Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Ethik, Lebensrechtsfragen
Sexualethik, Sozialethik, Wirtschaftsethik, Kreationismus / Schöpfungswissenschaft, Technik, Umwelt


Moderator: bigbird

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Do 6. Okt 2011, 10:26

Kleine Auflockerung zum Thema.... :oops:
http://www.youtube.com/watch?v=tWG9Sx5i7-Y&#t=5m54s

P.S. Na hoffentlich kommt's nicht noch zu solchem Sexualunterricht in unseren Klassenzimmern ;)
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Metropolis79 » Do 6. Okt 2011, 14:22

NEM hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Ich habe zum Thema einen Film gefunden:Frühsexualisierung

Hallo zusammen
Wem der die aussfühliche Dokumentation von jes_25913 zu lange ist, kann hier eine Kurzfassung auf U-Tube ansehen ansehen
Lg NEM

Habe mir das Video angesehn und ich denke, da sind wir uns einig, egal ob Atheisten oder Christen oder Jugendliche oder Moslems...
Kinder sollen ihre Kindheit leben und nicht mit solchen sexuellen Dingen konfrontiert sein in dem Alter.
Ich wäre als Atheist auch noch gegen so viele andere Dinge, was das Thema Sexpraktiken betrifft ;) , aber man kann Erwachsene zu Nichts zwingen, wie sie ihre Sexualität ausleben ist deren Sache,denn verbietet man es ihnen , machen sie es im geheimen ;)
Alles was du hast,... hat irgendwann dich
Metropolis79
Abgemeldet
 
Beiträge: 555
Registriert: So 23. Jan 2011, 02:07

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Mo 10. Okt 2011, 15:14

Heute las ich einen Artikel über diesen sogenannten "Sexkoffer":


Migros-Magazin: Drückt der Staat den Sexkoffer gegen den Willen der Eltern durch?
Pierre Felder: Überhaupt nicht. Entstanden ist die Idee, nachdem es in verschiedenen Schweizer Schulhäusern zu sexuellen Übergriffen kam. Die Politik warf der Schule vor, sie würde ihre Mitverantwortung nicht wahrnehmen. Wir haben uns das zu Herzen genommen und Ende 2010 den Leitfaden Sexualpädagogik herausgegeben.

Die Geschlechtsteile aus Stoff finden sich in der Box für Sakundarschüler, aber nicht in jener für Kindergärtner und Primarschüler.


Petition:
Politiker aus SVP, EVP und EDU haben letzte Woche eine Petition "Gegen die Sexualisierung der Volksschule" bei der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) eingereicht. In drei Monaten sammelten die Initianten 91'816 Unterschriften. Sie fordern, dass der Lehrplan 21 für die Volksschule keine obligatorische Sexualkunde enthalten dürfe.
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 21:08

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Mo 10. Okt 2011, 18:57

Ja, ja, dieser unselige 'Sexkoffer' ! :?
Und nochmals Infos......
http://www.kinderohnerechte.ch/web/arti ... kel_ID=540
http://www.kinderohnerechte.ch/web/arti ... kel_ID=578
http://www.volksschul-sexualisierung-ne ... lyer-d.pdf

Interessant finde ich das nachfolgende Zitat aus der 'Migros-Zeitung', das ich (ungelesen) hier übernehme:
"Entstanden ist die Idee, nachdem es in verschiedenen Schweizer Schulhäusern zu sexuellen Übergriffen kam. Die Politik warf der Schule vor, sie würde ihre Mitverantwortung nicht wahrnehmen." - :shock: Klingeln bei Euch auch die Glöckchen??? ;)

lionne
Zuletzt geändert von lionne am Mo 10. Okt 2011, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Mo 10. Okt 2011, 19:34

sugi hat geschrieben:Petition:
Politiker aus SVP, EVP und EDU haben letzte Woche eine Petition "Gegen die Sexualisierung der Volksschule" bei der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) eingereicht. In drei Monaten sammelten die Initianten 91'816 Unterschriften. Sie fordern, dass der Lehrplan 21 für die Volksschule keine obligatorische Sexualkunde enthalten dürfe.

Der genaue Wortlaut der Forderungen der inzwischen eingereichten Petition, die im übrigen 5 Punkte umfasst, hier nochmals zum Nachlesen (Seite 6)
http://www.volksschul-sexualisierung-ne ... lyer-d.pdf

(sorry für Wiedeholung, manchmal geht's halt nicht anders ;) )
lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 11. Okt 2011, 11:32

Hi lionne!

lionne hat geschrieben:Interessant finde ich das nachfolgende Zitat aus der 'Migros-Zeitung', das ich (ungelesen) hier übernehme:
"Entstanden ist die Idee, nachdem es in verschiedenen Schweizer Schulhäusern zu sexuellen Übergriffen kam. Die Politik warf der Schule vor, sie würde ihre Mitverantwortung nicht wahrnehmen." - :shock: Klingeln bei Euch auch die Glöckchen??? ;)

Ich weiss ja jetzt nicht genau was du meinst, aber....um mal schnell meine Gedanken loszuwerden:

Nur weil es sexuelle Übergriffe in Schweizer Schulen gab, muss man nicht die Schüler aufklären..das Grundproblem liegt woanders!!! Und? Was macht man nun??
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 21:08

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Mi 12. Okt 2011, 17:12

sugi hat geschrieben:Nur weil es sexuelle Übergriffe in Schweizer Schulen gab, muss man nicht die Schüler aufklären..das Grundproblem liegt woanders!!!

Die sexuellen Uebergriffe, die es an Schweizer Schulen gegeben hat, nun als Alibi bzw. als Anlass zu nehmen, um diesen sog. Aufklärungsunterricht voranzutreiben, ist m.E. mehr als billig und geht total am Problem vorbei; da geb ich dir vollkommen Recht; das Grundproblem für diese sexuellen Uebergriffe an den Schullen liegt in der Tat ganz woanders....

Ich glaube, dass kein vernünftiger (weitblickender) Mensch etwas gegen 'Aufklärung bzw. Sexualaufklärung' haben kann. Dieses Thema sollte eigentlich (heutzutage) ein Bestandteil der Erziehung sein (im besten Fall ausgeführt durch die Eltern der Kinder/Jugendlichen oder dann im Schulunterricht im Rahmen der 'Lebenskunde' beispielsweise).

Was wir auf jeden Fall anhand dieser Petition ganz klar sehen können, ist die Tatsache, dass das Thema in der Bevölkerung auf grosses Interesse gestossen ist. In den rund drei Monaten der Sammel-Frist unterschrieben 91'816 Schweizerinnen und Schweizer die Petition. Hey, das ist beinahe so viel, wie es für eine Initiative bräuchte! Die Petition richtet sich in erster Linie gegen die teilweise schon umgesetzten Pläne, die Sexualerziehung auf allen Stufen - Kindergarten eingeschlossen - schweizweit verbindlich (= obligatorisch) zu machen.

Ich kann nur alle dazu auffordern, am Ball zu bleiben! Lasst Euch nicht als konservative, religiös-fundamentalistische Hinterwäldler abstempeln/diffamieren! Es geht nicht an, dass bereits Kindergärtler mit pornografischen Bilder 'aufgeklärt' und zu sexuellen Handlungen angestachelt werden! :warn:

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon MaryjahDior » Di 6. Dez 2011, 02:11

Wo liegt das Problem? Und überall wo es Kinder gibt wird es sexuelle Übergriffe geben... Zu einer Sexualpädagogik gehört dazu, dass man die Kinder Altersentsprechend aufklärt. Wichtig ist, dass man den Kindern beibringt, NEIN sagen zu können, dass sie lernen können ihr Selbstbild und Körperbild aufrecht erhalten, sich so zu nehmen wie sie selber sind..
MaryjahDior
Member
 
Beiträge: 155
Registriert: Do 17. Jun 2010, 23:35

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Di 6. Dez 2011, 06:50

MaryjahDior hat geschrieben:Wo liegt das Problem? Und überall wo es Kinder gibt wird es sexuelle Übergriffe geben...

Aha.... dann ist ja alles in Ordnung, business as usual.... :roll:
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Gnu » Di 6. Dez 2011, 11:02

MaryjahDior hat geschrieben: Wo liegt das Problem? Und überall wo es Kinder gibt wird es sexuelle Übergriffe geben... Zu einer Sexualpädagogik gehört dazu, dass man die Kinder Altersentsprechend aufklärt. Wichtig ist, dass man den Kindern beibringt, NEIN sagen zu können, dass sie lernen können ihr Selbstbild und Körperbild aufrecht erhalten, sich so zu nehmen wie sie selber sind..

Das sind kosmische Argumente. Mir kann es ja egal sein. Hätte ich aber selber Kinder, so würde ich sie nicht in eine solche kosmische Schule schicken, ohne sie vorher aufgeklärt zu haben.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11338
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon MaryjahDior » Di 6. Dez 2011, 15:48

lionne hat geschrieben:
MaryjahDior hat geschrieben:Wo liegt das Problem? Und überall wo es Kinder gibt wird es sexuelle Übergriffe geben...

Aha.... dann ist ja alles in Ordnung, business as usual.... :roll:
LG lionne



Das Problem sind nicht die Kinder, sondern die Täter, hast mich falsch verstanden... Und solche Täter suchen sich die Nähe zu Kinder.
MaryjahDior
Member
 
Beiträge: 155
Registriert: Do 17. Jun 2010, 23:35

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon MaryjahDior » Di 6. Dez 2011, 15:52

Gnu hat geschrieben:
MaryjahDior hat geschrieben: Wo liegt das Problem? Und überall wo es Kinder gibt wird es sexuelle Übergriffe geben... Zu einer Sexualpädagogik gehört dazu, dass man die Kinder Altersentsprechend aufklärt. Wichtig ist, dass man den Kindern beibringt, NEIN sagen zu können, dass sie lernen können ihr Selbstbild und Körperbild aufrecht erhalten, sich so zu nehmen wie sie selber sind..

Das sind kosmische Argumente. Mir kann es ja egal sein. Hätte ich aber selber Kinder, so würde ich sie nicht in eine solche kosmische Schule schicken, ohne sie vorher aufgeklärt zu haben.



Welche komische Schule? Ach manno...Jaja die Kirche und die Sexualität...Hmmm...Auf jeden Fall, habe ich Kinder in Sonderschulen als Praktikantin betreut, Kinder die Opfer waren von sexueller Gewalt und dies ganz krass. Kinder die in der Gesellschaft als schwach angesehen werden, die keine ausgeglichene Nähe Distanz zu Erwachsenen aufbauen können, sind nun mal massiv gefährdet, Opfer zu werden. Das ist halt nun so. Und da muss so früh wie möglich aufgeklärt werden. Bzw. in Form von Mädchen/Jungen Arbeit..Gehört auch zur Aufklärung. Gruss von einer Pädagogin... Die jetzt an einer öffentlichen Schule arbeitet....
MaryjahDior
Member
 
Beiträge: 155
Registriert: Do 17. Jun 2010, 23:35

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » Di 6. Dez 2011, 16:27

Ich glaube, dass niemand hier etwas gegen Aufklärung hat; Aufklärung ist nötig.
Es sind all' die Fragen um das WER, WIE, WANN, WO etc., das Fragen über Fragen aufwirft und wo Lösungen gefragt sind.
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9173
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Fr 20. Apr 2012, 11:29

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn die führende Kraft bei dieser Basler Initiative gegen den "Sex-Koffer" einen guten Sexualunterricht in der Schule gehabt hätte. Vielleicht wäre dann die sexuelle Sozialisation besser gelaufen:

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/s ... 36160.html

Zitat in der NZZ:
Fehlstart einer Volksinitiative
Kinderschützer wegen Missbrauchs verurteilt
Die Promotoren der Volksinitiative gegen Sexualkundeunterricht für Kinder unter neun Jahren haben einen schlechten Start erwischt. Der Co-Präsident des Komitees war im Jahre 1996 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. Nun trat er aus dem Initiativkomitee zurück.



Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Fr 20. Apr 2012, 11:36

Zitat aus dem verlinkten NZZ Artikel:

Der nun zurückgetretene Co-Präsident des Initiativkomitees ist im Bereich des Kindsschutzes keine Unbekannter: So sitzt er auch im Stiftungsrat der «Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind», einer fundamental-christlichen Organisation, die sich gegen Abtreibung einsetzt. Eine Stellungnahme der Organisation liegt derzeit noch nicht vor.


Hoffentlich merkt diese christliche Stiftung «Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind», dass der Mann in der Stiftung fehl am Platz ist.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Gnu » Fr 20. Apr 2012, 14:36

MaryjahDior hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Das sind kosmische Argumente. Mir kann es ja egal sein. Hätte ich aber selber Kinder, so würde ich sie nicht in eine solche kosmische Schule schicken, ohne sie vorher aufgeklärt zu haben.

Welche komische Schule?

Ja ja, die Welt (kosmos) ist schon komisch (komikos). :mrgreen:
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11338
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon NEM » Sa 21. Apr 2012, 12:49

Anstelle hier in diesem Thread mit linksliberaler sehr bedauenswerter Polemik Effekte erhaschen zu wollen, fände ich es wichtiger für unsere Schweiz und die Volksinitiative zum Schutz unsere Kinder vor einer verfrühten Sexualisierung und der vermittlung falscher liberaler Ansichten einzutreten.

Was viele Leute nicht begreiffen, ist dass mit dem "Sexual Untericht" auch gleichzeitig das "Gender Mainstreaming" die Köpfe unserer Kinder verseuchen soll. Der Lehrplan welcher auf unsere Kinder losgelassen wird ist genauso aufgebaut. (siehe am Anfang dieses Treads)

Anbei Links zur Webseite des Initiativkomitees.

http://schutzinitiative.ch/in-kurze

http://schutzinitiative.ch/category/aktuell-2

http://schutzinitiative.ch/723/ruecktri ... tivkomitee

Ich werde noch versuchen einen Link zum Bestellen von Unterschriftsbögen zu finden und anzubieten.

Lg NEM
NEM
Abgemeldet
 
Beiträge: 1435
Registriert: Mo 7. Sep 2009, 20:16

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Sa 21. Apr 2012, 16:33

ok. nein, sagen ist sehr leicht.

Aber so erzähle doch einmal ganz konkret, wie Du Deine Kinder in Bezug auf die Sexualität erzogen hast? Wie war die Sexualerziehung? ...wenn Deine kleinen Kinder gefragt haben, warum Vater und Mutter unterschiedlich aussehen. ...oder wenn Deine Kinder Doktorspiele gemacht haben. Wie hast Du dann reagiert?

Ich habe gewiss nichts dagegen, wenn die Sexualerziehung in Elternhaus erfolgt, im Gegenteil, es ist wünschbar. Tatsache ist aber, dass es nicht oder zu wenig geschieht oder vielfach auch zu spät. Mit der Initiative gegen den frühen Unterricht zu sein und gleichzeitig trotzdem nicht das Wünschbare und Nötige zu Hause machen, ist für mich einfach die schlechteste Lösung.


Grüße Columba


PS
So viel mir in Erinnerung ist, warst Du auch für die Verwahrungsinitiative, wo Sexualstraftäter möglichst hart bestraft werden? Wenn jetzt in dieser christllich-konservativen Umgebung etwas passiert, betrachtest Du es nur als linksliberale Polemik? Ist Dies nicht eine Doppelmoral? ...und bei den Verfehlungen in der katholischen Kirche wurde auch empört reagiert.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon NEM » Sa 21. Apr 2012, 19:37

Columba hat geschrieben:ok. nein, sagen ist sehr leicht.

Aber so erzähle doch einmal ganz konkret, wie Du Deine Kinder in Bezug auf die Sexualität erzogen hast? Wie war die Sexualerziehung? ...wenn Deine kleinen Kinder gefragt haben, warum Vater und Mutter unterschiedlich aussehen. ...oder wenn Deine Kinder Doktorspiele gemacht haben. Wie hast Du dann reagiert?

Das ist überhaupt nicht das Thema hier.
Das Thema ist, dass die Schule einen Bildungsauftrag hat und keinen Erziehungsauftrag. Ansonsten muss sich die Schule ja auch aus der Erziehung der Kinder raushalten. Warum soll die Schule denn jetzt plötzlich Sexualerziehung betreiben?

Erziehung ist und bleibt Sache der Eltern!!!

Das Argument, dass gewisse Eltern die Kinder nicht offen genu "Aufklären" könnten lasse ich nicht gelten, denn es braucht definitiv KEINEN Schulplan der staatliche definierte sexuelle Ansichten und Ausrichtungen propagiert, schon gar nicht solange "Gender Mainstreaming" vermittelt werden soll.

Es braucht keine Schulbildung zur Sexualität. Die Schule hat ja schon das Fach Biologie.
Es braucht eine altersgerechte Aufklärung und Erziehung der Kinder durch die Eltern.

Columba hat geschrieben:Ich habe gewiss nichts dagegen, wenn die Sexualerziehung in Elternhaus erfolgt, im Gegenteil, es ist wünschbar. Tatsache ist aber, dass es nicht oder zu wenig geschieht oder vielfach auch zu spät. Mit der Initiative gegen den frühen Unterricht zu sein und gleichzeitig trotzdem nicht das Wünschbare und Nötige zu Hause machen, ist für mich einfach die schlechteste Lösung.

Diese Aussage ist eine grobe Verallgemeinerung und polemisch. Was weisst Du schon über andere Familien?

Columba hat geschrieben:PS
So viel mir in Erinnerung ist, warst Du auch für die Verwahrungsinitiative, wo Sexualstraftäter möglichst hart bestraft werden? Wenn jetzt in dieser christllich-konservativen Umgebung etwas passiert, betrachtest Du es nur als linksliberale Polemik? Ist Dies nicht eine Doppelmoral? ...und bei den Verfehlungen in der katholischen Kirche wurde auch empört reagiert.


Was ist denn in christlich-konservativer Umgebung passiert?
Das Komitee hat festgestellt, dass dieser Herr Herrn B. Spühler eine Vergangenheit hat, die die Ziele der Initiative in ein sehr schlechtes Lich stellen können. Was ja bereits geschehen ist.

Ich betrachte es nicht als Doppelmoral unbelehrbare Sexualstraftäter zu Verwahren und gleichzeitig bei den den Eltern von Kindern den Erziehungsauftrag einzufordern.


Ich betrachte es als Doppelmoral der linksliberalen Medien das Fehlverhalten von Herr Spühler auf die Initiative abzuwälzen und daraus auf billigste Art und Weise kapital zu schlagen.

Ich betrachte es als Doppelmoral via Hintertür des staatlichen Schulplans vordergründig unsere Kinder "schützen" zu wollen, gleichzeitig die Eltern zu entmündigen und den Kindern Werte vermitteln zu wollen, die näher betrachtet eher pervers anmuten (GMS) und von einer ganz grossen Mehrheit der Bevölkerung strikte abgelehnt werden.

lg NEM
NEM
Abgemeldet
 
Beiträge: 1435
Registriert: Mo 7. Sep 2009, 20:16

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 10:31

Mich dünkt, Du machst es Dir zu einfach. Wenn Du oben sagst, was nicht das Thema ist, dann sehe ich genau das, was ich oben schon gesagt habe. Nein zu sagen, ohne dass eigene Lösung genannt wird, hilft nicht.

Kindergarten und Schule haben eben nicht nur Bildungsfunktion sondern auch Erziehungsfunktion. Das Elternhaus kann und muss grosse Teile der Erziehung übernehmen. Aber es sind andere Erziehungsfunktionen, welche immer schon von der Gesellschaft übernommen wurden und werden mussten. Z.B. die Erziehung zum sozialen Menschen kann nicht nur vom Elternhaus übernommen werden. Da muss eben Kindergarten und Schule (und die ganze Gesellschaft) mithelfen. Die Familie ist zu klein, als dass alle soziale Kompetenzen erlernt und anerzogen werden können. Ein sozialer Bereich ist auch die Sexualität, sie ist nicht nur eine Familienangelegenheit in unserer Gesellschaft. Den jungen Menschen wird der Partner jedenfall bei uns nicht gesucht, sondern junge Menschen müssen hier um einen Partner selber werben. Das heisst, die Partnerschaft ist teilweise keine Familienangelegenheit mehr sondern untersteht einer gesellschaftliche Ordnung. Bei Christen teilweise unter einer christlich-gesellschaftlichen Subordnung z.B.!

...und all die partnerschaftlichen Angelegenheiten haben halt viel mit Sexualität zu tun.

Das heisst, Erziehung kann nie ganz Elternangelegenheit sein und war es ganz sicher nie. Früher noch weniger als heute!

Altersgerechte Sexualaufklärung ja, aber was bedeutet das genau? Biologie jedenfalls ist sicher bei der Sexualerziehung der kleinste Teil. Aber zu Sexualaufklärung bzw. Sexualerziehung gehören eben auch soziale Kompetenzen, die nicht einfach im Elternhaus vermittelt werden können. Du siehst es hier im Forum im Bereich Partnerschaft, Ehe, etc. Biologische Fragen sind einfach zu beantworten. Die häufigsten Fragen sind ja hier im Forum: Wie finde ich einen Partner? Ich bin schüchtern, was soll ich machen? etc. etc. Dies sind die schwierigeren Fragen und sie haben direkt etwas mit der Sexualität zu tun. Es geht dabei um die sozialen Komptetenzen im Umgang mit der eigenen Sexualität. Die Eltern können da nicht so viel helfen, die Familie vielleicht schon mehr, aber schon im Rahmen von Kindergarten lernen die Kinder den Umgang unter den beiden Geschlechtern. Du kannst es nicht verhindern. Schon in diesem Alter kommen eben auch schon geschlechtliche Unterschiede zu tragen. Die Sexualerziehung ist also schon im Kindergarten aktuell und kann nicht ausgeklammert werden.

So ist die Frage nicht mehr ob Aufklärung bzw. Sexualerziehung in die Unterstufe gehört sondern wie es vermittelt werden muss. Die Initiative jedoch stoppt diese Diskussion, sie ist kontraproduktiv und ist deshalb nicht kindgerecht.

Die Sexualerziehung soll zwar hautpsächlich Familiensache (und nicht nur Elternsache) sein, aber die Schule hat auch sehr wichtige Funktionen in der Sexualerziehung. Familie und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten. Wenn viele Eltern mehr Verantwortung übernehmen würden, dann wäre die Schule entlastet. Aber das ist nicht der Fall.* Deshalb ist die Frage, wie Du es gemacht hast in der Sexualerziehung Deiner Kinder in diesem Zusasmmenhang schon wichtig, weil Du ja die ganze Sexualerziehung den Eltern übertragen willst.



Grsse Columba



* Das Kind lernt zwar was Kopf, Arme, Augen, Bauchnabel, Knie und Fuss ist. Aber was zwischen Knie und Bauchnabel ist, ist vielfach unbekannt. Frage mal Lehrer. Selbst Erwachsene, mehr als Du denkst, haben Schwierigkeiten über ihre Geschlechtlichkeit zu reden. ...und schierig wird es dann erst für junge Menschen bei der Suche nach Partnerschaften. Die einschlägigen Beratungskolummnen in den Zeitungen zeigen diese Schwierigkeiten ja genügend.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon NEM » Mo 23. Apr 2012, 12:29

Columba hat geschrieben:Mich dünkt, Du machst es Dir zu einfach. Wenn Du oben sagst, was nicht das Thema ist, dann sehe ich genau das, was ich oben schon gesagt habe. Nein zu sagen, ohne dass eigene Lösung genannt wird, hilft nicht.

Dein dünken erscheint mir zu einfach gefasst. Ohne dass "Nein" gesagt wird entsteht keine Diskussion und der viel zu mächtige Staat führt einfach ein was ihn gerade dünkt. Mich dünkt der Souverän (das Volk, von Demos ;) )hat das Recht jederzeit jegliche Initiative zu ergreifen. Die Regierung kann ja dann einen Gegenvorschlag bringen aber das Volk hat in der Schweiz noch das schlussendliche Sagen. Die Regierung sind im Grunde meine Angestellten und nicht umgekehrt, gäll. :roll:

Columba hat geschrieben:Z.B. die Erziehung zum sozialen Menschen kann nicht nur vom Elternhaus übernommen werden. Da muss eben Kindergarten und Schule (und die ganze Gesellschaft) mithelfen.

Gut hast Du noch das Wort "nur" eingebaut, sonst hätte ich aufschreien müssen!

Die Frage stellt sich aber:
- was ist "sozial"? Da klaffen die Meinungen Meilenweit auseinander. (sozial ≠ Sozialistisch, Humanistisch)
- dann frage ich wieviel Einfluss darf man Institutionen und Gesellschaft bei der Kindererziehung überhubt überlassen.

Die Institutionen die heute die Aufgabe übernommen haben vertreten nur einen minimal Anteil der Meinungsspektren und haben zudem kläglich versagt, sonst hätten wir kein solches Dilemma da draussen.

Columba hat geschrieben:Ein sozialer Bereich ist auch die Sexualität, sie ist nicht nur eine Familienangelegenheit in unserer Gesellschaft.

Völlig falsch! :shock:
Diese Irrmeinung taucht nur auf wenn man die Sexualität von Beziehungsfähigkeit und -kompetenz abkoppelt und eine losgelöste (sportliche? :lol: ) Komponente daraus macht.

Columba hat geschrieben:Altersgerechte Sexualaufklärung ja, aber was bedeutet das genau?

Genau das ist das Problem an der zwangsverordneten Sexualerziehung die uns durch die Hintertür reingedrückt werden soll. Diejenigen die den Schulplan aufgestellt haben kennen die Kinder nicht und die Lehrer müssen einfach schulen was auf dem Lehrplan steht. Es ist ja völlig egal ob ein Kind überfordert wird.

Darum braucht es die Initiative und alle Eltern die auf ihre Kinder achten sollten unterschreiben, sonst kommt es unweigerlich zu Emotionalen Schäden bei vielen Kindern.

Columba hat geschrieben:So ist die Frage nicht mehr ob Aufklärung bzw. Sexualerziehung in die Unterstufe gehört sondern wie es vermittelt werden muss. Die Initiative jedoch stoppt diese Diskussion, sie ist kontraproduktiv und ist deshalb nicht kindgerecht.

Völlig Falsch!!
Die Frage wo die Sexualaufklärung hingehört wurde nie gestellt! Hier wurde das Volk total übergangen. Die Initiative ist die einzige Möglichkeit eines vergewaltigten Volkes hier noch ein Diskussion zu führen. Es kann ja ein Gegenvorschlag erarbeitet werden.

Ohne Initiative, keine Diskussion und unsere Kinder werden einfach so mit abnormen Gedankengut vergiftet.

Columba hat geschrieben:Die Sexualerziehung soll zwar hauptsächlich Familiensache (und nicht nur Elternsache) sein, aber die Schule hat auch sehr wichtige Funktionen in der Sexualerziehung. Familie und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten.

Du gibst es ja selber zu, dass Sexualerziehung hauptsächlich Familiensache, das finde ich super, danke :praise: !

Leider habe ich von Zusammenarbeit im vorliegenden Fall nicht gesprüht!!! GMS, Sexkoffer und der Sexlehrplan wurden uns einfach so aufdoktriniert.

lg NEM
NEM
Abgemeldet
 
Beiträge: 1435
Registriert: Mo 7. Sep 2009, 20:16

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 15:29

Ich habe immer betont, dass für die Erziehung Eltern, bzw. die Familie der wichtigste Ort ist. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass andere Institutionen dazu kommen müssen. Eltern sind und waren immer überfordert, wenn sie alleine die Erziehungsaufgabe übernehmen müssen.

    Ich bin aufgewachsen in einem kleinen Dorf in sehr ländlichem Gebiet. Kinder wurden da natürlich auch von der gesamten dörflichen Gemeinschaft erzogen. Die Eltern sagten schon, dass man anständig etc. etc. etc. etc. sein solle. Aber die Praxis wurde dann ausserhalb der Familie eingeübt, die Übungsschritte waren gelegentlich noch mit Ohrfeigen begleitet. Wer nur zu Hause erzogen wurde und wenig Kontakt hatte mit dem Umfeld, hatte es dann nicht so leicht. So meine ich, dass eben Erziehung nicht nur zu Hause stattgefunden hat, sondern überall in der Gemeinde, in der Schule, in der Kirche!

Die Sexualaufklärung war immer schon ein Problem. Die Eltern waren vielfach überfordert oder zu spät. Grössere Geschwister, Schulkameraden, andere Freunde, bald auch das Bravo übernahmen die Aufklärung. Wie gut war denn das? Ich wurde auch nie richtig aufgeklärt. So kam es halt, dass wir als 10 oder 11 jährige während des Skilagers im Schlafraum zusammensitzen mussten und jeder trug sein aktuelles Wissen über die Sexualität bei. Natürlich ist man nicht auf einen grünen Zweig gekommen geschweige denn zu einem vernünftigen Wissen. So musste man halt das ganze Wissen selbst und zusammen erwerben. Das war dann pädagogisch sicher nicht das beste Vorgehen. Es wäre besser gewesen, wenn das Thema Sexualität von Eltern und Schule früher angegangen worden wäre.

Die Initiative will also die Sexualerziehung wieder ins Elternhaus bringen, wo es gar noch nie richtig funktioniert hat? Es zeigt eben die Hilflosigkeit der Initianten, dass sie zwar wissen, wogegen sie sind, aber nicht realisieren, dass sie nur Lösung haben, die selten funktioniert. ...und so soll also wiederum das Parlament einen Gegenvorschlag suchen, weil die Initianten nur mit Schlagworten operieren? So wird die Initiative nicht nur kinderunfreundlich sondern auch elternfeindlich. Die Initiative will Eltern etwas aufbürden, was die Eltern noch nie alleine gekonnt haben.

Die Sexualität ist doch ein sozialer Bereich, was hast Du dagegen? Liebe (und die Sexualität gehört auch in den Zusammenhang mit der Liebe) ist ein höchst sozialer Vorgang, selbst die Gottesliebe. Beziehungsfährigkeit ist eine soziale Kompetenz. Allein auf der Welt, dann brauchst Du keine soziale Kompetenz mehr. Schaue mal an, wie stark die Sexualität im AT eine gesellschaftliche Angelegenheit ist und nicht nur eine Familienangelegenheit! Wie Du das abstreiten kannst, wenn ich von einer gesellschaftlichen Funktion der Sexualität spreche, verstehe ich nicht.


Grüße Columba



PS1
Aus dem gesamten Zusammenhang sollte eigentlich klar sein, dass ich das Wort "sozial" nur im Zusammenhang mit dem Zusammenleben benutzt habe: Sozialisation, Mensch als soziales Wesen, soziale Kompetenz etc.

PS2
Wie Du als Demokrat von einem vergewaltigten Volk sprechen kannst, verstehe ich auch nicht. ...oder wohnst Du in Nordkorea?
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon NEM » Mo 23. Apr 2012, 17:11

Hi Columba

Es tut mir für Dich leid, wenn Du gemäss Deinen Schilderungen von Deinen Eltern nicht adäquat aufgeklärt wurdest. Ich verstehe gut, dass viele "brennende" Fragen nicht altersgerecht beantwortet wurden. Das ist aber Dein spezieller Fall.
Ich zum Beispiel wurde von Kleinst auf immer mit stufengerechten Antworten meiner Eltern versorgt. Als ich zusammen mit meiner Schwester in der Badewanne sass und gewisse Unterschiede hinterfragte, bekam ich ohne Scham korrekte altersgerechte Antworten von meiner Mutter die uns wusch. Nix von Bienen und Blümchen.

Dein spezieller Fall ist jedoch überhaupt kein Grund, allen Eltern Inkompetenz zu unterstellen und die Sexualerziehung in die Schule zu delegieren. Speziell nicht da die modernsten Ansichten, die m.E an Perversion grenzen, vermittelt werden sollen.

Ich bin der Meinung, dass hier wieder einmal ein Versuch läuft der zukünftigen Generation noch mehr Moral und Anstand zu entziehen und Gender Mainstreaming als „Normal“ zu verkaufen.

Damit etwas klarer wir was da auf unsere Kinder losgelassen werden soll hier nochmal ein Quote aus diesem Thread.

jes_25913 hat geschrieben:von jes_25913 » Di 26. Jul 2011, 13:50: Ich habe zum Thema einen Film gefunden:Frühsexualisierung


(falls der Film nicht funktioniert, hier noch eine U-Tube Version:
http://www.youtube.com/watch?v=KvVU-FZkt8g

Lg NEM
NEM
Abgemeldet
 
Beiträge: 1435
Registriert: Mo 7. Sep 2009, 20:16

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Mo 23. Apr 2012, 18:36

Ich bin der Meinung, dass hier wieder einmal ein Versuch läuft der zukünftigen Generation noch mehr Moral und Anstand zu entziehen und Gender Mainstreaming als „Normal“ zu verkaufen.


Es ist für mich immer wieder fazinierend, dass manche Christen nicht davor zurückscheuen, die seltsame Eva Herman mit ihrem ekelhaft rechtslastigen Kopp-Verlag zu zitieren, wenn es den eigenen Zwecken dient.

Damit etwas klarer wir was da auf unsere Kinder losgelassen werden soll hier nochmal ein Quote aus diesem Thread.

jes_25913 hat geschrieben:von jes_25913 » Di 26. Jul 2011, 13:50: Ich habe zum Thema einen Film gefunden:Frühsexualisierung


(falls der Film nicht funktioniert, hier noch eine U-Tube Version:
http://www.youtube.com/watch?v=KvVU-FZkt8g

Lg NEM


Ivo Sasek, dieser Sektierer, das ist doch Kindergeburtstag. :mrgreen: Da halte ich es doch lieber mit der katholischen Sexuallehre, die noch bis vor wenigen Jahren alles unter dem Bauchnabel als *Bäh und Pfui* erklärt hat und den Gläubigen darüber hinaus die Anweisung gab, nicht nackt zu duschen oder zu baden, um sich nicht selbst zu erregen. :party:
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 18:40

NEM hat geschrieben:Dein spezieller Fall ist jedoch überhaupt kein Grund, allen Eltern Inkompetenz zu unterstellen und die Sexualerziehung in die Schule zu delegieren. Speziell nicht da die modernsten Ansichten, die m.E an Perversion grenzen, vermittelt werden sollen.

Die meisten werden heute noch so aufgeklärt wie zu meiner Zeit. ...nur schon einige Jahre früher. Das ist in vielen Familien so. Kannst ja mal bei Lehrern und Therapeuten nachfragen. Fragen beantworten ist eben noch lange nicht Sexualerziehung, das ist das anderen Missverständnis. Erziehung hat immer etwas mit aktiver Gestaltung zu tun.

...und dann schaue z.B. im Haus der Bibel in Zürich mal die Sexualerziehungsliteratur an. Da ist wenig vorhanden als Hilfe für die Eltern. Die Kehrseite sind dann die Fragen, welche von Erwachsenen in Workshops z.B. über Sexualität kommen. Wenn an einer Männertagung einer grossen christlichen Organisation die üblichen Fragen der Art "Darf ein Christ..." kommen, dann sieht man, dass da einiges bei der Sexualerziehung nicht gesagt wurde. Das sind dann gerade noch diejenigen, welche dann auch aufrufen, solche Initiative zu unterstützen, aber im Grunde genommen selbst noch Sexualerziehung haben müssten.

Da zweifle ich, ob sich so vieles geändert hat in den letzten 50 bis 60 Jahren, seit ich aufgeklärt wurde. Viele Junge erklären auch heute noch, dass die Aufklärung in der Schule oder auf der Strasse geschehen ist. Die Eltern seien meist immer zu spät gewesen.

Dann noch die Frage an Dich: Warum darf man zwar zu Hause über die Unterschiede von Mädchen und Knaben konkret reden, aber dann im Kindergarten plötzlich nicht mehr? Die Initiative würde all das unterbinden. Was soll eigentlich Pornographisches sein, wenn Bilder von Geschlechtsorganen gezeigt werden?

Gerade das, was das Initiativkommitee schreibt ist nämlich eine Sexualisierung der Gesellschaft, indem alles mit dem Schlagwort der Pornographie gestempelt wird. Die Darstellung der Geschlechtlichkeit ist nicht von Vornherein pornographisch, sondern Pornographie wird es dann, wenn die Sexualität abgespaltet (entfremdet) wird vom Leben und nur dargestellt wird mit dem Zwecke der eigenen, isolierten Triebbefriedigung, wobei Beziehungen in der Auslebung der Sexualität nicht mehr einvernehmlich geschieht.

Indem die Initiative alles als Pornographisch sehen will, kann das Kind nicht mehr hingeführt werden zur Unterscheidung, was Pornographie ist und was gesunde Sexualität ist. Obwohl das noch nicht wichtig ist für 8 jährige Kinder, muss doch sichergestellt werden, dass der gute Same gesät ist. Die Auswüchse mit den Pornofilmchen auf den Handys von Schülern zeigen doch klar, dass da weder das Elternhaus noch die Schule bereit gewesen ist, diese Probleme frühzeitig zu erkennen. Jedenfalls die Kinder waren da überfordert. Vielleicht wäre ein "Sexkoffer" in den Händen von Eltern und Lehrern gut gewesen, um die Sexualerziehung zu erleichtern! ...und um zu zeigen, was Anstand und Moral ist und wo es nur noch um entfremdete Sexualität geht.


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 18:43

@NEM

...und zum YouTube Filmchen von Ivo Sasek möchte ich nicht eingehen. Die Sektenberatungsstellen haben da genügend Material zusammengestellt! Sasek kann ganz gewiss nicht als moralische und pädagogische Instanz gesehen werden, was die Erziehung von Kindern betrifft.

Desgleichen ist auch das Problem um das Gender Mainstreaming etwas anderes. Ich weiss, dass der Ausdruck ein rotes Tuch ist bei gewissen Christen. Allerdings benützen sie den Ausdruck in einem etwas anderem Sinne im Vergleich zur die Fachliteratur.


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 19:07

blakki hat geschrieben:Ivo Sasek, dieser Sektierer, das ist doch Kindergeburtstag. :mrgreen:


Sasek ist nicht Kindergeburtstag, im Gegenteil, sondern derjenige, der sich auch für die Körperstrafe bei Kindern stark macht.. Zudem ist Sasek plötzlich auch in die Nähe von Holocaustleugnern und Scientologen geraten.

Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Mo 23. Apr 2012, 19:21

Ich bemerke gerade, dass im Inititaivkommitee auch der SVP NR Oskar Freysinger ist, der im Jahre 2008 sich mit einem Gedicht über Kanaken, Kacke und Kakerlaken bei der Schweizer Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus in Erinnerung gerufen hat. Freysinger ist ja auch sonst immer wieder bei rechtspopulistischen und rechtsextremen Gruppierungen in Europa als Redner zu finden.

Jetzt frage ich mich schon, was in diesem Initativumfeld noch Christen zu tun haben.


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Mo 23. Apr 2012, 19:23

Columba, danke für die Information, von Ivo Sasek hatte ich lange nichts gehört und dachte er sei in der Versenkung verschwunden.

Das Internetportal der AZK ist sehr interessant, da gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an.
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Di 24. Apr 2012, 15:09

Peinlich! Das Desaster hat weitere Folgen:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/12502426

Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Fr 27. Apr 2012, 00:52

Columba hat geschrieben:Peinlich! Das Desaster hat weitere Folgen:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/12502426

Grüße Columba


...und trotzdem sehe ich (als dumpfer Agnostiker ohne moralische Beisshemmungen) immer noch nicht ein, warum Unterstufenschüler mit sexuellen Themen konfrontiert werden müssen. Vorpubertäre Kids müssen nichts wissen über diese Themen, denn sie erfahren noch früh genug alles darüber, keine Sorge.... Dafür sorgt ihre Neugier schon von selbst! :) So sehr ich die Sexualfeindlichkeit der freikirchlichen Kaste, die ob dieser Thematik gerne Amok läuft belächle, so sehr irritiert mich das pädagogische Millieu, das "ums verrecke" Kindergärtner und Unterstufenschüler über Penisse und Vaginas aufklären will. Es ist beides irritierend.... :?
...until fear no longer defines us
Valentin
Abgemeldet
 
Beiträge: 472
Registriert: Di 29. Jul 2008, 19:13

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Fr 27. Apr 2012, 08:46

Hi columba!

Columba hat geschrieben:Warum darf man zwar zu Hause über die Unterschiede von Mädchen und Knaben konkret reden, aber dann im Kindergarten plötzlich nicht mehr?

Was heisst da "dürfen".. ;) und vorallem "plötzlich" nicht mehr..

Zu Hause ist man sowieso anders, als Auswärts, dass ist das normalste überhaupt!!
Ich persönlich finde, wenn schon ein Kind eine Frage hat, ob im Kindergatren/Schule, dann gibt man kurz und einfach eine Antwort!! That's it!!

Die Initiative würde all das unterbinden. Was soll eigentlich Pornographisches sein, wenn Bilder von Geschlechtsorganen gezeigt werden?

Hmmmm, naja......

Die Auswüchse mit den Pornofilmchen auf den Handys von Schülern zeigen doch klar, dass da weder das Elternhaus noch die Schule bereit gewesen ist, diese Probleme frühzeitig zu erkennen. Jedenfalls die Kinder waren da überfordert. Vielleicht wäre ein "Sexkoffer" in den Händen von Eltern und Lehrern gut gewesen, um die Sexualerziehung zu erleichtern!

Sry, heute wird alles so offen präsentiert, woher soll denn ein heranwachsendes Kind noch wissen, was denn noch normal ist..?! Mit einem Köfferchen daher kommen, schaltet nicht die "Fantasien" der Menschen aus, und vermindert sexuallmissbräuche!!! Das Grundproblem liegt ganz woanders........
Was haben die Kinder für Vorbilder? Was gibt die Medien wieder?
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 21:08

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Fr 27. Apr 2012, 10:09

Valentin hat geschrieben:...und trotzdem sehe ich (als dumpfer Agnostiker ohne moralische Beisshemmungen) immer noch nicht ein, warum Unterstufenschüler mit sexuellen Themen konfrontiert werden müssen. Vorpubertäre Kids müssen nichts wissen über diese Themen, denn sie erfahren noch früh genug alles darüber, keine Sorge.... Dafür sorgt ihre Neugier schon von selbst! :)


Das ist doch das Problem! Natürlich erfahren die Kinder alles mit der Zeit, die Neugier soll auch nicht kaputt gemacht werden. Aber wie und wo machen die Kinder Erfahrungen. Erziehung heisst aber, Neugier bejahen und gleichzeitig, die Verantwortung für sich und in der Gemeinschaft schärfen, um selbstständig beurteilen zu können. Es geht um Kultivierung des Tuns des Menschen!

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Fr 27. Apr 2012, 10:44

sugi hat geschrieben:Sry, heute wird alles so offen präsentiert, woher soll denn ein heranwachsendes Kind noch wissen, was denn noch normal ist..?! Mit einem Köfferchen daher kommen, schaltet nicht die "Fantasien" der Menschen aus, und vermindert sexuallmissbräuche!!! Das Grundproblem liegt ganz woanders........
Was haben die Kinder für Vorbilder? Was gibt die Medien wieder?


Das ist ja gerade das Wesentliche, dass die heranwachsenden Kinder sehen können, was läuft, beurteilen lernen und dann einen eigenen Weg finden. Natürlich soll auch nicht alle Phantasie bei Kindern ausgelöscht werden. Das ist die Kunst der Erziehung, Kindr in das Leben zu führen und nicht abzustumpfen. Fragen z.B. so beantworten, dass Kinder nicht einfach vor Fakten stehen, sondern zu kritischem Denken führen. Dann werden Kinder auch bei Medien hellhöriger, was da läuft. So sind bei Kindern vielleicht die kurzen Antworten zu wenig? *

...und wenn ich so die Initanten anschaue, welche bei der Initiative mitmachen, dann sind halt einige bekannt dafür, dass sie meist sehr nur plakative, einfache Antworten anbieten. Da habe ich jetzt nicht mal an konservative christliche Leute gedacht. Die Initiative muss ja sowieso wieder ganz neu gestartet werden nach diesen sehr peinlichen Vorkommnissen. Das haben die Initianten ja selbst erkannt, dass das der GAU gewesen ist.

Zu Beginn dieses Threads ist ja auch klar gweorden, dass diejenigen, die hier sehr kritisch diese Schulversuche betrachtet haben, meist die dahinterliegenden Studien gar nicht gelesen haben. ...und dies, obwohl die Grundlagen so leicht zu erhalten sind, was selten der Fall ist.


Grüsse Columba



* Jetzt nicht gerade in Bezug auf die Sexualität sind bei meiner Enkelin von bald 3 Jahren kurze Antworten schon bicht mehr so gefragt.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Mo 30. Apr 2012, 17:37

Columba hat geschrieben:
sugi hat geschrieben:Sry, heute wird alles so offen präsentiert, woher soll denn ein heranwachsendes Kind noch wissen, was denn noch normal ist..?! Mit einem Köfferchen daher kommen, schaltet nicht die "Fantasien" der Menschen aus, und vermindert sexuallmissbräuche!!! Das Grundproblem liegt ganz woanders........
Was haben die Kinder für Vorbilder? Was gibt die Medien wieder?


Das ist ja gerade das Wesentliche, dass die heranwachsenden Kinder sehen können, was läuft, beurteilen lernen und dann einen eigenen Weg finden. Natürlich soll auch nicht alle Phantasie bei Kindern ausgelöscht werden. Das ist die Kunst der Erziehung, Kindr in das Leben zu führen und nicht abzustumpfen.

Da müssen wir aber wieder zurück zum Erwachsenen/Eltern/Erzieher.... Was konnten sie von ihrer eigener Kindheit mitnehmen, was eben den Menschen so "stark" macht, sodass sie es ihren eigenen Kindern weitergeben können? Die Überzahl ist meist am falschen Ort, wo eben leider nicht viel getan wird...!! Man lässt sie einfach!!

Ich erlebe leider zu oft, wie Eltern, egal ob Mutter oder Vater, sehr gestresst auf ihre Kinder reagieren, mit ihnen umgehen...als ob ihnen diese im Wege stehen..was da dann darunter leidet ist die Liebe...die Aufmerksamkeit!! Die Kinder sind der Abfalleimer der Eltern und müssen schlucken, sie kennen es nicht anders, sie wachsen so auf....hmm, wo und wie wird/kann dieses Kind diesen Abfall wieder loswerden??!!
Mal überlegen.....................................................................

Fragen z.B. so beantworten, dass Kinder nicht einfach vor Fakten stehen, sondern zu kritischem Denken führen. Dann werden Kinder auch bei Medien hellhöriger, was da läuft. So sind bei Kindern vielleicht die kurzen Antworten zu wenig? *

Kinder sind in erster Linie mal Kinder..sie haben nie und nimmer dieses Denken, wie ein sagen wir mal Erwachsener 30, 40 oder von mir aus noch älter....sie haben andere Interessen..... ..hmm, kompliziert..!!

Zu Beginn dieses Threads ist ja auch klar gweorden, dass diejenigen, die hier sehr kritisch diese Schulversuche betrachtet haben, meist die dahinterliegenden Studien gar nicht gelesen haben. ...und dies, obwohl die Grundlagen so leicht zu erhalten sind, was selten der Fall ist.

Egal wie etwas leicht zu erhalten ist...das sagt nichts! Ich bin nach wie vor Kritisch gegenüber diesem Sexkoffer, und dann noch in "Plüschtiere-Kopie"...bis die Kinder noch anfangen damit zu spielen........naja, der Mensch muss eh immer in allem übertreiben.!!

* Jetzt nicht gerade in Bezug auf die Sexualität sind bei meiner Enkelin von bald 3 Jahren kurze Antworten schon bicht mehr so gefragt.

Süss....3 Jahre, die sind noch so klein, lieber zum Tierpark gehen und dabei hoffen, dass gerade zwei Tiere in Paarung sind..so kann man gleich ein Beispiel zeigen.. ;) :? :D

PS: für kindliche Ohren, zu viel Informationen, sie sehen vor lauter Bäume keinen Wald!
(Bligg - S.O.S.)
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 21:08

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Mi 2. Mai 2012, 00:34

Columba hat geschrieben:
Valentin hat geschrieben:...und trotzdem sehe ich (als dumpfer Agnostiker ohne moralische Beisshemmungen) immer noch nicht ein, warum Unterstufenschüler mit sexuellen Themen konfrontiert werden müssen. Vorpubertäre Kids müssen nichts wissen über diese Themen, denn sie erfahren noch früh genug alles darüber, keine Sorge.... Dafür sorgt ihre Neugier schon von selbst! :)


Das ist doch das Problem! Natürlich erfahren die Kinder alles mit der Zeit, die Neugier soll auch nicht kaputt gemacht werden. Aber wie und wo machen die Kinder Erfahrungen. Erziehung heisst aber, Neugier bejahen und gleichzeitig, die Verantwortung für sich und in der Gemeinschaft schärfen, um selbstständig beurteilen zu können. Es geht um Kultivierung des Tuns des Menschen!

Grüsse Columba


Deine Argumentation greift, das gebe ich unumwunden zu. Es ist sinnvoll, die Kinder zu begleiten auf ihrem Weg zum sexuellen Wesen, was sie ja spätestens mit 12 oder 13 Jahren sind. (IMO!) Es ist sinnvoll, ihnen Halt zu geben, und auch eine Spur von "Anleitung". Was mir aber zu denken gibt, ist das "wie?". Da hat noch keiner eine Antwort liefern können. Weil Sexualität immer noch eine "black box" ist. Jegliche Bemühungen, in diesem Bereich Erziehungsarbeit zu leisten, ist immer noch ein stümperhaftes Stochern im Dunkeln. Nicht nur, weil Weltanschauungen aufeinander prallen, sondern weil auch die Wissenschaft einfach noch nicht genug zur Thematik weiss. Wann ist ein junger Mensch sexualisiert? Wer hat darauf eine Antwort? Wenn ein 12-jähriges Mädchen seine erste Mens hat, ist es "reif", körperlich. Reif, Nachwuchs hervorzubringen. Aber auch psychisch? Wir gehen ja davon aus, dass ein Mensch mit 18 Jahren "mündig" ist. Biologisch gesehen ist er es aber schon viel früher. Nicht umsonst wurden Buben und Mädchen früher schon weit vor dem 18. Lebensjahr miteinander verheiratet. In biblischer Zeit galt ein Mädchen von 13, 14 Jahren schon als "Frau", nur so nebenbei gesagt. Aus heutiger Sicht erscheint uns dies fast schon "pervers".

Es wäre ideal, wenn die Pädagogen die Kinder und Jugendlichen zu mündigen sexuellen Wesen "erziehen" könnten. Aber da kein wissenschaftlicher Konsens besteht und nebenbei noch der übliche ideologische Kampf zwischen der grundsätzlich sexfeindlichen Brigade und ihrem Gegenstück tobt, sehe ich da keine einfache Lösung.
...until fear no longer defines us
Valentin
Abgemeldet
 
Beiträge: 472
Registriert: Di 29. Jul 2008, 19:13

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Mi 2. Mai 2012, 22:19

Hhhmm, war es zu heikel von mir zu behaupten, dass Buben und Mädchen schon mit 12 - 14 Jahren sexuell "erwachsen" sind? ;) Also rein von der Biologie her ist das so, und wenn die biblische Maria existiert haben sollte, war sie wohl nicht 24 Jahre alt, sondern eher eine 14-Jährige... Ist das euch unangenehm, oder wie soll ich euer Schweigen deuten? Habe ich völligen Blödsinn verzapft? Wohl eher nicht! ;) Guckt euch mal an, in welchem Alter in "primitiven" Kulturen die Geschlechter als erwachsen gelten, z.B. bei den Massai. Unsere westliche Idee, dass man erst im Alter von 18 Jahren erwachsen ist, ist ziemlich neu, historisch gesehen. Auch in Europa wurden bis vor kurzem 15-jährige Mädchen verheiratet. Wir sollten also nicht allzu sehr auf andere Kulturen runterblicken in dieser Beziehung, z.B. auf den Islam.
...until fear no longer defines us
Valentin
Abgemeldet
 
Beiträge: 472
Registriert: Di 29. Jul 2008, 19:13

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Gnu » Do 3. Mai 2012, 07:04

Valentin hat geschrieben:Hhhmm, war es zu heikel von mir zu behaupten, dass Buben und Mädchen schon mit 12 - 14 Jahren sexuell "erwachsen" sind?

Ja und? Soll man sie deshalb im Kindergarten mit dem Dökterlikoffer belästigen?
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11338
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Do 3. Mai 2012, 09:07

Valentin hat geschrieben:Hhhmm, war es zu heikel von mir zu behaupten, dass Buben und Mädchen schon mit 12 - 14 Jahren sexuell "erwachsen" sind? ;) Also rein von der Biologie her ist das so, und wenn die biblische Maria existiert haben sollte, war sie wohl nicht 24 Jahre alt, sondern eher eine 14-Jährige...

Wie kommst du auf 14 Jahre? :mrgreen:

Ist das euch unangenehm, oder wie soll ich euer Schweigen deuten? Habe ich völligen Blödsinn verzapft? Wohl eher nicht! ;) Guckt euch mal an, in welchem Alter in "primitiven" Kulturen die Geschlechter als erwachsen gelten, z.B. bei den Massai. Unsere westliche Idee, dass man erst im Alter von 18 Jahren erwachsen ist, ist ziemlich neu, historisch gesehen.

Du kennst bestimmt das Sprichwort:
Kinder machen ist nicht schwer, Eltern sein, dagegen sehr ;)

Irgendwann fängt halt das Steuren zahlen an, tja!!!


Auch in Europa wurden bis vor kurzem 15-jährige Mädchen verheiratet. Wir sollten also nicht allzu sehr auf andere Kulturen runterblicken in dieser Beziehung, z.B. auf den Islam.

Hmm, vieles ist eine Zwangsheirat, ob das Mädchen will oder nicht, ob da Liebe vorhanden ist oder nicht, ob ihr der Mann gefällt oder nicht..egal!!! Es geht da grössten Teils um Religion..!!!

Und das Schweigen hat nichts damit zutun, weil du mich mit deinem posting umgehauen hast..hehe :mrgreen:
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 21:08

Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Magdalena61 » Do 3. Mai 2012, 09:31

blakki hat geschrieben:Ich habe nachgefragt und zur Antwort bekommen, dass solche Gerüchte immer wieder verbeitet werden, wie das berühmte Mandala-Ausmalen, aber es ist absolut nichts dran.
Ich kann nur für die deutschen Kindergärten sprechen, die von meinen Kids ( bis auf die drei Jüngsten) besucht wurden. Eine spezielle "Sexualerziehung" gab es dort nicht. Auch aus den Schulen (Grund- und Hauptschule, Realschule, Gymnasium) sind mir keine Extreme bekannt. Die bisherigen Lehrer meiner Kinder machten nur das Nötigste, was vom Lehrplan her halt vorgegeben ist.

Jedoch wurden reichlich Mandalas in Umlauf gebracht, eine Zeitlang auch in der Grundschule- da waren die Mandalas gerade der letzte Schrei.

Ich sagte meinen Kindern, sie müssen die Dinger nicht ordentlich ausmalen, also nicht diese "Konzentrationsübung" leisten, sondern sie dürfen großzügig von oben nach unten malen oder quer drüber- genauer gesagt: Sie haben die Vorlagen teilweise gründlich verschmiert. ;)
Und das mit Wonne.
Befehlsverweigerung sollte man einem Kind nur in Ausnahmefällen erlauben, denn man will die Kinder ja nicht zum Widerstand gegen Autoritätspersonen erziehen, damit täte man sich selbst auch keinen großen Gefallen.

Die Erzieher und Lehrer waren irgendwie total auf diese Mandalas fixiert; das kam mir schon etwas merkwürdig vor. Mit einer Grundschullehrerin hatte ich vor 2 oder 3 Jahren fast einen Streit... ich versuchte, ihr zu erklären, warum ich Mandalas als Christ nicht gutheißen kann- sie unterrichtet sogar ev. Religion (man frage besser nicht, WIE :mrgreen: ). Die Frau wurde ziemlich aggressiv, ja, direkt frech, und meinte etwa: "Stellen Sie sich vor, ich ... und bin trotzdem Christ", na ja.

Mir scheint, diese Mandala- Epidemie ist wieder abgeflaut. Meine Grundschüler ( 1., 2. und 4. Klasse) haben damit so gut wie nichts mehr zu tun.

Laodicea hat geschrieben:Das ist aber nach deutschen Gesetzen nicht so einfach, weil hier grundsätzlich ein Schulzwang besteht. Daher hatten sich die Eltern von Gesetzeswegen schuldig gemacht und soweit ich mich erinnere wurde ein Bußgeld verhängt, was aber nicht bezahlt wurde und dann kamen diese Eltern in Erzwingungshaft.
Das ist eine andere kranke Geschichte.
Ja, das ist richtig. In manchen Fundikreisen wurde viel darüber debattiert-- voll abgehoben.

Ich habe (2010) dann relativ lange suchen müssen, bis ich die Info fand, wie hoch das Bußgeld im Falle der Mutter von 14 Kindern denn eigentlich gewesen wäre. Dabei bin ich auf die Summe von 250€ (!)gestoßen und der Ansicht: Das Theater, das diese christlichen Eltern da als arme verfolgte Opfer abgezogen haben ist eines aufrechten Christen nicht würdig.

Nachdem sie sich medienwirksam zu Wort gemeldet hatten, hätten Spendenelder fließen können. Man hätte in den Gemeinden und unter Sympathisanten sammeln können, um das Bußgeld zu bezahlen.

Mal ganz abgesehen davon, dass der böse *durchstreich* deutsche Staat für 14 Kinder ganz nett Kindergeld löhnt... und das JEDEN Monat.

Für 14 minderjährige Kinder beträgt das Kindergeld fast 3000€- Und von den 36 000 €, die der Staat jährlich an diese Familie bezahlt, hatten sie tatsächlich nicht 2x250€ übrig, um sich Ruhe zu verschaffen? Möglicherweise erhalten sie noch Wohngeld oder andere Leistungen?
Selbst, wenn für einige der Kinder eventuell bereits kein Anspruch auf Kindergeld mehr bestanden haben sollte, so war doch vermutlich immer noch genügend da, um die Kinder mit Hilfe der staatlichen Leistungen von dieser Theatervorstellung frei zu kaufen.

Die Entrichtung eines Bußgeldes ist NICHT gegen die Schrift. Im Gegenteil: "Gebt dem Kaiser..."- Die Steuern damals in Israel für den heidnischen Herrscher waren auch ungerecht, meine ich.

Die Eltern haben ihren Streit mit Schule und Staat (Verweigerung der Bußgeldzahlung) auf dem Rücken ihrer Kinder ausgetragen.

Unter dem Strich ist das, was in manchen Christenkreisen als "Aufklärung" verkauft wird eine Hetze übelster Art. Mit solch einer einseitigen Propaganda hat man im 3. Reich die Menschen erfolgreich manipuliert.

Sorry, das ist o.t.-- wie ich die Beiträge las, wollte ich das gerne ergänzen.
LG
Benutzeravatar
Magdalena61
Member
 
Beiträge: 178
Registriert: Mo 16. Apr 2012, 20:57

VorherigeNächste

Zurück zu Ethik, Wissenschaft, Forschung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast