Psychiatrie und Freiheit

Ethik, Lebensrechtsfragen
Sexualethik, Sozialethik, Wirtschaftsethik, Kreationismus / Schöpfungswissenschaft, Technik, Umwelt


Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Sa 17. Nov 2018, 06:45

lionne hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:Was für Ursachen kann denn nun eine Schizophrenie haben? Muss oder kann ich damit rechnen, das hier ein Dämonischer Geist im Spiel ist? Oder lässt sich dieses Krankheitsbild vielleicht doch rein menschlich, entwicklungsbedingt, erklären?

Was für Ursachen? Darüber haben wir hier auch schon gesprochen! (>>>vgl. weiter oben im Strang)
Um es kurz mit einem Wort zu sagen: Die Ursachen sind multifaktoriell!
Falls du (schlüssige) Antworten auf die von dir gestellten Fragen (s.o.) hierzu finden/haben würdest, wärst du ein Kandidat für den nächsten Nobelpreis! :roll:
Gruss lionne



Als die Jünger Jesus zu bestimmten Krankheiten und Leiden durch Dämonen fragten:

Johannes 9,
2 Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?

Mk 9,28 Als Jesus ins Haus gegangen war und seine Jünger mit ihm allein waren, fragten sie ihn: »Weshalb konnten wir diesen Dämon nicht austreiben?«


Hatte Jesus da etwa keine schlüssige Antwort für die Jünger? Sollten sie später, die sie durch den Glauben größere Werke als Jesus wirken sollten (Joh.12,14), blind für die Phänomene sein, die ihnen begegneten?
Speiste Jesus sie mit den Worten ab, hier lägen multifakturielle Gründe vor, die zu erkennen allenfalls noch den Nobelpreisträgern vorbehalten bleibt?
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 17. Nov 2018, 11:36

Mit Auflisten von schönen Bibelspüchen kommen wir hier mit dem Thema (Psychiatrie und Freiheit) nicht weiter! :mrgreen:
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 13:37

lionne hat geschrieben:Mit Auflisten von schönen Bibelspüchen kommen wir hier mit dem Thema (Psychiatrie und Freiheit) nicht weiter! :mrgreen:
Gruss lionne


Schlimme Psychosen sind wohl nur mit Psychopharmaka zu beeinflussen.
Man kennt im Normalfall höchstens von traumatischen Erlebnissen, dass sie die Funktinen des Denkens bisweilen dauerhaft beeinträchtigen. Das belastende Erlebnis lässt den Mensch nicht mehr los.
Von Menschen, die zu viel von sich verlangen, weiss man, dass sie einen Nervenzusammenbruch bekommen können. Ein Burnout oder Depressionen. Der dauernde Stress hatte wohl nicht nur Auswirkungen auf die Gefühls- und Gedankenwelt, sondern auch Folgen für die Gehirnfunktionen.
Von Hypnose weiss man, dass manche Hypnotisierte tagelang nicht mehr zu ihrem normalen Bewusstsein zurückfinden und in der Zeit völlig beeinträchtigt sein können.
Spiritisten und Schamanen können in Trance geraten und dann völlig anders sein. Aber das geht in Richtung Fremdbeeinflussung. Man weiss ja auch, dass es dämonische Einflüsse gibt, die lange Zeit einen Mensch teilweise verändern können. Auch unter diesen kann es Zusammenbrüche geben.

Es gibt Epileptiker, die unbehandelt in einen Zustand wie völlig irre kommen können, bekommen sie dann die Medikamente, wirken sie wieder völlig normal.

Ein Epileptiker bekam psychogen verursachte Anfälle, er war Reporter in Kriegsgebieten.

Ansonsten gesunde Menschen können für kurze Zeit völlig verdreht sein. Bis hin zu tagelangem "Irresein" oder auch länger.

Das als Beginn einer Spurensuche.

LG, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Sa 17. Nov 2018, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 17. Nov 2018, 14:02

onThePath hat geschrieben:Es gibt Epileptiker, die unbehandelt in einen Zustand wie völlig irre kommen können, bekommen sie dann die Medikamente, wirken sie wieder völlig normal.


Epilepsie gehört zu den Krankheiten des Nervensystems (ICD G00-G99). Da ist der Neurologe zuständig. Epilepsiekliniken sind darum auch nicht psychiatrische Kliniken. Psychische Erkrankungen sind unter ICD F00-F99 eingereiht.

Bitte diese beiden Gebiete nicht vermischen, hier in diesem Thread geht es um Psychiatrie.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3191
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 14:07

Columba hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Es gibt Epileptiker, die unbehandelt in einen Zustand wie völlig irre kommen können, bekommen sie dann die Medikamente, wirken sie wieder völlig normal.


Epilepsie gehört zu den Krankheiten des Nervensystems (ICD G00-G99). Da ist der Neurologe zuständig. Epilepsiekliniken sind darum auch nicht psychiatrische Kliniken. Psychische Erkrankungen sind unter ICD F00-F99 eingereiht.

Bitte diese beiden Gebiete nicht vermischen, hier in diesem Thread geht es um Psychiatrie.

Grüsse Columba


Nehme zur Kenntnis dass eine psychogene Epilepsie meist erst nach langen Monaten erkannt wird. Sie wird rein psychisch verursacht.
Und es geht hier weniger zum Klassifizierungen und Zuständigkeitsbereiche. Als vielmehr um Zustände des Hirns und der Psyche.
Die gängige Form der Epilepsie basiert auf einer Verletzung des Hirns, die zur Störzone im Gehirn wird. Kann schon durch eine geringfügige Gehirnverletzung entstehen. Wobei nur etwa 40% (?) von Gehirnverletzten eine Epilepsie bekommen.
https://m.apotheken-umschau.de/Gehirn/E ... 203_3.html
Ein Wenig über Epilepsie

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 17. Nov 2018, 16:06

Klar, geht es hier nicht um Klassifikation direkt.

Ich bin einfach erstaunt, dass hier die Spezialisten von Psyche, Geist, Psychiatrie, Dämonologie, etc. versammelt sind - und dabei Epilepsie und psychische Erkrankungen einfach unkritisch in einen Topf werfen.

...und es erinnert einem wieder an den Fall Anneliese Michel aus dem Jahre 1976 im schönen Bayernland. Es zeigt einfach, dass das in extremen Fällen auch heute noch - über 40 Jahre später - passiesen kann: Einer epiletischen Frau wurde ein Dämon ausgetrieben, bis diese Frau tot war. Vielleicht wäre es doch bessern, dass man Krankheiten den Ärzten überlässt und nicht Theologen. Diese sollen eher betend begleitend den Kranken seelisch beistehen.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3191
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 17. Nov 2018, 16:16

Nachtrag:
Wem der Fall Anneliese Michel nicht mehr bekannt ist, hier wurde er 2014 nochmals beleuchtet durch die FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 95613.html
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3191
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 16:21

Columba hat geschrieben:Klar, geht es hier nicht um Klassifikation direkt.

Ich bin einfach erstaunt, dass hier die Spezialisten von Psyche, Geist, Psychiatrie, Dämonologie, etc. versammelt sind - und dabei Epilepsie und psychische Erkrankungen einfach unkritisch in einen Topf werfen.

...und es erinnert einem wieder an den Fall Anneliese Michel aus dem Jahre 1976 im schönen Bayernland. Es zeigt einfach, dass das in extremen Fällen auch heute noch - über 40 Jahre später - passiesen kann: Einer epiletischen Frau wurde ein Dämon ausgetrieben, bis diese Frau tot war. Vielleicht wäre es doch bessern, dass man Krankheiten den Ärzten überlässt und nicht Theologen. Diese sollen eher betend begleitend den Kranken seelisch beistehen.

Grüsse Columba


Ist das auch die Meinung der anderen Christen hier ?

Wer ist übrigens objektiv informiert über Anneliese Michel ? Man kann ihre Tragödige zu leicht als Totschlagargument benutzen.

Columba, ich bin sehr kritisch und kann auch alles fein auseinander halten. Ich habe den Eindruck, du wirfst was ich sage zu unkritisch in einen Topf. Dabei rede ich doch von psychischen Zuständen. Im Moment wirkst du meiner Meinung hier nur destruktiv ein.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 16:23

Columba hat geschrieben:Nachtrag:
Wem der Fall Anneliese Michel nicht mehr bekannt ist, hier wurde er 2014 nochmals beleuchtet durch die FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 95613.html


Ich sage ja, Expertisen, aber nicht die objektive Wahrheit.
Um zu polarisieren. Dieser tragische Fall ist das brutalste Totschlagargument. Es soll alle erwischen, die auch um dämonische Auswirkungen wissen. Auf der einen Seite die Psychologen und Psychiater die alles wissen und immer verantwortungsbewusst sind, auf der anderen Seite dumme Christen, die verantwortungslos Menschen umbringen oder psychisch krank machen ?

Auf was für einer Seite der Wahrheit stehst du denn, Columba ?

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 17. Nov 2018, 16:43

onThePath hat geschrieben:Columba, ich bin sehr kritisch und kann auch alles fein auseinander halten. Ich habe den Eindruck, du wirfst was ich sage zu unkritisch in einen Topf. Dabei rede ich doch von psychischen Zuständen. Im Moment wirkst du meiner Meinung hier nur destruktiv ein.

LG, otp


Ich habe von Epilepsie hier nie gesprochen, das warst Du. Was ist da destruktiv, wenn man mal klar benennt, dass psychische und neurologische Krankheiten etwas Unterschiedliches sind. Von Dir sind auch immer die Hinweise auf Dämonen. Dein Hinweis auf Epilepsie zeigt doch wie gross die Gefahr ist, dass nicht mehr unterschieden wird. Wenn hier von Psychiatrie und Freiheit gesprochen wird und dann plötzlich Epilepsie hineingemischt wird, dann ist dort das Destruktive, nicht bei mir, der Dich darauf aufmerksam macht. Neurologie ist nun mal nicht Psychiatrie.

Ich stehe auf der Seite der biblischen Wahrheit, das solltest Du wissen.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3191
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 17. Nov 2018, 16:55

onThePath hat geschrieben:Der dauernde Stress hatte wohl nicht nur Auswirkungen auf die Gefühls- und Gedankenwelt, sondern auch Folgen für die Gehirnfunktionen.

…..und auf den Körper (>>> z.B. Bluthochdruck, Diabetes (unter Schock (=Stress für den Körper) war mein Zucker mal ganz hoch, dass man geglaubt hatte, ich sei Diabetikerin; nach dem Schock war mein BZ wieder normal).
Gruss lionne
Zuletzt geändert von lionne am Sa 17. Nov 2018, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 16:55

Columba, hier ist absolut nicht nur die Rede von nur psychiatrischen Erkrankungen. Es geht gerade um ein Brainstorming betreffs psychischer Zustände. Gerade zur Unterscheidung der verschiedensten psychischen Zuständen. Konstruktiv wäre es, wenn du die Epilepsie einfach nur verständlicher gemacht hättest. Anstelle deines Proteststurmes.

Auch von Christen bin ich so Einiges gewohnt. Auch nicht mit allen Christen kommt man friedlich zurecht.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 17:00

lionne hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Der dauernde Stress hatte wohl nicht nur Auswirkungen auf die Gefühls- und Gedankenwelt, sondern auch Folgen für die Gehirnfunktionen.

…..und auf den Körper (>>> z.B. Bluthochdruck, Diabetes (unter Schock (=Stress für den Körper) war mein Zucker mal ganz hoch, dass man geglaubt hatte, ich sei Diabetikerin; nach dem Schock war mein BZ wieder normal).
Gruss lionne


Ja, noch eine Möglichkeit von Stress.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 17. Nov 2018, 17:02

...und entscheidend ist beim Brainstorming, dass alles geäussert werden kann, dass alles auch aufgenommen und vernetzt werden kann - dies auch wenn manche Ansichten etwas fremd oder weit hergeholt werden!

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3191
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 17. Nov 2018, 17:09

:angel:
Columba hat geschrieben:...und entscheidend ist beim Brainstorming, dass alles geäussert werden kann, dass alles auch aufgenommen und vernetzt werden kann - dies auch wenn manche Ansichten etwas fremd oder weit hergeholt werden!

Grüsse Columba


Du kannst doch deine Ansichten frei vertreten. Nach Möglichkeit aber ohne unterschwellige Feindseligkeiten wie unnötige Angriffe und Unterstellungen. Weil es dann in Richtung Manipulation geht und nur noch Mühe aufgewendet wird, Vorwürfe zu entkräftigen. Diesen Durcheinander brauchen wir hier nicht.


LG otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » So 18. Nov 2018, 06:37

Kurze Zwischenbemerkung: Dr. Bauer teilte uns gestern mit, dass traumatische Erlebnisse sich laut aktuellsten Forschungen genetisch in Folgegenerationen nachweisen lassen.

Ich habe übrigens sein Buch „Happy End“ noch einmal gekauft, weil mein altes Exemplar verschollen ist. Ich werde es demnächst lesen und dann wieder up to date sein was Persönlichkeitsspaltung und deren Heilung anbetrifft.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11223
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 18. Nov 2018, 07:34

Gnu hat geschrieben:Kurze Zwischenbemerkung: Dr. Bauer teilte uns gestern mit, dass traumatische Erlebnisse sich laut aktuellsten Forschungen genetisch in Folgegenerationen nachweisen lassen.

Ich habe übrigens sein Buch „Happy End“ noch einmal gekauft, weil mein altes Exemplar verschollen ist. Ich werde es demnächst lesen und dann wieder up to date sein was Persönlichkeitsspaltung und deren Heilung anbetrifft.



Hm, Traumata sollen sich in den Folgegenerationen nachweisen lassen, sogar genetisch ? Zumindest sagt man , dass sich auf das Ungeborene von der Mutter etwas übertragen kann.

Persönlichkeitsspaltung ist wohl ein eher irreführender Begriff, wenn er für Schizophrenie gebraucht wird. Persönlichkeitsspaltung, das passt eher zur Multipersönlchkeit. Kommt aber auch bei Besessenheit vor, wenn ein Mensch sich zeitweise völlig anders als er selbst verhält, und anschliessend sich an alles nicht erinnern kann.

Ich kenne einen Fall von Schizophrenie, der gut ausging. Die Betroffene berichtet wohl in einen Buch, überfallartig schizophren geworden zu sein und nach Jahren wieder da rausgekommen zu sein.

Regelmässiger Cannabis Konsum, besonders bei jungen Menschen, erhöht sehr die Wahrscheinlichkeit, an Schizophrenie zu erkranken.
https://mobil.express.de/gestaendnis-ja ... --22065552
LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 08:04

Gnu hat geschrieben:Kurze Zwischenbemerkung: Dr. Bauer teilte uns gestern mit, dass traumatische Erlebnisse sich laut aktuellsten Forschungen genetisch in Folgegenerationen nachweisen lassen.




Die Bibelstellen die ich gestern morgen angeführt hatte, sollten eigentlich als Anregung dienen, hier nach Ursachen von Geisteskrankheit/Schizophrenie zu suchen.

Das die Chemie im Kopf, die gestört werden kann (durch traumatische Ereignisse oder auch durch Drogen) dann eine mögliche Schädigung des Erbguts zur Folge haben kann, mag sein.

Viel wichtiger halte ich aber dann die Frage nach der Schuld der Eltern, die Gott bis ins dritte oder vierte Glied heimsuchen will und auf der anderen Seite die Kinder der Eltern bewahren und segnen will, die ein gottesfürchtiges Leben führen. Gott gehorchen.

Dort würden sich ja dann die "genetischen Defekte" von früheren Erkrankungen/Defekten nicht mehr vererben dürfen, im Sinne hier dann eine zwingende Erkrankung/Behinderung bei den Kindern auszulösen.

Und wenn ich an fromme Eltern denke, die ein behindertes oder (geistes) krankes Kind zur Welt gebracht haben, dann haben wir hier vielleicht den Fall vorliegen, woran Gott sich dann verherrlichen möchte, das er dieses Kind gesund macht.

Warum werden aber nun so wenig Menschen geheilt?
Warum sieht man so schnell und so oft in der christlichen Scene eine dämonische Einflussnahme, die es auszutreiben gilt. Mit Mitteln, die man zu Recht oft nur als sehr fragwürdig bezeichnen muss, wie Columba hier schon schrieb.

Meiner Meinung nach liegt es zu allererst an der fehlenden Einsicht, wo denn nun genau die Ursachen der (Geistes)Erkrankung liegen.

Die Chemie im Kopf ist immer eine Folgeerscheinung der Geistesmächte, die auf einen Menschen und sein Denkvermögen einwirken. Sodass Psychopharmaka auch immer nur eine Symptombehandlung bleiben können.

Die Bibel trennt hier grundsätzlich zwischen Kindern Gottes, deren Denkvermögen durch Gottes Geist geprägt und geschützt ist. Diese können nicht von einem Dämon besessen sein, weil Gottes Geist in ihnen größer und mächtiger ist als jeder dämonische Geist. Und Kindern des Teufels. Das sind wir alle von Geburt an. Werden als Sünder (von Gott getrennt) in die Finsternis dieser Welt (die unter der Herrschaft des Teufels steht) hineingeboren.

Und müssen dann von Gott herausgezogen werden. Diese Übergangsphase ist dann der Hauptkampf des noch nicht erlösten Menschens - so wie es für die Israeliten unter Mose in der Wüste der Kampf mit den Schatten ihrer Vergangenheit war -, wo auf der eine Seite der Teufel (Pharao) diesen Menschen nicht loslassen will, die wiederum noch an alten Gewohnheiten und Sünden nicht ablassen wollen und auf der anderen Seite Gott seine Engel und alles was in seinen Möglichkeiten steht aufbietet, um dann die Menschen heraus zu führen aus allen okkulten Bindungen (wenn sie darin verstrickt sind), die er dazu bestimmt hat.

Wenn wir als Christen dann Menschen sehen, die unter eine Schizophrenie leiden, dann müssen wir zuerst Biografie Arbeit leisten. Wo kommt dieser Mensch in seinen Erfahrungen/Belastungen her, was beschwert ihn und wo können wir ihm helfen diese Lasten abzulegen.

Und die Hauptlast die ein Mensch mit sich herum trägt ist Schuld.
Dort wo er selbst dann aber Schuldlos an seinem Leiden ist, gilt es ihn freizusprechen, in dem ich Wege aufzeige, wo er gehen kann. Aufleben kann.

Wie das im Einzelnen dann machbar ist, können wir nur gezielt an Biblischen Beispielen uns vor Augen führen. Oder der eigenen Erfahrung dann noch.

Hier in dieser Diskussionsrunde scheint aber bislang an Biblischen Beispielen kein Interesse zu bestehen, insofern ich mich hier in Zukunft auch zurückhalten werde, solange dies so bleibt.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 09:38

Ich möchte mit uns mal anfangen einen Blick in die Bibel werfen, wo, wann und bei welchen Menschen Jesus Dämonen austrieb.

In Matthäus 8 lesen wir von den zwei Besessenen die aus den Grüften kamen, die gleich von vielen Dämonen besessen waren und wo diese Dämonen dann in eine Schweineherde fuhren, die sich ins Wasser stürzte und ersäufte.

Was kennzeichnet nun Besessene:

dazu ein Auszug aus
https://www.bibelstudium.de/articles/31 ... rener.html :

Auch wenn eine Besessenheit selten ist, so wirkt der Teufel in jedem Ungläubigen (Eph 2,2). Der Mensch befindet sich von Natur aus in der Gewalt der Finsternis (Kol 1,13). Deshalb mag es gut sein, Parallelen zu ziehen zwischen dem, was die Schrift über diesen besonderen Fall berichtet, und einem Sünder im Allgemeinen. Wir sind uns dabei bewusst, dass es sich um eine Anwendung handelt.

Es ist erschütternd, den Zustand dieses Mannes ins Auge zu fassen und ihn mit dem Zustand eines Sünders zu vergleichen.

Der Besessene hatte seine Heimat in Felsengräbern, die als unrein galten (vgl. Mt 23,27; vgl. 4. Mo 19,11).
In dieser Welt herrscht eine Atmosphäre der Unreinheit und des Todes (vgl. Rö 8,6), in der sich die Menschen wohlfühlen.
Der Besessene bedrohte seine Mitmenschen, die ihn nicht unter Kontrolle bringen konnten.
Seit den Tagen Kains gehen Menschen aufeinander los und durch nichts kann diese Aggressivität gestoppt werden.
Der Besessene lebte ruhelos und wütete Nacht und Tag in den Grabstätten oder trieb sich auf den Bergen herum, wo Schweine weideten.
Die Gesetzlosen sind in Unruhe wie das Meer (Jes 57,20).
Der Besessene stieß Schreie aus, die sein Elend und seine Not bezeugten.
So bleibt auch nicht verborgen, dass der Mensch ohne Gott unglücklich und trostlos ist.
Der Besessene verwundete sich, angestachelt von Dämonen, mit Steinen.
Satan, der Verderber (Off 9,11), verleitet die Menschen dazu, sich durch ein sündiges Leben zugrunde zu richten.
Der Besessene lief nackt umher.
Der natürliche Menschen zeigt in seinen Sünden offen das, was er von Natur aus ist; die Schande seiner Blöße wird offenbar (Off 3,7; vgl. auch 2. Kor 5,3).
Unbekleidet, blutend, schreiend und wütend ging dieser von unreinen Geistern beherrschte Mann durch die Grabstätten. Eine entsetzliche Erscheinung!



Es wird dann nicht näher beschrieben, wie Jesus genau Dämonen austrieb. Oft steht nur, er bedrohte den Geist. Oder er spricht direkt zu diesem Geist/Dämon und weist ihn auszufahren.

Anders als bei Krankenheilung wo entweder der Glaube der Angehörigen (des Hauptmannes zum Beispiel, dessen kranken Knecht Jesu auf den Glauben des Hauptmannes hin heilte) oder die Erwartungshaltung des Betreffenden (Gelähmte am Eingang des Tempels den die Apostel aufrichteten) nötig waren.

Krankenheilung ging dann (beim Gelähmten auf dem Dach) oft auch mit voriger Sündenvergebung einher. Was das Hauptproblem dann hier war.

Bei den Besessenen hier war dann weder der Glaube von Angehörigen noch der Glaube des Betreffenden nötig. Noch wurden hier von Jesus Sünden vergeben.

Er schaffte erstmal Raum zum Glauben für den besessenen Menschen. Indem er hier die Bindungen der Dämonen löste, diese austrieb. Bzw. diese dann in seiner Gegenwart keinen Raum mehr fanden, als nur dorthin zu gehen, wo sie noch Raum finden konnten.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » So 18. Nov 2018, 11:10

Gnu hat geschrieben:Kurze Zwischenbemerkung: Dr. Bauer teilte uns gestern mit, dass traumatische Erlebnisse sich laut aktuellsten Forschungen genetisch in Folgegenerationen nachweisen lassen.

Naja, bei solchen Dingen bin ich leider unverbesserlich skeptisch. Denn was bedeutet hier "nachweisen"? Man vergleicht ein Vehaltensmuster einerseits und das Genmaterial anderseits. Und dann erstellt man daraus eine Statisitk.

Es wäre wohl anders, wenn auschließlich bei jedem Mörder ein spezifisches Mord-Gen oder bei jedem Antisemiten ein Antisemit-Gen nachweisbar wäre. An solchen Humbug glaubt aber hoffentlich keiner.

Eine Statistik, die nicht zu 100% ein- eindeutig ist, weist m.E. doch nichts nach. Es ist dasselebe wie Wahrsagerei, wenn uns moderne Menschen heute solches als "Wissen" verkaufen.

Auch Wissenschaftler sind Sünder, man sollte das nicht vergessen, sie unterliegen denselben Täuschungen wie alle anderen Menschen. Solange es eine Studie ist und man daraus keine "Erkenntnis" bastelt sei es legitim und ok.

So bleibe ich weiter skeptisch und vertraue dem Wort Gottes. Das hat statstisch eine 100% Garantie.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Wohnt hier
 
Beiträge: 1059
Registriert: Di 27. Dez 2016, 17:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 12:23

Hallo Helmuth,

Unverbesserlich skeptisch gegenüber wissenschaftlichen Untersuchungen mit denen du dich gar nicht schon näher beschäftigt hast, geschweige denn Beschäftigen könntest, fehlt uns in der Regel doch die nötige Profession dafür. Und Google bietet da halt keinen Ersatz an.

Das Menschen unter Drogen oder Alkohol/Nikotineinfluss dann in Rahmen einer Schwangerschaft genetische Defekte an Nachkommen erzeugen können, ist wohl unbestritten. Inwieweit aber eine Schizophrenie zum Beispiel durch Cannabis Konsum gefördert oder ursächlich wird/ist, ist ein anderes Thema.
Öffnet sich dieser Mensch hier okkulten Mächten, oder wird nur seine gestörte Chemie im Kopf weiter in Bahnen gebunden, die ihm eine Veränderung seiner Wahrnehmung zusätzlich erschwert?
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 18. Nov 2018, 12:43

Helmuth hat geschrieben:Es wäre wohl anders, wenn auschließlich bei jedem Mörder ein spezifisches Mord-Gen oder bei jedem Antisemiten ein Antisemit-Gen nachweisbar wäre. An solchen Humbug glaubt aber hoffentlich keiner.



Das wäre zu einfach. Und würde Probleme in der Eigenverantwortlichkeit bringen.


Auch bei Schizophrenie sucht man ja nach Ursachen. Eine gewisse Anfälligkeit dafür, aber auch nicht mehr, schreibt man der Vererbung zu.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 18. Nov 2018, 12:46

Habatom hat geschrieben:
Inwieweit aber eine Schizophrenie zum Beispiel durch Cannabis Konsum gefördert oder ursächlich wird/ist, ist ein anderes Thema.

….hierzu gibt es zwischenzeitlich genug wissenschaftliche Beweise/Belege!

P.S. ...und für mich (leider) genügend (mehrere!!!) persönliche Beispiele in meinem Umfeld!
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 12:51

onThePath hat geschrieben:
Helmuth hat geschrieben:Es wäre wohl anders, wenn auschließlich bei jedem Mörder ein spezifisches Mord-Gen oder bei jedem Antisemiten ein Antisemit-Gen nachweisbar wäre. An solchen Humbug glaubt aber hoffentlich keiner.



Das wäre zu einfach. Und würde Probleme in der Eigenverantwortlichkeit bringen.


Auch bei Schizophrenie sucht man ja nach Ursachen. Eine gewisse Anfälligkeit dafür, aber auch nicht mehr, schreibt man der Vererbung zu.


lg, oTp



Hat ein Mensch, der von einem Dämon gebunden wurde, noch eine Eigenverantwortlichkeit für sein gegenwärtiges Verhalten? Eine Eigenverantwortung die über eine grundsätzliche Verantwortung des Menschen für die Wege die er erwählt hinausgeht?
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 18. Nov 2018, 13:15

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Helmuth hat geschrieben:Es wäre wohl anders, wenn auschließlich bei jedem Mörder ein spezifisches Mord-Gen oder bei jedem Antisemiten ein Antisemit-Gen nachweisbar wäre. An solchen Humbug glaubt aber hoffentlich keiner.



Das wäre zu einfach. Und würde Probleme in der Eigenverantwortlichkeit bringen.


Auch bei Schizophrenie sucht man ja nach Ursachen. Eine gewisse Anfälligkeit dafür, aber auch nicht mehr, schreibt man der Vererbung zu.


lg, oTp



Hat ein Mensch, der von einem Dämon gebunden wurde, noch eine Eigenverantwortlichkeit für sein gegenwärtiges Verhalten? Eine Eigenverantwortung die über eine grundsätzliche Verantwortung des Menschen für die Wege die er erwählt hinausgeht?


Eine tiefgreifende Frage, Habatom.

Ein Mensch rutscht da rein, bis er zur Bestie wird. Am Anfang stehen falsche Entscheidungen, am Ende haben wir einen Mörder. Und wieweit da Dämonen mitwirken, weiss Niemand.


Dämonen können inneren Zwang und Terror ausüben, dann ist es zu spät, mit dem eigenen Willen dagegen zu stemmen. Und wenn man keinen guten Willen hat, verwildert man sowieso innerlich. Der Wille und die Kraft zur Selbststeuerung, zum Guten natürlich, sind entscheidend.


In der Bibel lernen wir im NT, dass dort Dämonen aus dem Mund eines Besessenen reden. Dass es sogar dazu kommt, kann nur geschehen, wenn ein Geist den Körper steuert. Der eigene Wille ist dann völlig ausgeschaltet. Solche Fälle sind aber meist so, dass die völlige Übernahme nur kurz stattfindet. Wie bei Spiritisten und Schamanen.


Denkbar und möglich ist der eigene schlechte Charakter, verstärkt durch dämonische Mitwirkung. Das ist auch bei psychischen Störungen möglich. Normale Ursachen plus Verstärkung.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 18. Nov 2018, 13:19

lionne hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
Inwieweit aber eine Schizophrenie zum Beispiel durch Cannabis Konsum gefördert oder ursächlich wird/ist, ist ein anderes Thema.

….hierzu gibt es zwischenzeitlich genug wissenschaftliche Beweise/Belege!

P.S. ...und für mich (leider) genügend (mehrere!!!) persönliche Beispiele in meinem Umfeld!
Gruss lionne



Mein Problemkind hat auch mit 15 angefangen, viel Cannabis zu rauchen. Inzwischen besteht kaum noch Hoffnung, dass er aus seiner Schizophrenie herauskommt. Die Rolle damals der verantwortlichen Ämter war völlig verantwortungslos und ahnungslos. Und hat Eingreifen verhindert. Wenn man nicht frühzeitig eingreift, kann es zu spät werden. Da sind wir wieder bei dem Thema, Psychiatrie und verantwortungslos den Willen zur Selbstzerstörung zulassen. Und die permanente Überbelastung der Eltern zu tolerieren. Die selber dabei kaputt gehen können.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » So 18. Nov 2018, 13:38

Habatom hat geschrieben:Hat ein Mensch, der von einem Dämon gebunden wurde, noch eine Eigenverantwortlichkeit für sein gegenwärtiges Verhalten? Eine Eigenverantwortung die über eine grundsätzliche Verantwortung des Menschen für die Wege die er erwählt hinausgeht?

Das kann ich nicht beurteilen. Ab wann Gott einen Zustand für irreversibel festsetzt legt er fest. Ich denke bis dahin hatte der Mensch die Möglichkeit der freien Entscheidung, danach beginnt eine Verwerfung, Aber wissen kann es nur Gott.

Letzten Endes müssen wir hinnehmen, dass es zwei Arten des Samens gibt. Den der Schlange und den, der zu Abraham und Christus führte. Und keiner soll glauben, dass die sogenannten "Normalen" nicht auch zur Schlangenbrut gehören. Jesus schlug da gerade bei den Gelehrten klare Töne an.

Wir aber können das nicht trennen und es ist auch nicht unsere Aufgabe. Ich kann und muss mich aber von solchen distanzieren, von denen ich eine nachhaltige Schädigung zu erwarten habe. Das Beispiel aus Apg. 19,15-16 lehrt mich jedenfalls dazu entsprechend.

Ich beneide keinen Psychiater um seinen Job, aber Gott hat uns sicher die Verantwortung übertragen, sich auch um solche Fälle zu kümmern. Wenn also keinerlei Gebet etwas bewirkt, dann respektiere ich auch diese Aufgabe.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Wohnt hier
 
Beiträge: 1059
Registriert: Di 27. Dez 2016, 17:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 16:11

lionne hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
Inwieweit aber eine Schizophrenie zum Beispiel durch Cannabis Konsum gefördert oder ursächlich wird/ist, ist ein anderes Thema.

….hierzu gibt es zwischenzeitlich genug wissenschaftliche Beweise/Belege!

P.S. ...und für mich (leider) genügend (mehrere!!!) persönliche Beispiele in meinem Umfeld!
Gruss lionne



Gefördert und Ursächlich ist zu unterscheiden.

Das Schizophrenie zwingend durch Cannabis (einen gelegentlichen Joint, oder auch tägliche Joints) würde wohl keiner behaupten. Also kann ich Cannabis nicht (ALLEIN!) ursächlich machen für eine Schizophrenie.

Das es Psychosen gibt, die allein durch einmaligen übermäßigen Konsum von Drogen verursacht werden können, ist zwar wahr. Aber das damit eine anhaltenden Persönlichkeitsstörung nun einher gehen muss, kann meines Wissens nach nicht postuliert werden.

Ich sehe die Schizophrenie im Klassischen Sinne zumindest beschreibbar durch nicht bewältigte Konflikterlebnisse und/oder Traumata die im Gehirn dann nicht abebben wollen und dann zum Beispiel das Phänomen des Stimmenhörens oder der Ich-Bezogenheit (Verfolgungswahn/Wahnstörung) hervorrufen kann. Stimmenhören wäre dann eine Kommunikation (Selbstgespräch) des Gehirns mit sich selbst, das so bestimmte Spitzen aus den Konflikten, die nicht im Unterbewußtsein abgelegt oder verarbeitet werden konnten, weiter "diskutiert". Sich selbst, in dem was man tut, kommentiert und dies aber als Fremdgedanken dann interpretiert.

Hier komme ich noch völlig ohne einen Dämon aus, in der Beschreibung und Interpretation der Krankheitssymptome.

Habe ich also solch einen Menschen, der hier "gespalten" ist, schizophren ist, und lasse diesen Menschen dann noch Cannabis oder LSD oder auch bestimmte Psychopharmaka konsumieren, könnte das Symptome sogar noch verstärken. Neben Antrieb und Willenskraft verändern (teils erhöhen, teils vermindern - je nach Persönlichkeit und zusätzlicher Droge) was dann nicht selten, zum Beispiel Selbstmordabsichten sogar noch verstärkt, da plötzlich ein gesteigerter Antrieb da ist, der Menschen dann regelrecht beschleunigt in ihren Ausweglosen Gedanken dann einseitig hier einen Schlussstrich zu suchen.

Anders würde ich dagegen "Krankheitsbilder" bewerten, wo Menschen sich auf okkulte Praktiken wie Geister Beschwörungen, Pendeln, Gläser Rücken oder gar auf einen Hexenkult einlassen, wo dann aktiv versucht wird, mittels magischer Praktiken auf Tiere und Menschen Einfluss zu nehmen (was auch übernatürlich dann möglich ist und zum Bereich der schwarzen Magie gerechnet werden muss -- wobei weiße Magie dann eigentlich nichts anderes ist..).

Solche Menschen können sich am Ende auch in Psychiatrischen Praxen wiederfinden, mit zerrütteten Sinne, psychisch und geistig krank am Ende.Unfähig zu glauben und nur noch seelische und körperliche Wracks. Diesen zu helfen ist dann sehr zeitintensiv in der seelsorgerlichen Begleitung.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 16:36

onThePath hat geschrieben:
Ein Mensch rutscht da rein, bis er zur Bestie wird. Am Anfang stehen falsche Entscheidungen, am Ende haben wir einen Mörder. Und wieweit da Dämonen mitwirken, weiss Niemand.




Am Anfang - betrachten wir ein Kind - ist dieser Mensch sich selbst überlassen. Hat dieser Mensch, dieses Kind, keinen Schutz durch ein christliches Elternhaus, wo es dann heißt, das das Kind durch die Eltern mit geheiligt (Gott hingegeben, für Gott ausgesondert) ist.

Sich selbst überlassen, in Sünden - als Sünder - geboren und dann jeglicher Verführung in seinen natürlichen Begierden des alten Adams ausgeliefert zu sein, für dann zur ersten Tatsünde. Aus der heraus Bindungen entstehen. Die solange aber nicht auffallen, wie sie noch einer allgemeinen Norm bei einer Masse von Ungläubigen entsprechen (siehe die Gardasener, für die es normal war, unreine Schweine zu essen und die sich in ihren Unreinheiten und Sünden von der großen Masse her gesellschaftsfähig erwiesen).
Erst wo hier aus welchen Gründen auch immer ein Mensch aus dieser Norm ausbricht, wie die zwei Besessenen die in den Grabhöhlen wohnten und nicht zu bändigen waren, können wir von Menschen sprechen, die dann nicht mehr Herr ihrer selbst sind. Die dann nicht mehr nur nicht wissen was sie tun (das sagte Jesus am Kreuz von allen, die ihn kreuzigten), sondern auch in dem was sie tun, nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können. Weil sie nicht mehr sie selbst sind. Weil Dämonen vollständig die Macht über sie ergriffen haben.

Solche Menschen würden bei straffälligen Handlungen heutzutage als nicht straffähig sondern als krank eingestuft werden. Fälle für die Psychiatrie.


Diesen gepeinigten Menschen musste Jesus auch keine Sünden vergeben. Und als diese Menschen frei wurden, waren sie (wieder) auf dem Stand eines Kindes. Unschuldig - wenn auch als Sünder (von Gott getrennt) geboren, aber nun frei, das Gute zu tun. Was sie vorher - unter dem Einfluss der Dämonen - nicht tun konnten.


onThePath hat geschrieben:
Dämonen können inneren Zwang und Terror ausüben, dann ist es zu spät, mit dem eigenen Willen dagegen zu stemmen. Und wenn man keinen guten Willen hat, verwildert man sowieso innerlich. Der Wille und die Kraft zur Selbststeuerung, zum Guten natürlich, sind entscheidend.


In der Bibel lernen wir im NT, dass dort Dämonen aus dem Mund eines Besessenen reden. Dass es sogar dazu kommt, kann nur geschehen, wenn ein Geist den Körper steuert. Der eigene Wille ist dann völlig ausgeschaltet. Solche Fälle sind aber meist so, dass die völlige Übernahme nur kurz stattfindet. Wie bei Spiritisten und Schamanen.


Denkbar und möglich ist der eigene schlechte Charakter, verstärkt durch dämonische Mitwirkung. Das ist auch bei psychischen Störungen möglich. Normale Ursachen plus Verstärkung.


lg, oTp



Ich bin dann nicht der Meinung, das ein Mensch, der unter dämonischem Einfluss steht, hier nur einen Kampf verloren hat. Seinen "guten" Willen, oder den Willen zum Guten nicht hat durchsetzen können.

Ich sehe solche Menschen allein als Opfer. Von Geburt an vernachlässigt und dann hilflos als ausgestoßenes Produkt ihrer Gesellschaft hier in ihren Bindungen gefangenen genommen.

Jesus hat hier keinem von diesen Menschen einen Vorwurf gemacht. Oder ihnen gesagt, wie der Ehebrecherin, gehe hin und sündige nicht mehr.

Es gibt auch keinen guten Willen oder gar einen schlechten Willen. Es gibt nur einen mehr oder weniger starken Willen, das Gute tun zu wollen oder das Böse tun zu wollen.

Das Gute kann ich aber nur als Christ dann auch vollbringen. Auch wenn ich von meinem moralischen Verständnis auch als Nichtchrist einen Anspruch haben kann an mich selbst, etwas gutes zu tun. Aber das ich hier scheitern muss, hat schon Paulus in Römer 7 beschrieben. Gelingen kann mir dies nur in Christus.


Dämonen können dann aus dem Mund von Besessenen reden. Das ist richtig. Siehe die Frau mit dem Wahrsagegeist. Die besessenen Gardasener. Und viele andere hier.
Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob es nicht auch Fälle gibt, wo der Mensch vielleicht nicht besessen ist und doch aus seinem eigenem Unterbewußtsein solch ein Phänomen wie Sprechen in fremder Sprache abrufen kann.

Zumindest sind solche Menschen nicht Herr ihrer selbst. Ob es jetzt aus dem Menschen selbst kommt oder aus dämonischer Quelle. Anders als beim Geist Gottes, der einen nie vergewaltigen tut und etwas spricht durch einen, was man nicht kontrollieren könnte. Wo man nicht den eigenen Willen in das einstimmen lässt, was Gott durch einen sagen möchte.

Mit einem guten oder schlechten Charakter hätte ich dann auch so meine Schwierigkeiten. Was ist denn allein gut? Selbst Jesus hat sich nicht als "guter" Meister anreden lassen. Weil Gott allein gut ist. Der Mensch (der alte Adam) und was im Menschen ist, ist von Grund auf böse. Egal ob dieses Böses sich nun zu zivilisieren weiß oder nicht.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 16:47

onThePath hat geschrieben:

Mein Problemkind hat auch mit 15 angefangen, viel Cannabis zu rauchen. Inzwischen besteht kaum noch Hoffnung, dass er aus seiner Schizophrenie herauskommt. Die Rolle damals der verantwortlichen Ämter war völlig verantwortungslos und ahnungslos. Und hat Eingreifen verhindert. Wenn man nicht frühzeitig eingreift, kann es zu spät werden. Da sind wir wieder bei dem Thema, Psychiatrie und verantwortungslos den Willen zur Selbstzerstörung zulassen. Und die permanente Überbelastung der Eltern zu tolerieren. Die selber dabei kaputt gehen können.


lg, oTp



Also dann ist dein Kind jetzt so ca. 30? Grundsätzlich würde ich für jeden Menschen nie die Hoffnung aufgeben wollen, Gesundung und Befreiung zu erfahren. Aber es wird mit progressivem Verlauf einer Bindung/Krankheit natürlich nicht einfacher.

Frühzeitiges Eingreifen in den Entwicklungsprozess eines Teenagers von 15 Jahren ist natürlich auch schwierig. Eine Auflehnung oder ein Abnabelungsprozess gegenüber von Elternteilen ist ja dann eigentlich normal. Die Flucht in eine Droge dann radikal.
Eine Umkehr - und das habe ich in Zeugnissen und durch eigene Beobachtungen und Erlebnissen mit Menschen auch erlebt - die sich noch im hohen Alter - auch aufgrund von jahrzehnte langen Gebeten ihrer Eltern - zu Jesus bekehrten und Rettung und Heilung erfuhren - , ist dann auch noch auf dem Sterbebett möglich.

Allerdings wünsche ich es keinem erst so spät.


Bei psychiatrisch kranken Menschen versucht man diese dann ja vor Selbst- und Fremdgefährdung zu schützen, was dann auch stationäre Zwangsaufenthalte - so einschneidend sie auch für den Betroffenen sind - rechtfertigen tut.

Was dann allerdings immer nur eine Notlösung sein kann, dort wo vorhergehende Maßnahmen unterblieben oder keinen Erfolg hatten.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 18. Nov 2018, 16:49

Habatom hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
Inwieweit aber eine Schizophrenie zum Beispiel durch Cannabis Konsum gefördert oder ursächlich wird/ist, ist ein anderes Thema.

….hierzu gibt es zwischenzeitlich genug wissenschaftliche Beweise/Belege!

P.S. ...und für mich (leider) genügend (mehrere!!!) persönliche Beispiele in meinem Umfeld!
Gruss lionne


Gefördert und Ursächlich ist zu unterscheiden.

Das Schizophrenie zwingend durch Cannabis (einen gelegentlichen Joint, oder auch tägliche Joints) würde wohl keiner behaupten. Also kann ich Cannabis nicht (ALLEIN!) ursächlich machen für eine Schizophrenie.

Das es Psychosen gibt, die allein durch einmaligen übermäßigen Konsum von Drogen verursacht werden können, ist zwar wahr. Aber das damit eine anhaltenden Persönlichkeitsstörung nun einher gehen muss, kann meines Wissens nach nicht postuliert werden.

Es liegt mir nicht (mehr), mich hier mit "einsichtsresistenten" (vielleicht heimlichen oder offenen Cannabis-Befürwortern ;) ) um das Thema 'Cannabis und Schizophrenie' auszutauschen. Es gibt genügend Informationen hierzu, die allen Interessierten zugänglich sind! (Wer sucht, der findet!)

Wie gesagt, kenne ich genug "Fälle" in diesem Bereich, die sich alle auf frappante Art und Weise gleichen: alle haben in der Pubertät (14-15jährig) mit dem Cannanbiskonsum angefangen und alle, ausnahmslos alle (die ich kenne), sind heute zwischen 37 und 42 Jahre alt, und k a p u t t !!!! Entweder in Psychiatrischen Kliniken, in der Frorensik oder (immer noch) in der sog. Drehtürpsychiatrie gefangen (rein in die Psychi, raus aus der Psychi, rein in die Pschi, usf.). Wieder andere sehe, bzw. höre ich ab und an, wenn ich in der Stadt bin, wie sie herumschreien und sich total daneben benehmen, dass viele Leute Angst bekommen!
Kein schönes Leben, weder für die Betroffenen selbst, noch für die Angehörigen (Eltern)! Also mit mir muss niemand über "Cannabis und Schizophrenie" diskutieren und die Sache schönreden wollen! No chance!
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 18. Nov 2018, 17:04

habe heute Probleme mit dem Zitieren! :mrgreen:
Bitte retour scrollen, um den "Roten Faden" nicht zu verlieren. Merci!
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 17:07

Helmuth hat geschrieben:Das kann ich nicht beurteilen. Ab wann Gott einen Zustand für irreversibel festsetzt legt er fest. Ich denke bis dahin hatte der Mensch die Möglichkeit der freien Entscheidung, danach beginnt eine Verwerfung, Aber wissen kann es nur Gott.

Letzten Endes müssen wir hinnehmen, dass es zwei Arten des Samens gibt. Den der Schlange und den, der zu Abraham und Christus führte. Und keiner soll glauben, dass die sogenannten "Normalen" nicht auch zur Schlangenbrut gehören. Jesus schlug da gerade bei den Gelehrten klare Töne an.

Wir aber können das nicht trennen und es ist auch nicht unsere Aufgabe. Ich kann und muss mich aber von solchen distanzieren, von denen ich eine nachhaltige Schädigung zu erwarten habe. Das Beispiel aus Apg. 19,15-16 lehrt mich jedenfalls dazu entsprechend.

Ich beneide keinen Psychiater um seinen Job, aber Gott hat uns sicher die Verantwortung übertragen, sich auch um solche Fälle zu kümmern. Wenn also keinerlei Gebet etwas bewirkt, dann respektiere ich auch diese Aufgabe.



Irreversibel: Judas - als der Satan in ihn fuhr, nachdem Jesus darauf verwies, das dies sein Verräter wäre, der seine Hand in seine Schüssel taucht.

Judas, der zuvor mit den anderen Aposteln schon selbst Dämonen ausgetrieben hatte, Kranke geheilt hatte. Der den heiligen Geist geschmeckt hatte. Der Jesus als den Messias wollte, der die Juden von der Vorherrschaft der Römer befreien sollte. Der aber auch ein Dieb war und Geld aus der gemeinsamen Kasse für sich veruntreute. Der im Prinzip von Anfang an nicht dazu gehörte. Den Jesus von Anfang an als seinen Verräter kannte und doch lieb hatte. Aber nicht um ihn rung.

Judas, der keinen Raum zur Umkehr fand, der seinen "Fehler" wieder gut machen wollte, als er die 30 Silberlinge zurück in den Tempel brachte.
Aber wir können halt keine Fehler wieder gut machen. Wir können nur dafür um Vergebung bitten. Das war einem Judas dann nicht möglich. Und so zog er die Konsequenzen an dem Verrat eines Unschuldigen an sich selbst, indem er sich umbrachte.

Apostelgeschichte 19 erzählt dann von dem Wirken des Apostels Paulus:

11 Und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hände des Paulus.
12 So hielten sie auch die Schweißtücher und andere Tücher, die er auf seiner Haut getragen hatte, über die Kranken, und die Krankheiten wichen von ihnen, und die bösen Geister fuhren aus.

13 Es versuchten aber einige von den Juden, die als Beschwörer umherzogen, den Namen des Herrn Jesus zu nennen über denen, die böse Geister hatten, und sprachen: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt.

Und hier haben wir die klassische Gruppen von Menschen, von denen Jesus im Endgericht sagen wird, ich habe euch nie gekannt.
Menschen die im Stundenlangen "Kampf" Dämonen BESCHWÖREN wollen...
sich als Exorzisten ausgeben und dieses dann doch nicht durch den Geist Gottes bewirken - auch wenn sie oft eine Wirkung erzielen.

Mir fällt da der Film "Der Exorzist" ein, wo am Ende ein Pater zu der Besessenen sagt: Nimm mich! Dieser Dämon dann in ihn fuhr und er sich eine Treppe hinunterstürzend dann umbrachte. So wie die Schweine sich in den See stürzten.

Aber das ist Humbug. Ein Dämon könnte nie in einen Menschen fahren, der Kind Gottes ist. Der vom heiligen Geist inspiriert und erfüllt ist.



14 Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters mit Namen Skevas, die dies taten.
15 Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl und von Paulus weiß ich wohl, wer seid ihr aber?
16 Und der Mensch, in dem der böse Geist war, stürzte sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, dass sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen.


Hier zeigt sich die Kraft von Dämonen. Wenn hier nur im Namen eines Jesus oder eines Paulus Dämonen austreiben will, wird erfolglos bleiben. Allenfalls hier noch den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Bei Paulus geschah dieses dann aber quasie als Nebenwirkung. Ohne das er sich hier groß bemühen musste.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 18. Nov 2018, 17:10

Hallo Lionne,


ich bin ausnahmslos gegen jegliche Art von bewußtseinsverändernden Drogen.
Das du nun nur mit Kranken Menschen diesbezüglich zu tun hast, tut mir dann leid. Das jeder Cannabis Konsument automatisch krank wird, wäre mir neu. Aber auf einige trifft es halt zu.
Habatom
Power Member
 
Beiträge: 670
Registriert: Di 19. Aug 2008, 15:43

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 18. Nov 2018, 17:31

Habatom hat geschrieben:Das jeder Cannabis Konsument automatisch krank wird, wäre mir neu. Aber auf einige trifft es halt zu.

Das habe ich ja auch nicht behauptet! :D
Sonst wäre ich ja auch krank bzw. schizophren geworden. :mrgreen:
Leider trifft es nicht nur auf einige (wenige) zu, sondern zunehmend auf mehr Jugendliche….
Ich kann nur warnen; und das mache ich, wo immer ich dazu Gelegenheit habe! Ein Leben in der Psychiatrie ist nicht lustig.
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8775
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » So 18. Nov 2018, 18:07

lionne hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:Das jeder Cannabis Konsument automatisch krank wird, wäre mir neu. Aber auf einige trifft es halt zu.

Das habe ich ja auch nicht behauptet! :D
Sonst wäre ich ja auch krank bzw. schizophren geworden. :mrgreen:
Leider trifft es nicht nur auf einige (wenige) zu, sondern zunehmend auf mehr Jugendliche….
Ich kann nur warnen; und das mache ich, wo immer ich dazu Gelegenheit habe! Ein Leben in der Psychiatrie ist nicht lustig.
Gruss lionne

Stimmt, ich kann es bestätigen. Sobald man drin ist, will man wieder hinaus. In der Rückschau muss ich allerdings sagen, ich bereue nicht, drin gewesen zu sein, denn damals rief ich Gott um Hilfe an.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11223
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 19. Nov 2018, 01:18

Habatom, du bewegst ja eine ganz beachtliche Menge von Gedanken. Und stellst sie zur Bibel in Beziehung.

Kg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 19. Nov 2018, 01:35

Ich bin dann nicht der Meinung, das ein Mensch, der unter dämonischem Einfluss steht, hier nur einen Kampf verloren hat. Seinen "guten" Willen, oder den Willen zum Guten nicht hat durchsetzen können.

Ich sehe solche Menschen allein als Opfer. Von Geburt an vernachlässigt und dann hilflos als ausgestoßenes Produkt ihrer Gesellschaft hier in ihren Bindungen gefangenen genommen. 

Jesus hat hier keinem von diesen Menschen einen Vorwurf gemacht. Oder ihnen gesagt, wie der Ehebrecherin, gehe hin und sündige nicht mehr.

Es gibt auch keinen guten Willen oder gar einen schlechten Willen. Es gibt nur einen mehr oder weniger starken Willen, das Gute tun zu wollen oder das Böse tun zu wollen.

Das Gute kann ich aber nur als Christ dann auch vollbringen. Auch wenn ich von meinem moralischen Verständnis auch als Nichtchrist einen Anspruch haben kann an mich selbst, etwas gutes zu tun. Aber das ich hier scheitern muss, hat schon Paulus in Römer 7 beschrieben. Gelingen kann mir dies nur in Christus.


Der Gedanke gefällt mir nicht, einen Mensch nur als Opfer zu sehen. Es kann so nicht stimmen.
Und was geschieht wohl, wenn du deinen Willen einsetzen must, um schädliche Gedanken in dir im Keim zu ersticken ? Das ist schon ein üben des guten Willens und stärkt ihn gegenüber Versuchungen. So ist es auch bei Nichtchristen.

LG otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 19. Nov 2018, 01:50

Dämonen können dann aus dem Mund von Besessenen reden. Das ist richtig. Siehe die Frau mit dem Wahrsagegeist. Die besessenen Gardasener. Und viele andere hier.
Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob es nicht auch Fälle gibt, wo der Mensch vielleicht nicht besessen ist und doch aus seinem eigenem Unterbewußtsein solch ein Phänomen wie Sprechen in fremder Sprache abrufen kann.


Man muss die Gesamtsituation bewerten. Der Dämon bekommt Panik weil er durch Jesus unruhig wird. Er verrät sich, indem er durch diesen Menschen spricht. Er wird dabei deutlich anders sprechen, nämlich nicht wie er selber. Seine Mimik wird nicht er selber sein. Und die Ängste des Dämon sind auch dämonisch spezifisch. Und er spricht von dem von ihm benutzten Mensch als er oder sie, nicht als ich.

Unechte Zungensprache ist ein selbst produziertes Brabbeln.
Wenn eine Sprache und ihr verstehen dämonisch ist, weil nachweislich nur der Dämon sie reden und verstehen kann, nicht aber der Besessene, haben wir einen Beweispunkt.

In den Köpfen des modernen Menschen spukt noch Jung und Steiner herum, kollektives Unbewusstes und Anzeichen von Allmacht. Davon ist ja auch bei Yoga die Rede. Dass man sich höher entwickelt und um so mehr weiss und kann, was der normale Mensch eben nicht kann.

Das ist gefährlich, weil dann nicht erkannt wird, dass ein mehr können und mehr wissen über das Normale hinaus, induziert werden kann durch Dämonen, siehe den Wahrsagegeist in der Bibel.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 19. Nov 2018, 01:59

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:

Mein Problemkind hat auch mit 15 angefangen, viel Cannabis zu rauchen. Inzwischen besteht kaum noch Hoffnung, dass er aus seiner Schizophrenie herauskommt. Die Rolle damals der verantwortlichen Ämter war völlig verantwortungslos und ahnungslos. Und hat Eingreifen verhindert. Wenn man nicht frühzeitig eingreift, kann es zu spät werden. Da sind wir wieder bei dem Thema, Psychiatrie und verantwortungslos den Willen zur Selbstzerstörung zulassen. Und die permanente Überbelastung der Eltern zu tolerieren. Die selber dabei kaputt gehen können.


lg, oTp



Also dann ist dein Kind jetzt so ca. 30? Grundsätzlich würde ich für jeden Menschen nie die Hoffnung aufgeben wollen, Gesundung und Befreiung zu erfahren. Aber es wird mit progressivem Verlauf einer Bindung/Krankheit natürlich nicht einfacher.

Frühzeitiges Eingreifen in den Entwicklungsprozess eines Teenagers von 15 Jahren ist natürlich auch schwierig. Eine Auflehnung oder ein Abnabelungsprozess gegenüber von Elternteilen ist ja dann eigentlich normal. Die Flucht in eine Droge dann radikal.
Eine Umkehr - und das habe ich in Zeugnissen und durch eigene Beobachtungen und Erlebnissen mit Menschen auch erlebt - die sich noch im hohen Alter - auch aufgrund von jahrzehnte langen Gebeten ihrer Eltern - zu Jesus bekehrten und Rettung und Heilung erfuhren - , ist dann auch noch auf dem Sterbebett möglich.

Allerdings wünsche ich es keinem erst so spät.


Bei psychiatrisch kranken Menschen versucht man diese dann ja vor Selbst- und Fremdgefährdung zu schützen, was dann auch stationäre Zwangsaufenthalte - so einschneidend sie auch für den Betroffenen sind - rechtfertigen tut.

Was dann allerdings immer nur eine Notlösung sein kann, dort wo vorhergehende Maßnahmen unterblieben oder keinen Erfolg hatten.


Mein Sohn trinkt ausserdem gerne Alkohol, und ist süchtiger Spieler, der meist sofort bekommenes Geld wieder los wird. Dadurch ist seine Gesamtsituation völlig lebensuntauglich. Aber nach vielen für uns aufreibenden Jahren akzeptiert er nun, dass er sich nicht mehr im Elternhaus einnisten kann. Hat ja lange Jahre zu seinem Selbstschutz bei uns gewohnt und für viel Chaos gesorgt.

Klar dass niemand ihm eine Wohnung geben würde. Wohngemeinschaft lehnt er ab. Es bleibt nur Hotel-Unterbringung. Zwei Betreuer hat er schon verschlissen.

Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht ganz auf. Aber ich mache mir auch keine falschen Hoffnungen.

LG, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20185
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

VorherigeNächste

Zurück zu Ethik, Wissenschaft, Forschung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast