Nationalhymne

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 09:15

Hallo miteinander

Während der Euro08 hört man wieder vermehrt die Nationalhymne (Schweizerpsalm):

1. Strophe
Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

2. Strophe
Kommst im Abendglühn daher,
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

3. Strophe
Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

4. Strophe
Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.


Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten. Wo sind die heutigen Christen in der Politik und Wirtschaft, die das Land prägen? Die Anzahl der Gläubigen hat sicher auch abgenommen, aber warum :? Sogar der Bundesbrief von 1291 beginnt mit: "In Gottes Namen." Amen und endet
mit "Diese Ordnungen sollen, so Gott will, dauernden Bestand haben"!

Wird sicher eine spannende Diskussion.

Sind gsegnät

Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 11:13

Original von Gott ist Liebe
Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten.


ich denke nicht, dass da der schweizerpsalm, der 1841 gedichtet wurde, als beleg herhalten kann. der ist eher ausdruck der katholischen gegenbewegung gegen die liberale regeneration jener zeit.

zudem find ich es an den haaren herbeigezogen, die leute, die den bundesbrief verfassten, als "schweizer" zu bezeichnen. die sahen sich selbst auf keinen fall so. 1291 ist ein willkürliches datum, dass mit der geschichte der schweiz wenig bis nichts zu tun hat.


du wolltest aber in diesem thread bestimmt auf etwas anderes hinaus, deshalb noch mein senf zum thema: die gründung der schweiz 1848 war ein erfolg der aufklärung und des liberalismus über die rückständigen, religiös geprägten katholischen orte. der schweizerische sonderfall ist, dass die schweiz der einzige staat in europa war, in dem sich die ´48er revolution halten konnte und sie nicht wie ihre nachbarn wieder an die reaktion fiel - ganz besonders deutschland ist hier ein tragisches beispiel.


wenn die schweiz aus ihrer geschichte etwas lernen sollte, dann dass religion und politik nicht zusammengehören.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon Taube » Mi 11. Jun 2008, 11:22

Original von Gott ist Liebe

Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten.


Das soll der christliche Geist gewesen sein: Im Winter, wenn die Bauern in den drei Talschaften wenig zu tun gehabt haben, sind sie ab und zu zum Spass Klöster überfallen gegangen und haben sie ausgeraubt. Klingt eher nach Alpenhooligans!


Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 11:28

Original von valdes
Original von Gott ist Liebe
Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten.


1)ich denke nicht, dass da der schweizerpsalm, der 1841 gedichtet wurde, als beleg herhalten kann. der ist eher ausdruck der katholischen gegenbewegung gegen die liberale regeneration jener zeit.


2)zudem find ich es an den haaren herbeigezogen, die leute, die den bundesbrief verfassten, als "schweizer" zu bezeichnen. die sahen sich selbst auf keinen fall so. 1291 ist ein willkürliches datum, dass mit der geschichte der schweiz wenig bis nichts zu tun hat.

3)du wolltest aber in diesem thread bestimmt auf etwas anderes hinaus,

4)deshalb noch mein senf zum thema: die gründung der schweiz 1848 war ein erfolg der aufklärung und des liberalismus über die rückständigen, religiös geprägten katholischen orte. der schweizerische sonderfall ist, dass die schweiz der einzige staat in europa war, in dem sich die ´48er revolution halten konnte und sie nicht wie ihre nachbarn wieder an die reaktion fiel - ganz besonders deutschland ist hier ein tragisches beispiel.

5)wenn die schweiz aus ihrer geschichte etwas lernen sollte, dann dass religion und politik nicht zusammengehören.

1)Ja, er wurde 1841 gedichtet, aber dass hat nichts mit dem zu tun. Der Psalm wurde als Nationalhymne aufgenommen, dass sagt ja schon viel aus.

2)O.k. Eidgenossen! Und im 1291 war zufällig der Rütlischwur und der Bundesbrief wurde verfasst

3)sehr richtig......

4)Um dass geht es nicht in meinem Thread. Ich wollte au etwas anderes hinaus...

5)Denke ich nicht und es geht mir nicht um die Religion, sondern um die Gläubigen in der Politik!
Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 11:32

Original von Taube
Original von Gott ist Liebe

Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten.


Das soll der christliche Geist gewesen sein: Im Winter, wenn die Bauern in den drei Talschaften wenig zu tun gehabt haben, sind sie ab und zu zum Spass Klöster überfallen gegangen und haben sie ausgeraubt. Klingt eher nach Alpenhooligans!


Gruss Taube


Hallo Taube

Wie kannst du beurteilen, wie stark die Eidgenossen geglaubt haben, mit Geschichte??? Ich nehme nicht an, dass alle Alpenhooligans waren!
Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 11:39

Original von Taube
Alpenhooligans


you made my day!
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 11:42

Original von Gott ist Liebe
Original von Taube
Original von Gott ist Liebe

Es zeigt mir immer wieder auf, wie stark die Schweizer zur Zeit der Eidgenossenschaftsgründung Gott nachfolgten.


Das soll der christliche Geist gewesen sein: Im Winter, wenn die Bauern in den drei Talschaften wenig zu tun gehabt haben, sind sie ab und zu zum Spass Klöster überfallen gegangen und haben sie ausgeraubt. Klingt eher nach Alpenhooligans!


Gruss Taube


Hallo Taube

Wie kannst du beurteilen, wie stark die Eidgenossen geglaubt haben, mit Geschichte??? Ich nehme nicht an, dass alle Alpenhooligans waren!



das ist ja genau das, was du machst.
du reisst einen hundskommunen landfrieden aus dem 13. jh. völlig aus seinem historischen zusammenhang und erklärst eine übliche eingangsfloskel eines vertragswerks zum zeichen eines signifikant gottgefälligen staatswesens.


p.s. natürlich waren sie "nicht alle" alpenhooligans, aber die geschichte der alten eidgenossenschaft ist voll von eroberungskriegen und innerer feindschaft.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 11:47

O.k. wie du meist, lassen wir es mit dem Bundesbrief. Und die Nationalhymne? Es ist nicht einfach eine Floskel und hat eine tiefe Aussage...
Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon Yehudit » Mi 11. Jun 2008, 11:55

Also ich finde unsere Nationalhymne den Hammer und hoffe, dass der Text noch lange so erhalten bleiben darf. Ebenfalls hoffe ich, dass so manchem, der dieser Psalm singt, auch bewusst werden darf, was er da singt.

Grüessli Yehudit
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5395
Registriert: So 19. Mai 2002, 14:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 11:59


Ja, er wurde 1841 gedichtet, aber dass hat nichts mit dem zu tun. Der Psalm wurde als Nationalhymne aufgenommen, dass sagt ja schon viel aus.


ja, über die 60er jahre des vergangenen jahrhunderts und sicher nicht über den gottesglauben der rütlischwörer.


Und im 1291 war zufällig der Rütlischwur und der Bundesbrief wurde verfasst


du sagst es richtig: zufällig. diese ereignisse wurden viel später zu dem gemacht, was man heute über sie denkt. es war nicht das ziel dieses landfriedens, einen unabhängigen staat zu gründen. drei talschaften haben sich gegenseitig schutz versprochen - genauer gesagt, ein älteres schutzversprechen bestätigt. ein eigenes staatswesen wurde erst jahrhunderte später daraus. entscheidend für die entstehung der alten eidgenossenschaft war das interesse habsburgs an diesen talschaften, das unterstützen der einen partei im kampf um die hl. römische krone und die geschickte politik berns.
der rütlischwur ist ein symbolisches datum. nichts mehr. reale auswirkungen hatte das keine.


Um dass geht es nicht in meinem Thread. Ich wollte au etwas anderes hinaus...


das ist mir schon klar. aber du hast mit schweizer geschichte angefangen und vor 1848 darf man mMn weder von schweiz, noch von schweizer geschichte sprechen. die schweiz wurde 1848 gegründet und hat wenig bis nichts mit der alten eidgenossenschaft zu tun.
für das selbstverständnis unseres staates, unsere institutionen, unser recht, unsere geschichte etc. ist es eben von entscheidender bedeutung, dass im sonderbundskrieg die progressiven liberalen die konservativen katholiken besiegt haben.
religion, glaube und christentum sind kein fundament unseres staatswesens. und genau das macht den erfolg der schweiz aus.


es geht mir nicht um die Religion, sondern um die Gläubigen in der Politik!


gottseidank ist in der schweiz religion privatsache. auch für politikerInnen. ich möchte jedenfalls nicht in einem land leben, wo eine gläubige mehrheit eine un- oder andersgläubige minderheit unterdrückt oder "moralische" entscheidungen aufzwingt. (abtreibung, homoehe, sterbehilfe etc.)


edit: zitieren will gelernt sein.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 12:07

Original von Gott ist Liebe
O.k. wie du meist, lassen wir es mit dem Bundesbrief. Und die Nationalhymne? Es ist nicht einfach eine Floskel und hat eine tiefe Aussage...



sorry, hab bevor ich das gelesen habe noch jenstes dazu geschrieben. ich lass das trotzdem mal stehen, weil ich eben finde, dass es da einen zusammenhang gibt.

wegen der nationalhymne: ich bin eh nicht so fan von hymnen (ausser der französischen), aber ich finde die vermischung von gott und vaterland unschön. gott hat kein vaterland, wenn menschen ihm eins andichten, endet das meistens übel.
"für gott und vaterland" möcht ich auf jeden fall niemanden mehr sagen hören, das hat schon zu vielen das leben gekostet.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 12:58

@valdes

o.k. ich sehe du bist geschichtlich gut im Bilde;-)! Vielleicht war es unklug von mir die Schweiz und die Eidgenossenschaft anzusprechen, sorry. Ich wollte da nichts verdrehen.

Deine Meinung mit Politik und Glauben lass ich so stehen, was denken andere dazu?

Mich nimmt dennoch Wunder, was die Beweggründe für die Ernennung des Psalms zur Nationalhymne?
Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon Taube » Mi 11. Jun 2008, 13:24

Original von Gott ist Liebe
Hallo Taube

Wie kannst du beurteilen, wie stark die Eidgenossen geglaubt haben, mit Geschichte??? Ich nehme nicht an, dass alle Alpenhooligans waren!

Nein, natürlich nicht, auch genau so wenig waren diese Menschen damals die hehren, christlichen Freiheitshelden, was uns die Romantiker mit ihren Geschichten weis machen wollten. ... und unsere Nationalhymne strahlt noch diese romantische Idee aus, - aber ist Vergangenheit.

Diese Vergangenheit blendet heute einfach. Sonst würde man sehen, dass Christen auch heute noch politisieren, verstreut in vielen Parteien. In vielen wichtigen Abstimmungen haben auch Kirchen und Gemeinden ihre Meinung kund getan, fast nie einheitlich, aber das ist auch zu erwarten. Aber die meisten christlichen Kreise haben heute begriffen, dass sie in einer kulturell differenzierten Gesellschaft leben. Fast nur noch Fundamentalisten träumen von einem christlichen Gottesstaat, der "demokratisch"-autoritär bestimmt, was christlich ist und was nicht zur Schweiz gehört. Das Beispiel EDU zeigt auf, wie da vermeintlich christliches Gedankengut vermischt wird mit nationalistisch-konservativem Denken.

Gruss Taube

Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Nationalhymne

Beitragvon Gott ist Liebe » Mi 11. Jun 2008, 13:44

Es ist mir klar, dass Gläubige auch heute noch politisieren. Ich bin eurer Meinung und bezweifle, dass ein "Gottes-Staat" zur Zeit möglich wäre. Es ist schade, dass die Gläubigen nicht zusammen stehen können und eine einheitliche Politik nach Gottes Warheit und Weisheit machen können. Aber das ist sowieso Wunschdenken. Leider gibt es zu viele verschiedene Meinungen über Gott und die Bibel bei Gläubigen.

@Taube: Ist für dich die Nationalhymne ein Teil einer romantischen Idee und nichts weiter? Würde in unserer momentanen Gesellschaft eine Nationalhymne mit solchem Text wiedergewählt werden?
Römer 8, 38-39 / Psalm 16, 5-12
Powered by Spirit :))
Στου κουφού την πόρτα όσο θέλεις βρόντα
Benutzeravatar
Gott ist Liebe
Member
 
Beiträge: 268
Registriert: Di 10. Jun 2008, 11:36
Wohnort: ZH Unterland

Re: Nationalhymne

Beitragvon Yehudit » Mi 11. Jun 2008, 14:06

Original von Gott ist Liebe
Es ist mir klar, dass Gläubige auch heute noch politisieren. Ich bin eurer Meinung und bezweifle, dass ein "Gottes-Staat" zur Zeit möglich wäre. Es ist schade, dass die Gläubigen nicht zusammen stehen können und eine einheitliche Politik nach Gottes Warheit und Weisheit machen können.
Etwas Gottesfurcht würde dem ganzen Land nichts schaden. Allein das würde schon so einiges ins Wanken bringen, was in der Politik so abläuft und was wir Schweizer so alles abstimmen an der Urne.

Grüessli Yehudit
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5395
Registriert: So 19. Mai 2002, 14:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Nationalhymne

Beitragvon Taube » Mi 11. Jun 2008, 15:33

Original von Gott ist Liebe
@Taube: Ist für dich die Nationalhymne ein Teil einer romantischen Idee und nichts weiter? Würde in unserer momentanen Gesellschaft eine Nationalhymne mit solchem Text wiedergewählt werden?
Ich glaube nicht, dass diese Hymne nochmals gewählt würde, sie war ja immer etwas in Frage gestellt und erst 1981 wurde der Schweizerpsalm definitiv Landeshymne. Seit 1961 war sie immer offiziell als Provisorium gehalten. Imer wieder wurde ja eine neue Landeshymne gesucht, nur was Überzeugendes hat man ja nicht gefunden.

Ich glaube auch nicht, dass heute über ein Lied noch eine Identität für ein Land gefunden werden kann, ich denke die Idee einer Landeshymne ist heute veraltet. Dieser Schweizerpsalm zeigt für mich wirklich nur noch den Geist der Staatsgründung im Jahre 1848. Gemäss Meinung des Bundesrates soll die Hymne auch dieser Gründungsepoche entsprechen.


Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 16:12

Original von Taube
Ich glaube auch nicht, dass heute über ein Lied noch eine Identität für ein Land gefunden werden kann



ich denke, die franzosen definieren sich schon immer noch auch über den text dieses liedes:

marseillaise


es gibt übrigens ein beispiel eines vorschlages für eine hymne, der mir sehr gefällt. ist allerdings für deutschland: http://www.youtube.com/watch?v=A0SKw6zrgeM
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon Yehudit » Mi 11. Jun 2008, 17:02

Naja, sehr viele Deutsche, die ich kenne, sind nicht besonders stolz auf ihre Hymne und mögen sie nicht singen. Die Nazizeit ist halt schon sehr präsent und dann soll man singen: Deutschland, Deutschland über alles, über alles auf der Welt....
Naja, ich msus ehrlich gestehen, ich hätte damit auch meine Mühe, da bin ich froh, dass ich Schweizerin sein darf. ;)
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5395
Registriert: So 19. Mai 2002, 14:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Nationalhymne

Beitragvon valdes » Mi 11. Jun 2008, 17:10

Original von Yehudit
Naja, sehr viele Deutsche, die ich kenne, sind nicht besonders stolz auf ihre Hymne und mögen sie nicht singen. Die Nazizeit ist halt schon sehr präsent und dann soll man singen: Deutschland, Deutschland über alles, über alles auf der Welt....
Naja, ich msus ehrlich gestehen, ich hätte damit auch meine Mühe, da bin ich froh, dass ich Schweizerin sein darf. ;)


gerade deshalb hätte man bei der gründung der bundesrepublik mit dem deutschlandlied brechen sollen.
brechts vorschlag find ich da wirklich nicht schlecht.

das schlimmste am deutschlandlied find ich nicht das "deutschland über alles", das wird einfach missverstanden und war nicht so gemeint. schlimm find ich "von der maas bis an die memel, von der etsch bis an den belt". diese gewässer liegen in belgien, italien, dänemark und weissrussland ...
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
Benutzeravatar
valdes
Abgemeldet
 
Beiträge: 1552
Registriert: So 11. Mai 2008, 18:42

Re: Nationalhymne

Beitragvon Yehudit » Mi 11. Jun 2008, 17:17

Habe da was gefunden, das Deutschland etwas entlastet, aber das weiss natürlich auch nicht jeder.

Ich bin froh, wenn unsere Hymne noch weiterbestehen darf und wenn sich das Schweizer Volk gerade jetzt während der EM vielleicht mal Gedanken über den Text macht.

Grüessli und Hopp Schwiz für hüt Obig!!

Yehudit
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5395
Registriert: So 19. Mai 2002, 14:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Nationalhymne

Beitragvon Wolfi » Do 12. Jun 2008, 14:22

Tatsächlich wurde der Schweizerpsalm bereits 1841 komponiert. Nationalhymne für uns Schweizer ist er allerdings erst seit 1961. Davor hatten wir eine Nationalhymne, welche noch ein paar Jahre älter war (1811):

Rufst Du mein Vaterland
1.
Rufst du, mein Vaterland
Sieh uns mit Herz und Hand,
All dir geweiht
Heil dir, Helvetia!
Hast noch der Söhne ja,
Wie sie Sankt Jakob sah,
Freudvoll zum Streit!

2.
Da, wo der Alpenkreis
Nicht dich zu schützen weiss
Wall dir von Gott,
Stehn wir den Felsen gleich,
Nie vor Gefahren bleich,
Froh noch im Todesstreich,
Schmerz uns ein Spott.

3.
Nährst uns so mild und treu,
Hegst uns so stark und frei,
Du Hochlandbrust!
Sei denn im Feld der Not,
Wenn Dir Verderben droht,
Blut uns ein Morgenrot,
Tagwerk der Lust.

4.
Sanft wie der Alpensee,
Sturmlos am Gletscherschnee
Webt unser Mut.
Graus tobt der See, geschreckt,
Wenn ihn Gewitter deckt,
So wir zum Kampf erweckt,
Wut wider Wut.

5.
Und wie Lawinenlast
Vorstürzt mit Blitzeshast –
Grab allumher –
Werf in den Alpenpfad,
Wenn der Zerstörer naht,
Rings sich Kartätschensaat
Todtragend schwer.

6.
Vaterland, ewig frei,
Sei unser Feldgeschrei,
Sieg oder Tod!
Frei lebt, wer sterben kann,
Frei, wer die Heldenbahn
Steigt als ein Tell hinan.
Mit uns der Gott!

7.
Doch, wo der Friede lacht
Nach der empörten Schlacht
Drangvollem Spiel,
O da viel schöner, traun,
Fern von der Waffen Grau´n,
Heimat, dein Glück zu bau´n
Winkt uns das Ziel!

Warum wechselte man eigentlich 1961 die Hymne aus?- Gerüchteweise habe ich mal gehört, es sei gewesen, weil wir dieselbe Melodie hatten wie die Engländer ...

Übrigens gibt´s schon seit längerem Bestrebungen, erneut eine neue Nationalhymne zu kreieren.

Ein aktueller Textvorschlag lautet:

1. Strophe
Meine Schweiz, mein Heimatland
mein geliebtes Vaterland
wo die Berge stolz sich erheben
Alpenland am Quell’ von Rhone, Rhein und Inn
wo ich frei und glücklich zu hause bin
Das ist unser Heimatland
wo wir leben Hand in Hand
und so soll es ewig bleiben
ja, so soll es ewig sein.

2. Strophe
Weisses Kreuz im roten Feld
ist das Schönste auf der Welt
das wir alle lieben und ehren
mitten drin im Herzen von Europa
stehen wir und rufen Helvetia
uns’re Schweiz, das Heimatland
Mutterland und Vaterland
und so soll es ewig bleiben
ja, so soll es ewig sein.

3. Strophe
Frieden, Freiheit, Offenheit
stolz auf Unabhängigkeit
die wir uns bewahren für alle Zeit
Menschenrecht und Hilfe wir gewähren
gleiches Recht für alle erklären
kleines Land mit grossem Herz
hilfsbereit in Freud und Schmerz
und so soll es ewig bleiben
ja, so soll es ewig sein.

4. Strophe
Männer, Frauen, bleibt dabei
unser Ziel die Freiheit sei
die der liebe Gott uns gegeben
Einigkeit und Frieden wir erstreben
froh und frei, so wollen wir leben
nicht allein nach Gut und Geld
soll man streben auf der Welt
auch die Heimat soll man ehren
ja, die Heimat ehren.

(Quelle: http://www.neue-schweizer-national-hymne.ch/geschichte.htm )

Kirche und Staat derart verknüpfen zu wollen, wie dies unsere aktuelle Hymne tut, ist weder fair noch zeitgemäss.
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Nationalhymne

Beitragvon Mustikka » Do 12. Jun 2008, 14:32

Original von Yehudit
Die Nazizeit ist halt schon sehr präsent und dann soll man singen: Deutschland, Deutschland über alles, über alles auf der Welt....

Äh, nein, das ist die erste Strophe, und die wird - eben wegen der Nazizeit - nicht (mehr) gesungen. ;)
Die Nationalhymne besteht aus der dritten Strophe des Deuschlandliedes: "Einigkeit und Recht und Freiheit..."
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach. (Gerhard Uhlenbruck)
Benutzeravatar
Mustikka
Power Member
 
Beiträge: 564
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 08:45
Wohnort: Düsseldorf

Re: Nationalhymne

Beitragvon Wolfi » Do 12. Jun 2008, 18:15

@Mustikka :
Weisst Du, seit wann es die Deutsche Nationalhymne schon gibt?-
Auf jeden Fall wär´s wohl keine leide Idee gewesen, sich irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Nationalhymne zu kreieren. Ein Volk, das in Trümmern liegt, hat doch auch das Recht auf eine neue Nationalhymne, nicht?-

Äh, nein, das ist die erste Strophe, und die wird - eben wegen der Nazizeit - nicht (mehr) gesungen. ;)

Oder nur noch in ein paar "exklusiven" Kreisen, die sich da und dort nach wie vor zeitweilen zusammen rotten, um in einer Art krankem Nostalgierausch die grauslige Nazi-Zeit wieder aufleben zu lassen. :x

"Einigkeit und Recht und Freiheit..."

Wenn nun jedoch der Alltag zeigt, dass ein Jeder wieder etwas anderes darunter versteht. Worin denn einig?- Wessen Recht?- Welche Freiheit?- Das ist doch nichts weiter, als pathetisches Bla-Bla. Darin sollen sich die Leute im Heute finden und als Eins spüren?- Na ja, kein Wunder kennt das Ding bald Keiner mehr.
A propos nicht mehr kennen: Was meinst Du, wie das prozentual aussieht, wenn wir da schauen würden, wieviele Menschen den Text ihrer jeweiligen Nationalhymne kennen würden?- Auf die höchste Prozentzahl käme natürlich Spanien mit 99,999 Prozent (Einer war dabei, der tatsächlich einen Text kannte), aber wie sähe das wohl in Deutschland, Österreicht oder der Schweiz aus?- Wie in Italien, Spanien oder Frankreich?- Wär noch spannend zu wissen. Wenn Du nun in der Schweiz leben würdest, dann könntest Du beim Bund Geld für eine Forschungsstudie in diese Richtung beantragen und Dein Jahresgehalt wäre schon gesichert ... ;)
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Nationalhymne

Beitragvon Krummi » Fr 13. Jun 2008, 08:58

Original von Yehudit
Etwas Gottesfurcht würde dem ganzen Land nichts schaden. Allein das würde schon so einiges ins Wanken bringen, was in der Politik so abläuft und was wir Schweizer so alles abstimmen an der Urne.

Grüessli Yehudit


Hallo Yehudit

Wo geht es denn so in die verkehrte Richtung? Ich erlebe die Volksabstimmungen insgesamt als gut durchdacht. Mit dem Resultat kann ich mich in den allermeisten Fällen anfreunden. Dort, wo ich anderer Meinung bin - wie jetzt z. B. bei der Krankenkasse oder damals beim EWR - ist die Zeit einfach in der Regel noch nicht reif gewesen. Die Gründe für eine andere Einschätzung kann ich zumindest nachvollziehen.

Allerdings weiss ich ja nicht, welche Forderungen an die Politik sich für Dich aus der Bibel ergeben.

Klassische Themen wie Abtreibungsverbot, Verbot von Homopartnerschaften, Verbot von Genforschung beruhen meines Erachtens nicht auf der Bibel oder sind zumindest nicht eindeutig aus der Bibel herleitbar.

DAs genau finde ich das Schwierige an Christentum in der Politik.

Mir gefällt aber der Schweizerpsalm. Mir gefällt es auch, wenn Christen mit Gott im Rücken sich für eine Gemeinschaft einsetzen und etwas bewegen.
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (2. Korinther 3,17)
Benutzeravatar
Krummi
Wohnt hier
 
Beiträge: 1344
Registriert: Mo 10. Sep 2007, 16:23
Wohnort: Schweiz

Re: Nationalhymne

Beitragvon Yehudit » Fr 13. Jun 2008, 09:17

Original von Krummi

Allerdings weiss ich ja nicht, welche Forderungen an die Politik sich für Dich aus der Bibel ergeben.

Klassische Themen wie Abtreibungsverbot, Verbot von Homopartnerschaften, Verbot von Genforschung beruhen meines Erachtens nicht auf der Bibel oder sind zumindest nicht eindeutig aus der Bibel herleitbar.

DAs genau finde ich das Schwierige an Christentum in der Politik.

Hallo Krummi

die Bibel spricht sehr wohl über Abtreibungen (2Mo 20,13 Du sollst nicht töten.)und Homopartnerschaften (3Mo 18,22 Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.), auch wenn viele immer Gegenargumente bringen. Ich möchte das jetzt nicht mehr ausschmücken, denn das wäre OT. Das mit der Genforschung ist schon eher schwieriger, aber evt. bestimmt sagt Gott auch etwas darüber, ich weiss nur grad nicht wo und Was. Mir fehlt mom. auch die Zeit, was zu suchen. Mir sagt es einfach der Verstand, adss das nciht richitg. ist.

Grüessli Yehudit
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5395
Registriert: So 19. Mai 2002, 14:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Nationalhymne

Beitragvon Mustikka » Fr 13. Jun 2008, 09:17

Hallo Wolfi,
Original von Wolfi
Auf jeden Fall wär´s wohl keine leide Idee gewesen, sich irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Nationalhymne zu kreieren. Ein Volk, das in Trümmern liegt, hat doch auch das Recht auf eine neue Nationalhymne, nicht?-

Keine Ahnung, warum das nicht gemacht wurde, vielleicht gab es da auch andere Sorgen. Und so schlecht finde ich unsere Nationalhymne gar nicht. Wir haben in der Schule mal Alternativvorschläge gelesen, die fanden wir alle irgendwie grauselig.


Original von Wolfi
Oder nur noch in ein paar "exklusiven" Kreisen, die sich da und dort nach wie vor zeitweilen zusammen rotten, um in einer Art krankem Nostalgierausch die grauslige Nazi-Zeit wieder aufleben zu lassen. :x

Naja, in diesen Kreisen wird so manches gesungen. Aber es ist nunmal nicht die offizielle Nationalhymne, und darum ging es doch. Diese Leute würden die erste Strophe auch dann noch singen, wenn wir eine komplett neue Hymne hätten, einfach weil der Text ihre Einstellung so schön widerspiegelt.


Original von Wolfi
"Einigkeit und Recht und Freiheit..."

Wenn nun jedoch der Alltag zeigt, dass ein Jeder wieder etwas anderes darunter versteht. Worin denn einig?- Wessen Recht?- Welche Freiheit?- Das ist doch nichts weiter, als pathetisches Bla-Bla. Darin sollen sich die Leute im Heute finden und als Eins spüren?- Na ja, kein Wunder kennt das Ding bald Keiner mehr.

Also, bei uns kennt sie jeder. Und bei der WM 2006 haben die Reporter auch mit Erstaunen festgestellt, wie textsicher die Fans mitgesungen haben. So schlecht scheint es darum also nicht bestellt zu sein.
Und was die Identifikation angeht: hab ich kein Problem mit. Natürlich gibt es hierzulande diverse Probleme, aber die muss man doch nicht in der Nationalhymne thematisieren. Könnte man sie nicht vielmehr als eine Zielsetzung sehen?
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach. (Gerhard Uhlenbruck)
Benutzeravatar
Mustikka
Power Member
 
Beiträge: 564
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 08:45
Wohnort: Düsseldorf

Re: Nationalhymne

Beitragvon Wolfi » Sa 14. Jun 2008, 06:16

Hallo Mustikka
Keine Ahnung, warum das nicht gemacht wurde, vielleicht gab es da auch andere Sorgen.

Damit dürftest Du wahrscheinlich recht haben. Um´s Singen war´s ihnen damals wohl bestimmt nicht. Zudem wurde Deutschland mit den stationierten Alliierten-Truppen ziemlich streng an die Leine genommen ...

Und so schlecht finde ich unsere Nationalhymne gar nicht.

Hätte mich auch gewundert ... :) Ganz unter uns: Ich würde die Unsere auch gerne etwas öfter hören. Vor allem jetzt während der EM wär´s schon schön gewesen, wenn wir sie noch etwas löhger hätten hören dürfen (ab dem Halbfinal hätte ich wohl sogar noch mit gesungen ;-) ). Mir ist die deutsche Hymne allein vom Klang her schon zu hart; da würde ich die italienische bevorzugen ...

Wir haben in der Schule mal Alternativvorschläge gelesen, die fanden wir alle irgendwie grauselig.


Warum sucht Ihr auch in der Schule nach Alternativvorschlägen?- Ihr hättet besser mal Udo Lindenberg für einen Alternativ-Vorschlag aufgesucht! 8-) (könntet Ihr ja immer noch tun; er lebt ja noch ;) )

Also, bei uns kennt sie jeder.

Würde mich doch sehr wundern, wenn Du recht haben solltest. :)


Und bei der WM 2006 haben die Reporter auch mit Erstaunen festgestellt, wie textsicher die Fans mitgesungen haben. So schlecht scheint es darum also nicht bestellt zu sein.

Ja, bei den aktiven Fussball-Fans... Das ist so, wie wenn ich zu Ostern auf dem Petersplatz in Rom die Christen zählen würde und danach zu dem Schluss käme, alle Europäer sind Christen.

Natürlich gibt es hierzulande diverse Probleme, aber die muss man doch nicht in der Nationalhymne thematisieren.

Das sehe ich auch so.

Könnte man sie nicht vielmehr als eine Zielsetzung sehen?

Interessante Frage. Nationalhymne zur gemeinsamen Zielsetzung?- Da passt natürlich eine stramme Marschmusik schon dazu ...
Persönlich würde ich etwas bevorzugen, was das Füreinander und Miteinander und die Liebe zum anvertrauten Land zum Ausdruck bringt. Von der Melodie her würde ich mir etwas lebendigeres und weniger andächtiges wünschen, als das, was wir Schweizer heute jeweils insbrünstig miteinander singen sollten. Vielleicht müsste sich bei uns die Hymne mal von "Polo National" (wie bei Euch der Udo) überarbeitet werden?-
lg, wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Nationalhymne

Beitragvon Mustikka » Mo 16. Jun 2008, 09:50

Moin Wolfi,
Original von Wolfi
Mir ist die deutsche Hymne allein vom Klang her schon zu hart; da würde ich die italienische bevorzugen ...

Hm, neee, die klingt mir zu sehr nach Zirkus. Ich mag´s da lieber ein bißchen feierlicher. Die Canadische beispielsweise find ich auch sehr schön.


Original von Wolfi
Warum sucht Ihr auch in der Schule nach Alternativvorschlägen?- Ihr hättet besser mal Udo Lindenberg für einen Alternativ-Vorschlag aufgesucht! 8-) (könntet Ihr ja immer noch tun; er lebt ja noch ;) )

Wir haben die Vorschläge nicht selber geschrieben ;)
Es gab wohl schon öfters Leute, die der Meinung waren, es müsste eine neue her. Deren Texte haben wir untersucht, war aber nix wirklich schönes dabei.


Original von Wolfi
Also, bei uns kennt sie jeder.

Würde mich doch sehr wundern, wenn Du recht haben solltest. :)

Ich meinte damit jeder in meinem persönlichen Umfeld. ;)



Original von Wolfi
Interessante Frage. Nationalhymne zur gemeinsamen Zielsetzung?- Da passt natürlich eine stramme Marschmusik schon dazu ...
Persönlich würde ich etwas bevorzugen, was das Füreinander und Miteinander und die Liebe zum anvertrauten Land zum Ausdruck bringt. Von der Melodie her würde ich mir etwas lebendigeres und weniger andächtiges wünschen, als das, was wir Schweizer heute jeweils insbrünstig miteinander singen sollten. Vielleicht müsste sich bei uns die Hymne mal von "Polo National" (wie bei Euch der Udo) überarbeitet werden?-

Hm, man wird bei einer Nationalhymne (wie überhaupt bei allem) nie alle Wünsche unter einen Hut bringen können. Das mit dem Füreinander und Miteinander fände ich auch schön, aber irgendwie auch etwas fröhliches, gegen die Miesepeterstimmung. Aber von der Melodie her nicht zu locker....


Also, das hier würde ich jederzeit wählen :)) ;)
Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach. (Gerhard Uhlenbruck)
Benutzeravatar
Mustikka
Power Member
 
Beiträge: 564
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 08:45
Wohnort: Düsseldorf

Re: Nationalhymne

Beitragvon Drea » Sa 2. Aug 2008, 22:31

Ich komme aus Deutschland. War aber ein halbes Jahr und auch zwischendurch in der schweiz. Ich finde Eure Hymne sehr schön und ich bete viel für die Schweiz . gruss drea
Drea
Newcomer
 
Beiträge: 1
Registriert: Sa 2. Aug 2008, 22:28

Re: Nationalhymne

Beitragvon Le Chef » Di 2. Dez 2008, 11:11

Yehudit hat geschrieben:Habe da was gefunden, das Deutschland etwas entlastet, aber das weiss natürlich auch nicht jeder.

Yehudit


Na ja, ich finde mit ein Mindestmass an Allgemeinwissen sollte das schon bekannt sein.
Ihr denunziert
Ihr seid schlecht informiert
Moralisch bankrott
Dass ihr das nicht kapiert
Benutzeravatar
Le Chef
Gesperrt
 
Beiträge: 1831
Registriert: Mi 26. Nov 2008, 12:50


Zurück zu Gesellschaft

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste