Einschulung bereits mit vier Jahren

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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Taube » Di 30. Sep 2008, 09:48

Zorro hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Die SVP instrumentalisiert also hier die Kinder für ihre Oppositionspolitik. Das ist ein Missbrauch der Kinder.
Gruss Taube
Die SVP ist doch nicht das Thema. Auch in Luzern hat die SVP keine offizielle Parole gegen Harmos abgegeben, auch wenn einige sich den Erfolg nun auf die Fahne schreiben wollen.

Mit dem Kommentar auf der HP der SVP des Kantons Luzern zur Abstimmung:

Die SVP des Kantons Luzern ist hocherfreut über den Ausgang der Abstimmung über den Beitritt des Kantons Luzern zum HarmoS-Konkordat. In einer kaum zu erwartenden Deutlichkeit hat das Luzerner Stimmvolk dieser Vorlage eine Abfuhr erteilt. Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass Regierung und die Mehrheit des Parlament’s die Volksmeinung nicht kennen. Es ist nun das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass das Volk der Regierung und der Parlaments-Mehrheit eine „Lektion“ erteilt hat.
Bereits vor zehn Monaten passierte dasselbe, als das Stimmvolk bei der Referendumsabstimmung vom 25.11.07 über den 20-Mio Beitrag an die Gemeinde-Vereinigung Luzern/Littau in ähnlicher Deutlichkeit der Regierung die „Rote Karte“ gezeigt hat. Es scheint man habe daraus nichts gelernt.
Damit ist einmal mehr bewiesen, dass die SVP die einzige Partei ist, die nach dem Willen und Auftrag der Volks-Mehrheit politisiert. Für dieses Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bedankt sich die SVP ganz speziell. Ihr Vertrauen ist für uns gleichzeitig der Auftrag in diesem Sinne unsere Politik fortzusetzen.
Ein ganz besonderer Dank gehört aber auch dem überparteilichen Komitee „HarmoS ist nicht Harmlos“. In seriöser Arbeit und unermüdlicher Schaffenskraft ist es dem Komitee gelungen, die eigentliche „Kernbotschaft“ von HarmoS in die Bevölkerung hinaus zu tragen. Wir sind überzeugt, dass das Komitee in dieser Angelegenheit schweizweit eine Vorreiterrolle übernommen hat und der Erfolg Ausstrahlung und Signalwirkung haben wird, für alle Kantone, welche die Abstimmung noch vor sich haben.


...zeigt die SVP offen, dass es nicht so sehr um das HarmoS-Konkordat und die Kinder geht, sondern offensichtlich vor allem darum, wer nach dem Willen und Auftrag des Volkes politisiert. Das nenne ich Instrumentalisierung. Zudem wenn eine Partei sich offiziell auf der HP zur Siegerin (Für dieses Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bedankt sich die SVP ganz speziell. Ihr Vertrauen ist für uns gleichzeitig der Auftrag in diesem Sinne unsere Politik fortzusetzen.) erklärt in einer Abstimmung, wo sie angeblich gar nicht dabei Stellung genommen hat, dann wirkt Deine Erklärung fast schon drollig.

Gruss Taube
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Zorro » Di 30. Sep 2008, 09:59

Taube hat geschrieben: Zudem wenn eine Partei sich offiziell auf der HP zur Siegerin (Für dieses Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bedankt sich die SVP ganz speziell. Ihr Vertrauen ist für uns gleichzeitig der Auftrag in diesem Sinne unsere Politik fortzusetzen.) erklärt in einer Abstimmung, wo sie angeblich gar nicht dabei Stellung genommen hat, dann wirkt Deine Erklärung fast schon drollig.

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Ja, aber das ist hier ja nicht die Frage, oder?
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Taube » Di 30. Sep 2008, 10:09

...doch, das gehört eben auch dazu: In diesem ganzen Argumentarium pro und contra werden eben nicht nur Sachverhalte eingebracht, hinter vielem stehen auch politische Kalküle oder andere Wertmodelle. Das scheint mir auch ideologisch zu sein, wenn versucht wird, in einer "Sachdebatte" alle Werte im Hintergrund zu verdecken. Wir alle sind nicht frei von Werten, wir alle argumentieren nicht völlig "objektiv" (hoffentlich auch nicht - schon wegen unserem Glauben!).

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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Zorro » Di 30. Sep 2008, 10:22

Taube hat geschrieben:...doch, das gehört eben auch dazu: In diesem ganzen Argumentarium pro und contra werden eben nicht nur Sachverhalte eingebracht, hinter vielem stehen auch politische Kalküle oder andere Wertmodelle. Das scheint mir auch ideologisch zu sein, wenn versucht wird, in einer "Sachdebatte" alle Werte im Hintergrund zu verdecken. Wir alle sind nicht frei von Werten, wir alle argumentieren nicht völlig "objektiv" (hoffentlich auch nicht - schon wegen unserem Glauben!).

Gruss Taube


Werte ja, aber wieso die SVP? Wenn ein Apfel vom Baum fällt, muss dann auch über die SVP diskutiert werden? Es gibt viele Menschen, die SP, FDP oder sonstwas wählen und dennoch nein gestimmt haben in Luzern. Aus sachlichen Gründen wie bereits einige erwähnt.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Di 30. Sep 2008, 10:53

Taube hat geschrieben:
Mehrheit des Parlament’s


hier habe ich aufgehört zu lesen.

http://www.idiotenapostroph.de.vu
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Taube » Di 30. Sep 2008, 11:13

valdes hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:
Mehrheit des Parlament’s


hier habe ich aufgehört zu lesen.

http://www.idiotenapostroph.de.vu

Dieser sogenannte sächsische Genitiv, glaube ich, war bis zur Rechtschreibereform von 1901 noch erlaubt. Da die SVP in vielem wieder im vorletzten Jahrhundert steckt, denke ich, können wir da etwas nachsichtiger sein (obwohl auch damals in einem solchen Fall wie hier die Anwendung etwas umstritten gewesen wäre).

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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Grasy » Di 30. Sep 2008, 12:46

valdes hat geschrieben:ich will ein ausbildungssystem, dass auf die bedürfnisse der kinder eingeht - so früh wie möglich.


So früh wie möglich? Lernen tun die Kinder bei weitem nicht nur im Kindergarten. Dieses "System" sollte also in meinen Augen bei kleinen Kindern richtigerweise "elterliche Fürsorge" heißen und nicht "Zwangskindergarten".

Mfg,
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Di 30. Sep 2008, 15:54

Grasy hat geschrieben:Dieses "System" sollte also in meinen Augen bei kleinen Kindern richtigerweise "elterliche Fürsorge" heißen


die kann man aber nicht staatlich durchsetzen.
bald beginnt sich die argumentation im kreis zu drehen, deshalb meine bedenken gegenüber freiwilligkeit des kindergartens nur stichwortartig:
- chancengleichheit
- integration von bildungsfernen und kindern mit migrationshintergrund
- nicht alle eltern sind der aufgabe gleichermassen gewachsen und die, die es nicht sind, müssen nicht die sein, die ihre kinder freiwillig in den kindergarten geben
- berechtigter wunsch (oftmals auch not) vieler eltern, zu arbeiten
- die familie ist mitnichten ein ort der harmonie: sie ist das umfeld, in dem in der schweiz die meisten gewaltverbrechen begangen werden. wäre sie eine schule oder ein alternatives jugendzentrum, hätte man sie schon lange geschlossen. für viele kinder ist es ein segen, aus diesem umfeld zumindest tagsüber befreit zu werden.

und jetzt zerreisst mich!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Zorro » Di 30. Sep 2008, 16:05

valdes hat geschrieben: - die familie ist mitnichten ein ort der harmonie: sie ist das umfeld, in dem in der schweiz die meisten gewaltverbrechen begangen werden. wäre sie eine schule oder ein alternatives jugendzentrum, hätte man sie schon lange geschlossen. für viele kinder ist es ein segen, aus diesem umfeld zumindest tagsüber befreit zu werden.

und jetzt zerreisst mich!


Das muss man nicht, das hast du schon selbst getan :D
Du umschreibst zwar richtigerweise, dass Familien heutzutage (und auch früher...) nicht zwangsläufig Friede, Freude, Eierkuchen bedeuten müssen. Als Alternative aber, willst du alle Kinder einem Zwang unterstellen, auch diejenigen, die glücklich und ein wirkliches Heim haben, und in eine, für viele zu frühe, Einschulung stecken.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon sugi » Di 30. Sep 2008, 17:26

So ganz nach dem Motto: Rettet die Zukunft..äh, die Kinder!!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren?

Beitragvon origo » Di 30. Sep 2008, 21:14

Ich sehe nicht ein, weshalb man den Kindergarten nicht wie bisher freiwillig lassen kann, auch wenn man ihn unbedingt 'Vorschule' resp. 'Einführungsstufe' oder wie auch immer nennen will.
Ich denke, dass die Leute, wo die Mutter arbeiten geht, oder die keine Lust mehr haben, sich mit den Kindern zu beschäftigen, diese gern früher in den Kiga geben.
Also wo ist das Problem mit Freiwilligkeit?

Viel wichtiger wäre eine Förderung nach dem Entwicklungsstand des Kindes, der kann gut 2 Jahre auseinanderklaffen. Das eine möchte mit 4 oder 5 Jahren schon rechnen, lesen und schreiben, das andere muss mit 6 erst mal Sprache verstehen und sprechen lernen. Man sollte endlich davon wegkommen, da nach dem Geburtsdatum einzuteilen. Das bedeutet gar nichts.

LG origo
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Grasy » Di 30. Sep 2008, 21:44

valdes hat geschrieben:die kann man aber nicht staatlich durchsetzen.


Wie willst du Liebe denn staatlich durchsetzen? Oder wie willst du ein Umfeld der Geborgenheit wie es im Elternhaus sein sollte durch Leute, welche dafür bezahlt werden, angemessen ersetzen? Natürlich gibt es Familien wo nicht alles richtig läuft. Aber in meinen Augen stellst du das gerade auf den Kopf. Nämlich als ob es nirgends richtig läuft hingegen in den Kindergärten überall. Ebenso gibt es Kindergärten wo nicht alles richtig läuft. Elterliche Fürsorge ist aber nicht gleich Kindergarten. Wenn das so wäre warum dann nicht die Kinder gleich nach der Geburt irgend jemanden Kollektiv anvertrauen dem man dann dafür bezahlt? Die Kinder werden sehr wohl den staatlichen Institutionen anvertraut und das eine lange, lange Zeit. Nämlich in der Schule.


- chancengleichheit


Ist in meinen Augen in unserer westlichen Gesellschaft eine Illusion. Die ist nämlich gar nicht auf Chancengleichheit angelegt sondern auf Wettbewerb und dem Anhäufen von Besitztümern, Macht und Anerkennung - und das nicht selten auf Kosten anderer. Wenn es den Zahlen zuträglich ist dann werden schon mal tausende gekündigt. Wer wird denn vom Chef heute für Ehrlichkeit oder Fairness belohnt? Wenn irgend möglich wäre es doch besser wenn der Kunde das doppele oder dreifache zahlt. Ob die darauf hin dann bald Pleite machen interessiert doch die eigene Billanz nicht?
Kindergartenzwang = gleiche Chance? Überhaupt nicht! Es sind nicht alle gleich. Es bekommen nicht alle die Chance. Ob die Kinder mit 4 Jahren in den Kindergarten gezwungen werden oder nicht. Und selbst wenn alle die gleiche Schulbildung genießen es sind nicht alle gleich. Das sind sie einfach nicht! Bildung ist nicht alles das den Menschen ausmacht. Manche lernen und lernen und lernen und schaffen es einfach nicht. Die sind überhaupt nicht weniger Wert als intellektuelle Hochbegabte. Für manche ist es ein Klacks und sie sind eher faul und kriegen gute Noten. Manche lernen für gute Noten und schaffen es auch - kriegen aber trotzdem nicht die selbe Chance wie jemand anderes. Manche haben schlechte Noten aber Eltern mit dem nötigen Kapital. Manche lernen und schaffen es. Manche schaffen es und beißen sich von unten auf durch. Doch bei weitem nicht alle. Manche waren in den frühen Kindheitstagen eher "Musterkinder" driften dann aber aufgrund des Leistungsdurck in Drogen ab oder brechen aus. Und dann? War's gut daß sie wenigstens bald im Kindergarten gelandet sind? Das kann man doch pauschal gar nicht sagen!


- integration von bildungsfernen und kindern mit migrationshintergrund


Kann im Kindergarten genau so wie am Spielplatz und im Freundeskreis schief gehen oder funktionieren. Manche erinnern sich in ihrer Kindheit auch an Ausgrenzungen und Hänseleien. Ich wehre mich hier einfach gegen den Eindruck der Kindergarten sei ein Hort der Glückseeligkeit wo sich alle Probleme in Luft auflösen oder die Familie wäre wohl eher schlecht.


- nicht alle eltern sind der aufgabe gleichermassen gewachsen und die, die es nicht sind, müssen nicht die sein, die ihre kinder freiwillig in den kindergarten geben


Das kannst du nie wissen. Generell sollte man aber mal davon ausgehen daß die elterliche Fürsorge für Kinder gut und richtig ist und daß es die Aufgabe der Eltern ist sich um das Wohl ihrer Kinder zu kümmern. Wenn man hier die Kinder fördern will wäre es auch ein Ansatz die Eltern zu fördern. Es ist nämlich durchaus ein Unterschied ob eine Mutter sich frei von Existenznöten um ihr Kind kümmern kann oder sich die Eltern ständig den Kopf zerbrechen und sich in die Haare kommen wo sie das Geld für das kaputte Auto herkriegen oder wer noch genug Luft und Kraft hat beim Kind im Krankenhaus zu sitzen wenn es sein muss. Ich finde es völlig falsch ein System zu fördern daß die Familien noch früher Zwanghaft zerteilt. Ich sehe im Kindergarten eine durchaus positiv zu bewertende Institution. Ich erinnere mich auch im guten an meine eigene KiGa-Zeit. Jedoch finde ich einen Zwang hier völlig unangebracht.


- berechtigter wunsch (oftmals auch not) vieler eltern, zu arbeiten


Hat mit 'nem Zwangskindergarten jetzt genau was zu tun? Wir reden hier doch nicht über den normalen Kindergarten in welche die Kinder auf freiwilliger Basis geschickt werden können. Das Wort Zwang ist hier sehr wesentlich.


- die familie ist mitnichten ein ort der harmonie


Das sollte sie aber sein. Wenn das nicht stimmt ist es etwas wunderlich wenn die Alternative darin sein sollte andere Menschen dafür zu bezahlen um dieses Loch zu füllen. Der Kindergarten ist deswegen nicht unbedingt ein Ort der Harmonie.


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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren?

Beitragvon Grasy » Di 30. Sep 2008, 22:17

origo hat geschrieben:Also wo ist das Problem mit Freiwilligkeit?

Viel wichtiger wäre eine Förderung nach dem Entwicklungsstand des Kindes, der kann gut 2 Jahre auseinanderklaffen. Das eine möchte mit 4 oder 5 Jahren schon rechnen, lesen und schreiben, das andere muss mit 6 erst mal Sprache verstehen und sprechen lernen. Man sollte endlich davon wegkommen, da nach dem Geburtsdatum einzuteilen. Das bedeutet gar nichts.

LG origo


Da stimme ich zu! Das Geburtsjahr ist kein absolut gültiger Zeiger für den Entwicklungsstand eines Kindes. Der Entwicklungsstand eines Kindes hingegen kein zuverlässiger Zeiger für die Leistungsfähigkeit im Sinne der Gesellschaft. Wir sind nicht alle gleich und das ist auch voll ok. Trotzdem sind wir gleich viel wert. Wenn man die Verpflichtung auch noch früher ansetzt - man "kann" doch nicht alle über einen Kamm scheren. Das heißt - man kann schon - aber es wird am Ende trotzdem nicht das selbe rauskommen.


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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon sugi » Mi 1. Okt 2008, 08:32

Hallo valdes,

valdes hat geschrieben:- die familie ist mitnichten ein ort der harmonie: sie ist das umfeld, in dem in der schweiz die meisten gewaltverbrechen begangen werden. wäre sie eine schule oder ein alternatives jugendzentrum, hätte man sie schon lange geschlossen. für viele kinder ist es ein segen, aus diesem umfeld zumindest tagsüber befreit zu werden.

Da hast du wirklich nicht unrecht...und es sind noch lange nicht alle Zahlen auf dem Papier!!

Ich denke, für diejenigen Kinder ist es eine "Erlösung"..nur, wo ist es dann zuhause? Da, wo es die Liebe und Geborgenheit erfahren sollte?
Wohin gehören sie? Es sind wieder diese Kinder, die einmal mehr in und her geschoben werden.....



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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren?

Beitragvon sugi » Mi 1. Okt 2008, 08:39

Hallo Grasy,

Grasy hat geschrieben:Wir sind nicht alle gleich und das ist auch voll ok.


Aber so passen sie nicht mehr in das "Schema" rein...denn sie werden nun mal alle über einen Kamm gescherrt!!
Sie müssen funktionieren...sonst fällt man auf!!

Im ersten Jahr "sollte" man sich keine Gedanken machen, wenn ein 9-Monatiges noch nicht alleine sitzen kann, und der 6-Monatige Nachbarbub es schon kann..es ist ganz normal dass sich Kinder unterschiedlich entwickeln.. So in den "gescheiten" Büchern!

Später ist das nicht mehr so..that's it!



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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Mi 1. Okt 2008, 11:56

das ist allerdings ein gesellschaftliches problem, nicht eines der schule. in einer selbsterklärten "leistungsgesellschaft" wirkt sich das auch auf die schule aus. wenn wir leistungsdruck und den zwang zum erfolg aus der schule raushaben wollen, müssen wir uns zuerst darüber gedanken machen, wie wir arbeiten und leben.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Mi 1. Okt 2008, 12:30

Grasy hat geschrieben:
valdes hat geschrieben:die kann man aber nicht staatlich durchsetzen.


Wie willst du Liebe denn staatlich durchsetzen?


gar nicht. in dem du sie einfach voraussetzt, gibt es sie aber auch nicht einfach.

Oder wie willst du ein Umfeld der Geborgenheit wie es im Elternhaus sein sollte durch Leute, welche dafür bezahlt werden, angemessen ersetzen?


das will und kann ich nicht. ich spreche ja auch nicht von internaten oder heimen, sondern von kindergarten. was sind das? sechs stunden am tag, wenn's hochkommt? bleiben immer noch 18 stunden familiäre und elterliche fürsorge. vielleicht hab ich mich auch ein bisschen blöd ausgedrückt, aber ich glaube nicht, dass der kindergarten familiäre geborgenheit ersetzen soll (und auch nicht kann); er soll sie ergänzen.
diese bezahlten leute haben ja eine ausbildung gemacht. ich hoffe schwer, dass sie gewisse dinge besser können, als leute die diese ausbildung nicht gemacht haben. wer hunderte von kindern betreut hat, sieht vielleicht gewisse dinge schneller, als wer nur ein, zwei, fünf kinder betreut. der kindergarten und die schule sind keine konkurrenz zur erziehung.


Ist in meinen Augen [ist chancengleichheit] in unserer westlichen Gesellschaft eine Illusion. Die ist nämlich gar nicht auf [darauf] angelegt sondern auf Wettbewerb und dem Anhäufen von Besitztümern, Macht und Anerkennung - und das nicht selten auf Kosten anderer.


dazu mein beitrag oben. die schule kann die gesellschaft nicht ändern, aber sie kann wenigstens dafür sorgen, dass die startbedingungen in diesen wettbewerb angeglichen werden.
wieso haben die meisten studenten eltern, die selber studiert haben? weil sie klüger sind? ich denke kaum. es ist auch nicht in erster linie das geld. die sozialisation spielt eine grosse rolle. und die lehrer, die kinder, die sich gewählt ausdrücken können, für klüger halten. wenn die kinder zu jünger sind, sind die unterschiede kleiner und die chancen für arbeiterkinder grösser.

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Kann im Kindergarten genau so wie am Spielplatz und im Freundeskreis schief gehen oder funktionieren.


auf dem spielplatz und vor allem im freundeskreis treffen die kinder allerdings weniger auf kinder einer anderen sozialen oder etnischen herkunft.


- nicht alle eltern sind der aufgabe gleichermassen gewachsen und die, die es nicht sind, müssen nicht die sein, die ihre kinder freiwillig in den kindergarten geben


Das kannst du nie wissen.


doch, das kann ich. oder bist du der meinung, alle menschen seien der aufgabe gleichermassen gewachsen?


Generell sollte man aber mal davon ausgehen daß die elterliche Fürsorge für Kinder gut und richtig ist


wieso?

Wenn man hier die Kinder fördern will wäre es auch ein Ansatz die Eltern zu fördern.

wie?

ob eine Mutter sich [...] um ihr Kind kümmern kann


wieso die mutter? was ist mit den vätern?


- berechtigter wunsch (oftmals auch not) vieler eltern, zu arbeiten


Hat mit 'nem Zwangskindergarten jetzt genau was zu tun?

externe betreuung kostet. kindergarten nicht.


- die familie ist mitnichten ein ort der harmonie


Das sollte sie aber sein.

appelle und "sollen" nützen niemandem was.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Grasy » Mi 1. Okt 2008, 12:49

valdes hat geschrieben:vielleicht hab ich mich auch ein bisschen blöd ausgedrückt, aber ich glaube nicht, dass der kindergarten familiäre geborgenheit ersetzen soll (und auch nicht kann); er soll sie ergänzen.


Dagegen spricht auch nichts. Ich bin für den Kindergarten aber definitiv gegen den Zwangskindergarten.


diese bezahlten leute haben ja eine ausbildung gemacht. ich hoffe schwer, dass sie gewisse dinge besser können, als leute die diese ausbildung nicht gemacht haben.


Nicht unbedingt. Aber das ist gar nicht der springende Punkt. Daß du "Liebe" nicht staatlich durchsetzen willst hast du ja schon geschrieben.


auf dem spielplatz und vor allem im freundeskreis treffen die kinder allerdings weniger auf kinder einer anderen sozialen oder etnischen herkunft.


Das kann man pauschal gar nicht sagen und kommt gewiss auch auf den Wohnort an. Manche wohnen in ´nem Block (wie meine Schwester) wo relativ viele Kinder anderer Herkunft wohnen. Und ich kann mich an keinen Fall von Problemen diesbezüglich erinnern.


doch, das kann ich. oder bist du der meinung, alle menschen seien der aufgabe gleichermassen gewachsen?


Ich fürchte da hast du mich falsch verstanden. Was ich meinte, das kann man pauschal gar nicht sagen.


Generell sollte man aber mal davon ausgehen daß die elterliche Fürsorge für Kinder gut und richtig ist


wieso?


Weil nun mal die Eltern die Kinder kriegen und so auch ein gewisses Anliegen da sein sollte daß über Bezahlung hinaus geht. Daß das kein Garant für elterliche Fürsorge ist, ist klar. Aber es sollte eben so sein. Ich gehe auch davon aus daß es überwiegend so ist. Ich will mir keine Gesellschaft vorstellen wo Kinder nur noch von fremden "ausgebildeten Personen" aufgezogen werden.


wieso die mutter? was ist mit den vätern?


Ich sehe in der Mutter auch eine besondere Rolle, die ich fördernswert finde. Das geht aber über das Thema hinaus. Es braucht keinen Zwangskindergarten wenn Mütter vermehrt arbeiten gehen wollen oder müssen.


externe betreuung kostet. kindergarten nicht.


Das bedeutet doch nicht daß man die Kinder dazu zwingen muss. Man kann auch den freiwilligen Kindergarten gratis anbieten sofern es der Gesetzgeber für eine Lohnenswerte Investition hält.


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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren?

Beitragvon origo » Do 2. Okt 2008, 08:23

sugi hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Wir sind nicht alle gleich und das ist auch voll ok.

...es ist ganz normal dass sich Kinder unterschiedlich entwickeln.. So in den "gescheiten" Büchern!
Später ist das nicht mehr so... that's it!

Doch, eben, die unterschiedliche Entwicklung geht noch weiter,
Unterschiede bis 2 Jahre sind im Alter von 4 bis 7 möglich, wenn auch meistens in geringerem Ausmass.

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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren?

Beitragvon sugi » Do 2. Okt 2008, 10:03

Hi origo,

origo hat geschrieben:Doch, eben, die unterschiedliche Entwicklung geht noch weiter,

Das finde ich ja auch...und dass ist sogar bei Erwachsenen noch so....!!


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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Do 2. Okt 2008, 13:04

Ich kenne Kinder, die mit 4 J. noch in die Hose machen. Da frage ich mich, ob diese dann von den Lehrern gewickelt werden?

Dass mein Neffe in einem Jahr schon in dieses Zwangssystem reinpassen soll, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen! Das wird nur mit Gewalt möglich sein! Denn seine Interessen und Fähigkeiten liegen vorallem im Singen und Tanzen. Lesen und Schreiben und Zählen interessiert ihn rein gar nicht.Zudem hat er einen ausgeprägten Willen. Das heisst, wenn er keine Lust hat, dann hat er keine Lust und dann geht nix in den Kopf rein! (bei mir war es genauso und ich habe die SChule als reinste Hölle erlebt) Die müssen ihn also auf allen Ebenen brechen, damit er in einer Schulbank sitzen bleibt!

Lieber Origo..ich weiss schon jetzt nicht mehr , wie ich mich verhalten soll, denn mein Neffe kommt, aus eigenem Willen, wieder öfters zu mir und da werde ich unweigerlich in Alles mithineingezogen. Es ist für mich schrecklich!
Er klagt mir bereits sein Leid und ich kann nichts dagegen unternehmen!
Z.B. will er seit einiger Zeit nicht mehr in den Kinderhort, weil er gecheckt hat, dass eine Mutter währenddessen mit seinem kleinen Bruder zu Hause ist. Er macht jedesmal ein fürchterliches Theater und ist den ganzen Tag über nicht mehr zu beruhigen! Schon Tage zuvor erzählt er, dass er dort nicht mehr hingehen will, dass er traurig sei u.sw.Begleitend hat er diverse psychosomatische Beschwerden. Wenn er dann bei mir ist, jagt er seine Eltern regelrecht in die Wüste! Und ich stehe immer dazwischen! Sage ich den Eltern meine wahre Meinung, schnappen die ein und bringen ihn nicht mehr zu mir. Sie strafen das Kind damit. Sage ich nichts, fühle ich mich als Verräterin des Kindes, welches ich besser verstehen kann, als mir lieb ist!

Was soll man da machen? Ich bin ratlos!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon origo » Fr 3. Okt 2008, 11:02

Liebe Heugümperin

Nein, ein Kind wird im Kiga oder der 'Grundstufe' nicht gewickelt. Es ist Sache der Eltern, es soweit zu bringen, dass es auf die Windeln verzichten kann, mind. tagsüber. Ich denke, wenn das nicht klappt, muss der Besuch der obligatorischen Grundstufe zurückgestellt werden.
Wie erwähnt, wäre ich ohnehin für Freiwilligkeit, mind. für das erste Jahr.

Aber ein Kind kann sich in einem knappen Jahr stark entwickeln. Es geht darum, dass man auf seine Bedürfnisse eingeht. Die Eltern und die Betreuer in der Krippe müssen herausfinden, womit er Probleme hat und ihm erklären, warum er in die Krippe gehen soll, allenfalls halt weniger oft oder weniger lang.
heuschrecke hat geschrieben:Dass mein Neffe in einem Jahr schon in dieses Zwangssystem reinpassen soll, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen! Das wird nur mit Gewalt möglich sein! Denn seine Interessen und Fähigkeiten liegen vorallem im Singen und Tanzen. Lesen und Schreiben und Zählen interessiert ihn rein gar nicht. (...)!

Das 'Zwangssystem' soll - soweit ich weiss - vor allen aus einer individuellen Förderung in den ersten 2-3 Jahren bestehen, wobei Spielen, Singen und Tanzen bestimmt viel Platz hat. Die Grundstufe besteht aus 1-2 Jahren 'Kindergartenzeit' resp. Vorschule und der 1.Klasse. Lesen, schreiben und zählen dürfen die, die das wollen, später dann - in der 1.Klasse - gibt es mehr davon.

Wenn ich es richtig verstehe, gibt es 2 Lehrpersonen, und es können die, die sehr weit und lernbegierig sind, im 2. Jahr bereits die erste Klasse machen, während andere die ersten beiden Jahre spielen, basteln, singen und tanzen dürfen.
Insofern sollte auch niemand gebrochen werden.

Lieber Origo..ich weiss schon jetzt nicht mehr , wie ich mich verhalten soll, denn mein Neffe kommt, aus eigenem Willen, wieder öfters zu mir und da werde ich unweigerlich in Alles mithineingezogen. Es ist für mich schrecklich!
Er klagt mir bereits sein Leid und ich kann nichts dagegen unternehmen!

Du hast recht, du kannst nicht deine Meinung sagen. Du bist als Vermittlerin gefragt, du kannst mit allen reden, wenn du willst, und versuchen, Verständnis für den andern zu wecken. Vielleicht kannst du Lösungsvorschläge in die Gespräche einflechten.

Liebe Grüsse
origo
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 12:28

Du hast recht, du kannst nicht deine Meinung sagen. Du bist als Vermittlerin gefragt, du kannst mit allen reden, wenn du willst, und versuchen, Verständnis für den andern zu wecken. Vielleicht kannst du Lösungsvorschläge in die Gespräche einflechten.

Liebe Grüsse
origo


Ja, ich weiss. Nur weiss ich nicht, ob ich mein weiteres Leben als lebende Pufferzone und unsichtbarer Transformator fristen will! Eher nicht!

Da gibts wohl nur noch eine Möglichkeit: Auswandern

Denn wie erkläre ich meinem Neffen, warum er mich nicht mehr besuchen kommen kann? (wenn ich aus emotionalem/energetischem Selbstschutz den Kontakt abbrechen muss?)
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 14:00

Liebe Heugümperin

Nein, ein Kind wird im Kiga oder der 'Grundstufe' nicht gewickelt. Es ist Sache der Eltern, es soweit zu bringen, dass es auf die Windeln verzichten kann, mind. tagsüber. Ich denke, wenn das nicht klappt, muss der Besuch der obligatorischen Grundstufe zurückgestellt werden.
Wie erwähnt, wäre ich ohnehin für Freiwilligkeit, mind. für das erste Jahr.

Hallo Origo

Ja, da fängt der Zwang doch schon an. Die Eltern müssen das Kind, weil der Staat das so will, soweit bringen. Der Staat steht über der natürlichen Entwicklung. Bereits ein 4 jähriges Kind muss also vergewaltigt werden. Denn auf seinen individuellen Entwicklungsstand wird bereits nicht mehr Rücksicht genommen! Um es nochmals zu betonen: es geht hier um ein 4Jahre altes Kind! WEnn es nicht gelingt, gelten entweder das KIind oder die Eltern oder Beide zusammen, als nicht normal. Man wird dann u.U. als Kind bereits pathologisiert. Und der Staat hat freie Hand. Er kann die Eltern z.B. zwingen, dem Kind fragwürdige Therapien aufzuzwingen und wenn diese nicht fruchten, wird mit Medikamenten nachgeholfen. Es könnte sogar so extrem kommen, dass man aufgrund des "Versagens" der Eltern (aus staatlicher Sicht), weil z.B. ihr kind noch nicht trocken ist und sie deshalb ihre Pflicht nicht efüllt haben, den Eltern das Kind wegnimmt. Vorallem bei Alleinerziehenden und Familien mit geringerem Einkommen sind Fälle in dieser Art schon vorgekommen! Aber mir ist schon klar, dass soweit die WEnigsten denken und auch immer noch in der Illusion leben, dass ihnen sowas nie passieren könnte.

Aber ein Kind kann sich in einem knappen Jahr stark entwickeln. Es geht darum, dass man auf seine Bedürfnisse eingeht. Die Eltern und die Betreuer in der Krippe müssen herausfinden, womit er Probleme hat und ihm erklären, warum er in die Krippe gehen soll, allenfalls halt weniger oft oder weniger lang.


Tja...das ist halt reine Theorie! In der Praxis sieht's so aus, dass weder die Eltern noch die Betreuer von der Krippe herausgefunden haben, womit er Probleme hat.
Ich glaube es zu wissen, aber meine Meinung ist nicht gefragt. Das Problem ist auch nicht so leicht zu lösen, lieber Origo, weil es um ziemlich Grundlegendes geht!
Der Junge versteht es schlicht nicht, warum er den Tag im Kinderhort verbringen soll, währenddessen seine Mutter mit seinem kleinen Bruder zu Hause sitzt. Er fühlt sich ausgeschlossen und folglich traurig. Ich verstehe das übrigens auch nicht!

Sie befiehlt ihm einfach: und du gehst jetzt und bleibst dort und weinst nicht,denn Du bist schon ein Grosser! Die Hortleute mischen sich da nicht gross ein. Die versuchen ihn halt einfach zu beruhigen und abzulenken und stopfen ihm offenbar, wenn alles nichts nützt, Schokolade rein.(das hat mir die Schwägerin und auch das Kind selbst erzählt)
Tja, sie profitieren ja auch finanziell . Schonbald wird sie auch den Säugling abstillen und in die Krippe geben. Was sollen denn die Krippenleute sagen, wenn das Grundproblem die abwesende(weil arbeiten wollende) Mutter ist? Diese tollen "sozialen" Betreuer leben ja von Kindern, die viel zu früh aus dem Nest geworfen werden!

Meine grundlegende Frage an alle Eltern, die ihre Kinder z.T. schon mit 3 Monaten in einer Krippe abgeben, ist: "Warum, um Gottes Willen setzt ihr Kinder in die Welt? " Wenn man nur rumjetten, shoppen, konsumieren und Karriere machen will, sollte man sich nicht mal einen Hund zulegen!

Meine Meinung....
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Robby » Fr 3. Okt 2008, 14:39

heuschrecke hat geschrieben: Meine grundlegende Frage an alle Eltern, die ihre Kinder z.T. schon mit 3 Monaten in einer Krippe abgeben, ist: "Warum, um Gottes Willen setzt ihr Kinder in die Welt? " Wenn man nur rumjetten, shoppen, konsumieren und Karriere machen will, sollte man sich nicht mal einen Hund zulegen!

Meine Meinung....


Hi Heuschrecke

EIne berechtigte Frage.


Lieber Gruss
Robby
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon origo » Fr 3. Okt 2008, 16:07

heuschrecke hat geschrieben: Ja, da fängt der Zwang doch schon an. Die Eltern müssen das Kind, weil der Staat das so will, soweit bringen. Der Staat steht über der natürlichen Entwicklung. Bereits ein 4 jähriges Kind muss also vergewaltigt werden. Denn auf seinen individuellen Entwicklungsstand wird bereits nicht mehr Rücksicht genommen!

Was ist denn die normale Entwicklung? Wie lange soll ein Kind denn Windeln tragen?
Und ich denke, da könnte das Kind ohne Probleme ein Jahr zurückgestellt werden (kenne die Details nicht). Es muss also wohl kein Zwang angewendet werden.
Es könnte sogar so extrem kommen, dass man aufgrund des "Versagens" der Eltern (aus staatlicher Sicht), weil z.B. ihr kind noch nicht trocken ist und sie deshalb ihre Pflicht nicht efüllt haben, den Eltern das Kind wegnimmt.

Es könnte ..., aber ich denke doch, dass zur Zeit Deine Befürchtungen weit übertrieben sind.
Meine grundlegende Frage an alle Eltern, die ihre Kinder z.T. schon mit 3 Monaten in einer Krippe abgeben, ist: "Warum, um Gottes Willen setzt ihr Kinder in die Welt? " Wenn man nur rumjetten, shoppen, konsumieren und Karriere machen will, sollte man sich nicht mal einen Hund zulegen!

Da gebe ich Dir allerdings voll und ganz recht!
Uebr. dauert doch der Mutterschaftsurlaub 16 Wochen, nicht?

Liebe Grüsse
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 17:12

heuschrecke hat geschrieben:
Meine grundlegende Frage an alle Eltern, die ihre Kinder z.T. schon mit 3 Monaten in einer Krippe abgeben, ist: "Warum, um Gottes Willen setzt ihr Kinder in die Welt? " Wenn man nur rumjetten, shoppen, konsumieren und Karriere machen will, sollte man sich nicht mal einen Hund zulegen!

Meine Meinung....


die eltern können nichts dafür, dass die schweiz nur einen himmeltraurigen mutterschaftsschutz kennt und nur 16 wochen versichert sind.

mir geht dieses "ach die armen, armen kinderlein, bei diesen pösen, pösen karrierefrauen" so richtig gegen den strich. frauen haben sich das recht erkämpft, familie und arbeit unter einen hut bringen zu dürfen (was oftmals schwierig genug ist), männer tun das schon seit jahrhunderten und das stört niemanden.
dann werden diese frauen noch als egoistisch dargestellt, das ist die höhe!

meine meinung.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 17:52

mir geht dieses "ach die armen, armen kinderlein, bei diesen pösen, pösen karrierefrauen" so richtig gegen den strich. frauen haben sich das recht erkämpft, familie und arbeit unter einen hut bringen zu dürfen (was oftmals schwierig genug ist), männer tun das schon seit jahrhunderten und das stört niemanden.
dann werden diese frauen noch als egoistisch dargestellt, das ist die höhe!

meine meinung.


Hallo Valdes

Die Bezeichnung "Familie UND Arbeit" bringt mich wiederum zur Weissglut! Familie bzw. Hausarbeit und Kinderbetreuung IST Arbeit! Halloo?? Genau, die Frauen sind so dumm und lassen sich noch mehr aufhalsen, weil sie sich einreden lassen, dass die Arbeit im und ums Haus keine Arbeit sei und sie dadurch minderwertig seien. Eine bodenlose Frechheit! Meiner Meinung nach sollten meine GEschlechtsgenossinnen ihre wahre Frau stehen und nicht die Männer kopieren. Den männlichen Energien müssen unbedingt weibliche Energien entgegengesetzt werden, sonst wird das Gleichgewicht noch erheblicher gestört, als es jetzt schon ist!
Nö, die Mannsweiber sind nicht egoistisch sondern leiden an einem bemitleidenswerten Minderwertigkeitskomplex! Ich kenne Einige von diesen "Exemplaren", eine davon ist meine Schwester. Nach aussen grosse Klappe und innerlich ausgebrannt und unglücklich..so siehts bei den Meisten aus!

:roll:
Nein, die meisten Männer bringen eben Arbeit und FAmilie auch nicht unter einen HUt! Viel zu viele Frauen und Kinder leiden unter den nichtanwesenden Männern und Vätern!

Wer betreut denn die Kinder von Karrierefrauen? Tagesmütter und Grosseltern! Hahahahaaaaaaaaaaaaaaaa von wegen...Powerfrauen...tsssssssssssssss...dass ich nicht lache!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 18:05

du hast in einem punkt völlig recht: ich hätte nicht "arbeit" schreiben dürfen. gemeint war "erwerbsarbeit". mea culpa in diesem punkt.


zum rest deines beitrages: mit dem begriff "mannsweiber" disqualifizierst du dich selber. klar sind viele dieser frauen ausgebrannt, weil sei ja schwestern, mütter, "freundinnen" etc. wie dich haben, die ihnen ständig das gefühl geben, sie müssten sich dafür rechtfertigen, dass sie etwas zum wohlstand unseres landes und einer funktionierenden volkswirtschaft beitragen und dazu noch kinder grossziehen.
den männern hingegen wird eingetrichtert, dass erziehungsarbeit weibisch sei und wenn sie ihr erwerbsarbeitspensum reduzieren wollen, können sie beruflichen aufstieg vergessen.
die familien, die versuchen erwerbsarbeit und kindererziehung zu vereinen, verdienen respekt und keine "rückenschiesserInnen" wie dich.


p.s. für die kinder ist es natürlich auch super, wenn ihnen die tante zu verstehen gibt, dass sie eine rabenmutter hätten.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 18:15

@Valdes: Männer Deines SChlages haben, meiner Beobachtung nach, ein ganz anderes Problem. Sie können mit der weiblichen Macht nicht umgehen. Deshalb wollen sie die weiblichen Kräfte ausrotten. Das geschieht, indem sie weibliche Eigenschaften und Tätigkeiten, die eher dem weiblichen Wesen entsprechen, als nichtig erklären. Viele der Männer Deines SChlages editiert

Dein Ausspruch.: "die armen,armen Kinderlein...ect." spricht Bände!!!

Schöne Grüsse von einem herzhaften Vollweib! (Dein schlimmster Albtraum..ich weiss :mrgreen: )

:lol: :lol: :lol:
Zuletzt geändert von Grasy am Mo 6. Okt 2008, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ähm... Bitte ohne persönliche Untergriffe!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 18:21

deine analyse trifft voll ins schwarze: ich bin ein schwuler geizkragen, der im heim aufgewachsen ist.

wenn du die ironie findest, darfst du sie behalten.

wünsch dir viel spass beim kabbala-meditieren, oder was du sonst so treibst.

weiblichen Kräfte


wenn ich das nur schon höre/lese... rofl
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Such_Find » Fr 3. Okt 2008, 18:22

heuschrecke hat geschrieben:Die Bezeichnung "Familie UND Arbeit" bringt mich wiederum zur Weissglut! Familie bzw. Hausarbeit und Kinderbetreuung IST Arbeit! Halloo?? Genau, die Frauen sind so dumm und lassen sich noch mehr aufhalsen, weil sie sich einreden lassen, dass die Arbeit im und ums Haus keine Arbeit sei und sie dadurch minderwertig seien. Eine bodenlose Frechheit!

Das sehe ich auch so. Im Kapitalismus zählt aber nur was sich monetär umsetzen lässt, wenn eine Frau irgendwelchen fremden Kindern auf einer Säuglingsstation Windeln anschnallt ;-) dann ist das Arbeit weil Cash rüberkommt.
Aber nach zig Jahren in unseren Schulen ist dieses Denken/Werten eingetrichtert, wundert mich nicht, da braucht man Jahre zu bis man diese Konditionierung wieder ablegen kann, wenn überhaupt.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 18:47

ich wollte nur noch schnell anfügen, dass ich es auch respektiere, wenn jemand (mann oder frau) auf erwerbsarbeit weitgehend verzichtet, um sich zu hundert prozent um die kinder zu kümmern.
jedeR soll nach seiner eigenen façon glücklich werden.
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 18:49

valdes hat geschrieben:du hast in einem punkt völlig recht: ich hätte nicht "arbeit" schreiben dürfen. gemeint war "erwerbsarbeit". mea culpa in diesem punkt.


zum rest deines beitrages: mit dem begriff "mannsweiber" disqualifizierst du dich selber. klar sind viele dieser frauen ausgebrannt, weil sei ja schwestern, mütter, "freundinnen" etc. wie dich haben, die ihnen ständig das gefühl geben, sie müssten sich dafür rechtfertigen, dass sie etwas zum wohlstand unseres landes und einer funktionierenden volkswirtschaft beitragen und dazu noch kinder grossziehen.

Falsch! Die Kinder werden von den Grosseltern oder den privaten Kindermädchen , Tagesmüttern oder Kinderhortbetreuern grossgezogen! Die Privaten machen das meist noch GRATIS oder bekommen ein lächerliches Sackgeld! Ich meine, dass jeder intelligente Mensch zugeben muss, dass die ERziehung der Kinder das A und O einer funktionierenden Gesellschaft und damit auch Volkswirtschaft ist!Die Betreuung von Kindern ist eigentlich der grösste Beitrag überhaupt ,den man für eine GEsellschaft leisten kann. Dementsprechend hoch müsste da der Ausgleich, sprich der Erwerb und auch das gesellschaftliche Ansehen sein!

den männern hingegen wird eingetrichtert, dass erziehungsarbeit weibisch sei und wenn sie ihr erwerbsarbeitspensum reduzieren wollen, können sie beruflichen aufstieg vergessen.

Stop, stop ,stop...ich rede von Kleinkinderbetreuung und in dieser Phase ist die mütterliche Fürsorge und Nestwärme das Wichtigste. Selbstverständlich ist die väterliche Erziehung genauso wichtig. Du hast mich da etwas missverstanden. Wenn sich Vater und Mutter abwechselnd um die Kinder kümmern, finde ich das sogar super! Dagegen habe ich nix einzuwenden. Ich rede von Eltern,welche beide Arbeiten und die Kinder fremdbetreuen lassen.

die familien, die versuchen erwerbsarbeit und kindererziehung zu vereinen, verdienen respekt und keine "rückenschiesserInnen" wie dich.

Diese haben meinen Respekt, aber nur wenn es ohne Fremdbetreuung geht!


p.s. für die kinder ist es natürlich auch super, wenn ihnen die tante zu verstehen gibt, dass sie eine rabenmutter hätten.


Im Gegenteil. Ich lasse mir von gewissen Emanzen ziemlich viel gefallen, nur dem Wohle des Kindes wegen! Da schätzt Du mich komplett falsch ein! Sie nehmen z.B. meine Dienste gerne in Anspruch, degradieren mich aber gleichzeitig als VErsagerin, weil ich keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Warum lässt man aber sein Kind von einer Versagerin betreuen? Kannst Du mir das mal erklären? Und es geht in diesem Beispiel lange nicht nur um meine Familie. Denn ich habe auch schon andere Kinder betreut!

Aber ich muss mich eigentlich gar nicht rechtfertigen, man könnte sich ganz einfach mal mit all den Kindern unterhalten, welche ich in meinem Leben schon betreut habe und nicht selten die Eltern noch mit dazu! :P
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon Such_Find » Fr 3. Okt 2008, 18:51

valdes hat geschrieben:ich wollte nur noch schnell anfügen, dass ich es auch respektiere, wenn jemand (mann oder frau) auf erwerbsarbeit weitgehend verzichtet, um sich zu hundert prozent um die kinder zu kümmern.

Damit sagst du das Kinder kein "Erwerb" sind, demnach quasi ein 'Minusgeschäft'.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 18:57

Such_Find hat geschrieben:
valdes hat geschrieben:ich wollte nur noch schnell anfügen, dass ich es auch respektiere, wenn jemand (mann oder frau) auf erwerbsarbeit weitgehend verzichtet, um sich zu hundert prozent um die kinder zu kümmern.

Damit sagst du das Kinder kein "Erwerb" sind, demnach quasi ein 'Minusgeschäft'.


dafür, dass ich arbeit, statt erwerbsarbeit geschrieben habe, hab ich mich entschuldigt und den fehler eingesehen. ich find's jetzt schon ein wenig übertrieben, wenn du mir noch bei der erwerbsarbeit etwas in den mund legen willst.
aber gut: dann sag ich halt ab jetzt lohnarbeit. dann sind dann halt die selbständigerwerbenden (oh sorry, pöses wort) ausgeschlossen.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Fr 3. Okt 2008, 18:59

wünsch dir viel spass beim kabbala-meditieren, oder was du sonst so treibst.


:lol: :lol: :lol: Es reicht mir vollkommen, einfach Frau zu sein! :P Um meine Natur zu leben, muss ich weder meditieren noch die Kabbala studieren!
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 19:17

heuschrecke hat geschrieben:Es reicht mir vollkommen, einfach Frau zu sein!


das ist aber auch nicht wirklich abendfüllend.
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon valdes » Fr 3. Okt 2008, 19:28

heuschrecke hat geschrieben: Ich rede von Eltern,welche beide Arbeiten und die Kinder fremdbetreuen lassen.


damit sagst du, erziehungsarbeit sei keine arbeit. hallo?!


Die Kinder werden von den Grosseltern oder den privaten Kindermädchen , Tagesmüttern oder Kinderhortbetreuern grossgezogen!


wir haben eine unterschiedliche definition von "grossziehen". meiner einschätzung nach bedeutet es nicht, dass man sieben tage rund um die uhr um die kinder rumsitzen muss, um von "grossziehen" zu reden.
es bedeutet, die verantwortung zu übernehmen und die betreuung zu organisieren.

Ich meine, dass jeder intelligente Mensch zugeben muss, dass die ERziehung der Kinder das A und O einer funktionierenden Gesellschaft und damit auch Volkswirtschaft ist


langsam kommen wir wieder zum punkt. ich gehe mit dir einig, dass erziehung wichtig ist; etwas vom wichtigsten in einer gesellschaft.
deshalb will ich ja auch, dass die gesellschaft ihre verantwortung wahrnimmt und die richtigen rahmenbedingungen schafft. mit funktionierenden strukturen, die die vereinbarkeit von lohnarbeit und familienarbeit vereinfachen. mit professionellen bildungsinstitutionen (inkl. guter und obligatorischer kindergarten).
die familien sind schon genug belastet, es ist wichtig, sie in ihrer aufgabe so gut wie möglich zu unterstützen.

Wenn sich Vater und Mutter abwechselnd um die Kinder kümmern, finde ich das sogar super! Dagegen habe ich nix einzuwenden


dann sind wir uns ja einig. hätt' nicht gedacht, dass das in diesem thread noch passiert. wieso man das dann nicht noch durch fremdbetreuung ergänzen kann und wieso das nicht für die ersten lebensmonate des kindes gelten soll, ist mir allerdings nicht klar.

Diese haben meinen Respekt, aber nur wenn es ohne Fremdbetreuung geht!


wieso? ich glaube, du hast da einen komplex. sorry, wenn ich das so sage.

p.s. ich hab mir diese letzte aussage nochmal durch den kopf gehen lassen und werde wieder so richtig sauer. du sagst also, dass du nur reiche familien respektierst, die auf kein zusatzeinkommen angewiesen sind und was du von alleinerziehenden hälst, will ich glaub gar nicht wissen...
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Einschulung bereits mit vier Jahren

Beitragvon heuschrecke » Sa 4. Okt 2008, 18:18

p.s. ich hab mir diese letzte aussage nochmal durch den kopf gehen lassen und werde wieder so richtig sauer. du sagst also, dass du nur reiche familien respektierst, die auf kein zusatzeinkommen angewiesen sind und was du von alleinerziehenden hälst, will ich glaub gar nicht wissen...


Hallo Valdes

SEit wann kümmern sich Reiche selbst um ihre Kinder? Die wirklich Reichen haben Köchin, Putzfrau und für jedes Kind ein privates Kindermädchen, meist auch noch einen Hundesitter! :roll:

Von Frauen, die bewusst, ohne Mann, aber mit Kind leben wollen und sich bewusst durch einen Samenspender ein Kind machen lassen, halte ich gar nix! Bei Frauen oder Männern, die durch gerechtfertigte SCheidung oder sogar durch Tod des Partners zu Alleinerziehenden geworden sind, siehts dann wieder anders aus.

Liebe Grüsse
heuschrecke
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