Psychiatrie und Freiheit

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Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 14. Aug 2014, 12:20

Warst Du schon bei speziellen Borderline-Anlaufstellen?


Hallo, Jeshu

Natürlich nicht, weil für alle Beteiligten nun viele Jahre so was nicht existiert:
Klinik, Psychiater, Sozialpsychiatrischer Dienst, usw. Ist das nun so ein Hühnerhaufen, oder ist es entschuldbar ?
Selbst der Betreuer gab auf, wurde auch nicht kompetenter unterstützt, noch nicht mal diagnosemäßig.

Ich bin ja dankbar, dass hier mal Jemand mitgeschrieben hat, der behauptete ich solle meinen Sohn völlig in Ruhe lassen und mir sogar drohte. Psychologen können im Prinzip noch mehr verdrehen als Rechtsanwälte...oder Kompetenz beanspruchende Forumschreiber.

Da hat mans schwer bei Hilfeverweigerung.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Do 14. Aug 2014, 20:18

Doooch, diese "Anlaufstellen" existieren schon, oTp!
Hab ich Dir geschrieben: LVR-Klinik in Köln:
http://www.rk-koeln.lvr.de/besondereschwerpunkte/borderlinepersoenlichkeitsstoerung/
Probier es halt mal und frage dort um Rat oder schau im Internet, was es sonst so an "Borderline-Spezialisten" in Deiner Umgebung gibt! Es gibt auch Therapeuten, die speziell auf diese "Störung" ausgebildet sind (nicht umsonst), die natürlich wesentlich mehr erreichen können als einfach ein überforderter "Betreuer".

Natürlich, die Würde und die Freiheit eines Menschen ist eigentlich unantastbar, aber es geht in erster Linie darum, dass Deinem Sohn geholfen wird - und damit automatisch der kompletten Umgebung, denn Borderliner sind halt anstrengend.
Aber genauso auch für sich selbst.
Wenn Ihr Glück habt, findet Dein Sohn eine "geeignete" Frau, die ihn nach und nach umkrempeln wird. Das gibt es nämlich auch noch.
Fass jedenfalls neuen Mut, es ist noch nicht alles verloren! Du wirst sehen.

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 15. Aug 2014, 08:24

Es gibt auch Therapeuten, die speziell auf diese "Störung" ausgebildet sind (nicht umsonst), die natürlich wesentlich mehr erreichen können als einfach ein überforderter "Betreuer".


Dagegen spricht, dass über mehr als 10 Jahre niemand fähig war, solche Therapien anzubieten. Wenn was existiert und Erfolg verspricht, müßte das sich ja rumgesprochen haben zu den Personen, die mit Andreas zu tun hatten.
Der Betreuer hat sich sicher auch rumgehört. Alle die Andreas haben helfen wollen, können doch nicht derart inkompetent sein.

Selbst wenn es gezielte Therapien gibt:
Wer so negativ vernunftlos handelt, dem fehlt leider auch noch die Vernunft, Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Fehlende Krankheitseinsicht.

Gut, ich kann ja mal sehen, was ich im Kontakt darüber erfahre.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Fr 15. Aug 2014, 16:07

Also in München gibt es das zumindest, und die Borderline-Erkrankung (BPS) ist angeblich sogar die am häufigsten diagnostizierte Persönlichkeitsstörung überhaupt; deswegen bin ich automatisch davon ausgegangen, dass Ihr da schon in der Richtung unterwegs wart, nur ohne Erfolg, weil Dein Sohn nicht therapiert werden will.
Das bleibt natürlich schon ein Problem diese fehlende Einsicht.

Ich habe aus einem gewissen Eigeninteresse heraus wirklich sehr viel über die BPS gelesen und konnte sozusagen mein neues Wissen gleich in der "Praxis testen". Dazu kann ich gleichfalls nur raten, weil man die Sache dann ganz anders anpackt.

Borderliner haben im "Verweigern" von gewissen Dingen grundsätzlich mehr Ausdauer als Du, das muss Dir klar sein. Aber das ist es vermutlich bereits. Und es werden sich manche Dinge einfach nicht ändern, außer dass sie einen völlig zermürben. Was dann noch hilft? Sich selber und seine Einstellung dazu ändern.

Also auch Du musst in gewissem Sinne eine "Therapie" für Dich selbst machen, denn ein Borderliner holt schonungslos die eigenen Schwächen hervor, weil er einen selbst eben an die Grenzen bringt. Man kann also mit ihnen zusammen auch viel über sich selbst erkennen und lernen - und sich dadurch weiterentwickeln.
Die gute Nachricht: Wer mit einem krassen Borderliner zurechtkommt, ist für den Umgang mit Menschen allgemein auf jeden Fall bestens gerüstet ... :)

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 18. Aug 2014, 14:11

Sich selber und seine Einstellung dazu ändern.

Also auch Du musst in gewissem Sinne eine "Therapie" für Dich selbst machen, denn ein Borderliner holt schonungslos die eigenen Schwächen hervor, weil er einen selbst eben an die Grenzen bringt. Man kann also mit ihnen zusammen auch viel über sich selbst erkennen und lernen - und sich dadurch weiterentwickeln.
Die gute Nachricht: Wer mit einem krassen Borderliner zurechtkommt, ist für den Umgang mit Menschen allgemein auf jeden Fall bestens gerüstet ..


Jeshu, das ist auch der Idealfall für die ohnehin hilfeverweigernde, gleichgültige Gesellschaft (Psychiater, Sozialhelfer, usw.) Denn dann bleibt die ganze Last bei den Eltern. Wer Tag täglich mit einem solchen Sohn zusammenleben muß, der sollte Einiges an Hilfe bekommen.
Z.B. der psychosoziale Dienst ist noch nicht einmal Vermittler darin, den Zustand eines solchen psychisch stark angeschlagenen jungen Menschen festzustellen. Ohne das gibt es aber noch nicht mal weiter Kindergeld. Feststellen würde man das nur im Rahmen eines Betreuer-Gesuches, und da meint der psychosoziale Dienst, sei die Latte sehr hoch, nach ihrer Einschätzung Betreuung (noch) nicht möglich. Im besten Fall wird der Sozialpädagoge nur eine Prognose mitteilen, irgend ein Eingreifen sei noch nicht möglich. Kein Wort über die völlige Vernunftlosigkeit und das sehr negative häusliche Verhalten.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Mo 18. Aug 2014, 21:59

Lieber oTp!
Du musst unbedingt aufhören irgend jemand die Schuld zuweisen zu können, sonst kommst Du nicht weiter! Ich weiß wie es ist mit Borderlinern zusammen zu sein, die stoisch Asche und Tabakbrösel und Bierflaschen überall wo sie sind zu verteilen, oder einer oft nicht krankenversichert genauso oft im Krankenhaus landet und dann jedes Mal tausende von Euro-Rechnungen eintrudeln, weil man gar nicht wusste, dass er mal wieder nicht krankenversichert war - er natürlich schon. Aber er hat "das Problem" verdrängt oder was auch immer...
So ein Verhalten kann man als "normaler" Mensch einfach nicht nachvollziehen, aber es ist da. Und zwar überall auf der Welt, denn das Borderliner-Syndrom ist ein zentraler Punkt in der Welt.
Liebe zwar dringend brauchen, aber gar nicht annehmen können - und dann lieber provozieren, Hass ausleben und zerstören - notfalls auch sich selbst.

Ich sag Dir, nirgends kannst Du so gut erkennen, ob die Lehre Christi wahrhaft bei Dir greift als wie bei Deinem eigenen Sohn... harter Test.

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mo 18. Aug 2014, 23:08

Jeshu hat geschrieben:Lieber oTp!
Du musst unbedingt aufhören irgend jemand die Schuld zuweisen zu können, sonst kommst Du nicht weiter!
Liebe zwar dringend brauchen, aber gar nicht annehmen können - und dann lieber provozieren, Hass ausleben und zerstören - notfalls auch sich selbst.

Ich sag Dir, nirgends kannst Du so gut erkennen, ob die Lehre Christi wahrhaft bei Dir greift als wie bei Deinem eigenen Sohn... harter Test.

LG
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Mitverantwortung und Entlastung schließt das Andere nicht aus.
Es gibt beide Aspekte.

Den Zusammenbruch bewirkt der Mißbrauch von Cannabis und Speed. Dann ist schnelle Hilfe erforderlich, damit die Psychose nicht sich festsetzt. Völlig dahindämmern lassen bedeutet, dass sich nie was ändert. Der Sohn ist ja gerne eine Last durch völlige Vernunftslosigkeit und Beziehungslosigkeit. Er braucht Eltern nur als weiten Raum zur hemmungslosen Verantwortungslosigkeit.
Es müssen schon Anreize da sein. Bei aller Chaotik meines Sohnes hat es mehr als 10 Jahre gedauert, bis er eine eigene Wohnung hat (er benahm sich eben zu chaotisch und vernunftlos). Jetzt zeigt sich zumindest ansatzweise Selbstverantwortung. Der Betreuer, erst nach Jahren "eingestiegen", hat immerhin einiges geleistet und steigt nun frustriert aus wo erreicht wurde, was zu erreichen war: Eigene Wohnung. Zuvor erreichte er durch Psychiatrie und Besserungen durch Medikamente, dass er nach mehrmaligem Aussteigen aus der Abendschule wenigstens einmal die Volksschulreife machte. Es zeigte sich, dass Medikamente seinen psychischen Zustand bessern, und die eigene Wohnung zeigt, dass er zu mehr Eigenständigkeit fähig ist. (Arbeiten und Geld verdienen ist immer noch unmöglich.) Es zeigt, dass Anstöße und Maßnahmen unbedingt nötig sind.

Eigene Wohnung ist auch nur möglich, wenn es gelingt, etwas zu bewegen. Und das ist erst dann, wenn für Unterstützung gesorgt ist. Denn zur Psychiatrie kriegt man ja den "völligen Verweigerer" nicht, und ein Betreuer den kriegt man erst nach vielen Schwierigkeiten und Jahren. Bekommt er dann eine Wohnung zugewiesen, muß man nicht darum bangen, dass er jederzeit gefeuert werden könnte und der finanzielle Einsatz der Eltern sowieso für die Katz wäre.

Er darf nicht mehr in unser Haus ( zumindest noch nicht ), weil er ganz schnell sich wieder einnisten würde. Außerdem ist er zu keinen positiven Kontakten zu uns fähig, noch nicht mal dazu, mit uns zusammen einen Film zu schauen.
Aber wir helfen ihm, weil er viel Hilfe braucht, in Allem. Als Kontakt hat er die Wohnung seiner Schwester, wo er von dem kleinen Sohn begehrt ist ( leider oft nur zu Videospielen). Und der Tochter kann er z.B. bei Hausaufgaben helfen, Aber Tag-Nacht Rhythmus ist nicht drin, und nach spätestens drei Tagen ist unsere Tochter erholungsbedürftig und wir fahren ihn zu seiner Wohnung. Diese Kontakte sind immerhin Sozialkontakte trotz seiner Kontaktunfähigkeit.

Hast Du mal überlegt (?), wie schlimm es schon ist, wenn der Sohn seine Zimmertür immer offen läßt, um seine Zimmerluft zu verbessern und wir Eltern immer die schlechte Luft atmen müssen ? Weil es ja nicht möglich ist, ihn zu vernünftigen Verhalten zu bewegen ? Und er ständig nach Zigaretten bettelnder Vielraucher ist.

Er hat auch nette Seiten, andererseits neigt er gerade unter Drogeneinflüssen zu Gewalt. Deshalb auch das zerschlagene Küchenfenster (noch nicht so lange her).

Von Eigentherapien halte ich nichts, weil ich selber eine Ballance einhalten kann. Wäre aber nicht schlecht, mal einem Psyschotherapeuten unsere Belastungen vor die Füße zu legen. Mal sehen, was er dazu sagt. Als vor einigen Jahren im offenen Wohnheim der Leiter nach wenigen Wochen das Amt alarmierte, entschuldigte sich der Psychologe bei uns quasi dafür, dass wir so lange Jahre so viel durchmachen mußten. Es gibt also auch vernünftige Menschen die fähig sind zu angebrachten Entscheidungen und zur Entlastung.
Es gab genug Psychiater und Andere, die meinten, wir sollten ihn einfach rausschmeißen. Doch einen völlig verantwortungslosen Mensch kann man doch nicht sich völlig allein überlassen. Was für eine schädliche Verantwortungslosigkeit. Dauernder Cannabis und Alkoholkonsum war nicht möglich, weil er finanziell dafür bei uns knapp gehalten wurde. Und als er Geld mit Gewalt erpressen wollte, bremste ihn das resultierend Gerichtsurteil ein für allemal vor Gewalt und Erpressung. ( Natürlich war das Gericht völlig unfähig, seinen psychischen Zustand zu beurteilen oder zu erkennen, wieder eine Chance aussichtslos gewesen). Aber ein solcher Kranker neigt sowieso zu Gewalt in Form hemmumgsloser Unvernunft und Ausnutzerei gegenüber seinen Eltern.

Selbsthilfegruppen kann ich kaum sinnvoll sehen, ich komme selber so weit klar.

Natürlich ist mein Kreislauf nicht mehr in Ordnung, aber meine Schwester hat ohne Belastungen die selben Gesundheitsprobleme. Ist also eher Vererbungssache. Alles ablegen geht auch nicht immer ( zumal die Situation meist belastend und aussichtslos war, darunter leidet auch der Schlaf ).

Zu meinen, Gott regelt das schon rechtzeitig, habe ich auch nicht mehr nötig, denn es geht auch genug Christen lange schlecht.

Seltsam, dass ich mit 20 Jahren über Glauben und psychologische Probleme nachzudenken begann, auch über das Wesen des Bösen. Mein Interesse hat nie nachgelassen. Das hat mir auch geholfen, ohne Zusammenbruch durchzuhalten.

Du hast recht, solch ein Sohn schafft quasi Verhältnisse, in denen man mönchische Selbstzucht lernen muß.
Zumindest sollte man so stabil sein, dass man nicht innerlich zerbricht.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Do 21. Aug 2014, 20:20

Lieber oTp!
Oje, das ist schon krass, was Du da mit Deiner Frau durchmachen musst - ich kann es vor allem gut nachvollziehen, denn das, was Du beschreibst, kenne ich leider alles selber aus ähnlichen Erfahrungen.
Borderliner drängen Dich in eine Position, die fast nicht mehr zu handeln ist.
Verantwortungslos und hilfsbedürftig wie Kinder, dabei aber leicht reizbar und aggressiv. Ganz viele landen auch im Gefängnis deswegen. Ein spezielles Anti-Aggressionstraining hilft da manchmal sogar. Sie haben nämlich auch keine Hemmungen Lehrer oder ihre Chefs umzuschlagen, also irgendjemand, der über ihnen steht wird null respektiert, auch kein Arzt, kein Polizist, kein Richter, nichts. Eltern natürlich auch nicht.

Vielleicht ist es deshalb auch so schlimm im Kontakt mit ihnen, weil sie einem egal, was man tut immer das Gefühl geben, es ist nicht genug, es wird alles gar nicht besonders gewertet, was man für sie tut, alles ist wie selbstverständlich, sie erkennen die Mühe von einem nicht an, sehen die Ängste nicht, die Verzweiflung nicht, die man wegen ihnen hat.
Und schlaflose Nächte aus Sorge oder nicht mehr wissen, was man denn noch tun könnte oder weil man in Erwartung ihres nächsten unberechenbaren Handels ist.
Denn ist ein Problem endlich gelöst, fällt ihnen oft was Neues ein, mit dem sie einen auf Trab halten. Als wollten sie einen nicht in Ruhe leben lassen, weil sie selbst das ja auch nicht können.
Einer hat regelmäßig bei mir mitten in der Nacht angerufen oder Sturm geklingelt. Weil er völlig betrunken war und/oder dringend jemand zum Reden brauchte. Schön, aber ich hatte dann jahrelang gröbste Schlafstörungen deswegen, obwohl wir irgendwann nicht mehr befreundet waren und der nächtliche Terror vorbei war. Aber ihn rausschmeissen konnte ich irgendwie auch nicht und bin dann oft mit 2-3 Stunden oder auch gar keinen Schlaf in die Arbeit. Egal...

Dir muss immer klar bleiben, dass es nichts mit Dir persönlich zu tun hat, dass sich Dein Sohn jedem gegenüber fast gleich verhält, bis .... ja, bis auf Kinder oft, das ist mir auch schon aufgefallen. Und Kinder lieben Borderliner, weil sie sich nicht benehmen wie Erwachsene und oft viel Phantasie haben und mit ihnen in ihrer eigenen Welt sein können. Sie haben dann oft total viel Geduld und können auch sehr gut erklären. Merkwürdig. Einer hat sogar Behinderte betreut und hatte relativ wenig Probleme damit und die Behinderten haben ihn geliebt. Da hatte er auch plötzlich ein riesiges Verantwortungsbewusstsein entwickelt. Also ist es irgendwo wohl da. Und sie sind ganz tief drin auch sehr gute Menschen!

Manchmal sind Borderliner auch "überintelligent" (mit fast schon autistischen Zügen) und langweilen sich bei allem nur wahnsinnig. Wenn man sie mal richtig geistig fordert mit einem Thema, das sie interessiert, dann ist das auch mal zufriedenstellend für sie. Das hab ich dich schon mal gefragt, hat Dein Sohn denn nichts, mit dem er sich gerne beschäftigt? Irgendein "Hobby", wo er sich mal richtig drin austoben kann oder auch geistig-künstlerisch gefordert wird. Zum Beispiel selber Musik oder bewegende Graphik machen am Computer, wenn er Videospiele liebt.
Aber eines kann ich Dir trotzdem nur immer wieder sagen, auch wenn es lange dauert, die Hoffnung wächst mit dem zunehmenden Alter von Deinem Sohn, es wird in der Regel besser, sogar von allein.
Halt einfach durch wie stoisches Rheingestein... ;)

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2014, 12:14

Jeshu,
Ich kann nur betonen, dass alle Beteiligten Psychiater keinerlei Interesse hatten, eine solche Krankheitsbeschreibung zu machen wie wir es tun. Ich zweifele deshalb grundsätzlich an ihrer Motivation und Verantwortlichkeit den Menschen und ihrer akademischen Ausbildung gegenüber. Sollten sie einen medizinischen Eid geschworen haben, sind sie wohl von der Schlange gebissen (Äskulapstab). Sie investieren keine Zeit in Verhaltenserklärung zusammen mit den Eltern sondern sind sich selber diagnosemäßig genug mit möglichst wenig Zeitaufwand.

Anscheinend können nur christliche Psychologen und Seelsorger das Negative in ihre Sicht vom Kranken einbeziehen. Und darüber hinaus das Mittel zur Überwindung des Negativen und Bösen anbieten, Liebe und Jesus.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Fr 22. Aug 2014, 22:05

Hi, oTp!
Also ich will das gar nicht glauben, dass Dich da alle nicht besser beraten haben, bzw. konnten? Aber wundern tut es mich nicht, was meinst Du wie viele Menschen auch von Arzt zu Arzt rennen und keiner findet was?
Doch manchmal hat man plötzlich doch Glück und findet den richtigen Arzt, bzw. Therapeuten. Da gibt es wirklich himmelweite Unterschiede.
Geh doch wirklich mal zu einem Borderline-Spezialisten, ein guter geht da ganz bestimmt anders ran an die Sache. Aber Zaubern kann auch der natürlich nicht, es braucht weiterhin Geduld und Zuversicht mit Deinem Sohn, denn as klingt schon ganz schön anstrengend mit Deinem Sohn, was Du erzählst.

Man kann selber aber im Umgang auch mehr steuern, als man denkt.
Normalerweise beachtet man Borderliner besonders, wenn sie besonders ekelhaft sind. Nachdem ihnen Beachtung sehr wichtig ist, einfach genau andersrum reagieren. Um so ekelhafter, um so weniger beachten (wenn es geht), allenfalls kurz in die Grenzen weisen.
Um so "angenehmer" sie sich verhalten, um so mehr Aufmerksamkeit ihnen schenken. Aber dann bitte nicht zu nahe kommen oder die große Liebe rauskehren.

Einfach cool, straight und chefig sein. Denn um so mehr ein Borderliner das Gefühl hat, dass er dich verunsichern kann, dich stark beeinflussen oder manipulieren kann, um so unruhiger wird er selbst. Da reagiert er auch nicht anders als Kinder.
Dann werden sie immer frecher und unverschämter, weil sie ja eigentlich die "Grenze" spüren wollen.

So wie es aussieht machst Du eben in einer sehr belastenden Situation das Beste draus für alle Beteiligten, in einem Wechsel aus Toleranz, Verständnis, Aufgeben und doch wieder hoffnungsvoll aufrichten. Fast wie eine eine Berg- und Talfahrt. Denke, das ist "normal" im Umgang mit einem Borderliner. Sie fordern auf jeden Fall ein sehr flexibles Verhalten von einem.
... aber.. wem erzähle ich das, Du kennst Deinen Sohn bestimmt besser als ich... :)
aber Du bist nicht allein bei Deinen Schwierigkeiten.
Jesus ist immer da und begleitet Dich im Leben beim Hinzulernen. Und irgendwann werden die Berge mal zu Hügeln...

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 23. Aug 2014, 04:56

Also ich will das gar nicht glauben, dass Dich da alle nicht besser beraten haben, bzw. konnten? Aber wundern tut es mich nicht, was meinst Du wie viele Menschen auch von Arzt zu Arzt rennen und keiner findet was?
Doch manchmal hat man plötzlich doch Glück und findet den richtigen Arzt, bzw. Therapeuten. Da gibt es wirklich himmelweite Unterschiede.
Geh doch wirklich mal zu einem Borderline-Spezialisten, ein guter geht da ganz bestimmt anders ran an die Sache. Aber Zaubern kann auch der natürlich nicht, es braucht weiterhin Geduld und Zuversicht mit Deinem Sohn, denn as klingt schon ganz schön anstrengend mit Deinem Sohn, was Du erzählst.


Es spricht nicht gerade dafür, wenn ein Mensch sich jeder Hilfe verweigert.
Auch das ist ein seit nun etwa 15 Jahren "stabiles" Verhalten. Wie gesagt, der Betreuer sah nun auch keinen Sinn mehr in der Betreuung, und auf die Sozialarbeiterin, die ihm nach dem letzten, sogar freiwilligen, Klinikaufenthalt endlich die Wohnung besorgte, die braucht er angeblich auch nicht.
Angeblich kommt er alleine zurecht. Das letzte Ereignis ist, dass er es nicht fertig brachte, seinen Ausweis zu verlängern. Er bekam von uns dafür 50 Euro, davon 30 Euro für den Ausweis. Das Geld war sofort weg und meine Frau ging mit ihm zum Amt. Geld ist sowieso weg. Alkohol, Cannabis und Spielautomat sorgen dafür. Da ist schnell kein Geld mehr für Nahrung und Zigaretten da. Mit eigener Wohnung und ohne paradiesische häusliche Nahrungsversorgung muß er schon wenigstens etwas nachdenken. Viel Geld bekommt er ja nicht. Er gibt es sinnlos schnell und vernunftlos aus und muß dann verpflegt werden.

Ach ja, unser kleiner Gott über Schiksale, der Herr vom psychosozialen Dienst, wimmelte mich ja vor Jahren damit ab, man könne gar nichts tun, unser Sohn sei eben süchtig, und wenn es nur nach der Art des Quartalsäufers sein kann. Hilfe oder Unterstützung ? Durchweg sehr unzureichend.
Und der angesprochene verantwortliche Sozialarbeiter wimmelt sehr niveaulos ab. Für mich als Insider ist es nur viel Geplapper. Ich habe mit ihm noch vor etwa einem Jahr gestritten. Aber das bringt gar nichts. Eine seiner seichten Ausreden war, für mich als psychologischen Laien würde ich nicht alles richtig sehen (so in diesem Tonfall). Dabei frage ich mich, wo seine Kompetenz oder Verantwortlichkeit ist.
Ich zweifele berechtigt daran, dass selbst eine Anklage was bringen würde, da es ungefähr dasselbe ist, wie einen Rechtsanwalt zu verklagen. Nur eben auf dem Psychosektor. Und da kann man mit falschen Expertisen wunderbar irreführen.

Man weiß ja, dass Drogenmißbrauch und psychische Störungen verschieden zusammenwirken. Die eine Art ist nun mal Drogengebrauch wegen psychischer Störungen. Das ist anscheinend schon mal für alle Beteiligten etwas Fremdes. Siehe psychosozialer Dienst und Psychiater, die solche Kranke, die Drogen benutzen, nicht lange haben wollen. Und noch dazu unfähig sind, andere Möglichkeiten von Behandlung zu vermitteln oder zumindest aufzuzeigen.

Ich wundere mich also eher über Deine Darstellung von der Möglichkeit realer Hilfe.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Sa 23. Aug 2014, 05:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 23. Aug 2014, 05:09

Denn ist ein Problem endlich gelöst, fällt ihnen oft was Neues ein, mit dem sie einen auf Trab halten. Als wollten sie einen nicht in Ruhe leben lassen, weil sie selbst das ja auch nicht können.


Jeshj, gute Beobachtung.
Auch darüber muß man nachdenken. Und es fällt auf.

War mal gerade etwas Beruhigung oder gar Freude eingekehrt, inszenierte er etwas Beunruhigendes. Besonders zu unserem Geburtstag. Selbst obwohl er sich nicht an die Geburtstage erinnerte. Das läßt mich dann aufhorchen, ob da nicht zumindest auch dämonisches Mitwirken mitspielt. Wie das Zusammenteffen, wenn er den Geburtstag sowieso vergessen hatte ? Oder warum gerade dann ein alarmierendes negatives Verhalten, wenn wir gerade mal besonders intensiv gebetet hatten ? Ein negativer, vernunftloser Mensch läßt sich ja grundsätzlich vom Bösen weit leichter steuern als ein vernünftiger. Aber wenn ich das nichts nachweisen kann, wird es schwierig. Der Psychiater Lechler hat ja festgestellt, dass es psychische Krankheiten gibt, die gar nicht so heilbar sind, und andere, die eine Mischform sind und psychiatrisch/psychologisch und seelsorgerlich behandelt werden müssen.

Also ist es jedenfalls sehr unwahrscheinlich, dass Dämonen sich in Panik verraten, wie der Dämon des Besessenen in der Synagoge plötzlich in Panik geriert und sich verriet dadurch. Ich habe so was ja schon selber praktisch erlebt ( fremde Stimmen, völlig veränderter Gesichtsausdruck, mit offensichtlicher Panik, Zorn und Gewalt, oder gelähmte Trance. Wirkt erschreckend aber schreckt mich nicht. Ist nur die übliche Art des Bösen; außerdem geschah alles mit göttlicher Zulassung, ich suchte es nicht) und bin Realist, wäge sorgfältig ab. Darin wohl mehr als weltliche Psychologen. Die immerhin manchmal begreifen, dass sie manche Patienten zum Seelsorger leiten müssen, weil sie mit ihrem Latein am Ende sind.

Wie und ob das Böse also Zugang zu einem Menschen bekommt, kann nicht immer geklärt werden. Am ehesten noch von einem erfahrenen Seelsorger, bei dem Dämonen reagieren wie bei Jesus und der ein solides psychologisches Wissen hat.

Fest steht nur, dass Drogen die Psyche in Zustände versetzet, die auch Schamanen zu Geisterkontakten benutzen.
Drogen können grundsätzlich den Schutz vor der Welt der Dämonen zerstören, wie etwa auch Spiritiusmus.
Und andererseits zerstören Drogen die geistige Gesundheit und können Psychosen verursachen.

Selbst Experten urteilen gegensätzlich bei Drogen. Selbst sagen welche, Satanisten seien besessen und andere nein. Und können auch beide Gebiete unterschiedlich bewerten. Aber es ist eben sehr schwierig das Gebiet psychischer Beeinflussung. Da muß die Erfahrung bei jedem Menschen individuell urteilen.

Soweit zu plötzlich unerwartet auftretendem Besorgnis und Schwierigkeiten erregenden Verhalten.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Sa 23. Aug 2014, 17:31

otp hat geschrieben:
Jeshj, gute Beobachtung.
Auch darüber muß man nachdenken. Und es fällt auf.

War mal gerade etwas Beruhigung oder gar Freude eingekehrt, inszenierte er etwas Beunruhigendes. Besonders zu unserem Geburtstag. Selbst obwohl er sich nicht an die Geburtstage erinnerte. Das läßt mich dann aufhorchen, ob da nicht zumindest auch dämonisches Mitwirken mitspielt. Wie das Zusammenteffen, wenn er den Geburtstag sowieso vergessen hatte ? Oder warum gerade dann ein alarmierendes negatives Verhalten, wenn wir gerade mal besonders intensiv gebetet hatten ? Ein negativer, vernunftloser Mensch läßt sich ja grundsätzlich vom Bösen weit leichter steuern als ein vernünftiger. Aber wenn ich das nichts nachweisen kann, wird es schwierig. Der Psychiater Lechler hat ja festgestellt, dass es psychische Krankheiten gibt, die gar nicht so heilbar sind, und andere, die eine Mischform sind und psychiatrisch/psychologisch und seelsorgerlich behandelt werden müssen.
........

Wie und ob das Böse also Zugang zu einem Menschen bekommt, kann nicht immer geklärt werden. Am ehesten noch von einem erfahrenen Seelsorger, bei dem Dämonen reagieren wie bei Jesus und der ein solides psychologisches Wissen hat.


Hi oTp!
Ja, das hast Du gut erkannt! Ein Borderliner hat wirklich allerfeinste "Antennen", so etwas habe ich bei Menschen nur selten erlebt. Es ist auch fast unmöglich, etwas mit schlechtem Gewissen zu machen, dem BL etwas zu verheimlichen oder ihn anzulügen. Du kannst Dir fast sicher sein, dass er zumindest genau weiß: irgendwas stimmt jetzt nicht oder ist anders als sonst.

Bei den Geburtstagen ist es so wie auch bei Weihnachten: auch da steht ein BL natürlich nur im Mittelpunkt, wenn er sich negativ verhält. Klar. Bei mir war das genau so, denn an Weihnachten ist meine Familie zu mir gekommen und mein Freund war eben auch da, weil er mit seiner Familie nicht viel am Hut hat, so wie ganz viele BLs. Ich hab ihm eingebleut, er soll bitte nur in dem einen Zimmer rauchen und die Tür zu lassen, damit nicht die ganze Wohnung nach Rauch stinkt. Was hat er gemacht? Ist ungefähr dreißig Mal aus dem Zimmer rausgelaufen, hat dabei die Tür extra weit aufgemacht und dann offen stehen lassen, obwohl er genau gesehen hat, dass ich deswegen bald ausflippe. Extra - ich kenn ihn schließlich schon ewig lange. Anstatt zu helfen steht er im Weg oder macht irgendwas dreckig. Völlig kindisch.
Thema: Ausweis erneuern und das Geld dafür für was anderes ausgeben: in meinem Fall absolut identisch. Es hat glaub ich sieben Jahre gedauert bis er endlich ein neues Passfoto zusammengebracht hat und alles erledigt hatte. Und das auch nur, weil er den Ausweis selber dringend gebraucht hat.

In einem Borderliner müsste schon ein winziger "Dauerdämon" sitzen, weil er alles macht, um eine friedliche Umgebung in Aufruhr zu bringen. Aber er tut es mehr, um sich selbst zu spüren, denn er verliert oft den Kontakt zu sich selbst oder der Umgebung.
Oder er hat auch ganz oft Angst vor dem sich Alleinefühlen, und das kann aber auch dann passieren, wenn er sich innerhalb ganz vieler Menschen befindet und nur nicht beachtet wird. Deshalb fühlt er sich bei Kindern wahrscheinlich so wohl, denn sie haben im Spiel meist uneingeschränkte Aufmerksamkeit für sie, klar, Kinder müssen sich ja auch sonst um nicht viel kümmern so wie die Erwachsenen.

Es ist tragisch, aber ein Borderliner inszeniert Sachen, die ihn exakt in die Situation bringt, vor der er fast am meisten Angst hat: Allein zu sein.
Da wirft auch Dein Sohn dann lieber Euer Küchenfenster ein, um wenigstens darauf aufmerksam zu machen, dass es ihn noch gibt, sowohl für Euch als auch für sich selbst.

Ich darf eigentlich diese Diagnose nicht stellen, oTp, aber Dein Sohn ist für mich ein waschechter Borderliner, gar keine Frage. Nur die Drogen allein haben mit seinem auffälligen Verhalten für mich jedenfalls nichts zu tun.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 24. Aug 2014, 08:16

Ich darf eigentlich diese Diagnose nicht stellen, oTp, aber Dein Sohn ist für mich ein waschechter Borderliner, gar keine Frage. Nur die Drogen allein haben mit seinem auffälligen Verhalten für mich jedenfalls nichts zu tun.


Der ganze negative Verhaltenskomplex den kann man gut mit den Verhaltensmustern des Borderline beschreiben.
Mir war von Anfang an klar, dass mein Sohn erhebliche psychische Probleme hat. Entsprechend sauer wurde ich durch die ganzen chaotischen Unverantwortlichkeiten, dass man praktisch keine Hilfe finden kann.
Und wenn der Betreuer nach Jahren auch nicht verstehen gelernt hat (weil kein Fachmann dazu imstande war) sieht man ja deutlich wie unwissend und "schlampig" fachlich damit umgegangen wird.



lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » So 24. Aug 2014, 11:52

Hi oTp!
Und nun? Immerhin hat Dein Sohn eine eigene Wohnung, gänzlich "versagt" haben sie zum Glück nicht. Und wenn Dein Sohn sowieso für nichts offen ist...

Doch irgendwie kann sich Dein Sohn in seinen zerrütteten Lebensumständen ja auch nicht wohlfühlen. Wenn er sich das nächste Mal "zugänglich" zeigt, etwas zu verändern, dann müsste man ihm vielleicht vorsichtig in das Bewusstsein bringen, was eigentlich mit ihm los ist. Viele Borderliner sind froh, wenn ihr Verhalten einen Namen hat (Frauen vielleicht etwas mehr), und dass sie mit ihrem Problem bei uns auf der Welt auch nicht die Einzigen in dieser Form sind. Und dass selbst ihr unberechenbares Verhalten ein "System" hat, das man lernen kann ein wenig besser zu kontrollieren. Wer die Ursache von etwas erkannt hat, ist natürlich besser gewappnet als ziellos umherzusteuern und sich völlig willkürlich im eigenen Chaos zu befinden. Genau das wird in einigen Verhaltenstherapien dann auch angelernt.
Hier ist übrigens wie ich finde ein recht interessanter Artikel über die "Grenzgänger":
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/krankheitenstoerungen/tid-9728/borderline-grenzgaenger-zwischen-extremen_aid_297225.html

Oh Mann, ich drücke Euch echt die Daumen, dass ihr noch viel weiterkommt als es bisher ist. Dass Dein Sohn noch eine gewisse Einsicht bekommt, wie ich es bei anderen Borderlinern sehr wohl erlebt habe. Erst wenn er am eigenen Leib spürt, dass es ihm mit einem anderen Verhalten besser geht als vorher, wird er nach und nach dazulernen. Also nicht mit Lob und Zuwendung sparen, wenn er etwas richtig und gut macht. Auch dies nicht als selbstverständlich sehen, selbst wenn es das sein sollte.

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 26. Aug 2014, 09:50

Auskunft der LVR Merheim:
Beratungsgruppen für Angehörige finanzell gestrichen. (Hatte bis zu 50 Teilnehmer)
Und Bestätigung, dass man meist in der Schei.. hängen gelassen wird, so wie alles gehandhabt wird. Bei diesem Vorgehen kann ich auch so formulieren: Man hat die absolute A.karte als Angehöriger, wenn, und egal wie lange, sich der Kranke verweigert. Sachlich formuliert: Fast aussichtslos.

Die Interessenlosigkeit der Berührungsstellen, die Borderlin hätten diagnostizieren können, Klinik und Psychiater, hat also Absicht und Methodik.

Also auch das interessenlose, irreführende, unverbindende Gerede des Verantwortlichen des sozialpsychiatrischen Dienstes. Schade, denn Ehrlichkeit und kompetente Auskünfte über den diagnostischen Zustand meines Sohnes wäre ja wohl trotz allem möglich und auch etwas ehrliches Mitgefühl.

Die Auskunft vom LVR Merheim war wenigstens ehrlich. Im Rahmen der spärlichen Vorgaben. Und auch Mitgefühl spürbar.

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Di 2. Sep 2014, 19:07

Hi oTp!
Hm... klingt nach Resignation pur. Nicht gut.
Also, ich habe die Erfahrung gemacht, Borderliner zeigen jedem „Normalbürger“, dass es auch anders geht. Nämlich sich teilweise penetrant konträr zu verhalten wie es die „Gesellschaft“ erwartet und dennoch irgendwie durchzukommen. Denn sie sind vor allem eines: äußerst zäh.
Es gibt somit auch ganz viele Berühmtheiten, die Borderliner sind... warum?
Weil sie oft tatsächlich herausragende Persönlichkeiten und doch auf ihre Weise gnadenlos sind; besonders anderen Menschen gegenüber, die sie für sich einsetzen können ohne jeglichen Skrupel.
Wenn man es nicht tut, ist es ihnen aber auch egal. Die Erwartung in jemanden oder etwas ist extrem gering – außer wenn man der „Rettungsanker“ für sie ist, dann ist sie extrem hoch. Und dann schwankt derjenige zwischen absoluter Auf- und Abwertung. Kein leichter Stand.

Ich muss also zugeben, ihre Verhaltensweisen haben mich manchmal fast schon „fasziniert“, denn alles, was ich beigebracht bekommen habe, schien für einen Borderliner völlig unerheblich.
Da gibt es kein „Sicherheitsdenken, akzeptiertes Benehmen, eine Form von „anbiedern“, um beliebt zu sein. Sie sind auf ihre eigene Art und Weise absolut ehrlich und kompromisslos – und natürlich auch Spiegel für etwas, das niemand bei sich selbst sehen will.

LG
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Di 2. Sep 2014, 22:17

Jeshu
Ich darf eigentlich diese Diagnose nicht stellen,


Ja, das würde ich aber auch sagen.

Das ist ja maßlos fahrlässig, so gänzlich ohne psychologisch/psychiatrische Qualifikation, einen Menschen, den man zudem noch nicht einmal persönlich kennt, mit solch einer tragischen Diagnose zu belegen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 2. Sep 2014, 22:39

Das ist ja maßlos fahrlässig, so gänzlich ohne psychologisch/psychiatrische Qualifikation, einen Menschen, den man zudem noch nicht einmal persönlich kennt, mit solch einer tragischen Diagnose zu belegen.


Nein, da muß ich widersprechen, Patch Adams

Jeshu hat sehr hilfreiche und passende Beschreibungen des Verhaltens meines Sohnes gemacht.

Ich bin eher über die Fahrlässigkeit der ach so schlauen gelernten Psychiater/Psychologen entsetzt, die sich keinerlei Mühe machen um Verständnis, Diagnose und Kontakt mit den am meisten betroffenen: den Eltern.
Das zeugt absolut nicht von qualifiziertem Vorgehen und nicht von Menschlichkeit. Aber die kann man sich eben nicht anstudieren .

Was ist also Dein ehrliches Anliegen ?
Sieh mal: Jeshu bringt Antworten in Richtung von mehr Klarheit.
Du kommst an und wütest erst mal gegen Jeshu, der mehr beigetragen hat als in 15 Jahren die Psychiater/Psychologen.
Also sei bitte sachlich, oder schweige, wenn Du nicht Jeshus Wissen durch Erfahrung hast und nur kritisieren willst.

Auch ich habe Einiges durch Erfahrung gelernt, kenne Regeln der Menschlichkeit und auch überdurchschnittlich etwas die Psychologie.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 2. Sep 2014, 23:03, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 2. Sep 2014, 22:42

Hm... klingt nach Resignation pur. Nicht gut.


Hallo, Jeshu. Gestern war mal wieder, wie üblich, schon das ganze Monatsgeld verprasst. Am ersten des Monats.
Noch nicht mal eine Monatskarte für die Stadt war besorgt.
Wir räumten sein verdrecktes Zimmer auf, und er rührte dabei keinen Finger.

Bei solchem Verhalten hilft nur stoische Ruhe, Optimismus wäre übertrieben. :)
Fakt: Den Gebrauch der Vernunft hat er auch nach einigen Monaten eigene Wohnung nicht gelernt. Das ist nun seit 15 Jahren ein Hauptmerkmal von ihm.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 2. Sep 2014, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Di 2. Sep 2014, 23:07

onThePath
Jeshu bringt Antworten in Richtung von mehr Klarheit.


Ferndiagnosen können niemals für Klarheit sorgen.

Zudem ist dir ja bereits eine Diagnose mitgeteilt worden. Eine dissoziative Persönlichkeitsstörung ist in ihrer Symptomatik schon dramatisch genug. Da muss nichts mehr potenziert oder verzerrt werden.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Di 2. Sep 2014, 23:08

Patch Adams hat geschrieben:
onThePath
Jeshu bringt Antworten in Richtung von mehr Klarheit.


Ferndiagnosen können niemals für Klarheit sorgen.

Zudem ist dir ja bereits eine Diagnose mitgeteilt worden. Eine dissoziative Persönlichkeitsstörung ist in ihrer Symptomatik schon dramatisch genug. Da muss nichts mehr potenziert oder verzerrt werden.


Der einzige, der nun mit Fernbehauptungen fehldiagnostiziert und wild spekuliert, bist Du.

Es geht um Fakten, und nicht um ein passendes Krankheitsschema weder die Obige, noch die andere.
Die "Experten" haben sich jedenfalls auch nicht festgelegt, wenn sie mal urteilen mußten, so blieb alles schwammig , ungewiß und somit unbrauchbar, was sie sagten. Eben rein oberflächlich. Das kann auch Jeder Laie so schlampig.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Di 2. Sep 2014, 23:19

onThePathDer einzige, der nun mit Fernbehauptungen fehldiagnostiziert und wild spekuliert, bist Du.



Wer,ich? :lol: Wo nimmst du das denn her?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Di 2. Sep 2014, 23:53

Patch Adams hat geschrieben:
Jeshu
Ich darf eigentlich diese Diagnose nicht stellen,


Ja, das würde ich aber auch sagen.

Das ist ja maßlos fahrlässig, so gänzlich ohne psychologisch/psychiatrische Qualifikation, einen Menschen, den man zudem noch nicht einmal persönlich kennt, mit solch einer tragischen Diagnose zu belegen.


Ach? Welcher Umstand berechtigt Dich nun eigentlich wiederum diese Deine "Diagnose" überhaupt zu stellen, Patch? Fachwissen?
Hast Du als "Fahrlässiger" auch nur die geringste Ahnung, was Borderline am eigenen Leib verspürt eigentlich heißt? Mal abgesehen davon, dass "dissoziative Symptome" zur Symptomatik einer Borderline-Persönlichkeitsstörung dazugehören?
Und sowohl oTp, als auch ich wissen, was das in der Realität bedeutet.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 3. Sep 2014, 06:47

Patch Adams

Wegen des langjährigen Betreuers und wegen möglicher Einweisungen in die Psychiatrie mußte ja mal ein Gutachten her über den geistigen Zustand. Der "Experte" urteilte also nach seinem Ermessen. Das geht ohne Nachforschen bei den Eltern, die ständig mit dem Verhalten konfrontiert sind. Die Eltern sind dabei völlig ausgeschlossen, erfahren auch die Diagnose nicht. Einfluß hat lediglich das Urteil der Psychiatrie und die Schilderung des Betreuers.
Durch Umwege las ich eine solche Einschätzung und fand sie ziemlich oberflächlich und daneben. Noch nicht mal von dem verheerenden negativen Verhaltens und dessen Wirkung auf die Eltern war die Rede.

Fachwissen ist in der Psychologie noch kein Garant für Wahrheitsfindung, besonders nicht bei solch oberflächlicher Vorgehensweise. Psychologie vom Elfenbeinturm aus , so isoliert und oberflächlich, taugt schon mal gar nichts in der Praxis.


Der Betreuer machte auch keinen sonderlich informierten Eindruck, oder verständnisvollen Eindruck, obwohl die Beurteiler ja mit ihm kommunizierten. Er war einfach nur frustriert, weil mein Sohn immer wieder dieselben vernunftslosen Verhaltensweisen zeigte. Er kam nur zu dem Entschluß, überflüssig zu sein. Und äußerte ab und zu, dass er den Grund des Verhaltens nicht richtig einschätzen könne und erwähnte dabei, dass die Urteilenden nicht klar einmütig sich äußern würden.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Mi 3. Sep 2014, 22:14

onThePath

Durch Umwege las ich eine solche Einschätzung und fand sie ziemlich oberflächlich und daneben


Mag sein, dass sie das auch war. Da dein Sohn aber nicht zur Kooperation bereit ist, dürfte es sich generell als sehr schwierig erweisen, sein Krankheitsbild konkreter zu erfassen. Eine sinnvolle Therapie, setzt aber ein Erfassen der Erkrankung oder Symptomatik zwingend voraus.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Mi 3. Sep 2014, 22:26

Jeshu

Was weißt Du denn nun mehr als wir?



Als wir? Ich kommuniziere mit dir!


Da du geschrieben hast, dass du diese Diagnose nicht stellen darfst, scheine ich diesbezüglich nicht mehr Wissen zu besitzen, wohl aber, dieses Wissen konsequenter zu beherzigen. Es gehört nun einmal zu den Kernkompetenzen Vernunft begabter Menschen, zu wissen, dass Diagnosestellungen in fachlich geschulte Hände gehören. Dass es schlichtweg abstrus ist, eine Diagnose via Internet über eine gänzlich unbekannte Person zu erstellen, das braucht nicht sonderlich diskutiert zu werden. Man bedenke allerdings, dass es sich hierbei nicht selten um Übertragungen durch unbewusste Steuermechanismen handelt. ;)
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Mi 3. Sep 2014, 22:43

Patch Adams,
Ich habe Dir deutlich genug gesagt. Hättest Du das einbezogen, könntest Du nicht schon wieder derart anklagen.
Ignoriere es und provoziere Streit und Verwirrung weiterhin.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Mi 3. Sep 2014, 22:51

0nThePath

Ich habe Dir deutlich genug gesagt. Hättest Du das einbezogen, könntest Du nicht schon wieder derart anklagen.

Ignoriere es und provoziere Streit und Verwirrung weiterhin.



Und wo habe ich Streit und Verwirrung provoziert?

Was verwirrt dich und verstehst du nicht?

Warum fühlst du dich zum Streiten provoziert?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Do 4. Sep 2014, 00:50

Patch Adams hat geschrieben:
Jeshu
Was weißt Du denn nun mehr als wir?

Als wir? Ich kommuniziere mit dir!

Da du geschrieben hast, dass du diese Diagnose nicht stellen darfst, scheine ich diesbezüglich nicht mehr Wissen zu besitzen, wohl aber, dieses Wissen konsequenter zu beherzigen. Es gehört nun einmal zu den Kernkompetenzen Vernunft begabter Menschen, zu wissen, dass Diagnosestellungen in fachlich geschulte Hände gehören. Dass es schlichtweg abstrus ist, eine Diagnose via Internet über eine gänzlich unbekannte Person zu erstellen, das braucht nicht sonderlich diskutiert zu werden. Man bedenke allerdings, dass es sich hierbei nicht selten um Übertragungen durch unbewusste Steuermechanismen handelt. ;)

Lieber Patch!
Natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass ich keine Diagnose stellen darf, denn ich bin kein Arzt oder habe eine therapeutisch-beglaubigte Ausbildung.
Das weiß ich selbst, deshalb habe ich es geschrieben - aber das schließt gleichzeitig nicht aus, dass ich dennoch sehr viel über das Borderline-Symptom weiß und vielleicht sogar mehr Erfahrungen habe als manch ein "offizieller" Therapeut. Ich habe schließlich nicht nur einen Artikel irgendwo darüber gelesen und weiß jetzt alles besser wie viele es im Internet tun, sondern habe mich zwei Jahrzehnte immer wieder intensiv mit diesem Problem auseinandergesetzt.
Allerdings nicht, weil ich Therapeut werden wollte, sondern um einen gewissen Wahnsinn zu begreifen, der direkt um mich herum stattfindet.

Und der gleiche Wahnsinn findet auch um oTp statt. Ich muss es doch irgendwie sehen, denn ich kann vermutlich exakte Verhaltensmuster von oTp's Sohn beschreiben, die ich eigentlich nicht wissen kann. Denn ich kenne ihn ja nicht.
Aber oTp kennt ihn.
Deswegen wissen wir in dieser speziellen Materie auch mit Sicherheit mehr als Du und können uns darüber auf einer ganz eigenen Ebene austauschen.
Sprich, Du redest gerade bei etwas mit, von dem Du keine Ahnung hast, das muss Dir doch auch irgendwie klar sein?

LG
Jeshu

PS Was sind eigentlich "Übertragungen durch unbewusste Steuermechanismen"? :)
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 4. Sep 2014, 06:56

Da du geschrieben hast, dass du diese Diagnose nicht stellen darfst, scheine ich diesbezüglich nicht mehr Wissen zu besitzen, wohl aber, dieses Wissen konsequenter zu beherzigen. Es gehört nun einmal zu den Kernkompetenzen Vernunft begabter Menschen, zu wissen, dass Diagnosestellungen in fachlich geschulte Hände gehören. Dass es schlichtweg abstrus ist, eine Diagnose via Internet über eine gänzlich unbekannte Person zu erstellen, das braucht nicht sonderlich diskutiert zu werden. Man bedenke allerdings, dass es sich hierbei nicht selten um Übertragungen durch unbewusste Steuermechanismen hande


Patch, Du antwortest völlig losgelöst von den Fakten.
Und die wichtigste ist: Auch nach vielen Jahren und nach Psychiatrie-Aufenthalten ist das Diagnose-Stellen auch der "Begutachter" völlig unzureichend. Überleg also besser was Du uns hier unterjubeln möchtest.

Man bedenke allerdings, dass es sich hierbei nicht selten um Übertragungen durch unbewusste Steuermechanismen hande

Du willst also mitreden ? Zum Glück ist ja die Rede von ganz offensichtlichen Steuermechanismen, die klare Diagnosen bei meinem Sohn verhindern.

Dann beachte bitte, dass auch zu den Kernpunkten gehört, das bisher Gesagte zu prüfen, einzubeziehen und zu beachten. Da sehe ich aber völlige Ignoranz. Du bringst also kein Quäntchen mehr Wahrheitsfindung als die offiziellen Fachleute, die es mit meinem Sohn zu tun hatten. Du stellst Jeshu in Frage und auch die vielen guten Artikel im Internet die das Verhalten von Borderline beschreiben. Und Du stellst unsere Fähigkeiten des Lernens durch langjährige Beschäftigung und Konfrontation mit der Materie solcher psychischen Störungen in Frage.

Da soll dann Schweigen herrschen, und alles bei der Oberflächlichkeit und Ungewißheit und Tatenlosigkeit der ach so kompetent urteilenden und handelnden Fachleute bleiben. Bist Du etwa ihr Verteidiger ?

Fachleute, die noch nicht mal ein Interesse haben, eine möglichst zutreffende Diagnose zu stellen. Sondern mit möglichst wenig Zeitaufwand nur beurteilen wollen, ob man den in die Klinik einweisen darf. Wer hat die Urteile gemacht ? Psychiater ? Oder wer ? Wie war der Kenntnisstand dieser Urteilenden ? Hast Du überhaupt Ahnung, wie diese Experten agieren ? Meilenweit von Deiner edlen Ideallinie entfernt, wie sich Fachleute verhalten sollen laut ihres Wissens und ihrer Verantwortung. Wir reden über reale Zustände.

Patch, Du gehst da also sehr oberflächlich ran.
Hast Du gewußt, dass bei psychogener Epilepsie oft mehrere Jahre des Herumirrens bei Ärzten vergehen, bis ein Psychologe diese Diagnose erkennt ?

Da kommst Du und sagst so in der Art:
Schweigt und urteilt nicht, das steht euch nicht zu.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Do 4. Sep 2014, 22:36

Jeshu
Natürlich hast Du Recht,


Da bin ich aber froh!

wenn du sagst, dass ich keine Diagnose stellen darf,


Exakt so ist es!

denn ich bin kein Arzt oder habe eine therapeutisch-beglaubigte Ausbildung.



Deshalb ja!

Das weiß ich selbst,


Gut so!

Ich habe schließlich nicht nur einen Artikel irgendwo darüber gelesen und weiß jetzt alles besser wie viele es im Internet tun,


O doch! Du gibst es zumindest vor! So wie ich onThePath Schilderungen erinnere, ist diese Diagnose bislang noch von keinem Arzt erstellt worden. Von dir wurde die Diagnose jedoch behauptet. Das impliziert, mehr als die behandelnde Ärzte und Therapeuten zu wissen. Und dies via Internet, ohne die betreffende Person jemals gesehen zu haben. Wenn das mal kein Kunststück ist.

sondern habe mich zwei Jahrzehnte immer wieder intensiv mit diesem Problem auseinandergesetzt.


Du hast dich intensiv mit der Borderline-Symptomatik beschäftigt. Und womit noch? Bei der exakten Eingrenzung einer Erkrankung geht es um Ausschlusskriterien. Diese Ausschlusskriterien setzen Kenntnisse über sämtliche Diagnoseschlüssel voraus. Fehlen diese Kenntnisse, handelt man fahrlässig und selbstredend auch stümperhaft. Mit diesen hausgemachten Diagnosen richtet man im Endeffekt mehr Schaden an als dass man hilft.

Wie willst du beispielsweise wissen können, dass es sich bei der Symptomatik des Sohnes nicht um eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis handelt? Woher willst du wissen können, dass der Sohn nicht unter einer gravierenden posttraumatischen Belastungsstörung leidet, wenn dir der Diagnoseschlüssel mangels Ausbildung absolut nicht bekannt ist?

Mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 4. Sep 2014, 22:55

Mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen.
(Patch Adams)

Danke

lg, oTp
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Do 4. Sep 2014, 23:02

onThePath
Überleg also besser was Du uns hier unterjubeln möchtest.



Da muss ich nicht überlegen. Ich will ja nichts unterjubeln.

Du bringst also kein Quäntchen mehr Wahrheitsfindung als die offiziellen Fachleute, die es mit meinem Sohn zu tun hatten.


Da mir dein Sohn gänzlich unbekannt ist, kann ich zur Wahrheitsfindung nichts beitragen.

Hast Du überhaupt Ahnung, wie diese Experten agieren ?


Ja, habe ich.

Patch, Du gehst da also sehr oberflächlich ran.


Eher gewissenhaft.

Da kommst Du und sagst so in der Art:
Schweigt und urteilt nicht, das steht euch nicht zu.



Diagnostiziert nicht, lautete mein Appell. Wenn ein Mensch an einer ernsthaften und Existenz bedrohenden Krankheit leidet, dann gehört er in die Hände eines Facharztes. Das kann von Hobbytherapeuten mangels fachlicher Kompetenz nicht geleistet werden.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Do 4. Sep 2014, 23:07

onThePath

Danke



Bitte!
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 5. Sep 2014, 08:55

Du hast keine Ahnung, Patch Adams, was in der Praxis so alles abläuft.
Denn gewissenhaft handeln die "Experten" in der Praxis eben nicht immer. Und dennoch verschönigst Du blind den Mechanismus Psychiatrie/Psychologie.
Das habe ich ja deutlich genug beschrieben. Er wird seit Jahren behandelt, aber anscheinend mit einem Minimum an Diagnose.

Die Experten, die Du als gewissenhaft einstufst, haben es nicht mal nötig, uns Eltern einzubeziehen.

Ich bin froh, dass Deine unangemessenen Worte ein Ende haben hier.

Es gab vor Jahren ein einziges Mal einen gewissenhaften Psychologen. Er sorgte für einen Betreuer und entschuldigte sich bei uns für das heftige Leid, das wir jahrelang erdulden mußten. Dabei hatte er mit uns keinerlei Berührungspunke, weil er von einem Heimleiter informiert wurde. Dennoch setzte er sich mit uns in Verbindung. Alle Achtung.

Das läßt hoffen, Dein Reden zeigt allerdings mal wieder, wieviel Falschheit existiert.

Diagnostiziert nicht, lautete mein Appell. Wenn ein Mensch an einer ernsthaften und Existenz bedrohenden Krankheit leidet, dann gehört er in die Hände eines Facharztes. Das kann von Hobbytherapeuten mangels fachlicher Kompetenz nicht geleistet werden.


Völlig nichtssagend. Du gehst mit keinem Wort auf die verheerenden wahren Verhältnisse ein.
Und Jeshu darf mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis Licht in dieses "Experten"-Dunkel bringen. Denn lieber ein engagierter Laie als ein Duzend gleichgültige Experten.

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Zuletzt geändert von onThePath am Fr 5. Sep 2014, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 5. Sep 2014, 09:08

Patch Adams hat geschrieben:
onThePath



Hast Du überhaupt Ahnung, wie diese Experten agieren ?


Ja, habe ich.

Patch, Du gehst da also sehr oberflächlich ran.


Eher gewissenhaft.




Ach so ?
Du gehst mit keinem Wort auf die schlechten wahren Verhältnisse ein.
Deshalb bin ich froh, dass Dein Gerede ein Ende hat. Es ist nur provozierend, wenn man meine jahrelange vergebliche Odysse um Hilfe berücksichtigt. Die real existierende Hilfe ist in unserem Fall nur ein Schatten Deiner oberflächlichen Formel vom Experten. Ohne Eingehen auf tatsächliche Probleme machst Du wirklich nur leere Worte und billiges sich darüber hinwegsetzen, was für schlimme Probleme existieren, in die die Psychiatrie/Psychologie verstrickt sind.

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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Jeshu » Fr 5. Sep 2014, 20:53

Patch Adams hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:
Ich habe schließlich nicht nur einen Artikel irgendwo darüber gelesen und weiß jetzt alles besser wie viele es im Internet tun,


O doch! Du gibst es zumindest vor! So wie ich onThePath Schilderungen erinnere, ist diese Diagnose bislang noch von keinem Arzt erstellt worden. Von dir wurde die Diagnose jedoch behauptet. Das impliziert, mehr als die behandelnde Ärzte und Therapeuten zu wissen. Und dies via Internet, ohne die betreffende Person jemals gesehen zu haben. Wenn das mal kein Kunststück ist.

sondern habe mich zwei Jahrzehnte immer wieder intensiv mit diesem Problem auseinandergesetzt.

Du hast dich intensiv mit der Borderline-Symptomatik beschäftigt. Und womit noch? Bei der exakten Eingrenzung einer Erkrankung geht es um Ausschlusskriterien. Diese Ausschlusskriterien setzen Kenntnisse über sämtliche Diagnoseschlüssel voraus. Fehlen diese Kenntnisse, handelt man fahrlässig und selbstredend auch stümperhaft. Mit diesen hausgemachten Diagnosen richtet man im Endeffekt mehr Schaden an als dass man hilft.

Wie willst du beispielsweise wissen können, dass es sich bei der Symptomatik des Sohnes nicht um eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis handelt? Woher willst du wissen können, dass der Sohn nicht unter einer gravierenden posttraumatischen Belastungsstörung leidet, wenn dir der Diagnoseschlüssel mangels Ausbildung absolut nicht bekannt ist?

Mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen.


Musst Du auch nicht, Patch, denn allenfalls rhetorisch-wirksames "Fach-Wissen" bringt oTp in seinem Problem offensichtlich keinen Millimeter weiter.
Aber genau darum geht es mir...

Was willst Du hier als Experte in dieser komplizierten Thematik denn bitte mit irgendwelchen diffus-anerlernten "Diagnoseschlüsseln" erreichen?
Außer mit "Fachblabla" Eindruck machen? Langweilt mich.
Weil ich nämlich mit einem "fachärztlich bestätigten" Borderliner unter einem Dach lebe und seit vielen Jahren dafür sorge, dass er sich und sein Leben nicht komplett zerstört, bzw. das anderer Leute äußerst negativ behelligt.

Gewissenlos wäre es von mir eher, oTp nicht darauf hinzuweisen, was ich über das Borderline-Syndrom weiß, denn ich habe natürlich alles gelesen, was oTp hier über seinen Sohn geschrieben hat! Und die frappante Ähnlichkeit im Verhalten von Andreas und "meinen" Borderlinern hat mich natürlich dazu veranlasst, mich hierzu eindeutig zu äußern.

Weißt Du was passiert, wenn ich "stümperhaft" handle? Dann bringt sich "mein" Borderliner eines Tages um oder schädigt permanent andere Menschen.
Und diesen Umstand wird auch der beste Facharzt und die besten Therapien nicht verhindern, wenn er selbst da nicht hingeht!

Respektiere bitte, Patch, dass oTp und ich in unserem privaten Umfeld! - nicht beruflichen - wesentlich mehr ertragen müssen, als auch Verantwortung tragen als jeder noch so große "Fachernannte".

LG
Jeshu

PS Kann es sein, dass Du hier vorher unter "r....." gepostet hast?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Fr 5. Sep 2014, 22:18

onThePath
Du hast keine Ahnung, Patch Adams,


Auf Ahnungen lege ich auch nicht viel Wert. Ich strebe Wissen an.

Denn gewissenhaft handeln die "Experten" in der Praxis eben nicht immer. Und dennoch verschönigst Du blind den Mechanismus Psychiatrie/Psychologie.


Wo habe ich etwas beschönigt? Weise das doch bitte vor.

Die Experten, die Du als gewissenhaft einstufst,


Ich habe „mich“ als gewissenhaft eingestuft. Über unbekannte Experten erlaube ich mir kein Werturteil.

Dein Reden zeigt allerdings mal wieder, wieviel Falschheit existiert.


„Mein“ Reden?

Auf welche Reden beziehst du das konkret?
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Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Patch Adams » Fr 5. Sep 2014, 22:24

Jeshu
Weißt Du was passiert, wenn ich "stümperhaft" handle? Dann bringt sich "mein" Borderliner eines Tages um


"mein" Borderliner

:shock:

Dann hängt also sein Überleben von deiner Person ab.

Somit bist du quasi Herr über Leben und Tod.
Wer immer die Wahrheit sagt, muss ein schnelles Pferd haben.

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