Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 5. Jan 2019, 15:37

Habatom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Zu Heilung gibt's auch andere Threads.... (>>>> Suchfunktion), :|

P.S. Habatom, ich bleib dabei, du suggerierst (unterstellst) hier ganz gewaltig!



wo ich unterstelle oder unterstellt habe, dann bitte mit Zitat von mir auch nennen.

Ansonsten sehe ich im Augenblick eher von dir hier eine Forenregel verletzt. Nämlich den respektvollen Umgang miteinander.

>>>> Einfach mal retour scrollen.... da werden Sie geholfen!
Aha, jetzt spielst du dich auch noch als Mod auf! Aha, "respektvollen Umgang miteinander"??? :roll: :roll: Dass ich nicht lache!!! :comeon:
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 15:46

onThePath hat geschrieben:Habatom, was denkst du denn darüber, warum Krankheiten durch Dämonen verursacht werden können ?

Übrigens gibt es Extremchristen die behaupten, ganze psychiatrische Kliniken leerbeten zu können. Und dass viele psychisch Kranke durch Dämonen krank sind.

Lg, otp



Zu den "Extremchristen" gehöre ich wohl nicht.


Zu ersten Frage komme ich wohl unweigerlich zu der Annahme, das dies auch etwas mit der Schuld der Eltern, Großeltern und Urgroßeltern zu tun haben kann.

2. Mose 20,
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.


Jesus sagt aber auch, das es Fälle gibt, wo weder der Betreffende noch die Eltern gesündigt hatten. An diesen Fällen wollte Gott lediglich seine große Macht erweisen.


In all dem zeigt sich aber, das Dämonen immer erst ein Anrecht am Menschen benötigen. Oder dort Menschen gefangen halten können, das auch die Kinder dieser Menschen nicht in die Freiheit der Kinder Gottes finden können.

Nicht zu denen zählen können - anfangs - die das Glück hatten, in einem christlichen Elternhaus (Vers 6 oben) aufgewachsen zu sein.


Die Schlange in Eden hatte erst Anrecht an Adam und Eva, als Eva hier der Verführung erlag. Adam Eva gehorsam war.
Für Adams und Evas Kinder war dann aber eigentlich wieder alles offen. Lediglich Kain kam nach der Mutter - war hier stärker empfänglich stolz auf andere herabzublicken. Abel war gottesfürchtig.

Geprägt waren sie beide von der Erziehung der Eltern. Wer dann nun zum Mörder wird - auch wenn in uns allen die Anlage dazu vorhanden ist - bleibt oft ein Geheimnis.

Ich würde zumindest sagen, das lediglich nur die Menschen, die Gott aus dem von Grunde auf bösen Menschengeschlecht (in ihrem alten Adam) herausruft, dann eine Freiheit erleben können, von dem Fürst dieser Welt, dem Satan, der von Natur aus alle gefallenen Menschen (da ja alle im alten Adam geboren werden) beeinflusst.

Ein frommes Elternhaus kann hier zumindest nur zeitweilig am Anfang behüten.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 5. Jan 2019, 15:49

Wenn man sich den Titel des Threads mal wieder in Erinnerung ruft:
"Psychiatrie und Freiheit" kann man grundsätzlich dazu ganz kurz sagen:
Diese zwei Begriffe ("Psychiatrie" - "Freiheit") stehen sich diametral entgegen.
Wenn man von Psychiatrie spricht, kann man nicht von Freiheit sprechen und umgekehrt, wenn man von Freiheit spricht, hat Psychiatrie nichts damit zu tun!
Wenn ein Mensch in der Psychiatrie verstrickt/gefangen ist, hat das mit Freiheit (was wir darunter landläufig verstehen), nichts zu tun.
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 15:52

bigbird hat geschrieben:Hier gehts eigentlich nicht um Glaubensheilung oder pro und contra Medikamente, sondern um "Psychiatrie und Freiheit". Bitte steuert wieder auf das eigentliche Thema zu. Danke!

bigbird, Admin



ich denke wir sind weiterhin und immer noch voll im Thema -

danke
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 15:55

lionne hat geschrieben:Wenn man sich den Titel des Threads mal wieder in Erinnerung ruft:
"Psychiatrie und Freiheit" kann man grundsätzlich dazu ganz kurz sagen:
Diese zwei Begriffe ("Psychiatrie" - "Freiheit") stehen sich diametral entgegen.
Wenn man von Psychiatrie spricht, kann man nicht von Freiheit sprechen und umgekehrt, wenn man von Freiheit spricht, hat Psychiatrie nichts damit zu tun!
Wenn ein Mensch in der Psychiatrie verstrickt/gefangen ist, hat das mit Freiheit (was wir darunter landläufig verstehen), nichts zu tun.
Gruss lionne



Da bin ich ganz deiner Meinung. Und so wie ich es sehe hat otp dieses Thema auch begonnen, um Antworten zu finden, bezüglich Menschen, denen hier in ihren psychiatrischen Krankheitsbildern nicht oder nur schwer zu helfen ist.

Und wie ihnen nun geholfen werden könnte, darüber unterhalten wir uns.


Wie Menschen zu einer Freiheit finden und was sie eigentlich unfrei macht.
Zuletzt geändert von Habatom am Sa 5. Jan 2019, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 15:57

Insofern ein wichtiges Thema. Wozu auch auch die Behandlung mit Medikamenten gehört.

Inwieweit können Medikamente helfen, eine zumindest begrenzte Freiheit herzustellen, um am täglichen Leben teilzunehmen....?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 5. Jan 2019, 16:08

Habatom hat geschrieben:Insofern ein wichtiges Thema. Wozu auch auch die Behandlung mit Medikamenten gehört.

Inwieweit können Medikamente helfen, eine zumindest begrenzte Freiheit herzustellen, um am täglichen Leben teilzunehmen....?

Hier möchte ich noch ergänzen: ...eine zumindest begrenzte Freiheit herzustellen, um am täglichen Leben (>>bzw. am täglichen Klinikleben und später am Leben in einer geeigneten Institution/Heim/betreutes Wohnen, u.ä.) teilzunehmen. Medikamente (Psychopharmaka) gehören da auf jeden Fall dazu!

Die wenigsten langjährigen Psychiatriepatienten schaffen es, wieder ein eigenständiges Leben (mit eigener Wohnung) zu führen. (Ausnahmen gibt's immer!)
LG lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 16:25

lionne hat geschrieben:
Die wenigsten langjährigen Psychiatriepatienten schaffen es, wieder ein eigenständiges Leben (mit eigener Wohnung) zu führen. (Ausnahmen gibt's immer!)
LG lionne




Dann wäre meine nächste Frage, was zeichnet "die wenigsten" aus und wie und warum schaffen diese es, zu einem eigenständigem Leben zu gelangen?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 5. Jan 2019, 17:30

Habatom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Die wenigsten langjährigen Psychiatriepatienten schaffen es, wieder ein eigenständiges Leben (mit eigener Wohnung) zu führen. (Ausnahmen gibt's immer!)
LG lionne


Dann wäre meine nächste Frage, was zeichnet "die wenigsten" aus und wie und warum schaffen diese es, zu einem eigenständigem Leben zu gelangen?

Für (realitätsbezogene) konkrete Antworten auf diese Frage bin ich sehr dankbar.
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon jes_25913 » Sa 5. Jan 2019, 17:51

lionne hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:….Deshalb bedarf es viel Erkenntnis der Wahrheit - die man auch wieder nicht für nötig hält - um Glauben zu erlangen, der wirklich heilt.

Aha.. und diesen Glauben, der wirklich heilt, den meinst du zu haben? Na dann schicken wir mal alle Depressiven, Schizophrenen, Borderliner, etc. zu dir.... (Ironie off)!
:comeon:
Gruss lionne


Depressiv war ich selbst jahrelang. Dazu hatte ich Zwangsgedanken. Aus allem herausgekommen allein durch wirklichen Glauben - ohne Ärzte, ohne das geringste Pharmaka.
Es geht also.

LG,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 5. Jan 2019, 20:37

Also eine Formel gibt es nicht, auch keinen wahrhaft wahren Glauben, der immer Heilung bringt.

Heilung geschieht eher vereinzelt.

Deshalb bin ich der Meinung, dass es überflüssig ist, dass Jemand der gesund wurde, Reklame für eine besondere Art des Glaubens macht. Schon gar nicht in der Art, dass sein anderer Glaube mehr bewirkt. Er hat keine Patentrezepte für Heilungserfolge.

Dann soll Jeder, der so viel verspricht, mal aufzählen, wie viel Promille von denen gesund wurde, die seinen Anweisungen folgten. Man wird sehen, es sind weit überzogene Erwartungen.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 22:23

Tja, eine Formel zur Gesundung gibt es nicht. Weil jedes menschliche Schicksal einmalig und individuell verschieden ist.

Wir sprachen hier bislang von Heilung. Diesbezüglich wäre erst mal zu definieren, was überhaupt Gesund ist. Was überhaupt "Normalität" bedeutet, in Angesicht vieler psychiatrischer Erkrankungen, wo wir von "Verrücktheit" sprechen.

Wieviel "Verrücktheit" kann eine Gesellschaft zulassen, die durch eine vielleicht immer größere "Norm" bestimmt wird. Wo ein sogenannter "normaler" Mensch mehr und mehr doch eher ein angepasster Mensch ist. Angepasst an einen Zeitgeist, eine zeitgeistliche Strömung, die uns erklärt, was gut und richtig ist. Wofür es sich zu leben lohnt und wie man sich zu verhalten hat und wie nicht.

Werden vielleicht nicht manchmal erst deswegen Menschen "krank" oder "verrückt", die aus diesem System eines angepassten konsumorientierten Menschenbildes ausbrechen wollen? Eine Welt, in der ein Mensch einfach zu funktionieren hat. Zwar der Wunsch nach Individualität, nach etwas Besonderem, immer größer wird, aber de fakto das Leben des Einzelnen immer austauschbarer wird. In einer Leistungsgesellschaft, wo nur noch der Erfolg eines Menschen beachtet und geehrt wird.

Gerade der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung ist in einer Welt, die zunehmend nur noch aus Notwendigkeiten besteht, schwer umzusetzen.


Wenn ich nun mal von dem Wort Heilung wegkomme und von Heiligung spreche. Von Heil(er) werden. Dann könnten wir das Leben auch als einen Prozess verstehen, wo es darum geht, das ein Mensch sich zunehmend aussondert und ausrüsten lässt, für ein Lebensziel und einen Lebenssinn, den Gott hier zuweist.

Ein großes Problem unserer Zeit ist meiner Ansicht nach eine zunehmende Ziellosigkeit der Menschen.
Die Ziele die heute vielleicht noch von jungen Menschen genannt werden: Familie, einen schönen Beruf, Gesundheit, Geld, Ansehen. All das ist doch vergänglich und trägt nicht wirklich durchs Leben. Macht nicht wirklich und dauerhaft glücklich.

Ist vielmehr die "beste" Voraussetzung dafür, irgendwann am Leben zu verzweifeln. Spätestens wenn der eigene Tod naht.

So ist ein Ziel - auch über das eigene Leben hinaus - meiner Ansicht nach zwingend erforderlich, um auch jetzt schon im Leben voran zu kommen. Gesundung und Heilung zu erfahren.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 22:27

onThePath hat geschrieben:Also eine Formel gibt es nicht, auch keinen wahrhaft wahren Glauben, der immer Heilung bringt.



Lg, otp



Eine Formel nicht. Aber einen wahren Glauben - den gibt es schon.

Apg 3,16 Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der durch ihn bewirkte Glaube hat ihm diese vollkommene Gesundheit gegeben vor euch allen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 5. Jan 2019, 22:36

Träumst du etwa, das habe Gültigkeit für alle Kranken ?

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 5. Jan 2019, 22:52

onThePath hat geschrieben:Träumst du etwa, das habe Gültigkeit für alle Kranken ?

Lg, otp



Grundsätzlich ja. Denn Jesus ist zu allen Menschen gegangen und gekommen, die sich Heilung von ihm erhofft haben.

Und Jesus hat grundsätzlich alle Krankheit und Sünde der ganzen Menschheit auf sich genommen.

Aber ich wollte auch noch etwas zu der Behandlung mit Arzneimitteln sagen.

Wo es lediglich in den Apokryphen dann noch zu finden ist - weils zum Thema passt hier mal der entsprechende Auszug aus einer Lutherbibel von 1912 mit Apokryphen:


Sirach - Kapitel 38
Ein Lob des Arztes
1 Ehre den Arzt mit gebührender Verehrung, daß du ihn habest zur Not;
2 denn der Herr hat ihn geschaffen, und die Arznei kommt von dem Höchsten, und Könige ehren ihn.
3 Die Kunst des Arztes erhöht ihn und macht ihn groß bei Fürsten und Herren.

4 Der Herr läßt die Arznei aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht.
5 Ward doch das bittere Wasser süß durch ein Holz, auf daß man seine Kraft erkennen sollte. (2. Mose 15.25)
6 Und er hat solche Kunst den Menschen gegeben, daß er gepriesen würde in seinen Wunderwerken.
7 Damit heilt er und vertreibt die Schmerzen; und der Apotheker macht Arznei daraus.
8 Gottes Werke kann man nicht alle erzählen, und er gibt alles, was gut ist auf Erden.

9 Mein Kind, wenn du krank bist, so verachte dies nicht, sondern bitte den Herrn, so wird er dich gesund machen.

10 Laß von der Sünde und mache deine Hände unsträflich und reinige dein Herz von aller Missetat. (Sirach 35.5)
11 Opfere süßen Geruch und Semmelmehl zum Gedenkopfer; und gib ein fettes Opfer, als müssest du davon.

12 Danach laß den Arzt zu dir, denn der Herr hat ihn geschaffen; und laß ihn nicht von dir, weil du sein doch bedarfst.
13 Es kommen Zeiten, da dem Kranken auch durch jene muß geholfen werden;
14 denn auch sie werden den Herrn bitten, daß er's ihnen gelingen lasse, auf daß es mit ihm besser werde und er Gesundheit kriege, länger zu leben.

15 Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der müsse dem Arzt in die Hände kommen! (Psalm 107.17-18) (Johannes 5.14)



Wenn ich dann aber an die vielen Psychopharmaka denke, die heutzutage hier Heilung oder Linderung versprechen, dann bin ich nicht mehr so sicher, ob dies noch etwas mit der Heilkunst zu tun hat, von der hier gesprochen wird.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 5. Jan 2019, 23:22

Naja. Wir kennen ja die reale Psychiatrie.

Bedenke, in all den 2000 Jahren seit Christus hat es kaum ansatzweise solche Glaubensheilungen gegeben. Im Gegenteil, vereinzelte erstaunliche Heilungen müssen große Erwartungen nähren. Und einzelne charismatische Christen nähren die Erwartung vom wahren Christen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 6. Jan 2019, 14:31

onThePath hat geschrieben:Naja. Wir kennen ja die reale Psychiatrie.

Bedenke, in all den 2000 Jahren seit Christus hat es kaum ansatzweise solche Glaubensheilungen gegeben. Im Gegenteil, vereinzelte erstaunliche Heilungen müssen große Erwartungen nähren. Und einzelne charismatische Christen nähren die Erwartung vom wahren Christen.

Lg, otp




Die "reale Psychatrie" ? - tja, zu Jesu Zeiten irrten hier Menschen - ausgestoßen vom Rest der Gesellschaft - irgendwo umher.
Heute sind sie zunehmend zivilisiert und integriert worden, in einer Gesellschaft, in der Rauschmittel und Drogen zum guten Ton gehören.
Wo von Freiheit mehr und mehr nur noch geträumt wird, anstatt darin zu leben.

Das es in den letzten 2000 Jahren dann durchaus viele gegeben haben wird, die durch den Glauben gesund wurden, davon bin ich überzeugt. Aber wieviele haben hier Gott die Ehre gegeben?

Und da denke ich das Gleichnis aus Lukas 17:

12 Und als er in ein Dorf einzog, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von fern standen.
13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser! 14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.


15 Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme;
16 und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter.
17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die Zehn gereinigt worden? Wo sind die Neun?
18 Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling?

19 Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.


So selbstverständlich, wie wir oft eine Besserung unseres Gesundheitszustandes registrieren, so selten geben wir oft Gott die Ehre dafür. Erkennen Gott hinter all den Heilmethoden, die er uns zukommen lässt.

Hier bei diesem Einen von Zehn ging es dann um mehr, als nur darum Gesund zu werden. Hier ging es um Rettung. Um Errettung, von dem, was krank macht. Wo unser Blick gefesselt ist, von Menschen und anderen Heilsbringern. Aber nicht gerichtet bleibt und ist, auf den, auf den es wirklich ankommt. Auf Gott selbst.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 6. Jan 2019, 14:47

Aber ich kann nicht nur so reden. Muss an dieser Stelle auch mal eine Lanze brechen für die modernen Psychopharmaka, die zumindest helfen können, eine stabile Ausgangslage in der Körperchemie herzustellen, aus der heraus dann Veränderung und Heilung beginnen kann.


Gerade speziell dort, wo halt Sinn-, Lebens-, Beziehungskrisen oder andere belastende Erfahrungen im Mittelpunkt stehen.
Geht es um Menschen, die sich vielleicht im Okkultismus/Spiritismus verstrickt haben, könnten hier Psychopharmaka einer Befreiung eher im Wege stehen und zu noch stärkeren inneren Konflikten des "Patienten" führen.

Hier ist dann wohl die Weisheit der Ärzte, Seelsorger und Therapeuten gefragt.

Wobei ich hier auch sagen möchte, das ich der Praxis des Exorzismus, wie er in einigen Kirchen und Gemeinden bei "Geisteskranken" praktiziert wird, sehr skeptisch gegenüber stehe.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 6. Jan 2019, 17:45

Habatom,
Wenn es um psychische Störungen geht, sucht man ja nach Traumata, seelischen Fehlentwicklungen, Nervenzusammenbrüchen auch durch psychische Überbelsstung, Schäden durch Drogen und auch nach möglichen dämonischen Ursachen. Eine okkulten Ursache wird von Psychiatern mediumistische Psychose genannt, obwohl sie dämonisch verursacht sein kann.

Da braucht man Wissen und Erfahrung. Bei dämonischen Ursachen helfen oft Psychopharmaka gar nicht.

Über Befreiungsdienst habe ich mir auch einige Gedanken gemacht. Hatte auch selber mit einigen Wenigen zu tun, die deutliche Anzeichen von Dämonisierung hatten. Drogensüchtige, Cannabissüchtige, Schizophrene, kenne ich auch aus persönlichen Erfahrungen mit welchen. Werde also jedenfalls keinen absoluten Unsinn über psychische Störungen erzählen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 7. Jan 2019, 13:01

Zu diesem ganzen Thema: "Befreiungsdienst" welches wohl von einer nicht geringen Anzahl von Gemeinden mit dem Aufleben der sogenannten Pfingstbewegung im Zuge des New Age Zeitalters praktiziert wird und das Thema: Psychiatrie und Freiheit tangiert, wird gerne von einer vermeintlich notwendigen "geistlichen Kriegsführung" gesprochen, die am Beispiel der Einnahme von Jericho einen dogmatischen Unterbau erhalten soll. Was einer Betrachtung dieser Bibelstellen an dieser Stelle lohnt:

Josua 6,
1 Und Jericho hatte seine Tore geschlossen und blieb verschlossen vor den Söhnen Israel. Niemand ging heraus, und niemand ging hinein.



Wenn ich hier schon den ersten Vers lese, dann erinnert mich das an die Heilung eines Kindes, was von einem taubstummen Geist besessen war. Da dieser Geist weder hören konnte - sodass niemand zu ihm "eingehen" konnte und selbst keine Äußerungen nach draussen erfolgten, waren die Jünger Jesu hier anfangs machtlos. Sie konnte dem Kind nicht helfen. Sprache nutzte ihnen hier nichts. Der Geist war taub. Und er machte sich selbst nicht bemerkbar, wie andere, die Jesus schon von weitem entgegen liefen und entgegen schrien.

Jesus bedrohte hier einfach den Geist und er fuhr aus. Manche alte Handschriften fügten hier hinzu, das ein solcher Geist nur durch Gebet und Fasten ausfahre.

In Jericho erleben wir etwas ähnliches.

2 Da sprach der HERR zu Josua: Siehe, ich habe Jericho, seinen König und seine tüchtigen Krieger in deine Hand gegeben.

Eine wichtige Zusage Gottes und auch ein Auftrag an Josua. Diesen Auftrag sollte man also zunächst erst einmal haben, um sich an solche eine "Eroberung" ran zu machen.

3 So zieht nun um die Stadt: alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum! So sollst du es sechs Tage lang machen.

Dies könnte erstmal wie eine Belagerung von seiten der Stadt ausgesehen haben. Wenn auch ein vermeintlich sinnloses Unterfangen, eine Stadt nur zu umgehen. Die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner war ihnen jetzt natürlich gewiss. Und von einem irgendwann sicherlich notwendigen Handelsverkehr schienen sie erstmal ausgeschlossen zu sein.

4 Und sieben Priester sollen sieben Widderhörner vor der Lade hertragen. Aber am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen dabei in die Hörner stoßen.

Am siebten Tag, nachdem die Stadtbewohner nun also schon 6 Tage "Ausgangssperre" erlebten, zieht nun so ein großes Kriegsvolk nicht nur einmal um die Stadt sondern gleich 7 Mal. Und während dieser 7 Runden ertönt nun auch noch neben dem siebenfachen Hörnergeschall bei der 7. Runde das Kriegsgeschrei des ganzen Volkes.
Das stelle ich mir für die Stadteinwohner schon sehr nervenberaubend vor.


5 Und es soll geschehen, wenn man das Widderhorn anhaltend bläst und ihr den Schall des Horns hört, dann soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Die Mauer der Stadt wird dann in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin.


Ausgerechnet noch am 7. Tag. Wo denn nach 6 Tagen gespannter Aufmerksamkeit doch gerne mal ein Ruhetag folgen könnte.

Das das Mauerwerk nun einstürzte, ist sicherlich ein übernatürliches Wunder hier. Denn das sie hier gerade eine Resonanzfrequenz (wie es theoretisch bei Glas möglich wäre, dieses zum Zerspringen zu bringen mit einem passenden Tod...) gefunden hätten, für die Mauer, ist eher unwahrscheinlich.

Aber - wenn ich jetzt so darüber nachdenke - finden wir hier dasselbe Prinzip von einer Vereinnahmung eines Menschens, dem ein "böser" Geist zugesprochen wird, und der nun hier "freigebetet" - ausgetrieben wird und dem die eigene geistliche Macht übergestülpt wird.
Dabei also nur - nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen - unter einen stärkeren anderen Geist gerät - der meiner Meinung nach oft nicht der heilige Geist ist.

Aber letztendlich muss hier jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Wenn er denn mal vor solch eine Thematik gestellt wird.
Ich bin hier selbst noch zu keiner schlussendlichen Antwort gelangt.
Habatom
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Mo 7. Jan 2019, 13:47

Hallo Habatom,

kannst du uns sagen, was deine langen Ausführungen zur Einnahme von Jericho mit Psychiatrie zu tun haben soll ??


Freundlicher Gruss
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 7. Jan 2019, 16:15

Hallo Firebird,

Ich hoffe, du hast grundsätzlich keine Probleme damit, auch längere Beiträge in den Foren hier zu lesen.
Denn nicht alle Zusammenhänge lassen sich ausschließlich in Zweizeilern darstellen.

Um das große Thema - psychiatrische Krankheitsbilder - und deren mögliche Hintergründe weiter zu vertiefen, hielt ich es für wichtig, bestimmte gemeindliche Praktiken im Umgang mit psychiatrischen Krankheitsbildern auf ihren Ursprung her, in Anlehnung biblischer Texte, näher zu betrachten.

Vielleicht kannst du ja selbst hier Beispiele aus deiner gemeindlichen Umgebung nennen, die uns helfen psychiatrische Krankheitsbilder besser zu verstehen?

Mit freundlichen Grüßen,
Habatom
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 7. Jan 2019, 16:30

Komme nur schnell und kurz vom Thema "Psychiatrie und Freiheit" zum Thema "Psychiatrie und Gemeinde" zu sprechen.....
Ich habe etliche "psychiatrische Fälle" in den Gemeinden erlebt - gesund (lebensfähig) ist kein Fall geworden!
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 7. Jan 2019, 16:45

Hallo Iionne,

Das klingt fast gruselig. Aus der Gemeinde, in der ich 7 Jahre nach meiner Bekehrung beheimatet war, bis ich selbst als reiferer Christ vieles nicht mehr gutheißen konnte (u.a. das „Freibeten“) und die Gemeinde verließ, gab es zumindest im Rückblick bei mehreren Geschwistern ein Reifungs- und Heilungseffekt.

So wie ich ganz allgemein feststellen kann, das Jesus uns mit zunehmenden Jahren in der Nachfolge festigen und reifen und auch gesunden lässt. An Körper, Seele und Geist.

Liebe Grüße
Habatom
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Mo 7. Jan 2019, 19:46

Habatom hat geschrieben:Vielleicht kannst du ja selbst hier Beispiele aus deiner gemeindlichen Umgebung nennen, die uns helfen psychiatrische Krankheitsbilder besser zu verstehen?


Hallo Habatom,

im Kontext von psychischen Erkrankungen betrachte ich deine ausufernde Auslegung zur Einnahme von Jericho immer noch fehl am Platze.

Viele christliche Gemeinden tun sich immer noch schwer damit, wenn Gemeindemitglieder psychisch erkrankt sind. Sehr schnell meint man Dämonen zu erkennen und dann geht man dementsprechend vor. Doch häufig steht hinter diesem Vorgehen religiöse Rechthaberei. Nicht selten geht es dann danach einem Patienten schlechter, weil er erneut stigmatisiert wurde. Im Endeffekt ist solches Vorgehen ganz einfach unbarmherzig, ja lieblos.

Freundlicher Gruss
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 7. Jan 2019, 20:18

Einnehmende Art mancher Christen. Schon im besten Wissen und Gewissen. Stigmatisierung durch religiöse Rechthaberei. Jesu Umgang mit Menschen, die unter dämonischen Bindungen litten, heute sich nicht selten in Psychatrien vielleicht wiederfinden. Andersdenkende, die vielleicht im Mittelalter noch als Hexen, Ketzer verbrannt wurden.
Aber wo finden wir den Schlüssel, um bestimmte Krankheiten richtig einzuordnen. Um auch die Bibel und Jesu Wirken richtig verstehen zu können?

Meine Ausführungen zur Einnahme von Jericho sind für einige Gemeinden die Grundlage für eine dort praktizierte Geistliche Kampfführung, der ich auch eine Zeitlang anhang, dann aber als falsch verwerfen konnte.
Wenn sie hier von den Moderatoren als zu ausufernd empfunden werden, dürfen sie gerne gelöscht werden und ich bemühe mich in Zukunft knapp zu fassen....
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 7. Jan 2019, 21:52

Geistige Kampfführung, ein charismatischer Übereifer.

Worüber du nachdenken könntest, Habatom, wäre eher, wie gebundene Menschen unterstützt werden können, dass sie frei werden. Da würde ich grundsätzlich eher den guten Willen fördern und Sünden ausräumen helfen, anstatt gegen finstere Mächte zu kämpfen, die belasten und unfrei machen. Dann merkt man nicht viel von dämonischen Mächten. Es sei denn, sie wehren sich durch zeitweilige Inbesitznahme.Das merkt man aber quasi so nebenbei.

Wie firebird schon sagt, ist die Naivität in christlichen Gemeinden oft gross, sodass bei rein psychischen Erkrankungen Dämonen vermutet werden.

Lg otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Mo 7. Jan 2019, 22:54

firebird hat geschrieben:Viele christliche Gemeinden tun sich immer noch schwer damit, wenn Gemeindemitglieder psychisch erkrankt sind. Sehr schnell meint man Dämonen zu erkennen und dann geht man dementsprechend vor.

Sie tun sich schwer, weil ihnen die Autorität dazu fehlt, dagegen vorzugehen. Und theologisches Geplapper ist keine Autorität, da bin ich deiner Meinung.

Aber was anderes steht denn nun bitte der Macht des Heiligen Geistes entgegen? Das sind sicher nicht reine neurologische Defekte. Nur ist dieses mein Wissen ebenso noch lange keine Autorität.

Ich bin Charismatiker, aber auch gezeichnet von Dummheiten, die hier angesprochen werden. Dennoch sage ich, dass man das Kinde nicht mit dem Bade ausschütten sollte.

Ich bin darum auch gegen die Resignation uncharismatischer Christen, nur mehr noch mit Medikamenten zu arbeiten. Das ist wiederum deren Dummheit. Man kann z.B. auch herausfinden, was blockiert und stellt fest, es sind zumeist geistliche Haltungen des Patienten.

Ganz ehrlich hatte ich letztes Jahr einen konkreten Fall. Als ich anhand eines Wortes der Erkenntnis das der Person gesagt habe, reagierte sie zornig und beleidigt und brach die Beziehung zu mir ab. Da wird kein einziges Medikament weiterhelfen, die Person sträubt sich einfach gegen klare biblische Anweisungen.

Natürlich ist jeder Fall anders gelagert, aber hier erhielt ich geistlich Klarheit.
Herzliche Grüße
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Di 8. Jan 2019, 09:42

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Inputs.

Helmuth hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Viele christliche Gemeinden tun sich immer noch schwer damit, wenn Gemeindemitglieder psychisch erkrankt sind. Sehr schnell meint man Dämonen zu erkennen und dann geht man dementsprechend vor.


Ich bin darum auch gegen die Resignation uncharismatischer Christen, nur mehr noch mit Medikamenten zu arbeiten. Das ist wiederum deren Dummheit. Man kann z.B. auch herausfinden, was blockiert und stellt fest, es sind zumeist geistliche Haltungen des Patienten.


In dieser Äusserung steckt ein gewisser Denkansatz, aber ich halte sie für extrem formuliert. Einen Patienten über längere Zeit allein mit Medikamenten abzuspeisen halte ich für Unfug. Da erachte ich zumindest eine begleitende Psychotherapie als für nötig.

Doch wir Christen haben noch ein weiteres Instrument, dies ist Seelsorge! Im einfühlsamen seelsorgerlichen Gespräch besteht eine hervorragende Möglichkeit, dass Fehlhaltungen, sündhaftes Verhalten, und weitere toxische Dinge ans Licht kommen. Manchmal braucht es auch Zeit und Geduld bis Vertrauen wachsen kann und dann später die nötige Einsicht. Dies schafft den Boden, damit man eines Sinnes miteinander ins Gebet gehen kann.

Helmuth hat geschrieben:Ganz ehrlich hatte ich letztes Jahr einen konkreten Fall. Als ich anhand eines Wortes der Erkenntnis das der Person gesagt habe, reagierte sie zornig und beleidigt und brach die Beziehung zu mir ab. Da wird kein einziges Medikament weiterhelfen, die Person sträubt sich einfach gegen klare biblische Anweisungen.


Wir Charismatiker sind darin gefährdet, dass wir mit viel Push und einem religiösen Rambock an die Sache gehen. Natürlich mit voller Überzeugung, dass wir vom Heiligen Geist geleitet sind.

Doch nicht zu vergessen!!

Liebe und Geduld sind wesentliche Früchte des Heiligen Geistes. :!:

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 8. Jan 2019, 12:45

Doch wir Christen haben noch ein weiteres Instrument, dies ist Seelsorge! Im einfühlsamen seelsorgerlichen Gespräch besteht eine hervorragende Möglichkeit, dass Fehlhaltungen, sündhaftes Verhalten, und weitere toxische Dinge ans Licht kommen. Manchmal braucht es auch Zeit und Geduld bis Vertrauen wachsen kann und dann später die nötige Einsicht. Dies schafft den Boden, damit man eines Sinnes miteinander ins Gebet gehen kann.


Gute Idee, firebird

Das gilt einschließlich auch für Menschen mit psychischen Störungen.
Und ist bei psychischen Störungen dämonischer Einfluss beteiligt, wird sich das zeigen ohne dass man Denjenigen überhaupt sagt oder durch eigenes Vorgehen klar macht, dass man eine dämonische Beteiligung erwartet. Entweder merkt man mit der Zeit, ob ein Dämon mitbeteiligt ist. Geht man so vor wie firebird erklärt, braucht man nichts weiter zu tun als wachsam sein.

Dann kann es vorkommen dass Konflikte und Traumata ins Bewusstsein kommen und es so aussieht, als seien Dämonen am Werk. Das würde wieder zu einem eigenen Fehlverhalten führen, anstatt sanft auf die Konflikte einzugehen.

Bei Jesus begannen die Dämonen von selber durch den Dämonisierten zu reden. Das kann auch passieren wenn man einfühlsam seelsorgerlich mit Jemand sich beschäftigt. Dann gehe ich davon aus, dass man dem Dämon zu nahe gerückt ist und es ihm schwer fällt, seinen Dämonisierten im Griff zu halten. Deshalb legt er dessen Bewusstsein lahm und redet durch dessen Mund. Man sollte erkennen können, ob dann wirklich ein Dämon redet. Durch den Mund dieses Menschen kann er nur wenn er über das Hirn genug Macht hat. Kann er das nicht, muss man feinfühlig erkennen können, ob ein Dämon mitbeteiligt ist.

Jedenfalls sollte ein Seelsorger mit dieser seltenen Möglichkeit rechnen und deshalb schon vorher wissen, wie er damit umgeht, gerade auch um sanft zu bleiben und den Dämonisierten nicht zu erschrecken oder gar zu traumatisierten.

Also, ich denke jedenfalls, firebird, deine Anleitung ist schon mal gut.

Bei psychisch Kranken dürfen die Erwartungen auch nicht so gross sein. Deshalb sollte man auch genug wissen über den Umgang mit psychisch Kranken.

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 8. Jan 2019, 13:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Di 8. Jan 2019, 12:58

onThePath hat geschrieben:
Doch wir Christen haben noch ein weiteres Instrument, dies ist Seelsorge! Im einfühlsamen seelsorgerlichen Gespräch besteht eine hervorragende Möglichkeit, dass Fehlhaltungen, sündhaftes Verhalten, und weitere toxische Dinge ans Licht kommen. Manchmal braucht es auch Zeit und Geduld bis Vertrauen wachsen kann und dann später die nötige Einsicht. Dies schafft den Boden, damit man eines Sinnes miteinander ins Gebet gehen kann.


Gute Idee, firebird

Das gilt einschließlich auch für Menschen mit psychischen Störungen.
Und ist bei psychischen Störungen dämonischer Einfluss beteiligt, wird sich das zeigen ohne dass man Denjenigen überhaupt sagt oder durch eigenes Vorgehen klar macht, dass man eine dämonische Beteiligung erwartet. Entweder merkt man mit der Zeit, ob ein Dämon mitbeteiligt ist.


Ja genau, das sehe ich auch so.

Freundlicher Gruss
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Di 8. Jan 2019, 14:44

Das ist schön und gut, was ihr da alle schreibt und anregt!
Nützen, bzw. so vorgehen, kann man nur, 1. wenn der Patient bereit dazu ist und
2. wenn er nicht in einer Psych. Klinik oder Forensik eingeschlossen ist!
Wenn er nämlich quasi "unter Verschluss"/in der geschlossenen Abteilung ist, ist er den Aerzten dort total ausgeliefert, und die haben nur e i n e Lösung
>>> Psychopharmaka (und zwar hartes Geschoss! z.B. Leponex).
Gruss lionne

P.S. Dann bleibt nur das Gebet für die Person....
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 8. Jan 2019, 14:56

lionne hat geschrieben:Das ist schön und gut, was ihr da alle schreibt und anregt!
Nützen, bzw. so vorgehen, kann man nur, 1. wenn der Patient bereit dazu ist und
2. wenn er nicht in einer Psych. Klinik oder Forensik eingeschlossen ist!
Wenn er nämlich quasi "unter Verschluss"/in der geschlossenen Abteilung ist, ist er den Aerzten dort total ausgeliefert, und die haben nur e i n e Lösung
>>> Psychopharmaka (und zwar hartes Geschoss! z.B. Leponex).
Gruss lionne

P.S. Dann bleibt nur das Gebet für die Person....


Ja kar, ist sowieso schwierig, dann einen Zugang zu diesem Menschen zu finden. Aber weiter bringt vielleicht trotzdem, wenn man auch in lockerem Kontakt bleibt und in grösseren Zeitspannen denkt.

Ja, schwere medizinische Geschosse machen sowie schon zu.


Aber ein schwer psychotischer Mensch ist ein sehr harter Brocken. Das bedarf dann solch intensiven Aufwandes, wie es ihn kaum gibt. Und Erfolg kann sowieso sehr langwierig oder kaum sein.


lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Di 8. Jan 2019, 23:27

firebird hat geschrieben:Doch wir Christen haben noch ein weiteres Instrument, dies ist Seelsorge!

Ich kann diesen Dienst nur schwer zu Jesu Werken zuordnen. Nicht falsch verstehen, ich negiere es nicht, sehe es aber oft nur als Notlösung, weil wir nichts besseres tun können. Es ist besser als nichts.

firebird hat geschrieben:Liebe und Geduld sind wesentliche Früchte des Heiligen Geistes. :!:

Genau, und wenn, dann wäre das für mich „Seelsorge“. D.h., ich sehe darin weniger ein Dienst als einen grundsätzlich gebotenen Umgang.

Ein echter Fortschritt wäre es für mich, wenn die Psychiatrie Mittel und Wege fände, Dämonie als existent anzuerkennen und deren Austreibung als gültige Therapie anwendet, zumindest unter christlichen Therapeuten. Jesus ordnete es sogar an.

Ich weiß, ich träume, und man darf zu mir sagen: „träum weiter“ :]

Ich werde dennoch für den Fall damit konfrontiert zu werden zuerst dieses im Gebet an Jesus erflehen. Soll also die Psychiatrie ihren Weg gehen, ich gehe meinen, als im Herrn.

Und dann erbitte ich mir auch Geduld und Starke zu geben, die Person in Liebe zu ertragen. Für die Person, von der ich zuvor geredet habe ist das jetzt auch gerade dran.
Herzliche Grüße
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 9. Jan 2019, 12:23

Helmuth,
Es ist für die atheistische Psychologie und Psychiatrie schon wegen deren Weltbild eigentlich unmöglich, dass offiziell Besesessenheit anerkannt wird. Es gab schon immer einzelne umsichtige Psychiater die gemerkt haben, dass manche psychischen Störungen anders sind. Die meisten merken das nicht. Sie werden auch nicht nachdenklich, wenn ein Mensch durch dämonische Einwirkung vor ihren Augen blutige Striemen erleidet. Dafür haben sie eine andere Erklärung.

Der kleine Rest arbeitet sogar mit Befreiungsdienst zusammen und mit katholischen Exorzisten. Und werden sich dabei verantwortungsbewusst klar, ob das Problem psychiatrisch oder dämonisch ist oder beides.

Ich selber konnte etliche Male wegen meinem Sohn mich in psychiatrischen Stationen umsehen. Dämonisches ist mir nicht aufgefallen. Sowieso merkt ein Christ das im Umgang mit Demjenigen.

Später meine persönlichen Erfahrungen.


Lg otp
Zuletzt geändert von onThePath am Mi 9. Jan 2019, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 9. Jan 2019, 14:23

Für mich ist ein psychisch Kranker grundsätzlich erst mal psychisch krank. Und weder bei meinem Sohn noch bei 2 Schizophrenen aus meinem Umfeld habe ich Grund zur Annahme gefunden, es könnte auch Dämonisches mitbeteiligt sein.

Hingegen zwei junge Leute gerieten beim vertrauten Gespräch mehrmals in Tracce und redeten völlig anders als normalerweise und redeten von sich auch als sie und er. Da ich sie jeweils für Stunden beobachten konnte, hatte ich Zeit ihr gesamtes Verhalten kennenzulernen und es zu deuten. Beide waren allerdings heftige Cannabisraucher, sodass ihre Psyche sowieso außergewöhnlich war. Die eine hatte auch das Trauma einer Vergewaltigung. Aber wie gesagt es gab heftige und deutliche Anzeichen von Dämonisierung. Die auch noch deutlicher wurden, wenn meine Frau und ich christlich nachhakten. Bisweilen nahm Jemand von uns den ganzen Vorgang mit Handy auf. Sie kamen sich ganz fremd vor wenn man es ihnen zeigte. Aber zeigen geht auch nicht immer, weil manches für sie selber zu erschreckend abgelaufen ist.

Es gibt extreme Prediger, die viel Extremes erlebt haben James Stanton etwa oder Wim Worley. Aber da denke ich besonders gründlich darüber nach, wie es zu deuten ist.

Die, die behaupten man könne Psychiatrien leerbeten, denen gegenüber bin ich besonders skeptisch.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 10. Jan 2019, 00:15

onThePath hat geschrieben:... ob das Problem psychiatrisch oder dämonisch ist oder beides.

Ich benötige hier Grundlagen bzw. Aufklärung.

Kennt die Psychologie/Psychiatrie den Begriff „Geist“? Ich meine wie wir ihn von der Schrift her verstehen? Oder subsumiert sie alles unter „Psyche“, was eigentlich Seele bedeutet? Und kommt so nicht vielleicht deren Mischmasch zustande?

Ich kann mir seelische Störungen durchaus physiologischer Art vorstellen, die also mehr oder weniger eine rein körperlich physische Ursache haben und damit kein Feld der Dämonie sind.

Aber beim Geist, der mitnichten körperlicher Art ist, habe ich Schwierigkeiten. Ich könnte sagen, das Wetter, also eine rein physische Einflussgröße, drückt auf meine Stimmung, was für mich ein Seelenzustand wäre. Aber es kann mich nicht gewalttätig, sprich z.B. bösartig dämonisch machen, weil dies wiederum ein geistlicher, sprich nicht körperlich seelischer Vorgang ist.

Nun ja, man kläre mich ein wenig auf. Vielleicht denke ich zu schablonenartig. Nur funktioniert das oft besser, wenn es biblisch fundiert ist. :]
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 10. Jan 2019, 10:34

Geht aus der Bibel klar hervor, was Seele und Geist bedeuten ? Ist mir nie ganz logisch klar geworden.

Für den Psychiater sind Bewusstsein und Persönlichkeit wohl nichts weiter als Gehirnvorgänge.

Allerdings interpretieren doch bestimmte Christen den Mensch als Einheit, die mit dem Tode aufhört zu existieren und erst durch die Auferstehung wieder neu erschaffen wird.



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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » Do 10. Jan 2019, 17:44

onThePath hat geschrieben:Geht aus der Bibel klar hervor, was Seele und Geist bedeuten ? Ist mir nie ganz logisch klar geworden.


Allein in diesem Forum wurde diese Frage schon mehrfach behandelt, wie eine Suche von mir ergab.

Suchbegriff: 'Seele Geist Unterschied unsterblich*' >>> 52 Treffer
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 10. Jan 2019, 18:24

onThePath hat geschrieben:Geht aus der Bibel klar hervor, was Seele und Geist bedeuten ? Ist mir nie ganz logisch klar geworden.

Für Geist sicher, die Abgrenzung zur Seele ist schwierig. Vielleicht geht es auch gar nicht, und zwar auf rein wissenschaftliche Weise. Ich habe meine Auffassung, muss sie aber auch immer wieder hinterfragen.

Wäre es klar möglich, ließen sich seelisch und geistlich abnosme Verhalktensweisen voneinander sauber trennen. Generell wird die geistliche Perspektive weitgehenst nicht berücksichtigt, auch von Christen, weshalb es dann im Extrem zu dieser sehr eingeschränkten Perspektive kommt:
onThePath hat geschrieben:Für den Psychiater sind Bewusstsein und Persönlichkeit wohl nichts weiter als Gehirnvorgänge.

Für den Christen gilt aber Gottes Wort vor anderen Erkenntnissen. Jesu Umgang mit geistlich abnormen Phänomen sind für mich Maßstab für weitere Umgangsweisen.

Für mich heißt es nicht, dass ich sie wie Jesus behandeln kann, denn dazu muss man begabt werden, aber es hilft mir mich von bestimmten Verhaltens- bzw. Denkweisen besser zu distanzieren.

Wenn z.B. alte Leute mit Tieren sprechen, und das ernsthaft, dann ist das für mich nicht nur eine zu belächelnde Sache einer netten alten Dame, ich vermute dahinter bereits dunkle Einflussnahmen und rede mit ihr anders, als mit einer Person, die aus welchem Grund auch immer plötzlich zornig auf etwas reagiert.
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