Mission von Zeugen Jehovas

Sondergruppen, Fanatismus

Moderator: Thelonious

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Beroer » Fr 12. Apr 2019, 19:13

John1955 hat geschrieben:Also ich sehe, im Gegensatz zu Dir firebird in Beroers Ausführungen absolut keine:Werbung für religiöse Gruppierungen oder Gemeinschaften.

Er zeigt lediglich auf, wie er den Glauben der ZJ versteht und lebt und berichtet sozusagen aus 1. Hand sachlich warum man immer wieder auf ZJ trifft.

Hallo John,
danke für die freundliche Begrüßung.

Und ja, genauso ist es beabsichtigt.
Aber ich vermute mal, dass Firebird seinen Hinweis auf die Werbung eher präventiv platziert hat.



firebird hat geschrieben:Nach deinem Zitat von Apostelgeschichte 5 Vers 42 schreibst du:

Beroer hat geschrieben:Neues Leben Fn. zu 5,42
Griech. von Haus zu Haus.


Ist die Bibelübersetzung "Neues Leben" die Bibel der ZJ ?

Nein, die „Neues Leben“ entstammt lt. Wikipedia letztlich einer großen Anzahl evangelikaler Theologen.

firebird hat geschrieben:
Fn. bedeutet vermutlich Fussnote, oder?

Richtig.


Morgen oder Sonntags kommt dann noch was zu Eurern anderen Fragen.

freundliche Grüße
Beroer
Beroer
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 7. Apr 2019, 15:23

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Columba » Fr 12. Apr 2019, 20:18

firebird hat geschrieben:Hallo Beroer,.
...

Nach deinem Zitat von Apostelgeschichte 5 Vers 42 schreibst du:

Beroer hat geschrieben:Neues Leben Fn. zu 5,42
Griech. von Haus zu Haus.


Ist die Bibelübersetzung "Neues Leben" die Bibel der ZJ ?
Fn. bedeutet vermutlich Fussnote, oder?
...


Nein, Firebird, die Bibel Neues Leben ist eine Bibel, die gerne in freikirchlichen, auch evangelikalen Kreisen benutzt wird. Einfache Sprache, die dadurch etwas vereinfacht, aber trotzdem noch genügend genau.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3102
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Beroer » Sa 13. Apr 2019, 07:19

firebird hat geschrieben:Welchen Platz haben die sogenannten "Jesus-Gläubigen" im Heilsplan, so wie die ZJ den Heilsplan sehen?
Zunächst muss ich sagen, dass es nach unserem Verständnis beim Missionieren nicht darum geht verschiedene Glaubensrichtungen in Klassen einzuteilen und deren Stand vor Gott zu beschreiben. Zudem hat Gott das Gericht seinem Sohn übergeben.

Grundsätzlich sehen wir natürlich schon in der Bibel bestimmte Handlungsweisen benannt, die jemanden für das ewige Leben disqualifizieren, so er/sie selbige nicht bereut. Und es gibt auch Handlungsweisen, die Gott bei denen sehen möchte, die seine Anerkennung suchen. Dazu gehört nach unserem Verständnis, nur Gott YHWH allein anzubeten, d.h. dann auch, dem Sohn die Ehre zu geben die ihm gebührt, nicht weniger, aber auch nicht mehr.

An diesem Punkt sehe ich bei „Jesus-Gläubigen“ Abweichungen zu dem was Gott möchte. JZ - denke ich - sind hier als Gruppe näher dran. Drum bin ich auch einer und empfehle dies auch anderen.

Deswegen würde ich aber auf Andergläubige nie herab sehen. Ich würde jedem in christlicher Liebe begegnen.
Auszuloten aber, wann jeman soweit von dieser „Ideallinie“ weg ist, so dass er im Heilsplan Gottes keinen Platz hat ist nicht meine Intention.


herzliche Grüße
Beroer
Beroer
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 7. Apr 2019, 15:23

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Beroer » Sa 13. Apr 2019, 07:22

John1955 hat geschrieben:
Was hebt Ihr denn hervor, wenn es darum geht
Matthäus 28 (Elberfelder)
,20 und lehrt sie alles zu bewahren [od. halten], was ich euch geboten habe!..


Bei Evangelisationen und in Alphakursen in der Freikirche meiner Nachbargemeinde wurde nämlich hauptsächlich gelehrt, es sei unmöglich zu halten was Jesus gelehrt und vorgelebt habe, aber müsse man gar nicht. Jesus habe alles getan um an ihn Glaubenden die Aufnahme in die Heilige Familie Gottes zu ermöglichen.


Wie ist es bei euch ZJ? Welchen Stellenwert haben dort die Bergpredigt und die Gleichnisse, die Aufforderung Böses nicht mit Bösem zu vergelten, und dass die Gesetze und Propheten am Gebot der gelebten Liebe zu Gott und den Nächsten, sich selbst gemessen werden sollten, daran hängen?

Letzteres zählt auch nach unserer Auffassung zu den wichtigsten Erfordernissen für Christen.

Jesus sagte in der bergpredigt übrigens:
Matthäus 5 Elberfelder
48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Da kein sündiger Mensch im absoluten Sinne vollkommen sein kann, muss dies vielleicht als vollständig zu sehen sein.
Unsere Liebe muss so vollständig sein, wie sie sein kann. Da wir im Bilde geschaffen sind, können wir, wie der Vater
auch die lieben (agape) die uns nicht gut gesonnen sind.
Tiefe Dankbarkeit könnte uns dazu veranlassen. Das ist unser Teil.
Hier sind wir gefordert.

John1955 hat geschrieben:Beroer hat geschrieben:Wie die Apostelgeschichte berichtet hielten sich Jesu Nachfolger auch daran.
Der Hohe Rat befahl den Aposteln, welche gefangen genommen worden waren:
Apostelgeschichte 5:28 (ELBERFELDER)
28... Wir haben euch streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren, und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen.

Was hältst Du, respektive Deine Glaubensgemeinschaft davon, dass man nun seitens Hohem Rat auch den Jüngern die Verbreitung Jesus Lehren verboten hat, wie man schon Jesus Christus selber deswegen und wegen seiner gottgewirkten Heilwunder verfolgte und gar deshalb hinrichten liess um zu vermeiden, dass immer mehr Juden ihm und seinen Lehren folgten?
Joh.11,47 Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen.48 Lassen wir ihn gewähren, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Tempel und Volk.

Das heißen wir natürlich auch nicht gut.
Jene, die dies im vollen Bewwusstsein veranlassten, dass Jesus der Sohn Gottes war haben schwere Schuld auf sich geladen und auch dem Ruf der ganzen Nation über Jahrtausende hinweg geschadet.
Dennoch kann jeder Jude, wie jeder andere Mensch nach unserem Verständnis auch die Anerkennung Gottes erlangen.

herzliche Grüße
Beroer
Beroer
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 7. Apr 2019, 15:23

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon jes_25913 » Sa 13. Apr 2019, 09:30

Beroer hat geschrieben:Grundsätzlich sehen wir natürlich schon in der Bibel bestimmte Handlungsweisen benannt, die jemanden für das ewige Leben disqualifizieren, so er/sie selbige nicht bereut. Und es gibt auch Handlungsweisen, die Gott bei denen sehen möchte, die seine Anerkennung suchen. Dazu gehört nach unserem Verständnis, nur Gott YHWH allein anzubeten, d.h. dann auch, dem Sohn die Ehre zu geben die ihm gebührt, nicht weniger, aber auch nicht mehr.
JZ - denke ich - sind hier als Gruppe näher dran. Drum bin ich auch einer und empfehle dies auch anderen.



Hallo Beroer,

es heißt, ein guter Baum bringt gute Früchte. Um ein guter Baum zu werden nützt es wenig, einfach die Gebote erfüllen zu wollen. Das ist dann nur "Tünche", wie es Jesus gegenüber den Pharisäern ausdrückt. Denn der Mensch, der sich mit seinem physischen Leib identifiziert und sich deshalb nur als ein vergängliches Wesen begreifen kann, wird die Existenzangst nicht los, die die Ursache allen Übels ist. Folglich sagt Jesus, müssen wir "von neuem geboren" werden. Die neue Geburt geschieht durch eine neue Identifikation. Die Wiedergeborenen wissen, dass sie eine unsterbliche Seele haben, die damit per se göttlich ist. Damit können sie das Problem des Todes an der Wurzel packen, indem sie lernen die Existenzangst zu überwinden. Durch dieses Tun sind sie "gerechtfertigt". Und sie werden auch dadurch heil in ihrem Denken, Fühlen und auch physisch.
Unter diesem Gesichtspunkt ist doch die Lehre der ZJ noch sehr weit von der Wahrheit entfernt.
Überhaupt kommt man der Wahrheit nur näher, wenn man sie lebt und das Predigen ist ein Nebeneffekt.

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4561
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Beroer » So 14. Apr 2019, 08:42

Hallo jes,
jes_25913 hat geschrieben:es heißt, ein guter Baum bringt gute Früchte. Um ein guter Baum zu werden nützt es wenig, einfach die Gebote erfüllen zu wollen. Das ist dann nur "Tünche", wie es Jesus gegenüber den Pharisäern ausdrückt.

Überhaupt kommt man der Wahrheit nur näher, wenn man sie lebt und das Predigen ist ein Nebeneffekt.

Bestimmte Handlungen zu verrichten in der Annahme, man könne sich hierdurch Gottes Anerkennung und das ewige Leben „verdienen“, ist völlig falsch - da bin ich ganz bei bei Dir.
Jakobus schrieb allerdings, dass der Glaube ohne Werke nutzlos oder tot sei.
Folglich kommt es nach unserem Verständnis darauf an mit welcher inneren
Einstellung gottgefällige Werke verrichtet werden.
Das musss aus einem Herzen voller Liebe, Glauben und Dankbarkeit kommen,
dann lebt man die Wahrheit, wie Du richtig schriebst.
Und wenn das der Fall ist, dann wird jemand solche Werke im Prinzip ohne Zwang,
ja sogar sehr gern tun. Dann sind sie so gesehen ein "Nebeneffekt".


Zum komplexen Thema der Wiedergeburt würde ich gern noch was schreiben.
Ich überlege zu erst, damit es nicht zu lange wird oder in die „Werbeecke“ kommt.

Danke auch für Deine freundliche Reaktion.

herzliche Grüße
Beroer
Beroer
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 7. Apr 2019, 15:23

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon firebird » So 14. Apr 2019, 14:51

Lieber Beroer,

schon einmal vielen Dank für die Antworten und den damit verbundenen Bemühungen. Es ist so, dass ich im letzten Posting das mit dem Missionieren präventiv hingeschrieben habe. Menschen die rigid missionieren sind eher verhasst. So indirekt geben sie zu verstehen: "Ich bin heiliger oder besser als du". Leider ist es so, dass die ZJ schon jahrzehntelang diesen Ruf haben. Nun habe ich aber eine ganz andere Frage.

Meine Frau leitet eine Spielgruppe. Schon mehrere ZJ-Familien haben ihre Kinder in die Spielgruppe meiner Frau geschickt. In Spielgruppen oder Kindergärten ist es üblich, dass man für Kinder die Geburtstag haben ein kleines Festchen veranstaltet. Die Mütter der ZJ Familien sagten meiner Frau ganz klar, dass sie für ihre Kinder keine Geburstagsfeier wollen.

So wie ich die Sache sehe, können jene ZJ-Kinder in diesem Alter überhaupt noch nicht verstehen, weshalb ihre Gschpänli feiern dürfen und sie nicht. Nach meiner Ansicht raubt man den Kinder etwas und das sehe ich als lieblos.

Wieso darf man bei den ZJ keine Feste feiern?

Freundlicher Gruss
Firebird
Echt barmherzig sein kann ich nur, wenn ich weiss, dass ich selbst auf Barmherzigkeit angewiesen bin.

Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
Benutzeravatar
firebird
Senior-Moderator
 
Beiträge: 3842
Registriert: So 23. Mär 2008, 19:50
Wohnort: Raum Zürich

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Beroer » Do 18. Apr 2019, 07:24

Hallo Firebird,

danke für Deine freundliche formulierte Frage zu diesem
Thema, welches natürlicherweise mit viel Emotionen behaftet ist.


firebird hat geschrieben:Meine Frau leitet eine Spielgruppe. Schon mehrere ZJ-Familien haben ihre Kinder in die Spielgruppe meiner Frau geschickt. In Spielgruppen oder Kindergärten ist es üblich, dass man für Kinder die Geburtstag haben ein kleines Festchen veranstaltet. Die Mütter der ZJ Familien sagten meiner Frau ganz klar, dass sie für ihre Kinder keine Geburstagsfeier wollen.

So wie ich die Sache sehe, können jene ZJ-Kinder in diesem Alter überhaupt noch nicht verstehen, weshalb ihre Gschpänli feiern dürfen und sie nicht. Nach meiner Ansicht raubt man den Kinder etwas und das sehe ich als lieblos.

Wieso darf man bei den ZJ keine Feste feiern?

Ich kann mir gut vorstellen, dass es in Spielgruppen/Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen immer schwieriger wird.. Das Eine Kind darf kein Schweinefleisch essen, das Andere darf sich nur vegan ernähren, eines bekommt keine Süßigkeiten oder hat eine Allergie. Wieder ein anderes muss seine Tabletten um eine bestimmte Zeit nehmen, einen HDHSler haben wir auch und dann sind da zu guter letzt auch noch die ZJ.
Wobei letztere wohl am meißten Unverständnis “einfahren“.

Zum Geburtstag.
ZJ richten sich, so gut es geht, nach dem Vorbild Jesu Christi aus.
Weder Jesus noch die Apostel, und auch - was gut belegt ist - feierten auch die frühen Christen bis in das 4. JH. hinein ihren Geburtstag nicht. Dies übrigens obwohl das Feiern von Geburtstagen in der sie umgebenden Welt üblich war.
Dies hat mit den Ürsprüngen der Feier zu tun.

Sie liegen im Bereich der Religion, Magie und der Astrologie in verschiedener Ausprägung. Hier nur ein Beispiel:
Zum Einen dachte man, dass der Tag, an dem eine unsterbliche Seele in die Welt kam, besonders gefeiert werden solle.
Zum Anderen gab es die Auffassung, böse Geister könnten demjenigen, der Geburtstag hat Schaden zufügen.
Die Rituale, die zu einer Geburtstagsfeier gehören, wie, das Aussprechen von guten Wünschen anwesender Freunde, Geschenke und brennende Kerzen, sollte demnach diese Mächte vertreiben und den Schutz wieder für ein Jahr gewähren.

Aus diesen Gründen nehmen JZ Abstand davon Geburtstag zu feiern.
Aber wir hindern niemanden daran es zu tun, und machen Geburtstagsfeiern nicht lächerlich - auch nicht z.B bei unseren Kindern.

firebird hat geschrieben:So wie ich die Sache sehe, können jene ZJ-Kinder in diesem Alter überhaupt noch nicht verstehen, weshalb ihre Gschpänli feiern dürfen und sie nicht. Nach meiner Ansicht raubt man den Kinder etwas und das sehe ich als lieblos.

Ich kann den Gedanken gut nachvollziehen.
Diese Problematik, wird sich immer dann einstellen, wenn Eltern Ihre Kinder zu einer unpopulären Haltung und einem daraus resultierenden „merkwürdigen“ Verhalten erziehen wollen - insbesondere wenn die Kinder noch klein sind.
Hier sind dann die Eltern gefordert für einen Ausgleich.
So kommen wir z.B. gern oft zusammen und veranstalten für und mit unseren Kindern Feste, die Ihnen gefallen. Auch git es Geschenketage im Jahr oder Ähnliches.

Es gibt noch einen Aspekt.
Wenn Kinder von christlichen Eltern (und dadurch indirekt von Gott auch) gut begleitet werden anders zu sein und dies auch dann selbst zu wollen,
kann einem Christen in dieser Welt nur zugute kommen..

herzliche Grüße
Beroer
Beroer
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 7. Apr 2019, 15:23

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Columba » So 21. Apr 2019, 21:14

Beroer hat geschrieben:Dies hat mit den Ürsprüngen der Feier zu tun.

Sie liegen im Bereich der Religion, Magie und der Astrologie in verschiedener Ausprägung. Hier nur ein Beispiel:
Zum Einen dachte man, dass der Tag, an dem eine unsterbliche Seele in die Welt kam, besonders gefeiert werden solle.


Was habt Ihr bei den Zeugen Jehovas für ein Weltbild? Ist dieses immer noch voll Magie?

Die Ablehnung z.B der Geburtstagsfeier aus Gründen er der früheren magischen Vorstellungen bedeutet doch, dass diese Magie immer noch wirkt. Aber mit der jüdisch-christlichen Glaubenswelt ist doch dieser magische Aberglaube ad absurdum geführt worden. Gott ist Schöpfer von allem auch den Tagen. Es gibt keine bösen und guten Tage. Es gibt keine bösen "Geburtstagsgeister". Auch wenn andere diese bösen Geister mit guten Wünschen vertreiben wollten, ist das in der christlichen Welt nur Aberglauben.

Wenn die Zeugen Jehovas diese Begründung für das Nichtfeiern des Geburtstages, zeigt doch, dass Ihr auch noch in der mgischen Welt verwickelt seid.

Wie gesagt, man muss nicht Geburtstag feiern. Früher feierten viele ja auch den Namenstag und nicht den Geburtstag. Aber diese Deine Begründung ist mir völlig fremd, aber nicht unbekannt. siehe das PS.

So würde ich mich doch interessieren, warum Eure Religionsrichtung noch so beeinflusst von der Magie ist?

Grüsse Columba



PS
Einige religiöse christliche Fundamentalisten lehnen ja auch Kartenspiele ab, weil die Karten aus einer magischen Vergangenheit stammen. Aber als Christen sollten man doch diese Magie durchschauen: Karten sind bedruckte Kartons und können keine magische Bedeutung mehr haben. Nur der magisch-verstrickte religiöse Mensch bringt für sich wieder den Aberglauben in die Karten.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3102
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Helmuth » Mo 22. Apr 2019, 12:23

Beroer hat geschrieben:Weder Jesus noch die Apostel, und auch - was gut belegt ist - feierten auch die frühen Christen bis in das 4. JH. hinein ihren Geburtstag nicht.

Blöderweise spielte Jesus auch nicht Klavier und E-Bass, Er ging auch nicht ins Theater oder Kino und tja, er spielte auch nicht Schach oder 20-er Rufen. Jo wie denn wos denn? :lol:

Ich aber schon. Was nun? Muss ich das jetzt alles aufgeben oder lande ich dafür im Feuersee?


Beroer hat geschrieben:Sie liegen im Bereich der Religion, Magie und der Astrologie in verschiedener Ausprägung.

Wo immer man Angst vor Okkultem wittert, zeigt man, dass man davor auch Angst hat. Und wenn du vielleicht keine Angst davor hast, mag schon sein, aber so schürt man sie mit dieser Art religiöser Buschtrommel.

Genau das macht auch den gesetzlichen Umgang der ZJ in vielen Dingen aus. Da pflichte ich @Columba durchaus bei.

Ihr beschneidet die Freiheit des Menschen, in dem ihr alles, was ihr nicht kennt, oder kapiert als Ausschluss aus Gottes Gemeinschaft predigt und wie ein Art Todsünde verbietet. So sanktioniert ihr auch viele Menschen aus eurer eigenen Gemeinschaft. Das ist das Kennzeichen von Sektiereren, die Paulus brandmarkt.

Wüsste ich das nicht aufgrund eigener Erfahrung innerhalb meiner Familie bzw. von Zeugnissen, die nach dem Ausschluss oft monatelang traumatisiert ihre Erfahrungen verarbeiten, ich hätte es nicht geglaubt.

Gott sei Dank geschieht bei vielen diese Scheidung um Jesu willen. Mit anderen Worten, Jesus befreit sie aus euren unheiligen Praktiken und Irrlehren.

Wohinter sich wirklich Okkultes versteckt, das meide ich heute ebenso, aber was um Gottes willen wäre bei einem Geburtstag okkult? Wie sich irgendwelche Schamanen oder das Volksbrauchtum ihre Geister einfangen betrifft doch mich nicht. Da bin ich Gott sei Dank durch Jesus sehr befreit.

Heißt das nun, ich rauche Gras, saufe literweise Whisky, sehe mir Sexfilme an, geh wöchentlich ins Bordell, spiele bevorzugt Musik von AC/DC und lege danach die Tarockkarten um mein weiteres Schicksal zu erfragen?

Natürlich nicht, also komm runter Kollege und tritt ein in das Reich der wahren Freiheit in Christus und lerne was es heißt mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein. Das geht mir bei euch oft völig ab in eurer manischen Gesetzlerei.

Dei JZ sind seit jeher dafür bekannt, dass sie Menschen ebenso binden und Lasten aufbürden, was sich mit dem Pharisäertum gem Mt. 23 durchaus vergleichen lässt, auf das Jesus sehr zornig mit Weherufen reagiert hat.

In welchem Grad darf er feststellen und auch richten, da greife ich nicht ein, aber die Parallelen sind sichtbar und darauf mache ich auch öffentlich aufmerksam.


PS: Ich feiere Weihnachten und meine Geburststage schon längst nicht mehr, aber nicht aus Angst vor irgendwelchen Tannenbaumgeistern sondern weil es mir nichts mehr bedeutet. Das ist doch etwas anders.

PPS: Der Herr ist vor ca 1,987 Jahren auferstanden und lebt! Rufen wie seinen Namen an und und lassen wir uns von beidem befreien, von dem sowohl Okkulten aber auch von religiöser Gehirnwäsche a la ZJ.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 988
Registriert: Di 27. Dez 2016, 17:50
Wohnort: Wien

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Columba » Mo 22. Apr 2019, 12:56

@beorer

Zwi weitere Frage habe ich noch:

Wie ist heute die Zusammenarbeit zwichen den den Ernsten Bibelforschern, den Freien Bibelforschern, den Zeugen Jehovas und der Laymen's Home Missionary Movement? Die haben ja eine Wurzel. Danach splitterte sich ja die Bewegung in diese verschiedenen richtungen.

Gibt es heute wieder eine Zusammenarbeit oder haben sich die Gruppierungen gegenseitig "exkommuniziert"?


Die zweite Frage: Warum meinte die Leitung der Zeugen Jehovas in Montana im letzten Jahr noch, dass man sexueller Kindesmissbrauch intern regeln kann? Haben die Zeugen Jehovas wie die römisch-katholische Kirche auch ein eigenes Rechtssystem? Wie ist das bei Euch geregelt? Es sollte eigentlich doch heute nach diesen vielen Missbräuchen in religiösen Institutionen, klar sein, dass sich keine Kirche bei diesen schlimmen Sachen ausserhalb des Rechts stellen kann.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3102
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Helmuth » Di 23. Apr 2019, 16:22

Columba hat geschrieben:Zwi weitere Frage habe ich noch:

Ob sich er/sie @Beroer wohl noch meldet?

editiert weil zynisch
Firebird
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 988
Registriert: Di 27. Dez 2016, 17:50
Wohnort: Wien

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon onThePath » Mi 24. Apr 2019, 10:30

Ich fand deinen Beitrag erhellend, Helmuth.

Aber wenn man überzeugt ist von der völligen Richtigkeit von Zuständen, die ein offener Mensch hinterfragt, macht man zu und nennt es vielleicht sogar Unwissenheit und Versuchung. Um so mehr muss man dann "Ungläubige" meiden.

Sich selbst zu hinterfragen lässt die Psyche gar nicht mehr zu. Die Offenheit geht verloren. Das ist genau das, was offene Menschen als falsch und bedenklich, als selbstschädigend erkennen.

Es ist richtig, das auseinander zu sortieren. Aber ein offenes Ohr dafür finden ? Eher unwahrscheinlich.

Ich habe aber keine Lust, mich mit ZJ zu beschäftigen.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20004
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon lionne » Mi 24. Apr 2019, 10:38

Ich habe das vor Jahren mal so erlebt: Ich kannte eine Person, eben eine ZJ, die mich oft 'besucht' hat, um mir ihre Literatur zu übergeben....
Natürlich sind wir nach und nach auch ins Gespräche gekommen... Als es dann "brenzliger" wurde in unseren Gesprächen, hat sie mir klipp und klar gesagt, dass ich nicht versuchen solle, sie vom Glauben abzubringen.... :shock:
Sie ist nie mehr gekommen....
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8650
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Mission von Zeugen Jehovas

Beitragvon Helmuth » Do 25. Apr 2019, 08:45

Firebird hat geschrieben:editiert weil zynisch
Firebird

Ups, was hab ich getan? Vielleicht besser, ich weiß es es gar nicht mehr. ;)

onThePath hat geschrieben:Ich fand deinen Beitrag erhellend, Helmuth.

Danke, so sehe ich, dass Diskussionen auch Frucht bringen. Dennoch rede ich an sich lieber für Dinge als gegen Dinge, wenn es sich um negative Dinge handelt.

In letzter Zeit lief im Froum dazu aber recht wenig. außer 5G, ja da redete ich stark dafür. ;)

lionne hat geschrieben:Als es dann "brenzliger" wurde in unseren Gesprächen, hat sie mir klipp und klar gesagt, dass ich nicht versuchen solle, sie vom Glauben abzubringen.... :shock:
Sie ist nie mehr gekommen....

Eine Erfahrung die ich teile. Ich habe 2 Erlebnisse gehabt. Sie saßen schon bei mir zu Tisch und wir tranken Kaffee. Immer wenn ich eine Aussage tätigte, blätterten sie eifrig in ihrer Bibel um mir ihre Version vorzulesen. Als ich dann meine ELB-Bibel rausrückte ware sie baff, dass ich ihnen damit klar widersprechen konnte.

Es kam es zu keiner Übereinklunft, und zwar deshalb, weil sie ja auch immer ihren theologischen Inhalt präsentieren, der nicht wesentlich ist, wenn man jemand Gott näherbringen will. Sie sind eifrig aber ineffizient, weil sie nicht auf den HG hören. Das ist meine Auffassung.

Ich habe zuletzt gesagt, dass wir aber gemeinsam beten können. Flutsch, auf einmal mussten sie gehen und hatten kein mehr Zeit mehr. Dabei saßen sie schon eine 3/4 Stunde bei mir mit Kaffee und Kuchen. Für zwei, drei Abschlussworte an den Herrn reichte es dann nicht.

Der Grund war klar, sie hatten erkannt, dass mein Anrede im Gebet mit "Herr Jesus" kommen könnte. Dabei hätte ich darauf sogar Rücksicht genommen, und "Lieber Vater gesagt". mir fällt dabei kein Stein aus meiner Korne wie halt bei ihnen.

Es ist ein Jammertal, dass Brüder ihre eigenen Brüder nicht erkennen, dafür aber zu den Heiden gehen, die anfangs gar nichts gegen mich haben um sie dann so umzuerziehen, dass sie mich danach auch nicht als Bruder sehen wollen. Ehrlich, so was von einem Jammertal. Ja, und das sogar in der eigenen Verwandtschaft. :(
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 988
Registriert: Di 27. Dez 2016, 17:50
Wohnort: Wien

Vorherige

Zurück zu Sekten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast