Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 3. Okt 2014, 15:37

Tja, da sagst Du was.
Wir wissen ja beide, wie schwierig es ist, aus solchen Verletzungen wie Traumata wieder heraus zu finden.

Sie wirke sehr verloren und isoliert.
Ich bin schon mal froh, dass sie Wohlwollen und warmherziges Annehmen aufnemen und vertrauen kann und auf diese Weise ihre aktuellen Konflikte, nicht so sein zu können wie sie sollte, etwas ab zu legen. Wieviel trauriges Selbstbild, abgelehnt, ja sogar Abschaum zu sein, da sichtbar wurde. Und dass man für sie an sich glauben muß, wenn sie es nicht mehr kann.

Tja, muß mich langsam bei dem Pastor vortasten und mit ihm reden. Immerhin hat er eine Seelsorgerschulung gemacht, waren auch zwei junge Frauen dabei. Aber ob sie so Jemand annehmen und auffangen können, ohne gleich zu sehr fordernd loszupredigen ?

Man muss alles dransetzen, damit sie eine andere positive Einstellung zu Nahrung bekommt. Sie Essen als Hilfe und große Chance für sich im Leben sieht.
Als lebensrettend. Als Lichtblick.


Wie soll das fruchten ?
Bisher war ich natürlich sehr zurückhaltend mit Aufforderungen zum Essen.
Ist wohl auch das Schwierigste bei Magersüchtigen.

Mein Vater sagte immer: Friß Vogel oder stirb.
Bei Magersüchtigen ist das grausame, bildhaft ausgedrückte Wirklichkeit.
Die ich nur mit Galgenhumor hier äußere.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Fr 3. Okt 2014, 19:37

Hi oTp!

Die meisten Magersüchtigen leben relativ isoliert in ihrer eigenen Welt, zusätzliche Süchte machen das Ganze natürlich nicht besser.

Eine einfache allgemeine "Aufforderung zum Essen" nützt bei Magersüchtigen in der Regel auch nichts, oTp. Viele schalten sofort auf "Durchzug" oder weichen aus. Das ist teilweise höchste therapeutische Kunst, wenn Du es schaffst, dass ein stark Magersüchtiger wieder mehr isst. Also wenn ihr noch nicht öfters tiefer über das Thema gesprochen habt, dann ist es sehr schwierig so von null auf hundert. Da musst Du Dich dann auch erst noch vorsichtig rantasten.

Es gibt deswegen auch spezielle Einrichtungen für Essgestörte, in denen Ernährungsberater und Therapeuten zusammen innerhalb von mehreren Wochen versuchen, ihren Patienten einen halbwegs normalen Umgang mit Essen zu vermitteln. So von heute auf morgen geht da meist nichts, sondern das Essen muss in vielen kleinen Schritten förmlich neu "erlernt" werden. Und selbst dort in absoluter "Profi-Umgebung" scheitern viele.

Ob Euer Pastor geeignet ist, der jungen Frau zu helfen kann ich natürlich null beurteilen. Das entscheidet eventuell auch nur eine spontane Sympathie zwischen den Beiden, oder auch nicht. Wenn die junge Frau jedoch bisher gar nichts mit Gott oder der Kirche am Hut hatte, besteht natürlich schon die Gefahr, dass sie in dieser Richtung überfordert wird und abblockt. Es verlangt auf jeden Fall Fingerspitzengefühl.

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 6. Okt 2014, 23:39

Es gibt deswegen auch spezielle Einrichtungen für Essgestörte, in denen Ernährungsberater und Therapeuten zusammen innerhalb von mehreren Wochen versuchen, ihren Patienten einen halbwegs normalen Umgang mit Essen zu vermitteln. So von heute auf morgen geht da meist nichts, sondern das Essen muss in vielen kleinen Schritten förmlich neu "erlernt" werden. Und selbst dort in absoluter "Profi-Umgebung" scheitern viele.


Tja, was es gibt ist die eine Sache,
ob Jemand nicht zu chaotisch ist und eher flieht vor solchen Schutz bringenden Einrichtungen ist die andere Seite. Auch das gehört zu der Selbstzerstörung: Getriebensein ohne gesunden Willen, ohne Vernunft vom Chaos selbstzerstörerischer Entschlüsse aus innerer Getriebenheit heraus.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Di 7. Okt 2014, 19:25

Ob es allein "Selbstzerstörung" ist oder "Getriebenheit" weiß ich gar nicht so genau, oTp.
Ich verstehe das andererseits schon, dass diese absolute "Selbstoffenbarung" der eigenen Schwächen anderer Menschen gegenüber, die Du gar nicht kennst - die dann aber dann unabdingbar nötig ist - sehr schwierig sein kann ... da gibt es bestimmt einige Hemmschwellen! Es ist doch wie eine Art "Beichten". Und wer macht das schon gerne, wenn es in die eigenen "Abgründe" geht.

Wären wir vielen nicht selbst vielleicht auch zu "stolz" "Hilfe zu suchen"?

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 7. Okt 2014, 19:44

Wären wir vielen nicht selbst vielleicht auch zu "stolz" "Hilfe zu suchen"?


Das ist wohl eher eine "Kurzschlußreaktion", denn dann wird sich nichts ändern.

Andererseits zeigt sich wie wichtig Vertrauen ist. Dann kann man sich öffnen ohne zuviel befürchten zu müssen.

Schweigen knechtet ja gerade auch bei sexuellem Mißbrauch. Wie irrational schlimm das wird, zeigt sich ja dann im Umgang ganzer Familien damit.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » So 12. Okt 2014, 15:04

Schweigen knechtet ja gerade auch bei sexuellem Mißbrauch. Wie irrational schlimm das wird, zeigt sich ja dann im Umgang ganzer Familien damit.

Hi oTp!
Das Schweigen schützt viele Menschen aber auch, denn dadurch können sie nach wie vor so tun, als wenn bei ihnen alles "normal" wäre. Dies ist für viele Menschen sogar überaus wichtig, dass das strukturiert scheinende Leben nicht komplett auseinanderbricht. Da wird lieber das ganze Leben mit einer Lüge gelebt, bevor darüber gesprochen wird.
Gerade in sehr engen Gemeinschaften wie z.B. auch "auf dem Land", wo jeder jeden kennt, und die Anonymität untereinander fehlt, geschieht solches. Und natürlich auch ganz oft innerhalb der eigenen Familie.
Dies muss man respektieren.

Das Problem ist beim sexuellen Missbrauch, dass dieses Gefühl der Ausbeutung, Hilflosigkeit und Demütigung im Menschen bestehen bleibt, selbst oft mit Psychotherapie.
Fast als wenn man ihm die Würde und das Recht zu leben abgesprochen hätte.
Gerade wenn durch Vertrauenspersonen dieser Missbrauch stattgefunden hat, ist die innere Verletzung besonders groß - und das Misstrauen danach gegenüber der ganzen Welt fast ständig in Alarmstimmung. Wer ist mein Freund, wer ist mein Feind, das kann oft gar nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Das ist wirklich schlimm.

Doch ganz wichtig ist für diese Menschen, dass sie erkennen, dass sie keine Schuld haben, dass ihre Würde ihnen niemand nehmen kann; im Gegenteil, der Täter würdelos gehandelt hat. Der Täter war in Wirklichkeit der "schwache" Part, nicht das Opfer. Erst wenn man verzeihen kann, erhebt man sich als Starker, selbst wenn man Opfer ist. Wissen wir von unserem Höchsten...
Seine Liebe heilt, und als Christ kannst Du sie weitergeben.

... in dem Sinne alles Gute weiterhin!

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 12. Okt 2014, 16:15

Ja, danke, gute Beschreibung der inneren Vorgänge .

Das Geheim-Halten und sich selber fern-halten der inneren Vorgänge verhindert natürlich die Heilung.

Doch ganz wichtig ist für diese Menschen, dass sie erkennen, dass sie keine Schuld haben, dass ihre Würde ihnen niemand nehmen kann; im Gegenteil, der Täter würdelos gehandelt hat. Der Täter war in Wirklichkeit der "schwache" Part, nicht das Opfer. Erst wenn man verzeihen kann, erhebt man sich als Starker, selbst wenn man Opfer ist. Wissen wir von unserem Höchsten...
Seine Liebe heilt, und als Christ kannst Du sie weitergeben.


Ja, wenn im Vertrauen alles ausgesprochen wird, und schon darauf hin arbeitend dieser Mensch aufbauend unterstützt wird, kann Veränderung entstehen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Fr 17. Nov 2017, 15:16

Jetzt drängt das Prinzip der Überwachung auch in die Welt der Pharmazie vor.

Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat am Dienstag zum ersten Mal eine Pille mit einem eingebauten Chip bewilligt. Die digitale Pille registriert, ob der Patient oder die Patientin das Medikament eingenommen hat.

Bei der Arznei handelt es sich um das Antipsychotikum Abilify MyCite. Sein Wirkstoff namens Aripiprazol lindert das Leiden von schwer geistig Kranken, insbesondere Schizophrenen. Neu soll Abilify von seinem japanischen Hersteller Otsuka jetzt auch mit einem eingebauten Chip verkauft werden.

Gross wie ein Sandkorn, von Magensäure aktiviert
Der Chip ist bloss so gross wie ein Sandkorn und besteht aus den körperverträglichen Elementen Silizium, Kupfer und Magnesium. Beim Kontakt mit der Magensäure wird er aktiviert und sendet rhythmisch Signale aus, die von einem auf der linken Brust befestigten Patch empfangen werden. Dieses Pflaster wiederum übermittelt die Information an eine Smartphone-App. So kann auch der Arzt darüber informiert werden, ob das Medikament eingenommen wurde. Dafür braucht es die Bewilligung des Patienten.

Wie die US-Medien schreiben, liegt der Sinn der digitalen Pille darin, dass viele Patienten, insbesondere ältere, ihre Medikamente unzuverlässig einnehmen. Laut «New York Times» verursacht das Versäumnis, Medikamentenverschreibungen nachzukommen, allein in den USA jährliche Kosten von 100 Milliarden Dollar, weil in vielen solcher Fälle Patienten kränker werden und längere Spitalaufenthalte benötigen.

«Werkzeug für Zwang»
Die von der digitalen Pille eröffnete Möglichkeit, Patienten zu überwachen, hat bereits Kritiker auf den Plan gerufen. Im schlechten Fall könnte das «anstatt Vertrauen Misstrauen erzeugen», befürchtet Amen Sarpatwari von der Harvard-Universität. Für Peter Kramer, Autor des Bestsellers «Listening to Prozac» (Auf Prozac hören), «klingt wie ein Werkzeug für Zwang».

Die «Times» kann sich vorstellen, dass Patienten künftig mit digitalen Pillen dazu gezwungen werden, ein Medikament einzunehmen, bevor sie aus stationärer Behandlung oder auf Bewährung aus der Haft entlassen werden. Umgekehrt könnten digitale Pillen aber Patienten auch davon abhalten, zu viel opiatbasierte Schmerzmittel zu schlucken. Fraglich ist bei all dem jedoch, wie viele Menschen bereit sein werden, sich der digitalen Überwachung zu unterwerfen.

Novartis investierte mit
Laut «Wall Street Journal» bezweckt Otsuka mit Abilify MyCite, die Verkäufe seines früheren Renners wieder anzukurbeln. Seit der Patentschutz für den Wirkstoff Aripiprazol 2015 ablief, ist der weltweite Umsatz mit Abilify dramatisch eingebrochen. In der Schweiz zum Beispiel ist ein von Mepha hergestelltes Generikum zu rund dem halben Preis erhältlich.

Der in der Pille enthaltene Chip wurde von der kalifornischen Firma Proteus Digital Health mit einem Forschungsaufwand von 400 Millionen Dollar entwickelt, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Zu den Investoren von Proteus zählt auch Novartis. Der Basler Pharmakonzern habe noch kein digitales Medikament in der Pipeline, schrieb Novartis-Sprecher Eric Althoff dem «Journal». Doch die nun erfolgte Zulassung «wird hoffentlich dabei helfen».
Quelle: http://www.20min.ch/panorama/news/story/24631038

Das ist die Entwicklung....
Ich persönlich stehe des Sache sehr kritisch gegenüber und sehe da viel Raum für Druck, Missbrauch und Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Zudem erscheint mir der Gedanke paradox, z.B. einem paranoid-schizophrenen Menschen einen Chip zu verpassen, wenn doch genau solche 'Szenarien' und viele andere mehr... zum Krankheitsbild eines Menschen mit paranoider Schizophrenie gehören.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 18. Nov 2017, 02:02

In der Extrempsychatrie läuft doch immer was falsch. Wenn es mal wieder völlig unsinnig läuft frage mich sehr genervt wem ich dafür einen kräftigen Tritt verpassen kann, wer dafür verantwortlich ist. Einmal sagte mir ein Polizist, ich müsse mich dafür aber hinten anstellen, auch Polizisten haben es satt wegen schlechten Regelungen durch Gesetze Dinge falsch laufen zu sehen. Wo ist die Vernunft fragt man sich.

Ich bin überzeugt, viel Mist wird sowieso gemacht, manchmal ist Medikamentenzwang jedenfalls die vernünftige Lösung.
Ich kenne Schlimmeres. Auch wenn die Persönlichkeitsrechte von extrem psychisch Kranken unsinnig zu Gunsten des Chaos hoch gewertet werden. Zuungunsten und zum Schaden der Angehörigen. Aha und dann geht plötzlich doch mehr, nämlich wenn der Kranke Kleinigkeiten stielt und für die Allgemeinheit lästig wird.

Vernunft? Gerechtigkeit ? Mitgefühl ?
Ich habe die traurige Wirklichkeit lange genug erlebt.



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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Sa 18. Nov 2017, 11:46

Ein schwieriger Grat..... das ist klar.
Es geht mir auch nicht darum, schwerst psychisch Kranke zu "schützen": es gibt wirklich Fälle, die müssen Medikamente bekommen, da wirklich keine andere Möglichkeit besteht, Persönlichkeitsrechte hin oder her.....
Aber es entsteht doch hier wieder viel 'Interpretationsraum' (um es mal so zu nennen) und es könnten halt dann auch viele mit solchen chipgesteuerten Mitteln behandelt werden.... (erst raus aus der Klinik, erst raus aus dem Vollzug wenn der Chip 'sitzt'! etc.).
Sicherlich wird diese Entwicklung (in der Psychiatrie) auch Auswirkungen auf andere (chronische) Krankheitsbilder haben.... (z.B. Hypertonie oder Diabetes).
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 18. Nov 2017, 16:28

Ja lionne. Es gibt wie wir sehen nichts was nicht missbraucht wird. Da muss dann ein gescheites Gesetzeswerk entscheiden was wann erlaubt ist. Und auch dann gibt es noch Missbrauch weil jedes Regelwerk auch das offen lässt.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » Mi 10. Okt 2018, 10:32

Heute wieder:

10.10.: Internationaler Tag der psychischen Gesundheit

Der 10. Oktober gilt weltweit als internationaler Tag der psychischen Gesundheit (Mental Health Day). Jedes Jahr am 10. Oktober machen Organisationen mit Informationsständen, Vorträgen und Kampagnen auf die Förderung der psychischen Gesundheit von Erwachsenen, älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Weiter bietet sich der Tag der psychischen Gesundheit an, über psychische Krankheiten zu informieren und die Solidarität mit psychisch Kranken und ihren Angehörigen (>>> :oops: :roll: :mrgreen: ) zum Ausdruck zu bringen.

Der Tag der psychischen Gesundheit wurde 1992 vom Weltverband für psychische Gesundheit (WFMH) gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Jedes Jahr bestimmt die WHO ein Schwerpunktthema für den Tag der psychischen Gesundheit.

Ich bin ja mal gespannt, was ich am Mittag darüber in den beiden hiesigen Tageszeitungen lesen werde!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 10. Okt 2018, 11:03

Ich erinnere mich an diesen Klinik-Psychiater. Ich sagte ihm, dass ich Psychopharmaka als chemischen Manipulator für Gehirnvorgänge sehe, und zwar für ziemlich unkontrollierte Manipulation. Der Psychiater widersprach mir.

Ich sehe den Drogensüchtigen, der ein einziges mal vor 10 Jahren in unserem Hauskreis war, in der Psychiatrie. Er kennt mich noch und redet noch mit mir. Psychotisch und verwirrt durch Drogen, ist er nun vollgepumpt mit Psychopharmaka und regelrecht davon benebelt.

Ich erinnere mich an die verzweifelte Mutter die zur Selbsthilfegruppe kam. Ihr aufwachsender Sohn zog sich Cannabis rauchend nur noch in sein Zimmer zurück. Der Rat: Da könne man nichts machen. Aber ich gebe der Mutter recht: Schon wegen Psychosegefahr muss man da was machen können. Man muss das Verhängnis aufhalten.

Ich könnte so einige Baustellen der realen Psychiatrie nennen. Wenn sie Optimismus verbreiten möchte: Es gibt genug Extremfälle wo sie dran arbeiten sollte, es besser hinzukriegen. Die D-Züge, die Patenten und ihre Angehörigen umhauen, halten die nicht auf.

Ok. Der lahme Haufen tut ja was er kann. Und ich kann nur meinen, manchmal im falschen Film zu sein und provozierende, bissige Bemerkungen tätigen. Aber es ist ein zorniger Aufschrei der Ohnmacht. Dass mehr getan werden sollte.


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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2018, 11:38

Lieber oTP,

dass es in der Psychiatrie noch seehr viel Entwicklungspotential gibt, das ist weitgehend unumstritten.

Ich schätze einmal, dass in der Medizin ganz allgemein, sehr Vieles mit der Kooperation der Patienten steht oder fällt. Dabei habe ich schon vor Augen, dass dies im Bereich der Psychiatrie häufig besonders schwierig ist. Mit zur psychischen Erkrankung kommt ja in manchen Fällen auch eine Suchterkrankung. Bei den zugelassenen Medikamenten der Gruppe Psychopharmaka sind ja nur solche, von denen man ausgeht, dass sie eine hilfreiche Wirkung haben. Dies natürlich vorausgesetzt, dass man nicht noch andere Stoffe einnimmt, welche mit dem verschriebenen Medikament kollidieren. Wenn man neben dem Medikament noch Stoffe wie Alkohol oder Drogen einnimmt, dann kann es leicht geschehen, dass ein Patient ausser Kontrolle gerät.

Dass aber ein Psychopharmaka auch nützlich sein kann, will ich anhand eines Beispiels aufzeigen. In der heutigen Zeit weit verbreitet sind Schlafprobleme. Diese können sogar sehr happig werden. Leidet beispielsweise ein Patient konstant an Durchschlafstörungen und kann deshalb nach 03:00 nicht mehr weiterschlafen, so prägt sich das Ganze in das Schmerzgedächtnis ein. Dies hat zur Folge, dass man schon mit Angst zu Bett geht. Diese Angst kommt zusätzlich ins Schmerzgedächtnis und so zieht sich der Strick immer weiter zu. Um dies zu vermeiden verschreiben Ärzte häufig ein dafür geeignetes Antidepressiva. Wenn der Patient dadurch wieder weitgehend normal schlafen schlafen kann, so wird das Schmerzgedächtnis wieder entlastet. Je nach dem wie lange die Krankheitssituation angedauert hat wird das Schmerzgedächtnis in grösseren oder dann halt in nur minimen Schrittchen entlastet. Sicher zugegeben solch ein Medikament ist eine Krücke. Doch lieber Krücken, als sich gar nicht mehr fortbewegen zu können. Klar, wie es bei Krücken so ist, man muss dann irgendwann beginnen, sich davon wieder zu trennen.

Freundlicher Gruss

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 11:57

Klar, lieber firebird.

Psychopharmaka könnte man auch als Krücken bezeichnen.

Aber denke daran, dass der Körper sich an Schlafmittel gewöhnt und deshalb ein solches Mittel, das auch schon mal ein Psychopharmaka ist, nur vorübergehend nützlich sind.

Wenn ein Mensch Ängste hat, müsste man auch streng genommen nur zeitweilig Psychopharmaka bekommen. Die Wirkung kann nachlassen oder das Mittel selber Ängste erzeugen.

Meist wird ja der bequemste Weg gegangen. Das heisst oft, die Medikamente jahrelang nehmen.

Die Freiheit hört eigentlich nur da auf, wo jemand Selbstmordabsichten hat. Massive Selbstgefährdung die tödlich enden kann, fällt unter Freiheit.
Ich denke jetzt an eine junge Frau, von der gestern im TV berichtet wurde, die an Magersucht starb.

Psychische Störungen wegen Drogen sind ein heikles Thema. Immerhin hat man sich schon geeinigt, gelten zu lassen, dass Cannabis die Jugendliche Psyche schädigen kann. Daneben gibt es noch die Ansicht, dass psychische Störungen zum Drogenmissbrauch führen.

Drogen und Magersucht sind das schlimmste Problem, mit dem es Psychiater zu tun haben. Natürlich sind starke Depressionen auch extrem belastend.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 14:12

Ich habe durch ein Trauma sehr grosse Schlafstörungen erlitten. Ohne Psychopharmaka kann ich seit 2007 nicht mehr einschlafen, weil jede Nacht das Trauma raufkommt, welches verhindert, dass ich auf natürliche Weise wieder einschlafen könnte. Es ist bei mir zu einer Angststörung geworden, die ich bis heute nicht in den Griff bekommen konnte. Seit Jahren versuche ich wieder ohne Medikamente schlafen zu können, bisher leider erfolglos. Meine Psyche dreht durch und ich habe schon sehr viel ausprobiert auch mit Psychotherapie, leider ohne Erfolg. Ich möchte nach wie vor die Medikamente absetzen, aber ich weiss nicht wie, weil es hier nicht nach dem Willensprinzip funktioniert. Ich kann nicht ins Bett gehen und einfach mit dem Willen mich zwingen einzuschlafen. Ich versuche Gottes Antwort umzusetzen, die ich glaube von ihm bekommen zu haben, dass ich daran arbeiten müsse in seine Ruhe zu kommen, aber dies funktioniert leider bisher nur am Tag. Nachts klappt es noch nicht. Da übernimmt einfach meine Psyche und macht Panik. Harter Weg, aber ich versuche das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Aber ohne Psychopharmaka wäre es zurzeit nach wie vor undenkbar.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Gnu » Do 11. Okt 2018, 14:18

Tamahia, versuch es mit Sabbat anstelle von Sonntag halten. Gratistipp.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 14:35

Machen wir schon Gnu... :D
Aber nicht aus Gesetzlichkeit, sondern weil wir es schön finden und es unser einziger Abend ist, an dem wir zu 95% nicht arbeiten müssen und so zusammen Predigen hören können oder glaubensmässige Themen oder Anliegen besprechen...

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2018, 14:49

Liebe Tamahia, lieber Gnu,

nie und nimmer ist halten des Sabbats ein Heilmittel. Solch eine Idee ist reine Quacksalberei.

Wenn man am Sonntag ausruht und es im Leben immer wieder Ruheoasen gibt, dann ist das gegen Schlaflosigkeit hilfreich.

Gesetzlichkeit führt zu Zwängen, was mitunter das Gegenteil von Freiheit ist.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 14:53

Ja, verstehe ich Tamahia, dass es nicht anders geht.

Solche Angststörungen können ausgesprochen hartnäckig sein und verhindern, dass man zur Ruhe kommt. So als wäre man in dauerhaftem Alarm- oder Panikzustand. Und kann das nicht abschalten.

Hoffentlich wird's bei dir immer besser.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 15:12

firebird hat geschrieben:Liebe Tamahia, lieber Gnu,

nie und nimmer ist halten des Sabbats ein Heilmittel. Solch eine Idee ist reine Quacksalberei.

Wenn man am Sonntag ausruht und es im Leben immer wieder Ruheoasen gibt, dann ist das gegen Schlaflosigkeit hilfreich.

Gesetzlichkeit führt zu Zwängen, was mitunter das Gegenteil von Freiheit ist.

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Nichts einzuwenden Firebird. Aber ich habe ja explizit geschrieben, dass wir nicht aus einer Gesetzlichkeit den Freitagabend gewählt haben, sondern, weil wir dann in der Regel nicht arbeiten müssen. Mit Schichtarbeit ist es nämlich eine grosse Herausforderung einen fixen, freien Abend zu haben. Dass aber die Israeliten am selben Abend Sabbat feierten, ist doch einfach noch zusätzlich schön. Aber wir halten am Freitagabend keinen Sabbat, wie es die Juden tun, sondern wir nehmen uns einfach Zeit für Predigten oder über glaubensmässige Themen zu reden. Ich sehe keinen Anstoss dabei. Du kannst dies selbstverständlich auch am Sonntag machen. Wir hingegen arbeiten an den meisten Sonntagen. Ich musste einfach betreffend Gnus Gratistipp grinsen, da wir unseren "Sonntag" aufgrund der Schichtarbeit schon auf den "Sabbat" verschoben haben...

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 15:13

onThePath hat geschrieben:Ja, verstehe ich Tamahia, dass es nicht anders geht.

Solche Angststörungen können ausgesprochen hartnäckig sein und verhindern, dass man zur Ruhe kommt. So als wäre man in dauerhaftem Alarm- oder Panikzustand. Und kann das nicht abschalten.

Hoffentlich wird's bei dir immer besser.

LG, otp


Danke dir Otp! Ich versuche einfach dran zu bleiben und immer wieder einen neuen Anlauf zu wagen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2018, 15:18

Lieber oTP,

du schreibst:

oTP hat geschrieben:Klar, lieber firebird.

Psychopharmaka könnte man auch als Krücken bezeichnen.

Aber denke daran, dass der Körper sich an Schlafmittel gewöhnt und deshalb ein solches Mittel, das auch schon mal ein Psychopharmaka ist, nur vorübergehend nützlich sind.


Es ist so, dass Schlafmittel eben Schlafmittel sind und somit keine Psychopharmaka. Schlafmittel wie Temesta oder Seresta enthalten Benzodiazepin als Wirkstoff. Deshalb kommt man schnell in eine Sucht, wenn man diese Medis über mehrere aufeinanderfolgende Nächte einnimmt. In diese Kategorie gehört auch Stilnox mit einem ebenso gefährlichen Wirkstoff.

Eine Sucht hat die Eigenschaft dass man immer grössere Mengen benötigt um die gleiche Wirkung zu erzielen.
Die Medizin macht einen Unterschied zwischen Sucht und Abhängigkeit. So ist ein Diabetiker nicht einfach Insulinsüchtig, sondern er ist abhängig von Insulin. Dasselbe ist auch mit Antidepressiva oder Neuroleptika, klar man ist davon abhängig. Doch wenn es die Lebenssituation möglich macht, kann man solche Medis oftmals völlig problemlos runterdosieren. Dies entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung.

Menschen die psychisch krank sind, haben auch Lebensbereiche in denen sie Verantwortung tragen (Familie, Beruf, Verwandschaft ... etc.) Das heisst, sie müssen halt so weit wie es geht, funktionieren. So sind halt Psychopharmaka oftmals das kleinere Übel. Da können psychisch starke Menschen sehr leicht mit Theorien herum hausieren.

Es Grüessli
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2018, 15:36

Liebe Tamahia,

du schreibst:

Tamahia hat geschrieben:Ich habe durch ein Trauma sehr grosse Schlafstörungen erlitten. Ohne Psychopharmaka kann ich seit 2007 nicht mehr einschlafen, weil jede Nacht das Trauma raufkommt, welches verhindert, dass ich auf natürliche Weise wieder einschlafen könnte. Es ist bei mir zu einer Angststörung geworden, die ich bis heute nicht in den Griff bekommen konnte. Seit Jahren versuche ich wieder ohne Medikamente schlafen zu können, bisher leider erfolglos. Meine Psyche dreht durch und ich habe schon sehr viel ausprobiert auch mit Psychotherapie, leider ohne Erfolg.


Deine Situation tut mir sehr leid. Doch wenn man sich selbst unter Druck setzt, jetzt ohne eine kleine Dosis an Psychopharmaka schlafen zu können, bewirkt eigentlich das Gegenteil von dem was man will. Dass bei dir Gesprächstherapie oder Verhaltenstherapie nicht angeschlagen haben, das soll man natürlich akzeptieren. Ab und zu muss auch ich zu Schlafmittel greifen um neben den Antidepressiva schlafen zu können. Dies weil ich eben weiss, dass ich schlafmässig die Kurve nicht mehr finde, wenn ich mich unter Druck setze. Aber ich habe auch gute Zeiten gehabt, wo ich ohne Zwang die Dosis von Trittico etwas zurückfahren konnte.

Herzlicher Gruss
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 17:00

Lieber Firebird

Sich unter Druck setzen, ist in der Tat mehrheitlich kontraproduktiv. Da ich aber Mühe habe mit der Situation, wie sie ist, möchte ich weiterhin gerne versuchen, ob ich mit Gottes Hilfe nicht doch noch etwas verändern könnte. Die Dosis konnte ich schon vierteln. Dies ist bestimmt schon mal ein grosser Fortschritt, aber weiter schaffe ich es einfach noch nicht, obwohl ich denke, dass zum grösseren Anteil das Einnehmen von Psychopharmaka bei mir Plazeboeffekt ist. Wenn ich einigermassen ruhig bin, spüre ich betreffend dem Wirkstoff nämlich keinen Unterschied, ob ich die volle Dosis oder nur einen Viertel davon genommen habe. Wenn ich psychisch überhaupt nicht herunter kommen kann, wirkt die volle Dosis jedoch genauso wenig, wie ein Viertel. Deshalb tippe ich mehrheitlich auf Plazeboeffekt. Solange ich noch davon nehme, glaubt meine Psyche, dass ich somit schlafen kann. Wenn ich aber gar nichts mehr nehme, dann erinnert mich meine Psyche so lange daran, dass ich unmöglich schlafen könnte, weil ich ja nichts genommen habe, bis ich aufgebe und das Medi nehme. Öfters schlafe ich dann innert 5 bis 15 Minuten ein. Und so schnell, kann doch das Zeugs gar nicht wirken. Deshalb wieder meine Vermutung betreffend Plazeboeffekt. Meine Psyche hat sich beruhigt, weil ich nun ja etwas genommen habe und deshalb schlafe ich ein. Und dieser Zustand schmeckt mir nicht.

Liebe Grüsse
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2018, 18:04

Liebe Tamahia,

vielleicht ist es tatsächlich so, dass die Viertelsdosis nicht mehr eine grosse Wirkung hat bei dir, genau so wenig wie die 4/4 Dosis. Dies läuft ja auf einen Placeboeffekt hinaus. Einmal abgehen von der Wunderheilung, kann ja durch die Gemeinschaft mit Jesus innere Heilung entstehen, so dass du dein Medikament plötzlich ohne nachteilige Wirkung absetzen kannst. Aber auch hier, lasse es einfach geschehen.

Gesetzlichkeit unter Christen kann eben auch so sein, dass man keine Psychopharmaka einnimmt. Auch dass in der alles in der Bibel steht, sodass Christen weder eine Psychotherapie noch einen Psychiater brauchen. Wenn aber Christen trotzdem einen Psychiater nötig haben, so sei dies ein Zeichen des Abfalls oder sogar das Zeichen dämonischer Besessenheit. So etwas betrachte ich als wahre Katastrophe.

Ich möchte sehr gerne, dass ich mich täusche, aber von oTP kommt bei mir so ein Geschmack rüber, als ob es bei ihm in diese Richtung gehen könnte. ( Ichbotschaft! )

Freundlicher Gruss
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Tamahia » Do 11. Okt 2018, 19:18

Lieber Firebird

Ich glaube, dass man durchaus als Christ zum Arzt oder Psychiater gehen darf. Ich will das Medi auch nicht wegen der Bibel nicht mehr nehmen, sondern weil ich nicht gerne Chemie schlucke, wenn ich es nicht bräuchte. Insbesondere, weil ich dieses Zeugs seit über 10 Jahre einnehme. Von offensichtlichen Nebenwirkungen bin ich glücklicherweise zwar verschont geblieben und dennoch weiss ich nicht, wie das wäre, wenn ich es noch die nächsten 40 Jahre plus nehmen müsste. Dies behagt mir einfach nicht.

Liebe Grüsse
Tamy
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 11. Okt 2018, 19:48

firebird hat geschrieben:
Gesetzlichkeit unter Christen kann eben auch so sein, dass man keine Psychopharmaka einnimmt. Auch dass in der alles in der Bibel steht, sodass Christen weder eine Psychotherapie noch einen Psychiater brauchen. Wenn aber Christen trotzdem einen Psychiater nötig haben, so sei dies ein Zeichen des Abfalls oder sogar das Zeichen dämonischer Besessenheit. So etwas betrachte ich als wahre Katastrophe.

Ich möchte sehr gerne, dass ich mich täusche, aber von oTP kommt bei mir so ein Geschmack rüber, als ob es bei ihm in diese Richtung gehen könnte. ( Ichbotschaft! )

Freundlicher Gruss
Firebird


Nee, lieber firebird. Sogar im Gegenteil. Das grosse Problem auch bei Christen ist das Problem ausgewogen zu entscheiden, was zu tun ist. Haben Viele wohl zu wenig Ahnung von der menschlichen Psyche. Auch Christen brauchen Psychologen und Psychiater und das stellt ihr Christsein nicht infrage. Allerdings wage ich mich noch weiter. Dann wird es aber wieder schwieriger. Denn Niemand kann sicher sein, wo der Übergang von psychischen Beschwerden zu dämonischen Einwirkungen ist. Das bedeutet dann auch, sich eines Urteils zu enthalten. Statt dessen tut was man kann. Wenn ich einen Menschen kennenlerne, mit ihm rede und ihn beobachte und keine typischen Reaktionen feststelle, gilt für mich, dieser Mensch hat psychische Probleme und sonst nichts. Und unterstütze ihn, wo und wie ich kann.

Kleines Beispiel: Ich kannte "meine" süchtige Magersüchtige schon lange, dann begann ich systematisch aber vorsichtig von Jesus zu reden. Gerade dabei reagierte sie so heftig, dass ich zumindest einen Anfangsverdacht hatte. Aber was will man dann machen, man kann dennoch nichts machen, wenn der Wille zu schwach ist und die Alkoholsucht und die Magersucht zu mächtig. Da muss man langfristig aufbauen. Was aber auch nicht möglich war.
Bestimmte Hauruck Christen, von der charismatischen Abteilung, hätten vielleicht gewaltig losgelegt um Sucht und Magersucht -Dämonen auszutreiben. Schlimme Vorstellung für mich, halte ich für einen Übergriff.

Im Moment ist sie anscheinend seit Wochen spurlos verschwunden, sagten ihre Eltern. Auch da komme ich mir machtlos und hilflos vor und bin wütend über all das Leid das es um uns herum gibt. Und muss mich mit den gegebenen Grenzen des Möglichen abfinden, etwas dagegen tun zu können.

LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 5. Nov 2018, 11:56

onThePath hat geschrieben:
Und wer schützt die Eltern, die dann der Willkür ihres Sohnes schutzlos ausgesetzt sind ?
Wo ist da also Ausgewogenheit, Konsequenz und Gerechtigkeit ?

Mir als denkenden Menschen ist das ziemlich seltsam. Immerhin, als er endlich einen Betreuer bekam, entschuldigte sich ein Psychologe, der die Psychose feststellte, telefonisch für die unmöglichen Zustände, die wir jahrelang erdulden mußten. Aber verlorene Jahre sind schwerwiegend genug, um danach zu fragen, warum sich niemand kümmern will. Denn gerade am Anfang einer Psychose wäre ein Eingreifen besonders hilfreich und segensreich.

Ich rede öffentlich darüber und habe meine Gründe dafür. Bin im Moment auch wieder damit konfrontiert, dass Jahre, Jahrzehntelanges Schweigen bei sexuellem Mißbrauch so viel innere Schäden verursacht.

Etwas benennen ist die Chance, etwas zu ändern. Auch gesellschaftlich, auch bei dem leidigen Thema das ich hier anspreche.

lg, oTp




Hallo oTp,


ein wichtiges interessantes Thema was du hier anschneidest, wozu ich folgende Frage an dich stellen möchte:

Müssen Eltern vor ihren Kindern überhaupt geschützt werden?
Und wenn ja, warum? Wie konnte es soweit kommen, das die Kinder - die Schutzbefohlenen der Eltern - nun ihrerseits in den Augen der Eltern eine Bedrohung darstellen?


Und ich sage dir ein weiteres zu dem Thema Drogenmissbrauch und Psychosen. Die aktuelle "Therapie" in Psychiatrischen Klinik bei "Notfällen", die eine reine Symptombehandlung meist nur darstellt - hier in unserem diskutierten Falle die hier vor dem Gesetz gerechtfertigten Zwangseinweisungen in Kliniken, sind aus einer Not heraus geboren, die es eigentlich gar nicht geben müsste, dort wo Eltern ihren Kindern Entwicklungsräume eröffnen täten, die sie dann erst gar nicht in Psychosen oder Ersatzwelten durch Drogen treiben lassen würden.

Auch wenn kein Elternteil je einen gesunden Einfluß auf sein Kind in zunehmendem Alter noch nehmen kann, ist es doch das natürliche gesunde Bestreben des Kindes, sich von den Eltern abzukapseln, um eine eigene Familie zu gründen (siehe auch in der Bibel hier den Vers: darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner eigenen Frau anhängen....).


mfg,
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 5. Nov 2018, 12:24

onThePath hat geschrieben: Auch Christen brauchen Psychologen und Psychiater und das stellt ihr Christsein nicht infrage. Allerdings wage ich mich noch weiter. Dann wird es aber wieder schwieriger. Denn Niemand kann sicher sein, wo der Übergang von psychischen Beschwerden zu dämonischen Einwirkungen ist.
LG, otp




Niemand? Dann war Jesus also ein Scharlatan? Ein Unwissender seiner Zeit? Der die eigentlichen psychiatrischen und psychischen Problemen von all den Besessenen, bei denen er Dämonen austrieb nicht kannte?

Dann waren auch all die Christen nach ihm, von denen gesagt wird, das ihnen diese Zeichen folgen werden:

Markus 16,
17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Zungen reden,
18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so wird's gut mit ihnen.


Unwissende? Scharlatane?


onThePath hat geschrieben:
Kleines Beispiel: Ich kannte "meine" süchtige Magersüchtige schon lange, dann begann ich systematisch aber vorsichtig von Jesus zu reden. Gerade dabei reagierte sie so heftig, dass ich zumindest einen Anfangsverdacht hatte. Aber was will man dann machen, man kann dennoch nichts machen, wenn der Wille zu schwach ist und die Alkoholsucht und die Magersucht zu mächtig. Da muss man langfristig aufbauen. Was aber auch nicht möglich war.
Bestimmte Hauruck Christen, von der charismatischen Abteilung, hätten vielleicht gewaltig losgelegt um Sucht und Magersucht -Dämonen auszutreiben. Schlimme Vorstellung für mich, halte ich für einen Übergriff.

Im Moment ist sie anscheinend seit Wochen spurlos verschwunden, sagten ihre Eltern. Auch da komme ich mir machtlos und hilflos vor und bin wütend über all das Leid das es um uns herum gibt. Und muss mich mit den gegebenen Grenzen des Möglichen abfinden, etwas dagegen tun zu können.

LG, otp




Jemand der Magersüchtig und Alkoholabhängig ist, und dann gegenüber einem anderen Menschen - der "vorsichtig und systematisch von Jesus anfängt zu erzählen" nun verstört und aggressiv reagiert, ist doch psychologisch nur allzu leicht zu verstehen und erklären. Da braucht es keine Dämonen im Hintergrund, die es zuvor auszutreiben gilt.


Ich möchte diesbezüglich auch noch mal auf die Bibelstelle von Markus 16 zu sprechen kommen.

Die Zeichen die NACHFOLGEN ... nicht die VORAUSGEHEN..

also nicht erst die spektakuläre Dämonenaustreibung und mit einem Schlag ist der Mensch friedlich, gesund und offen für Jesus.
Einem "Jesus" der dann nur übergestülpt werden kann, wenn ich mir die Gruppe von Menschen ansehe im Endgericht, von denen Jesus sagt: Ich habe euch nie gekannt. Und die von sich behaupten, das sie Christen seien und doch in Jesu Namen Geister und Dämonen ausgetrieben haben.

Jesus sagt an einer Stelle zu seinen Jüngern, als diese einen taubstummen Geist nicht austreiben konnten, das dieser nur Durch Fasten und durchs Gebet ausfahre.
Ein neues Thema was ich jetzt nicht vertiefen möchte hier, aber ein Hinweis für uns, das Menschen im Kontakt mir Christen frei werden können, von dem was sie ängstigt und bedrängt, allein dadurch, das wir sie unter unsere Obhut nehmen. Sie Begleiten in ihren Nöten. Sie da in eine Situation bringen, wo sie eine Bitte an uns richten. Dort wo wir uns ganz bedeckt halten (fasten - nichts für uns erwarten). Dort werden wir Heilung und Befreiung von Menschen dann erleben.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mo 5. Nov 2018, 12:24

onThePath hat geschrieben: Auch Christen brauchen Psychologen und Psychiater und das stellt ihr Christsein nicht infrage. Allerdings wage ich mich noch weiter. Dann wird es aber wieder schwieriger. Denn Niemand kann sicher sein, wo der Übergang von psychischen Beschwerden zu dämonischen Einwirkungen ist.
LG, otp




Niemand? Dann war Jesus also ein Scharlatan? Ein Unwissender seiner Zeit? Der die eigentlichen psychiatrischen und psychischen Problemen von all den Besessenen, bei denen er Dämonen austrieb nicht kannte?

Dann waren auch all die Christen nach ihm, von denen gesagt wird, das ihnen diese Zeichen folgen werden:

Markus 16,
17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Zungen reden,
18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so wird's gut mit ihnen.


Unwissende? Scharlatane?


onThePath hat geschrieben:
Kleines Beispiel: Ich kannte "meine" süchtige Magersüchtige schon lange, dann begann ich systematisch aber vorsichtig von Jesus zu reden. Gerade dabei reagierte sie so heftig, dass ich zumindest einen Anfangsverdacht hatte. Aber was will man dann machen, man kann dennoch nichts machen, wenn der Wille zu schwach ist und die Alkoholsucht und die Magersucht zu mächtig. Da muss man langfristig aufbauen. Was aber auch nicht möglich war.
Bestimmte Hauruck Christen, von der charismatischen Abteilung, hätten vielleicht gewaltig losgelegt um Sucht und Magersucht -Dämonen auszutreiben. Schlimme Vorstellung für mich, halte ich für einen Übergriff.

Im Moment ist sie anscheinend seit Wochen spurlos verschwunden, sagten ihre Eltern. Auch da komme ich mir machtlos und hilflos vor und bin wütend über all das Leid das es um uns herum gibt. Und muss mich mit den gegebenen Grenzen des Möglichen abfinden, etwas dagegen tun zu können.

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Ich möchte diesbezüglich auch noch mal auf die Bibelstelle von Markus 16 zu sprechen kommen.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 5. Nov 2018, 14:15

Habatom,


Du bringst gute Ansätze und jahrelange Beobachtung, Erfahrungen und Verarbeitung von meinen Informationen allzu leichtfertig ins Negative.


Dabei kritisierst du recht locker und bombardierst mit Bibelstellen, die du für deine persönliche Meinung deutest.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 5. Nov 2018, 14:30

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Auch Christen brauchen Psychologen und Psychiater und das stellt ihr Christsein nicht infrage. Allerdings wage ich mich noch weiter. Dann wird es aber wieder schwieriger. Denn Niemand kann sicher sein, wo der Übergang von psychischen Beschwerden zu dämonischen Einwirkungen ist.
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Unwissende? Scharlatane?







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Habatom. Ist doch ziemlich daneben, was du von Jesus in Bezug auf mich sagst. Wo bitte spreche ich von Jesus ?
Du scheinst mich gerne falsch zu deuten.

Du bringst meine Sicht ziemlich durcheinander, so wie du sagst ist es nicht. Die Logik in Schlangenlinien, die in deinen Aussagen zum Ausdruck kommt, deine Behauptungen, muss ich erst noch langwierig berichtigen. Wozu ich gerade keine Zeit habe. Du redest gar nicht von meiner Sicht der Dinge.


LG otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 5. Nov 2018, 16:03

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Auch Christen brauchen Psychologen und Psychiater und das stellt ihr Christsein nicht infrage. Allerdings wage ich mich noch weiter. Dann wird es aber wieder schwieriger. Denn Niemand kann sicher sein, wo der Übergang von psychischen Beschwerden zu dämonischen Einwirkungen ist.
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Niemand? Dann war Jesus also ein Scharlatan? Ein Unwissender seiner Zeit? Der die eigentlichen psychiatrischen und psychischen Problemen von all den Besessenen, bei denen er Dämonen austrieb nicht kannte?

Dann waren auch all die Christen nach ihm, von denen gesagt wird, das ihnen diese Zeichen folgen werden:

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Unwissende? Scharlatane?


Ausser deinen Beobachtungen in gewissen charismatischen Kreisen, wo du ja negative Erfahrungen hattest, weisst du anscheinend nicht viel darüber.
Niemand? Dann war Jesus also ein Scharlatan? Ein Unwissender seiner Zeit? Der die eigentlichen psychiatrischen und psychischen Problemen von all den Besessenen, bei denen er Dämonen austrieb nicht kannte?


Jesus ist kein Mensch, jedenfalls nicht nur, und deshalb steht er über allen Menschen.

Die Apostel haben im Gegensatz zu dir positive Erfahrungen mit dem freisetzen von Gebundenen.

Das ist richtig. Keinerlei reale Aussage machst du über die heutige Situation. Statt dessen zitierst du Bibelzitate.

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Völlig Falsch. ich weiss schon was ich ihr zumuten konnte. Meinst du ich sei anscheinend so verblödet, dass ich die primitivsten Grundlagen nicht beachte ? Und ich rede von Verdachtsmomenten und grösster Sorgfalt im Beurteilen. Was unterstellst du mir ? Du kannst ja noch mal nachstöbern was ich vorher diesbezüglich gesagt habe.

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also nicht erst die spektakuläre Dämonenaustreibung und mit einem Schlag ist der Mensch friedlich, gesund und offen für Jesus.
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Das hat gar nichts mit mir zu tun. Hast wohl nicht gelesen, dass ich dazu auch deine Argumente schon vorher dargelegt habe. Und du kommst einfach und benutzt diese meine Aspekte gegen mich weil ich mich nicht ständig der Komplettheit willen uferlos wiederhole ? Muss ich wohl. ? Habe ich nicht auch dir zu erklären versucht, wie kompliziert das alles ist ?

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 5. Nov 2018, 16:16

Ein neues Thema was ich jetzt nicht vertiefen möchte hier, aber ein Hinweis für uns, das Menschen im Kontakt mir Christen frei werden können, von dem was sie ängstigt und bedrängt, allein dadurch, das wir sie unter unsere Obhut nehmen. Sie Begleiten in ihren Nöten. Sie da in eine Situation bringen, wo sie eine Bitte an uns richten. Dort wo wir uns ganz bedeckt halten (fasten - nichts für uns erwarten). Dort werden wir Heilung und Befreiung von Menschen dann erleben.


Da sagst du mir absolut nichts Neues. Schon vor zehn Jahren hatten wir mehr als zwei Jahre lang einen Hauskreis vorwiegend mit einigen jungen Leuten. Mein Verhalten gegenüber allen nahm das zum Maßstab. Aber, ob es dir passt oder nicht, gerade in dieser liebevollen Gemeinschaft meldeten sich bei etwa vier von ihnen Dämonen. Bei einer 16-jährigen nicht. Sie schleppte eine Vergewaltigung mit sich und war wenig zugänglich, erzählte die ganze Tragweite nicht, war nicht kooperativ. Sie machte nur Andeutungen. Später bekam sie eine psychische Kriese und musste in die Psychiatrie.

Die meisten anderen veränderten ihr Leben völlig zu einem Leben mit Jesus.


Erzähl mir lieber mal was konstruktives und Neues für mich. Es sieht nämlich gerade so aus, als zweifeltest du an meinem Gesamtkonzept.

Übrigens kann jeder Christ ziemlich verschiedene Erfahrungen machen. Also bitte kein Tunnelblick, wie was zu sein hat.




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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 6. Nov 2018, 01:14

onThePath hat geschrieben:
Die Apostel haben im Gegensatz zu dir positive Erfahrungen mit dem freisetzen von Gebundenen.







Wie darf ich das verstehen, da du mich und meine Erfahrungen ja gar nicht kennen kannst?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 6. Nov 2018, 07:50

Lieber Otp,


wir reden hier auf deinen Wunsch als Eröffner dieses Themas über "Psychiatrie und Freiheit", diskutieren ein paar Beispiele, die du immer wieder einzuwerfen weißt und sollten dann bitte auch sachlich und thematisch im Umgang miteinander hier bleiben.

Den anderen herauszufordern inwieweit nun sein Lebenskonzept sinnig oder nicht sinnig ist, ist und kann kein Thema sein. Auch sollten wir uns nicht ständig persönlich angegriffen fühlen, wenn wir hier ein Thema behandeln.

Insofern fehlen mir nun meinerseits auch ein wenig die Thematischen Ansatzpunkte in deinen letzten Beiträgen an mich, hier tiefer in die Diskussion einzusteigen.


Aber wie ich vermute hast du vielleicht gar kein Bedürfnis mehr hier dieses Thema erörtert zu wissen, weil du ja schon alles zu diesem Thema weißt. Und dieses nur gerne noch mal im Raum mit anderen Bestätigt zu finden suchst?


Auf diese Art von Diskussion kann zumindest ich dann hier mit Dir getrost verzichten.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Di 6. Nov 2018, 08:59

Also,
Um Thematisch voranzukommen, könnten wir unsere Gedanken dazu austauschen, inwiefern wir bei den heutigen Psychatrie Patienten eine Symptomatik rein Medizinisch erklären können. Und als Gutachter beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen habe ich 8 Jahre lang dies als Aufgabe wahrgenommen, u.a. dann auch psychische und geistige Krankheitsbilder zu erkennen, zu beschreiben und im Rahmen einer eventuell daraus resultierenden Pflegebedürftigkeit zu bewerten.

Und/Oder wir könnten uns darüber unterhalten, was Jesus und die Apostel unter überspitzten Gedankengebäuden verstanden, die es im Kampf gegen die „geistigen Mächte dieser Welt „ zu zerstören gilt.

Mit freundlichen Grüßen,
Habatom
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 6. Nov 2018, 11:13

Lieber Habatom,
Deine Tätigkeit passt gut zu diesem Thema.
8 Jahre Dienst als Gutachter einer Krankenkasse. Für ältere Leute speziell oder für alle ? Hattest du auch Einblick in die Psychiatrie, was sich dort tut ?

Eigentlich hast du eine gute Grundlage, um psychisch Ungewöhnliches besser zu verstehen. Und komplett wird es nun mal erst, wenn man psychische Zustände einbezieht, die dämonisch mitverursacht wurden.

Beurteilen verlangt viel Umsicht. Wenn mir erzählet würde, Jemand benehme sich dämonisch, würde ich jedenfalls selbst alles genau untersuchen wollen uns selber urteilen.
Die von mir genannte Frau stand für mich lediglich im Anfangsverdacht. Ihre Mager- und Trunksucht hatte natürlich psychische Ursachen, dazu kam noch ein Trauma. Da sie völlig verstrickt war und auch keinen Ausweg suchte, konnte ich auch nicht auf sie einwirken für ein Leben mit Jesus. Also auch nicht weiter erfahren, ob auch Dämonen an ihrem Zustand beteiligt waren die versucht hätten, sich gegen ihr Heilwerden zu stellen. Durch die zwei Jahre Hauskreis bei uns mit jungen Leuten war ich ja schon etwas trainiert für Langzeitbegleitung.

Ausserdem habe ich einen Sohn, der dauerhaft psychotisch krank ist. Bei ihm begann alles mit Cannabis. Aber auch zwei Männer aus dem grossen Familienkreis haben eine Schizophrenie. Nicht nur das motivierte mich mit der Frage der Psyche zu beschäftigen.

Psychosen, die chronisch und schwer sind, bessern sich anscheinend oft auch nicht durch Psychopharmaka soweit, dass ein normales, eigenständiges Leben möglich ist. Und oft mag der Kranke die Medikamente nicht, fühlt sich ohne wohler.
Aber wenn er keine nimmt, kann er sehr chaotisch und belastend werden.
LG, otp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Habatom » Mi 7. Nov 2018, 17:35

Hallo otp,


Gutachter beim MDK Nord (für Hamburg und Schleswig Holstein) dann für alle gesetzlich Kranken Versicherten Menschen in Hamburg mit zuständig. Von 12 Jahren bis 100 plus... Kindergutachter gibt es extra.

Einblick bekommt dann nach rund 6500 Gutachten in alle uns bekannten Krankheitsbilder von Personen, innerhalb aller Wohngruppen/Einrichtungen/Haushalten, die hier einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellen (oder stellen lassen).

onThePath hat geschrieben:
Eigentlich hast du eine gute Grundlage, um psychisch Ungewöhnliches besser zu verstehen. Und komplett wird es nun mal erst, wenn man psychische Zustände einbezieht, die dämonisch mitverursacht wurden.




"Psychische Zustände - die dämonisch mitverursacht sind" bedarf nun von dir einer näheren Erläuterung.

Denn jeder Mensch, der nicht durch den heiligen Geist wiedergeboren ist und sich durch den heiligen Geist als Kind Gottes weiß und erlebt, steht mehr oder weniger unter den Geistern und Mächten dieser Welt (entsprechend Epheser 6,

10 Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!
11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!
12 Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.)


Und zwar unterscheide ich hier noch die Einflussnahme auf Menschen, die gerade von Gott herausgerufen worden sind, sich von ihrem alten Leben unter dem Joch des Teufels und der Sünde abwenden nun wollen und sich auf den Weg zur engen Pforte (der Wiedergeburt durch den heiligen Geist) machen.

Und den Menschen, die hier schon durchgegangen sind, den schmalen Weg der zum himmlischen Jerusalem führt, beschreiten. Den Bösen dann irgendwann überwunden haben und fortan auch nicht mehr angetastet werden.

Bei der Definition und Bewertung der verschiedenen (auch psychiatrischen) Krankheitsbilder geht es dann allein darum, hier auf nachvollziehbare Störungen in der Vergangenheit (Biographie) insofern einzugehen, als das sie mitverantwortlich sind, für das jetzt nun sichtbare Krankheitsbild.

Einen direkten Einfluss von Dämonen, den es hier zu beschreiben geben könnte, habe ich letztendlich nicht benennen können, da ich alle Krankheitsbilder rein Medizinisch und Entwicklungsbedingt beschreiben, bewerten und Diagnostizieren kann. Ohne hier eine "Diagnose" stellen zu müssen: "Dämonisch bedingte Verhaltensweisen" ...---

Des weiteren kann ich alle meine Erfahrungen von sogenannten Exorzisten, die ich bislang erlebt habe, nur als nicht durch den heiligen Geist gewirkt beschreiben.

Was nicht ausschließt, das es auch durch den heiligen Geist gewirkten Exorzismus gibt. Was aber meine bisherigen Erfahrungen auf diesem Gebiet dann übersteigt.

Und auch nicht meinem beruflichem Aufgabenfeld entspricht.

Sollte sich hier diesbezüglich meinen Erfahrungen noch etwas ändern, werde ich gegebenenfalls auf dieses Thema wieder zurück kommen.

Zu deinem Sohn habe ich mich hier ein wenig eingelesen in die ersten 20 und letzten 20 Beiträge dazu ca.--- und kann nur soviel sagen, das hier schon gute Interpretationen seines Verhaltens niedergeschrieben wurden. Dem ich nicht mehr all zuviel hinzufügen kann.

Mehr dann nur bei persönlicher Visite und umfangreicheren Hintergrundwissen über deine Eltern und Großeltern otp.

mfg,
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