Doktorspiele als Anschauungsunterricht

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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 7. Jun 2011, 09:07

Laodicea hat geschrieben:
das hat mit der Presse relativ wenig zu tun, über den bzw. ähnliche Fälle wurde vereinzelt berichet, vorwiegend in den lokalen Medien.

Ok, das mag sein.

Was ich meinte, war, dass von fundi-christlicher Seite versucht wurde, diese Fälle als Christenverfolgung darzustellen, was gründlich in die Hose ging, da diese Leute und Organisationen selbst für evangelikale Christen zu extrem waren.



Hm, weil zufällig nur Christen sich am Thema gestört und protestiert haben, wie hätte es sich angehört, wenn Atheisten oder Moslems protestiert hätten! :shock:


Nun, für die Moslems kann ich nicht sprechen, aber als Atheist hätte ich vielleicht offizell bei der Schulbehörde protestiert, aber trotzdem meine Kinder an der Veranstaltung teilnehmen lassen.

Jedenfalls hätte mich nicht weinerlich an als verfolgter Atheist dem Medien präsentiert

Ich denke, gerade als Christ habe ich die Verantwortung mir vorher genau meine Handlungsweise und die Konsequenzen zu überlegen. Denn es geht nicht um meine eigene Ehre sondern um Gottes Ehre. Viele scheinen das zu vergessen...!


Davon sind alle Menschen betroffen, nicht nur Christen.

Gott läßt sich nicht vor jeden Karren spannen!
Und nicht überall wo Christ drauf steht ist Christus drin...!
Das kommt mir gerade so in den Sinn, denn ich las heute in der Bibel 1. Samuel 4.
Da versuchen die Israeliten einen Krieg gegen die Phillister zu gewinnen, in dem sie die Bundeslade vor ihrem Heer herziehen ließen. Ihnen war nicht bewußt dass dieser kunstvoll gefertigte Holzkasten allein nichts bewirkt, wenn Gott nicht in der Sache ist.


Okay, und was hat diese Geschichte aus dem AT mit dem oben zitierten Fall zu tun?

Gruß Laodicea
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon doro » Di 7. Jun 2011, 11:17

blakki hat geschrieben:Nun, für die Moslems kann ich nicht sprechen, aber als Atheist hätte ich […]

Genau genommen kannst du in dieser Sache auch nicht für alle anderen Atheisten sprechen. Aus demselben Grund spricht auch das Verhalten dieser Christen nicht für alle Christen. ;)

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon lionne » So 19. Jun 2011, 02:46

(Zitat) Sexualkunde für alle Schweizer Schulkinder ab vier Jahren! So lautet die Forderung des Kompetenzzentrums Sexualpädagogik der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz PHZ. Eine Gruppe staatlich bezahlter „Fachleute“ ist angetreten, flächendeckenden Sexunterricht in allen Schweizer Schulen zu verankern. Dass die Bildung kantonaler Hoheit unterliegt, kümmert die Sexologen wenig. Via Lehrplan 21 wollen sie ihre Lehre vom sexuellen Paradies auch im letzten Schweizer Klassenzimmer durchsetzen.

Noch etwas altbacken begründen die Sexapostel der PHZ ihre Arbeit mit dem ‚Kampf gegen AIDS’. Wer könnte schon etwas dagegen haben, unsere Kinder vor AIDS zu schützen?! Darum haben die Sexplaner ihre Leistungsvereinbarung ja auch mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG abgeschlossen. Und bezahlt werden sie via Kostenstelle ‚60207 Nationales HIV/Aids-Programm’. Wer allerdings die PHZ-Unterlagen liest, merkt schnell, dass es hier nur minimal um AIDS geht. Ziel ist nichts anderes als die Erfüllung eines bekannten 68er-Postulates: die Befreiung der Sexualität aus jeglicher moralischen Bevormundung! ----

Sexuelle Revolution in Schweizer Schulzimmern
Nun sind die 68er Sexualrevoluzzer bei ihrem Gang durch die Institutionen also auch an Schlüsselstellen der Schweizer Verwaltung gelangt. Das 2008 publizierte „Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule“ der PHZ lässt keinen Zweifel: „Menschen sind von klein auf sexuelle Wesen… Gemäss Psychrembel machen zum Beispiel bereits Säuglinge erste körperliche Lusterfahrungen in Form von Lutschen und Saugen… deshalb ist es wichtig, kindliche Sexualität in ihrer Eigenständigkeit zu begreifen,… und einen pädagogischen Umgang zu ermöglichen, welcher der Bedeutung der Sexualität für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gerecht wird“ (S. 38). Die Sexualität der Vierjährigen, die dann schulisch abgefangen und gefördert werden soll, wird von den PHZ-Fachleuten folgendermassen beschrieben:
Entdecken der Sexualorgane als Quelle neuer Lustgefühle
Zeigelust und genitale Spiele
Erotisches Interesse an Eltern (ei sieh da!!)
Bewusstes, wiederholtes Manipulieren von Körperstellen, auch der Genitalien.(Ende Zitat)
Quelle: (wo auch der ganze Artikel gelesen werden kann)
http://www.familienlobby.ch/53222/73901.html

Wo fürhrt das alles hin? Diese Frage kann jede/r versuchen, sich zu beantworten. Für mich persönlich habe ich eine Antwort gefunden.

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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Gnu » So 19. Jun 2011, 05:21

lionne hat geschrieben: Wo führt das alles hin? Diese Frage kann jede/r versuchen, sich zu beantworten. Für mich persönlich habe ich eine Antwort gefunden.

Ich auch, und selbst ausprobiert: Die perfekte Doppelmoral, welche alles erlaubt, was Gott verboten hat und handkehrum das Geschöpf selbst als „unanständig“ gerichtlich verfolgt, wenn es das nachspielt, was auf den Plakaten des BAG öffentlich gezeigt wird.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Laodicea » So 19. Jun 2011, 09:48

lionne hat geschrieben:...Wo fürhrt das alles hin? Diese Frage kann jede/r versuchen, sich zu beantworten. Für mich persönlich habe ich eine Antwort gefunden


Verkehrte Welt :cry:

Gruß Laodicea
Es geht immer um die Ehre des Herrn;
wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
da lebt der Mensch verkehrt!
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » So 19. Jun 2011, 09:54

verkehrte welt?

das wurde schon einmal hier intensiv diskutiert. hast du jetzt einmal das grundlagenpapier studiert?


Grüße Columba
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 09:28

Ich könnte die Argumente einiger hier viel besser nachvollziehen, wenn ich nicht um die Verklemmtheit oder fast schon Körperfeindlichkeit wüsste, die einigen Christen doch ziemlich stark innewohnt. So hat das alles einen leichten Beigeschmack... Man muss ja nur mal gucken, wer gegen diese "Doktorspiele" Sturm läuft. Schlüer und Konsorten, oder die EDU.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon alegna » Di 21. Jun 2011, 11:08

Valentin hat geschrieben:Ich könnte die Argumente einiger hier viel besser nachvollziehen, wenn ich nicht um die Verklemmtheit oder fast schon Körperfeindlichkeit wüsste, die einigen Christen doch ziemlich stark innewohnt.

Sicher gibt es auch da extreme, aber ich persönlich erlebe eigentlich die Christen nicht verklemmt und körperfeindlich, im Gegenteil man kann über alles reden.
Man muss ja nur mal gucken, wer gegen diese "Doktorspiele" Sturm läuft. Schlüer und Konsorten, oder die EDU.

Ich frage mich oft was denn diese Offenheit in den Medien, unter den Jungen so alles gebracht hat, sind ja alle schon so aufgeklärt, dass kein junges Mädchen mehr mit 14-15 Jahren schwanger wird oder? Im Gegenteil würde ich sagen, je mehr unsere Kinder "sexualisiert" werden, desto unsicherer werden sie, desto früher meinen sie sexuell aktiv sein zu müssen. Und gerade weil sie überall damit konfrontiert werden, frage ich mich wirklich ob es Sexualunterricht schon im Kiga braucht?

Vielleicht nicht ganz passende Gedanken aber es musste mal wieder gesagt werden.

liebe Grüsse
alegna
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Di 21. Jun 2011, 11:33

alegna hat geschrieben:
Valentin hat geschrieben:Ich könnte die Argumente einiger hier viel besser nachvollziehen, wenn ich nicht um die Verklemmtheit oder fast schon Körperfeindlichkeit wüsste, die einigen Christen doch ziemlich stark innewohnt.

Sicher gibt es auch da extreme, aber ich persönlich erlebe eigentlich die Christen nicht verklemmt und körperfeindlich, im Gegenteil man kann über alles reden.

das körperfeindliche ist eben n, dass man n darüber reden kann, sondern dass man n darüber redet, wenn es angebracht wäre. es ist auch hier n gelungen, trotz nachfragen, konkrete antworten zu finden von christen wie lionne oder laodicea. sie blieben ganz allgemein.

das ist das problem.


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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Di 21. Jun 2011, 11:39

alegna hat geschrieben:
Valentin hat geschrieben:Man muss ja nur mal gucken, wer gegen diese "Doktorspiele" Sturm läuft. Schlüer und Konsorten, oder die EDU.

Ich frage mich oft was denn diese Offenheit in den Medien, unter den Jungen so alles gebracht hat, sind ja alle schon so aufgeklärt, dass kein junges Mädchen mehr mit 14-15 Jahren schwanger wird oder? Im Gegenteil würde ich sagen, je mehr unsere Kinder "sexualisiert" werden, desto unsicherer werden sie, desto früher meinen sie sexuell aktiv sein zu müssen. Und gerade weil sie überall damit konfrontiert werden, frage ich mich wirklich ob es Sexualunterricht schon im Kiga braucht?


die unsicherheit kommt doch von dort, dass zu wenig offen von den eltern und von der schule über sexualität gesprochen wird. die neugier ist aber da, auch früher ohne medien. viele pupertierende wurden auch früher n aufgeklärt von den eltern: sie bekamen unterricht von dienstmädchen und mägden (und zwar praktischen unterricht).


genügende sexualerziehung schon wäre schon früher nötig gewesen und ist heute noch nötiger.


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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 12:57

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es jedenfalls nicht gut ist, wenn Sexualität tabuisiert oder gar dämonisiert wird in einem aus welchen Gründen auch immer prüden Elternhaus. Dann wird man halt mit 10 Jahren von der "Bravo" des Kumpels aufgeklärt.

Alegna: Ich finde die Übersexualisierung der Gesellschaft auch nicht gerade schön. Aber Sex sells, und da wir nun mal in einem kapitalistischen System leben... Gerade deswegen ist Sexualkundeunterricht ja nötig, denn die Eltern können die Kinder unmöglich vor der durchsexualisierten (Medien-)welt schützen, ausser sie sperren ihre Schützlinge zuhause ein, ohne TV und Internet und ohne Kontakt zu anderen Menschen. Dafür fallen die lieben Kinderlein dann als Jugendliche erst recht böse auf die Schnauze. Das gilt für alles, wovon überbesorgte Eltern ihre Kinder beschützen möchten. Es bringt einfach nichts bzw. ist sogar kontraproduktiv.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon alegna » Di 21. Jun 2011, 13:11

Columba hat geschrieben:genügende sexualerziehung schon wäre schon früher nötig gewesen und ist heute noch nötiger.

Hoi Columba
schön übrigens Dich wieder zu lesen :))

Also, es ist richtig, es braucht unbedingt Sexualerziehung, dringend, aber ich finde es gehört in die Familien, es sollte jedenfalls so sein und im einer gesunden Familie ist es das auch, meine ich. Schlimm genug, dass jegliches an die Schulen abgegeben werden muss, weil die Eltern nicht mehr fähig sind ihren Kindern sowas natürlich zu vermitteln.

Valentin hat geschrieben:denn die Eltern können die Kinder unmöglich vor der durchsexualisierten (Medien-)welt schützen

Es geht ja auch nicht darum sie zu schützen und einzusperren damit sie dem nicht ausgeliefert sind, es geht doch darum richtig einordnen lernen und damit umgehen lernen.
Valentin hat geschrieben:Das gilt für alles, wovon überbesorgte Eltern ihre Kinder beschützen möchten.

Das ist richtig, da gebe ich Dir recht.

mist, ich muss weg .... melde mich dann später nochmals ...
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 13:35

alegna hat geschrieben:Also, es ist richtig, es braucht unbedingt Sexualerziehung, dringend, aber ich finde es gehört in die Familien, es sollte jedenfalls so sein und im einer gesunden Familie ist es das auch, meine ich. Schlimm genug, dass jegliches an die Schulen abgegeben werden muss, weil die Eltern nicht mehr fähig sind ihren Kindern sowas natürlich zu vermitteln.


In einer idealen Welt können Eltern ihre Kinder auf Dinge wie aufkeimende Sexualität vorbereiten. In der Realität nicht. Gerade weil Eltern heute meist keine Ahnung mehr haben, wie die Realität ihrer Kinder aussieht und quasi schon früh "überholt" werden. Du vergisst die Rolle der Peers, die m.E. noch viel stärker ist als die der Eltern. Wenn du deinen Kindern also auf sanfte und kluge Art und Weise über Sex aufklärst und sie dann in der Freizeit (oder auch in der Schule in der Pause) mit viel expliziterem Material konfrontiert werden (was zwangsläufig passiert), nützt deine Aufklärung wenig bis nichts.

Warum gehört Sexualerziehung denn ausschliesslich in die Familie? Die Realität spielt sich ja draussen ab und diese lässt sich nicht kontrollieren. Wenn Kindern möglichst früh beigebracht wird, dass Sexualität etwas Schönes und gar nicht "Sündiges" ist, entwickeln sich auch eine gesunde Sexualität frei von Schuldgefühlen, und sie kippen auch nicht so leicht ins Gegenteil und werden "läufig" und lassen sich ausnutzen. ;) Die Kinder klären sich gegenseitig nämlich so oder so auf. "Doktorspiele" gab es wahrscheinlich schon vor 2'000 Jahren, denn der Sexualtrieb ist eine gewaltige Kraft. Dessen Unterdrückung führt zu unsäglichem Leid. Mir persönlich ist es zum Beispiel ein Rätsel, wie sich die rigide biblische Sexualmoral so lange halten konnte, obwohl sie ständig unterlaufen wurde und wird, auch in christlichen Kreisen. Was kein Wunder ist, denn den meisten Menschen macht Sex grossen Spass. Ich kapiere nicht, wie man sich freiwillig so einer lustfeindlichen und damit menschenfeindlichen Moralvorstellung unterwerfen kann.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 13:46

Dieses Thema könnte mich wütend machen..warum? Weil sich nichts verändern wird, nichts!!!! :x :(

Jeder soll bei sich anfangen und da fängt die Problematik schon an..
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 13:53

sugi hat geschrieben:Dieses Thema könnte mich wütend machen..warum? Weil sich nichts verändern wird, nichts!!!! :x :(


In welcher Beziehung soll sich denn etwas verändern, sugi? Oder macht dich das Thema Sexualerziehung oder Sex im Allgemeinen schon grundsätzlich wütend? ;)

Wie sieht denn für euch strenge Christen ein guter Umgang mit aufkeimenden sexuellen Gefühlen von Kindern aus? Denn die Gefühle sind da, und sie abzuwürgen zu versuchen führt nur zur Katastrophe. Ok, ich kann ja gut reden, ich habe noch keine Kids! :) Aber wir Menschen sind nun mal sexuelle Wesen. Nicht ohne Grund ist die Gesellschaft "durchsexualisiert" bzw. hat die Sexualität kommerzialisiert. Was ich ja auch nicht gutheisse, aber damit kann man sich nur abfinden.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon alegna » Di 21. Jun 2011, 13:57

Valentin hat geschrieben:Ich kapiere nicht, wie man sich freiwillig so einer lustfeindlichen und damit menschenfeindlichen Moralvorstellung unterwerfen kann.

Hi Valentin
so, bin wieder da hätte fast verpasst meine Tochter in den Kiga zu bringen :mrgreen: ....

Täusche ich mich, oder denkst Du wirklich dass alle Christen sexfeindlich sind????
Kennst Du den das Hohelied der Liebe? Gar nicht lustfeindlich, im Gegenteil! Es gibt bestimmt Gruppen unter den verschiedenen Christen die vielleicht lustfeindlich sind, aber, ich denke es ist ein sehr geringer Teil, ich kenne jedenfalls niemand. Und nur weil Christen nicht für die freie Liebe stehen, sondern biblische Moral thematisieren, sind sie nicht menschenfeindlich, im Gegenteil.
Die Frage wäre noch zu klären was Du unter lust und menschefeindlich eigentlich verstehst? Nur weil Christen nicht dafür sind, sich durch diverse Betten zu wühlen (ja ich weiss es geht auch an anderen Orten ..) und das noch möglichst früh, heisst das ja nicht dass sie nicht wissen was Spass macht im Bett!

Valentin hat geschrieben:Wie sieht denn für euch strenge Christen ein guter Umgang mit aufkeimenden sexuellen Gefühlen von Kindern aus? Denn die Gefühle sind da, und sie abzuwürgen zu versuchen führt nur zur Katastrophe.

Aber niemand versucht doch abzuwürgen wollen .... *kopfschüttel* es geht darum zu lernen wie man damit umgehen kann.

Gruss
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 14:08

alegna hat geschrieben:Aber niemand versucht doch abzuwürgen wollen .... *kopfschüttel* es geht darum zu lernen wie man damit umgehen kann.


Ich frage ja gerade nach dem "wie?". Wie denn? Wie soll dies praktisch aussehen?

Nun ja Alegna, zum Beispiel die Vorstellung, vor der Ehe keinen Sex haben zu dürfen, lässt jedenfalls mir die Haare zu Berge stehen. Wozu soll das gut sein ausser zur Selbstfolterung? Und wenn's dann nach der Heirat nicht klappt im Bett, weil beide Partner noch völlig grün hinter den Ohren sind als 27-jährige Jungfrauen, was dann? Oder heiraten "Fischlis" deswegen häufig so früh? ;) Auf das leidige Thema der Unterdrückung der Homosexuellen will ich gar nicht kommen, aber ein Mensch, der seine Sexualität nicht ausleben darf, hat die Hölle schon auf Erden. Das ist menschenfeindlich.

Aber wenn Christen untereinander die Gebote halten, finde ich das gut und recht. Schlimm finde ich es einfach, wenn z.B. streng christliche Eltern ihren Kinder ihre viktiorianischen Moralvorstellungen aufdrängen. Das ist für mich auch Kindsmissbrauch.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 14:18

Bei der Sexualaufklärung geht es doch nicht nur um Sex als solchen, sondern auch um die Körperfunktionen inklusive der weiblichen Menstruation.

Und da finde ich die Aufklärung durch einen Arzt oder eine Ärztin in der Schule um Längen besser als die oft halbherzigen Versuche der Eltern, die selbst nicht richtig aufgeklärt wurden.

Aber abgesehen davon, wenn ich jetzt mit meinen 55 Jahren auf meine Jugend zurückblicke, dann befinden wir uns Anfang der 80´er Jahre.

Da war es nicht selten, dass ein Mächen keine Ahnung hatte was mit seinem Körper während der Menstruation eigentlich passiert.

Kamen diese Mädchen aus einem katholischen Elternhaus, wussten die meist nur, dass alles unter der Gürtellinie "pfui" ist.

Ich selbst hatte in der Schule (Gymnasium) Aufklärungsunterricht, der mir nicht geschadet hat.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 14:57

Valentin hat geschrieben:
sugi hat geschrieben:Dieses Thema könnte mich wütend machen..warum? Weil sich nichts verändern wird, nichts!!!! :x :(


In welcher Beziehung soll sich denn etwas verändern, sugi? Oder macht dich das Thema Sexualerziehung oder Sex im Allgemeinen schon grundsätzlich wütend? ;)

Nein, da kannst du zwinkern so viel du willst.. :D hab mit der sexualität (im geschützten Rahmen/Ehe) absolut kein Problem.. ;)

Einfach das ganze betrachtet..

Was sich verändern sollte? Das geht nicht, wir sind zu "fortgeschritten" (hört sich komisch an).. Nur schon die Medien bringen ihren grossen Anteil dazu..jetzt nicht nur deswegen, weil es Kinder sehen, sondern die Erwachsenen werden auch beeinflusst..! Ach, zu kompliziert das Ganze..!!

Wie sieht denn für euch strenge Christen ein guter Umgang mit aufkeimenden sexuellen Gefühlen von Kindern aus?

Rede nicht so komisch, was heisst den "strenge Christen"!!
Gefühle sind da, aber der Weg, wie damit umgegangen werden sollte, liegt an der Aufklärung, somit im privaten Bereich, in der Familie, aber eben! .. Früher wurde alles totgeschwiegen....heute werden sie überhäuft und von sexuellen Übergriffen mal ganz abgesehen!!

Denn die Gefühle sind da, und sie abzuwürgen zu versuchen führt nur zur Katastrophe. Ok, ich kann ja gut reden, ich habe noch keine Kids! :)

Genau, um das geht es nicht! Aha, Keine Kinder aber ein grosser Mund.. :lol:

Ich hab zwei, und einer ist mitten in der Pupertät, der weiss schon so viel (viel verhunzt) ..mir ist es vorallem auch wichtig, dass er weiss wie z.Bsp. die "Eier" richtig heissen, oder was dies oder das ist!! Ich bin da ein sehr offenes Mami!! Und das weiss er auch........... Mich erschreckt nicht so schnell was..und es liegt auch in meinem Interesse, dass ich nicht gleich zumachen soll, wenn mal etwas kommt, was mir vllt eher zu wider ist/wird!


Aber wir Menschen sind nun mal sexuelle Wesen.

Was ist, kannst du nicht wegradieren.. Ich kenn einen Witz:
Ein Junge und ein Mädchen sitzen in der Badwanne und spritzen und lachten was das zeug hält. Da fragte plötzlich das Mädchen den Jungen: "Darf ich mal deinen Penis berühren"? Der Junge: "Nein, sicher nicht, du hast schon deinen kaputt gemacht"!! :lol: ops, sry! Aber find ich zu köstlich!!


Nicht ohne Grund ist die Gesellschaft "durchsexualisiert" bzw. hat die Sexualität kommerzialisiert. Was ich ja auch nicht gutheisse, aber damit kann man sich nur abfinden.

Klar kann und muss ich mich damit abfinden, aber darf auch darüber wütend sein! Was sind denn für dich Gründe, dass die Gesellschaft "durchsexualisiert" ist? Hab dazu auch meine eigenen Gedanken.....aber deine interessieren mich auch!!
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 15:02

blakki hat geschrieben:Kamen diese Mädchen aus einem katholischen Elternhaus, wussten die meist nur, dass alles unter der Gürtellinie "pfui" ist.

Pfui ist Hundekacke auf dem Boden!! Tztztzzzz..


Ich selbst hatte in der Schule (Gymnasium) Aufklärungsunterricht, der mir nicht geschadet hat.

Gymnasium..hier geht es um den Kindergarten..und wenn der "Stichtag" auf den Juli verschoben wird, dann könnten darunter 4-jährige sein!! Eindeutig zu früh!!! Spielerisch hin oder her......die probieren das ja noch aus :shock:

Vorallem wenn sie mit so nem Koffer daher kommen, mit Plüschvaginas und Holzpenisse!!! :roll:

Ich weiss, ich hab Fantasie, aber Kinder auch!!
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon doro » Di 21. Jun 2011, 15:11

Dass jeder Mensch irgendwann aufgeklärt gehört, ist vermutlich allen hier klar. Konkret geht's hier aber um die Aufklärung im Kindergartenalter - und die Art und Weise, wie diese jetzt geplant ist.

Klar sind wir alle froh, dass blakki im Gymnasium guten Aufklärungsunterricht genossen hat. :D Hab ich ja auch, finde ich auch gut - war meiner Meinung nach aber schon eher zu spät (etwa 9. oder gar 10. Schuljahr?). Habe dem entsprechend auch gar nicht mehr viele konkrete Erinnerungen daran. ;) Eher noch an den Wahlkurs im Maturjahr, der aber nicht mehr in dem Sinne Aufklärung war.

Was ich sagen will: hier geht's um die 4 bis 6-jährigen Kinder, nicht um pubertierende Jungs und Mädels. Also: was muss ein 4-jähriger wissen? Auf welche Ideen soll man ihn bringen?
Ab wann ist Aufklärungsunterricht wirklich an der Zeit - und in welcher Form?

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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 16:04

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Kamen diese Mädchen aus einem katholischen Elternhaus, wussten die meist nur, dass alles unter der Gürtellinie "pfui" ist.

Pfui ist Hundekacke auf dem Boden!! Tztztzzzz..


Ich selbst hatte in der Schule (Gymnasium) Aufklärungsunterricht, der mir nicht geschadet hat.

Gymnasium..hier geht es um den Kindergarten..und wenn der "Stichtag" auf den Juli verschoben wird, dann könnten darunter 4-jährige sein!! Eindeutig zu früh!!! Spielerisch hin oder her......die probieren das ja noch aus :shock:

Vorallem wenn sie mit so nem Koffer daher kommen, mit Plüschvaginas und Holzpenisse!!! :roll:


Das mit dem Koffer glaube ich erst, wenn ich das vor mir sehe oder von einer staatlichen Quelle bestätigt wird.
Ich kenne einige Kindergärtnerinnen (Erzieherinnen) und habe diese darauf angesprochen, von jeder wurde mir beschieden, das dies Quatsch sei.


Ich weiss, ich hab Fantasie, aber Kinder auch!!
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 16:20

blakki hat geschrieben:Das mit dem Koffer glaube ich erst, wenn ich das vor mir sehe oder von einer staatlichen Quelle bestätigt wird. Ich kenne einige Kindergärtnerinnen (Erzieherinnen) und habe diese darauf angesprochen, von jeder wurde mir beschieden, das dies Quatsch sei.

Also diese Kindergärtnerinnen die du kennst hast du angesprochen, und diese sagten dir, dass es Quatsch sei..

War es ihnen nicht bekannt, oder warum soll es Quatsch sein?

Geh mal auf das Eröffnungs-Post, dieser Link der angegeben wird, enthält diese Information!
Oder über was diskutieren wir hier ;)
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 17:06

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Das mit dem Koffer glaube ich erst, wenn ich das vor mir sehe oder von einer staatlichen Quelle bestätigt wird. Ich kenne einige Kindergärtnerinnen (Erzieherinnen) und habe diese darauf angesprochen, von jeder wurde mir beschieden, das dies Quatsch sei.

Also diese Kindergärtnerinnen die du kennst hast du angesprochen, und diese sagten dir, dass es Quatsch sei..

War es ihnen nicht bekannt, oder warum soll es Quatsch sein?

Geh mal auf das Eröffnungs-Post, dieser Link der angegeben wird, enthält diese Information!
Oder über was diskutieren wir hier ;)


Liebe sugi,

der Link im Anfangspost bezieht sich auf den ominösen Kopp-Verlag und die dort tätige Eva Her(r)man(n), die bei der ARD in Deutscxhland gefeuert wurde und sich mit einem seltsamen Kommentar bei dem Unglück bei der Love Parade hervortat.

Darin wird wiederum auf den Schweizer Blick verwiesen, der sich dann auf die 68-er Bewegung und bestimmte Personen, wie Kuby und Cohn-Bendit bezieht.

Dass der der Kopp-Verlag seriös ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln, den Blick kenne ich nicht, wahrscheinlich wird er so eine Art Bildzeitung der Schweiz sein.

Ich nehme an, dass einige der Foren-User Kinder im entsprechenden Alter haben, habt ihr im Kindergarten nachgefragt, ob das überhaupt stimmt?

Gibt es von offizieller Stelle etwas dazu? Wahrscheinlich nein.

Ich habe nachgefragt und zur Antwort bekommen, dass solche Gerüchte immer wieder verbeitet werden, wie das berühmte Mandala-Ausmalen, aber es ist absolut nichts dran.

Ich wünsche mir, dass manche Christen doch etwas mehr kritische Distanz aufbringen würden und nicht gleich reflexartig auf alles anspringen, was ihrem Weltbild quer läuft. :shock:

LG blakki
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon doro » Di 21. Jun 2011, 17:19

Also, der Columba hat doch mal ein Grundlagenpapier verlinkt. Vielleicht könnte man sich ja wirklich dort mal kundig machen... ;)

(Ja, ich geb zu: ich müsste das selber auch erst noch tun. Aber ich diskutiere hier ja auch nicht fleissig mit bisher.)

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 17:28

blakki hat geschrieben:Ich wünsche mir, dass manche Christen doch etwas mehr kritische Distanz aufbringen würden und nicht gleich reflexartig auf alles anspringen, was ihrem Weltbild quer läuft. :shock:

Wenn das alles ist..was du dir wünschst :D

Nein, im ernst jetzt.. Klar spring ich auf solche Sachen an, zumal es ja im Kanton Basel eingeführt wird.
Nur schon Sexualkunde im KiGa.. Das muss echt nicht sein.. Wirklich nicht! Aber weisst du was? Ich muss nicht weiter diskutieren, wenn es nicht so ist, ich bin halt nicht eine, die forscht, ich bin dadurch manchmal zu naiv!! Vllt sollte ich mir das angewöhnen..als nur: was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss!

Mein Mann hat mich schon mehrere male aufgefordert, mehr Interesse zu zeigen.. :mrgreen:

Aber ich weiss, heute sind die Kinder über so vieles schon "informiert"..vieles durch Medien!! Oder eben häuslichen Missbrauch!!

Auch mein Sohn liess mal seine Hosen runter, als das ein Junge der in den gleichen KiGa ging von ihm verlangte, damit er mit seinem "Schnäbeli" an sein "Fudi" kann.. Natürlich musste er das bei seinem jüngeren Bruder auch ausprobieren.. Kettenreaktion..logisch!! Darum meine überreagierte Worte hier..die zu recht gerechtfertigt sind!!

Ja, auch versuche ich, es immer noch mit einem klaren Auge zu betrachten, aber was ist, wenn es zu klar ist :shock:
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Columba » Di 21. Jun 2011, 17:39

doro hat geschrieben:Was ich sagen will: hier geht's um die 4 bis 6-jährigen Kinder, nicht um pubertierende Jungs und Mädels. Also: was muss ein 4-jähriger wissen? Auf welche Ideen soll man ihn bringen?
Ab wann ist Aufklärungsunterricht wirklich an der Zeit - und in welcher Form?

sobald man das wort sexualaufklärung ersetzt durch sexualerziehung und -pädagogik wird vieles klarer. die erziehung ist in erster linie eine familienangelegenheit. pädagogik hat mehr mit schule und der altersgemässen wissensvermittlung zu tun. welches wissen muss also die schule vermitteln? ...das was eltern n vermitteln wollen oder können, d.h. die fragen der kinder beantworten auf der basis des wissens. die ebene des gefühle in bezug auf die sexualität ist hingegen v.a. eine aufgabe der erziehung, also der familie.

ich meine, dass die kinder vor der pupertät das nötige wissen von der schule zu vermitteln ist, also biologische fragen, verhütungsfragen, ethik etc. im kindergartenalter jedoch muss meiner meinung nach v.a. auf fragen der kinder offen (und konkret) eingegangen werden. dazwischen in der unterstufe bis mittelstufe sollten sexualfragen behandelt werden in verbindung mit anderen fächern (religion, naturkunde, familienfragen).


Grüße Columba
Zuletzt geändert von Columba am Di 21. Jun 2011, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 18:08

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Ich wünsche mir, dass manche Christen doch etwas mehr kritische Distanz aufbringen würden und nicht gleich reflexartig auf alles anspringen, was ihrem Weltbild quer läuft. :shock:

Wenn das alles ist..was du dir wünschst :D

Nein, im ernst jetzt.. Klar spring ich auf solche Sachen an, zumal es ja im Kanton Basel eingeführt wird.
Nur schon Sexualkunde im KiGa.. Das muss echt nicht sein.. Wirklich nicht! Aber weisst du was? Ich muss nicht weiter diskutieren, wenn es nicht so ist, ich bin halt nicht eine, die forscht, ich bin dadurch manchmal zu naiv!! Vllt sollte ich mir das angewöhnen..als nur: was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss!

Mein Mann hat mich schon mehrere male aufgefordert, mehr Interesse zu zeigen.. :mrgreen:

Aber ich weiss, heute sind die Kinder über so vieles schon "informiert"..vieles durch Medien!! Oder eben häuslichen Missbrauch!!

Auch mein Sohn liess mal seine Hosen runter, als das ein Junge der in den gleichen KiGa ging von ihm verlangte, damit er mit seinem "Schnäbeli" an sein "Fudi" kann.. Natürlich musste er das bei seinem jüngeren Bruder auch ausprobieren.. Kettenreaktion..logisch!! Darum meine überreagierte Worte hier..die zu recht gerechtfertigt sind!!

Ja, auch versuche ich, es immer noch mit einem klaren Auge zu betrachten, aber was ist, wenn es zu klar ist :shock:


Liebe sugi,

ich habe mir das Grundlagenpapier nochmals aufmerksam durchgelesen, und glaube mir, ich habe von berufswegen Erfahrung mit Gesetzes- und ähnlichen Texten.

Ich finde das Grundlagenpapier sehr gut und sehr einfühlsam beschrieben, es zeigt die Probleme bei Kindern und Jugendlichen auf und führt entsprechende Handlungen der Erzieher und Lehrer auf.

Über den Kindergarten steht nur sehr wenig und das was drinsteht handelt von Dingen, die Kinder in dem Alter üblicherweise tun, seien es Doktorspiele oder ähnliches.
Da es das nicht nur seit gestern gibt, dürfte klar sein, die Erzieherinnen dürften damit bestens vertraut sein.

Das Papier gibt diesen Menschen einen Leitfaden vor, wie sie im Einzelfall zu handeln haben, wenn sowas auftritt.

Das heisst natürlich nicht, dass die Kinder plötzlich von staatswegen mit Sexualität konfrontiert werden, wer dies aus dem Papier herausliest, ist m.E. krank oder bösartig. Es handelt sich hier doch nicht um eine aktive Sexualaufklärung.

Und der blöde Koffer? Wie gesagt, das glaube ich erst, wenn ich den vor mir sehe.

Es dürfte auch dem unbedarftesten User hier inzwischen klar sein, dass bestimmte weltanschauliche Kreise mitunter nicht davor zurückschrecken, zu lügen, dass sich die Balken biegen, nur um ihre verquere Botschaft zu verbreiten.

Abgesehen davon, liebe sugi,weisst du, dass ich dir nicht zunahe treten wollte :umarm:

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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 19:23

blakki hat geschrieben:Liebe sugi,

ich habe mir das Grundlagenpapier nochmals aufmerksam durchgelesen, und glaube mir, ich habe von berufswegen Erfahrung mit Gesetzes- und ähnlichen Texten.

[...]

Abgesehen davon, liebe sugi,weisst du, dass ich dir nicht zunahe treten wollte :umarm:

Von so einem lieben "Ausserirdischen" kann ich gar nicht anders, als anzunehmen :umarm:

Mach mir gerade Artischocken, hoffentlich krieg ich deswegen keinen Schock :mrgreen:

Danke für dein Nachschauen, ich war wieder mal zu faul, könnte aber auch sagen: Hatte keine Zeit :respekt:
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 19:33

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Liebe sugi,

ich habe mir das Grundlagenpapier nochmals aufmerksam durchgelesen, und glaube mir, ich habe von berufswegen Erfahrung mit Gesetzes- und ähnlichen Texten.

[...]

Abgesehen davon, liebe sugi,weisst du, dass ich dir nicht zunahe treten wollte :umarm:

Von so einem lieben "Ausserirdischen" kann ich gar nicht anders, als anzunehmen :umarm:

Mach mir gerade Artischocken, hoffentlich krieg ich deswegen keinen Schock :mrgreen:

Danke für dein Nachschauen, ich war wieder mal zu faul, könnte aber auch sagen: Hatte keine Zeit :respekt:


Artischocken? Hmmmmm ..... :]
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 19:54

blakki hat geschrieben:Artischocken? Hmmmmm ..... :]

Nur hab ich es nicht mit dem Herz im Griff..meine Güte die vielen Fäden, überall klebten sie, dabei ist es doch nach diesen vielen kleinen "Gluschterlis" das beste am Schluss :mrgreen:

Und jetzt hab ich das Gefühl, als ob ich Seife gegessen habe..

Sry, für OT :angel:
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Di 21. Jun 2011, 20:12

sugi hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:Artischocken? Hmmmmm ..... :]

Nur hab ich es nicht mit dem Herz im Griff..meine Güte die vielen Fäden, überall klebten sie, dabei ist es doch nach diesen vielen kleinen "Gluschterlis" das beste am Schluss :mrgreen:

Und jetzt hab ich das Gefühl, als ob ich Seife gegessen habe..

Sry, für OT :angel:


Da empfehle ich Artischocke flüssig: CYNAR
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Di 21. Jun 2011, 20:19

blakki hat geschrieben:Da empfehle ich Artischocke flüssig: CYNAR

Okay..pröschtli..und ex..hat wenigstens keine Fäden, dafür Akohol..hohoho.. :mrgreen:
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon alegna » Di 21. Jun 2011, 20:35

Ähäm Leute, Artischocken hin oder her, aber ...... es geht hier eben nicht um Artischocken!

Vielleicht sollte man den Eltern Anschauungsunterricht verordnen, damit sie wieder lernen die "Dinge", sprich: Geschlechtsorgane und ihre Funktionen, beim Namen zu nennen und offen und hemmungslos darüber zu sprechen, einfach ganz natürlich.
Kindern fangen, schon bevor sie in den Kiga kommen, an, Fragen zu stellen über ihren Körper, gut wenn Eltern bereit sind völlig natürlich zu berichten.

liebe Grüsse
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sion77 » Di 21. Jun 2011, 21:42

Nachdem sich "der Chef" und "Columba" am Anfang so gegen den "Kopp-Verlag" und Eva Herrmann ausgelassen haben, hier ein paar einfache und unverdächtige Links zu diesem Thema:
Aus der Schweiz:
http://freie-meinung.ch/wp-content/uploads/2010/03/Bulletin-Nr.-9.pdf
http://freie-meinung.ch/wp-content/uploads/2010/03/Zeitung_10_GzD.pdf

Aus Deutschland:
http://www.faz.net/artikel/C30190/gender-mainstreaming-politische-geschlechtsumwandlung-30110976.html

Interessant scheint unter dem link 2 (..... Zeitung_10_GzD.pdf) der folgende Beschrieb: " ... So verteilt «Lust und Frust», ein Aufklärungsprojekt der Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich, der Zürcher Aids-Hilfe und PLANeS,
den Jugendlichen in der Schule die Broschüre «hoppel poppel – aber mit Recht». Diese Schrift klärt auf über die «sexuellen Rechte» der Kinder und Jugendlichen:
• Du hast ein Recht auf Sexualität
auch gegen die Meinung der Eltern.
• Du hast ein Recht auf Verhütungsmittel
und den Besuch beim
Gynäkologen ohne Mitwissen der
Eltern.
• Du hast ein Recht auf Abtreibung,
ohne die Eltern um Erlaubnis
zu fragen. ..."
Nachdem es mit der biologischen Gleichmacherei von Mann und Frau einfach nicht klappen will, versucht man es nun eben mit der ideologischen Umerziehung ab Kindergarten.

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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon Valentin » Di 21. Jun 2011, 23:19

Hi sugi!

Bzgl. "strenge Christen": Die meisten hier im Forum vertretenen Leute sind für mich "strenge Christen". Also solche, die biblische Gebote sehr ernst nehmen und sie nicht durch die Brille des Zeitgeistes betrachten, positiv und wohlwollend formuliert. Also solche, welche die Hl. Schrift beim Wort bzw. beim Buchstaben nehmen.

sugi hat geschrieben:Klar kann und muss ich mich damit abfinden, aber darf auch darüber wütend sein! Was sind denn für dich Gründe, dass die Gesellschaft "durchsexualisiert" ist? Hab dazu auch meine eigenen Gedanken.....aber deine interessieren mich auch!!


Hhhmm, ich bin ja kein Soziologe, ich kann nur spekulieren... Wahrscheinlich findet Sexualität heute einfach vermehrt in den Medien etc. statt, weil es nun mal ein Thema ist, dass die Menschen sehr stark bewegt. Eben weil wir sexuelle Wesen sind und ständig daran denken. Ich würde nicht so weit gehen wie der gute Sigmund, aber es dreht sich doch in der ganzen Menschheitsgeschichte immer um dasselbe: Geld, Macht, Sex und die Kombination dieser drei Dinge! :D

Ernsthaft: Weil die Kräfte, welche die Sexualität verteufeln, heute kaum mehr Macht haben, reden die Leute halt ständig und auch öffentlich davon, denn eine Strafe ist ja nicht mehr zu erwarten. Vom frömmelnden Dorfpfarrer muss ja heute keiner mehr Angst haben. Und weil sich die Menschen halt sehr für das Kopulieren und alles, was da so dazugehört interessieren, ziehen kluge, ökonomisch denkende Köpfe ihren Nutzen daraus und rücken die ganze Thematik noch mehr in den Vordergrund. Oje, guckt euch nur mal die Werbelandschaft an, sogar Kaffeemaschinen oder Lindenblütentee werden mit einer nett anzuguckenden, halbnackten Frau vermarktet. Sex sells. Ich sehe halt überall den bösen Kapitalismus am Werk! ;)

Zur Klarstellung: Eine 12-Jährige, die in Zürich am Mittwochnachmittag in Hotpants und bauchfrei rumrennt (manche würden dieses Outfit "nuttig" nennen), macht das IMO kaum aus freien Stücken, obwohl sie wohl meint, sie mache nur, was sie selbst auch wolle. Sie hat wohl einfach "gelernt", dass dies so dazugehört zum "erwachsen sein". Es wurde ihr wohl suggeriert. Das finde ich genau so seltsam und bedenklich wie übertriebene Prüderie. Aber evtl. lachen die Leute in hundert Jahren über meine antiquierte Sexualmoral, wer weiss. Im viktorianischen Zeitalter war schon der unbedeckte Unterarm einer Frau ein Skandal. Und wie es in den arabischen Kulturen teilweise aussieht, weiss wohl jeder.

Aber ich schweife ab, es geht hier ja immer noch um diesen "Sexkoffer"! :D
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon sugi » Mi 22. Jun 2011, 09:29

alegna hat geschrieben:Ähäm Leute, Artischocken hin oder her, aber ...... es geht hier eben nicht um Artischocken!

..nochmals Entschuldigung :)

@ Valentin
Ich kann dir keine Antwort geben, denn ich würde noch mehr aus dem Thema kommen, du weisst ja, mich macht dieses Thema wütend, und erst dieser "Sexkoffer" ;)

Ansonsten können wir uns im betreffenden Thread wieder "treffen" :D

Aber jetzt hab ich keine Zeit, meine Arbeit ruft..huch, mega laut sogar!!
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon alegna » Mi 22. Jun 2011, 14:08

Valentin hat geschrieben:Nun ja Alegna, zum Beispiel die Vorstellung, vor der Ehe keinen Sex haben zu dürfen, lässt jedenfalls mir die Haare zu Berge stehen. Wozu soll das gut sein ausser zur Selbstfolterung? Und wenn's dann nach der Heirat nicht klappt im Bett, weil beide Partner noch völlig grün hinter den Ohren sind als 27-jährige Jungfrauen, was dann? Oder heiraten "Fischlis" deswegen häufig so früh? ;)

Verbieten können Eltern ihren Kindern schon mal gar nichts, sie können ihnen nur die Konsequenzen versuchen aufzuzeigen. Warum sollte es im Bett nicht klappen, wenn zwei die sich lieben und ihre Liebe geprüft haben bevor sie heiraten und sich auch sexuell annähern? So lernen beide sich gegenseitig kennen und stimmen sich ein aufeinander, sie entdecken ihre Sexualität gemeinsam, was sollte da nicht passen? Muss erst sexuell alles passen bevor man sieht ob auch der Rest zusammenpasst? Keine sexuelle Vereinigung mit einem Partner geht spurlos an einem vorbei, je mehr Partner desto mehr Spuren, und diese Spuren können und haben auch oft einen unpassenden Nebeneffekt, den die nächste Partnerschaft stören kann. Aber das ist jetzt OT und gehört nicht hierhin, aber es war mir jetzt wichtig das zu sagen.
Schlimm finde ich es einfach, wenn z.B. streng christliche Eltern ihren Kinder ihre viktiorianischen Moralvorstellungen aufdrängen. Das ist für mich auch Kindsmissbrauch.

Da gebe ich Dir recht, sobald es ein aufdrängen mit drohen etc. einhergeht, ist es nicht gesund, es sollte in Liebe vermittelt werden im Vertrauen auf Gott und sein Kind.

lieber Gruss
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon blakki » Mi 22. Jun 2011, 14:39

Ist zwar OT, aber seltsame Sexualvorstellungen findet man überall.

Wir haben uns letzte Woche ein neues Bett gekauft, ein Nachbar war so nett, mit mir zusammen das Teil in den dritten Stock zu schleppen und dann zusammenzubauen.

Klar, wir Männer machen da unsere Witzchen und reden vom Schlafzimmer als Werkstatt und so :mrgreen:, ich habe auch keine Probleme damit, meine Frau in der Öffentlichkeit zu küssen und ihr zu zeigen, dass ich sie mag.

Da erzählte er mir plötzlich, dass er mit seiner Frau zwar zwei Kinder hat, aber sie noch nie nackt gesehen und er damit zunehmend Probleme hätte, die Ehe steht vor dem Scheitern.

Die Frau kam wie er anscheinend völlig unbedarft in die Ehe und hat Sexualität immer als schmutzig bzw. lästig empfunden, Kinder lieben sie beide (aber die hätte wahrscheinlich doch besser der Storch gebracht :roll: ).

Ich habe ihm einen Therapeuten empfohlen, den ich von berufswegen her kenne, aber er meinte, dass er dies schon versucht hätte und seine Frau da nie mitmachen würde.

Beide sind nicht religiös und ansonsten recht nette Menschen, aber dass da was nicht stimmt, hatte ich schon länger vermutet.
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Re: Doktorspiele als Anschauungsunterricht

Beitragvon onThePath » Mi 22. Jun 2011, 15:04

Was ist wohl ein Umgang mit der Sexualität, der nicht von der Meinung diktiert wird, Sexualität sei so ein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken und deshalb könne man ihn jederzeit befriedigen ?

Wird der Umgang mit Sexualität von Gott anders gewollt ? Und wenn ja, dann: warum ?

Man kann jedenfalls leicht erkennen, dass die religiösen Sexualnormen weder im Christentum, noch bei Muslimen, noch bei Hindus so frei sind, wie sie vom Zeitgeist vorgegeben werden.

Ist die christliche Sexualmoral, besonders wegen der Pille und weniger Krankheitsübertragungen, überholt ?



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