Christ und Reichtum?

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Sa 19. Mär 2005, 22:24

Hallo zusammen

ich stelle je länger, umso mehr fest, dass von vielen Christen (auch solchen hier im Forum) Reichtum oder "mehr Geld haben als andere" vielfach als unverzeichlich dargestellt wird. Die Reichen sind schlechte Christen, wir armen sind bessere Christen! :?

Nun, ich bin nicht mehr der Ärmste (war auch mal anders), habe ein Einfamilienhaus und einen grossen Garten. Was soll ich das verheimlichen!? Als reich würde ich mich aber nicht gerade bezeichnen. Das ist natürlich immer relativ. Im Vergleich zu vor 10 Jahren, geht es mir heute sehr gut. Meine jetzige Arbeitsstelle, das Haus und unserer jetziger Lebensstil haben wir wirklich Gott zu verdanken. Und doch merke ich immer wieder unter Christen Eifersucht. Bzw. Unverständnis, wie ein Christ das verantworten kann.

Was ist eure Meinung????

Liebe Grüsse
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Nitrosio » So 20. Mär 2005, 06:44

5. Mose 8

18Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist´s, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf daß er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

1. Chronik 29

12Reichtum und Ehre kommt von dir, du herrschest über alles. In deiner Hand steht Kraft und Macht, in deiner Hand steht es, jedermann groß und stark zu machen. 13Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.

Psalm 62

11Verlaßt euch nicht auf Gewalt und setzt auf Raub nicht eitle Hoffnung; fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran.

Sprüche 22

4Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.

1. Timotheus 6

17Den Reichen in dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 18daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, 19sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.
24Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt! 25Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes! Matthäus 23
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Scardanelli » So 20. Mär 2005, 08:44

Zitat von Fellow
Meine jetzige Arbeitsstelle, das Haus und unserer jetziger Lebensstil haben wir wirklich Gott zu verdanken.
Was Gott gegeben hat, darauf liegt der Segen Gottes und das ist dann selbst ein heilig Ding. Sei also dankbar, dass du nicht von anderer Adresse deinen bescheidenen Wohlstand hast.
Als reich würde ich mich aber nicht gerade bezeichnen.
Dann genieße es, denn wenn du wirklich reich wärst, ja dann ...!
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » So 20. Mär 2005, 20:33

Original von Scardanelli
Zitat von Fellow
Meine jetzige Arbeitsstelle, das Haus und unserer jetziger Lebensstil haben wir wirklich Gott zu verdanken.
Was Gott gegeben hat, darauf liegt der Segen Gottes und das ist dann selbst ein heilig Ding. Sei also dankbar, dass du nicht von anderer Adresse deinen bescheidenen Wohlstand hast.
Als reich würde ich mich aber nicht gerade bezeichnen.
Dann genieße es, denn wenn du wirklich reich wärst, ja dann ...!

ja dann, was? 8-)

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon tiefe Trauigkeit » Di 22. Mär 2005, 08:06

Original von Fellow
Und doch merke ich immer wieder unter Christen Eifersucht. Bzw. Unverständnis, wie ein Christ das verantworten kann.


Alles Neider, würde ich gar nicht beachten.
Manchmal hat ein Jahr zwölf Stunden
Ein Tag nur 10 Sekunden
Die Zeit ist ein Dieb
Sie nimmt sich, was sie kriegt

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Delfi » Di 22. Mär 2005, 08:56

Ich gehöre zu denen, die gar kein Geld haben. Wir müssen jeden Rappen drei mal umdrehen.
Wenn ich höre, das in der Gemeinde wieder jemand ein Häuschen gekauft hat, kommen mir zuerst auch eifersüchtige Gedanken. Nicht, weil ich ihnen das Häuschen nicht gönnen würde, sondern weil ich mir schon lange wünsche, aus dieser Geldnot rauszukommen. Doch diese Eifersucht bleibt nicht lange.
Ich freue mich für jeden, der nicht aufs Geld schauen muss. Der Pate unseres Kleinen hat sich auch ein Haus gekauft. Das war der grösste Wunsch, den seine Frau hatte. Auch ein Geschenk von Gott!
Wieso kann man sich nicht für die freuen, die von Gott beschenkt werden?
Ich freue mich für Dich!

Liebe Grüsse

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Di 22. Mär 2005, 17:09

Original von tiefe Trauigkeit
Original von Fellow
Und doch merke ich immer wieder unter Christen Eifersucht. Bzw. Unverständnis, wie ein Christ das verantworten kann.


Alles Neider, würde ich gar nicht beachten.
Versuche ich, ist manchmal aber echt schwer! :roll:

Original von Delfi
Ich gehöre zu denen, die gar kein Geld haben. Wir müssen jeden Rappen drei mal umdrehen.
Wenn ich höre, das in der Gemeinde wieder jemand ein Häuschen gekauft hat, kommen mir zuerst auch eifersüchtige Gedanken. Nicht, weil ich ihnen das Häuschen nicht gönnen würde, sondern weil ich mir schon lange wünsche, aus dieser Geldnot rauszukommen. Doch diese Eifersucht bleibt nicht lange.
Ich freue mich für jeden, der nicht aufs Geld schauen muss. Der Pate unseres Kleinen hat sich auch ein Haus gekauft. Das war der grösste Wunsch, den seine Frau hatte. Auch ein Geschenk von Gott!
Wieso kann man sich nicht für die freuen, die von Gott beschenkt werden?
Ich freue mich für Dich!
Ja, Delfi, danke erst mal für deine "tröstenden" Worte. Auch wir gingen ca. 10 Jahre durch eine solche Durststrecke und einerseits bin ich froh, dass diese vorbei ist, will ja nicht heucheln. Aber etwas Positives entnehmen wir dieser Zeit auf alle Fälle. Man lernt wirklich, das was man hat zu schätzen. Und wenn man nicht sofort erhält, was man sich wünscht, nimmt man es gelassener und wenn etwas nicht gleich die Qualtität hat, wie es erhältlich wäre, gibt man sich auch eher damit zufrieden..... und man lernt sich in andere hineinzuversetzen. Ich wünsche Dir, Delfi, dass du den wahren Reichtum in Jesus hast (was ich mir auch immer wieder sagen muss!) und wenn es Zeit ist, unser himmlischer Vater auch dir den einen oder anderen Wunsch in Erfüllung gehen lässt.

Gott segne dich!!! :)) :)) :))

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon parepidimos » Di 22. Mär 2005, 19:12

Nur ein paar Gedanken:

Das NT enthaelt in der Tat etliche Warnungen an die Reichen. Dabei ist nicht Reichtum an sich schlecht, sondern wie damit umgegangen wird. Wichtig (und schwierig) ist es, sich nicht seelisch davon versklaven zu lassen. Dies laesst sich meiner Meinung nach daran ablesen, wie grosszuegig und freudig man Gott und anderen Menschen daran teilhaben laesst.

Unsere Einstellung zum Reichtum haengt auch entscheidend davon ab, ob wir ihn als verdientes Eigentum betrachten oder als anvertraute Leihgabe. Laut Bibel gehoeren nicht einmal mehr unsere Leiber uns selber, sondern sind von Jesus freigekauft. Das alte Klischee hat etwas Wahres: Die Frage ist nicht, wieviel wir geben, sondern wieviel wir fuer uns behalten.

Die Reichen muessen mit der Anklage seitens der Armen leben. Armut ist eines der prominentesten moralischen Anliegen im NT. Ich habe mal irgendwo die Bemerkung gelesen, dass niemand ohne Empfehlungsschreiben der Armen in den Himmel komme. Diese einfach Kategorisch als "Neider" abzukanzeln funktioniert wohl nur vor den Menschen, aber nicht vor jenem, welcher das Herz sieht. Ich bin immer skeptisch, wenn ich (oft ungefragt) auf fromme Rechtfertigungen stosse: Unser Luxus ist noetig, um die Schicht der Gutbetuchten mit dem Evangelium zu erreichen. Oder: Wir haben ein grosses Haus (und zwei Autos), damit wir Gastfreundschaft praktizieren koennen, vor allem gegenueber Missionaren auf dem Heimaturlaub. Da wollen wir uns doch nicht lumpen lassen.

Ein anderes Problem, welches mir immer mehr auffaellt, ist dass die Investitionen und Bestrebungen der "Reichen" tendenziell dazu neigen, sie von dem Rest der Gesellschaft zu distanzieren. Wer reich ist, kann sich seine sozialen Kontakte viel mehr nach eigenem Gutduenken gestalten als jemand, der in im Loch steckt. Dadurch haben Reiche es immer schwerer, die Probleme der Armen ernst- oder sogar wahrzunehmen. Das muss nicht einmal bewusst geschehen. Das Ideal des Einfamilienhauses hat viel weitreichendere soziale Konsequenzen als sich der Einzelne bewusst ist, und gerade als Christen sollten wir uns gegenseitig helfen, diese gesellschaftlichen Prioritaeten zu hinterfragen und wenn noetig Alternativen zu erarbeiten.

Die Frage ist also nicht, ob man "es hat", sondern wie. Menschen, die wenig haben koennen genauso von ihrem Besitz und dem Streben nach mehr eingenommen sein wie "die Reichen". Die Versuchung ist vielleicht etwas weniger gross.
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Delfi » Di 22. Mär 2005, 19:21

Ja, Delfi, danke erst mal für deine "tröstenden" Worte. Auch wir gingen ca. 10 Jahre durch eine solche Durststrecke und einerseits bin ich froh, dass diese vorbei ist, will ja nicht heucheln. Aber etwas Positives entnehmen wir dieser Zeit auf alle Fälle. Man lernt wirklich, das was man hat zu schätzen. Und wenn man nicht sofort erhält, was man sich wünscht, nimmt man es gelassener und wenn etwas nicht gleich die Qualtität hat, wie es erhältlich wäre, gibt man sich auch eher damit zufrieden..... und man lernt sich in andere hineinzuversetzen. Ich wünsche Dir, Delfi, dass du den wahren Reichtum in Jesus hast (was ich mir auch immer wieder sagen muss!) und wenn es Zeit ist, unser himmlischer Vater auch dir den einen oder anderen Wunsch in Erfüllung gehen lässt.

Gott segne dich!!!

Fellow


Eins stimmt, man bekommt an kleinen Dingen freude und man merkt, welche Freunde hintereinem stehen. Wir hatten schon viel Hilfe!
Das alles waren auch Gottes Geschenke!
Wenn es an der Zeit ist, wird Gott uns helfen! Vielleicht sind wir noch nicht so weit, um mit mehr Geld umzugehen? Ich glaube daran, dass er uns helfen wird!
Und eigentlich sind wir ja schon reich! Wir haben Gott!
Gottes segen auch an Dich!
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Di 22. Mär 2005, 21:14

M E R C I !!!
:praisegod:
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon thery » Di 22. Mär 2005, 21:27

Ich hätte eher die Sorge ob ich dann einfach meinen ganzen Besitz aufgeben könnte wenn Gott mich ruft, irgendwohin zu gehen. Oder ob ich mir dann alle möglichen Ausreden einfallen lassen würde damit ich ja nicht gehen müsste.
Darum möchte ich lieber gar keinen Besitz, so komme ich auch gar nicht erst in Versuchung mein Herz daran zu hängen.
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Di 22. Mär 2005, 21:34

Original von pearl-river
Ich hätte eher die Sorge ob ich dann einfach meinen ganzen Besitz aufgeben könnte wenn Gott mich ruft, irgendwohin zu gehen. Oder ob ich mir dann alle möglichen Ausreden einfallen lassen würde damit ich ja nicht gehen müsste.
Darum möchte ich lieber gar keinen Besitz, so komme ich auch gar nicht erst in Versuchung mein Herz daran zu hängen.

Ja, da suche ich mir keine Ausrede. Das stimmt wirklich, die Gefahr besteht natürlich! Aber ich muss mir auch sagen: Schenkt Gott jemandem etwas ohne dass er garantieren kann, dass dieser auch Kraft und Wille hat, wenn es sein muss, loszulassen? Beispiel: Hiob. :?

Und kann Gott nicht auch "betuchte" Leute für seinen Dienst gebrauchen, mit den Mitteln, die er diesen geschenkt hat?

Gruss
Fellow
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon thery » Di 22. Mär 2005, 22:14

Ich mag´s grundsätzlich jedem gönnen, dem es gut geht. ich wäre mir nur nicht sicher ob ich selber mit Reichtum und Besitz umgehen könnte.
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Yehudit » Mi 23. Mär 2005, 08:06

Original von Fellow

Und kann Gott nicht auch "betuchte" Leute für seinen Dienst gebrauchen, mit den Mitteln, die er diesen geschenkt hat?

Sicher kann er das, da bin ich überzeugt.

Viele Christen haben ein verklemmtes Verhältnis zu Geld. Warum? Wo mein Herz ist, da ist mein Schatz . Warum sollte ein Mensch, der Geld besitzt, nicht auch kräftig für das Reich Gottes investieren können? Wenn es ehrlich verdient ist, was ist daran falsch?

Grüessli Yehudit
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Mi 23. Mär 2005, 12:19

Original von parepidimos
Ein anderes Problem, welches mir immer mehr auffaellt, ist dass die Investitionen und Bestrebungen der "Reichen" tendenziell dazu neigen, sie von dem Rest der Gesellschaft zu distanzieren. Wer reich ist, kann sich seine sozialen Kontakte viel mehr nach eigenem Gutduenken gestalten als jemand, der in im Loch steckt. Dadurch haben Reiche es immer schwerer, die Probleme der Armen ernst- oder sogar wahrzunehmen. Das muss nicht einmal bewusst geschehen. Das Ideal des Einfamilienhauses hat viel weitreichendere soziale Konsequenzen als sich der Einzelne bewusst ist, und gerade als Christen sollten wir uns gegenseitig helfen, diese gesellschaftlichen Prioritaeten zu hinterfragen und wenn noetig Alternativen zu erarbeiten.

Die Frage ist also nicht, ob man "es hat", sondern wie. Menschen, die wenig haben koennen genauso von ihrem Besitz und dem Streben nach mehr eingenommen sein wie "die Reichen". Die Versuchung ist vielleicht etwas weniger gross.
Hallo parepidimos
deine Ausführungen zum Einfamilienhaus mögen z.T. stimmen, aber wenn ich das auf meine Person und meine Situation ummünze, muss ich doch sagen, dass auch ein grosser Teil der Persönlichkeit zugeschrieben werden kann. Als wir noch eine Wohnung behausten, war ich deshalb nicht kommunikativer als heute. Ich würde sogar sagen, eher weniger, wobei ich dies aber nicht dem Umzug in ein EFH zuschieben möchte. Ich suchte auch nicht mehr den Kontakt zu Leuten, absolut nicht. Ich war halt schon immer ein Eigenbrödler. Und bei meiner Frau kann ich wirklich das Gegenteil feststellen. Sie ist es eigentlich, die mir auch immer wieder den Finger darauf legt und meine Haltung gegenüber dem Haus hinterfragt. Zum Glück habe ich sie :D :D :D !!! Übrigens ist das ja auch ein Mega-Reichtum :shock: , darf ich nun nicht mehr soviel an sie denken ;)

Unsere Einstellung zum Reichtum haengt auch entscheidend davon ab, ob wir ihn als verdientes Eigentum betrachten oder als anvertraute Leihgabe. Laut Bibel gehoeren nicht einmal mehr unsere Leiber uns selber, sondern sind von Jesus freigekauft. Das alte Klischee hat etwas Wahres: Die Frage ist nicht, wieviel wir geben, sondern wieviel wir fuer uns behalten.
*****nachdenk*****nachdenk*****nachdenk*****

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon parepidimos » Mi 23. Mär 2005, 15:16

Original von Fellow
Als wir noch eine Wohnung behausten, war ich deshalb nicht kommunikativer als heute. [...] Ich war halt schon immer ein Eigenbrödler.

Um die Frage etwas deutlicher zu stellen: Haette es aus der Perspektive des Reiches Gottes auch noch bessere Verwendungen fuer dein Geld gegeben als ein EFH? ZB. etwas, was der Gemeinde zugut kommt, etwas das auch noch anderen ausser dir selber Unterschlupf bietet, etwas das deine Gemeinschaft mit anderen Christen verkuendet und foerdert etc.

Nur so ein paar Ideen. Ich will dir die Freude am Eigenheim nicht vermiesen. Aber so wie ich das sehe leiden die Gemeinden in der Schweiz gerade an der EFH-Mentalitaet.
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Do 24. Mär 2005, 22:00

Original von parepidimos
Original von Fellow
Als wir noch eine Wohnung behausten, war ich deshalb nicht kommunikativer als heute. [...] Ich war halt schon immer ein Eigenbrödler.

Um die Frage etwas deutlicher zu stellen: Haette es aus der Perspektive des Reiches Gottes auch noch bessere Verwendungen fuer dein Geld gegeben als ein EFH? ZB. etwas, was der Gemeinde zugut kommt, etwas das auch noch anderen ausser dir selber Unterschlupf bietet, etwas das deine Gemeinschaft mit anderen Christen verkuendet und foerdert etc.

Nur so ein paar Ideen. Ich will dir die Freude am Eigenheim nicht vermiesen. Aber so wie ich das sehe leiden die Gemeinden in der Schweiz gerade an der EFH-Mentalitaet.
Also, du willst konkret wissen, wieso ich ein EFH habe. Also erstens, weil ich es mir gewünscht habe. Zweitens weil ich aus der alten Wohnung raus wollte. Drittens weil es mein Elternhaus ist und keins meiner Geschwister es übernehmen wollte (ich weiss, was du jetzt denkst :D :"Wieso wolltest es denn ausgerechnet du? Kannst es sowieso nicht in den Himmel mitnehmen, gäll?" :D )

All dies sieht sehr egoistisch aus. Aber vielleicht steuerte Gott unser Empfinden? Nein, nein, keine billige Entschuldigung. Wenn ich mir überlege, was durch unsere Kinder in einigen Familien nun in diesem Dorf ausgelöst worden ist, muss ich sagen, erhalte ich Bestätigung für unseren Egoismus. Bevor wir hierhin zogen, wussten wir von keinen bekennenden Christen hier (Irrtum eingeschlossen!!!) Seit wir hier wohnen, durften wir erleben, wie mehrere Kinder aus dem Dorf in die Jungschi gehen. Weil wir im Dorf bekannt waren, konnte eine andere christliche Familie eine Wohnung bekommen, auf unser Wort hin. Familie No.2! Vor etwa einem Jahr zog noch eine Familie, die sich Christen "schimpfen" :D ins Dorf und stell dir vor: Sie kauften auch ein Haus. Da stellt sich nun doch wirklich die Frage: Hat Gott hier nicht etwas vor?

Um nochmals zu den Finanzen zu kommen, du willst es ja konkret wissen. Seit ich ein Haus habe, habe ich nie mehr Zins bezahlt, als vorher Miete, im Gegenteil, soviel Zins wie ich jetzt bezahle, so billig habe ich vorher nicht gewohnt!!! Seit ich EFH-Besitzer bin, habe ich nie mehr als höchstens einen Drittel der Steuern bezahlt, die ich vorher als Mieter bezahlt habe!!! Entschuldigung, diese Gesetze habe ich nicht erlassen, aber so ist´s nun mal!!! Ich konnte es am Anfang auch kaum glauben und verstehe es heute zum Teil noch nicht. Den mit den Finanzen kannst du nicht bringen. Den kannst du nicht halten! ;) Ich rede aus eigener Erfahrung! Und du, parepidimos?

Trotzdem und immer noch
liebe Grüsse :))

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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon parepidimos » Do 24. Mär 2005, 22:32

Original von Fellow
Also, du willst konkret wissen, wieso ich ein EFH habe.

Nein, wollte ich eigentlich nicht.

ich weiss, was du jetzt denkst

Nein, tust du nicht.

Wenn ich mir überlege, was durch unsere Kinder in einigen Familien nun in diesem Dorf ausgelöst worden ist, muss ich sagen, erhalte ich Bestätigung für unseren Egoismus.

Das ist ja schoen. Sei einfach vorsichtig damit, Gott fuer solche "Bestaetigungen" zu benutzen. Das kann den Glauben ziemlich havarieren, wenn´s dann mal nicht mehr so wunderbar klappt. Zudem sind diese Dinge ja das Resultat deiner Anwesenheit im Dorf, und nicht davon, dass du in einem EFH wohnst.

Um nochmals zu den Finanzen zu kommen, du willst es ja konkret wissen.

Und nochmals nein. Glaub mir, mir sind die steuerlichen Vorteile bestens bekannt, welche der Staat jenen gewaehrt, die es sich leisten koennen. Ich wuerde es auch nutzen, wenn ich koennte. Aber gerecht ist es deswegen nicht.

Und du, parepidimos?

Wenn ich Gottes Willen mit meinem finanziellen Wohlergehen verbinden wuerde, dann haette ich eine ziemliche Wolle auf ihn. Aber ich wollte eigentlich keine persoenlichen Stories austauschen, sondern zum Denken anregen. Es tut mir leid dass du dich derart angegriffen fuehlst.

Shalom - P
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Fr 25. Mär 2005, 00:45

Hi parepidimos

eigentlich fühle ich mich nicht angegriffen, höchsten unverstanden. Wenn ich jetzt nochmals mein letztes Posting lese, würde ich es auch als Verteidigungsrede anschauen. Sollte es allerdings nicht sein. Es sind einfach nur Facts, wie sie vorliegen.

Ich begreife aber auch, dass du da deine Zweifel hast, was für einen Auftrag EFH-Besitzer haben könnten (oder möchten). Habe mich soeben mit meiner Frau über diesen Thread ausgetauscht. Sie ist der Meinung, dass wohl alle, die diesen Thread nun lesen ein total falsches Bild von mir erhalten haben, da es so rüberkommt, als ob wir uns das gesucht hätten. Aber die Situation, wie alles zustande kam, kann man nicht in Worte fassen und darum kann ein Aussenstehender auch nur schwer nachvollziehen, in welcher Situation wir waren und jetzt sind. Wir sind keine Neureichen. Wir sind einfach von Gott auf diese Art gesegnet worden....
Wenn ich Gottes Willen mit meinem finanziellen Wohlergehen verbinden wuerde, dann haette ich eine ziemliche Wolle auf ihn. Aber ich wollte eigentlich keine persoenlichen Stories austauschen, sondern zum Denken anregen. Es tut mir leid dass du dich derart angegriffen fuehlst.
...womit ich nicht behaupten will, dass das die alleinigen Zeichen sein müssen, dass Gott jemand segnet, auf keinen Fall! Du, parepidimos, bist gesegnet worden mit einem wachen, scharfen Geist, der mindestens so wertvoll für dein Leben, wie für das Leben anderer sein kann. Lass mich aber mal auch eine Bemerkung erlauben, wie ich deine Äusserungen verschiedentlich auffasse:
Das ist ja schoen. Sei einfach vorsichtig damit, Gott fuer solche "Bestaetigungen" zu benutzen. Das kann den Glauben ziemlich havarieren, wenn´s dann mal nicht mehr so wunderbar klappt. Zudem sind diese Dinge ja das Resultat deiner Anwesenheit im Dorf, und nicht davon, dass du in einem EFH wohnst.
Solche Bemerkungen tönen sehr überheblich, da du die Situation wirklich nicht kennst. Da du ja keine Details mehr wissen willst ;), führe ich hier auch nicht aus, wieso es nicht in die Situation passt, sonst fasst du das wohl wieder als Verteidigung auf.

Eigentlich wollte ich mit diesem Thread auch nur auf die Problematik Christ und Reichtum eingehen, also ganz neutral und nicht auf Christ und Einfamilienhaus, gäll?

Original von parepidimos
Shalom - P
Ebenfalls Shalom und:umarm:
Ich glaube, wir werden in diesem Forum noch manch anregendes "Gespräch" miteinander haben.

Liebe Grüsse

Fellow :))
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Doktorfisch » Fr 15. Apr 2005, 21:30

Halo @,
Mein Reichtum ist meine Familie!
Auch wenn es manchmal täglichen "Kampfes" bedarf
und manchmal auch viel Leid weil ich der Gesellschaftlichen Norm immer weniger entgegensetzen kann .
Ich gönne jedem sein "Eigentum" und bete darum das dieser welcher "Eigentum" besitzt sich auch seiner Verantwortung bewußt sein mag es mit anderen Menschen
ädequat zu teilen.
Per Bank Eigentümer zu sein?
Das hast Du nicht mitgeteilt und infolge dessen könntest Du einem großem Irrtum erliegen.
Ich höre die Argumente welche folgen können.
Aber ,Geld,Geld,Geld!
Auch die Ökomenisierung und das angebliche Wertverhalten
endet.Es mag lange dauern.
Für seine Familie ein dauerhaftes Heim zu errrichten ist durchaus Ehrenhaft aber der derzeitige Preis erscheint mir zu hoch.Es ist die Frage ,darf denn in unserem Land wo wir doch eigentlich alles per Kredit zu lösen meinen-uns so abhängig zu machen die Lösung ist.Wer oder was Garantiert Dir den Erfolg?Entweder das damalige Schaffen Deiner Eltern
welchen klug genug gewesen sind die Dinge zu erfassen und im Sinne Ihrer Kinder zu handeln sofern diese klug genug sind dieses Erbe zu verwalten?
Beobachtest Du das Gegenwärtige System nicht?
Wenn schon alles "bezahlt" ist,von wem?-bist Du sicher zu "gewinnen"?Und darf ich darauf Stolz sein?
Pati necesse est multa mortales mala! Die Menschen müssen vieles Üble erdulden!
Doktorfisch
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Fr 15. Apr 2005, 23:13

Original von Doktorfisch
Per Bank Eigentümer zu sein?
Das hast Du nicht mitgeteilt und infolge dessen könntest Du einem großem Irrtum erliegen.
Ich höre die Argumente welche folgen können.
Aber ,Geld,Geld,Geld!
Auch die Ökomenisierung und das angebliche Wertverhalten
endet.Es mag lange dauern.
Könntest du diese Aussagen nochmals präzisieren, bevor ich eine falsche Schlussfolgerung daraus ziehe.

Eigentlich ist es doch gleich, für was ich mein, sagen wir mal "wohngeld" ausgebe: Ob ich es für geliehenes Eigentum zahle (sprich Miete) oder für geliehenes Geld zum "Eigentum" besitzen, solange es im gleichen Rahmen ist. Mieter sitzen da ja eigentlich im gleichen Boot, da sie eine Dienstleistung von jemandem beziehen, der das Vermietete zu 95% auch von der Bank finanzieren lässt. Wenn ich natürlich 5 Mille aufwenden muss im Monat um eine Villa zu besitzen, das könnte ich auch nicht verantworten. Man kann natürlich auch sagen, dass ich der Bank "Mietzins" zahle, da die Bank auf dem Haus das Vorpfandrecht hat.
Ich weiss nicht, was da gewisse Leute manchmal für Probleme haben?!

Für seine Familie ein dauerhaftes Heim zu errrichten ist durchaus Ehrenhaft aber der derzeitige Preis erscheint mir zu hoch.
Sorry, wieso zu hoch? In welcher Beziehung?
Es ist die Frage ,darf denn in unserem Land wo wir doch eigentlich alles per Kredit zu lösen meinen-uns so abhängig zu machen die Lösung ist.Wer oder was Garantiert Dir den Erfolg?Entweder das damalige Schaffen Deiner Eltern welchen klug genug gewesen sind die Dinge zu erfassen und im Sinne Ihrer Kinder zu handeln sofern diese klug genug sind dieses Erbe zu verwalten?
Beobachtest Du das Gegenwärtige System nicht?
Wenn schon alles "bezahlt" ist,von wem?-bist Du sicher zu "gewinnen"?Und darf ich darauf Stolz sein?

Mmmh???

Ich bin auch nicht für Kreditkäufe und ich habe auch noch nie etwas auf Kredit gekauft. Problematisch ist ja ein Kreditkauf vorallem, wenn man etwas damit kauft, z.B. ein Auto, dass innerhalb Sekundenbruchteilen Schrott sein kann. Da hat ein Kreditinstitut ja keinen Gegenwert mehr. Aber bei einem Haus hat das Kreditinstitut, sprich die Bank, immer noch das Haus. Kannst du mir sagen, wer im Fall der Aufgabe eines Hauses zu schaden kommt? Wenn einer, dann höchstens der "ehemalige" Eigentümer, oder? Ich bewohne mein Haus mit gutem Gewissen. :D

Viel wichtiger als die Finanzierung finde ich viel mehr, ob ich mein Herz daran hänge! Ob dieses Eigentum wichtiger wird, als Jesus! Das ist in meinen Augen viel entscheidender. 8-)

Soweit mal meine Ausführungen, Doktorfisch! Hey, wie kommst du auf diesen lustigen Namen? Hast du ´ne Zoohandlung ;) ?

lg, fellow
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon gfc » Sa 16. Apr 2005, 18:51

Ich bin momentan noch n "armer" Student. An sich.. ich habe aber das Glück, dass ich mir neben meinem Vollzeit-Studium eine 50% Stelle leiste. und dort hab ich halt einen sehr sehr guten Stundenlohn.

Dieser ermöglicht mir eigentlich erst, dass ich diesen Sommer meine Verlobte heirate, dass ich nicht in einer WG, sondern in einer eigenen Wohnung leben kann... unter anderem auch, weil ich es schaffe, mit dem Geld sinnvoll umzugehen, anstatt es mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen.

Ich hab echt nicht zu viel Geld - schön wärs - aber bereits ich musste mir einige Kommentare zu meiner Arbeit anhören. Hey, ich hab ne 50-70 Stunden Woche und hab nebenbei noch Zeit, noch Gemeindearbeit zu machen und leite nebenbei ein eigenes Internet-Forum mit 1000 Usern (hey das braucht tüchtig zeit). Und auch schaff ich es, noch Opfer zu geben

Ich bin zwar mit gnadenlos viel Selbstbewusstsein gesegnet, so dass ich solche Sprüche lockerst wegstecke. Trotzdem versteh ich die Comments in keiner Weise. Ich reiss mir den ***** auf, hab dies bereits in meiner Vergangenheit und verdiene damit hart erarbeitetes, ehrliches Geld.

Ich glaube nicht daran, dass es Neid ist. Neid haben auch Nicht-Christen ebenfalls. Aber meine nichtchristlichen Kollegen und Freunde freuen sich für mich und aus dieser Ecke habe ich noch NIE irgendwelche solche Sprüche gehört. Von den christlichen Kollegen aber schon.

Die Welt ist paradox.
"Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends." - Winston Churchill
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Doktorfisch » Sa 16. Apr 2005, 20:20

Guten Abend Fellow!

Eigentlich sollte ich meinen das es nur "Reiche Christen" geben sollte und wenn diese mit Ihrem Materiellen Reichtum
als Christ handeln würden wäre die Welt in Ordnung!?
War so nicht,ist so nicht,wird so nicht!
Um folgerichtig zu bleiben käme jetzt die Frage _Wie oder was ist Reichtum?
Materiell,Ideell oder wie?
Gut ,ich will das nicht vertiefen weil es einfach nicht in die derzeit (oder schon immer) absolut Materiell eingestellte Werteordnung passt.Die Frage ist -wer macht diese? Wir werden und lassen uns ständig Animieren zu Konsumieren.Unsere Wünsche werden immer größer bis diese letztendlich zu einer "Forderung" und Anspruch uns selbst gegenüber eine Größe erreichen die Widerspruch -einem Wunsch-gegenüber nicht mehr zuläßt.
Nun kommen wir zur Realität.
Ein Haus für sich und seine Lieben zu bauen stellt keinen -
auch indirekten Vorwurf dar.
Dir gegenüber habe ich gestern einer Vermutung Raum gegeben
welche sich bestätigt hat.Du hast diese auch Ehrlich im Forum beantwortet,gut so!
Über vorgerechnete Zahlen einer Bank und dem Wunsch ein eigenes Heim zu haben will ich gar nicht Diskutieren.
Dir sei Dein Heim mit allen guten Wünschen von Herzen gegönnt!
Ich hätte mein Anliegen besser vortragen müssen als in der gestrigen Form.
Meine Meinung wäre das es eigentlich bei diesem Thema nicht
um "Reichtum" geht.Für mich ein vollkommen natürlicher Wunsch und ein ganz klein wenig der Gedanke sich in manchen Zeiten eine -Meine eigene Welt -zu bauen in der Hoffnung etwas- von vielen Dingen verschont zu werden weil ich diese ja in meinem Eigentum zu Steuern vermag.
In einer künstlich gesteuerten Welt des Kapitals ist dies aber nur eine trügerische Sicherheit.
Eigentlich möchte ich gern etwas warnen gerade in dieser Richtung eine Vorbildfunktion wahrzunehmen ohne aufzuzeigen welche Risiken das bergen kann.
Ein Heim von einer Bank finanzieren zu lassen(ich rede jetzt nur von einer Finanzierung ohne Materielle Grundsubstanz)ist eine manchmal das Leben völlig unmöglich machende auf guten Glauben basierende letztendlich vernichtende Entscheidung.
Aufgrund eines Suggerierten Wunsches (auch wohl begründet)
entscheiden sich viele Familien ein Haus zu bauen.
Trotz Förderung in Deutschland (noch!) bedeutet das in der Regel sich auf bis zu 30-Jahre andauernd zu verschulden.
Manchmal auch ohne zu bedenken das unsere kleinen Kinder schließlich auch Erwachsen werden und einfach -ausziehen-
und dann in einem Überdimensioniertem immer noch abzuzahlenden Haus zu wohnen.An evt. Nebenkosten ist auch nicht viel zu sparen.
Bei allem in der ersten Phase vorherschendem Glücklichen Empfinden stellt sich nach und nach Ernüchterung ein.
Betrachte das Weltgeschehen.
Mit einer aus einem guten Wunsch herraus getroffenen Entscheidung wird mann zum Diener des Kapitals !
Ich könnte diesen immensen Druck ,darauf zu hoffen das es schon gut gehen möge nicht aushalten.Die wesentlichen Dinge in der Welt verändern sich so drastisch und schnell das einfach nicht zu Kalkulieren ist ,zumal 30-Jahre vorwärts!
Nicht zu reden von vielen "Bauernfängern" und Pfuschern welche ein Haus zu bauen zu einem Alptraum werden lassen.
Wer aber verdient vorher!?-um uns dann in der Endphase absolut allein zu lassen!Von etwaigen Versicherungen
allgemeine Lebensrisiken decken zu wollen rede ich an dieser Stelle auch nicht.
Ich könnte jetzt noch so viele Argumente anführen und höre auch Gegenargumente welche den Entschluß ein Eigenheim zu bauen favorisieren!
Also,bedeutet ein Haus auch wenn es rein Rechnerisch ersteinmal zu funktionieren scheint wirklich Reichtum?
Selbst wenn ein Haus bezahlt ist bedeutet es für den Besitzer vieleicht Gewinn.
Ist es nicht schon ein eigentlicher Wahnsinn das jemand einen Kredit bekommt um bzw. ein Mehrfamilienhaus zu bauen um es von seinen eigenen Mietern bezahlen zu lassen?
Wer schert sich nach Bezahlung des Hauses um Rechte und Wünsche der bezahlt zu habenden?
Wer das jetzt liest wird mich wohl für verrückt erklären weil ich nicht begreifen möchte das die Welt so ist wie sie ist und ich noch dazu Wirtschaftliche Zusammenhänge nicht begreife!
Mathematik scheint und läßt sich nicht betrügen!
Wenn ich an die Börse denke und an viele Surrogate welche uns glauben machen wollen das das alles Gott gewollt sein soll und wir den Versuchungen erliegen ohne gründliche Prüfung der Dinge entfernen wir uns von Gott und werden weiterhin in einer dem Geld Unterwerfenden "Wirklichkeit" unterliegen.
Im übrigen sei mir noch eine Anmerkung gestattet welche nicht zu diesem Thema gehört.
Ich habe als letzter einen Beitrag zum Thema -Schiavo-geschrieben.Das dieser unbeachtet wird seit diese arme Frau verstorben ist macht mich wirklich traurig!

Zu meinem "Lustigen "Namen kommen wir später!


Pati necesse est multa mortales mala! Die Menschen müssen vieles Üble erdulden!
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Fellow » Sa 16. Apr 2005, 21:50

Jetzt erst ist mir klar geworden, wieso du und auch andere auf den Belastungen, die ein Haus mit sich bringt, rumgeritten sind:

Trotz Förderung in Deutschland (noch!) bedeutet das in der Regel sich auf bis zu 30-Jahre andauernd zu verschulden.
Manchmal auch ohne zu bedenken das unsere kleinen Kinder schließlich auch Erwachsen werden und einfach -ausziehen-
und dann in einem Überdimensioniertem immer noch abzuzahlenden Haus zu wohnen.


Jetzt erst ist mir wieder mal klar geworden, dass ich eben doch in einer Vorzugslage bin. Ich muss das Haus nämlich gar nicht abzahlen, weil ich die ganze Schuld in einer 1. Hypothek abschliessen konnte (und diese sogar noch erhöhen dürfte). Ja, ich habe mir überlegt, dass, wenn ich jährlich zum Beispiel noch 20000.- abzahlen müsste, dass das natürlich auch ich nicht vermögen würde. Von diesem Standpunkt her magst du wirklich recht haben. Aber, wie ich deinen Worten entnehme bist du aus Deutschland, oder? Und dort ist die Praxix auch nicht ganz gleich wie in der Schweiz?

Mit einer aus einem guten Wunsch herraus getroffenen Entscheidung wird mann zum Diener des Kapitals !
Dieser Aussage gebe ich im gleichen Mass recht, ob ich nun Mieter bin oder in meiner jetzigen Situation als Miet-"Eigentümer" ;) !

lg, fellow
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon SunFox » Sa 16. Apr 2005, 22:01

Original von Doktorfisch

Ich habe als letzter einen Beitrag zum Thema -Schiavo-geschrieben.Das dieser unbeachtet wird seit diese arme Frau verstorben ist macht mich wirklich traurig!



Hi Doktorfisch,

ich habe meinen Beitrag zu dem Thema geschrieben und habe kein Lust mehr dazu noch etwas zu sagen!

Es ist so gekommen wie es gekommen ist, nicht wie es kommen mußte! Ich habe kein Interesse darüber zu diskutieren, weil ich mir einige Meinungen dazu nicht ziehen kann!

Mir stinkt es immer wieder, wenn der Mensch ´lieber Gott´ spielen will!

Das soll es für mich dazu gewesen sein! Sorry!

viele Grüße von Sunfox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Christ und Reichtum?

Beitragvon Doktorfisch » Sa 16. Apr 2005, 22:21

@ sunfox
Da ich ein absoluter Neuling bin habe ich nicht alle Beiträge so unbedingt verfolgt!
Mein Beitrag stellt meine eigene Meinung dar.
Ich wäre froh wenn Du ergänzend zu meinem letztem Beitrag
einer der jenigen währest dem das Schicksal dieser Frau und der damit verbundenen Problematik nicht "egal" ist und dieses Thema nicht in der "Versenkung" verschwinden lassen
würdest!Das ist ein Globalthema!
Bitte zu diesem Thema auch auf dieser Seite äußern!
Lese doch bitte ganz genau was ich mit meiner Meinung sagen möchte und stimmt es denn nicht?
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