Antiamerikanismus

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Re: Weltuntergangsstimmung

Beitragvon J.Tanya » Mo 29. Mär 2004, 13:26

Shadow hat recht.

Wenn wir nicht Egos wären oder hätten.

Aber solche Egolosen, wo gibt es die zu betrachten?

Nicht mal Mutter Theresa könnte dies von sich behaupten.
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Re: Weltuntergangsstimmung

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Mär 2004, 14:11

@J.Tanya :
Shadow hat recht.

Wenn wir nicht Egos wären oder hätten.

Aber solche Egolosen, wo gibt es die zu betrachten?

Süss, echt süss; das wär schon fast wieder ein Zitat wert. Sag mal: Du bist wohl vollkommen in der Konsumwelt aufgewachsen?- Das eigene Ego zu kontrollieren (nicht zu eliminieren) wär Dir bisher wohl noch nicht eingefallen?-

Nicht mal Mutter Theresa könnte dies von sich behaupten.

Ein weiteres Indiz dafür, dass Du versuchst, Dich aus Deiner eigenen Verantwortung zu schleichen... :P ;)

Also wie Shadow den Nachschub für das Doppelte der heutigen Menschheit zusammen bringen möchte, ist mir ein Rätsel?-
Sollten diese Menschen dann in einer Art Wabenstöcke leben, damit daneben auch noch etwas Fläche für Plantagen vorhanden bliebe?- Also mir erscheint die Dezimierung des heutigen Bestands irgendwie realistischer. Bloss die Frage, wie dies statt finden wird... Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine Zeit kommen wird, in der die Menschen nicht mehr so alt werden wie heute. Ihre Körper werden wieder mehr durch Arbeit strapaziert und das Gesundheitssystem wird drastische Einschränkungen erleben...
Aber eben: Nichts weiter, als Spekulationen...

Weltuntergangsstimmung verbreitet sich immer wieder mal, wenn die einem bekannte, vertraute Welt vor grossen Veränderungen (Anpassungen?) stand. In einer solchen Zeit dürften wir uns auch im Moment befinden. Also ich schau der Zukunft freudig gespannt entgegen und hoffe, dass noch ein grosser Teil davon für mich übrig ist... ;)
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Re: keine Weltuntergangsstimmung

Beitragvon Nanuk » Di 30. Mär 2004, 20:09

Original von Wolfi
Also wie Shadow den Nachschub für das Doppelte der heutigen Menschheit zusammen bringen möchte, ist mir ein Rätsel?
Ganz einfach. Gentechnik und noch mehr LKW´s auf der Strasse.
Also mir erscheint die Dezimierung des heutigen Bestands irgendwie realistischer. Bloss die Frage, wie dies statt finden wird...
Tja, wie das stattfinden wird, weis ich auch nicht. Aber in der Offenbahrung steht einiges. Dass 1/3 des Wassers, 1/3 der Erde ...... verdorben wird.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine Zeit kommen wird, in der die Menschen nicht mehr so alt werden wie heute.
Vor kurzem hab ich einen Bericht vernommen, indem ein kalifornischer Wissenschaftler behauptet hat er habe ein Mittel um die Alterung der Menschen zu stoppen. - Na dann rücken wir mal ein bisschen näher zusammen auf unserem Planeten.
Also ich schau der Zukunft freudig gespannt entgegen und hoffe, dass noch ein grosser Teil davon für mich übrig ist... ;)
Ganz deiner Meinung :D. Aber wir müssen der Relität trotzdem ins Auge schauen.

Viele Grüsse
Nanuk
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Re: Weltuntergangsstimmung

Beitragvon J.Tanya » Di 30. Mär 2004, 20:14

Original von Wolfi



Nicht mal Mutter Theresa könnte dies von sich behaupten.

Ein weiteres Indiz dafür, dass Du versuchst, Dich aus Deiner eigenen Verantwortung zu schleichen... :P ;)



Wieso wie wo und überhaupt, wo schleich ich wohin
und wie kommt man darauf? :?

Bitte um genauere Erklärungen... Danke!





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doch nicht alles gut

Beitragvon Nanuk » Di 30. Mär 2004, 20:22

Original von Shadow
Für WEN ist es heute schlimmer?........."Es war noch nie so schlimm" bedeutet, dass die Bilanz ALLER Dinge unter dem Strich schlechter ausfällt. Das würde ich zum Beispiel aber schonmal nicht unterschreiben.
Dein letzter Satz könnte hierher rühren, dass du ohne dein zutun in der Schweiz geboren wurdest. Tatsächlich geht es uns immer noch sehr sehr gut. Aber wie sieht es im Rest der Welt aus? Gerade heute haben wir einen Bericht von Voice of America angeschaut. Darin wurde berichtet dass es immer mehr geschlechtsabhängige Abtreibungen gibt. "Normalerweise" werden auf 1000 Jungen, 950-955 Mädchen geboren. In vielen armen Regionen (wo auch eine Mitgift bezahlt werden muss) ist die Quote der Mädchen auf bis unter 800 gesunken. In den Slums werden Mädchen nach der Geburt getötet. Alleine in Indien werden schätzungsweise 6Mio geschlechtsabhängige Abtreibungen/Tötungen vollzogen. Mädchen sind ein Armutsrisiko.
Noch nie gab es in so vielen Regionen der Welt kaum mehr sauberes Trinkwasser. Die Umweltverschmutzung war noch nie so global.

Ich sehe also viele Punkte, die noch nie so arg waren wie heute.

Will heissen, beschweren kann sich jeder, aber wenn´s dir nicht passt steht es dir frei einfach zu gehn. (von ändern steht im englischen Text nix, deshalb hab ichs rauseditiert)
Ich geh jetzt mal nicht davon aus, dass du mich zum Suizid auffordern willst. - Aber der Spruch ist schon sehr hart. Er wird dich jedoch davon bewahren etwas an deinem Lebensstyl zu ändern.

Viele Grüsse
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Re: Mutter Theresa

Beitragvon Nanuk » Di 30. Mär 2004, 20:33

Original von J.Tanya
Wieso wie wo und überhaupt, wo schleich ich wohin
und wie kommt man darauf? :?

Bitte um genauere Erklärungen... Danke!
1. Mutter Theresa ist ein Synonym für Selbstaufopferung. Selbstaufopferung schliest egoismus quasi aus.

2. Wenn du nun Mutter Theresa Egoismus nachsagst, machst du den Egoismus zu etwas gutem.

3. Wenn du nun dasselbe tust, wie eine Weltweit geschätzte Persönlichkeit fühlst du dich besser.

So, dass ist der Weg wie man sich aus der Verantwortung schleichen kannst. - Ich sag jetzt nicht dass du das tust, dafür kenn ich dich zu wenig. - Aber mit den paar wenigen Zeilen hier im Forum lässt sich das schon denken. ;)

Achtung. Die Erklärung ist etwas überspitz. Aber es ging darum dir den Zusammenhang etwas zu zeigen

Viele Grüsse
Nanuk
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Re: Mutter Theresa

Beitragvon J.Tanya » Di 30. Mär 2004, 21:26

Mutter Theresa gab zu, dass sie täglich mind. 10x sündigte.
Trotz all der guten Taten.

Und auch gab Sie zu, dass sie dies auch für sich selbst tat.
Da sie eine Person (Mutter-STyle) ist, die sich gut
fühlt, wenn sie anderen helfen kann.

Was du mir unterstellst, schnall ich noch immer nicht,
werde darüber nachdenken und dies prüfen, merci.
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Re: Mutter Theresa

Beitragvon Shadow » Di 30. Mär 2004, 21:35

Nanuk: Aber genau darum geht´s doch. Als im Mittelalter hier mehr oder weniger das Grab der persönlichen Freiheit war, muss es den Afrikanern wesentlich besser gegangen sein. Kolonialzeit kam ja erst später.

Genau darauf will ich hinaus: Weil es uns so verdammt gut geht haben wir die Zeit uns alle "ärmeren" Länder leid tun zu lassen. Aber die Bilanz können wir nicht beurteilen, weil die Bilanz von einem unabhängigen Standpunkt gezogen werden muss. Keinder von uns weiss doch im Grunde, was für einen Afrikaner "gut" ist... wir wissen doch kaum, was unser Nachbar als "gut" empfindet. Darum ist die Aussage heute sei alles schlechter ziemlich anmassend. Man projeziert doch nur seine eigene Ansicht auf den Rest der Menschheit. Und da komme ich zu dem zweiten Zitat: Love it or leave it. Wem irgend etwas nicht passt, der kann dieser Sache ausweichen, aber man bezahlt auch nen Preis dafür. Wer nicht bereit ist den zu zahlen, der sollte sich auch nicht beschweren.

Dieser Preis kann die Mühe sein was zu verändern oder der Verzicht auf gewisse Annehmlichkeiten. Mit Suizid hat das gar nichts zu tun. Suizid ist für die Leute, die bereits gebrochen sind. Für diese Leute gelten gleich wieder ganz andere Regeln.

Dennoch komme ich auf den eigentlichen Inhalt des Posts zurück: Keiner von uns ist in der Lage die Gesamtheit der heutigen Situation zu erfassen. Das beginnt schon da, dass wir nichtmal wissen, welcher Standpunkt uns denn überhaupt ein objektives Bild vermittelt.

"Die Welt war noch nie so schlecht wie heute" rührt genau aus zweierlei Motiven/Gründen: Einerseits der totalen Arroganz jedes einzelnen, der glaubt alle Wahrheit für sich gepachtet zu haben und zweitens eine fadenscheinige Begründung für Weltuntergangsszenarien, mit denen man anderen Leuten Angst macht, damit diese wiederum ebenfalls daran glauben, was allein zum Ziel haben soll, dass man sich selbst dadurch bestätigt fühlt. Es sind niedere und verabscheuenswürdige Gründe, die zu solchen Aussagen führen.
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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon Nanuk » Di 30. Mär 2004, 21:48

Original von Shadow
Es sind niedere und verabscheuenswürdige Gründe, die zu solchen Aussagen führen.
Hoho Shadow, jetzt schiesst du aber scharf. Nur mit diesem Spruch, oder dem Hinweis dass das allein mein Standpunkt ist, hast du kein Argument in der Hand.

Unsere Umwelt war noch nie so beschädigt wie heute. Der Mensch verursacht tatsächlich Klimaänderungen die viel schneller ablaufen wie das, was wir aus der Geschichte ableiten können. Wir machen mit unserem Planeten ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

Für mich ist das keine Stimmungsmache mit dem Weltuntergang um anderen Angst zu machen. Wie du selbst weisst, habe ich in dieser und anderen Diskussionen selbst gesagt dass Angst ein schlechter Ratgeber und deshalb ein unlauteres Mittel zur Manipulation ist.

Aber wir verändern unseren Planeten halt schon sehr stark. Und dies tun wir zu selten zum Guten. - Dieser Tatsache müssen wir ins Auge sehen können, ohne Angst zu kriegen. Denn Angst lähmt, aber wir sollten etwas verändern können.

Viele Grüsse
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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon Shadow » Mi 31. Mär 2004, 08:03

Ok jetzt langt´s mir. Echt. Wozu schreibe ich eigentlich ein Bildschirm füllendes Post, wenn man genau den letzten Satz daraus nimmt und diesen kommentiert, als hätte der Rest gar nicht existiert?

*sigh* Also auf ein Neues: Du meinst also die Umweltverschmutzung sei ein Grund, dass heute alles schlechter ist. Wirklich? Das kommt jetzt aber auf die Studie an, die du fragst. So manche Studie sagt nämlich, dass solche Temperaturschwankungen in der Vergangenheit auch schon vorgekommen sind. Es könnte (!) also im Grunde ein riesen Zufall sein, dass die Durchschnittstemperatur genau dann steigt, wenn wir die Umwelt verdrecken.

Aber eigentlich ist das Nebensache. Ihr redet immer nur von Umweltverschmutzung, sozialer verelendung und Krieg als Argumente FÜR die Endzeit. Bitte, wenn ihr´s so sehen wollt. Ich sehe allerdings auch noch andere Dinge: Junge Menschen, die ihr Leben bei dem Versuch riskieren die Umwelt zu schützen (wie intelligent sie dabei vorgehen sei mal dahin gestellt, es geht jetzt um die Intention), anderen Menschen zu helfen oder die ihre gesamte Freizeit aufopfern um für etwas zu kämpfen, von dem sie glauben, dass es die Lebensqualität aller erhöht. Und ich rede hier von Nicht-Religiösen Leuten. Denn ganz ehrlich gesagt glaube ich, dass 90% aller religiösen Wohltäter sich damit sowieso nur einige Pluspunkte bei ihrem Gott erkaufen wollen.

Ich sehe Menschen, die sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit gegen die unverständige Masse und die berechnenden Führer stemmen und sich daran aufreiben, alleine deswegen weil sie glauben so für alle etwas positives bewirken zu können. Es sind solche Leute, die uns davor bewahren innerhalb von kürzester Zeit unsere gewonnene demokratische Freiheit wieder zu verlieren. Klar, auf lange Sicht werden sie utnerliegen, so lange die Masse nicht hinter ihnen steht.

Aber im Moment sieht es so aus, dass einige wenige mit der Welt machen was sie wollen, die Masse es aus Konsumbedüfnis ignoriert und einige Rebellen bis zum Letzten Widerstand leisten. Und genau darum ist heute nicht alles schlecht. Weil sich heute jedermann Gehör verschaffen kann, ohne um sein Leben zu fürchten. Jedenfalls bei uns.

Was mich wirklich stört ist, dass vieleLeute das Positive gar nicht mehr sehen wollen. Sie wollen nur das Schlechte sehen. Kennst du den Spruch "Die Jugend von heute"? Ich habe das jetzt schon des Öfteren gehört und gerade wenn es aus dem Mund von einem ungewaschenen, stinkenden, alten Sack kommt, der gerade einer 14-jährigen hinterher gegeifert hat, macht mich das krank. DEM finanziere ich den Ruhestand. Und er wagt es sich über meine Generation zu beschweren? Natürlich, einen anderen Lebensinhalt hat er ja nicht. Ausserdem wäre es ja höchstgradig unangenehm, wenn er zugeben müsste, dass SEINE Generation erst den Grundstein für die aktuellen Zustände gelegt hat.

Du siehst also, wir sind bei der ganzen Beschwererei wieder bei den niederen Beweggründen. Bei Christen ist es aber noch wesentlich schlimmer. Eigentlich alle mir bekannten Christen, die an die Endzeit in wenigen Jahren glauben, proleten über die Schlechtigkeit der heutigen Welt und blenden alles aus, was irgendwie positiv ist und von Nichtchristen kommt. Gleichzeitig aber werden alle halbwegs gemeinnützigen Taten aus christlichen Lagern hochgejubelt.

Weisst du, was ich glaube? Diese Menschen brauchen das. Denen geht´s so beschissen, dass sie sich derart belügen müssen "Ich habe kein Geld, keine Freundin und keinen Job. Aber das brauche ich ja auch gar nicht, weil Jesus für mich sorgt. Sieh mal wie christlich ich bin! Ich habe zwar in diesem Leben versagt, aber werde im Nächsten für dieses versagen belohnt!" Das Christentum, wenn es so gelebt wird, ist eine Religion der Versager, die sich über dieses Leben hinwegtrösten wollen. Sie müssen mit solchen "Alles ist Schlecht" Reden alle um sich herum erniedrigen, damit sie sich halbwegs wertvoll fühlen.

Und DAS meine ich mit niederen Beweggründen.
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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon Caroline » Mi 31. Mär 2004, 17:08

So ich hab mir jetzt deinen Bericht durchgelesen... *gg*!

Da fällt mir aber eigentlich nur ein wunderschönes Zitat ein:

Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, Und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

(Friedrich Christoph Oettinger 1702-1782)

Aber lieber Shadow, mit Vorsicht zu genießen, denn es ist ein "Gebet"!!! :P ;)
(nit böse sein, ich konnte mir diesen Satz nit verkneifen... :D )

Viele liebe Grüße

Caro

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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon Nanuk » Mi 31. Mär 2004, 19:23

Hallo Shadow

ich hab den ganzen Text gelesen, wirklich ;) . Du hast dir darin auch noch ein wenige den Frust von der Seele geschrieben. Aber du kennst ja meine Haltung denen Gegenüber die zur Zeit mit der Weltpolitik ihre Spiele treiben. Da ist mein Standpunkt gar nicht so weit von deinem entfernt. Da bin ich mit vielem einverstanden, auch wenn meine Haltung eine etwas andere ist. - Deshalb hab ich diesen Thread ja auch mal eröffnet. Aber jetzt sind wir schon sehr weit vom Thema weg.
Dennoch möchte ich etwas zu deinem letzten Abschnitt sagen. Aus Platzgründen nehme ich wieder mal deinen letzten Satz. (Glaub mir, ich hab auch bei deinem letzten Post alles gelesen. Aber nach einigen Wiederholungen aus deinem Vorletzten hab ich mich nur auf das wirklich neue konzentriert.)

Original von Shadow
Und DAS meine ich mit niederen Beweggründen.


Du nennst uns Christen also allesammt Versager. - Naja ... das ist Dein ganz persönlicher Standpunkt. - Da machst du genau das, was du mir vorwirfst. Du drückst die Christen runter, damit du etwas höher bist. Du nimmst einen winzigen Teil deines Blickfeldes und verallgemeinerst das. - Glaub mir, ich kenne viele Christen. Und etliche davon sind "aus Sicht unserer Gesellschaft" erfolgreiche Persönlichkeiten. Anderseits ist Jesus der Zufluchtsort für die Armen und Schwachen.

Viele Grüsse
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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon resres » Mi 31. Mär 2004, 19:38

shadow will ich zugute halten, dass er ein bild der christen porträtiert, das er und bestimmt viele andere haben. kann denn daran so vieles falsch sein? leider hat er in dem allermeisten recht, so kommt´s rüber und, schlimmer noch, oft ist´s auch wirklich das denken und handeln. ich bin noch ganz froh über zwei dinge:
1. dass auch nanuk´s standunkt in vielem nicht so weit entfernt ist
2. dass shadow, um nur einen fett markierten textteil aus dem zusammenhang zu reissen ;) , sagt, "wenn es so gelebt wird". denn es gibt m. e. glücklicherweise auch noch andere, die es anders sehen und zu leben versuchen.
(und damit sind wir nun endgültig weit vom original thread entfernt, aber interessant ist es allemal.)
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Re: Weltuntergangsstimmung

Beitragvon Wolfi » Do 1. Apr 2004, 06:46

@J.Tanya :
Wieso wie wo und überhaupt, wo schleich ich wohin
und wie kommt man darauf? :?

Ich hab doch geschrieben: aus der eigenen Verantwortung versuchst Du Dich zu schleichen. Und wie ich darauf komme:
Wenn Du schreibst, dass noch nicht mal diese Persönlichkeit es schaffte, dann deutet das für mich darauf hin, dass Du´s erst gar nicht zu versuchen bräuchtest...
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Re: Weltuntergangsstimmung

Beitragvon J.Tanya » Do 1. Apr 2004, 08:04

Original von Wolfi
@J.Tanya :
Wieso wie wo und überhaupt, wo schleich ich wohin
und wie kommt man darauf? :?

Ich hab doch geschrieben: aus der eigenen Verantwortung versuchst Du Dich zu schleichen. Und wie ich darauf komme:
Wenn Du schreibst, dass noch nicht mal diese Persönlichkeit es schaffte, dann deutet das für mich darauf hin, dass Du´s erst gar nicht zu versuchen bräuchtest...



Ok, diese Anschuldigung, oder soll ich Feedback sagen?
ist durchaus nicht von der Hand zu weisen.

Klar, sollte die Frau M.T. (wie hiess die eigentlich richtig?) nicht als Ausrede herhalten, damit ich mich davon schleichen kann.

Eigentlich wollte ich damit sagen, dass wenn nicht mal die Mutter Theresa sündlos ist, wie sollen dann 14 000 000 000
Leute auf dieser ERde möglich sein?

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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon J.Tanya » Do 1. Apr 2004, 08:10

Original von Shadow

"Ich habe kein Geld, keine Freundin und keinen Job. Aber das brauche ich ja auch gar nicht, weil Jesus für mich sorgt.



Ich kenne sehr viele Christen, die haben einen überdurchschnittlich gutbezahlten Job, schöne Frau, Kinder, und Haus. So dass ich manchmal grad das Gegenteil denke:

Nämlich: Kann ein Reicher Christ sein?
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Re: keine Weltuntergansstimmung

Beitragvon Echse » Do 1. Apr 2004, 13:35

Original von Shadow

"Ich habe kein Geld, keine Freundin und keinen Job. Aber das brauche ich ja auch gar nicht, weil Jesus für mich sorgt.



Hey, ist doch wunderbar wenn man so denken kann!

Ein anderer wäre todunglücklich und unzufrieden in der selben Situation und würde das an sich selbst und andern auslassen, und sich schlimmstenfalls noch etwas antun.

Da gefällt mir dein Beispiel wesentlich besser.



MfG
EChSe
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Internationaler Strafgerichtshof

Beitragvon Taube » Do 6. Mai 2004, 12:07

...angesichts der Vorkommnisse in den ameikanischen Gefangenenlager in Irak wird es verständlich, dass sich die USA weigerte, dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten!
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Internationaler Strafgerichtshof

Beitragvon Wolfi » Sa 8. Mai 2004, 07:08

Was ist von Entschuldigungen zu halten, die erst unter Druck über die Lippen gebracht werden? (Bush, Rumsfeld) Müssen die armen Ami´s wirklich bis zu den Wahlen mit diesen 2 Teufeln (nicht zu vergessen, dass es auch noch eine Teufelin um Bush herum gibt) leben, oder wäre da eine Absetzung möglich?- Wie wäre das korrekte Vorgehen, um diese gefährlichen Typen ihrer Macht zu entheben?
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Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Alfred_hofmeister » Di 22. Jun 2004, 16:29

Nachdem die US-Kriegsherren am Samstag einen "präzise Hinrichtung" versucht haben und dabei 22 Menschen im Irak, darunter Frauen und Kinder in die Luft sprengten, ähneln sich die Bilder aus dem Irak mehr und mehr jenen aus Palästina (sogenannte "extralegale Hinrichtungen" z.b. Scheich Yassin, Rantisi)
Dazu ein Artikel aus demWiderstandsreport

Am Checkpoint - Der irakische Belagerungszustand

In den Straßen des Iraks ist Trauer zu sehen. "Unsere Herzen bluten wenn wir diese Checkpoints an all unseren Straßen sehen, unsere Straßen, die immer sauber und schön waren," sagt Aghadeer. Bagdads Straßen sind nun voll von Stacheldrahtzäunen und drei Meter hohen Barrikaden, die Kazim an Palästina erinnern.

"Warum durchsuchen Sie unser Auto?" , fragte Yasser Anas* einen US Soldaten an einem Checkpoint in al-Dorah in Bagdad.
"Halts Maul," antwortete der Soldat.
"Das ist kein verbotenes Gebiet. Ich breche nicht das Gesetz. Ich bin nur hier um meinen Freund da drüben abzusetzen. Ich bin in zwei Minuten wieder zurück."
"Sprich nicht mit mir," befahl der Soldat und stößt Yasser zur Seite.
"Ich hasse nicht die amerikanischen Menschen aber diese Aktionen…"
"Wenn du wieder sprichst, werfe ich dich ins Gefängnis."
US-Soldaten durchsuchen die Schultaschen von irakischen Schulmädchen bei einemCheckpoint in Bagdad

An Checkpoints sprechen amerikanische Soldaten nicht viel mit Irakern, sie handeln: sie durchsuchen Leute und Autos, sie richten ihre Waffen auf irakische Ziele und manchmal töten sie Menschen oder verbrennen Autos.
Nun sind Checkpoints über den ganzen Irak verbreitet, gewöhnliche Iraker treffen täglich auf sie. "Allah ma´ak (Möge Gott mit dir sein), wir sagen es immer jemandem bevor wir das Haus verlassen" , sagt Aghadeer Mohammed, eine irakische Journalistin.

"Wenn man sich einem Checkpoint nähert, werden Waffen gegen Iraker gerichtet…sogar gegen meinen zwei Jahre alte Sohn richteten sie ihre Waffen und durchsuchten ihn. Wie geht es einem Kind dabei wenn es ein Maschinengewehr auf seinem Gesicht spürt? Das ist beängstigend, vor allem für Frauen und Kinder."
Nicht nur beängstigend, sondern auch erniedrigend. "Erniedrigend, weil das meine Nachbarschaft ist, weil das mein Land ist. Dass er (der Besatzer) es abriegelt (durch Checkpoints) und es uns wegnimmt ist untragbar," verdeutlicht Ahadeer. Iraker sind würdevoll und stolz, sie akzeptieren keine fremden Soldaten die ihren Körper durchsuchen und ihnen Erlaubnis oder keine Erlaubnis geben sich von einem Ort zum anderen Ort in ihrem eigenen Land zu bewegen. Aber an den Checkpoints haben sie keine Wahl.

"Amerikanische Soldaten agieren in einer wilden Manier, sie machen von ihren Waffen schnell gebrauch, und wir alle bereiten uns darauf vor sie nicht zu verärgern," sagt Kazim Ghagrash, Aghadeers Ehemann, der ebenfalls Journalist ist. Kazim hat mit Human Rights Watch für den World Report 2004 zusammengearbeitet: "An den Checkpoints...sind gereizte US Soldaten mit erschreckender Geschwindigkeit zu tödlichen Kräften geworden...die Zivilisten in Gefahr bringen." So können die Iraker, die die Befehle der Besatzer befolgen müssen, nur "mit Unzufriedenheit in ihren Augen auf die US Soldaten an den Checkpoints blicken" , während in ihnen das Blut kocht.
Permanente und mobile Checkpoints verbarrikadieren die Straßen der Städte und riegeln sie von den Nachbarstädten ab, was schwere Verkehrsstaus verursacht. Der Zweck von vielen "Checkpoints" ist es nicht Passanten zu durchsuchen, sondern den Durchfluss der irakischen Autos zu stoppen während die Besatzungstruppen passieren. Hunderte Autoinsassen müssen stundenlang warten bis sie zu ihrer Arbeit oder in die Schule gelangen können. "Sie interessieren sich nicht dafür, dass die Checkpoints die Straßen blockieren und ich zur Arbeit muss, es ist ihnen vollkommen gleichgültig," sagt Kazim. "Manchmal lassen sie mich mit meinem Auto durch, wenn nicht, gehe ich zu Fuß zu meiner Arbeit".
Ein anderer Iraker, Salam Inibi, ein Computeringenieur, arbeitet auch als Fahrer für einige NGOs. Jeden Tag fährt Salam mit seinem Auto durch die Straßen Bagdads, jeden Tag muss er in seinem Kopf eine Straßenkarte für Straßen zeichnen, die er befahren kann ohne in Checkpoints zu gelangen.
Er kann ihnen dennoch nicht entkommen. Auf der Autobahn Al-Mahmoudiya - Al-Haswa, musste er in seinem Auto vier Stunden lang warten. Da er Englisch sprechen kann, wagte er es einen amerikanischen Soldaten nach der Ursache des Staus zu fragen. "Manchmal veranlassen mich die Gründe die sie mir dafür nennen, mir zu wünschen, ich könnte nicht Englisch sprechen" , sagt Salam, "weil es Gründe sind die einen aufregen und die Dummheit derer aufzeigen, die sie erlassen. Weil sie wie die Entschuldigungen sind, die man Kindern gegenüber äußert."
"Wir versuchen die Straße zu blockieren, damit die Autos danach leichter voran kommen", war eine der Antworten eines Soldatens auf Salam´s Frage. Ein anderer antwortete verwirrt: "Wenn ihr die Autos verlasst, versammeln sie sich auf den Straßen, wenn man die Straße blockiert, werden sie zusammenrücken." Salam und zwei weitere Journalisten in dem Auto mussten den ganzen Weg bis nach Najaf über die Antwort des Soldaten lachen.
Vielleicht war die Antwort die Salam erhalten hat nur lächerlich. Andere amerikanische Soldaten würden in einer viel aggressiveren Art antworten. Eyad Mansour*, ein irakischer Zahnarzt, kam mit seinem Cousin an einen Checkpoint, der einem US-Soldaten sagte, "Ihr verursacht Verkehrsstaus!". Eine Tatsache. Der Soldat begann alle Iraker zu verfluchen, und holte seinen Kollegen hinzu. Dieser sagte: "wir hätten diese Sch---- aus diesem sch----- Land bomben sollen."
"Dann zerrten sie uns aus dem Auto und durchsuchten uns und unser Auto gründlich, einfach weil wir ihnen sagten, dass sie Verkehrsstaus verursachen. Wir verspäteten uns sehr durch sie und sie verursachen uns dadurch Probleme". Eyad sagt "es scheint, dass einige der Soldaten den Irak und die irakischen Menschen wirklich hassen." Und es scheint, dass "die amerikanischen Soldaten kein Problem darin sehen Iraker stundenlang aufzuhalten, sogar bei den heißen sonnigen Temperaturen," sagt Ahmed, ein Student der Politikwissenschaften an der Universität Bagdad.
Zumindest Eyad und sein Cousin erhielten eine Antwort, auch wenn es eine obszöne war.
Bei Jaber Ali*, einem irakischen Dolmetscher ist der Fall anders: "Wenn du sie fragst, antworten sie dir nicht. Sie sehen dich nur provokativ an oder sie winken mit ihren Händen in einer Art und Weise, die die irakischen Bürger als respektlos bezeichnen, in einer erniedrigenden Art und Weise." Die irakischen Bürger werden dazu genötigen im Angesicht der Erniedrigung stillzustehen. "Sie töten jeden, der ihre Regeln nicht befolgt. Wirklich sie töten ihn und verbrennen sein Auto." Sie töteten Jabers Schwager, Karim Hatem Balboukh, einen 40-jährigen irakischen Fahrer. Ende November 2003 fuhr Karim seinen Kia auf seinem Weg nach al Taji, zur Gasfabrik nördlich von Bagdad, um irakische Arbeiter von der Fabrik abzuholen und sie nach Hause zu bringen. Er sah den Checkpoint in der Gegend von al Taji nicht. "Man konnte nicht einmal seine eigene Hand sehen, es war 22.00 Uhr und sehr dunkel, weil diese Gegend eine offene, ländliche Gegend ist," sagt Jaber. Karim konnte an dem Checkpoint, den er nicht sah, nicht anhalten. So wurde er erschossen und verbrannt.
Ein Einzelfall? Nein. Es gibt eine Reihe dieser traurigen Geschichten. Human Rights Watch berichtete beispielsweise von der Geschichte Adil `Abd Al-Karim Al-Kawwaz und seiner Familie. Adil wusste nichts von der Existenz eines mobilen Checkpoints und konnte so auch nicht daran anhalten, die US-Soldaten eröffneten das Feuer auf ihn, Adil und drei seiner Kinder wurden dabei getötet, das jüngste Kind war acht Jahre alt.
Viele Iraker werden wegen der Unsichtbarkeit der Checkpoints im Dunkeln erschossen.
Andere sterben wenn Soldaten "Handsignale oder verbale Befehle verwenden, die die Iraker nicht verstehen können. Manchmal mit fatalen Folgen," sagte Human Rights Watch in seinem Report 2004.
Die Gefahr die die amerikanischen Soldaten für die Iraker an Checkpoints darstellen wurde von einer amerikanischen Lehererin und Schrifstellerin die den Irak im April 2004 besuchte porträtiert. Aisha Robertson stieß auf ihrem Weg nach Bagdad auf eine Straßenblockade, wobei weder sie noch ihr Fahrer wussten ob sie passieren könnten oder nicht. Ein amerikanischer Soldat winkte mit seiner Hand in ihre Richtung "aber es war nicht klar was er meinte - sogar ich als Amerikanerin konnte nicht verstehen was er mit diesem Winken meinte. Wir konnten nicht verstehen ob wir nun passieren können oder nicht. Ich musste sofort an die vielen Iraker denken die sterben mussten als sie sich Straßensperren wie diesen näherten."
In den Straßen des Iraks ist Trauer zu sehen. "Unsere Herzen bluten wenn wir diese Checkpoints an all unseren Straßen sehen, unsere Straßen die immer sauber und schön waren," sagt Aghadeer. Bagdads Straßen sind nun voll von Stacheldrahtzäunen und drei Meter hohen Barrieren, die Kazim an Palästina erinnern.

US Soldaten errichten mobile Checkpoints immer dann, wenn sie beschließen sich weiterzubewegen, sie kümmern sich nicht darum aufzuräumen, sorglos hinterlassen sie den von ihnen verwendeten Stacheldrahtzaun und hängen ihren Müll daran auf. Kazim beschreibt die Landschaft als "durcheinander gebracht ", er beklagt, dass seine Stadt Bagdad "ihre Schönheit verloren hat ." Es war einmal "der schönste aller Plätze, der bekannt war als grün uns sauber ." Nun ist es wie ein "Militärcamp" für Aghadeer und Kazim.
Die Überbleibsel der Checkpoints sind Souvenire, sind Erinnerung an die Besetzung ihres Landes. Durch Checkpoints "erinnern uns die Truppen daran, dass wir unter Belagerung sind ", bemerkt Dr. Ali, ein irakischer Psychiater. Kazim sagt, dass "das Ziel ist zu sagen: ‚wir sind hier´ ", vorwiegend in einem Land das nicht ihres ist, in dem sie den Staatsangehörigen ihren Willen aufzwingen wollen.
Manche Iraker haben ihre lebenslange Heimat verlassen, sie flohen vor den harten Verfahren die sie ertragen müssen, nur um eine Nachbarschaft zu betreten oder zu verlassen. Viele Familien, die in der sogenannten "Grünen Zone" lebten, verließen die Gegend, die nun von "Stacheldraht- und Kettenzäunen, Erdwällen, Gräben und bewaffneten Checkpoints" eingeschlossen und durchschnitten sind, wie GlobalSecurity.org berichtet. Sie konnten es nicht ertragen in einer Gegend zu leben, die nun "wie unter Belagerungzustand aussieht ". Ohne eine von den US-Kräften ausgestellte Erlaubnis kommt man nicht in die "Grüne Zone" "Manchmal verwehren sie dir den Durchlass. Sogar wenn man eine Erlaubnis hat", betont Aghadeer.
Als Journalistin ging Aghadeer von 1984 an regelmäßig in die Grüne Zone, doch nun nicht mehr. Die Besatzer lassen sie nicht hinein. "Unter Saddams Herrschaft war die Gegend komplett offen, es gab Wohnviertel, eine Klinik, Schulen ...(jetzt) kann ich Angst in den Gesichtern der Schüler und Lehrer sehen, die die Grüne Zone passieren ".
Es bleibt abzuwarten welche Rolle die Amerikaner in den Straßen Iraks nach der "Machtübergabe" spielen werden. 138 000 Soldaten werden nach dem 30. Juni im Irak bleiben. Ohne Rücksichtnahme auf das würdevolle irakische Volk, das die US-Abscheulichkeiten an den Checkpoints - die Erniedrigungen, die Angst, und den Tod der Geliebten, durch die Hand gereizter Soldaten, deren Fehler Unschuldigen das Leben kostet - weder vergeben noch vergessen wird.


* Name geändert, um vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen durch die Koalitionstruppen zu schützen.

** Basierend auf Telefoninterviews mit Irakern

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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Florian T » Di 22. Jun 2004, 16:33

Hallo,

tja, was ist aus den Gründen für den Krieg geworden: Dahin und verschwunden, einer nach dem anderen. Keine Verbindungen zu 911, keine zu Alquaida, keine Massenvernichtungswaffen...

und hinterher? Ist die Welt jetzt besser als vorher? Oder ist sie nicht eher ein unsicherer Platzt geworden. Nicht nur für die Iraker, sondern für alle Menschen. Was hat dieser Krieg also gebracht?

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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Taube » Di 22. Jun 2004, 16:52

...zumindest hat es mal klar aufgezeigt: die Machtarroganz einiger in der Schaltstellen der Grossmacht USA.


Ein Präsident (der auch deutlich sagt, es sei Christ), der sich aufgemacht hat in den Osten, und zeigen wollte, was das christliche Abendland zu bieten hat: Verletzung der Menschenrechte en masse: Folterungen, die nicht Einzelfälle geblieben sind; Einkerkerungen über Jahre ohne Anklage; falsche Vorwürfe über Verbindungen zum Terror; einfach alles, was dem Westen Freunde bringt.

Aber schuld ist natürlich an der ganzen Chose: der Islamismus, teilweise früher noch unterstützt von, ja von wem wohl!

Ich glaube, die Vorstellung des westlichen Systems im Nahen Osten ist gelungen. Es wird auch dort gelehrige Schüler haben, was Demokratie nach westlichem Muster alles beinhalten kann. Ich meine, für die Sicherheit auf lange Sicht hat das nichts gebracht, im Gegenteil.



Gruss Taube


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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon bössi » Di 22. Jun 2004, 17:49

Hallo zusammen

Original von Alfred_hofmeister
Nachdem die US-Kriegsherren am Samstag einen "präzise Hinrichtung" versucht haben und dabei 22 Menschen im Irak, darunter Frauen und Kinder in die Luft sprengten, ähneln sich die Bilder aus dem Irak mehr und mehr jenen aus Palästina (sogenannte "extralegale Hinrichtungen" z.b. Scheich Yassin, Rantisi)
Dazu ein Artikel aus dem...............


Mir ist aufgefallen das zu diesem Thema ja seit dem: 08.05.2004, 17:03 nichts mehr geschrieben wurde zum Ursprünglichen Thema: Antiamerikanismus. Den ja wie Ihr alle wist bin ich überhaupt nicht von eurer Meinung begeistert, und kann eure Äusserungen nicht unterstützen das alle gegen die USA sind

Doch ja ihr habt ja ein neues tolles Mitglied (Alfred_hofmeister) erhalten der euch zu diesem Thema mächtig stärkt. Und noch mit einem gewaltigen neutralen Link . Trotzdem Herzlich willkommen Alfred_hofmeister.

Ich finde es einfach schade das so negativ gesehen wird was die USA macht. Ihr vergesst eines. Alles Soldaten die dort in den Irak mussten, die sind nicht freiwillig dort, und währen auch sehr gerne bei ihren Familien. Alles wird der USA in die Schuhe geschoben. Doch habt ihr euch schon mal gefragt wer Tag täglich Selbstmordattentate veranstaltet, und Leute umbringt die eigentlich geschickt wurden um Demokratie, und Freiheit zu bringen?

Doch ja immer nur die ARMEN Iraker!!!!!!!!!!!!!!!!!

Doch ja alles was der Islam und so weiter macht scheint ja alles in Ordnung zu sein. Das ist auch eine Meinung. Ah ja ich habe da wahrscheinlich was vergessen, beim Islam heisst es vermutlich nirgends: Du sollst nicht töten……………

Gruss yakuza

PS
Dieser Link wo da beigefügt ist, sollte sowieso gelöscht werden.
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Taube » Di 22. Jun 2004, 18:39

Original von yakuza

...

Gruss yakuza

PS
Dieser Link wo da beigefügt ist, sollte sowieso gelöscht werden.

...Link könnte schon gelöscht werden. Da amerikanische Medien, allen voran die "The New York Times", sich in Selbstkritik geübt haben, und zugegaben, dass sie unkritisch einfach die Nachrichten von der Regierung übernommen haben, gibt es jetzt auch wieder von amerikanischer Seite genügend seriöse Quellen, welche langsam aufzeigen, wie und was abgelaufen ist: Peinlich genug für eine Vorzeigedemokratie, welche seit Jahren Schulmeister in Menscherechtsfragen spielt. ...und daneben Folter- und Terrorkurse für südamerikanisches Militärs gegeben: http://www.guardian.co.uk/waronterror/story/0,1361,583254,00.html



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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Taube » Di 22. Jun 2004, 18:46

Hier noch ein Link von einer Übersetzung vom oben erwähnten Artikel der britischen Zeitung "Guardian": http://www.politikforum.de/forum/archive/27/2004/05/2/60488
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Shadow » Di 22. Jun 2004, 20:06

QUOTE]Original von Shadow
yakuza:[ Iraker haben meines Wissens noch nie Selbstmordattentate durchgeführt oder jedenfalls nie in einer organisierten Art und Weise. Du verwechselst das mit den Palästinensern... und das bringt mich auch gleich zum Punkt: Du hast nicht den blassesten Schimmer wovon du sprichst.
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon bössi » Di 22. Jun 2004, 20:30

Original von Shadow

yakuza: Iraker haben meines Wissens noch nie Selbstmordattentate durchgeführt oder jedenfalls nie in einer organisierten Art und Weise. Du verwechselst das mit den Palästinensern... und das bringt mich auch gleich zum Punkt: Du hast nicht den blassesten Schimmer wovon du sprichst.

Na noch schnell den Beitrag abgeändert??? War doch unter der Gürtellinie, oder?

Doch das eines klar ich bei den Selbstmordattentäter spreche ich ganz klar von den Irakern, oder sonst den rechtsextremen Leuten dort. Damit meine ich die Leute die diese Anschläge mit Autobomben und so auf ihr eigenes Folk, und auf Ausländer machen. Nur das Du siehst das ich hier nichts verwechsle. Also ich denke ein klein bisschen weis ich wovon ich spreche.
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon resres » Di 22. Jun 2004, 23:58

yakuza, bei allem respekt für deine meinung - eigentlich. aber du argumentierst meines erachtens - und das hatten wir doch schon - als wärst du naiv und würdest mit geschlossenen augen und ohren durch die welt gehen.
lies doch nochmals deinen eigenen beitrag laut durch und vergleiche ihn mit den "neutralsten" quellen, die du nur finden kannst ...
quizfrage: wo haben sich halb- und unwahrheiten eingeschlichen ;)


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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon fugu » Mi 23. Jun 2004, 01:27

Original von yakuza
Den ja wie Ihr alle wist bin ich überhaupt nicht von eurer Meinung begeistert, und kann eure Äusserungen nicht unterstützen das alle gegen die USA sind

Yak, etwas differenzierter hätte es schon sein dürfen. Ich zumindest finde es äusserst uninteressant (um nicht zu sagen hinterwäldlerisch), "für" oder "gegen" irgend ein Land zu sein. Ich würde mich also gerne von deiner Beurteilung ausnehmen.

Ihr vergesst eines. Alles Soldaten die dort in den Irak mussten, die sind nicht freiwillig dort, und währen auch sehr gerne bei ihren Familien.

Das mit den Familien stimmt wohl, aber dass sie nicht freiwillig dort seien will mir nicht ganz einleuchten. Das US-Militär basiert doch immer noch auf freiwilliger Teilnahme, oder? Einen Einsatz im Ernstfall sollte man doch schon in Betracht ziehen, wenn man sich einschreibt. Ich verstehe zwar die Klagen jener, die nach einem knappen Jahr ihres Dienstes überdrüssig sind - das ginge mir genauso. Aber genau darum würde ich mich nicht nie freiwillig melden.

Doch habt ihr euch schon mal gefragt wer Tag täglich Selbstmordattentate veranstaltet, und Leute umbringt die eigentlich geschickt wurden um Demokratie, und Freiheit zu bringen?

Das Problem mit Freiheit und Demokratie ist, dass das kostenlose Absichtserklärungen seitens der USA sind, um ihr Gesicht zu wahren. Verhalten tun sie sich wie eine Besatzermacht. Dreimal darfst du raten, welche Sprache einem Extremisten verständlicher erscheint ...

Gruss / fugu
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Taube » Mi 23. Jun 2004, 07:29

Die US-Regierung hat erstmals eingeräumt, zeitweise die Anwendung brutaler Verhörmethoden gegen US-Gefangene in Irak und auf Kuba erlaubt zu haben. Präsident Bush wehrt sich jedoch gegen Vorwürfe, er habe Folter angeordnet.
Quelle: http://www.ftd.de/pw/in/1087555692038.html

Anscheinend hat Bush es anscheinend akzeptiert, dass er in Kriegszeiten die "Genfer Konventionen" aussetzen könne. Ja wofür sind denn die "Genfer Konventionen", wenn nicht für die Kriegszeiten! Dieses erschreckende Denken einer Grossmachtregierung verheisst nichts Gutes für eine friedlichere Zukunft, das verheisst auch nichts Gutes für die Menschenrechte.

Die minimalsten Regelungen im Kriegsfall wollen von Regierungstellen in USA bewusst gebrochen werden. Natürlich werden die Verträge nicht offiziell aufgekündigt, es wird einfach gebrochen: Jegliche rechtsstaatliche Prinzipien werden verletzt.

Kritik an vielen anderen Unrechtsstaaten (der jährliche Amnesty International Bericht zeigt die schreckliche Lage ständig auf) von Seiten der USA sind im Prinzip zwar wahr, aber wird in Zukunft nicht mehr ernst genommen. Zu stark und pervers leichtfertig setzen sich amerikanische Regierungstellen über internationale Regelungen hinweg.


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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Florian T » Mi 23. Jun 2004, 07:56

Hallo Yakuza,

ist es Antiamerikanismus festzustellen, dass die Gründe, die die USA für den Krieg genannt haben, falsch sind? Ist es Antiamerikanismus festzustellen, dass man dort meint, sich über jegliches internationales Recht hinwegsetzen zu können?

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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Shadow » Mi 23. Jun 2004, 08:34

yakuza: Tseh, darfst Bigbird danke sagen... Mami hat ihr kleines Christlein vor dem bösen, ollen Shadow beschützt, damit er sich auch ja nicht angegriffen fühlen muss... kleine Info am Rande. Ich halte dich und vor allem deine Meinung, für Nebensächlich. Extremisten dürfen in einer Diskussion kein Gehör finden.
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon prim_ass » Mi 23. Jun 2004, 09:42

Original von Shadow
yakuza: Tseh, darfst Bigbird danke sagen... Mami hat ihr kleines Christlein vor dem bösen, ollen Shadow beschützt, damit er sich auch ja nicht angegriffen fühlen muss... kleine Info am Rande. Ich halte dich und vor allem deine Meinung, für Nebensächlich. Extremisten dürfen in einer Diskussion kein Gehör finden.


Soviel zur Meinungsfreiheit,...

Da haben die US Amerikaner verfassungsmäßig uns alten
Euopäern (und auch gerade dem deutschsprachigen Raum)
einiges voraus.
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon drucker » Mi 23. Jun 2004, 09:50

Stellt euch vor, die Buddhisten stürmen die Christen. Sie setzten uns mit Macht unter druck, den Glaube an zu nehmen. Würden alle Christen sagen "jaja, werden wir hald Buddisten.

Klar wird im Irak einen Glaubenskrieg geführt. Weshalb sonst kämpfen die Iraker immer noch mit Herz. Auch wenn`s nicht offensichtlich ist...

lg d.
"...jaja, das Herz kann nicht wissen,
darum lebe!"
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon stuermerschreck » Mi 23. Jun 2004, 10:00

Original von yakuza
Dieser Link wo da beigefügt ist, sollte sowieso gelöscht werden.


Bitte, bitte keine Relativsätze mit "wo" einleiten, da bekomme ich eine Gänsehaut.
Ich erinner mich gern an diese Zeit, eine Zeit, die man nie vergisst! *1980 - †2005

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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Florian T » Mi 23. Jun 2004, 10:12

Hallo Stürmerschreck,

Auf der Straße, wo die Autos fahren,...
In Rom, wo die Römer wohnen,...
Auf Seite 13, wo die Definition steht,...
Im Palast, wo der König wohnt,...

Du siehst, es geht, auch ohne Gänsehaut :D :D

Florian
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon stuermerschreck » Mi 23. Jun 2004, 10:59

Original von Florian T
Hallo Stürmerschreck,

Auf der Straße, wo die Autos fahren,...
In Rom, wo die Römer wohnen,...
Auf Seite 13, wo die Definition steht,...
Im Palast, wo der König wohnt,...

Du siehst, es geht, auch ohne Gänsehaut :D :D

Florian


*gg*

Na gut, hast gewonnen. :D
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Marita » Mi 23. Jun 2004, 16:08

Hmmm…müssen im ach so "fairen und ausgewogenem Europäischen Gerichtshof" wieder mal die bösen Amis hinhalten. Können wirklich nur Bilder von Ungezogenheit der Amis aus Abu Ghraib gezeigt werden weil sie "nicht so schlimm" und nicht unanschaubar sind, was aber unter Saddam´s Wache passierte kann nicht besichtigt werden weil es eben so abscheulich ist und uns krank macht? So können wir Videos sehen und die Amis in Fetzen reissen, können aber nicht sehen wen wir da ausser Kraft gesetzt haben :?

Ich frage Euch alle, warum kein Gleichgewicht? Saddam´s Henker haben zu Ehren ihres Führer´s Videos der Greueltaten gemacht um als Wochenschau zu dokumentieren. Aber diese schrecklichen Bilder sind weder auf Amerikanischen noch auf Europäischen TV Nachrichten gezeigt worden. Tatsache sogar ist, dass bei einer Vorführung beim "American Enterprise Institute http://www.aei.org/ sich lediglich vier oder fünf Reporter zeigten (die aber den Magen diese schrecklichen Greueltaten zu sehen auch nicht hatten). Weder die Entköpfung eines Nick Berg noch Danny Pearl noch des Südkoreaner noch den von al Qaeda Operativen in Stücke zerrissenen US Kontraktor in Fallujah wurden ausgestrahlt. Aber allerwelts sind endlos Photos der Abu Ghraib Demütigung durch 12 US Truppen gezeigt. Warum?

Weil…der übergrosse Hass auf den Menschen "Bush" ihre Augen und Ohren schliessen lässt und sie damit hoffen, dass Bush dadurch verlieren würde? Der Pentagon hat haufenweise Filmmaterial von Saddam Schreckenstaten. So sieht die Welt aber nur Bilder von US Vernehmungsbeamter mit Hunden um die Gefangenen in Abu Ghraib zu verängstigen, aber nicht das Filmmaterial des an Doberman Pinschers gefüttert -lebend - werden der Gefangenen Iraker auf Saddam´s Wache. (Das Video von Bernard Kerik hier beschrieben http://www.whitehouse.gov/news/releases/2003/10/20031003-2.html )
Im heutigen Zeitgeist ist es natürlich politisch nicht korrekt den Horror von Saddam´s Regime zu zeigen.

Wo bleibt das Gleichgewicht…?
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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Florian T » Mi 23. Jun 2004, 16:15

Hallo Marita,

ach, Du willst ein Gleichgewicht in der Behandlung zwischen Donald Rumsfeld und Saddam? Oder zwischen den amerikanischen Soldaten und den irakischen Folterern? Oder wie darf ich Dich verstehen?

Ich finde es interessant, wie Du hier agierst, nach dem alle von Dir angeführten kriegsgründe weg sind, die Amerikaner einer ganzen Reihe von Kriegsverbrechen schuldig sind und sich der Aufbau eines friedlichen Iraks oder die Abwehr des Terrors so ziemlich in Luft aufgelöst haben.

Wenn ich das jetzt mit Deinen Aussagen in dem thread über Gott widerlegen in einen Zusammenhang bringe, dann will ich lieber nicht wissen, wie Deine Moral, die angeblich objektive aussehen soll. Immerhin beinhaltet sie ja Töten von wehrlosen Menschen (vulgo, Todesstrafe).

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Re: Situation im Irak der in Palästina immer ähnlicher

Beitragvon Marita » Mi 23. Jun 2004, 16:29

Original von Florian T
ist es Antiamerikanismus festzustellen, dass die Gründe, die die USA für den Krieg genannt haben, falsch sind? Ist es Antiamerikanismus festzustellen, dass man dort meint, sich über jegliches internationales Recht hinwegsetzen zu können?

Dann würde es dich doch sicher mit Recht interessieren, dass jetzt fortwährend WMD über den ganzen Mittelosten zerstreut gefunden werden. Überreste von Saddam´s Waffen werden gefunden und demontierte und nach Jordan, Syrien und andere Länder verpackte Fabriken…und…und…und…

http://www.worldtribune.com/worldtribune/breaking_1.html
http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=36463
http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=21497
http://worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=38581

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