Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » So 11. Nov 2018, 17:12

onThePath hat geschrieben:Eigentlich hast du eine gute Grundlage, um psychisch Ungewöhnliches besser zu verstehen. Und komplett wird es nun mal erst, wenn man psychische Zustände einbezieht, die dämonisch mitverursacht wurden.

Wenn mir erzählet würde, Jemand benehme sich dämonisch, würde ich jedenfalls selbst alles genau untersuchen wollen uns selber urteilen.

Die von mir genannte Frau stand für mich lediglich im Anfangsverdacht. Ihre Mager- und Trunksucht hatte natürlich psychische Ursachen, dazu kam noch ein Trauma. Da sie völlig verstrickt war und auch keinen Ausweg suchte, konnte ich auch nicht auf sie einwirken für ein Leben mit Jesus. Also auch nicht weiter erfahren, ob auch Dämonen an ihrem Zustand beteiligt waren die versucht hätten, sich gegen ihr Heilwerden zu stellen. Durch die zwei Jahre Hauskreis bei uns mit jungen Leuten war ich ja schon etwas trainiert für Langzeitbegleitung.

Ausserdem habe ich einen Sohn, der dauerhaft psychotisch krank ist. Bei ihm begann alles mit Cannabis. Aber auch zwei Männer aus dem grossen Familienkreis haben eine Schizophrenie. Nicht nur das motivierte mich mit der Frage der Psyche zu beschäftigen.

Psychosen, die chronisch und schwer sind, bessern sich anscheinend oft auch nicht durch Psychopharmaka soweit, dass ein normales, eigenständiges Leben möglich ist. Und oft mag der Kranke die Medikamente nicht, fühlt sich ohne wohler.
Aber wenn er keine nimmt, kann er sehr chaotisch und belastend werden.
LG, otp



Ich möchte mal ein wenig mehr auf dieses Thema eingehen.

Wir lesen es ja auch in der Bibel und erfahren an dem was Jesus tat, das er hier einen Unterschied machte, zwischen den Menschen, die Vergebung, Heilung von Krankheit auf der eine Seite und Befreiung von "Geistigen Einflüssen - Mächten/Dämonen" auf der anderen Seite benötigten.

Blicke ich ins alte Testament, kommt dieses Thema auch häufiger vor. Manchmal - wie bei Saul, war es auch ein böser Geist, der von Gott selbst geschickt wurde, um Saul zu "quälen", in Zucht zu nehmen - hier dann mit dem Ziel, letztendlich David als König zu bestätigen/einzuführen.
An anderer Stelle sandte Gott selbst Lügengeister um ein schon beschlossenes Gericht an den Beratern/falschen Propheten einer Stadt zu besiegeln.

Du siehst, es ist nicht ganz so einfach, wenn wir uns mit dem Thema des sogenannten "Befreiungsdienstes" beschäftigen.

Diesbezüglich finde ich es auch interessant, das oft Jesus dann noch dem befreiten Menschen gebot, dies nicht weiter zu sagen. Oder den Dämonen selbst befahl zu schweigen.

Wie gesagt, ich nähere mich dem Thema immer noch an. Und auf der anderen Seite kann ich ganz gut aber auch alle Krankheiten - auch in der Psychiatrie - getrennt von dem Einfluss von okkulten Mächten - behandelt sehen.

Inwieweit nun hier Psychopharmaka eine Hilfe sein können - und sie können dies durchaus --wie ein Gipsverband zum Beispiel -- zu einer Fixierung dienen, sodass daraus heraus sich dann Möglichkeiten erst wieder eröffnen, der vielleicht vorher nicht mehr möglich gewordenen Rückkopplung eines aus den Fugen geratenen Geistes (bei einer Manie oder Psychose zum Beispiel) , hier dann dem Menschen Wege zeigen zu können, worin er Heilung und Stabilität der Psyche und des Geistes erfährt (denn körperlich krank sind solche Menschen zuerst meist weniger) .

Obwohl sonst - beim gesunden Menschen - hier stets ein mehr oder weniger stabiles Gleichgewicht von rein körperlichen Funktionen vorliegt -

(innerhalb der physikalischen und biochemischen Vorgänge, die für eine "runde" Arbeitsleistung, der in Abhängigkeit zu einander stehenden Organe sorgen) gegenüber dem rein Geistig/Psychischem Empfinden/Erleben/Agieren (was dann allerdings auch einander bedingt/beeinflusst..Körper und Geist),

--- bitte die komplizierte Ausdrucksweise zu entschuldigen - ist halt kompliziert zu beschreiben auf kurzem Raum ---

- gilt es dann bei psychiatrischen Erkrankungen zu prüfen, was es an auslösenden Faktoren gab und inwieweit ein Mensch sich vielleicht schon in seinen Gedanken auf etwas eingelassen hat, was ihn nun nicht mehr loslässt. Ihn bindet, sodass wir hier von einer okkulten Belastung oder dem Einfluss eines Dämons sprechen könnten.

Könnten. Wie gesagt. Und dann untersuchen müssten, anhand der Schrift, was Jesus da eigentlich genau gesagt und getan hat, als er Menschen von einer geistigen Bindung befreite.

Und in solchen Fällen galt es für den Betreffenden dann halt nicht erst einen Glauben aufzuwenden. Eine Beziehung zu Gott - zu Jesus - zu suchen. Eine Erwartung an Jesus zu stellen. Das könnte und wollte dieser im Geiste gefangene Mensch gar nicht.

Du hast nun zuletzt Deinen kranken Sohn angesprochen. Der über Cannabis hier eine Realitätsflucht suchte, die ihm aus dem Verantwortungsbereich und dem Einflussbereich des Vaters nehmen sollte.

In dessen Schatten er stand und im Wunsch selbst sein Leben frei gestalten zu können, hier keine Perspektive nach vorne finden konnte.

Du schreibst, lieber Onthepath, und ich schätze dich sehr:

Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.



Und beschreibst damit einen Unerreichbaren Gott, den unbekannten Vater - der zwar, wie du es beschreibst - existieren muss... aus all deinen bisherigen Erkenntnissen und Erfahrungen dieser Schluss nicht anders möglich ist...

Aber, du hast ihn selbst noch nicht als den Vater im Himmel erkannt, wie ihn wohl nur ein Vater in Christus erkennen kann.

Veränderung ist nicht das einzig Bleibende.

1Kor 13,13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.


Es geht nicht allein um Erkenntnis. Es geht um Vertrauen und Glaube. Um Liebe und um geliebt sein. Geliebt zu sein, ohne etwas erst leisten oder erreichen zu müssen. Hier sich eines Heils gewiss zu werden, zu sein - um dann hier einen Helm des Heils , der die Gedankenwelt zu schützen und bewahren weiß - aufsetzen zu können, auf das ich nun angstfrei aufleben kann, um dann nicht mehr meinen Lebensängsten durch Drogen und Psychosen zu entfliehen versuchen muss.


LG,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 11. Nov 2018, 17:29

Aber, du hast ihn selbst noch nicht als den Vater im Himmel erkannt, wie ihn wohl nur ein Vater in Christus erkennen kann.


Wie meinst du das jetzt schon wieder ?
Muss ich wieder mal deinen Hang zum vorschnellen und übereifrigen Urteilen bremsen ? Was gibt es da an mir überhaupt zu beurteilen ? Dazu noch in Ferndiagnose sogar ohne mich zu kennen ?


LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 12. Nov 2018, 08:44

onThePath hat geschrieben:
Aber, du hast ihn selbst noch nicht als den Vater im Himmel erkannt, wie ihn wohl nur ein Vater in Christus erkennen kann.


Wie meinst du das jetzt schon wieder ?
Muss ich wieder mal deinen Hang zum vorschnellen und übereifrigen Urteilen bremsen ? Was gibt es da an mir überhaupt zu beurteilen ? Dazu noch in Ferndiagnose sogar ohne mich zu kennen ?


LG, otp



Warum so ungehalten?

1. Johannes 2.
13 "Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist..."

14 "Ich habe euch geschrieben, Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt. Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. ..."

Kennenlernen tut man einen Menschen an dem was er sagt, was ein Prozess ist - von der Gegenwart in die Zukunft. Beurteilen tut man ihn dann aus einem Rückblick heraus.

Und wir tun dies alle automatisch. Halten im Rückblick dann das fest, auch beim Gegenüber, was wir hier als gut erkannt und damit auch bewertet haben und verwerfen das, was wir als nicht gut und damit dann als schlecht bewertet haben.

Was bewertest du an meinen Worten nun als schlecht, oder unwahr?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Mo 12. Nov 2018, 12:45

Hallo zusammen,

bekanntlich sind wir Menschen sehr verschieden. Anders gesagt jeder von uns ist ein Original. Deshalb ist auch jede psychische Erkrankung wieder Anders. Natürlich gibt es Merkmale, anhand derer man Krankheitsbilder gruppieren kann. Dann glaube ich, dass es eher selten ist, dass ein Mensch lediglich aus einem einzigen Grund psychisch erkrankt. Fast immer ist es eine Mixtur von verschiedenen Gründen. Deshalb kann man weit weniger als bei körperlichen Erkrankungen, Heilmethoden definieren.

Trotzdem gibt es bestimmte heilsame Verhältnisse, die für alle Menschen mit psychischen Erkrankungen hilfreich sind. Dies ist mir aus mehreren Krankheitsverläufen klar geworden.

Ganz wesentlich erscheint mir dass psychisch Erkrankte eine Atmosphäre der Liebe und der Annahme erleben dürfen. Hilfreich sind Menschen, bei denen Patienten einfach sich selbst sein dürfen. Da kann Vertrauen wachsen, das ihnen wieder Boden unter die Füsse gibt. Christen die sich von Gott angenommen und geliebt wissen, die sind in der Lage diese Geborgenheit psychisch kranken Menschen weiter zu geben. Viele Menschen werden auch darum psychisch krank, weil sie über Jahre hinweg diese Liebe und diese Annahme nie erleben durften. Im Extremfall haben sie Liebe und Annahme noch gar nie erlebt, schon während der Schwangerschaft waren sie unerwünscht.

Heute ist Leistungsfähigkeit gefragt. Nie hat man genug geleistet, man muss immer noch mehr leisten. Geht man in christliche Gemeinden, auch da werden Christen in Projekte eingespannt. Die Liebe und die Annahme hängt auch da vom Engagement ab.

Doch gerade wir Christen könnten psychisch kranken Menschen diese bedingungslose Annahme die wir von Jesus Christus erhalten haben weitergeben. Voraussetzung ist aber, dass wir selbst in der Wirklichkeit der Erlösung leben. Vorallem, dass wir in die Wirklichkeit dieses Heils immer mehr hinein wachsen. Dies muss möglichst so sein, dass wir selbst abgesättigt sind.

Gegenüber der Dämonen-Austreibe-Methode bin ich sehr sehr skeptisch. So etwas kann unter Umständen mehr Schaden anrichten, weil dadurch noch eine tiefgehende Stigmatisierung dazu kommt. Bekanntlich sind psychisch Kranke schon sonst genug stigmatisiert. Stigmatisierung ist so ziemlich das Gegenteil von Annahme.

Freundlicher Gruss
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Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 12. Nov 2018, 14:11

Darüber brauche ich nicht zu streiten, firebird.
Schliesslich sagt man ja auch nicht bei einem Anfangsverdacht, er habe Krebs, wenn Jemand unbekannte Bauchschmerzen hat.

Genauso sagt kein vernünftiger Christ bei psychischen Problemen, er habe Dämonen.

Sogar der Chefexorzist der Katholiken ist umsichtig und lässt auch den Psychiater beurteilen.

Ich habe bei psychisch Kranken noch nicht einen Dämon gefunden. Danach forschen kann man sowieso unauffällig. Also ohne eventuell Schaden zu verursachen.

Andererseits haben in einigen Fällen Psychiater vergeblich behandelt und neue Probleme mit Psychopharmaka verursacht, und ein Seelsorger behandelte dann die richtige Ursache.

Darum sage ich ja immer wieder, dass es kompliziert ist.

Logisch ist auch, dass ZB chronische Schizophrenie dauerhaft beeinträchtigen kann. Man hätte mehr Gesundende, wenn öfter Dämonen im Spiel wären. Ist aber nicht so.

LG, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Mo 12. Nov 2018, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 12. Nov 2018, 14:16

firebird hat geschrieben:Dann glaube ich, dass es eher selten ist, dass ein Mensch lediglich aus einem einzigen Grund psychisch erkrankt. Fast immer ist es eine Mixtur von verschiedenen Gründen.

Das nennt sich dann multifaktorielle Ursachen/Gründe.
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 12. Nov 2018, 16:34

lionne hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Dann glaube ich, dass es eher selten ist, dass ein Mensch lediglich aus einem einzigen Grund psychisch erkrankt. Fast immer ist es eine Mixtur von verschiedenen Gründen.

Das nennt sich dann multifaktorielle Ursachen/Gründe.
Gruss lionne


Das wären ?

Aber notwendig ist nun mal, dass diese Menschen ihr Verhalten zum Guten lenken. Aber die Fähigkeit dazu ist nun mal eingeschränkt.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 12. Nov 2018, 18:14

Multifakorielle Ursache:
Eine multifaktorielle Ursache ist eine Ursache, die durch das Zusammenwirken von mehreren bis vielen Faktoren entsteht.

Es ist eine multifaktorielle Ursache also eine Ursache, bei der das Zusammenwirken von multiplen (= vielen) Faktoren eine Wirkung zur Folge hat.

Daher bezeichnet der Begriff: multifaktorielle Ursache eine komplexe Ursache.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 12. Nov 2018, 18:58

Ich Frage ja welche komplexe Ursachen. :)
Ok, einige wichtige kenne ich ja.
Einige kann aber auch die Psychitrie und Psychologie nicht ergründen.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mo 12. Nov 2018, 19:20

Eine Auswahl:
Genetische Vorbelastung
Biochemische Ursachen und veränderte Gehirnstruktur
Familiäre, soziale Faktoren und Einfluss belastender Lebensereignisse
Erworbene Hirnschädigung(en)
Dopaminhypothese
Glutamathypothese
…….
…….

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 13. Nov 2018, 18:30

onThePath hat geschrieben:
Aber notwendig ist nun mal, dass diese Menschen ihr Verhalten zum Guten lenken. Aber die Fähigkeit dazu ist nun mal eingeschränkt.

LG, otp



Wenn Menschen anderen Menschen zum Guten lenken wollen, dann manipulieren sie diese.

Genau das tat aber weder Jesus, als er Kranke und Besessene heilte, noch tat es Gott durch seine Gesandten im Alten Testament.

Jesus (Gott) befreit den Menschen vielmehr dazu, das er selbst die Schritte tun kann, die ihm richtig und gut erscheinen. Gott eröffnet dem Menschen neue Perspektiven und zeigt ihm den Weg, den er dann auch in der Lage ist zu gehen - dort wo er vorher Gefangener war. Gefangener der Sünde, Gefangener des Teufels.

Insofern reicht es nicht aus, meinen Nächsten, der Heilung und Befreiung von den Folgen der krankmachenden Bindungen durch die Sünde und durch den Teufel benötigt, lediglich in Liebe zu suchen und zu begegnen, sondern ich muss ihm auch Vergebung zusprechen, dort, wo er sich erkennt, worin er gefangen und gebunden ist, auf das er sich dann Jesus zu wenden kann. Auf das er dann "Umdenken" kann, Reue zeigen kann und sich Gott nun zuwenden will. Zu ihm umkehrt. Buße tut.

Menschen, die in ihren psychiatrischen Krankheitsbildern dann in den Augen mancher hier einen Exorzisten benötigen, der lediglich seine Vorstellung von einem Christenmenschen auf den "Besessenen" überträgt, der bringt diesen Menschen nur manipulativ unter ein neues Joch, sodass er zwar dem Namen nach nun Christ ist, aber sich hier nur eine neue Ideologie hat überstülpen lassen, die ihm jetzt besseren Halt im Leben zu geben verspricht, dieses aber nicht kann.

Ein Beispiel finden wir dafür in Apostelgeschichte 8

9 Ein Mann aber, mit Namen Simon, befand sich vorher in der Stadt, der trieb Zauberei und brachte das Volk von Samaria außer sich, indem er von sich selbst sagte, dass er etwas Großes sei;
10 dem hingen alle, vom Kleinen bis zum Großen, an und sagten: Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt.
11 Sie hingen ihm an, weil er sie lange Zeit mit den Zaubereien außer sich gebracht hatte.
12 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.
13 Auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und als er die Zeichen und großen Wunder sah, die geschahen, geriet er außer sich.


Was wir dann weiter in dieser Geschichte lesen ist, das hier durch Philippus zwar eine Taufe erfolgte. Menschen sich bekehrten. Nun der "neuen" Lehre des Philippus glauben. Aber dann hinterher festgestellt werden musste, das sie allein auf den Namen Jesus getauft waren, aber nicht den heiligen Geist empfangen hatten.

Dazu mussten dann erst die Apostel kommen und sie unter ihre Obhut nehmen (was Hände auflegen bedeutet).
Denn ohne den heiligen Geist sind wir keine Christen. Sind wir keine Kinder Gottes. Zeichnen wir uns nicht darin aus, das wir Liebe zum Nächsten haben. Haben wir lediglich eine Erkenntnis über Gott (wie die Dämonen sie auch haben). Haben dann aber wiederum nur einen Schein von Frömmigkeit. Ohne das wir als kraftvolle Überwinder in Christus selbst Licht und Salz sein können.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 14. Nov 2018, 00:10

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Aber notwendig ist nun mal, dass diese Menschen ihr Verhalten zum Guten lenken. Aber die Fähigkeit dazu ist nun mal eingeschränkt.

LG, otp



Wenn Menschen anderen Menschen zum Guten lenken wollen, dann manipulieren sie diese.



Sonst fällt dir wohl nichts zu meinen Satz ein ? Sollte aber....
Lenken hat etwas mit Einfluss ausüben zu tun. Wir reden von guten Einflüssen. Sich eines Menschen annehmen und ihn begleiten, zum Beispiel. Wieso stellst du das negativ dar? Diese Art von Antworten höre ich ja von dir des Öfteren.
Dann redest du quasi von Hilfe zur Selbsthilfe. Ein bekanntes Prinzip.
Dann redest du böse über dumme Exorzisten, das klingt wie ein Feindbild. Weil nicht nur dumme rumlaufen.

Und viel eigene Gedankengänge, wo ich vergeblich nach klarer geradliniger Logik suche. Du stellt die Bibelzitate und Inhalte in eigene Zusammenhänge. Die dir dienlich sind.


LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 09:09

onThePath hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Aber notwendig ist nun mal, dass diese Menschen ihr Verhalten zum Guten lenken. Aber die Fähigkeit dazu ist nun mal eingeschränkt.

LG, otp



Wenn Menschen anderen Menschen zum Guten lenken wollen, dann manipulieren sie diese.



Sonst fällt dir wohl nichts zu meinen Satz ein ? Sollte aber....
Lenken hat etwas mit Einfluss ausüben zu tun. Wir reden von guten Einflüssen. Sich eines Menschen annehmen und ihn begleiten, zum Beispiel. Wieso stellst du das negativ dar? Diese Art von Antworten höre ich ja von dir des Öfteren.
Dann redest du quasi von Hilfe zur Selbsthilfe. Ein bekanntes Prinzip.
Dann redest du böse über dumme Exorzisten, das klingt wie ein Feindbild. Weil nicht nur dumme rumlaufen.

Und viel eigene Gedankengänge, wo ich vergeblich nach klarer geradliniger Logik suche. Du stellt die Bibelzitate und Inhalte in eigene Zusammenhänge. Die dir dienlich sind.


LG, otp



Nicht Hilfe zur Selbsthilfe. Sondern Befreiung von dem, was einem bislang darin hinderte, sich selbst und das was einen gefangen genommen hat, im rechten Licht zu sehen.

Des weiteren, lieber otp, können wir uns gerne Einzelne Personen, die Exorzismus betreiben, näher anschauen und darüber nachdenken dann, aus welchem Geist heraus sie hier agieren.

Und da wir hier voll im Thema sind, "Psychiatrie und Freiheit", möchte ich weiter mit uns über das "Krankheitsbild" der Manie - am Beispiel meines im vorigen Beitrages angesprochenen Zauberers Simon, der das Volk in Samarien und sich selbst "außer sich" brachte, diskutieren.

Zur Definition nach Wikipedia:

Eine Manie (von altgriechisch μανία maníā, deutsch ‚Raserei, Wut, Wahnsinn‘) ist eine affektive Störung, die meist in Episoden verläuft. Antrieb, Stimmung und Aktivität befinden sich in einer Manie weit über dem Normalniveau.

In ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung ist die Manie wahrscheinlich multifaktoriell bedingt. Genetische Faktoren und psychosoziale Belastungen werden als Ursachen vermutet. Auf neurochemischer Ebene werden Störungen im Serotonin-, Katecholamin- und GABA-Stoffwechsel diskutiert.

Während einer Manie reduziert sich der Schlaf. Eine Überanstrengung von Bereichen des Gehirns tritt ein, wodurch dann, wenn es nicht zu einer Behandlung kommt, psychotische Symptome ausgelöst werden können. Eine abgeschwächte Verlaufsform einer Manie, die allerdings immer noch deutlich über den Normalschwankungen der Stimmung liegt, bezeichnet man als Hypomanie.



Was hier als Begleiterscheinung im Gehirn auf neurochemischer Ebene abläuft, wird durch Medikamente - Pharmazie (von griech. φάρμακον pharmakon „Heilmittel, Gift, Zaubermittel“) versucht zu behandeln, was dann aber lediglich in Anbetracht der hier geistigen Einflussnahme eines Menschens auf einen anderen Menschen nur eine Symptombehandlung darstellen kann.

Wenn wir nun also gewillt sein wollen, ob mit oder ohne vermeintlich nötigem Exorzisten, die Ursachen und Heilungsmöglichkeiten von Psychiatrischen Krankheitsbildern zu untersuchen, sollten wir an den Berichten der Bibel uns orientieren und uns darum bemühen, hier ein einmütiges Verständnis zu finden.

Und nicht bei der Lehre der katholischen Kirche oder aufgrund sonst irgendeines magischen Verständnisses, was hier noch zwischen "guten" Exorzisten und "bösen/dummen" Exorzisten, zwischen weißer Magie und schwarzer Magie zu unterscheiden sucht, stehen bleiben.


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 14. Nov 2018, 10:25

Danke, ich komme ganz gut zurecht, weiss was die Psychiatrie mit ihren Medikamenten erreichen kann, die Psychologie mit ihren Psychotechniken, kenne mich aus mit Magie ob weiss oder schwarz, der ganzen Esoterik. Und wann ein Mensch Hilfe braucht, was zu tun ist, wenn ein Dämon beteiligt ist. Ich weiss auch wo die Grenzen sind.

Ich weiss, was die Bibel darüber sagt und dass sie nicht alles zu diesem Themenkreis sagt.

Und nicht bei der Lehre der katholischen Kirche oder aufgrund sonst irgendeines magischen Verständnisses, was hier noch zwischen "guten" Exorzisten und "bösen/dummen" Exorzisten, zwischen weißer Magie und schwarzer Magie zu unterscheiden sucht, stehen bleiben.

Da hast du aber deine Optionen zum Maßstab genommen. Ich sehe es kompletter.
Ich unterscheide auch ohne magisches Verständnis.

Du redest anscheinend nicht mit mir, sondern bleibst bei deiner Sicht.
LG, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Mi 14. Nov 2018, 11:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 11:14

onThePath hat geschrieben:Du redest anscheinend nicht mit mir, sondern nur von deiner Sicht der Dinge.
LG, otp



Ich kann gerne näher auf Dich eingehen. Aber das hilft im Thema hier nicht weiter.
Und deine letzten Beiträge leider auch (noch) nicht....


Daher mal eine Frage an Dich oder andere Leser hier:

Was kann Menschen daran hindern, das sie den heiligen Geist empfangen, das sie "Heil" und gesund werden?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 14. Nov 2018, 13:17

Habatom, das ist eben grundsätzlich ein Problem. Vielschichtig.

Aber dass ich neben dir her argumentiere ist leicht zu erkennen.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 17:08

onThePath hat geschrieben:Habatom, das ist eben grundsätzlich ein Problem. Vielschichtig.

Aber dass ich neben dir her argumentiere ist leicht zu erkennen.


LG, otp



Na, dann komme mal auf den Punkt. Vielschichtig inwiefern, wenn wir Apostelgeschichte 8 betrachten?

Wenn wir uns anhand des Phänomens "Manie" oder "Besessenheit" fragen, warum denn hier ein Mensch nicht den heiligen Geist bekam so ohne weiteres. Er noch auf keinen gefallen war, wie es heißt.

Und wir sind uns sicherlich darüber einig, das zuvor alle, die den Heiligen Geist bekamen, von Jesus geheilt worden (wie der Gelähmte an der schönen Pforte dann von den Aposteln) eine vollkommene Gesundheit verliehen bekommen hatten.

Körperlich wie geistig. Und sich ihres Heils dann freuten. Hier fehlte aber offensichtlich anfangs noch der heilige Geist. Wo sie allein auf den Namen Jesu eine Taufe (Wassertaufe - Sündenvergebung) erlebt hatten.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 14. Nov 2018, 18:21

Was meinst du denn genau ?
Es geht ja um mehreres dort in der apg8.


LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 14. Nov 2018, 21:51

onThePath hat geschrieben:
Aber notwendig ist nun mal, dass diese Menschen ihr Verhalten zum Guten lenken. Aber die Fähigkeit dazu ist nun mal eingeschränkt.




Die Fähigkeit eines Menschens, der unter einer Psychose oder einer Manie leidet, sich selbst in seinem Krankheitsbild realistisch einzuschätzen, ist, wie du schon sagtest, meist erheblich eingeschränkt. Solch ein Mensch betrachtet sich selbst oft als gesund und normal und alle anderen als Krank/anders/unnormal.


Krankhaft gestört ist bei Menschen, die unter einer Manie oder unter einer Psychose leiden, dann die Fähigkeit in Freiheit und Selbstbestimmung - wie es nur unter Leitung des heiligen Geistes möglich ist - das Leben zu gestalten, auf eine Weise dann, die für andere Menschen nachvollziehbar ist und nicht aneckt, im Sinne von Wahrung der Unantastbarkeit der Würde und Rechte anderer. Maniker und Psychotiker sind hier eher grenzenlos und neigen dazu sich anderen Menschen überzustülpen. Sie zu vereinnahmen. Was aber meist auf Abschreckung stößt, dort wo sie in ihren Sprunghaftem Gedankenleben dann nicht nachvollziehbar sind.

Wenn es sich nicht gerade um Menschen, wie zum Beispiel einen Adolf Hitler, handelt, der auch stets aus sich herausgekehrt die Menschen zu "verzaubern" verstand. Sie ausser sich brachte. Selbst dann mehr seine wahnhaften Gedanken auslebte, als das er in der Lage wäre, diese "vernünftig" zu reflektieren. Moral und sittliches Empfinden ist bei manisch Kranken ebenfalls deutlich reduziert, insofern sie eher hemmungslos agieren.

So wie die Menschen in einer Stadt Samarias (die Samariter waren wegen ihrer Multireligiösität bei den "frommen Juden" eher verschrien, allen Göttern zu huldigen - was sich in Apostelgeschichte 8 dann auch darin zeigt, wie schnell sie bereit waren, von ihrem Vorbild - der großen Kraft Gottes - dem Zauberer Simon - der sie mit ihrer Zauberei ausser sich gebracht hatte ("ausser sich" im Sinne einer Dauermanie) dann umzukehren bereit waren und Philippus Glauben schenkten, der ihnen das Evangelium von Jesus Christus verkündete.

Wir können hier also von einer ganzen Stadtbevölkerung sprechen, die zwar bereit war Gott zu glauben, aber hier noch nicht die Kraft des heiligen Geistes erfahren hatte und damit noch tot in ihren Sünden war. Sündenvergebung war da, sie hatten eine Taufe erfahren, aber die Kraft, dann durch den heiligen Geist nicht mehr in neue Sünden/Schuld zu geraten, fehlte.

So haben es auch solche Menschen schwerer, die vor ihrer Bekehrung unter einem anderen Geist derart gefangen und geprägt waren, das sie nie lernen konnten, hier nicht nur in einer "Konsumentenstarre" zu verharren, sondern aus mehreren Wahlmöglichkeiten selbst zu bestimmen, was gut und richtig für sie ist.

Also das schlimmste was wir anderen Menschen antun können, ist sie zu vereinnahmen. Ihnen unserer Willen aufzuprägen. Sie zu lenken. Und darin zu verdummen und abhängig zu machen.


Um nochmal auf deinen Eingangssatz zu sprechen zu kommen. Als Christ kann ich nicht mein Verhalten zum Guten lenken. Ich kann mich nur ganz unter die Führung des heiligen Geistes begeben, der mich dann nicht vergewaltigt sondern mich in eine Freiheit führt, die mir stets die Wahl lässt, mich so oder so zu entscheiden.

Und allein aus dieser Freiheit heraus bin ich dann in der Lage das Gute, was ich als gut erkannt habe dann auch zu tun. Bin ich nicht mehr Sklave meines alten sündigen Adams, der nicht anders kann als nur zu sündigen.

Zauberei nimmt mich hier gefangen. Gibt mir das Gefühl selbst wissend und mächtig zu sein und mein Leben in meine eigene Hand nehmen zu können. Setzt auf Selbstvertrauen. Den Glaube an sich selbst. Setzt auf Durchsetzungsvermögen. Auf die Kraft sein Leben selbst bestimmen und gestalten zu können. Um dann aber früher oder spät ganz schnell an Grenzen zu stoßen. Die mich wie einen Saul dann nur ins Unglück stürzen.

All dieses Möglichkeiten hier frei zu agieren habe ich als Christ zwar auch, nur das nicht ich es bin, der hier lebt und agiert. Weil ich halt Knecht, Jünger, Sklave Jesu bin. Meinen Willen in seinen lege. Und in der Einwilligung dessen, was Gott will und ich als gut erkannt habe und deswegen dann auch will, Freiheit erlebe.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 14. Nov 2018, 22:15

Also das schlimmste was wir anderen Menschen antun können, ist sie zu vereinnahmen. Ihnen unserer Willen aufzuprägen. Sie zu lenken. Und darin zu verdummen und abhängig zu machen.


Das habe ich so verinnerlicht, dass du mich absolut nicht dauernd dran erinnern solltest.


lg, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 15. Nov 2018, 09:20

Die Frage, die sich weiterhin stellt, ist, wie ein Mensch nun frei wird, der unter einer Manipulation steht, gefangen genommen ist - unter einem geistigen Einfluss (hier in Apg. 8 unter dem Einfluss eines Zauberers - und damit auch ganz allgemein unter Zauberei) leidet- dort wo ich dieser dann Gehör schenken tue - wie auch ein Saul es tat, als er eine Totenbeschwörerin aufsuchte.
Und dann UNFREI bin, die Dinge im Lichte Gottes zu sehen (sprich okkult belastet bin), auch nachdem mir hier in Apg.8 das Evangelium verkündet wurde, ich Vergebung meiner bisherigen und aktuellen Sünden in dem Wasserbad des Wortes Gottes (Wassertaufe) empfangen habe, froh wurde und nun dieses "leere Haus" aber dann auch den heiligen Geist bedarf - wenn es diesen noch nicht empfangen hat....

ich denke da gerade an folgende Bibelstelle aus Matthäus 12,

43 Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte, sucht Ruhe und findet sie nicht.
44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich herausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und geschmückt.
45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.

Maria Magdalena war dann eine solche Frau, die zuvor von sieben Geister geplagt war, bis sie durch Jesus frei geworden ist.


Bei anderen Bekehrungen war dies anders - am Anfang bei der Pfingstpredigt von Petrus fiel der heilige Geist dann auf alle sogleich, die hier auf das Wort acht gaben und es sich zu Herzen nahmen (was sie also schon verstanden und dann sofort fruchtbaren Herzensboden fand, insofern das sie vorher schon auf einem hierfür bereiteten Weg sich befanden - durch Johannes dem Täufer... - so wie es als Kind frommer Eltern auch leichter sein wird, Gott Glauben zu schenken und vom heiligen Geist erfüllt zu werden).


In Samaria unter dem Einfluss der Zauberei war es dann ein (etwas) längerer Weg, bis sie unter den Händen (der Obhut der Apostel durch Gebet und Handauflegung) dann auch den heiligen Geist empfingen. Der ihnen dann ein Leben in der Heiligung erst ermöglichen konnte.

Bei mir - der ich mich vor meiner Bekehrung auch okkulten Mächten hingegeben hatte, war es auch anfangs, bei meiner Bekehrung von 29 Jahren, nur ein Kopfwissen, das Jesus Christus Gottes Sohn und der Herr aller Herren ist und ich bislang dem Teufel gedient hatte. Aber es war noch nicht ins Herz gefallen, das Wort Gottes. Es hatte noch keine Frucht bringen können.

Und eine Schizophrenie, die Jahre zuvor einen konkreten Anfang hatte, kam dann auch noch nach meiner Bekehrung innerhalb Manisch-Depressiver Episoden erst richtig stark dann zum Ausdruck (in Form von Religiösen Psychosen - erst war ich Gott selbst, 2 Jahre später Jesus, wieder 2 Jahre später ein Apostel, usw.. ---heute weiß ich wer ich bin und wer nicht..) und dann im Laufe von Jahrzehnten immer schwächer zum tragen, insofern es dann bei mir einen Prozess des Heil Werdens, der Heiligung gab, wo ich dann gefordert war, dem heiligen Geist, der schon an mir wirkte, in meinem Leben dann immer mehr Raum zu geben. Ein Weg der Heiligung dann, auf dem sich alle Christen befinden, wenn sie denn eines Tages Gott sehen wollen. Uns hier um geistlicher Gaben und Betätigungen zu bemühen. In der Liebe und den Früchten des heiligen Geistes dann zunehmen. Uns immer wieder in die Gemeinschaft Gottes hineinbegeben, dort wo wir immer mal wieder aus ihr heraustreten. In Übertretungen fallen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 15. Nov 2018, 10:33

Danke für deinen Einblick, Habatom.

Ich kann in etwa ermessen, was das für einen Mensch bedeutet.
Da wieder heraus zu finden ist nicht Jedem vergönnt.

Ich hatte mit der Pubertät eine schwierige Kriese. In Richtung depressiv, generalisierte Angst und Unsicherheit. Da war ich eine einzige Baustelle. Damals bekam ich durch ein Buch Interesse an Yoga, weil es angeblich psychisch und körperlich gesund macht. Ich war einmal 3 Monate in Indien, las viel Esoterik, auch Rudolf Steiner. Aber ich machte nichts Esoterisches sondern versuchte das Gelesene zu verarbeiten. Als ich meine Frau kennen lernte, war sie Christin und sorgte bei mir für Konflikte. Ich las Koch und kam langsam zu einer Bewertung der Esoterik. Ich wurde wieder Christ und machte das deutlich durch die Erwachsenen -Taufe. Als Christ würde ich bald mit dem Toronto-segen konfrontiert. Ich beobachtete alles aufmerksam.

Meine Fragen hörten nicht auf damit, die Psyche und das Übernatürliche beschäftigt mich bis heute.
Schizophrenie zu enträtseln ist kaum möglich. Die Rolle von Dämonen in der Psyche des Menschen schon eher. Das Übernatürliche und seine Erklärung ist auch ziemlich möglich.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Do 15. Nov 2018, 11:06

onThePath hat geschrieben: Schizophrenie zu enträtseln ist kaum möglich. Die Rolle von Dämonen in der Psyche des Menschen schon eher. Das Übernatürliche und seine Erklärung auch ziemlich möglich.

LG, otp



Ich würde es eher umgekehrt sagen. Schizophrenie kann ich mittlerweile sehr gut herleiten - aus den inneren Konflikten eines Menschens, der ihn hier zerreißt/spaltet.

Dämonen haben dann, wie schon die alte Schlange/Satan in Eden, "nur" ein Interesse daran, Menschen in ihren Begierden dann zu fixieren, auf das ihnen der Blick und vielleicht auch ein (Ur)Vertrauen auf Gott verloren geht. Auf das sie vielmehr in dem Glauben an sich selbst oder irgendeinen anderen Gott/Götzen ihre Hoffnung und ihr Vertrauen setzen.

Menschen die dann regelrecht Werkzeuge von Dämonen werden, sich auch durch übernatürliche Kräfte dann auszeichnen (wie die Frau mit dem Wahrsagegeist zum Beispiel) sind dann Gott sei Dank eher selten.

Und da springen wir mal von Apg. 8 zu Apg. 16,

16 Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, da begegnete uns eine Magd, die hatte einen Wahrsagegeist und brachte ihren Herren viel Gewinn ein mit ihrem Wahrsagen.
17 Die folgte Paulus und uns überall hin und schrie: Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen.
18 Das tat sie viele Tage lang. Paulus war darüber so aufgebracht, dass er sich umwandte und zu dem Geist sprach: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, dass du von ihr ausfährst. Und er fuhr aus zu derselben Stunde.



Jetzt könnten wir darüber nachdenken, was Paulus da eigentlich gemacht hat. Und wie er es gemacht hat. Wenn hier steht: Ich gebiete dir - Dann fassen wir das erstmal wie einen Befehl auf. Jesus bedrohte hier in der Regel einen Geist. Das ist dann so, das die Präsenz des heiligen Geistes (von Jesus - was in Jesu Christi Namen bedeutet - also keine Zauberformel hier, die es nur zu sagen gilt.... wie ich es auch oft beobachtet habe, wenn Menschen dann anfangen zu beschwören --- IM NAMEN JESU ---GEBIETE ICH DIR...usw.. das ist es nicht...das tun Zauberer..) einen Druck ausübt, der einer anderen geistigen Präsenz oder einem Dämon dann keinen Raum mehr lässt.

Gebietet - heißt auch "ein Gebot geben" , eine Schranke setzen - zwischen dem Geist der einen Einfluss auf eine Person ausübt - und diesen Einfluss nun zu unterlassen hat, indem ich ihn in seine Schranken weise.

Und diese Schranke erlaubt es dann diesem Geist nicht mehr weiterhin Einfluss zu nehmen auf die Person auf die er bislang Einfluss hatte.

So wie Gott auch die Schlange in Eden hier dann in Schranken verwies. Nämlich nun nicht mehr in der Vertikalen Welt (aufrecht zu gehen) - zwischen Himmel und Erde hier als Engel Gottes (Luzifer) zu fungieren, sondern fortan als Verdreher (Satan) allein auf die Horizontale (Erde) geworfen zu sein, und damit seiner himmlischen Heimat entbunden zu sein - die er - durch die Verführung Evas - dann verloren hatte.

Er fährt also aus und durchwanderte dürre Stätten...usw...den Bibelvers den ich zuvor erwähnt hatte...

Und die Frau mit ihrem Wahrsagegeist hatte dann plötzlich ein leeres Haus. Konnte nicht mehr Wahrsagen, brachte ihren Herren kein Gewinn mehr und es entstand ein Aufruhr in der ganzen Stadt gegen Paulus und seine Gefährten.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 15. Nov 2018, 11:43

Schizophrenie, innerer Konflikt ?
Habatom, da ich schwere Fälle kenne, weiss ich, dass der Zustand bei Denen bleibt. Psychopharmaka mildern die Symptome, aber die Ursache wird nicht gelöst.

Wer weiss schon, warum ein Gehirn sich so verhält. Der Kranke hat seine Gedanken und Emotionen nicht mehr unter Kontrolle.

Dass das psychische Gleichgewicht (Gedanken, Gefühle, Stimmung) durcheinander geraten kann ist normal. Ein Trauma, ein schlimmes Erlebnis kann im schlimmsten Fall akut bleiben.

Schaut man auf Hypnose und Trance, ist man schon im Gebiet der Beeinflussung durch einen fremden Geist.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 15. Nov 2018, 17:43

onThePath hat geschrieben:Psychopharmaka mildern die Symptome, aber die Ursache wird nicht gelöst.

Deine Expertise nimmt dir keiner, aber versuchst du es auch mit Gebet? Ich will dir nicht zu nahe treten, aber sogenannte hoffnungslose Fälle wären für mich eine Auflage im Namen Jesu zu beten. Und wer weiß, bei Gott sind alle Dinge möglich.

Vielleicht benötigst du nur ein wenig Mut und einen Anschupser.

Mit Mut meine ich vor dem Kranken zu beten, also laut und deutlich. Im stillen Kämmerlein kann es jeder, doch das meine ich nicht, denn das bezeugt Jesus nicht vor anderen.

Was ich im Kämmerlein bete ist ein Ringen warum mein Gebet nicht zum Durchbruch kommt. Vor den anderen muss dir das egal sein. Jesus sagt: Heilt Kranke, treibt Dämonen aus. Wenn er es dann nicht macht, seine Sache. Und er sagte zu manchen: Dein Glaube hat dich geheilt. Den muss man dabei also auch erkennen.

Er sagte nicht, studiert Psychiatrie. Ich meine das soll man auch, nicht flasch verstehen, aber um etwas im geistlichen Bereich zu vollbringen, muss man mit dem Geist arbeiten.

Zuerst muss man aber den Glauben dafür aufbauen. Das geht, wenn man will. Willst du?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 15. Nov 2018, 19:17

Weiss ich Helmuth,
Habe ich ja alles einige Male gemacht. Mehr kann ich nicht tun.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 15. Nov 2018, 21:13

onThePath hat geschrieben:Weiss ich Helmuth,
Habe ich ja alles einige Male gemacht. Mehr kann ich nicht tun.

Dann lass mich mit dir gemeinsam leiden. Ich werde für uns einfach beten, denn ich glaube daran, dass Jesus uns alle Vollmacht geben will.

Warum es in unserer Gsellschaft so zäh ist, dass wir nicht durchdringen frage ich mich aber. In anderen Ländern, in denen ich z.B war, kennt man ganz andere Gebesterhörungen.

Aber ich habe meinen Glauben nicht im Vorzimmer eines Krankenhauses bislang abgegeben. Dennoch verstarb wieder einer unserer Brüder im Herrn und das vorzeitig aufgrund Krebs. Wiewohl er beim Herrn ist, hinterlässt er 5 Kinder und ich bin traurg und erschüttert aber auch zornig zugleich.

Der Herr möge deinen Glauben stärken!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 07:30

Helmuth hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Psychopharmaka mildern die Symptome, aber die Ursache wird nicht gelöst.

Deine Expertise nimmt dir keiner, aber versuchst du es auch mit Gebet? Ich will dir nicht zu nahe treten, aber sogenannte hoffnungslose Fälle wären für mich eine Auflage im Namen Jesu zu beten. Und wer weiß, bei Gott sind alle Dinge möglich.

Vielleicht benötigst du nur ein wenig Mut und einen Anschupser.

Mit Mut meine ich vor dem Kranken zu beten, also laut und deutlich. Im stillen Kämmerlein kann es jeder, doch das meine ich nicht, denn das bezeugt Jesus nicht vor anderen.

Was ich im Kämmerlein bete ist ein Ringen warum mein Gebet nicht zum Durchbruch kommt. Vor den anderen muss dir das egal sein. Jesus sagt: Heilt Kranke, treibt Dämonen aus. Wenn er es dann nicht macht, seine Sache. Und er sagte zu manchen: Dein Glaube hat dich geheilt. Den muss man dabei also auch erkennen.

Er sagte nicht, studiert Psychiatrie. Ich meine das soll man auch, nicht flasch verstehen, aber um etwas im geistlichen Bereich zu vollbringen, muss man mit dem Geist arbeiten.

Zuerst muss man aber den Glauben dafür aufbauen. Das geht, wenn man will. Willst du?



Hallo Helmuth,

Glauben kann man nicht aufbauen oder mehren - wie Jesus selbst seinen Jüngern sagt. Schon der kleinste "Senfkorn"Glaube vermag Berge zu versetzen. Dann gibt es noch eine besondere Geistesgabe des Glaubens - der dann zum Beispiel Wunder wirkt, Heilung vollbringt. Diesen Glauben und diese Geistesgaben hat nicht jeder Christ. Was uns im Glauben - der dann auch immer nur von Gott geschenkt werden kann/wird und nicht trainiert werden kann - eint, ist das Vertrauen auf Gott. Das er überhaupt etwas tut.


Vor anderen Beten im Sinne ob es Gott denn nicht vielleicht tun möchte, hier Heilung zu schenken. Nach den von mir schon so oft gehörten Gebeten: Herr, du weißt, dass... und jetzt fängt derjenige erstmal an Gott zu informieren, als ob Gott nicht alles sowieso schon längst wüsste...
heile doch diesen Menschen bitte --- und dann wartet man ängstlich, ob vielleicht etwas passiert ....ob Gott vielleicht heilt..

Das alles hat mit Glauben nichts zu tun. Der Glaube ist sich gewiß, das das was man von Gott erbittet auch eintritt. Ansonsten gleicht man einem Zweifler (siehe Jakobus 1,6-8).

Wenn wir es also mit "Kranken" zu tun haben, müssen wir erstmal die Ursachen dieser Krankheit erkennen. Und Jesus hatte hier grundsätzlich mit 2 Sorten von Menschen zu tun.
Einmal diejenigen, die krank waren aufgrund entweder:
1. ihrer Sünden
2. die Sünden ihrer Eltern
3. weder 1. noch 2. sondern aufgrund der Tatsache das Gott hier Fesseln lösen wollte auf das er erkennbar und erfahrbar für diesen Menschen wird.

Bei diesen Krankenheilungen von Ungläubigen war dann eine Erwartungshaltung der Kranken nötig, aufgrund dessen diese sich dann im Hören des Wortes Gottes mit Glauben (der dann auch hier von Gott mit erzeugt wurde) verband.

Bei Krankenheilungen von Gläubigen ist es dann der Glaube der Ältesten, der den Kranken aufrichten tut.
Oder halt die Fürbitte für den anderen, das Gott ihm seine Sünden vergeben mag.


Und nun zu der zweiten Sorte von Menschen die nun der Befreiung von einem/mehreren Dämon(en) bedurften.

Hier müssen wir zuerst schauen, ob vielleicht der Geist dieser Menschen von Gott selbst gebunden war, wie bei den falschen Propheten im AT, wo Gott selbst Lügengeister schickte oder wie bei Saul - wo ein Mensch, der schon den heiligen Geist geschmeckt hat (in Verzückung geriet) sich dann aber um der Ehre bei den Menschen wegen von Gott abwandte und fortan dann auch zum Teil von einem bösen Geist von Gott geplagt wurde, letztendlich dann auch noch bei einer Totenbeschwörerin Rat suchte und sein Leben am Ende selbst (aus Angst vor dem was ihm seine Feinde antun würden) ein Ende setzte.

Alle anderen Phänomene von geistiger Gebundenheit bei Ungläubigen, die noch nicht zu Gottes Volk gehören/gehörten. Muss man ganz individuell betrachten. Und das geht nur an den Beispielen der Bibel, wenn wir hier für uns Rat finden wollen.

Apostelgeschichte 8,

4 Die Zerstreuten nun gingen umher und verkündigten das Wort.
5 Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus.
6 Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.
7 Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt.

Voraus geht die Verkündigung des Wortes Gottes. Der frohen Botschaft, das Gott Sünden nicht mehr anrechnen will. Das Vergebung durch Jesus Christus vollbracht worden ist.

Unreine Geister - Menschen, wie zum Beispiel die Menschen in Sodom und Gomorra die sich nur ihrer Lust und ihren Begierden hingaben, nach maximalen Lustgewinn gierten und darin haltlos waren. Getriebene waren. Hemmungslos jeden zu vereinnahmten suchten - siehe das Drängen der Stadtbevölkerung auf die beiden Boten (Engel) Gottes ein, die Lot in sein Haus geführt hatte um ihnen Schutz zu geben.

Dieses "ausfahren" nun geschieht nicht durch ein Gebieten hier. Sondern allein dadurch, das ein Mensch erfährt - so wie ich mich bislang hier "herumgetrieben habe", mich hierin immer wieder gegen Gottes Gebote versündigt habe, all das ist mir nun vergeben worden. Also erfährt hier ein Mensch in seinem, durch die unreinen Gedanken zuvor belastetem Leben mit angehäuften Sünden nun erstmalig eine neue Freiheit, in Vergebung seiner Sünden nun neu anfangen zu können.


Ich habe ähnliches mal erlebt bei einem Menschen, der hier auch durch unreine Gedanken belastet war, das dieser, als ich anfinge ein christliches Lied auf der Gitarre zu spielen und zu singen, plötzlich anfing laut zu schreien und sein Küchenfenster aufriss. Damals konnte ich mit diesem Phänomen nichts anfangen.
Seitdem ist mir ähnliches dann aber auch nicht mehr begegnet. Vielleicht singe ich zu selten.. - ein anderes Thema..


soweit für heute morgen meine Gedanken hierzu,


lg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 09:07

onThePath hat geschrieben:Schizophrenie, innerer Konflikt ?
Habatom, da ich schwere Fälle kenne, weiss ich, dass der Zustand bei Denen bleibt. Psychopharmaka mildern die Symptome, aber die Ursache wird nicht gelöst.

Wer weiss schon, warum ein Gehirn sich so verhält. Der Kranke hat seine Gedanken und Emotionen nicht mehr unter Kontrolle.

Dass das psychische Gleichgewicht (Gedanken, Gefühle, Stimmung) durcheinander geraten kann ist normal. Ein Trauma, ein schlimmes Erlebnis kann im schlimmsten Fall akut bleiben.

Schaut man auf Hypnose und Trance, ist man schon im Gebiet der Beeinflussung durch einen fremden Geist.

Nur als zwei Beispiele.

LG, Top




Kommen wir an dieser Stelle auf den sogenannten Befreiungsdienst, wie ich ihn bislang immer nur als fragwürdig erlebt habe.

Du zitierst an anderer Stelle hier einen Artikel vom Befreiungsdienst der Heilsarmee in der Schweiz:

Die junge Frau windet sich, ihr Kopf zuckt hin und her. «Wir befehlen dir auszufahren, im Namen Jesus von Nazareth!», deklamiert Beat Schulthess mit lauter, kommandierender Stimme. «Jesus Christus ist Sieger! Wir rühmen die Blutskraft Jesu!» Links und rechts halten zwei Mitarbeiterinnen des Heilsarmeeoffiziers die sitzende Frau an den Schultern. Dann verzerrt sich ihr Gesicht, sie bleckt ihre Zähne. Eine gepresste, kehlige Stimme, die so ganz anders klingt als ihre eigene, zischt ein trotziges «Nein!» – «Doch!», widerspricht Schulthess. «Jesus Christus ist Sieger!» Sie windet sich erneut, steht unter höchster Anspannung und sackt dann ein wenig in sich zusammen.

Drei Stunden dauert der sogenannte Befreiungsdienst im grossen Gebetssaal der Heilsarmee in Uster ZH. Zehn Heilsarmisten ringen mit einem Dämon, der sich in Renate T.*, einer 36-jährigen Sozialarbeiterin aus Deutschland, festgesetzt hat und offenbar einfach nicht rauswill



Biblische Beispiele für solch einen Befreiungsdienst finde ich dann nicht.

Im selben Artikel heißt es weiter:

Je nach zugrunde liegendem Störungsbild sind die Erfolgszahlen der psychologischen Psychotherapie im Allgemeinen relativ gut, bis zu 75 Prozent. Aber einige, die zu Exorzisten gehen, haben Psychiatrie- und Therapieerfahrungen hinter sich, die offensichtlich zu wenig geholfen haben. Idealerweise werden bei der psychotherapeutischen Behandlung Zusammenhänge für die Betroffenen deutlich, die sie vorher nicht sehen konnten, etwa innere Motivkonflikte. Solche Erklärungen können die Interpretation als dämonische Besessenheit in den Hintergrund treten lassen.

Manifestationen sind unbewusste Inszenierungen der Betroffenen

Exorzisten versichern gelegentlich, bei Betroffenen zuerst abzuklären, ob nicht ‹nur› ein psychisches Problem vorliegt. Dafür jedoch braucht es eine fundierte Ausbildung in Psychopathologie und viel Patientenerfahrung – Laien können das nicht seriös. Wenn man zudem dazu neigt, psychisches Erleben als fremdbeeinflusst zu interpretieren, dürfte die Unterscheidung zwischen dämonisch und psychisch zusätzlich tendenziös ausfallen.

Die Manifestationen, die bei der Befreiung manchmal auftreten und die Diagnose der Besessenheit zu bestätigen scheinen, sind aus psychologischer Sicht unbewusste Inszenierungen der Betroffenen. Das menschliche Traumerleben und die Lehre der psychischen Störungen liefern eindrückliche Zeugnisse davon, zu welchen unbewussten Inszenierungsleistungen Menschen fähig sind. Es gab schon Fälle, bei denen jemand ‹im Schlaf› aufgestanden ist, zum Beispiel den Rasen gemäht hat und wieder ins Bett zurückkehrte, ohne es bewusst mitzubekommen. Man sollte die kreative Potenz von Erwartungen und Befürchtungen, von Wünschen und Hoffnungen nie unterschätzen.



Wir wissen beide, otp, das es Dämonen tatsächlich gibt. aber was hier stattfindet, ist lediglich eine Inszenierung. Da macht der Teufel - der einen Menschen "krank" gemacht hat "gebunden" hat, sich ein Spiel damit, den vermeintlichen Exorzisten, die hier glauben einen Dämon auszutreiben, vorzugaukeln, als ob sie nun wirklich einen Dämon ausgetrieben haben. Letztendlich gerät dieser "befreite" Mensch dann nur unter das Lehr- und Glaubensverständnis der Exorzisten, die meinen bisherigen Erfahrungen nach (und ich habe viel gesehen und erlebt auf diesem Gebiet) nicht vom heiligen Geist inspiriert und geleitet waren.



Wie sieht nun aber eine echte - vom heiligen Geist - bewirkte Befreiung eines Menschens aus, dessen Geist durch bestimmte Gedankengebäude, deren er zum Opfer fiel, verwirrt ist?

Was zeichnet einen Taubstummen Geist aus, der nur durch Fasten und Gebet ausfährt?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 09:19

Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte,

ich habe folgenden hilfreichen Text bei sermon-online.com gefunden:


http://info2.sermon-online.com/german/R ... 00301.html
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 16. Nov 2018, 12:13

Solche Artikel lese ich mir immer sorgfältig durch.
Aber 100% kann ich nie zustimmen.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Fr 16. Nov 2018, 12:22

Habatom hat geschrieben:ich habe folgenden hilfreichen Text bei sermon-online.com gefunden:

http://info2.sermon-online.com/german/R ... 00301.html

Er ist praktisch weder richtig noch hilfreich, sondern geht mit voreingenommenen Prämissen an das Thema heran. Ich denke oTP kann davon schon ein Lied singen, und ich ehrlich gesagt auch.

Leute, die in diesem Bereich keine Erfahrung haben urteilen über andere, die damit praktischen Umgang und Erfahrung haben und konzentrieren sich auf deren Fehler. Nun, dann müsste man jeden Arzt ablehnen, oder kennt wer einen, der noch nie einen Fehler gemacht hatte?

Welche Erfahrung hast du in Zusammenhang mit diesem Dienst?
Herzliche Grüße
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 16. Nov 2018, 13:35

Ja ist so kompliziert, Helmut. Da könnte ich auch ein Liedchen von singen.
Und da es kompliziert ist, muss ich zu langen Artikeln keine noch längern kritischen Artikel schreiben.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Fr 16. Nov 2018, 14:17

onThePath hat geschrieben:Ja ist so kompliziert, Helmut. Da könnte ich auch ein Liedchen von singen.
Und da es kompliziert ist, muss ich zu langen Artikeln keine noch längern kritischen Artikel schreiben.

In Wahrheit ist es überhaupt nicht kompliziert, weil man zur Verkündigung weder Theologie noch Wissenschaft benötigt. Nur macht der moderne Mensch aus allem eine komplexe Sache. Entweder ein Gebet im Namen Jesu bewirkt, dass jemand eine Befreiung eines Zustandes erfährt bzw. eine Heilung oder eben nicht. Punkt.

Mich aber hält es nicht davon ab immer für das Beste zu beten. Ich bete nicht gerne Kompromissgebete. Jesus heilt auch nicht als Kompromiss sondern völlig. Es ist mir egal, ob mein Gebet erhört wird oder nicht, es entscheidet Gott. Genau das hält dich demütig. Nicht du machst irgend etwas, es ist immer nur Gott.

Entweder der HG befähigt zu etwas, dann kann man im Namen Jesu einen Befehl erteilen, oder er befähigt nicht, dann kann man aber immer bitten. Nichts spricht also gegen ein Bitte.

Was Sinn macht sind Blockaden aufzudecken. Es gibt nämlich oft klare Gründe, warum Gott nicht willig ist, einzugreifen. Unglaube ist z.B. die größe Blockade aber es gibt noch andere. Wenn der HG etwas anzeigt, dann bete ich nicht mehr, sondern erkläre die Blockade.

Wenn er nichts aufzeigt, bete ich einfach das Beste was Gott will, einen befreiten und erlösten Geist in einem von Krankheit befreiten Körper. Jetzt soll mal wer sagen, dass das nicht Gottes Wille sei.

Wie gesagt, ich mache es nicht konplizierter als Jesus uns simpel so erklärt:
Joh 14, 12 hat geschrieben:Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 16:14

Ich vermisse bei euch beiden derzeit inhaltliche Bezüge zum Thema und meinen Ausführungen. So kann eine Diskussion gar nicht erst entstehen, wenn wir nicht inhaltlich auf Argumente des anderen eingehen noch selbst dann eine aus der Bibel hergeleitete Gegendarstellung zur allgemeinen Diskussion stellen.

Was für Ursachen kann denn nun eine Schizophrenie haben? Muss oder kann ich damit rechnen, das hier ein Dämonischer Geist im Spiel ist? Oder lässt sich dieses Krankheitsbild vielleicht doch rein menschlich, entwicklungsbedingt, erklären?

Was bedeutet es denn wenn Jesus zu den Pharisäern davon spricht, als diese ihm vorwarfen, die bösen Geister mit dem obersten der bösen Geister auszutreiben, das deren Kinder dann beurteilen werden, durch wenn sie die bösen Geister ausgetrieben haben?

Woran können wir denn erkennen, durch welche Kraft und durch welchen Geist jemand Einfluss auf andere nimmt?

Dazu braucht es auf jeden Fall geübte Sinne und dann auch den heiligen Geist um zumindest auch ohne die Gabe der Geistunterscheidung zu besitzen die Stimme des guten Hirten, die Stimme Jesu, zu hören. Um nicht auf Irrlehren herein zu fallen . Immerhin haben wir die Verheißung, das jedes Kind Gottes einem fremden- bösen - Hirten nicht folgt.
Zuletzt geändert von Habatom am Fr 16. Nov 2018, 16:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Fr 16. Nov 2018, 16:27

Otp,
Wenn du einem Text nicht 100 Prozentig, sondern vielleicht nur 99 Prozentig zustimmst, dann lass uns über dieses 1 Prozent reden.

Nur zu sagen hier, ich sehe es etwas anders aber dann nicht zu sagen was man anders sieht halte ich für vermessen und lieblos dem anderen gegenüber.

Ich wäre sogar schon mit einem einzigen Stichwort zu Frieden. So muss ich davon ausgehen, das Du gar nicht bereit bist, deine Positionen kritisch hinterfragen zu lassen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 16. Nov 2018, 17:06

Helmut, ich habe mich mit allen Für und Wider auseinaünder gesetzt. Das war schon kompliziert. Besonders auch die Ansicht der Psychologen, die sowieso alles leugnen.

Habatom, ich komme nicht dazu im Moment, weil ich noch zu tun habe im Haus.


LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 16. Nov 2018, 17:12

Habatom hat geschrieben:Was für Ursachen kann denn nun eine Schizophrenie haben? Muss oder kann ich damit rechnen, das hier ein Dämonischer Geist im Spiel ist? Oder lässt sich dieses Krankheitsbild vielleicht doch rein menschlich, entwicklungsbedingt, erklären?

Was für Ursachen? Darüber haben wir hier auch schon gesprochen! (>>>vgl. weiter oben im Strang)
Um es kurz mit einem Wort zu sagen: Die Ursachen sind multifaktoriell!
Falls du (schlüssige) Antworten auf die von dir gestellten Fragen (s.o.) hierzu finden/haben würdest, wärst du ein Kandidat für den nächsten Nobelpreis! :roll:
Gruss lionne
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Fr 16. Nov 2018, 17:41

onThePath hat geschrieben:Helmut, ich habe mich mit allen Für und Wider auseinaünder gesetzt. Das war schon kompliziert. Besonders auch die Ansicht der Psychologen, die sowieso alles leugnen

Mich kümmern weniger die Psychologen, sondern mehr die Patienten. Ich werde einfach für uns beide etwas beten, denn auch ich würde gerne wieder in diesen Dienst einsteigen. Wenn du mir dazu etwas mehr anvertrauen willst, dann tue es einfach via PN, fühl dich aber weder bedrängt noch sonst was, sondern frei.

Alles Gute
Herzliche Grüße
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 16. Nov 2018, 22:51

Danke Helmuth,
Seit dem turbulenten Hauskreis vor 10 Jahren schwimme ich auf dem Trockenen. Es war auch eine intensive und turbulente Zeit, aber meine Frau entschied sich für unsere Zweisamkeit. Jedenfalls noch bevor wir überlastet waren, ist ja so was wie ein Vollzeitjob. Danach versuchte ich der magersüchtigen jungen Frau zu helfen.

Habe zwar darüber nachgedacht, mir wieder eine Gemeinde zu suchen und mich nützlich zu machen, aber meine Frau und ich sollten eigentlich etwas gemeinsam machen.


LG, Top
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