hinweist: Niemand kann z.B. sein Leben verlängern, auch nicht um eine kleine Zeitspanne. Wann wir gehen mussen, das ist schon 'programmiert' seit unserer Geburt. Nun haben wir aber den denkenden Verstand, wir haben tausende Möglichkeiten zwischen allem möglichen zu wählen das ganze Leben lang. Manchmal ergiebt sich die Möglichkeit aus dem Verstand herauszugehen, dann erkennen wir: Alles was war, war gut und richtig, alles musste so kommen wie es kam.

Für alle und alles ist gesorgt, das ist den meisten Menschen nicht bewusst. In den Erzählungen von denen, die in Todesnähe waren ( Herzstillstand etc ) liest man dann schon von plötzlicher Sinn-Erkenntnis und manchmal von einem überwältigen Erlebnis des Trosts. Denn die Sorge ist schlagartig abgefallen. Das tägliche Sorgen ist ja so eingefleischt, daß wir es kaum noch merken. Ein guter Bürger muss sich immer um alles Sorgen, um alles mögliche kümmern .. sowas wird anerkannt. So will's die Gesellschaft von dem 'äusseren Menschen'. Jesus spricht die innere Seite des Menschen an, ermutigt zur Freiheit der Seele. 'Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.' Wer also seine Schätze auf der Erde sucht, der hat die Sorgen abonniert, denn diese Schätze verrosten schnell. Nicht daß der Familenernährer weglaufen muss von seiner Verantwortung, aber daß jeder alles tut was zu tun ist, und dennoch die Ergebnisse des Tuns dem göttlichen Schöpfer überlässt.

Kann man das so sagen ?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 31. Jul 2008, 07:29

elamich7 hat geschrieben:Wo liegt das Problem?

Innere Unruhe ist der tiefste Grund und nicht nur eine Begleiterscheinung der Sorge.


Er bringt ein Beispiel von sich Sorgen. Wenn ich mir Sorge mache ob es am morgigen Ausflug regnet - dann ist nicht der Regen das Problem sondern die Sorge ob es regnen könnte. Dabei kann auch ein Ausflug im Regen schön sein.


Genau das: Das Wetter können wir nicht beeinflussen. Und in der Gesellschaft können wir nur Mini-Veränderungen bewirken, wenn überhaupt. Und wenn man genau hinschaut: Der fröhliche Mensch bewirkt meistens mehr als der ständig Bekümmerte.

Wenn wir uns von einem Ideal her definieren, nämlich dass unsere Entscheidungen immer absolut richtig sein müssen, dann sind wir ständig in Sorge. Wenn wir aber nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden und alles andere Gott überlassen, verliert sich die Sorge.

Es kann sich verheerend auswirken, immer das absolut richtige von sich zu erwarten. Finde das perfekt getroffen: Selber nach 'bestem Wissen und Gewissen entscheiden' und alles andere Gott zu überlassen. Die Sorge verliert sich dann von selbst. Selbst wenn 'ich' versuche, ab jetzt etwas weniger perfekt zu sein ( weil der schlaue Herr Grün das empfiehlt ), wird es wieder ein Bemühen, etwas gekünsteltes, wieder etwas selbst konstruiertes. Hier geht es aber um das völlige Abgeben jeder Erwartung.

elamich7 hat geschrieben:Wenn ich von ganzem Herzen will das in allen Dingen der Wille Gottes geschieht dann darf ich ruhig und gelassen durch das Leben gehen - auch dann wenn Dinge geschehen die ich selbst nicht verstehe.

Wenn wieder der Eigenwille - das mit dem Kopf durch die Wand gehen durchbricht dann darf ich natürlich nicht denken dies sei der Wille Gottes für mein Leben gewesen. Es ist dann nur insofern Sein Wille das Er es so zugelassen hat um mir zu zeigen wohin meine Unabhängigkeit von Ihm führt...


Hm .. ja, eigentlich sehr gut gesagt. Würde nur gern das noch hervorstellen: Auch daß wir Eigenwillen haben ist sicherlich Gottes Wille. Und wenn wir uns ausgetobt haben und in Gottes Arme zurück kommen, dann ist sich der Gottgewollte Lernprozess erfüllt. Also Du bist sicher froh daß Dir jetzt schon klar wurde, daß eigentlich Gottes Macht alles umfasst. Dann kannst Du ganz einfach vertrauen daß es immer noch weitere Lektionen zu erfahren gibt. Und ... wie es oben gesagt wurde, ist es gerade das was und trennt von dieser Gnadenerfahrung: Sich sorgen ob ich eine richtige oder falsche Entscheidung treffe.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Do 31. Jul 2008, 12:10

Johncom hat geschrieben:Kann man das so sagen ?

Man kann alles sagen und ich denke du sagst es so wie du es als richtig siehst und erkennst. Ja ich finde das man es so sagen kann wie du es gesagt hast. Zu einem möchte ich noch etwas schreiben...

Johncom hat geschrieben:Alles was war, war gut und richtig, alles musste so kommen wie es kam.

Es war gut und richtig in dem Sinn das Gott so wie es kam und noch kommen wird - zulässt. Es Sein Wille ist - das das Böse sich offenbaren kann. Das sehr vieles nicht gut und nicht richtig läuft beweist die Menschengeschichte selbst.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Do 31. Jul 2008, 12:33

Johncom hat geschrieben:Der fröhliche Mensch bewirkt meistens mehr als der ständig Bekümmerte.


Was denkst du was der Mensch tun kann damit er fröhlich wird ist und bleibt? Meinst du das alle Menschen gleich fröhlich sein könnten?

Es ist schon ein Unterschied ob ich ganz verbissen und voller Angst ja perfekt sein will oder ob ich im Herzen den Wunsch habe Gott mit meinem Leben Freude zu bereiten und in dieser Haltung einfach lebe. Bei beidem geht es um das bestmöglichste zu tun - nur der Weg dazu ist nicht derselbe.

Wenn ich erkannt habe das Gott alles am Besten weiss und kann und ich so von Herzen bete: "Dein Wille geschehe." - dann hat es keinen Platz mehr für meinen Eigenwillen. Ausser mein Wille ruht ganz und gar im Willen Gottes so das mein Wille der Wille Gottes ist den ich tue. Die Frage ist nur ob ich immer so Eins mit Gott und Seinem Willen lebe oder ob ich manchmal wieder zurückfalle in den Eigenwillen - in etwas das gegen Gott und schlussendlich auch gegen mich selbst und gegen den Mitmenschen ist.

Wir bewundern ja auch Menschen mit einem starken Willen. Und ich empfinde einen solchen Menschen nicht das er eigenwillig wäre. Weil ich seine Stärke als etwas gutes empfinde das ihm selbst hilft und auch den Mitmenschen.

Konnte ich dir mitteilen wie ich das Wort Eigenwille verstehe und warum ich ihn nicht als gut empfinde?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Fr 1. Aug 2008, 06:40

elamich7 hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Kann man das so sagen ?

Man kann alles sagen und ich denke du sagst es so wie du es als richtig siehst und erkennst. Ja ich finde das man es so sagen kann wie du es gesagt hast. Zu einem möchte ich noch etwas schreiben...

Johncom hat geschrieben:Alles was war, war gut und richtig, alles musste so kommen wie es kam.

Es war gut und richtig in dem Sinn das Gott so wie es kam und noch kommen wird - zulässt. Es Sein Wille ist - das das Böse sich offenbaren kann. Das sehr vieles nicht gut und nicht richtig läuft beweist die Menschengeschichte selbst.


Nun, wie gut kennen wir die Menschheitsgeschichte wirklich ? Nicht daß die Geschichtsbücher lügen, aber sie geben uns wenig Anleitung den Sinn, das Warum der Geschichte zu deuten. Zum sogenannten Bösen: Das Böse ist Teil unseres Daseins als 'körperliche' Menschen. Ohne das Böse kann das biologische Leben sich nicht entfalten. Beispiel: Es gibt zwei Familien ( oder Völker ), aber nicht genug Nahrungsmittel, Anbaufläche u.s.w. Sie werden um das, was da ist kämpfen. Vorsätzlich.

Jetzt geht es einem Anselm Grün wohl eher darum, daß Mensch mit sich und Gott ins Reine kommt. Mein Gedanke ist, daß wir statt nur nach außen zu schauen erstmal uns selbst betrachten. Und auch da werden wir böse Tendenzen entdecken, in uns. Diese wollen erlöst werden von unserer eigenen Missachtung.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Fr 1. Aug 2008, 07:26

elamich7 hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Der fröhliche Mensch bewirkt meistens mehr als der ständig Bekümmerte.


Was denkst du was der Mensch tun kann damit er fröhlich wird ist und bleibt? Meinst du das alle Menschen gleich fröhlich sein könnten?


Nein, nicht alle Menschen müssen fröhlich sein. Den Weg zur fröhlichen Losgelöstheit ( nicht arrogantes gut-drauf sein ) .. muss wohl jeder selber finden sofern er/sie ihn wirklich sucht. Was kann man tun ? Wenn man aus den gröbsten Pflichten raus ist, wie Kinder groß ziehen ... mal eine Zeit lang aussteigen aus dem Alltag ? Eine Zeitlang in einem Kloster mitleben. Eine Zeitlang in Mutter Teresas Pflegeheim in Indien mithelfen. Eine Zeitlang mit dem Rucksack um die Welt reisen ohne viel Luxus.

elamich7 hat geschrieben:Es ist schon ein Unterschied ob ich ganz verbissen und voller Angst ja perfekt sein will oder ob ich im Herzen den Wunsch habe Gott mit meinem Leben Freude zu bereiten und in dieser Haltung einfach lebe. Bei beidem geht es um das bestmöglichste zu tun - nur der Weg dazu ist nicht derselbe.


Ja es ist ein Unterschied, aber nur ein kleiner. Beide beschriebenen Wege wollen etwas ändern, man denkt so wie es ist, stimmt nichts .. ich will mich ändern, was tun. Man kann vermuten, Gott hat schon jetzt Freude an Dir. Und dieser Freude wirst Du gewahr wenn Du die Vorhänge aufreisst und entdeckst, daß dieser Tag einfach ein herrlicher Tag ist. Soviele Chancen sich an einem einzigen Tag ( dankbar ) zu freuen. Zusammen mit Gott. Mit Gott zusammen einen Walzer tanzen, einfach sich mitfreuen an allem was da ist, ist das nicht Perfektion ?

elamich7 hat geschrieben:Wenn ich erkannt habe das Gott alles am Besten weiss und kann und ich so von Herzen bete: "Dein Wille geschehe." - dann hat es keinen Platz mehr für meinen Eigenwillen. Ausser mein Wille ruht ganz und gar im Willen Gottes so das mein Wille der Wille Gottes ist den ich tue. Die Frage ist nur ob ich immer so Eins mit Gott und Seinem Willen lebe oder ob ich manchmal wieder zurückfalle in den Eigenwillen - in etwas das gegen Gott und schlussendlich auch gegen mich selbst und gegen den Mitmenschen ist.

Wir bewundern ja auch Menschen mit einem starken Willen. Und ich empfinde einen solchen Menschen nicht das er eigenwillig wäre. Weil ich seine Stärke als etwas gutes empfinde das ihm selbst hilft und auch den Mitmenschen.

Konnte ich dir mitteilen wie ich das Wort Eigenwille verstehe und warum ich ihn nicht als gut empfinde?


Ja danke. Seh ich auch so. Dieses 'Zurückfallen in den Eigenwillen' ist wohl ebenfalls Gottes Wille. Denn nur die wirkliche Erfahrung macht uns .. besser, oder reifer. Ich meine man kann einem Kind viel erzählen, aber seine Erfahrungen muss es später selbst machen. Ist ja wie mit den Religionen, die einfach nur 'Glauben' predigen, diese Religionen wackeln ständig. Sie machen Fehler, korrigieren sich, machen wieder Fehler .... Ich denke daß Glauben schon ok ist, nur um beständige Gott-Nähe zu erreichen braucht es Geduld, Zeit und Vertrauen. Muss Schluß machen. Herzlichen Gruß
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Fr 1. Aug 2008, 10:34

Lieber Johncom

Ich stelle mal diese zwei Aussagen untereinander.

Johncom hat geschrieben:Jetzt geht es einem Anselm Grün wohl eher darum, daß Mensch mit sich und Gott ins Reine kommt.


Mäxli hat geschrieben:Herr Grün macht tatsächlich einen sympathischen Eindruck und seine Art und sein Handeln sind für die Geschöpfe Gottes sicherlich in der Wirkung nützlich und angenehm, aber in geistlicher Hinsicht ist dies für das Kind Gottes und vor Gott wie ihn die Bibel beschreibt, leider wertlos bzw. vom Ziel fort führend.


Ja - wie kommen wir mit Gott ins Reine - das ist die Frage. Was sagt die Bibel dazu - was ist ihre Botschaft? Führt Anselm Grün am Ziel vorbei mit seiner Lehre? Ich meine - was ist seine Botschaft in Kurzform? Ich kenne sie nicht. Dazu müsste ich mehr von ihm gelesen haben.

Die Frage ist - auf wen hören wir - auf wen schauen wir - wem vertrauen wir?

Führen uns Hirten/Lehrer/Gurus/Meister nach "Kanaan" oder lassen sie uns in der "Kirche Wüste" unsere Runden laufen ohne Ende und ohne den Ort zu erreichen - das Land das Gott Seinem Volk versprochen hat das sie es in Besitz nehmen sollen?

Lassen wir unser altes Haus renovieren indem wir es aussen und innen immer wieder ein bisschen flicken damit es nicht ganz zerfällt? Oder glauben wir dem Wort Gottes das in uns nichts gutes ist? Das wir von neuem geboren werden müssen um das Reich Gottes zu sehen? Unser "Kanaan" kann heute beginnen - dann wenn wir bereit sind die Herrschaft dem Heerführer dieses Landes zu überlassen.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Sa 2. Aug 2008, 07:04

Liebe Elamich7,

bin nicht so bibelfest wie Du. Zu Kanaan fällt mir jene Hochzeit ein. Schaute gerade mal in Wiki nach, also: Es ist auch das dem Abraham und seinen Nachkommen versprochene Land ? Ja, wenn man die Allegorie erkennt, dann kann Kanaan heute beginnen.

Deine zentrale Frage ist: Auf wen hören wir - auf wen schauen wir - wem vertrauen wir ? .... spontan gedacht, auf Gott, auf Jesus natürlich. Auf den heiligen Geist. Und wenn ich frage, wem ich in heutiger Zeit das Vertrauen gebe mich geistig leiten zu lassen, dann verlasse ich mich auf mein Gespür. Welcher Prediger, Guru, Lehrer ist fest in Gott verankert ? Wer strahlt den heilenden Segen aus. Ist er in Frieden ? Erlöst er mich von meiner 'Trübsal' ;) ... Wie sehen dieses Lehrers 'Früchte' aus ? Und so weiter.

Welche Botschaft - in Kurzform - Anselm predigt, beschrieb Taube so:

Taube hat geschrieben:Aselm Grün spricht schlicht und einfach zu Menschen von der frohen Botschaft und ermutigt sie: "Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2 Kor 5,17) und "Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil." (Titus 2,11)


Weil Du ansprichst: Vertrauen, auf wen hören, auf wen schauen .. Zunächst sagt ja jeder normale Mensch, daß auch Selbstvertrauen nötig ist. Hat man Selbstvertrauen, so vertraut man auch auf Gottes weise Führung zu jeder Zeit. Man fühlt sich einfach sicher. Trifft man einen Lehrer, der große Versprechungen macht und schaut mal genau hin in die Runde seiner Zuhörer, sieht man oft daß sie sich Leute anzieht, die im Alltagsleben nicht besonders gut klar kommen. Ein Lehrer oder Prediger, der nicht die ganz großen Töne spuckt, der jeden in Freiheit zum Nachdenken auffordert, der ist mir persönlich lieber. Aber das ist bei jedem anders wie die Realität beweist.

Soweit mal ...
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Sa 2. Aug 2008, 13:23

Johncom Hallo

Ja - auf was sonst als auf mein Gespür könnte ich mich verlassen? Auf die Bibel fällt mir ein. Dort darf ich nachlesen wie ein Mensch ist der durch die Versöhnung des Sohnes Gottes Frieden mit Gott gefunden hat. Er hat:

Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue.

Es ist das Resultat des neuen Lebens aus Gott. Die sichtbare Frucht eines Menschen. Es ist eine Frucht mit sieben Geschmacksstoffen und alle gehören dazu - alle sind in der einen Frucht enthalten.

In was für einem Zustand bin ich - nachdem ich von einem solchen Menschen wieder abschied nehme. Oder wenn ich das Buch von ihm zur Seite lege? Bin ich durch seine Gegenwart - seine Worte erquickt worden? Fühle ich mich bereichert? Habe ich etwas von dem frischen Wasser das aus ihm quillt empfangen dürfen? Oder habe ich weniger als vorher? Hat er mich bestohlen - arm gemacht - etwas von mir genommen? Ich glaube man fühlt sich beschenkt wenn man von einem Menschen/Lehrer/Hirten weggeht der diese eine Frucht des Geistes selber ausstrahlt.

Wenn ich die Evangelien lese empfinde ich das Jesus den Menschen ihre Freiheit liess. Er sagte oft: Wenn jemand...dann...! Er liess die Menschen die nicht zu Ihm kommen wollten oder nicht bei Ihm bleiben wollten hielt Er nicht zurück. Er weinte über Sein Volk...aber Er liess ihnen ihren Willen.

Danke - dein soweit mal hat mir gefallen...
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon bluna » Sa 2. Aug 2008, 13:36

Heute kommt diese sendung auf SF 2 und SF Info,mann kann sie auch im Internet ansehen.

http://www.sonntag.ch
http://www.sf.tv
Sind wir nicht Alle ein Bischen Bluna???
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » So 3. Aug 2008, 14:15

Habe mir die Sendung angeschaut und angehört und auch die Seite von Seibel gelesen wo er von und über Anselm Grün schreibt.

Mir ist dann Paulus in den Sinn gekommen wie er den Philippern schreibt:

Folgt mir, liebe Brüder...

Um was ging es Paulus? Um einen Petrus gross zu machen oder um über Johannes zu schreiben und zu reden?

Er hatte eine grosse Leidenschaft und das war Sein HERR Jesus Christus.

Ihn möchte ich erkennen und die Kraft Seiner Auferstehung...


Wir stehen immer wieder in der Gefahr unseren Blick von Jesus Christus Selbst auf Menschen zu verlieren die von Gott oder Jesus reden.

Das ist auch heute noch der Fluch der Kinder Gottes. Wir suchen nicht den Rat des Einen, der allein König ist und der als Einziger rechtmässig das Sagen hat.
W.Ian Thomas
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mo 4. Aug 2008, 05:40

bluna hat geschrieben:Heute kommt diese sendung auf SF 2 und SF Info,mann kann sie auch im Internet ansehen.

http://www.sonntag.ch
http://www.sf.tv


Hi Bluna,

danke für den Hinweis nochmal. Habs mit im Internet als Video angesehn. Gruß :))
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mo 4. Aug 2008, 06:43

Das ist auch heute noch der Fluch der Kinder Gottes. Wir suchen nicht den Rat des Einen, der allein König ist und der als Einziger rechtmässig das Sagen hat.
W.Ian Thomas


Wer auch immer Ian Thomas ist, er hat das Problem daß er sich zwar als Kind Gottes glaubt, aber dennoch von einem Fluch verfolgt. Und diese Spannung predigt er an seine Leser weiter, oder ? Nein, ich denke nicht daß Kinder Gottes unter einem Fluch stehen. Segen ist das bessere Wort. Den wünsch ich gern auch dem Herrn Thomas.

elamich7 hat geschrieben:Um was ging es Paulus? Um einen Petrus gross zu machen oder um über Johannes zu schreiben und zu reden?
Er hatte eine grosse Leidenschaft und das war Sein HERR Jesus Christus.


Eine demütige Leidenschaft sozusagen. Man könnte auch fragen, worum ging es Jesus. Wollte er sich groß machen, sich als Idol der Anbetung freigeben ? Oder forderte er dazu auf, seine Wesentlichkeit aufzunehmen und in der Welt der Zukunft auch wirklich zu leben.

elamich7 hat geschrieben:Ihn möchte ich erkennen und die Kraft Seiner Auferstehung...


Ich schaute mir das Gespräch mit Anselm an und machte an ein paar Stellen Notizen. Am Ende fragte der Journalist noch nach seinem größten Wunsch, was seine Bücher und seine Leser angeht. Er sagte 'Mein Wunsch ist daß der Geist Jesu immer stärker wird in ihnen ( den Lesern ), daß durch die Leser auch etwas von dem Geist Jesu in der Welt sichtbar wird. .... Wir müssen nicht die ganze Welt missionieren, aber wenn wir Christen authentisch sind und etwas von Christus ausstrahlen, dann tut's der ganzen Welt gut'.

Hmm .. ob es da verschiedene Christentümer gibt ? Manchmal lese ich ( besonders hier ), daß man sich selbst Gutes tuen soll, sich zu dem 'Messias Jesus' bekehren damit es einem später mal gut geht. Dieser Anselm aber scheint in einem 'Sei jetzt frei und tue Gutes' Auftrag unterwegs zu sein. Den Geist Jesu jetzt schon aufnehmen und sichtbar werden lassen.

Er sagte 'Wenn Gott die Mitte ist kommt auch der Mensch in seine eigene Mitte'. In dem Sinne von 'Gott als Mittelpunkt des eigenen Lebens'. Also der Mensch fände seine eigene Mitte wieder, wenn er Gott in seinem Mittelpunkt zulässt. Fals ich's richtig verstanden hab.

Auch diese Zitat: 'Gott gegenwärtig zu lassen, das ist für mich auch ein Dienst an dieser Welt'. Erstmal was heißt gegenwärtig. Gegenwart heißt Presenz, also Anselms Gott ist unbedingt im Jetzt erfahrbar, oder zu begegnen. Er möchte nicht mehr erkennen, er erkennt ständig. Die Auferstehung ist ja schon seit langem passiert, also warum sich dann warten. Auf was ?

'Besten Gruß' ;)
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Mo 4. Aug 2008, 10:25

Grüezi Johncom

So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom HERRN.
Jer. 17,5


Dem Herr Thomas möchte uns sagen das wir uns ganz auf Gott verlassen sollen und nicht auf Menschen.

Das Volk Israel stand und fiel mit ihrem menschlichen König. War dieser Gott ergeben so ging es dem Volk gut. War der König gottlos so hatte es das Volk schlecht. Der Segen Gottes wich von ihm. Sie hatten sich einen menschlichen König gewünscht so wie die Heidenvölker ihn hatten und Gott hatte ihnen Saul gegeben. Einen König mit einem guten Anfang und einem tragischen Ende...

Nur Jesus Christus konnte sagen das die Menschen zu Ihm kommen sollen weil Er Selbst das Leben ist. Seine Jünger weisen auf Ihn - Jesus Christus. Weil sie glauben das niemand zu Gott kommen kann der nicht Ihn das Leben aufgenommen hat.

Die Auferstehung von Jesus Christus ist schon lange passiert. Möchten wir Seine Auferstehung in unserem Leib - unserem Sein ebenfalls erfahren? Dieses neue Leben aus Gott? Dazu muss es aber für uns zuerst "Karfreitag" werden. Wir unserer alten Natur willentlich den Tod erklären. Sie nicht mehr haben wollen. Dieses Leben losgelöst von Gott - von Seinem Willen. Unabhängig von Gott sein zu wollen bedeutet Tod.

Müssen wir Anselm Grün kennen oder W. Ian Thomas?

Was alles müssen wir von jemandem kennen damit wir sagen können das wir ihn kennen?

Du "kennst" den Herrn Thomas von einem Zitat und hast ein Bild von ihm. Ich schenke dir noch zwei.

Selbst wenn dein Nachbar betrunken im Rinnstein liegt, kannst du ihn lieben, nicht wegen des Menschen, den die Sünde aus ihm gemacht hat, sondern wegen des Menschen, den Christus aus ihm machen kann, wenn er erst an die Macht kommt. Du weisst, dass Christus auch aus ihm machen kann, was er aus dir gemacht hat.

Wenn wir uns als Menschen Jesus Christus so zur Verfügung stellen, wie Jesus sich als Mensch dem Vater zur Verfügung gestellt hat, wird Jesus für uns in unserem Menschsein das sein, was der Vater für ihn in seinem Menschsein war. Das ist in aller Kürze das ganze Christsein!
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Di 5. Aug 2008, 06:54

Hallo und guten Morgen !

elamich7 hat geschrieben:Nur Jesus Christus konnte sagen das die Menschen zu Ihm kommen sollen weil Er Selbst das Leben ist. Seine Jünger weisen auf Ihn - Jesus Christus. Weil sie glauben das niemand zu Gott kommen kann der nicht Ihn das Leben aufgenommen hat.


Du wolltest sagen ... der nicht Ihn - in - das Leben aufgenommen hat. Ich muss da ein bischen hin und her denken. Einerseits ist Gott ( = Christus ) das Leben Selbst. Andererseits kann niemand zu Gott kommen, der Gott ( = Christus, das Leben ) nicht in sein eigenes Leben aufgenommen hat ? Aha. Die Lösung liegt darin: nicht ich lebe, alleine Gott lebt.

Im Grunde nichts anderes, als was die Mystiker zu allen Zeiten an sich erfuhren, und wenn es einen Ruf gab, auch weiterreichten an ihre Zuhörer. Nicht 'du' lebst wirklich, Gott lebt. Nur das dieses weder gedanklich noch willentlich zu erfahren ist. Die Erfahrung geschieht durch einen Gnadenakt, er ist nicht in 'meiner' Hand. Was ich dann tuen kann, ist wachen und warten, daß sich 'Gott in mir' öffnet.

Dazu fällt mir gerade ein, daß ich in den Begegnungen mit missionierenden Christen nicht immer den real offenbarten Gott spürte.

elamich7 hat geschrieben:Die Auferstehung von Jesus Christus ist schon lange passiert. Möchten wir Seine Auferstehung in unserem Leib - unserem Sein ebenfalls erfahren? Dieses neue Leben aus Gott? Dazu muss es aber für uns zuerst "Karfreitag" werden. Wir unserer alten Natur willentlich den Tod erklären. Sie nicht mehr haben wollen. Dieses Leben losgelöst von Gott - von Seinem Willen. Unabhängig von Gott sein zu wollen bedeutet Tod.


Einmal dazu: Unser Leib ist nicht unser Sein. Dann: Kein Leben ist losgelöst von Gott. Demnach auch keine wirkliche Unabhängigkeit von Gott. Von bestimmten traditionellen Gottesbildern kann man sehr wohl unabhängig sein. Nicht aber vom 'originalen' Gott. Ich wär eigentlich etwas vorsichtig, immer von Gott, Gott, Gott zu sprechen, allermeistens will man ein Gottesbild transportieren. Und Juden und Muslime ( soviel ich weiß ) haben auch Vorbehalte was die Rechtschreibung des Gottesnamens anbetrifft.

Karfreitag ist ein gutes Stichwort, die alte Natur stirbt. Und gleichzeitig passiert etwas ganz neues was der alte Mensch nur erahnen, aber nicht wissen kann. Nein, so willentlich kann der alten Natur nicht der Tod erklärt werden .. oder gut: Man kann es ja versuchen.

elamich7 hat geschrieben:Müssen wir Anselm Grün kennen oder W. Ian Thomas?

Was alles müssen wir von jemandem kennen damit wir sagen können das wir ihn kennen?


Also um Anselm Grün kennenzulernen gibt es ja diesen Tread. Nein, niemanden müssen wir kennen, nur uns selbst. Mit sich selbst kennenlernen meine ich beides, die 'sündige Person' in einem jeden, aber auch die Heiligkeit in einem jeden. Worauf ja auch W. Ian Thomas hinweist. Einmal das Fleisch sozusagen, einmal der Christus in uns ... wie Anselm darauf hindeutet, daß in der Stille das Wirken des Heiligen Geistes erkannt werden kann. Der Weg durch die Stille ist nicht ein Weg für jeden. Und so gibt es eben auch viele Wege zum Heil über das Bild des äusseren Gottes.

Und wenn's noch erlaubt ist, das zu sagen ... lasst uns alle Wege zu Gott respektieren. Es gibt nur einen Gott. :respekt: :umarm: :clap:
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Di 5. Aug 2008, 09:55

Johncom hat geschrieben: Die Erfahrung geschieht durch einen Gnadenakt, er ist nicht in 'meiner' Hand. Was ich dann tuen kann, ist wachen und warten, daß sich 'Gott in mir' öffnet.

Ja es ist Gnade und ja es liegt nicht in meiner Hand. Was ich tun kann ist glauben. Glauben das ich alles tun kann - zu was auch immer Gott mich sendet. Weil Jesus sagt das Ihm alle Macht gegeben ist. Die ganze Allmacht Gottes steht mir zur Verfügung wenn ich nur glaube. Wenn ich mit Gott rechne und nicht mit meinen armseligen paar Fische und Brote...

Ich glaube eben nicht das wir Anselm Grün werden kennenlernen durch diesen Thread. Was wir von ihm dann kennen sind Worte. Seine geschriebenen Worte. Worte können - müssen aber nicht mit dem Leben eines Menschen identisch sein. Auf das möchte ich schon die ganze Zeit hinaus. Das wir gar nicht andre kennen müssen und das wir sie auch gar nicht kennen können. Weil sie sich selbst gar nicht wirklich kennen.

Ich glaube sogar das ich mich selbst gar nicht in erster Linie kennen muss. Nicht alles an und von mir bis ins tiefste kennen. Gott und Jesus Christus sollen wir erkennen. Wenn ich Gott erkenne dann habe ich alles. Er wird mir mein Herz zeigen. Langsam - Schritt für Schritt. Immer neu und immer tiefer. Je mehr ich mich und mein eigenes Herz kennen lerne - je grösser und lieber und wertvoller wird mir die Gnade Gottes - das neue Leben in mir von Gott geschenkt. Dann lasse ich mein altes Leben gerne aussterben. Weil das neue so viel besser ist. Das muss ich selbst erfahren. Das können mir Menschen erzählen und viel darüber reden. Erst wenn ich selbst so richtig einen tiefen Blick in meine Verdorbenheit geworfen habe - glaube ich dem Wort Gottes. Das mein Herz eine Mördergrube ist - ein schreckliches Ding.

Der Weg zu Gott geht nur über den Weg und der Weg ist Jesus Christus. Es mag sein das wir Menschen viele Umwege durch die Wüste zu laufen haben bis wir das erkennen. Wenn ich erkannt habe das nur Gott mich erlösen kann und das Er mich erlöst hat durch das Sterben und das Leben Jesu dann glaube ich auch das es keinen andern Namen gibt in dem ich Rettung hätte und kein anderer Weg.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Mi 6. Aug 2008, 06:58

elamich7 hat geschrieben:Ich glaube eben nicht das wir Anselm Grün werden kennenlernen durch diesen Thread. Was wir von ihm dann kennen sind Worte. Seine geschriebenen Worte. Worte können - müssen aber nicht mit dem Leben eines Menschen identisch sein. Auf das möchte ich schon die ganze Zeit hinaus. Das wir gar nicht andre kennen müssen und das wir sie auch gar nicht kennen können. Weil sie sich selbst gar nicht wirklich kennen.


Da sind wir sicher auf verschiedenen Ausgangspunkten, liebe Elamich7. Auch für mich ist es nicht reizvoll, Anselm Grün als Person kennen zu lernen. Überhaupt brauche ich nicht viele Menschen zu kennen. Anselm schreibt, hält Vorträge, Seminare. Niemand dort soll ihn als Person kennen. Und ich nehme nicht an, das er es mag wenn Menschen ihm persönlich zu nahe kommen. Und vermutlich mag er es auch nicht, wenn Leute glauben ihm 'folgen' zu müssen. Falls er ein Lehrer ist, dann steht die Leere im Vordergrund, das Vermitteln. Anselm bringt den Interessierten die im heutigen Christentum oft übersehene Praxis der Meditation zurück, und wie er sagte, haben viele im Buddhismus gesucht und wollen jetzt ihre eigenen, also die christlichen Wurzeln wieder finden. Ich nehme an daß es auch Christen oder nicht religiöse Leute sind, die eine Methode der Ruhe-Findung im Alltag suchen, denen aber die östliche Tradition der Einkehr zu exotisch ist. Das ist wohl seine Klientel, das Leser- und Besucherpublikum, welches ihn so erfolgreich macht.

Stimme dem zu, was Du über Worte sagst, Worte müssen nicht identisch sein mit 'dem Menschen'. Das tiefst-innere Wesen des Menschen, der 'Christus in uns' ist völlig ohne Gedanken, also ohne Worte. In der tiefen Stille finden wir ein Dasein das keiner Worte bedarf. Da ist auch keine Idee von 'Ich bin ein Lehrer' oder 'ich bin ein Schüler'. Nach dieser friedlichen erlebbaren Stille sehnen sich viele. Für manche ist Anselm eine Art Meditationslehrer oder Impuls-Geber.

elamich7 hat geschrieben:Ich glaube sogar das ich mich selbst gar nicht in erster Linie kennen muss. Nicht alles an und von mir bis ins tiefste kennen. Gott und Jesus Christus sollen wir erkennen. Wenn ich Gott erkenne dann habe ich alles. Er wird mir mein Herz zeigen. Langsam - Schritt für Schritt. Immer neu und immer tiefer. Je mehr ich mich und mein eigenes Herz kennen lerne - je grösser und lieber und wertvoller wird mir die Gnade Gottes - das neue Leben in mir von Gott geschenkt. Dann lasse ich mein altes Leben gerne aussterben. Weil das neue so viel besser ist. Das muss ich selbst erfahren. Das können mir Menschen erzählen und viel darüber reden. Erst wenn ich selbst so richtig einen tiefen Blick in meine Verdorbenheit geworfen habe - glaube ich dem Wort Gottes. Das mein Herz eine Mördergrube ist - ein schreckliches Ding.


So eine schreckliche Mördergrube ist Dein Herz sicher nicht. Aber wenn Dich immer wieder solche Grauenssignale aus Deinem Herzen erreichen, dann wäre ein Meditationsweg bestimmt nicht der beste Rat. Sondern Gespräche mit einem Gegenüber, dem Du vertrauen völlig kannst. Du sagst ganz richtig: Menschen können viel erzählen und viel darüber reden. Jetzt würd ich aber nicht zu misstrauisch sein gegenüber allen Menschen. Schliesslich sind sie - genauso wie Du - Gottes Geschöpfe. Und vielleicht will Gott, daß Du die Menschen annimmst, daß Du von ihnen lernst ? Ist bei mir jedenfalls so, ich lerne immer etwas dazu, was aber nicht heißt daß ich irgendwem 'folge' oder an ihn 'glaube'. Überhaupt geht das Wort Glauben bei mir völlig in den Hintergrund, eher ist es ein Sehen oder ein Erspüren. Und vor allem vertraue ich. Und wiederum: Ich vertraue weil ich 'sehe' ... das Gott in allem und durch alles wirkt. Weil ich meinen 'Ich-Panzer' immer wieder öffne .. in vollem Vertrauen.

elamich7 hat geschrieben:Der Weg zu Gott geht nur über den Weg und der Weg ist Jesus Christus. Es mag sein das wir Menschen viele Umwege durch die Wüste zu laufen haben bis wir das erkennen. Wenn ich erkannt habe das nur Gott mich erlösen kann und das Er mich erlöst hat durch das Sterben und das Leben Jesu dann glaube ich auch das es keinen andern Namen gibt in dem ich Rettung hätte und kein anderer Weg.


Schön gesagt. :applause: Und ich wünsche Dir wirklich daß Gott sich Dir offenbart durch Jesus Christus, und Dich von allem, was bisher im Weg stand, wirklich erlöst. :praise:

Besten Gruß
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Mi 6. Aug 2008, 10:54

John - Hallo - also ich würde Anselm Grün genau so gerne mal persönlich treffen wie sonst einen Menschen der in mein Leben gekommen ist. Es ist spannend und bereichernd von Menschen mehr zu "sehen". Es geht mir darum das es nicht notwendig ist ihn näher kennenzulernen. Wenn mir seine Botschaft -also das was ich von ihm gelesen habe weiterhilft Gott noch lieber zu haben und meine Mitmenschen - dann ist er mir zum Segen geworden. Ob er selbst mit seinen Worten identisch ist muss ich nicht wissen. Schön ist es es wäre so. Auch wenn ich ihn getroffen hätte dann würde so ein kurzer Besuch nur ein Teil des ganzen Bildes offenbaren. Und ich würde ihn doch nicht kennen.

Oder was meinst du John? Genügt es einem Menschen für eine Sekunde in die Augen zu schauen um zu wissen ob der Mensch es gut mit einem meint?

Ich empfinde es auch so das wenn ich mich ganz in Christus weiss - ich glücklich bin ganz ohne Worte. Es ist ein innerer Friede - eine tiefe Ruhe und Geborgenheit. Ein Urvertrauen möchte ich fast sagen. Ich weiss mich in den Armen des Ewigen - des Heiligen Israels. Aber es bleibt nicht ohne Gedanken wenn ich Gott suche und Ihn bitte zu mir zu reden.

Den Eindruck hatte ich von Anselm Grün auch - das es ihm überhaupt gar nicht um ihn und seine Person geht. Das er einfach das weitergeben möchte was ihm gut tut und ihm hilft. Er hat auf mich bescheiden gewirkt und das ist bewundernswert bei seiner Popularität. Wichtig ist mir doch anzufügen - das ich damit nicht sagen will das alles was er lehrt auch das ist was ich als richtig erkannt habe. Einiges was er schreibt ist mir total fremd und ich möchte damit nichts zu tun haben.

Geht es uns nicht mit allen Menschen so - auch hier im Forum? Das wir fast mit jedem mehr oder weniger starke Berührungspunkte haben und je mehr sie mit unserer Ansicht identisch sind - je näher fühlen wir uns zu diesem Menschen hingezogen.

Ich bin einfach davon überzeugt das der Mensch zu ganz bösem oder schrecklichem Fähig ist wenn er in die entsprechende Situation gestellt ist. Das zeigt mir das eben das Herz eines Menschen von Grund auf nicht gut ist. Das lese ich so aus der Bibel und mache diese Erfahrung mit den Menschen. Der allerliebste den ich schon traf kann eine ganz andere Seite zeigen wenn er nur gereizt wird oder irgendwie herausgefordert. Mord ist in den Augen Gottes nicht nur die Tat - sondern nur schon der Gedanke - denn dort beginnt er - der Mord. Das meine ich mit Mördergrube. Das wir Menschen zu schlechten Gedanken fähig sind die dann wenn sie weitergedacht werden und genährt zu einer bösen Tat werden können.

Nein John - ich bin überhaupt nicht misstrauisch. Im Gegenteil. Ich bin neugierig und offen den Menschen gegenüber. Nicht blind alles naiv annehmend - aber auch nicht zum Voraus mit einer ablehnenden Haltung behaftet.

So darf ich von allen und jedem etwas lernen. Das empfinde ich als sehr wichtig. Wie schnell ist der Mensch in Gefahr sich einen andern Menschen als absolutes Vorbild zu nehmen - nur weil dieser Mensch ein paar gute und interessante oder sogar sehr fromm klingende Worte gesagt hat. Diese Menschen stehen und fallen mit ihren selbsternannten "Göttern".
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Do 7. Aug 2008, 07:29

Hallo und guten Morgen, Elamich7

elamich7 hat geschrieben:Wenn mir seine Botschaft -also das was ich von ihm gelesen habe weiterhilft Gott noch lieber zu haben und meine Mitmenschen - dann ist er mir zum Segen geworden.


Wir vergessen oft eines: Da ist nicht nur Gott und die Menschen, das sind auch wir selbst. Es sollte so sein, daß man auch sich selber lieb hat. Du verstehst sicher was ich meine. Ja, das Wort 'Segen' trifft es, wer gesegnet ist weiß: Ich bin gut. Ich bin gewollt. Wer glücklich ist gibt etwas segensreiches an seine Mitmenschen wieder, sogar ungewollt. Ganz natürlich und spontan.

elamich7 hat geschrieben:Oder was meinst du John? Genügt es einem Menschen für eine Sekunde in die Augen zu schauen um zu wissen ob der Mensch es gut mit einem meint?


Hm ... auch hier find ich, daß wir 'uns selbst' zu oft außer acht lassen. Bin ich bereit, Segen anzunehmen ? Man könnte es so versuchen zu formulieren: Jemand, der völlig im Vertrauen geht, der nimmt 'schlechte Meinung' überhaupt nicht richtig wahr. Wer soll es mit mir schlecht meinen ? Warum ?

elamich7 hat geschrieben:Ich empfinde es auch so das wenn ich mich ganz in Christus weiss - ich glücklich bin ganz ohne Worte. Es ist ein innerer Friede - eine tiefe Ruhe und Geborgenheit. Ein Urvertrauen möchte ich fast sagen. Ich weiss mich in den Armen des Ewigen - des Heiligen Israels. Aber es bleibt nicht ohne Gedanken wenn ich Gott suche und Ihn bitte zu mir zu reden.


Das ist natürlich eine richtige Zuflucht, dieser friedliche Zustand in dem man Urvertrauen zurück bekommt. Dann aber - wenn man auf Gottes 'Reden' lauschen will, dann sollte man doch besser das innere still sein kultivieren. Denn reden und zuhören gleichzeitig schliesst sich aus.

Zu Anselm:
elamich7 hat geschrieben: Wichtig ist mir doch anzufügen - das ich damit nicht sagen will das alles was er lehrt auch das ist was ich als richtig erkannt habe. Einiges was er schreibt ist mir total fremd und ich möchte damit nichts zu tun haben.


Genau das total Fremde, oder wie Du sagst 'damit nichts zu tun haben' ... obwohl ich nicht weiß was Du genau meinst - aber das, was einem seltsam vorkommt, genau das ist oft das, was genau das ist, wovor man bisher ausgewichen ist. Genau in der plötzlich auftauchenden Hürde liegt die nächste Aufgabe auf dem Weg. Wenn man sein Leben als einen Prozess sieht, ein Wachstum. Wenn man sein Leben als ein 'immer brav sein im einmal angenommenen Glauben' sieht, dann sollte man immer allen auftauchenden Herausforderungen ausweichen und warten bis das Leben vorbei ist. Dann lieber Augen und Ohren zu. ... oder sags einfach frei heraus, was war denn dieses total Fremde was Autor Anselm schreibt ? Ich hatte bisher nur eins seiner Bücher, aber keine Zeit es zu lesen weil es als Geschenk gedacht war. Hast mich jetzt neugierig gemacht.

elamich7 hat geschrieben:Geht es uns nicht mit allen Menschen so - auch hier im Forum? Das wir fast mit jedem mehr oder weniger starke Berührungspunkte haben und je mehr sie mit unserer Ansicht identisch sind - je näher fühlen wir uns zu diesem Menschen hingezogen.


Schwierig zu sagen. Von einigen Beitragschreibern kann ich gute Impulse aufnehmen. Besonders wenn ich große gedankliche Weite fühle bei den Schreibern. Zu den Personen selbst suche ich keine Nähe, aber ich fühle mich schon verbunden, oder verwandt. Genauso mit Menschen außerhalb dieses Forums. Bei manchen reicht es nur zum 'Guten Tag', bei anderen kommt etwas mehr herüber, dann gibt es ein Aufhorchen. Hat er/sie genau das Lösungsstichwort zu der Frage, an der ich gerade arbeite ?

elamich7 hat geschrieben:Ich bin einfach davon überzeugt das der Mensch zu ganz bösem oder schrecklichem Fähig ist wenn er in die entsprechende Situation gestellt ist. Das zeigt mir das eben das Herz eines Menschen von Grund auf nicht gut ist. Das lese ich so aus der Bibel und mache diese Erfahrung mit den Menschen. Der allerliebste den ich schon traf kann eine ganz andere Seite zeigen wenn er nur gereizt wird oder irgendwie herausgefordert.


Ich selber hatte auch schon absolut schreckliche und dramatische Erlebnisse, besser gesagt: Zusammenstösse. Muss mich allerdings auch fragen, in wie weit war es mein eigenes Mitwirken. Der andere ist an allem Schuld, das wär billig, wenn man auf dem Standpunkt bleibt. Im Zusammenleben sind es immer zwei. Und je höher die Erwartungen am Anfang, umso tiefer fällt man dann mit einem Mal. Was auch heissen kann, daß ein Konflikt zwischen Menschen langsam entsteht, dann explodiert er .. aber beide haben die Unstimmigkeit lange verdrängt, beide. Das Versagen in einer entsprechenden Situation ist das Ergebnis beider Teilnehmer.

elamich7 hat geschrieben:So darf ich von allen und jedem etwas lernen. Das empfinde ich als sehr wichtig. Wie schnell ist der Mensch in Gefahr sich einen andern Menschen als absolutes Vorbild zu nehmen - nur weil dieser Mensch ein paar gute und interessante oder sogar sehr fromm klingende Worte gesagt hat. Diese Menschen stehen und fallen mit ihren selbsternannten "Göttern".


Ja, es gibt nur einen Gott. 'Götter' sind Bilder. Es ist verständlich, daß man sich immer Bilder macht weil der eine und unbegreifliche Gott eben nicht gedacht und eingegrenzt werden kann.

Soweit mal kurz .... ;)
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon elamich7 » Do 7. Aug 2008, 14:13

Johncom hat geschrieben:Jemand, der völlig im Vertrauen geht, der nimmt 'schlechte Meinung' überhaupt nicht richtig wahr. Wer soll es mit mir schlecht meinen ? Warum ?

Ich denke schon das es Menschen gibt die schlechte Absichten haben gegen ihre Mitmenschen. Doch möchte ich dir recht geben insofern, das wer Gott liebt - dem dient alles - auch das Böse der Menschen - zu seinem Guten.

Der Bitte das Gott zu mir sprechen soll folgt natürlich das stillsein - sonst geht das Hören schlecht.

Verstehe dich schon. Nicht alles was mir fremd vorkommt muss auch schlecht sein. Im Gegenteil. Es könnte sich als etwas sehr gutes herausstellen.

Johncom hat geschrieben: Zu den Personen selbst suche ich keine Nähe, aber ich fühle mich schon verbunden, oder verwandt.


Wie darf ich das verstehen? Zu welchen Personen suchst du keine Nähe?

Erzählst du mir von einem solchen dramatischen Zusammenstoss. Hast mich neugierig gemacht was du als solches Bezeichnest.

Anselm Grün ist Mitglied einer Organisation mit dessen Lehren ich mich nicht vereint weiss. Es macht mir mehr Freude von Christus zu reden und was Er uns Menschen sein will.

Schlaf gut...
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon LordAlm » Mo 1. Sep 2008, 14:33

Johncom hat geschrieben:Herr Grün geht wohl davon aus, daß das Potential 'heiliger Geist' in allen Menschen vorhanden ist, daß es erweckt und gefördert werden kann.
Ja eben, da weiss man nie, ob er für Christen oder für Nicht-Christen schreibt. Er will auch nicht unterscheiden. Er lehrt keine Umkehr, wie es die Schrift sagt. Der Schritt zum Christsein ist bei ihm überaus schwammig. Er interpretiert geistliche Prozesse und das Heilsgeschehen in psychologische Deutungsmuster um. LA
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Di 2. Sep 2008, 05:38

LordAlm hat geschrieben:
Ja eben, da weiss man nie, ob er für Christen oder für Nicht-Christen schreibt. Er will auch nicht unterscheiden. Er lehrt keine Umkehr, wie es die Schrift sagt. Der Schritt zum Christsein ist bei ihm überaus schwammig. Er interpretiert geistliche Prozesse und das Heilsgeschehen in psychologische Deutungsmuster um. LA



Sicher schreibt Anselm Grün für jeden. Ich denke mal, ein erfahrener Beichtvater hat in sehr viele seelische Abgründe gesehen. Von entschiedenen Christen oder von mitlaufenden, wie auch Menschen, die sich für kein Etikett entscheiden werden.

Umkehr, wie es die Schrift sagt oder wie es der Leser jeweils verstehen kann ? Umkehr wird auch wie 'Einkehr' gedeutet, oder ein abkehren von der Welt der Sinne und des Egos. Nun, wenn jemand psycholgisch deutet im Einklang mit dem Heilsangebot Jesu, dann ist daß ja eine Übersetzung in die Sprache der jetzigen Zeit. In jeder Epoche veränderte sich die Wahrnehmung und die Sprache.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Jonah » So 18. Apr 2010, 18:43

Re: Wer kennt Anselm Grün?

Bin Anselm Grün noch nie persönlich begegnet. Habe ihn "nur" in Fernsehinterviews gesehen, bei denen er mich tief beeindruckt hat. Er scheint mir eine sehr weise, demütige Seele zu sein. Ich mag seine Lebensweisheiten. Sie haben viel Tiefe, getragen von Weisheit. Für mich eine Bereicherung in meinem Leben.

http://www.youtube.com/watch?v=XEclFvwE ... re=related

http://www.youtube.com/watch?v=FkZeTsQ-nAQ&NR=1

Wenn ich Anselm Grün sprechen höre, habe ich den Eindruck, dass er tief vom heiligen Geist erfüllt ist. Für mich ganz offensichtlich ein Mann, durch den Gott spricht und mir ein Vorbild ist. Ein Mensch, der Jesus Christus nachfolgt und darüber die Herzen der Menschen berührt.

http://www.youtube.com/watch?v=Z9Ut4SRi ... re=related

Grüsse Jonah

Unser Herz ist der Ort, an dem Gott selbst im
Menschen wohnt. Das Herz ist der Ort, an dem
Himmel und Erde sich berühren. Und zugleich
ist das Herz die Tür, durch die ein anderer Mensch
bei uns eintreten kann. Das Herz verbindet
Menschen miteinander. Doch immer wenn zwei
Herzen sich berühren, öffnet sich der Himmel
über ihnen. Da steigen Engel auf der Himmels-
leiter auf und nieder.

von Anselm Grün
Christus spricht: Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Faith » So 18. Apr 2010, 22:22

ich finde es wirklich eine Wohltat euch bei eurer Diskussion zuzuschauen, kein Streit, Bibelstellenrumklopferei etc. sondern ein Erfahrungsaustausch. Ich hab auch einige Bücher von Anselm Grün und er ist meiner Meinung nach einer der bedeutensten Pater heutezutage, den er hat was zu sagen und er berührt einem das Herz. Er weiss wovon er spricht und was ich an ihm so schätze ist, es nirgents eine Verurteilung bei ihm und er weist immer auf Jesus hin und dass nur bei Ihm Heil und Heilung zu finden ist. Was ich auch an ihm mag ist, er ist sehr einfach in dem wie er redet, so dass es wirklich jeder verstehen kann. Ein moderner Mystiker, der den Menschen von heute die Frohe Botschaft in seiner Einfachheit rüberbringt. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was er schreibt, ich glaub dass will er auch nicht, aber er ist ein wunderbarer Lebensbegleiter.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Schoham » Mo 19. Apr 2010, 09:40

Faith hat geschrieben:ich finde es wirklich eine Wohltat euch bei eurer Diskussion zuzuschauen, kein Streit...


"elamich7" diskutiert gerne ohne Streit... ;) und damit es nicht aussieht wie wenn sie nicht ich wäre sag ich grad gleich das ich sie bin... :mrgreen:

Wenn ich Anselm Grün höre denk ich sofort an Einfachheit und Demut. Gott sei dank dürfen wir noch erleben das es wirklich solche Menschen gibt, wovon uns die Bibel berichtet :praise: .
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Mo 19. Apr 2010, 09:48

Ich habe Aselm Grün auch immer wieder gerne zum Lesen. Allerdings nicht alles, einiges ist mir zu seicht. Aber immer wieder findet man gute und schöne Gedanken, welche berühren.

Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » Mo 19. Apr 2010, 09:52

LordAlm hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Herr Grün geht wohl davon aus, daß das Potential 'heiliger Geist' in allen Menschen vorhanden ist, daß es erweckt und gefördert werden kann.
Ja eben, da weiss man nie, ob er für Christen oder für Nicht-Christen schreibt. Er will auch nicht unterscheiden. Er lehrt keine Umkehr, wie es die Schrift sagt. Der Schritt zum Christsein ist bei ihm überaus schwammig. Er interpretiert geistliche Prozesse und das Heilsgeschehen in psychologische Deutungsmuster um. LA


So einfach kann man das nicht sagen. Er ist nicht nur ein Psychologe: Kreuz, Auferstehung, Erlösung, Stellvertretung oder Umkehr sind sehr wohl wichtige Themen bei ihm.

Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Schoham » So 16. Mai 2010, 10:42

Taube hat geschrieben:.. einiges ist mir zu seicht.


Ja :(

In manchen Köpfen schwirrt noch immer die Idee herum, dass Gott seinen Sohn sterben lässt, um unsere Sünden zu vergeben. Doch was ist das für ein Gott, der den Tod seines Sohnes nötig hat, um uns vergeben zu können?
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » So 16. Mai 2010, 11:45

Anselm Grün sagt aber: In manchen Köpfen..." Im Buch "Erlösung" wird er deutlicher, dass er dies in seinen Vorträgen immer hört (siehe Einleitung S. 7). Es zeigt dann detailliert auf, wie viel reichhaltiger die Bibel von Erlösung spricht, dass also dieses in manchen Köpfen so einseitige Verständnis zu einfach ist. Er kommt also darauf zurück, was das alles beinhaltet dieses "für unsere Sünden" (siehe "Erlösung" S. 65ff). Er geht dort auf die biblischen Texte der Bedeutung vom Tode Jesu ein.

Wenn man teilweise auf Internetseiten Grün kritisch sieht und sich auf dieses obige Zitat stützt, wie z.B. Horst Koch *, welcher sowieso fast alles negativ und okkult sieht (Ausnahme ist seine eigene Meinung, die richtig ist), muss man sich fragen, wie intensiv diese Leute überhaupt die kritisierten Sachen studiert haben. Einfach billig einige Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen, ist meiner Meinung nach schon etwas frech.

Es gibt schon einiges zu kritisieren bei Grün, so z.B. die Engelslehre. Auch sieht man immer wieder, dass er im Grunde genommen noch sehr konservative katholisches Denken vertritt wie z.B. in der Frauenfrage. Da scheint mir, dass er da zu wenig Mut hat, sein christliches Denken konsequent durchzuziehen.

Gruss Taube


* http://www.horst-koch.de/joomla_new/con ... w/161/167/
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » Sa 29. Mai 2010, 16:10

Taube hat geschrieben:Es gibt schon einiges zu kritisieren bei Grün, so z.B. die Engelslehre. Auch sieht man immer wieder, dass er im Grunde genommen noch sehr konservative katholisches Denken vertritt wie z.B. in der Frauenfrage. Da scheint mir, dass er da zu wenig Mut hat, sein christliches Denken konsequent durchzuziehen.


Ich greif mal nur dieses Wort auf: christliches Denken. Dieses mag es geben, so ein Nachsinnen darüber was Jesus 'gemeint' habe. Nur, Jesus hat nichts gemeint. Er hat offenbart ! Er hat das innere Geheimnis nach aussen gebracht.

Anselm hat geschrieben:Jesus hat die Zehn Gebote nicht in viele Einzelgebote aufgefächert, sondern sie auf das Liebesgebot reduziert und damit verdichtet. Er hat verstanden, worum es in den Geboten letztlich geht: Es geht um die Frage, ob wir Gott und den Menschen und uns selbst lieben, ob die Liebe die eigentliche Grundlage unseres Lebens ist oder aber Hass und Zwietracht, Neid und Gewalt


Wer versucht, christlich zu denken der kann auch sonstwas denken. Alles das Gleiche, alles nur Konzepte, Theorien. Das Denken ist von Natur aus trennend, also dualistisch. Der grosse Sprung in Jesus hinein ist jedoch ein Sprung heraus aus dem Krämerverstand. Das christliche Denken wäre nichts anderes als alles sonstige Denken: Tue dies damit das passiert ..... Mahnungen, Regeln, Gesetze, Vorschriften.

Anselm hat geschrieben:Ohne Liebe bleiben die Gebote leer. Und ohne Liebe vermag ich letztlich kein Gebot zu erfüllen. Erst die Liebe füllt die Gebote mit Leben. Das ist die neue Deutung Jesu.


Achtung: Neue Deutung. Neues Leben. Und ich behaupte mal es ist ein grenzüberschreitendes neues Leben. Wenn Gott als da-seiend in allem erkannt wird wird das Leben wie ein Fest. Alles kocht über, springt aus sich heraus so wie ein Feuerwerk.

Ein neues Leben aus Gott passiert aus 'sich selbst' und jedes christliche Denken wäre ein im alten Jammertal verbleiben. Mit Denken kann man sich die Zeit vertreiben aber das neue Leben aus Gott - oder in Gott hinein - kennt keine Zeit mehr.

Anselm hat geschrieben:Indem ich die zehn Worte Gottes meditiere, entdecke ich, wer Gott ist und wer ich selbst bin. In der Meditation erkenne ich die Weisheit Gottes in den Geboten und den Weg zum wahren Leben für uns Menschen.


So geht es dem Mystiker weniger um Denken sondern um wahres Leben. Die ängstliche Zögerlichkeit verlassen und in Meditation erkennen. Kennen - sehen - sein.

Zitate aus Anselm Grün: 'Die Zehn Gebote. Wegweiser in die Freiheit'.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 30. Mai 2010, 12:43

Wenn man teilweise auf Internetseiten Grün kritisch sieht und sich auf dieses obige Zitat stützt, wie z.B. Horst Koch *, welcher sowieso fast alles negativ und okkult sieht (Ausnahme ist seine eigene Meinung, die richtig ist), muss man sich fragen, wie intensiv diese Leute überhaupt die kritisierten Sachen studiert haben. Einfach billig einige Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen, ist meiner Meinung nach schon etwas frech.


Wenn Du das als Christ so etwas sagst über Horst Kochs Webseite, wo einige fähige Leute zum Thema Okkultismus schon mal Einiges sagen was absolut stimmt, dann frage ich mich, wie Du derart pauschalisieren kannst als Christ.

muss man sich fragen, wie intensiv diese Leute überhaupt die kritisierten Sachen studiert haben.

Ich vermute mal, vor allem was Kurt Koch angeht, tausendmal mehr als Du.
Und das auch in der Seelsorge durch Befreiung von okkult Belasteten. Du solltes zumindest gnädig zur Kenntnis nehmen, dass viele Seelsorger solche Erfahrungen haben.

Was falsche Lehren und Meditation angeht, so sind dem Mensch viele Zusammenhänge nicht klar, es sei denn er schafft sich ein abgeschlossenes System für sich selber, in dem für ihn alles klar ist. Dann nennt er alles, was nicht in sein System passt " Blödsinn".
Da sollte man warnende Stimmen wenigstens zur Kenntnis nehmen und Vorsicht walten lassen, ob man Meditation immer grundsätzlich gut findet. Also offen sein für Warnungen, anstatt sie "blind" zu übersehen.

Eigentlich solltest Du am Beispiel vom Starez schon gelernt haben, wie leicht man in esoterische Verwirrungen auch mit christlicher Meditation kommen kann, und das nicht zuletzt, weil eine Verbindung zum Jenseits geöffnet wurde, und dämonische Geister Einfluß nehmen wollen auf die Psyche des Meditierenden(ich hoffe, Du hast die Erlebnisse vom Starez noch im Gedächtnis).

Johncom glaubt nicht an Satan und Dämonen, muß also die Erlebnisse vom Starez als Spinnerei abtun, dass nämlich nur in uns selber böse und negative psychische Kräfte sind. Damit hat er schon einen großen, tragischen Irrtum in seinen Grundansichten.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 30. Mai 2010, 12:59

Ich erinnere noch mal daran, dass die Mönche von Berg Athos zumindest eine nicht zu übersehende Autorität auf dem Gebiet der christlichen Kontemplation sind.

Wenn sie also wissen, dass sogar eine Christuserscheinung Lug und Trug sein kann, und dass an solchen Betrügen oft Dämonen beteiligt sind,
dann frage ich mich, wie man diese Warnung völlig ignorieren kann.

Was nützen die schönsten Visionen und Erlebnisse mit dem Übersinnlichen, wenn man ihnen doch mißtrauen muß ?
Man sollte begreifen, dass diese innere Reise etwa so ist :
Wer in einem gefährlichen Urwald das Kostbarste sucht, der sollte begreifen, dass es total gefährlich ist,
und nicht davon schwafeln, wie einfach es ist, den Weg zu diesem kostbaren Schatz zu finden.

Mich würde mal interessieren, ob Du, Taube, und Du johncom schon selber weitreichende Erfahrungen mit Meditation hatten.
Also ob ihr alles "von innen" beurteilen könnt und deshalb Warnungen, die Leute von ihrer praktischen Erfahrung weitergeben, einfach ignorieren könnt als angeblich falsch.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » So 30. Mai 2010, 13:06

onThePath hat geschrieben:
muss man sich fragen, wie intensiv diese Leute überhaupt die kritisierten Sachen studiert haben.

Ich vermute mal, vor allem was Kurt Koch angeht, tausendmal mehr als Du. ...

Ich erinnere Dich nur an C.G. Jung. Du weisst noch, wie ich Dir aufgezeigt habe, dass sich in dieser Beziehung Kochs Seiten nur auf Sekundärliteratur gestützt hat, die nachweislich selbst sehr polemisch ist. Es war ziemlich leicht zu zeigen, dass sich da viel Nichtverstandenes geschrieben hat. Über Grün urteilen sie genau so falsch und zerren Zitate aus dem Zusammenhang.

Da ich in der glückliche Lage bin und nur 15 Min. von einer der grossen Bibliotheken wohne, ist es für mich natürlich ein Leichtes. an die Primärliteratur (inkl. an Kurt E. Koch) zu gelangen. ...da fällt einem doch einiges auf!
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 30. Mai 2010, 13:12

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
muss man sich fragen, wie intensiv diese Leute überhaupt die kritisierten Sachen studiert haben.

Ich vermute mal, vor allem was Kurt Koch angeht, tausendmal mehr als Du. ...

Ich erinnere Dich nur an C.G. Jung. Du weisst noch, wie ich Dir aufgezeigt habe, dass sich in dieser Beziehung Kochs Seiten nur auf Sekundärliteratur gestützt hat, die nachweislich selbst sehr polemisch ist. Es war ziemlich leicht zu zeigen, dass sich da viel Nichtverstandenes geschrieben hat. Über Grün urteilen sie genau so falsch und zerren Zitate aus dem Zusammenhang.

Da ich in der glückliche Lage bin und nur 15 Min. von einer der grossen Bibliotheken wohne, ist es für mich natürlich ein Leichtes. an die Primärliteratur (inkl. an Kurt E. Koch) zu gelangen. ...da fällt einem doch einiges auf!


Es ist sicher erwiesen, dass C.G. Jung mit Spiritismus zu tun hatte.
Du mußt das also mit Deiner "Primärliteratur" entkräftigen. und zwar jedes einzelne Argument, warum Jung beeinflußt gewesen sein kann "von spiritistischen Geistern" oder zumindest vom spiritistischen Geist als Weltanschauung.

Auch solltest Du jedes Argument von Seibel gegen Anselm untersuchen.

...da fällt einem doch einiges auf!


Was denn ? Pauschal kann Jeder alles bestreiten. Und eine Vorstellung vom Ganzen vertreten. Nur, wenn man diese Vorstellungen auf falschen einzelnen Wahrheiten aufbaut, ergibt sich ein brüchiges Kartenhaus.

Geht es Dir bei Jung nur darum, dass er von Dir darin bestärkt werden soll, dass es weder Satan noch Dämonen gibt ?
Auch ein Jung kann da blind urteilen. Die Folgen davon sind ja offensichtlich. Als Guru der Neuzeit ersetzt der ja Gegebenheiten der unsichtbaren Welt durch rein Menschliches. Wenn das kein gewaltiger Eingriff in die biblische Weltsicht ist.

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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Taube » So 30. Mai 2010, 13:27

Es ist allgemein immer noch nicht ganz klar, wieviel Mystik und Okkultismus bei Jungs Denken beigetragen hat. ...oder ob dies mehr Sachen waren zur Demonstration oder zum Studium. Die Einflüsse der deutschen Idealismus in der Philosophie ist nämlich auch sehr deutlich auszumachen, da sind es vor allem Schelling und Fichte, welche die Grundlagen bilden. Sicher ist, dass Jung vor allem mit dem Indologen Heinrich Zimmer eine Gedankenaustausch hatte. ...ob er die Originalliteratur genauer gekannt hat, ist nicht so ersichtlich. Die Mythologie kannte er auch über die deutsche Romantik.

Du siehst, so einfach wie das Weltbild von Koch war, war dasjenige von Jung nicht. ...aber man kann durchaus zu den Schlüssen von Koch kommen, wenn man Jungs Werk einfach einseitig liest.

Gruss Taube
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 30. Mai 2010, 13:32

Taube hat geschrieben:Du siehst, so einfach wie das Weltbild von Koch war, war dasjenige von Jung nicht. ...aber man kann durchaus zu den Schlüssen von Koch kommen, wenn man Jungs Werk einfach einseitig liest.

Gruss Taube


Ich bitte Dich: Führt weltliches Wissen automatisch zu Jesus Christus hin ? Njet.
Das "moderne" Wissen geht den Weg weg von Gott, und auch C.G. Jung.
Und Kurt Koch war alles andere als ein naiver Dummkopf. Er hat sich sogar die Mühe gemacht, etliche Weltbilder zu durchdenken.
Allerdings mit dem Ziel, Antigöttliches darin zu kennzeichnen. Viel Wissen formt noch lange nicht ein richtiges Weltbild.

Es ist allgemein immer noch nicht ganz klar, wieviel Mystik und Okkultismus bei Jungs Denken beigetragen hat. ...oder ob dies mehr Sachen waren zur Demonstration oder zum Studium.

Da braucht ein Christ nur daran riechen, er läßt er sich nicht verwirren. Wesentlich ist nur, dass Jung den modernen Menschen mit modernen Ansichten füttern will, die auch gegen die Bibel agieren. Wo ist Jungs Kompetenz, etwas aus der Bibel durch "Archetypen" zu ersetzen ? Er kann sich dabei nur auf das Axiom "moderne Weltsicht" berufen, nicht auf bewiesene Wahrheit.

C.G. Jung hatte sich in seiner Jugend schon eingehend mit dem Spiritismus beschäftigt; er gab für viele psychische Phänomene okkulte Erklärungen und gebrauchte auch okkulte Mittel in seiner Praxis. Wer sich näher dafür interessiert, kann die vor einigen Jahren erschienene Biographie über Jung von Prof. Paul Stern lesen. Stern ist Professor an der Harvard Universität und hat sehr deutlich über den persönlichen und geistigen Kampf von Jung geschrieben, wie er unter diesen geistigen Mächten gefangen war.

(Dr. W. J. Ouweneel).

Eine Anmerkung zum Buch:
Die ebenso faszinierende wie fragwürdige Persönlichkeit C. G. Jungs liefert den Beweis, daß selbst im 20. Jahrhundert noch ein Mensch vertrauten Umgang mit Geistern und Dämonen pflegen kann, ohne dem Wahnsinn zu verfallen."

(AbeBooks) Ich finde, da liegt viel Ironie drin, denn Jung wollte ja ein neues Weltbild schaffen ohne biblische Dämonen ( Die Betonung lege ich auf neu, denn er wollte ja die Wirklichkeit biblischer Dämonen zu Gunsten seiner Sicht entfernen.

Wie sagte noch John Lennon: Wie schön wäre es, wenn der Himmel über uns keinerlei Vorstellung mehr von einem jenseitigen Himmel beinhalten würde, und das Unten keinerlei Hölle mehr. (Wenn man endlich seine Ruhe davon hätte, nichts mehr davon wissen würde.)
C.G. Jung wird Dir sicher dazu etwas weiterhelfen.

Aber man kann durchaus zu den Schlüssen von Koch kommen, wenn man Jungs Werk einfach einseitig liest.

Was soll denn hier einseitig lesen heißen? Wo er die Bibel verbessern will, zugunsten eines "besseren Weltbildes" , wo er von Spiritismus beeinflußt ist, das wird gerade der naive Leser nicht bemerken. Man muß doch nicht so naiv sein und alles glauben was Jung sagt.


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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » So 30. Mai 2010, 15:24

onThePath hat geschrieben:Man muß doch nicht so naiv sein und alles glauben was Jung sagt.


Jung ist kein Glaubenssystem. Jung war Psychater und Arzt. Anselm Grün ist Geistlicher und als Lebensberater 'schöpft' er aus den Quellen des Glaubens. Wer sich in einem einfachen Glauben zuhause fühlt brauch sich mit Psychoanalyse oder Mystik gar nicht zu beschäftigen. Weder Jung noch Grün fordern 'Glaubt mir'. Und stellen sich somit gar nicht in Konkurrenz mit Glaubensvertretern.

Diese aber stellen sich manchmal in Konkurrenz mit Lebensweisen, die nicht ausschliesslich auf Glauben bauen, mit Lebensweisen in denen Erfahrung und Selbstreflektion die grössere Rolle spielen als der Glaube des Dogmas. Also nochmal: Es geht nicht immer um Glauben. Wer Sport macht oder einer gewissen Ernährung folgt, 'glaubt' doch auch nicht an diesen Sport oder eine Ernährungslehre sondern er hat sie einfach in sein Leben eingebaut. Wenn ich sage fünf mal Obst am Tag tut gut dann glaube ich nicht an Obst im religiösen Sinn. - Hier aber zum Thema:

Anselm hat geschrieben:Indem ich die zehn Worte Gottes meditiere, entdecke ich, wer Gott ist und wer ich selbst bin. In der Meditation erkenne ich die Weisheit Gottes in den Geboten und den Weg zum wahren Leben für uns Menschen.


Da ist der Ansatz, Glaubensinhalte in den Alltag zu bringen. Besonders die zwei Worte fallen auf: Entdecken und erkennen. Für viele war Glauben immer etwas wie glauben an etwas Fernes, hier wird Glaube eine praktische Übung. Gott ist nicht mehr nur in der Kirche, Gott ist auch hier zuhause. Im Atmen, hören, sehen, berühren und im Austausch mit der Umwelt.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon onThePath » So 30. Mai 2010, 15:38

Johncom hat geschrieben:
Anselm hat geschrieben:Indem ich die zehn Worte Gottes meditiere, entdecke ich, wer Gott ist und wer ich selbst bin. In der Meditation erkenne ich die Weisheit Gottes in den Geboten und den Weg zum wahren Leben für uns Menschen.


Da ist der Ansatz, Glaubensinhalte in den Alltag zu bringen. Besonders die zwei Worte fallen auf: Entdecken und erkennen. Für viele war Glauben immer etwas wie glauben an etwas Fernes, hier wird Glaube eine praktische Übung. Gott ist nicht mehr nur in der Kirche, Gott ist auch hier zuhause. Im Atmen, hören, sehen, berühren und im Austausch mit der Umwelt.


Ja, lassen wir mal das Thema C.G. Jung.

Du bringst übrigens nichts zur "Übernatürlichen Meditation" hier.
Du redest lediglich davon, dass Anselm hier über(irgendwelche 10) Worte Gottes nachdenkt. Was ist denn jetzt dabei anstößig oder bedenklich.
Und Nachsinnen ist doch keine "übersinnliche, übernatürliche Meditation".

Glauben immer etwas wie glauben an etwas Fernes, hier wird Glaube eine praktische Übung. Gott ist nicht mehr nur in der Kirche, Gott ist auch hier zuhause. Im Atmen, hören, sehen, berühren und im Austausch mit der Umwelt.

Hier redest Du allerdings von ganz anderen Dingen, die Du einfach in Worte Anselms mit hinein legst.

Beschäftigung mit der Bibel ist ein Hineinnehmen des Wortes Gottes in den Alltag, in uns.

Gott ist auch....... Im Atmen, hören, sehen, berühren und im Austausch mit der Umwelt.

Ja, Gott ist überall, selber Schuld, wer ihn nicht überall drin erlebt und spürt...
Solche Sätze sind doch im Grunde nichtssagend.

Man kann schon spüren, dass das eigene Leben einen gottgegebenen Sinn hat. Man muß es aber auch nicht übertreiben
Im Atmen, hören, sehen, berühren
Das ist Allerweltsmystik, dass alles zu Gott wird und in allem Gottes Gegenwart ist.
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Zuletzt geändert von onThePath am So 30. Mai 2010, 15:46, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wer kennt Anselm Grün?

Beitragvon Johncom » So 30. Mai 2010, 15:41

Taube hat geschrieben: Sicher ist, dass Jung vor allem mit dem Indologen Heinrich Zimmer eine Gedankenaustausch hatte. ...ob er die Originalliteratur genauer gekannt hat, ist nicht so ersichtlich.


Davon dürfen wir ausgehen. Und von einer Indien-Reise 1938.

Interessant auch eine Aussage schon von 1918:

Jung hat geschrieben:"Je mehr die unbedingte Autorität der christlichen Weltanschauung sich verliert, desto vernehmlicher wird sich die "blonde Bestie" in ihrem unterirdischen Gefängnis umdrehen und uns mit einem Ausbruch mit verheerenden Folgen bedrohen."


.. woraus sich zweierlei ableitet: sein persönlicher Wert für die 'unbedingte Autorität der christlichen Weltanschauung' und seine Vorraussicht auf die Gefahr des Nazitums.

Gefunden hier: http://www.cgjung-stuttgart.de/cgjung_info.html
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