Psychiatrie und Freiheit

Ethik, Lebensrechtsfragen
Sexualethik, Sozialethik, Wirtschaftsethik, Kreationismus / Schöpfungswissenschaft, Technik, Umwelt


Moderator: bigbird

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 10. Jan 2019, 17:55

Die Frage nach Geist und Seele lässt sich von mir kaum beantworten. Was ist der Geist im Gegensatz zum Gehirn.

Wie gesagt, für eine Gruppe von Christen ist es einfach: Der Geist ist so vom Körper abhängig und gebunden, dass das Wesen Mensch beim Tod aufhört zu existieren. Seelentod und Seelenschlaf.


Für die anderen Christen lebt der Geist unabhängig weiter, nachdem der Leib tot ist. Das würde bedeuten, der Geist ist völlig von anderer Art als der Körper.


Esoteriker haben schon immer versucht, den Geist zu verstehen und zu erklären. Astralreisen, Nahtoderlebnisse und Anderes dazu Passendes ist mir bekannt. Auch Sundar Singhs Erlebnis-Schilderungen, wie der Geist im Jenseits weiterexistiert. Von einer Gruppe Christen wird er deshalb als Esoteriker beschimpft. Und die Seite der Esoteriker mag es überhaupt nicht, dass Sundar Singh einen durchaus biblischen Himmel beschreibt. Sie mögen diesen Himmel nicht.


Entscheidend ist, dass unsere Persönlichkeit in diesem unserem Leben im Leib sich entfaltet. Und damit auch unser Geist. Neugeburt könnte man deshalb bezeichnen als den Zeitpunkt, wo wir uns entschliessen, mit Gott uns zu verbinden und darin zu wachsen und uns als Kinder Gottes zu entfalten.


Im Gegensatz zur Hinwendung zu Gott, zur Sonne unseres Lebens, schildert Sundar Singh, dass der Mensch, der sich im Leben von Gott weg entfaltet hat, nach seinem Tod gefangen ist in dieser Gottferne. Er entwickelt sich zu einem Geschöpf der gottfernen Finsternis. Also befindet der Mensch sich auf einem Scheideweg, ganz eindeutig. Es ist wie mit Weizen, der aufgeht und Frucht bringt, oder nicht aufgeht und keine Frucht bringt. Drastisch zeigt diese Situation der Feigenbaum im NT.


Ich denke hier an den Aspekt, dass wir auch als Erwachsene in einem Kinderstadium sind, sich Gottverbundenheit oder Gottferne sich entfalten wird. Aber nach dem Tod ist die Wahl nicht mehr möglich. Dann sind wir sozusagen wesensmässig fertig entwickelt. Die einen zu einem Leben mit Gott, die anderen zu ihrem Verderben in der Gottferne.


Das sind einige Überlegungen dazu.

Damit gelingt es mir immer noch nicht, psychische Krankheiten und Besessenheit einzuordnen.


Noch ein Aspekt: Wäre es möglich. dass unser Geist unser Gehirn steuert ? Und kann ein psychisch Kranker nicht mehr ausreichend sein Gehirn steuern und unter Kontrolle haben ?

Dann würde im Fall einer Besessenheit der Dämon die Macht bekommen, unser Gehirn zu steuern ohne dass der Geist das verhindern kann.

Auch müsste man überlegen, ob im Schlaf die Verbindung von Geist und Gehirn gelockert ist, ebenso in der Trance und in der Hypnose. Lockert auch die Meditation die Verbindung vom Geist zum Körper, und ist der Mensch dadurch mehr gefährdet, dass ein Dämon sich einnisten kann ?

Und ist ein psychisch Kranker nach seinem Tod völlig klar ? (Vorausgesetzt, soweit er gottgefällig nach seinen Möglichkeiten gelebt hat). Unser Bewusstsein im Jenseits soll ja viel klarer sein in Gottes Reich und alles viel besser. Besser und schöner als wir uns vorstellen können, soll alles bei Gott sein.

Für die Atheisten unter uns: Das ist mehr als ein schöner Traum. Aber für Gottferne nun mal ein totaler Albtraum.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 10. Jan 2019, 19:24

onThePath hat geschrieben:Noch ein Aspekt: Wäre es möglich. dass unser Geist unser Gehirn steuert ?

Ich denke das tut er grundsätzlich. Du fasst einen Gedanken, z.B: "Ich will essen." Infolgedessen steuert das Gehirn nun die Motorik und man bereitet sich etwas zu und isst. Völlig normaler Vorgang. Was ein Geheinis bleibt, ist die Wechselwirkung, wie also ein bestimmter Gedanke das Gehirn stimuliert.

onThePath hat geschrieben:Und kann ein psychisch Kranker nicht mehr ausreichend sein Gehirn steuern und unter Kontrolle haben ?

Was wir weiters nicht wissen ist, wie der Geist Gottes über alles die Kontrolle hat. Dass er sie hat, sagt sein Wort, nur nicht wie. Ohne Gottes Geist geht gar nichts, nicht einmal ein Atemzug, mit ihm funktionert das gesamte Leben.

Wie nun die Verbindung zwischen deinem Geist und Gottes Geist ist, also deine Beziehung beschaffen ist, beschützt Gott dich, wenn ich das so sagen darf. Ist diese Verbindung defekt, d.h. nicht da, fehlt diese Schutzfunktion.

Die Folge: Man verdirbt. Das ist einfach das Nichtvorhandensein des Wirkens des Heiligen Geistes. Gott macht uns nicht kaputt, es ist die fehlende Kontrolle durch seinen lebensspendenden Geist, die einem kaputt macht.

Ich mache einen anderen Vergleich mit einem Autotank. Der Wiedergeborene hat einen Tankinhalt, der beständig aufgefüllt wird. Der Nichtwiedergeborene hat mit 1 Mose 2.7 einen bestimmten Tankinhalt erhalten und fährt ihn leer.

Dann ist Sense --> Tod, ich meine nicht den physischen sondern den geistlichen, den ewigen Tod. Den physischen erleiden alle wegen der Sünde.

Dämonisches Wirken gibt es zusätzlich. Es führt zu weit alles zusammen analytisch zu erfassen. Wenn wir die Basics der Schöpfung kapieren hilft das schon. Hier sehe ich Wissenschaft nutzbringend, aber eine, die Gottes Wort nicht nur berücksichtigt, sondern auch klar priorisiert.

onThePath hat geschrieben:Dann würde im Fall einer Besessenheit der Dämon die Macht bekommen, unser Gehirn zu steuern ohne dass der Geist das verhindern kann.

Ein Dämon hat nie mehr Macht als Gott. In einem solchen Fall denke ich muss dein Wille es auch erlauben. Man ist nicht einfach dämonisiert, man wird es erst, z.B. durch laufende unvernünftige Handlungen. Die Schrift sagt dann, man wurde dahingegeben, sehr klar formuliert in Römer 1.

Ich meine das wären so meine Geanken bzgl. der möglichen Wechselwirkungen. Gute Psychologen untersuchen diese Wechselwirkungen zwischen Geist/Seele und Körper, aber ich denke, dass man es nur bis zu einer gesetzten Grenze ergründen kann. Wir könnten sonst Gottes Geist ausforschen und das geht nicht.
Zuletzt geändert von Helmuth am Do 10. Jan 2019, 19:48, insgesamt 2-mal geändert.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 10. Jan 2019, 19:45

Habe gerade unter meinen Büchern gefunden:
Winfried Hahn
Psychische Erkrankungen im Licht der Bibel: Grundlagen für eine biblisch fundierte und fachlich qualifizierte Seelsorge


lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Do 10. Jan 2019, 19:54

onThePath hat geschrieben:Habe gerade unter meinen Büchern gefunden:
Winfried Hahn
Psychische Erkrankungen im Licht der Bibel: Grundlagen für eine biblisch fundierte und fachlich qualifizierte Seelsorge

Danke für den Tipp, wird notiert.

Einiges von meinem Bla-Bla habe ich aufgrund eines früheren Studiums von Rohracher "Einführung in die Psychologie". Ich weiß nicht, ob er gläubig ist/war, aber er liefert wirklich Grundlagen die hieb- und stichfest sind. Leider habe ich den Wälzer nicht mehr.

Ich selbst werde ja nie ein Experte, aber mich interessieren die Grundlagen im Lichte der Bibel.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Do 10. Jan 2019, 20:13

Helmuth hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Habe gerade unter meinen Büchern gefunden:
Winfried Hahn
Psychische Erkrankungen im Licht der Bibel: Grundlagen für eine biblisch fundierte und fachlich qualifizierte Seelsorge

Danke für den Tipp, wird notiert.

Einiges von meinem Bla-Bla habe ich aufgrund eines früheren Studiums von Rohracher "Einführung in die Psychologie". Ich weiß nicht, ob er gläubig ist/war, aber er liefert wirklich Grundlagen die hieb- und stichfest sind. Leider habe ich den Wälzer nicht mehr.

Ich selbst werde ja nie ein Experte, aber mich interessieren die Grundlagen im Lichte der Bibel.


Wir lernen nie aus, Helmuth. Wer keine Fragen hat, lebt im Stillstand. Und nur geradeausdenken fördert den Tunnelblick. Lieber umsichtig denken, mit möglichst vielen Querverbindungen. Das fördert den Durchblick, nehme ich an.
Ob das gefundene Buch für mich gut ist, werde ich rausfinden.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 11. Jan 2019, 10:26

Helmuth,
Hubert Rohracher war also ein Landsmann von dir.

Siegmund Freud hat ja auch mal in Wien gewohnt. ;)

Psychologen und ihre Bücher muss man mögen. Wenn ich was von C.G. Jung lese, verliere ich die Lust weil meine Gedankengänge nicht dazu passen. Warum dann im Irrgarten der Gedankengänge eines Psychologen herumlaufen ?

C.G. Jung ist ja interessant im Hinblick auf das Wahrnehmen übernatürlicher Ereignisse. Aber ich mag nicht, wie er sie darstellt und deutet. Und die ganze Psychologie damit beeinflusst hat. Sigmund Freud halte ich für einseitig.


Jedenfalls müssen einen die Aussagen eines Psychologen ansprechen. Es muss einen weiter bringen. Auch was sich gut anhört bringt einen möglicherweise auch nicht weiter. Und 10 Seiten Nützliches von 200 Seiten Inhalt sind dann was wenig. Manche Bücher die ich begeistert angefangen habe wurden eben schnell uninteressant.

Ist es dir schon mal so gegangen, dass du ein christliches Buch lasest und gemerkt hast, hier verkauft dir ein Christ seine eigene Welt und preist sie dir an ? Ich mag etliche jüngere christliche Bücher deshalb nicht. Etwa über Erweckung oder geistlichen Kampf. Schön wenn ihre christliche Innenwelt für sie selber so belebend und spannend ist. Muss trotzdem nicht ausgewogen und richtig sein. Jeder schreibt eben ein Buch danach, wie seine Sicht der Dinge ist.

Lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Fr 11. Jan 2019, 18:45

onThePath hat geschrieben:Hubert Rohracher war also ein Landsmann von dir.

Was zählt ist seine Grundlagenexpertise. Ich muss sehen dieses Werk wieder zu ergattern. Ist ist sehr basicly, d.h. er dringt nur soweit in die Tiefe als es aus wissenschaflticher Sicht erlaubt ist und über den Rest trifft er einfach Annahmen.

Gleich der Beginn über den Seele Leib Konflikt könnte man meinen, es hätte jemand geschrieben, der die Bibel ernst nimmt. Ich muss mal seine Biographie studieren.

onThePath hat geschrieben:Ist es dir schon mal so gegangen, dass du ein christliches Buch lasest und gemerkt hast, hier verkauft dir ein Christ seine eigene Welt und preist sie dir an ?

Ja, z.B. bei Rick Joyner. Sicher ein gesalbter Mann, aber seine Darstellung der dämonischen Welt geht mir einfach zu weit. Da reiten Dämonen auf Gläubigen wie auf Tieren und er gibt an dies alles im Geist gesehen zu haben. Ok, ich muss nicht alles dementieren, aber meine Sichtweise beziehe ich lieber aus dem Wort Gottes.

Geistliche Literatur neben der Bibel sehe ich als Begleitwerke wie man z.B. in konkreten lebensnahen Situation biblische Prinzipien anwendet. In dieser Hinischt ist für mich weiter Derek Prince ein sehr guter Praxislehrer. Speziell im Feld der Dämonie und Bindungen ist er weit mehr vorgedrungen als ich es jemals war.

Wie bei allem prüft man, das Gute behält man, was man nicht teilt vergisst man. Er verfügt aber über hunderte Praxisberichte. Da war also schon Gott mit im Spiel, soviel darf man diesem Mann zugestehen.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Fr 11. Jan 2019, 22:19

Bei Joyner habe ich etwas zu lachen. Hat er doch gesagt, alle Engel die er sieht, sehen wie er selber aus. Ich habe ihn in Versammlungen erlebt. Und nehme ihn auch nicht als Maßstab. Auch nicht die die aus der selben Ecke von Amerika kommen wie er. Ich nehme sie alle nicht als echte Führungspersönlichkeiten an. Die ganze Prophetenbewegung und ähnliche Bewegungen. Da achte ich schon mehr auf das was Derek Prince aussagt.

Helmuth, Bücher von ihm bekommst du sicher vom Antiquariat. Kannst mir was empfehlen wenn du es gut findest.


Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » Sa 12. Jan 2019, 10:06

onThePath hat geschrieben:Helmuth, Bücher von ihm bekommst du sicher vom Antiquariat. Kannst mir was empfehlen wenn du es gut findest.

Von DPM habe ich so ziemlich alles bei mir daheim. Was fehlt werde ich selbst mal ergänzen. Ich muss es mal wieder durchforsten und werde dir dann Tipps geben.

Aber wie du weißt arbeitete DP im geistlichen Bereich, nicht im medizinischen. Er negiert das aber nicht, aber wenn der Geist eingreift, nun was spricht dagegen? Es gibt ja sogar ein klare Stelle, dass Gott selbst unser Arzt ist:
2 Mose 15, 26 hat geschrieben: ... so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt!

Ich habe nachgesehen, ob im hebräischen Text hier wirklich "Arzt" steht. Ja, es steht! Das Wort "rophe" wird auch heute in Israel allgemein als Arzt gebraucht.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Sa 12. Jan 2019, 13:14

Für Zürcher: Hier noch ein Veranstaltungshinweis, der auch für die Diskussion hier interessant sein könnte:

Brauchen wir die Seele in der Therapie?
22. Januar 2019, 18.30 bis ca. 21.00 Uhr
Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, Hörsaal KO2-F-152 EV

freier Eintritt

Zwei Vorträge mit Diskussion


Interessant hinsichtlich des Glaubens ist vor allem die Teilnahme vom Psychiater Daniel Hell. Er hat sich auch mit den frühchristlichen Wüstenväter befasst mit dem Buch "Leben als Geschenk und Antwort - Weisheiten der Wüstenväte". Interessant auch das Buch "Die Wiederkehr der Seele - Wir sind mehr als Gehirn und Geist"


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3076
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 12. Jan 2019, 13:34

Helmuth hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Helmuth, Bücher von ihm bekommst du sicher vom Antiquariat. Kannst mir was empfehlen wenn du es gut findest.

Von DPM habe ich so ziemlich alles bei mir daheim. Was fehlt werde ich selbst mal ergänzen. Ich muss es mal wieder durchforsten und werde dir dann Tipps geben.

Aber wie du weißt arbeitete DP im geistlichen Bereich, nicht im medizinischen. Er negiert das aber nicht, aber wenn der Geist eingreift, nun was spricht dagegen? Es gibt ja sogar ein klare Stelle, dass Gott selbst unser Arzt ist:
2 Mose 15, 26 hat geschrieben: ... so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt!

Ich habe nachgesehen, ob im hebräischen Text hier wirklich "Arzt" steht. Ja, es steht! Das Wort "rophe" wird auch heute in Israel allgemein als Arzt gebraucht.


Es gibt auch Bücher von Psychiatern, die auch Besessenheit erkennen. Einer heißt Lechler. Kurt Koch zitiert ihn.

Hier ein Artikel

https://horst-koch.de/krankheit-oder-daemonie/

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Sa 12. Jan 2019, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » Sa 12. Jan 2019, 14:13

Columba hat geschrieben:Für Zürcher: Hier noch ein Veranstaltungshinweis, der auch für die Diskussion hier interessant sein könnte:

Brauchen wir die Seele in der Therapie?
22. Januar 2019, 18.30 bis ca. 21.00 Uhr
Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, Hörsaal KO2-F-152 EV

freier Eintritt

Zwei Vorträge mit Diskussion


Interessant hinsichtlich des Glaubens ist vor allem die Teilnahme vom Psychiater Daniel Hell. Er hat sich auch mit den frühchristlichen Wüstenväter befasst mit dem Buch "Leben als Geschenk und Antwort - Weisheiten der Wüstenväte". Interessant auch das Buch "Die Wiederkehr der Seele - Wir sind mehr als Gehirn und Geist"


Grüsse Columba

Psychiater Daniel Hell Uni Zürich, auch Depressionsspezialist. Interessant.

Mir ist gerade Zürich zu weit, bin eben nicht gerade bei meiner Tochter in der Schweiz.

lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Columba » Di 22. Jan 2019, 14:06

Wer zufällig Zeit hat und in der Nähe ist: Das wäre heute:


Columba hat geschrieben:Für Zürcher: Hier noch ein Veranstaltungshinweis, der auch für die Diskussion hier interessant sein könnte:

Brauchen wir die Seele in der Therapie?
22. Januar 2019, 18.30 bis ca. 21.00 Uhr
Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, Hörsaal KO2-F-152 EV

freier Eintritt

Zwei Vorträge mit Diskussion

Interessant hinsichtlich des Glaubens ist vor allem die Teilnahme vom Psychiater Daniel Hell. Er hat sich auch mit den frühchristlichen Wüstenväter befasst mit dem Buch "Leben als Geschenk und Antwort - Weisheiten der Wüstenväte". Interessant auch das Buch "Die Wiederkehr der Seele - Wir sind mehr als Gehirn und Geist"


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3076
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 24. Mär 2019, 10:44

lionne hat geschrieben:Das ist schön und gut, was ihr da alle schreibt und anregt!
Nützen, bzw. so vorgehen, kann man nur, 1. wenn der Patient bereit dazu ist und
2. wenn er nicht in einer Psych. Klinik oder Forensik eingeschlossen ist!
Wenn er nämlich quasi "unter Verschluss"/in der geschlossenen Abteilung ist, ist er den Aerzten dort total ausgeliefert, und die haben nur e i n e Lösung
>>> Psychopharmaka (und zwar hartes Geschoss! z.B. Leponex).
Gruss lionne

P.S. Dann bleibt nur das Gebet für die Person....


Die Zahl traumatisierter psychiatrischer Patientinnen und Patienten, die sich nach psychiatrischer Zwangsbehandlung und infolge des Fehlens therapeutischer Hilfe beim Verarbeiten der iatrogenen Traumata das Leben nehmen, dürfte beträchtlich sein. Wen interessiert das? :o :(

Immer wieder gelesene/gehörte "Forderung" (Grundsatz): Menschen mit Behinderungen sollen dieselben Rechte zugestanden werden, wie sie auch Menschen ohne Behinderungen gewährt werden.
>>> Davon sind wir noch sehr weit entfernt! :cry:

LG lionne
Zuletzt geändert von lionne am So 24. Mär 2019, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8516
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 24. Mär 2019, 11:04

Ich denke, in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung wird man eher gestört als dass man einen Vorteil hat. Der einzige Vorteil ist Ruhigstellung.
Für sensible Menschen sicher ein Horror, nur mit starken Medikamenten zu ertragen.

Allerdings, für schwer psychotische Menschen weiß ich auch nicht, ob man was besser machen könnte.

Aber mit schwer psychotische Menschen ist die gesamte Regelung für Angehörige auch eine Katastrophe.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon lionne » So 24. Mär 2019, 11:17

Es ist und bleibt ein (riesen-)grosses Problem >>> die psychischen/psychiatrischen Krankheiten, das kann nicht bestritten werden!
Lösungen hat man da noch keine wirklichen! Eben nur Psychopharmaka (Neuroleptika)! Für dieses "Ruhigstellung der Patienten und Patientinnen" nimmt man in Kauf, dass der Patient/die Patientin noch weiter (auf anderer Ebene) erkrankt und immer mehr (körperliche und seelische) Probleme bekommt....
Meine Frage nun hier: Ist das human? Ist das nun ein Gewinn und für wen)?
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 8516
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon firebird » So 24. Mär 2019, 11:41

Hallo zusammen,

Wenn ich diese Zeilen so lese komme ich immer wieder zum Schluss "Vorbeugen ist besser als Heilen". Kommt es bei einer psychischen Erkrankung zu einem bestimmten Härtegrad, dann wird eine Heilung einfach schwierig. Da ist es dann für mich verständlich, dass man den Teufel mit Belzebub austreiben will und man dann leider keine andere Wahl hat. Nicht selten ist dann eine völlige Heilung ausgeschlossen, man muss sich dann mit Besserungen zufrieden geben. Es sei denn, dass Gott einem Patienten eine Wunderheilung schenkt.

Vorbeugen kann heissen für eine gute Work-life Balance besorgt zu sein. Im frühen Stadium einer Erkrankung um Hilfe nachzusuchen. Nach Hilfe zu ersuchen um Suchtverhalten abzubauen. Vielleicht müssen wir es wieder neu lernen schöne Augenblicke zu geniessen. Das Zauberwort heisst: Selbstfürsorge. Dieses Thema wäre auch einmal einen Thread wert. Wir können darüber austauschen, wie wir Selbstfürsorge betreiben und einander mit Ideen beliefern.

Es Grüessli
Firebird
Echt barmherzig sein kann ich nur, wenn ich weiss, dass ich selbst auf Barmherzigkeit angewiesen bin.

Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
Benutzeravatar
firebird
Senior-Moderator
 
Beiträge: 3811
Registriert: So 23. Mär 2008, 18:50
Wohnort: Raum Zürich

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 24. Mär 2019, 16:35

Hallo firebird

Solange man Eltern im Stich läßt, die eine zerstörende beginnende Cannabissucht mit psychotischer Wirkung bemerken, kämpft man vergeblich.
Das ist eine der Missstände.

Solche jungen Menschen muss man vor sich selbst schützen.

Selbstfürsorge bringen nur Menschen auf, die Widerstand leisten können. Anstatt blind und ungebremst ins Verderben zu laufen. Die Gesellschaft faselt dann von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht anstatt zu versuchen, dem entgegen zu wirken. Ist mir aus eigenem Erleben bewusst. Gefaselt und versäumt wird viel. Von wegen es gibt genug Hilfe und Fachleute die alles unter Kontrolle haben. Man sollte mehr Druck machen.

Sehr lange, Jahre, hat es auch gedauert, bis der alkoholsüchtigen und magersüchtige junge Frau, um die wir uns etwas gekümmert haben, endlich ein Betreuer zur Seite gestellt wurde, der auch die Eltern entlastet.


Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am So 24. Mär 2019, 16:47, insgesamt 2-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » So 24. Mär 2019, 16:43

onThePath hat geschrieben:Solange man Eltern im Stich läßt, die eine zerstörende beginnende Cannabissucht mit psychotischer Wirkung bemerken, kämpft man vergeblich.

Solche jungen Menschen muss man vor sich selbst schützen.

Mein jüngerer Sohn hat mir letzte Woche eingestanden, dass er weiterhin THC konsumiert. Und er bleibe dabei, obwohl er mir vor 3 Jahren versprochen hatte damit aufzuhören. Ich war niedergeschlagen.

Was tut man in einem solchen Fall?
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 24. Mär 2019, 16:53

Hallo, Helmuth.

Zunächst ist schon mal beruhigend, wenn dein Sohn wenig anfällig ist für cannabisverursachte Psychosen. Diese können ja chronisch werden.

Eine junge Frau vom Abendgymnasium bekam von Cannabis Panikzustände und hörte zum Glück mit Cannabis auf.

Ein junger Mann, den wir seit 10 Jahren etwa kennen, konsumierte schon im Alter von 14 Jahren viel. Trotz psychotischer Attaken steht er immer noch stabil im Leben. Trotz Cannabissucht.

Mein Sohn überlebte den Cannabis psychisch überhaupt nicht. Seine psychischen Defizite sind gravierend.

Ja, lasst uns überlegen, wie die Situation deines Sohnes ist. Zunächst geht es ja darum, dass du nicht dich absonderst, sondern Kontakt hältst. Und herausfindest, warum er Cannabis konsumiert.

Der junge Mann hat immer noch Kontakt zu uns. Allerdings traut er sich nicht mehr, sich gegen das Cannabis zu wehren. Bei ihm war offensichtlich deutlich auch dämonische Einwirkung am Werke, gegen die er sich nicht erwehren konnte. Deshalb wagt er es auch nicht, mit uns zusammen zu beten. Weil es dann heftig wird.

Aber beten wäre der Anfang eines Weges. Ist doch für Jeden so. Das Beten verlangt ja, dass man bereit ist, sein Leben zu ordnen und zu ändern.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » So 24. Mär 2019, 18:08

onThePath hat geschrieben:Zunächst geht es ja darum, dass du nicht dich absonderst, sondern Kontakt hältst. Und herausfindest, warum er Cannabis konsumiert.

Kontakt haben wir an sich einen guten. Ich denke er will sich entspannen vom Alltagsstress. Sein Charakter hat sich m.E. geändert, er ist öfter ungehalten und jähzornig. Das war früher nicht so. Ob das nun rein berufsbedingt oder doch wegen des Konsums ist, ist schwer abzuschätzen, ich bin deshalb in Sorge um ihn. Er zieht auch seine Lebensgefährtin in Mitleidenschaft, indem sie gemeinsam rauchen.

Er rechtfertigt sich damit, dass er meint, Alkohol wäre weit gefährlicher und richtet wesentlich mehr an. Ich sagte bei Missbrauch ja, aber bei Normalkonsum verändert mich das nicht psychisch, THC schon. Das dementiert er, weil er meint sich genügend informiert zu haben, dass dem nicht so sei.

onThePath hat geschrieben:Aber beten wäre der Anfang eines Weges. Ist doch für Jeden so. Das Beten verlangt ja, dass man bereit ist, sein Leben zu ordnen und zu ändern.

Ich mache das, er nehme ich mal an hat noch kaum ein reales Gebetsleben. Die Jugend treibt es zuviel noch zum ausgelassenen Nachtleben hin.
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon onThePath » So 24. Mär 2019, 18:26

Tja, THC als harmlos verallgemeinern, das gehört bei Konsumenten dazu.
Jähzorn könnte passen zum THC "Genuss".

Könnte man an seine Freundin herankommen, dass sie dich unterstützt ? Oder auch bei sich bedenkliche Wirkungen bemerkt ? Oder gibt es Jemanden, auf den er hört ?

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 19898
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Psychiatrie und Freiheit

Beitragvon Helmuth » So 24. Mär 2019, 19:15

onThePath hat geschrieben:Könnte man an seine Freundin herankommen, dass sie dich unterstützt ?

Ich kann es versuchen, denn ich denke sie will das eigentlich nicht. Aber wie sagt man: Mitgehangen mitgefangen.

Danke für den Tipp. :pray:
Herzliche Grüße
Helmuth
Benutzeravatar
Helmuth
Power Member
 
Beiträge: 942
Registriert: Di 27. Dez 2016, 16:50
Wohnort: Wien

Vorherige

Zurück zu Ethik, Wissenschaft, Forschung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron