Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Ethik, Lebensrechtsfragen
Sexualethik, Sozialethik, Wirtschaftsethik, Kreationismus / Schöpfungswissenschaft, Technik, Umwelt


Moderator: bigbird

Abstimmung 2. Juni: Fristenlösung

Ich bin für die Fristenlösung
123
67%
Ich bin dagegen
55
30%
Ich weiss noch nicht
6
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 184

Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Rita » So 28. Apr 2002, 12:49

Am 2. Juni stimmen wir über die Fristenlösung ab. Demnach soll die Abtreibung bis zur 12. Woche straffrei sein. Die Gründe für eine Abtreibung sind zahlreich, doch findet man dahinter oft Egoismus, Karrierestreben, finanzielle Gründe und Angst vor der Verantwortung, sowie Behinderung des Kindes. Bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung bin ich mir noch nicht im Klaren.

Wie ist eure Meinung?
Rita
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Marita » So 28. Apr 2002, 16:56

Liebe Rita,

auch bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung und Inzest bin ich gegen die Abtreibung. Ich denke nicht, dass wir einen andern Menschen töten sollten und damit das Verbrechen der Vergewaltigung und des Inzest noch verkomplizieren mit dem Vernichten eines unschuldigen Lebens.

Wir müssen vorsichtig sein, dass wir auch bei dieser Streitfrage konsequent bleiben und nicht verwirrt werden.
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Morgy » So 28. Apr 2002, 17:00

Bild

Dass man/frau trotz schwierigen Fällen gegen die Fristenlösung sein muss, scheint mir klar.

Auf der Seite der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind gibt es viele Hintergrundsinfos und Material, das man bestellen kann.

Für Unentschlossene in dieser Frage ist die englische Seite Just the Facts ganz aufschlussreich.

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Daniel Gerber » So 28. Apr 2002, 18:08

Hi Rita,

unter "Gesellschaft" "Aktuell" "Abtreibung per Kopfschuss" ist meine Meinung kundgetan.
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Rita » So 28. Apr 2002, 22:31

Ich bin klar gegen Abtreibung. Bei Diskussionen darüber mit meinen nichtgläubigen Kolleginnen habe ich nur bei der Vergewaltigung zu wenig Argumente. Ich für mich jedoch weiss, dass Gott uns in jeder Situation Kraft gibt und uns hilft, wenn wir ihn darum bitten. So wie er auch bei finanziellen Gründe und Behinderung hilft damit fertig zu werden. Aber erklär das Nichtgläubigen!
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Eisbaby » Mo 29. Apr 2002, 19:22

Also bei Vergewaltigung, ich weiss nicht, wer da bereit wäre das Kind auszutragen. Das erinnert einen doch die ganzen 9 Monate dran, was da passiert ist. Und erwiesenermassen schaden doch auch schlechte Gefühle und Einflüsse einem Baby. Also ich muss sagen, auch als Christ, ich glaube nicht, dass ich das könnte... auch wenn ich es nachher zur Adoption freigeben würde.

Aber eine Schwangerschaft dauert nun mal 9 Monate...

Für mich wäre Vergewaltigung der einzige Grund um abzutreiben, das ist ja klar...

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Jfreak » Mo 29. Apr 2002, 19:56

Hy Rita

Ich beschäftige mich seit ein paar Wochen mit diesem Thema. Du hast gesagt es sprechen viele Gründe für die Fristenlösung. Leider habe ich nirgends welche gefunden! :? Könntest du mir nicht welche sagen?

Überigens hat das Argument mit der Vergewaltigung nichts zu tun mit der kommenden abstimmung, da es schon heute erlaubt ist, ein Kind abzutreiben, welches durch Vergewaltigung entstanden ist. Ausserdem ist die Zahl der Schwangerschaften durch Vergewaltigung verschwindend gering in der Schweiz!

Grüessli Jfreak!
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Rita » Mo 29. Apr 2002, 21:03

Hallo Jfreak (Jesusfreak)

stell dir vor, ein 18- jähriges Mädchen wird von einem One-Night-Stand schwanger. Sie ist noch in der Lehre und wohnt bei ihren Eltern. In diesem Alter geniesst man das Leben so richtig mit Ausgang und Partys. Ihre Gründe für eine Abtreibung wären: Sie hat kein Geld, ihre Ausbildung hat sie noch nicht beendet und bei der beruflichen Karriere müsste sie auch Abstriche machen. Ausserdem fühlt sie sich der Aufgabe nicht gewachsen und der Kindsvater verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen. Es ist ein extremes Beispiel und für mich sind das keine Gründe ein Kind abzutreiben. Ich selber habe zwei gesunde Kinder und wir wünschen uns noch ein bis zwei weitere. Mein Mann und ich sind uns einig, dass wir auch ein behindertes Kind nicht abtreiben würden. Auch sie haben ein Recht auf das Leben.

Ich frage mich, ob du keine Gründe gefunden hast, weil es für dich wie für mich keine gibt?!!!

Übrigens, ist mir heute von der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind eine Informationsbroschüre ins Haus geflattert ( siehe auch www.mamma.ch). Da steht drin, dass aus rund 1000 Vergewaltigungen statistisch eine einzige Schwangerschaft hervorgeht!
Weiter lese ich auch von einer Frau, die sagt: "Der Fehler meines Lebens. Jene, die zur Abtreibung raten, denken nicht an die Zukunft vergewaltigter Frauen. Heute stelle ich fest, dass die Abtreibung keine gute Entscheidung war: Zusätzlich zur Vergewaltigung habe ich mir die Last der Abtreibung meines Kindes aufgeladen."

Ich würde mich ein Leben lang fragen, was wäre das für ein Kind geworden. Ein Mädchen, ein Junge? Wie würde es aussehen, was für Eigenschaften hätte es?

Das Entstehen eines neuen Lebens ist das grösste Wunder, das es gibt. Wollen wir dieses Geschenk so einfach zerstören?

Gruss Rita
Rita
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Andre » Mo 29. Apr 2002, 23:04

Hyo Leute

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie sich der Mensch über alles erhebt, sich in jeden ´Bok´ reinreitet, sich alle möglich Auswege erdenkt um seine Bequemlichkeit und seinen Ego zu schützen und wenns schlecht kommt gibt man Gott die Schuld.
Oh sorry, nein, ich sollte mich nicht wundern, dass ist auch, was ich in der Bibel verfolgen kann, beim von Gott auserwählten Volk. Willkommen in der gefallenen Schöpfung.

Es gäbe eine Methode, mit der Abtreibung kein Thema wären. Und die beginnt damit, dass man den Kopf einschaltet, bevor man den ´Patuk´ irgendwo reinsteckt.

Und als Mann appeliere ich bewusst an euch Männer. Oder ist die Frau Herr über euch?

Gott liebt uns ja, und er hat uns in seiner Liebe eine Anleitung gegeben, damit unser Leben funktioniert. Wenn wir jetzt schon nichts von seine Liebe wissen wollen und dann noch seine Anleitung in den Wind schlagen, zeigen wir ja selber, dass wir nichts anderes als das Gegenteil von Gott in unserem Leben wollen?
Ja was ist den das Gegenteil, von dem der ´Leben´, ´Liebe´ und ´Wahrheit´ repräsentiert?
Etwa der Morgenstern?

Ob Fristenlösung ja oder nein, Mord bleibt Mord. Wenn ich ein Baby nicht von Hand töten kann, möchte ich auch nicht, dass es ein Doktor für mich tut. Erst recht nicht in meinem Auftrag.

Dabei haben wir ja schon einen ermordet, der eine echte Lösung für unser Problem bietet.

Und, wer hat schon gern Fristen?

Fritten, ja :-)

Klar, jetzt kommt das Thema, was ist, wenn ich vergewaltigt wurde? Ich kenne Gottes Kraft und wie er in Leben wirken kann. Jesus sagt nicht umsonst: "Wenn du mir vertraust, dann ist alles möglich".
Ich möchte nicht zu euch diskussionsgeilen reden, die mit ihrem Wissen prahlen, aber in ihrer Schlauheit nicht erkannt haben wie verloren sie sind. Sogar unfähig den Schöpfer in seinen Werke zu erkennen. (Hat den nicht jedes Bild ein Maler? Kennt niemand das Prinzip von Ursache - Wirkung?)

"Wenn du mir vertraust, dann ist alles möglich". Ich möchte dich liebes Opfer ermutigen, Gott ernst zu nehmen, weil er möchte dein Versorger sein. Seine Liebe begleitet dich auch durch Finstere Täler und sein Licht zeigt dir den Weg.

Gehst du ihm aus dem Weg, dann bist du ihm auch aus dem Weg.

Alright?
***** pride
Andre
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Daniel Gerber » Di 30. Apr 2002, 11:01

@ Rita

Bei Diskussionen darüber mit meinen nichtgläubigen Kolleginnen habe ich nur bei der Vergewaltigung zu wenig Argumente.


Da hast nicht du, sondern deine Kolleginen zuwenig Argumente. Bei jeder 1000sten Abtreibung handelt es sich um einen Vergewaltigungsfall. Sprich bei 0,1 %. Bei 99,9% also nicht. Darauf rumzureiten - da die Abtreibung heute ohnehin erlaubt ist - ist schwach und zeigt schlechtes Informiertsein.
Wie gesagt, die humanste Abtreibung findet ihr unter "Abtreibung per Kopfschuss".
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Jfreak » Di 30. Apr 2002, 23:04

Hy Rita

Ich glaube udu hast mich richtig verstanden. Für mich gibt es keine Gründe für die Fristenlösung. Ich sehe keinen Grund weshalb unschuldige Kinder Getötet werden sollten.

Natürlich ist dein Beispiel hart, aber ich bin sicher dass es auch andere Wege gibt. Wenn dieses Mädchen abtreibt, dann ist nicht nur die Belastung mit dem Freund da, sondern auch noch die Belastung, welche der Tod Ihres Kindes auslöst. Hast du Überigens gewusst, dass die Frau bei der Befruchtung ein Teil der Gene des Mannes übernimmt? Das lässt sie noch mehr mit Ihrem Mann und dem Kind verbunden sein.

Ich möchte nochmals anmerken, dass Vergewaltigung kein Argument ist! Es ist 1. eine verschwindend geringe Zahl von Kindern, 2. ist es schon heute erlaubt!

Grüessli Silu

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon CrossKeeper » Di 30. Apr 2002, 23:51

Hi
Es wird heute viel über die Fristenlösung diskutiert. Und meistens wird nur gesagt, dass diese "Lösung" die Abtreibung bis zur 12. SsW legalisiert. Aber was ist nachher? Wenn man die vorgesehenen änderungen des StGB liest und ein wenig nachdenkt, wird man merken, dass durch diese Fristenlösung die Abtreibung bis zur Geburt ermöglicht wird!!!

Das heute lautende Gesetz verbietet die Abtreibung sowie für die Frau als auch für den Arzt. Sie würden mit Gefängniss bestraft. (StGB 118-119). Jedoch wird die Abtreibung erlaubt, wenn die schwangere Frau durch ihre Geburt gesundheitlich in Gefahr ist. Für diese Erlaubnis braucht sie bis heute 2Ärzliche Gutachten. Jedoch werden diese Gutachten durch die Ärzte einfach so ausgeteilt.

Durch die Fristenlösung wird die Abtreibung bis zur 12. SsW legal. Der Artikel 120 wird jedoch so ergänzt, dass die Frau nach der 12. Woche nur noch ein Ärztliches Gutachten benötigt, um ihr Kind abzutreiben. Das wird ihr auch in diesem Sinne erleichtert, dass sie nicht mehr unbedingt körperlich in "Gefahr" sein muss, sonder auch die psychische "Gefahr" bei der Austragund des Babys berücksichtigt wird. D.h. die Frau kann irgendwelchen Gründe angeben, und sie kann das Kind auch nach der 12. Woche abtreiben. Ein weiterer Punkt ist, dass die Ärzte, die diese Gutachten austeilen, bis heute Ärzte sind, die was davon verstehen. Jedoch kann nach der Abstimmmung jeder Arzt ein solches Gutachten ausstellen, obwohl sie eigentlich nicht die benötigten (psychologische) Ausbildung haben.

Aus meiner Sicht ist die Fristenlösung eine Zumutung. Eigentlich sollten die Ärzte, die solche Gutachten austeilen, eine grössere Verantwortung zeigen...
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon indigogirl » Fr 3. Mai 2002, 10:57

zur fristenlösung habe ich mich wohl schon genug geäussert.
was mich interessieren würde:
was haltet ihr davon? seid ihr eigentlich auch anhänger von dieser gruppierung? sollte kein vorwurf sein, nur eine rein objektive frage.

NZZ am Sonntag, 24.3.03
"Eine Gruppe rigoristischer Christen mit Sitz in Kaltbrunn steckt hinter der Vorlage "Für Mutter und Kind"
Die Abtreibungsinitiative der Kwasizabantu / Abtreibungen sollen ganz grundsätzlich verboten werden - erlaubt nur dann, wenn sich die Mutter in akuter Lebensgefahr befindet...."
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon indigogirl » Fr 3. Mai 2002, 11:05

sorry han euchi livenet stellignahm erst jetzt gseh.
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Beratungsstelle!?

Beitragvon Bruno » Fr 3. Mai 2002, 12:48

Für mich ist klar, dass so oder so, wie die Abtreibungs-Abstimmung auch ausfallen wird, es Beratungsstellen braucht in unserem Land, die Schwangeren Frauen eine gute, objektive und unterstützende Hilfe sein können.

Wo sind die Christen, die Erfahrung mit einer solchen Beratung haben: Ärzte, Seelsorger, Sozialarbeiter, Hausfrauen/-männer, Mütter, Väter und so weiter, die bereit sind, Schwangere Frauen zu beraten oder bereit sind, neue Berater auszubilden!?

Wo sind die Christen, welche sich als Berater ausbilden lassen wollen?

Wir haben der Welt doch mehr zu bieten, als "nur" einen Abstimmungskampf (den ich sehr gut finde!). Ob mit oder ohne Fristenlösung und ob mit oder ohne Abtreibungsverbot, Beratungsstellen werden so oder so gebraucht, und wenn wir Christen für einmal eine führende Position übernehmen, kann das doch nur gut sein, oder!?

Seid gesegnet!

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Jfreak » Fr 3. Mai 2002, 18:36

Hy Indigogirl

Kommt es wirklich darauf an, ob man Christ ist oder nicht um die Sinnlosigkeit dieses Gesetzes zu sehen?

Grüessli Jfreak
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon CrossKeeper » Mo 6. Mai 2002, 07:57

Sali JFreak
ich glaube nicht, dass du das so formulieren darfst. Irgendwer muss doch einen Sinn hinter dieser Sache sehen. Ich persönlich ja auch nicht, aber ich finde, dass die Medien nicht alles über die Fristenlösung sagen, dh. nicht richtig informiert. Ich höre immer nur von den 12 ersten Schwangerschaftswochen und was danach ist, weiss ich auch nur, weil ich mir die Vorlagen angeschaut habe.

Ich denke, viele Leute sehen einen Sinn, weil sie nicht genau informiert sind.
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Re: Beratungsstelle!?

Beitragvon Peter » Mi 8. Mai 2002, 20:47

Hallo zusammen.
Momentan stecken wir stark im Abstimmungskampf.
Zum einen beten wir, weil es ja ohnehin ein geistlicher Kampf ist.
Zum anderen bilden wir hier in Zollikofen an verschiedenen Wochentagen zwischen 17:00 und 18:00 an der Bernstrasse zwischen den Kreiseln eine Mahnwache mit Transparenten.

Leider machen noch nicht alle Christen aus Zollikofen mit.
Warum?
Unser Ziel wäre nähmlich, dass die ganze Strasse voll von uns ist!

Die Reaktionen der Autofahrer und -fahrerinnen ist interessant. Die Meisten zwingen sich bewusst weg zu schauen (geradeaus). Dann gibt es einige, die fröhlich unseren Kindern zu winken, weil sie winken. Einige heben den Daumen und nicken uns zu.
Es sind nur wenige, die den Stinkefinger zeigen. Letzten Montag war übrigens keiner.
Ich erzähle dies als Ermutigung, dass es in anderen Städten und Dörfern nachgemacht wird!
Darf ich hier eigentlich so Propaganda machen?
Gruss
Peter
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon jeti » Do 9. Mai 2002, 22:42

Hallo zusammen

Die Fristenlösung ist ein "heisses" Thema. Die Abstimmung bring viele Emotionen hoch, besonders bei Christen.
Vorteil dieser Abstimmung ist: Es wird öffentlich über dieses Thema geredet und informiert, da es sonst nur unter den Teppich gekehrt wird!
Für mich ist es klar, dass ich die Fristenlösung nicht akzeptieren kann. Ich bin mir aber auch im klaren darüber, dass es im Denken der Leute nicht viel ändern wird ob jetzt die Gesetzesänderung (Fristenlösung) angenommen wird oder nicht. Ein Gesetz ändert das Denken nicht, es führt den Menschen nur die Schuldigkeit vor Augen. Menschen die als Schuldige dastehen, aber keine Lösung angeboten bekommen um ihr Leben zu ändern, werden versuchen ihr Verhalten gesellschaftsfähig zu machen. Soweit kann man sich auch erklären wieso es zu einer solchen Abstimmung in unserem Land kommt. Nun wo sind wir Christen in dieser Angelegenheit? Wollen wir sagen, der Teufel ist an dem allem Schuld? Er verführt und zerstört die Menschen? Was kann man von dem Teufel schon anderes erwarten, als das er die Menschen verführt und zerstört. Sind es die Menschen die gottlos leben und sich verführen lassen? Wir konnten doch auch nicht anders, als wir noch ohne Gott durch das Leben gingen. Sind wir einfach dem Lauf der Zeit ausgeliefert? Nein! Um es einmal ganz ehrlich zu sagen, es liegt in der Hand von uns Christen wie sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt. Ich möchte noch ein wenig ehrlicher werden: Dass wir am 2. Juni über die Fristenlösung abstimmen müssen ist die Schuld von uns Christen. Das findet Ihr sicher "krass". Doch ich denke das es leider so ist. Gott möchte durch uns Gläubige die Welt erreichen und verändern. Wieso Er das unbedingt mit uns machen will weiss ich auch nicht. Es ist jedoch unser Handeln gefragt und zwar in Einheit. In Einheit zusammenstehen (d.h. alle Gemeinden), vor Gott Busse tun über den Zustand in unserem Land und um einen Wandel von unserer Gesellschaft bitten.
Wenn dies nicht geschieht, wird drei oder vier Monate nach der Abstimmung alles wieder im selben Trott weitergehen, die Gemeinden drehen sich wieder um sich selber und die Menschen in unserem Land gehen weiter in die Irre. Über das Abtreiben reden dann auch nur noch diejenigen, die schon vor der Abstimmung darüber geredet haben.
Ich hoffe Ihr nehmt mir meine Direktheit nicht übel. Die Menschen in unserem Land sind einfach zu wertvoll um verloren zu gehen. Mit Gottes Gnade und Hilfe werden wir das verlorene Land dem Teufel wieder aus der Hand reisen.
Helft bitte mit!
Grüessli jeti
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon honda » Sa 11. Mai 2002, 13:57

hallo Jeti

Eine nicht gerade erfreuliche Feststellung, die du machst. Aber ich habe auch schon Feststellungen in dieser Richtung gemacht. Einerseits arbeiten die Gemeinde zu sehr nur für sich anstatt aktiv aufeinander zuzugehen und andererseits das laue mitschwimmen im grossen Strom (Wenn christliche Parteien für die Fristenlösung sind oder auch Gemeinden). Nach dem Motto, aj nicht negativ auffallen und niemandem zu nahe treten. Alle nur mit Samthandschuhen anfassen, ja nicht herausfordern oder provozieren, sonst könnte man ja noch ausgelacht, versossen und als Fundi bezeichnet werden.
Klar, ich musste auch schon feststellen, dass die Bibel-an-den-Kopf-werfen oder die Hammermethode nicht die beste ist. Aber sich klar zu oder gegen eine Sache zu stellen und das aufgrund der Bibel, das sollten wir machen. Wenn ich die Menschen in andere Religionen beobachte oder auch die Fans von Fussball und Hockey oder anderem, so stelle ich fest wie feurig, enthusiastisch sie für etwas einstehen. Kleiden sich mit Fanartikeln und riskieren ausgelacht zu werden. Und wir Christen (inklusive mich)? Wie viele WWJD-Bänder, Halsketten oder so sind zu sehen? Oder gar T-Shirts mit Bibelversen oder änlichem? Sehr selten anzutreffen.
Schon mal bei jesusnow reingeschaut? Echt witzig die abgeanderten Werbungen, leider weiss ich nicht, ob das rechtlich ok ist, wenn so was auf T-Shirts gedruckt würde (zum sebstkostenpreis natürlich).
Ich glaube, dass wenn Christen sich mehr zu ihrem Glauben stellen würden und aktiv (wie die EDU) am politischem geschehen mitmachen würden, so müssten wir heute kaum über Abtreibung abstimmen.
SHALOM

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon honda » Sa 11. Mai 2002, 14:41

Hallo zämä

villicht händer diä mails, wo zunderschd sind, ja au scho übercho, aber das macht nüt. Bald staht d´abstimmig (ca 1 monät) is huus über d´abtriibig oder so schön gseit fristälösig. Ich hoff ihr leget alli äs NEIN id urnä, well suscht wirds no eifacher zum ungeboreni Chind z´tödä.

Gott kännt eus befor mir s´liächt vo dä wält erblickt händ

Psalm / Kapitel 139 (Hoffnung für alle)
13 Du hast mich geschaffen - meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
15 Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
16 Als ich gerade erst Form annahm, hast du diesen Embryo schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben - noch bevor einer von ihnen begann!

Psalm / Kapitel 139 (Martin Luther)
13 Denn Du hast meine Nieren bereitet und hast mich bereitet im Mutterleibe.
15 Es war Dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gamacht wurde, als ich begildet wurde unten in der Erde.
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in Dein Buch geschrieben die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Hiob / Kapitel 31 (Hoffnung für alle)
15 Denn er, der mich im Mutterleib gebildet hat, er hat auch meinen Knecht geschaffen. Wir beide verdanken unser Leben ihm!

Hiob / Kapitel 31 (Martin Luther)
Hat nicht auch ihn erschaffen, der mich im Mutterleib schuf, hat nicht der Eine uns im Mutterschoss bereitet?

Johannes / Kapitel 16 (Hoffnung für alle)
21 Das ist genauso wie bei einer Frau, die ein Kind bekommt. Sobald ihr Kind geboren ist, hat sie Angst und Schmerzen der Geburt vergessen. Sie ist nur noch glücklich darüber, daß ihr Kind zur Welt gekommen ist.

Johannes / Kapitel 16 (Martin Luther)
21 Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt geboren ist.

Eigentlich scho schön z´wüssä JHWH (Jahwe) hät mich scho kännt bevor ich geborä gsii bin. Wiä oft isch scho gseit dass JHWH mit jedem mänsch än plan hät? Ich ha das scho oft ghört und mich gfreut, dass JHWH au mich für siis rich bzw liib gebruchä wett. Doch was isch mit dänä, wo gar kei chance gha händ z´sägä ob überhaupt läbä wänd?

Da äs paar links über d´abtriibig. ACHTUNG, äs paar händ rächt gächi bilder dabii, nüt für schwachi närve.

lebenswert.ch
livenet.ch
livenet.ch/news
maennerforum.ch
www.svss-uspda.ch
mamma.ch
human-life.ch
abtreibung.de
pro-leben.de
nein-zu-abtreibung.ch
aerzteaktion.de
babycaust.de
jasmin.denise-lester.com
ref.ch
emknews.umc-europe.org
Abtreibung - Forum
lebensrecht.ch

Ich kann als Christ gar nicht mit Abtreibung als mögliche Lösung liebäugeln, weil die Tötung menschlichen Lebens immer und unter allen Umständen der Grundbotschaft von Gottes Liebe und damit dem Kernstück unseres Glaubens widerspricht.


Dies ein Zitat aus dem Männerforum. Je mehr ich über diese Thema nachdenke und mich damit befasse, um so näher komme auch ich zu dieser Aussage bzw Meinung.

Referendum für das Leben und gegen die Fristenlösung - warum?

Auf dem Unterschriftenbogen haben wir die Gründe gegen die Fristenlösung, wie sie vom Parlament beschlossen wurde, schlagzeilenartig zusammengefasst. Im Folgenden sollen diese Argumente erläutert werden.

Die Fristenlösung

verletzt Ethik und Bundesverfassung, die beide den Schutz des Lebens verlangen.

bedeutet, dass sich die Gesellschaft aus der Verantwortung für das ungeborene Leben davonstiehlt.

ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Abwertung des menschlichen Lebens: Abtreibung, Euthanasie, genetische Manipulation, Klonen zur

Schaffung von Menschen als lebenden Organlager.

verspricht mehr Freiheit für die Frauen, gibt diesen aber nicht mehr Freiheit, ein Kind zur Welt zu bringen und es angemessen erziehen zu können.

führt dazu, dass die Schwangere zur Abtreibung gedrängt wird, wenn die geringste Gefahr einer (auch nur leichten) Behinderung des Kindes besteht.

ist unehrlich, weil sie vorgibt, die Abtreibung nur in einer Notlage zuzulassen. Diese Notlage gilt aber immer als vorhanden.

ist undurchführbar. Sie verlangt eine Beratung durch den Arzt, verunmöglicht aber jede Kontrolle, ob diese Beratung stattfindet.

Ist unlogisch: Die Abtreibung muss von den Krankenkassen finanziert werden, die Empfängnisverhütung jedoch nicht.

Im Denken vieler Menschen wird das ungeborene Kind entmenschlicht. Man spricht bewusst nicht von einem Kind, sondern von einem Fötus oder einem Embryo. Diese Entmenschlichung ist die Voraussetzung dafür, dass man dem Kind überhaupt das Todesurteil sprechen kann. Das Ungeborene

wird nicht als Person gesehen, sondern als Aggressor, oder zumindest als massiver Störenfried.

Zu finden unter Lebenswert.ch -> Argumente
SHALOM

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Peter » So 12. Mai 2002, 07:14

Hallo zusammen!
Da gebe ich Dir , Jeti, recht. Wir Christen haben es verpasst. Aber wenn man unausgesprochene, heimliche Grabenkämpfe führt, anstatt in Einheit und Brüderlichkeit zusammen zu wirken....!
Meine Kinder gehen in eine christliche Privatschule, wir gehen in eine andere Gemeinde als die Lehrkräfte jener Schule. Sagt mein Sohn während der Anbetungszeit: "In der Schule habe ich gelernt, dass Schlagzeug und Bassgitarre vom Teufel sind!" Ich könnte mir keine andere Anbetungsart vorstellen.
Dann, ist gut oder schlecht?
Und überhaupt, diese Gesetze und Vorschriften! Mit dem Spruch, den man vor 20 Jahren und noch früher gebraucht hat, da hat man auch mehr kaputt gemacht als in die richtige Richtung geführt. Ich meine den Spruch: Nimm Jesus an, dann kommst Du in den Himmel und alle Probleme sind gelöst; andernfalls werden Deine Probleme schlimmer und Du landest in der Hölle.
Ja, wir Christen haben viel kaputt gemacht. Nicht nur die "Alten", nein, die Jungen sind ohne Kritik eingestiegen und haben das laufende System unterstützt. (Na ja, mit Kritik wären sie wahrscheinlich gleich wieder verstossen worden, nehme ich an.)
So möchte ich meinen, wir sollten zu einem ausserordentlichen Buss- und Bettag aufrufen.
Ist das ein Vorschlag? Gelingt es, dass wir Christen, alle, vor dem 2. Juni Busse getan haben und um Vergebung gebittet haben? Nehmen wir dann das Neue, von Gott geschenkte, in uns auf?
Also, los!
Schönen Muttertag
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Jfreak » So 12. Mai 2002, 13:55

Hy Jeti

Ich muss sagen du hast vollkommen recht mit deiner Aussage, dass wir Christen versagt haben. Ich habe mit einer Fristenlösungsbefürworterin lange und intensive Diskusionen geführt, wobei wir beide einer Meinung über das Problem in unserer Gesellschaft sind. Kinder sind nicht mehr akzeptiert in unserer Gesellschaft! Kinder sind das unterste Glied und sind nur noch Kariereverhindernd, frech und kennen keinen Anstand. Ich denke das ist das wahre Problem in unserer Gesellschaft. Deshalb ist es auch Möglich, dass man darüber Abstimmen muss. Auch gerade wir Christen müssen Anfangen Kinder zu fördern, denn sie sind unsere Zukunft.

Und zu Peter möchte ich sagen dass ich 100% deiner Meinung bin und ich würde an diesem Busstag sofort mitmachen! Es ist wirklich wichtig!

Grüessli Jfreak
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon ***Kate*** » So 12. Mai 2002, 14:34


Ich wäre sehr froh, wenn Du vielleicht mein Erlebniss mal lese könntest. Ich hoffe es ist Dir eine Hilfe bei Deiner Entscheidung. Grüessli Kate



ABTREIBUNG NIE MEHR !!!

Ich kann gar nicht glauben, dass über dieses Thema überhaupt abgestimmt wird.
Abtreibung sei verboten, hier in der Schweiz, da kann ich nur fragen, „Seit wann denn“?
Als mir vor zwölf Jahren die Abtreibung empfohlen wurde, hörte ich nie etwas über ein Verbot.
Ich dachte bis vor wenigen Jahren, die Abtreibung sei erlaubt in der Schweiz.
Ich habe es ja selbst getan, man hat mich ja „ beraten“.
Das diese Gespräche mit dieser Gynäkologin ein Gutachten darstellte und reichte um mein Kind abzutreiben, kann ich heute nicht verstehen, wenn ich die Befürworter der Fristenregelung höre.
Es gibt wirklich wenig leichteres als ein Kind abzuteiben.
Ich bin geschockt, wenn ich höre, wie schwierig das angeblich sei, und wie gut alles abgeklärt wird um abzutreiben.

Es ist die Hölle ein Kind abgetrieben zu haben, das weiss ich jetzt sicher.
Niemand spricht ja vom Kind, es war aber schon 11 Wochen alt, und ich habe später Bilder gesehen, wie mein Kind mit 11 Wochen bereits ausgebildet war. Ich hätte heulen können.
Auch wenn ich daran denke, wie ich auf dem Ultraschall sein Herz schlagen sah, einfach grauenvoll, wenn ich daran zurück denke.
Damals gings mir psychisch wirklich sehr schlecht, niemand wollte mein Kind haben, überall stiess ich auf Ablehnung.
Mit 18 Jahren musste ich diese grauenvolle Entscheidung ganz alleine treffen, die Familienberatungsstelle, ( dürfte auch nicht so genannt werden) gab mir nicht einen Hinweis, zeigte mir nicht eine Möglichkeit, ein Leben mit diesem Kind.
Nein, mir wurde nur erklärt das ich mich bis zur 12 Woche entscheiden könne, und wenn ich mich entscheiden sollte für die Abtreibung, dann müsste ich kurz vorher Bescheid geben.

Ja, ich war in der 8 Woche schwanger, spürte nur Ablehnung gegen mich und mein Kind.
Da sich diese Situation in den verbleibenden Wochen nicht änderte, traf ich die schlimmste Entscheidung meines Lebens, in der 11 Woche mein Kind abzutreiben.

Wie oft habe ich mir den Tag meiner Entscheidung zurück gesehnt, wie oft habe ich zu Gott geschrien, warum, warum musste mein Kind sterben, warum nur war ich nicht stark genug, nein zu sagen.
Ja, all diese Fragen nützen nichts mehr. Ich weiss, Gott hat mir vergeben, aber ich weiss nicht ob ich mir selbst und allen Menschen die mitverantwortlich waren, je wirklich vergeben kann.
Oft habe ich Vergebung ausgesprochen, und immer wieder versucht, diesen Schmerz loszulassen, doch noch Heute trifft es mich, wenn ich etwas höre oder sehe, was mich an diese Zeit erinnert.

Klar, jetzt ist es besonders anstrengend, denn man hört jeden Tag über die bevorstehen Abstimmung, wie Politiker für oder gegen die Fristenregelung werben.

Seit diesen zwölf Jahren warten mein Mann und ich auf ein Kind, ich sehne mich danach, Mutter zu werden und eine Familie zu sein, diese Sehnsucht tut oft sehr weh.
Doch ich glaube das Gott uns dieses Geschenk machen wird, ich gebe die Hoffnung niemals auf,
denn Gott der Allmächtige hat unendliche Möglichkeiten.
Hier danke ich Dir Jesus, für all die Kraft die Du mir in den vergangen Jahren gegeben hast. AMEN



Man sieht es einer Frau nicht an, die abgetrieben hat, und meistens spürt man auch nicht ihren Schmerz über die einem so leichtgemachte Entscheidung.

Mein Apelle an alle die diesen Beitrag lesen, bitte, geht zur Abstimmung, diese unendlich tiefen Verletzungen der Frau nach der Abtreibung, müssen aufhören.
Stimmt gegen dieses neue Gesetzt der Fristenregelung, denkt an all die zehntausende getöteten Babys hier in der Schweiz.
Ich möchte mich bei jedem Leser bedanken der an die Urne geht und für das Leben stimmt.

Danke

Kate
***Kate***
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Peter » Mo 13. Mai 2002, 05:52

Hallo zusammen.
Wenn man es via Internet schnell genug hinkriegt, würde ich denken, dass nächsten Sonntag ein gutes Datum wäre.
Aber, wie erfahren es all die anderen Christen? Ich habe keine Ahnung, wie man das weiterverbreitet. Wer organisiert dies?


Und nun zu Dir Kate:
Ich bin so ein sentimentaler Mann. Vor lauter Tränen konnte ich fast nicht fertig lesen. Mit Dir und den anderen 12´000 Frauen habe ich bedauern. Nur nützt es Dir jetzt wenig.
Ich hatte einen kurzen, aber intensiven Mailwechsel mit Frau Annemarie Rey, Initiantin der ganzen Abstimmung. Die Frau ist feige. Keine klaren Antworten, nur ausweichen. Auf nebensächliche Dinge ging sie sehr wohl ein. Auf die Frage, was sie den von Jesus denkt oder über Jesus denkt, auf die Antwort warte ich schon über drei Wochen. Ihr könnt die Mails haben, es hat nichts Schlaues dabei.
Dann, ich arbeitete rund 14 Jahre im Spital. Dort brachte mir eine Kollegin, die in einer Frauenklinik gearbeitet hatte einen Prospekt mit. Schrecklich! Und auf der letzten Seite dann der ganz normale graue 60 Liter Abfallsack mit den toten Babys. Dieses Bild schaute ich am längsten und fassungslos an.
Ich bin also schon seit rund 25 Jahren Gegner der Fristenlösung. Sie sagte damals noch, dass die Abtreibungen ein lukratives Geschäft für jede Gynäkologie sei!!! Hauptsache, der Rubel rollt! Da wird mir ja schlecht.

Schönen Wochenstart und bitte, bitte, es soll jemand den nächsten Sonntag organisieren, der die "Szene" kennt hier im Internet und anderswo!
Danke viel mals und Gott vergelte es.
Mit liebem Gruss
Peter
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon honda » Mo 13. Mai 2002, 19:29

Shalom alle zusammen

Früher, das war eigentlich gar nicht mal so lange her, da war ich nicht ein besonderer Gegner der Abtreibung, aber auch kein Beführworter. Ich taumelte hin und her, da ich kaum was darüber wusste und im Glauben auch noch auf schwachen Beinen stand. Seit mehr über das Thema zu hören und zu lesen ist und auch mein Glaube an Gott und Jesus fester geworden ist, fällt es mir nicht mehr schwer ein NEIN für die Fristenlösung und ein JA für die Initiative "Mutter und Kind" in die Urne zu legen.
Erschreckende Bilder und Berichte von Frauen, die abgetrieben haben, haben auch sehr stark dazu beigetragen mir eine Meinung zu bilden.
Interessant ist auch die Aussage, dass hier in der Schweiz (und Europa) die Medizinischen- und Sozialenmöglichkeiten sehr gut sind, so das die Frau weder Medizinisch noch Sozial in allzugrosser gefahr kommt.

Wie Kate, so bitte ich auch Euch ein NEIN für die Fristenlösung in die Urne zu legen.

Noch besser, wenn Ihr auch noch ein JA für Mutter und Kind reinwerft.

Gottes Segen

Gabriel
SHALOM

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon jeti » Mo 13. Mai 2002, 22:32

Hoi Peter

Deine Idee für ein Buss und Bettag finde ich toll. Ich habe mir schon Gedanken gemacht wie das zu realisieren wäre, als meine Frau mich auf den folgenden Link aufmerksam gemacht hat (den sie auch erst seit zwei Tagen kennt).


[size=150]www.fastenaufruf.ch [/size]


Hier haben sich verschiedene Denominationen zusammen geschlossen (und es werden täglich mehr) um vor Gott gegen die Fristenlösung einzutretten.

Gebt diesen Link bitte weiter.
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon dakofi » Di 14. Mai 2002, 07:55

Hallo,

aus Erfahrungen von Kollegen weiss ich, dass viele Leute in der Schweiz von den Medien für die Fristenlösung programmiert sind.
Wenn sie aber angesprochen werden, stellt sich schnell heraus, dass da nicht viel dahinter ist!
Deshalb müssen wir die Zeit zusammen nehmen und mit den Leuten reden, bevor sie ein JA in die Urne gelegt haben.
Ich schlage vor, dass jeder, seine eigene Umgebung (Bekannte, Arbeitskollegen, ...) über die wahren Gründe informiert und das Gespräch sucht. Dabei ist auch die Möglichkeit, von dem Zeugnis zu geben, was der HERR Jesus in unserem Leben getan hat.
Wichtig: die Zeit läuft und viele stimmen heute brieflich ab, d.h. vor dem 2. Juni.

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon beatus » Di 14. Mai 2002, 13:35

Hallo Dakofi
Da kann ich dir nur beipflichten!
Die alltemeine Meinung ist durch die einseitige Kampagne so: Abtreibung ist schlecht, aber die Fristenlösung ist eine gute Regelung.
Das ist echt wirr. Die Fristenlösungsgegner werden von den Medien gekonnt umgangen. Da bleibt nur das persönliche Engagement. Dies ist eigentlich das Effektivste.

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Daniel Gerber » Di 14. Mai 2002, 16:02

Seid ihr aber kompliziert. Abtreibung ist auch human möglich. Kein Absaugen, keine Kaliumspritze, kein Myfegyne-Chemiebad für das Baby. Statt langem Leiden, ein sauberer Kopfschuss!!

Habe die folgenden Zeilen dem Blick, Tagesanzeiger, NZZ und Südostschweiz geschickt (Mal gucken ob´s mediale Haue gibt. Was meint ihr?).

Abtreibung per Kopfschuss

Diese Methode revolutioniert die Abtreibung und deren Industrie. Sie schliesst die Kluft zwischen Abtreibungsbefürwortern und deren Gegnern. Eine Möglichkeit die nur Vorteile hat. Sie stellt das Dagewesene in den Schatten: Das Baby wird direkt nach der Geburt mittels Kopfschuss getötet. Ein paar Unentwegte dürften zwar anfänglich protestieren, werden aber anhand der Vorteile rasch zu den Befürwortern gehören. Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. Kein Schmerz mehr: Im Gegensatz zu den aktuellen Methoden tritt der Tod in Sekundenfrist ein; ist daher vergleichsweise schmerzlos. Langes Leiden entfällt. Denn: Das Baby wird nicht im Mutterleib in die Zange genommen. Keine Kaliuminjektionen ins Herz. Auch das Hirn wird ihm nicht Abgesogen (eine einst von Bill Clinton unterstützte Methode). Ebenfalls wird es nicht durch die Abtreibungspille „Myfegyne“ (RU 486) brutal während zweier Tage chemisch aufgelöst. Klar ist aber zum Wohle der Mutter: Der Schuss sollte erst abgegeben werden, wenn das Baby den Mutterleib verlassen hat!

2. Wirtschaftlich sensationell, da sehr kostengünstig. Die einzigen finanziellen Aspekte entfallen auf die Waffe, deren Wartung, den abzugebenden Schuss sowie die Einfärbung des letzteren; blau für männliche Ex-Föten und pink für weibliche. Der teure Eingriff entfällt, Krankenkassenprämien sinken  Verbesserung der sozialen Wohlfahrt.

3. Psychischer Vorteil: Die Mutter weiss: Es wurde kein Lebewesen Minuten oder gar Stunden gequält. Der Tod trat in Sekunden ein, während sich das Geschöpf im Mutterleib bei der herkömmlichen Abtreibung nachweislich gar zu wehren versuchte.

4. Gesunde Frau: Auch im körperlichen Bereich bietet die Methode nur gutes. Die Frau braucht keinen operativen Eingriff. Keine Chemie. Keine Gefahr für die Mutter.

Offen bleibt einzig die Frage: Weshalb nur kam nicht früher jemand auf diese Idee? Warum mussten erst brutale Mähdreschermethoden wie zum Beispiel in den USA entwickelt werden?
Gehen wir doch als Land der Menschenrechte mit dem guten Beispiel voran und stoppen das brutale Babyfoltern mit einem sauberen Kopfschuss.

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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Susanne » So 19. Mai 2002, 13:57

Das verstehe ich an Euch schon, aber nicht so recht.

Immer kommt ihr mit dem Ausnahmefalle der Vergewaltigung. Auf 1000 Schwangerschaften kommt eine Schwangerschaft, die durch Vergewaltigung entstand. ca. 13´000 Sonderfälle pro Jahr, d.h. 250 ungewollte Schwangerschaften in der Woche, bei welchen ein Leben, das sich nicht wehren kann, einfach in den Mülleimer geworfen wird.
50% der Schwangerschaftsabbrüche sind von ausländischen Frauen. Ich habe da kein Mitleid, wenn sich diese Leute auch dem Schweizer Gesetz beugen müssen, d.h. auch die Männer. Ich kann ja auch nicht auswandern und dann nach den Gesetzen der Schweiz leben. Das läuft ja ins Uferlose.
Bei den anderen 50% ist es doch oft:
- Schule müsste unterbrochen werden
- Lehre müsste unterbrochen werden
- Studium müsste unterbrochen werden
- Karriere wäre futsch
- Mann und Frau müssten mit dem Geld sparsamer umgehen
- Das Kind hat laut Aussagen der Ärzte eine Krankheit und ist deshalb nicht liebens- resp. lebenswert. - Hauptsache keine Probleme.
- Vater hat sich in Luft aufgelöst
Ich hätte gerne eine Analyse der wirklichen Gründe der Abbrüche. - Einen erschütternder Bericht habe ich im Forum gelesen und finde den absolut super.
Aber:
Jetzt noch gross den Finger hochhalten, Leute, ihr habt verschlafen. Die Ja-Sager waren schon im November 2001 (!!!) auf der Strasse. Bis zum heutigen Zeitpunkt habe ich niemanden der Nicht-Befüroworter gesehen. Das Plakat mit dem Baby, das "Danke Papa, dass Du..... " spricht mich in keiner Art und Weise an. Hier sage ich wirklich: Schade um´s Geld.
Und: Wie viele Anlaufstellen für Mutter und Kind gibt es jetzt schon? - M.E. viel zu viele. Jeder Verein oder jede Stiftung will dort ihren Idealen nacheifern. - Ich sehe keine Zusammenarbeit. Zusammen wären diese Verbände stark, aber so?

Diese Umfrage ist für eine Alibi-Übung. Die hätte vor einem Jahr stattfinden müssen.
Es ist wohl schön, die Meinungen zu lesen, aber es kommt reichlich spät. Viel zu spät.
Der SEK ist dafür, VFG und SEA dagegen. Dann gibt es christliche Frauenverbände, die´s Befürworten. - Es sind fast nur Frauenvereine/Verbände, die da auf einem Flyer aufgezählt sind.

Leute, die Umfrage ist ja schön und nett, aber solange wir in dieser Konsumgesellschaft leben, wo man sich für ein behindertes Kind sich schon entschuldigen muss (ja, das gibt es!), dann sind Taten gefragt und nicht nur Worte.

Ich selbst habe Angst, dass da eine Art Freipass zum Sex gemacht wird. Und wenn ein Baby im Ultraschall nicht den Normen entspricht? - Weg damit, das kostet nur.

Ja, es ist eine sehr emotionalgeladen, was ich da geschrieben habe.

Grüsse Susanne
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon QUEENMARY 2 » Mo 20. Mai 2002, 20:26

Original von Rita
Am 2. Juni stimmen wir über die Fristenlösung ab. Demnach soll die Abtreibung bis zur 12. Woche straffrei sein. Die Gründe für eine Abtreibung sind zahlreich, doch findet man dahinter oft Egoismus, Karrierestreben, finanzielle Gründe und Angst vor der Verantwortung, sowie Behinderung des Kindes. Bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung bin ich mir noch nicht im Klaren.

Wie ist eure Meinung?
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Yehudit » Mo 20. Mai 2002, 21:54

Hallo! Also ich finde, Abtreibung ist nicht erlaubt.
Wir dürfen doch mit unserem Körper nicht einfach machen was wir wollen. Der Körper ist nur unsere momentane "Mietwohnung". Darfst Du in Deiner Mietwohnung alles machen? Wände rausreissen, Fenster zumaurern? Ne, da muss man schon erst die Verwaltung fragen. Wenn du das O.K. nicht hast, bezahlst Du einfach beim Austritt.
Genauseoi verhölt es sich doch auch mit unserem Körper. Haben wir das Recht, darüber zu bestimmen? Nein, ganz bestimmt nicht!!!
Gruss Yehudit
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Beitragvon Michael » Do 23. Mai 2002, 15:07

Original von Bruno
Für mich ist klar, dass so oder so, wie die Abtreibungs-Abstimmung auch ausfallen wird, es Beratungsstellen braucht in unserem Land, die Schwangeren Frauen eine gute, objektive und unterstützende Hilfe sein können.


--> dazu frage ich mich in letzter Zeit, was für andere Hilfen möglich sind, ausser natürlich ein grosszügiges Portmonnaie. Beispielsweise: Wie sieht es aus, eine (ungewollt) Schwangere mal einen Monat bei sich unterzubringen (mit allen Einschränkungen, die das mit sich bringt), um ihr eine neue Perspektive zu bieten? Dies kann auch einen starken evangelistischen Einfluss haben!
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Re: Beratungsstelle! --> weitere Hilfe?

Beitragvon Susanne » Do 23. Mai 2002, 16:56

Hallo Bruno

Darf ich fragen, ob die (viel zu) vielen Anlaufstellen sicht nicht zusammentun sollten? - Natürlich ist es wichtig, dass es noch versch. Arten von Anlaufstellen gibt.

Und noch eine ganz dumme Frage: Was verstehst Du unter
"ungewollt schwanger". Jede, die ins Bett hüpft, weiss das. Ich habe die Ausreden der Befürworter der Fristenlösung gelesen, und da kommt immer das Wort "ungewollt schwanger" vor. Ich kann es bald nicht mehr lesen.

Bruno, Du weisst so gut wie ich, dass wenn heute abgestimmt würde,
54% JA
22% Nein
24% sind noch unschlüssig

Bei der Initative siehts ja noch ganz anders aus:
30% JA
48% NEIN
22% unschlüssig

Natürlich ist es "nur" eine Umfrage, aber (wie z.B. ich) haben sicher Leute schon schriftlich abgestimmt.

Es grüsst Dich

Susanne
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Yehudit » Do 23. Mai 2002, 22:37

Hi Rita
ich möchte dir noch einige Argumente gegen deine anbringen.
Du wirst mit 18 schwanger mitten in der Aubildung. Normalerweise steht ein solches Mädchen nicht alleine da. Da sind noch Eltern und Geschwister, vielleicht ihr Freund. Und das wichtigste ist: das Mädchen darf nicht schweigen!!!Wenn es nicht über seine Schwangerschaft redet, kann ihm auch nicht geholfen werden. Und übrigens; sind Partys wirklich das Wichtigste? Kann das Kind jemandem nicht viel mehr geben, auch wenn die Mutter noch so jung ist. Die Umgebung macht´s aus. Man muss halt diesen Mädels helfen, und gerade das will ja schliesslich auch die Mutter und Kind Initiative.
Gruss Yehudit
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung -->neuste resultate!!!

Beitragvon domi » Do 23. Mai 2002, 23:19

hallo zusammen

die GfS-Forschungsinstitur hat erneut eine Umfrage gestartet, hier das Ergebnis:

Artikel auf bluewin.ch

[TA/sda] - Das GfS-Forschungsinstitut befragte zwischen 13. und 17. Mai 1255 Personen zur Abstimmung vom 2. Juni. Wäre schon am Pfingstwochenende abgestimmt worden, hätten 63 Prozent der Stimmberechtigten die Fristenregelung angenommen. Bei der ersten Umfrage im April warens noch 1 Prozent mehr, wie das Schweizer Fernsehen am Donnerstag mitteilte. Dagegen ausgesprochen hätten sich 24 Prozent (+1 %). Keine Meinung gebildet hatten sich wie im April 13 Prozent.
Keine Chance hätte die Initiative «Für Mutter und Kind» gehabt: 57 Prozent hätten sie abgelehnt (+ 1%). Hinter die Initiative gestellt hätten sich nur 31 Prozent (- 2%). Noch unentschieden waren 12 Prozent (+ 1%).

12 Prozent der Befragten gaben widersprüchlicherweise an, zwei Mal ein Ja in die Urne legen zu wollen. Lediglich 6 Prozent lehnen beide Vorlagen ab und liegen damit ganz auf der Linie der Abstimmungs-Empfehlungen der CVP und SVP. Noch keine Meinung zu den beiden Vorlagen gebildet haben sich 7 Prozent.

Bei den Parteien ergab sich gegenüber der ersten Befragung die grösste Veränderung bei der CVP. Obwohl die Delegierten Ende April deutlich Nein sagten zur Fristenregelung, teilen diese Meinung nur 32 Prozent (- 8%) der Befragten, die sich der CVP zurechnen. 45 Prozent (- 10%) befürworten die Vorlage. Markant gewachsen ist dagegen mit 23 Prozent (+ 18%) die Zahl der Unentschiedenen.

Noch weiter auseinander klaffen die Meinungen von Parteileitung und Basis bei der SVP. 64 Prozent (+ 1%) befürworten nämlich die Fristenregelung, während nur noch 24 Prozent (- 4%) dagegen sind. Die Zahl der Unentschlossenen erhöhte sich leicht auf 12 Prozent (+ 3%).

Bei der SP und FDP schart sich die Basis hingegen hinter die Parolen der Parteileitungen. 76 Prozent (- 4%) der Sozialdemokratinnen und -demokraten sagen Ja zur Fristenreglung. Bei der FDP sind mit 71 Prozent (+ 3%) fast gleich viele. Lediglich 14 Prozent (+ 1 %) der SP-ler sagt Nein, bei der FDP sinds 22 Prozent (+ 8%). Unentschlossen sind bei der SP mit 10 Prozent ein wenig mehr (+ 3%) als im April. Bei der FDP ist die Zahl mit 7 Prozent (- 11%) zurückgegangen.

Die Initiative «Für Mutter und Kind» wird von der Basis aller Bundesratsparteien grossmehrheitlich abgelehnt.
"if you only get one shot, one opportunity; would you capture it or just let it slip?"
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon ***Kate*** » Fr 24. Mai 2002, 22:43

Hallo Yehudit !!


wenn Du meinen beitrag gelesen hast, weisst Du ja sicher auch, dass ich mit 18 schwanger war.
Ich hatte eltern Geschwister Grosseltern und undund, aber niemand half mir eine entscheidung für das Kind zu treffen.

Ich glaube es liegt nicht hauptsächlich bei der Familie zu helfen, vielmehr eine Gesellschaft die das Töten der Ungeborenen nicht mehr als Lapalie abtut.

Genau um das kämpfen wir ja jetzt, und es werden viele Wunden wieder aufgerissen und auch viel nachgedacht und das ist sehr gut.


Yehudit ich bin sicher, dass Du auch bei Dir eine Frau aufnehmen würdest wenn du von einer schwierigen Situation wüsstest, und das ist bereits ein Schritt in die richtige Richtung.



Ganz liebe Grüsse
KATE
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Sheriff » So 1. Sep 2002, 16:38

Die Abstimmung liegt nun drei Monate zurück.

Doch hier herrscht seither Totenstille, dabei werden doch weiterhin Kinder abgetrieben!?

Ist mit der verlorenen Abstimmung alles erledigt - aus den Augen aus dem Sinn?
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Re: Abstimmung 2. Juni Fristenlösung

Beitragvon Joggeli » Fr 4. Okt 2002, 23:36

Ist mit der verlorenen Abstimmung alles erledigt - aus den Augen aus dem Sinn?


Es sieht fast so aus, immerhin wurde inzwischen die Baby-Klappe einmal benützt - eine Abtreibung weniger.

Die Abstimmung ist lange vorüber - man spricht nicht mehr davon. Für uns christen ist das Thema aber sicher auch in Zukunft aktuell.

Wer noch weiter über das Thema Schwangerschafts-Abbruch reden möchte, darf gerne einen neuen Thread eröffnen. Die Abstimmungs-Diskussion möchte ich hiermit schliessen - am Resultat lässt sich nun ja nichts mehr ändern.

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