Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 19. Nov 2018, 09:58

onThePath hat geschrieben:Der Gedanke gefällt mir nicht, einen Mensch nur als Opfer zu sehen. Es kann so nicht stimmen.
Und was geschieht wohl, wenn du deinen Willen einsetzen must, um schädliche Gedanken in dir im Keim zu ersticken ? Das ist schon ein üben des guten Willens und stärkt ihn gegenüber Versuchungen. So ist es auch bei Nichtchristen.

LG otp



Den Menschen "nur als Opfer" zu betrachten, der unter einer Besessenheit leidet, wie wir es in der Bibel im NT beschrieben sehen.

Nehmen wir aus Markus 9 die Geschichte der Heilung (Befreiung) eines Fallsüchtigen.

20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich; und er fiel zur Erde, wälzte sich und schäumte.
21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, dass ihm dies geschehen ist? Er aber sagte: Von Kindheit an;

Hier sehen wir einen Menschen der von einem Geist seit Kindheitstagen an geplagt wird.
In einem anderen Thread behandeln wir ja gerade das Thema, von der Unschuld des Kindes. Das nach Jesu Worten nur zum Abfall verführt werden kann. Von sich aus aber ein Vertrauen und einen kindlichen Glauben innehat, das es seinem Vater unbekümmert entgegen läuft. So das man auch Kinder nicht daran hindern soll, zu Jesus zu laufen (was in dem Beispiel dem Anstand und der Norm nicht entsprach, das Kinder sich vom Rockzipfel der Mutter entfernten - sodass man sie erst hindern wollte, zu Jesus vorzudringen, bis dieser sagte, lasset die Kinder zu mir kommen...)

Dieses Kind konnte also keine Mitwirkung oder Schuld an seinem Schicksal tragen. Konnte auch keinen "guten Willen" aufbringen, noch hat es sich in einem "bösem Willen" hier einem Dämon oder einer Sünde zugewandt. Wurde von Jesus dann befreit und aufgerichtet.

Der Wille eines heranwachsenden Menschens muss sich dann erst dorthin entwickeln, etwas festhalten zu wollen, was es als gut oder schlecht für die eigene Person erkannt hat. Zuvor will ein Kind immer nur das, was seinem gegenwärtigem Bedürfnis oder seinem gegenwärtigem Mangel eine Abhilfe zu schaffen vermeint.
Ohne das es aber schon weiß, ob das was es will - wonach es sich ausstreckt - auch gut für ihn ist. So würde ein Kind also alles entgegen nehmen, was Erziehungspersonen ihm darreichen, in der "vertrauensvollen" kindlichen Überzeugung (Glauben), das ihm damit geholfen sei.


Meinen Willen als Mensch, der nun gelernt hat, was gut für ihn ist und was schlecht für ihn ist, setzte ich dann ein um mich zwischen zwei Wegen zu entscheiden.
Das Gute zu erwählen und das Böse zu verwerfen.

"Schädliche Gedanken" kommen dann in deinem Sinne von den innewohnenden Begierden immer nur noch dann, wenn ich sie nicht im Tode halte. Da ich ja grundsätzlich mich für gestorben halte, meinem alten Adam mit seinem Begierden in der Taufe begraben habe.

Dort wo ich im Geiste Gottes wandele, da lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir und ich lege dann meinen Willen in den Willen Gottes, der durch mich mich an die Aufgaben heranführt, die ich dann zu tun mich bereit erkläre. Wenn ich sie dann tue, tue nicht mehr ich es allein, sondern Christus durch mich. Ich behalte aber weiterhin die volle Verantwortung für das was ich tue, das ich in den Willen Gottes stets mit einstimme.

Ein Besessener Mensch kann aber nicht anders, als nur das zu tun oder nicht zu tun, was der Dämon mit ihm macht. Er ist somit hilflos hier ausgeliefert und sein eigener Wille ist machtlos gegenüber dem Willen des Dämons der diesen Menschen steuert.

Ein stückweit gilt das dann für jeden Menschen, der noch nicht in die Freiheit eines Christenmenschens vorgedrungen ist. Der wie alle Menschen von Geburt an ja unter die Finsternismächte dieser Welt und unter seine eigenen Begierden versklavt ist.

Nur das manche Besessenen hier noch mal gesondert zu betrachten sind, als das sie von Gott eher wie unschuldige Kinder, die überwältigt wurden, ohne das sie hier eine Schuld oder Verantwortung trifft, ohne das Jesus hier (Tat)Sünden vergeben muss.

Bei den 2 besessenen Gerasenern, von denen Jesus gleich mehrere Dämonen austrieb, wurde nicht berichtet, das sie als Kind schon darunter litten. Ich könnte mir vorstellen, das im "Normalfall" Menschen durch Verstrickungen und Anhäufungen in/von Sünden dann solche Verhaltensweisen wie hier zeigen können. Sozusagen als der "Abschaum" einer Gesellschaft dann gelten, (wie bei den Gerasenern) die sich sowieso schon mehr der Unreinheit in ihrer heidnischen Welt (aßen unreine Schweine) hingaben als es die "frommen" Juden zu tun pflegten.


Also, Nichtchristen können zwar noch versuchen Disziplin in ihrer Gedankenwelt aufzubringen und wie die alten Griechen anfangen aus der Not eine Tugend zu machen (Sex mit Knaben galt hier als "fein"), sich in dem was sie dann gut heißen, zivilisieren und Sünden Salonfähig machen damit.

Aber zu erkennen was gut und was falsch ist, dazu braucht es einen Maßstab, den nur unser Schöpfer selbst uns geben kann. Oder wir als Christen dann unseren Kindern.

mfg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Mo 19. Nov 2018, 10:11

onThePath hat geschrieben:Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht ganz auf. Aber ich mache mir auch keine falschen Hoffnungen.

Ein gläubiger Vater ist dennoch ein enormer Segen. Und es verleiht dir Gott auch väterliche Autorität. Diese liegt in der Kraft deiner Fürbitte und Erteilung des Segens. die aus dem Herzen kommt. Taten sind oft eh nur unnütz. Aber ihn immer weiter zu sagen, dass man ihn nicht aufgibt und liebt kann enorm helfen. Es muss aber von Herzen kommen, ich denke ich muss dir das nicht sagen.

Klar sage ich zu meinen Söhnen hin und wieder auch, dass sie verkommene Fratzen und wie Grätzen an meinem Leib sind, das muss manchmal sogar sein, damit sie zu gegebener Zeit innehalten. Aber das darf erstens nur ich, und sage später auch dazu, dass ich trotz allem liebe und für sie da bin.

Ich geb dir ein Wort des Herrn aus Jesaja 59,21 mit auf den Weg, das du im Glauben ergreifen mögest. Für mich ist es durch den HG bereits zu einer Veheißung geworden. Ich glaube fest daran und bete das auch für dich, vor allem dass dir Gott Kraft gibt.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 19. Nov 2018, 15:25

Ja, danke Helmuth. Ich zweifele auch nicht daran, dass Gott für mich ist, sehe aber wie dringend er mit den Eifer seines Bodenpsonals rechnet. Ich weiss, dass es mir nicht gut gehen muss in dieser Welt. Handeln und Beten müssen im Gleichgewicht zueinander stehen.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 21. Nov 2018, 22:07

Habatom hat geschrieben:Otp,
Wenn du einem Text nicht 100 Prozentig, sondern vielleicht nur 99 Prozentig zustimmst, dann lass uns über dieses 1 Prozent reden.

Nur zu sagen hier, ich sehe es etwas anders aber dann nicht zu sagen was man anders sieht halte ich für vermessen und lieblos dem anderen gegenüber.

Ich wäre sogar schon mit einem einzigen Stichwort zu Frieden. So muss ich davon ausgehen, das Du gar nicht bereit bist, deine Positionen kritisch hinterfragen zu lassen.


Mach mal. Ich seziere selber auch gerne mit dem Messer des Verstandes.
Ich komme gerne noch darauf zurück, auf diesen Artikel. Ich bin froh, wenn Jemand neue Argumente hat, die ich nicht kenne, ist aber selten. Allerdings muss man viele Aspekte schon kennen um bewerten zu können.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 22. Nov 2018, 11:17

onThePath hat geschrieben:Ich komme gerne noch darauf zurück, auf diesen Artikel. Ich bin froh, wenn Jemand neue Argumente hat, die ich nicht kenne, ist aber selten. Allerdings muss man viele Aspekte schon kennen um bewerten zu können.

LG, otp



Ich warte immer noch darauf, das du dich kritisch zu meinen Gedanken äußerst, anstatt nun ein zweites Mal darauf zu verweisen, das Du darauf zurück kommst.

Es reicht in einer Diskussion, die zu einem tieferem Verständnis für alle Beteiligte führen soll, nicht aus, lediglich dem anderen mitzuteilen, das man selbst vieles kritisieren könnte - dieses dann aber nicht tut.

Und um etwas bewerten zu können muss man nicht "viele Aspekte schon kennen" sondern die dafür relevanten, nötigen Aspekte.

Und wenn ich etwas beurteilt habe, du dann aber nicht weiter darauf eingehst, insofern du es weder bestätigen noch dementieren tust, dann kann ich nur davon ausgehen, das du dir Deine feste Meinung schon darüber gebildet hast.

Insofern kann ich dann weder nachvollziehen noch gut heißen, das du dann davon sprichst, offen und neugierig für neue Argumente zu sein, wenn du noch nicht mal auf meine Beurteilungen einzugehen bereit bist.

Die gleiche Situation hatten wir beim Thema "'Gender". Fragen und Anmerkungen hattest du keiner mehr. Auf meine Argumente und biblischen Herleitungen warst du dann aber auch nicht bereit einzugehen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 22. Nov 2018, 11:29

Helmuth hat geschrieben:Ein gläubiger Vater ist dennoch ein enormer Segen. Und es verleiht dir Gott auch väterliche Autorität. Diese liegt in der Kraft deiner Fürbitte und Erteilung des Segens. die aus dem Herzen kommt. Taten sind oft eh nur unnütz. Aber ihn immer weiter zu sagen, dass man ihn nicht aufgibt und liebt kann enorm helfen. Es muss aber von Herzen kommen, ich denke ich muss dir das nicht sagen.

Klar sage ich zu meinen Söhnen hin und wieder auch, dass sie verkommene Fratzen und wie Grätzen an meinem Leib sind, das muss manchmal sogar sein, damit sie zu gegebener Zeit innehalten. Aber das darf erstens nur ich, und sage später auch dazu, dass ich trotz allem liebe und für sie da bin.

Ich geb dir ein Wort des Herrn aus Jesaja 59,21 mit auf den Weg, das du im Glauben ergreifen mögest. Für mich ist es durch den HG bereits zu einer Veheißung geworden. Ich glaube fest daran und bete das auch für dich, vor allem dass dir Gott Kraft gibt.



Was bedeutet denn Fürbitte? Am Beispiel von Hiob - der für seine drei "falschen" Freunde Fürbitte tat, die Unwahres über Gott geredet hatten, auf das Gott ihnen nichts schimpfliches antue?

Es bedeutet - genau so wie die Fürbitte eines Stephanus und von Jesus: Herr, trage ihnen diese Schuld nicht nach. Vergib ihnen.

Es bedeutet nicht, Gott wiederholt in den Ohren zu liegen und zu bestürmen, das er doch einen bestimmten Menschen retten möge.

Gott rettet sowieso all diejenigen, die zum ewigen Leben bestimmt sind - vor Grundlegung der Welt.


Das entscheidende am anhaltenden Gebet ist, das wir mit der Erwartung und mit dem Eintreffen dessen, worum wir Gott bitten, nicht nachlassen oder aufhören. Auch wenn sich das Eintreffen eines Gebetes verzögert.

Kinder, die in Bindungen geraten sind, durch Drogen, durch Einlassung mit okkulten Mächten, können wir dann nur frei sprechen. Können wir dann nur loslassen und Gott bitten, ob er ihnen die Möglichkeit zur Umkehr schenken möge.

Das liegt dann allein in Gottes Händen, wenn wir selbst in dem was wir tun können und getan haben zu keinem Erfolg gekommen sind.

Und wir dürfen wissen, das es für Gott nie ein zu spät im Leben eines Menschens gibt, der hier durch etwas gefangen wurde, was nicht nicht in seinem Verantwortungsbereich liegt. Und bei Kindern sehe ich zuerst immer die Eltern in der Verantwortung.


Und da wo sich ein "verlorener Sohn" dann zu den Sünden dieser Welt abwendet und irgendwann bei den Schweinen wiederfindet, da ist es auch wieder Gottes Liebeswerben und Ziehen zu verdanken, das er hier vielleicht zur Einkehr und Umkehr findet. Der "leibliche" Vater selbst - in diesem Gleichnis von Jesus - hat dann selbst keinen Einfluss mehr darauf, ob der Sohn umkehrt.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 22. Nov 2018, 12:27

Habatom,

Nützlich wäre es im Moment, da ich im Kopf voll ausgelastet bin mit Renovieren, wenn du einzelne Punkte nennst. Dann können wir einzeln darüber reden. Du neigst nun mal zu "Litaneien", wodurch es langwierig wird, zu antworten.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 22. Nov 2018, 12:45

onThePath hat geschrieben:Habatom,

Nützlich wäre es im Moment, da ich im Kopf voll ausgelastet bin mit Renovieren, wenn du einzelne Punkte nennst. Dann können wir einzeln darüber reden. Du neigst nun mal zu "Litaneien", wodurch es langwierig wird, zu antworten.

LG, otp




Manches lässt sich halt nicht kürzer fassen.

Aber da Du ja geschrieben hast, nicht mit allem übereinzustimmen, was ich geschrieben habe, liegt es an dir, dich hier näher zu erklären.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 8. Dez 2018, 12:18

Guten Tag liebe Leser,


ich möchte dieses Thema gerne weiterführen und auf die Frage eingehen, was sich hinter den Krankheiten des Geistes - mit seinen Auswirkungen auf die Seele - in Verbindung mit hier einhergehenden körperlichen Leiden verbirgt.


In der Bibel traf Jesus immer wieder auf Menschen, die keine Erwartungshaltung - keinen Glauben aufbrachten, sondern die in ihrem Denken gar nicht glauben konnten. Die vielleicht sogar in ihrem Denken Jesus Christus kannten, aber den betreffenden Menschen, der in seinen Gedanken gefangen war, nicht hier Glauben nötig hatte, sondern vor der Gesundung /Erlösung einer Befreiung bedurfte.

Einer Befreiung von dem, was ihm hinderte, mit Gott leben zu können.


In der Bibel heißt es oft, Jesus bedrohte den Geist/den Dämon - der hier für das "falsche - ungesunde " Denken verantwortlich war - das sich in bestimmten Symptomen und Verhaltensweisen dann äußerte. Was tat da Jesus genau?


Denn auch andere übten hier ihren Einfluss auf "kranke" - verrückte -- gepeinigte - getriebene Menschen aus, in dem sie sie zur Ruhe oft zwangen - was unsere heutiggen Medikamente teils dann auch bewirken, insofern sie die Übertragungsströme/Reize im Gehirn -- das Gedankenfeuer eines aus den Fugen geratenen Geistes - ausbremsen tun. Was hier immer nur eine Symptombehandlung darstellen kann, die zwar zur Heilung /Stabilisierung hilfreich sein kann, aber dann auch eine weitere Betreuung/Therapie/Seelsorge bedarf.


Jesus nun nahm das weg, was andere daran hinderte, ein Leben in den Ordnungen Gottes zu leben. Er nahm Geisteshaltungen in einen Gehorsam, auf das der Mensch dann Jesus in Freiheit erleben konnte. Frei wurde, das zu tun, was ihm bislang unter dem Einfluss einer anderen Macht - die ihn in seinem Denken bestimmt hatte - nicht möglich war.

Dazu müssten wir den Menschen, den wir vor uns haben kennen. Ihn erleben und ihn mit uns konfrontieren um dann hier eine Freiheit herzustellen, die ihn an unserer Freiheit teilhaben lässt.


Wobei ich selbst - ehrlich gesagt - hier bislang nur stiller Beobachter bin - ohne irgendetwas am anderen Menschen zu verändern. Da bin ich ganz der Gutachter der sich raushält und alles körperlich medizinisch herleitet - aus der Biographie dann psychosomatisch zu begründen weiß.

Was den Betreffenden zwar erklärt - aber ihn nicht verändert. Auch als Altenpfleger wirke ich nicht auf Menschen ein mit dem Ziel sie zu verändern. Ich erkläre mich ihnen allenfalls.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 8. Dez 2018, 13:23

Jesus gebot dem Sturm. Und es war eine große Stille.

Jesus gebietet Dämonen. Und sie fahren aus und lassen Menschen vernünftig sprechen.



Menschen erleiden Bedrängnis in dem was sie hetzt, aufwühlt, quält und flüchten in eine Traumwelt. In der sie sich selbst bestätigen das alles ja in Ordnung ist. Oder in denen sie sich selbst anklagen, das halt alles nicht in Ordnung ist.


Menschen im Sturm. Die Nähe Jesus, ihn im Boot des Lebens zu wissen, lässt Stürme überstehen. Sicher an Land geraten.

Aber manchmal müssen Stürme erst noch zunehmen. Bevor sich dann ein schlafender Jona im untersten Deck zeigt, der hier die Ursache für den Sturm war.


Muss der Kern eines Lebensmotives/Thema aufgedeckt werden, auf das ein Mensch sich aufmachen kann, all das aufzugeben, woran er bislang noch gehangen hat.

Muss ein Mensch ersterben, in seinen Wünschen sein Leben selbst bestimmen zu wollen, auf das er dann - in der Taufe - reingewaschen wird - von allen Argumenten gegen Gott - ihm sich hinzugeben. Aus Ängsten die ihn geprägt haben. Verlustängsten. Traumatas. Schuldzuweisungen.

Davon will und wird uns Jesus befreien. Dort wo er zu uns an Bord gekommen ist.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 9. Dez 2018, 14:30

Glaub mir, Habatom,
Mein Interesse ist seit vielen Jahren alles was mit der Tragik und den Möglichkeiten der menschlichen Existenz zusammenhängt.

Geknechtet von der Sünde, gepeinigt auch von psychischen Problemen, wo ist die Freiheit, wie besiegt man auch psychische Probleme ?

Relativ einfach sind da sogar noch Probleme wie die des irren Besessenen der Bibel.

Schwerer noch wird es bei psychischen Krankheiten.

Vieles ist immer noch rätselhaft über die Funktion der Psyche. Zur Psycho kommt auch noch der Geist, der auch ohne Gehirn funktionieren kann. Wir wissen ja vier Existens körperloser Engel, die intelligent sind obwohl gehirnlos. :lol:
Dämonische Einflüsse und Hypnose zeigen ja auch, dass der eigene Verstand sogar in den Hintergrund treten kann, und ein fremder Verstand sich des Gehirns bedienen kann.

Etliche Rätsel klingen da an.

Ein Wunder, dass ich psychisch all die Tragik meines persönlichen Lebens überstanden habe. Aber sie war mir auch immer Antrieb und Ansporn, mir Gedanken über all das zu machen.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 11. Dez 2018, 06:46

onThePath hat geschrieben:Glaub mir, Habatom,



Da fällt mir gerade das Dschungel Buch ein, wo die Schlange Ka Mogli beschwören wollte.


"Glaube mir....hör mir zu... sei ganz ruhig... und schlafe nur...."


Es geht nicht um Vertrauen, Onthepath, es geht um Wissen und um Erfahrung.


onThePath hat geschrieben:Mein Interesse ist seit vielen Jahren alles was mit der Tragik und den Möglichkeiten der menschlichen Existenz zusammenhängt.




Ja - der guten lieben alten Schlange liegt natürlich alles so sehr am Herzen, was sich um die Tragik der verlorenen Seelen und ihren Bestrebungen aus eigener Kraft ihr Leben zu meistern dreht .....


onThePath hat geschrieben:
Relativ einfach sind da sogar noch Probleme wie die des irren Besessenen der Bibel.

Schwerer noch wird es bei psychischen Krankheiten.

Vieles ist immer noch rätselhaft über die Funktion der Psyche.



Na klar - für Schlangenbeschwörer, wie du es einer werden möchtest - ein Satansbezwinger -- und da gleichst du einem Mogli der mit der Schlange ringen möchte und nicht merkt, wie die Schlange ihn einwickelt -- ist es noch relativ einfach, mit den Probleme fertig zu werden, die ein Besessener zeigt. Man wiegt in einfach in einen Schlaf der Sicherheit:
Um ja nicht die Schweineherden zu gefährden, die er da in der Ferne unter seinem Einflussbereich weiß - wenn ich da an eine Begebenheit aus dem neuen Testament denke:

Mk 5,15 und kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der den Geist »Legion« gehabt hatte, wie er dasaß, bekleidet und vernünftig, und sie fürchteten sich.

Stete Wiederholungen und Zusprüche... Gewißheiten aus Forschung und Erkenntnis und das rechte Lied - was es dann nachzupfeifen gilt..

Dagegen völlig unverständlich. Wieso denn dann nicht alles klar wird. Wieso sich die Psyche so schwer erkennen und behandeln lässt. Ist man doch schon so weit vorgedrungen mit dem Umgang von Dämonen. Die lediglich den Geist des Menschens bestimmen wollen.


onThePath hat geschrieben: Zur Psycho kommt auch noch der Geist, der auch ohne Gehirn funktionieren kann. Wir wissen ja vier Existens körperloser Engel, die intelligent sind obwohl gehirnlos. :lol:
Dämonische Einflüsse und Hypnose zeigen ja auch, dass der eigene Verstand sogar in den Hintergrund treten kann, und ein fremder Verstand sich des Gehirns bedienen kann.

Etliche Rätsel klingen da an.

Ein Wunder, dass ich psychisch all die Tragik meines persönlichen Lebens überstanden habe. Aber sie war mir auch immer Antrieb und Ansporn, mir Gedanken über all das zu machen.

LG, otp



Ach ja - stimmte da seufzend ein Frodo einem Gandalf zu, als der seine Nebelringe aus seiner Nebelkerze in hübschen signalgebenden, fein gezeichneten Formationen auf eine hoffnungsfrohe Reise schickte.... immer noch ein Fünkchen weiter zu tragen vermochte und dabei so zufrieden erschien...


Wie schade nur, OTP, dass dies mit der Realität nun gar nichts mehr zu tun hat.


Ich bin gerade gestern damit beauftragt worden, dieses Thema mit meinem Arbeitgeber ein wenig mehr zu vertiefen, als das wir hier einen Behandlungsauftrag erhalten haben, einen von Menschen Vertriebenen psychisch Kranken, der in Ungewissheiten sich selbst überlassen wird, hier wieder Sicherheiten zu geben - wenn auch erstmal nur Medikamentös - nun aber auch darüber hinaus in Zusammenarbeit und im Zusammenschluss mit einer Betreuungseinrichtung für psychisch/geistig Kranke.
Zuletzt geändert von Habatom am Di 11. Dez 2018, 07:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 11. Dez 2018, 07:00

onThePath hat geschrieben: Wir wissen ja vier Existens körperloser Engel, die intelligent sind obwohl gehirnlos. :lol:

LG, otp




Vielleicht fangen wir ja mal an uns mit Hesekiel 1 zu beschäftigen, um etwas mehr über Gott und Gottes Boten zu erfahren. Inwiefern sie körperlos oder körperbehaftet sind....?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 11. Dez 2018, 10:23

Was redest du da für einen Quatsch, Habatom ?

Selbst wenn man wie du nützlich sein kann für gewisse Abläufe in der Psychiatrie, schliesst das nicht aus, dass man nicht alles versteht, dass man mit seinem Urteil erstaunliche Fehler macht. Aber ich habe ja immerhin einen gewissen Überblick in diesem Bereich um solche Übergriffe zu entlarven. Allein schon dadurch, wie die Probleme meines Sohnes klar aufzeigten, wie jämmerlich ungenügend der ganze Psychiatriebetrieb sein kann in der Praxis.

Aber gut, mein Renovieren geht langsam dem Ende zu vor Weihnachten und ich werde deine seltsam anmutende Kritik an mir kommentieren und sortieren, dass es stimmiger wird. Man sollte immer aufpassen, wenn man über Andere urteilt, besonders auch dann, wenn man eine gewisse Macht über Menschen im psychiatrischen Feld hat. Für alle Menschen gilt, dass sie andere gerne in Schieflage darstellen, ja sogar grundlos Einiges negativ auffassen und darstellen, oft um selber möglichst gerade dazustehen vor sich selber.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 11. Dez 2018, 11:37

Bereits dein Satz, es gehe nicht um Vertrauen sondern um Wissen und Erfahrung ist völlig überflüssig, weil ich ja von meinen Erfahrungen und meinem Wissen darüber rede. Das kommt schon mal ziemlich überheblich rüber.
Du redest gleich von Fantasie und der Taktik der Schlange. Zügel deine Fantasie noch bevor sie mit dir durchgeht.

Wir sprechen ja beide von Erfahrungen und aus Wissen im psychiatrischen Bereich. Nicht nur von Dingen, wovon man vage gehört hat. Reden wir doch darüber und erspare dir, gleich vorzugaukeln ich sei sowieso auf dem falschen Dampfer. Solche Aussagen sind nur manipulativ, sonst nichts.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 11. Dez 2018, 19:07

Wie schade nur, OTP, dass dies mit der Realität nun gar nichts mehr zu tun hat


Schau mal genau hin, wie deine krummen, zersetzenden Argumentationen bis zur deiner Erdreistung hier führt. Was soll das alles ?

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 11. Dez 2018, 19:42

Wenn ich von Erfahrung und Wissen sprach, lieber Otp, dann bezog sich das lediglich auf deine einleitenden Worte an mich:


"Glaube mir"....


Warum sollte ich einer anderen Meinung und Erfahrung glauben schenken? Wenn sie mich nicht überzeugt? Und ich eines besseren belehrt worden bin? Wenn ich doch meiner Ansicht und meinen Überzeugungen darüber gewiss bin.

Und jeder sei seiner Meinung gewiss - heißt es in der Bibel.

Wir sind aufgerufen die Meinung des anderen anhand der Schrift zu prüfen. Nicht sie einfach blind zu übernehmen.

Und wir wollen und werden hier sicherlich nicht über Meinungen streiten wollen - die du ja lediglich jetzt verkaufen möchtest - an mich - an uns.

Und das ist zu wenig. Nur seine Sicht der Dinge dem anderen verkaufen zu wollen. Wenn wir Menschen mit psychiatrischen Problemen betrachten, dann benötigen wir Beispiele. Dort wo Menschen Heilung erlebt haben. Veränderung erlebt haben.

Wo sie es - am Beispiel deines Sohnes - (noch) nicht erlebt haben - fällt mir der Glaube in das Wissen und die Erfahrung von dir, etwas zu schwer, lieber Otp.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 11. Dez 2018, 19:48

Habatom hat geschrieben:
Wo sie es - am Beispiel deines Sohnes - (noch) nicht erlebt haben - fällt mir der Glaube in das Wissen und die Erfahrung von dir, etwas schwer, lieber Otp.

Mit diesen Satz outest du dich völlig, Habatom. Er ist ebenso eine schlimme Katastrophe wie ein solcher Satz eines Christen: Wenn du glauben würdest, wärest du nicht krank.

Das ist einfach nur vermessen überheblich.
Aber da du dich gerne vage ausdrückst, auch bei Angriffen, hast du noch die Hintertür es zu entschärfen. Aber ich habe langsam keine Lust mehr, dich ständig berichtigen zu müssen, weil du Vieles was ich sage in den Dreck ziehst. Ich sage es bewusst drastisch. Nett wäre es, wenn ich sage: Weil du Vieles was ich sage negativ darstellst.


Was daran noch schlimm ist, nämlich dass du mich schlecht darstellen willst auch mithilfe deiner selbst proklamierten Kompetenz im psychiatrischen Bereich.

Damit hättest du unseren Austausch hier unmöglich gemacht.
Tatsache ist, du bringst mir gegenüber keinen positiven Austausch Zustande. Das spricht schon mal gegen Kompetenz und Umsicht.

Wenn man etwas negativ auffasst, gebietet die Umsicht und Vernunft, nachzufragen wie dein Mitschreiber es meint. Das ist ein ganz fundamentales Ding.


LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 12. Dez 2018, 07:24

onThePath hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
Wo sie es - am Beispiel deines Sohnes - (noch) nicht erlebt haben - fällt mir der Glaube in das Wissen und die Erfahrung von dir, etwas schwer, lieber Otp.

Mit diesen Satz outest du dich völlig, Habatom. Er ist ebenso eine schlimme Katastrophe wie ein solcher Satz eines Christen: Wenn du glauben würdest, wärest du nicht krank.

Das ist einfach nur vermessen überheblich.
Aber da du dich gerne vage ausdrückst, auch bei Angriffen, hast du noch die Hintertür es zu entschärfen. Aber ich habe langsam keine Lust mehr, dich ständig berichtigen zu müssen, weil du Vieles was ich sage in den Dreck ziehst. Ich sage es bewusst drastisch. Nett wäre es, wenn ich sage: Weil du Vieles was ich sage negativ darstellst.


Was daran noch schlimm ist, nämlich dass du mich schlecht darstellen willst auch mithilfe deiner selbst proklamierten Kompetenz im psychiatrischen Bereich.

Damit hättest du unseren Austausch hier unmöglich gemacht.
Tatsache ist, du bringst mir gegenüber keinen positiven Austausch Zustande. Das spricht schon mal gegen Kompetenz und Umsicht.

Wenn man etwas negativ auffasst, gebietet die Umsicht und Vernunft, nachzufragen wie dein Mitschreiber es meint. Das ist ein ganz fundamentales Ding.


LG, otp




Folgendes dazu Otp,


du sprichst aus deiner Erfahrung und deinen Erlebnissen. Ich spreche aus meiner Erfahrung und meinen Erlebnissen.

Es geht nun nicht darum einen Glauben ab- oder zu zusprechen. Es geht darum sich zu entscheiden, was und wem man glauben möchte.


Zur Verdeutlichung möchte ich auf Markus 9 verweisen:

14 Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten.
15 Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn. 16 Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen?


Hier streiten Menschen darüber, wie einer bestimmten Person zu helfen sei. Erst mal gut und richtig. Sich darüber auszutauschen, wie man denn nun die "Krankheit" eines Leiden nur verstehen muss.


17 Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.

Einer kam nun an und sprach hier sinngemäß:
Mein Sohn - der hört einfach nicht auf mich.... der macht nicht was ich sage noch spricht er zu mir...
er ist mir nicht Untertan...


18 Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten's nicht.

Er wehrt sich verbissen gegen alle meine Versuche hier das ihm abzuverlangen, was ein guter Sohn nur zu tun hat. Seinem Vater gegenüber ... In den Wegen des Vaters zu folgen....


19 Er antwortete ihnen aber und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!


20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn hin und her. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund.

Ein Sohn - Mensch - hier, der hin und her gerissen ist von dem Ansprüchen des Vaters - der ihn für sich haben wollte... und der Person Jesus -- dem er sich hingezogen fühlte...

21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist's, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf.

Jesus fragt nach einer möglichen Verführung/Beeinflussung durch andere Personen ausserhalb des Familienkreises.


22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!

Ins Feuer geworfen - sprich der junge Mensch hier versucht sich zu erproben.. beweisen.. als eigenständige Person und fand darin kein Maß, das ihn hätte zufrieden stellen können...

23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.



Jesus verweist den Vater des Sohnes jetzt auf den Glauben an Gott. Das wer an Gott glaubt, hierin Befreiung findet, dann das zu tun, was er tun will. Was dem Sohn helfen würde, sich nicht an dem zu verbrennen, wo er eigene Kompetenzen überschreitet und auch nicht an dem ertrinkt, wo er sich nur im Gehorsam der leiblichen Eltern bewegt ohne hier eine eigene Persönlichkeit in der Abnabelung vom Elternhaus entwickeln zu können um selbst frei entscheiden zu können was für ihn gut und richtig ist.

24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!


Hier stellt der Vater des Kindes fest. In diesem Glauben, mein Leben unabhängig von meinen Eltern oder anderen Menschen bestimmen zu können, stehe ich.

Und legte damit die Eigenverantwortung für das Schicksal seines Sohnes ab.

Erkannte auch, das er darüber hinaus nicht den Glauben hatte, der nötig nun sei, um seinen Sohn heilen zu können. Und bat Jesus darum, seinem Unglauben abzuhelfen.

Damit veränderte sich aber noch nichts. Denn der Vater unterwarf sich lediglich der Autorität von Jesus und fordert nun von Jesus, das Jesus ihm - dem Vater - diesen nötigen Glauben schenken solle -- auf das er selbst dann die Fähigkeit habe - hier seinem Sohn helfen zu können.


Eine ähnliche Situation finden wir in der Apostelgeschichte wo der Zauberer Simon dann später die Apostel bat, indem er ihnen Geld gab, auf das auch ihm die Macht vermögen werde, Heiligen Geist zu geben....
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 12. Dez 2018, 16:10

Habatom,
Ein Ziel ist es jedenfalls, nach christlicher Art mit Menschen umzugehen, die psychische Probleme haben. Dabei braucht man Anleitung durch die Bibel. Allerdings braucht man auch anderes Wissen und Erfahrung.

Du machst anscheinend ein ausführliches Brainstreaming durch die Bibel. Geht es auch etwas gezielter ? Wenn wir unsere Erfahrungen und unser Wissen mitteilen, ist doch automatisch die Bibel mit dabei, in unserem Kopf.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 12. Dez 2018, 16:28

onThePath hat geschrieben:Habatom,
Ein Ziel ist es jedenfalls, nach christlicher Art mit Menschen umzugehen, die psychische Probleme haben. Dabei braucht man Anleitung durch die Bibel. Allerdings braucht man auch anderes Wissen und Erfahrung.

Du machst anscheinend ein ausführliches Brainstreaming durch die Bibel. Geht es auch etwas gezielter ? Wenn wir unsere Erfahrungen und unser Wissen mitteilen, ist doch automatisch die Bibel mit dabei, in unserem Kopf.

LG, otp




Was haben eine "christliche Art", deine Vorstellungen von Exorzismus und meine Ausführungen zuletzt gemeinsam?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 12. Dez 2018, 16:44

Kannst gerne deine Beiträge als Monolog schreiben, wenn du meine Informationen ablehnst. Da du ja merklich überzeugt bist, meine Erfahrungen, Erlebnisse und Wissen sei für dich völlig überflüssig da für dich unpassend.

Das würde mir sowieso zu einengend, wenn du ständig meinst, es besser zu wissen ohne es überhaupt zu prüfen.

Übrigens: sehr schlecht formuliert von wegen meine Vorstellungen. Wenn ich mich mit etwas beschäftige, dann gründlich und nie einseitig. Wo ist dann deine Objektivität erkennbar ? Meist ist derjenige einseitig und festgelegt, der gar nichts von mir erzählt haben möchte, es schon vorher besser weiss.

Ich scheue keine Argumente. Mag aber keine endlose Diskussions- und Argumente- Verweigerung. Es kommen aber keine Argumente.
LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 4. Jan 2019, 13:33

onThePath hat geschrieben:
Geknechtet von der Sünde, gepeinigt auch von psychischen Problemen, wo ist die Freiheit, wie besiegt man auch psychische Probleme ?

Relativ einfach sind da sogar noch Probleme wie die des irren Besessenen der Bibel.

Schwerer noch wird es bei psychischen Krankheiten.


LG, otp



Vielleicht sollten wir an dieser Stelle nochmal einsetzen.

"Geknechtet von der Sünde" .... -

Muss der Christ noch geknechtet von der Sünde sein?

Und wenn er es noch ist, was fehlt ihm noch? Warum hat er dann wo noch nicht überwunden?

Wenn doch ein Paulus davon spricht:

Röm 8,37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.
Röm 12,21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Eph 6,13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 14:00

Habatom,
Ein psychisch Kranker, gerade auch noch als Christ, kann nur so weit die Sünde überwinden, wie es seine Psyche zulässt. Seine Psyche ist ja stets beeinträchtigt, also unfrei. Er kann seine Psyche ja nicht innerhalb normaler Vorgänge darin mit seinem Bewusstsein lenken.

In Gegenüberstellung dazu weicht alle Unnormalität im besten Fall völlig bei einem Menschen der frei wird von allen dämonischen Einwirkungen. Weil die psychische Unnormalität nur induziert wurde von einem dämonischen Geist.

Eine psychische Krankheit hat mit der Gehirnchemie zu tun. Aber Genaues kann auch kein Psychiater dazu sagen. Jedenfalls habe ich bisher nichts Überzeugendes von ihnen gehört.


Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 4. Jan 2019, 14:35

onThePath hat geschrieben:Habatom,
Ein psychisch Kranker, gerade auch noch als Christ, kann nur so weit die Sünde überwinden, wie es seine Psyche zulässt. Seine Psyche ist ja stets beeinträchtigt, also unfrei. Er kann seine Psyche ja nicht innerhalb normaler Vorgänge darin mit seinem Bewusstsein lenken.

In Gegenüberstellung dazu weicht alle Unnormalität im besten Fall völlig bei einem Menschen der frei wird von allen dämonischen Einwirkungen. Weil die psychische Unnormalität nur induziert wurde von einem dämonischen Geist.

Eine psychische Krankheit hat mit der Gehirnchemie zu tun. Aber Genaues kann auch kein Psychiater dazu sagen. Jedenfalls habe ich bisher nichts Überzeugendes von ihnen gehört.


Lg, otp



Jetzt müssten wir uns in den Begrifflichkeiten einig werden. Wie wir sie denn per Definition festhalten wollen, können.

Wenn wir in diesem Forum über Freiheit reden, dann können wir hier nur den Willen eines Menschens meinen.
Die Psyche, was allgemein hin als Seelenleben eines Menschens betrachtet wird, hat dann etwas mit der mehr oder weniger erfolgreichen Aufarbeitung von Erfahrungen und Sinneseindrücken zu tun.

Eine Aufgabe von Ärzten, Seelsorgern und Psychiatern muss es also sein, hier eine erfolgreiche Aufarbeitung von Erlebnissen (oder auch Traumata) voranzutreiben, um die Psyche eines Menschens dahin zu führen, das der Mensch sich wieder wohl fühlen kann.

Allein ein Wohlfühlen an sich reicht einem Menschen aber nun noch nicht aus, da jeder Mensch stets nach einem "Woher" - oder "Warum" fragt und nach einem "Wohin". Nach einem Ziel für sein Leben, nach einem Sinn für sein Leben, sucht.

Und hier kommt der Geist und der Wille ins Spiel. Ein Mensch wünscht sich für seinen Leben einen Handlungsspielraum und eine Handlungsvielfalt.

Hier ist wiederum der "Therapeut" oder die Erziehungsperson gefragt, Handlungs(spiel)räume zu eröffnen, die dem Menschen ein selbstbestimmtes Leben eröffnen und ermöglichen.

Und hier kommen wir jetzt auf Bindungen zu sprechen. Die einen Menschen daran hindern wollen/können, ein selbstbestimmtes Leben (was dann letztendlich nur vor Gott und durch Gott möglich ist) zu führen.

Hier ist dann das Evangelium der "Ersthelfer". Welches dann auch dem Gelähmten, der auf eine Trage zu Jesus durch das Dach herunter gelassen wurde, eine am dringendsten für nötig erachtete Hilfe wurde.

Sei getrost. DIR SIND DEINE SÜNDEN VERGEBEN!

Gerade in Angesicht der Tatsache, das die Menschen damals wussten, das Verfehlungen/Sünden Gott gegenüber zur Erkrankung und Leid führten. Nicht immer und nur ausschließlich, aber auch - als ein Grund für Krankheit.

1. Korinther 11,
30 Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.

Gott will und tut Sünden nicht mehr anrechnen. Du darfst neu anfangen. Du bist in meinen Augen rein. Frei von Schuld.


Und aus diesem Zustand heraus, den der Kranke in seinem Glauben hier mit einnehmen durfte und eingenommen hat, geschieht dann das Wunder.

Matthäus 9,
6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh heim!
7 Und er stand auf und ging heim.

Befreit von Altlasten werden wir in die Lage versetzt unser Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Müssen uns nicht mehr von anderen durchtragen lassen. Sind wir frei, das zu tun, was Not tut, was dran ist.

Möge uns Gott in diese Freiheit bringen.


Bei Menschen dann, die von geistigen (dämonischen) Mächten gefesselt waren, eröffnet Jesus auf ähnliche Weise hier dem "Kranken" neue Wege. Was wir uns im Einzelfall dann anschauen müssten.

Die Körperchemie ist immer auch eine Folgeerscheinung von psychischen und geistigen Vorgängen im Gehirn. Sie schafft eine Ausgangssituation und gerät dort aus dem Lot, wo der Mensch aus dem Lot gerät.
Lediglich dann nur auf die Körperchemie in Form von Medikamenten Einfluss zu nehmen ist dann nur eine Notlösung. Keine Dauerlösung.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 14:53

Festhalten möchte ich vor allem deine letzte Aussage.
Nur psychiatrisch mit Medikamenten die Psyche chemisch zu steuern ist keine Dauerlösung. Nur ergibt sich oft keine bessere...

Lg otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 4. Jan 2019, 16:26

onThePath hat geschrieben:Nur psychiatrisch mit Medikamenten die Psyche chemisch zu steuern ist keine Dauerlösung. Nur ergibt sich oft keine bessere...

Dauerlösung? Es ist eben eine Dauerlösung, oder kennst du jemanden, der (erfolgreich und langfristig) z.B. von Leponex oder Zyprexa losgekommen ist?

Es gibt nicht "oft keine bessere", sondern überhaupt keine "andere Lösung"!!!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 18:33

onThePath hat geschrieben:Festhalten möchte ich vor allem deine letzte Aussage.
Nur psychiatrisch mit Medikamenten die Psyche chemisch zu steuern ist keine Dauerlösung. Nur ergibt sich oft keine bessere...

Lg otp


Im Prinzip ja, es ist keine Dauerlösung. Aber im Einzelfall kann es eine gute Lösung sein. Ich kenne einen 100-jährigen Mann, der seit 40 Jahren eine kleine Dosis Antidepressiva nimmt. ...und seit 40 Jahren geht es ihm gut!

Aber das Problem liegt anderswo: nämlich im Mangel an Psychiatern. Es kann keine Lösung sein, wenn Medikamente nur als Notlösung gegeben werden, weil es zu wenig Therapieplätze hat, bzw. wenn die Wartezeiten auf einen Therapieplatz zu lange sind. Eine Depression soll mit verschiedenen therapeutischen Methoden behandelt werden, meist ist eine Kombination von Methoden angezeigt. Dann kann sich zeigen, dass vielleicht eine lebenslange Behandlung angezeigt ist, das können Medikamente sein oder auch eine andere Therapieform kann angezeigt sein.

Aber solange es - vor allem auch in Deutschland - viel zu wenige Psychiater gibt, werden halt Medikamente verschrieben, das geht am schnellsten.


Grüsse Cplumba
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 19:20

Ja, bei Depressionen kann man sicher mehr tun. Das denke ich auch.

Aber ich kenne mindestens drei Männer die schon sehr lange eine Form der Schizophrenie haben. Bei Ihhnen ändert sich wenig. Und ohne Psychopharmaka wäre es noch schlimmer.

Das Leben dieser Drei ist erbärmlich eingeschränkt. Nicht vergessen darf man, was dabei bisweilen den Angehörigen zugemutet wird. Auch das kann erbärmlich sein. Und rücksichtslos.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 19:27

lionne hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Nur psychiatrisch mit Medikamenten die Psyche chemisch zu steuern ist keine Dauerlösung. Nur ergibt sich oft keine bessere...

Dauerlösung? Es ist eben eine Dauerlösung, oder kennst du jemanden, der (erfolgreich und langfristig) z.B. von Leponex oder Zyprexa losgekommen ist?

Es gibt nicht "oft keine bessere", sondern überhaupt keine "andere Lösung"!!!
LG lionne



Bei schlimmen psychischen Störungen gibt es meiner Meinung nach keine wirklich zufriedenstellende Lösungen. Meine Unzufriedenheit drückte ich einem Psychiater gegenüber etwa so aus: Ihr könnt nur mit Chemie ungeziehlt manipulieren, aber besonders hilfreich sind die Psychopharmaka nicht. Sie manipulieren nur in der Gehirnchemie rum. Er meinte, Psychopharmala sei besser als ich sage. Aber sie sind immer noch schlecht genug, um das Leben auch von Angehörigen reichlich durcheinander zu bringen. Aber da hört die Verantwortlichkeit der Psychiater auf.

Lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 19:41

Doch die Psychopharmaka sind hilfreich! Vergleiche mal eine psychiatrische Klinik anfangs der 50er Jahre, bevor die ersten Medikamente kamen mit den Kliniken heute. Vergleiche die Heilungsmöglichkeiten damals und heute. Ich glaube, Du siehst nicht, was alles geschenen ist in den letzten 50 Jahren.

Die Unterschiede sind riesig.


Grüsse Columba


PS: Die moderne Pharmakologie für psychische Krankheiten begann anfangs der 50er Jahre mit Lithium. als die antimanische Wirkung entdeckt wurde. Dann folgten die ersten Medis gegenn Depressionen und Psychosen. Ende der 50er Jahre kam das erste Medikament gegen Schizophrenie
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 4. Jan 2019, 19:43

Columba hat geschrieben:Aber das Problem liegt anderswo: nämlich im Mangel an Psychiatern.

Aha, noch mehr (bestverdienende) Psychiater? Und was machen diese Psychiater?
>>>Psychiater versuchen leider meist, den Patienten einzureden, dass ihre emotionalen uns seelischen Probleme unheilbar seien und sie daher Psychopharmaka nehmen müssten, um mit der Störung "zurechzukommen" - und zwar für den Rest ihres Lebens. :shock:
Schöne Perspektive! So sieht die Realität aus!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 19:46

Ja, verglichen mit der alten Grusel-Psychiatrie, habe dazu einen aufrüttenden Roman gelesen, sind die modernen Psychopharmaka sicher ein Fortschritt.

Aber es gibt auch unterschiedlich schwere psychische Erkrankungen. Man kann nicht alle Patientengruppen über einen Kamm scheren.

Dass " die gute alte" Schocktherapie, Elektroschok, zeitweise wieder empfohlen wurde, hat mich schon erschreckt.

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Fr 4. Jan 2019, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 4. Jan 2019, 19:48

onThePath hat geschrieben:Bei schlimmen psychischen Störungen gibt es meiner Meinung nach keine wirklich zufriedenstellende Lösungen. Meine Unzufriedenheit drückte ich einem Psychiater gegenüber etwa so aus: Ihr könnt nur mit Chemie ungeziehlt manipulieren, aber besonders hilfreich sind die Psychopharmaka nicht. Sie manipulieren nur in der Gehirnchemie rum. Er meinte, Psychopharmala sei besser als ich sage. Aber sie sind immer noch schlecht genug, um das Leben auch von Angehörigen reichlich durcheinander zu bringen. Aber da hört die Verantwortlichkeit der Psychiater auf.

100% Zustimmung: In erster Linie "zerstören" sie (die Psychopharmaka) ganz einfach das Leben, die Gesundheit des Patienten.
P.S.: Das (leidvolle) Leben der Angehörigen interessiert niemanden!!! :mrgreen:
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 19:52

lionne hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Aber das Problem liegt anderswo: nämlich im Mangel an Psychiatern.

Aha, noch mehr (bestverdienende) Psychiater?


bestverdienend?

Schau hier, welche Ärzte gut und sehr gut verdienen. Psychiater sind am unteren Ende.
Zuletzt geändert von Columba am Fr 4. Jan 2019, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 19:58

lionne hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Bei schlimmen psychischen Störungen gibt es meiner Meinung nach keine wirklich zufriedenstellende Lösungen. Meine Unzufriedenheit drückte ich einem Psychiater gegenüber etwa so aus: Ihr könnt nur mit Chemie ungeziehlt manipulieren, aber besonders hilfreich sind die Psychopharmaka nicht. Sie manipulieren nur in der Gehirnchemie rum. Er meinte, Psychopharmala sei besser als ich sage. Aber sie sind immer noch schlecht genug, um das Leben auch von Angehörigen reichlich durcheinander zu bringen. Aber da hört die Verantwortlichkeit der Psychiater auf.

100% Zustimmung: In erster Linie "zerstören" sie (die Psychopharmaka) ganz einfach das Leben, die Gesundheit des Patienten.
P.S.: Das (leidvolle) Leben der Angehörigen interessiert niemanden!!! :mrgreen:
LG lionne


Ja, wenn sie nur positive Wirkung in der chaotischen Psyche hätten !
Eigentlich kann Jeder beobachten, dass sie auch negative Wirkungen haben die das Leben der Kranken beeinträchtigen.

Ein kleiner Vergleich der etwas hinkt: Wenn ich einem Mensch, der zwanghaft immer rumläuft, einen schweren Klotz ans Bein binde, kann er ja nicht mehr laufen. Problem gelöst ? Psychopharmaka kommt mir bisweilen so vor.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 20:02

onThePath hat geschrieben:
Dass " die gute alte" Schocktherapie, Elektroschok, zeitweise wieder empfohlen wurde, hat mich schon erschreckt.

Lg, otp


Die Elektrokrampftherapie (EKT) wird heute nur dort angewendet, wo alle anderen Therapien versagten. Aber man kann es nicht mehr vergleichen mit den Elektroschocks von früher. Heute wird das nur in Narkose gemacht.

Also vergiss es, was man früher machte mit Elektroschocks.

Grüsse Columba
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 20:05

@lionne


Hier eine Ärzteeinkommensstatistik: Psychiatrie ist wirklich ganz hinten.

https://www.fmh.ch/files/pdf11/Erhebung ... tnisse.pdf

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 4. Jan 2019, 20:08

Columba hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Dass " die gute alte" Schocktherapie, Elektroschok, zeitweise wieder empfohlen wurde, hat mich schon erschreckt.

Lg, otp


Die Elektrokrampftherapie (EKT) wird heute nur dort angewendet, wo alle anderen Therapien versagten. Aber man kann es nicht mehr vergleichen mit den Elektroschocks von früher. Heute wird das nur in Narkose gemacht.

Also vergiss es, was man früher machte mit Elektroschocks.

Grüsse Columba


Um das zu vergessen brauche ich genaue, verlässliche Studien über die Folgen moderner Elekroschocks. Erst dann kann ich urteilen und möglicherweise beruhigt sein. Wenn ein gewisser Erfolg da ist weil sonstwas sowieso gar nicht hilft, hört es sich eher nach hilflos verzweifelten Bemühungen an. Um so mehr bin ich auf Erfolgsberichte gespannt, die nichts vernebeln und beschönigen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Fr 4. Jan 2019, 20:14

Erste einfache Informationen findest Du hier auf Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroko ... nstherapie

Hier hast Du die wichtigsten Fachausdrücke und kannst leicht weitersuchen in der Fachliteratur und den Orginalstudien. Es führen auch nicht alle psychiatrischen Klinken diese Therapie durch, denn sie ist sehr aufwendig und teuer.


Grüsse Columba
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