Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

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Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Fr 28. Jun 2013, 07:58

Mit dem neuen Homo-Urteil in den Staaten scheint mir ein sieg von Paulus` Kernsatz erfolgt zu sein: "Die Liebe ist das Wichtigste (das Größte)." So auch die Argumentation der liberalen Kräfte (und wohl von inzwischen 60% der Bürger dort). Paulus -also das NT- hebt ein etwas altbacken wirkendes Motto des AT auf.
Darf man soviel Bedeutung auf das NT legen? Ich finde ja, denn Jesus scheint es zu entsprechen, der den Anti-Homo-Kurs nirgendwo bestätigt.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Gnu » Fr 28. Jun 2013, 11:13

Hermann hat geschrieben: Darf man soviel Bedeutung auf das NT legen? Ich finde ja, denn Jesus scheint es zu entsprechen, der den Anti-Homo-Kurs nirgendwo bestätigt.

Jesus hatte auch keinen Pro-Homo-Kurs, das wird ihm nur unterstellt. Er brauchte weder für noch gegen die Sünde zu predigen, weil das Volk, dem er predigte, das Gesetz Gottes kannte. Wogegen er aber mehrfach auftrat, war, wenn die Oberschicht dieses Gesetz durch eigene Regeln ergänzen und ausser Kraft setzen wollte. Er hätte eine kräftige Lösung für das Problem, dass Mensch Gesetz kennt aber nicht halten kann, gebracht. Dies haben seine Apostel später erkannt und auch predigend weiterverbreitet. Heute ist von dieser Kraft nicht mehr viel zu spüren.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon onThePath » Fr 28. Jun 2013, 12:14

Die Liebe ist das Wichtigste (das Größte).

Verwechselst Du nicht etwa Liebe zum Mitmensch mit sexuellem Begehren ?

Was nötig ist, ist Klarheit und Unterscheidungsfähigkeit.

Ein Sieg der Liebe, wie Gott ihn möchte ? Ein Sieg für Paulus ?
Da wird mir schlecht, das so simpel vorauszusetzen.

Es gab auch mal eine christliche sekte in den 70-er Jahren, die ihre Mädchen dazu aufforderte, mit sex Jünger zu machen.
Als Mann soll ich auch andere Männer Lieben, allerdings nicht als Sexualobjekt, deren edelste Form die Homoehe ist.

Das mit Sex und Liebe ist zu komplex, in der Bibel, als sich erfolgreich mit Befürwortern der Gleichgeschlechtigkeit darüber fruchtbar zu unterhalten, wie Erfahrungen zeigen.

Homosexuelle haben schon weitgehend ihren Willen in der Gesellschaft. Den Segen Gottes kann ihnen dagegen Niemand zusprechen, da läßt sich Gott nicht umgehen. Auch Christen, die ihnen das zusprechen haben keine Berechtigung von der Bibel und von Gott her dafür.


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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Fr 28. Jun 2013, 16:38

otp: Du entlarvst dich auf peinliche Weise mit Deinem Beitrag! Die Sexualisierung passiert bei Dir, nicht bei meiner Argumentation. Ich sage (mit 60% der Amerikaner)dies: Ein liebevolles Homo-Paar, das vl. ein Kind adoptiert, schenkt diesem mehr Lebenschancen und Geborgenheit als ein Hetero-Paar ihren (in den vl. wenigen guten Ehemonaten) gezeugtes Kind, sich aber bald darauf die halbe Zeit des Alltags streitet.
Der andere User: Könnte das Fehlen einer Bemerkung zu Homos bei Jesus nicht auch ein Zeichen dafür sein, dass er das Thema für nicht (mehr) wichtig erachtete? So wie viele heute über die Muslime spotten, weil ihr noch geltendes Schweinefleischverbot ein völlig zeitgebundes war (fehlende sichere Kühlmöglichkeite damals).
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Fr 28. Jun 2013, 17:07

Aus dem Römerbrief, Kapitel 1:


26 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste: denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; 27 desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen.
(Kontext: 3. Mose 18.22) (3. Mose 20.13) (1. Korinther 6.9)

Also Mann mit Mann Schande getrieben. Paulus spricht hier eindeutig von schändlichen Gelüsten und dem Empfangen des Lohnes ihres Irrtums. Der Irrtum ist hier die Schande ihrer Lüste, also Mann und Mann haben Schande getrieben.
Deutliche biblische Aussagen.

Gruss,

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Fr 28. Jun 2013, 18:27

Schokotimmi, du zitierst Paulus, ich bevorzuge Jesus.
Und Paulus hat eine derart körperverneinde Ideologie vertreten, dass sich noch 1960 viele Katholiken auf ihn beriefen. In ihren Pamphleten bezeichneten sie jeden Sex, der nicht eindeutig auf Nachkommen hin orientiert ist, als schändliche Fleischeslust.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Fr 28. Jun 2013, 18:45

Hermann hat geschrieben:Schokotimmi, du zitierst Paulus, ich bevorzuge Jesus.
Und Paulus hat eine derart körperverneinde Ideologie vertreten, dass sich noch 1960 viele Katholiken auf ihn beriefen. In ihren Pamphleten bezeichneten sie jeden Sex, der nicht eindeutig auf Nachkommen hin orientiert ist, als schändliche Fleischeslust.


Wenn ich Paulus zitiere, dann ist die Lust der Schande, also Mann mit Mann, trotzdem und eindeutig biblisch definiert und gegeben. Und was die Katholiken treiben ist mir egal und wenn dir die Aussagen des Paulus nicht als Richtlinie dienen, dann ist dir die ganze Bibel zu nichts nütze.
Paulis als Vertreter einer körperverneinenden Ideologie kann ich nicht erkennen, Paulus als Verkünder des Evangeliums allerdings sehr wohl.
Willst du die Paulusbriefe aus dem NT hinausdiskutieren, oder als festes und wahres Wort Gottes ablehnen?

Gruss,

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Fr 28. Jun 2013, 20:22

schoko: Ich will Dich ehrlichen Herzens fragen, ob Du wirklich nicht die Paulus-Ergüsse kennst, in denen er ehelichen Sex von Mann und Frau ebenfalls -mit einer einzigen Ausnahme- der reinen Fleischeslust verdächtigt.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Fr 28. Jun 2013, 20:43

Hermann hat geschrieben:schoko: Ich will Dich ehrlichen Herzens fragen, ob Du wirklich nicht die Paulus-Ergüsse kennst


Was für dich "Ergüsse" sind, das ist für viele andere Menschen einfach das Wort Gottes.
Ich sage es noch einmal, wenn du die Bibel in dir angenehme und unangenehme Abschnitte und Verse einteilst, dann ist dir die Bibel zu nichts nütze.
Paulus Wort bleibt bestehen, was die Sünde und die Schande angeht, wenn zwei Männer gemeinsam ihre Lust befriedigen.
Was würdest du sagen, wenn man dir jetzt auch noch die alttestamentlichen Aussagen, zum Beieinanderliegen von zwei Männern und deren Strafe dafür, zumuten würde?
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Fr 28. Jun 2013, 21:05

Leider weichst Du mir nun erneut aus - ich denke, wir lassen es dann im Grundsatz bleiben. Eine Nachfrage aber noch: Wo steht eigentlich, dass biblische Äußerungen völlig frei von Zeitgeist sind, also alle 100% als "ewige Wahrheiten" daherkommen sollen?! Ich erwähnte doch den peinlichen Fall beim Koran mit dem Schweinefleisch.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Fr 28. Jun 2013, 21:27

Hermann hat geschrieben:Leider weichst Du mir nun erneut aus - ich denke, wir lassen es dann im Grundsatz bleiben. Eine Nachfrage aber noch: Wo steht eigentlich, dass biblische Äußerungen völlig frei von Zeitgeist sind, also alle 100% als "ewige Wahrheiten" daherkommen sollen?!


Wenn die biblischen Wahrheiten erst einmal einem "Zeitgeist" unterworfen werden, dann wird vor lauter biblischer Liberalisierung und Demokratisierung von den Inhalten der Bibel einfach nichts mehr übrig bleiben.
Die Bibel wird dann zum privaten und dem jeweiligen "Zeitgeist" unterworfenen Wischwaschievangelium, zum biblischen Supermarkt, aus dem sich jeder nur das nimmt, was seinem religiösen Konsumdenken angenehm ist.

Da kommen eben so zeitgeistliche "Theologien" auf wie: Die Hölle ist leer und ähnliches.

Die Richtschnur der Bibel sollte die Bibel allein sein, denn der Zeitgeist von heute ist nicht der Zeitgeist von morgen und übermorgen. Wenn die Bibel nicht mehr das wörtliche Fundament und Richtschnur des Glaubens ist, dann können wir auch gleich Gott abschaffen.

Also, die Worte des Paulus, hinsichtlich der Homosexualität sind gültig, heute ebenso gültig wie vor rund zweitausend Jahren.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Sa 29. Jun 2013, 05:32

Natürlich ist es anstrengender, stets die Bibel befragen zu müssen, wie sie in die Jetztzeit hinein zu verstehen ist. Kompliziert wird es dann noch dadurch, dass es natürlich ewige wahrheiten gibt, wie etwa: "Wem gibt, dem wird gegeben." und: "An den Früchten sollt ihr sie erkennen." Es sind die Grundwahrheiten, die auch in anderen Kulturen (Religionen...) von Nicht-Fundamentalisten ins Zentrum gerückt werden. Gerade den Früchte-Satz verwende ich sehr gerne als Richtschnur.
Bin übrigens nicht der meinung, dass die Hölle leer ist. sie ist in den Augen Hunderter Menschen in der Form innerer Leere in den Augen ablesbar. Empfehle Dir die Berner Verkehrsmittel als Beobachtungsort.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Sa 29. Jun 2013, 06:25

Hermann hat geschrieben: Bin übrigens nicht der meinung, dass die Hölle leer ist. sie ist in den Augen Hunderter Menschen in der Form innerer Leere in den Augen ablesbar. Empfehle Dir die Berner Verkehrsmittel als Beobachtungsort.


Lese meinen Beitrag noch einmal.
Ich schrieb eindeutig und unmissverständlich:

Da kommen eben so zeitgeistliche "Theologien" auf wie: Die Hölle ist leer und ähnliches.


daruas herauszulesen, das ich der Meinung bin, die Hölle sei leer, das ist schon eine hohe "Kunst".
Wenn du schon anderer Menschen inhaltliche Beiträge nach deinen Gutdünken deutest, wie soll es dann erst mit biblischen Inhalten werden?

Gruss,

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Sa 29. Jun 2013, 07:08

Schoko: Wenn ich schreibe, ich sei nicht der Meinung, dass die Hölle leer ist, dann setze ich mich von einer Ansicht ab, die Du mir evtl. gleich noch mit unterstellst. Ich habe nie behauptet, Du sähest das so.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » Sa 29. Jun 2013, 09:47

Hermann hat geschrieben:Schoko: Wenn ich schreibe, ich sei nicht der Meinung, dass die Hölle leer ist, dann setze ich mich von einer Ansicht ab, die Du mir evtl. gleich noch mit unterstellst. Ich habe nie behauptet, Du sähest das so.


Mein Nick heißt nicht "Schoko", sondern schokotimmi, ein wenig mehr Höflichkeit dürfte auch einem "Hegelianer" zustehen. (Ich nenne dich ja auch nicht "Herm", soviel Tipparbeit sollte dir dein Nächster wert sein.)
Im übrigen ist für mich das Thema abgeschlossen. Homosexualität ist nach biblischen Aussagen nun einmal eine Sünde. Also nach biblischen Aussagen, auf diese Feststellung lege ich besonderen Wert.

Alles andere ist eine Gewissensentscheidung. Ich selbst kann mir zwar nicht vorstellen, das ein Mensch, dem sein Schwulsein angeboren ist in der Hölle dafür büssen muss, aber der Einzige der hier entscheidet ist allein und immer wieder nur Gott.
Und wenn ein schwuler Christ Gott liebt, Jesus nachfolgt nach besten Wissen und Gewissen, dann ist dieser Mensch in meinen Augen gerettet.
Als ob die Hölle immer genau der Platz wäre, an dem uns missliebige und uns unbequeme Menschen dann vorrangig "plaziert" werden. Wie überfüllt wäre dann die Hölle und wie öde und leer der Himmel.

Alles andere ist doch nur noch Wortklauberei und Gott spielen.

Dir ein schönes Wochenende.

Gruss,

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » Sa 29. Jun 2013, 10:44

Danke, Dir auch, werter Schokotimmi!
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 29. Jun 2013, 15:09

Also wenn schon Homosexualität vom Staat erlaubt wird, der zum einen keine Religion ist und zum anderen wo es auch Religionsfreiheit gibt, sollte dementsprechend gesagt werden:

so ca. (halt nicht laienhaft): "Schwulsein ist erlaubt bzw. keine Straftat mehr. Doch da das Gesetzt keine Religion ist, müssen auch Homosexualle sich entscheiden, die denen keiner abnehmen kann, ob es einen Gott gibt oder nicht, der dazu was zu sagen hat, mit allen eventuellen Konsequenzen und so, ganz gleich welcher Gläubiger was wie auslegt."
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 10:51

schokotimmi hat geschrieben:Homosexualität ist nach biblischen Aussagen nun einmal eine Sünde. Also nach biblischen Aussagen, auf diese Feststellung lege ich besonderen Wert.

...Ja, so ist es! Also erübrigt sich m.E. auch bez. Homosexualität jede weitere Diskussion. Es ist nun mal nicht so, dass sich durch das viele Diskutieren und Argumentieren diese Wahrheit der Bibel dadurch irgendwie ändern würde; von daher ist dieses Thema für mich auch gar kein Thema zum Diskutieren.... da kann man nun mit den Pinguinen (sind wir etwa Pinguine??) argumentieren oder mit sostwas...

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » So 30. Jun 2013, 12:38

Lionne: Wo aber ist garantiert, dass es sich bei den AT-Äußerungen um EWIG-GÜLTIGE Wahrheiten handelt? Auch der koran enthält Hinweise auf Verhaltensregeln, die geradezu zum Greifen zeitbedingt sind.
Sozusagen Wahrheiten mit Verfallsdatum.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » So 30. Jun 2013, 12:38

Lionne: Wo aber ist garantiert, dass es sich bei den AT-Äußerungen um EWIG-GÜLTIGE Wahrheiten handelt? Auch der koran enthält Hinweise auf Verhaltensregeln, die geradezu zum Greifen zeitbedingt sind.
Sozusagen Wahrheiten mit Verfallsdatum.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Gnu » So 30. Jun 2013, 14:10

Hermann, hast du schon einmal versucht, selbst den Koran und die Bibel zu lesen?
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » So 30. Jun 2013, 14:16

Hermann hat geschrieben:Lionne: Wo aber ist garantiert, dass es sich bei den AT-Äußerungen um EWIG-GÜLTIGE Wahrheiten handelt? Auch der koran enthält Hinweise auf Verhaltensregeln, die geradezu zum Greifen zeitbedingt sind.
Sozusagen Wahrheiten mit Verfallsdatum.


Nehmen wir einmal 3 Mose 20,13, dort steht zu lesen:

Und der HERR redete mit Mose und sprach:

...

"Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen."

Es handelt sich hier um eine Anweisung Gottes, das Schwule/Homosexuelle zu sterben haben. Und das eindeutig.

Jetzt kommt das Problem: Wenn der Tötungsbefehl Gottes hier eindeutig ist, dann ist dem nichts mehr hinzuzufügen.

@ Lionne

bist du dafür, das Schwule/Homosexuelle/Lesben getötet werden sollen? Denn eigentlich müsste jeder, aber auch jeder Christ, der die Bibel wortwörtlich nimmt, für das Töten von Schwulen/Homosexuellen und Lesben sein. Jeder Christ!

@ alle Christen

wenn 3 Mose 20,13 eine Anweisung Gottes ist, also Gottes höchstselbst, wer ist für die Tötung von Schwulen/Homosexuellen und Lesben?
(Da bin ich jetzt einmal sehr gespannt, welcher Christ den Mut hat, sich hier zu äussern.)

Grüsse

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » So 30. Jun 2013, 14:25

lionne hat geschrieben:
schokotimmi hat geschrieben:Homosexualität ist nach biblischen Aussagen nun einmal eine Sünde. Also nach biblischen Aussagen, auf diese Feststellung lege ich besonderen Wert.

...Ja, so ist es! Also erübrigt sich m.E. auch bez. Homosexualität jede weitere Diskussion. Es ist nun mal nicht so, dass sich durch das viele Diskutieren und Argumentieren diese Wahrheit der Bibel dadurch irgendwie ändern würde; von daher ist dieses Thema für mich auch gar kein Thema zum Diskutieren.... da kann man nun mit den Pinguinen (sind wir etwa Pinguine??) argumentieren oder mit sostwas...

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Du hast mich da etwas falsch verstanden.
Ntürlich ist Homosexualität nach biblischen Aussagen eine Sünde. Nach biblischen Aussagen!
Meiner Meinung nach ist das Töten auf Anweisung eines Gottes, also der Tötungsbfehl für Schwule, oder Ehebrecher, einfach nur blutigster Götzendienst.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 15:13

schokotimmi hat geschrieben:@ Lionne
bist du dafür, das Schwule/Homosexuelle/Lesben getötet werden sollen? Denn eigentlich müsste jeder, aber auch jeder Christ, der die Bibel wortwörtlich nimmt, für das Töten von Schwulen/Homosexuellen und Lesben sein. Jeder Christ!
schokotimmi

So, nun verstehe ich deinen Gedankengang. :idea: - und da ist auch der (Denk-)Fehler....
Die Bibel besteht bekanntlich aus AT und NT, der 'Alte Bund' und der 'Neue Bund'.
Ich lebe nach dem 'Neuen Bund' und hier werden keine Schwule/Homosexuelle, Lesben, Ehebrecher/-innen, Lügner, Götzendienser, Säufer, etc. getötet/gesteinigt/am Baukran aufgehängt oder sonstwas....
LG lionne
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » So 30. Jun 2013, 15:50

lionne hat geschrieben:
schokotimmi hat geschrieben:@ Lionne
bist du dafür, das Schwule/Homosexuelle/Lesben getötet werden sollen? Denn eigentlich müsste jeder, aber auch jeder Christ, der die Bibel wortwörtlich nimmt, für das Töten von Schwulen/Homosexuellen und Lesben sein. Jeder Christ!
schokotimmi

So, nun verstehe ich deinen Gedankengang. :idea: - und da ist auch der (Denk-)Fehler....
Die Bibel besteht bekanntlich aus AT und NT, der 'Alte Bund' und der 'Neue Bund'.
Ich lebe nach dem 'Neuen Bund' und hier werden keine Schwule/Homosexuelle, Lesben, Ehebrecher/-innen, Lügner, Götzendienser, Säufer, etc. getötet/gesteinigt/am Baukran aufgehängt oder sonstwas....
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Die zehn Gebote des AT, von Gott gegeben, die sind dann für dich auch nicht mehr gültig?

Wenn die einen Gesetze Gottes heute noch gültig sind und die anderen von Gott gegebenen Gesetze nicht, dann ist das der theologische Zeitgeist christlicher Rosinenpickerei?
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Echse » So 30. Jun 2013, 16:38

Ehebruch wurde im alten Testament auch mit dem Tod bestraft. Jesus hat allerdings die Ehebrecherin damals nicht gesteinigt, sondern sie laufen lassen und ihr gesagt, sie solle nicht mehr sündigen.

Ich verstehe daraus nicht, dass man Ehebruch nicht mehr Sünde nennen darf.

Das gleiche Prinzip ist in meinen Augen auch auf Homosexualität anwendbar.

Zu der Eingangsfrage: Nein, ich sehe die Homoehe nicht als Zeichen für die Liebe. Eher als weiterer Schritt dahin, alle christlichen Werte und Moralvorstellungen zu tilgen.

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Gnu » So 30. Jun 2013, 17:04

schokotimmi hat geschrieben: @ alle Christen

wenn 3 Mose 20,13 eine Anweisung Gottes ist, also Gottes höchstselbst, wer ist für die Tötung von Schwulen/Homosexuellen und Lesben?
(Da bin ich jetzt einmal sehr gespannt, welcher Christ den Mut hat, sich hier zu äussern.)

Unter Berücksichtigung der ganzen Bibel meine ich, wie folgt antworten zu müssen:

— Zuerst unterscheide ich zwischen Schwulen und Lesben. Für die Schwulen gilt, dass sie im alten Bund mit Israel grundsätzlich beim Erwischtwerden beim Geschlechtsverkehr ausgerottet werden mussten, denn sie hatten nach dem Gesetz 3. Mose 18.22 Gräuelsünde begangen, was gleichbedeutend mit Götzendienst ist. Ich sehe aber in der ganzen Bibel nirgendwo ein Beispiel, dass diese Todesstrafe jemals vollzogen wurde (was nicht heisst, dass sie es nicht wurde, denn Schweigen ist kein Beweis). Ich lese vielmehr, dass eine ganze Stadt diese Sünde tolerierte und erst dann von den anderen Stämmen zur Rechenschaft gezogen wurde, als die Frau eines Leviten dem Mob zum Opfer fiel und die Vergewaltigungsorgie nicht überlebte, worauf der Priester ihre Leiche zerstückelte und an die anderen Stämme sandte. (Richter 19 ff). Soviel für's erste zu den männlichen Homosexuellen.

— Gegen die Lesben hatte Mose kein Gebot JAHWEHs bekommen, denn in 3. Mose 18 ff liesest du kein Sterbenswörtchen über das Liegen einer Frau bei einer Frau (damals sagte man übrigens noch Weib, die Frau ist eine Erfindung der Nachkriegs-Jahre des letzten Jahrhunderts, als die Emanzipation des Weibes sich durchzusetzen begann und sie „Herr“ genannt werden wollte, denn das Pendant zu Mann ist Weib, das Pendant zu Herr ist Frau). Wo kein Gesetz ist, gibt es keinen Richter (ausser im Kanton Bern).

— Und nun zum neuen Bund, denn ich schrieb ja, dass ich die ganze Bibel berücksichtige: Wenn im alten Bund einer eine Sünde aus Versehen begangen hatte, (was beim Liegen von Mann bei Mann schwerlich der Fall sein konnte, aber angenommen, er fand einen milden Richter), so konnte er die Strafe auslösen mit einem Tier, das an seiner Stelle sterben musste und als Sündopfer geopfert wurde. Inzwischen kam aber der Messias und schuf einen neuen Bund, in dem gilt, dass er die Strafe für die Sünde trägt (über genaue Details davon ist hier kein Raum). Folglich muss die Todesstrafe für Todsünden abgeschafft worden sein, wenn man diesen Bund als gültig ansieht. Für einen Christen gilt deshalb: Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst. Folglich sage ich, in Beantwortung deiner Frage:

    → Als Christ bin ich gegen die Tötung von Schwulen (und Lesben). Die Tötung von Lesben steht nicht zur Disposition, denn es gab kein göttliches Gesetz gegen lesbischen Geschlechtsverkehr.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Jeffrey mc » So 30. Jun 2013, 17:29

Gnu hat geschrieben: Inzwischen kam aber der Messias und schuf einen neuen Bund, in dem gilt, dass er die Strafe für die Sünde trägt (über genaue Details davon ist hier kein Raum). Folglich muss die Todesstrafe für Todsünden abgeschafft worden sein, wenn man diesen Bund als gültig ansieht. Für einen Christen gilt deshalb: Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst.


Was aber dann noch ganz wichtig zu sagen ist, dass man sagen kann und darf, dass Homosexualität eine Sünde ist und das Gott das ein Gräul ist..

Und ferner ist es fatal, wenn einer sagen würde, dass Jesus die Sünde trägt und sowas mit einem Freibrief zu sündigen in Verbindung gesetzt werden kann, weil man könne ja sündigen, denn Jesus träge die Sünde und vergibt sie.
Wir sollen die Sünde nicht tun (so weit es geht) bzw. hassen.
Man kann doch nicht z.B. gerne sündigen und theoretisch einen Button tragen, wo draufsteht "Gott, du vergibst ja"...

Ach man, besser konnte ich es nicht ausdrücken!!
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 18:59

schokotimmi hat geschrieben:Die zehn Gebote des AT, von Gott gegeben, die sind dann für dich auch nicht mehr gültig?

Dieses Frage wird im Thread "Halten der Gebote im neuen Bund Jesu" diskutiert.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » So 30. Jun 2013, 19:04

Mit Echse scheint endlich mal ein User bereit, Jesus zu würdigen und die Akzentverschiebung AT - NT klar zu sehen.
Ein zweiter, noch wichtigerer Aspekt: Es gibt in der Bibel Äußerungen auf höchster Ebene (General-Äußerungen könnte man sie vl. nennen) und normale Aussagen, auf engere Bezirke begrenzte. Pauli Satz, der in meinem Thread-Titel angesprochen ist, ist vorrangig, vom Typ 1 sozusagen. Dadurch kamen zahlreiche ev. Pfarrer in den letzten Jahrzehnten dazu, das Thema differenzierter zu betrachten. Sie nehmen die Bibel nicht weniger ernst, sondern erkennen diese rang-unterschiedlichen Ebenen.
Natürlich habe ich Bibel und Koran gelesen. Als Theologe sollte das auch selbstverständlich sein.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Gnu » So 30. Jun 2013, 19:19

Hermann hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Jesus hatte auch keinen Pro-Homo-Kurs, das wird ihm nur unterstellt.

Könnte das Fehlen einer Bemerkung zu Homos bei Jesus nicht auch ein Zeichen dafür sein, dass er das Thema für nicht (mehr) wichtig erachtete? So wie viele heute über die Muslime spotten, weil ihr noch geltendes Schweinefleischverbot ein völlig zeitgebundes war (fehlende sichere Kühlmöglichkeite damals).

1. Die Richtlinien der Verkündigung von Jesus findest du u. a. in Matthäus Kapitel 5 bis 7. Dort steht exemplarisch in 5.17-20: „Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ (Text aus Luther 1912).

2. Zu Schweinefleisch: Es hätte schon damals das Gebot lauten müssen, dass Schweinefleisch am Tage der Schlachtung gebraten und gegessen werden muss, wenn es ausschliesslich aus hygienischen Gründen gegeben worden wäre. Aber auch als Brandopfer war Schwein nicht zugelassen, was ein Hinweis auf eine andere, geistliche oder ewige, Unreinheit dieser Tiere ist. Deshalb erlaubte es Jesus ja bei der Austreibung der Legion Dämonen diesen auch, in die Schweine zu fahren, um sie anschliessend im See zu versenken. Bei der Vermehrung des Brotes wurden die Überreste eingesammelt. Schwein taugte gerade mal zum Dämonen versenken, nicht als Nahrung. Schon von daher ist es auch heute noch für einen Heiligen nicht angebracht, Schwein auf den Teller zu lassen.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 19:30

Hermann hat geschrieben:xxxx, sondern erkennen diese rang-unterschiedlichen Ebenen.

Was nun die Sünde anbetrifft, so gibt es in diesem Zusammenhang keine sog.
'rang-unterschiedliche Ebene'.
Es gibt keine "Sünden-Hitparade, keine Grauzone; Sünde ist Sünde und Sünde bleibt Sünde, Zeitgeist hin oder her.
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Zuletzt geändert von lionne am So 30. Jun 2013, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon SunFox » So 30. Jun 2013, 19:31

Das Problem lieber Gnu ist, wenn es wirklich so ist wie du es beschreibst (ich zweifle deine Ausführung in keinster Weise an), dann spielen viele mit ihrem Leben!

Die Frage ist ja, warum Gott schon vor Abraham und in der Folge logischer Weise auch vor Israel die Tierwelt in rein und unrein unterteilte?

Kommt noch dazu, das Gott aber dennoch bei seinem Volk dieses ausführlich bestättigte!

Schweine waren für Jesus nichts reines, keine für den Menschen als fleischliche Nahrung geeignete Tierart! Bei dem Brot und den Fischen ließ er aber alles einsammeln, damit nichts verkommt! Das sollte schon zu denken geben!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon SunFox » So 30. Jun 2013, 19:39

Echse hat geschrieben:Ehebruch wurde im alten Testament auch mit dem Tod bestraft. Jesus hat allerdings die Ehebrecherin damals nicht gesteinigt, sondern sie laufen lassen und ihr gesagt, sie solle nicht mehr sündigen.

Ich verstehe daraus nicht, dass man Ehebruch nicht mehr Sünde nennen darf.

Das gleiche Prinzip ist in meinen Augen auch auf Homosexualität anwendbar.


Liebe Echse, Jesus hat nicht einfach laufen lassen, sondern gesagt: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!" ;)

Jesus hat also den Ehebruch explizit unter der Sünde eingeordnet, aber er ließ Gnade vor Recht walten!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » So 30. Jun 2013, 20:35

Lionne: Die verschiedene Wertigkeit, die ich meine, möchte ich an einem Beispiel erläutern: Ein Mann schlägt seine Frau, geht auch schon mal fremd. Er erfüllt also das Gebot, sich im Hetero-Bereich sexuell (und anderweitig) zu bewegen. Da die fehlende Liebe aber vorrangig ist (so verstehe ich Paulus), ist er weit sündiger als ein Homo, der in Liebe, Treue und Toleranz seine Partnerschaft lebt.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 20:49

Hermann hat geschrieben:Lionne: Die verschiedene Wertigkeit, die ich meine, möchte ich an einem Beispiel erläutern: Ein Mann schlägt seine Frau, geht auch schon mal fremd. Er erfüllt also das Gebot, sich im Hetero-Bereich sexuell (und anderweitig) zu bewegen. Da die fehlende Liebe aber vorrangig ist (so verstehe ich Paulus), ist er weit sündiger als ein Homo, der in Liebe, Treue und Toleranz seine Partnerschaft lebt.

Diesem Gedankengang kann ich nicht zustimmen. Wie gesagt: es gibt keine Sünden-Hitparade, keine Wertigkeits-Skala der Sünde!
Zu dem Beispiel: Beide haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten ... (Römer 3,23). Sünde ist Sünde, es gibt keine Wertigkeits-Skala der Sünde!
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon schokotimmi » So 30. Jun 2013, 20:55

SunFox hat geschrieben:
Echse hat geschrieben:Ehebruch wurde im alten Testament auch mit dem Tod bestraft. Jesus hat allerdings die Ehebrecherin damals nicht gesteinigt, sondern sie laufen lassen und ihr gesagt, sie solle nicht mehr sündigen.

Ich verstehe daraus nicht, dass man Ehebruch nicht mehr Sünde nennen darf.

Das gleiche Prinzip ist in meinen Augen auch auf Homosexualität anwendbar.




Jesus hat also den Ehebruch explizit unter der Sünde eingeordnet, aber er ließ Gnade vor Recht walten!

Liebe Grüße von SunFox


Was wäre passiert, wenn Jesus das "Recht" des alten Testaments hätte walten lassen?
Die Frau wäre gesteinigt worden.
Also hat Jesus hier, den Menschen und allen nachfolgenden Generationen, mehr als nur Gnade gezeigt.
Jesus ließ nicht nur Gnade vor Recht walten, Jesus zeigte auch ein neues, ein universelles und ewig gültiges Gesetz auf.

Wer ohne Sünde ist..., richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet..., der Balken in deinem Auge...

Jesus lehrt das Schuld und Sünde, und die Aufarbeitung dessen immer und zuerst bei und in uns selbst beginnt, immer.
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon Hermann » So 30. Jun 2013, 21:06

Lione: dann wirst du wohl auch keine unterschiedliche Wertigkeit zwischen einem Pädophilen, der ein Kind schändet und einem Mann, der einem Kind 2€ abtrickst. Alles drei Punkte im göttlichen Flensburg, oder wie?!
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon lionne » So 30. Jun 2013, 22:29

Hermann hat geschrieben:Lione: dann wirst du wohl auch keine unterschiedliche Wertigkeit zwischen einem Pädophilen, der ein Kind schändet und einem Mann, der einem Kind 2€ abtrickst. Alles drei Punkte im göttlichen Flensburg, oder wie?!

Zeig uns doch mal in der Bibel die Stelle, wo du uns 'deine Theorie' erklären kannst.
Und wer bitte (be-)wertet die einzelnen Sünden? :roll:
(Wohl noch jede/r einzelne selber! ;)
LG lionne
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Re: Homo-Urteil in den USA: Ein Sieg von Paulus?

Beitragvon jeig » So 30. Jun 2013, 22:32

lionne hat geschrieben:
schokotimmi hat geschrieben:Homosexualität ist nach biblischen Aussagen nun einmal eine Sünde. Also nach biblischen Aussagen, auf diese Feststellung lege ich besonderen Wert.

...Ja, so ist es! Also erübrigt sich m.E. auch bez. Homosexualität jede weitere Diskussion. Es ist nun mal nicht so, dass sich durch das viele Diskutieren und Argumentieren diese Wahrheit der Bibel dadurch irgendwie ändern würde; von daher ist dieses Thema für mich auch gar kein Thema zum Diskutieren.... da kann man nun mit den Pinguinen (sind wir etwa Pinguine??) argumentieren oder mit sostwas...

Schöne Sunntig!
lionne


Leider lässt sich die Homosexualität auch nicht einfach so wegdiskutieren.
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
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