Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 23. Jun 2020, 10:37

Na, da bin ich mal gespannt.
Weil es gerade darum geht, wie Krankwerden mit psychischen Dingen zusammenhängt.

Urmilsch, du schreibst:
Warum sollte es also nicht einen uns unbekannten Mechanismus geben, welcher einen auch wieder heilen kann, wenn man sich in Zukunft besser verhält?

Ein unbekannter Mechanismus. Ja, in dieser Richtung wird viel ausprobiert. Von rein vegetarischer Ernährung bis psychische Bemühungen. Von Gebet bis Geistheiler.

Psychische Beeinträchtigungen und Störungen sind sowieso noch nicht ursächlich erkannt. Die Psychiatrie weiß zwar Einiges, aber bei Weitem nicht genug.

Und über Krankheiten wird seit Jahrtausenden viel spekuliert.

Die Bibel belebt diesen Streitpunkt:
Ob, zumindest ein Teil von Krankheiten, besonders der psychischen Störungen, dämonisch verursacht sind.
Und andererseits erweckt das NT die Vorstellung, durch Gebet heilen zu können.

Müsste man auch darüber nachforschen.

Spurensuche nach dämonischen Ursachen von Krankheiten bringt Einiges an Nachweisen.
Aber da Psychiater und Psychologen dafür nicht offen sind, wird alles psychologisch erklärt, einschliesslich nachgewiesener sichtbarer körperlicher Verletzungen . Die Psychologie erklärt das als Einwirkungen hysterischer Art von Einbildung auf den Körper. Schade, daß man mit Einbildung keine Krankheit hysterisch los wird.

Wer es anders sieht als unsere Fachleute für die Psyche, der erkennt grundsätzlich diese Ursache für Krankheiten. Auch wenn das eher seltene, also exotische Ursachen sind.

Heilung durch Gebet: Eher auch selten. Und es ist das ertragreiche Feld von Wunderheilern und anderen Scharlatanen. Wobei, ironischer Weise, Hinweise existieren, dass diese gerade dann manchmal heilen, wenn sie die Beihilfe eines Geistes haben.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Urmilsch » Di 23. Jun 2020, 13:32

onThePath hat geschrieben:Na, da bin ich mal gespannt.
Weil es gerade darum geht, wie Krankwerden mit psychischen Dingen zusammenhängt.

Urmilsch, du schreibst:
Warum sollte es also nicht einen uns unbekannten Mechanismus geben, welcher einen auch wieder heilen kann, wenn man sich in Zukunft besser verhält?

Ein unbekannter Mechanismus. Ja, in dieser Richtung wird viel ausprobiert. Von rein vegetarischer Ernährung bis psychische Bemühungen. Von Gebet bis Geistheiler.

Psychische Beeinträchtigungen und Störungen sind sowieso noch nicht ursächlich erkannt. Die Psychiatrie weiß zwar Einiges, aber bei Weitem nicht genug.

Und über Krankheiten wird seit Jahrtausenden viel spekuliert.

Die Bibel belebt diesen Streitpunkt:
Ob, zumindest ein Teil von Krankheiten, besonders der psychischen Störungen, dämonisch verursacht sind.
Und andererseits erweckt das NT die Vorstellung, durch Gebet heilen zu können.

Müsste man auch darüber nachforschen.

Spurensuche nach dämonischen Ursachen von Krankheiten bringt Einiges an Nachweisen.
Aber da Psychiater und Psychologen dafür nicht offen sind, wird alles psychologisch erklärt, einschliesslich nachgewiesener sichtbarer körperlicher Verletzungen . Die Psychologie erklärt das als Einwirkungen hysterischer Art von Einbildung auf den Körper. Schade, daß man mit Einbildung keine Krankheit hysterisch los wird.

Wer es anders sieht als unsere Fachleute für die Psyche, der erkennt grundsätzlich diese Ursache für Krankheiten. Auch wenn das eher seltene, also exotische Ursachen sind.

Heilung durch Gebet: Eher auch selten. Und es ist das ertragreiche Feld von Wunderheilern und anderen Scharlatanen. Wobei, ironischer Weise, Hinweise existieren, dass diese gerade dann manchmal heilen, wenn sie die Beihilfe eines Geistes haben.

lg, oTp


Nun ja, was Heilung durch das Gebet angeht, so muss man ein Gebet ja erst einmal verstehen und nicht stumpfsinnig rezitieren, so wie es eigentlich die Regel ist. Das ist zumindest meine persönliche Meinung.
Christus erklärte seinen Nachfolgern, dass nur ein einziges Gebet zu beten ist, welches den Meisten als das Vater Unser bekannt sein sollte. Wer den Inhalt dieses Gebetes versteht, der kann zumindest verstehen, was zu einer Heiligung notwendig ist.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name?????? Jo wie lautet denn der Name, heißt er Fritz, Karl, Eugen oder heißt er zumindest gemäß der BIBEL Jesus Christus von Nazareth, welcher dort erst den unsichtbaren Vater und seinen Namen offenbarte, vgl. Joh 17, 6

Dein Reich komme, welches wohl ein Friedensreich ist, weil der unsichtbare Vater ja von den Menschen fordert, sich gegenseitig zu lieben (was ich jetzt mal mit vernünftigen, gleichberechtigten und umweltfreundlichen Leben übersetzen würde).

Dein Wille geschehe, siehe ein Absatz obendrüber

Wie im Himmel und jetzt kommt es für alle die meinen das es hier nicht möglich sein sollte SO AUCH AUF ERDEN

Und vergib uns unsere Schuld, auch wir vergeben unseren Schuldigern. Die meisten wohl nicht wirklich!

Fazit: Ich kann mir nicht wirklich helfen, aber wer versteht schon das Vater Unser und was es bedarf um ein gottgefälliges Leben zu leben? Nicht einmal der Name des Vaters wird beim rezitieren dieses einen einzigen Gebets geheiligt, welches man eigentlich im stillen Kämmerlein beten sollte (um verstehen zu können, dass der Hörende der unsichtbare Vater selbst ist), weil der Name des Vaters weder ausgesprochen wird, noch durch Taten dieses Friedensreich und somit sein Wille umgesetzt wird.

Der Name des Vaters ist der Name des Sohnes und sein Reich und Wille klar umrissen. Ich persönlich frage mich auf was man da eigentlich wartet?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » Di 23. Jun 2020, 14:34

Urmilsch hat geschrieben:Ich persönlich frage mich auf was man da eigentlich wartet?

Auf das Ende des Forums. :lol:
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Noch 171 Beiträge bis zum Ende des Forums.
— In der Kürze liegt die Würze —
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Lazar » Di 23. Jun 2020, 21:20

Habatom hat geschrieben:Um Mal hier kurz einzusteigen...

Schizophrenie - die nicht zur Ruhe kommende Frage, wer bin ich, die dort zu einer Identitätskrise führt, wo ich mir selbst Zuspruch suche, den ich woanders nicht gefunden habe um zu der Person heran zureifen, in der ich mich verwirklichen kann und Erfüllung, ,Halt und Lebenssinn erfahre.

Wie helfe ich solchen Menschen?

Und ich spreche hier als Betroffener, der seine Identität erst im Rückblick dann zunehmend fand und einnehmen konnte.

...ich selbst habe durch viele Umstände die Gott gewirkt hat dann über Jahrzehnte erst meine Identität in Christus gefunden nachdem mir zuvor Gott de Augen geöffnet hat durch ein mir beim Lesen der Bibel lebendig gewordenes Wort Gottes..den ich darin als den Herrn erkannte - Psalm 32,8 - und nun suchte... bis ich irgendwann zudem wurde was ich heute bin.

Aber ich wüsste nicht das mir hier jemand anderes als nur Gott selbst hätte helfen können.


Hi Habatom,
ich glaube, dass der Begriff "Schizophrenie" meist allzu leichtfertig verwendet wird, denn dies ist eine richtig grobe psychische Störung, die ein normales Leben nahezu unmöglich macht.
Dies hat jedoch nichts mit "innerer Zerrissenheit" zu tun oder einer ständigen Suche "wer bin ich" oder einem regelmäßigen "Träumen und Abtauchen in andere Welten". Das kennt vermutlich jeder Mensch - und zwar dauernd und sein ganzes Leben lang. Für mich ist dies sogar relativ normal - und ständiger Begleiter.

Dennoch hat auch mir nur ein Einziger einen Sinn gegeben auf dieser Welt zu sein:
Gottes Sohn - der da war vor 2000 Jahren hier auf Erden in Jesus Christus.

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 25. Jun 2020, 08:44

onThePath hat geschrieben:Hallo, Habatom

Mir stand die Schizophrenie immer gegenüber als Menschen, die Realitätsverluste sichtbar machten.



Was du durchgemacht hast, verstehe ich noch nicht so richtig. Aber wie du es in den Griff bekommen hast, hört sich gut an.

Lg, otp



Für mich fing alles an mit der Frage nach dem "wer bin ich" wohin führt mein Weg.. an wen soll ich mich halten... und wo komme ich her....

was ich durchgemacht habe ... mache ich immer noch durch... nur das ich jetzt viele Fragen die ich hatte nun geklärt habe sehen können...

Und irgendwo nun an einen Punkt gekommen bin... wo die Zukunft so vollkommen offen steht... das ich für alles was ich tue oder nicht tue die volle Verantwortung zu übernehmen habe...

was ich allerdings nicht immer kann.... Allein...

so musste ich lernen Verantwortung abzugeben...
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 25. Jun 2020, 08:47

onThePath hat geschrieben:
Du sollst nicht die Ehe brechen, wobei Christus uns erklärt, dass dieser Ehebruch bereits im Kopf stattfindet. Nun können wir ja nichts zu wenn uns das Testosteron mal wieder beherrscht, nur angesprochen gehört es. 


Wir können um so weniger dafür, Urmilsch, um so mehr wir uns einreden, die Triebe sind stärker als unsere Vernunft und freier Sex sowieso erstrebenswert.
Ebenso wie der Wille zum Fortbestehen einer guten Ehegemeinschaft nötig ist, so auch zum Zügeln ungehemmter Triebhaftigkeit.

Lg, otp



ich will jetzt nicht alles aufrollen seit meinem letzten Beitrag...

nur hier noch.... antworten...


Die Anstrengung: sich etwas zu erhalten - oder von etwas zu enthalten - ist es nicht.... die gelingen schenkt
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 25. Jun 2020, 08:49

Lazar hat geschrieben:Dennoch hat auch mir nur ein Einziger einen Sinn gegeben auf dieser Welt zu sein:
Gottes Sohn - der da war vor 2000 Jahren hier auf Erden in Jesus Christus.

Herzliche Grüße
Eleazar



Der war auf Erden als Jesus --- Menschensohn - vor 2000 Jahren


natürlich war Jesus auch der Christus...

starb aber als Mensch.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 25. Jun 2020, 08:52

onThePath hat geschrieben:Spurensuche nach dämonischen Ursachen von Krankheiten bringt Einiges an Nachweisen.


lg, oTp



Nicht jeder Geist ist von Gott ... richtig....

ich vermag das zu beurteilen... so meine ich zumindest....
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 3. Aug 2020, 23:51

Es wäre völlig falsch, die Angehörigen eines schizophren erkrankten Menschen als Ursache für seine Erkrankung zu betrachten. Früher hat man ja die Mutter beschuldigt, an der Krankheit ihres Kindes Schuld zu sein.... :roll: Zum Glück sind diese Zeiten vorbei....
Die Familie leidet oft (ich würde meinen: in allen 'normalen' Familien) sehr stark mit dem Patienten und braucht gegebenenfalls ebenfalls Unterstützung...
Ähnlich wie in einem Trauerprozess lassen sich auch bei Angehörigen fünf Phasen der Reaktion auf schwere psychische Krankheit in der Familie beobachten:
1. Erst mal Schock über die Diagnose! Nicht-wahr-haben-wollen und Verbergen: Manche Angehörige können es nicht glauben, dass so etwas bei ihnen (in ihrer Familie) vorkommt, und/oder schämen sich gegenüber der Umwelt.
2. Ursachensuche und Schuldzuweisung (auch Selbstvorwürfe).
3. Verzweifelte Bemühungen um Hilfe und Heilung (vom Kräuterarzt bis zum Guru, vom Geistheiler bis zum Psychotherapeuten)
>>> Das möchte ich alles nicht befürworten, da es nur weitere negative Folgen nach sich zieht....
Der Einzige der helfen kann, ist Jesus Christus von Nazareth. :praise:
4. Verunsicherung und Resignation (oft Depression) nach Gesprächen mit Ärzten und Psychologen/Sozialarbeitern in der Klinik noch grösser. «Was kann ich überhaupt noch für meinen Sohn/meine Tochter tun? Wie ich es auch mache, ist es falsch.»
5. Annahme und Neugestaltung der Beziehung zum Patienten: Diese Phase braucht viel Zeit. Oft bedeutet sie einen Trauerprozess. So viele Hoffnungen und Wünsche, die man für Sohn oder Tochter hatte, haben sich nicht erfüllt/können nicht realisiert werden. Er/sie hatte so ein grosses Potential und was ist jetzt? Behindertenwerkstatt oder - noch schlimmer - jahrelang immer wiederkehrende Klinikeinweisungen, wenn's ganz schlimm kommt >>> forensisch-psychiatrische Klinik. :cry:
Einige (wenige?) schaffen den Weg zurück in die Gesellschaft! Und können ein einigermassen selbstbestimmtes Leben führen: Mit Arbeit und Freiheiten, die für uns Gesunde eigentlich selbstverständlich sind!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 4. Aug 2020, 12:31

lionne hat geschrieben:Es wäre völlig falsch, die Angehörigen eines schizophren erkrankten Menschen als Ursache für seine Erkrankung zu betrachten


Zumindest kann die Familienkonstellation und die Erfahrungen mit Angehörigen eine Rolle bei der Entwicklung einer Schizophrenie spielen.

Aber bezüglich Krankheit und Leid kann - nicht muss - auch folgendes eine Rolle spielen:

4Mo 14,18 »Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung, aber er lässt niemand ungestraft, sondern sucht heim die Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied

Nicht "heim zu suchen" im Sinne davon, das ein David aufgrund seiner Schuld (Ehebruch mit Batseba und Mord an deren Ehemann Uria) hätte sterben müssen, tut Gott dann die Sünden seiner Kinder, dort wo sie ihre Schuld bekennen. So wie David seine Schuld er- und bekannte.
Schuld (Missetat) heim zu suchen, kann dann mit Krankheiten die zum Tode führen, einher gehen. So wie Sünde grundsätzlich zum (zumindest geistlichen) Tode führt. Ungesühnt (Unvergeben) am Ende dann zum ewigen Tode.
Durch Davids Sünde starb dann übrigens sein im Ehebruch gezeugtes Kind - nach Krankheit (2. Samuel 12,14+15).

Missetaten - Sünden - der "Väter" (Väter stehen hier biblisch betrachtet in einer größeren Verantwortung) haben immer einen Einfluss auf die ganze Familie. Auch wenn es heißt, das die Söhne nicht die Sünden ihrer Väter tragen - sondern nur die eigenen (und jeder Mensch ist ein Sünder - ist böse von Jugend auf) , leiden sie doch darunter. Geht ihnen viel Segen verloren, den sie gehabt hätten, bei gläubigen, gottesfürchtigen Eltern. Stehen sie stärker in Gefahr auf Abwege zu geraten - allein des schlechten Vorbildes wegen.

Und es gibt auch Menschen - die dann mit "ausser sich -- manisch" beschrieben wurden (Apg. 8, die unter dem Einfluss des Zauberers Simon standen), die hier gänzlich "unschuldig" waren, da sie sich diesem Einfluss nicht selbst erwehren konnten und teilweise hier Verführte waren.


lionne hat geschrieben:Der Einzige der helfen kann, ist Jesus Christus von Nazareth. :praise:

Einige (wenige?) schaffen den Weg zurück in die Gesellschaft! Und können ein einigermassen selbstbestimmtes Leben führen: Mit Arbeit und Freiheiten, die für uns Gesunde eigentlich selbstverständlich sind!
LG lionne


Ja, durch Jesus Christus ist uns allen hier grundsätzlich geholfen. Er nahm die Strafe, die uns treffen würde für unsere Verfehlungen, auf sich (Jes. 53,4-6).
Jesus Christus, der mit und ohne Begleitung durch andere Menschen Heilung schenken kann.
Auch wenn bei psychisch erkrankten Menschen Einschränkungen bleiben können.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Di 4. Aug 2020, 16:45

lionne hat geschrieben:Es wäre völlig falsch, die Angehörigen eines schizophren erkrankten Menschen als Ursache für seine Erkrankung zu betrachten. Früher hat man ja die Mutter beschuldigt, an der Krankheit ihres Kindes Schuld zu sein.... :roll: Zum Glück sind diese Zeiten vorbei....

Früher war es die Mutter, nun hat sich das verlagert und es ist indes die Familie... :shock:
Dagegen verwehre ich mich. Es gibt ja beispielsweise Familien mit vier Kindern (alle von den gleichen Eltern), wobei drei gesund sind und ein Kind eine (paranoide) Schizophrenie entwickelt: Gleiche Voraussetzungen, gleiche "Vorfahrenschuld", etc.
Es sind (müssen) da noch andere Faktoren mitspielen...
Die Krankheit galt lange als unheilbar (und ist es im Grund immer noch). In manchen Kreisen der Psychiatrie gilt das noch heute. Der Westschweizer Psychiater Luc Ciompi und andere zeigten aber durch Langzeituntersuchungen bereits in den 1970er-Jahren auf, dass es enorm unterschiedliche Verlaufstypen gibt.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass (leider) nicht jeder/jede an dieser psychischen Krankheit (Schizophrenie) Leidende das Glück hat an wirklich kompetente und einfühlsame Ärzte und Psychologen, etc. zu gelangen, sondern i.d.R. einfach das '0815-Programm' abgespielt wird. :(
Die Stigmatisierung psychisch Kranker ist halt nach wie vor eine Tatsache/ein weltweites Phänomen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 5. Aug 2020, 10:34

lionne hat geschrieben:Früher war es die Mutter, nun hat sich das verlagert und es ist indes die Familie... :shock:

LG lionne



Wiederholst du jetzt deine eigenen Zitate und Beiträge? Ich dachte eigentlich, wir könnten hier in einen Dialog treten.

lionne hat geschrieben:Grundsätzlich kann gesagt werden, dass (leider) nicht jeder/jede an dieser psychischen Krankheit (Schizophrenie) Leidende das Glück hat an wirklich kompetente und einfühlsame Ärzte und Psychologen,


Da stimme ich mit dir schon überein, das auch Ärzte und Psychologen einen wichtigen Beitrag leisten können. Ich dachte aber, wir wären schon weiter, zumal du
ja auf die Befreiung und Heilung, die Jesus Christus wirken kann, schon hingewiesen hast.
Hierüber Zeugnisse zu hören in diesem Thread wäre dann auch sicherlich erbaulich.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 5. Aug 2020, 10:48

lionne hat geschrieben:Die Krankheit galt lange als unheilbar (und ist es im Grund immer noch). In manchen Kreisen der Psychiatrie gilt das noch heute. Der Westschweizer Psychiater Luc Ciompi und andere zeigten aber durch Langzeituntersuchungen bereits in den 1970er-Jahren auf, dass es enorm unterschiedliche Verlaufstypen gibt.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass (leider) nicht jeder/jede an dieser psychischen Krankheit (Schizophrenie) Leidende das Glück hat an wirklich kompetente und einfühlsame Ärzte und Psychologen, etc. zu gelangen, sondern i.d.R. einfach das '0815-Programm' abgespielt wird. :(
Die Stigmatisierung psychisch Kranker ist halt nach wie vor eine Tatsache/ein weltweites Phänomen.
LG lionne



Hier wären auch Erfahrungsberichte hilfreich. Wer hat bei welchem "kompetenten Arzt und/oder Psychologen" Hilfe erfahren. Wie sah diese Hilfe aus. Welche unterschiedlichen Verlaufsformen gibt es. Wovon hängt ein Verlauf ab.

Das in einem Gesundheitssystem mit beschränkten Geldmitteln und vielleicht einer zunehmend hohen Zahl an psychisch erkrankten Menschen dann nur begrenzte Hilfe angeboten werden kann, sollte uns auch klar sein.

lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 5. Aug 2020, 10:57

Es fängt doch damit an, dass gegen Schizophrenie wohl meistens nur Psychopharmaka angewendet werden.
Zwei mir bekannte Schizophrene haben durch die Medikamente zwar keine gefährlichen Ausraster mehr, bleiben aber sehr beeinträchtigt.

Man hat Pillen, und die helfen etwas. Sie verhindern, dass ein Schizophrener völlig ausrastet, Echte Lebensqualität, echte wesentliche Besserungen oder gar Heilung bringen sie nicht. Überspitzt ausgedrückt hat man die Wahl, je nach Medikament, zwischen Pest und Cholera. Der Psychiater wird zum Designer eines fraglichen psychischen Gleichgewichts, durch Ausprobieren verschiedener Pillen. Natürlich zwar hilfreich, aber ein Lob auf die Psychopharmaka sollte man nicht anstimmen.

Der, dessen Schizophrenie sich wesentlich bessert, bei dem ist es meiner Meinung nach nicht allein das Verdienst vorzüglicher Medikamente.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 5. Aug 2020, 11:16

Habatom hat geschrieben:Hier wären auch Erfahrungsberichte hilfreich. Wer hat bei welchem "kompetenten Arzt und/oder Psychologen" Hilfe erfahren. Wie sah diese Hilfe aus. Welche unterschiedlichen Verlaufsformen gibt es. Wovon hängt ein Verlauf ab.

Das in einem Gesundheitssystem mit beschränkten Geldmitteln und vielleicht einer zunehmend hohen Zahl an psychisch erkrankten Menschen dann nur begrenzte Hilfe angeboten werden kann, sollte uns auch klar sein.

Zum ersten Punkt: Es gibt sie vereinzelt, die "Erfolgsgeschichten". Die Regel ist aber halt schon eine andere: Jahrelanges/Jahrzehntelanges 'Gefangensein' im Psychiatrie-System! :(
Zum zweiten Punkt: Das ist für mich keine Causa! :x Für wie viel anderes wird da Geld (von unserem Steuergeld!) zum Fenster rausgeschmissen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 5. Aug 2020, 11:24

onThePath hat geschrieben:Der, dessen Schizophrenie sich wesentlich bessert, bei dem ist es meiner Meinung nach nicht allein das Verdienst vorzüglicher Medikamente.

Dem stimme ich zu! Wobei ich das Adjektiv vorzügliche (Medikamente) nun nicht unterstützen kann. Diese sog. vorzüglichen Medikamente haben ganz schlimme Nebenwirkungen.... Am Schluss muss man sich fragen, ob der kranke Mensch nun an Schizophrenie gestorben ist oder an den Nebenwirkungen/Folgen der Neuroleptika!
Schwieriges Gebiet, wo es keine Patentlösungen gibt!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 5. Aug 2020, 13:00

Hallo, lionne
Ein Psychiater einer Klinik lobte die Medikamente, wärend ich sie kritisierte.
Diese Seite erzählt wohl gerne, wie wie toll ihre Pillen wirken.
Dadurch entsteht leider ein zu optimistisches Bild für eine ahnungslose Öffentlichkeit über die Wirkung der Psychopharmaka und die Fähigkeiten der Psychiatrie.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 5. Aug 2020, 13:26

onThePath hat geschrieben:Ein Psychiater einer Klinik lobte die Medikamente, während ich sie kritisierte.
Diese Seite erzählt wohl gerne, wie toll ihre Pillen wirken.
Dadurch entsteht leider ein zu optimistisches Bild für eine ahnungslose Öffentlichkeit über die Wirkung der Psychopharmaka und die Fähigkeiten der Psychiatrie.

Da gebe ich dir vollkommen Recht! :applause:
Meines Erachtens ist die Schizophrenie die rätselhafteste von allen (psychischen) Krankheiten.
Ganz zu Unrecht werden Schizophrene für Träger einer besonders ungünstigen Veranlagung gehalten. Sie rangieren in der Achtung der Gesellschaft (und Wissenschaft) niedriger als Verbrecher und Depressive. Doch stets (sehr oft) wird berichtet, dass sie in ihrer Jugend intelligent, sensibel und 'aufgeweckt' waren und über weitere ungewöhnliche Qualitäten (Kreativität) verfügten. Wie gesagt, sie hatten eigentlich einen 'guten (vollen) Rucksack' für den Start ins Leben...
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 5. Aug 2020, 13:30

Habatom hat geschrieben:Hier wären auch Erfahrungsberichte hilfreich.

Ich glaube kaum, dass hier Schizophrene mitschreiben....
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 5. Aug 2020, 21:55

Lionne, ich rätsele schon seit Jahrzehnten an der Schizophenie herum.
Warum sie die Kontrolle über ihr Denken und ihre Stimmung verlieren, ist mir immer noch ein Rätsel.

Auch wenn gesagt wird, es sei eine Stoffwechselstörung des Gehirns.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 5. Aug 2020, 23:41

onThePath hat geschrieben:Lionne, ich rätsele schon seit Jahrzehnten an der Schizophenie herum.
Warum sie die Kontrolle über ihr Denken und ihre Stimmung verlieren, ist mir immer noch ein Rätsel.

Auch wenn gesagt wird, es sei eine Stoffwechselstörung des Gehirns.

Dann sind wir schon zwei!
Die Schizophrenie ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung aus der Gruppe der Psychosen. Es kommt zu Störungen im Denken, der Wahrnehmung und des Bewusstseins von sich selbst ("Ich-Funktion"), des Gefühlslebens sowie des Antriebs und zu Bewegungsstörungen. Es können Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und Wahnphänomene auftreten.

Warum in allen Kulturkreisen etwa ein Prozent der Bevölkerung – meist im Alter zwischen der Pubertät und dem dreissigsten Lebensjahr – eine solche Psychose entwickelt ist nicht eindeutig geklärt. Diskutiert wird ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die in jedem Einzelfall in einer individuellen Kombination zum Ausbruch der Erkrankung führen...
Dann kommen noch andere Erklärungsversuche dazu, wie eben die Stoffwechselstörung des Gehirns, die Dopaminhypothese und und und....
Die Wissenschaft hat (noch) keine eindeutige Antwort.... :cry:
LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 6. Aug 2020, 12:48

Ja, es ist ein Jammer, was da mit jungen Menschen geschieht.
Und man nicht mehr dagegen tun kann.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Do 6. Aug 2020, 15:39

Ich glaube (inzwischen), dass man sehr wohl etwas dagegen tun kann/könnte....
Aber der Weg/die Wege ist/sind nicht einfach.... vor allem muss man an die richtigen Menschen und 'Schaltstellen' kommen :? (Das ist die Schwierigkeit!) :cry:
...und weil man gleichzeitig noch gegen "das System" kämpfen muss!

Was ist Schizophrenie?
Was das eigentlich ist, weiss kein Mensch. Es ist ein Erleben, das sich durch eine Verselbstständigung der Wahrnehmung kennzeichnet. Ein Mensch verliert die Kontrolle über sein Denken und sein Fühlen, und somit seine vertraute Verbundenheit mit dem alltäglichen Leben. Dieser Zustand erscheint fremd und bereitet Angst; sowohl dem Menschen selbst als auch seinem Umfeld.
>>> Netzfund
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