Der "neue" Mensch..

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Der "neue" Mensch..

Beitragvon Sanctus » Mo 28. Jan 2008, 19:32

Hallo zusammen,

Ich mache gerade ein Seminar mit und mit einem der Lehrer habe ich ein interessantes Gespräch geführt. Da er viel Ahnung hat als Mathematiker, Lehrer für VWL und Politik war das Gespräch sehr aufschlussreich.
Und zwar habe ich ihm die Frage gestellt, ob es denn Möglich sei, das auf der ganzen Welt kein Geld mehr als Zahlungsmittel verwendet werden müsste. Das Alles, was benötigt werden würde, ohne Geldzahlung erhaltbar wäre. Jeder gibt dem Anderen was er braucht. Gearbeitet wird nur für die Gemeinschaft und zur Selbstverwirklichung.
So würde es keinen Geiz mehr geben und auch keine Kriege. Denn jeder würde alles bekommen was er zum Leben und als "Luxus" braucht.

Der Lehrer meinte darauf hin, das dieses Prinzip schon im Kommunismus probiert wurde, jedoch (wie wir alle wissen) schief gegangen ist. Sicherlich mag das daran liegen, das dieses Prinzip nur in dem einem Land Verwendung fand und nicht auf dem kompletten Globus. Weiterhin meinte er, das der jetzige Mensch nicht in der Lage sei, sein Ego-Gefühl und seine Habsucht auszuschalten, selbst wenn er wüsste, das er alles bekommen könnte wonach im sehnt. Bei dieser Theorie einer friedlichen Welt, so wie ich sie geschildert habe, müsste ein neuer Mensch entstehen. Das heißt, die alten Menschen müssten aussterben und neue Menschen müssten mit der neuen Lebensphilosphie entstehen.

Dieses Lebensmodel das ich oben beschrieben habe, ist von unserem Glauben nicht weit entfernt. Z.B. Nächstenliebe und Hingabe für die Mitmenschen.

Meine Fragen:
Was denkt Ihr über dieses Lebensmodel und kann es Wirklichkeit werden, bevor alle Menschen zum christlichen Glauben übergetreten sind und diesen auch ehrlich und wortgetreu praktizieren? Ist dieser "neue Mensch" im Grunde ein reiner Christ wie er laut Bibel sein sollte?

Gruß

Sanctus
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Re: Der

Beitragvon SilentWarrior » Mo 28. Jan 2008, 19:47

Ich bin 100% deiner Meinung und würde sogar soweit gehen, den Kommunismus als die christlichste aller Staats- bzw. Wirtschaftsformen zu bezeichnen. Leider hat dein Lehrer aber recht: Der Mensch ist zu gierig. Oder, um einen ehemaligen Pfarrer bei uns in der Gemeinde zu zitieren: Das Herz des Menschen ist böse. Das ist bittere Realität … wir haben das in der Psychologie zur Genüge durchgekaut und gesehen, dass der Mensch längere friedliche Phasen psychologisch nicht verkraftet – er ist sozusagen «konfliktsüchtig». (Das erklärt auch, wieso es immer und immer und immer wieder Kriege gibt.)

Original von Sanctus
Das heißt, die alten Menschen müssten aussterben und neue Menschen müssten mit der neuen Lebensphilosphie entstehen.

Den Satz finde ich interessant. Ich hab mir das auch schon oft so gedacht, dann aber meist eher so wie bei «Moonraker», also dass irgendein Irrer die Menschheit auslöscht und von neuem beginnt. :D Dass dieser ‹Irre› Jesus sein könnte, finde ich aber eine wesentlich angenehmere Vision :clap: und ich denke, es wird auch so sein, wenn das Ende gekommen ist. (Oder kann sich jemand ernsthaft vorstellen, dass wir im Himmel noch mit dem Portemonnaie rumrennen?)
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Re: Der

Beitragvon Grasy » Mo 28. Jan 2008, 19:58

Original von Sanctus
Dieses Lebensmodel das ich oben beschrieben habe, ist von unserem Glauben nicht weit entfernt. Z.B. Nächstenliebe und Hingabe für die Mitmenschen.


Also wenn die Menschen ein neues Lebensmodel probieren wollen ohne das Wort Jesus auch nur einmal zu erwähnen hab ich definitiv nicht viel Hoffnung.


Mfg,
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Re: Der

Beitragvon Egotheabsolvo » Mo 28. Jan 2008, 21:21

Original von SilentWarrior
Ich bin 100% deiner Meinung und würde sogar soweit gehen, den Kommunismus als die christlichste aller Staats- bzw. Wirtschaftsformen zu bezeichnen. Leider hat dein Lehrer aber recht: Der Mensch ist zu gierig. Oder, um einen ehemaligen Pfarrer bei uns in der Gemeinde zu zitieren: Das Herz des Menschen ist böse. Das ist bittere Realität … wir haben das in der Psychologie zur Genüge durchgekaut und gesehen, dass der Mensch längere friedliche Phasen psychologisch nicht verkraftet – er ist sozusagen «konfliktsüchtig». (Das erklärt auch, wieso es immer und immer und immer wieder Kriege gibt.)


Geht der Realitätsverlust schon so weit !?

Wie wäre es mit einem Exkurs in die Geschichte der Menschen,das durchdeklinieren aller bestandener und noch bestehenden Gesellschaftssystemen,einschließlich
"Christlicher" Staatsformen die ebensowenig christlich waren wie der Kommunismus und alle anderen !?

Willst Du die Opfer der Klerikalen Kirche,des Kapitalismus,
dem Nationalismus,dem Sozialismus und einem Kommunismus unter Lenin oder Stalin verhöhnen,weil der Versuch wiederholt werden muß !?

Gegebenenfalls können der Buduismus,Islamismus oder andere "Lehren" auch noch versucht werden, um zu erkennen
das allein die Globalisierung der Märkte,Nationale notwendigkeiten,Religiöse zwänge bedingen,das der Mensch in einer Gesellschaft zu überleben sucht,um wenige überleben zu lassen,weil die Reccorcen dieser Erden nicht geteilt,sondern vermarktet werden !

Kein Politisches System ist in der Lage aufzuhalten,was begonnen wurde um im Omega zu enden weil das Alpha nicht begriffen werden will.

Religiöse Verblendung ist ein noch größerer Aderlass,weil
genau deswegen nicht zugelassen werden wird,sich mit den wirklich wichtigen Themen zu beschäftigen,um wieder einmal -eines Glaubens- wegen die Menschen in die Irre zu leiten, weil jeder Gott es vorzieht zu schweigen und sein Angesicht vor den Menschen verbirgt !

Religion ist die tiefste Sehnsucht der Menschen,wenigstens einigermaßen gerecht behandelt zu werden,während es zur Ökonomie keine Alternativen mehr gibt .

Wie war das noch:

Erst wenn der letzte Fisch gefangen wird,der letzte Baum gefällt worden ist,werden Menschen begreifen das mann Geld nicht essen kann !?

Bis dahin ist es ein kleiner Schritt,um dann zu wiederholen
was bisher geschehen ist.

Die Welt dreht sich im Kreis,der Mensch wird sterben oder die Evolution von vorn beginnen müssen,weil alles was geschaffen worden ist wenigen vorbehalten bleibt,die das kommende Inferno überleben dürfen.

Das Prinzipien der Menschen erlauben keinen Konsens,und da wo Religion beginnt, wird das Chaos nur noch größer.

Nicht einmal ein unschuldiger Säugling wird mehr -gleich-geboren, weil es auf die Verhältnisse ankommt in welcher hineingeboren worden ist.

So war es,ist es,wird es immer bleiben,so soll man es schreiben,so wird es geschehen !

Der Gordische Knoten kann nicht durchschlagen werden,während das Damoklesschwert -immer- den Menschen bleibt.

Menschen können nicht,was selbst ein vorgegeblicher Gott nicht tun kann !

Wir werden kein Paradies auf Erden erleben,und selbst beim Sterben kein Paradies zu erwarten haben,weil der Mensch gestorben ist !

Solch eine Diskussion ist ebenso unnötig,wie von gestorbenen Menschen zu erwarten,eine Meinung zu haben !

Das Weltgeschehen wird die Menschen zwingen,zu überdenken welcher Weg eingeschlagen werden muß,wenn es bis dahin nicht zu spät ist !


Pati necesse est multa mortales mala! Die Menschen müssen vieles Üble erdulden!
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Re: Der

Beitragvon Such_Find » Mo 28. Jan 2008, 21:26

Ich bezweifel das ein "neuer Mensch" entsteht indem man die Umstände ändert. Sobald die Umstände sich wieder ändern würden, würde auch wieder ein anderes Wesen enstehen...
Nein, solche Wesen nenne ich "Umstände-Junkies" - wenn Umstände nett, Mensch nett, wenn Umstände krass, Mensch krass.

Für mich ist ein freier und lebender Mensch derjenige über den äussere Umstände keine Macht mehr haben d.h. er ist diesen nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert. So jemand könnte sich auch unter äusseren Bedingungen die überhaupt nicht nett sind freuen und freundlich sein zu seinen Mitmenschen, weil er weiss das diese Bedingungen nicht über ihn herrschen. [/Theorie]

Ich will keine Umstände ändern sondern über diesen stehen.

Zitat von SilentWarrior

wir haben das in der Psychologie zur Genüge durchgekaut und gesehen, dass der Mensch längere friedliche Phasen psychologisch nicht verkraftet – er ist sozusagen «konfliktsüchtig». (Das erklärt auch, wieso es immer und immer und immer wieder Kriege gibt.)

Wer mit keinem Paradies schwanger ist, der wär in dem äusseren Paradies deplaziert.
Alles muß erst mal IM Menschen vorhanden sein, Umwelt und Mensch muß stimmig sein.

Kein Friede den Ohnmachtigen!
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
Zitat von William Penn
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Beitragvon kaval » Di 29. Jan 2008, 07:07

@ Sanctus

Neues Leben entsteht dort wo Gott wie ein Same in sich aufgenommen wird und man Ihn in sich wachsen lässt. Wenn Er alles im Herzen ausfüllt dann wird das Kind - das neugeborene Kind als Frucht sichtbar = der neue Mensch. Nur solche von Gott neugezeugte Menschen können so leben wie du es dir wünschst.

Weder Gesetze, Zwangschristianisierung noch Wissen schaffen Frieden auf Erden.

Nur Gottes Geist schafft leben das sich in Liebe ausdrückt.
Die Liebe ist das viel wahrere und echtere als alles andere.
H. (Rocco)
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Re: Der

Beitragvon Frau Katz » Di 29. Jan 2008, 07:17

Original von Such_Find
Für mich ist ein freier und lebender Mensch derjenige über den äussere Umstände keine Macht mehr haben d.h. er ist diesen nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert. So jemand könnte sich auch unter äusseren Bedingungen die überhaupt nicht nett sind freuen und freundlich sein zu seinen Mitmenschen, weil er weiss das diese Bedingungen nicht über ihn herrschen. [/Theorie]


Bis es aber auf breiter Basis soweit ist, wärs eine ganz gute Idee, die Umstände so zu gestalten, dass sie nett und friedlich sind und somit die Menschen, die in ihnen leben, nett und friedlich machen.

Es hat keinen Sinn, mit einem Idealmenschen arbeiten zu wollen, es sind nun mal die Menschen, wie sie jetzt eben sind.

Was denkt Ihr über dieses Lebensmodel und kann es Wirklichkeit werden, bevor alle Menschen zum christlichen Glauben übergetreten sind und diesen auch ehrlich und wortgetreu praktizieren?


Sich liebevoll und verantwortungsbewusst zu verhalten hat gar nichts mit den Konfession zu tun. Und Jesus wollte nie eine Religion gründen.

grüsse, barbara
Die Rolle der Propheten ist immer noch die gleiche - sie hält die Menschheit wach. (arno gruen)
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Re: Der

Beitragvon Sanctus » Di 29. Jan 2008, 14:46

Vielleicht sollten wir mal die Vor- und Nachteile so einer von mir beschriebenen Welt beleuchten.

Mir fallen da spontan folgende ein.

Vorteile:
Alle Menschen leben friedlich miteinander. Es gibt keinen Hunger mehr, keinen Geiz, weder Arm noch Reich.

Nachteile:
Wie sagt man so schön.. "Nur im Leid lernt man beten."
Viele Menschen, und so ist es nun mal, glauben an und beten zu Gott, weil es ihnen schlecht geht, weil sie sich davon etwas erhoffen. Wenn es ihnen gut geht, vergessen sie Gott und das Beten. In so einer Welt wie ich sie beschrieben habe, wo alle Menschen glücklich sind und es keine Defizite gibt, könnte es passieren das Gott vergessen wird. Auch die Gesundheit und das Wohlfühlen würde man nicht zu schätzen wissen, da man es nur schätzen kann, wenn man das Gegenteil erlebt hat.

Oder was meint Ihr? 8-)

Gruß

Sanctus
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Re: Der

Beitragvon rotwang » Di 29. Jan 2008, 15:22

Original von Sanctus
glauben an und beten zu Gott, weil es ihnen schlecht geht, weil sie sich davon etwas erhoffen. Wenn es ihnen gut geht, vergessen sie Gott und das Beten.


Es soll ja auch Menschen geben die auch in Notzeiten nicht an Gott glauben..

Original von Sanctus
In so einer Welt wie ich sie beschrieben habe, wo alle Menschen glücklich sind und es keine Defizite gibt, könnte es passieren das Gott vergessen wird.


Hätte ich kein Problem mit - dann wäre man endlich die Diskussionen los, welcher Gott denn nun der wahrhaft wahre Gott sei.

Original von Sanctus
Auch die Gesundheit und das Wohlfühlen würde man nicht zu schätzen wissen, da man es nur schätzen kann, wenn man das Gegenteil erlebt hat.


Da gebe ich Dir durchaus recht. Weitere Nachteile einer solchen Gesellschaft wären für mich: Wenn alle gleich sind, dann fehlt an Konstituenten der Individualität, denn die gewinnt man nur aus der Differenz zu anderen. Es gäbe also im Grunde eine gesellschaftliche Uniformität die dann zudem noch oktruiert also erzwungen wäre, denn zur Wahrung dieser absoluten Gleichheit müssten alljene Subjekte, welche in der Lage wären diese Ordnung zu stören, aussortiert werden.
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
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Re: Der

Beitragvon gara » Sa 1. Mär 2008, 06:30

Original von Sanctus
Hallo zusammen,

Ich mache gerade ein Seminar mit und mit einem der Lehrer habe ich ein interessantes Gespräch geführt. Da er viel Ahnung hat als Mathematiker, Lehrer für VWL und Politik war das Gespräch sehr aufschlussreich.
Und zwar habe ich ihm die Frage gestellt, ob es denn Möglich sei, das auf der ganzen Welt kein Geld mehr als Zahlungsmittel verwendet werden müsste.

was hat das mit mathe zu tun?

Das Alles, was benötigt werden würde, ohne Geldzahlung erhaltbar wäre. Jeder gibt dem Anderen was er braucht.


dies würde eine völlige umstrukturierung der menschen mit einer anderen ideellen auffassung über leben und umwelt bedeuten und lässt sich auch nicht im praktischen rahmen realisieren.
Das ist keine frage von kommunismus oder religion, da das letztlich alles nur indoktrinierte dinge sind, also sie werden dem menschen gegen seinen willen aufgedrängt und dies bei fehlender überzeugung. Frage dich erst mal ob auf diese weise jemand zufrieden sein würde.
Nur weil du es wärst heisst es noch lange nicht, dass deine zeitgenossen genauso denken würden.


Gearbeitet wird nur für die Gemeinschaft und zur Selbstverwirklichung.
So würde es keinen Geiz mehr geben und auch keine Kriege. Denn jeder würde alles bekommen was er zum Leben und als "Luxus" braucht.

du bist ja der wahre weltverbesserer :D
warum fängst du nicht erst mal bei dir selbst an und suchst dir nicht gleichdenkende, also wahre idealisten für diese ideologie um mit ihnen eine lebensgemeinschaft ohne geld in einem kleinen und freiwilligen rahmen zu führen? Solange man nur redet, mag man marx oder christus zitieren-
Wenn es dann ans eingemachte geht, sieht man immer, dass es praktisch ganz anders wird. Also ich gebe deiner gruppe keine lange zeit, solltest du so etwas planen, und es würde ihr zu unbequem werden. :D
Geiz ist zudem keine frage des geldes allein.
Es gibt geiz auf allen ebenen und auch auf der subtilsten.
Es kann sich in arbeitsgeiz, emotionalen geiz, geiz sich zu äussern, usw mitteilen-
Geiz ist eine frage des gebens und nehmens und darum beziehe geiz nicht nur auf das geld.
Deine idelologie würde also gar nichts ändern, allenfalls würden die leute noch geiziger werden, wenn sie kein geld haben. :D
Auch kriege sind keine frage des geldes, nur vordergründig, sie haben mit macht zu tun.
Du denkst ohne geld kein krieg, da die mittel fehlen.
Aber auch diese würde der mit einer friedensideologie übergestreifte staat noch auftreiben. :D :D und dann würde es erst richtig knallen, da unterdrückung und unzufriedenheit rauskommen :D


Der Lehrer meinte darauf hin, das dieses Prinzip schon im Kommunismus probiert wurde, jedoch (wie wir alle wissen) schief gegangen ist. Sicherlich mag das daran liegen, das dieses Prinzip nur in dem einem Land Verwendung fand und nicht auf dem kompletten Globus.


nein absolut falsch. Der ganze globus wäre ruiniert wenn es kommunismus gäbe. Das liegt wie ich schon sagte, am geist der meisten menschen, die es nie gelernt haben, brüderlich zu teilen :D und dies nicht mal innerhalb der eigenen sippe können.
Lernen kann man das nicht, denn dann wäre es nur anpassung aber nicht überzeugung, da immer die anlagen das procedere des menschen bestimmen und durch anpassung und verzicht unzufriedenheit im volk wachsen würde.
Warum sollte man also zugunsten fremder leute auf die annehmlichkeiten des eigenen lebens verzichten?
Gegenfrage; würdest du das freiwillig machen?
Wer möchte, kann gerne den samariter oder gönner innerhalb dieser struktur spielen und dann wäre es auf freiwilliger basis und nicht abverlangt, was immer fehlschlägt.
Wer eine ideologie aufzwingtWer also an unserem ehrlichen staatssystem leidet, sollte erst mal seine eigene unzulänglichkeiten prüfen und nicht seine probs auf alle anderen menschen übertragen, die sich hier rang und namen gemacht haben oder gut zurechtkommen.
Der kommunismus stoppt die wahre struktur der menschen und ist generell nicht durchführbar. Ob sozialismus oder kommunismus. Am eisernen vorhang kann man sehen welche schäden das angerichtet hat
.

Weiterhin meinte er, das der jetzige Mensch nicht in der Lage sei, sein Ego-Gefühl und seine Habsucht auszuschalten, selbst wenn er wüsste, das er alles bekommen könnte wonach im sehnt. Bei dieser Theorie einer friedlichen Welt, so wie ich sie geschildert habe, müsste ein neuer Mensch entstehen. Das heißt, die alten Menschen müssten aussterben und neue Menschen müssten mit der neuen Lebensphilosphie entstehen.

Dieses Lebensmodel das ich oben beschrieben habe, ist von unserem Glauben nicht weit entfernt. Z.B. Nächstenliebe und Hingabe für die Mitmenschen.

euer glauben ist reine theorie und taugt praktisch so gut wie gar nichts. Das sieht man am besten, wenn leute die sich christen nennen an einem verwahrlosten oder kranken menschen überheblich vorbeilaufen oder einem bettler kein geld geben. Ich muss kein christ oder kommunist sein, wenn ich meinen pflichten nachkomme, die einem menschen durch die innere stimme abverlangt werden.
Christen sind eher die schlechteren als besseren menschen, kommunisten auch. Denn wer von einer sache lange redet und sie in die länge zieht, der ist geizig im handeln.- :D



Meine Fragen:
Was denkt Ihr über dieses Lebensmodel und kann es Wirklichkeit werden, bevor alle Menschen zum christlichen Glauben übergetreten sind und diesen auch ehrlich und wortgetreu praktizieren? Ist dieser "neue Mensch" im Grunde ein reiner Christ wie er laut Bibel sein sollte?



1. laufen nicht alle menschen zum christlichen glauben über sondern immer mehr treten aus der kirche aus.
2. dieses modell hat wenig chancen wirklichkeit zu werden, und das würde erstmal globale kriege ergeben, die sicher nicht gut wären um an dieses ziel zu kommen.
Es gibt immer wieder gruppen oder einzelne, die meinen für ihre mitmenschen denken zu müssen, und sie zu bevormunden, da sie selbst ein problem haben.
Wie wärs wenn sich solche mal fragen würden, wieso sie das anderen zufriedeneren menschen aufdrängen und sie nicht einfach in ruhe lassen mit dem was sie haben und sind?
Es ist unterdrückung und respektlosigkeit eine ideologie zu erzwingen.
Als staatsform völlig ungeeigent und als freiwilligkeit möglich, wobei es keinen staat braucht, damit diese werte freiwillig greifen und nur so haben sie sinn und zweck- Dazu reicht ein menschliches vorbild aus, das selbstlos und christlich die wahren werte des lebens aufzeigt und vorlebt. Wer sein herz selbslos einsetzt ohne etwas zurückzuerwarten wird von gott belohnt und trägt die frücht seiner arbeit. Ihm werden viele folgen, da sie sein wollen wie jener. Das ist eine möglichkeit um die welt zu verbessern, aber nicht mit zwang und als pflicht.

Wer also helfen möchte oder meint etwas zu verändern, der sollte bei sich selbst erst anfangen und andere nicht belehren sondern ihnen durch praktische liebe zeigen, dass er einen christlichen gemeinschaftssinn besitzt- Wer will lässt sich überzeugen.
Pseudosancti und weltverbesserer haben wir bereits genug in form von diktatur und krieg erlebt und fanatismus ist eine sehr gefährliche sache, wie man immer wieder gesehen hat.
Darum wünsche ich dir noch viel erfolg, wobei du nicht den boden unter den füssen verlieren solltest.
Carpe diem :D :D
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Re: Der

Beitragvon Robby » Sa 1. Mär 2008, 08:19

Hi gara

Bitte verwende die "Zitier-Funktion", um einen geschriebenen Beitrag hervorzuheben, es ist dann übersichtlicher 8-) :

Zitier-Funktion

Lieber Gruss
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Re: Der neue Mensch

Beitragvon Enggi » Sa 1. Mär 2008, 10:10

Original von Sanctus

Und zwar habe ich ihm die Frage gestellt, ob es denn möglich sei, dass auf der ganzen Welt kein Geld mehr als Zahlungsmittel verwendet werden müsste. Dass alles, was benötigt werden würde, ohne Geldzahlung erhaltbar wäre. Jeder gibt dem anderen was er braucht. Gearbeitet wird nur für die Gemeinschaft und zur Selbstverwirklichung.
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Kannst du einen Weg beschreiben, wie dorthin zu kommen wäre? Falls nicht, beschreibt die Bibel irgendwo etwas ähnliches? Wie beschreibt die Bibel den Weg dorthin?
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Re: Der neue Mensch

Beitragvon Atheist_2 » Sa 1. Mär 2008, 11:04

Vielleicht sollten wir mal die Vor- und Nachteile so einer von mir beschriebenen Welt beleuchten.


Interessantes Thema :)

Ich will nicht verheimlichen, dass ich den neuen Mensch per Definition für nicht realistisch halte (man müsste ihn vermutlich genetisch "umprogramieren" oder während der Erziehung massivstens manipulieren). Denn jedes Individuum, jedes eigenständige Lebewesen denkt zuerst an sich - und das muss es doch auch.. es muss sich doch selbst zuerst am Leben erhalten können, atmen, essen, trinken, ... , sonst kann es auch seinen Artgenossen nicht helfen.

Die Erkenntnis, Lebewesen derselben Art haben bessere Überlebensmöglichkeiten in einer Gemeinschaft, ist nachvollziehbar. Aber man darf das doch nicht über den Einzelnen heben... ihn zur Bedeutungslosigkeit verurteilen.

Menschen, die keine Motivation haben sich selbst am Leben zu erhalten (und nur daraus entwickeln sich Eigenschaften wie Geiz) wären nicht überlebensfähig. Man kann so gesehen den ewigen Frieden auch erreichen, indem man von Anfang an die gesamte Menschheit vernichtet. Dann gibts auch keinen Streit und keine Kriege mehr. Das Leben ist ein Kampf... ein Überlebenskampf (das vergisst man schnell, wenn man das Privileg hat in Wohlstand zu leben).

Und was wäre wenn man es trotzdem versucht ? Wenn es keinen Hunger und keine Leiden mehr gäbe ? Ich vermute: Stillstand. Wer hat denn eine Motivation, etwas zu verändern, wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind ??
Sollen die Menschen vor sich hinvegetieren, genügsam verweilen und auf den nächsten Meteoriteneinschlag warten ? Oder bis die Sonne die Erde verschluckt ?

Würden wir von Anfang an im Paradies leben, wären wir heute immer noch genauso weit, bzw. würden in den Höhlen herumkriechen :]
Wäre das wirklich wünschenswert ?
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Re: Der neue Mensch

Beitragvon picopedro » Sa 1. Mär 2008, 12:38

Original von Enggi
Kannst du einen Weg beschreiben, wie dorthin zu kommen wäre? Falls nicht, beschreibt die Bibel irgendwo etwas ähnliches? Wie beschreibt die Bibel den Weg dorthin?


:D du kennst ja den weg wohl!

jesus ist der weg und mit seinem reich wird er genau das realisieren. voraussetzung ist, daß zuerst dem gegenwärtigen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen system von gott ein ende bereitet werden wird. man kann ja neuen wein nicht in alte schläuche giessen, denn das hielten sie ja nicht aus.

44 Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das ewiglich nie untergehen wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk übergehen; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird ewiglich bestehen; (dan. 2/44)


lg peter




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Re: Der

Beitragvon Taube » Sa 1. Mär 2008, 13:08

Original von Sanctus

Der Lehrer meinte darauf hin, das dieses Prinzip schon im Kommunismus probiert wurde, jedoch (wie wir alle wissen) schief gegangen ist. Sicherlich mag das daran liegen, das dieses Prinzip nur in dem einem Land Verwendung fand und nicht auf dem kompletten Globus. Weiterhin meinte er, das der jetzige Mensch nicht in der Lage sei, sein Ego-Gefühl und seine Habsucht auszuschalten, selbst wenn er wüsste, das er alles bekommen könnte wonach im sehnt. Bei dieser Theorie einer friedlichen Welt, so wie ich sie geschildert habe, müsste ein neuer Mensch entstehen. Das heißt, die alten Menschen müssten aussterben und neue Menschen müssten mit der neuen Lebensphilosphie entstehen.

Dieses Lebensmodel das ich oben beschrieben habe, ist von unserem Glauben nicht weit entfernt. Z.B. Nächstenliebe und Hingabe für die Mitmenschen.

Meine Fragen:
Was denkt Ihr über dieses Lebensmodel und kann es Wirklichkeit werden, bevor alle Menschen zum christlichen Glauben übergetreten sind und diesen auch ehrlich und wortgetreu praktizieren? Ist dieser "neue Mensch" im Grunde ein reiner Christ wie er laut Bibel sein sollte?

Gruß

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Von diesem "neuen" Menschen spricht die Bibel:

2Kor 5,18
Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Der neue Mensch

Beitragvon Enggi » Sa 1. Mär 2008, 17:55

Original von picopedro
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Kannst du einen Weg beschreiben, wie dorthin zu kommen wäre? Falls nicht, beschreibt die Bibel irgendwo etwas ähnliches? Wie beschreibt die Bibel den Weg dorthin?
:D du kennst ja den weg wohl!
Kennt Sanctus ihn auch?
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