Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

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Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 26. Feb 2010, 19:41

Die aktuelle Debatte: "Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch " finde ich sehr wichtig. Mir war bis dato nicht bekannt, dass es in solch einem Ausmaß zu sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche kam. Dass die kath. Kirche hier ein Sonderrecht hat, den sexuellen Missbrauch nicht zur Anzeige (Staatsanwaltschaft) bringen musste, war mir ebenso unbekannt. Für die Geschädigten ist dies sicherlich schwer zu verstehen. Auch stellt sich die Frage, wieso die Täter nicht mit gleichem Recht bestraft werden, wie ein anderer Triebtäter, der ausserhalb der kath. Kirche solch ein Vergehen begangen hat. Wie seht Ihr das?

Grüsse Jonah
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Fr 26. Feb 2010, 20:41

Jonah hat geschrieben:...
Dass die kath. Kirche hier ein Sonderrecht hat, den sexuellen Missbrauch nicht zur Anzeige (Staatsanwaltschaft) bringen musste, war mir ebenso unbekannt.
...

Die Kirche hat kein Sonderrecht. Keiner muss einen Missbrauch zur anzeige bringen. Aber wenn die polizeilichen Stellen davon erfahren, müssen sie das verfolgen, ob es sich um die Kirche handelt oder um irgend jemand anderen.

Gruss Taube
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 26. Feb 2010, 21:22

Taube hat geschrieben:
Jonah hat geschrieben:...
Dass die kath. Kirche hier ein Sonderrecht hat, den sexuellen Missbrauch nicht zur Anzeige (Staatsanwaltschaft) bringen musste, war mir ebenso unbekannt.
...


Die Kirche hat kein Sonderrecht. Keiner muss einen Missbrauch zur anzeige bringen. Aber wenn die polizeilichen Stellen davon erfahren, müssen sie das verfolgen, ob es sich um die Kirche handelt oder um irgend jemand anderen.

Gruss Taube


Hallo Taube,

meines Wissens ist man durchaus verpflichtet eine Straftat zur Anzeige zu bringen, wenn man von dieser erfährt, ansonsten macht man sich selbst strafbar. Eine Mutter z.B., die davon erfährt, dass ihr Lebensgefährte eines ihrer Kinder sexuell missbraucht hat und dieses nicht zur Anzeige bringt, kann dadurch strafrechtlich belangt werden. Wie ich aus den Nachrichten entnommen habe, hat die kath. Kirche hier scheinbar einen Sonderstatus, so dass solche Täter bislang nur innerhalb der kath. Kirche mit ihrer Straftat konfrontiert wurden. Eine Verurteilung durch den Staat / das Gericht blieb somit solchen Sexualstraftätern erspart. In meinen Augen ist das eine Schieflage innerhalb der kath. Kirche und auch der Gesetzgebung.

Grüsse Jonah
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Fr 26. Feb 2010, 21:44

Sie Mutter macht sich nicht strafbar, weil sie es nicht angezeigt hat, sondern weil sie nichts dagegen gemacht hat *. In einer Familie kann man das z.b. selber regeln. In Deutschland und der Schweiz besteht keine allgemeine Anzeigepflicht für begangene Straftaten, jedoch für gewisse Straftaten besteht eine Pflicht, wenn die Planung einer Straftat bekannt wird.

Polzeiorgane haben von Amtes wegen eine Anzeigepflicht, Medizinalpersonen teilweise, teilweise in Spezialgesetzen gesondert geregelt.

Gruss Taube


*
d.h. Verurteilung wegen Mittäterschaft, auch Unterlassung der Hilfeleistung, etc.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 26. Feb 2010, 23:16

Taube hat geschrieben:Sie Mutter macht sich nicht strafbar, weil sie es nicht angezeigt hat, sondern weil sie nichts dagegen gemacht hat *. In einer Familie kann man das z.b. selber regeln. In Deutschland und der Schweiz besteht keine allgemeine Anzeigepflicht für begangene Straftaten, jedoch für gewisse Straftaten besteht eine Pflicht, wenn die Planung einer Straftat bekannt wird.

Polzeiorgane haben von Amtes wegen eine Anzeigepflicht, Medizinalpersonen teilweise, teilweise in Spezialgesetzen gesondert geregelt.

Gruss Taube


*
d.h. Verurteilung wegen Mittäterschaft, auch Unterlassung der Hilfeleistung, etc.


Taube, viele Mütter stellen den Missbrauch erst fest, wenn sich ihr Kind ihnen anvertraut und der Missbrauch schon geschehen ist. Stellt sie ihn jedoch fest, während ihr Kind weiterhin unter dem Täter zu leiden hat und unternimmt nichts dagegen, dann ist es tatsächlich so, dass sie sich strafbar macht, wie Du ergänzend geschrieben hast. Bisher bin ich in der Annahme gegangen, dass eine Anzeigepflicht auch für den normalen Bürger besteht, sobald er von einer Straftat erfährt. Dass dem nicht so ist, finde ich sehr bedenklich. Ich ging davon aus, § 258 StGB würde hier greifen: http://dejure.org/gesetze/StGB/258.html

Wie ich eben jedoch las, gibt es Überlegungen zu einer geplanten Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch - Änderung der §§ 138 ff. StGB (BT-Drs.15/350 vom 28.1.03)

http://www.broken-rainbow.de/de/rechtju ... uegge.html

Fände es sehr begrüssenswert, wenn diese Gesetzesänderung umgesetzt würde. Denn es scheint üblich zu sein, Sexualstraftäter innerhalb der kath. Kirche, nach Bekanntwerden der Straftat, ins Ausland zu schicken. http://norbert.denef.com/2010/01/19/pad ... cht%C2%BB/

Dass dort keine Übergriffe mehr an weiteren Opfern stattfinden wird, halte ich für sehr zweifelhaft. Denn gerade von Sexualstraftätern weiss man, dass sie oft zu Wiederholungstätern werden.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Sa 27. Feb 2010, 00:41

Jonah hat geschrieben:...
Dass dort keine Übergriffe mehr an weiteren Opfern stattfinden wird, halte ich für sehr zweifelhaft. Denn gerade von Sexualstraftätern weiss man, dass sie oft zu Wiederholungstätern werden.

Grüsse Jonah

Ich finde auch, dass diese Probleme sehr zweifelhaft gelöst worden sind. Aber es ist nicht nur die Kirche, auch Sportvereine sind immer wieder gefährdet, dass Übergriffe stattfinden. Mir scheint es schon auch gerechtfertigt, dass da die verantwortlichen Leitungsorgane Anzeige erstatten müssen oder wenigsten eine Mittäterschaft weiter ausgedehnt wird. Die Minderjährigen sollen auch sicher sein, dass sie als Anbefohlene von den den Leitungsverantwortlichen geschützt werden. Das würde auch helfen, dass solche Übergriffe schneller gemeldet werden.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Sa 27. Feb 2010, 11:25

Taube hat geschrieben:
Ich finde auch, dass diese Probleme sehr zweifelhaft gelöst worden sind. Aber es ist nicht nur die Kirche, auch Sportvereine sind immer wieder gefährdet, dass Übergriffe stattfinden. Mir scheint es schon auch gerechtfertigt, dass da die verantwortlichen Leitungsorgane Anzeige erstatten müssen oder wenigsten eine Mittäterschaft weiter ausgedehnt wird. Die Minderjährigen sollen auch sicher sein, dass sie als Anbefohlene von den den Leitungsverantwortlichen geschützt werden. Das würde auch helfen, dass solche Übergriffe schneller gemeldet werden.

Gruss Taube


Das ist richtig Taube. Leider kommt es dort, wo Erwachsene mit Kinder Umgang haben, ihnen Kinder anvertraut sind, immer wieder zu solchen Übergriffen. Nicht nur in der Kirche. Allerdings lässt sich ein Sportverein in diesem Zusammenhang mit der Kirche nicht wirklich vergleichen. Die Kirche muss nach christlichen Maßstäben handeln, ein Sportverein wenn überhaupt nur nach moralischen und denen, die der Gesetzgeber vorgibt. Auch hat die Kirche hierbei Vorbildfunktion und zwar so zu handeln, wie es Jesus Christus uns vorgelebt hat. Das heisst, die Schwächeren zu schützen.

1. Korinther 6, 9-10:
Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder,10 Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.

1.Tim 1,8-11:
Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht,9 weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, 10 den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre zuwider ist, 11 nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist.

Wenn ich dann in dem von mir eingestellten Link: http://norbert.denef.com/2010/01/19/pad ... cht%C2%BB/

lese, dass die Kirche den Opfern Geld anbot, damit diese von einer Anzeige absehen und schweigen, dann ist das alles andere als christliches Handeln. Der Täter wird damit geschützt und das Opfer, das sowieso Scham und seelische Verletzungen empfindet, dahingehend manipuliert, das Verbrechen unter den Teppich zu kehren. Solch ein Vorgehen finde ich völlig verantwortungslos und fahrlässig. Dass selbst der Papst, Benedikt XVI, in seiner Amtszeit als Joseph Ratzinger, davon wusste, ihm diese Fälle vorgetragen wurden und er es nicht für erforderlich hielt, dies Fälle strafrechtlich zur Anzeige zu bringen, ist erschreckend. Mein Bild von der kath. Kirche wurde erschüttert. Schade um die unbescholtene Priester, die wirklich Jesus Christus im Herzen tragen und auch danach handeln. Ihnen werden wahrscheinlich jetzt einige Eltern mit Misstrauen begegnen, da ein zweifelhaftes Licht auf die kath. Kirche fiel.

Ganz abgesehen von dem Leid der Opfer, die ein Leben lang damit fertig werden müssen. Beim sexuellen Missbrauch wird die innere und die äußere Grenze eines Menschen zutiefst verletzt. Übergriffe wie sexuelle Gewalttaten verletzen die äussere Grenze so massiv, dass diese keinen Schutz mehr für die innere Grenze bietet. Als Reaktion auf die Verletzung baut der Kern eine Schutzschicht auf – verhärtet sich. Sexueller Missbrauch erschüttert das Vertrauen in die Umgebung und die eigene Person sehr stark.

Vertrauen heisst für diese Kinder missbraucht werden und deshalb misstrauen missbrauchte Kinder folglich ihrer gesamten Umgebung. Sie unterliegen einem Redeverbot und verlieren deshalb auch das Vertrauen in die eigene Kraft und sehen sich als wehr- und wertlos an. Schuldig fühlen sich die Kinder, weil sie denken selbst Anlass zu dem sexuellen Missbrauch gegeben zu haben oder sie bekommen sogar das Gefühl, selbst beteiligt zu sein, da sie nicht „Nein“ sagen konnten. Betroffene Kinder fühlen sich häufig beschmutzt, benutzt und ekeln sich vor sich selbst. Einige reagieren darauf zwanghaft mit z.B. zig-maligem duschen am Tag oder ähnlichem. Viele begleitet dieses traumatische Erlebnis ein Leben lang. Selbstverstümmelung, Suizidversuche, Drogen- und Alkoholabhängigkeit sind oft die Folge. Das Leid, das man sexuell missbrauchten Kindern zufügte ist mit keinem Geld der Welt - keinem Schweigegeld - wieder gutzumachen oder auszugleichen.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Sa 27. Feb 2010, 13:08

Du hast recht. ...und leider ist die grosse Gefahr überall, wo Kinder sind die Machtunterschiede sind so gross, dass sich Kinder kaum wehren können.

Was ich zumindest von Kirche erwarte, dass sie radikal durchgreifen und die Übergriffe ahnden und für völlige Aufklärung gerade stehen. Hier hat es lange Zeit gemangelt. Während z.B. viele Sportvereine schon früh Regelungen getroffen haben, wie Trainer mit Kindern umgehen dürfen und auch die Sanktionen mit unbedingter Anzeige festgelegt haben, ist das bei kirchlichen Organisationen meist noch ein Tabuthema gewesen. Die grössten Anfälligkeiten sind halt bei Grosskirchen, weil die Organisation zu gross ist, aber auch bei Kleinstgemeinden, welche sich nicht an einen Gemeindeverband angeschlossen haben.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » So 28. Feb 2010, 10:27

Taube hat geschrieben:Du hast recht. ...und leider ist die grosse Gefahr überall, wo Kinder sind die Machtunterschiede sind so gross, dass sich Kinder kaum wehren können.

Was ich zumindest von Kirche erwarte, dass sie radikal durchgreifen und die Übergriffe ahnden und für völlige Aufklärung gerade stehen. Hier hat es lange Zeit gemangelt.


Hallo Taube,

das ist auch meine Erwartung an die Kirche. Nachdem ich ein Interview mit Frau Ranke-Heinemann und FOCUS Online las, kommen mir jedoch erhebliche Zweifel am Mitwirken der kath. Kirche. Hiernach sieht es nämlich so aus, als wolle die kath. Kirche die Aufklärungsarbeit erschweren. Alle, die von Missbrauchsfällen innerhalb der kath. Kirche wussten, wurden scheinbar unter der Amtszeit von Joseph Ratzinger, dem jetzigen Papst Benedikt XVI, zum Stillschweigen aufgefordert und bei nicht befolgen mit Exkommunikation gedroht:

http://norbert.denef.com/2010/02/18/1446/

Dass sich dies tatsächlich so zugetragen hat, ist für mich wahrscheinlich. Denn anders kann man das jahrelange totschweigen der sexuellen Missbrauchsfälle innerhalb der kath. Kirche nicht erklären. Von daher tragen die Verantwortlichen, die zum Stillschweigen innerhalb ihrer Kirche aufriefen, grosse Mitschuld an diesen Vergehen. Das gesamte Vorgehen der Täter und Mitwisser trägt in meinen Augen die Handschrift des Gegenspieler Gottes und ist in meinen Augen zutiefst verwerflich.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » So 28. Feb 2010, 21:48

Jonah schreibt:
Dass sich dies tatsächlich so zugetragen hat, ist für mich wahrscheinlich. Denn anders kann man das jahrelange totschweigen der sexuellen Missbrauchsfälle innerhalb der kath. Kirche nicht erklären. Von daher tragen die Verantwortlichen, die zum Stillschweigen innerhalb ihrer Kirche aufriefen, grosse Mitschuld an diesen Vergehen. Das gesamte Vorgehen der Täter und Mitwisser trägt in meinen Augen die Handschrift des Gegenspieler Gottes und ist in meinen Augen zutiefst verwerflich.

Die Missbrauchsprobleme mit Jungen, Mädchen und Frauen sind in der katholischen Kirche uralt. Mir selbst sind reichlich Fälle bekannt geworden. Neu an der ganzen Sache ist, dass sie jetzt in aller Öffentlichkeit diskutiert werden.

In des USA erhielt jedes Missbrauchsopfer, soweit mir bekannt, durchschnittlich 1 Million Dollar an Entschädigung, einige weniger, andere Mehr.
Dies Modell wäre auch für Deutschland gut. Jedem Opfer eine Million. Die Kirche hat's ja.

Das perfide an der katholischen kirchlichen Praxis ist, dass die Fälle so lange mit allen möglichen Mitteln unter der Decke gehalten werden, bis sie möglichst verjährt sind. Anschließend wird der Täter aus der Schusslinie genommen und das Opfer meist allein gelassen.

Sexueller Missbrauch ist ein Offizialdelikt. Es wird von Amts wegen verfolgt. Die Kirche nimmt sich nun das mittelalterliche Recht heraus, selbst über den Vorwurf des Missbrauchs zu entscheiden, statt dies den Gerichten zu überlassen. (Früher stand man ja über dem Staat.) Angeblich zum Schutz vor unberechtigten Vorwürfen gegen Amtsträger. Dies ist für das Rechtsempfinden aber unerträglich. Deshalb sollten die Vorgesetzten, die von Missbräuchen erfuhren und sie nicht anzeigten, genau so vor Gericht gerstellt werden, wie der kleine Priester-Täter. Das bedeutet, dass letztlich auch der Bischof, Erzbischof, Kardinal oder Herr Ratzinger selbst hinter Gitter gehören, falls ein ordentliches Gericht dies für rechtens befinden sollte.. Begründung: Mitwisserschaft, Behinderung der Justiz, Amtsanmaßung und Ähnliches.

Und nicht zu vergessen: Eine Million Eure Entschädigung für jedes Opfer.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Richard3 » So 28. Feb 2010, 22:08

Keine Gemeinschaft ist gegen Kindesmissbrauch immun, auch die der STA nicht.

Gruss Richard
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Haimax » Mo 1. Mär 2010, 09:24

Hauptsache die Kirche kann ihre Glaubwürdigkeit wieder herstellen!
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Mo 1. Mär 2010, 11:11

Jonah hat geschrieben:... Von daher tragen die Verantwortlichen, die zum Stillschweigen innerhalb ihrer Kirche aufriefen, grosse Mitschuld an diesen Vergehen. Das gesamte Vorgehen der Täter und Mitwisser trägt in meinen Augen die Handschrift des Gegenspieler Gottes und ist in meinen Augen zutiefst verwerflich.
...

Ich denke auch, dass die gesamten Hierarchien mitschuldig werden, wenn solche Missbräuche nicht sofort und tiefgehend aufgeklärt werden mit den entsprechenden Massnahmen und Vorkehrungen. Leider wird da noch gezögert. Wenn Bischof Mixa die Missbrauchsfälle mit der 68er Bewegung gegründet, verkennt er die Tatsache, dass dies schon früher geschehen ist. So wird die Schuld wieder nach aussen gedrängt. Diese Rechtfertigungsstrategie wird gerne benützt in grossen Organisationen.

Deshalb muss von oben her gegen Missbräuche vorbeugend gehandelt werden.

Gruss Taube
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » Mo 1. Mär 2010, 13:32

Richard schreibt:
Keine Gemeinschaft ist gegen Kindesmissbrauch immun,


Dem kann ich zustimmen. Es betrifft im Grunde alle Organisationen, geistliche und weltliche, wo mit Kindern umgegangen wird. Und darüber hinaus viele Familien. Die meisten Missbräuche geschehen ja im Familienkreis.
Doch diesmal wurden besonders Fääle in katholischen Einrichtungen offenbar.

Dass solche Fälle vorkommen, ist an sich schon schlimm genug. Wenn aber dann noch die Organisation alles darauf anlegt, die Fälle zu vertuschen und bis zur Verjährung unter der Decke zu halten und die Täter der weltlichen Gerechtigkeit zu entziehen, wie man das immer wieder als tägliche Praxis in der katholischen Kirche erlebt, dann ist das für mich unfassbar.

In meiner Kirche gilt die Richtlinie, solche Fälle, egal, von wem der Missbrauch begangen wird, sofort und unmittelbar den Behörden an zu zeigen.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Mo 1. Mär 2010, 14:20

Reginald 32 hat geschrieben:In meiner Kirche gilt die Richtlinie, solche Fälle, egal, von wem der Missbrauch begangen wird, sofort und unmittelbar den Behörden an zu zeigen.
....

Seit wann ist diese Richtlinie in Kraft?
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Mo 1. Mär 2010, 16:10

Reginald 32 hat geschrieben:Doch diesmal wurden besonders Fääle in katholischen Einrichtungen offenbar.

Dass solche Fälle vorkommen, ist an sich schon schlimm genug. Wenn aber dann noch die Organisation alles darauf anlegt, die Fälle zu vertuschen und bis zur Verjährung unter der Decke zu halten und die Täter der weltlichen Gerechtigkeit zu entziehen, wie man das immer wieder als tägliche Praxis in der katholischen Kirche erlebt, dann ist das für mich unfassbar.


Diese Vorgehensweise hat mich auch sehr schockiert. Die Verantwortliche, die so vorgegangen sind, müssten in meinen Augen alle ihren Stuhl räumen. Ich vermute jedoch, dass ihnen nicht viel passieren wird, da es leider keine Anzeigepflicht gibt. Wurde in der Geschichte schon einmal ein Papst seines Amtes enthoben?

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Oli4 » Mo 1. Mär 2010, 16:41

Reginald 32 hat geschrieben:
Richard schreibt:
Keine Gemeinschaft ist gegen Kindesmissbrauch immun,


Dem kann ich zustimmen. Es betrifft im Grunde alle Organisationen, geistliche und weltliche, wo mit Kindern umgegangen wird. Und darüber hinaus viele Familien. Die meisten Missbräuche geschehen ja im Familienkreis.
Doch diesmal wurden besonders Fälle in katholischen Einrichtungen offenbar.

Dass solche Fälle vorkommen, ist an sich schon schlimm genug. Wenn aber dann noch die Organisation alles darauf anlegt, die Fälle zu vertuschen und bis zur Verjährung unter der Decke zu halten und die Täter der weltlichen Gerechtigkeit zu entziehen,


Grauenhaft, das ganze schon geschehene Elend noch viel viel schlimmer machend als es schon ist.

In meiner Kirche gilt die Richtlinie, solche Fälle, egal, von wem der Missbrauch begangen wird, sofort und unmittelbar den Behörden an zu zeigen.

Das will Richtlinie jedes barmherzigen Herzens sein, nicht wegen einer Denunziation sondern dem sofortigen Schutz des Ungeschützten zuliebe.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » Mo 1. Mär 2010, 20:41

Jonah fragt:
Wurde in der Geschichte schon einmal ein Papst seines Amtes enthoben?


Hallo, Jonah.
So weit ich weiß, geschah das nicht direkt. Es gab aber Zeiten, in denen es zwei oder drei Päpste neben einader und gleichzeitig gab. Die haben sich gegenseitig exkommuniziert und in den Kirchenbann getan und sich als Antichristen bezeichnet.

Einmal gab es auch einen Fall, da war ein Papst so wütend auf seinen Vorgänger, dass er diesen als Leiche wieder aus dem Sarg holte, in päpstliche Gewänder kleiden ließ, auf den Thron setzte und ihm dann offiziell den Prozess machte. Die Strafe weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, er ließ der Leiche die Hände abhacken.

Es gab aber auch einige Päpste, die umgebracht wurden. Der letzte soll ja Johannes Paul I. gewesen sein. Er wurde von der kirchlichen Mafia vergiftet, weil er ihr auf die Schliche gekommen war . So behauptet es jedenfalls ein Autor (Journalist), der ausgiebig recherchiert hatte.

Missbrauch war im Vatikan früher nicht nötig. Es gab in Rom spezielle Bordelle für die Kirchenführer. Eine der Haupteinnahmen des Papstes war die Hurensteuer. Im Fernsehen wurden vor einiger Zeit die Steuerbücher gezeigt, in denen über die Einnahmen genau Buch geführt wurde. Eingeführt hatte die Steuer schon Kaiser Titus. Von ihm soll der Ausdruck stammen: pecunia non olet (Geld stinkt nicht). Damals betrug die kaiserliche Steuer den Gegenwert für 2 Brote, täglich!

In unserm Nachbarort befindet sich die Zahlstelle für die unehelichen Kinder der Priester in unsern drei Kreisen. Die Kirche zahlt bis zu drei Alimente pro Priester.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Mo 1. Mär 2010, 21:40

Danke Reginald für diese Übersicht. Mit Jesus Christus hatten diese Päpste nichts am Hut. Ihr Handlen zeigte eine andere Sprache! Habe den Eindruck, dass jetzt alles Verfaulte in der kath. Kirche ans Licht kommt, hoffe es zumindest, denn nur so kann man die Spreu vom Weizen trennen.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon blakki » Mo 1. Mär 2010, 22:56

Reginald 32 hat geschrieben:
Jonah fragt:
Wurde in der Geschichte schon einmal ein Papst seines Amtes enthoben?


Hallo, Jonah.
So weit ich weiß, geschah das nicht direkt. Es gab aber Zeiten, in denen es zwei oder drei Päpste neben einader und gleichzeitig gab. Die haben sich gegenseitig exkommuniziert und in den Kirchenbann getan und sich als Antichristen bezeichnet.

Einmal gab es auch einen Fall, da war ein Papst so wütend auf seinen Vorgänger, dass er diesen als Leiche wieder aus dem Sarg holte, in päpstliche Gewänder kleiden ließ, auf den Thron setzte und ihm dann offiziell den Prozess machte. Die Strafe weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, er ließ der Leiche die Hände abhacken.

Es gab aber auch einige Päpste, die umgebracht wurden. Der letzte soll ja Johannes Paul I. gewesen sein. Er wurde von der kirchlichen Mafia vergiftet, weil er ihr auf die Schliche gekommen war . So behauptet es jedenfalls ein Autor (Journalist), der ausgiebig recherchiert hatte.


Deshalb muss es noch lang nicht wahr sein

Missbrauch war im Vatikan früher nicht nötig. Es gab in Rom spezielle Bordelle für die Kirchenführer. Eine der Haupteinnahmen des Papstes war die Hurensteuer. Im Fernsehen wurden vor einiger Zeit die Steuerbücher gezeigt, in denen über die Einnahmen genau Buch geführt wurde. Eingeführt hatte die Steuer schon Kaiser Titus. Von ihm soll der Ausdruck stammen: pecunia non olet (Geld stinkt nicht). Damals betrug die kaiserliche Steuer den Gegenwert für 2 Brote, täglich!


Titus lies die öffentlichen Toiletten in Rom besteuern, da kommt der Ausdruck her, das hat mit einer Hurensteuer nichts zu tun

In unserm Nachbarort befindet sich die Zahlstelle für die unehelichen Kinder der Priester in unsern drei Kreisen. Die Kirche zahlt bis zu drei Alimente pro Priester.


Was hat das mit sexuellem Missbrauch zu tun?
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » Di 2. Mär 2010, 21:39

Lieber Jonah.
Beim Herumstöbern im Internet fand ich noch einige Seiten, auf denen sehr viel Aufschluß gegeben wird und man kein Blatt vor den Mund nimmt:
http://www.universelles-leben.org/cms/w ... eil-9.html
Die Seite ist aber etwas anrüchig, doch die Infos sind recht gut, geballt und konzentriert.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Di 2. Mär 2010, 22:22

Hallo Reginald,

danke für den Link. Unfassbar, wenn man sich die Geschichte der verschiedenen Päpste durchliest. In diesem Zusammenhang trifft wirklich der Satz: „dem Satan näher zu stehen als Christus“.

Was die Süddeutsche Zeitung“ am 19.8.2003 mit dem Titel: "Katholische Kirche: Priester sollten sexuellen Mißbrauch verheimlichen" bereits veröffentlichte, bestätigt sich gerade.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Mi 3. Mär 2010, 20:10

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 5. Mär 2010, 19:36

Bistum Regensburg bestätigt: Missbrauchssverdacht auch bei «Regensburger Domspatzen»

http://www.jesus.de/blickpunkt/detailan ... atzen.html

http://www.jesus.de/suchergebnis.html?t ... e45f2b7b48
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » Fr 5. Mär 2010, 20:00

Hallo, Jonah.

Und rate mal, wer der Leiter der Regensburger Domspatzen war? Richtig, Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes.. Er hat aber überhaupt von nichts gewusst.
Neue Meldungen kommen aus dem Bistum Passau und dem Bistum Limburg/Lahn.
Und in Ettal geht's jetzt erst richtig rund.

Aber vieles war auch schon bekannt, wurde aber, wie üblich, unter der Decke gehalten. Und Entschädigung wird es wohl auch nicht geben. Wir sind ja nicht Amerika.

Aber was will man von einer Kirche erwarten, die vom Glauben abgefallen ist? Das hat ja schon der Prophet Daniel (Kap. 7.24-26) voraus gesehen.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 5. Mär 2010, 20:35

Reginald 32 hat geschrieben:Und rate mal, wer der Leiter der Regensburger Domspatzen war? Richtig, Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes.. Er hat aber überhaupt von nichts gewusst.


Hallo Reginald,

das habe ich auch gelesen. War nicht anders zu erwarten, dass Georg Ratzinger sagt, von nichts gewusst zu haben.

Ich verstehe nur noch nicht, wie der jetzige Papst sich bei seiner Anordnung herausreden möchte, in der er vorgab, dass niemand etwas von den Missbrauchsfällen ausserhalb der kath. Kirche tragen darf. Die Staatsanwaltschaft wird dagegen aber wohl rechtlich nichts in der Hand haben. Wie kann man einem solchen Papst noch vertrauen frage ich mich?

http://www.sueddeutsche.de/panorama/232/377039/text/

http://www.wir-sind-kirche.de/?id=125&id_entry=2356

Grüsse Jonah
Zuletzt geändert von Jonah am Fr 5. Mär 2010, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Fr 5. Mär 2010, 21:14

Hallo Jonah

Um was geht es Dir in diesem Thread überhaupt? Um den Umgang mit sexuellem Missbrauch oder um Voyeurismus? Zu Beginn konnte man hier noch über dieses Thema diskutieren. Jetzt geht es nur noch um Auflistung von Vorfällen ohne weiteren Hintergrund! Ist das jetzt also so eine Art christlicher Boulevardstil?

Gruss Taube
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » Fr 5. Mär 2010, 21:22

Taube hat geschrieben:Hallo Jonah

Um was geht es Dir in diesem Thread überhaupt? Um den Umgang mit sexuellem Missbrauch oder um Voyeurismus? Zu Beginn konnte man hier noch über dieses Thema diskutieren. Jetzt geht es nur noch um Auflistung von Vorfällen ohne weiteren Hintergrund! Ist das jetzt also so eine Art christlicher Boulevardstil?

Gruss Taube


Hallo Taube,

es geht um die öffentliche Debatte zum sexuellen Missbrauch innerhalb der kath. Kirche und unsere Gedanken dazu, sowie um aktuelle Entwicklungen und Informationen. Auf Deinen angeschlagenen Ton, möchte ich nicht weiter eingehen, denn er trifft daneben.

Grüsse Jonah
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Eirene » Sa 6. Mär 2010, 23:49

Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch - ist ein wenig unglücklicher Titel, scheint mir. Das Thema ist nicht neu. In den Klosterschulen integriert mit Internat wurden die Jünglinge den Theologen anvertraut. Meist waren es Paters, die ihre gesunden körperlichen Sexualtriebe in ihrer Natur unterdrücken mussten, die sich dann zu Jungen hingezogen fühlten und sich zu Untaten hinreissen liessen. Diese Probleme waren bekannt, und in vielen Internatsschulen bis in die 60er Jahren hinein haben solche Vergehen von sexuellen ÜBERGRIFFEN stattgefunden. Das war damals nicht so schwerwiegend bewertet worden, und wurde mal ein Vorfall ausserhalb der Klosterschule bekannt, wurde der Pater ins Mutterhaus zurückversetzt, um dort einer anderen Tätigkeit ohne Versuchung nachzugehen.
Nun scheint die Zeit gekommen, solche vergangene Taten aufzudecken und auch solche Themen in der öffentlichkeit zu diskutieren. Die weltlichen Leute missbilligen heute diese Taten in der Folge (damals schwiegen auch diese Leute darüber). Die Knaben, die sich zu Jünglinge und Erwachsene heranbildeten, werden sich kaum in diesem Ausmasse öffentlich ihrer damaligen intimen Verletzbarkeit melden, denn die Scham, Schmach und Schande bleibt zu gross. (man sagt heute eher, ja damals war die Zucht und Unzucht halt) Auch in Mädcheninstituten war nicht sexueller, jedoch körperlicher Missbrauch an der Tagesordnung. Und zwar in sehr vielen Schulen, wo Schwestern die Kinder züchtigten mit Schlagstöcken, Ohrfeigen und zwar auch die zahmen und braven, wenn diese nicht gerade die Leistungen erbracht hatten. (und diese Generation sagt heute noch: man kannte ja auch nichts anderes und hat man sich zu Hause über die Hiebe etc. beschwert, setzten weitere Schläge hinzu)
Im Weiteren kann auch gerade erwähnt werden, dass es Gymnasiasten gab, die durch Bezahlung der Eltern die Reifeprüfung (Abitur) "schafften",mit dem Versprechen, dass der Sohn danach Theologie studieren werde. Und das war auch eher Normalität - denn fast in jeder Gym-Klasse gab es auch schwächere Schüler, die dann wenigstens Theologie mit Müh und Not studieren konnten . Ja, die guten, alten Zeiten!!!!
Die Institution Kirche begann haarsträubende Fehler resp. Sünden damals. -- und HEUTE? - JETZT - werden sie auch aufgedeckt genau so wie vieles andere in Wirtschaft, Politik etc.
Diese Transparenz hat ihre Richtigkeit, denn nur so können wir uns ALLE endlich der Wahrheit und Gerechtigkeit zuwenden. Denn nicht ein angeblicher Satan hat an den Gemäuern gerüttelt, sondern der eigene Frust wie Triebunterdrückung und die Hierarchien in den Klöstern liessen die Geistlichen ihre eigenen Schwächen erkennen und sie zu Unmenschen hinreissen. Verletzte und nicht gelebte eigene Gefühle lassen und liessen unredliche Gedanken und Taten zu.
Was lehrt uns das uns Menschen heute? Erforsche Dein Gewissen und sei redlich, denn vor Gott kann man nichts verbergen - und da die Menschen heute sensibler, weltoffener, aufgeschlossener sind, helfen wir untereinander, dass der Mensch - ob Kind oder Erwachsen - ein faires, respektvolles und liebevolles LEBEN verdient. Verurteilen wir nicht, sind wir wachsam und achtsam gegenüber den Mitmenschen. Aufklärung hilft Wahrheit zu erkennen.
Begangene Fehler und so schwerwiegende Sünden wie Missbrauch - die Verantwortlichen werden schon zur Rechenschaft gezogen, ob im Diesseits oder Jenseits - überlassen wir dies dem höchsten Richter. Wichtig ist, dass die Menschen daraus lernen, solche Fehler niemals mehr zu begehen.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » So 7. Mär 2010, 12:41

Eirene hat geschrieben:...
Begangene Fehler und so schwerwiegende Sünden wie Missbrauch - die Verantwortlichen werden schon zur Rechenschaft gezogen, ob im Diesseits oder Jenseits - überlassen wir dies dem höchsten Richter. Wichtig ist, dass die Menschen daraus lernen, solche Fehler niemals mehr zu begehen.

Richtig, aufarbeiten müssen es die Verantwortlichen in den Schulen und Kirchen, welche betroffen sind von solchen Übergriffen. Die Aussenstehenden sollen besser schauen, dass in es in Zukunft vermieden werden kann.

Blosses Verweilen bei der Auflistungen von allen Missbräuchen bringt nichts mehr, das ist meist sehr schnell zu überblicken.

Gruss Taube
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Jonah » So 7. Mär 2010, 15:27

Dass es generell in unserer Gesellschaft sexuellen Missbrauch gibt, steht ausser Frage, war aber in meinem Thread nicht das Thema. Vielmehr geben die aktuellen Missbrauchsfälle innerhalb der kath. Kirche Anlass darüber nachzudenken, was dort geschieht, geschehen ist. Die Wahrheit muss ans Licht und Gott sorgt gerade dafür. Mein Mitgefühl haben die Missbrauchsopfer und Gläubigen der kath. Kirche, die demütig und ehrlichen Herzens Jesus Christus nachfolgen. Denn auch sie sind die Betrogenen ihrer kirchlichen Führung, die den sexuellen Missbrauch gedeckt, vertuscht haben. Dass es sich um eine Minderheit innerhalb der kath. Kirche handelt, die gegen Gottes Gebote verstiess / verstösst, ist klar.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Thelonious » So 7. Mär 2010, 19:58

Hallo!

In Vertretung des zuständigen Mods. habe ich hier etwas aufgeräumt.

Die hier zwischenzeitlich entstandenen Mißverständnisse sind (hoffentlich!) ausgeräumt, dann wurde es hier leider zu ot und viel zu persönlich.

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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Leiurus » So 7. Mär 2010, 20:10

Reginald 32 hat geschrieben: auf denen sehr viel Aufschluß gegeben wird und man kein Blatt vor den Mund nimmt:
http://www.universelles-leben.org/cms/w ... eil-9.html
.

Nunja.......
Genausogut hätte man in Sachen "Kompetenz" eine Homepage von Star-Trek Fans reinstellen können :lol:


Vielleicht sollte man auch mal ein repräsentives und sachliches Urteil von Jemanden konsultieren, der auch was davon versteht:
Der hier:
http://www.forensik-berlin.de/mitarbeiter/hkroeber.html
Hier was dazu:
http://www.news4press.com/Mi%C3%9Fbrauc ... 14307.html

Weitere Infos findet man mit den Entsprechenden Suchbegriffen im Netz
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Leiurus » So 7. Mär 2010, 20:14

Reginald 32 hat geschrieben: auf denen sehr viel Aufschluß gegeben wird und man kein Blatt vor den Mund nimmt:
http://www.universelles-leben.org/cms/w ... eil-9.html
.


Leiurus hat geschrieben: Genausogut hätte man in Sachen "Kompetenz" eine Homepage von Star-Trek Fans reinstellen können :lol:

Nur so als Ergänzung ;) :
http://www.relinfo.ch/ul/index.html
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Leiurus » So 7. Mär 2010, 21:24

Hier noch sehr Informativ:
http://www.kath.net/detail.php?id=25476

Somit:
editiert
Zuletzt geändert von Thelonious am So 7. Mär 2010, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte sachlich bleiben
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Thelonious » So 7. Mär 2010, 21:31

Immer nur weitere unkommentierte (jedenfalls nicht sachlich kommentierte) Artikel zu posten bringst doch nichts, Leiurus. Bitte unterlasse dieses daher, danke.

Gruß
Thelo
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Pilgrim » Mo 8. Mär 2010, 23:16

Leiurus hat geschrieben:Vielleicht sollte man auch mal ein repräsentives und sachliches Urteil von Jemanden konsultieren, der auch was davon versteht:

Wir alle verstehen, daß moralischer Zerfall jeden Aspekt der Gesellschaft vom Bundeshaus bis ins Schulhaus durchdringt.
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Leiurus » Di 9. Mär 2010, 11:21

Pilgrim hat geschrieben:
Leiurus hat geschrieben:Vielleicht sollte man auch mal ein repräsentives und sachliches Urteil von Jemanden konsultieren, der auch was davon versteht:

Wir alle verstehen, daß moralischer Zerfall jeden Aspekt der Gesellschaft vom Bundeshaus bis ins Schulhaus durchdringt.

Hallo Pilgrim.
An div. Darstellungen solcher Themen in der Öffentlichkeit, ist es wohl leider so, das eben wohl die Wenigsten den Durchblick haben und somit dem üblichem "Stammtischgeschwätz" huldigen.

Herzlichen Gruss Sascha
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Taube » Di 9. Mär 2010, 12:30

Da braucht man keinen grossen Durchblick mehr. Das muss mit aller Deutlichkeit abgestellt und die Verantworlichen müssen Vorkehrungen treffen.

Dass sich die katholische Kirche in Deutschland noch vor ganz kurzer Zeit geweigert hat am "runden Tisch" zu diesen Missbrauchsgeschichten mit den Behörden zusammen zu sitzen, war nicht verständlich. Aber jetzt ist die Kirche soweit. Also warum nicht gleich? * Die Bischöfe täten gut daran, auch mal auf die kritischen Bewegungen wie "Wir sind Kirche" zu hören. Es geht nicht mehr alles einfach innerhalb der Kirche zu lösen, denn die meisten Opfer stehen heute ausserhalb der Kirche.

Aber ebenso daneben ist es, wenn das alles zu einem Voyeurismus ausartet in der Boulevardpresse und deren Leserschaft. Vielfach geht es weit über die nötigen Informationen hinaus. ...und das ist klar abzulehnen, denn dies verdunkelt nur die allgemeine Problematik: Wo junge Menschen mit Erwachsenen zusammen sind, kann es durch die Machtunterschiede zu Übergriffen kommen.

Gruss Taube


* Während Mitte Februar der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Robert Zollitsch noch am "runden Tisch" gezweifelt hat, sagte jetzt die Deutsche Bischofskonferenz ihre Teilnahme am "runden Tisch" zu gemäss dem Beauftragten gegen Kindesmissbrauch, Bischof, Bischof Stephan Ackermann.
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Re: Kirche im Umgang mit sexuellem Missbrauch

Beitragvon Reginald 32 » Di 9. Mär 2010, 14:45

Hallo zusammen und einen schönen Tag.

Ich finde die Forderung, dass man sich von jemanden, der etwas von der Sache versteht, fundierte und ordentliche Kenntnisse holen sollte, zwar richtig, aber doch auch nur theoretisch durchführbar. Denn: Wo gibt es solche Leute? Sind sie aus dem Umfeld der Kirche, versuchen sie auf jeden Fall, ab zu schwächen. So zu erleben im Fernsehen der letzten Tage, wo "Sachverständige" aus dem kirchlichen Umfeld so handelten. (z.B. die künstliche Aufregung von Bischof Zollitsch über die Forderung der Justizministerin nach einem "runden Tisch" mit der Kirche)

Und von der katholischen Kirche werden alle diejenigen misstrauisch beäugt, die von staatlicher Seite das bisher ziemlich unverständliche Vorgehen der Kirche auf rechtlicher Basis kritisierten. (gemeint ist, dass die Kirche einfach sich wie im "finsteren" Mittelalter das Recht herausnimmt, solche Fälle selbst zu untersuchen. Sie spielt also einen Staat im Staate)

Jedenfalls war heute Mittag aus den Nachrichten zu entnehmen, dass sich die Zahl der gemeldeten Fälle rapide vermehrt. Im kleinen Irland (streng katholisch !) waren es nicht hunderte, nein, sogar tausende von Missbrauchsfällen. Hier zu Lande wird die Zahl Tausend wohl auch bald überschritten. Und nun meldet der Bischof von Rotterdam zahlreiche Meldungen aus Holland.

Wenn rein statistisch (zahlenmäßig) behauptet wird, im Raum der Kirche seien die Missbrauchfälle geringer als anderswo, so liegt das m.E. auch wohl daran, dass sie nicht nur von den Opfern nicht gemeldet wurden, sondern auch von Seiten der Kirche systematisch vertuscht und unterdrückt wurden.

Im Fernsehen sagte vorhin ein Ire (Opfer): Die kinder wurden als Nummer behandelt und verachtet, die Verbrecher aber gehätschelt und beschützt.

Und vor 2 Wochen äußerte ein deutsches Opfer (in "Hart aber fair") über die "Aufklärungspraktik" der Kirche: Die handeln so, als wenn die Mafia ihre Verbrechen selbst untersuchen und aburteilen würde.

Liebe Grüße von Reginald.
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