Mission in Form von Sozialarbeit

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Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 11:18

Hallo zusammen

In der Schweiz ist es (guter-weise) ja so, dass Sozialhilfe etc. vorallem vom Staat organisiert wird.

In anderen Staaten, zBsp. in den Staaten, ist dies nicht so.
Dort wird häufig Sozialarbeit vorallem von privaten, kirchlichen Organisationen betrieben.

In den USA ist es nun so, dass häufig die Suppenküche nur für die offen ist, welche vorher die stündige Predigt angehört haben.

Wie findet ihr eine solche Form der Mission?

Liebe Grüsse
Der Herr sei mit dem, welcher nicht mit einem Herrn ist.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » Sa 1. Feb 2014, 18:03

Tulbi hat geschrieben:Wie findet ihr eine solche Form der Mission?

Gut, denn die Armen unterstützen ohne ihnen das wahre Evangelium zu geben ist wie einem Kind ein Spielzeug zu geben während es in einem brennenden Haus eingeschlossen ist. Sinnlos und am Ende…bösartig.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 18:13

Ja, das interessiert mich alles nicht.

Interessant sind doch die Fragen;
- ist dies aufgezwängte Mission?
- funktioniert aufgezwängte Mission?
- ist aufgezwängte Mission ethisch richtig?
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon doro » Sa 1. Feb 2014, 18:36

Tulbi hat geschrieben:Ja, das interessiert mich alles nicht.

Komisch. Du hast doch gefragt, wie die anderen so etwas finden. Pilgrim hat geantwortet und ihre Haltung dazu gleich noch begründet.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 18:38

Ja natürlich, ich habe ja dann meine Frage spezifiziert.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » Sa 1. Feb 2014, 19:47

Tulbi hat geschrieben:- ist dies aufgezwängte Mission?

Sicherlich nicht, denn niemand ist "gezwungen". Jedermann/frau hat eine Wahl…sie können essen wo es keine 'Predigt' gibt oder an irgend einem anderen Ort…oder halt eben gar nicht. Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.
- funktioniert aufgezwängte Mission?

Viele Menschenleben wurden von diesen 'Predigten' aus Drogensucht und Alkohol errettet…und das ist von ziemlich größerem Wert als lediglich physische "Suppe".
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 19:52

Pilgrim hat geschrieben:
Tulbi hat geschrieben:- ist dies aufgezwängte Mission?

Sicherlich nicht, denn niemand ist "gezwungen". Jedermann/frau hat eine Wahl…sie können essen wo es keine 'Predigt' gibt oder an irgend einem anderen Ort…oder halt eben gar nicht. Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.
- funktioniert aufgezwängte Mission?

Viele Menschenleben wurden von diesen 'Predigten' aus Drogensucht und Alkohol errettet…und das ist von ziemlich größerem Wert als lediglich physische "Suppe".


Ja, man ist ja nicht gezwungen zu essen...

Auf die zweite Frage gehst du nicht wirklich ein.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeshu » Sa 1. Feb 2014, 20:19

Pilgrim hat geschieben:
Sicherlich nicht, denn niemand ist "gezwungen". Jedermann/frau hat eine Wahl…sie (die Armen) können essen wo es keine 'Predigt' gibt oder an irgend einem anderen Ort…oder halt eben gar nicht. Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.


Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?
Dazu fällt mir jetzt leider nur eines ein:

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten

23 Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz des Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Vorschriften!
Folgt aber nicht ihrem Beispiel! Denn sie selber tun nicht, was sie von den anderen verlangen.

4 Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Am Arm tragen sie breite Gebetsriemen und an den Gewändern riesige Quasten. 6 Bei euren Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie stets in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Meister‹ nennt.


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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » Sa 1. Feb 2014, 20:45

Jeshu hat geschrieben:Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?

Wer "verweigert" denn etwas…sie dürfen sich hinsetzen, dem Gebet zuhören und esssen. Das ist auch in meinem Haus vor jedem Essen so.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 20:49

Pilgrim hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?

Wer "verweigert" denn etwas…sie dürfen sich hinsetzen, dem Gebet zuhören und esssen. Das ist auch in meinem Haus vor jedem Essen so.


Nur weil es in deinem Haus so ist, ist es nicht unbedingt richtig.

Die Kirche verweigert den Obdachlosen/Hungrigen das Essen, wenn sie sich den Gottesdienst nicht anhören.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » Sa 1. Feb 2014, 21:13

Tulbi hat geschrieben:Ja, man ist ja nicht gezwungen zu essen...

Nein, man darf und dazu meine ich ist, einem kurzen Gebet (oder einer kurzen Evangeliumspräsentation) zuzuhören, ein ziemlich kleiner Preis für eine Mahlzeit. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!"
Auf die zweite Frage gehst du nicht wirklich ein.

- funktioniert aufgezwängte Mission?

Ich habe Geschichten von den Lippen derjenigen gehört, denen durch diese Rescue Missions zum Besseren verholfen wurde…ALLES GUT! Gesegnet mit Predigt und Hoffnung.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 21:18

Nein es ist nicht `ein ziemlich kleiner Preis`.

Für einen Christ mag so eine Predigt vor der Essensausgabe wundervoll sein, was aber wenn der Hungrige Muslim, Jude oder sonst einer Gesinnung angehört welche durch die "Evangelisation" verletzt wird?

Anmerkung: Warum geht ihr davon aus, dass eine christliche Predigt per se etwas Gutes ist?
- Ihr wisst nicht, was sie wirklich predigen.
- "Sich bepredigen zu lassen" ist nach der Bibel nicht wirklich eine Voraussetzung um Heil oder Glück zu erreichen.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » Sa 1. Feb 2014, 21:34

Tulbi hat geschrieben:Die Kirche verweigert den Obdachlosen/Hungrigen das Essen, wenn sie sich den Gottesdienst nicht anhören.

Naja, ich habe bisher noch niemanden, auch keine Organization angetroffen die das tut. Ich würde jedoch jedermann/frau, die während dem Füttern und Bekleiden der Armen das Evangelium verkündigen, Anerkennung zollen. Interessant zu verzeichnen ist, dass private Spender und Organisationen bei der Armenhilfe bessere Arbeit leisten als der Staat je könnte. Alles was die grosse Staatsgewalt tun kann, können wir wir besser verrichten mit Gottes Hilfe.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 21:37

Pilgrim hat geschrieben:
Tulbi hat geschrieben:Die Kirche verweigert den Obdachlosen/Hungrigen das Essen, wenn sie sich den Gottesdienst nicht anhören.

Naja, ich habe bisher noch niemanden, auch keine Organization angetroffen die das tut. Ich würde jedoch jedermann/frau, die während dem Füttern und Bekleiden der Armen das Evangelium verkündigen, Anerkennung zollen. Interessant zu verzeichnen ist, dass private Spender und Organisationen bei der Armenhilfe bessere Arbeit leisten als der Staat je könnte. Alles was die grosse Staatsgewalt tun kann, können wir wir besser verrichten mit Gottes Hilfe.


In den USA gibt es solche Verein, ist einfach so...

Kannst du belegen, dass private Organisationen `bessere Arbeit leisten` also staatliche Institutionen?
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon kingschild » Sa 1. Feb 2014, 23:21

Jeshu hat geschrieben:
Pilgrim hat geschieben:
Sicherlich nicht, denn niemand ist "gezwungen". Jedermann/frau hat eine Wahl…sie (die Armen) können essen wo es keine 'Predigt' gibt oder an irgend einem anderen Ort…oder halt eben gar nicht. Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.


Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?
Dazu fällt mir jetzt leider nur eines ein:

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten

23 Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz des Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Vorschriften!
Folgt aber nicht ihrem Beispiel! Denn sie selber tun nicht, was sie von den anderen verlangen.

4 Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Am Arm tragen sie breite Gebetsriemen und an den Gewändern riesige Quasten. 6 Bei euren Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie stets in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Meister‹ nennt.


Jeshu


Jeshu

das hören einer Predigt ist doch keine unterträgliche Last, die man einem Menschen, der nicht für sich selber sorgen kann, nicht zumuten könnte.

Jesus hat gepredigt und die welche anwesend waren, bekamen geistige Nahrung und nach diesem geistigen Teil, wurde auch für das irdische Wohl gesorgt, für wenn? Für alle die anwesend waren.

Jeder Bettler kann doch frei entscheiden, will ich die Predigt hören und mir diese geistige Nahrung anhören und noch eine irdische Mahlzeit bekommen oder will ich lieber den eigenen, frei gewählten Weg gehen und eben 2 Stunden auf der Strasse betteln gehen für diese Mahlzeit. Oder ein Bettler ist sicher auch frei die Ohren zu verstopfen, wenn es Ihm so eine grosse Last ist, eine Predigt zu hören.

Das die Kirche die Kombination von geistiger und irdischer Nahrung wählt finde ich gut und selbst in dieser Kombination ist doch niemand gezwungen, das erste anzunehmen. Verwerflich würde das ganze erst, wenn die Kirche sagen würde, entweder Ihr nehmt das an was Ihr vor der irdischen Mahlzeit hört und sonst gibt es nichts.

Auch in einer Weltlichen Suppenküche bestimmen die Herausgeber, über die Rahmenbedingungen. Und wenn eine Kirche entscheidet, weltliche Nahrung ohne geistige Nahrung ist nicht das was die Menschen längerfristig aus dem Elend heraus führt, so steht jedem Geber doch frei zu entscheiden, ob er nur kurzfristig den Bauch füllen will oder ob der das ganze eben noch mit einer Botschaft unterlegt, welche längerfristig ein wenig länger den Hunger stillen kann.

Ich habe noch nicht gehört von Amerika, das man den Obdachlosen, die während der Predigt die Ohren nicht offen halten, kein Essen geben würde. Das hören einer Predigt ist eine Minimale Rahmenbedingung, wo es nicht darum geht den Armen eine Last aufzuerlegen, sondern es geht darum das evt. der eine oder andere, mal etwas über Segen und Fluch hört. Ob er dann daraus lernen will oder eben nur die irdische Mahlzeit nimmt, das entscheidet, jeder selber.

Ich sehe es ähnlich wie Pilgrim. Irdisches Brot bekommt nur in Kombination mit geistigem Brot die Wirkung, das der Mensch längerfristig den Hunger und den Durst gestillt bekommt. Wenn man denkt das gehört nicht zusammen so kann man ja sein Geld einer Weltlichen Organisation spenden und wenn man denkt das macht Sinn, so ist das doch nicht verwerflich.

Anleitung zum Leben ist keine Last und wem dies zur Last wird, der muss sich halt eben selber anderweitig um das Lebensnotwendige kümmern. Ich bin überzeugt auch in Amerika gibt es Weltliche Organisationen die Hilfe leisten.

Es gibt z.b auch Hilfswerke in Afrika die entscheiden sich dafür, das Essen nur in der Schule zu verteilen, das heisst wenn die Kinder dann eben nicht am Unterricht teilnehmen, fehlt auch das Essen. Das macht man doch nicht damit man diese Leute hungern lassen will, das macht man aus der Überlegung, das wenn ein Kind in die Schule geht, dann eben auch etwas lernen kann, was Ihm hilft, aus dem Stand der Armut heraus zu kommen. Das nennt man Nachhaltig mit den anvertrauten Gütern um zu gehen. Nachhaltig handeln und zur Umkehr anregen, ist doch nicht Menschen Lasten auflegen.

Also ich kenne die Beweggründe nicht aber ich glaube nicht das die Kirche, welche eine Suppenküche in Kombination mit deiner Predigt anbietet, niedere Beweggründe hat. Ich denke hier geht es vielmehr darum, nachhaltig die Spendengelder einzusetzen und nachhaltigkeit führt dazu, das Menschen durch wärme, soziale Gemeinschaft, Anleitung zum Leben usw. aus einer misslichen Situation, auch längerfristig herauskommen können und eben nicht ein Leben lang von der Suppenküche abhängig bleiben. Es geht als um Hilfe auf zwei Ebenen und eine Predigt hat schon manchen Menschen so erreicht, das er nachhaltig sein Leben änderte, umkehrte und vom Nehmer zum Geber werden konnte.

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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Sa 1. Feb 2014, 23:42

kingschild hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:
Pilgrim hat geschieben:
Sicherlich nicht, denn niemand ist "gezwungen". Jedermann/frau hat eine Wahl…sie (die Armen) können essen wo es keine 'Predigt' gibt oder an irgend einem anderen Ort…oder halt eben gar nicht. Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.


Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?
Dazu fällt mir jetzt leider nur eines ein:

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten

23 Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz des Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Vorschriften!
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4 Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Am Arm tragen sie breite Gebetsriemen und an den Gewändern riesige Quasten. 6 Bei euren Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie stets in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Meister‹ nennt.


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das hören einer Predigt ist doch keine unterträgliche Last, die man einem Menschen, der nicht für sich selber sorgen kann, nicht zumuten könnte.

Jesus hat gepredigt und die welche anwesend waren, bekamen geistige Nahrung und nach diesem geistigen Teil, wurde auch für das irdische Wohl gesorgt, für wenn? Für alle die anwesend waren.

Jeder Bettler kann doch frei entscheiden, will ich die Predigt hören und mir diese geistige Nahrung anhören und noch eine irdische Mahlzeit bekommen oder will ich lieber den eigenen, frei gewählten Weg gehen und eben 2 Stunden auf der Strasse betteln gehen für diese Mahlzeit. Oder ein Bettler ist sicher auch frei die Ohren zu verstopfen, wenn es Ihm so eine grosse Last ist, eine Predigt zu hören.

Das die Kirche die Kombination von geistiger und irdischer Nahrung wählt finde ich gut und selbst in dieser Kombination ist doch niemand gezwungen, das erste anzunehmen. Verwerflich würde das ganze erst, wenn die Kirche sagen würde, entweder Ihr nehmt das an was Ihr vor der irdischen Mahlzeit hört und sonst gibt es nichts.

Auch in einer Weltlichen Suppenküche bestimmen die Herausgeber, über die Rahmenbedingungen. Und wenn eine Kirche entscheidet, weltliche Nahrung ohne geistige Nahrung ist nicht das was die Menschen längerfristig aus dem Elend heraus führt, so steht jedem Geber doch frei zu entscheiden, ob er nur kurzfristig den Bauch füllen will oder ob der das ganze eben noch mit einer Botschaft unterlegt, welche längerfristig ein wenig länger den Hunger stillen kann.

Ich habe noch nicht gehört von Amerika, das man den Obdachlosen, die während der Predigt die Ohren nicht offen halten, kein Essen geben würde. Das hören einer Predigt ist eine Minimale Rahmenbedingung, wo es nicht darum geht den Armen eine Last aufzuerlegen, sondern es geht darum das evt. der eine oder andere, mal etwas über Segen und Fluch hört. Ob er dann daraus lernen will oder eben nur die irdische Mahlzeit nimmt, das entscheidet, jeder selber.

Ich sehe es ähnlich wie Pilgrim. Irdisches Brot bekommt nur in Kombination mit geistigem Brot die Wirkung, das der Mensch längerfristig den Hunger und den Durst gestillt bekommt. Wenn man denkt das gehört nicht zusammen so kann man ja sein Geld einer Weltlichen Organisation spenden und wenn man denkt das macht Sinn, so ist das doch nicht verwerflich.

Anleitung zum Leben ist keine Last und wem dies zur Last wird, der muss sich halt eben selber anderweitig um das Lebensnotwendige kümmern. Ich bin überzeugt auch in Amerika gibt es Weltliche Organisationen die Hilfe leisten.

Es gibt z.b auch Hilfswerke in Afrika die entscheiden sich dafür, das Essen nur in der Schule zu verteilen, das heisst wenn die Kinder dann eben nicht am Unterricht teilnehmen, fehlt auch das Essen. Das macht man doch nicht damit man diese Leute hungern lassen will, das macht man aus der Überlegung, das wenn ein Kind in die Schule geht, dann eben auch etwas lernen kann, was Ihm hilft, aus dem Stand der Armut heraus zu kommen. Das nennt man Nachhaltig mit den anvertrauten Gütern um zu gehen. Nachhaltig handeln und zur Umkehr anregen, ist doch nicht Menschen Lasten auflegen.

Also ich kenne die Beweggründe nicht aber ich glaube nicht das die Kirche, welche eine Suppenküche in Kombination mit deiner Predigt anbietet, niedere Beweggründe hat. Ich denke hier geht es vielmehr darum, nachhaltig die Spendengelder einzusetzen und nachhaltigkeit führt dazu, das Menschen durch wärme, soziale Gemeinschaft, Anleitung zum Leben usw. aus einer misslichen Situation, auch längerfristig herauskommen können und eben nicht ein Leben lang von der Suppenküche abhängig bleiben. Es geht als um Hilfe auf zwei Ebenen und eine Predigt hat schon manchen Menschen so erreicht, das er nachhaltig sein Leben änderte, umkehrte und vom Nehmer zum Geber werden konnte.

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Geistige Nahrung? Come on, das meiste was in Kirchen gepredigt wird ist hirnloser Brunz.
Du gehst in deinen Ausführungen davon aus, dass
- Gott existiert,
- es ein christlicher Gott ist,
- heil von diesem Gott nur nach dem Plan der Bibel möglich ist.
Für dich persönlich mag das ja stimmen, bevor du aber diese Punkte objektiv belegen kannst, würde ich nicht generalisiert (für jede Person) von dessen Wahrheit ausgehen.

Du, Kingshield, hast also kein Problem damit, dass in den USA ein Christ eher zu essen bekommt (von einer Kirche) als ein Muslim?
Es hat nichts mit Nächstenliebe zu tun, jemanden einen anderen Glauben aufzuzwingen.

Wenn diese Kirchen wirklich darauf aus sind zu helfen (seien wir ehrlich, Essen hilft nicht langfristig), dann würden sie den Leuten in dieser Predigtstunde nicht Religionsquatsch erzählen aber ihnen etwas beibringen, ihnen zeigen wie man eine Bewerbung schreibt, ihnen die Möglichkeit für eine Dusche bieten.
Euer Jesus (Nein, auch mein Jesus) hat doch immer und immer darauf gepocht, dass die Zustände auf Erden sich verbessern sollten?

Übrigens gehe ich schon davon aus, dass einige christliche Institutionen im Ausland, häufig niedrige Absichten (a.k.a Mission) haben. Informier dich zum Beispiel mal über die Rolle von amerikanischen Christen in der Schwulenverfolgung in Uganda.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Pilgrim » So 2. Feb 2014, 18:19

Tulbi hat geschrieben:- "Sich bepredigen zu lassen" …

Ist das denn nun anders als irgend eine andere Karitas die eine Veranstaltung organisiert und Menschen "zwingt" ihren Predigten (Reden) zuzhören; oder jeglich politischer Organisation die Lunches veranstaltet wobei man "gezwungen" ist im Austausch für eine Mahlzeit ihren Reden zuzuhören, usw…?
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » So 2. Feb 2014, 18:26

Ich weiss nicht was du mit Karitas meinst! (Caritas? Die hätten meines Wissens nach aber keine religiöse Affiliationen)
Wenn politische Organisationen Armenhilfe an bestimmte politische Veranstaltungen binden (wie dies zuletzt in Griechenland passierte) ist dies falsch!
Politische Veranstaltungen mit Verpflegungen geben sich in der Schweiz aber ganz klar nicht als Armenhilfe aus (und meistens Verlangen sie ja auch ein Entgeld für das Essen/oder man muss Mitglied sein (was wiederum kostet)).
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon onThePath » So 2. Feb 2014, 20:53

Ich sehe es ähnlich wie Pilgrim. Irdisches Brot bekommt nur in Kombination mit geistigem Brot die Wirkung, das der Mensch längerfristig den Hunger und den Durst gestillt bekommt.


Da stimme ich kingschild und Pilgrim zu.

Selbst auf die Gefahr hin, dass es Atheisten mißfällt, weil sie allergisch und negativ auf die Botschaft von Jesus reagieren.

Dass Jesus dem modernen Menschen wichtige Werte und Lebensperspektiven bieten kann, die das Leben dieser Menschen verändern, das hören sie nicht gerne.

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Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » So 2. Feb 2014, 21:10

onThePath hat geschrieben:
Selbst auf die Gefahr hin, dass es Atheisten mißfällt, weil sie allergisch und negativ auf die Botschaft von Jesus reagieren.


Stimmt also wirklich nur seehr begrenzt. Es gibt unzählige Ungläubige welche immer und immer wieder Jesus als guten Philosophen bezeichnen. So wie man Aristoteteles lesen kann ohne mit ihm in seiner Göttervorstellungen einig sein muss.

editiert
Zuletzt geändert von bigbird am Mo 3. Feb 2014, 00:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: siehe Netikette
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Columba » So 2. Feb 2014, 21:44

Jeshu hat geschrieben:Selbst wenn, Pilgrim, willst Du verzweifelten Menschen deshalb die Hilfe verweigern?
Dazu fällt mir jetzt leider nur eines ein:

Die Heuchelei der Pharisäer und Schriftgelehrten

23 Dann sprach Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind dazu eingesetzt, euch das Gesetz des Mose auszulegen. 3 Richtet euch nach ihren Vorschriften!
Folgt aber nicht ihrem Beispiel! Denn sie selber tun nicht, was sie von den anderen verlangen.

4 Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. 5 Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Am Arm tragen sie breite Gebetsriemen und an den Gewändern riesige Quasten. 6 Bei euren Festen wollen sie die Ehrenplätze bekommen, und auch in der Synagoge sitzen sie stets in der ersten Reihe. 7 Es gefällt ihnen, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt und ›Meister‹ nennt.


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Richtig,

Wer heute satt in der Welt des Überflusses und der Verschwendung von Nahrungsmitteln lebt, hat moralisch ein zentrales Problem - und sollte lieber zuerst mal bei sich anfangen zu evangelisieren und missionieren als bei den Hungernden! Gerechtes Teilen von Christen, wie es Jesus und seine Apostel forderten, würde bei den sozial Schwachen einiges mehr bewirken als blosser Gottesdienst und Suppe.

Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeffrey mc » Mo 3. Feb 2014, 00:34

Welchen Vorschlag machst du Columba: Armen essen zu geben jahrelang bis sie eventuell sterben ohne von sich aus von Gott "geredet" bzw. gepredigt zu haben? Nicht wirklich, oder? Und wenn du mit denen redest über Gott, dann weil sie dir dann doch mal leid tun, bzw. weil du über Menschenkenntnis dann eingreifst und den richtigen Zeitpunkt erhaschen willst? Oder ist dich kennen zu lernen der Weg, weil man dann Glaube verstehen kann über "wer Ohren hat, der höre", während die Bibel hauptsächlich wörtlich ab Schöpfung ja nicht ist bei dir?

Und nur für den Fall der Fälle: ich habe dir Fragen gestellt!!!
Zuletzt geändert von Jeffrey mc am Mo 3. Feb 2014, 03:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Mo 3. Feb 2014, 00:58

Jeffrey, ich glaube, dass du Taube (das ist doch, wie du früher hiesst?) absichtlich oder faulerweise falsch interpretierst. Er schreibt ganz klar, dass es ihm darum geht durch Gerechtigkeit zu helfen (er schliesst ja "blosse Suppe" als Lösung aus). Implizit beschreibt Columba diese Art von Fürsorge als einen weg den schwachen das Christ-sein (und somit wahrscheinlich auch Jesus) näher zu bringen.

Obwohl ich mit Columba so ganz nicht einverstanden bin, nervt es mich extrem wenn ein paar User und Creator hier versuchen Personen (ihre Worte) misszuverstehen.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeffrey mc » Mo 3. Feb 2014, 01:02

Tulbi hat geschrieben:Jeffrey, ich glaube, dass du Taube (das ist doch, wie du früher hiesst?) absichtlich oder faulerweise falsch interpretierst. Er schreibt ganz klar, dass es ihm darum geht durch Gerechtigkeit zu helfen (er schliesst ja "blosse Suppe" als Lösung aus). Implizit beschreibt Columba diese Art von Fürsorge als einen weg den schwachen das Christ-sein (und somit wahrscheinlich auch Jesus) näher zu bringen.

Obwohl ich mit Columba so ganz nicht einverstanden bin, nervt es mich extrem wenn ein paar User und Creator hier versuchen Personen (ihre Worte) misszuverstehen.


Schade, dass du nicht weiß, was FRAGEN bedeutet!! Und wie sie helfen wollte, wollte ich wissen!!! Und ich fragte, weil sie etwas anfechtete, wo ich dann fragte, wie sie es tun würde? Soviel zum Missverstehen :roll:
Wenn Brüder und Schwestern angefochten werden von anderen Brüdern und Schwestern, wollte ich doch einfach mal fragen!! Und ich würde gerne die Fragen beantwortet wissen!!!
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon plura » Mo 3. Feb 2014, 02:05

Ich finde man sollte Helfen und Evangelisieren trennen.

Ich fände es auch nicht akzeptabel, wenn der Staat so ein Projekt in der Schweiz unterstützen würde.

Persönlich denke ich, dass Hilfe uneigennützig sein soll. Jemandem zu helfen, damit er sich in eine Richtung verändert in die ich will, finde ich falsch.

Die Situation in Amerika ist eine andere als hier in der Schweiz. Die Sozialwerke sind nicht so ausgebaut wie hier. Wer zB von struktureller Arbeitslosigkeit betroffen ist, hat in Amerika echt ein Problem, während man hier zwei Jahre Zeit hat etwas Neues zu finden.

Gegenfrage: Stell dir vor du wärst Bettler und hättest zwei Tage nichts gegessen. Würdest du in eine Suppenküche einer Mosche mit diesem Angebot (1h Predigt und Esssen) gehen?
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeffrey mc » Mo 3. Feb 2014, 02:28

Nur mal so: Wartet einer (oder hat es im Hinterkopf) von denen die Gott hauptsächlich nicht wörtlich nehmen ab Schöpfung, dass Lukas 14 Vers 15-24 angesprochen wird und sich darüber zu entrüsten (ein "ja" oder "nein" wäre echt mal tofte :pray: )? Also ich würde gerne Columbas direkte Antworten hören auf die Fragen zuvor (wo tulpi dazu was sagte)!!!
Und es sollte klar sein, dass es auch Hilfe geben kann und wird, die eben auf freiwilliger Basis passieren, wie z.B. freiwillig in die Kirche gehen, oder z.B. zur Tafel, wo auch Christen arbeiten (können) und Predigten nicht unbedingt üblich sind (und dort werden auch Christen sein, die Gott hauptsächlich (nicht) wörtlich nehmen) ETC!!.
Ob nun Predigt für Essen letzen Endes der einzige Weg sein muss: das ist nicht Pflicht!!
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeffrey mc » Mo 3. Feb 2014, 03:28

@Columba:
Ich werde die Fragen, dich ich dir stellte, auch beantworten, wobei ich dir den vortritt lasse, denn ich als Gott hauptsächlich wörtlich Nehmender, sehe auch einen Weg ohne "Predigt fürs Essen"!!! ;)
Und verkehrt muss es lange nicht sein, wenn man sich entschied "Predigt fürs Essen".

(die erste Frage habe ich noch etwas genauer geschrieben: daher die Editierung (und ich hoffe doch mal nicht, dass genau das die Crux ist, nicht zu antworten, wobei mich aber auch keine Antworten aus welchen Gründen auch immer nicht wundern würden: aber ich lasse mich mal überraschen!!)
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeffrey mc » Mo 3. Feb 2014, 04:19

Nun gut, ich werde doch mal den ersten Schritt machen:
Jeffrey mc hat geschrieben:Welchen Vorschlag machst du Columba: Armen essen zu geben jahrelang bis sie eventuell sterben ohne von sich aus von Gott "geredet" bzw. gepredigt zu haben? Nicht wirklich, oder? Und wenn du mit denen redest über Gott, dann weil sie dir dann doch mal leid tun, bzw. weil du über Menschenkenntnis dann eingreifst und den richtigen Zeitpunkt erhaschen willst? Oder ist dich kennen zu lernen der Weg, weil man dann Glaube verstehen kann über "wer Ohren hat, der höre", während die Bibel hauptsächlich wörtlich ab Schöpfung ja nicht ist bei dir?

Und nur für den Fall der Fälle: ich habe dir Fragen gestellt!!!


Keine Predigt fürs Essen:
Abgesehen davon, dass man mehrere Möglichkeiten hat, Entscheidungen zu treffen wie man helfen will, ist es wichtig, wenn man den Menschen Gott nahe bringen will, dass die Option die ganze Zeit besteht, als Hilfebedürftiger einen Ansprechpartner finden zu können und auch unter den Hilfebedürftigen zu sein, während sich früher oder später Gespräche auftun können und oder während zugehört werden will (der eine oder andere). Und dann wird man als "Mitarbeiter" dann mit Gott in seinem Herzen in seinem "Amt" leben, handeln, entscheiden und sagen, während immer die Liebe zum Menschen gilt, zu Gott zu finden, selbst während wir wissen, dass nicht jeder Gottes Angebot annehmen wird. Und da ich Gott hauptsächlich wörtlich nehme ab Schöpfung, werde ich als Christ diesen Weg weiter gehen, denn Gottes Wort zu lieben ist unabdingbar für eine Christen, und Gottes Gebote gilt es so zu lieben wie sie geschrieben stehen zu!!!

Predigt fürs Essen:
Die Hilfebedürftigen werden wissen, dass das so ist. Und es besteht jederzeit die Möglichkeit das Angebot anzunehmen und eine Predigt zu hören und essen und trinken, ob sofort oder dann irgendwann doch (oder nie), und ins Gespräch zu kommen und vielleicht zu erfahren, warum man denn "verdammt noch mal ne Predigt anhören muss um Essen zu bekommen", oder oder oder. Und selbst "Predigt fürs Essen" bedeutet keine Pflicht "ja" zu Gott zu sagen!!! Und auch hier besteht die Möglichkeit von Ansprechpartner zu haben oder als "Mitarbeiter" sich unter die Hilfebedürftigen zu mischen bzw. für einander da zu sein, wenn zugehört werden will (der ein oder andere). Und dann wird man als "Mitarbeiter" dann mit Gott in seinem Herzen in seinem "Amt" leben, handeln, entscheiden und sagen, während immer die Liebe zum Menschen gilt, zu Gott zu finden, selbst während wir wissen, dass nicht jeder Gottes Angebot annehmen wird. Und Christen die Gott hauptsächlich wörtlich nehmen ab Schöpfung, werden diesen Weg weiter gehen, denn Gottes Wort zu lieben ist unabdingbar für eine Christen, und Gottes Gebote gilt es so zu lieben wie sie geschrieben stehen!!!

(Keine) Predigt fürs Essen: wer auch wie entscheidet als Christ: mit Gott im Herzen und in seiner Hand wird's sein!!

Nur mal so, und hier ergreife ich die Chance unter uns Brüdern und Schwestern, damit mal die Bibel hauptsächlich nicht wörtlich Nehmenden verstehen (und ich meine jetzt explizit die alten Hasen in diesem Konflikt) und wie man sich kennen lernen kann (Nachahmung erwünscht :) ) und wie zu einem Beitrag andere Gedanken wichtig sind und wie man eben doch Hand und Fuss hat, wenn man andere Aussagen eben nicht kennt und sich nicht erdenken kann!!
I) Und zu den Geboten, diese zu lieben, dieser Link (denn hier wäre das OT und dient zur Abrundung) der einen weiteren wichtigen Link beinhaltet (der andere funktioniert nicht merh)
II) dieser Link zeigt auf, dass im AT ein anderer Wind wehte als im NT (und etwas weiter unten diesem Link noch etwas zum anderen Wind: im Beitrag "Jesus Aussage + Gedanken dazu" (das kursiv gedruckte)
Und folgender Beitrag ist aus den Thread eben, doch dort nur als Randnotiz:
Und um zu wiederholen: Im AT ging Gott gegen Sünden vor, die schlecht für die Gemeinschaft sind, und in bestimmten Sünden auch die Menschen dagegen vorgehen sollten. Und seit dem NT hat sich das geändert, während die Sünden immer noch Sünden geblieben sind!!

Und im AT gab es z.B. die 10 Gebote und weiteres was nichts mit töten zu tun hatte.
Und weiteres: da würde man dann weiterhin im Gespräch liegen können, denn z.B. gibt es noch zu Grundlagen zu sagen, dass keiner eine Lehre schreiben kann, dass jeder immer gleich entscheidet z.B. die Gerechtigkeit anzustreben in jeglichen Situationen, während jeder mit seinem Leben vor Gott steht im Kontext seines Lebens, oder z.B. dass Christen die zwar die Schöpfung wörtlich nahmen aber dann nicht auf Jesus hörten, da Menschen verbrannt wurden (...) und das das gemein ist auf uns zu münzen, die eben Gott hauptsächlich ab Schöpfung wörtlich nehmen und eben keine Menschen verbrennen und das Verbrennen von Menschen zu verurteilen (...), etc. (ich hoffe dass das endlich mal ein Anfang war als Grundlage verstanden zu werden und nicht mehr Extremist und Fundamentalist genannt zu werden, denn z.B. habt ihr auch ein Fundament und lebt genau wie wir im NT!!!!) und ich glaube mal nicht, dass ihr "alles" abdecken könnt und schon gar nicht im mega kurzen. Und ich will euch auch mal so kennen lernen!!! Ein Anfang wäre, was ihr konträr zu dem sagt (so wie ich hier im Vorfeld) während ihr Gott hauptsächlich nicht wörtlich nimmt ab Schöpfung und jetzt in dem Fall, zu seinen Geboten (besonders im AT, wozu die 10 Gebote gehören, sowie diese "Grundlagen" die euch uns wahrscheinlich (?) auch (?) Extremisten nennen lassen bzw. wo ihr "tötet" total entgegengesetzt versteht und warum usw.) Wir können gerne einen Thread aufmachen, der explizit einander eine Gegenüberstellung zu Thema X bietet und dann ins Gespräch kommen und Fragen stellen, während selber im eigenen "Lager" Unterschiede geben wird, wobei sich aber die Tatsache im "gleichen Lager" bemerkbar machen wird. Und ich habe jetzt den ersten Schritt gemacht und bitte euch als Bruder in God's amazing Grace :] den nächsten Schritt zu tun: einen neuen Thread und einem neuen Ansatz (und ohne uns zu streiten und so und nicht sich zu erklären (und schon gar nicht hauptsächlich) am anderen warum er falsch liegt und dieses dann zum verstehen geben, sondern sagen, was man anders sieht und warum (so als würde man seine Meinung oder so sagen ohne das man sich an anderen Aussagen Satz für Satz langhangelt und diese zerlegt: so wie ich in den Links eben!!)) zu eröffnen zu Geboten / Grundlagen und (nicht) wörtlich zu nehmen: wäre echt der Hammer!! Dieser Beitrageinschub (der im übrigen jene Threadeinleitung sein kann, und einen guten Ansatz bietet!!!) (ab "Nur mal so") endet hier und ist hier natürlich nicht erwünscht zum weiter führen weil OT!!. Was werden wird, werden wir sehen. Also, uns allen einen gesegneten Montag und möge Gott uns segnen.
:pray:
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Columba » Mo 3. Feb 2014, 09:32

Jeffrey mc hat geschrieben:@Columba:
Ich werde die Fragen, dich ich dir stellte, auch beantworten, ...


Danke
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon kingschild » Mo 3. Feb 2014, 21:19

Tulbi hat geschrieben:
Geistige Nahrung? Come on, das meiste was in Kirchen gepredigt wird ist hirnloser Brunz.


Wenn eine Botschaft verkündet wird gibt es immer zwei Gruppen, für Die einen ist es dies und für die anderen das Gegenteil.


Du gehst in deinen Ausführungen davon aus, dass
- Gott existiert,
- es ein christlicher Gott ist,
- heil von diesem Gott nur nach dem Plan der Bibel möglich ist.
Für dich persönlich mag das ja stimmen, bevor du aber diese Punkte objektiv belegen kannst, würde ich nicht generalisiert (für jede Person) von dessen Wahrheit ausgehen.


Wer sucht der findet.

Du, Kingshield, hast also kein Problem damit, dass in den USA ein Christ eher zu essen bekommt (von einer Kirche) als ein Muslim?


Beide bekommen, wenn sie wollen, Tulbi. Wer nicht will, der muss andere Weg suchen. Geistige Nahrung ist das A und O des Lebens und ich sehe es als nicht verwerflich an, wenn man eine Kombination macht, zwischen Geistiger und Weltlicher Nahrung. Ich denke das ist im Rahmen des zumutbaren, es wird ja niemand gezwungen die Geistige Nahrung auch anzunehmen. Ich unterstützte Projekte die verschiedene Ansätze haben aber mehr überzeugen mich die, welche eben auf verschiedenen Ebenen arbeiten. Ich kenne die Projekte in Amerika zuwenig aber ich denke es ist die Verantwortung von diesen Kirchen dort, das zu tun, was sie für richtig erachten vor Gott.


Es hat nichts mit Nächstenliebe zu tun, jemanden einen anderen Glauben aufzuzwingen.


Du hast den Beweis noch nicht erbracht, das diese Menschen den Glauben annehmen müssen, bevor sie Essen bekommen. Wenn der Geber meint das die Hilfe mehr nützt, wenn sie kombiniert angeboten wird, so kann der Nehmer dies anders sehen. Wie gesagt jeder Mensch ist frei. So wie auch die Kirche in Amerika frei ist, zu entscheiden was die beste Lösung sei, für das Armutsproblem vor Ort. Wenn in einer Weltlichen Suppenküche der Radio mit einem Esoterischen Programm läuft, so müssen auch alle die dort essen diese Botschaft hören. Aber niemand muss sie annehmen. Wenn die Kirche die Erfahrung macht das diese Kombination von Predigt und Allmosen nachhaltiger ist, so kann ich doch nichts gegen Nachhaltigkeit haben.


Wenn diese Kirchen wirklich darauf aus sind zu helfen (seien wir ehrlich, Essen hilft nicht langfristig), dann würden sie den Leuten in dieser Predigtstunde nicht Religionsquatsch erzählen aber ihnen etwas beibringen, ihnen zeigen wie man eine Bewerbung schreibt, ihnen die Möglichkeit für eine Dusche bieten.


Solche Projekte gibt es und auch dort, jeder entscheidet wo und wie er helfen will.

Euer Jesus (Nein, auch mein Jesus) hat doch immer und immer darauf gepocht, dass die Zustände auf Erden sich verbessern sollten?


Er hat zur Umkehr aufgerufen und wennn die Menschen die Botschaft nie hören, so wissen sie auch nicht wovon sie umkehren sollten. Jesus wusste das die Worte Gottes keine Last sind und er wäre der letzte, der gegen die Verkündigung dieser Worte wäre.

Übrigens gehe ich schon davon aus, dass einige christliche Institutionen im Ausland, häufig niedrige Absichten (a.k.a Mission) haben. Informier dich zum Beispiel mal über die Rolle von amerikanischen Christen in der Schwulenverfolgung in Uganda.


Christus hat nicht verfolgt, Christus hat erlöst. Sollte also in Uganda das Gegenteil passieren, so wäre das falsch. Aber selbst wenn ich mich jetzt informieren würde, das hätte nichts mit dem Thema hier zu tun, weil es verschiedene Denominationen gibt, auch bei den Christen in Amerika.

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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon kingschild » Mo 3. Feb 2014, 21:36

plura hat geschrieben:Ich finde man sollte Helfen und Evangelisieren trennen.

Ich fände es auch nicht akzeptabel, wenn der Staat so ein Projekt in der Schweiz unterstützen würde.

Persönlich denke ich, dass Hilfe uneigennützig sein soll. Jemandem zu helfen, damit er sich in eine Richtung verändert in die ich will, finde ich falsch.

Die Situation in Amerika ist eine andere als hier in der Schweiz. Die Sozialwerke sind nicht so ausgebaut wie hier. Wer zB von struktureller Arbeitslosigkeit betroffen ist, hat in Amerika echt ein Problem, während man hier zwei Jahre Zeit hat etwas Neues zu finden.

Gegenfrage: Stell dir vor du wärst Bettler und hättest zwei Tage nichts gegessen. Würdest du in eine Suppenküche einer Mosche mit diesem Angebot (1h Predigt und Esssen) gehen?


Hallo Plura

Das ist Deine Meinung und Du als Mensch bist ja frei dies so für Dich zu halten. Wenn aber die Kirche in Amerika eben meint, eine Kombination sei besser und vielleicht schon gute Erfahrungen gemacht hat damit, dann sollten wir den Leuten vor Ort eben auch zugestehen, das dies eben durchaus auch ein gangbarer Weg ist.

Das die Sozialen Werke in Amerika noch nicht den Standard haben, wie hier in Europa das ist so. Trotzdem sollten wir jedem Geber eben überlassen, was er fördern will und wie er es will.

Auf Deine Frage kann ich nur sagen, ich hätte keine Mühe das Essen in einer Moschee zu holen, wenn ich aus irgendwelchen Gründen, nicht mehr auf eigenen Füssen stehen könnte. Mühe hätte ich erst dann, wenn ich eben die Botschaft des Islam annehmen müsste, bevor ich den Allmosen bekäme. Das wäre mir dann nicht möglich und so müsste ich eben dann nach neuen Wegen Ausschau halten.

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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Mo 3. Feb 2014, 22:14

Das die Sozialen Werke in Amerika noch nicht den Standard haben, wie hier in Europa das ist so. Trotzdem sollten wir jedem Geber eben überlassen, was er fördern will und wie er es will.

Sind wir uns ja einig, dass es besser wäre, wenn die ganze Sache nicht so geregelt wäre.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Jeshu » Mo 3. Feb 2014, 22:29

Kingschild hat geschrieben:
Jeder Bettler kann doch frei entscheiden, will ich die Predigt hören und mir diese geistige Nahrung anhören und noch eine irdische Mahlzeit bekommen oder will ich lieber den eigenen, frei gewählten Weg gehen und eben 2 Stunden auf der Strasse betteln gehen für diese Mahlzeit. Oder ein Bettler ist sicher auch frei die Ohren zu verstopfen, wenn es Ihm so eine grosse Last ist, eine Predigt zu hören.


Pilgrim hat geschrieben:
Wer "verweigert" denn etwas…sie dürfen sich hinsetzen, dem Gebet zuhören und essen. Das ist auch in meinem Haus vor jedem Essen so.
.......
Diese Menschen, zu einem grossen Teil, sind in ihrer obdachlosen Situation weil sie in der Vergangenheit schlechte Entscheidungen getroffen haben und jegliche Hoffnung verloren. Gott, durch "Predigten" stellt ihre Hoffnung wieder her.


Kingschild & Pilgrim,
ganz ehrlich, bei solchen nüchternen „christlichen“ Statements bin ich fast geschockt.
Ich glaube nicht wirklich, dass Ihr beide Euch in diese Situation eines Bettlers, bzw. Obdachlosen hineinversetzen könnt, wenn Ihr solche Erwartungen an diese Menschen habt; auch nicht einmal ansatzweise nachempfinden, was es heißt, sämtliche Existenz und Sicherheit im Leben verloren zu haben und völlig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.
Diese Menschen haben teilweise eine entsetzliche Zeit hinter sich, sind also auch eventuell in einem seelischen Zustand, der sie gerade an nichts weniger glauben lässt als an einen für sie sorgenden Gott! Und dann kommen helfende Christen daher, zwingen sie aber mehr oder weniger vor dem Essen dazu vorher eine Predigt anzuhören?
Für mich gleicht das einer Erpressung. Iss mit der Predigt – oder stirb. Viel weit davon entfernt ist Eure Einstellung auch nicht mehr.

Dass es auch Menschen gibt, die durch den Kontakt mit den Christen dort auch wieder zu Gott zurückfinden, stelle ich gar nicht in Frage; aber könnte man das nicht auch NACH dem Essen mit einem persönlichen Gespräch machen, wenn sich jemand freiwillig einem Christen anvertrauen will und sein Herz ausschütten? Das wäre für mich eine weitaus bessere Form der Nächstenliebe als einem "Wehrlosen" als allererstes mal - gut gemeint, oder nicht - seinen eigenen Glauben aufzudrücken.

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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon lionne » Mo 3. Feb 2014, 23:24

Jeshu hat geschrieben: ....auch nicht einmal ansatzweise nachempfinden, was es heißt, sämtliche Existenz und Sicherheit im Leben verloren zu haben und völlig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Nur mal so - entre paranthèse - um das zu erleben, braucht man nicht unbedingt obdachlos zu werden, da reicht bsp. eine Schlaganfall...; mit dem Unterschied, dass man bei Obdachlosigkeit noch (viele) Möglichkeiten hat, aus der Situation heraus zu kommen, was bei einem Schlaganfall (oder auch bei einem Schädelhirntrauma) schon wesentlich schwieriger ist, da auch die enormsten eigenen Bemühngen nur begrenzt, wenn überhaupt, zum Erfolg führen.... :(
LG lionne
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Mo 3. Feb 2014, 23:26

lionne hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben: ....auch nicht einmal ansatzweise nachempfinden, was es heißt, sämtliche Existenz und Sicherheit im Leben verloren zu haben und völlig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Nur mal so - entre paranthèse - um das zu erleben, braucht man nicht unbedingt obdachlos zu werden, da reicht bsp. eine Schlaganfall...; mit dem Unterschied, dass man bei Obdachlosigkeit noch (viele) Möglichkeiten hat, aus der Situation heraus zu kommen, was bei einem Schlaganfall (oder auch bei einem Schädelhirntrauma) schon wesentlich schwieriger ist, da auch die enormsten eigenen Bemühngen nur begrenzt, wenn überhsupz, zum Erfolg führen.... :(
LG lionne


Ja und man würde von jemandem der einen Schlaganfall erlitten hat ja nicht erwarten, dass er vor der Physiotherapie noch zur Predigt gehen muss.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon lionne » Mo 3. Feb 2014, 23:42

Ich war gerade heute Abend als Gast bei einem solchen Anlass, d.h. ein kostenloses Abendessen (Salat, Hauptgang, Dessert und Kaffee) für 'Randständige'. Ganz am Anfang gab es (wie jeden Montag Abend) eine kl. kurze 'Predigt' (diese dauerte heute knappe 10 Minuten), dann wurden noch Kleider und Schuhe angeboten, wo sich jede/r gratis bedienen konnte.... (da waren neuwertige Winterschuhe, warme Jacken dabei, und, und, und...). Anschliessend fand das Essen statt; jede/r konnte Nachschag haben; die Portionen waren grosszügig berechnet.... und lecker war es auch noch!
Meiner Ansicht nach eine gute Sache! Und es hat gar nicht weh getan, niemandem!
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon lionne » Mo 3. Feb 2014, 23:45

Tulbi hat geschrieben:Ja und man würde von jemandem der einen Schlaganfall erlitten hat ja nicht erwarten, dass er vor der Physiotherapie noch zur Predigt gehen muss.

Einen Sclaganfall erleiden oder ein Bettler/Obdachloser zu sein sind zwei Paar Stiefel!
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Tulbi » Mo 3. Feb 2014, 23:47

lionne hat geschrieben:Ich war gerade heute Abend als Gast bei einem solchen Anlass, d.h. ein kostenloses Abendessen (Salat, Hauptgang, Dessert und Kaffee) für 'Randständige'. Ganz am Anfang gab es (wie jeden Montag Abend) eine kl. kurze 'Predigt' (diese dauerte heute knappe 10 Minuten), dann wurden noch Kleider und Schuhe angeboten, wo sich jede/r gratis bedienen konnte.... (da waren neuwertige Winterschuhe, warme Jacken dabei, und, und, und...). Anschliessend fand das Essen statt; jede/r konnte Nachschag haben; die Portionen waren grosszügig berechnet.... und lecker war es auch noch!
Meiner Ansicht nach eine gute Sache! Und es hat gar nicht weh getan, niemandem!
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Ja, das wäre genau ein Beispiel, welches meine anfängliche Frage betrifft.
Meiner Meinung nach war die Organisation, im Recht dies zu tun.
Ich finde es aber nicht richtig in einem solchen Rahmen Sozialhilfe anzubieten.

Einen Sclaganfall erleiden oder ein Bettler/Obdachloser zu sein sind zwei Paar Stiefel!

Ja,ein paar Stiefel für den Bettler und einen anderes für den "Schlagangefallenen".
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon Schoham » Di 4. Feb 2014, 10:52

plura hat geschrieben:Persönlich denke ich, dass Hilfe uneigennützig sein soll. Jemandem zu helfen, damit er sich in eine Richtung verändert in die ich will, finde ich falsch.


So denkt es bei mir auch.
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Re: Mission in Form von Sozialarbeit

Beitragvon kingschild » Di 4. Feb 2014, 13:49

Tulbi hat geschrieben:
Das die Sozialen Werke in Amerika noch nicht den Standard haben, wie hier in Europa das ist so. Trotzdem sollten wir jedem Geber eben überlassen, was er fördern will und wie er es will.

Sind wir uns ja einig, dass es besser wäre, wenn die ganze Sache nicht so geregelt wäre.


Wir sind uns soweit einig das der Amerikanische Staat vielleicht noch ein wenig über die Bücher müsste, betreffend Sozial Werke. Ich Gegenzug sehe ich die Fehler die in Europa passieren, das man die betroffenen zuwenig in die Verantwortung mit einbezieht. Ich denke der Ansatz fördern und fordern ist kein schlechter Ansatz.

Wie wir ja wissen, ziehen es einige vor auf der Strasse zu übernachten, weil sie zum Teil in den Obdachlosen Heimen ihrem Alk Konsum nicht fröhnen können. Daher, der Geber soll eben entscheiden können ob er spendet für ein Heim das dies unterbinden will oder ob er auf der Strasse den Schnaps finanzieren will. Ich ziehe das erste dem zweiten vor.

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