Filmstart Gespräche mit Gott

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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon Schoham » Di 30. Okt 2007, 12:01

Original von erbreich
Ich entnehme der Bibel nicht den Aufruf, den Menschen Jesus von Nazareth zu weit mehr als zu einem Guru zu erheben - nämlich praktisch zu Gott selbst - und mich ihm blindgläubig und sklavisch hinzugeben, sondern die Ermutigung, es ihm gleich zu tun und selber zum Weg der Wahrheit und des Lebens zu werden.


Selbst zum Gott zu werden war ja die erste Lüge von Satan, indem er sagte ihr werdet sein wie Gott.

Wie anders hören sich da die Worte des Wegbereiters von Jesus Christus an. Er fühlte sich nicht würdig dem Sohn Gottes die Schuhe zu binden oder zu tragen.

Paulus sah sich selbst als der geringste unter den Aposteln und als grössten Sünder.

Wir sind nicht wie Gott.
Sind nicht der Weg und nicht die Wahrheit.
Wir sind auch nicht das Leben.

Wenn wir von Gott von neuem geboren worden sind, dann dürfen wir mit unserem Leben auf den hinweisen der all das ist: Auf Gott!

Dann folgen wir Jesus nach und Ihm nachfolgen heisst Selbstverleugnung. Wer Ihm folgt dessen Leben wird immer wahrer. Wer zu Ihm gehört der hat ewiges Leben - auch dann wenn er sterben muss. Denn Der - Der das Leben ist, wird ihn am Ende auferwecken.

Unterwerft euch Gott heisst es in der Bibel. Und wer sich Gott unterwirft - sich selbst so sieht wie er ist - also ein Sünder, den wird Gott erhöhen - zu Seiner Zeit.

Wenn wir zur Selbsterkenntnis gekommen sind, das wir in allen Dingen von Gottes Gnade abhängig sind, dann dürfen wir auch den Blick heben und voller Vertrauen in Gott leben.
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon erbreich » Di 30. Okt 2007, 13:00

Original von Schoham
Dann folgen wir Jesus nach und Ihm nachfolgen heisst Selbstverleugnung.
Selbstverleugnung richtig verstanden ist sehr wohl angebracht. Sie birgt aber auch Gefahren in sich. Dr. Samuel Pfeiffer sagt:

Wie sieht denn eine gesunde Art der Selbstverleugnung aus?

Der wichtigste Aspekt ist, dass ich eigene Wünsche und Projekte um Jesu willen oder zugunsten einer höheren Sache zurückstellen kann. In diesem Sinne gibt es auch Selbstverleugnung ohne christlichen Glauben. Sowohl beim Christen Bonhoeffer wie bei Sophie Scholl, die keine religiöse Bindung hatte, können wir Selbstverleugnung beobachten. Beide praktizierten sie auf ihre eigene Weise im Umfeld einer widergöttlichen und inhumanen Diktatur.

Jesus sagt: "Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich." Es gilt, meine Interessen in Einklang zu bringen mit den Bedürfnissen meiner Familie und meines sozialen Umfeldes. Das heisst, dass ich Bedürfnisse zurückstelle zugunsten anderer Menschen. Um Jesu willen, aber letztlich auch im Wissen, dass wer gibt auch empfängt. Dahinter liegt ein Urprinzip. Jesus hat zwar von seinen Jüngern verlangt, alles zu verlassen um ihm nachzufolgen. Er kritisierte aber auch die Pharisäer, weil sie den Menschen zu schwere Lasten aufbürdeten. Der Anspruch nach Selbstverleugnung darf nicht dazu führen, dass sich Menschen ausbeuten lassen.
Ende Zitat (hier das ganze Interview: http://www.evbg.ch/359.0.html Dr. Samuel Pfeiffer bringt meines Erachtens einen ausgewogenen Ansatz zu diesem Thema).

Die Kirche hat über Jahrhunderte von dieser Doktrin der Selbstverleugnung profitiert, und die heutigen evangelikalen und charismatischen Bewegungen tun es wieder. Mit Aussagen wie beispielsweise: "Ein Christ ist kein Christ" wird nach wie vor die Notwendigkeit der (ich meine: symbiotischen) Abhängigkeit von der Gemeinde proklamiert, wärend die Gemeinde als solches weit davon entfernt ist, ihr "Selbst" zu verleugnen.

Mein Verständnis dieses Themas ist: Es geht um Überwindung des egoistischen, egozentrischen bis egomanischen "Ich" und um Verwirklichung eines echten menschlichen "Selbst" (dass "den Nächsten liebt wie sich selbst";), und als dieses verstehe ich "Christus in mir":

2.Kor 13,5
Prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellet euch selbst auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es müßte denn sein, daß ihr nicht echt wäret!

Wäre ja komisch (und unbiblisch dazu), wenn wir dieses göttliche Selbst in uns verleugnen sollten... :warn:

Gruss, erbreich
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon Schoham » Di 30. Okt 2007, 16:49

Den Gruss zurück Erbreich und ich habe nichts dazu oder dageben zu sagen. :)
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon erbreich » Di 30. Okt 2007, 17:10

Original von Schoham
Den Gruss zurück Erbreich und ich habe nichts dazu oder dageben zu sagen. :)
Freut mich! :)
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon Schoham » Di 30. Okt 2007, 21:17

Original von erbreich
Freut mich! :)


Wie herrlich wäre unsere Freude - wir wären in allen Dingen Eins. Wie gut würden wir uns verstehen und uns auch verstanden fühlen.

Mich hat es auch gefreut - das ich zum ganzen Posting ein ja hatte.

Es ist ja nicht so - das man extra was dagegen schreiben will. Aber man kann ja nicht zu etwas kopfnicken, wo man anders sieht, ohne zu heucheln.

Lieben Gruss von mir :)
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon erbreich » Mi 31. Okt 2007, 09:27

Original von Schoham
Es ist ja nicht so - das man extra was dagegen schreiben will. Aber man kann ja nicht zu etwas kopfnicken, wo man anders sieht, ohne zu heucheln.
:respekt: So entsteht wertvolle Komunikation.
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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon Schoham » Fr 2. Nov 2007, 10:54

Gespräche mit Gott - ja wie redet Gott zu uns Menschen?

Ist das nicht viel wichtiger als ob der Mensch zu Gott geredet hat? Musste Hiob am Ende nicht schweigen und Gott in allem Recht geben?

Wie gut wo man hinhört auf das leiseste flüstern des Geistes im Gewissen/Herzen. Wenn nicht darauf dann doch auf ein Wort eines guten Freundes/Bruders. Wo Worte nicht mehr nützen hilft vielleicht eine Krankheit/Unfall um Zeit zu haben auf Gott zu hören. Wie traurig wenn alle Liebesmühe Gottes nichts fruchtet und der Mensch immer noch taub bleibt für das Reden Gottes.

Das Beste Reden zu Gott ist ein: "Ja Vater - Dein Wille geschehe in meinem Leben!"

Lassen wir Gott zu uns reden und geben wir Ihm Antwort indem wir gut hinhören und dann hingehen und das tun was Er sagt.


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Re: Filmstart Gespräche mit Gott

Beitragvon erbreich » Fr 2. Nov 2007, 16:47

Original von Schoham
Lassen wir Gott zu uns reden und geben wir Ihm Antwort indem wir gut hinhören und dann hingehen und das tun was Er sagt.
...oder es eben auch nicht tun... ;)
...wie Jonas, und Gott uns einen Walfisch oder ein anderes dunkles Loch (oder einen Schweinetrog oder dergleichen...) schenkt, in dem wir zu uns selber finden und schliesslich, wieder ins Licht befördert - mehr oder weniger enthusiastisch ;) - doch tun, was er will... :)
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