15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

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15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon pneumatikos » Mi 7. Mai 2008, 13:56

Die künftige Ausbildung für Hundehalter umfasst mindestens 15 Stunden. Dies hat der Bundesrat heute festgelegt.

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/868102.html

Was an und für sich eine hübsche Idee ist.

Wieso aber kann jeder der will, einfach Kinder in die Welt stellen, ohne Ausbildung - dabei ist Kindererziehung doch wesentlich schwieriger und hat die grösseren gesellschaftlichen Auswirkungen denn ein Hund?

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Robby » Mi 7. Mai 2008, 14:04

Original von pneumatikos


Wieso aber kann jeder der will, einfach Kinder in die Welt stellen, ohne Ausbildung -


Hi Pneumatikos

Braucht man, um Kinder in die Welt zu stellen eine Ausbildung? 8-)
Also für Kindererziehung die werdenden Eltern in einen Crashkurs schicken? Oder wie stellst du dir das vor?


Lieber Gruss
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Mustikka » Mi 7. Mai 2008, 14:17

Ich muss pneumatikus schon Recht geben - für alles braucht man heutzutage einen Nachweis, dass man es kann - Führerschein etc. Aber bei so etwas wichtigem wie Kindererziehung geht man offensichtlich davon aus, dass sich das von selbst ergibt.

Ich wäre dafür, dass zumindest grundlegende Dinge der Kindererziehung bzw. wie man mit Kindern umgeht (oder was man auf keinen Fall tun sollte) schon in der Schule lernt - und zwar frühzeitig. Find ich persönlich wesentlich wichtiger als Nähen.....
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon pneumatikos » Mi 7. Mai 2008, 14:18

OK, ungeschickt formuliert, geht nicht um Aufklärung sondern um Erziehung :)

Erziehung ist etwas äusserst spannendes, bereicherndes - herausforderndes. Und irgendwie fände ich es angemessen, wenn das Augenmerk auch auf diesen PUnkt gelegt werden kann.

Es geht nicht um obligatorische, vom Staat vorgeschriebene Kurse (mit staatlich vorgegebenem Inhalt notabene), aber vielleicht etwas mehr Werbung für bestehende Angebote.

Wenn du heute ein Kind bekommst, dann überschwemmen sie dich mit Werbung für Babynahrung, Babykleider, Windeln und so. Du wirst informiert über Ernährung während der Stillzeit, über das Stillen an sich, über Pflege, über Depressionen und so weiter.

Und danach bist du auf dich gestellt. Keiner sagt dir, wohin du mit einen Erziehungsfragen kannst, keine Werbung für die doch vorhandenen Angebote, nichts...

Warum?

Warum legt die Gesellschaft und der Bundesrat soviel mehr Wert auf die Erziehung von Hunden als auf das seiner kleinen Nachkommen - welche notabene mal die Regierung und die Gesellschaft bilden... Oder meint der Staat etwa, er könne alles richten, wenn die Kids dann mal in die Schule gehen?

Ach klar... darum sollen sie ja auch schon ab 4 Jahren schulpflichtig werden ;)

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Robby » Mi 7. Mai 2008, 14:22

Original von pneumatikos
OK, ungeschickt formuliert, geht nicht um Aufklärung sondern um Erziehung :)


:D

Original von pneumatikos
Warum legt die Gesellschaft und der Bundesrat soviel mehr Wert auf die Erziehung von Hunden als auf das seiner kleinen Nachkommen - welche notabene mal die Regierung und die Gesellschaft bilden... Oder meint der Staat etwa, er könne alles richten, wenn die Kids dann mal in die Schule gehen?

Ach klar... darum sollen sie ja auch schon ab 4 Jahren schulpflichtig werden ;)


Genau, das ist ein guter Punkt. Solange es nicht obligatorisch vorgeschrieben ist und der Staat den Inhalt der Kurse diktiert (wäre katastrophal...) bin ich auch dafür dies zu fördern.


Lieber Gruss
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon F.R.O.G » Mi 7. Mai 2008, 15:28

Original von pneumatikos
dabei ist Kindererziehung doch wesentlich schwieriger und hat die grösseren gesellschaftlichen Auswirkungen denn ein Hund?
.....aber Kinder zerfleischen in der Regel ihre Halter nicht 8-)

...ob ein 15 stündiger Kurs was bringt für Hundi und Halter?

Ein Kindererziehungskurs müsst ja über Jahren dauern......wer will das schon finanzieren? :roll:

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Frau Katz » Mi 7. Mai 2008, 15:31

Original von pneumatikos
Warum legt die Gesellschaft und der Bundesrat soviel mehr Wert auf die Erziehung von Hunden als auf das seiner kleinen Nachkommen - welche notabene mal die Regierung und die Gesellschaft bilden... Oder meint der Staat etwa, er könne alles richten, wenn die Kids dann mal in die Schule gehen?


Dass beim Eintritt in die Schule oft schon viel Wichtiges verpasst wurde, ist korrekt. Aber gab es nicht hier kürzlich einen Thread, in dem sich Eltern mit Händen und Füssen dagegen wehrten, dass die Schulpflicht (oder Kindergartenpflicht, whatever) schon früher beginnen sollte?

Was könnte oder sollte der Staat den sinnvollerweise tun, der ja heute schon neun Jahre Schule anbietet und auch finanziert, was ja deutlich mehr ist als die besagten 15 Stunden Hundeschule.;)

grüsse, barbara
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Mustikka » Mi 7. Mai 2008, 15:51

Original von Frau Katz
Was könnte oder sollte der Staat den sinnvollerweise tun, der ja heute schon neun Jahre Schule anbietet und auch finanziert, was ja deutlich mehr ist als die besagten 15 Stunden Hundeschule.;)

Ich denke nicht, dass der Staat die Erziehung der Kinder übernehmen sollte, sondern dass Eltern lernen sollten, wie man Kinder erzieht - das ist ein kleiner Unterschied. Und dabei geht es mir gar nicht um so Kleinigkeiten wie "soll ein 6-Jähriger um 6 oder um 7 ins Bett?", sondern, um bei diesem Beispiel zu bleiben, dass Kinder einfach eine gewisse Menge (ruhigen) Schlaf brauchen. Wenn ich daran denke, wieviele Kinder ich schon gesehen habe, die abends um 10, halb elf noch draußen spielen... Sehr vielen Eltern fehlt einfach das grundsätzliche Wissen bezüglich der Bedürfnisse von Kindern.
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Elise » Mi 7. Mai 2008, 16:17

Original von F.R.O.G
.....aber Kinder zerfleischen in der Regel ihre Halter nicht 8-)




Hi Frosch

also Hunde zerfleischen in der Regel auch ihre Halter nicht ;)



Allerdings finde ich auch, dass so ein Erziehungskurs für Eltern nicht schlecht ist.
Wir waren damals auf vielen Seminaren. Und es hat uns einiges gebracht.

Liebe Grüsse von Elise
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon F.R.O.G » Mi 7. Mai 2008, 16:22

Original von Elise
also Hunde zerfleischen in der Regel auch ihre Halter nicht ;)
...sollte des öfteren schon vorgekommen sein.... 8-) ...und nicht nur ihre Hlater, sondern auch kleine Kinder oder gar Säuglinge.....
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Elise » Mi 7. Mai 2008, 16:33

Also ich glaube, genauso oft kommt es vor, dass die eigenen Kinder ihre Eltern, oder Eltern ihre Kinder "zerfleischen".

Und genau hinterfragt, sind meist die Tierhalter daran schuld.

Die Tiere sind genauso wie die Kinder, die Opfer.

Womit ich nicht sagen will, dass dies alles nicht schrecklich ist.

Kinder sind wie ein Spiegel, aber auch die Hunde.

Sie werden alle erzogen, gut....oder zum Zerfleischer.

Und meine Meinung ist nach wie vor dir, dass man kleine Kinder nicht mit einem Hund alleine lassen sollte.

Mehr Verantwortung zur Kindererziehung und bei der Hundeerziehung, und einiges würde sich ändern.
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Grasy » Mi 7. Mai 2008, 22:09

Original von pneumatikos
Wieso aber kann jeder der will, einfach Kinder in die Welt stellen, ohne Ausbildung - dabei ist Kindererziehung doch wesentlich schwieriger und hat die grösseren gesellschaftlichen Auswirkungen denn ein Hund?


Also ich denke mal daß man davon ausgehen sollte daß sich die Eltern um Kinder bei weitem mehr kümmern als um einen Hund und daß ein Baby welches nicht mit den Eltern in irgend so einen Kurs geht deswegen trotzdem nicht Spaziergänger und Radfahrer verfolgt um sie in die Waden zu beißen.
Haustiere haben halt oftmals einen "Faszinations-Effekt" der nach ein paar Wochen abflaut. Da kann´s schon mal passieren daß so mancher an ´ner Zoohandlung vorbeiläuft und sich denkt "OOOCH wie süß" und dann 3 Wochen Freude, 5 Wochen Ernüchterung und ein paar Jahre füttern und "muss halt" folgen. Manche Menschen verstehen dann auch nicht daß ihr "Bello" der zu Hause ein ganz ein Lieber ist, gegenüber anderen ziemlich schnappig reagieren kann.

Was den Kurs für Eltern anbelangt denke ich mir daß die Menschheit Jahrtausende ohne ausgekommen ist (zumindest in einer Vergleichsweisen Form zum "Hundekurs";). Mit einem Kind muss man leben und individuell drauf eingehen. Da kann man Bücher lesen und probieren und denkt sich bei einem Kind "au ja das klappt prima" und beim nächsten nützt das gar nichts. Es gibt sicher ein paar Dinge die bei allen Kindern in gleicher Weise gelten (wie z.B. das richtige Wickeln). Ich denke wenn man so Kurse auf freiwilliger Basis anbietet ist das schon brauchbar - aber so Grundlegende Dinge wie Wickeln bekommt man wohl auch schon in so manchem Krankenhaus mit auf den Weg geschickt. Offensichtlich sind wir alle groß geworden ohne daß man unsere Eltern zu einem Kurs verpflichtet hätte. Es haben ja auch dann vielleicht schon so manche frisch gebacken Eltern zum Telefonhörer gegriffen um die eigenen Eltern (Oma und Opa) anzurufen. Und ich denke das ist gar nicht so verkehrt. Zusätzlich kann man ja auch noch Kurse anbieten.


Mfg,
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon pneumatikos » Do 8. Mai 2008, 07:51

Original von F.R.O.G
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dabei ist Kindererziehung doch wesentlich schwieriger und hat die grösseren gesellschaftlichen Auswirkungen denn ein Hund?
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...ob ein 15 stündiger Kurs was bringt für Hundi und Halter?

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In der Regel ja - es gibt leider Ausnahmen ... aber Hunde prägen dafür auch nicht die Gesellschaft und Politik von morgen und übernehmen sie dann ... sie prägen nicht die Werte der übernächsten Generation ...


Ich denke, zweierlei wäre ganz interessant, beinahe analog zu diesen Hundegesetzen...

- Einerseits ein Angebot zur Orientierung. Was bedeutet es eigentlich, wenn wir ein Kind bekommen... rechtlich, finanziell, sozial, Aufwand, Einschränkung, Gewinn ... all das. Nicht zur Abschreckung, einfach, damit sich Leute auch mal bewusst sind, was die nächsten 10, 20 Jahre und den Rest Ihres Lebens auf sie zukommt... Eltern bleibst du nun mal einfach

- Andererseits ist ein "Grundkurs Erziehung" mal ganz interessant... Um was geht es. Neuerdings werden Regeln und Grenzen ja wieder aktuell, man erkennt, dass es den Kindern ja doch noch gut tun würde. Am Anfang ein paar wesentliche Grundlagen legen ist sicherlich wertvoller als nach 10 Jahren eine Supernanny einschalten zu müssen - nachdem die wertvollsten Jahre der Erziehung eh schon durch sind.


Es gibt ja einige Angebote, das bekannteste säkulare ist wohl Trippel-P, im christlichen Bereich sind Mühlans, Fabianos, Gary Ezzo und Tedd Tripp wohl zur Zeit führen - von Gary Chapmanns "5 Sprachen der Liebe" als Ergänzung mal abgesehen :)

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon pneumatikos » Do 8. Mai 2008, 07:55

Original von Frau Katz
Was könnte oder sollte der Staat den sinnvollerweise tun, der ja heute schon neun Jahre Schule anbietet und auch finanziert, was ja deutlich mehr ist als die besagten 15 Stunden Hundeschule.;)

grüsse, barbara


Ich wünsche nicht, dass der Staat einen Kurs vorgibt, welcher obligatorisch absolviert werden muss - in diesem Bereich hat der Staat meines Erachtens nur bedingt etwas verloren. Der Staat meint eh schon, die Kinder gehören ihm und nicht den Eltern.

Aber es wäre ein äusserst positives Zeichen, wenn nur schon die Angebote an Erziehungskursen ebenso publik gemacht würden wie Still- und Ernährungsberatung... Die Stillberatung benötigen wir für 6-12 Monate, manche länger, Erziehung verfolgt und weit aus länger ... ;)

Ich will hier auch nicht unbedingt über die staatliche Schule sprechen, das würde den Rahmen sprengen - nur ein Nebensatz: Die Staatschule ist auf Wissen und Erfolg ausgelegt, nicht auf sozialen Umgang - zumindest im groben. Du wirst auf die Wirtschaft, nicht auf die Gesellschaft vorbereitet. Da noch früher anfangen macht meines Erachtens definitiv keinen Sinn und ich bin froh, dass meine Kinder ein anderes Schulmodell haben.

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon pneumatikos » Do 8. Mai 2008, 08:36

Was den Kurs für Eltern anbelangt denke ich mir daß die Menschheit Jahrtausende ohne ausgekommen ist


Ja und Nein :)

Was Jahrtausende eher funktioniert hat war die Familienbande ... Frisch gebackene Mütter wurden von ihren eigenen Müttern angeleitet, angewiesen, unterstützt - eine sehr wertvolle Variante anstatt der Kurse :)

Und was für unsere Zeit noch dazukommt: Orientierungslosikeit... in den letzten 150 Jahren haben sich sehr viele Meinungen über Kindererziehung, Psychologie etc. gebildet - eine zum Teil schräger als die andere. Aber man hat die als "unbrauchbar" anerkannten Modell nicht etwas verworfen oder verbannt... alles liegt gemeinsam in der Ablage der Bücherrei und macht jemandem, der sich gerne ein wenig einlesen möchte, das Leben schwer.

Du kannst heute zwei Bücher nehmen über Erziehung und zwei komplett getrennte Lehrmeinungen erhalten. Was der eine als "unbedingt notwendig" erachtet wird vom anderen als "völliger Unsinn und schädlich für das Kind" bezeichnet.

Für Christen kommt dann noch der Punkt dazu, wie man ein Kind nach Gottes Masstäben, nach seinen Wegen erziehen kann. Und auch hier gehen die Meinungen zum Teil sehr weit auseinander.

Das alles erledigt sich nicht einfach mit einem Kurs, das ist klar. Und diejenigen, die sich auf den Weg machen und Bücher lesen, sich Gedanken machen etc. die packen das auch im allgemeinen ... es sind die anderen, welche mir manchmal ein wenig Kummer bereiten.

Kinder erziehen sich nun mal nich von selber, das ist ein aktiver, von Eltern gelenkter Prozess. Wer sie nicht erzieht, muss sich nicht wundern, wenn sie einem mit 10 oder 15 Jahren entgleiten.

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Mondwolfi » Fr 6. Jun 2008, 06:46

huhu

(Neulich bin ich über einen Text gestolpert, der meinte der einzige Fehler den die Eltern machen könnten sei, die Kinder zu erziehen. Ich muss den mal noch suchen. Bis ich ihn wieder habe, müsst ihr das in der Klammer nicht beachten)

hmm? Den Vergleich finde ich nicht gut. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Der Affe (Mensch) unterscheidet sich einfach zu sehr vom Hund.

Findest du vielleicht auch noch raus, wenn du mit deinem Kind Gassi gehst :]

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon mumi » Fr 6. Jun 2008, 07:14

Guten Tag

Ich habe gehört (kam auch schon im TV), dass in Bern eine Eltern-Ausbildung entstanden ist. Dort können Eltern lernen, was ein Leben mit Kind alles beinhaltet.

Bei uns in der Region findet dieses Jahr ein mehrteiliger Kurs "Stark durch Erziehung" statt. Er wurde für unsere Tagesmütter organisiert, doch ist er auch für andere Interessierte offen.

Dort hat es so eine schöne Darstellung bei der Kursausschreibung (welche ich leider ab pdf nicht kopieren konnte):

ERZIEHUNG IST...

... Leben schenken
... Grenzen setzen
... Zuhören können
... Freiraum geben
... Zeit haben
... Mut machen
... Streiten dürfen
... Gefühle zeigen


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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon Grasy » Mo 9. Jun 2008, 22:46

Original von Mondwolfi
Der Affe (Mensch) unterscheidet sich einfach zu sehr vom Hund.


...und der Affe ist auch kein Mensch.

Mfg,
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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon mumi » Di 10. Jun 2008, 07:52

...ja, gottseidank - gell, grasy!


Auf Gibraltar wurden sie ja kürzlich dezimiert... ;)

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Re: 15 Std. Hundekurs - und wo bleibt die Kindererziehung

Beitragvon ralf-fennig » Do 19. Jun 2008, 22:57

Wer bestimmt denn wie Kindererziehung auszusehen hat?
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