Das Universum ist ein riesiger Computer

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Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon beatus » Fr 7. Jun 2002, 09:45

Woher hat das Universum seine Intelligenz?
Nachfolgender Text und die Diskussion darüber ist etwas für eingefleischte Kenner
beatus

Bild Unser Universum kann als ein gigantischer Computer mit einer Bitzahl von einhundertzwanzig Zehnerpotenzen angesehen werden. Diese aufsehenerregenden These vertritt ein Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology, berichtet die Fachzeitschrift «Nature» .

Nach Ansicht des Physikers Seth Lloyd sei der Übergang von Partikeln von einem Quantenzustand zum anderen mit dem Rechenprozess in einem Computer zu vergleichen
. Da es sich bei einem Partikelwechsel um den elementarsten Vorgang im Universum handelt, könne das Weltall insgesamt mit einem Computer verglichen werden.

Rechenkapazität des Universums
Der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) beschäftigte Wissenschaftler Lloyd hat diese Abschätzung mit den Mitteln der Quantengravitation durchgeführt. Die Entwicklung des Kosmos ist in diesem Sinne nichts weiter als das Abspielen eines gewaltigen Algorithmus. Darüber berichtet das Fachblatt Physcial Review Letters.

Lloyd berechnete in seiner Arbeit sowohl die Anzahl der Bits des Universums als auch die der bisher in der Entwicklung des Kosmos durchgeführten Operationen. Unter der Annahme, dass die Energie des Alls etwa zu gleichen Teilen auf Materie und Gravitationsenergie aufgeteilt ist, konnte er mithilfe der Informationstheorie die Anzahl der Operationen auf einhundertzwanzig Zehnerpotenzen, eine Zahl mit einhundertzwanzig Nullen, abschätzen.

Schwarze Löcher sind gigantische Dynamos im All
Magnetische Feldlinien, die sich oft einige Millionen Lichtjahre von Galaxien ausgehend in den Raum ausdehnen, sollen das Resultat unglaublich leistungsfähiger, Energie-produzierender Dynamos innerhalb von Schwarzen Löchern sein, die wie ein Elektromotor arbeiten.

Diese Theorie stellten Philipp Kronberg, Quentin Dufton, Stirling Colgate und Hui Li vom Los Alamos National Laboratory im Rahmen des Jahrestreffens der amerikanischen Gesellschaft für Astronomie in Albuquerque vor.

Durch die Auswertung und Interpretation von Radiowellen, die von den gigantischen Magnetfeldern eines Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxie ausströmen, waren die Forscher in der Lage, Abbildungen der sich ausdehnenden Magnetfelder zu kreieren.

Sie wählten dazu eine abgelegene Region, die frei von möglichen Störeinflüssen anderer Himmelskörper ist und konnten dort eine Ausdehnung des Magnetfeldes von bis zu 10 Millionen Lichtjahre beobachten. Wobei die gemessene Energiemenge mit jener vergleichbar ist, die als Licht, Gamma- und Röntgenstrahlung freigesetzt wird, das Schwarze Loch also Energie höchst effizient in magnetische Felder umwandelt.

Der genaue Prozess ist zwar noch unklar, doch Kronberg und seine Kollegen Vladimir Pariev und John Finn haben ein Erklärungsmodell entwickelt, das dem eines elektrischen Generators verblüffend ähnelt. Demzufolge würde die natürlich magnetisierte Akkretionscheibe, die um ein Schwarzes Loch rotiert, von angesaugtem Sternenstaub und Materiepartikeln wie ein von Kugeleinschlägen durchlöchertes Schwungrad fungieren, dessen Drehung eine unsichtbare „magnetische Spule“ antreibt. Grosse Energiemengen würden dabei wie ein Set verschlungener Magnetlinien aus dem Zentrum der Galaxie in den Raum hinausbefördert werden.

Elf Fragen zum Universum
Der Schlüssel zu den Geheimnissen unseres Universums - er liegt in den Händen von Physikern und Astronomen. Dies ist das Fazit eines Berichts des National Research Council der National Academies (USA). „Wissenschaftliche Erfolge von Astronomen und Physikern haben den Weg frei gemacht, um die wirklich grossen Fragen zu beantworten“, meint Michael Turner, Vorsitzender der Komission, die den Bericht verfasst hat.

Der Bericht listet die Fragen Punkt für Punkt auf:

1. Was ist die physikalische Ursache der kosmischen Inflation, jener extrem schnellen Ausdehnung zu Beginn des Universums?

2. Was ist das Wesen der dunklen Energie, die mit ihrer abstossenden Gravitationswirkung dafür verantwortlich ist, dass sich das Weltall immer schneller ausdehnt, je grösser es wird?

3. Was ist die dunkle Materie - jene unsichtbare Materieform, deren Anziehungskraft zur Bildung der Galaxien und grossräumiger Strukturen beigetragen hat?

4. Lässt sich Einsteins Gravitationstheorie mit Quanteneffekten vereinbaren?

5. Welche Massen tragen die Neutrinos und wie haben diese die Entwicklung des Alls beeinflusst?

6. Wie funktionieren kosmische Beschleuniger, die für hochenergetische Teilchen aus dem All verantwortlich sind?

7. Sind Protonen instabil – so dass sich das Ungleichgewicht von Materie und Antimaterie erklären liesse?

8. Gibt es bei hohen Dichten und Temperaturen neue Materiezustände wie Quark-Gluonen Plasmen?

9. Gibt es weitere Raum-Zeit-Dimensionen?

10. Wie entstanden die schwereren Elemente vom Eisen bis zum Uran?

11. Ist eine neue Theorie der Materie und des Lichts bei hohen Energien erforderlich?

Quellen: Bild der Wissenschaft/Zeitschrift Nature
Bearbeitet von Bruno Graber


Quelle: http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/190/1974/
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon Morgy » Fr 7. Jun 2002, 14:03

Things that make you go "hmmmm...."

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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon Kuuhl » Fr 7. Jun 2002, 15:03

mich quält bei diesen überlgungen die frage,
ob sie wohl nicht eine nummer zu gross sind für die menschen.
Was wollen wir versuchen zu begreiffen, wie das Universum
funktioniert, wenn wir nicht mal mit unseren eigenen Menschlichen problemen verig werden. Eine viel interessanteere frage wäre zum beispiel: "Was macht einen Menschen wirklich glücklich!" Die antwort auf diese frage, währe wohl einiges nützlicher, als das universum im ganzen zu begreiffen.

"Ich gedachte alles, was unter der sonne gescha,
durch weisheit zu erforschen und zu ergründen.
eine leidige mühe die Gott verhängt hat
das die menschenkinder sich damit abmühen.
Ich betrachtete alles geschehen,
alles was unter der sonne geschieht
siehe alles ist nichtig
und ein Haschen nach wind"
Prediger 14

ein haschen nach wind... darin sind wir menschen wohl die grössten experten :)
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon Kuuhl » Fr 7. Jun 2002, 15:04

obere auszug ist aus Prediger 1, 14
sorry!
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon POLARBEAR » Fr 7. Jun 2002, 18:33

Steht nicht geschrieben: du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von mir, noch von meiner Schöpfung.
Wir wissen immer mehr. Und je mehr wir wissen, desto mehr Probleme haben wir. Die uns zu Revisionen des Wissens zwingen. Aber was wissen wir wirklich? Und wer hat heute noch die Grösse von Sokrates und gesteht ein zu wissen, nichts zu wissen...?
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon Rolfi » Sa 8. Jun 2002, 12:39

Schön dass es jemanden gibt der das alles im Griff hat
Unser Herr hat dies alles geschaffen und ich glaube
er wird uns sein Geheimniss nicht verraten solange
wir Fleisch sind !!!

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde
1.Mose 1.1
:cry: Align Color Font Size
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon fondue » Fr 21. Jun 2002, 17:06

@Polarbear
Und wer hat heute noch die Grösse von Sokrates und gesteht ein zu wissen, nichts zu wissen...?

Jeder Physiker... Je mehr wir wissen, desto mehr sehen wir auch die Grenzen der Erkenntnis. Weshalb propagieren wohl viele Physiker, vor allem Astronomen, einen Gott?
Möchtest du auf alle menschliche Erkenntnis verzichten? Auf Medizin, Ingenieurskunst, Flugzeuge etc? Sicher ist die menschliche Erkenntnis nichts gegenüber Gottes Grösse.
Wir wissen immer mehr. Und je mehr wir wissen, desto mehr Probleme haben wir

Nur wegen Probleme nicht weiterforschen? Finde ich billig... Es ist doch ein Urtrieb der Menschen, immer mehr zu erfahren!
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon Kuuhl » Fr 21. Jun 2002, 20:28

Wesshalb möchte der Mensch wohl alles erfahren? Ist doch klar au sicherheitsgründen! Wir menschen sind so, dass wir situationen meiden, die wir nicht verstehen, und in denen wir nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen. Und darum müssen wir immer alles wissen. Doch wer auf Gott vertraut, der braucht nichts zu wissen. "ich weiss, dass ich nichts weiss" und mir ist es ziehmlich egal!

Dennoch glaube ich dass es nötig ist zu forschen, aber ich finde es geht alles in die falsche richtung, weil der antrieb der falsche ist. Nähmlich geld, geld, und nochmehr geld. Selbst bei der forschung geht es nur noch um das.

Ich glaube, das wir mehr zeit darauf investieren sollten, den menschen als solches zu erforschen. Was bringt es uns zu wisse, wies auf dem Mars aussieht, wenn wir uns hier auf der erde zerstören? Ich bin immer noch der meinung, das der Mensch selber das grösste geheimniss im Universum ist, welches es zu lüften giebt... and so on!

Gruess peace and love!
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon fondue » Sa 22. Jun 2002, 00:37

Ich glaube nicht, dass Macht oder Geld das Primärziel von Forschung ist... Grundsätzlich wird geforscht wegen unserm "Gwunder". Neues zu entdecken gehört zum schönsten, das es gibt.
Geld kann in der Grundlagenforschung gar nicht das 1. sein, da es normalerweise so um die 20 Jahre dauert, bis eine physikalische Theorie eine praktische Anwendung findet; also viel zu lange, dass es sich für eine Firma lohnen würde, nur wegen dem potentiellen Gewinn zu investieren. Vor allem da es in der Physik ja auch kein Copyright auf Ideen gibt, dass also jeder an einer Entdeckung selber weiterforschen kann. Falls ihr mal Zeit habt, solltet ihr unbedingt mal Einsteins "Mein Weltbild" lesen. Ist auch für Christen absolut empfehlenswert!
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon POLARBEAR » Mo 24. Jun 2002, 18:46

Fondue, ich sehe, wir sind eigentlich gleicher Meinung. Ich habe die Forschung nicht verteufelt, sonst würde ich selber keine betreiben. Physiker pflegen oft - aber nicht immer - sich der Grenzen der Erkenntnis wie der Machbarkeit bewusst zu sein. Deshalb können viele auch zwischen den Zeilen lesen.
Die ´Anwender´ sind zumeist keine Physiker; jedenfalls nicht die grosse Masse.

PS: Die Bibel ist KEIN naturwissenschaftliches Werk von formelhafter Exaktheit.
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon fondue » Di 25. Jun 2002, 19:17

Natürlich ist die Bibel kein exaktes wissenschaftliches Werk. Dennoch wird sie von vielen Christen als solche missverstanden und dementsprechend ihr Wert aberkannt.
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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon raphael » Do 15. Aug 2002, 19:15

hey der mauz

du bisch de geilscht :D

Die Bibel wurde von dem Supercomputer wahrscheinlich als ablenkungsmanöver genberiert damit wir uns nicht zuviele Gedanken machen


jopp wir machen uns nicht zuviele gedanken...
dann lies dir mal alle beiträge in diesem forum durch...
und das sind bei weitem nicht alle christen und sonstige
bibel-zur-hand-nehmer..
und das sagst gerade du, der nicht einmal den artikel gelesen
hat :D :D :D

geile siech..

(nicht zu ernst nehmen, hat mich einfach ein bisschen verdutzt ;) )

übrigens matrix ist definitiv der geilste film den es gibt
vor allem die zusammenhänge mit der
bibel

(nebukadnezzar; schiff der rebellen, Zion; die letzte
stadt in der menschen leben, neo stirbt, und erlebt eine
wiedergeburt)

einfach geil der film

ein sehnsüchtig auf Matrix: Reloaded wartender

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Re: Das Universum ist ein riesiger Computer

Beitragvon DrGanja » Do 12. Sep 2002, 12:08

Es ist doch so, dass wir Menschen hauptsächlich nach Dingen forschen, die unser Leben bequemer machen. Aber was müssen wir dafür tun?? für ein Bett, einen Schrank, ein Haus, ein Auto,... Wir müssen Arbeiten. und warum brauchen wir ein Bett, ein Auto, ein..... nur um uns die Arbeit bequemer zu machen, bzw. uns von der Arbeit abzulenken, die wir nur dadurch haben, dass wir immer mehr wollen. --> je mehr wir wollen, desto schwieriger wird das leben. desto mehr Bequemlichkeiten müssen wir uns anschaffen, desto mehr probleme schaffen wir uns wieder --> Teufelskreis!

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