Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Do 5. Aug 2010, 12:53

kingschild hat geschrieben:...
Noch eine Frage an alle, wie kann ein Süchtiger nur mit seinem Willen therapiert werden, wenn er diesen durch die Sucht längst verloren hat?

Diese Frage können nicht mal die Experten des BAG beantworten, geschweige denn die Legalisierungs Experten aber ich lasse mich überraschen was da noch kommt.

Legalisierung ist höchstens die Kapitutlation vor einem grossen Problem aber keine Hilfe für Süchtige und solche die auf dem Weg dorthin sind.


Nein, wenn der Willen selbst krank geworden ist, dann ist es sehr schwierig zu helfen. Aber ich denke, dass die Gesundung besser beginnen kann, wenn die Lebensumstände besser werden. Wenn z.B. durch die kontollierte Drogenabgabe die Beschaffungskriminalität gesenkt werden kann, ist auch wieder ein besserer Zugang zu den Kranken möglich. Sind die Leute nur immer im Untergrund, um der Polizei auszuweichen, kann nämlich eine Hilfe kaum Zugang zu den Kranken haben.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Do 5. Aug 2010, 13:00

Taube hat geschrieben:Wenn z.B. durch die kontollierte Drogenabgabe die Beschaffungskriminalität gesenkt werden kann, ist auch wieder ein besserer Zugang zu den Kranken möglich.

Schön und gut, aber kontrollierte Drogenabgabe ist nur für ausgesuchte Schwerstsüchtige möglich, was ist mit den Anderen? Und wie willst Du jetzt den Willen zum Aussteigen stärken, wenn sie ihre Ration Drogen vom Staat bekommen und erst noch nicht den Stress der Gasse haben? Sie können so eigentlich den Feufer und sWeggli bekommen.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Do 5. Aug 2010, 13:07

Ich kenne jetzt zwei Fälle von jungen Menschen, welche monatelang nicht mehr auffindbar waren, weil sie untertauchten. Es war eine sehr harte Zeit auch für die Eltern. Als man sie ins Programm für die kontrollierte Drogenabgabe gekommen sind, konnten dann beide in weitere Therapien gehen und sind von den Drogen weggekommen.

Dies ist auch die billigste Lösung für Staat und Gesellschaft. Das Geld des Staates für die Drogenabgabe sind gering im Vergleich zu dem Aufwand die Beschaffungskriminalität ständig zu bekämpfen.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon blakki » Do 5. Aug 2010, 14:27

alegna hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Wenn z.B. durch die kontollierte Drogenabgabe die Beschaffungskriminalität gesenkt werden kann, ist auch wieder ein besserer Zugang zu den Kranken möglich.

Schön und gut, aber kontrollierte Drogenabgabe ist nur für ausgesuchte Schwerstsüchtige möglich, was ist mit den Anderen? Und wie willst Du jetzt den Willen zum Aussteigen stärken, wenn sie ihre Ration Drogen vom Staat bekommen und erst noch nicht den Stress der Gasse haben? Sie können so eigentlich den Feufer und sWeggli bekommen.


Wer sich Drogen beschaffen möchte, bekommt eigentlich diese überall. Deshalb würde eine Lagalisierung zunächst nichts ändern.

Die Vorteile kommen mit der Zeit:

Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc.
Ich würde diese Monopol auch auf Tabak und harte Alkoholica erweitern.

Schwerstabhängie könnten dann auch besser ärztlich betreut und therapiert werden.

Der Hauptvorteil liegt m.E, darin, dass der Staat die immensen Gewinne des Drogenhandels so abschöpfen könnte und das gewonnene Geld gezielt zur Prävention einsetzen.

Der weitere Vorteil wäre, dass die Kriminalität merklich zurückgehen würde.

Wer genau wissen will, was das Verbot bzw. die Freigabe von Drogen letztendlich bewirkt, der sollte sich über die amerikanische Prohibition einmal kundig machen, deren Auswirkungen sidn bis heute merklich spübar.

lg blakki
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Oli4 » Do 5. Aug 2010, 14:41

blakki hat geschrieben:Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc.
Ich würde diese Monopol auch auf Tabak und harte Alkoholica erweitern.

Schwerstabhängie könnten dann auch besser ärztlich betreut und therapiert werden.

Und was ist mit den Benzinschnüfflern, den Resyl+Süchtigen, den im Übermass Hamburger Konsumierenden und all den den verdeckten Tablettensüchtigen ? Alles über staatliche Stellen die die Qualität prüfen, freigeben, abgeben und jedem dazu das Merkblatt zur Prävention vorlesen bevor er es in die hand gedrückt bekommt ?
Oli4
Abgemeldet
 
Beiträge: 5954
Registriert: Mi 26. Okt 2005, 10:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Do 5. Aug 2010, 14:54

Taube hat geschrieben:Ich kenne jetzt zwei Fälle von jungen Menschen, welche monatelang nicht mehr auffindbar waren, weil sie untertauchten. Es war eine sehr harte Zeit auch für die Eltern. Als man sie ins Programm für die kontrollierte Drogenabgabe gekommen sind, konnten dann beide in weitere Therapien gehen und sind von den D

rogen weggekommen.

Dies ist auch die billigste Lösung für Staat und Gesellschaft. Das Geld des Staates für die Drogenabgabe sind gering im Vergleich zu dem Aufwand die Beschaffungskriminalität ständig zu bekämpfen.

Gruss Taube


Taube das ist ja schön und gut für diese zwei, nur untertauchen kann man nur wenn der Staat einem untertauchen lässt. ;) Ich finde es toll das Die zwei es nun geschafft haben, was auch immer darunter verstanden wird und was denn schlussendlich zum Austieg half nähme mich noch Wunder denn das Heroin wird es wohl nicht gewesen sein, vielmehr die aufwendige Betreuung und die hätte auch ohne Heroin stattfinden können.

Ich werde hier mal einen Text der Südostschweiz reinstellen, der ähnliches aussagt wie Du aber dann die Fakten auch noch nebenbei nennt:

Zitat Südöstschweiz 11. Juni 2010:

Heroinabgabe hat sich bewährt ... steht dort gross.

Soweit der Titel und nun die Fakten die Sie auch erwähnten. Wengistes sind sie so ehrlich das sie trotz des verwirrenden Titel diese nicht verschweigen.

Von den ersten 10 in der Herionabgabe in Chur sind 2 Personen nach 10 Jahren immer noch dort, 2 sind bei der Ersatzdroge Methadon gelandet und zwei sind auf den Alkohol umgestiegen und sage und schreibe nicht weniger als 4 sind verstorben. Von Erfolg und günstig kann hier nicht die Rede sein und auch schöne fette Zeitungstitel werden die achtsamen Leser nicht von den tatsächlichen Fakten ablenken können.

Wer Methadon kennt, weiss wie oft bei konsumiert wird und was für Stoffe. Bei der Abgabe steht auch fest wie viel neben her konsumiert wird da gibt es auch Zahlen. Ein Umstieg auf Alkohol ist auch nicht gerade das was eine Therapie erreichen sollte und das nach 10 Jahren 2 immer noch auf Vaters Staat Heroin konsumieren ist für mich Status Quo. Bei Kosten von allles eingerechnet ca. 50'000 pro Jahr nicht gerade eine eine kostengünstige, geschweige den erfolgreiche Therapie.

Das nebenzu viele gar nicht mehr bereit sind sich an echte Therapie heran zu wagen ist nur noch eine Nebenbilanz die man aber hier auch noch erwähnen sollte. Warum also solche Umwege, wenn es direkt auch gehen würde. Der Umweg braucht man nur wenn man eben die Süchtigen tun und lassen lässt auf der Gasse was sie möchten, so gesehen ist es ja logisch das man Sie nur mit dem von Ihnen gewünschten und zugleich verhassten ködern kann...Heroin.

Kann sein das Chur schlechter dasteht im Schnitt aber so in etwa wird es überalll gleich aussehen wenn man offen und ehrlich ist und alle Fakten offen legen würde.

Selbst die schlechtesten abstinenz orientierten Therapiestellen konnten und können bessere Erfolge ausweisen. Wenn 10 Jahre Heroin alles eingerechnet ein halbe Million Franken kostet und der Erfolg noch nicht da ist da kann auch im Kosten Nutzen Bereich fast jede andere Therapie mithalten. Aber eben lieber ein wenig das tun was die Süchtigen wollen...abgeben anstatt fördern.

Zudem warum 10 Jahre Heroin abgeben und eine halbe Million dorthin investieren und dann nochmals 300'000 bis 600'000 wenn es auch ohne die 10 Jahre verzögerung Umweg gehen könnte mit dem echten politischen Willen richtig zu helfen?

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Do 5. Aug 2010, 15:11

blakki hat geschrieben:
Der Hauptvorteil liegt m.E, darin, dass der Staat die immensen Gewinne des Drogenhandels so abschöpfen könnte und das gewonnene Geld gezielt zur Prävention einsetzen.

Der weitere Vorteil wäre, dass die Kriminalität merklich zurückgehen würde.

Wer genau wissen will, was das Verbot bzw. die Freigabe von Drogen letztendlich bewirkt, der sollte sich über die amerikanische Prohibition einmal kundig machen, deren Auswirkungen sidn bis heute merklich spübar.

lg blakki


Die Amerikanische Prohibition hat lediglich offen gelegt wie viele bereits dem Alkohl verfallen sind und das man von der Legalität nicht mehr zurück kann, weil sonst die Auswirkungen zu fatal sind.

Jetzt haben wir aber den umgekehrten Fall nämlich das einige Substanzen noch illegal sind. Wenn man die Drogenmafia legalsiert wird zwar die Kriminalstatistik gebessert aber Süchtige gibt es trotzdem mehr dadurch weil viele Menschen das legale als nicht gefährlich einstufen. Das belegen die Zahlen bei den heutigen legalen Drogen eindeutig.

Wenn der Staat den Markt übernimmt dann sorgt die Mafia das ein Parallel Markt entsteht und durch die Konkurenz wird das Zeug noch billiger. Was ist besser zwei Märkte oder nur einen den man rigoroser angehen, bekämpfen könnte? Oder zwei Märkte wo man den einen gar nicht bekämpft und den anderen wie heute gewähren lässt wegen geringen Strafen?

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Do 5. Aug 2010, 15:16

Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc.
Ich würde diese Monopol auch auf Tabak und harte Alkoholica erweitern.

Schwerstabhängie könnten dann auch besser ärztlich betreut und therapiert werden.

Und was ist mit den Benzinschnüfflern, den Resyl+Süchtigen, den im Übermass Hamburger Konsumierenden und all den den verdeckten Tablettensüchtigen ? Alles über staatliche Stellen die die Qualität prüfen, freigeben, abgeben und jedem dazu das Merkblatt zur Prävention vorlesen bevor er es in die hand gedrückt bekommt ?



Schwerstabhängige gehören eben in eine Therapie und dort bekommen sie mehr Betreuung und Ärztliche unterstützung als auf der Gasse mit legalen Drogen.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Oli4 » Do 5. Aug 2010, 15:22

kingschild hat geschrieben:Schwerstabhängige

Wir bei Alkoholika und Tabak, -wie verlangt-, wohl kaum umzusetzen sein.
Oli4
Abgemeldet
 
Beiträge: 5954
Registriert: Mi 26. Okt 2005, 10:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Do 5. Aug 2010, 16:37

kingschild hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc.
Ich würde diese Monopol auch auf Tabak und harte Alkoholica erweitern.

Schwerstabhängie könnten dann auch besser ärztlich betreut und therapiert werden.

Und was ist mit den Benzinschnüfflern, den Resyl+Süchtigen, den im Übermass Hamburger Konsumierenden und all den den verdeckten Tablettensüchtigen ? Alles über staatliche Stellen die die Qualität prüfen, freigeben, abgeben und jedem dazu das Merkblatt zur Prävention vorlesen bevor er es in die hand gedrückt bekommt ?



Schwerstabhängige gehören eben in eine Therapie und dort bekommen sie mehr Betreuung und Ärztliche unterstützung als auf der Gasse mit legalen Drogen.

God bless
Kingschild



In die Richtung geht auch meine Vorstellung.
Aber in Deutschland geht man nach der Nutzen-Kosten Rechnung.
Deshalb wird vom Süchtigen gefordert, frei werden zu wollen aus eigenem Antrieb. Ein kleiner Teil wird dann vorübergehend oder dauerhaft frei, ein kleiner Teil stirbt danach und bedarf dann keiner Zuwendung von Menschlichkeit und Geldmitteln mehr. Der große Teil macht so weiter wie vor der Entgiftung. Aber immerhin zeigte die Gesellschaft ja, dass sie was tut gegen das Elend der Süchtigen.

Es wird am Geld scheitern. Deshalb läßt man lieber Viele dieser "kleinen Gruppe" sterben. Man überläßt ihr Schiksal dem Zufall und dem nicht vorhandenen Lebenswillen des Schwerstabhängigen.

Jetzt wären mal Statistiken zu diesem ganzen Sachverhalt gefragt. Und auch zu Taubes Bemerkung, ob Abgabe von Heroin positive Folgen hat.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon blakki » Do 5. Aug 2010, 19:53

Oli4 hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc.
Ich würde diese Monopol auch auf Tabak und harte Alkoholica erweitern.

Schwerstabhängie könnten dann auch besser ärztlich betreut und therapiert werden.

Und was ist mit den Benzinschnüfflern, den Resyl+Süchtigen, den im Übermass Hamburger Konsumierenden und all den den verdeckten Tablettensüchtigen ? Alles über staatliche Stellen die die Qualität prüfen, freigeben, abgeben und jedem dazu das Merkblatt zur Prävention vorlesen bevor er es in die hand gedrückt bekommt ?


Ich verstehe, was du meinst, lieber Oli4, mein Vorschlag ist auch nur ein Denkanstoss.

Das Problem liegt natürlich auch darin, was ist ein Droge und was nicht? Was ist harmlos, was ist gefährlich?

Das Beste wäre natürlich, wenn man keine Drogen konsumieren würde, auch keinen Tabak und keinen Alkohol, was das ist ein reine Utope.

Nur ein Beispiel, ich hatte mal eine Mitarbeitern, die immer wieder Phasen mit Magersucht durchmachte, sie klappte um, wurde behnadelt, kam in den Betrieb zurück und trieb dann extensiven Sport, um die körpereigenen Endorpine zu aktivieren, Tage später kam wieder eine Hungerphase und das ganz von Neuem.

Gespräche halfen nichts, die Eltern sahen Kommunikationsversuche meinerseits als persönlichen Angriff an (man gehört ja zu den Honoratioren im Kaff!!).

Auch das ist m.E. eine Art von Droge, also wo fängt man an?

lg blakki
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Gnu » Do 5. Aug 2010, 20:04

blakki hat geschrieben:Auch das ist m.E. eine Art von Droge, also wo fängt man an?

Das ist für mich keine Frage. Ich fange am Anfang der Bibel an mit Lesen und höre am Ende der Bibel auf mit Lesen. Drogen braucht es dann garantiert keine mehr, es sei denn, man betrachte die Bibel als Droge, was mich aber nicht kümmert. Gerade mal 17 Franken für 718 + 228 Seiten ist nicht viel für das „tägliche Brot”.
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 10644
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon blakki » Do 5. Aug 2010, 20:46

Gnu hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Auch das ist m.E. eine Art von Droge, also wo fängt man an?

Das ist für mich keine Frage. Ich fange am Anfang der Bibel an mit Lesen und höre am Ende der Bibel auf mit Lesen. Drogen braucht es dann garantiert keine mehr, es sei denn, man betrachte die Bibel als Droge, was mich aber nicht kümmert. Gerade mal 17 Franken für 718 + 228 Seiten ist nicht viel für das „tägliche Brot”.


Guter Post, Gnu,

aber es soll ja auch Gläubige geben , die irgendwann mal eine "Überdosis" Religion abbekommen haben, da fällt mir spontan der liebe Hans J. aus dem Simmental ein (gibts es den eigentlich noch?) und unseren lieben Georg T. aus Bad Dürrheim.

ls blakki (der es mal wieder nicht lassen konnte)
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Oli4 » Fr 6. Aug 2010, 08:47

blakki hat geschrieben:Auch das ist m.E. eine Art von Droge, also wo fängt man an?

Jederzeit umzusetzende Patentrezepte gibt es sicherlich keine, doch gibt es einen Beginn eines Weges und der ist bei Selbsterkenntnis des Einzelnen, nicht alleine Gelassenen und weiters gehört dazu eine 'gesunde', barmherzige und einfache, klare Regeln vorlebende, nähere bis weitere Gesellschaft, in welcher der Betroffene sich bewegen kann.
Noch besser wäre es, diese Gesellschaft schon vorher so zu leben, so dass es gar nicht erst zum tiefen Fall in Süchte (jeglicher Art) gibt und diese Gesellschaft ist die Summe von uns Einzelnen.
WO dass es dies alles jetzt schon gibt ? Da bin ich, wie Du Du wohl auch, hilflos, und doch: es gibt sie, wenn auch vielleicht in kleineren Kreisen als wir dies uns wünschen, aber man sieht es immer wieder aufleuchten.
Oli4
Abgemeldet
 
Beiträge: 5954
Registriert: Mi 26. Okt 2005, 10:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 09:02

blakki hat geschrieben:Wer sich Drogen beschaffen möchte, bekommt eigentlich diese überall. Deshalb würde eine Lagalisierung zunächst nichts ändern.

Die Vorteile kommen mit der Zeit:

Wenn Legalisierung, dann nur Drogenverkauf durch staatliche Stellen mit neutraler Kontrolle der "Qualität" der Drogen und Zurverfügung stellen sterile Spritzen etc. ...

Es braucht zwar sehr viel Mut, dies durchzuführen, aber ich denke, dass der Substanzmissbrauch auf lange Sicht sehr viel besser unter Kontrolle gehalten werden kann. Prohibition ist meist schief gegangen, die dadurch eingehandelten Probleme waren meist grösser, jedoch weniger sichtbar.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 09:04

Was mich wundernehmen würde, was konkret die Gründe sind, dass jemand in die Drogenszene fällt. Nur die Neugier scheint mir zu wenig begründet zu sein.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Gnu » Fr 6. Aug 2010, 09:46

Taube hat geschrieben: Was mich wundernehmen würde, was konkret die Gründe sind, dass jemand in die Drogenszene fällt. Nur die Neugier scheint mir zu wenig begründet zu sein.

Sprüche 20,20 ist ein Hinweis auf eine mögliche geistliche Ursache.
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 10644
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 09:57

Kannst Du mir das genauer erläutern, wie dieser Vers einen Substanzmissbrauch bewirken kann? Hast Du selbst Erfahrungen damit oder es schon beobachtet.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 6. Aug 2010, 12:34

Taube hat geschrieben:Kannst Du mir das genauer erläutern, wie dieser Vers einen Substanzmissbrauch bewirken kann?

Diese Erklärung würde mich auch mal interessieren.
Taube hat geschrieben:Was mich wundernehmen würde, was konkret die Gründe sind, dass jemand in die Drogenszene fällt. Nur die Neugier scheint mir zu wenig begründet zu sein.

Ich denke so pauschal kann man das auch gar nicht sagen was denn die Gründe sind, denn jeder ist anders, aber die Neugier scheint mir doch ein sehr grosser Faktor zu sein. Nur, wer einmal aus Neugier probiert hat, probiert sicher kein zweites mal mehr aus Neugier, dann kommen andere Faktoren die da ziehen. Und auch da kommt es darauf an wer welche Erfahrung macht beim ersten mal probieren. Denn nicht alle bleiben dann hängen, aber einige eben schon und rutschen sehr schnell tief runter.
Eigentlich erzählen Ehemalige ähnliche und doch wieder unterschiedliche Geschichten.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Andi69 » Fr 6. Aug 2010, 12:39

Ja, der Zusammenhang mit Spr. 20,20 erschliesst sich mir auch nicht. Aber bezieht sich Deine Frage, lieber Täuberich, nur auf die Drogenszene (es gibt auch andere Szenen, die einen Menschen zugrunde richten können) oder generell auf den Drogenkonsum (nicht jeder Konsument ist auch in einer Szene)?

LG, Andi
Andi69
Power Member
 
Beiträge: 909
Registriert: Do 15. Jul 2004, 11:54

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 13:39

Mir geht es jetzt eher um die Abhängigkeit von Drogen (in klassischer Bedeutung von Drogen).

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 13:47

alegna hat geschrieben:...
Nur, wer einmal aus Neugier probiert hat, probiert sicher kein zweites mal mehr aus Neugier, dann kommen andere Faktoren die da ziehen.
....

Ich glaube, hier kommen eben die sehr komplexen Fragen der Persönlichkeit und allen möglichen Gründen der Biographie und des Milieus zum Tragen. Für eine Hilfeleistung sind diese sehr individuellen Gründen wichtig.

Wenn Gnu diesen Bibelvers nennt, kann ich mir schon vorstellen, was er meint - und der Vers hat eine gewisse Berechtigung. Doch in dieser generellen Art und Weise, ist der Hinweis auf den Vers nicht weiter hilfreich. Eine sehr weitergehende Konkretisierung müsste da sein. Deshalb habe ich Gnu gefragt.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 6. Aug 2010, 14:08

Ich glaube, hier kommen eben die sehr komplexen Fragen der Persönlichkeit und allen möglichen Gründen der Biographie und des Milieus zum Tragen. Für eine Hilfeleistung sind diese sehr individuellen Gründen wichtig.


Ja, das denke ich auch.
Denn einem Menschen, der überschauend denkt, ist klar, worauf er sich einlassen würde. (Einstiegsdroge, stärkere Drogen, Abhängigkeit; Willenslosigkeit, Konterollverlust).

Pauschal kann ich nur sagen, man gerät in eine Falle, in die man "kopflos" hineinrennt. Wie käme man sonst dazu, anzunehmen, man habe alles unter Kontrolle: Bis es zu spät ist.
(Nur als ein Beispiel).
Wenn auch noch psychische Probleme von vor der Sucht mitwirken, wird es wohl doppelt schwer. Besonders für die Zeit nach der Entgiftung. Denn dann ist dieser Mensch "sich selbst ausgeliefert", seinen psychischen Problemen, z.B. seinen Ängsten oder einer zurückliegenden Vergewaltigung.

Da ich in alle Richtungen überlege, habe ich darüber nachgedacht, ob es hilfreich wäre, über die Rolle der Dämonen in der Sucht besser Bescheid zu wissen.
Es gibt Seelsorger, die bei Sucht immer die Teilnahme von Dämonen annehmen. Aus verschiedenen Gründen.
Das hat sich durch eigene Erlebnisse mit zwei Cannabis-Abhängigen und noch Jemandem eher bestätigt. Allerdings hat sich bei Ihnen gezeigt, dass traumatisches Erlebnis, Familienlinie und andere Vorbelastungen zur Dämonisierung zumindest beigetragen haben können.

Und meine Erfahrung ist, dass der Ansatz nicht so viel bringt, da hier auch Wille und Selbststeuerung nötig sind. Aber es ist komplizirt. Und Dämonen verschwinden auch oft ohne dass man sie viel bemerkt, wenn eine radikale Wende zu Gott vollzogen wird.

Wim Worley ist einer der wenigen Seelsorger, die angeben, recht viele Süchtige seien frei geworden. Ich kann es also nur schwer nachprüfen, welche Faktoren da vorhanden waren.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Andi69 » Fr 6. Aug 2010, 14:25

Nein, ich denke, für den Fall in die Abhängigkeit ist Neugierde kein Argument (mehr). Die steht wirklich nur ganz am Anfang. Es geht wohl eher darum, dass jemand in einem schwierigen Umfeld einen vermeintlichen Halt findet, den er/sie sonst nicht hätte. Und wenn einmal die Illusion dieser Vermeintlichkeit erkannt ist, ist es meistens auch zu spät um alleine wieder davon weg zu kommen. Aber ich meine auch, dass man das nicht nur auf den Konsum psychoaktiver Substanzen einschränken darf, sondern jedes selbstschädigende Verhalten berücksichtigen muss, wie z. B. als moderne Beispiele die Spiel- oder die Internetsucht.

LG, Andi
Andi69
Power Member
 
Beiträge: 909
Registriert: Do 15. Jul 2004, 11:54

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 14:29

onThePath hat geschrieben:...
Pauschal kann ich nur sagen, man gerät in eine Falle, in die man "kopflos" hineinrennt.
...

So und so viele geraten eben nicht in diese Falle, obwohl sie mal neugierig waren. Das ist eben das Interessante.

Ein Beispiel das mich beeindruckte, war ein Mann der sehr süchtig war. Als der Druck des Alltages weg war, kam er extrem schnell weg von der Sucht, sogar die Entzugserscheinungen waren so minim. Nur die ganz andere Umgebung im geschützten Rahmen half, von der Sucht wegzukommen.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 6. Aug 2010, 14:38

Taube hat geschrieben:Nur die ganz andere Umgebung im geschützten Rahmen half, von der Sucht wegzukommen.

Um dauerhaft von der Szene und den Drogen los zu kommen, bleibt nichts anderes übrig als komplett die Türe zurück zu zu machen, heisst, Umgebung, Freunde, vielleicht auch Kleider, Musik etc. muss weg. Jedenfalls ich musste das tun. Eine liebe Schulfreundin von mir, hat mir nach jahrelangem Drogenmissbrauch, ausgemergelten Körper und so, gesagt sie sei jetzt Drogenfrei, bekomme Methadon und wohne trotzdem gut in der Langstrasse. Leider hielt die Abstinenz nur etwa zwei Jahre, habe vor ein paar Wochen erfahren, dass sie wieder abgestürzt ist. Ich habe ihr damals gesagt ich hielte es für besser sie würde wegziehen.
Wer wirklich weg will, muss aus dem Milieu weg und komplett brechen mit dem was einem immer wieder daran erinnert. Ich hatte über Jahre noch den Geruch der Gasse in der Nase, und konnte nicht in diese Stadt gehen, weil mich alles an diese Zeit erinnert hat.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 6. Aug 2010, 14:45

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:...
Pauschal kann ich nur sagen, man gerät in eine Falle, in die man "kopflos" hineinrennt.
...

So und so viele geraten eben nicht in diese Falle, obwohl sie mal neugierig waren. Das ist eben das Interessante.

Ein Beispiel das mich beeindruckte, war ein Mann der sehr süchtig war. Als der Druck des Alltages weg war, kam er extrem schnell weg von der Sucht, sogar die Entzugserscheinungen waren so minim. Nur die ganz andere Umgebung im geschützten Rahmen half, von der Sucht wegzukommen.

Gruss Taube


Tja, wir haben also anscheinend nur Ausnahmen anstatt helfende feste Regeln ;)
Jedenfalls reagiert immer Jeder Mensch anders.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 6. Aug 2010, 14:49

alegna hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Nur die ganz andere Umgebung im geschützten Rahmen half, von der Sucht wegzukommen.

Um dauerhaft von der Szene und den Drogen los zu kommen, bleibt nichts anderes übrig als komplett die Türe zurück zu zu machen, heisst, Umgebung, Freunde, vielleicht auch Kleider, Musik etc. muss weg. Jedenfalls ich musste das tun. Eine liebe Schulfreundin von mir, hat mir nach jahrelangem Drogenmissbrauch, ausgemergelten Körper und so, gesagt sie sei jetzt Drogenfrei, bekomme Methadon und wohne trotzdem gut in der Langstrasse. Leider hielt die Abstinenz nur etwa zwei Jahre, habe vor ein paar Wochen erfahren, dass sie wieder abgestürzt ist. Ich habe ihr damals gesagt ich hielte es für besser sie würde wegziehen.
Wer wirklich weg will, muss aus dem Milieu weg und komplett brechen mit dem was einem immer wieder daran erinnert. Ich hatte über Jahre noch den Geruch der Gasse in der Nase, und konnte nicht in diese Stadt gehen, weil mich alles an diese Zeit erinnert hat.


Ob nicht eine Art von Psychotherapie Deine Freundin hätte stärken können ?

Genauso wie man "Schutzmechanismen" gegen Sünde entwickeln muß, so doch sicher auch gegen erneute Sucht ?
Alles was Du beschrieben hast, ist sicher Teil solche Schutzmaßnahmen.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 6. Aug 2010, 15:06

onThePath hat geschrieben:Ob nicht eine Art von Psychotherapie Deine Freundin hätte stärken können ?

Ich weiss es nicht :(
Wir müssen schon sehen, kingschild hat es angesprochen,
kingschild hat geschrieben:Wer Methadon kennt, weiss wie oft bei konsumiert wird und was für Stoffe.

es sind sehr viele die trotz Methadon weitere Drogen konsumieren, hab ich auch getan zwei Jahre lang hab ich die Ärzte beschissen, den Staat beschissen, die Krankenkassen beschissen, aber vorallem mich selbst beschissen.
Alles was Du beschrieben hast, ist sicher Teil solche Schutzmaßnahmen.

Natürlich ist es nur ein Teil davon, aber ein sehr wichtiger, auch da ist nicht jeder gleich, doch habe ich auch zuviele gesehen die nach der Therapie wieder auf die Gasse gingen um mal zu schauen was so los ist und ob die alten Kollegen noch da sind und da wieder hängen blieben. Ich glaube es sind wenige die das wirklich können.
onThePath hat geschrieben:Tja, wir haben also anscheinend nur Ausnahmen anstatt helfende feste Regeln ;)
Jedenfalls reagiert immer Jeder Mensch anders.

Ich glaube es gibt keine feste Regel, jeder Mensch ist individuell und die Hilfe/Therapie sollte das berücksichtigen um wirklich helfen zu können. Obwohl so einige Richtlinien denke ich sind schon richtig, kalter Entzug zum Beispiel, als langsame Entwöhnung?
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 6. Aug 2010, 15:21

es sind sehr viele die trotz Methadon weitere Drogen konsumieren, hab ich auch getan zwei Jahre lang hab ich die Ärzte beschissen, den Staat beschissen, die Krankenkassen beschissen, aber vorallem mich selbst beschissen.


Wer Methadon kennt, weiss wie oft bei konsumiert wird und was für Stoffe.


Tja, die andere Seite ist, dass ich beobachtet habe, dass sowohl Psychiatern und psychischen Kliniken mit Wissen über diese Suchtproblematiken keine Maßnahmen ergreifen, um überhaupt festzustellen, wie nahe sich ein Abhängiger dem Tode befindet. Es scheint dem ganzen System egal zu sein, wann und wie sie elendiglich "krepieren".
Das würde ich zur Not auch belegen bei Rechtferztigungsversuchen dieser Stellen.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 6. Aug 2010, 15:31

es sind sehr viele die trotz Methadon weitere Drogen konsumieren, hab ich auch getan zwei Jahre lang hab ich die Ärzte beschissen, den Staat beschissen, die Krankenkassen beschissen, aber vorallem mich selbst beschissen.


Wer Beikonsum hat, fliegt sogar aus dem Methadon-Programm. So "hilfswillig" ist man im deutschen Staat Schwerstäbhängigen gegenüber.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19149
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 6. Aug 2010, 15:36

onThePath hat geschrieben:Genauso wie man "Schutzmechanismen" gegen Sünde entwickeln muß, so doch sicher auch gegen erneute Sucht ?

Das geht aber nur, wenn nach den Ursachen geforscht wird und angegangen wird in der Therapie, ob die jetzt Stationär in einer Einrrichtung ist, oder ambulant, muss je nach Fall wieder entschieden werden.
Nur eine Entgiftung ohne Ursachenforschung bringt glaub ich sehr wenig und mit Ursachenforschung meine ich, analysieren was die Gründe sein könnten was zur Sucht geführt hat, oder führen kann, wo ist Mangel in der Persönlichkeit, wie sind die Familienbeziehungen etc.
onThePath hat geschrieben:Wer Beikonsum hat, fliegt sogar aus dem Methadon-Programm. So "hilfswillig" ist man im deutschen Staat Schwerstäbhängigen gegenüber.

Und wie wird das kontrolliert?
Wir mussten damals regelmässig eine UP abgeben, aber wir wussten genau wielange welche Droge nachweisbar ist und so konnten wir uns richten, und wenn eine Probe dazwischen mal positiv war, war das nicht so schlimm, trotz Verwarnungen und so.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Fr 6. Aug 2010, 17:17

Taube hat geschrieben:Ich glaube, hier kommen eben die sehr komplexen Fragen der Persönlichkeit und allen möglichen Gründen der Biographie und des Milieus zum Tragen. Für eine Hilfeleistung sind diese sehr individuellen Gründen wichtig.

Gruss Taube


Gerade die Droge Nikotin zeigt deutlich das es sehr oft auch mit dem Suchtpotential der Droge zu tun haben kann. Bei einigen Drogen mit hohem Suchtpotential reicht ein wenig naive Risikofreudigkeit gepaart mit Neugier durchaus aus um eine Sucht entsehen zu lassen. Wir sehen gerade bei der Sucht das es alle trifft. Wenn der Mensch nichts gutes fühlt wird er meist auch nicht süchtig von etwas.

Die Frage ist ja, geht man in der Risikofreudigkeit und Neugier weiter oder hört man beim ersten Husten auf, dies kann über Sucht oder nicht Sucht im Bereich Nikotin schon entscheidend sein.

Das es dann auch ganz komplexere Situationen gibt sieht man aber Naivität gepaart mit Neugier und der Wille sich auf Knopfdruck besser zu fühlen ist bei allen Süchtigen zu finden. Der Junkie fixt weil dadurch sein Selbstwert gesteigert wird, der Alkoholkonsument will seine Hemmungen los werden, der Nikotin Süchtige will auch nur ein kurzfristiges bessers Gefühl das er sich von dem Kraut erhofft das in schlussendlich umbringt. Bei allen dreien hat es mit dem Selbstwertgefühl oder dem Gefühl wie er sich mit oder ohne Substanz fühlt etwas damit zu tun das er stetig danach greift.

Soziales Umfeld und dessen Einfluss, eigene Persönlichkeit, Gesellschaftliche Bedingungen (hohe oder niedrige Verfügbarkeit) und eben zu letzt wie wirkt die Droge selbst sind eigentlich alle Faktoren die über Sucht oder nicht Sucht entscheiden ohne mal auf die kleinen Details einzugehen.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Fr 6. Aug 2010, 17:38

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:...
Noch eine Frage an alle, wie kann ein Süchtiger nur mit seinem Willen therapiert werden, wenn er diesen durch die Sucht längst verloren hat?

Diese Frage können nicht mal die Experten des BAG beantworten, geschweige denn die Legalisierungs Experten aber ich lasse mich überraschen was da noch kommt.

Legalisierung ist höchstens die Kapitutlation vor einem grossen Problem aber keine Hilfe für Süchtige und solche die auf dem Weg dorthin sind.


Nein, wenn der Willen selbst krank geworden ist, dann ist es sehr schwierig zu helfen. Aber ich denke, dass die Gesundung besser beginnen kann, wenn die Lebensumstände besser werden. Wenn z.B. durch die kontollierte Drogenabgabe die Beschaffungskriminalität gesenkt werden kann, ist auch wieder ein besserer Zugang zu den Kranken möglich. Sind die Leute nur immer im Untergrund, um der Polizei auszuweichen, kann nämlich eine Hilfe kaum Zugang zu den Kranken haben.

Gruss Taube


Das stimmt aber die Lebensumstände sind wesentlich besser in einem Thearpieplatz, als in der Drogenabgabe mit Heroin und dem Beikonsum auf der Gasse. Schon ein Entzug von der Droge führt zu einer grossen Veränderung der Menschen, also warum noch 10 Jahre die Leute in der Sucht behalten anstatt den Schritt heute zu machen.

Taube das ist genau die Mentalität der Süchtigen die jetzt die Therapeuten übernommen haben und die können noch kräftig dabei verdienen. Der Süchtige sagte morgen bin ich bereit oder übermorgen oder nächste Woche oder nächstes Jahr oder in 10 Jahren ist der richtige Moment zum aufhören. Das der Süchtige so denkt ist logisch aber das die Therapeuten diese Ansätze übernehmen und nicht sehen das sie in 10 Jahren Drogenabgabe nichts weiter als Suchtverlängerung betrieben haben das ist kläglich.

Klar der Politische Wille ist eben nicht da, den Süchtigen am Konsum zu hindern ist in der Schweiz nicht vorhanden und somit ist ja klar das diese Politik nur so abstruse Therapien hervorbringen kann. Warum dies alles so ist, hängt mit der Droleg Lobby zusammen die das sagen hat in allen Bereichen wo es sich heute um Sucht dreht.

Ich sage es noch mal zuerst in der Prävention will man Ihnen den Umgang lernen, dann sagt man ist nicht so tragisch und am Ende sagt man mit Gratis Heroin wirde er hoffentlich zur Einsicht kommen. Das System hat versagt und nur will es keiner zugeben das wir Millarden verlochen in solche Dinge geht es weiter in dieselbe Richtung möglichst alles schon den ganz Jungen zugänglich machen und den Alten dann via Krankenkasse das Zeug noch Gratis abgeben damit der Markt floriert auf der legalen und illegalen Ebene.

Warum holt man die Leute nicht heute von der Gasse? Weil der Politische Wille dazu fehlt und die Instutionen und Leute die dann bereit währen diese Probleme anzugehen. Weil es einfacher ist Heroin zu verschreiben als eine aufwendige Therapie durch zu führen.

Suchtverlängerung ist aber kein Rezept um effizient die Probleme anzugehen, dies weiss sogar jeder süchtige, nur die Experten anscheinend haben von dem noch nichts gehört oder wollen aus finanziellen überlegungen nichts davon hören. Was auch immer der Grund dafür sein mag aber einen muss es sicher geben.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 17:43

kingschild hat geschrieben:...
Gerade die Droge Nikotin zeigt deutlich das es sehr oft auch mit dem Suchtpotential der Droge zu tun haben kann.
...

Das ist so. Das Problem ist allerdings hier, dass es mit Alkohol zusammen, ein Droge ist, welche bei uns gesellschaftlich akzeptiert sind. Das ergibt noch ganz andere Konsequenzen für diese beiden Drogen. Diese sind legal, aber der Übergang zu den illegalen Drogen ist ein qualitativer Unterschied, was berücksichtigt werden muss. Man sieht auch bei anderen Drogen, welche in anderen Ländern gesellschaftlich akzeptiert sind, wie Kokablätter rauchen in Südamerika und Opium rauchen vor allem früher in China, dass die Auswirkungen ganz anders sind, als wenn hier diese gleichen Substanzen nur in der Illegalität zu beschaffen sind.

Wenn man in den illegalen Drogenkonsum fällt, ist das immer auch ein Herausfallen aus der Gesellschaft, was die noch viel schlimmere Folgen haben kann. Deshalb scheint mit eine Unterscheidung von illegaler und legaler Drogen immer noch sinnvoll, obwohl hier Rauchen und Alkohol auch schlimmste Auswirkungen haben.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 6. Aug 2010, 17:54

kingschild hat geschrieben:Suchtverlängerung ist aber kein Rezept um effizient die Probleme anzugehen, ...


Ich muss Deine Beitrag noch genauer lesen und komme allenfalls darauf zurück. Zum Zitat aus Deinem Beitrag möchte ich einfach sagen, dass es allein kein Rezept ist. Eine Verlängerung der Sucht ist nur dann verantwortbar, wenn ein Konzept und die konkreten Möglichkeiten für die Heilung da sind und auch durchgesetzt werden können. Nur dann ist es sinnvoll, dass der Süchtige erst von der Illegalität zur Legalität gebracht werden kann.

Wenn ich für die legalisierte Drogenabgabe bin, ist das immer nur als Voraussetzung zur weiteren Heilung zu verstehen. Warum soll ein Medikamentenmissbrauch klinisch durchgeführt werden mit einer langsamen Dosissenkung, während es bei den klassischen Drogenabhängigkeit teilweise sehr "grob" mit heftigen Entzugserscheinungen zu und her geht?

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 6. Aug 2010, 17:57

Taube hat geschrieben:Warum soll ein Medikamentenmissbrauch klinisch durchgeführt werden mit einer langsamen Dosissenkung, während es bei den klassischen Drogenabhängigkeit teilweise sehr "grob" mit heftigen Entzugserscheinungen zu und her geht?

Das ist eine gute Frage, vielleicht hat es was mit den Substanzen zu tun, die an unterschiedlichen Orten ihre Wirkung haben?
Übrigens weiss man aber auch, dass der Drogenentzug nur in den ersten 3-4 Tagen grob heftig sein kann, danach flacht der körperliche Entzug ab, weit schlimmer ist der psychische Entzug.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15509
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Sa 7. Aug 2010, 17:56

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:...
Gerade die Droge Nikotin zeigt deutlich das es sehr oft auch mit dem Suchtpotential der Droge zu tun haben kann.
...

Das ist so. Das Problem ist allerdings hier, dass es mit Alkohol zusammen, ein Droge ist, welche bei uns gesellschaftlich akzeptiert sind. Das ergibt noch ganz andere Konsequenzen für diese beiden Drogen. Diese sind legal, aber der Übergang zu den illegalen Drogen ist ein qualitativer Unterschied, was berücksichtigt werden muss. Man sieht auch bei anderen Drogen, welche in anderen Ländern gesellschaftlich akzeptiert sind, wie Kokablätter rauchen in Südamerika und Opium rauchen vor allem früher in China, dass die Auswirkungen ganz anders sind, als wenn hier diese gleichen Substanzen nur in der Illegalität zu beschaffen sind.


Nein die Auswirkungen sind eben nicht grundsätzlich anders nur das es durch die höhere Verfügbarkeit und Gesellschaftliche Aktzeptanz noch schwieriger ist das Suchtproblem eingestehen zu könnnen. Zudem wird sich die Mafia nicht einfach das Geschäft durch legale Drogen kaputt machen lassen. Anfixen wird man immer noch im ilegalen Bereich nur noch mit dem Hinweis das es ja legal sei zu konsumieren. So hilft man der Mafia anstatt das man sie rigoros bekämpfen würde. Das der Staat dann die kaputten Süchtigen übernimmt mit Gratis Heroin nähmlich diejenigen die zu schach sind um Geld zu beschaffen hilft das die Mafia immer die Neukunden die noch finanz kräftig genug ist bedienen kann und so auch die negativen Bilder Weg sind von der Szene so das Neueinsteiger noch leichter für den Einstieg zu motivieren sind. Gerade das was heute passiert die Schreckensbilder der Süchtigen auf der Strasse sind weg und was haben wir eine Zunahme beim Heroinkonsum.

Gerade der legale Opiumhandel wurden von den Chinesen bekämpft weil es für Ihre Volkswirtschaft fatale Auswirkungen hatte. Genau diese Auswirkungen will man heute mit dem Schritt Richtung legalisierung in Kauf nehmen obschon man die gesundheitlichen und Volkswirtschaftlichen Folgekosten bei den legalen Drogen kennt. Angesicht dieser Erkenntnisse und eben den Erfahrungen des Opiumhandels in China ist es fragwürdig das man überhaupt auf solche Ideen kommen kann. Klar finanziell hat sich der legale Opiumhandel für die Engländer gelohnt genau wie es sich auch heute für einige lohnt aber die Chinesen haben einen teuren Preis dafür bezahlt und unsere Jugend wird durch die legalität auch einen teuren Preis bezahlen auch wenn wir vom freien Handel noch ein wenig entfernt sind.

God bless
Kingschild

Wenn man in den illegalen Drogenkonsum fällt, ist das immer auch ein Herausfallen aus der Gesellschaft, was die noch viel schlimmere Folgen haben kann. Deshalb scheint mit eine Unterscheidung von illegaler und legaler Drogen immer noch sinnvoll, obwohl hier Rauchen und Alkohol auch schlimmste Auswirkungen haben.

Gruss Taube


Der Alkoholiker fällt trotz legalität auch aus der Gesellschaft heraus. Das der Nikotin Süchtige dies nicht tut hat damit zu tun das dies zwar stark süchtig macht aber die Persönlichkeit nicht verändert.

Sagen wir so wenn dann Folienrauchen den Boom erlebt wie Kokain und Kiffen dann müssen wir dann noch ein wenig CHF locker machen für die KK Prämien. Man wird sich aber durch die legalität genau dem anähern obschon man eigentlich das gegenteil bewirken möchte.

Wenn der Staat erkennt das ein Fixer Hilfe braucht muss er nicht noch zuerst sein Verhalten legalisieren um Ihm helfen zu können. Denn die Erkenntnis alleine würde reichen um mit der Hilfe ansetzen zu können.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Sa 7. Aug 2010, 18:03

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Suchtverlängerung ist aber kein Rezept um effizient die Probleme anzugehen, ...


Ich muss Deine Beitrag noch genauer lesen und komme allenfalls darauf zurück. Zum Zitat aus Deinem Beitrag möchte ich einfach sagen, dass es allein kein Rezept ist. Eine Verlängerung der Sucht ist nur dann verantwortbar, wenn ein Konzept und die konkreten Möglichkeiten für die Heilung da sind und auch durchgesetzt werden können. Nur dann ist es sinnvoll, dass der Süchtige erst von der Illegalität zur Legalität gebracht werden kann.

Wenn ich für die legalisierte Drogenabgabe bin, ist das immer nur als Voraussetzung zur weiteren Heilung zu verstehen. Warum soll ein Medikamentenmissbrauch klinisch durchgeführt werden mit einer langsamen Dosissenkung, während es bei den klassischen Drogenabhängigkeit teilweise sehr "grob" mit heftigen Entzugserscheinungen zu und her geht?

Gruss Taube


Es hat auch niemand etwas dagegen wenn Du eine sinnvolle Reduzierung machst innerhalb von einem Klinikaufenthalt. Dies ist aber nicht der Ansatz sonst wäre er erfolgreicher. ;) Aber gegen Suchtverlängerung über 10 oder 20 Jahre mit dem anschliessenden Fazit Hoffnungslos gegen dies gibt es begründete Einwände.

Der Entzugschmerz kann aber auch ein Präventive Wirkung haben zumindest einen grösseren als Gratis Heroin. Wie bereits beschrieben sogar die schlechtesten Therapien konnten besser Ausstiegszahlen melden als jede heutige Heroinabgabe. Wenn aber der Therapieansatz ist Süchtige mit Gratis Heroin zu begleiten dann sind diese Abgabestellen erfolgreicher als die Abstinenz orientierten Stellen. Wieso dies der Fall ist kann Dir jeder Süchtige und Ex Süchtige erklären.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Sa 7. Aug 2010, 18:09

Taube hat geschrieben:
Ich muss Deine Beitrag noch genauer lesen und komme allenfalls darauf zurück. Zum Zitat aus Deinem Beitrag möchte ich einfach sagen, dass es allein kein Rezept ist. Eine Verlängerung der Sucht ist nur dann verantwortbar, wenn ein Konzept und die konkreten Möglichkeiten für die Heilung da sind und auch durchgesetzt werden können. Nur dann ist es sinnvoll, dass der Süchtige erst von der Illegalität zur Legalität gebracht werden kann.

Wenn ich für die legalisierte Drogenabgabe bin, ist das immer nur als Voraussetzung zur weiteren Heilung zu verstehen. Warum soll ein Medikamentenmissbrauch klinisch durchgeführt werden mit einer langsamen Dosissenkung, während es bei den klassischen Drogenabhängigkeit teilweise sehr "grob" mit heftigen Entzugserscheinungen zu und her geht?

Gruss Taube


Es hat auch niemand etwas dagegen wenn Du eine sinnvolle Reduzierung machst innerhalb von einem Klinikaufenthalt. Dies ist aber nicht der Ansatz sonst wäre er erfolgreicher. ;) Aber gegen Suchtverlängerung über 10 oder 20 Jahre mit dem anschliessenden Fazit Hoffnungslos gegen dies gibt es begründete Einwände.

Der Entzugschmerz kann aber auch ein Präventive Wirkung haben zumindest einen grösseren als Gratis Heroin. Wie bereits beschrieben sogar die schlechtesten Therapien konnten besser Ausstiegszahlen melden als jede heutige Heroinabgabe. Wenn aber der Therapieansatz ist Süchtige mit Gratis Heroin zu begleiten dann sind diese Abgabestellen erfolgreicher als die Abstinenz orientierten Stellen. Wieso dies der Fall ist kann Dir jeder Süchtige und Ex Süchtige erklären. Der Süchtige tut alles für seinen Stoff auch wenn er dadurch nicht los kommt davon.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5864
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

VorherigeNächste

Zurück zu Soziale Fragen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast